Gallipoli National Park
2–3 Okt, Turki ⋅ 🌬 22 °C
Dank der ausgefahrenen Heckstützen machte uns der Wind über Nacht keine Probleme.
Heute hatten wir uns schwere Kost vorgenommen: Bei einer unserer Reisen nach Australien und Neuseeland hatten wir zufällig auch an einem 25. April die Feiern zum ANZAC-Day erlebt. Dieser hat seinen Ursprung in der Landung australischer und neuseeländischer Truppen 1915 auf der Halbinsel Gallipoli in der Türkei. Gleichzeitig hörten wir dort das Lied „The Band Played Waltzing Matilda“, in welchem der schottisch-australische Komponist Eric Bogle die furchtbaren Ereignisse dieses Kampfes eindrucksvoll wiedergibt.
Da wir auf unserer Rückreise in der Nähe dieser Halbinsel waren, beschlossen wir, den Nationalpark Gallipoli zu besichtigen.
Die drei Mächte Großbritannien, Frankreich und Russland wollten mit der Besetzung dieser Halbinsel die Dardanellen beherrschen, scheiterten aber am Widerstand der osmanischen Kämpfer. Während der mehrmonatigen Kämpfe im Jahr 1915 wurden mehr als 100.000 Soldaten getötet und über 250.000 Soldaten verwundert, was fast der Hälfte der zum Einsatz gekommenen Soldaten entsprach.
Überall auf der Halbinsel trifft man auf Soldatenfriedhöfe. Es war erschütternd, die Altersangaben der Gefallenen zu lesen. Überwiegend sehr junge Männer aus vielen Nationen waren gestorben. Unter anderem wurden sogar zum ersten Mal Maoris aus Neuseeland in einen Einsatz außerhalb des Landes geschickt.
Im dazugehörigen Museum konnten wir mehr über die Hintergründe der Kämpfe erfahren. Besonders beklemmend fanden wir ein Diorama der Schützengräben mit den vielen Gefallenen zwischen den beiden Gräben. Nach einigen Kampftagen wurde deshalb damals ein Waffenstillstand vereinbart, um die Toten zu entfernen, da man einen Seuchenausbruch befürchtete.
Auch fanden wir ein Video sehr berührend, in dem mit Schauspielern realitätsnah der grausame Alltag in einem Schützengraben dargestellt wurde.
Nach so viel schwerer Kost machten wir uns bei wechselhaftem Wetter auf den Weg zur türkisch-bulgarischen Grenze. Nach insgesamt 1,5 Stunden hatten wir die Grenzanlagen hinter uns gelassen und stellten uns wieder auf den Platz bei der alten Brücke in Swilengrad.Baca lagi
Von Marmaraereglisi nach Eceabat
1–2 Okt, Turki ⋅ 🌬 23 °C
Sonnig, wolkig und windig begann der Tag. Dieses Wetter sollte uns heute treu bleiben.
Unser Ziel war Eceabat auf der Halbinsel Gelibolu Yarımadası. Zunächst passierten wir die große Brücke, die die Dardanellen überspannt. Anschließend kamen wir an mehreren Soldatenfriedhöfen vorbei - aber dies wird das Thema des morgigen Tages werden.
Gegen Abend erreichten wir Eceabat und stellten uns auf den dortigen Wohnmobilstellplatz hin. Anscheinend lässt die örtliche Polizei es nicht mehr zu, dass man sich woanders hinstellt. Der Platz selber hat keinen Charme, außer, dass er direkt am Wasser liegt. Es gibt rudimentäre Versorgungseinrichtungen und nur wenig Schatten. Zudem liegt er in der Nähe einer Straße. Was uns aber am meisten die Nacht beschäftigen wird, ist der starke Wind. Obwohl wir das Mausmobil schon in den Wind gestellt hatten, haben wir zusätzlich noch die Heckstützen ausgefahren, um mehr Ruhe zu haben.
Unser Plan, heute Abend die örtliche Gastronomie zu stärken, fiel ins Wasser. Alle Restaurants waren geschlossen! Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir heute den 1. Oktober und damit Saisonende haben. Lediglich eine Bretterbude hatte offen. Diese sah allerdings nicht besonders vertrauenerweckend aus. So bekochten wir uns selber und bereiteten anschließend den morgigen Tag vor.Baca lagi
Von Ilgaz nach Marmaraereglisi
30 Sep–1 Okt, Turki ⋅ 🌬 19 °C
Wie nicht anders zu erwarten, war die Nacht ruhig verlaufen. Am Morgen weckte uns Regen, der aufs Dach trommelte. Dieser Regen verließ uns bis zur Mittagszeit nicht. Als wir allerdings Istanbul umrundet hatten, riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Problemlos erreichten wir den Übernachtungsplatz, den wir schon auf der Hinfahrt genutzt hatten. Heute allerdings ist das Meer viel zu aufgewühlt zum Baden. So bleibt uns nur der schöne Blick auf das Marmarameer.Baca lagi
Von Terme nach Ilgaz
29–30 Sep, Turki ⋅ ☁️ 17 °C
Das leichte Meeresrauschen war unser ständiger nächtlicher Begleiter. Sehr schön und nicht störend!
Die Sonne ging pünktlich um 6:25 Uhr auf. Leider verschwand sie nach der Abfahrt hinter dichten Wolken und es regnete die halbe Strecke bis zu unserem Tagesziel. So fiel uns der Abschied vom Schwarzen Meer nicht so schwer.
Um die Reisestrecke gut einzuteilen, stoppten wir wieder wie auf der Hinfahrt in Ilgaz. Der Platz beim Markt liegt mitten in der Stadt und ist dennoch nachts ruhig. Morgen geht es wieder ein Stück weiter Richtung Westen.Baca lagi

PengembaraTolle, super beschriebene!, Reiseroute. Macht große Lust die Länder selber zu bereisen. Bis neulich beim RoA

The2GreyhoundsontourDauert bei mir noch ein bisschen, da ich erst am 10. Oktober wieder in der (leider ehemaligen) Bundeshauptstadt bin.
Von Kemalpasa nach Terme
28–29 Sep, Turki ⋅ ☁️ 21 °C
Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir die bekannte Strecke am Schwarzen Meer entlang. Unglaublich, wie viele LKW rechts und links der Straße auf die Zollabfertigung warten mussten. Wenn ein LKW rangierte, war die Straße komplett gesperrt.
Die heutige Strecke führte uns an Teefeldern und später dann an Haselnuss-Sträuchern vorbei. Bis zum Mittagessen hielt sich das sonnige Wetter. Nach dem Mittagessen allerdings regnete es sehr stark.
In Giresun kaufen wir bei strömenden Regen noch einige Gläser der leckeren Haselnuss-Creme. Damit dürfte unser Frühstücksbrot-Aufstrich für die nächsten Monate gesichert sein.
Den Stellplatz für die heutige Nacht am Ufer des Schwarzen Meeres hatten wir bereits bei der Hinfahrt entdeckt, als wir dort unsere Mittagspause eingelegt hatten. Vielleicht haben wir ja Glück und erleben morgen einen Sonnenaufgang über dem Schwarzen Meer.Baca lagi
Von Ejmiadsin nach Kemalpasa
27–28 Sep, Turki ⋅ ☁️ 20 °C
Früh um 6:30 Uhr ging unser Wecker, da die Navigatorin aus beruflichen Gründen die kleine Reisegruppe verlassen musste.
Nachdem die Greyhoundin zum Flughafen gebracht worden war und einem letzten Blick auf den im Dunst liegenden großen Ararat, fuhr der Greyhound Richtung Georgien. Die beeindruckende Landschaft von Armenien machte es nicht leicht, nach Hause zu fahren.
Beim Grenzübertritt von Armenien nach Georgien erlebten wir sehr penible Grenzbeamte. Alle Medikamente mussten gezeigt und im Falle von Dauereinnahme die entsprechende ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden. Natürlich waren sie auch daran interessiert, wie teuer unser Mausmobil gewesen war.
Nachdem alle Fächer und Schubladen untersucht worden waren, konnten wir weiterfahren.
In Akhaltsikhe erlebten wir wieder eine Polizeikontrolle, da wir bei der Ausfahrt von der Tankstelle eine durchgezogene Linie überfahren hatten. Sogar einen Alkoholtest musste der Greyhound ablegen. (das Ergebnis zeigte selbstverständlich keinen Alkohol an!). Darüber hinaus bekamen wir ein Verwarngeld in Höhe von 50 GEL (ungefähr 15 €), die wir bei einer Bank bezahlen sollten. Heute sind allerdings alle Banken geschlossen. Zudem wollten wir heute noch über die türkische Grenze in die Türkei einreisen. Und nun?
Die Fahrt von Akhaltsikhe nach Batumi führte uns durch den Kleinen Kaukasus. Zunächst schraubte sich die Straße bis zum höchsten Punkt empor, um dann in unzähligen Kehren Richtung Batumi zu führen. Unterwegs waren viele Stellen nicht geteert, sondern hatten reinen Offroad Charakter mit tiefen Schlaglöchern. Uns machte das nichts aus - im Gegenteil, wir hatten unseren Spaß dabei.
Die Einreise in die Türkei verlief problemlos. Und so erreichten wir am frühen Abend unseren Übernachtungsplatz kurz hinter der türkischen Grenze.Baca lagi
Von Jerewan nach Ejmiadsin
26–27 Sep, Armenia ⋅ ⛅ 31 °C
Heute nahmen wir Abschied von Jerewan. Für unser erstes Ziel mussten wir hoch hinaus, denn der Kari-See liegt auf 3150 m Höhe über dem Meer. Die Straße ließ sich relativ gut fahren. Allerdings war es stellenweise sehr steil, weshalb wir froh waren, Heckantrieb zu haben.
Wir waren nicht die einzigen, die bei diesem schönen Wetter den See ansteuerten. Da die meisten allerdings wandern wollten, verlief sich alles. Statt einer Wanderung erkundeten wir lieber die ehemalige wissenschaftliche Station „Aragats“. Dort wurde bis in die 1980er Jahre die kosmische Strahlung wissenschaftlich untersucht. Es war spannend, durch die verlassenen und halb verfallenen Gebäude zu streifen.
Nach der Mittagspause ließen wir uns von Google zu den Ruinen der ehemaligen Kathedrale in Swartnoz führen. Und wieder mussten wir feststellen, dass man nicht alles glauben darf, was Google vorgibt, denn wir wurden auf den neben diesen Resten der Kathedrale gelegenen Friedhof geleitet. Mit einem Wendemanöver auf engstem Raum konnten wir uns wieder befreien. Ein netter Armenier zeigte uns dann den richtigen Weg.
Von der Kathedrale stehen nur noch ein paar Säulen, da das komplette Gebäude im 10. Jahrhundert wahrscheinlich durch ein Erdbeben eingestürzt ist. Demzufolge gibt es nicht viel zu sehen. Im dazugehörigen Museum allerdings haben wir einige Erläuterungen zu dem Bau bekommen.
Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel. Dort stellten wir uns für die Nacht auf den Parkplatz gegenüber der Kathedrale in Ejmiadsin. Die Kathedrale ist außen mit schönen Ornamenten verziert. Im Inneren gibt es wunderschöne, in kräftigen Farben erstellte Wandmalereien. Leider war es verboten, zu fotografieren. So müssen wir die Schönheit dieser Kathedrale eben in unserer Erinnerung behalten.
Für unser Abendessen hatten wir das kleine Restaurant „4x4 Tavern Khinkali House“ im Souterrain eines Hauses gefunden. Hier steht jeder Tisch in einem extra Zimmer. Es war zwar ein bisschen ein komisches Gefühl, so allein in einem geschlossenen Raum am Tisch zu sitzen, aber auf der anderen Seite hatte es auch wieder was.
Gut gesättigt gingen wir zu unserer letzten gemeinsamen Nacht in diesem Urlaub zurück in unser Mausmobil.Baca lagi
Jerewan
25–26 Sep, Armenia ⋅ ☀️ 31 °C
Obwohl wir mitten in der Stadt standen, hatten wir eine sehr ruhige Nacht.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Wir starteten bei der Blauen Moschee. Diese liegt inmitten eines sehr großen Hofes, weshalb wir vom Lärm der Stadt nichts mitbekamen. Anschließend gingen wir zur sogenannten „Kindereisenbahn“. Diese Anlage diente zur Sowjetzeiten Kindern dazu, sich wie ein Lokführer fühlen zu können. Heute ist das Gelände verlassen und verfällt langsam. Das ehemalige Bahnhofsgebäude strahlt noch etwas vom damaligen Glanz aus. Von den Zügen existiert leider nur noch ein einziger und dieser ist in blaue Plastikfolie eingehüllt.
Durch den leicht gruseligen Fußgängertunnel gingen wir zurück in das Zentrum. Trotz der heutigen sommerlichen Temperaturen stiegen wir die Treppen bei der Kaskade nach oben. Von dort konnten wir ganz schwach im Dunst den Berg Ararat sehen.
Nach einer Mittagspause ließen wir uns durch die Stadt hin zum Vernissage Markt treiben. Dort wird Kunsthandwerk, aber auch viel Nippes verkauft. Besonders beeindruckt waren wir von den handgefertigten Backgammon-Spielbrettern.
Den Abschluss unseres Rundgangs bildete die Sankt Gregor Kirche. Dieses größte christliche Gotteshaus in Armenien fast bis zu 1700 Gläubige. Es ist schlicht eingerichtet, strahlt aber aufgrund seiner Größe eine Erhabenheit aus.
Mit rund gelaufenen Füßen gingen wir zurück zu unserem Mausmobil und ruhten uns etwas aus.
Für das Abendessen hatten wir uns das Restaurant „Dalan Art Gallery and Restaurant Abovyan 12“ ausgesucht. Angefangen von der Atmosphäre bis hin zum Essen und der Bedienung passte alles.
Zum Ende unseres heutigen Tages ließen wir uns noch von den Wasserspielen am Platz der Republik verzaubern. Und damit endete ein anstrengender, aber sehr schöner Tag in Jerewan.Baca lagi
Von Areni nach Jerewan
24–25 Sep, Armenia ⋅ ⛅ 31 °C
Kein Laut war in der Nacht zu hören. Da die Luft angenehm temperiert war, hatten wir alle Fenster geöffnet.
Nach dem Frühstück fuhren wir zu unserem ersten Besichtigungspunkt. Unterwegs sahen wir zum ersten Mal den mächtigen Ararat, der zum Leidwesen der Armenier auf türkischer Seite liegt.
Beim Kloster Khor Virap angekommen, sahen wir ihn in voller Größe, da er nur noch 30 km Luftlinie von uns entfernt war. Das Kloster zählt zu einem der Highlights Armeniens und ist entsprechend gut besucht. Tief unter einer der Kirchen gibt es zwei nur über steile Stahlleitern erreichbare Nebenaltäre. Es war spannend, zu diesen hinab zu klettern. Da so gut wie kein Luftaustausch stattfindet, war die Luft in den tiefen Altarräumen entsprechend schlecht.
Nach einer Mittagspause unter Aprikosenbäumen fuhren wir zum Garni Tempel. Dieser aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammende Bau liegt fotogen auf einer Felsnase und man hat einen schönen Blick in die davor liegende Schlucht. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Felsenkloster Geghard. Auch dieses zählt zu den touristischen Highlights Armeniens.
Nach der Besichtigung machten wir uns auf nach Jerewan. Je näher wir dieser quirligen Hauptstadt Armeniens kamen, umso stärker und verrückter wurde der Verkehr. Über Park4Night hatten wir uns als Stellplatz Glendal Hill Parking ausgesucht. Es war ein bisschen tricky, im Feierabendverkehr auf diesen Stellplatz am Ende einer schmalen Straße zu gelangen. Aber wir schafften es ohne Kratzer.
Da es noch nicht allzu spät war, machten wir einen ersten Erkundungsgang durch Jerewan. Im Vergleich zu Tbilisi ist hier alles lauter, chaotischer und größer.
Für das Abendessen nutzten wir einen Tipp des Lonely Planet und gingen in das Restaurant „Lavash“. Das Essen schmeckte nicht schlecht, aber uns war es einfach ein bisschen zu viel Gewese (z. B. wurde der Salat auf unsere Teller verteilt, statt ihn einfach in der Schüssel zu lassen. Auch gab es keine gedruckte Speisekarte, sondern wir mussten über einen QR-Code eine elektronische Karte aufrufen. Aus dieser konnte jedoch nicht bestellt werden, so dass wir alle unsere Wünsche notieren und dem Kellner mitteilen mussten.). Für einen Absacker gingen wir auf den Opernplatz und schauten dem nächtlichen Treiben zu. Wieder in das Mausmobil zurückgekehrt, waren wir froh, unsere Füße bei einem kalten alkoholfreien Bier hochlegen zu können.Baca lagi
Von Goris nach Areni
23–24 Sep, Armenia ⋅ ⛅ 27 °C
Obwohl wir mitten in der Stadt standen, hatten wir eine absolut ruhige Nacht. Also scheint Goris nicht nur eine wunderschöne Stadt zu sein, sondern seine Bewohner schlafen nachts auch, statt lärmend durch die Straßen zu fahren.
Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir die wenigen Kilometer zu den „Wings of Tatev“. Dort holten wir uns Tickets für die erste Seilbahn am Tag. Diese längste Seilbahn der Welt - immerhin 5,7 km lang - brachte uns in einer spektakulären Fahrt hinüber zum Kloster Tatev. Es waren noch keine Reisegruppen da, und so konnten wir die Klosteranlage in Ruhe besichtigen. Es stand sogar ein Priester zur Erteilung eines Segens zur Verfügung. Nach einer guten Stunde hatten wir alles besichtigt und wie immer viel zu viele Fotos gemacht. Anschließend brachte uns die Seilbahn wieder in 15 Minuten zurück zum Ausgangspunkt.
Die heutige Strecke kannten wir bereits von gestern. Wir fuhren deshalb nahezu ohne Stopps bis zum Kloster Noravank. Die letzten Kilometer dorthin führten uns durch eine spektakuläre Schlucht.
Das Kloster Noravank liegt malerisch vor einer roten Felswand. Wir hatten Glück, dass die Wolken sich langsam verzogen und die Sonne die Szenerie beleuchtete. Die beiden Kirchen selbst bieten im Vergleich zu anderen Klöstern nichts besonderes, weshalb wir uns überwiegend im Außenbereich aufhielten und dort die Fotos machen.
Vom Kloster war es nicht mehr weit zu unserem heutigen Tagesziel, der Winzerei „Momik Wine Cube“. Wir konnten dort einen weißen, zwei rote sowie einen Roséwein probieren. Dazu gab es leckeren Käse sowie Schinken, Wurst und Obst.
Mit einem Glas Roséwein beendeten wir dann auch den heutigen Abend.Baca lagi
Vom Sevan-See nach Goris
22–23 Sep, Armenia ⋅ ⛅ 22 °C
Nach einer absolut ruhigen Nacht fuhren wir weiter Richtung Südosten. Dazu mussten wir über zwei Pässe fahren. Die Landschaft ähnelte der Steppenlandschaft in Georgien. Bei dem heutigen traumhaften Wetter konnten wir uns an den goldgelben Grasfeldern gar nicht satt sehen. Der Zustand der Straßen war überwiegend sehr gut. An vielen Stellen wird der Straßenbelag aufgrund massiver Schlaglöcher gerade abgefräst und ein neuer Teerbelag aufgebracht, was diese Streckenabschnitte sehr holprig macht.
Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel kamen wir zu den „Glocken von Goris“. Dieses etwas außergewöhnliche Gebilde, das zwar keine Glocken hat, sieht aber dennoch sehr fotogen aus.
Bald schon erreichten wir unser erstes Ziel, die Khndzoresk Swinging Bridge, unweit von Goris gelegen. Über unzählige Stufen mussten wir zu dieser Hängebrücke absteigen. Die Greyhoundin nahm allen Mut zusammen, um über diese schwankende Brücke zu gehen. Auf der anderen Seite der Brücke besichtigten wir ein paar Höhlen sowie eine kleine Kirche und kehrten dann zu unserem Mausmobil zurück.
In Goris machten wir eine kleine Wanderung rund um die alten Felsenwohnungen von Goris. Über 170 m mussten wir bis zum höchsten Punkt dieser Tour aufsteigen. Auch wenn die Wegverhältnisse (weil sehr steil und wegen loser Steine ziemlich rutschig) nicht immer optimal waren, entlohnten die tollen Ausblicke auf die uns umgebenden Felsnadeln.
In Goris stellten wir uns auf den Parkplatz gegenüber vom Rathaus. Hier verbrachten wir den restlichen Nachmittag und sortierten unsere Bilder.
Auf dem Weg zu unserem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch diese recht hübsche Stadt mit den hierfür typischen Steinbauten. Einem Tipp unseres Reiseführers Lonely Planet folgend, kehrten wir im Restaurant „Tur Baza“ ein. Von der Terrasse dieses familiär geführten Restaurants hatten wir einen wunderschönen Blick auf die alten Felsenwohnungen und Felsnadeln. Zudem bewirtete uns die Besitzerin sehr herzlich.
Wieder zurück im Mausmobil planten wir die Route für die nächsten Tage.Baca lagi

The2GreyhoundsontourVielen Dank für die Wünsche. Habt ebenfalls eine sichere und gute Reise durch dieses schöne Land. Liebe Grüße sendet euch Beatrice, Peter und die Maus
Von Dilidschan an den Sevan-See
21–22 Sep, Armenia ⋅ ☀️ 17 °C
Obwohl wir mitten in der Stadt standen, war die Nacht herrlich ruhig gewesen. Nach dem Frühstück erkundeten wir die Altstadt von Dilidschan. Es gab einige hübsche Fotomotive.
Unser nächstes Ziel war das Kloster Sewanavank, welches aus einer Hauptkirche und einer kleineren Kirche besteht. Es ist anscheinend ein bevorzugtes Touristenziel, denn Menschenmassen schoben sich den Berg zum Kloster hinauf (und wieder hinab). Aber auch wie gestern mussten wir oftmals für ein schönes Bild nur etwas warten, bis die Touristengruppen verschwanden. Vom Klosterberg aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf den unter uns liegenden Sevan-See. Da heute in Armenien der Unabhängigkeitstag gefeiert wird, lagen oft Luftballons in den Nationalfarben rot, orange und blau herum.
Auf eine Bootsfahrt hatten wir keine Lust und fuhren deshalb direkt weiter zum Kloster Hayravank. Dieses Kleinod besteht nur aus einer Kirche, in der gerade eine Trauung stattfand. Touristen verirren sich nicht viele hierher.
In unseren Reiseführern hatten wir von den Khachkar-Grabsteinen in Noratus gelesen. Angeblich wurden diese mächtigen Grabsteine einst von einem angreifenden Heer für große Soldaten gehalten, weshalb die Angreifer von einer Attacke absahen. Auf jeden Fall sind die Grabsteine sehr beeindruckend. Auch heute noch werden moderne Grabsteine ganz im Stil dieser alten Stelen hergestellt. Nachdem wir eine große Anzahl dieser Grabsteine besichtigt hatten, fuhren wir zur Mikayelyan Family Farm. Hier kam vor allem die Greyhoundin auf ihre Kosten, denn dort wird sehr leckerer Käse hergestellt. Nachdem wir eine Einführung in die Käseproduktion und die verschiedenen hier hergestellten Sorten bekommen hatten, bekam sie einen Probierteller mit fünf verschiedenen Sorten. Sie war im siebten Käsehimmel!
Mittlerweile war es früher Abend geworden, weshalb wir uns in der Nähe des K‘anaker Stone Circle an das Ufer des Sees stellten. Außer einer Kuhherde, die zum Tränken hierher getrieben wurde, war niemand um uns herum. Jetzt hoffen wir morgen auf einen tollen Sonnenaufgang über den aserbaidschanischen Bergen auf der anderen Seeseite.
Mit einem leckeren Essen und einer Flasche Wein aus Georgien endete der heutige Tag.Baca lagi
Von Rustavi nach Dilidschan
20–21 Sep, Armenia ⋅ 🌧 20 °C
Wir hatten eine sehr ruhige Nacht. Auch der angekündigte Regen fiel nicht, so dass wir sehr gut geschlafen haben.
Heute verließen wir Georgien und fuhren nach Armenien - unserem 64. Land. Da unser Mausmobil von der gestrigen Offroad Tour noch viele Schlammreste hatte, reinigten wir es grob an einer Waschanlage. Des Weiteren tankten wir noch einmal in Georgien voll, da der Sprit in Armenien teurer ist (allerdings kein Vergleich zu Deutschland!).
Der Grenzübertritt dauerte alles in allem etwa eine Stunde. Natürlich musste die Greyhoundin dazu wieder aussteigen. Am längsten hielt uns die Einfuhr unseres Fahrzeuges nach Armenien auf. Dazu mussten wir zunächst bei der Bank umgerechnet 20 € bezahlen, um mit dieser Quittung beim Einreisebeamten den notwendigen Stempel zu bekommen.
Direkt hinter der Grenze lauerten viele Jungs und wollten uns zu einem Versicherungsagenten leiten. Wir hatten allerdings schon ein vertrauenerweckendes Versicherungsbüro entdeckt und holten uns dort für umgerechnet 15 € eine Zehn-Tages-Kfz-Versicherung. Jetzt hatten wir alles zusammen und unsere Tour durch Armenien konnte beginnen.
Unseren ersten Halt legten wir beim Kloster Haghpat ein. Dieser touristische Hotspot wird anscheinend von allen Reisegruppen angefahren. Wir konnten aber dennoch unser Mausmobil in der Nähe abstellen. Im Gegensatz zu den georgischen Kirchen sind die Kirchen nicht mit Ikonen ausgeschmückt. Nur in der Hauptkirche gibt es wenige alte Malereien. Die anderen Kirchlein sind eher schmucklos gestaltet. Das Schöne an Reisegruppen ist, dass diese nach einer kurzen Zeit wieder verschwinden. So hatten wir mit etwas Warten die Gelegenheit, Fotos ohne störende Touristen zu machen.
Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten, fuhren wir nach Alawerdi zur alten Steinbrücke aus dem Jahr 1192. Sie wirkt auch heute noch sehr imposant. Auffällig waren die vielen Plastikflaschen, die im Fluss trieben. Auch gibt es hier sehr viel Müll rechts und links der Straße. Über den Zustand der öffentlichen Toiletten am Straßenrand schweigen wir lieber.
Die Strecke von Alawerdi zu unserem Tagesziel Dilidschan führte uns durch den kleinen Kaukasus. Im Gegensatz zu gestern begleiteten uns wieder hohe Berge und tiefe Wälder. Die ganze Gegend erinnerte uns an das Alpenvorland, nur dass die Berge höher sind.
Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt hatten, stellten wir uns in Dilidschan an den kleinen See in der Stadtmitte.
Für das Abendessen nutzen wir einen Tipp des Lonely Planet und ging in das Restaurant „Kchuch“. Wir wurden nicht enttäuscht, auch wenn die Abfolge der Speisen anders als erwartet war. Wie in Georgien auch, kommen nicht alle Essen gleichzeitig, sondern werden serviert, sobald die Küche sie fertig hat. Das kann dazu führen, dass die Vorspeisen nach der Hauptspeisen kommen beziehungsweise die Hauptspeisen zu getrennten Zeiten. Andere Länder, andere Sitten!
Pappsatt gingen wir zurück in unser Mausmobil und planten die weitere Route.Baca lagi
Von Kvareli nach Rustavi
19–20 Sep, Georgia ⋅ ☁️ 26 °C
Nach einer ruhigen Nacht starteten wir in den neuen Tag. Unser erstes Ziel war das Kloster Nekresi. Normalerweise parkt man am Fuß des Berges und läuft entweder die letzten 1,5 km zum Kloster hoch oder lässt sich mit einem Shuttlebus hoch bringen. Da weit und breit keine Shuttlebusse zu sehen waren, fuhren wir den Weg hoch. Wir sind schon viele steile Straßen mit engen Kurven gefahren, aber diese Straße hatte es in sich! Vor allem in den Spitzkehren war viel Fahrgefühl angesagt. Oben angekommen, mussten wir unser Mausmobil auf engstem Raum wenden, um problemlos wieder abfahren zu können.
Alle Türen des Klosters waren verschlossen, obwohl es eigentlich schon geöffnet sein sollte. So begnügten wir uns mit der Außenansicht und genossen den Blick über die Landschaft.
Das nächste Ziel waren Festung und Kirche Gremi. Hier hatten wir keine schwierige Anfahrt, denn die Festung liegt direkt neben der Straße. Die Kirche war mit sehr schönen Fresken ausgestattet und der Blick vom Burgturm war auch nicht schlecht. Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten, fuhren wir Richtung Süden zu unserem nächsten Ziel. Unterwegs begann es heftig zu regnen. Dieser Regen begleitete uns bis zur Passhöhe Gombori Mountains. Dort stärkten wir uns auf 1620 m Höhe vor unserer Weiterfahrt zum Kloster Dawit Garedscha. Kaum hatten wir die Passhöhe verlassen, ließ der Regen nach. Des Weiteren änderte sich die Landschaft von Wald und Bergen hin zu Steppen und Hügeln. Als wir in der Gegend unseres nächsten Zieles angekommen waren, lugte bereits die Sonne hinter den Wolken hervor. Bald schon erreichten wir auf einer Strasse entlang der aserbaidschanischen Grenze die Klosteranlage. Leider können viele Teile nicht besichtigt werden. So sind zum Beispiel die Höhlenwohnungen komplett für Besucher gesperrt. Aber der verbliebene Teil war auch sehr sehenswert. Da wir in der Grenzregion zu Aserbaidschan sind, passten zwei Soldaten auf, dass wir nicht aus Versehen den zugelassenen Bereich verlassen. Ein Soldat wies uns darauf hin, dass etwas oberhalb von uns eine winzige Kirche in einer Höhle zu besichtigen sei. Wir kletterten deshalb den steilen und leicht matschigen Weg nach oben. Leider war die Höhle verschlossen, weshalb wir nur durch die Außengitter einen Blick ins Innere werfen konnten.
Mittlerweile waren die Wolken vollständig verschwunden und die Landschaft leuchtete im Sonnenlicht in den herrlichsten Farben.
Für unser Tagesziel Rustavi wählten wir die Abkürzung über eine Piste. Aufgrund des heutigen Regens war diese stellenweise sehr matschig, was das Fahren nicht gerade erleichterte. Am Ende der Piste sah unser armes Mausmobil total verschlammt aus.
In Rustavi stellten wir uns an den Fluss und bekochten uns heute selbst. Morgen wollen wir nach Armenien einreisen.Baca lagi
Von Vachnadziani nach Kvareli
18–19 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 25 °C
Nach einer herrlich ruhigen Nacht richteten wir unser Mausmobil für die Weiterfahrt her. Anschließend fuhren wir zur Allerheiligenkirche in Gurdschaani. Diese alte Kirche liegt sehr einsam. Demzufolge sind auch nicht viele Besucher vor Ort.
Unser nächstes Ziel war das Nonnenkloster in Bodbe. Hier erleben wir genau das Gegenteil: viele Reisebusse und Fuhrunternehmer steuerten dieses wunderschöne Kloster mit ihren Gästen an. Aktuell hat das Kloster zwei Kirchen: Die kleinere alte Kirche ist sehr schön ausgemalt und besitzt viele Ikonen. In der neuen Kirche dagegen sind die Wände kahl und die frisch installierten Kabel hängen noch aus der Decke. Bestimmt wird diese Kirche des auch heute noch aktiven Frauenklosters einmal sehr schön werden.
Über viele Serpentinen führte uns unser Weg wieder hinunter in die Ebene zum Naturpark Lagodekhi. Das dürfte so ziemlich der östlichste Punkt unserer aktuellen Reise sein. Obwohl der Nachmittag schon etwas fortgeschritten war, entschieden wir uns kurzerhand, die insgesamt 10 km lange Wanderung zum Birkhuhn-Wasserfall (Black Grouse) zu machen. Was wir nicht berücksichtigt hatten, war, dass wir dabei auch etwa 430 Höhenmeter überwinden mussten. Eigentlich waren pro Strecke etwa zweieinhalb Stunden seitens der Parkverwaltung veranschlagt. Wir schafften die Strecke zum Wasserfall in 1 Stunde und 20 Minuten! War der Weg anfangs noch gut begehbar, artete es später in eine leichte Kraxelei über schmale und unregelmäßige Stufen beziehungsweise Wurzeln aus. Alle Anstrengung war vergessen, als wir vor dem Wasserfall standen.
Am frühen Abend waren wir wieder zurück bei unserem Mausmobil und stärkten uns vor der Weiterfahrt erst einmal mit alkoholfreien Bier. Anschließend fuhren wir zu unserem Übernachtungsplatz in Kvareli. Dort konnten wir vor einem Weinbaubetrieb über Nacht stehen bleiben. Um über einen Lift in das Restaurant zu gelangen, mussten wir durch einen der berühmten Tunnel gehen, in denen die Weinflaschen dieses Weinbaubetriebes gelagert werden. Die älteste Flasche dort ist 21 Jahre alt.
Beim Abendessen trafen wir unsere Stellplatznachbarn von gestern wieder und verbrachten mit diesen einen netten und kurzweiligen Abend. Da der Lift nicht mehr in Betrieb war, mussten wir zurück zum Wohnmobil laufen und waren froh, unsere Füße hochlegen zu können, denn die heutige Gewalttour zum Wasserfall merkten wir doch etwas in unseren Beinen.Baca lagi
Von Stepantsminda nach Vachnadziani
17–18 Sep, Georgia ⋅ ⛅ 26 °C
In der Nacht wurde unser armes Mausmobil ganz schön durchgeschüttelt - so kräftig wehte der Wind. Zusätzlich kam am Morgen noch der starke Regen dazu. So waren wir nicht traurig, diesen Flecken verlassen zu müssen. Wie gestern auch, nutzten wir die transkaukasische Heerstrasse.
Unseren ersten Stopp legten wir an der Festung Ananuri ein. Scharen von Touristen bevölkerten diese kleine, malerisch am Zhinvali-Stausee gelegene, Festung mit ihren beiden Kirchen. Nach der Besichtigung und ein paar Drohnenbildern später fuhren wir weiter gen Süden. Unser Weg führte uns durch das bergige Gebiet des hohen Kaukasus. Bald schon erreichten wir das Kloster Alawerdi. Zu unserem Leidwesen war dieses komplett eingerüstet. Zudem bot die Kirche innen kaum Fotomotive (abgesehen davon, dass es verboten war, hier drin zu fotografieren). Wir blieben deshalb nicht lange und fuhren weiter nach Telavi, um uns die Festung von König Erekle II anzuschauen. Google Maps führte uns dabei nicht über die Hauptstraßen der Stadt, sondern durch kleine Nebenstraßen. Leider können wir Google nicht vorgeben, dass wir 7 m lang, 3,10 m hoch und 2,25 m breit sind!
Nachdem wir den Eingang zu diesem ehemaligen Königspalast gefunden hatten, kamen wir aufgrund unserer Schwerbehindertenausweise wieder kostenlos hinein. Einige Räume sind originalgetreu eingerichtet. Zudem konnten wir einer Gesangsvorführung eines Mädchenchors lauschen.
Im selben Ort gibt es auch die Residenz von Alexander Chachavadze. Dieser ehemalige Offizier und Dichter hatte hier seine Villa und war bekannt für seine Lesungen und Weinverkostungen. Die Räume sind sehr schön eingerichtet. Offiziell herrscht auch Fotografierverbot, aber es wird anscheinend nicht von jeder Aufsichtsperson so streng gesehen.
Nachdem wir noch ein bisschen durch den dazugehörigen Park geschlendert waren, fuhren wir zum Ibero Weingut, unserem heutigen Tagesziel. Dort konnten wir kostenlos übernachten.
Für den Abend hatten wir eine Weinprobe beim Besitzer dieses kleinen familiengeführten Weingutes gebucht. Es war ein sehr unterhaltsamer, interessanter und weinhaltiger Abend. Bemerkenswert fanden wir, dass die Weißweine hier alle bernsteinfarben sind und nicht wie bei uns nahezu durchsichtig. Vor allem konnten wir uns ausgiebig mit unserem Gastgeber über Gott und die Welt (in englisch) unterhalten und haben so viel über Georgien erfahren.
Es wurde spät, bis wir in unser Mausmobil kamen …Baca lagi

The2GreyhoundsontourBesucher binden bunte Bänder an die Zweige des Baumes, um sich etwas zu wünschen. Mittlerweile wurde aus dem einen Wunschbaum, mehrere Stämme, die aber zusammengewachsen sind.
Von Tbilisi nach Stepantsminda
16–17 Sep, Georgia ⋅ ⛅ 14 °C
Nach dem Frühstück hatten wir eine angenehme Überraschung: pro Tag auf diesem Parkplatz mussten wir umgerechnet etwa 7 Euro bezahlen. Und das in dieser Nähe zur Altstadt!
Durch den starken Verkehr von Tbilisi fuhren wir heute Richtung Norden. Über park4night hatten wir unterwegs ein WC gefunden, um unsere Toilettenbox zu leeren. Gemäß dem Aushang hätte uns der WC-Besuch 1 GEL gekostet. Als die Besitzerin sah, dass wir mit dem Wohnmobil kamen, erhöhte sie auf 5 GEL. Das ging für uns in Ordnung, da wir ja eine Box leerten. Als wir diese geleert hatten und Wasser tanken wollten, kam sie keifend aus ihrem Haus und verlangte 10 GEL. Unser Hinweis, dass sie ursprünglich 5 GEL wollte, ignorierte sie beziehungsweise konnten wir aufgrund der Sprachprobleme nicht verdeutlichen. Wir zahlten deshalb 5 GEL und fuhren weiter. Ihr Keifen hallte noch lange in unseren Ohren nach!
Unsere Mittagspause legten wir am sowjetisch-georgischen Freundschafts-Denkmal ein. Dieses fast kreisrunde Monument zeigt überlebensgroß verschiedene Motive aus Georgien. Als wir weiter fuhren, begann es sehr stark zu regnen. Dieser Regen blieb uns bis zum Gergeti-Kloster treu. Eigentlich hatten wir vorgehabt, unser Mausmobil in Stepantsminda abzustellen und zum Kloster hoch zu wandern. Verständlicherweise verwarfen wir angesichts des Wetters diesen Plan.
Das Gergeti-Kloster ist ein wahrer Touristenmagnet! Dies ist seiner exponierten Lage vor dem Hintergrund des großen Kaukasus geschuldet.
Für die Nacht stellten wir uns auf einen großen Parkplatz unterhalb des Gergeti-Klosters.
Nach dem Abendessen planten wir unsere weitere Route.Baca lagi
Tbilisi - der zweite Tag
15–16 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 30 °C
Den heutigen Tag starteten wir ganz entspannt in einem Spa. Zuerst erhitzten wir unsere Körper dank des heißen schwefelhaltigen Wassers, um uns danach im kühleren Wasser wieder abzukühlen. Der Greyhound gönnte sich zusätzlich noch eine Abschrubmassage. Wie neugeboren konnte anschließend unser zweiter Besichtigungstag in Tbilisi starten. Da wir gestern die Altstadt erkundet hatten, zog es uns heute an die Rustaveli Avenue mit ihren prächtigen hochherrschaftlichen Häusern und Regierungsgebäuden. Aber irgendwie hatten wir dafür die falsche Zeit ausgesucht, denn die komplette Allee einschließlich der Fußgängerwege war eine einzige Baustelle. Wir mussten somit fast mehr aufpassen, auf dem unebenen Gelände keinen falschen Schritt zu machen, als dass wir die Gebäude bewundern konnten. Ein Highlight hatten wir allerdings dann doch: eine mit bunten Fliesen geschmückte lange Treppe, die uns den Staub und Dreck der Baustelle vergessen ließ.
Nach einer ausgiebigen Stärkung fuhren wir mit der Seilbahn hoch zum Mtatsminda-Park. Wir hatten zwar kein Interesse an den einzelnen Vergnügungen, sondern wollten einfach die Stadt von oben besichtigen. Dort angekommen, stellten wir allerdings fest, dass das Gelände heute weiträumig für eine Veranstaltung abgesperrt war. So hielten wir uns nicht lange auf und fuhren mit der Standseilbahn wieder nach unten. Mit einem kleinen Rundgang durch Nebenstraßen der Altstadt rundeten wir den heutigen Tag ab und gingen zurück zum Mausmobil.
Für unser Abendessen hatten wir aus unserem Reiseführer von Lonely Planet ein nettes kleines Restaurant herausgesucht. Im „Alani“ wurden wir sehr lecker bekocht (und wie immer waren die Portionen viel zu groß). Nach dem Abendessen erlebten wir auf dem Nachhauseweg noch ein Feuerwerk. Wahrscheinlich gehörte dies zu dem Programm des Investors, dessen Namen wir heute Nachmittag bei der Seilbahn gesehen hatten 😉.
Morgen werden wir diese Großstadt verlassen und wieder in ruhigere Gebiete fahren.Baca lagi
Tbilisi - der erste Tag
14–15 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 28 °C
Nach einer ruhigen Nacht starteten wir unseren Tag mit der Besichtigung der Sameba-Kathedrale. Sie ist angeblich die größte Kathedrale im ganzen Kaukasus. Von außen besticht sie durch schöne Ornamente und von innen mit vielen Ikonen.
Nach der Besichtigung führte uns unser Weg zum Friedensplatz. Dort begann um 12:00 Uhr eine kostenlose Stadtführung (ein Trinkgeld am Ende der Tour wird aber erwartet). Unsere Führerin zeigte uns die Altstadt und erklärte vieles zur Geschichte Georgiens wie auch der Stadt. So erfuhren wir zum Beispiel, dass die Außenfassaden der Häuser nur nach Genehmigung der Stadt renoviert werden dürfen. Diese Genehmigungen werden anscheinend straßenweise erteilt. Das führt dazu, dass viele Häuser von außen stark beschädigt, aber innen anscheinend renoviert sind und als Ferienunterkünfte oder Wohnungen genutzt werden.
Der Rundgang durch die Altstadt endete im Bäderviertel. Hier tritt heißes schwefelhaltiges Wasser aus dem Boden und wird schon seit Jahrhunderten zum Baden genutzt. Für morgen buchten wir uns einen entsprechenden Termin.
Nach einer Stärkung mit Rotweineis und leckerem georgischen Weißwein gingen wir zurück zu unserem Mausmobil. Der Parkplatz war jetzt voll. Wären wir jetzt erst angekommen, hätten wir keinen Platz mehr gefunden.
Für das Abendessen gingen wir in das nahe gelegene Restaurant „Kalender“. Das Essen war lecker. Die Musik allerdings war nicht unser Geschmack. Auf unsere Bitte wurde allerdings die Lautstärke reduziert. Und damit endete unser Besichtigungstag in dieser quirligen Stadt. Wir sind gespannt auf morgen!Baca lagi
Von Uplistsikhe nach Tbilisi
13–14 Sep, Georgia ⋅ ⛅ 26 °C
Nach einer sehr ruhigen Nacht und bestens bewacht von einem Straßenhund, der sich vor unserem Mausmobil postiert hatte, machten wir uns auf, die Felsenstadt in Uplistsikhe zu erkunden. Wir waren sehr früh dran und hatten demzufolge keine anderen Besucher um uns herum. Schon nach wenigen Metern waren wir uns einig, dass diese Anlage deutlich interessanter ist als die Felsenstadt in Vardzia. Am Ende unseres Rundgangs hatten wir sogar das Glück, ein Konzert von mehreren Sängern zu erleben. Das war Gänsehautfeeling pur!
Als nächstes Ziel hatten wir uns die Kirche in Samtavisi vorgenommen. Aufgrund von Sprachproblemen hatten wir es so verstanden, dass die Kirche geschlossen sei. Erst als andere Besucher kamen, erfuhren wir, dass wir einfach nicht passend gekleidet waren. Da die Greyhoundin immer ein entsprechendes Tuch mit sich führt, hatte sie die Möglichkeit, die Kirche von innen zu besichtigen.
Nun war es nicht mehr weit bis nach Mzcheta. Dort parkten wir direkt neben der Kirche Samtavro. Viele Gläubige drängten sich in dieser kleinen Kirche. Nachdem wir alles besichtigt hatten, gingen wir in die Stadt zur Swetizchoweli-Kathedrale. Auch hier herrschte großer Andrang, denn es wurde am laufenden Band geheiratet und getauft. Fantastisch waren die Wandmalereien in dieser Kathedrale. Zum Ende unseres Rundgangs wurden wir von einem jungen Mann angesprochen, der uns eine Kerze überreichte. Natürlich haben wir diese gleich angezündet und mit einem Gebet versehen.
Nach einer Ruhepause in einem Café machten wir uns auf nach Tbilisi. Je näher wir der Hauptstadt kamen, umso mehr nahm der Verkehr zu. Dank unseres Navigationssystems fanden wir den Parkplatz bei der Public Service Hall ohne Probleme. Lediglich die Einfahrt zum Parkplatz bereitete etwas Schwierigkeiten. Dass wir dabei ein kurzes Stück entgegen der breiten Einbahnstraße fuhren, störte aber keinen der entgegenkommenden Autofahrer.
Mittlerweile war es früher Abend geworden. Wir gingen deshalb direkt zum Restaurant “Racha“, welches im Reiseführer Lonely Planet empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht! Die Speisen waren lecker und preisgünstig, und der Chacha schmeckte ebenso. Für uns ungewöhnlich war, dass dieser mindestens in 1/4 l ausgeschenkt wurde.
Nach dem reichlichen Abendessen mussten wir unbedingt einen Verdauungsspaziergang einlegen und erkundeten ein bisschen die nächtliche Altstadt. Natürlich gehörte dazu auch ein Besuch der Friedensbrücke und eine Fahrt mit dem Ballon, um die nächtliche Stadt von oben zu betrachten.
Und damit endete unser erster Tag in der Hauptstadt von Georgien.Baca lagi
Von Akhaltsikhe nach Uplistsikhe
12–13 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 26 °C
Bis nachts um 0:30 Uhr wurden wir mit Musik aus den neben uns parkenden Autos beschallt. Für uns war das nicht ganz so schlimm, da wir sowieso erst um Mitternacht ins Bett gegangen waren. Die restliche Nacht allerdings war himmlisch ruhig.
Am Morgen holte uns die Sonne aus dem Bett. Nach dem Frühstück fuhren wir entlang des Flusses Kura zu unserem ersten Besichtigungspunkt. Die Burg und Kirche von Samtsevrisi machte von außen einen sehr netten Eindruck. Allerdings waren die Burg und die Kirche geschlossen. So konnten wir lediglich die Außenanlagen besichtigen.
Unseren nächsten Stopp legten wir in Gori ein. Hier fanden wir einen sehr guten Parkplatz in der Nähe der Festung. Natürlich marschierten wir den Berg hoch, um diese zu besichtigen. Wirkte sie von außen sehr imposant, so enttäuschte das Innere vollständig, da außer den Außenmauern nichts mehr steht. Wir hielten uns deshalb nicht allzu lange auf und gingen zum Stalin Museum. Hier konnten wir den Eisenbahnwaggon sowie das Erdgeschoss des Museums kostenfrei besichtigen. Erst im Obergeschoss wird ein Eintrittspreis fällig. Da uns die Geschichte Stalins nicht so interessierte, sparten wir uns den Eintritt und setzten diesen lieber in zwei Eiskaffee um. Auf unserem Weg durch Gori entdeckten wir ein kleines Juwel: eine Wand mit 1001 verschieden gestalteten Fliesen. Es fiel schwer, die schönste Fliese zu bestimmen.
Um eine ruhige Nacht zu verbringen, fuhren wir anschließend zur Höhlenstadt Uplistzikhe und stellten uns dort neben einem Café für die Nacht hin. Nach einem leckeren Sundowner bereiteten wir uns unser Abendessen und ließen den Tag damit ausklingen.Baca lagi
Tagesausflug nach Vardzia
11–12 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 21 °C
Nach einer ruhigen Nacht holte uns die Kälte aus dem Bett. Draußen hatte es gerade einmal 4°. Da wir die Heizung nicht eingeschaltet hatten, betrug die Temperatur im Inneren unseres Mausmobils nur noch 13°. Nach dem Frühstück mit heißem Kaffee und einige Sonnenstrahlen später lag die Temperatur allerdings wieder im „grünen Bereich“. Pünktlich um 9:00 Uhr begannen wir unseren Rundgang durch den oberen Teil der Festung. Aufgrund unserer Schwerbehindertenausweise mussten wir keinen Eintritt bezahlen. Der obere Teil der Festung besteht aus einem Sammelsurium von Gebäuden. So gibt es dort eine Moschee, eine Kirche, einen Pavillon und eine Zitadelle. Man kann daran sehr leicht erkennen, wie viele verschiedene Herrscher hier regiert haben. Bei traumhaftem Wetter erkundeten wir die Anlage bis in die letzten Winkel. Anschließend fuhren wir zur Höhlenstadt von Vardzia. Die Fahrt dorthin führte uns durch ein liebliches grasbestandenes weites Tal, durch das sich malerisch der Fluss Kura schlängelte. In Vardzia angekommen, machten wir uns gleich an den Aufstieg zu den Höhlenwohnungen. Ursprünglich waren diese im zwölften Jahrhundert als Fluchtmöglichkeit, aber auch als Kloster gebaut worden und konnten bis zu 50.000 Menschen beherbergen. Erst nach einem Erdbeben reduzierte sich die Anzahl deutlich. Später wurden diese Höhlen nicht mehr von der Bevölkerung genutzt. Ein Teil kann heute besichtigt werden. Die sehr schön ausgeschmückte Kirche bildet das Herzstück der Anlage. Sie wird auch heute noch genutzt, wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten. Zudem wird hier peinlich genau auf die Kleiderordnung geachtet. Shorts sind genauso tabu wie Trägerhemdchen bei Frauen. Zum Teil sind die Höhlen beschriftet. Als Besucher kann man glauben, was da steht, oder nicht, denn erkennbar ist nichts mehr. Die Höhlen sind mit Treppen verbunden. Gefühlte 10.000 Stufen später hatten wir die Anlage ausgiebig erkundet und machten eine verspätete Mittagspause. Anschließend fuhren wir einen kleinen Abstecher zum Frauenkloster, welches 4 km von der Höhlenstadt entfernt ist. Die 1,5 km lange Auffahrt dorthin erhöhte unseren Puls, denn es war eine sehr schmale Straße mit extrem beschränkten Ausweichmöglichkeiten. Aber wir hatten kein Problem. Außer der kleinen Kirche gibt es dort allerdings nichts zu besichtigen, weshalb wir zur Festung in Khertvisi fuhren. Diese Festung macht von außen einen sehr guten Eindruck. Hat man sich allerdings erst einmal den steilen Weg hoch gekämpft, stellt man fest, dass es lediglich eine Hülle ist. Nur die kleine Kirche ist in Betrieb.
Nach einer kleinen Kaffeepause fuhren wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und stellten uns wieder neben die Festung für die Nacht hin.
Das Abendessen nahmen wir wie gestern wieder im Restaurant „Imperia“ ein. Auch heute wurden wir nicht enttäuscht. Und damit endete dieser an kulturellen Highlights nicht arme Tag für uns.Baca lagi
Von Zestafoni nach Akhaltsikhe
10–11 Sep, Georgia ⋅ ☀️ 17 °C
Der Verkehr auf der Autobahn war heute Nacht nicht so schlimm, wie wir befürchtet hatten. Demzufolge hatten wir sehr gut geschlafen.
Unser erstes Ziel war das Sankt Georgs-Kloster. Die kleine Kirche wirkte von außen sehr unscheinbar, beherbergt aber im Inneren wunderschöne Wandmalereien. Kein Wunder, dass wir länger blieben als eigentlich geplant.
Unser nächstes Ziel war die Festungsruine Surami. Hier steht wirklich nicht mehr sehr viel. Nach den obligatorischen Fotos fuhren wir deshalb sofort weiter.
Unterwegs wurden wir von einer Polizeistreife angehalten. Leider konnte der Polizist kaum Englisch, weshalb die Verständigung etwas schwierig war. Er deutete mehrfach auf unser Spaß-Nummernschild aus Alaska („Retired“), welches wir innen an der Windschutzscheibe befestigt hatten. Ständig forderte er uns auf, ihm dieses zu geben, was wir allerdings abwiesen. Ob er dieses nur für sich haben wollte oder sonst ein Problem damit hatte, werden wir wohl nie erfahren, da die sprachlichen Barrieren bestanden. Nach Überprüfung unserer Daten (Reisepass, Führerschein, Fahrzeugpapiere) ließ er uns weiterfahren.
Während unseres Aufenthaltes in Georgien hatten wir schon mehrfach das Mineralwasser „Borjomi“ getrunken. Diese Stadt lag auf unserem Weg, weshalb wir dort stoppten, um die Originalquelle zu besuchen. Der Ort ist touristisch sehr gut ausgebaut. Viele kleine Geschäfte werben um das Geld der Touristen. Selbst der Eintritt in den Stadtpark, wo die Quelle gefasst ist, kostet Geld. An der Quelle konnten wir das Wasser auch probieren. Wir hatten es schon fast befürchtet, dass es uns nicht besonders schmecken wird. Es soll zwar sehr gesund sein, aber eine gewisse Leidensfähigkeit beim Trinken wird schon vorausgesetzt. Da trinken wir doch lieber das Mineralwasser aus Flaschen!
In Akhaltsikhe angekommen, stellten wir uns für die Nacht direkt auf den Parkplatz bei der Burg. Es war zwar später Nachmittag, aber für eine Besichtigung der unteren Burganlage war noch genügend Zeit. Dafür mussten wir auch keinen Eintritt bezahlen.
Für das Abendessen suchten wir das georgische Restaurant „Imperia“ direkt an der Burg aus. Es erwies sich als absoluter Glücksgriff, denn sowohl das Essen als auch der Wein sowie die freundliche Art der Bewirtung gab keinen Anlass zur Kritik.
Und damit endete ein weiterer Urlaubstag in Georgien, der für uns unerwartete Überraschungen bereitgehalten hatte.Baca lagi
Von Kutaisi in die Nähe von Zestafoni
9–10 Sep, Georgia ⋅ ⛅ 21 °C
Kein Laut störte unseren Schlaf in der Nacht. Eine solche himmlische Ruhe haben wir selten.
Durch den wuseligen Verkehr von Kutaisi fuhren wir zur Kathedrale, die hoch über der Stadt thront. Direkt bei der Kathedrale fanden wir sofort einen Parkplatz. Nach der Besichtigung des beeindruckenden Gebäudes hatten wir Glück und konnten drei georgischen Sängern bei einem kleinen Konzert zuhören. Anschließend gingen wir hinab in die Stadt. Unser erstes Ziel war der Kolchis Brunnen. Dieser außergewöhnliche Brunnen besticht durch seine vielen Tier-Skulpturen, ohne aber überladen zu wirken. Nachdem wir uns satt gesehen hatten und die Auslöser unserer Kameras eine Pause brauchten, schlenderten wir ein bisschen durch die Innenstadt. Am großen Markt beendeten wir unseren Rundgang. Dort wird wirklich alles angeboten. Neben Obst und Gemüse beziehungsweise Käse und Fleisch wurden auch Bücher, Kleidung und Haushaltsgeräte feilgeboten. Wir konnten dort auch eine Besonderheit von Georgien probieren: Nüsse, welche auf einen Faden aufgezogen werden und anschließend mit einem Gemisch aus Traubensaft und Mehl ummantelt werden.
Der Weg durch die Stadt mit unserem Mausmobil zu unserem nächsten Ziel war ganz schön aufregend, denn die Straßen waren schmal, der Verkehr stark und die Schlaglöcher tief. Aber wir meisterten auch diese Herausforderung und erreichten bald das Kloster Motsameta. Dieses Kleinod liegt auf einem Bergrücken, kann aber bequem über einen Fußweg erreicht werden.
Nach der Mittagspause fuhren wir weiter nach Nikortsminda zur dortigen Kathedrale. Das Kloster Gelati sahen wir nur aus der Ferne an, da es schon seit Jahren wegen Restaurierungsarbeiten eingehüllt ist.
Nach einer sehr kurvenreichen Fahrt erreichten wir Nikortsminda und bekamen einen Parkplatz direkt vor der tausendjährigen Kathedrale. Diese wirkt schon von außen sehr beeindruckend, da die Fassaden mit außergewöhnlichen Ornamenten und figürlichen Darstellungen verziert sind. Von innen ist sie zudem mit wunderschön Fresken ausgeschmückt.
Nach diesem kulturellen Highlight fuhren wir zurück ins Tal. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltete sich etwas schwierig, da zum einen nur wenige Plätze bei park4night zu finden waren und zum anderen weitere Möglichkeiten kaum vorhanden sind. Schlussendlich fanden wir neben der Autobahn einen relativ ruhigen Platz bei einem kleinen Restaurant. Mit einem leckeren Espresso im Mausmobil beendeten wir diesen heutigen Kulturtrip.Baca lagi
Von Mestia nach Kutaisi
8–9 Sep, Georgia ⋅ 🌬 22 °C
Manche Tage verlaufen anders als geplant, aber von Anfang an: Nach einer ruhigen Nacht auf dem Marktplatz in Mestia verließen wir bei sonnigem Wetter den großen Kaukasus. Die Strecke kannten wir, hatten aber dennoch viele neue Eindrücke, weil wir nun alles von der anderen Seite aus sahen.
In Dschwari begann für uns eine neue Strecke. Als erstes wollten wir die Schwefelquellen in Nokalakevi besichtigen. Stellenweise hatten wir das Gefühl, im Nirgendwo verloren zu sein. Eine schmale und kurvige Straße, stellenweise mit ordentlichen Schlaglöchern, und kaum Ortschaften, führte uns zu unserem Ziel. Dementsprechend langsam kamen wir voran. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit pendelte sich bei 34 km/h ein.
Bei den Schwefelquellen angekommen, stellten wir unser Mausmobil ab und gingen das kurze Stück zum Fluss hinab. Es sah schon fantastisch aus, welches Gebilde das heiße Schwefelwasser mittlerweile erschaffen hatte. Ein Bad in den Schwefelquellen reizte uns allerdings nicht, denn über Nacht hätten wir hier nicht stehen bleiben dürfen und uns nur für ein kurzes Bad umzuziehen, hatten wir keine Lust. So fuhren wir nach kurzem Aufenthalt weiter zur Burgruine in Nokalakevi. Besonders viel steht hier nicht mehr. Vor allen Dingen fanden wir es schade, dass die erklärenden Schrifttafeln leer waren, so dass wir keine Information hatten, wofür die einzelne Ruine stand. Auch der im Reiseführer groß angepriesene unterirdische Tunnel zum Fluss erwies sich als einfaches Treppenhaus. So blieben wir auch hier nicht lange. Da wir im geplanten Übernachtungsort Senaki keinen Stellplatz für die Nacht in unseren Unterlagen gefunden hatten, entschieden wir uns kurzerhand, nach Kutaisi zu fahren. Für diese an und für sich kurze Strecke brauchten wir allerdings länger als gedacht, denn auf der Straße laufende Kühe, Schweine, Pferde und Ziegen bremsten unser Vorankommen deutlich.
In Kutaisi erlebten wir anscheinend den Feierabendverkehr. Mit vielen Verzögerungen erreichten wir aber schlussendlich das Parkhotel. Auf der hinter dem Hotel liegenden Wiese können wir die Nacht für umgerechnet zehn Euro verbringen. Da das Hotel kein Abendessen anbietet, ließen wir uns in der Stadt in einem Restaurant lecker bekochen. Auch hier waren wir wieder schockiert, wie laut die Musik bei Feiern in Georgien gespielt wird. Im Gebäude neben dem Restaurant fand gerade eine Hochzeitsfeier statt. Den Gästen dort müssen die Ohren geklingelt haben.
Und so endete für uns ein längerer Fahrtag, den wir ursprünglich nicht so eingeplant hatten.Baca lagi



































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































PengembaraSolche Museen gehen unter die Haut. Ähnlich ist es uns in der Normandie und Verdun ergangen. Man wird ganz still und andächtig bei soviel Leid was Menschen einander antun. Wir, die in einer so langen Friedenszeit leben dürfen können uns das garnicht vorstellen.
The2GreyhoundsontourDu hast recht - es ist für uns einfach unvorstellbar. Allein der Gedanke, einen Schützengraben zu verlassen und zu wissen, dass mehr als jeder zweite in den nächsten Minuten tot ist. Was haben die Soldaten damals dabei gedacht?