Nimba Lodge
24.–26. Dez. 2025 in Liberia ⋅ ☁️ 20 °C
Früh morgens fahren wir in die Lodge und bauen unser Camp auf.
Die Lodge liegt in einem Nationalpark auf einem Berg. Früher wurde hier Eisenerz abgebaut, deshalb sieht man jetzt noch die Form des Bergs. Was noch übrig bleibt ist der Baggersee „Blue lake“.
Wir machen eine Wanderung durch den Wald zusammen mit einem Guide der uns einiges über den Wald erzählt. Danach geht es für uns eine kleine Runde Kajak fahren.
Vor unserem Weihnachtsessen am Heiligabend backen wir zusammen einen Kuchen aus einer Backmischung 😂 und trinken einen Kaffe.
Danach gönnen wir uns etwas zu essen im Restaurant. Leider nichts besonderes für Heiligabend, da es echt nicht Gut schmeckt. Dafür ist das Ambiente in der Lodge echt gut, und so verbringen wir den ganzen Abend auf dem Sofa in der Lodge, trinken Bier und spielen Karten.
Am nächsten Morgen geht es für Manuel und mich auf den Berg, wir wandern (klettern) etwa 5 km den Berg hoch und werden mit einer Wunderschönen Aussicht belohnt. Den restlichen Tag verbringen wir mit wunderschöner Aussicht in unserem Camp.
Bevor es dunkel wird brechen wir wieder auf und fahren Richtung Grenze. Etwa 15 Km vor der Grenze schlagen wir im Gebüsch unser Camp für die Nacht auf.Weiterlesen
Sparfuchs
23.–24. Dez. 2025 in Liberia ⋅ ☁️ 30 °C
Morgens bekommen wir mal wieder Besuch von zwei Arbeitern außen Wald mit Macheten in der Hand. Für uns nix neues da jeder hier eine Machete mit sich führt. Wir vermuten das die beiden im Wald arbeiten und Holzkohle herstellen, denn davon sehen wir immer wieder sehr viel in Säcken auf LKWs oder am Wegrand.
Sie sagen nur hallo und gehen weiter.
Wir verlassen unseren Stellplatz früh wieder und fahren Richtung Norden. Heute fahren wir bis kurz vor die Eco Lodge um die unglaublichen 25$ pro Person nicht für unnötig viele Nächte zu zahlen. Dicht an der Hauptstraße die hier nur noch aus Schotter besteht schlafen wir etwas versteckt im Gebüsch.
Der Ort ist sowas von nicht besonders weshalb ich nicht einmal ein Bild davon habe.😂
Dafür werden wir hoffentlich morgen Belohnt.Weiterlesen
Kurzer Dschungel Stop
22.–23. Dez. 2025 in Liberia ⋅ ☀️ 28 °C
Es geht weiter, wir entscheiden uns die Grenze zur Elfenbeinküste im Norden zu nehmen da hier die Straßen besser sein sollen. Für die Grenze im Süden des Landes müsste man sehr viel über Straße wie in Guinea fahren, da es hier im Süden aber kaum was zu sehen gibt entscheiden wir uns dagegen. Weihnachten planen wir in einer Eco Lodge in den Bergen im Norden des Landes zu verbringen. Die ganze Strecke schaffen wir heute nicht, weshalb wir nach ein paar Einkäufen und Tanken kurz vor der Hauptstadt Monrovia* unser Camp etwas weiter nördlich aufschlagen.
Den Ort finden wir zufällig, wir fahren über eine Schotterstraße und schauen auf Satelliten Aufnahmen wo sich im Wald ein Weg mit einer Lichtung befinden. Dann heißt es rein in den Wald durch die engen Wege die meist für Mopeds gemacht sind und Augen offen halten nach Menschen sowie potentiellen Orten zum schlafen.
Der Ort den wir heute gefunden haben ist mal wieder ein absoluter Traum.
* (die Stadt ist übrigens nach dem damaligen US Präsidenten James Monroe der für die Gründung Liberias verantwortlich ist benannt)Weiterlesen
Robertsport
19.–22. Dez. 2025 in Liberia ⋅ ⛅ 28 °C
Wir verlassen unser Camp und ein paar Stunden später auch das Land. Es geht nach Liberia. 🇱🇷
Der Grenzprozess klappt problemlos und schnell. Das Land wirkt ein wenig wie Amerika, nicht nur sieht die Flagge fast gleich aus auch ähnelt zum Beispiel die Uniform der Soldaten und einzelne Häuser. Auch die Kennzeichnen haben die gleiche Form und ein ähnliches Design.
(Liberia wurde 1822 von der American Colonization Society (ACS) gegründet, um freigelassene afroamerikanische Sklaven in Westafrika anzusiedeln; daher die Namensgebung (Liberia = Land der Freien).
Wir nennen es Möchtegern USA, das meinen wir überhaupt nicht abwertend. Es ist einfach nur so dass, neben den ganzen Sachen die der USA ähneln immer noch dieser Afrika vibe herrscht. Hütten aus Holz und Wellblech zeichnen die Landschaft. Die Hauptstraße durchs Land ist asphaltiert, immer wieder gibt es aber einen Schotter Abschnitt. Abseits der Hauptstraße gibt es nur Schotter oder die typischen Roten Stein/Sand Pisten. Nach der Grenze geht es für uns nach Robertsport. Uns überrascht ein Traumhafter Strand. Wir lernen Henning kennen, ein Deutscher der mit seinem ausgebauten VW T6 in Richtung Namibia unterwegs ist. Ein einheimischer Surfer bietet uns an für uns zu kochen. Für 20 US Dollar bereitet er uns auf dem Feuer vor unseren Augen Fisch mit Reis und Zwiebelsoße für 5 Personen zu. Für mich quasi das nachfeiern meines gestrigen Geburtstags.
Nicht nur heißt die eigene Währung des Landes Liberian Dollar, der US Dollar wird als Haupt Zahlungsmittel verwendet. Auch die Geldautomaten zahlen nur USD aus, der Liberian Dollar den man z.B. auf dem Markt verwendet bekommt man nur bei Händlern auf der Straße.
Henning hat etwas die Motivation verloren durch Afrika zu reisen. Das ständige Visa Thema, das ständige betteln, der schreckliche Verkehr, es sind so viele Sachen die ihn mehr stören als gedacht. Für uns ist Sein Standpunkt verständlich, besonders wen man alleine reist kann ich mir gut vorstellen das es den ein oder anderen schon etwas mehr belastet. Henning überlegt sein Auto aus Ghana nachhause zu verschiffen.
Wir tauschen uns mit ihm über sämtliche Visa aus und führen auch abseits davon viele Gespräche. Nach zwei Tagen haben wir ihn motiviert und umgestimmt ohne das es unser Plan war. Beim verabschieden am Letzten Tag ist er uns dankbar, wir hoffen auf ein Wiedersehen wenn sich unsere Wege nochmal kreuzen sollten.
Eigentlich wollten wir gerne Surfen, der Ort ist auch bekannt dafür. Aber leider haben wir kein Glück mit den Wellen sie sind klein und brechen nur sehr nah am Strand. Also tun wir ein paar Jungs aus dem Surfclub nur einen Gefallen und machen einige Bilder mit ihnen.
Die Menschen hier sind wieder lieb aber aufdringlich, besonders die Kinder. Wir werden häufig nach Wasser und unseren Beachball Schlägern gefragt. Diese haben sie einmal bei mir gesehen, ab diesem Zeitpunkt waren die Dinger drei Tage lang im Einsatz. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefühlt hat die halbe Stadt mit den Dingern gespielt.
Das die Menschen hier nicht viel haben merkt man immer wieder, 1,5L Wasserflaschen sind weg sobald ich sie leer gemacht habe. Diese sammeln sie um sie selbst zu befüllen. Unser Müll den wir täglich an einem Müllfass leeren wird auch immer durchsucht. So findet ein Baguette was eine Woche alt ist und bei uns im Auto verloren gegangen ist, sowie ein Leeres Nutella Glas einen neuen Besitzer. Das Glas Kratzen die Kinder bis auf den letzten Tropfen mit ihren Fingern aus.
Was bei uns bleibt ist immer wieder das Gefühl etwas geben zu wollen. Wie gerne ich dem kleinen Jungen der neben uns sitzt einfach was anbieten würde. Wir machen es aber nicht, sehr häufig wird in Afrika davon geredet bettelnden Kindern nichts zu geben, da sie sich dran gewöhnen und andere Reisende die nichts geben respektlos behandeln. So hört man immer wieder das Geschrei der Kinder die ein Geschenk von uns verlangen. Ganz häufig werfen Kinder Steine, wir sind davon bisher zum Glück verschont geblieben. Bei Leon und Ana mit den wir am Anfang der Reise unterwegs waren sieht das Ganze anders aus. Sie waren mit anderen Reisenden unterwegs und diese haben durch Steine werfende Kinder ihre Heckscheibe zertrümmert.
Was die Preise hier angeht… allgemein ist in diesem Land alles sehr teuer.
Campingplatz p.P 5$ Nacht
Wanderung 2 Stunden p.P 10$
Essen im Restaurant am Strand p.P 15$
Wir sind echt schockiert wie teuer es hier ist. Wenn man beachtet wo wir uns hier auf der Welt befinden würde man von was anderem ausgehen. Auch die anderen Länder waren bisher immer teurer als gedacht.
Die Wanderung zu einem Alten Schiffswrack die Geld kosten sollte machen wir einfach ohne Guide selbst.
Während wir in unseren Stühlen direkt am Strand in unserem Camp sitzen kommen immer wieder Fischer zu uns die uns ihren Fang präsentieren. Am liebsten wollen sie die Fische auch immer direkt an uns verkaufen.Weiterlesen
Visa stop
17.–19. Dez. 2025 in Sierra Leone ⋅ ☁️ 28 °C
Wir fahren Richtung Grenze nach Liberia, auf dem Weg Tanken wir und schrauben mal wieder an der Spur der Hinterachse vom Pajero.
Außerdem fahren wir in einen Supermarkt von einem Inder. Der einzige Laden wo wir mal was anders kaufen können außer die Sachen vom Markt.
Bis zur Grenze geht es heute noch nicht, wir suchen uns einen Schlafplatz nähe der Straße aber super gut Versteckt. Wir essen etwas und gehen schlafen. Am nächsten Tag habe ich Geburtstag als Geschenk bekomme ich Bauchschmerzen und Erbrechen, ein geiles Geschenk. Es geht mir schnallt besser aber wir entscheiden uns den Tag trotzdem ruhig zu machen. Leider kein besonderer Ort an dem wir hier sind aber man kann nicht alles haben. Die anderen kümmern sich etwa sieben Stunden um weitere Visa Anträge während ich im Schatten entspanne. Wir verbringen also eine weitere Nacht hier bevor es am nächsten Morgen weiter geht. Wenigstens haben wir hier komplett unsere Ruhe gehabt und keiner hat uns gefunden. 😂Weiterlesen
Bureh Beach
14.–17. Dez. 2025 in Sierra Leone ⋅ 🌧 26 °C
Morgens werden wir von etwa sechs Frauen mit ihren Kindern geweckt. Scheinbar haben unsere Autos Aufsehen erweckt, auch sie wollen nur schauen. Wir liegen noch im Bett und bleiben auch liegen. Sie beobachten uns und unsere Autos und rufen uns die ganze Zeit „Good Morning“ zu etwa 15 Minuten geht das so bis sie wieder gehen.
Während wir morgens beim Frühstück sitzen kommen nochmal zwei Männer vorbei die auch nett und neugierig sind. Etwas später folgen ein paar Kinder und noch etwas später nochmal ein paar Männer mit ihren Frauen. Grundsätzliche stört es uns nicht, auch wenn es komisch ist das die meisten nichtmal mit uns reden und uns einfach beobachten. Irgendwann fragen sie nach Wasser, eigentlich wollen wir gerne was geben. Wir sind aber kein Supermarkt und das Dorf ist echt nicht weit entfernt. Da wir ständig gefragt werden entscheiden wir uns nichts zu geben. Langsam etwas genervt bauen wir unser Camp ab und fahren weiter.
Wir steuern in Richtung Freetown die Hauptstadt von Sierra Leone. In die Stadt wollen wir aber nicht, für uns soll es an den Strand gehen. Auf dem Weg fahren wir noch zu einem Geldautomaten. Geld abheben ist hier garnicht so einfach, man muss erstmal einen Automaten finden der nicht leer ist. Bei der vierten Bank klappt es dann endlich. 20 Leone sind etwa 0,75€ und das ist der größte Schein hier. Maximal 800 Leone kann man abheben mehr Scheine passen nicht durch den Schlitz. Also heben wir insgesamt 17 mal ab. Tanken kann man überall auch nur bar bezahlen, der Tankwart hat dann neben seiner Säule eine große Kiste ca.60x60cm voll mit Geldbündel.
Zufällig finden wir neben der Bank eine Schweißerei, hier lassen wir noch ein Ersatzteil von unserem Auto für 4€ schweißen.
Angekommen am Bureh Beach sind wir in einem Starken Tropenregen gelandet.
Wir parken unsere Autos unter einem Baum direkt auf dem Sand am Strand. Noch regnet es zu stark um das Dachzelt auf zu bauen, also ab in Meer im Regen. Ein unbeschreiblich geiles Gefühl, von oben der Kalte Regen auf dem Kopf, der gleichzeitig auf das Saltzwasser peitscht und spritzt. Der Körper schön im Warmen Meer, langsam merkt man wie die oberste Wasserschichten durch den Regen kälter wird. Einfach auf den Rücken ins Wasser legen und den Regen ins Gesicht prasseln lassen…🥰
Der Schauer hört auf, wir bauen unser Camp auf und es fängt wieder an, gerade rechtzeitig sind wir fertig geworden. Wir bestellen uns im Restaurant etwas zu essen, da immer vorbestellt werden muss haben sie keinen Fisch und Fleisch mehr also einigen wir uns auf Pommes mit Reis, Omlett und Erdnusssauce. Wir warten trotzdem 90 Minuten auf unser Essen. Die Wartezeit überbrücken wir aber mit Bier und Karten spielen. Malte bringt Manuel und mir Durak bei.
Danach lassen wir den Abend am Lagerfeuer mit ein paar Lokals die sich als unsere Aufpasser ausgeben ausklingen.
Zwei von ihnen schlafen neben unseren Autos in einer Holzhütte, laut eigener Aussage um unsere Sicherheit in der Nacht zu gewährleisten. Toller Sicherheitsmann der nichtmal eine Taschenlampe hat.😂
Am nächsten Tag hat Malte Geburtstag und wir verbringen den ganzen Tag entspannt am Strand. Wir leihen uns Bodyboards und Surfboards und haben Spaß am Meer. Abends gibt es im Restaurant Barracuda Filet mit Pommes und wir lassen den Abend mit einer weiteren Runde Durak ausklingen.
Am nächsten Tag geht es morgens auf einen kleinen Boots Trip mit einem Local. Wir fahren zu einer kleinen Insel und angeln etwas mit der „Angel“ insgesamt fangen wir sechs kleine Fische. Danach gibt es frische Kokosnuss die uns einer der Jungs extra kurz vorher von der Palme Pflückt. Beeindruckend die Technik um die Palme hoch und runter zu kommen.
Geöffnete bekommen wir die Kokosnüsse mit einer Machet. So komme ich auf die Idee zu fragen wo ich eine Machete für mich kaufen kann.
15 Minuten später sitze ich zusammen mit ihm auf einem Mototaxi (zu dritt) und wir fahren Richtung Schmiede. Ich glaube die Bilder und Videos sprechen für sich, es scheint als wäre man im Mittelalter. Es war auf jeden Fall einer der coolsten Erfahrungen mit einem Local die ich bis hier hin hatte. Die Wartezeit während die Machete gefertigt wird nutzen wir für einen Rundgang durch das Dorf. Eindrücke die ich nie vergesse… Das Zentrum des Dorfs ist wie immer die Hauptstraße, abseits davon verteilen sich die Wohnhäuser (Hütten), alles nur verbunden mit Wegen kaum erreichbarer mit Mopeds. Das ist auch nicht notwendig da die Einheimischen meist selbst gar keine Mopeds und Autos besitzen. So ist es üblich sich mit den Moto Taxis fortzubewegen. In einem überfüllten Mini Local „Restaurant“ Sitzen etwa 50 Leute gequetscht und schauen auf einen kleinen Fernseher einen Film zusammen.
Pupa, so heißt übrigens mein neuer Freund führt mich ins Wohngebiet zu einem Freund. Er ist gerade am Holz spalten damit die Familie kochen kann. Wir helfen ihm etwas anschließend kommt er mit zum Markt. Der Markt sei gefährlich für mich da einige Leute noch nie (oder selten) weiße Menschen gesehen haben.
Ich soll meine Bauchtasche dicht bei mir tragen und aufpassen. Sie begleiten mich durch ein extremes Menschen Gedrängel durch den Markt und passen auf mich auf. Ehrlich gesagt fühle ich mich dadurch das die beiden direkt bei mir sind echt etwas sicherer. Denn viele sprechen mich an und sobald sie sehen das die beiden Jungs zu mir gehören ist Ruhe. Angeglotzt werde ich tatsächlich von fast jedem auf diese Markt. Am Hafen zeigen die Jungs mir mit welchen Boten hier Güter und Menschen übers Wasser transportiert werden.
Ich gebe meinen Bodyguards einen Drink aus und wir holen meine Machete ab. Danach geht es zu viert auf dem Mototaxi zum Strand.
6€ habe ich für den Schmied bezahlt und etwa 4€ für Drinks und Taxi.
Etwas aufdringlich werden die Leute hier am Strand langsam schon. Wir sind nett und schicken niemanden weg, so sitzen sie auf unseren Stühlen sobald wir aufstehen und fühlen sich wie zuhause. Nach Wasser wird immer wieder gefragt, wir geben aber wieder nichts da wir nicht eine Mannschaft von 20 Leuten versorgen können.
Auch nach Geld werden wir immer wieder gefragt. Nach drei Nächten sind wir froh weiter zu fahren, auch wenn der Ort paradiesisch schön ist. Es scheint ein wenig als hätten die Einheimischen eine Art Bindung zu uns aufgebaut da wir nett sind und sie nie weg scheuchen. So wird es für sie immer selbstverständlicher den ganzen Tag fast auf unserem Schoß zu sitzen und nach Geld und Wasser zu fragen.Weiterlesen
Sierra Leone
13.–14. Dez. 2025 in Sierra Leone ⋅ ☁️ 28 °C
Es geht endlich raus aus Conakry, wir kämpfen uns aus den Großstadt Wusel auf die Landstraßen in Richtung Sierra Leone 🇸🇱.
Das erste Englischsprachige Land für uns auf dieser Reise. Schon an der Grenze ist es deutlich einfacher. Nicht nur können wir uns endlich vernünftig verständigen, auch ist es jetzt möglich mit scherzen im Gespräch zu harmonieren. Es macht direkt mehr Spaß und man weiß was die Person gegenüber von einem will.
Am letzten Checkpoint der Grenze verstehe ich mich super mit dem Soldat während Malte die Straßengebühren von etwa 20 Euro für das ganze Land bezahlt.
Nach der Grenze fahren wir in Richtung Freetown, die Straßen sind direkt viel besser und wir kommen somit zügig voran. Ganz bis Freetown schaffen wir es nicht, also suchen wir uns mal wieder in einer unserer Apps für Schlafplätze ein Platz etwas abseits der Straße raus.
Wir fahren durch dichtes Gestrüpp, gerade mal breit genug für ein Moped. Am Ende befindet sich eine Freifläche auf der wir unser Camp aufschlagen. Beim Aufbau kommt ein Mann mit einer Machete vorbei, er ist einfach nur interessiert und verschwindet wieder im Gebüsch. Ein paar Minuten später taucht er wieder auf und will uns Orangen verkaufen. Das hier Leute einfach im Gebüsch mit Macheten rum laufen ist völlig normal, wir haben uns schon dran gewöhnt.
Während ich in meinem Stuhl alleine neben dem Auto Sitze, tauchen im Dunkeln etwa 10-15 Jungs auf. Erstmal ein bisschen verwundert laufe ich ihnen ein paar Schritte entgegen und begrüße sie nett. Schon wieder ist es praktisch sich auf Englisch verständigen zu können. Sie sind aus dem nächsten Ort und haben uns beim hineinfahren beobachten. Sie erkundigen sich nur was wir machen und wir führen ein kurzes Gespräch in dem wir über unser Auto unsere Herkunft und unsere Route sprechen. Anschließend verabschieden sie sich von uns und wünschen uns eine ruhige Nacht.Weiterlesen
Conakry
7.–13. Dez. 2025 in Guinea ⋅ ☀️ 29 °C
Wir kämpfen uns am nächsten Morgen nach Conakry rein, komplette Chaos. Es ist sehr schwer durch die Stadt zu kommen, da es so viel Verkehr gibt und keine richtige Regeln. Es entsteht an jeder Kreuzung einfach nur Chaos. Zum Glück bekomme ich von dem Stress nicht all zu viel mit, denn Malte ist so nett und übernimmt das fahren während ich Das Letzte Formel 1 Rennen dieses Jahr auf meinem Handy schaue. Gut das wir Starlink dabei haben, so kann ich mit gutem Internet fast ohne Unterbrechung streamen.
Als erstes steuern wir den Flughafen an, hier müssen wir unser Visum abholen. Das Visum haben wir bisher nur bestätigt bekommen aber es fehlt noch in unserem pass. Ein Richtigen Prozess für Reisende über den Landweg gibt es an der Grenze nicht. So ist es üblich den Flughafen anzusteuern. Nachdem mein Favorit also Weltmeister geworden ist, gehen wir in den Flughafen rein. Ein Polizist/Soldat führt uns rückwärts durch den Ankunftsprozess. Vorbei am Sicherheitscheck, Koffer Abholbereich und Einreisestempel Schalter bis zur Visa „Behörde“. Das ausstellen klappt problemlos und auch die Rückkehr zum Parkplatz ist kein Problem auch die Korruption von drei verschiedenen Beamten konnten wir abwehren.
Nach dem Flughafen geht es zum Airbnb, wir haben uns für eine Wohnung mit Stellplatz für unsere Autos entschieden. Campingplätze gibt es leider nur außerhalb der Stadt und Waschmaschine sowie gute Dusche würde man dort höchstwahrscheinlich vergebens suchen.
Wir müssen leider eine Woche in der Stadt verbringen, da wir Visa für Liberia, Elfenbeinküste, Kongo und Demokratische Republik Kongo in den jeweiligen Botschaften beantragen und ausgestellt bekommen müssen.
Am nächsten Morgen geht es los. Jetzt muss das ganze Recherchierte umgesetzt werden. Wir buchen Hotels, erstellen Dokumente, kopieren andere Dokumente, legen Mappen an, bezahlen online und bereiten das Geld in Dollar oder Euro vor. Danach folgen ein paar Visa Touren an verschiedenen Tagen, mal mit dem Taxi mal mit dem eigenen Auto. Die Visa haben unterschiedliche Wartezeiten mal 2 Stunden mal 3 Tage. Wir planen die Anträge so das wir möglichst viel in einer Woche geschafft bekommen. Die Wartezeit nutzen wir neben sämtlichen Restaurantbesuchen auch für Reparaturen am Auto. Dafür steuern wir eine Werkstatt eines Libanesen an. Er selbst schien mir jetzt nicht wirklich wie der beste Mechaniker dafür konnte er Englisch und er lässt die Mitarbeiter Schrauben. Das er Englisch spricht ist dabei fast das wichtigste, wir können ihm erklären was wir genau wollen und was nicht. Fakt ist es gibt für alles eine Lösung man muss nur die Leute kennen und er lebt hier seit 33 Jahren somit ist es kein Problem. Unsere vorderen Federbeine hat der Mechaniker Flott ausgebaut. Da kommt auch schon das erste Mototaxi (Moped) er nimmt unsere Federbeine mit um die Gummibuchsen auszutauschen.
Nach etwa einer Stunde ist er zurück, die Arbeit wird uns präsentiert, mit einer Erwartungshaltung der Zustimmung. Obwohl die Buchse offensichtlich nicht die richtige war und sie zugeschnitten wurde stimmen wir zu, denn sie hat das richtige Maß und scheint stabil.
Beim Einbau fängt es an das ich nervös werde denn der Mechaniker macht einiges falsch, da ich das Auto mit Malte schon komplett auseinander hatte weiß ich was wie gemacht wird und welches Teil wo wir sitzen muss. Ich fange also an den Mechaniker zu korrigieren was er am Anfang ein wenig als Beleidigung sieht. Ich soll ihn seine Arbeit machen lassen, nach dem fünften mal aber hat er scheinbar verstanden das ich weiß wovon ich rede und er fängt an mich Bossmen zu nennen. Ich habe ihm mindestens 5 mal erklärt das er mich gerne Freund anstatt Bossmen nennen soll. Naja bis zum Schluss war ich der Bossmen. 😂😂
An der Hinterachse war es dann nochmal richtig lustig, wir wollen das Auto hinten höher legen, da wir dich das extreme Gewicht hinten zu tief hängen. Meine Idee war also ein 3cm dickes Drehteil oder Ähnliches anfertigen zu lassen, welches wir unter der Feder unterlegen. Naja man muss nehmen was man kriegt, der Chef kennt keinen in der Stadt der drehen kann also bestellt er jemanden her der das gewünschte Teil aus Gummi „fertigt“. Eine Stunde später ist das Teil da, ein dickes Stück aus einem alten Trecker oder LKW Reifen auf unser Maß geschnitzt.
Ich baue die Teile also zusammen mit meinem neuen Mitarbeiter unter meiner Anleitung ein. Ein langer Tag geht nach einem anschließenden langen Café und Gespräch mit dem Chef vorbei.
Am nächsten Tag geht es in eine andere Werkstatt in der wir unsere Spur einstellen lassen wollen. Diese wurde uns vom Libanesen empfohlen, da es hier das richtige Werkzeug gibt.
Diese Werkstatt war der Horror, sie sah gut aus und hatte auch das richtige Werkzeug und das Gerät da. Aber das ist leider nicht alles wen das Personal nicht weiß wie man damit umgeht. Jetzt hier darauf einzugehen was sie alles falsch gemacht haben würde zu lange dauern. Kurz gesagt sie haben beim „Einstellen“ an Schrauben gedreht die garnichts mit der Sache zutun hatten und dabei auch noch einiges kaputt gemacht. Nachdem ich immer wieder eingreifen musste hatte ich irgendwann die schnauze voll, da nicht mehr auf mich gehört wurde. Also hab ich das ganze abgebrochen. Drei Stunden hat die Nummer gedauert. Gezahlt haben wir nichts da sie auch nichts hin bekommen haben. Danach sind wir zurück zum Libanesen und haben die Einstellung selbst ohne das Professionelle Gerät gemacht.
Nach Sechs Nächten in unserer Wohnung haben wir alle Visa erhalten, unser Auto repariert und Gewaschen, all unserer Wäsche gewaschen und sind damit endlich fertig und können raus aus diesem Afrikanischen Großstadt Horror.Weiterlesen
Wasserfall
6.–7. Dez. 2025 in Guinea ⋅ ☁️ 29 °C
Wir verlassen den Off-Road Track und sind wieder auf normalen Straßen unterwegs. Bevor wir in die Stadt fahren, campen wir noch eine letzte Nacht im Wald. Kurz vor der Stadt finden wir leider keinen wilden Spot mehr, da es zu dicht besiedelt ist. Also entscheiden wir uns einen Wasserfall auf dem Weg anzusteuern. Wir fahren abseits der Hauptstraße durch ein paar kleine Dörfer, durch kleine Wege suchen wir uns den Weg in Richtung Wasserfall.
Angekommen werden wir nett von einem Englischsprachigen „Aufpasser“ empfangen. Dieser erlaubt uns hier über nacht zu stehen, außerdem zeigt er uns den Weg zum Wasserfall.
Etwa 300m entfernt von unserm Stellplatz sind wir auf einmal an einem Party Ort angekommen. Im Fels am Rand des Wasserfalls erstreckt sich über zwei Etagen ein Großer Party Ort für Junge Leute aus der Gegend.
Es läuft laute Musik, es wird getanzt und ins Wasser gehüpft.
Wir werden angeguckt, als würden wir nicht ins Umfeld passen, was wir offensichtlich auch nicht tun. Im großen und Ganzen sind wir aber beeindruckt davon, wie wenig wir hier angestarrt werden. Es scheint als wären wir auf eine Altersgruppe gestoßen die es nicht wirklich interessiert wie wir aussehen.
Wir entscheiden uns bevor es dunkel wird auch noch eine Runde schwimmen zu gehen. Tatsächlich echt etwas warm, ist das Wasser dennoch eine Abkühlung. Während immer mehr feiernde den Ort verlassen, bekommen wir mit das die vier weißen Fische im Wasser doch Aufsehen erzeugt haben. So wollen ein paar Frauen etwa unseren Alters, ein Bild mit uns im Wasserfall haben.😂😂
Anschließend bauen wir unser Camp auf, essen etwas lassen den Abend ausklingen und gehen schlafen.Weiterlesen
Paradies
5.–6. Dez. 2025 in Guinea ⋅ ☀️ 29 °C
Weiter geht es Richtung Télimélé, eine Stadt auf dem Weg nach Conakry (Hauptstadt).
Hier tanken wir auf und kaufen etwas ein, ein Supermarkt gibt es hier nicht also suchen wir uns alles auf dem Markt zusammen. Wir sind erschrocken über die Preise (4 kleine Kartoffeln 1€) wir erfahren aus dem Internet, das es normal sei, das es in Guinea teuer ist.
Viel finden wir nicht aber wenigstens die Basics können wir besorgen, Zwiebeln, Kartoffeln, Brot, anderes Gemüse Cola und Wasser. Selbst Wasser bekommen wir anders als bisher überall nicht mehr in 5L Flaschen sondern nur noch 1,5L. Das heißt unseren Wassertank füllen wir hier nicht auf, wir kaufen nur einige Flaschen zum trinken.
Wir fahren weiter und wieder in den Wald hinein, immer wieder sehen wir Frauen und Kinder die sich und ihre Klamotten am Fluss waschen. Viele tragen auch einen 20L Kanister Wasser vom Fluss ins Dorf, meistens auf dem Kopf.
Wir beschließen am nächsten Fluss wo wir keine Menschen sehen unser Brauchwasser aufzufüllen.
Das Wasser behandeln wir mit Chlor Pulver und nutzen es zum duschen und für den Abwasch.
Die Landschaft bleibt unverändert Traumhaft und die Straße gleichen weiterhin einem Off-Road track. Es macht Spaß hier zu fahren auch wenn es langsam anfängt etwas zu nerven. Das ständige beschleunigen und abbremsen sowie die permanente 120 prozentige Aufmerksamkeit und das poltern des gesamten Autos sind auf Dauer extrem anstrengend.
Plötzlich sehen wir in der Ferne in mitten der wunderschönen Dschungelartigen Landschaft einen Großen Stausee.
Nach etwas Googeln finden wir heraus, das es sich um einen neuen Stausee handelt. Er existiert erst seit 5 Jahren, weshalb er auch auf der Karte von dieser App noch nicht bekannt ist. Der See wurde durch Chinesen finanziert und angelegt. Chinesen sind in großen Teilen Afrikas „Hauptsponsor“ für Infrastruktur, das Interesse der Chinesen ist hierbei laut unseren Recherchen häufig auf die Rohstoffe des jeweiligen Landes zurückzuführen. In Guinea ist China scheinbar in dem Abbau von Aluminiumoxid verwickelt.
Wir finden am See neben einer Schule in einem kleinen Dorf einen Schlafplatz. Schätzungsweise begleiten uns etwa 40 Kinder bei der Suche nach dem richtigen Platz. Sie beobachten uns bei Aufbau des Dachzelts und beim schwimmen im See sowie beim umziehen danach.😂😂
Dabei bleiben Sie respektvoll und immer auf etwa 10 Meter Abstand, für uns somit ok. Sobald es anfängt zu dämmern ruft eine Person aus dem Dorf und alle Kinder ziehen ab. Wir lassen den Abend mit einem Lagerfeuer gegen die Mücken gemütlich ausklingen.
Ein echtes Paradies welches wir hier gefunden haben, Traumhaft.
Das Dorf in dem wir uns befinden ist übrigens eines von etwa 100 Dörfern welche beim anlegen das Sees umgesiedelt wurden. Diese Dörfer wurden von den Chinesen erbaut und sind auf der Satelliten Ansicht durch ihre Afrika untypische Struktur klar zu erkennen.Weiterlesen
„Straßen“
4.–5. Dez. 2025 in Guinea ⋅ 🌙 26 °C
Wir fahren weiter, es geht weiter über die Routen die Navigationsapps als normale Straße darstellen. Für die Einheimischen scheint es normal, sie fliegen hier über die Off-Road Strecke egal was für ein Auto oder auch LKW. Häufig fragen wir uns wenn uns ein 40T LKW oder ähnliches entgegenkommt, wie es möglich sein soll das er die selbe Strecke fährt. Die Landschaft ist Atemberaubend, alles ist Grün, immer wieder sehen wir im mitten von Wäldern, Bergen und Palmen Wasserfälle. Gepaart mit dem Roten Sand ein Traumhaftes Bild es fühlt sich unbeschreiblich an selbst mit dem eigenen Auto durch diesen Dschungel zu fahren. Immer wieder sieht oder hört man die Affen in den Bäumen rum springen. Wow.
Wir durchfahren immer wieder kleine Orte für die diese „Straße“ die einzige Verkehrsanbindung ist. Die Leute sind weiterhin super nett und freundlich. Roller und Mopeds fahren hier in unzählbarer Menge rum. Normale Taxis gibt es hier nicht, es heißt Moto Taxi, ein Mann auf einem Moped mit einer Warnweste an. Die Passagier Anzahl kann von 1-4 variieren. 😂
Heute haben wir einen Beifahrer Wechsel gemacht, ich bin mal ein paar Stunden mit Jakob gefahren.
Plötzlich der Funkspruch von Malte aus dem Pajero: „irgendwas ist komisch, ich halte an“ 10 Meter vor einem kleinen Dorf bleiben wir liegen. Ein Spurarm der Hinterachse ist gebrochen, das heißt der betroffene Reifen wird nicht mehr in Position gehalten und lenkt wohin er will. Mal wieder gut das wir auch diese Teil dabei haben. Das Teil ist schnell getauscht und die Tagesatraktion ist damit für die Kinder aus dem Dorf auch gegeben. Nach 30 Minuten kann es weiter gehen. Gegen Abend haben wir uns einen Schlafplatz ordentlich abseits der Straße, im nichts raus gesucht. Garnicht so einfach eine Fläche zu finden wenn alles zugewachsen ist, aber wir finden was und bauen noch bevor es dunkel wir unser Zelt auf. Beim Essen schauen wir heute mal wieder einen Film.Weiterlesen
Guinea
3.–4. Dez. 2025 in Guinea ⋅ ⛅ 26 °C
Früh geht es heute Morgen los, um 7 Uhr ist Abfahrt, es geht Richtung Grenze. Was diesmal anders ist, ist die Abfertigung an der Grenze.
Die erste Station ist noch einige Kilometer weit weg von der eigentlichen Grenze. Hier wird unser Carnet de Passage (Zolldokument für das Auto) aus Senegal aufgestempelt. Dann geht es weiter zur Polizei.
Im nächsten Schritt wechseln wir Geld bei irgendwelchen dubiosen Geldwechsel Männern die überall an der Grenze rum laufen. Jeden von uns wollten sie abziehen. Gut das wir immer fünf mal nachzählen, wir zählen vor den Augen der Männer so lange bis es passt. Es fehlte 100.000 bei 1.110.000 die sie mir gewechselt haben, er hat einfach einen kompletten Stapel Geld vergessen. Wir denken mit Absicht denn das gleiche ist den andern auch passiert.
Die Währung ist hier so super wenig wert (1€=ca.10.100GNF) das mein Portmonee Platz. Es ist schwer solche Unmengen an Geld in Scheinen die man nicht kennt zu zählen. Der größte Schein ist hier 20.000 also nicht einmal 2€.
Nachdem wir komplett ausgestempelt wurden ging es erstmal eine Weile durchs Niemandsland welches hier ganz schön lang ist. Danach folgen die selben Schritte auf der Guinea Seite.
Erst Polizei, dann wird das Auto gescannt, dann zum Zoll dann zur Zweiten Polizei, wieso genau zwei haben wir auch nicht verstanden. Wir vermuten das es hier zwei Arten von Polizei gibt, auf jedenfall werden beide male unsere Pässe, Finger und Visa gescannt und gratis Fotos gibt es auch. Komisch ist an der ganzen Sache auch, die ganzen Stationen waren meist ein paar km voneinander entfernt und alles dazwischen schien uns nicht wirklich wie ein Niemandsland. Um die Stationen waren Restaurants und es fand das „Normale“ Straßenleben statt.
Von Korruption sind wir bisher immer verschont geblieben auch wenn wir wissen das es diese hier gibt und viele Reisende von ihr berichten.
Jetzt fühlt es sich richtig nach Afrika an. Die Bevölkerung ist deutlich ärmer, es sind keine Lehmhütten mehr in denen sie wohnen sondern überwiegend Hütten aus Holz, Stroh und Plane direkt an der Straße. Die Menschen sind aber noch glücklicher als schon im Senegal. Das Leben findet auch hier hauptsächlich auf und um die Straße statt. Die Menschen lachen und sind glücklich. Wir merken das Touristen hier wahrscheinlich schon etwas seltener vorbeikommen. Die meisten Leute schauen uns erstmal verwundert an, es wirkt ein bisschen so wie im Zoo und wir sind die Tiere. Wenn wir zurück gucken winken und Bonjour oder ca va rufen flippen sie komplett aus und sind begeistert. Dann wird mit allem gewunken was sie haben voller Elan und mit einer enormen Freude. Egal ob alt oder jung.
Kleine Kinder sind nochmal bisschen was anders, das schöne ist hier das nur noch wenige nach einem Geschenk fragen. Meist rennen diese zur Straße tanzen und winken wie bescheuert 😂😂. Es macht richtig Spaß durch die Ortschaften zu fahren und zu beobachten wie glücklich die Menschen sind obwohl sie „nix“ oder wenig haben. Egal wo ich mein Blick hin werfe egal in welche Augen alle schauen mich an, ja gut guckt mich an ich bin ja auch weiß wie ein Joghurt. 😂😂Weiterlesen
Rund ums Visum
1.–3. Dez. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 30 °C
Wieder zurück auf der Straße, Gedanken wieder beim Visa. Immernoch Nix, komisch. Wir haben so gehofft das es heute, am Montag da sein wird.
Aus vielen Reiseberichten und von vielen aktuell Reisenden haben wir mitbekommen das es nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag da war. Genauso viele haben uns aber auch davon berichtet das es aktuell Probleme gibt. Auch von IT Problemen auf der Internetseite zum beantragen ist die Rede. Gabi die Frau aus dem LKW leitet uns eine Nummer einer Mitarbeiterin von einer Botschaft weiter. Wir entscheiden uns dieser Nummer am nächsten Morgen eine Nachricht auf Französisch zu schreiben.
Wir suchen uns einen Schlafplatz auf einem verlassenem Parkplatz etwas abseits der Hauptstraße. Wir malen uns das schlimmste aus und überlegen wie wir die Tage die wir auf das Visum warten verbringen wollen.
Option 1. das Visum kommt morgen.
Option 2. Am Nationalpark entlang in Richtung Grenze und auf dem Weg Wasserfälle und Bassari Dörfer anschauen.
Option3. Doch durch Guinea-Bissau fahren um die Zeit zu nutzen und es in einer Guinea Botschaft in Guinea-Bissau mit dem Visum zu probieren.
Am nächsten Morgen verfassen wir die Nachricht und schicken sie ab. Wir entscheiden uns etwas unsere Autos durch zu checken da der Asphaltboden perfekt zum schrauben ist.
Um 12 Uhr kommt das Visum auf einmal bei uns allen an. Ohne das der Kontakt sich gemeldet hat. Wir wissen nicht ob es wirklich am Kontakt lag oder nicht. Aber die Erfahrungen die andere Leute mit der Nummer hatten waren exakt die selben. Als würden die Visa Stelle warten bis jemand über WhatsApp schreibt.
Wir entscheiden uns den restlichen Tag die Autos zu checken und von innen etwas aufzuräumen.
Mit unserer Spur und dem Sturz an der Hinterachse sind wir immer noch nicht zufrieden, auch nach dem austauschen von Teilen und sämtlichen Versuchen es einzustellen hat es immer noch nicht geklappt. Auch haben wir 2 Buchsen an den vorderen Stoßdämpfern entdeckt die nicht mehr die besten sind, diese haben wir leider nicht neu dabei.
Wir haben eine Werkstatt von einem Libanesen in Conakry (Hauptstadt Guinea) gefunden er hat sehr gute Bewertungen anderer Reisenden. Nachdem wir ihm über WhatsApp unsere Probleme schildern sagte er nur No Problem. Uns ist das zwar nicht viel wert, denn alles hier in Afrika ist immer „No Problem“.
Kommt man in Deutschland in eine Werkstatt gucken einen die Mechaniker an und sagen erstmal „ohhhh das wird schwierig, da müssen wir erstmal Teile bestellen“ hier ist alles „No Problem“. Es wird zwar für alles eine Lösung gefunden, uns ist aber wichtig das wir der Lösung vertrauen können. Weil wir mit dem Auto noch einiges vor haben, und das nicht auf normalen Straßen. Das ist auch der Grund weshalb wir bisher alles selbst gemacht haben.
Wir entscheiden uns das Problem auf später zu verschieben und uns die Werkstatt anzuschauen wen wir vor Ort sind.
Wir verbringen eine weitere Nacht hier auf dem Parkplatz.Weiterlesen
Parc national du Niokolo-Koba
1. Dezember 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 28 °C
Wir entscheiden uns eine Tour durch den Nationalpark zu machen. Dafür brauchen wir einen Tourguide der sich bei Jakob auf den dritten Platz setzt, nur so ist es uns möglich die Tour mit unseren Autos zu machen.
Wir sehen viel verschiedene Tiere, es macht richtig Spaß mit unserm neuen Kumpel den Park zu erkunden und die Tiere zu suchen.😂
Auch hier haben wir die Möglichkeit Hippos zu sehen leider finden wir aber nur Riesen Fußabdrücke von einem Hippo 🦛.
Die Löwen 🦁 und Leoparden 🐆 die es hier gibt sind wohl in der Dämmerung aktiv, weshalb wir sie leider nicht zu Gesicht bekommen. Es war eine Coole Tour und es hat super viel spaß gemacht, insgesamt hat unsere Tour fünf Stunden gedauert.Weiterlesen
Hippos 🦛?
30. Nov.–1. Dez. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 33 °C
Wir fahren eine kurze Tagesetappe um an einem Platz direkt am Gambia River zu schlafen.
Traumhaft sieht es hier aus, Riesen Bäume, ein Riesen Fluss und überall Affen. Es fühlt sich direkt nach Regenwald an. Auch die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit haben sich extrem verändert. Ich denke es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das was uns noch erwartet. Auf dem Weg hier her haben wir mal wieder Gabi und Arnold getroffen. Ein deutsches Paar welches eine Weltreise mit ihren großen Steyr LKW macht. Aktuell machen sie die Westafrika Tour um nach Südafrika zu fahren hier lebt eine ihrer Töchter.
Wir unterhalten uns über den uns bevorstehenden Nationalpark und unsere verschiedenen Pläne diesen zu erkunden. Auch über das bereits erlebte tauschen wir uns aus. Natürlich haben die beiden Gambia erkundet und genau da Zwei ihrer besten Tage verbracht🥹. Ein wenig traurig macht es mich immernoch das Land ausgelassen zu haben. Ich denke aber bei unserem Zeitplan muss man über dem Gedanken stehen nicht alles gesehen zu haben. Viele der Leute die wir treffen machen die Reise in einer deutlich längeren Zeit, Zeit die wir nicht haben und uns nicht eingeplant haben also muss es häufig einfach mal weiter gehen.
Hier müssen wir schon sehr aufpassen mit den Affen die Lokalen Leute empfehlen uns die Fenster am Auto zu zumachen wenn wir die Autos abstellen. Auch in unserm Camp lassen wir möglichst wenig draußen stehen denn die Affen sitzen nur wenige Meter neben uns.
Der Platz an dem wir hier schlafen ist bekannt für Hippos (Flusspferd), häufig werden sie hier im Fluss gesehen. Wir sehen sie leider nicht, hören sie aber dafür nachts. Schade aber atemberaubend ist dieser Platz dennoch.
An dieser Stelle möchte ich einmal danke sagen, danke an alle die meine Texte lesen und interessiert an unserer Reise sind.
Danke auch an meine Familie, das ihr hinter mir steht und mich teilweise nicht ganz (nur ein bisschen) für bescheuert haltet😜😂.
Danke auch an meine mit, 88 Jahren wahrscheinlich älteste Leserin Frau Hedwig Metzger die ich zugegebenermaßen selbst nicht einmal kenne.😂
Für konstruktive Kritik/ Verbesserungsvorschläge aber auch für nette Kommentare oder Anmerkungen können alle gerne das Kommentarfeld nutzen.Weiterlesen
Um Gambia
29.–30. Nov. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 32 °C
Wir haben die Letzten Tage viel Zeit damit verbracht unsere weitere Reise zu planen. Wir haben überlegt welche Länder wir bereisen wollen, welche nicht, wo wir welche Visa bekommen, ob wir gut im Zeitplan liegen oder nicht.
Eigentlich war der Plan Guinea Bissau zu bereisen, besonders aufgrund der Vielzahl schöner Strände und Buchten. Leider ist uns da die Aktuelle politische Situation in dem Land dazwischen gekommen. Ganz aktuell hat sich da wohl einiges getan weshalb davon abgeraten wird das Land zu bereisen. Wir nehmen auch Kontakt zu einem in der Hauptstadt lebenden Local auf und fragen nach der Einschätzung der vor Ort lebenden. Auch er rät uns davon ab und sagt wir sollen warten. Da wir für warten keine Zeit haben fällt das Land leider raus. Wir entscheiden uns auch dazu Gambia zu umfahren, da wir zügig durch Senegal wollen um nach Guinea zu kommen. Gambia alleine würde uns mit Anfahrt und Umweg mindestens drei Tage „kosten“. Schade ist es schon gerne hätte ich beide Länder besucht, gerne hätten ich auch zwei Flaggen mehr auf die Küche geklebt. Aber so ist es nunmal, es gehört wohl zu den Herausforderungen die Afrika und ein striktes Zeitlimit mit sich bringen. Eine weitere Sache die als typischer Stress der Westafrikaroute gilt ist das Ständige Visa Thema.
Aktueller Knackpunkt ist bei uns das Guinea Visum welches wir bereits zwei mal beantragt haben. Beim ersten mal wurde der Antrag aufgrund von fehlender Dokumente abgelehnt. Ohne Angabe davon was fehlt und wir haben echt lange Recherchiert was fehlen kann. Im Endeffekt sind wir zu der einzigen möglichen Annahme gekommen das, wir evtl. zu viele Dokumente angehangen haben. Da wir schon Freitag hatten und auch keine Antwort auf unsere Frage erhalten haben, haben wir einfach nochmal alles mit nur den notwendigen Dokumente abgeschickt. Jetzt heißt es auf Rückmeldung warten.
Wir fahren also Südöstlich um Gambia rum. In der nächsten großen Stadt gehen wir einkaufen und suchen bei einem kleinen Kfz Shop nach gebrauchten großen Karosseriescheiben für Jakob’s hinteren Stoßdämpfer Gummis, denn diese haben zu viel Spiel. Abends suchen wir uns bevor es dunkel wird den ersten Wildcamp Platz etwas abseits der Straße versteckt im Busch raus. Zusammen mit Riesen Graßhüpfern oder Heuschrecken (keine Ahnung was es ist) lassen wir den Abend ausklingen, nicht nur einmal springen uns diese Faustlangen Dinger an😂.Weiterlesen
Mangroven
26.–29. Nov. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 29 °C
Von Dakar geht es weiter in den Parc National du Delta du Saloum. Hier planen wir eine Bootstour durch die Mangroven.
Wir fahren auf einen kleinen Campingplatz, leider wieder nicht Wildcampen. Ich vermisse es schon echt einfach mal wieder wild zu stehen. Aber wir wählen den Campingplatz aus gutem Grund, wir wollen die Autos während der Tour nicht unbeaufsichtigt lassen. Außerdem ist der Platz echt sehr schön. Hier treffen wir auch einen Motorradreisenden (Franzose 36). Es macht echt Spaß immer wieder neue Leute kennenzulernen, und die verschiedenen Geschichten der „selben“ Reise zu hören. Auch andere Reise Erfahrungen werden geteilt, Quentin der Franzose hat einfach 12 Jahre in China gelebt und spricht fließend Chinesisch. 🤯😂
Er schließt sich uns für die Mangroventour an. Gut für uns, auch weil wir so unseren persönlichen Übersetzer dabei haben.
Wir starten morgens um 8 Uhr und werden von unserem „Chauffeur“ abgeholt, dann geht es auf das erste etwas größere bunte Holzboot (Platz für ca.10-12 Leute theoretisch). Mit diese Boot geht es übers Meer in die Mangroven, wir fahren ein paar „Arme“ des Gebietes ab bis der Fahrer uns an einer Insel raus lässt. Hier bekommen wir eine „Tour“ über die Fischerei und der Pflanzen die hier wachsen. Es ist mehr ein Spaziergang mit einem Lokal als eine Tour aber das ist okay. Am Ende des Spaziergangs müssen wir die Schuhe ausziehen, es geht Barfuß durch den Mangroven Schlamm weiter. Bis wir wieder am Wasser sind hier sitzen unter einem Baum ein paar Jugendliche mit ihren kleinen Booten. Einer von ihnen paddelt uns durch die kleinsten Seitenarme der Mangroven bis raus ins etwas breitere Gewässer. Hier sammelt uns unser Großes Boot wieder auf. Das ganze dauert mittlerweile dafür das wir die 3 Stunden Tour gebucht haben ganz schön lange, soll uns aber nicht weiter stören denn bezahlt haben wir schon. Doof nur das wir eigentlich mittags weiter fahren wollten. Mit dem Großen Boot geht es nach eine kurzen Schwimmpause wieder Richtung Festland. Auf dem Weg wird uns Zucker mit Tee serviert.😂 Ohne scheiß ich dachte Russen packen viel Zucker in den Tee aber das hier ist nochmal ein anderes Level. Es können auch immer nur zwei gleichzeitig trinken denn auf dem Boot gibt es nur zwei Gläser für alle zusammen. Am Festland angekommen bekommen wir noch eine Fischtour durch den Hafen. Ein bestialischer Geruch, dennoch interessant wie die Menschen in mitten diesem Fischmock neben den Fischen die in der Sonne trocknen leben. Auch Muscheln und andere Dinge aus dem Meer werden hier verarbeitet. Es gibt auch ein paar kleine Buden in den die Fischernetze und Fallen für Tintenfische gebaut werden.
Nach der Hafentour geht es wieder in unser Taxi auf unsere Bitte geht es zum Lokalen Restaurant. Nach einem Blick in die Küche, in der alles einigermaßen sauber war, entscheiden wir uns hier zu essen. Das erste mal in Senegal das wir uns trauen in einem Restaurant von einheimischen zu essen. Das man hier in Restaurants in die Küche schauen kann schien uns bisher immer normal und nicht respektlos wahrgenommen von den Einheimischen.Weiterlesen
Dakar
24.–26. Nov. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 27 °C
Nach zwei Nächten an der Zebrabar 🦓 geht es weiter nach Dakar. Schade eigentlich, aber wir müssen. Bei der Einfuhr bekommt man eine art „Erlaubniss“ vom Zoll, man hat 48 Stunden Zeit sein carnet de passage (Zolldokument) in der Hauptstadt Dakar zu stempeln. Total doof gemacht Touristen werden quasi dazu gezwungen das halbe Land zu überspringen. Wir hatten das Glück das wir an einem Freitag eingereist sind, dementsprechend war es und nie möglich nach 48 Stunden das Dokument zu stempeln, da die Zollstelle am Wochenende geschlossen hat.
Florian der Deutsche Radfahrer hat für heute den Cheat Code gewählt und fährt bei Jakob mit. Sein Plan ist es ein Surfcamp in Dakar zu besuchen.
Im Großstadt Verkehrschaos schlagen wir uns durch bis zur Zollstelle. Wir kommen in der Mittagspause an, nach einer Stunde warten dauert es dann nur noch 10 Minuten und wir sind durch. Danach geht es zum DHL Service, Jakob’s Turboschläuche sind da. Eigentlich wollten wir uns die Stadt anschauen, evtl. eine Bootstour zu einer ehemaligen Sklaveninsel machen. Jetzt kommt das große Aber, wir finden einfach keinen bewachten Parkplatz oder ein Airbnb mit Parkplatz. Wir wollen die Autos nicht einfach irgendwo parken und schon garnicht über Nacht. Also entscheiden wir uns gegen Dakar. Wir schmeißen Florian an seinem Surfcamp raus und fahren etwas außerhalb von Dakar zu einer Art Micro Camping, auf dem Weg haben wir noch einen Mini Auffahrunfall, Nix wildes nur die Waschmaschine.
Mal wieder ein Deutscher „Aussteiger“ der hier seinen Garten für zwei Camper anbietet.
Am nächsten Morgen packen wir alles zusammen und wollen los. Aus dem nichts hat der Pajero plötzlich keine Servolenkung mehr. Komisch ohne Vorwarnung einfach über Nacht. Gut das wir gerade einmal zwei Meter gefahren sind. Der Fehler ist schnell gefunden, ein defekter O-Ring am Lenkgetriebe. Wir müssen einiges weg schrauben um dran zu kommen, Unterbodenschutz, Viskolüfter und Verkleidungen. Den passenden O-Ring haben wir auch dabei, immer wieder zahlt es sich aus das wir einen Mitsubishi Teileshop im Kofferraum haben. Mittlerweile haben wir uns entschieden noch eine Nacht hier zu bleiben. Wir nutzen die Situation das der dicke Stahl Unterbodenschutz bereits demontiert ist und machen den ersten Ölwechsel nach insgesamt ca. 10.000km ca. 8.500km davon auf der Reise. Jakob fährt für uns zur nächsten großen Namenhaften Tankstellen Shell und besorgt uns Motoröl.
Während wir mit unserem Auto beschäftigt sind nutzen Jakob und Manuel die Zeit die Turboschläuche zu tauschen und die Tischhalterung welche in der Wüste gebrochen ist zu schweißen. Der Besitzer der Fläche stellt dafür sein kleines Elektroden Schweißgerät.Weiterlesen
Zebrabar
22.–24. Nov. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 27 °C
Es geht weiter Richtung Saint Louis eine größere Stadt im Nordwesten Senegals an der Küste.
Hier füllen wir mal wieder unsere Vorräte auf. Für Obst Gemüse und Brot suchen wir den örtlichen Markt auf, den Rest kaufen wir in einem größeren Supermarkt. Fleisch kaufen wir garnicht mehr auf den Straßen in kleineren „Läden“ da es meist ungekühlt ist.
Was uns hier in Senegal direkt auffällt ist wie glücklich die Menschen im vergleich zu Mauretanien wirken.
Wir haben Mauretanien häufig (nicht immer) als sehr religiöses Land wahrgenommen, in dem die Menschen sehr viel für die Religion tun. Dabei schien es uns immer so „Tod“ in dem Land, wenige Leute die am Straßenrand einfach lachen und Spaß in Gesellschaft haben. Häufig saßen die Leute einfach nur vor ihren kleinen „Häusern“ und haben nichts gemacht. Vielleicht nur unser Eindruck? Vielleicht einfach die Kultur, Mentalität oder die Religiösen Einflüsse? Ich weiß es nicht, überwiegend waren die Menschen ja auch nett zu uns und haben gewunken.
Hier im Senegal plötzlich ein ganz anderes Straßenbild. Nicht nur fängt mit Senegal „Schwarzafrika“ an und die Menschen sind nun alle Dunkelhäutig, auch strahlen die Menschen eine starke Freude aus. Das Leben findet hier sehr viel auf der Straße statt, es läuft Musik, die Menschen verbringen Zeit zusammen, lachen, gucken, winken und freuen sich. Auf einmal sieht man auch wieder Frauen auf den Straßen, gefühlt sehen wir am ersten Tag im Senegal mehr Frauen als in unserer gesamten Zeit in Mauretanien.
Nach unserer Shopping Tour fahren wir Richtung Zebrabar mal wieder ein bekannter Ort unter Overlandern der von einem Deutschen betrieben wird. Auf dem Weg gabeln wir ein Neuseeländisches Pärchen auf, sie gehören zu dem gelben Bus den wir bereits in der Westsahara getroffen haben. Sie wollen auch wieder zurück in die Zebrabar aber finden keinen öffentlichen Bus der in die Richtung fährt. Jakob hat leider nur einen Platz frei weshalb einer auf der Pritsche mit fährt.
Abends sind wir sehr glücklich wieder Bier trinken zu können, denn Alkohol gab es in Mauretanien ja nicht. 😂
Wir waren in Mauretanien auch nur einmal auswärts essen, deshalb gönnen wir uns abends mal direkt das Dinner welches hier angeboten wird.
Kurz bevor es zum Essen geht, rollt ein Fahrrad auf den Hof es ist Florian, mal wieder einer der uns bekannt ist. Florian reist mit dem Fahrrad von Spanien gestartet durch Afrika auch mit dem Ziel Kapstadt. Unglaublich in welcher Zeit er uns hinterher gezogen ist.
So sitzen wir beim Essen zusammen mit Florian (Deutsch27) und Gian (Schweiz50). Alle Tische sind gefüllt mit Leuten die reisen viele Deutsch aber auch viele andere Europäer.
Es macht richtig Spaß sich mit anderen Leuten zu unterhalten egal ob auf Englisch oder Deutsch, alle haben die selben Interessen, quasi sind ja alle aus dem mehr oder weniger selben Grund hier. Einfach eine coole Atmosphäre.
Nach dem Essen holt Martin der Besitzer seine Gitarre raus und spielt einige Lieder, wir bekommen mit das er dafür wohl bekannt ist.
Am nächsten Tag nutze ich die Zeit meine Wäsche in unserer Waschmaschine zu waschen. Leider ist es seit dem wir in Senegal sind immer etwas bewölkt und kaum sonnig, natürlich heben wir trotzdem 29 grad die sich für uns aber mehr wie 25 anfühlen. Ich finde es echt erstaunlich wie gut sich der Körper nach etwas Zeit an die Temperaturen gewöhnt.
Außerdem bittet Gian uns, bei ein paar Elektrik Problemen an seinem Auto zu schauen. Er hat 0 Ahnung von Elektrik, zusammen mit Malte flicken wir seine Wasserpumpe. Er freut sich das er nach 3 Wochen endlich wieder fließend Wasser hat. Danach geht es an seiner Seilwinde weiter diese funktioniert wohl auch schon seit ein paar Tagen nicht mehr. Auch hier lässt sich der Fehler finden und nach einer Stunde geht auch diese wieder. Sichtbar dankbar tauschen wir unsere Nummern aus, um uns auch im weiteren Verlauf der Reise ggf. gegenseitig unterstützen zu können, den auch für Gian soll es nach Namibia gehen.Weiterlesen
Mauretanien—>Senegal
21.–22. Nov. 2025 in Senegal ⋅ ☁️ 27 °C
Der letzte Tag in Mauretanien bricht an wir haben kurz vor Nuakschott geschlafen. Wir fahren etwas durch die Stadt, kaufen ein paar Kleinigkeiten, füllen unser Wasser auf und suchen uns eine Tankstelle die gut aussieht. Außerdem ist es mal wieder Zeit Müll zu entsorgen, in Mauretanien garnicht so einfach, ich habe in diesem Land nicht eine Mülltonne gesehen. Also entscheiden wir uns für die lokale Müllkippe hinter einer Tankstelle in einem kleinen Ort.
Hab ich eigentlich schon von den Straßen Barrieren berichtet? Ich glaube nicht. Hier in Mauretanien ist es üblich das es so wie auch schon in Marokko überall Kontrollpunkt der Polizei bzw. Des Militärs gibt. Das heißt alle paar Kilometer kommen Schilder mit „Halt Kontrolle“ und man muss warten bis der Soldat, der 100m weiter steht dich zu sich winkt. Dann folgt das übliche Gespräch auf Französisch (ich spreche kein Französisch, Malte dafür etwas)
„Hallo, wie geht’s?“
„Gut und dir?“
„Gut, wo kommt ihr her?“
„Deutschland“
„Ok, Fiche?“ (Ein Zettel auf dem wir zuvor alle unsere Daten zusammengefasst haben)
>Wir geben ihm den Zettel<
„Wo geht es hin?“
„(Name der nächsten Stadt)“
„Ok, herzlich willkommen in Mauretanien, gute Fahrt“
Das ganze hatten wir etwa 20 mal in ganz Mauretanien.
Es geht an die Grenze nach Senegal. Wir entscheiden uns für die Grenze die nur durch einen Nationalpark erreichbar ist, da die andere sehr korrupt sein soll.
Es folgt ein extrem ausgespülter, ausgetrockneter Schlammweg. Wir haben Bilder gesehen wie es hier noch vor ein paar Tagen ausgesehen hat. Die Folgen davon sind kaum befahre Wege und Festgefahren LKW und Sprinter die eine Woche später immer noch hier stehen.
Die Tierwelt des Parks hab ich mal in ein paar Bildern dargestellt, schon echt beeindruckend, das erste Mal das ich ein Krokodil sehe. Das alles hier in freier Natur.
Die Grenze ist schnell passiert, der Grenze Prozess dauert hier etwa 1,5 Stunden. Nach der Grenze fahren wir ein paar wenige Kilometer und stellen uns in einen Wald. Die Affen die hier leben sehen wir nur für einen kurzen Moment bei unsere Ankunft. Danach garnicht mehr… Schade.Weiterlesen
Kurzer Stop
20.–21. Nov. 2025 in Mauretanien ⋅ ☁️ 26 °C
Nach der Reparatur vom Defender fahren wir noch ein Stück weiter erstmal in Richtung Nuakschott. Am Abend haben wir dann das erste mal unsere Regel gebrochen und sind im dunkeln gefahren um vorher ein paar Mauretaniern zu helfen. Die hatten tatsächlich mal wieder zwei Kamele dabei und beide rechten Reifen hatten sich komplett verabschiedet. Beide Reifen wurden durch die Männer schon getauscht, waren jedoch komplett platt und die eine Felge vollkommen verbogen. Mit vereinten Kräften und unserem Werkzeug konnten wir die Felge richten und mit dem Kompressor die Reifen füllen. Tatsächlich hat die gerichtete Felge die Luft gehalten. Es war also den Regelbruch wert. Ohne unsere Hilfe hätten die Männer mit den Kamelen wohl direkt an der Straße übernachten müssen. Zum Glück haben wir auch noch einen akzeptablen Schlafplatz gefunden. In Mauretanien im dunkeln fahren ist auf jeden Fall eine Challenge und nicht zu empfehlen. Wenig Autos haben Beleuchtung und wir können trotz unserer guten Lichter die Straße schwer einsehen und die Schlaglöcher einschätzen.Weiterlesen
Typisch Defender oder einfach nur Pech?
18.–20. Nov. 2025 in Mauretanien ⋅ 🌙 33 °C
2 Stunden nachdem wir uns von Leon und Ana getrennt haben klappert der Defender von Jakob plötzlich ganz laut. Wir halten an und nehmen den Keilriemen ab um auszuschließen das es der Motor selber ist. Es klappert nichts mehr, also ist klar es liegt an irgendetwas was Riemengetrieben ist. Unsere erste Vermutung ist die Viscokupplung, leider haben wir das Werkzeug um den Lüfter ab zu bauen nicht dabei. Wir stufen das Geräusch erstmal als etwas harmloser ein und fahren weiter. Wir fahren entlang an wunderschönen spitzen Dünen und halten für ein paar Bilder und die Aussicht an.
Abends nehmen wir uns dann nochmal das klappern vor, wir halten mal wieder hinter einem Berg abseits der Straße. Hier wollen wir auch schlafen. Mittlerweile ist es draußen nicht mehr so warm das macht das Schrauben deutlich angenehmer. Wir recherchieren etwas und nehmen nochmal den Riemen ab um zu testen woran es liegt. Es ist die Riemen Antriebsscheibe auf der Kurbelwelle😩.
Gut das unser Paket mit den Ladeluftschläuchen für den Defender morgens aus Deutschland versendet wurde😒.
Also würde die Ersatzteilbeschaffung erneut 100€ Expresslieferung nach Senegal kosten + die Zeit die irgendeiner unsere Familienmitglieder oder Freunde braucht um das Teil zu besorgen… Aua.
Ach ja Ersatzteile hier zu beschaffen scheint fast unmöglich. Wir haben für den defekten Ladeluftschlauch von vielen Leuten die Nummer eines Defender Experten in Nuakschott (Hauptstadt Mauretanien) bekommen. Das einzige was er uns bieten konnte war ein Külerschlauch der den falschen Durchmesser hat. Wirklich kompetent schien er uns auch nicht, auch wenn er sehr hilfsbereit war. Irgendwann sagte er, er könnte genau das Teil besorgen für 150€ (normalerweise kostet ein ganzer Schlauchsatz neu 100€). Wir können ihm leider per Telefon nicht vertrauen und sind skeptisch, also entscheiden wir uns dagegen.
Dann zahlen wir lieber 200€ für einen ganzen Satz aus Deutschland mit Expresslieferung.
Zurück zum neuen Defekt, das gute ist das Leon in Spanien genau diese Riemenscheibe auf Verdacht getauscht hat. Die alte sah bei ihm aber noch sehr gut aus. Gut das er die alte noch dabei hat und Leon und Jakob den selben Motor haben. Leon hat auch das Spezialwerkzeug welches wir uns in Spanien selber gebaut haben, das einzige Problem ist nur das wir uns ja getrennt haben und sie unterwegs in die andere Richtung Mauretaniens sind. Also bleibt uns nichts anderes übrig als hier zu warten bis sie hier vorbeikommen. Zwei Nächte und einen Tag verbringen wir hier bis sie da sind. Wir nehmen die Wartezeit gerne in Kauf alles besser als ein neues Paket.
Heute (Donnerstag) kommen Leon und Anna mittags an, wir demontieren das alte Teil und sind erschrocken wie kaputt es ist. Nach der Montage des „Neuteil“ der erste Start… Erleichterung das Klappern ist weg. Es kann weiter Richtung Senegal gehen.Weiterlesen
Große Entscheidung
17.–18. Nov. 2025 in Mauretanien ⋅ 🌙 30 °C
Die Autos die man hier am häufigsten sieht sind neben dem 190er Mercedes der meist als Taxi genutzt wird, Toyota Land Cruiser und Alte Landrover series. Echt Beeindruckend ist in welchem Zustand die Autos hier noch fahren, teilweise lässt sich kaum erkennen was es für ein Auto ist. Alles verbeult, kaum noch Lack, die Türen mit Kordel zusammengebunden, keine Lichter, Fahrwerk so kaputt das das Auto fast seitlich fährt und auf der Straße schleift und trotzdem immer voll beladen und die ganze Familie im Auto egal wie groß die Familie ist. Wir kaufen in der Stadt ein und füllen unsere Vorräte ein wenig. Hier können wir auch das erste Mal wieder tanken.
Nach 45 Tagen ist Heute leider der Tag gekommen, an dem wir uns fürs erste als Gruppe aufgeteilt haben. Leon und Ana werden ab heute unabhängig von uns die Reise fortsetzen. Wir haben die Zeit mit euch unheimlich genossen und wünschen euch bei der weiteren Reise alles Gute und ganz viel Glück. Zur Trennung der Gruppe ist es auf Grund von unterschiedlichen Zeitplänen bzw. Vorstellungen von Zeitplänen und Management gekommen. Was absolut verständlich und überhaupt nicht schlimm ist. Wir trennen uns also alle im Guten und wer weiß, Vielleicht kreuzen sich die Wege auf dem Weg Richtung Süden einfach wieder. In jedem Fall sehen wir uns nach der Reise wieder und freuen uns riesig auf unterschiedliche Storys, Einblicke und Erfahrungen! Es war uns ein Fest mit euch, ohne euch hätten wir die Reise vermutlich nie gestartet. Vielen vielen Dank für alles und bis bald!Weiterlesen
400km Sand
16.–17. Nov. 2025 in Mauretanien ⋅ 🌙 30 °C
Wir haben wahrscheinlich die windigste Nacht bisher. Der Wind hat über Nacht komplett gedreht und extrem aufgefrischt. So stark das unser Dachzeltvordach sich wie ein Segel aufpustet und irgendwann auch zusammenklappt. Wir schlafen immer mit offenen Zelt nur die Moskitonetze sind zu. Der Wind pustet so stark das sogar meine Bettdecke sich anhebt und flattert, das ganze Auto wackelt. Um 4 Uhr nachts ist es so stark das wir aufstehen um das Dachzelt abzuspannen. Kaputt gegangen ist bei der ganzen Aktion zum Glück nichts.
Morgens geht es zügig los Richtung Ben Amera der zweitgrößte Monolith der Welt. Echt Beeindruckend groß. Hier legen wir eine etwas größere Mittagspause ein. Danach folgt der schönste Abschnitt der ganzen Sandfahrt, richtige spitze Dünen so wie mann sich die Sahara vorstellt. Es macht unglaublich viel Spaß hier zu fahren. Kamele sehen wir hier die ganze Zeit immer wieder mal in kleineren Gruppen und mal ganz viele auf einem Haufen, mal mit Hirte und mal alleine. Wir sehen auch immer wieder Tote Kamele oder viel mehr das was davon übrig bleibt, ein Haufen Knochen und Fell. Beeindruckende Tiere, es fühlt sich immer wieder an wie im Film.
Unser Auto hat übrigens ein neues geiles Geräusch, seitdem wir den Schnorchel der Luftansaugung nach hinten gedreht haben hören wir extrem stark die Ansaugung. Den Schnorchel dreht man nach hinten damit man den aufgewirbelten Sand des Vordermanns nicht direkt einsaugt. Zusätzlich haben wir noch dies rote Schaumstoff Haube montiert, diese filtert die Luft vor.
Zum Abschluss unserer 400km Sand überrascht uns nochmals ein Riesen Weichsandfeld, das bisher anstrengendste für die Autos. Quasi eine Riesendüne mit weichem Sand, das Problem ist das sie so lang ist das man nicht genug Schwung haben kann, da man immer langsamer wird. Also wieder die Untersetzung rein und Vollgas. Wir wühlen uns so lange durch den Sand bis der Motor schon zu heiß wird und wir sind immer noch nicht durch das Feld. Also heißt es Heizung Vollgas an, das macht man um den Motor die Hitze weg zu nehmen. Es funktioniert perfekt, ein paar wenige Minuten dauert es und die Temperatur geht runter. Den letzten Kilometer fahren wir also mit Heizung dauerhaft an.
Dann sind wir raus, wir biegen ab in ein Dorf das erste Mal nach 400km wieder Asphaltiert, es fühlt sich schon fast komisch an wieder auf Asphalt zu fahren. Sobald wir aus dem Ort raus sind halten wir an um den Reifendruck wieder zu erhöhen, denn mit dem geringen Druck schwimmt das Auto quasi auf der Straße.
Dann heißt es erstmal genau hin hören, das erste mal können wir wieder hören ob sich am Fahrwerk oder irgendwo unterm Auto nicht vielleicht doch was gelöst hat. Kein Geräusch, einfach nichts, wir sind mächtig stolz darauf was dieses Auto jetzt schon geleistet hat und wie gut es sich fährt.
Nach ein paar Kilometern fahren wir von der Straße ab und verstecken uns hinter einem Berg, hier schlagen wir unser Camp auf.Weiterlesen
Wüstenkampf
15.–16. Nov. 2025 in Mauretanien ⋅ 🌙 31 °C
Am nächsten Morgen geht es weiter. Uns steht weiterhin nur off-road bevor und es soll warm werden 38 Grad stehen heute auf dem Programm.
Wir fahren meist einfach nur in Allrad und mit ESP aus, unser Auto schlägt sich echt super. Die anderen natürlich auch, aber die Letzten 6 Monate so viel an einem Auto gemacht zuhaben und es jetzt dafür zu benutzen wofür wir es gebaut haben… ein unbeschreibliches Gefühl.
Wir durchfahren das erste mal so richtige Weichsandfelder und haben eine Menge Spaß.
Für das fahren im Weichen Sand schalten wir das Verteilergetriebe auf Untersetzung und sperren das Mitteldifferential. Der volle off-road Modus quasi. Der unterschied ist direkt spürbar und das Auto Buddelt sich durch alles durch, immer mit ordentlich Gas, ist auch die Soundkulisse des Motors Musik in den Ohren.
Plötzlich kommt der Funkspruch von Jakob „wir haben keine Leistung mehr“. Der Ladeluftschlauch ist geplatzt, und das obwohl er diesen vor Abfahrt erneuert hat. Wahrscheinlich ein Materialfehler der sich bei der starken Last im Sand bemerkbar gemacht hat. Es folgt ein Reparaturversuch und 3 Kilometer später die schlussendlich Reparatur die dann auch hält.
Diese Aktion hat mal wieder gezeigt wie wichtig es ist gut vorbereitet zu sein. Schon häufiger wurden wir auf der Reisen von anderen Reisenden bestaunt wie gut wir vorbereitet sind und an was wir alles gedacht haben… Gut ich meine ist ja klar das nicht jeder Unmengen an Werkzeug, einen Akkuschrauber, eine Akkuflex, eine Kettensäge, einen Drucker, eine dicke Axt und vieles mehr dabei hat… Aber wir haben es halt😂😂.
Immer mit dem Hintergedanken „hält der Schlauch?“ geht es weiter, was bleibt uns auch anderes übrig.
Dann der nächste Funkspruch, wieder Jakob „wir stecken fest“.
Leon dreht direkt, um zur Hilfe zu kommen. Bevor ich meinen Gedanken aussprechen kann hat auch er sich fest gefahren. Jakob haben wir mit ein wenig Buddeln und Sandblechen schnell raus. Leon hat sich in der Zwischenzeit richtig eingebuddelt. Die Differentiale der Starrachsen der ganze Rahmen, alles liegt auf dem Sand auf. Einfach nur die Reifen frei Buddeln bringt nichts mehr. Also schippen wir mit allen Kräften, 6 Schaufeln 6 Personen und einiges an Sonnencreme. Nachdem das Auto von unten freigelegt ist geht es zwischen den Reifen weiter, wir Buddeln so lange bis wir alle 6 Alu Sandbleche die wir haben vor die Reifen positionieren können. Nach einigen Versuchen entscheiden wir uns, unser Auto eine Düne weiter als Ankerpunkt für Leons Seilwinde zu positionieren. Es funktioniert und Leon steht auf den Sandblechen, wir lösen die Seilwinde und dann heißt es einfach nur noch Vollgas.
Bevor es dunkel wird halten wir an einer kleinen Siedlung die aus ein paar Lehmhütten besteht an. Meistens sind es Arbeiter der Bahngleisen die hier im nichts mit ihren Familien wohnen.
Da hier immer wieder viele Defender der älteren Generation stehen versuchen wir unser Glück hier einen Schlauch zu bekommen. Das klappt natürlich nicht. Während wir auf einen Mechaniker warten der uns später sagt das er nichts hat, vertreiben wir uns in der Zwischenzeit etwas die Zeit indem einige von uns Fußball mit den Kindern Spielen. Die Kinder sind immer sehr interessiert an uns fragen natürlich immer nach Geschenken, bis auf Kugelschreiber verschenken wir aber nie etwas. Das soll man auch nicht, wir lesen es immer wieder und sehen es auch selber. Die Kinder sind so gewöhnt von Reisenden Geschenke zu bekommen, das sie Frech werden wenn mann ihnen nichts gibt und anfangen mit Steinen zu werfen. Über den einen Kugelschreiber freuen sie sich als wäre es Gold. Ein Kind steht neben mir am Fenster, schaut auf mein Handy und wundert sich wieso ich WLAN habe. Da wir immer Starlink dabei haben, für uns nichts Neues. Kurze Zeit später drückt er mir sein Handy in die Hand, die WLAN Einstellung offen. Er bittet mich das Passwort einzugeben, die nächsten 15 Minuten gucken sie zu fünft auf dem Handy des einen Jungen Tiktok. Immer wieder zeigt er mir Kurzvideos von Fußballspielern.
Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter, schaffen insgesamt leider nur 60km aufgrund der ganzen Zwischenfälle und des Geländes, und das obwohl wir den ganzen Tag unterwegs waren.
Wir schlafen wieder zwischen zwei Dünen, leider nicht wirklich windgeschützt. Trotzdem lassen wir den Abend mit Essen am Lagerfeuer ausklingen.Weiterlesen















































































































































































































































































































































Reisender
Wunderschön 🤩
Reisender
Mann über Wolken 👍💪
Reisender
Toll 👌