Los Túneles - Auge in Auge mit Haien
October 14, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 21 °C
Heute nutzten wir wieder eine der vielen Tourmöglichkeiten und fuhren mit dem Boot zu den Los Túneles. Die "Túneles" sind Lavaformationen, die kleine Brücken, Tunnel und Höhlen am Wasser bilden und meist mit Kakteen bewachsen sind - eine wunderschöne Landschaft. Auf den Lavasteinen nisteten auch einige Blaufusstölpel, die es uns besonders angetan haben bisher auf Galapagos. Wir konnten beobachten wie eine Mutter ihr Junges fütterte und hatten sogar das Glück einen Tölpel beim Brüten zu sehen - laut Guide waren wir deshalb eine "lucky group". Tanzende Blaufusstölpel konnten wir leider nicht sehen, da es nicht die richtige Jahreszeit für deren charakteristisches Balzverhalten ist.
Im zweiten Teil der Tour ging es ausgerüstet mit Neoprenanzügen und Masken zum Schnorcheln. Wir hatten auch hier wieder Glück und konnten aus nächster Nähe mit Riesenwasserschildkröten schnorcheln. Des Weiteren bekamen wir diverse Haie zu sehen - einmal ein fast 2 m großen Hai (Tiboron de punta negra), der uns extrem nahe kam, so dass uns der Atem stockte. Dann schwamm auch noch eine Gruppe von etwa 7 Haien direkt unter uns durch. Als wäre das nicht genug, konnten wir dem ästhetischen Formationsschwimmen einer großen Rochenfamilie (Goldrochen) hinterherschnorcheln. Das Highlight jedoch kam noch - am Ende der Tour führte uns unser Guide zu einem Felsen, mit der Ansage, dass wir gleich nacheinander tauchen werden und wir ihm dabei vertrauen sollen. Wir tauchten ab und er drückte uns unter den Felsen, wo man plötzlich direkt in die Gesichter, der in der Höhle liegenden Tintoreras (Riffhaie) blickte. Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Auge in Auge mit Haien Situation - was für eine Wahnsinnserfahrung! Wir sind immer noch geflasht von den besonderen Erlebnissen des Tages. (siehe Videos )Read more
Walking on the moon
October 15, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 21 °C
Die letzten 2 Tage waren wir auf und im Wasser unterwegs, so war es wieder Zeit für einen Landausflug, um auch die Landschaft der Insel kennen zulernen. Auf dem Plan stand eine Wanderung zum Vulkan Sierra Negra inkl. Vulcano Chico. Der Vulkan Sierra Negra ist der größte Vulkan auf der Insel Isabella und er ist noch AKTIV! Die letzten Ausbrüche fanden 2005 und 2018 statt. Der letzte Ausbruch war für die Bewohner der Insel jedoch ungefährlich, da die Lava an der Westseite ausbrach und Richtung Westküste, die nicht bewohnt wird, ins Meer abfloss.
Unsere Tour startete mit einer Busfahrt durch verschiedene Vegetationszonen ins Hochland, von wo aus die 4 stündige Wanderung begann. Auf dem Weg erzählte uns unser Guide Simon (der eigentlich aus England kommt und wegen der Liebe auf die Galapagos Insel zog) wie sich die Flora und Fauna im letzten Jahrhundert durch die Zuwanderung vom Festland verändert hat. Mitgebrachte Tiere und Pflanzen breiteten sich zum Teil so stark und dominant aus, dass einheimische Spezies gefährdet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Guave - der importierte Fruchtbaum hat in den letzten 20 Jahren die Wälder eingenommen. Vögel und Schildkröten verbreiten die Samen der Guave über mehrere Kilometer. Durch die dichte Bewachsung bekommen einheimische Pflanzen und Bäume nicht genug Licht und können somit nicht bestehen. Die Guave ist nun so stark auf Isabella verbreitet, dass es unmöglich ist den Bestand dieser Pflanze zu regulieren (mit vertretbaren Kosten und Aufwand) - daher werden nur kleine, gezielte Flächen von den Bäumen "befreit" damit sich die heimischen Wälder regenerieren können.
Nach einer halben Stunde auf dem recht steilen und sehr staubigen Weg erreichten wir den ersten Aussichtspunkt - zum ersten Mal blickten wir über die Caldera* des Vulkans 😱. Die Caldera mit 10 km Durchmesser und 42 km Umfang - eine schwarze, karge Fläche aus Vulkangestein - war wirklich beeindruckend. Da es keinen Rundweg um den Vulkan gab, konnten wir nur ein relativ kurzes Stück entlang der Caldera laufen, um dann zum Vulkan Chico abzuzweigen, der eigentlich nur ein Teil der Flanke des großen Vulkans ist. Die dortige Landschaft ist wirklich bizarr und sehr trocken. Man kann deutlich die Lavaströme nachvollziehen. So sieht es vermutlich auf dem Mond oder Mars aus. Trotz der lebensfeindlichen Landschaft schaffen es einige Kakteen auch hier zu überleben. Das Wetter war an dem Tag hervorragend und so konnten wir dank der guten Sicht viele benachbarte Vulkane und Inseln sehen.
Nach der 16 km langen Tour ging es wieder zurück nach Puerto Villamil, wo wir noch einmal den langen Traumstrand genossen und uns einmal mehr wie im Paradies fühlten.
*Hier lernten wir auch den Unterschied zwischen einer Caldera und einem Krater: die Caldera entsteht wenn die Lava des Vulkans bei seiner Aktivität nicht raus fließt, sondern sich nach einem Ausbruch wieder zurück zieht. Hierbei entsteht ein Hohlraum zwischen den erkalteten Lavaschichten, die sich dann ruckartig (innerhalb weniger Minuten) absetzen. So entsteht eine klare Kante zwischen den Vulkanwänden und der Lavafläche. Von einem Krater spricht man, wenn die Lava rausgeflossen ist und ausgespiehen wurde.Read more
Kajaken in den Tintoreras
October 16, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 20 °C
An unserem letzten Tag auf Isabela stiegen wir wieder auf eines unserer Lieblingsfortbewegungsmittel - das Kajak.
Mit einer kleinen geführten Tour (ohne Guide ist es - wie so vieles auf Galapagos - nicht erlaubt) paddelten wir vom kleinen Hafen
zu den Tintoreras. Die Tintoreras sind kleine Inselchen bzw. eher Lavafelsen, die vor dem Hafen Isabelas liegen. Dort hat man die Chance Pinguine zu sehen, die in Galapagos die kleinsten der Welt sind. Beim Lospaddeln hatten wir auch gleich Begleitung von Seelöwen, deren Anwesenheit auf Isabela aber schon zur Normalität gehört. Vorbei an Lavafelsen und Mangrovenbäumen konnten wir aus der Wasserperspektive Iguanas und Krabben beim Fressen zuschauen, die die Ebbe nutzten um sich an den mit Algen bewachsenen, freigelegten Felsen zu bedienen. Zu unserer Verwunderung sahen wir auch Kannibalismus unter den Krabben (Cangrejos)! Wie wir dann von unserem Guide lernten sind die Krabben hier Allesfresser (von Aas bis sich selbst) und sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems um die Verbreitung von Bakterien und Krankheiten zu verhindern - sozusagen die Reinigungscrew der Küste. Das eigentliche Ziel der Tour war es Pinguine zu sehen und dies konnten wir auch. Ein noch junger Pinguin wechselte gerade sein Federkleid und weitere Pinguine trockneten und wärmten sich in der Sonne nach einem Bad im kalten Wasser. Die Population der Galapagos-Pinguine ist allerdings nicht so hoch (nur 4.000) und hängt stark von den Meeresströmungen (Humboldtstrom und El Nino), die die Wassertemperatur und damit den Fischbestand (Futter für die Pinguine) maßgeblich beeinflussen. Beim nachfolgenden Schnorcheln waren wir diesmal ohne viel Glück und so konnten wir bei recht schlechter Sicht nur ein paar große tropische Fische sowie Seesterne erspähen.Read more
Abschluss am Tortuga bzw. Iguana Bay
October 17, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C
Unsere wunderschöne Zeit auf den Galapagos Inseln neigt sich leider zu Ende. Am frühen Morgen sind wir mit einer kleinen Fähre, die einem Speedboot nahe kam, zurück auf die Insel Santa Cruz gedüst. Hier ging unser Flug aufs Festland zurück. Die Überfahrt war sehr schaukelig und wir wir wurden ordentlich durchgeschüttelt wenn das Boot aus dem Anflug hart auf die Wellen prallte. Die 2 stündige Fahrt war nicht für empfindliche Mägen 😨 und wir waren mehr als froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Ein Hauch von China hatten wir an Board - eine Chinesin sang 1h in ihr Handy als Abwechslung von ihrer Seekrankheit. 😬
Nach einer kurzen Erholung von der wilden Fahrt wollten wir den letzten Tag auf Galapagos voll auskosten und nochmal das Meer und die Tiere genießen. Wo lässt sich dies besser tun als in der Tortuga Bay!? Eine Bucht im Süden der Insel und ca. 40 Gehminuten von Puerto Ayora entfernt. Der Weg führte uns durch eine kaktusreiche Landschaft. Bei jedem Schritt musste man aufpassen, dass man nicht ausversehen auf eine kleine Echse tritt, denn diese sind auf den steinernen Wegen ziemlich gut getarnt. 🦎 Der Weg zum Strand kam uns ewig lang vor, man hörte das Meer schon aus der Ferne, doch dann kam noch ein Hügelchen und noch eine Kurve und noch ein... Und dann steht man doch plötzlich vor dem Strand mit feinstem weißen Sand, das türkise Wasser bricht in beeindruckenden Wellen, so dass man nichts mehr anderes als das Meer hört. Die Dünen sind Brutbereich von Wasserschildkröten, daher auch der Name Tortuga Bay (wir haben jedoch keine Tortugas gesehen). Der Strand ist auf Grund des Naturschutzes nicht fürs Schwimmen freigegeben - dieser gehört den Schildkröten und Iguanas. Ca. 1,5 km weiter gibt es aber noch eine Bucht mit einem kleinen Strand "Playa Mansa", an dem man baden und Schnorcheln kann. Auf unserem Strandspaziergang zum Playa Mansa durften wir einige Wasserleguane beim Baden und Sonnen beobachten. Um sich aufzuwärmen liegen die Leguane in Gruppen beieinander bzw. auch mal aufeinander. Diese Tiere sind faszinierend und gruselig zugleich 😵. Am Badestrand angekommen hatten wir zwar kein Glück mit der Sicht beim Schnorcheln (dafür was das Meer zu aufgewühlt), dafür könnten wir aber ein herrliches, letztes Sonnenbad auf den Galapagos genießen.
Den Abend ließen wir gemütlich in der Streetfood-Meile mit einer leckeren gegrillten Languste 🦞 und einem Cocktail ausklingen.
Die Galapagos Inseln verdienen es allemal als Paradies betitelt zu werden.
Morgen geht es zurück nach Quito, wo sich die politische Lage normalisiert hat und wir zum Glück unsere Reise in Ecuador fortsetzen können.Read more
Quito Nr.2 - die Lebensfreude ist zurück
October 18, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 11 °C
Nach Galapagos starteten wir einen 2ten Versuch in Quito, nun glücklicherweise in entspannter Lage nach den doch heftigen Krawallen. Bei den längsten Demonstrationen, die es je in Ecuador gab, kamen leider sogar Menschen ums Leben, Gebäude brannten und im ganzen Land lag der Verkehr lahm, was Auswirkungen auf Wasser, Lebensmittel- und Stromversorgung und das komplette öffentliche Leben hatte.
Nun konnten wir mit dem öffentlichen Bus vom Flughafen in das Zentrum fahren, was vor ein paar Tagen unmöglich war. Im Hostel, das in mitten des Ausgehviertels lag, planten wir erstmal die nächste Tage. Zudem versuchten wir herausfinden, wo wir unser Kameraproblem lösen können. Dank Google fanden wir einen kleinen Kamerareparaturservice - unsere einzige Chance. Die Anfrage lief per WhatsApp und wir guter Hoffnung auf Hilfe.
Den Folgetag starteten wir mit einer Hop-on-Hop-Off Tour um noch etwas von Quito zu sehen. Den ersten Halt der Tour nutzen wir dann um die Kamera zur Reparatur abzugeben.
Danach ging es nun wirklich in den im Kolonialstil erbauten "Centro Histórico" - dort herrschte eine sehr schöne Aufbruchstimmung. Überall waren fröhliche Gesichter, Musik und Gebäude wurden gestrichen um die sichtbaren Spuren der Ausschreitungen zu beseitigen. Shops und Restaurants waren offen und gut besucht. Ein anderes Quito mit viel positiver Energie!
Normalerweise sind wir keine großen Kirchenfans, aber die Kirche Compaña de Jesús im Zentrum ist eine ganz besondere. Das Innere der 400 Jahre alten Kirche besteht komplett aus Blattgold, wirklich ein faszinierendes und sehenswertes Bauwerk. Den besonderen Flair der Stadt macht auch die viele Kunst an den Wänden aus - selten haben wir irgendwo soviel Streetart gesehen. Das neue Quito ist toll und wir verliebten uns in Südamerika.
Am Abend nutzten wir unsere Lage (in dem Ausgehviertel) und tauchten in das klassische Backpacker Leben ein. In einer Brauerei eines deutschen Besitzers gönnten wir uns leckeres homebrewed Bier. Zurück im unserem Hostel trafen wir auf den lustigen Uruguayer Raphael, der unseren Hostelchef gerade mit Anislikör abfüllte. Bei einer Runde Billard und Retro-Kicker auf einem mind. 50 Jahre alten Kickertisch zusammen mit einer Holländerin wurden wir (vor allem Dom) ebenfalls Opfer des Anislikörs. Hostel-Backpacker live eben. 😬Read more
Quito en Paz & Mitad del Mundo - 0°0'0"
October 20, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 17 °C
Morgens machten wir uns erstmal auf den Weg zum Kameraladen. Auf dem Weg dahin sahen wir eine Parade mit tausenden Leuten, ausgestattet mit Besen und Eimern. Diese wurde von der Feuerwehrkapelle und Polizei angeführt. Das Ziel war es die Innenstadt in einer gemeinschaftlichen Aktion, nach den Ausschreitungen letzter Wochen, wieder auf Vordermann zu bringen und die Spuren der Randalen zu beseitigen. Ein schönes Zeichen des Zusammenhalts (in jeder Situation).
Angekommen am Kameraladen wurden wir vom Besitzer Luiz und dessen Sohn Antonio empfangen, die extra Sonntag morgens wegen uns zum Laden kamen (beide wohnen außerhalb der Stadt). Und das Beste, sie hatten eine Lösung für uns. Zwar konnten sie das Objektiv nicht reparieren, da das Ersatzteil in Ecuador nicht so einfach erhältlich ist, aber wir konnten für einen fairen Preis ein gebrauchtes und sogar besseres Objektiv kaufen. Wir waren mehr als happy wieder eine funktionierende Kamera zu haben. 😊 Nachdem wir den beiden von unserem Plan erzählten zum "Mitad del Mundo" fahren zu wollen, boten sie uns an uns mitzunehmen, da Luiz ganz in der Nähe wohnte. Was ein Zufall schon wieder, denn zum Mitad del Mundo (Mittelpunkt der Welt auf dem Äquator) hätten wir eigentlich 1,5 h mit dem Bus gebraucht. So war es eine halbe Stunde. 😀 Bevor wir losfuhren, wollten die beiden aber noch zum zentralen Markt um etwas zu essen. Laut den beiden gibt es hier das beste lokale Essen in Quito. Natürlich begleiteten wir die beiden gerne und freuten uns auf die Erfahrung. 😬 Dort angekommen wurden wir auch noch zum leckeren Essen eingeladen, gegen unseren Willen, denn uns wurde nicht erlaubt zu bezahlen. Da Antonio englisch spricht, konnten wir auch gut kommunizieren. Bei der Fahrt in den Norden zu unserem Ziel lernten wir auch noch einiges über das lokale Leben in Quito. Geld für die Fahrt nahmen sie natürlich auch nicht an, schließlich waren wir jetzt laut Luiz "Amigos". Wir luden die beiden nach Hamburg ein, da Luiz eh ein Europa Trip plant. Mal sehen ob das irgendwann klappt. So tolle Erlebnisse wie diese machen für uns das Reisen aus - die beiden werden uns definitiv in Erinnerung bleiben.
Der Mitad del Mundo ist ein von französischen Wissenschaftlern, die dort erstmals den Äquator bestimmten, errichtetes Denkmal und ist umgeben von diversen Museen, Ausstellungen und touristischer Bespaßung. Wir konnten auch einigen traditionellen Volkstänzen zusehen, unter denen der Tanz mit gestrickten Teufelsmasken der charakteristischste war. Bei einem Tanz wurden ein paar Zuschauer involviert und auch Natalie konnte sich nicht wehren. 😜💃
Zurück nach Quito ging es mit dem Bus und wir liefen auf dem Weg ins Hostel durch einen Park voller Leben und begeisterter Leute - die den Tag beim Spielen und Zuschauen von Ecuavoley (der einzigartigen, volleyballähnlichen Nationalsportart) oder beim Salsa tanzen bei Livemusik genossen. Das ist das wirkliche Quito.Read more
Mit dem Wanderbus zum Cotopaxi NP
October 21, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 7 °C
Heute verließen wir in aller Frühe Quito mit dem Wanderbus. Wanderbus ist ein Hop-On-Hop-Of Bus, der auf fixen Routen quer durchs Land fährt und an verschiedenen Stationen hält. An Board ist ein Guide und erklärt etwas zu Land und Leuten und zusätzlich es wird versucht lokale Leute zu fördern. Das Beste aber an dem Konzept ist, dass man jederzeit an den Stops bleiben und wann man will wieder einsteigen kann. Man ist also recht flexibel bei der Reisegestaltung. Nach den Ereignissen in Ecuador klang dies für uns eine ideale Lösung zu sein um das Land zu entdecken.
Der erste Stop war auf einem Bauernhof wo wir unsere Melkfähigkeiten und Beweis stellen konnten und mit Frühstück und dem leckersten selbstgemachten Karamel (dulce de leche) versorgt wurden. Beim nächsten Stop arbeitete der Bus sich auf fast 4000 m hoch zum Fuß des Cotopaxi-Vulkans. Dort machten wir eine kleine Tour um die "Laguna de Limpiopungo" und bekamen die örtliche Flora und Fauna erklärt, die von den Indigenen als Apotheke genutzt wird. Eigentlich ist die Lagune umgeben von mehreren Vulkanen, unter anderem mit dem 5867 m hohen Cotopaxi. Leider war es so bewölkt, dass wir nur ganz kurz einen winzigen Teil des Gletschers zu sehen bekamen, den Rest des schneebedeckten Vulkans mussten wir uns vorstellen. So hoch in den Bergen ist das Wetter nun mal nicht immer so wie Touristen das wollen.
Weiter ging es in ein Bergdorf namens Quilotoa sowie zum gleichnamigen, beeindruckenden Kratersee auf ca. 3800 m. Dieser zeigt sich je nach Sonnenlicht und Wetter in unterschiedlichen Farben, die von dunkelgrün bis türkis reichen. Bei der Ankunft war die Sicht noch einigermaßen OK, doch nach und nach fielen immer mehr Wolken über den Kraterrand und trübten die Sicht. In Quilotoa verließen wir unsere Reisegruppe und blieben in einem kleinen Hostel im Dorf, um am nächsten Tag den Krater umrunden zu können. Im Hostel verquatschten wir uns beim Abendessen mit den einzigen anderen Gästen (Ad und Cristin - ein koreanisches Pärchen aus den Staaten) und diskutierten u.a. über die 3 Probleme der USA: "Guns, Health und Environment".Read more
Rund um den Quilotoa Krater
October 22, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 9 °C
Da wir von den Wanderbus Guides und unserer Gastgeberin gehört hatten, dass in dieser Gegend das Wetter morgens meistens besser ist und gegen Nachmittag Wolken und Regen aufziehen, beschlossen wir die Wanderung um den Kratersee so früh wie möglich zu starten. So begannen wir unsere Wanderung direkt nach dem Frühstück. Und das Wetter war wirklich hervorragend! Bis wir uns mit Proviant eingedeckt und Bilder vom ersten Aussichtspunkt auf den Krater gemacht haben war es schon 8 Uhr bis wir loswanderten. Das Lichtspiel und die Reflexionen der Wolken im Wasser waren absolut faszinierend, fast magisch. Für die Wanderung sollte man 4-5 Stunden brauchen... aber wir hatten keinen Zeitdruck! Auf den ersten Metern des Weges gesellte sich ein kleiner zutraulicher Hund zu uns, der uns über mehrere Kilometer begleitete. Wir nannten den kleinen Freund Amigo - auf den Namen hörte er direkt. Er wich uns die ganze Zeit nicht vom Weg bis er uns plötzlich nach zwei Stunden verließ. Vermutlich hatte er dann doch Angst nicht mehr zurück zu kommen. Wir werden Amigo im Herzen behalten - wir hätten ihn gerne mit nach Hause genommen 🐶. Die ersten 2 Stunden hatten wir das schönste Wetter und eine Postkarten-Sicht auf den See - im Gegensatz zum Vortag. Nach jedem gelaufenen Meter sah der See immerzu anders aus, die Wolken und Sonne gestalteten auf der Wasseroberfläche ein sich wechselndes Gemälde. Traumhaft. Nach zwei Stunden (bereits ohne Amigo 😪) zogen Wolken über die Seiten des Krater auf den See. Es war spektakulär die ständig wechselnde Bewegung der Wolken um uns zu beobachten, schließlich waren wir auf gleicher Höhe. Die Aussicht und das Naturspektakel entschädigten das ständige auf und ab entlang der Kraterkante. Nach der Hälfte der Strecke zog es aber völlig zu - wir wanderten nur noch durch Wolken und schließlich fing es nach dem höchsten Anstieg auf 3930 Höhenmeter (Monte Juyende) an zu regnen. Gegen Ende der 15 km langen Wanderung kamen noch weitere knackige Steigungen und jede von ihnen war eine zu viel - bei der Höhe ist das wirklich eine andere Hausnummer. Da half auch der Coca-Tee in unserer Pause nicht viel. Der Regen machte es uns zusätzlich nicht leicht. Nachdem wir nach über 6 h völlig erschöpft im Dorf wieder ankamen, mussten wir uns bei einer traditionellen und super leckeren Kartoffelsuppe (loco del papas) aufwärmen. Den Nachmittag verbrachten wir entspannt.Read more
Baños: Crazy Rafting auf dem Río Pastaza
October 24, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C
Gestern ging es von Quilotoa wieder mit dem Wanderbus zum nächsten Stop: Baños. Die Stadt liegt am Fuße des aktiven Vulkans Tungurahuga (5016 m) und ist umgeben von zahlreichen Wasserfällen, Canyons, heißen Quellen und Bergen. Deshalb ist Baños als Tourismusort und Outdoor- und Extremsportarten-Mekka in ganz Südamerika bekannt. Hier kann man nahezu alles in unmittelbarer Nähe machen - Rafting, Ziplining, Canyoning, Klettern, Paragliding uvm.
Im Wanderbus hatten wir 2 Tage zuvor Darwin kennengelernt, der eine Touragentur in Baños hat und uns in Baños empfing und zu sich ins Büro einlud, um mögliche Touren zu planen. Aus dem Planungstreffen wurde ein feuchtfröhlicher und langer Abend (dank Unterstützung eines selbstgebrannten Zuckerrohr-Schnaps) und einer super lustigen Runde bestehend aus dem Team von Darwin (Irak-Veteran und Halb-Ami-Halb Ecuadorianer), Carlos (einem Venezulaner, der lange in Holland gelebt hat) und Juan (auch aus Venezuela und russisch sprechend 🤨) sowie Daniela (Wanderbus-Guide) und einem Pärchen aus Belgien (Jana & Charles) .
Heute morgen starteten wir folglich (mit den Belgiern und anderen) eine Raftingtour - für uns das erste Mal. Da es am Vortag und in der Nacht stark geregnet hatte, war der Flusspegel ordentlich hoch mit entsprechend hoher Fließgeschwindigkeit - oder wie es unser Guide Patrizio ausdrückte "so much water, so much fun" - laut ihm war das Wildwasserlevel 3. Nach ein paar Trockenübungen und Kommandoschulung an Land ging es in Wasser. Mit 8 Leuten und dem Guide in einem Boot, begleitet von einem Sicherheitskajak, stürzten wir uns in die Fluten des Río Pastaza, der umgeben von tropischem Regenwald irgendwann über Peru in den brasilianischen Amazonas übergeht. Was sollen wir sagen, es war der Hammer und ein Wahnsinnserlebnis! Die teils beängstigenden Stromschnellen, Wellen und Wassermassen schaukelten uns gut durch und es war nicht immer einfach sich im Boot zu halten. Der besondere Sitzplatz war vorne an der Bootsspitze, hier musste man nicht paddeln, aber man hatte schon genug damit zu kämpfen sich irgendwie festzuhalten und nicht über Board zu gehen bzw. in der Chicken-Position zu landen - jeder durfte es ausprobieren. Natalie schaffte es einmal nicht, nachdem wir mit dem Boot gegen einen Fels geknallt sind, ging sie über Board - dank schneller Hilfe des Bootteams zogen wir sie aber gleich wieder rein. Adrenalin pur. Mit mehr und mehr Erfahrung der Crew navigierte uns der Guide bewusst in die heftigsten Bereiche und der ein oder andere ging noch über Board. 😬 Nach über 1 Stunde war die wilde Flussfahrt leider vorbei. Vor allem Natalie, die langsam zum furchtlosen Adrenalinjunkie wird, wäre gern weiter gepaddelt. 😜
Am späten Nachmittag fuhren wir noch zur Casa del Árbol, einem unterhalb des Tungurahuga-Vulkan gelegenen Garten, der durch besonders große Schaukeln über ein Tal als Touristenattraktion bekannt ist. Das Schaukeln war ganz cool, jedoch wurde uns auch hier der Blick auf den Vulkan durch dichte Wolken verwehrt. Normalerweise kann man von dort aus die recht häufigen Aktivitäten (aufsteigender Rauch, Magma) des Vulkans beobachten.Read more
Route de las Cascadas & Ziplining
October 25, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 15 °C
Neben den ganzen Extremaktivitäten wollten wir auch die für Baños obligatorische Mountainbiketour entlang der "Route de las cascadas" machen, zusammen mit der von Darwin vorgeschlagenen "King of the Woods-Tour" mit Start auf ca. 3000 m. Jedoch regnete es den ganzen Morgen und somit warteten wir erstmal ab, in der Hoffnung, dass das Wetter mittags besser werden würde. So gingen wir erstmal auf den zentralen Markt und erkundeten die kleine Stadt. Das Wetter wurde tatsächlich besser und wir konnten gegen 13.00 Uhr starten - auf Grund des Verspäteten Starts ohne die "King of the Woods" Strecke. Mit den Belgiern, Jule (aus der Nähe von Köln) und Darwin (unserem Guide) fuhren wir entlang unzähliger Wasserfälle - um Baños gibt es über 70 Wasserfälle! Wir hielten an verschiedenen Orten und Darwin erzählte uns einiges über die Gegend mit seinem unglaublichen Wissen. Ein Highlight der Tour waren Stops zum Ziplining - das wir auch wieder zum ersten Mal ausprobierten. Beim Ziplining rutscht man an einem Drahtseil gesichert z. B. über eine Schlucht oder ähnliches. Unsere Seilstrecken waren 500 m und 700 m lang. Die erste Strecke konnten wir zusammen über einen Canyon und Wasserfall fliegen, der Weg zurück ging nur alleine. Auch ein Hammer Erlebnis - man hat wirklich das Gefühl zu fliegen. Nach dem Andrenalinschub ging es erstmal in eine lokale Bonbonmanufaktur, die aus Guave in der Region bekannte leckere Süßigkeiten herstellt und einem nachfolgenden Lunch. Den Abschluss der Tour und der sehr beeindruckende Part bildete der Wasserfall "Pailon del diablo" - an dem man herunterwandern konnte um aus nächster Nähe die Naturgewalt zu erfahren. Ein faszinierender Ort in einer tollen Landschaft.
Zurück ging es schließlich Ecuador-klassisch zusammen mit den Bikes auf der Ladefläche eines LKWs zurück nach Baños, wo unser Bus um 19:30 Uhr Richtung Amazonas startete. 🐍🐦🐊🕷️Read more
Cuyabeno - in Mitten des Amazonas
October 26, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C
Wir wollten tiefsten Dschungel - wir haben tiefsten Dschungel bekommen! Und dazu mussten wir eine ziemlich lange Reise in Kauf nehmen, aber was tut man nicht alles um in den Amazonas zu kommen 🤪. Nach unserer gestrigen Fahrradtour ging es für uns, die Belgier und noch ein spanisches Pärchen (Ana und Álvaro) abends mit dem Bus 2 h in das Städtchen Ambato, von hier sollte es 8 h mit dem Nachtbus nach Lago Agrio (auch Nuevo Loja genannt) gehen, das nur 21 km vor der kolumbianischen Grenze liegt. Trotz einer 1,5 h andauernden Panne inkl. Buswechsel kamen wir um 6 Uhr morgens, planmäßig an. Nach einem kurzem Schläfchen in der Hängematte und Frühstück im Bamboo Lodge Office wurden wir kurz nach 9 Uhr von unserem lokalen Guide William und einem Minibus abgeholt. Es ging weitere 2 h an kleinen Dörfern vorbei, bereits durch den Dschungel und über sehr kurvige Straßen zur "Brücke" am Anfang des Amazonas. Hier wartete ein kleines Kanu ähnliches Boot auf unsere Reisegruppe (Wir, Belgier und Spanier), das uns wieder 2 h zur Bamboo Lodge (unserer Unterkunft inmitten des Cuyabeno Wild Life Reserve) bringen sollte. Wir sind bei herrlich sonnigem Wetter gestartet, doch schon nach wenigen Minuten durften wir erfahren warum der Amazonas auch Regenwald heißt - es fing an heftigst zu regnen und zwar für die nächsten 2h! Unser Plan die Natur und vielleicht auch Tiere zu spotten, fiel wortwörtlich ins Wasser - wenigstens sahen wir zu Beginn gleich Aras. Trotz der Ponchos kamen wir durchnässt an der Lodge an, wo wir erstmal mit einem leckeren Mittagessen begrüßt wurden. Nach einer nötigen Siesta in den Hängematten machten wir uns auf eine Erkundungstour und Tiersuche zur nahe gelegenen Lagune auf, von wo wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten durften. Wer wollte, konnte noch ein Bad in dem See nehmen - in dem wohlgemerkt Kaimane, Boas und Anakondas leben! Dom war so mutig und ließ sich von den Tieren nicht einschüchtern! 😎
Nach dem Abendessen stand nochmal eine nächtliche Bootstour an. Wir begaben uns auf die Suche nach leuchtenden Augen in der Dunkelheit 👀. Und tatsächlich wurden wir recht schnell fündig - die erste Entdeckung war eine Amazonas Tree Boa, die auf einem Ast eines von Wasser umgebenen Baums ruhte. Nach längerem Absuchen der Bäume entdeckte William eine Rote Augenreflektion im Wasser - ein Kaiman 🐊. Wir näherten uns dem Tier und konnten noch gerade seinen Kopf erhaschen, bevor er wieder untertauchte. GRUSELIG! Zurück in der Lodge wurden wir von einem anderen Guide mit dem Satz "hey, wollt ihr eine Tarantel sehen?!" empfangen. Überraschenderweise saß die sehr haarige Tarantel (etwa handflächengroß) direkt unweit des Fensters zum Zimmer des spanischen Pärchen an der Lodge. Auch wenn die Fenster teilweise offen sind, hat sich die Spinne aber gegen einen Hausbesuch entschieden, dafür hatten wir einen Frosch vor der Tür sowie in der Dusche sitzen...der hat wohl nichts von Privatsphäre am stillen Örtchen gehört 🤔🤪.Read more
Wanderung durch den Dschungel
October 27, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C
Unsere erste Nacht im Dschungel verlief ganz ruhig - ohne Spinnen in unserem Gemach, nur der Frosch wollte das Bad nicht freigeben 😅. Gleich nach dem Frühstück starteten wir mit einer 3 h Wanderung mitten durch den Dschungel. Unser Guide William erklärte uns ausgiebig die vielfältige Flora und Fauna und wie die Indigenen diese u.a. als Apotheke oder Jagdmittel nutzen. So wird z.B. die Rinde eines Baumes gekocht um daraus Mittel gegen Malaria zu gewinnen. Aus dem Saft der Lianen wird Gift hergestellt, um damit Vögel und Affen zu jagen. Neben diversen Insekten und Spinnen hatten wir auch das Glück Affen zu sehen - darunter Kapuzineraffen, Totenkopfaffen, der graubärtige Schwarzrückentamarin sowie der wuschig-haarige Mönchsaffe. Leider waren diese, in den dichten Baumkronen, allesamt nur schwer zu fotografieren - aber wir waren froh die unterschiedlichen Affen überhaupt in freier Wildbahn gesehen zu haben.
Zurück zur Lodge ging es mit einem Kanu. William - der wirklich krasse Augen haben muss - erhaschte ein Faultier im Baum, das sich sehr gemächlich von Ast zu Ast bewegte - seltsame aber auch beneidenswerte Tiere, die 20 h Schlaf am Tag benötigen😴. Wir hatten die Wahl auf direktem Wege zur Lodge zu paddeln oder noch einen kleinen Umweg über die Lagune zu machen, um noch ein weiteres Tier zu sehen. Zum Glück waren noch alle motiviert, denn auf der anderen Seite der Lagune bekamen wir das Highlight zu Gesicht. Eine ausgewachsene ANACONDA! Die ca. 6 m lange Riesenschlange wurde auf einem Baum erst vor 3 Wochen von einem Guide entdeckt. Die Schlange kommt aktuell nur zur Mittagszeit, wenn die Sonne scheint, aus ihrem Versteck um sich auf ihren Häutungsprozess vorzubereiten. Dank dem Kanu konnten wir das Tier aus nächster Nähe bewundern. Mit den Eindrücken ging es zurück zur Lodge, zur Siesta. Abends gab es eine erneute Wanderung durch den Dschungel, der bei Dunkelheit nochmal ganz anders wirkt. Der Klang des Regenwaldes ist faszinierend. Mit Taschenlampen suchten und fanden wir zahlreiche Insekten wie Skorpione, Riesenspinnen, Frösche und perfekt getarnte astähnliche Schrecken...Read more
Birdwatching & Abreise aus dem Amazonas
October 28, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C
Da die Abreise schon am Vormittag anstand, brach unsere Gruppe und William bereits um 6 Uhr zur letzten Tour unseres Amazonasbesuchs im Cuyabeno National Park auf. Mit dem Boot ging es nochmals zum See, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang genossen. Danach hielten wir Ausschau nach Tieren und konnten einige Vögel, u.a. Aras und Kormorane sowie eine Gruppe kleiner Äffchen (Kapuzineraffen), die wild in den Baumkronen tobten, erspähen. Des weiteren entdeckte William ein Kolibrinest, mit zwei kleinen Vögelchen drin - vermutlich das kleinste aller Vogelnester. Kurzzeitig hofften wir noch einen pinken Flussdelphin zu sehen, doch dieser kreiste ums Boot (um uns zu verwirren) und tauchte dann ein paar Mal kurz auf, holte Luft und als wir uns zu ihm drehten, tauchte er wieder unter. Mehr als seine Schnauze war nicht zu sehen. Wie William sagte "Er spielt mit uns". Nach fast 1,5 h ging es zurück zur Lodge, es war Frühstückszeit. Gegen 10 Uhr nahmen wir das Boot zurück zur Brücke. Dieses Mal war das Wetter herrlich sonnig und wir konnten noch 2 h den Dschungel während der Fahrt genießen. Da sich der Shuttlebus verspätete, gab es an der "Brücke" erstmal Mittagessen. Nach weiteren 2 h über die kurvigen Straßen des Amazonas kamen wir erst gegen 14 Uhr in Lago Agrio an, wo wir einen weiteren Bus nach Coca (wieder 2 h 😬) nehmen mussten. In Coca hatten wir genug Zeit für ein Abendessen, bevor es zur 8 stündigen und letzten Busfahrt aufging. Um 1 Uhr nachts kamen wir endlich wieder in Baños de Sant Agua an.
Abschließend können wir sagen, dass sich der Amazonas Besuch trotz der langen und unbequemen An- und Abreise gelohnt hat. 2,5 Tage inmitten der wilden Natur und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt des Amazonas. Ein Mal mehr eine Erfahrung, die uns zeigt, dass wir diese einzigartigen Lebenswelten schützen müssen.Read more
Canyoning in Cashaurco
October 30, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 21 °C
Nachdem wir wieder in Baños waren, wollten wir (vor allem Dom) nochmal die Gelegenheit nutzen um Canyoning zu machen - schließlich ist das erste Canyoningerlebnis, das wir in der Provence hatten, schon viele Jahre her. Juan aus der Agentur schloss sich uns an. Es ging zum Canyon Cashaurco - auf Grund des Schwierigkeitslevels hatten wir 2 Guides dabei (Pablo und Fausto). Wir hatten Glück und haben eine Privattour bekommen, da sich keine anderen Leute für den Tag angemeldet hatten. Nach kurzer Einweisung und Trockenübung fürs Abseilen ging es los. Zu Beginn warteten gleich 2 Sprünge auf uns, spätestens beim zweiten 7 m-hohen Sprung schoss uns das Adrenalin in die Adern. Der Canyon windete sich steil durch die Dschungellandschaft, was ein einzigartiges Erlebnis war. Im weiteren Verlauf mussten wir 2 Wasserfälle überwinden, bei denen man sich nur Abseilen konnte. Selbst den 25 m hohen meisterten wir gekonnt 😎. Bei einem weiteren Wasserfall bauten die Guides kurzerhand eine Zipline auf, an der wir runter glitten/rutschten. Insgesamt gingen die 2 h viel zu schnell rum, aber das Erlebnis mit dem gesamten Team und vor allem unserem neuen Amigo, Juan, war genial.
Abends trafen wir uns nochmal bei Alexandertours im Büro um mit Juan (Darwin war leider nicht mehr da) zum Abschied und auf die Freundschaft anzustoßen. @JUAN: Siempre eres bienvenido en Hamburgo, esperamos verte de nuevo!Read more
Impressionen von Baños
October 30, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 12 °C
In Baños hatten wir immer wieder die Möglichkeit durch die kleine Stadt zu schlendern und die positive Stimmung zu erleben. Da den ganzen Monat auf das "Fiesta de los muertes" hingearbeitet wird, gab es immer wieder Musikgruppen, die durch die Straßen zogen. Als Tradition wurde auch Chicha-Saft (fermentiertes Maisgetränk) verteilt und wir kamen in den Genuss das Getränk zu probieren.
Die 18.000 Einwohner-Stadt selbst ist voll auf Tourismus ausgelegt, was dennoch nicht nervig ist. Ausserhalb des Tourismus gibt es kaum Arbeitsplätze. Wie fast überall in Ecuador gibt es sehr viel Streetart, was der Stadt einen besonderen Charme verleiht. Der zentrale Platz ist direkt vor dem bekanntesten Gebäude, der schönen Kirche "Virgen de agua Santa". Auf dem Markt gab es leckere Säfte, sowie günstiges und leckeres, lokales Essen. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und sind deshalb länger geblieben als geplant, auch und vor allem wegen den Leuten, die wir hier getroffen haben. Muchos Gracias Darwin, Juan und Carlos.Read more
Durch die Anden nach Cuenca
October 31, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 9 °C
Nach einer tollen Zeit in Baños ging es ein letztes Mal mit dem Wanderbus in Richtung unseres nächsten Ziels: Cuenca. Kaum hatten wir Baños verlassen, konnten wir (endlich) den mächtigen 5000er Vulkan Tungurahuga sehen. Auf dem weiteren Weg nach Riobamba, wo wir kurz stoppten um weitere Mitfahrer einzusammeln, wurde auch der nächste Vulkan Chimborazo sichtbar. Dieser ist mit 6263 m der höchste Berg Ecuadors. Leider konnten wir aufgrund der schaukeligen Fahrt kein brauchbares Foto machen. Ein Nachteil dieser Art des Reisens, man kann nicht einfach mal anhalten wenn man möchte. Der nächste Stop des Wanderbus war die Kirche Balbanera, die erste katholische Kirche Ecuadors, natürlich von den Spaniern erbaut. Danach ging es zum großen und authentischen indigenen Markt in Guatamote. Hier wären wir gerne länger geblieben, denn das bunte Treiben des Marktes war faszinierend. Leider waren wir an den Wanderbus gebunden und so hatten wir nur 1 h Zeit. Mittags stand Ozogoche auf dem Programm, das für seine 45 Lagunen bekannt ist. Wir besuchten eine der Lagunen im Sangay National Park, in der unerklärlicherweise jedes Jahr Zugvögel, vom Norden kommend, Selbstmord begehen. Die Vögel legen einen wochenlangen Flug zurück und stürzen sich in dieser Lagune ins Wasser 🤔. Die Einheimischen sehen darin ein Segen von "Pacha Mama" (Mutter Erde). Doch Wissenschaftler vermuten, dass die Tiere mit dem Wechsel der Luftdichte nicht klar kommen.
Nach einem kleinen Spaziergang zum See und anschließendem traditionellen Essen (Bohnen, Mais, Weichkäse und Kartoffelsuppe) bei Leuten des Dorfes in Ozogoche ging unsere Reise weiter. Ursprünglich wollten wir beim nächsten Halt - in Alausi - wieder 2 Tage bleiben um mit dem berühmten "El tren" zu fahren, der sich - auf der gefährlichsten Eisenbahnstrecke der Welt - durch die Berge schlängelt. Nach ein paar Empfehlungen von Leuten in Baños und in Betracht des relativ hohen Preises haben wir uns dagegen entschieden. So kamen wir abends um kurz nach 21 Uhr in Cuenca an.Read more
Ruinen der Inca (und Kanari) - Ingapirca
November 2, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 14 °C
Kaum sind wir abends in Cuenca angekommen, schon verließen wir die Stadt am Morgen wieder. Auf Grund der Feiertage war es nämlich unmöglich ein Zimmer für den heutigen Tag zu bekommen - alles war ausgebucht! Aber wir sind ja flexibel und so passten wir unseren Plan an und fuhren nach Ingapirca. Ingapirca ist ein kleines Dörfchen in der Provinz Cañar, 2 Busstunden entlang der Panamericana, nördlich von Cuenca gelegen. Übersetzt heißt Ingapirca "Inca Mauer", denn hier ist die bedeutendste Inca-Fundstätte Ecuadors zu finden. Ursprünglich wurde die Stätte auf 3.128 Hm von dem indigenen Volk der Kanari erbaut, die den Mond verehrten. Als die Incas im 15. Jhd. mächtiger wurden und schließlich auch bis in den Süden Ecuadors durchdrangen, nahmen sie die Stätte der Kanari ein und verbreiteten den eigenen Glauben, in dem die Sonne verehrt wurde. Die Incas zerstörten die Kanari Bauten und legten ein Städtchen im typischen Inca Stil an. Während die Incas einen rechteckigen Baustil hatten, wurde der Sonnentempel oval - vom Kanari Stil beeinflusst - gebaut. Dabei war dieser perfekt zur Sonne ausgerichtet, so dass die Incas die Jahreszeiten deuten und entsprechend die Landwirtschaft planen konnten. Doch nur nach 60 Jahren an der Macht mussten die Incas den Spaniern weichen. Die archäologische Fundstätte wurde in den 1970ern entdeckt und um die 2000 Wende final restauriert.
Nach unserem Besuch des Museums und der Ruinen machten wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem Fels, der wie ein Inca-Gesicht aussieht. Da es anfing zu regnen, flüchteten wir in ein typisches Lokal gleich neben den Ruinen. Zum Mittagessen gab es ein traditionelles Gericht namens Mote Pilllo, bestehend aus einer für uns neuen Maissorte, Eiern, Käse und Gewürzen aus den Anden. Gestärkt liefen wir weiter zu unserer urigen Unterkunft, die sich nur wenige Meter vom Eingang der Stätte befand, wo wir erstmal eine Siesta einlegten 😅. Unsere Vermieterin hatte auch praktischerweise ein nettes Restaurant wo wir Abend ein super leckeres Dinner bekamen.
Am nächsten Tag gab es noch anlässlich des Feiertages "Dia de los Difuntos" das leckere Festtagsgetränk Colada Morada - ein etwas dickflüssiger, heißer Saft aus verschiedenen Früchten und Gewürzen - sowie das in Babyform gebackene Guagua Pan. Ganz nach unserem Geschmack, wir nehmen solche traditionellen Sachen sehr gerne mit 😊.Read more
Auf 4295m im Cajas Nationalpark
November 4, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 15 °C
Raus in die Natur und in die Berge war wieder das Motto und so ging es morgens (natürlich mit dem Bus) von Cuenca zum ca. 1 h entfernten Cajas Nationalpark. Der Nationalpark ist auf ca. 4000 m Höhe und ist für die eiszeitliche Seenlandschaft sowie Flora und Fauna bekannt. Ein paar Kilometer vor dem Eingang ging es jedoch nicht weiter für den Bus - die Straße war aufgrund eines LKW-Unfalls gesperrt. Nach kurzem Warten entschlossen wir uns zu laufen, jedoch waren es noch einige km und so trampten wir den Rest. Ein Pickup hat uns zusammen mit 2 Anglern aufgesammelt - ecuadortypisch auf der Ladefläche. 😬
Am Nationalpark angekommen, mussten wir uns erstmal mit Coca-Tee stärken, um uns auf die ungewohnte Höhe vorzubereiten. Wir entschieden uns für einen Trail über den San Luis Gipfel, dem 4295 m hohen Berg direkt am Eingang des Nationalparks. Unsere Wanderung verlief durch eine wunderbare Landschaft mit außergewöhnlich blumenreicher Pflanzenwelt und war geprägt von unzähligen Seen und Lagunen, die einst von Gletschern geformt wurden. Für den harten Aufstieg zum San Luis Gipfel wurden wir oben mit Sonnenschein und einer toller Aussicht belohnt. Der Abstieg verlief recht entspannt und wir konnten die abwechslungsreiche Landschaft dank des guten Wetters genießen. Erschöpft aber zufrieden, stärkten wir uns im Restaurant am Eingang bevor es wieder mit dem Bus zurück nach Cuenca ging. (in Ecuador stellt man sich übrigens einfach an die Straße und hält den nächsten Bus an - falls einer kommt 😬)Read more
Streetfood in Ecuador
November 6, 2019 in Ecuador ⋅ 🌙 14 °C
Unsere Zeit im schönen Ecuador wollen wir nicht beenden ohne nochmal auf das Essen einzugehen. Auf der Straße und den Märkten konnten wir wieder viele Leckereien entdecken. Eines der klassischen Streetfood-Gerichte sind gebratene Kochbananen mit Hüttenkäse. Bananen gibt es auch oft als frittierte Variante, also Chips mit Popcorn, verschiedenen Arten von Mais oder Bohnen und einer Zwiebel-Tomaten Salsa. Die mit unterschiedlich gefüllten Empanadas dürfen auch nicht fehlen. Auf den Märkten war unser Favorit das Spanferkel (Cerdo Hornado) und das Andengericht Mote Pillo. Generell war das Essen in Ecuador gut und die Auswahl vielfältig. Es werden verschiedene Mixto Teller angeboten, mit Hähnchen, Rindfleisch, Fisch und REIS und meistens gibt es noch eine Hand voll Pommes zu jedem Gericht dazu. 😬
Die exotischen Gerichte, wie das Meerschweinchen haben wir uns für Peru aufgehoben.Read more
Kolonialstadt Cuenca
November 6, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C
Seit ein paar Tagen sind wir nun in Cuenca, der drittgrößten Stadt in Ecuador und eine sehr gut erhaltene Kolonialstadt. Als wir ankamen gab es 2 Feiertage in Folge (Fest der Toten und Unabhängigkeitstag von den Spaniern) sowie ein "Festival artesian de América" was dazu führte, dass die Stadt voll - vor allem einheimischer - Touristen war. Die charmante Stadt hat viele schöne Ecken, einige historische Kirchen, unzählige Kunststände und einige Museen. Unser Lieblingsplatz war definitiv aber der "Markt des 10ten August" . Die tollen Stände mit ihrer riesigen Obstvielfalt und die Essensstände in der 2ten Etage zogen uns nahezu jeden Tag an. 😋 So kam es dann auch mal dazu, dass wir bereits zum Frühstück Spanferkel (Hornado) aßen, da dies eines der traditionellen Marktgerichte hier ist und gleich die ganzen Schweine auf den Theken angepriesen werden. Auch die Riesen-Empanadas und Colada Morada waren ein perfekter Snack.
Eine kulturelle, sehr merkwürdige Besonderheit gab es auch noch. Einige indigene Frauen praktizierten eine Art spirituelles Reinigen. Die mehr als kuriose Zeremonie (die mit Abreiben mit einem Ei fast des ganzen Körpers beginnt, anschließendem Abpeitschen mit Kräuter- und Blumensträußen und letztendlich Einsprühen mit diversen Mittelchen) wird gut genutzt und vor allem Frauen mit ihren kleinen Kindern sind Kunden... Wirklich mal eine komplett neue kulturelle Erfahrung, die wir aber nicht selbst ausprobieren wollten, da man schließlich noch mit einem Mittelchen bespuckt wird... 😬🤔🤨
Cuenca ist unsere letzte Station in Ecuador von wo aus wir dann nach Peru weiterziehen.Read more
Sonne, Strand & Surfen in Mancora
November 7, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 25 °C
HOLA PERU! Von Cuenca aus haben wir einen Nachtbus nach Peru genommen. Der Grenzübergang mitten in der Nacht verlief einfach und stressfrei - die Beamten beider Länder sitzen in einer Halle - nebeneinander. Beim ecuadorianischen Beamten gibt es den Ausreisestempel, ein Meter weiter, am Nachbartisch bekommt man den peruanischen Einreisestempel. So macht der Grenzübergang Spaß! Uns graust es noch immer wenn wir an die kirgisisch-chinesische Grenze zurückdenken 😵.
Um 4 Uhr morgens erreichten wir dann unseren ersten Stop in Peru - das schöne kleine Städtchen Mancora, direkt am Meer gelegen. Hier verbrachten wir vier entspannte Tage und tankten, nach den letzten Wochen in den Anden viel Sonne und faulenzten ein wenig.
Des Weiteren haben wir eine neue Sportart ausprobiert - das Surfen. Beim einem kleinen Surfkurs mussten wir jedoch feststellen, dass Wellenreiten 🌊 gar nicht so einfach ist. Vor allem das Paddeln um rauszukommen ist super anstrengend und man wird ständig von den Wellen zurückgetrieben, man schluckt mehr Salzwasser als einem lieb ist und man muss sehr viel Geduld haben, um die richtige Welle abzuwarten. Hat man es raus aufs Meer geschafft und die Welle ist da, fällt man nach 2 Sekunden doch vom Board und darf wieder paddeln und warten 🤯. Nun, zu unserem Lieblingssport wird das Surfen wohl nicht mehr auch wenn Dom laut des Lehrers eine "good balance" hat - die wenige Snowboarderfahrung hilft dabei auf jeden Fall. Den Plan - die nächsten Tage immer wieder ein Board zu leihen um das Gelernte zu vertiefen - konnten wir dank des Muskelkaters in den Schultern vergessen. Auch wenn die Tage in dem sehr entspannten Ort voller relaxter Menschen sehr erholsam waren, bleibt uns Mancora mit gemischten Gefühlen in Erinnerung, da Dom das Essen vom vorletzten Tag nicht vertrug und den letzten Tag im Bett verbringen musste 😞. Lässt sich auf Reisen nicht immer vermeiden. 😬
Jetzt freuen wir uns auf die Weiterreise in Peru, erst die Pazifikküste entlang nach Trujillo und dann wieder Richtung Anden.Read more
Trujillo, ChanChan & Huanchao Beach
November 12, 2019 in Peru ⋅ ☁️ 18 °C
Mit dem Nachtbus in luxuriösen Schlafsesseln begaben wir uns von Mancora nach Trujillo, der drittgrößte Stadt Perus. Eigentlich wollen wir nach Chachapoyas, da die direkte Busfahrt aber über 25 Stunden gedauert hätte, beschlossen wir in Trujillo, nach 10 Stunden Fahrt einen Zwischenhalt einzulegen. Dort wollten wir uns die Chan Chan-Ruinen anschauen und eine Nacht im richtigen Bett schlafen, bevor es wieder auf eine 12 stündige Nachtbustour geht.
Nach der Ankunft im Hostel beschlossen wir kurzerhand doch eine geführte Tagestour zu buchen um die historischen Stätten um Trujillo herum zu besuchen. So konnten wir den einen Tag, den wir hier hatten am besten ausnutzen und so saßen wir 2 h später schon wieder in einem Bus. 😬🚌 Mit weiteren 3 Mädels aus der Schweiz und Irland und unserem Guide Napoleon - ein etwa 70 jähriger Peruaner, der sein ganzes Leben schon Guide ist und 4 Sprachen spricht, startete die Tour. Zunächst ging es zu dem Mond und Sonnentempel der Moche Kultur (Las Huacas del Sol y de la Luna), einer Kultur, die in der Zeit 85-800 n. Chr. in dieser Gegend gelebt haben. Der Mondtempel ist zugänglich und hat mehrere Ebenen mit diversen Wandbildern. Dieser wird seit ca. 40 Jahren ausgegraben und es ist noch immer nicht alles erforscht, weil die Fördergelder für die Ausgrabungen fehlen 😱. Die riesige Anlage ist aus Lehmziegeln erbaut und ist nur durch das konstant trockene Klima in Trujillo überhaupt erhalten. Leider haben Grabräuber in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Teile zerstört und geplündert.
Nach dem Mittagessen führte der Ausflug weiter zu den Chan Chan Ruinen. ChanChan war die Hauptstadt des Chimu Reiches und galt zur Erbauungszeit als größte Stadt Südamerikas - sie ist zudem die größte aus Lehm gebaute Stadt der Welt. Die Stadt entstand um 1300 und hatte 28 km². Heute ist nur ein kleiner Teil - Tschudi - restauriert, der Rest der Ruinen wurden inzwischen ziemlich stark von Wind und Wetter abgetragen. Die Stadt konnte von den Inkas militärisch nicht erobert werden, weshalb diese irgendwann den durch die Oase fließenden Fluss umleiteten, die eintretende Wasserknappheit ermöglichte dann die Einnahme - die Inkas waren keinesfalls ein nettes Volk. Die Spanier zerstörten dann den Rest der Stadt und der Chimu Kultur.
Zum Abschluss der Tagestour besuchten wir den Strand von Huanchao, wo wir die traditionellen Schilfkajaks (Caballito de Totora) sehen konnten und zahlreiche Surfer, da dies eine der besten Surfspots in Peru ist - ohne uns dieses Mal. 😬
Wahnsinn wieviel Kulturgut hier in unmittelbarer Nähe zu finden ist - es gibt mehr als Machu Pichu und das Inka-Erbe in Peru.Read more
Chachapoyas & Festung der Nebelkrieger
November 14, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C
Und weiter geht unsere archäologisch-kulturelle Reise - heute nach Kuelap. Um dorthin zu kommen, namen wir eine 12 h Busfahrt von Trujillo nach Chachapoyas in Kauf. Die Fahrt verlief dabei durch teils sehr enge Schluchten und über zig Serpentinen, die sich auf abenteuerlichen Straßen durch die Anden winden. Da muss man schon Vertrauen in den Busfahrer haben. Letztendlich kamen wir morgens heil in Chachapoyas, der Hauptstadt der Amazonas-Region an und brachen gleich auf zur Tour nach Kuelap (nochmal 1,5 h mit einem Van).
Kuelap ist eine Festung des Krieger-Volkes der Chachapoyas oder auch Nebelkrieger genannt, die um 500 n. Chr. erbaut wurde. Die Festung liegt auf 3000 m auf einem Fels, hoch über dem Rio Utcubamba und enthielt auf ihren drei Ebenen über 300 einzelne Häuser. Noch vor 2 Jahren waren die Ruinen kaum bekannt und schwer zugänglich. Seit aber eine Seilbahn gebaut wurde, lässt sich die Stätte einfacher besuchen - dies kam uns auch entgegen 😬. Oben angekommen fing es leider an zu regnen, was die Erkundung der Ruinen ein bisschen trübte - dennoch war die Anlage sehr beeindruckend. Berechtigterweise stellt sich die Frage wie man auf die Idee kommt an dieser Stelle eine Festung zu bauen!? Die Gründe dafür sind immer noch archäologisch umstritten.
Nachdem wir schon wieder auf dem Rückweg waren, ereignete sich noch eine kleine Anekdote. Unser Guide machte uns auf eine Person in der Schlange zur Seilbahn aufmerksam. Kurzerhand kamen wir mit dieser dann auch auf Grund unserer Sprache ins Gespräch. Es war der ehemalige Bürgermeister von Chachapoyas - und zu unserer Verwunderung ein (ehemaliger) Deutscher. Er ist als Archäologe und studierter Altamerikanist nach Peru gekommen und hat 1993 zur peruanischen Staatsbürgerschaft gewechselt. Er ist einer der wichtigsten Archäologen für die Chachapoyas-Kultur (wie Wikipedia uns später verriet) . Leute gibt es. 😁Read more
Wanderung zum Gocta Wasserfall
November 15, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 20 °C
Am letzten Tag in Chachapoyas machten wir einen Ausflug zum in der Nähe gelegenen Gocta Wasserfall, der mit 771 m der viert höchste, bekannte Wasserfall der Welt ist. Er wurde erst 2002 von einem Deutschen entdeckt. Die indigene Bevölkerung wusste zwar seit langem von seiner Existenz, aber aus Ehrfurcht vor einer Sage haben sie den Ort nicht publik gemacht. 🤔 Die Wanderung ging durch einen tollen Bergregenwald auf rund 2500 m und wir hatten hervorragendes Wetter. Angekommen am Fuße des Wasserfalls konnten wir das Naturwunder aus nächster Nähe bewundern. Das Wasser stürzt sich wirklich spektakulär eine krasse Felswand hinunter. Auf Grund der immensen Fallhöhe bildet der Wasserfall unten einen dauerhaften Nebelschleier. Wenn man ein Wasserfall in einer traumhaften Umgebung malen will, dann sieht er wohl SO aus. Der Rückweg der Wanderung war sehr anstrengend, da wir auf dem Hinweg unbemerkt fast nur bergab gegangen sind - so mussten wir uns nun bei der Hitze ganz schön hoch quälen. Zuvor haben wir die Touristen belächelt, die sich mit dem Pferd transportieren ließen....😣 Am Ende hat es sich aber gelohnt und wir haben es überstanden. 😀
Zurück in Chachapoyas und einem kurzen Stop in unsrer Unterkunft (einem netten Homestay) nahmen wir wieder den 12 h-Nachtbus nach Trujillo um dann von dort direkt weiter nach Huaraz in die Cordillera Blanca zu fahren.Read more
Huaraz und Cordillera Blanca
November 17, 2019 in Peru ⋅ ☁️ 7 °C
Eigentlich hätten wir gestern nach der Ankunft morgens in Trujillo 1,5 h später mit dem nächsten Bus weiter nach Huaraz fahren sollen. Doch unser Bus aus Chachapoyas hatte 2 h Verspätung und so verpassten wir unseren Anschluss. Der nächste Bus fuhr erst am Abend und so verweilten wir den ganzen Tag am Busbahnhof, da dieser recht außerhalb der Stadt lag und wir keine Lust hatten mit dem ganzen Gepäck in die Stadt zu fahren. Naja, der Tag ging auch irgendwie rum. Nach der zweiten Nacht in Folge im Nachtbus erreichten wir früh morgens Huaraz. Die Stadt liegt in den Anden, in einem Hochtal zwischen den Cordillera Negra und Cordillera Blanca und ist daher Ausgangsort für viele Wander- und Klettertouristen. Unsere Unterkunft, ein sehr einfaches Hostel, lag noch weiter abgelegen in den Bergen auf 3750 m - zum Glück wurden wir von einem Taxi dort hingebracht. Nach einem kurzem Erholungsschlaf wagten wir uns auf eine Tour, die man direkt vom Hostel aus starten konnte: zur Laguna Churup, einem Bergsee auf 4450 m. Zu Beginn des Aufstiegs bei Sonne merkten wir schnell, dass dies heute trotz der geringen Distanz (8 km hin und zurück) kein leichtes Unterfangen werden würde. Die Höhe und vor allem die 700 Hm machten uns nach der kurzen Akklimatisierungszeit ordentlich zu schaffen und wir dachten mehrfach ans Umkehren. Jeder Schritt in der Höhe war ein Kampf. Als dann noch Regen und kalter Wind dazu kam, wurde es wirklich unerträglich. Doch da waren wir schon fast oben und mussten nur noch eine mit Ketten gesicherte Kletterpartie überwinden - die Blöße sollten wir uns dann nicht geben. Die Lagune liegt spektakulär am Fuß eines tollen Berges und wir hätten den Ort gerne länger genossen, allerdings setzte dann sogar Eisregen ein. Bei dem ungemütlichen Wetter wollten wir so schnell wie möglich wieder runter und freuten uns auf einen heißen Coca-Tee zurück im Hostel.
Das Hostel hatte neben ein paar einfachen Häuschen ein spezielles uriges,kleines Bungalow, das von Volunteers gebaut wurde und so aussieht wie ein Bienenstock. Ohne jeglichen Komfort wie Strom, Licht (wir hatten nur Kerzen) und fließendes Wasser - die Toilette war eine Outdoor-Komposttoilette. Mit den süßen Bullaugen und Blick auf die Berge vom Bett aus, war dies unsere Unterkunft für 2 Tage, die wir nicht vergessen werden.Read more

























































































































































































































































































Ich glaube das ist einer eurer Reisetage auf den ich mit am meisten neidisch bin. :) Gerade die Rochen- und Haitbegegungen. Toll. Da wäre ich gerne mitgetaucht.
Traveler
Hübsch😜 😀👍😘😘😘😘
TravelerSeid ihr wahnsinnig 😲😲🙃☠️