Allens Cay und Highborne Cay
30 April 2025, Bahamas ⋅ 🌬 24 °C
Unsere erste wichtige Station nach Wiedererreichen der Bahamas von Miami aus waren Allen- und Highborne Cay. Die relativ nördlich in den Exumas gelegenen Inseln sollten traumhafte recht einsame Ankerplätze, einen tollen Wracktauchgang aber auch Wiedersehen mit und endgültigen Abschied von unseren liebgewonnen österreichischen Freunden Andrea & Pauli von der Symi für uns bereithalten. Sie sind jetzt nach Norden in die Cheesapeake Bay unterwegs für die Hurrikane Season, und im nächsten Jahr planen sie ihren Katamaran gar ins Mittelmeer zurückzuverlegen. 2 Jahre Karibik waren Pauli ausreichend, er sehnt sich zu sehr nach Griechenland zurück.
Das erste Mal in Allen Cay lagen wir außerhalb der Inselchen. Nach 1 Nacht segelten wir weiter nach Normann Cay, um dort in die Bahamas offiziell einzuklarieren. Wir hatten es nämlich versäumt, in Miami auszuchecken, und wollten einen Beleg in unserem Pass haben, um nicht in eine unerlaubte Verlängerung unseres USA-Aufenthaltes zu geraten. Wir wanderten das ganze Stück an der Rollbahn entlang zum Flughafenstützpunkt, wo auch die Immigration zu finden ist. Alles lief problemlos und es kostete - nichts (ungewöhnlich für die Bahamas).
Zur Belohnung gönnten wir uns einen Rum-Punsh im Mac Duffs.
Zurück zu Highborne Cay etwas nördlicher gab es an Bord der Symi zusammen mit deren zu Besuch weilenden Freunden ein wunderschönes Abendessen mit Austausch vieler Erinnerungen und der jeweiligen weiteren Pläne. Besonders interessierten sie sich für Tipps bezüglich Nassau und die Zugangswege zum Flughafen.
Wir strebten danach das kurze Stück zu Allens Cay zurück. Es gibt dort eine hufeisenförmige Traumbucht, in der jeweils nur 1 Boot liegen kann. Das erste Mal war sie belegt gewesen. Als wir jetzt wieder ankamen, ragte kein Mast aus der Ferne empor. Freu ! Als wir jedoch um die Ecke bogen, war die Minibucht doch besetzt, ein Motorboot hatte sich dort breit gemacht 🙄. Zum offensichtlichen Ärgernis des Kapitäns fuhren wir einmal mit der Vitila um ihn herum, um zu prüfen, ob wir nicht auch noch Platz hätten 🙈. Aber wir wirbelten mit unseren Schrauben schon etwas Sand auf und ließen es lieber 🫣.
Am nächsten Vormittag besuchten wir wieder einmal freundliche und hungrige Leguane am Strand dort. Und siehe da, das besagte Motorboot brach bald auf, wir lichteten rasch den Anker und hechteten hinüber in die begehrte Hufeisenbucht, bevor uns ein anderer zuvorkommen konnte.
Nach „zwei Tagen im Glück“ brachen wir wieder nach Highborne Cay auf in eine etwas größere aber auch sehr ruhige Bucht. Dort hatten wir unseren privaten Ammenhai, der öfter ums Boot strich und auf Abfälle wartete.
Wir unternahmen von dort mit dem Dinghi einen Ausflug mit all unserer Ausrüstung zu einem Tauchgang am Allen Smith Wrack. Es war relativ weit und wellig zu fahren. Vor Ort war schon ein professioneller Tauchkatamaran vertäut. Die Tauchguides an Bord waren recht unfreundlich. Die Leine zum Vertäuen sei eben gerade von ihnen in Gebrauch, fertig. Kein Angebot, sich an ihrem Boot festzumachen.
Nach kurzer Überlegung warfen wir etwa 100 m entfernt von dem Katamaran trotz Wellengang und Tiefe unseren Dinghianker aus und bereiteten uns für den Tauchgang vor. Obwohl über Wasser in guter Sichtweite fanden wir unter Wasser trotz Navigation mit Kompass das Wrack nicht gleich. Aber einige Riffhaie waren in gebührendem Abstand mit uns in die gleiche Richtung unterwegs. Das Wrack eines ehemaligen Küstenschiffs war nicht besonders spektakulär. Aber die vielen Jahre haben schon einen tollen Korallenbewuchs bewirkt. Leider hatten wir wegen des längeren Rückwegs unter Wasser, den wir in unseren Luftvorrat miteinplanen mussten, nicht allzuviel Zeit vor Ort. Ein riesenhafter Lobster, der zwischen den kleinen Felsen dahinschritt und keine besondere Angst vor uns zu haben schien, war noch eine Augenweide. Er war sicher schöner in der Natur als in der Bratpfanne zu bewundern. Also beließen wir es dabei 😄.Baca lagi
Zwischenstopp in Miami
15 April 2025, Amerika Syarikat ⋅ ☀️ 26 °C
Aus Nassau kommend gelangten wir am 15. April diese Jahres vor Miami an. Wir ankerten bei Kay Biscane, weil wir in der Bucht direkt vor der Stadt Angst vor dreckigerem Wasser und viel Schiffsbetrieb hatten. Es gibt auf Kay Biscane einen winzigen Hafen (no name harbour), wo man mit dem Dinghi gut anlegen kann. Mit UBER fuhren wir zum Einklarieren bei den Kreuzfahrt-Docks und ließen uns auch gleich mit unserem defekten Leichtwindsegel zum Segelmacher bringen. Etwas bangen Herzens stiegen wir, Uwe mit der schweren Tasche beladen, in den ersten Stock zu „UK Sailmaker“. Der Chef Mark Wood sah sich fachmännisch den Defekt an und präsentierte den Reparaturkitt, der vor kurzem aus Sri Lanka angekommen war. Es war „nur“ das Teil mit dem abgerissenen Horn zu ersetzen. Unsere Hoffnungen mit Abholen am nächsten Tag, also Mittwoch vor Ostern, zerschlugen sich allerdings schnell. Frühestens an Karfreitag könnten sie mit den Arbeiten beginnen. Wir schluckten und sahen uns an und versuchten uns unsere Enttäuschung nicht anmerken zu lassen.
Was tun über Ostern hier? Auf Sightseeing in Miami waren wir gar nicht recht eingestellt.
Aber es galt ja auch noch unsere 3 neuen Lithium-Ecoworthy Akkus hier abzuholen. UBER brachte uns zu dem kleinen Handy-Reparaturladen (Maxxwireless), der uns als Annahmestation für Pakete diente. Man meldet sich bei einem online-Paketeservice in USA an und wählt dann den nächstgelegen Stützpunkt aus. Manchmal ist USA auch genial.
Der etwas verschlafene junge Mann verschwand nach Nennung unseres Namens nach hinten und schleppte ein Akkupaket sowie eine weitere typische Amazontüte an. Aber wir wollten doch 3 Akkus abholen….🫣. Nein, das sei leider alles, kommentierte er. Dann entdeckte er doch noch eine weitere 30 kg Kiste hinter dem langen Tresen um die Ecke. Und ein erneutes längeres Suchen hinter dem Vorhang brachte auch das 3. Teil zum Vorschein. Wir befanden uns offenbar in einem ärmeren mexikanischen Viertel von Miami Beach. Die „Supermärkte“, fest in spanischsprechender Hand, waren nicht wirklich verwendbar.
Wie vor 6 Monaten am Ende unseres Roadtripss durch die USA schlenderten wir am berühmten weißen stark belebten Miami Beach entlang - und wünschten uns schon wieder auf die Bahamas zurück.
3 Tage liehen wir uns ein Auto und klapperten Walmart, Frischemarkt, Autozubehör, Mikro Center, Baumarkt, Crogsladen und Shipshandler ab. Dann war alles zusammen.
Die Feiertage beschäftigte ich mich mit Eierfärben mit natürlichen Farben aus Lebensmitteln, da es hier in den Geschäften nirgendwo Osterequippment gab. Am besten ging es mit Curcuma und Zwiebelschalen. Am Ostersonntag gabs Ente mit selbstgemachten Klößen auf der Vitila, und am Ostermontag frittierte Kokoscrevetten mit Aprikosen Relish und Salat mit Erdbeeren und Avocados. Mhh!
Am Dienstag nach Ostern konnten wir endlich unser super repariertes Segel abholen. Da waren wir sehr erleichtert.
Zweimal waren wir noch lecker Eis essen. Hier hatten wir Nachholbedarf nach der eisdielenlosen Zeit in der Karibik/Bahamas. Einmal fuhren wir mit der städtischen Hochbahn durch Miami, das war ein tolles Erlebnis.
Ein letzter Besuch in Miami im Touristenzentrum am Hafen beim Bayfront Park führte uns auch ins bekannte Restaurant „Cuba Cabana“ direkt an der Wasserfront. Toller Blick auf geschäftiges Treiben, ein Riesenrad, Schiffe ohne Ende. Das Essen war sehr lecker. Über Preise wollen wir heute nicht reden. Man gönnt sich ja sonst nichts.
UBER brachte uns am Abend sicher zurück in die Bay am Coconut Grove, wo die VITILA auf uns wartete.
Von Kay Biscane fuhr mich Uwe noch zum verlassenen Ort Stiltsville in der Miami Bucht, wo 7 verlassene Häuser auf Stelzen zu besichtigen sind. Zwei Hurrikane, zuletzt Andrew 1982, beschädigten das Dorf schwer. Später wurden Nutzungslizenzen erschwert, oder die Bewohner mussten einer Ausweitung des Biskayne Nationalparkes weichen. Es war total spannend! Das Wasser war teilweise so flach, dass unsere Schraube Sandwasser aufwühlte oder wir aussteigen oder Riesenumwege in Kauf nehmen mussten. An einigen Häusern wurde renoviert, und es waren Menschen vor Ort. Ein Förderverein, Stiltsville Trust, kümmert sich derzeit um die Erhaltung. Dauerhaft bewohnt werden dürfen die Häuser aber nicht mehr.
Danach hieß es : Auf nach Nassau!Baca lagi
Eleuthera
8 April 2025, Bahamas ⋅ ☁️ 26 °C
Unser zweiter Besuch diese Saison kam in Nassau am 7. April an. Am 6. April hatten wir mein Töchterchen nebst Freund an einem Strand in Nassau abgesetzt, von wo der Flughafen mit Taxi oder öffentlichen Verkehrsmittels sehr gut erreichbar war. Den Abend zuvor hatten wir auf Norman’s Kay im schönen Restaurant Mac Duffs ausklingen lassen. Zum Sundowner hatte uns Thomas vorher in den dortigen Yachtclub eingeladen. Ganz neue feine Anlage mit toller Aussicht und gehobenem Ambiente. Der Rumpunch war genial lecker!
Da Andreas & Annett, gute Segelfreunde aus Bitterfeld, jetzt nur 6 Tage auf dem Boot eingeplant hatten, segelten wir gleich anderntags mit ihnen nach Eleuthera weiter, das wir genauer zusammen erkunden wollten.
Es gab prima Wind, und so hatten wir einen schönen Segeltag von West nach Ost, hier sehr ungewöhnlich.
Nahe der Hauptinsel fanden wir auf dem vorgelagerten Eiland Meeks Patch Island auch eine freundliche Schweinekolonie. Wir besuchten sie zweimal, und waren ganz allein mit ihnen. Das Füttern war sehr lustig, sie liefen hinter uns her, waren aber nicht zu wild. Die Ferkel wurden ungeniert am Strand gesäugt. Auch gab es einen Baum für „lost items“, an welchem Uwe seinen neuen nach dem Verlust ins Wasser übriggebliebenen Bootsschuh von Crogs traurig aufhängte.
Um auf die östliche Seite von Eleuthera mit dem rosa Strand zu kommen, mussten wir durch den engen „Stadtkanal“ von Spanish Wells segeln. Es war aufregend und eng, besonders als ein größeres Frachtschiff weit in den Kanal hineinragte 🙈.
Angekommen in der Bucht von Harbour Island wanderten wir den kurzen Weg rüber zum berühmten „rosa Strand“. Dieser war wirklich ein Erlebnis. Total breit und irrsinnig weicher fluffiger Sand, am Spätnachmittag schimmerte er wirklich rosa. Dies soll durch Muschelabrieb entstehen. Die riesigen Conch-Muscheln gibt es hier auf den Bahamas in Hülle und Fülle.
Wir kehrten in einer erhöht liegende Beachbar ein und hatten so einen sehr guten weiten Überblick.
Mit einem Leihwagen erkundeten wir anderntags die Hauptinsel weiter.
Das Auto trug uns zuerst zur Glas-Window Bridge, eine Engstelle mit Strassenbrücklein, die Atlantik vom Bahamas Inlet trennt. Nur bei Flut schwappt etwas des wildgewordenen Atlantik hinüber. Auch ein Blow Hole konnten wir beobachten.
Bei den „Queens Baths“ ging leider nur ich ins Wasserbecken und genoss die überschwappenden Sprudel. Der Zugang führte weit und über scharfkantige, ausgespülte Felsen.
Andreas und Annett gingen derweil quer über die Straße zu einem schönen flachen Sandstrand gegenüber mit türkisem Wasser in allen Schattierungen und genossen dort ihr Bahamas-Feeling.
Es folgte ein interessanter Zwischestopp auf einer Ananas-Plantage. Wir lernten u.a. dass es 18 Monate bis zur ersten Frucht der Pflanze dauert. Dann stirbt sie bald, so dass immer genügend neue Jungpflanzen herangezogen werden müssen. Es gab auch einen Imbiss auf der Farm, den wir gerne nutzten. Leider dauert die Zubereitung von 3 Burgern und 1x Conch-Fritters aus unerklärlichen Gründen (wir waren die einzigen Gäste) satte eineinhalb Stunden. Und die Führung danach nochmal genauso lang. Insofern verloren wir relativ viel Zeit, die uns am Tagesende fehlte. Warum hatte uns die Wirtin nicht geraten, die Führung durch das Gelände während der Zubereitungszeit zu machen? Wirklich bedauerlich…
Recht viel weiter südlich kamen wir nicht mehr, denn wir wollten auch noch das „Blue Hole“ im Norden besuchen. Der tiefe runde Einschnitt ins Land, mit Wasser gefüllt, war jedoch zu dieser Tageszeit enttäuschend: keine Sonne erreichte mehr die Wasseroberfläche, und damit fehlte das Blau des Wassers.
Leider fanden wir den ganzen Tag auch keine Wirtschaft mehr zum Einkehren, nicht mal für einen Drink. Andreas bekam schon Fata-Morganas von einer kühlen Bierflasche Corona mit Wasserperlen. Auch an der Tanke gab’s keines zu kaufen. Der Arme!
Nach einem weiteren Tag in einer ruhigen Bucht mit Besuch einer - allerdings weitgehend verlassenen - Resortanlage machten wir uns wieder Richtung Nassau auf den Weg. Der Aufseher hatte uns immerhin erlaubt den Strand und ein paar Sitzgelegenheiten zu nutzen. Noch ein Bier oder Cocktail in der Hand, und es wäre perfekt gewesen.
Den Abend in Nassau vor dem Abflug der Gäste verbrachten wir noch an Land in der strandnahen „Seafood Meile“. Es gab karibische Klänge, freundliche Kariben und lecker Essen. Welch ein schöner Urlaubsausklang 😀.Baca lagi
Schweine,Schildkröten und enloses Türkis
31 Mac 2025, Bahamas ⋅ ☀️ 25 °C
Heute ging es weiter zum berühmten Schweinestrand auf Big Major Island und anschließend wollten wir im Staniel Kay Yachtclub fürs Abendessen reservieren. Durch eine ganz enge Furt mussten wir hindurchmanövrieren, um nahe des Strandes, an dem die Schweine leben, ankern zu können. Gleich nachmittags noch rüsteten wir uns mit einer Tüte Futter (Karotten und altes Toastbrot) aus, um die Tiere kennenzulernen. Wir ankerten das Dinghi im Wasser. Die Schweine erkannten allerdings sofort, dass in der Tüte, die wir mit an Land nahmen, Essbares war, und einige kamen eilig auf uns zugeschwommen. Erst am Strand angekommen lasen wir auf großen Tafeln, dass man die Schweine nur vom Boot aus füttern solle, da man sonst Gefahr laufe, gebissen zu werden 🙀. Wir lagerten die Tüte und unsere Habseligkeiten also rasch etwas erhöht ab. So verloren die Schweine etwas das Interesse an uns, und wir konnten auch die süßen Ferkel ungestört betrachten. Zwei Keiler mit großen gelben Zähnen waren etwas furchteinflössend, aber auch sie waren nicht angriffslustig sondern nur gierig.
Am nächsten Vormittag ließen wir die Futtertüte gleich im Schlauchboot, von wo die Schweine sich gerne Brotscheiben geben ließen. So konnte man die begehrten „Wasserbilder mit Schwein“ bekommen. Nur wir Frauen waren dabei im Wasser, die Männer arbeiteten uns zu und fotografierten. Es war ein sehr schönes Erlebnis! V.a. da wir uns auch Zeit lassen konnten, und nicht wie die kommerziellen Ausflugsboote nach 20 Minuten wieder abfahren mussten.
Danach folgte ein Schnorchelbesuch der berühmten Thunderball-Grotte, in die man nur bei Ebbe hineinschwimmen kann. Leider hatte ich ohne Flossen ein wenig Mühe, der Strömung standzuhalten. So konnte ich kaum von der gespannten Halteleine weg, um wie die anderen die gesamte Höhle zu erkunden. Meine INSTA360 funktionierte auch irgendwie nicht richtig, oder es war für sie zu dunkel. Schön fielen zwar durch Felsspalten in der Decke breite Sonnenstrahlen schräg herein, aber ich konnte alles nicht so richtig genießen. Der Hype um das Ganze erscheint mir insgesamt etwas übertrieben.
In der Staniel Kay Marina & Örtchen angekommen wurde klar, dass zum Dinner bereits alles ausgebucht war 🙄. Also entschieden wir uns für ein spätes Mittagessen und kauften bis dahin noch ein paar Lebensmittel. Wir trafen Vivian und Thomas wieder auf ein Bier, zu dem sie zwischenzeitlich in einer netten local Bar eingekehrt waren .
Der Laden für SIM Karten direkt unterhalb des Funkturmes war leider bis auf weiteres geschlossen. Eine Frau, die wir zufällig an der Tür trafen, vermittelte uns jedoch einen jungen Mann, der übriggebliebene SIM Karten vom Geschäft erstanden hatte, um sie an Mitbürger weiterzuverkaufen. Er wurde von ihr angerufen und war nach 20 Minuten tatsächlich bei uns. Er richtete die Karte ein, und endlich gab es wieder - wenn auch spärliches und langsames - Internet. So sind unsere Erfahrungen mit den Menschen in der Karibik: freundlich und sehr hilfsbereit.
Sehr gemütlich saßen wir danach 2 h im urigen Staniel Kay Yacht Club Restaurant bei Burgern und Cocktail sowie Bier. Die Rechnung für 4 Personen belief sich auf 250 Dollar. Muss man sich vorher drüber klar sein, hier auf den Bahamas sind das übliche Preise.
Ein weiterer Höhepunkt waren 2 Tage später die Insel Shroud’s Kay. Hier gibt es 2 längere gewundene flache Flüsschen mit Salzwasser, gesäumt von Mangrovenbüschen. Man darf sogar das Dinghi benutzen. Schon bald sahen wir die ersten Schildkröten, die ihre Köpfe zum Atmen kurz aus dem glasklaren Wasser streckten. Mit etwas geübtem Auge sieht man sie schon von weiter weg als runde dunkle Flecken im Wasser. Am ersten Spätnachmittag hatten wir bis zur Ebbe nur wenig Zeit und kehrten um, als das Wasser auch für den hochgeklappten Motor zu flach wurde. Am nächsten Vormittag starteten wir mit der Flut in eins der seichten Flüsschen. Das Wasser ist wärmer als draußen und von einem atemberaubenden Türkis, das etwas dunkler wird je nach Wassertiefe. Auf dem Weg zum gegenüberliegenden Inselufer am Atlantik zogen jedoch allmählich immer dunkler werdende Wolken auf. An Regenschutz hatten wir nicht gedacht. Also Umkehren? Wir entschieden uns, weiterzufahren, zogen alsbald die Köpfe ein im tropischen Regenschauer. Durch den aufkommenden Wind drohte es auch zu kühl zu werden. Aber wir hielten tapfer durch, zogen das Dinghi am Flussende an Land und gingen zu Fuß weiter. Keine Menschenseele weit und breit und kein richtiger Weg. Aber durch die Büsche schimmerte bald der Atlantik, und wir waren drüben an der Brandung. Die Sonne war wieder herausgekommen und trocknete uns.
Auf dem Rückweg zweigte Uwe nochmal in einen anderen Arm ab, und dieser mündete selbst in einer Mischung von Blau- und Türkistönen in den Atlantik. Ein Sandstrand lud zum Verweilen ein, ein paar Menschen wanderten ruhig auf und ab und genossen wie wir die Natur. Jetzt gab es auch unseren Proviant: Wasser und ein paar Kekse. Auf dem Rückweg konnte ich noch ein paar schöne Photos von Wasserschildkröten mit der INSTA360 einfangen. Sie sind dann doch recht scheu und können schnell schwimmen. Diese Kamera hat den Vorteil, Rundum-Aufnahmen zu machen, aus denen man in der Nachbearbeitung das interessierende Objekt auswählen kann. Hält man eine Gopro ins Wasser, besteht immer die Gefahr, die Schildkröte oder Fische nicht komplett im Bildausschnitt zu haben. Rundum sehr schöne Tage!Baca lagi
Ankunft auf den Exumas
20 Mac 2025, Bahamas ⋅ ☁️ 24 °C
Bei unserer Ankunft vormittags in der großen Bucht vor George Town auf der Insel Great Exuma saß uns der Schreck über den Verlust unseres geliebten Levante noch stark in den Knochen.
Das Ankern war problemlos, die Bucht war riesig und voller Segelboote, es erinnerte uns an Le Marin auf Martinique.
Wie betäubt fuhren wir mit dem Dinghi unter der bekannten kleinen Brücke durch zum Lake Victoria, wo am Anlegesteg vor dem Ort gleich beim Supermarkt fröhliches und geschäftiges Treiben herrschte. Das Online Formular „click2clear“ hatten wir bewältigt und mussten im Einklarierungsbüro im Wesentlichen nur die erhaltene Vorgangsnummer, den Bootsschein und unsere Pässe vorlegen.
Ein kurzer Blick in den Supermarkt zeigte, dass es hier ein kleines aber vernünftiges Angebot auch an Frischwaren zu nicht mal so horrenden Preisen wie erwartet zu kaufen gab. Der Einkauf stand aber erst tags darauf auf dem Plan. Am 3. Automaten konnten wir dann auch noch unsere ersten Bahama-Dollars ziehen und fuhren mit der Beute zurück zur Vitila.
Bis zur Ankunft meines Töchterchens waren noch 4 Tage Zeit. Diese nutzten wir um mit Herrn Sven Mohr von der Firma Oxley über die Möglichkeit einer Segelreparatur zu schreiben. Ja es gab einen ihm vertrauten Segelmacher in Miami, der sich mit dieser Art Segeln auskennen sollte. Dazu musste er aber den genauen Schaden kennen, um einen sog. „Reparaturkit“ bestellen zu können. Klar war, dass das Steuerbord- Horn des Levante komplett abgerissen war. Ob das übrige Segel, das ja längere Zeit noch im Wind geflattert und sich um die Wanten gewickelt hatte, unversehrt war, konnten wir erst an einem windarmen Tag klären, wenn wir das Restsegel zum Check entfalten konnten.
Am Abend ließen wir uns in einer netten Strandbar mit Musik trotzdem einen Sundowner sowie etwas vom Grill mit Pommes schmecken. Am Tag 2 wanderten wir über die vorgelagerte sehr schmale Insel zum Obelisken Monument und rüber zur wilden Atlantikküste.
Der Segelcheck 3 Tage später ergab erstmal keine weiteren Risse, und Herr Mohr schichte nach Versand der Rechnung den Reparsturkit auf die Reise in die USA. Da hatten wir noch Glück im Unglück gehabt. Die Stimmungskurve ging wieder leicht nach oben 🫣. Mit Herrichten der Gästekoje, Aufräumen und kleineren Reparaturen verflog die Zeit.
Vivian und ihr Frend Thomas ließen sich am 25.3. mit dem Taxi vom kleinen Inselflughafen direkt zu dem Supermarkt bringen. Nach dem Willkommensdrink begutachteten sie ihr Zuhause für die nächsten 12 Tage und zogen in ihre Kabine ein.
Leider hatten wir die nächsten 3 Tage mit Wetterverschlechterung und stärkerem Wind zu kämpfen. Es blieb eine Wanderung über die nahegelegenen Insel Lee Stocking Island, auch zum Atlantikstrand, mit Kletterpartien und unter tropischen Pflanzen.
Die bekannte aufgegebene Forschungsstation auf derselben Insel konnten wir nicht besichtigen, ein Wachmann verwehrte uns das Anlegen. Es sei Privatgelände, die Eigentümer seien im Moment da, wollten die Gebäude sanieren und wünschten keine Besucher 😢.
Wir wagten einen Sprung zur nächsten Insel Leaf Cay. Als wir mit der Vitila die Abdeckung von Lee Stocking island verließen, schlugen uns ganz schon Wind und Wellen um die Ohren. Das Ankern gelang dennoch, und der Ausflug zum Iguana Beach war das erste Highlight des Urlaubs der Beiden: Wildlebende Felsenleguane, endemisch auf diesem Eiland, kamen den Sandstrand herunter und neugierig auf uns zu. Wir hatten Kartoffeln und Karotten zum Füttern dabei, was die Tiere gerne annahmen. Da sie ja keine Zähne haben sondern die Nahrungsbrocken im Ganzen hinunterschlucken, mussten wir das harte Gemüse noch mehr zerkleinern. Keine anderen Ausflügler waren da, ganz alleine konnten wir die friedvollen Reptilien genießen.
Am nächsten Tag, einem Sonntag, ging das Segeln weiter, und auf Thomas kam die erste Bewährungsprobe zu: würde er seekrank werden, wie von ihm befürchtet? Die Tabletten hatte ich bereitgelegt. Aber er kam gut zurecht, setzte sich oben mit in den Steuerstand, wo er den Horizont gut überblicken konnte. Mehr prophylaktisch schluckte er eine unserer bewährten Stugeron Tabletten aus Ägypten. Alles ging gut. Die beiden entspannten sich allmählich, die Sonne schien warm, das Wasser war türkis, das Essen aus der Kombüse schmeckte, und ein Ankerbier war auch jederzeit verfügbar 😜. Vivian war ja schon mehrmals Segeln, auch mit auf der Vitila oder mit Jugendgruppen, und hatte natürlich besser gewusst, was auf sie zukommen würde.
Das nächste größere Ziel war Big Major Cay mit der Bucht der schwimmenden Schweine und der bekannte Staniel Cay Yachtclub. Dort wollten wir auch versuchen, eine lokale SIM Karte zu kaufen. Unser Starlink hatte nämlich am 3. Tag nach Vivians Ankunft den Geist aufgegeben. Ohne Internet konnten wir keine Wetterdaten über unsere gewohnten Apps mehr abrufen und keine Photos fanden mehr ihren Weg auf die sozialen Plattformen. Die Gäste trugen diese Einschränkung mit Geduld. Anstelle aufs Handy zu starren, wurde abends mehr gespielt, Racko, Kniffel oder Rommé. Es war spannend und lustig.
Doch von allem mehr im nächsten Beitrag.Baca lagi

PengembaraNa dann ist ja nochmal alles gut gegangen. Liebe Grüße an alle versammelten. Unsere Reise hat nun fast ein Ende. Letzte Station mit dem Zug, vor Halle. Dann endlich duschen und schlafen....

Doris JägerLieber Frank und Grit. Wie lange wart ihr unterwegs. ist Südafrike insgesamt eine Empfehlung?
Segel gerissen, was nun?
17 Mac 2025, Bahamas ⋅ ☁️ 25 °C
Heute nun sollte es weiter von den Turks and Caicos nach Gerorge Town auf Great Exuma gehen, nachdem wir uns gestern von unseren lieben Freunden verabschiedet hatten. Den Start hatte ich für gegen 14:00 Uhr festgelegt. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 6 Ktn sollte das genügen. Der Wind wehte auch schon ziemlich stark, so dass ich in meiner Berechnung unterstützt wurde. Die verbleibende Zeit nutzte Doris zum Backen von leckeren Zimtschnecken, und ich machte mich mit Tauchausrüstung an die Reinigung unseres Unterwasserschiffes. Um 14:00 Uhr ging der Anker auf, wir winkten nochmal zum Abschied zu Andrea und Pauli hinüber. Zuerst mussten wir durch die Untiefen des vorgelagerten Riffes, aber alles ging gut. Nun hieß es Segel setzen. Doch was war das? Der Wind hatte merklich nachgelassen und kam nicht aus der erhofften Richtung. Mit Gennaker und Groß segelten wir Richtung Nordkap der Insel Long Island. Ich konnte aber den Kurs mit dem Leichtwindsegel nicht halten, und so fiel ich etwas ab. Mit etwas über 4 Ktn waren wir außerdem viel zu langsam. Am nördlichen Ende von Crooked Island entschloss ich mich unser anderes Leichtwindsegel, das Oxley, zu setzten. Etwas zu früh, wie sich nach 15 min herausstellte. Der Wind frischte auf fast 16 Ktn und drehte in seiner Richtung seitlicher. Das wäre wieder passender Wind für Groß und Gennaker gewesen, aber die hatten wir ja gerade runter genommen. Was soll’s, mit unserem Levante machten wir auch gut Fahrt zwischen 7 - 8 Ktn. Der scheinbare Wind hielt sich dabei mit ca 13 Ktn. in Grenzen. 15 Knoten sollen hier laut Refftabelle nicht überschritten werden. So ging es in die Nacht hinein. Die Ankunftszeit an der Nordspitze verringerte sich wieder auf 4:00 Uhr morgens, und so lagen wir wieder im Plan.
Kurz vor 21 Uhr gab es dann eine lauten Knall. Ich war gerade dabei gewesen, mich in die erste Schlafschicht zu verabschieden. Auf der rechten Seite am Niederhalter war unser Segel abgerissen und flatterte nun laut im Wind. Es mußte jetzt möglichst schnell geborgen werden, um durch das freie Flattern nicht noch mehr Schaden zu nehmen. Doris übernahm die Bootssteuerung und ich eilte aufs Vordeck, um den Bergeschlauch über den hin und her wehenden Stoff herunterzuziehen. Leider vergaß ich in der Eile das eine Ende der Bergeleine zu lösen und wunderte mich, warum ich den Bergeschlauch trotz Einsatz meiner ganzen Kraft plus Körpergewicht nicht herabzuziehen vermochte. So stark war ja der Wind nun auch wieder nicht mit ca. 15 Ktn. Wir hatten das Segel schon bei stürmischeren Bedingungen geborgen. Irgendwann realisierte ich meinen Fehler, und nach dem Lösen der Leine konnte ich die Schutzhülle gut über das beschädigte Segel ziehen und dann beides durch Lösen des Falls einholen. Es schmerzte uns unsäglich, dieses tolle Segel nun in zwei Teilen liegen zu sehen. Traurig setzten wir die Fock und wenig später noch das Großsegel, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. In der Dunkelheit ist das natürlich auch viel schwieriger als am Tag. Weit nach 22 Uhr verzog ich mich erschöpft ins Bett, wohl wissend, dass ich viel zu aufgewühlt war, um einschlafen zu können.
Wir waren jetzt natürlich wieder komplett aus unserem Zeitplan gefallen und erreicht erst gegen 7 Uhr das nördliche Kap von Long Island.
Nach der Halse ging es dann aber recht zügig mit am Wind Kurs Richtung George Town. Es hatten sich gleich vier Segelboote versammelt, die dem gleichen Ziel entgegenstrebten. Um 10:45 erreichten wir die Durchfahrt durch das Riff und um … 11:30 Uhr ankerten wir vor George Town um noch am gleichen Tag einzuklarieren.
Wie konnte aber nun das Segel reißen? Die Windparameter wurden eingehalten. Was ich leider nicht beachtet hatte, war der seitliche Schwell. Da der Wind mit 100° grad ziemlich seitlich einfiel, machte sich dies natürlich auch am Segel bemerkbar. In den großen Wellen hatte sich das Boot mehrfach schnell auf die rechte Seite geneigt. Diese seitliche Beschleunigung, die zusätzlich zum normalen Wind hinzugerechnet werden muss, hat das Segel letztendlich nicht vertragen. Das seitliche Horn Steuerbord ist glatt oberhalb der Verstärkung abgerissen.
George Town war hübsch und freundlich, das Einklarieren lief problemlos, das Supermärktchen hatte eine gute Auswahl zu nicht exorbitant hohen Preisen. Aber wir hatten erstmal keine Freude an nichts…. Doris hatte schon nachts, kurz nach dem Drama, an den Oxley Vertreter in Deutschland, Herrn Sven Mohr, von dem wir das Segel bezogen hatten, eine Eilmeldung mit Hilferuf ausgesandt. Würde er sich melden und helfen können?Baca lagi
Ankunft auf den Bahamas - endlich!
13 Mac 2025, Bahamas ⋅ ☀️ 25 °C
Von der Dominikanischen Republik segelten wir zunächst noch zu den Inseln Turks & Caicos. Eigentlich wollten wir in South Caicos einklarieren. Aber vom Nachbarsegelboot bekamen wir den informativen Funkspruch, dass heute Feiertag sei, und an den Einklarierungsstellen Keiner da…. Na toll, extra hier durch die Untiefen durchmanövriert, und jetzt alles umsonst 🙄.
Da am nächsten Tag ordentlicher Schwell in unserer Bucht stehen sollte, entschlossen wir uns, noch am selben Tag um die hufeisenförmige Insel herumzusegeln, um in einem Kanal in der Mangrove Cay vor der Blue Haven Marina Schutz zu finden. Leider mussten wir dafür den Sundowner bei Wilhelm auf dem „Infoboot“, auch ein deutscher Katamaran, sausen lassen.
2 Nächte verbrachten wir dort im Kanal, besonders gefallen hat es uns nicht. Kein nettes Restaurant, nur die Villen reicher - wahrscheinlich - Amerikaner an den künstlich angelegten „Grachten“.
Schön war lediglich eine erneute Kanutour in den flachen Mangroven, Seitenarme des Kanals. Wir sahen einige Schildkröten ganz nah, aber leider keine Babyhaie.
Am 3. Tag segelten wir weiter zur ersten Bahamas Insel, Crooked Island. Wir ankerten vor dem ganz im Süden davon liegenden Inselchen Castle-Island, besuchten den alten Leuchtturm und schnorchelten an einem recht gut erhaltenen Wrack. Es ist schon schön von Korallen überwuchert.
Das Wasser hier auf unserer ersten Insel der Bahamas war atemberaubend klar.
Wir waren glücklich, endlich auf den Bahamas angekommen zu sein!
Einen Zwischenstopp legten wir vor dem weißen Sandstrand von Long Cay ein, wo wir nochmals Pauli und Andrea trafen und uns - wieder einmal - von ihnen verabschiedeten.
In einer Übernacht-Segeltour ging es am 3. Tag vorbei an Long-Island Richtung Exumas. Am 25.3. sollte meine Tochtet nebst Freund dort eintreffen. Da ungünstiger Wind bevorstand, wollten wir gleich sicherheitshalber bis dorthin durchsegeln. Was uns in dieser Nacht erwartete, ahnten wir noch nicht….😳.Baca lagi

PengembaraWie beim Krimi - Werbung, wenn's spannend wird 😂🤣 Freuen uns auf die Fortsetzung! GLG aus der Heimat

PengembaraBeim Happyend wird gewöhnlich abgeblend.......Liebe Grüße aus Südafrika

Doris JägerHallöchen! schickt mal ein Tagebuch oder zumindest Bilder vom Urlaub.🧳 LG
Überfahrt zu den Turks und Caicos
8 Mac 2025, Kepulauan Turks dan Caicos ⋅ ☀️ 25 °C
Bevor wir heute unsere Überfahrt starteten, mussten wir noch Ausklarieren und Einkaufen. Also ging es schon um 8:30 Anker auf und rüber in die Samanabay. Die Überfahrt war nur kurz und bei dem wenigen Wind schnell unter Motor gemacht. In der Bay bereite ich mich gerade auf das Ankern vor, als von hinten direkt ein großes Motorboot auf uns zu hielt. Nur durch eine schnelle Kursänderung nach rechts entging ich einem Zusammenstoß. Für mich völlig unverständlich, der Käpten muss voll geschlafen haben.
Nach einem nur kurzen Bad in der Bay, vor der Bacardi-Insel - wir konnten wegen der vielen Qualen nicht länger ins Wasser - ging es in die Stadt Samana. Die Immigration war schnell gefunden, und ein Herr, der davor stand, fragte wie er uns helfen könne. Es war der Officer selbst. Nachdem er sein Zigarette ausgedrückt hatte ging es los. Gleich am Anfang teilte er uns mit, das bei Customs derzeit niemand da sei. Für das Ausklarieren benötigten wir zudem noch ein Dispatio, welches wir bei der Armada bekommen würden. Netterweise brachte uns der Officer gleich hin mit dem Hinweis, danach nochmal bei ihm vorbeizuschauen. Wieder bei ihm angekommen berichtete er, dass die Leute von Customs gleich kommen würden. Er hatte sie inzwischen von der Behörde von der benachbarten Marina herbeigerufen. Wir kannten die freundlichen Menschen schon vom Einklarieren, und so waren die Formalitäten bald erledigt.
Mit einem Schweizer Bootsführer kamen wir noch ins Gespräch. Er hatte nur ganz kurz mit gelber Flagge ankern und gleich weitersegeln wollen. Da hatte aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wie ich schon in der App „Navily“ gelesen hatte, kommt häufig zwischen 8 und 9 Uhr ein selbsternannter „Offizieller“ an die neu eingetroffenen Boote, macht Bilder, fordert zum Einklarieren auf und bietet dabei seine Hilfe an. Auf den Einwand des Schweizers, er wolle gar nicht einreisen, erklärte er ihm, dass er aufgrund der hier geltenden Rechte zum Büro müsse. Er hatte sich nicht getraut sich ihm zu widersetzen. Naja, Nachtigall ich hör dir trapsen. Nach dem ganzen Marathon des gleichzeitigen Ein- und Ausklarierens ging der schweizer Segelkollege gleich wieder Anker auf und verließ die Bucht Richtung Bahamas, um einige Dollar ärmer. Natürlich ist es auch in der Dom. Rep. möglich unter gelber Flagge vor Anker zu übernachten…. Eine ganz clevere Abzocke ist das.
Für uns ging es auch Anker auf Richtung Turks und Caicos. Der Wind hatte inzwischen merklich zugenommen und blies uns natürlich wieder mal genau auf die Nase. Wir hatten Zeit, und so kreuzten wir aus der Bucht hinaus. Dummerweise drehte der Wind entgegen dem Uhrzeigersinn und machte so einige gewonnene Meilen wieder zunichte. Als wir schon ziemlich weit außerhalb der Bucht waren, sah ich mit einem Mal einen Blas. Hatten wir doch noch das Glück einen Wal zu sehen! Leider schlief dieser und ließ sich ganz seelenruhig an der Wasseroberfläche treiben. Was soll’s, es war trotzdem ein toller Anblick. Zwei weitere Wale zogen in etwas größerer Entfernung ihre Bahnen.
Die Sonne war nun schon langsam am untergehen, und wir hatten noch nicht das nördliche Kap erreicht. Da diese Ecke aber für Fischernetze bekannt ist, hatte ich mich dann doch entschlossen, den Motor zu starten und so die letzten fünf Meilen zu absolvieren. Der Wind kam immer noch von vorn, und weiter kreuzen hätte zu viel Zeit benötigt. Genau mit Anbruch der Dunkelheit erreicht wir das Kap, änderten den Kurs und stoppten den Motor. Früh um zwei verließ uns dann der Wind total,und Jockel musste wieder ran. Die Windstille nutzten wir entspannt für ein Bad in dem tiefen Ozean. An dieser Stelle hat er immerhin 4000 m Tiefe. Ist schon ein komisches Gefühl, hier baden zu gehen. Um neun Uhr setzten wir dann unser tolles Leichtwindsegel Levante und segelten die restlichen Meilen bis zu unserem Ziel ohne weitere Vorkommnisse.
Um 14 Uhr liefen wir in Turks ein und fanden auch eine schönen Ankerplatz. Ich tauchte noch kurz ab und checkte den Anker. Dieser lag super im Sand vergraben.
Wir machten uns gerade fertig für das Einklarieren, da erreichte uns ein Funkspruch. In deutsch wurde uns von einem Boot aus der Nachbarschaft mitgeteilt, dass ein Einklarieren heute nicht möglich sei, da Feiertag wäre. Doris fragte leider nicht weiter nach dem Bootsnamen und wer der Absender war. Mich interessierte das schon, bot es doch wieder eine Möglichkeit in Kontakt zu kommen. Es blieb uns nichts anderes übrig, als ins Dinghi zu steigen, da sich auf unseren Funk-Rückruf niemand gemeldet hat. Wir hatten aber Glück. Gleich der Trimaran nebenan kam aus Düsseldorf, und der junge Mann, der uns begrüßte, bestätigte uns auch, dass er gefunkt hatte. Er war mit seinem Vater unterwegs und machte gerade einen Monat Urlaub bei ihm auf dem Boot. Nach einem schönen Gespräch kehrten wir zu unserem Boot zurück.
Da wurde mir bewusst, dass unsere Zeit bis zur Ankunft unseres Besuches langsam knapp wurde. Als ich mir daraufhin den Wind für die nächsten Tage betrachtete sagte dies nichts Gutes voraus: Der Wind würde aufdrehen und uns die nächsten Tage voll auf die Nase wehen. So beschlossen wir, gleich durch die Nacht hindurch weiter auf die Westseite von Turks und Caicos zu segeln. In diesem Moment rief Wilhelm, der Vater des jungen Mannes vom Nachbarboot, an und lud uns zum Sundowner ein. Hin und her gerissen mussten wir leider absagen. Die Botschaft wollte ich ihm aber persönlich geben, und so fuhr ich nochmal kurz zum Trimaran. Wilhelm kam unterdessen schon schwimmend zu uns rüber. Ich gabelte ihn mit dem Dinghi auf. Wir unterhielten uns gleich sehr nett und trieben mit dem Dinghi dahin. Kurz kam er noch mit auf unser Boot und dann brachte ich ihn zurück.
Anschließend gingen wir Anker auf, und mit angenehmem Wind segelten wir Richtung Nordkap. Dieser entschwand dann aber leider immer mehr. Oben am Kap hatten wir dann noch eine schöne Begegnung. Ein Wal kam direkt auf uns zu geschwommen. Leider zeigte er seine Flunke nicht , es war aber trotzdem schön. Wieder ging es in die Nacht hinein. Die ganze Nacht hindurch mussten wir motoren, da der Wind zu schwach blies.
Am Morgen kamen wir im Leeward Going Through Basin an, wo uns Pauli und Andrea von der SYMI schon erwarteten.Baca lagi
Dominikanische Republik
8 Mac 2025, Republik Dominika ⋅ ⛅ 28 °C
Wir starteten am Vormittag von der südwestlichsten Ecke von Puerto Rico, nachdem es uns gelungen war, völlig online auszuklarieren. Wir mussten weder in Mayaguez noch in Puerto Real nochmal in irgendein Büro.
Bei der Einfahrt in die berühmte Samana Bay kuckten wir uns die Augen aus. Aber von Buckelwalen, die von Januar bis März zur Paarung und zum
Gebären aus nördlichen Regionen hierher wandern, war keine Spur zu sehen. Eine Nacht verbrachten wir ruhig im flachen Wasser vor Samana. Am nächsten Tag ankerten wir um vor die weiter oben liegende Marina Bahia. Wir folgten dann einem Tipp unserer Freunde Mela & Jan, die Facilities des Marina Hotels incl. Bar und Infitity Pool kostenlos zu nutzen. Einen Nachmittag war somit „Urlaub vom Urlaub“ angesagt. Wir machten es uns mit einem Cocktail in der Hand am Pool gemütlich.
Dann segelten wir schräg über die Bucht, die wirklich so riesig ist, dass man das gegenüberliegende Ufer nicht sieht, in den Haitisis Nationalpark.
Etwas umständlich ist in der Dom. Rep., dass man zusätzlich zu Immigration und Customs noch bei einem Vertreter der „Armada“ vorsprechen muss, um eine Art Passierschein für die angestrebte Ankerbucht zu erhalten. Angestrengt schreiben jedesmal meist sehr junge Männer in Tarnuniform konzentriert Buchstaben und Zahlen auf einen Vordruck, den sie dann aushändigen. Oft möchten sie noch mit zum Boot kommen, um ein Photo für ihre Unterlagen zu schiessen. Sie gehen inzwischen jedoch mehr und mehr den bequemeren Weg und sind froh über Photos vom Handy der Eigner. Dies führt die Kontrollfunktion der ganzen Aktion natürlich ein wenig ad absurdum 😂.
Im Nationalpark lagen wir in einer traumhaft ruhigen Bucht. Vogelgezwitscher begleitete uns ganztags, auch bei den Kanu- und Dinghitouren durch die Mangroven. Unterwegs konnte man anlegen und zwei Höhlen besuchen, eine davon mit archaischen Felsenzeichnungen von Ureinwohnern. Komischerweise sind 2 Hände mit 6 Fingern abgebildet, was Rätsel aufgibt…
Einen Tag liehen wir uns ein Auto aus, um der Hauptstadt Santo Domingo einen Besuch abzustatten. Leider war der Angestellte des Autoverleihs so dusselig, dass er den Schlüssel unseres SUV 10 Minuten vor unserer Ankunft in der Marina irgendwem anderen in die Hand gedrückt hatte 🙄. Noch eine volle Stunde auf Ersatz zu warten war umso unangenehmer, da 2,5 h Fahrt vor uns lagen. Dann bekamen wir schließlich den Schlüssel eines dreckigen aber gut ausgestatteten SUV ausgehändigt. Kein Vertrag, keine Unterschrift, kein Versicherungsnachweis…. Wir schluckten etwas, starteten dann aber doch noch durch. Wir verloren weiter Zeit an drei nicht funktionierenden oder gar nicht vorhandenen Geldautomaten: Ein paar Pesos benötigte man unbedingt für die Mautstellen.
Santo Domingo hat eine hübsche koloniale Altstadt. Als erstes nutzten wir die willkommene Gelegenheit eines Barber Shops auf dem Weg zum Hauptplatz. Die Ausstattung des „Salons“ umfasste wie Antiquitäten anmutende Friseursessel. warum allerdings auch noch Mauersteine mit einem Sofa obendrauf mitten im Laden standen, bekamen wir nicht heraus. Ich versuchte ein wenig smalltalk auf Spanisch. Der ältere Mann war begeistert über seinen Kunden. Er verlangte nur 8 Euro fürs Haareschneiden, wir gaben etwas mehr….Wir besuchten auch die Kathedrale am zentralen Platz Parque colón mit dem Monument von Christopher Columbus in der Mitte.
Auf dem Platz der Unabhängigkeit steht der ALTAR de la PATRIA. In diesem Mausoleum sind die 3 Nationalhelden zur Ruhe gebettet, die das Joch von Haiti abgeschüttelt haben.
Es sind Duarte, Sanchez und Mella.
Und eine relativ neue Zigarrenmanufaktur zog unser Interesse auf sich. Die Handwerker und Handwerkerinnen an den Tischen ließen sich freundlich über die Schulter schauen. Es roch zugegeben sehr gut… Ein paar der braunen Kunstwerke erstanden wir, wofür genau wissen wir noch nicht 🤪.
Ein großer Supermarkt auf dem Weg stockte nochmal unsere nichtverderblichen Vorräte auf. Hochspezifische Dinge gab es aber nicht.
Der Verkehr in der Dom. Rep. war atemberaubend schlimm, v.a. in der Hauptstadt. . Unzählige Mopedfahrer, die im Feierabendverkehr rechts und links überholen, Autofahrer die nie blinken und Verkehrsregeln nicht kennen oder nicht beachten aber unentwegt hupen…. Dazu kamen die hohen Bodenwellen die verbaut sind. Fast unsichtbar sind sie. Sie bremsen zwar unwillkürlich die Fahrgeschwindigkeit, schleudern die Insassen aber komplett durch, und die Wagen sitzen oft sogar auf. Nach 22 Uhr erreichten wir unsere Marina. Der Italiener am Kay hatte gerade die Küche geschlossen …. Fabelhaft….😥.
Vor Verlassen der Samana Bay legten wir einen Stopp auf der Bacardi Insel ein. Hier soll einer der berühmtesten Webespots dieses Getränks gedreht worden sein. Entsprechend viele Verkaufsstände gibt es am einzigen Pfad zum öffentlichen Strand. Da es nach 16.00 Uhr und die Ausflugsboot schon weitgehend aufgebrochen waren, hatten wir zwar den Beach alleine für uns, aber auch die Gaststätte klappte die Läden zu…. Während Uwe eine Runde mit der Drohne drehte, ging ich Baden. Dabei nahm ich im Wasser Kontakt zu den hier offenbar zahlreich vorkommenden Quallen auf. Es nesselte ganz schön an Bauch und Beinen, ließ nach 1 h aber wieder nach. Erst bei unserer Ausfahrt aus der Samana Bucht am nächsten Morgen Richtung Turcs & Caicos bekamen wir ein paar Walrücken und 1 Blas zu sehen. Ganz nahe kamen die mächtigen, würdevoll dahinziehenden Meeressäuger aber leider nicht.Baca lagi
Puerto Rico und Inseln
10 Februari 2025, Puerto Rico ⋅ 🌬 26 °C
Wir fuhren noch bei vollem Sonnenschein in die türkisblaue Bucht vor dem Tortuga Beach von Culebrita ein. Es ist eine sehr kleine unbewohnte Insel, die bereits zu Puerto Rico gehört.
Werner & Resi standen schon an Deck ihrer Lagoon 38 und hießen uns freudig winkend willkommen. Zwei schöne Abende verbrachten wir zusammen bei Bier, Wein, kaltem Buffet oder Grillsteaks, in denen uns die Zwei von ihren aktuellen Missgeschicken berichteten: kaputte Ankerwinsch - Neulieferung 4-5 Wochen, und schwächelnde Blei-Akkubank, so dass sogar das Ankerlicht dosiert eingesetzt werden muss. Kochen ist derzeit nur eingeschränkt bei Sonnenschein möglich. Doch Resi & Werner lassen sich ihre positive Grundstimmung nicht vermiesen, das prädestiniert sie für ein Leben auf einem Segelboot (!), und macht sie noch sympathischer…. Wir verabreden uns dementsprechend optimistisch für die Bahamas. Es sind mit die letzten unserer neuen Seglerfreunde, die den ursprünglichen Plan westwärts durch den Panamakanal zu gehen, noch nicht aufgegeben haben.
Eine kleine Wanderung tags darauf führt uns bergan zu der Ruine eines auch jetzt noch malerischen Leuchtturmes aus roten Backsteinmauern.
Resi & Werner holen noch einmal den Anker samt Kette manuell hoch und verlegen sich nach Puerto Rico, ein besserer Standort für sie, auch versorgungstechnisch. Wir versprechen, bald nachzukommen.
Auf der Nachbarinsel Culebra ankern wir dann 2 Tage später direkt hinter einem Riff und fahren mit dem Beiboot zu einem kleinen Anleger. Von dort erwandern wir uns den berühmten Flamenco Beach, um auch die am Strand stehenden wild bemalten amerikanischen Panzerwracks zu erkunden. Auf dem heißen Rückweg werden wir von 2 freundlichen älteren Amerikanerinnen auf ihrem motorisierten offenen Golfcar mitgenommen. Offenbar sind sie hier auf diesem beschaulichen Eiland heimisch geworden ☺️.
Angeregt durch die Erlebnisberichte des Blogs von der „Flora“ machen wir auch noch Halt auf der Insel Vieques. Hier gönnen wir uns im Städtchen Esperanza mal wieder ein kleines Dinner in einem lokalen Restaurant an der alten massiv gemauerten blauen Uferpromenade. Dieses massiv gemauerte Bauwerk, das als Malecón bekannt ist, wurde in den 1940er Jahren während der Zeit der US-Militärpräsenz auf der Insel gebaut. Sie diente ursprünglich dazu, die Küstenlinie zu stabilisieren und die dahinterliegenden Gebäude und Straßen vor Erosion und Sturmfluten zu schützen.
Des weiteren erkunden wir abends und nachts mit unserem Kanu die berühmte Mosquito Bay, die für ihre starke Biolumineszenz weltberühmt ist. Diese wird durch Dinoflagellaten hervorgerufen: Wenn sie bewegt werden leuchten sie auf. Schon die Einfahrt in die besagte Bucht (Motoren verboten) in der späten Dämmerung war magisch durch die Stille und abendlichen Vogelgesang.
Erst waren wir noch allein auf dem total glatten Wasser und bestaunten bald das glitzernde funkelnde Nass um die eintauchenden Paddel, sich bewegende Fische oder spielende Hände. Später tauchten mehrere einheimische Kanus der örtlichen „Biolumineszenz Touren“ auf, die leider von sehr lautstarken durchgehenden „Erläuterungen“ der Führer begleitet wurden. Da nützte auch die klassische Musik, die Uwe aus dem Handy erklingen ließ, nicht mehr viel.
Seltsamerweise kann man/ konnten wir die Leuchtspiele nicht fotografisch festhalten. Erst nachher erfuhren wir durch Nachlesen, dass die Biolumineszenz physikalisch ein sehr schwaches Licht darstellt, zu wenig um von Kameras mit üblicher Einstellung festgehalten zu werden. Bilder, die es davon gibt, sind alle sehr stark „nachbearbeitet“. Vielleicht hätten wir etwas an unserer „Filmempfindlichkeit“ verändern können, hätten wir es vorher gewusst. Einmal mehr zählte hier das persönliche Erleben 😊.
Zwei Tage später setzten wir nach Puerto Rico in den verlassenen Militärhafen, der Ensenada Honda über. Hier trafen wir Werner & Resi wieder, die es hier im weiten ruhigen Ankerfeld geschafft hatten, ihren Anker aus der Hand ad hoc auf einem guten Ankergrund zu platzieren.
Man merkt schon, dass Puerto Rico nach über 400-jähriger spanischer Geschichte jetzt in amerikanischer Hand ist: den Taxidienst UBER gibt es überall, ebenso wie Wallmart, mehrspurige Straßen mit viel Verkehr, alle vorstellbaren Geschäfte und Dienstleistungen incl. KfC….- und gesalzene Preise. Da fühlten wir uns fast zu unserem Amerika-Roadtrip vom letzten Jahr zurückversetzt: Amerikanisches Flair mit großen grünen Strassenwegweisern, nur eben spanisch beschriftet.
Wir mieteten 3 Tage einen SUV (wurde uns geraten wegen der recht hohen Bodenwellen zur Gewchwindigkeitsregulierung). Wir besuchten das Castillo de San Cristóbal (18. Jh, zum Schutz des Landzuganges der Stadt) und das Castillo de Morro (16. Jh. in der Einfahrt der Bucht von San Juan), beide sehr unterschiedlich angelegt und gut erhalten. Typisch für die Forts und Stadtmauerreste hier sind die vielgestaltigen 1-Personen Wachtürmchen, die „Garitas“. Um den „Garita diabolo“ ranken sich mystische Legenden, es sollen wiederholt Soldaten in ihrer Nachtwache spurlos verschwunden sein, „vom Teufel geholt“ erzählte man sich.
Zu Mittag gönnten wir uns einen Besuch in der Bar Deshistoria, die vielgelobten Empanadas schmeckten echt köstlich. Der Fußmarsch war lang, und zurück nutzten wir den UBER Service 🤣.
An einem weiteren Tag fuhren wir erneut in die Hauptstadt San Juan und wanderten entlang der Calle Cerra mit ihren vielen tollen Graffities an den Hauswänden. Neben der Altstadt mit kolonialen Bauten ist dieses Viertel zum „Inn-Viertel“ der Stadt geworden.
Da noch weitere Segelfreunde, Hans & Barbara auf ihrem von Hans selbstgebauten Alu-Schiff „Dream“, in der Bucht angekommen waren, unternahmen wir zu sechst in 2 Mietwagen noch einen Tagesausflug über die Insel. Die „Panoramastrasse“, die aus vielen schwer zu findenden Strassenstücken besteht, war unser eines Ziel. Angenehme Fahrt durch schönen Urwald. Da die Fahrbahn aber eng, kurvig und mit vielen Schlaglöchern versehen war, schafften wir nur etwa ein Drittel der Strecke, ohne die Rumfabrik oder Kaffeeplantage oder die Höhlen an der Küste, die Werner gerne gesehen hätte, zu erreichen. Wir bogen etwas frustriert ab und erholten uns am Zentralplatz in der Stadt Ponce bei Kaffee und Kuchen und ein wenig Live-Musik einer einheimischen Musikband 🤪. Der übrigens hier erfundene salsaähnliche Tanz „Bachata“ ist allenthalben zu hören, aus Autos, Hauseingängen oder in Kneipen. Das gibt der Insel doch noch ein eigenständiges Flair. Eine knappe Woche später hieß es für uns Ankerauf nach Dominikanische Republik.Baca lagi
Vorbei an den British zu den US-Virgins
1 Februari 2025, Nordatlantik ⋅ 🌬 27 °C
Da wir die BVIs schon aus der Vorsaison kannten, ließen wir sie rechts liegen und segelten gleich zu den US Virgin Islands weiter.
Das Einklarieren wurde auf der Insel St. John in der Cruz Bay erledigt. Die amerikanische Beamtin war sehr förmlich und taute erst etwas auf, als sie unserer B2-Visa für die USA ansichtig wurde… Damit waren wir also „drin“ in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Einige Tage vor Anker lagen wir in der Maho Bay und besuchten von dort mit dem Dinghi den Cinnamoon Beach, wo wir mit unseren Freunden Andrea, Pauli, Peter und Iris den gleichnamigen kurzen Trail zu einem verlassenen Haus oben am (kleinen) Berg unternahmen. Am Anfang des Weges lag eine verlassene Zuckerfabrik, und das Überstülpen unseres Regenzeugs beim Herannahen schwarzen Gewölks verhinderte zuverlässig den Regenguss….
Ausbau und Pflege der Wege, große Restrooms allenthalben sowie die Art und Preise der Imbissangebote kamen mir dann doch schon recht amerikanisch vor. Einheimische Kariben sah man recht wenige. Naja, die Inseln sind nun mal attraktives amerikanisches Reisegebiet: Gleiche Sprache, gleiches Geld, gleiche Gebräuche, nur das Wetter ist sommerlicher. Uns gefiel gerade das alles nicht so gut hier. Uwe beteiligte sich noch an einer zweiten Wanderung zur alten Zuckerfabrik Annaberg.
Wir zogen bald eine Bucht weiter in die Waterlemon Bay mit unseren 2 befreundeten Booten, dann wandten wir uns gen Westen Richtung St. Thomas. Hier machten wir in der Christmas Bay der vorgelagerten Insel Great St. James einen schönen Zwischenstopp. Der Schwell war relativ gering, das Wasser schön sauber, und es gab ein Highlight: Am schwimmenden Pizza-Boot gönnten wir uns ein uriges Abendessen. Rund um das Boot mit Küche und einer Servicefrau schwimmen aufblasbare Inselchen, auf denen man die belegten Teigstücke serviert bekommt.
Auf St. Thomas selbst ankerten wir zunächst vor der Hauptstadt Charlotte-Amalie. Hier befindet sich ein großer Pier für Kreuzfahrtschiffe. Entsprechend mutet die Innenstadt an: Juwelier an Juwelier, Modeshop an Modeshop. viel Verkehr, auch LKWs, und viel Gestank. Das rote alte Fort Christian erliefen wir uns zu Fuß. Es stammt aus der dano-norwegischen Kolonialzeit 17. Jahrhundert und ragte ganz früher, auf einer schmalen Halbinsel liegend, nach Süden in die Bucht hinein. So konnte es diese vor Angreifern schützen. Die Innenräume von Fort Christian waren überwiegend dürftig, wenig Texterkäuterungen, insgesamt hat uns das historische Gebäude nicht so begeistert.
Den Rest des Nachmittages verbrachten wir beim Bier an einer gemütlichen überdachten Bar im Freien, da es langanhaltend regnete.
Die Bucht vor der Hauptstadt verließen wir über den East Gregerie Channel und hatten das Glück, ein Wasserflugzeug hinter uns landen zu sehen. Der Kanal bleibt für die Schifffahrt offen, und die Piloten müssen offenbar zusehen, wie sie eine „Landebahn“ finden.
Wir verbrachten noch drei gemütliche Tage in der ruhigen Brewers Bay. Uwe gefiel sie besonders, weil sie direkt neben einer Flugzeuglandebahn gelegen ist. Unzählige Starts und Landungen konnte er so, praktisch vom Terrassentisch aus, verfolgen. Hier fand er auch Muße, sein I-Pad auf eine neue Halterung in Blickrichtung am Steuerstand nach vorne zu montieren.
Auf St. Thomas trennten sich dann auch vorerst die Wege der drei befreundeten Segelboote. Vlt. treffen wir die SYMI auf den Bahamas wieder.
Für uns ging es zunächst weiter Richtung Puerto Rico und seinen vorgelagerten Inseln Culebra und Culebrita. Dort sollten wir unseren „alten“ Freunde Resi & Werner wieder begegnen. Wir freuten uns schon.Baca lagi

Doris JägerHallo Othi. 10 Jahre. wir haben es vor etwa 3 Jahren in Berlin ausstellen lassen.
St. Martin - Freud und Leid
17 Januari 2025, Saint Martin ⋅ 🌬 27 °C
Aufgrund der relativ starken Prognosen für Wind und Wellen sind wir am 17. Januar gleich durch die Zugbrücke reingefahren in die innere Lagune der Insel St. Martin, die sehr flach und für viele Monohulls deshalb gar nicht geeignet ist. Auf knapp 2 Metern ankern wir auch selten… Unsere Angst vor allzu dreckigem Wasser war unbegründet, man konnte sogar unbedenklich morgens reinspringen und auch den Wassermacher notfalls betätigen.
Am ersten Tag, nachdem wir durch komplett Online-Einklarieren nirgendwo persönlich beim Zoll erscheinen mussten, nahmen uns Andrea & Pauli, die neben uns ankerten, mit ihrem Leihwagen über die Insel mit. Nach einem Start an der wilden Südküste im holländischen Teil, einem ausführlichen Besuch bei einem Ship-Chandler, wo ich endlich die ersehnten neuen roten runden Fender bekam, besuchten wir mit den beiden den Parotte-Ville Vogelpark. Andrea und Pauli waren so begeistert gewesen, dass sie jetzt ein drittes Mal herkamen. In einer riesigen Flugvoliere leben Dutzende zahmer Sittiche und Papageien. 🦜. Diese wetteifern um die Schälchen mit Körnerfutter, die man am Eingang erhält, und landen auf Armen, Kopf und Schultern. Ein lautstarker Riesenspass! Auch kulinarisch landete dieser Tag weit vorne im Ranking. Wir gingen gerne mit in ein Super Thailändisches Restaurant, das die zwei Österreicher ebenfalls schon kannten.
Die nächsten Tage hatten auch wir einen Leihwagen gebucht und fuhren zuerst zur DHL Zentrale. Hier bestätigte sich, was wir am Morgen dieses Tages auch aus unserer Sendungsverfolgung entnommen hatten: unsere 3 neuen Bootsakkus, die wir zollfrei über Amazon.fr bestellt hatten, waren nicht auf St. Martin angekommen, sondern irgendwo auf der Strecke unfreiwillig wieder umgekehrt. Wir waren richtig niedergeschmettert. Warum war eine Batterie problemlos noch im Dezember auf St. Martin angekommen, und die anderen drei nicht? Wir werden es nie erfahren und nie verstehen.
Der nächste Tagesordnungspunkt war der „Businesspoint“ im niederländischen Teil der Insel. Auch hier fehlte ein Paket, genau das mit meinem neuen Macbook, das ich zum Filmeschneiden benötige. Es sollte eine Woche später eintreffen. 😩 Seufz. Noch ne Woche in der Lagune rumhängen?
Immerhin waren einige andere Bestellungen in den 3 Paketen drin. Die nächste große Enttäuschung erlebte Uwe allerdings beim Auspacken seiner Drohne: das Paket war offenbar, von wem auch immer, geöffnet und die Fernbedienung mit Display lieblos in die dazugehörige ebenfalls ausgepackte Tragetasche gestopft worden. Dadurch war auf der Rückseite einer der dort eingerasteten winzigen Steuerknüppel verlorengegangen. Wir trieben ihn auch die ganzen nächsten Tage nirgendwo auf, soviel sei vorweggenommen. Also- Ausprobieren des neuen Fluggerätes erstmal Fehlanzeige. Wo will man hier was reklamieren? Nachliefern lassen? Vergiss es.
Das sollte nicht genug der Rückschläge sein. Beim letzten Tauchgang war aufgefallen, dass einer der erst in Martinique für hunderte von Euro revisionierten Atemregler gar nicht mehr ging: er zeigte nicht den Druck der Sauerstoffflasche an. Die nette Frau in einem Tauchshop hier prüfte zwar das Gerät und bestätigte den Revisions-Fehler, Zeit für eine Reparatur konnten sie und auch ein anderer Tauchgeräteanbieter innerhalb einer Woche leider nicht aufbringen. Also trabten wir auch hier unverrichteter Dinge wieder ab. So viel zum „Leid“ auf St. Martin.
Wo konnte denn nun noch „Freud“ ausgespäht werden?
Das Proviantieren in den großen Supermärkten Carrefour und „U“ klappte wie gewohnt vorzüglich. Guter Weichkäse, Leberpasteten und frisches Fleisch wanderten in unsere Kühlschränke. Auf Empfehlung Paulis brachten wir dann die Hüllen mehrer unserer Sitz- und Liegepolster zu einer jungen fähigen Schneiderin im Hafenbereich. Die Nähte drohten aufzugehen und Kanten waren vom UV-Licht brüchig geworden. Mathilde hatte für alles die richtige Idee zum Reparieren! Uwe überließ ihr dann, weil sie so gut und flott war, noch einige weitere lang ersehnte Änderungen an Polstern. Am vorletzten Tag fügte sie noch einen genialen Reißverschluss in die vordere Plastikfolie am Steuerstand ein: jetzt kann man das „Fenster“ hochklappen, wenn sonniges windarmes Wetter ist und erhält damit noch bessere Sicht nach vorne. Ein lange gehegter Wunsch Uwes ging damit in Erfüllung.
Und mit ansprechenden Boutiquen, Croissanterien und Restaurants mit karibisch/ französischer Cuisine konnte man die Tage auch ganz gut herumbekommen…
Ein weiteres Erfolgserlebnis war, dass es Uwe gelang, die Mastkamera zu reparieren. Dreimal musste ich ihn dafür in die Mastspitze hieven. Und durch die geänderte Internetverbindung mit unserem Starlink ist die Bildwiedergsbe sogar noch besser als zuvor.
Ach, jetzt hätte ich es fast vergessen: Uwes runder Geburtstag fiel genau in diese 2 Wochen. Durch einen Tipp von Kim, der Freundin meines Sohnes Timon, bereitete ich für Uwe eine Schnitzeljagd quer durchs Boot bis zum Nachbarboot vor, bis er endlich sein Geschenk in Händen hielt: ein neues Steiner Fernglas. Abends feierten wir mit der Crew von der Symi bei einem dreigängigen selbstgekochten Menü
sowie vorneweg reichlich Painkiller 🍹. Kurz bevor wir weitersegelten kam auch mein Laptop noch an. Gott sei Dank fehlten hier keine Steuerknüppel…😅.Baca lagi
Das Bauchgefühl
16 Januari 2025, Saint Kitts dan Nevis ⋅ 🌬 27 °C
Heute am Donnerstag wollten wir auf St. Kitts ausklarieren. Unser Plan war, am späten Vormittag in der Christoph Harbour Marina unsere Ausreise bekanntzugeben, und danach wieder in unsere Ankerbucht am Frigate Beach zurückzukehren. Es hatte uns hier gut gefallen, und sie war zum morgigen Start der Überfahrt nach St. Martin gut geeignet. Soweit der Plan. Es machte sich aber schon so ein kleines mulmiges Gefühl bei mir breit. Vielleicht wollte ich mir auch nur eine Option offen halten. Wer weiß.
In der Marina angekommen wurden wir wieder sehr freundlich begrüßt und unsere Dokumente vom Marinabüro begutachtet. Soweit war alles in Ordnung. Auf die Dame von Customs müssten wir leider noch etwas warten, könnten aber vorher gleich zur Immigration. Kurz an die Tür geklopft, es war schon jemand drin, also warten. Nach 20 min. kam eine Frau raus, wir durften aber noch nicht rein. Weiteres Warten. Nach fünf min. klopfte ich wieder. Wir sollten uns noch ein wenig gedulden. Nach weiteren unendlichen Minuten erschien erneut eine Frau und teilte uns freundlich mit, dass sie Probleme mit dem Computer hätten. Sie bat uns um weitere Minuten Geduld. Die Dame, die vor einer halben Stunde herausgekommen war, schlüpfte auch noch einmal durch die Tür hinein. Warten. Am Ende sagte uns Andy von der Rezeption, dass das Computerproblem nicht in den Griff zu bekommen sei, und wir in Basseterre oder Sandy Point ausklarieren müssten.
Es war leider nicht zu ändern, aber wir hatten wichtige Zeit verloren. Ich hatte ja schon im Vorfeld bei Navily gelesen, dass es in der Marina ab und zu mal Probleme mit dem Computer gibt, deswegen auch mein ungutes Bauchgefühl. Hätten wir eben vorher mal anrufen sollen…
Die Fahrt nach Sandy Point ging dann ganz fix. Wir hatten prima Wind und kamen mit 7 Ktn. voran. Um 15:00 Uhr fiel der Anker. Schnell das Dinghy fertig gemacht und rüber in den kleinen Hafen gefahren. Um 15:15 Uhr waren wir am Container vom Zoll angelangt. Die Tür war aber leider schon verschlossen. Ein Frau aus dem benachbarten Container teilte uns dann mit, dass die Herren schon nach Hause gegangen seien. Wir waren fassungslos, hatten uns so beeilt, und das sollte ganz umsonst gewesen sein? Doris ließ nicht locker und sagte, dass wir angemeldet waren und außerdem die Öffnungszeiten im Internet bis 16 Uhr angegeben seien. Die Frau nahm den Telefonhörer und sprach eine Weile hinein. Zurück kam sie mit froher Kunde: Die Herren würden in ca. 45 min. noch einmal zurück kommen. Die Wartezeit verkürzten wir uns mit Kaffee und leckerem Apfelkuchen, den ich kurzerhand vom Boot geholt hatte. Fünf Minuten vor vier kam die Erlösung, also kurz vor dem offiziellen Dienstschluss. Ganz freundlich nahmen sich die jungen Männer dann unseres Anliegens an, und eine halbe Stunde später waren wir ausklariert. Zum Abendessen briet uns Doris leckere Pfannkuchen.
Am nächsten Morgen starteten wir pünktlich um 6:30 Uhr unsere Überfahrt nach St. Martin. Zuerst ging es unter Motor vorbei am Vulkan, der sich auch kurz mal zeigte. Nach Verlassen der Landabdeckung nahm der Wind zu, die Segel wurden gesetzt und der Motor durfte schweigen. Leider nicht sehr lange. Die Wind schwächte sich ab, und ich musste den Motor wieder anwerfen. Und so ging es die ganze Fahrt. Motor an, Motor aus, Ausreffen, Einreffen, ich war ständig am Arbeiten. Die Wellen hielten sich zum Glück in Grenzen, auch wenn die Fahrt alles andere als ruhig war. Letztlich sind wir aber gut rüber und pünktlich angekommen.
Wir mussten ja noch durch die Ziehbrücke und hinein in die flache Lagune. Bis zur Öffnung hatten wir noch etwas Zeit, und so ließen wir kurz den Anker fallen. Um 17:00 Uhr ging sie dann hoch, und nachdem die Boote aus der Gegenrichtung durch waren konnten wir loslegen. Die Durchfahrtsbreite beträgt nur 10 m, bei unserer Breite von 7,40, bleibt da seitlich also nicht mehr viel Platz. Aber ich manövrierte uns sicher hindurch.
Bei der Suche nach einem guten Ankerplatz erlebten wir dann noch einen kleinen Schreck: Wir wollten nicht direkt an dem betonnten Fahrwasser ankern, und so fuhren wir noch etwas suchend durch das seichte Wasser. Leider stimmten aber die Angaben von unserer Karte nicht mit den tatsächlichen Tiefen überein. Dort wo eine Tiefe von 3,0 m sein sollte zeigte unser Tiefenmesser nur noch 0,0 an, also kein Handbreit Wasser mehr unter dem Kiel, wie man es uns es allenthalben wünscht. Wir schafften es aber unversehrt ohne Bodenkontakt zurück zur Fahrrinne und ankerten dann in der Nähe unserer Freunde auf der Simy.Baca lagi
St. Kitts ohne Nevis….
9 Januari 2025, US Virgin Islands ⋅ ☁️ 27 °C
Eigentlich kamen wir ohne besondere Erwartungen auf St. Kitts in der großen Bucht vor Christophe Harbour an. Sie öffnet sich weit nach Westen und hat damit einen traumhaften Blick auf die Sonnenuntergänge.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Dinghi rein in den kleinen Marinabereich des Salzsees zum stattlichen Hauptgebäude, um einzuklarieren. Alle waren sehr freundlich und halfen auch beim Ausfüllen eines hier wieder ganz speziellen Formulars 🙄. Aber ansonsten war der Marinabereich relativ ausgestorben, kein Shop, keine Kneipe weit und breit.
Wir ankerten - auch unter Beachtung der Wind- und Schwellentwicklung - gleichentags noch um Richtung Frigate Bay in der Nähe der Shipswreck Bar. Wir packten uns auf unser neues 2-er Kanu und paddelten an Land, geplant waren Cocktail zum Sunset und Abend-Imbiss in ebendiesem Etablissement. Leider war es aber ziemlich überfüllt, und nach dem Cocktail war kein Platz zum Essen zu ergattern. Aber eine nette Live-Band verbreitete Sunset Stimmung.
Wieder wurde neu geankert am nächsten Tag am Frigate Bay Beach, wo wir unser Auto für 2 Tage aufnahmen. Am Ufer empfingen uns nette Restaurants und Bars, bereits im Ausläufer der Stadt Basseterre.
Der erste Weg mit dem Leihwagen führte uns dann zum Hafen mit dem Anleger für die Kreutzfahrtschiffe. Vier an der Zahl waren zu bestaunen, und Uwe schwelgte in seinen Erinnerungen solcher Reisen.
Das Tageshauptziel war aber Romney Manor, eine alte Rumdistillerie-Ruine und die berühmte Batik-Werkstatt in alten Gemäuern weiter oben am Berg, wo wir hinaufwanderten. Neben einer kurzen Demonstration der Färbetechnik waren unzählige vielfarbige sehr kunstvolle eigene Drucke der Werkstatt ausgestellt. Auch ein Shop durfte natürlich nicht fehlen.
Der zweite motorisierte Tag gehörte einer Rundfahrt um die Insel. Am Turtle Beach war nix los, es war weder Lege- noch Schlüpfzeit. Und es war auch keine einzige Schildkröte am Strand, die sich vielleicht im Termin geirrt hätte (eine „Früh-Eiablage“ sozusagen), schade aber auch.
Um die Mittagszeit erreichten wir an einer Inselspitze das schöne Restaurant „Arthur‘s“, wo wir uns eine leckere Meeresfrüchtepizza gönnten. Während der gesamten Fahrt boten sich uns immer wieder tolle Ausblicke auf Landschaft und Meer. Überhaupt ist St. Kitts sehr gepflegt, ordentlich und mit offenbar guter Infrastruktur, mit vielen emsigen Baustellen und gutem Straßenzustand. Daumen hoch! Das liegt sicher mit an dem Besuch der Kreuzfahrtschiffe. Der Höhepunkt des Tages war das sehr gut erhaltene Brimstone Hill Fortress, ein Unesco Weltkulturerbe.
Abendessen gab‘s heute in dem bekannten „Mr X‘s Shiggidy Shack“. Und ein Rum-Punch passte auch noch rein 🍹. Wozu war man in der Karibik?
Das Ausklarieren am letzten Tag war noch eine kleine Herausforderung. Wir hatten eine Customs-Nebenstelle auf dem Gelände einer Marina angepeilt, nachdem in Christoph Harbour nach 1 h Wartezeit verkündet worden war: „Our Computers do not work today“. Wir hatten uns dann sehr beeilt mit Segeln, Ankern und Anlanden, um vor 16.00 Uhr vor Ort zu sein. Das Büro im Container hatte aber schon zu. Ärgerlich, denn wir wollten Morgen sehr früh die nächste Segeletappe starten. Eine freundliche Frau vom Büro im Nachbarcontainer telefonierte auf unsere Nachfrage ein wenig herum, und tatsächlich kamen eine Stunde später 2 junge Männer in Zivil und Flip-Flops an, die Immigration- und Customs Beamten. In der Zwischenzeit hatte Uwe Kaffee und Kuchen von unserem Boot geholt, womit wir uns gemütlich an einer Holz-Sitzgruppe vor dem blauen Container niedergelassen hatten.
Die Männer waren zwar nicht gerade begeistert über die Störung ihres Feierabends, aber trotzdem korrekt und halbwegs freundlich. Ihr Ratschlag war, den Online-Teil der Papiere immer rechtzeitig einzureichen mit genauer Ankunftsuhrzeit - dann wäre das Ankommen bekannt und entsprechend (vielleicht 😂 - Anmerkung der Redaktion - ) noch Jemand vor Ort.Baca lagi

PengembaraDanke für deinen ausführlichen und informativen Bericht! Es ist immer wieder eine Freude diese zu lesen und die Fotos zu bestaunen. St. Kitts hat mir vor ca. 15 Jahren auch sehr gut gefallen. LG

Doris JägerOh, da warst Du auch! sehr schön. wie geht’s mit Boot voran? neue Saison steht vor der Tür 😊

PengembaraWir sind an einer Lagoon 420 Bj 2009 um 260TEur inkl. Mwst. dran. Sollte der Eigner die vereinbarten Rep. bis Ende März durchführen, dann wird es dieses Boot. Für's Mittelmeer wird`s reichen 😀😀
Entspannte Fahrt nach St. Kitts
9 Januari 2025, Saint Kitts dan Nevis ⋅ ☀️ 27 °C
Heute eine etwas unspektakuläre Überfahrt nach St. Kitts. Da für die nächsten Tage sehr viel Schwell angesagt ist, starteten wir heute schon die Überfahrt. Wir hätten es hier auf Montserrat sicher noch etwas länger ausgehalten, aber was hier Schwell bedeutet haben wir die letzten Tage zu spüren bekommen. Selten sind wir an einem Ankerplatz so durchgeschaukelt worden und das Anlegen und Aussteigen am Dinghydock waren auch jedesmal eine Herausforderung.
Wind war für heute wenig angesagt und das auch nur in den Vormittagsstunden. Aus diesem Grund ging der Anker auch schon um 6:30 Uhr auf, mitten in der Morgendämmerung. Der Gennaker war noch angeschlagen, deswegen scheute ich die Mühe, unser Levante hochzuziehen. Wir hätten vielleicht 4 sm mehr unter Segel gemacht, aber was soll’s. Um 10:00 Uhr schlief der Wind komplett ein, und ich musste den Motor starten. Hätte er länger geweht, hätte ich mich vielleicht wegen des Levante geärgert, es sollte also wohl so sein.
So wurde es eine "ruhige" Fahrt unter Motor. Ganz ruhig war sie dann doch nicht, denn die Sonne schien heute mächtig, und so konnte ich bei dem stillen Wasser sogar unterwegs unseren Wasservorrat mit dem Wassermacher auffüllen, was um so wichtiger war, da Doris die nächsten Tage ordentlich Wäsche waschen wollte.
Nachdem wir in Montserrat die längste Segelyacht der Welt gesehen hatten, wartete nun wieder ein Leckerbissen auf uns: Eine moderne Segelyacht mit Rahsegeln. Es handelt sich hier um die „Black Pearl“, die drittgrößte Segelyacht der Welt. Sie besitzt ein Dyna-Rigg. Innerhalb von 7 Minuten können alle Segel gesetzt werden, da brauchen wir länger.
Nach 41 sm und reichlich neun Stunden fiel in der Ballast Bay unser Anker in kristallklares Wasser. Das Einklarieren hatten wir auf den nächsten Tag verschoben.Baca lagi

PengembaraInteressantes Rigg der Black Pearl, trotzdem brauchst Crew und dann ist es mit der "Privacy" vorbei. LG

Doris Jägerdas stimmt, Othmar. lieber „etwas“ kleineres Boot, das man zu zweit handeln kann

PengembaraNa das war ja eine geruhsame Überfahrt. Es ist spannend, wie vielfältig die Inseln geformt sind, von den tollen Segelbooten mal abgesehen. Ist immer ein Erlebnis so etwas zu sehen.
Montserrat - die vergessene Insel
8 Januari 2025, Montserrat ⋅ ☀️ 27 °C
Die Insel Montserrat wird von Seglern wenig angesteuert. Warum das?
Es gibt einige Gründe dafür: Montserrat liegt etwas abseits der Hauptsegelrouten der Karibik. Sie hat zudem mit Little Bay nur eine einzige gesicherte Bucht zum Ankern, und auch hier herrscht meist ordentlicher Schwell. Ankerbojen werden nicht angeboten. Im Vergleich zu anderen karibischen Inseln gibt es weniger Strände und Wassersportaktivitäten, die Segler meist anziehen. Große Marinas und eine Infrastruktur für Segelboote fehlen ebenfalls, was die Versorgung v.a. für Boote, die kein eigenes Süßwasser herstellen oder nicht genug Solarstrom produzieren, schwierig macht. Der letzte Punkt ist die weiter bestehende Aktivität des Vulkanes Soufrière, die von einem Observatorium am Fuße des Berges, das ständig von 6 Wissenschaftlern besetzt ist, überwacht wird. Die letzte größere Ausbruchserie des Vulkans begann 1995.
Die Stadt Plymouth, die damals die Hauptstadt Montserrats war, wurde schließlich am 25. Juni 1997 durch einen großen pyroklastischen Strom vollständig zerstört. Die glühend heißen Gase, Asche und Felsbrocken begruben die Stadt unter einer dicken Schicht vulkanischen Materials. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt schon evakuiert.
Dieser Ausbruch forderte trotzdem noch insgesamt 19 Menschenleben und führte zur dauerhaften Aufgabe von Plymouth. Große Teile der südlichen Insel wurden zur Exclusionszone erklärt und sind bis heute unbewohnbar.
Gerade diese letzte Besonderheit und die derzeitige relative Unberührtheit vom Tourismus waren aber für uns ein Grund hinzusegeln.
Nur 3 oder 4 andere Segelboote vor Anker waren bei unserer Ankunft in Little Bay anzutreffen. Umso überraschender war es, wie schon von Uwe beschrieben, das große Segelschiff von Jeff Besos hier zu sehen.
Wir wollten 3 Tage hier verbringen, dafür kann man schon bei der Ankunft gleichzeitig Ein- und Ausklarieren. Gute Idee! Obwohl der Wind einigermaßen günstig stand, wurden selbst wir mit dem Katamaran ordentlich vom Schwell hin- und her geschaukelt. In der Bucht ist gerade eine neue Hafenanlage im Bau, dafür stehen riesige Fertigbetonteile am Ufer herum, man landet an einer Art Baustelle.
Ziemlich erschreckt hat mich am ersten Tag die einzige Anlegemöglichkeit für Dinghis, eine kantige Konstruktion aus verrosteten Eisenstangen. Die Wellen zum Ufer hin trieben unser Beiboot immer zügig an dem Eisengerüst vorbei, und ich wusste nicht, wie und woran ich unsere Leine schnell festmachen sollte. Auch das Heraus- und Hineinklettern empfand ich als waghalsig.
Nach den Zollformalitäten - es war schon späterer Nachmittag - kehrten wir nur noch in eine der 2 guten und freundlichen Strandbars ein, weitere Aktivitäten schafften wir nicht. Das Essen war lecker und nicht teuer, es war insgesamt wenig los. Gerade versank die Sonne am Horizont, leise Musik spielte in der Bar, einfach entspannend.
Aufgrund einer Empfehlung auf Navily, einer App. um persönliche Rezensionen von Ankerplätze zu lesen, rief ich die Nummer von Cecile Wade an. Wir wollten gerne eine Tour über die Insel, zum Vulkanobservatorium MVO und zur verschütteten Stadt Plymouth unternehmen. Diese liegt in der sogenannten Sperrzone und darf nur mit Führer betreten werden. Cecile war erreichbar, zusätzlich zum Eintrittspreis in das Sperrgebiet von 60 USD wurde noch ein Tourpreis von 140 USD angesetzt. Für 3 1/2 Stunden…. 🤪. Wir überlegten wegen des hohen Preises, riefen noch woanders an, dort war es aber noch teurer. Gut. Wir waren noch 2 Tage hier und ja, wegen des Vulkans waren wir auch gekommen. Wir buchten für übermorgen, hofften, noch 2 Mitpassagiere zu finden…das erfüllte sich jedoch nicht.
Am nächsten Tag wanderten wir erstmal die Straße hoch zum Landesmuseum (Montserrat ist ja mit seinen 4600
Einwohnern ein eigenständiges Land, eines der kleinsten der Welt) und in den Ort hinein. Im Museum lernten wir etwas über die ersten Siedler auf dem Eiland vor vielen tausend Jahren, und dass später viele Iren als Siedler dorthin gelangt waren. Man konnte Bilder der ehemals sehr lebensfrohen Hauptstadt vor und nach dem großen Ausbruch sehen. Die Einwohner sind sehr stolz auf ihre Traditionen und ihre jetzige Unabhängigkeit.
Der Ort Brades selbst, der jetzt Hauptstadt ist, ist eher schmucklos, zusammengewürfelte einfache Häuser, winzige Tante-Emma Lädchen, einige kleine lokale food-stations. Immerhin fanden wir ein Café, das sogar Cheesecake anbot. 🙂. Aber es erstreckt sich eine riesige offizielle Baustelle am Hang für Gebäude, die der Inselhauptstadt offenbar wieder mehr Glanz verleihen sollen. Auf unserer Wanderung kamen wir mindestens an 3 Ministerien und einem großen Kulturzentrum vorbei. Außerdem gibt es einen Dauer-Festplatz mit großer Bühne und vielen Buden im Kreis, wo offenbar z.B. im Dezember, wenn hier Karneval gefeiert wird, der Bär steppt. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm vom Dezember 24 war noch angeschlagen. Ganz schön erstaunlich bei 4600 Einwohnern!
Dann kam endlich der Tag unserer Fahrt in den Sperrbezirk. Dieser Ausflug ist nur möglich in Zeiten mit niedriger
Vulkanaktivität. Cecile Wade übergab uns um 10 Uhr an einen älteren Ex-Polizisten, Dennon, der die Zeit des Vulkanausbruches selbst miterlebt und sein Haus in Plymoth verloren hat.
Wir entschieden uns dafür, zuerst das MVO anzusteuern. Dort gab es einen Film über den Vulkanausbruch, einige Schaubilder und eine freundliche Frau am Tresen, um den Eintritt einzusammeln. Gern sahen wir auch beim Start eines Hubschraubers direkt neben dem Gebäude zu einem Erkundungsflug zu. Leider verbrachten wir ein wenig zu viel Zeit im MVO, die uns dann in Plymouth fehlte. Durch eine Strassensperrung musste unser Fahrer auch noch einen Umweg fahren, und am Ende wurden uns bei der Passage des Einganges in die Zone V von der Diensthabenden nur 45 Minuten zugestanden. Das war wenig! Einen Teil verbrachten wir am zerstörten Hafen. In der verschütteten Stadt selbst kucken von den meisten Gebäuden nur die Etagen 2 und höher aus dem jetzigen Erdboden. Gute Zugangsmöglichkeiten fehlen deswegen. Uwe und ich trennten uns, er für einen Drohnenflug, ich um ins Innere von zerstörten Häusern zu kommen. Seltsamerweise war freier Zugang, obwohl überall Baufälligkeit ins Auge stach und Eisenträger herausragten. Ich gelangte in eine Art ehemaliges Kaufhaus, wo noch verstaubte Schuhe im Regal standen. Etwas gruselig. Der Boden war überzogen von puderartiger Vulkanasche. In ein ehemaliges rundes Resort fand ich auf die Schnelle keinen sicheren Zugang, alles ist voller Schutt und Bewuchs, nichts ist gesichert, ich wollte auch keine Verletzungen riskieren. Da hupte auch schon bald unser Driver, er wollte uns noch zu einer „versunkenen Kirche“ fahren. Dennon erzählte uns, dass viele Besucher/Touristen vorgefundene Überbleibsel der Menschen wie Geschirr, Flaschen und Möbelteile einfach als „Souvenir“ mitgenommen hätten. Jetzt seien die Häuser weitgehend leer. Ein wenig waren wir enttäuscht, weil wir in der Kürze der Zeit nichts ausgiebig hatten erkunden können. Andererseits aber froh, überhaupt hier gewesen zu sein. In die Jetztzeit und ins Leben zurückgekehrt besuchten wir abends nochmal eines der netten, ruhigen Restaurants am Little Bay Beach.Baca lagi

PengembaraDas moderne Pompeji, wie schnell so etwas gehen kann. Ich glaube uns könnte das auch gefallen. Nun ja, vielleicht mal später, wenn wir uns zur Ruhe gesetzt haben.

Doris JägerJa, rostiges kantiges Eisen, auch die Platform auf der man steht, wenn man es mal geschafft hat, im Vorbeiwogen irgendwas mit der Leine zu fassen zu bekommen. so wird das nix mit mehr Segeltouristen…😉
Törn nach Montserrat
6 Januari 2025, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C
Unser heutiger Segeltörn führte uns zur Insel Montserrat. Nach dem frühen Frühstück ging es zum Ausklarieren in English Harbour, Antigua. Leider hatten einige andere Segler auch die Idee und so hieß es anstehen und sich in Geduld üben. Ich nutzte die Zeit während Doris geduldig ausharrte und füllte noch zwei Dieselkanister an der Tankstelle. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann heraus aus der Freeman’s Bay. Der Wind kam wie vorhergesagt genau von hinten. Der Gennaker war noch angeschlagen und für diesen Wind bestens geeignet. Als das Segel gesetzt war, erinnerte mich mein Handy an ein geplantes Telefonat. Bei dem Gespräch schaute ein Auge immer auf die Windanzeige, die ständig höher ging. Zwanzig Ktn. gleichmäßigen Wind von hinten kann unser Gennaker gut ab. Böen bis max. 25. Ktn gehen auch, dann wird das Bergen aber schon schwierig. Als die Böen 26 Ktn. erreichten, musste ich das Gespräch erst einmal beenden. Glücklicherweise haben wir mit dem Bergen unseres zweiten Leichtwindsegels schon einige Erfahrung, so manchen Denkzettel haben wir schon eingeheimst. Als Erstes ließen wir die Genau raus, dadurch kommt der Gennaker in deren Windschatten. Das Einrollen wird dadurch einfacher, weil nicht so viel Druck im Tuch ist. Ich habe leider keinen Endlosfurler, bei mir wird eine Holleine auf eine Trommel aufgewickelt und wenn diese Leine zu Ende ist, ist Schicht im Schacht. Wenn dann noch ein kleines Stückchen Tuch herausguckt, besteht die Gefahr, dass sich das ganze Segel wieder entrollt. Es ging aber alles gut, und wir segelten mit der Genua weiter bis an unser Ziel.
Pünktlich um 14:30 kamen wir am Kap an, und als wir um die Ecke herumkamen, lag da ein sehr großes Segelschiff, betätigte kurz das Horn und fuhr langsam los. Erst später erfuhren wir, um welche Yacht es sich gehandelt hatte. Es war die die Koru von Jeff Bezos. Ob er wohl an Bord war???
Ein kleines Problem wartete aber heute doch noch auf uns. Wir wollten heute noch, da es ja noch früh am Nachmittag war, gleich noch einklarieren. Also lenkte ich das Dinghi gleich rüber ans Land, doch was war das? Am Dinghydock war so ein Schwell, dass das Aussteigen ein Balanceakt wurde. Das plumpe Gestell war zudem hoch und bestand inklusive der Lauffläche überwiegend aus rostigen Eisenstäben. Doris meinte, sie schaffe es nicht. Hat sie dann aber doch, aber einfach war es nicht. Das Einchecken ins neue Land an sich ging dann ganz flott und unkompliziert. Zur Belohnung gönnten wir uns einen Sundowner und einen Snack an einer schönen Bar direkt am Strand mit Blick zu unserer Vitila.Baca lagi
Antigua die Zweite ….
31 Disember 2024, Antigua dan Barbuda ⋅ ☀️ 28 °C
Wunschgemäß erreichten wir ziemlich zeitgleich mit unseren Freunden von der SYMI und der IP gegen 15.00 Uhr Freemans‘s Harbour im Süden von Antigua. Es war eng zum Ankern in dieser Bucht, aber wir hatten es schon enger erlebt hier, also rein das Halteeisen und die Taschen gepackt zum Einklarieren. Denn das Einklarierungsbüro sollte um 16.00 Uhr schließen, und mit gelber Flagge hätten wir heute an Silvester nicht an Land gedurft. Nicht auszudenken…!😬
Die drei Skipper kamen relativ rasch verrichteter Dinge mit dem Dinghi zurück. Auch hatten wir grünes Licht vom Antigua Yacht Club bezüglich unseres Silvesterdinners bekommen.
Aufbrezeln ist ja nicht so das Ding des Seglers, aber wir drei Frauen fanden doch etwas Eleganteres, und die Männer trugen hübsche Hemden und die „besseren“ kurzen Hosen…🤭.
Und ich sage euch, das Dinner mit Sushi und „Surf and Turf“ für Peter war wirklich ein Gedicht!! vielen Dank nochmal an Ulrike & Thomas für den Tipp! Andrea und Pauli genossen ihr „Sushi Love Boat“ und Uwe & ich zusätzlich zum normalen Sushi die knusprig gebratene Version.
Der Anfangs Cocktail und guter Roséwein sorgten für Feierstimmung. Auf dem Rückweg um 22.00 Uhr zu Nelson‘s Dockyard entdeckte Pauli eine Bar mit guter Reggae Livemusik für uns, um halb 12 drängte Uwe dann zum Aufbruch, um noch eine Flasche Sekt unterwegs zum Anstoßen kaufen zu können. Die Straßen und Gebäude waren noch von Weihnachten festlich beleuchtet, viele ausgelassene Menschen bewegten sich in Richtung des großen Tores, das den inneren Bereich des Nelson Yachthafens abschließt. Vor den Kontrollpolizisten hatte sich eine lange Schlange gebildet. Au weia!
Mit der Kraft der Überzeugung drängten wir uns an allen vorbei, und Andrea und Pauli erzählten den Beamten aufgeregt von unseren Booten vor Anker, irgendwas erzählten sie, und wir wurden prompt durchgewinkt, „let them go !“ sagte einer der Männer nachsichtig und kopfnickend. Gerade noch rechtzeitig hinein aufs Yachthafengelände, um den Sekt zu öffnen und unsere 3 Plastikbecher, die wir auf Uwes Anraten in der letzten Bar mitgenommen hatten, zum Anstoßen um Mitternacht zu füllen um auf das Neue Jahr 2025 zu trinken. Da startete schon das Feuerwerk direkt hinter den langen Masten der vielen Luxusyachten, die hier in der Marina zuhauf zu Gast sind, und festliche Musik lud zum Tanzen ein. Rundum ein gelungener wenn auch nicht billiger Abend 🫣.
Nach einem „Entspanntag“ am 1. Januar, jeder auf seinem Boot, stiegen wir am Donnerstagnachmittag den 2.1. zum nahegelegenen Hügel und Restaurant „Shirley‘s Height“ hoch. Donnerstags und sonntags ist hier Livemusik zu hören. Die einheimische Steel band spielte eifrig und gekonnt, lokale Bastel- und Schmuckarbeiten durften nicht fehlen. Der Rumpunsch schmeckte lecker wie bei unserem ersten Besuch im April, gegessen wurden schmackhafte Gerichte vom Grill. Es ist ein großer Menschenauflauf, schön gemischt aus vielen Nationen, recht touristisch- aber doch herzerfrischend. Sind wir Segler nicht letztlich auch Touristen?
Der Spot zum Sonnenuntergang hier oben ist jedenfalls meiner Meinung nach ein „Must-see“ auf Antigua. Viel länger als geplant hielt uns noch eine sehr gute 6-Mann Reggae Band, die auf die Steelband folgte, dort oben in der Dunkelheit auf den Beinen.
Am nächsten Tag überwanden Iris & Peter und wir unsere Trägheit und unternahmen eine Rundfahrt mit dem Leihwagen. Die Hauptstadt Saint John‘s ist laut und schmucklos, die Kathedrale war leider geschlossen. Lediglich im Hafenbereich, wo die Kreuzfahrer anlegen und ausschwärmen, gibt es einen nett gestalteten Bereich, den Redcliff-Cay. Hier aßen wir eine Kleinigkeit.
Die weitere Erkundung führte zu einem eigentlich geschlossenen Gelände, einer alten Zuckerrohrfabrik „Betty’s Hope“ und zu „Devils Bridge“, einer natürlich ausgespülten Felsbrücke über schäumendem und tosendem Wasser. Der letzte Tagesordnungspunkt, eine Landmarke und overlook über die Halfmoonbay und einen Felseinschnitt der Küste, brachte Uwe als unseren Fahrer und unser kleines Auto ohne Vierradantrieb ins Schlingern und Rutschen, die Schlaglöcher wurden immer tiefer und die Dämmerung nahm zu. Also Umkehren und auf anderem Weg nach English Harbour zurück. Ein „Painkiller“ zum Abschluss war nötig zum Entspannen….😌.
Vor unserem endgültigen Abschied von Antigua verbrachten wir noch eine Nacht in der „Nonsuch-Bay“, um mal aus English-Harbour herauszukommen. Iris verpasste Uwe im Austausch gegen eine von mir selbstgezogene griechische Basilikumpflanze noch einen Kurzhaarschnitt.
Am übernächsten Morgen, dem 7. Januar 2025, klarierten wir morgens aus - ein längeres Anstehen war diesmal vonnöten - und segelten Richtung Montserrat, einer Vulknaninsel eher abseits vom größeren Touristenstrom.Baca lagi
Mühsames Segeln nach Antigua
31 Disember 2024, Caribbean Sea ⋅ ☀️ 27 °C
Heute ist mühsames Segeln angesagt.
Es ist Silvester und wir wollen nach Antigua. Es sind circa 45 sm bis zum Ziel, und da wir schon am frühen Nachmittag ankommen wollen, geht die Fahrt schon um 6:30 Uhr los. Die Wettervorhersagen sind sehr unterschiedlich. Ventusky sagt bis 16 ktn. aus Nord Ost, Windy sieht den Wind eher aus östlichen Richtungen. Ich stelle mich auf schwachen Wind ein und bereite schon am Abend den Gennaker vor.
Hinaus aus der Bucht geht es unter Motor. Peter ist schon eine halbe Stunde vor uns gestartet. Die Segel setzen wir etwas später. Als wir die Landandeckung von Guadeloupe verlassen, kommt ein lange Atlantikdünung auf uns zugerollt, ca. 2,0 m hoch, von Wind aber noch nichts zu spüren.
Inzwischen wird das Segeln immer ungemütlicher, zu der Dünung hat sich noch eine eklige kurze Welle gesellt, die unsere Segel sehr stark schlagen lässt. Der Wind „bläst“ mit 6 bis 10 ktn, zu wenig um bei diesen Bedingungen zu segeln, ich muss also den Motor mitlaufen lassen, wir haben ja ein „Date“. Mit einemmal kommt etwas Wind, hoffnungsvoll schalte ich den Motor aus. Die Böe dauert aber nur fünf Minuten, dann kann ich den Motor wieder starten. Ich entschließe mich, den Gennaker zu setzen, aber auch dies bringt nicht den erhofften Erfolg, zumal noch ein Squall auf uns zuzieht, aber der könnte ja etwas Wind mit sich bringen. Der Squall kommt und geht, Wind bringt er keinen. So geht die Fahrt weiter, Wind kommt, Wind geht, Motor an, Motor aus, die Segel schlagen, es nervt. Das hat nichts mit Champagnersegeln zu tun, und das, obwohl ich zu Weihnachten einen großen Schluck Sekt an die Götter der Meere gespendet habe. Vielleicht war der Schluck zu groß, und sie sind noch etwas betrunken?
Gegen zehn Uhr erhebt sich dann doch etwas beständigerer Wind, und ich setze unser Leichtwindsegel erneut. Bei 13 ktn Wind gleiten wir mit 7,0 ktn dahin, Segeln kann so schön sein, k ö n n t e …. denn auch dieser Wind hält nicht lange. Eine halbe Stunde später muss ich wieder den Motor bemühen.
Mit einem leichten nächsten Sqaull kommt wieder etwas Wind, und er hält diesmal sogar 45‘, aber leider dreht sich auch der Wind, und ich kann den Kurs nicht mehr halten. Um 11:30 Uhr muss ich daher leider den Gennaker hereinnehmen, da ich mit ihm nur 60° am scheinbaren Wind segeln kann. Weiter geht es mit Genua und Groß, natürlich wieder mit Motorunterstützung.
Kurz vor Antigua kommt dann doch noch etwas Wind aus der richtigen Richtung auf, und ich kann den Motor für kurze Zeit stilllegen. Es ist aber besondere Vorsicht angesagt, da vor der Küste Antiguas einige Boot recht flott unterwegs sind, es findet gerade die Silvesterregatta statt. Wir kommen aber gut durchs Gewusel an Seglern, und finden tatsächlich in der relativ kleinen Freeman-Bay noch einen Platz. Gerade als wir fertig vor Anker liegen, kommen auch die Simy und die IP in die Bucht gefahren. Zusammen mit Pauli und Peter geht es gleich zum Einklarieren. Wie es zu Silvester weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Bericht.Baca lagi
Weihnachten auf Marie Galante
16 Disember 2024, Guadeloupe ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einem einwöchigen Zwischenstopp auf Martinique, der hauptsächlich dem Besuch des Carrefour und Decathlon diente, sowie zum kleinen Shoppen in diversen netten Boutiquen im Marina Carrée, segelten wir kurzerhand weiter, vorbei an dem schon bekannten Dominica, zu der flachen, Guadeloupe vorgelagerten kleinen Insel Marie-Galante.
Die Ankerbucht ist ruhig und friedlich, der Ort Port Saintes Louis überschaubar und nett. Da wir uns weiter auf französischem Hoheitsgebiet befanden, konnten wir uns regelmäßig an leckeren Croissants erfreuen.
Einentags absolvierten wir eine 10 km Wanderung am Ufer entlang durch verwunschene Palmenhaine mit bodenbedeckenden saftig-grünen Sukkulenten und später quer durch Hügel und Wald. Anderntags fuhren wir per Auto zur Hauptstadt Grand Bourg, zu einem bekannten Wandgemälde am Hafen, streiften erneut eine Boutique und klopften im „Indigo-Haus“ an. Hier lebt ein aus Paris ausgewanderter Künstler, der uns mit Unterstützung zweier sehr freundlicher Praktikantinnen die Grundlagen des Blaufärbens näherbrachte. Die Farbe gewinnt man aus den Blättern der auch in seinem Garten wachsenden Indigo-Pflanze.
Leider machte ich auf dem Gelände des Indigo Hauses intensive Bekanntschaft mit einem spitz-abgebrochenen querstehenden Ast, so dass wir zum Nähen der stark blutenden Platzwunde am Kopf 2 Stunden in der Notaufnahme des nahegelegenen Krankenhauses verbringen mussten. Alle waren freundlich und professionell, incl. sterile Naht mit Lokalanästhesie und Tetanus Auffrischumpfung. Uff…!😣
Danach hatte die Rumdestillerie leider schon zu.
Letztendlich gefiel uns die Örtlichkeit so gut, dass wir mit 3 befreundeten Segler-Paaren beschlossen, Weihnachten hier zusammen zu feiern. Ein 5. Katamaran, die Allegria, mit Evelyn und Wolfgang, kam noch dazu. Ein Besuch des örtlichen Gottesdienstes an Heiligabend war stimmungsvoll, mit viel Musik einer Live-Band und Weihnachtsliedern im Karibik Sound.
Den 2. Feiertrag trafen sich alle 10 auf der Vitila, denn wir hatten zum Sundowner mit Painkiller und Hühnerfrikassée mit Reis und Blumenkohl eingeladen. Andrea schmierte leckere Schnittchen als Entrée - mit was sonst als Foie gras 😌 - und Iris glänzte mit 10 Portionen Mousse au Chocolat. Es wurde ziemlich spät an diesem Abend, aber wir konnten ja alle auf unseren Booten am nächsten Morgen ausschlafen.
Die nächste Station war Terre-de-Haut, eine weitere kleine französische Insel. Wir wanderten dort zusammen hoch zum Fort Napoleon, was wirklich gut gepflegt ist und eine umfangreiche Ausstellung beherbergt. Es ist umgeben von einem großen Garten mit Palmen, Kakteen und Sukkulenten. Abends suchten die Paare noch ihre vom letzten Besuch bekannten Lieblingsrestaurants auf, wir z.B. das „Les Balançoires“, wo wir uns leckere Tapas gönnten.
Weiter ging die Reise an Gouadeloupe entlang, wo wir einen schönen Tauchstopp im Jaques Cousteau Reservat einlegten. Darunter litt jedoch etwas meine Kopfwunde, sodass wir den 2. Tauchgang zu einem Wrack leider ausfallen lassen mussten. Bei den Vorbereitungen zum Tauchen stellte sich heraus, dass einer der 4 in Martinique revisionisten Atemregler defekt wieder an und ausgegeben worden war. So eine Pleite! auf unsere Anfrage hat der Tauchshop noch nicht reagiert. In Anbetracht des echt hohen Preises für die Revisionen ist das ziemlich ärgerlich.
Am 31.12. brachen 3 befreundete Boote aus der Bucht vor Deshaies im Norden Guadeloupes auf Richtung Antigua.
Wir hofften auf 3 Ankerplätze in der schönen Freeman‘s-Bay und planten, noch einen Platz fürs New Years Eve Dinner zu reservieren. Wir hatten einen Tipp von unseren Freunden Thomas und Ulrike für den Antigua Yacht Club erhalten. Und auch ein Feuerwerk sollte es im Nelson‘s Dockyard geben. Schauen wir mal…😉Baca lagi

Doris JägerDanke. Gut geheilt. Uwe hat schon die Fäden gezogen. aber zuerst mal ein kleiner Schock….
Überfahrt nach Martinique
7 Disember 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C
Heute hieß es wieder früh aufstehen. Wir hatten uns entschieden, von St. Vincent nach Martinique durchzusegeln, da für morgen starker Wind vorausgesagt war. So stand heute ein Segeltörn von 75 sm an.
Den Wecker hatte ich für 5:15 Uhr gestellt, wäre aber nicht nötig gewesen, da ich schon um 5:00 Uhr wach war. Eine Viertelstunde später ging es aus dem Bett, und alle Vorbereitungen für die Fahrt wurden getroffen. Kurz vor sechs hiess es Anker auf, und wir starteten zusammen mit Iris und Peter auf der „IP“, diese waren auch schon startbereit. Pauli und Andrea brachen wenige Minuten später auf.
Wie zu erwarten hatten wir anfangs durch die Landabdeckung wenig Wind, dies sollte sich aber bald ändern. Genau wie von Windy vorausgesagt, kam der Wind mit einem Schlag 23 ktn von der Seite und dazu noch eine kurze Welle. Die Wellen kamen schräg von vorn, und immer wieder rollten richtige Kracher heran, die unsere Vitila durchschüttelten und fast auf null abbremsten. Zu allem Überfluss hatte ich mich für heute entschieden, etwas Abstand zu St. Lucia zu halten, um nicht in deren Windschatten zu geraten. Das erwies sich als nicht so glückliche Idee, denn wir hatten zwar ganz guten Wind, aber auch durchweg eine unangenehme Welle.
Einige Squalls waren heute auch wieder unterwegs. Pauli und Peter haben voll einen erwischt, bei uns sind sie immer vor oder nach uns durchgezogen, wir bekamen davon nur den Wind ab. Dieser wehte dann jeweils um Einiges kräftiger, und die Wellen waren gleich noch etwas höher. Und genau in so einem Moment rumpelte etwas ganz laut. Doris, die gerade im Salon war, hatte auch etwas gehört, wusste aber auch nicht, woher es gekommen war. Erst später als ich auf die Toilette ging sah ich die Bescherung: Die Tür vom Werkzeugschrank hatte sich geöffnet und allerlei hatte sich auf dem Fußboden verteilt.
Zu guter letzt wurde es aber doch noch ein schöner Segeltag. Mit der Passage der Nordspitze von St. Lucia drehte die Welle immer seitlicher und wir stoppten nicht mehr so auf, vielmehr glitten wir jetzt schön durch das Wasser, und unsere angepeilte Ankunft rückte auch wieder in greifbare Nähe, sprich bevor die Sonne untergeht.
Pauli dieser Schlingel hatte natürlich wieder alles richtig gemacht und war unter Land gefahren. Am Schluss hatte er den Wind achterlicher und zog wieder an mir vorbei. Wieder etwas dazugelernt.Baca lagi
Zwischenstopps in Bequia und St. Vincent
4 Disember 2024, Saint Vincent dan Grenadines ⋅ 🌬 29 °C
Von Mayreau segelten wir - vorbei an Canouan - direkt nach Bequia. Diese schöne Insel hat nicht viel vom Hurricane abbekommen.
Eigentlich hatte ich am 1. Dezember ein wenig mit Freunden auf unserem Boot essen und feiern wollen. Es kam aber leider anders…
Uwe war nach dem letzten Segeltag und dem Wegpacken des Grossegels schon auffällig müde und sogar erschöpft gewesen. In der Nacht davor hatte er urplötzlich Symptome eines Harnwegsinfektes entwickelt gehabt. Antibiotika eingeworfen und viel Trinken - damit sollte es eigentlich bewendet sein. Aber es entwickelte sich zusätzlich eine handfeste Prostatitis mit Harnverhalt und Fieber bis 39,2 Grad, Uwe lag an meinem Geburtstag flach. Ich machte einen Urintest und telefonierte mit Peter, einem befreundeten Urologen aus Bayern, um meine Therapie absegnen zu lassen. Ich holte daraufhin gnoch zusätzliche Tabletten aus der Apotheke in Bequia, man gab sie mir sogar ohne Rezept.
Andrea & Pauli nahmen mich zu einem kleinen Landausflug mit, eigentlich um frisches Obst zu kaufen, aber sonntags war alles zu und auch keine Obststände da. Stattdessen kehrten wir in eine Bar ein, und ein Pinacolada wurde zu meinem Geburtstagsumtrunk.
Die Einladungen für abends auf unser Boot sagten wir ab, Uwes Fieber sank zwar, aber er war zu schwach, und die anderen Symptome waren immer noch lästig.
Die anderen 2 Tage gelang der Einkauf von herrlichen Frischwaren, und am letzten Tag war Uwe soweit genesen, dass sogar eine 4-stündige Wanderung auf dem „Prinzess Margret Trail“ zu einem Gipfel mit toller Aussicht und ein Abendessen in einem Strandrestaurant möglich waren. Der Aufstieg war steil und anspruchsvoll, teilweise hatten wir den Eindruck, dass gar kein richtiger Weg vorhanden war, aber der Ausblick entlohnte! Der weite Rückweg kürzte sich ab durch einen Minibus, der noch Platz für 4 hatte.
Mit dem nächsten Zwischenstopp auf St. Vincent, der Namensgeberin der Inselgruppe, betraten wir Neuland in doppelter Hinsicht: zum Einen waren wir wirklich noch nie dort gewesen, zum Anderen war es in der Cumberland Bay üblich, zusätzlich zum Ankern noch mit Leinen an jeweils einer Palme befestigt zu werden. Einheimische, namentlich Cas, halfen gegen ein geringes Entgelt dabei. Uwe hatte für diesen Zweck extra mal ewig lange Schwimmleinen gekauft, diese kamen jetzt erstmals zum Einsatz. Schwimmende Leinen deshalb, weil man bei diesem Manöver ja langsam mit beiden Motoren rückwärts Richtung Land fährt, und andere Leinen in die Schrauben geraten würden. Wir gingen es ganz ruhig an und alles klappte. Durch diese Methode können in der relativ kleinen Bucht deutlich mehr Boote längsseits nebeneinander Platz finden. 3 Charter Katamarane taten so, und wir wurden am ersten Abend bis spät in die Nacht mit Frohsinn und Musik unterhalten. Aber sie haben im Gegesatz zu uns Dauerseglern ja meist nur 1 Woche Segelurlaub, sehen wir es ihnen nach…😂.
Auf der Insel mieteten wir uns mit Peter & Iris von der IP ein Auto mit Fahrer und gönnten uns einen Inseltag. Wir gingen auf dem bekannten Vermont trail bergauf, bis zur Sperrung durch Erdrutsch - leider war es so kein Rundweg mehr. Es fing mittendrin an heftig zu regnen und verwandelte den eh schon glitschigen Steig in eine nicht ungefährliche Rutsch- Kletterpartie. Unterwegs begegneten wir einem Ausflugstrupp von einem Kreuzfahrtschiff. Eine Gruppe Senioren mühte sich mit einem einheimischen Führer und Wanderstöcken tapfer auf dem Weg treppab zu ihrem Bus zurück, Respekt ! Gottseidank hatte ich heute meine wassergeeigneten Crogs aus Netz-Kunstgewebe an, die das Feuchte verzeihen und ausreichenden Halt bieten. Alle 3 kamen auch wir heil wieder unten an, eine besondere Aussicht hatte es oben keine gegeben. Auch den St. Vincent Papagei, den Nationalvogel der Inselgruppe, sahen wir nicht. Wir hörten ihn jedoch!
Die nächste Etappe waren die zwei bekannten Kathedralen in der Hauptstadt Kingstown: die alte katholische St. Mary’s of the Assumption. und die anglikanische fast 200 Jahre alte St. George Cathedral. Beide sind hervorragende Beispiele der kolonialen Architektur. Die Ursprünge der katholischen Kirche reichen bis 1823 zurück, das aktuelle Gebäude stammt aus den 1930er Jahren. Der architektonische Mix aus maurisch, romanisch, byzantinisch, venezianisch und flämisch mit auch gotischen Bögen ist sehr markant und hebt sich vom Rest der Stadt auffällig ab.
Wieder holte uns ein Regenguss ein und ließ uns zur nächsten Überdachung sprinten. Den nächsten Punkt, den Belmont Lookout über das fruchtbarste Tal von St. Vincent, das Mesopotamia Valley, konnten wir aus Zeitgründen nicht mehr ansteuern. Wir hatten unseren jungen Fahrer, der sich behende, geduldig und angenehm defensiv über die löchrigen Straßen und vorbei an den entgegenkommenden Fahrzeugen hangelte, nur bis 17.00 Uhr gebucht. Also nahmen wir stattdessen auf dem Rückweg einen Abstecher zum Drehort von 2 Folgen des Kinohits „Fluch der Karibik“ in der Wallilabou Bay mit: Es handelt sich um z.T. recht kümmerliche Reste von 2 Gebäuden, mehrere überlebensgroße dürftig bekleidete Skelette und viele Särge und andere Requisiten, die in einer kleinen Bucht verteilt sind. Außerdem unendlich viele Photos vom Set an den Wänden. Kenner und Liebhaber der Filme mögen sich durchaus daran begeistern. Das Restaurant und der Souvenirshop waren verwaist.
Vor Einbruch der Dunkelheit waren wir in Cumberland zurück und setzten uns zuerst in Strandstühle und später an den einzigen Tisch des „Restaurants“ von Cas, unserem Boot-an-der-Palme-Vertäuer. Der Mojito war gut, das Bier auch. Leider dauerte die Zubereitung des einfachen Hühnchengerichtes für 4 Personen mit etwas Reis und Gemüse etwa 2 Stunden, und war dann auch nichts Überwältigendes..🙄. Wie war das nochmal : „Segeln entschleunigt“ ?Heute Abend war nochmal kräftig auf die Bremse getreten worden 🤣.
Am nächsten Tag zogen wir weiter in die Chateaubelair Bucht. Von dort gingen wir zuerst zum Ausklarieren, was erfreulich freundlich und zügig verlief, dann wanderten wir hoch zu den Dark View Waterfalls. Sie waren wirklich großartig! 2 hohe Fälle mit viel Wasser (kein Wunder, es regnet ja ständig…), schönem Ambiente und Zugang direkt unter die prasselnden Wassermassen. Wir genossen es ausgiebig.
Auch die SYMI mit Pauli & Andrea waren inzwischen zum Übernachten noch in unsere Bucht gekommen. Morgen war die Überfahrt nach Martinique, vorbei an St. Lucia, geplant.Baca lagi

Pengembara....da tut mir Uwe leid, denn dies passierte mir 1x auf dem Törn von Sizilien nach Tunesien. Hatte zum Glück Biocef und auch zur Not Katheter mit.

PengembaraHallo Othmar, inzwischen habe ich alles gut überstanden und segeln macht wieder Spaß 😉. Immer gut einen Arzt dabei zu haben.
Mayreau im Wiederaufbau …
21 November 2024, Saint Vincent dan Grenadines ⋅ ⛅ 29 °C
Wir legten nur einen kurzen Zwischenstopp von 2 Nächten in den Tobago Kays ein. Es waren sehr viele Boote vor Anker, und insgesamt war es nicht so schön wie vor Beryl: die Absperrung zu Wasser vor der „Schildkröteninsel“ war weggerissen, und die Dinghis fahren jetzt hin bis zum Strand. Ob das den Schildkröten gefällt?
Offenbar nicht. Beim Schnorchelgang im seichten Wasser, welches diesmal auch trüber war, sahen wir nur ein einziges dieser friedlichen Panzertiere. 😢. Es war seltsamerweise auch nur wenig Gras am Boden, was diese Tiere ja unter Wasser gerne abrupfen.
Der zweite und dritte Schnorchelgang führte uns zum geschützteren Kanal zwischen den Inseln. Hier war es etwas besser: wir sahen eine weitere Schildkröte, ein paar zutrauliche Kofferfische, 2 Stachel- und einen Adlerrochen.
Am nächsten Tag besuchten wir Mayreau selbst. Hier hatten wir im Juni vor dem Hurricane schöne Ankertage erlebt und Spaziergänge zum Ort und der auf dem Gipfel gelegenen wunderschönen Kirche unternommen.
Berühmt waren ja auch die bunte Bar „Robert Righteous and de Youths“ und das Restaurant „Island Paradise“, wo Jim, ein gelernter Hotelkaufmann, seine Gäste mit leckeren Menüs und perfekt gedecktem Esstisch incl. Porzellan, Kristallgläsern, Deko und Tischdecke überrascht hatte.
Unsere Freunde Andrea & Pauli von der SYMI und wir stiegen also schweren Herzens am von den Kreuzfahrtunternehmen subventionierten neu gebauten Steg aus und wanderten hoch zum Ort.
Erfreulicherweise zeigten sich viele der vom Sturm abgedeckten Häuser wieder mit neuen Dächern. Aber - wie würde das Island Paradise aussehen 😳🙈 ?
Zuerst kamen wir an den Überresten der farbenfrohen Bar des Reggae-Fans Robert vorbei: sie war immer noch stark beschädigt und nicht wiedereröffnet. Es gab aber Anzeichen für begonnene Renovierungen, im Gebäude war jedoch niemand.
Zu unserer Freude herrschte aber bei Jims hellblau gestrichenem Anwesen rege Betriebsamkeit: 3 oder 4 Männer schufteten am Bau. Einer davon rief den Wirt selbst nach vorne. Er kam und freute sich über das Wiedersehen, und dass wir uns so für den Wiederaufbau interessierten und ihn etwas unterstützen wollten. Er gab strahlend bekannt, dass das Island Paradise noch vor Weihnachten wiedereröffnet werden soll, und dass das Meiste vom Interieur überlebt hatte. Wir freuten uns mit ihm und waren erleichtert. Leider ist an der weitgehend zerstörten Kirche auf dem Gipfel noch nicht viel passiert…😢
Abends hatten wir noch ein Hummeressen am Strand: die einheimischen Veranstalter schleppten Grill, Geschirr, Getränke, 4 Hummerhälften und die Beilagen herbei. Die einzige Bank, auf der wir saßen, war etwas mitgenommen vom Hurricane - trotzdem schmeckte alles zum Sonnenuntergang wunderbar.Baca lagi

PengembaraDas zu sehen, gibt Hoffnung! Es geht immer weiter. Ich glaube die Menschen dort gehen mit Gelassenheit an solche Katastrophen heran. Kann natürlich täuschen, wir sind weit weg und es wird ja immer nur das Positive ( ein Glück!!) gezeigt.

Doris JägerDa hast Du sicher Recht, es herrscht auch nicht so ein Perfektionismus dort, und man lebt leichter mit Vorläufigem.
Carriacou nach Beryl…
20 November 2024, Grenada ⋅ ⛅ 29 °C
Wir mussten zunächst in der Tyrell Bay ankern, da man derzeit nur hier ein- und ausklarieren kann. Und da wir ja Grenada komplett ausgelassen und hier noch nie Halt gemacht hatten, fuhren wir in die Bucht, wo eine funktionierende Seglergemeinde, einheimische Anwohner und eine gut bewertete Werft im Juli vom Hurricane heimgesucht worden waren.
Wir ankerten relativ weit draußen, aber als wir mit dem Dinghi zum Einklarierungssteg unterwegs waren, musste wir noch vielen Schiffswracks und Booten ohne Mast ausweichen. Die gesunkenen Boote sind wohl weitgehend gehoben worden, zumindest blieben wir unterwegs an nichts hängen…😆
Das Immigration Büro war provisorisch, der Beamte kühl und unentwegt gähnend. In Ermangelung eines PC (angeblich) konnte Sailclear nicht zum Einsatz kommen, geduldig füllte ich stattdessen aus.
Abends trafen wir uns mit Evelyn und Wolfgang von der ALLEGRIA in der noch existierenden Pizzeria Lambi Queen, es schmeckte sehr gut und - lustig war’s.
Tags drauf ankerten wir um vor die „Sandy islands“, die ein berühmtes Segler- und Ausflugsziel darstell(t)en. Ziemlich zerzauste, zahlenmäßig reduzierte und schräg gebogene Palmen erwarteten uns dort, trotzdem spazierten wir einmal komplett entlang, auch über die flache neuerdings vom Wasser überspülte Furt hinweg bis zum südlichen Ende mit der einen übriggebliebenen Grosspalme.
Traditionsgemäß soll man in dieser Bucht in den „Paradise Beach Club“ zum Essen einkehren. Da es keinen Dinghisteg gibt, wird man mit dem Schnellboot abends abgeholt. Ein schön gedeckter Dinnertisch, ein hölzernes Reservierungsschild mit dem Bootsnamen und ein ausgezeichnetes Essen ließ Einen fast vergessen, dass man sich auf einer Insel befand, die vor 5 Monaten einem Hurricane zum Opfer gefallen war. Das ging nicht ohne immens viel Eigeninitiative der Einheimischen. Toll!!
Nächste Ziel war es, vor dem Hauptort Hillsborough zu Ankern. Laut social media sollte es dort einen Frischemarkt beim Busbahnhof geben. Wir fanden ihn und deckten uns mit Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln, Wassermelone und Bananen ein. Der Marsch durch den Ort war sehr interessant: Neben abgedeckten und möglicherweise aufgegebenen Häusern waren viele Gebäude schon wieder neu gedeckt und frisch mit Farbe gestrichen. Die Vorliebe der Kariben für knallige Farben an allen verfügbaren Wänden verbreitet stets positive Vibes, trotz oft sehr karger Wohnverhältnisse. Durstig von der Sonne und dem Tragen der Einkaufsrucksäcke kehrten wir in die einzige offen Bar weit und breit ein, ehrlich gesagt mehr eine notdürftig zusammengezimmerte Bretterbude. Nun ja, das gekühlte Mini-Fläschchen Bier schmeckte trotzdem.
An einem Tag mit etwas weniger Wellen unternahmen wir noch einen schönen Tauchgang bei einem 2024 neu angelegten Unterwasser Figurenpark „a world adrift“ von Jason deCaires Taylor. In 4 Meter Tiefe sowohl für Taucher als für Schnorchler zugänglich zeigt der Park 30 fragile Boote, gesteuert von 30 naturgetreuen Figuren lokaler Kinder. In einer Zeit, die von Klimaerwärmung, Erhöhung der Meeresspiegel und extremen Wetterereignissen bedroht ist, symbolisieren die Figuren die Fahrt in die v.a. für die heutige Jugend unsicheren Wasser der Zukunft. Die jungen Klimaflüchtlinge, die aufrecht in ihren Booten stehen, verkörpern aber auch Hoffnung, Widerstandsfähigkeit und sogar Trotz. In der Takelage der Boote sind Aufzuchtsstuben für Korallen angelegt.
Der letzte Abend gehörte dem Besuch der Strandbar & Restaurant Tim‘s Sunset Beach Bar in der Anse la Roche Bay. Auch er hat seit dem Wirbelsturm unermüdlich für den Wiederaufbau und sogar eine Erweiterung seines Gebäudes geschuftet. Wir gönnten uns einen Lobster, wofür Tim bekannt ist. Auch der Sonnenuntergang hier war traumhaft.
Am nächsten Tag segelten wir Richtung Tobago Kays, wo wir den zahlreichen Schildkröten im glasklaren Wasser nochmals einen Besuch abstatten wollten.Baca lagi

die Figuren sind aus Spezialbeton und Stahl, was bioverträglich ist, Bewuchs fördert und lange hält. [Doris]
Auf nach Carriacou
19 November 2024, Caribbean Sea ⋅ ☁️ 28 °C
Nach über drei Wochen in Tobago sollte es heute nun weiter gehen. Da über 90 sm vor uns lagen, beschlossen wir die Nacht hindurch zu segeln. Den günstigsten Zeitpunkt für den Aufbruch legten wir auf 15:00 Uhr, so hatten wir genug Zeit noch einige Dinge zu erledigen. Zuerst stand das Ausklarieren an, welches über eine Stunde in Anspruch nahm. Am Schluss trafen wir auch unsere Freunde noch hier an, welche gebeten wurden, auch gleich noch auszuklarieren, auch wenn sie erst am Donnerstag aufbrechen wollten, da das Büro nicht immer besetzt sei.
Weiter ging es an die Tankstelle, um schnell noch zwei 20l Kanister aufzufüllen, bei einem Preis von 0,60 €/l durfte man sich das nicht entgehen lassen. Der Einkauf im kleinen Obstladen fiel leider aus, da wegen Urlaub geschlossen. Schnell noch ein paar Besorgungen im kleinen Supermarkt, und schon ging es wieder auf's Boot. Hier besuchten uns noch David mit Freundin. Später kamen auch noch unsere Freunde Sabrina mit Rudi und Iris mit Peter und verabschiedeten sich von uns, in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.
Pünktlich um drei Uhr lichteten wir dann den Anker und verließen unser geliebtes Charlotteville. Der Ort war uns in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen. Mit gesetztem Groß ging es dann hinaus aus der Bucht, anfangs mit gutem Wind, der aber immer mehr nachließ. Doris meinte dann ob wir nicht unseren Levante setzen wollen. Ich hatte Bedenken, da doch einige Squalls unterwegs sein könnten und das Bergen in der Nacht nicht die schönste Vorstellung war. Ich ließ mich aber dann doch überzeugen, und wir besprachen noch einige Sicherheitsmaßnahmen, um das Leichtwindsegelsegel bei Herannahen eines Squalls schnell bergen zu können. Bei sechs Ktn. Wind, die zu diesem Zeitpunkt herrschten, war das Setzen des Segels leicht gemacht. Es war auch gut so, denn eine Leine hatte sich wieder mal vertütelt. Bald nahm der Wind wieder zu und wir rauschten mit bis zu sieben Knoten durch das Wasser. Eigentlich viel zu schnell.
Zum Abendessen gab es warm gemachtes Gulasch von vor zweit Tagen, schmeckte wieder lecker, und gegen neun Uhr legte ich mich hin. Zuerst oben auf der Skylounge, später dann doch ins Bett. Es war mehr ein Ruhen. Die weiteren Wachen folgten dann nach unserem gewohnten Schema. Gegen sechs waren wir schon sehr nahm an den Inseln vor Carriacou angekommen, so dass wir beschlossen, das Leichtwindsegel gegen die Genua zu tauschen. Allein bekomme ich das Segel nicht runter und Doris sollte ihre Freiwache genießen können. Kurz vor erreichen von Carriacou wurden wir noch von zwei großen Squalls begleitet, die rechts und links an uns vorbeizogen. Glück gehabt, beide haben uns nicht getroffen. Dafür trafen wir kurz vor der Einfahrt in die Tyrellbucht unsere Freunde Wolfgang und Evi von der Allegria. Gegen zehn Uhr fiel dann der Anker. Es war eine sehr schöne Überfahrt, so kann es weiter gehen.Baca lagi






































































































































































































































































































































































































































Pengembara
Ihr seid aber mutig!