Planung des Pilgerweges von Porto nach S
20. April in Deutschland ⋅ ⛅ 11 °C
In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, den Jakobsweg von Porto nach Santiago de Compostela zu laufen, befasst. Ich hoffe, nunmehr eine Route gefunden zu haben, die uns liegt und auf der wir uns wohl fühlen. Ich denke, dass wir 19 Etappen bis zum Ziel benötigen. Die geplanten Stationen sind:Porto - Angeiras (20 km) - Povoa de Varzim (15 km) - Fao (16 km) - Castelo do Neiva (14km) -Viano do Castelo (11 km) -Vila Praia de Ancora (17 km) -Caminha (8,6 km) -Vila nova da Cerveira (15 km) - Valença (15 km) - O Porrino (17 km) - Redondela (15 km) - Ponte Sampaio (9 km) -Pontevedra (13 km) -Portela (9.6 km) - Caldas de Reis (11 km) - Pontecesures (14 km) - Padron (6 km) - Teo (13 km) - Milladoiro (7 km) - Santiago de Compostela (6,4 km).
Diese Planung verschafft uns die Möglichkeit, das ein oder andere Zwischenziel ausführlicher zu besichtigen und auch in Santiago bzw Porto länger zu verweilen. Vielleicht bleibt auch noch Zeit, Finisterre zu erleben. Morgen werde ich bei Eurowings einchecken.Weiterlesen
Noch 3 Tage.....
21. April in Deutschland ⋅ ☀️ 14 °C
Heute morgen haben wir über Internet bei Eurowings eingecheckt. Wir haben die Plätze 32 D und E. Wir freuen uns darauf, dass es endlich los geht.
Der Anfang ist gemacht
24. April in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C
Heute morgen um03.45 Uhr sind wir von Judith zuhause abgeholt und zum Flughafen Düsseldorf gebracht worden. Von dort sind wir pünktlich gestartet und waren bereits um 07.50 Uhr in Porto gelandet. Vom Flughafen Porto sind wir mit der Buslinie 601 bisher Endstation Cordoaria gefahren, in deren unmittelbarer Nähe die Kirchen Dos Clerigos und die Carmeliterkirche, der Buchladen Lello als Blaupause für die Treppen in Hogward (Harry Potter) oder auch der Bahnhof San Bento. Das alles haben wir uns für den (hoffentlich) krönenden Abschluss unserer Pilgerreise aufbewahrt. Des Trainings wegen sind wir zu der ca 900 m entfernten Kathedrale gelaufen, erst Strassen steil bergab und dann Treppenstufen bergauf. Die Kathedrale hat uns schon beeindruckt. Wir haben dort auch den ersten Stempel für unseren Pilgerpass bekommen. Anschließend sind wir wieder vom Kathedralenberg heruntergekraxelt, um zu unserem Hotel zu gelangen, dass ebenfalls nur etwa 150 m von Porto der bereits erwähnten Bushaltestelle entfernt liegt. Es ist ein einfaches Hotel auf Hardcore-Pilger zugeschnitten, aber für eine Nacht geht es. Erwähnenswert ist noch eine Eisdiele neben dem Torre Dos Clerigos mit einem phänomenal hervorragenden Eis. Ab morgen wird unser Tag wohl spartanischer werden und die Berichte hoffentlich tiefgründiger.Weiterlesen
Die ersten 20 km sind geschafft
25. April in Portugal ⋅ ☀️ 20 °C
Nachdem wir uns gestern Abend mit sehr leckeren Tapas belohnt hatten, waren wir zeitig ins Bett gegangen, um das Schlafdefizit der vergangenen Tage abzubauen. Wir haben vorzüglich geschlafen, obwohl vor dem Hotel in den verschiedenen Bars und Restaurants Halli Galli war. Um Mitternacht brannten die Menschen auf dem Platz vor dem Hotel etwa 30 Minuten ein Wahnsinns-Feuerwerk ab, von dem Phami nichts mitbekommen hatte. Heute morgen haben wir uns gegen 08.00 Uhr auf den Weg nach Angeiras gemacht. Vom Hotel aus sind wir zunächst Richtung Börsenplatz und der Kirche San Francesco gestartet. Der Weg dorthin führte uns zum Café Porta do Olival, in dem wir uns ausgiebig für unsere 1. Etappe gestärkt haben. Rein zufällig war mir aufgefallen, dass es das älteste, seit 1853 am selben Platz betriebene Café Porto's ist und das seinem Namen dem Stadttor verdankt, durch das bereits die Pilger im Jahr 1387 gezogen waren. Die Wirtin war hoch erfreut, als ich sie nach einem Flyer fragte. Das war ihr wohl seit 10 Jahren nicht mehr passiert. Wir sind dann weiter bergab über Gassen und Treppen bis zur Haltestelle Infante gelaufen, von wo aus die historische Straßenbahn Ellectrico etwa 4.5 km entlang des Douro fährt. Von der Endstation aus sind wir dann mit nur kurzen Pausen etwa 18 - 20 km bis zum Campingplatz Angeiras gelaufen. Unterwegs konnten wir sehen, dass das Frühjahrsunwetter auch hier Schäden angerichtet hatte, die teilweise bereits behoben waren, uns teilweise zu nicht geplanten Umwege nötigen. Unterwegs haben wir uns Stempel abgeholt und uns auch mit anderen Pilgern unterhalten, die aber schneller liefen als wir beiden müden Krieger. Wir sind dankbar für ein tolles Wetter, das uns die Mühen des Laufens vergessen ließen.Weiterlesen

…wie wundervoll! Weiterhin alles Gute und tolle Eindrücke auf Euren Wegen, Ihr Lieben ❤️ [Hien]
Wir sind gut auf dem Weg
26. April in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C
Unsere Nacht in der Hütte auf dem Campingplatz Angeiras war ausgesprochen entspannend und hat uns gut getan. Ausgeschlafen haben wir uns um 07.00 Uhr auf den Weg nach Povoa de Varzim über Via Chá und Vila do Conde begeben. Nach ca 800 m vom Campingplatz aus waren wir an den Holzstegen angelangt, die uns entlang des Atlantik durch die Dünen bis zu unserem Ziel führen sollten. Bis zum Mittag war es etwas diesig und nahezu windstill, was uns beim Laufen sehr entgegen kam. Nach etwa 2,5 km kamen wir an einem Café am Ortseingang von Via Chá vorbei, in dem wir uns für den weiteren Weg gestärkt hatten. Ein 2. Stop erfolgte nach etwa 5 km. Dort rasteten neben anderen Pilgern auch 2 ältere Herren, mit denen ich mit meinen ausgeprägten Englischkenntnissen.ins Gespräch kam. Sie waren aus Mexiko und wollten von Porto nach Santiago de Compostela in 14 Tagen laufen. Ein mutiges Unterfangen habe ich bei mir gedacht. Sie waren aber frohen Mutes, ihr Ziel pünktlich zu erreichen. Auf dem weiteren Weg durch die Dünen konnten wir mehrfach sehen, welche Schäden die Stürme zum Jahresbeginn angerichtet hatten. Kurz vor Vila do Conde mussten wir einen Umweg durch die Stadt einfügen, weil eine Brücke zerstört war. Diesen Umweg sind wir ein Stück mit einer Mutter und ihrer Tochter gelaufen, die aus nürnbergkamen. Die Tochter war den Weg schon einmal gelaufen, ihre Mutter probierte es zum 1. Mal. Deren Reise war vollständig durchgetaktet, selbst den Gepäcktransport für die Mutter hatten sie schon organisiert. Gegen Mittag waren wir in Vila do Conde eingetroffen. Bis zu unserem Tagesziel waren es noch 5,6 km. Mein Schatz hatte gerade heraugefunden, dass wir eigentlich noch keinen Hunger hätten, als der Duft gegrillten Fisches ihre Geruchsneven erreichten mit der Konsequenz, daß man sich so eine Gelegenheit, Fisch zu genießen, nicht entgehen lassen durfte. Das Mahl war köstlich. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, die kirchliche Herberge San José de Ribamar in Povoa de Varzim. Wir sind mit der Unterkunft sehr zufrieden. Gleich werden wir noch die Messe in der gleichnamigen Kirche besuchen. Es war ein erfüllter Tag mit vielen bleibenden Eindrücken wie die farbenfrohe Blütenpracht links und rechts der Holzstege in den Dünen, die -wenn auch teilweise radebrechenden - Gespräche mit anderen Pilgern oder auch der Begegnung mit dem Hospitaliero, der gebürtig aus Deutschland seinen 1. Jakobsweg von Hamburg aus gelaufen ist und jetzt seit 3 Monaten seinen Dienst hier verrichtet.Weiterlesen

Liebe/r Phami und Heribert, auch wenn wir manchmal weiter vorne oder hinten sind: Wir gehen im Geiste/neben euch – Bom Caminho! 👣✨ [Gerd+Lisa]
Aller guten Dinge sind drei
27. April in Portugal ⋅ ☀️ 22 °C
Die Überschrift drückt die Hoffnung und Zuversicht aus, dass beim 3. Versuch alles klappt. Die Auflösung folgt am Ende dieses "Footprint".
Gestern Abend hatten wir noch die Abendmesse in der Pfarrkirche besucht, die vom Kirchenchor musikalisch begleitet wurde und ausgesprochen gut besucht war. Anschließend waren wir noch in einer Sushi-Bar und haben uns einen gemischten Teller geteilt. Es war sehr gut gewesen. Als wir in die wirklich gute Pilgerherberge zurückkehrten, trafen wir auf Ekkehard und Swetlana, er 72 Jahre alt und aus Trier, ein begeisterter Jakobswegwanderer, sie 45 Jahre alt aus St. Petersburg, eine glühende Putinhasserin. Die beiden hatten sich im vergangenen Jahr auf dem hiesigen Jakobsweg getroffen und wollten in diesem Jahr ein Stück des Weges gemeinsam laufen. Wir hatten uns mit den beiden wechselnd zwischen Englisch und Deutsch gut unterhalten. Nach einer ruhigen Nacht zu viert ohne Störungen oder Einschränkungen hat uns Ekkehard am heutigen Morgen gegen 07.15 Uhr zu einer kleinen Bäckerei geführt, die wir allein nicht gefunden hätten und haben dort noch gemeinsam gefrühstückt, bevor wir uns gegen 08.15 Uhr auf unsere 3. Etappe begeben hatten, die uns geplant nach Fao führen sollte. Der Weg ging am Atlantik entlang über gut erhaltene bzw reparierte Holzstege bis nach Aguçadoura. In einem kleinen Kiosk hatte ich mich mit einem Kaffee gestärkt, als Ekkehard und Swetlana auftauchten. Gemeinsam sind wir ein Stück des Weges in Richtungen Alto gelaufen, als wir die Mutter und Tochter, die wir gestern getroffen hatten, einhalten. Mit diesen beiden sind wir ca eine Stunde zusammen gelaufen und haben uns sehr gut unterhalten und Meinungen und sonstige Informationen ausgetauscht. Nach etwa einer Stunde musste ich eine Pause einlegen, weil ich wohl zu wenig getrunken hatte. Nach dieser "Zwangspause" sind wir allein Richtung Fao zum Hostel Sleep and go gelaufen. Kurz vor Apulia konnten wir in einem Kiosk noch einmal Flüssiges zu uns nehmen und näherten uns dann dem ausgesuchten Hostel, wo wir uns mit unseren Zimmergenossen der verflossenen Nacht treffen wollten. Dieses Hostel lag jenseits der Brücke in Richtung Esposende,also am Ende von Fao. Die sehr gut bewertete Herberge war geschlossen. So ein Mist. Ein Blick in den Reiseführer gab uns den Geheimtipp preis: Hostel Eleven, ca 1,5 km weiter. Mit der 2. Luft sind wir los gelaufen und haben mindestens 7 Pilger mit dem gleichen Ziel überholt. Wir standen vor verschlossenen Türen (montags). Phami hat dann über Google eingegeben "Hostel in meiner Nähe ". Google benannte das Sports Hostel 300 mit weiter. Im Affenzahn, um anderen Quartiersuchenden zuvor zu kommen ist mein Schatz losgerannt und hat das letzte freie Zimmer mit Etagenbett ergattert, das wir mit Kusshand und für 45 € genommen haben. Damit hat der 3. Versuch geklappt. Morgen mehr.Weiterlesen
Die erste Bergetappe hat uns nicht gesch
28. April in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C
Gestern Abend waren wir noch in ein Fischrestaurant ca 200 m von unserem Quartier entfernt und trafen dort auf Gocia und ihre Tochter Diana, die von Marinhas aus mit dem Taxi nach Esposende gekommen waren. Wir haben den Abend bei sehr guten Fischgerichten und guten Gesprächen gemeinsam verbracht. Mutter und Tochter kommen aus Mannheim, und nicht aus Nürnberg, wie ich fälschlich berichtet hatte. Heute morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein nach einem köstlichen Frühstück in einer Bäckerei gegen 08.15 Uhr gestartet neben uns im Café sassen 2 junge Damen aus Deutschland, die sich kurz entschlossen in den Flieger gesetzt hatten, um für 4 Tage ein Stück des Jakobsweges zu gehen. Auch das waren sehr gute Gespräche. Jetzt muss ich meinen Bericht unterbrechen, weil wohl Nachtruhe angesagt ist und ich nicht mehr in der Lage bin, Sachen zu überprüfen. Ich werde morgen früh den Bericht fortsetzen.Weiterlesen
Weiter über Stock und Stein
29. April in Portugal ⋅ 🌧 16 °C
Die Nacht in der Herberge "Dom Nausti war sehr gut. Die Sanitäranlagen war ausgesprochen gepflegt und sauber. Wir sind (bislang) mit den Herbergen sehr zufrieden. Gegen 06.30 h war die Nacht zuende. Nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt hatten, haben wir uns dem Urteil der anderen Pilger vertrauend die Regencap's übergezogen und sind in der Hoffnung los marschiert, in ca 1000 m auf ein Café zu stoßen, wo wir uns für die Etappe stärken wollten. Die Hoffnung zerstreute sich ziemlich schnell. Von einem Café sahen wir weit und breit nichts. Aus diesem Grunde haben wir tapfer die erste Steigung in Angriff genommen, die uns zur Santiago-Kirche führte, die zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich noch nicht geöffnet war, obwohl hier bekannt ist, dass Pilger eigentlich Frühaufsteher sind. Von der Santiago-Kirche ging es dann durch unwegsame Waldwege bergab und in Richtung Monte. Unsere Regencaps konnten wir Gott sei Dank ablegen. Der angekündigte Regen ließ auf sich warten. Das Wetter war zu Laufen hervorragend. Wir hofften darauf, in dem nächsten Ort, den wir erreichen würden, Monte, endlich ein Café oder eine Bäckerei zu finden. Plötzlich sahen wir wie aus dem Nichts einen geöffneten überdachten Unterstand auftauchen, in dem verschiedene Lebensmittel wie Obst und Gebäck lagen sowie eine Stelle, an der man sich einen Stempel für den Pilgerpass besorgen konnte. Während Phami sich um die Stempel kümmerte, hatte ich mir den Stand näher angesehen und festgestellt, dass man sich gegen eine Spende wohl bedienen konnte. Im gleichen Augenblick kam der Inhaber des Unterstandes mit frischem Kaffee, weiterem Gebäck und auch mit noch heißen, frischgekochten Eiern. Etwa zeitgleich sprach ein junges Mädchen mit Namen Alisha aus Remscheid, wie sich Dieter herausstellen sollte, an, weil sie an dem Pilgerpass erkannt hatte, dass wir Deutsche waren. Während des gemeinsamen Frühstücks erfuhren wir von Alisha, dass sie gerade ein freiwilliges soziales Jahr absolvierte und das sie später mit Abitur ein Handwerk erlernen wollte. Wir sollten Alisha später noch einmal wieder treffen. Sie ist dann weiter gelaufen. Wir haben uns noch 2 Flaschen Sprudelwasser gekauft und in unsere Flaschen umgefüllt. Als ich das Leergut zurück brachte, bekam ich mit, wie 2 Männer gerade dem Standbetreiber erklärten, dass sie aus Alemannia kämen. Ich frotzelte, "schon wieder Deutsche". Dann gingen wir unseres Weges. Kurz hinter der Kirche Sao Romao do Neiva holten uns die beiden ein und gingen ein Stück des Weges mit uns. Für mich waren das echte Schrittmacher. Ich hatte plötzlich die zweite Luft, um mit ihnen mitzulaufen. Es waren 2 Brüder aus Aachen, konkret aus Stollberg, deren Eltern Spanier und wohl als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen waren. Die Familie hatte bei dem Ahrhochwasser vor 2 Jahren nahezu alles verloren. Wir haben uns mit den beiden -André und Miguel- gut unterhalten und haben mit ihnen in Caffé eine Bäckerei besucht. Anschließend sind die zwei allein weitergezogen. Wir wollten uns in der Herberge San José wiedertreffen. Über teilweise sehr schwierige Wege sind wir über Anha und Bella Vista nach Viana do Castelo gelangt. Als wir die von Gustav Eiffel gebaute 645 m lange Brücke überquerten, fing es an zu regnen, sodass wir nach Überquerung der Brücke unsere Regencaps anziehen mussten. Nach 250 m hatten wir unsere Herberge erreicht, mussten jedoch noch eine halbe Stunde warten, bis die Pforten geöffnet wurden. Für 15 € pro Person haben wir ein sauberes Zimmer mit 2 Betten bekommen. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, waren wir in eine nahegelegene Pizza gegangen, um uns zu stärken. Als wir dort saßen, kam Alisha vorbei und erzählte, dass sie auf dem zur Kathedrale Santa Lucia sei, die über der Stadt thront. Man könne dorthin auch mit einer Standseilbahn fahren. Wir beschlossen, nach Verspeisen der Pizza ebenfalls die Kathedrale zu besuchen, zumal der Regen aufgehört hatte. Da ich zu blöd war, die Talstation der Seilbahn zu finden, entschlossen wir uns, zu Fuß zur Kathedrale zu laufen. Wir wussten nicht, dass wir 700 Treppenstufen hochsteigen mussten. Die Kirche und der Blick von dort oben haben uns für die Mühen voll entschädigt. Zurück sind wir mit der Seilbahn gefahren. Die Talstation war nur etwa 300 m von unserem Quartier entfernt.Weiterlesen
Fortsetzung
29. April in Portugal ⋅ ☁️ 16 °C
Gegen 08.00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg begeben,um zu unserem ersten Zwischenziel in Belinho zu gelangen Ekkehard hatte uns dort das "Caffé Lampiao" empfohlen. Unser Weg führte zunächst an der Küste entlang, bevor wir nach rechts in das Landesinnere abbogen, um nach Marinhas zu kommen. Hier begann dann ein "Leidensweg", den ich bei der Planung nicht auf dem Schirm hatte. Mir war zwar bewusst, dass wir einige Steigungen zu überwinden hatten, dass aber auch die Qualität des Weges abnahm, hat mich gelinde ausgedrückt überascht. Bei klarem Himmel, strahlender Sonne und immer steiniger werdendem Weg erreichten wir schließlich das besagte Café. Unsere Hoffnung, dort die Pilgerinnen aus Mannheim oder Ekkehard und Swetlana wieder zu treffen, erfüllte sich nicht. Der Inhaber des "Limpiao" war aber auch so es wert, in dem Caffé gewesen zu sein: ein ausgesprochen freundlicher, an Rumpelstilzchen erinnernder kleiner Mensch mit vermutlich nur noch einem Zahn im Mund, den er wahrscheinlich als Dosenöffner benutzte, und der obendrein der letzte in Portugal noch lebende Che Guevara - Fan war. Von Belinho aus ging es noch einmal ca 4 km durch bewaldeten Gelände über in wahrstem Sinne des Wortes Stock und Stein bergauf und bergab bis zu der von mir die ausgesuchten Unterkunft "Dom Nausti", wo wir um 14.50 Uhr fix und foxi ankamen. Dort wurden wir in einem Zimmer mit 4 Doppelbetten untergebracht. Die Herberge füllte sich schnell und überall hörte man englische Aussagen, bis den Pilgern schlagartig bewusst wurde ": Wir kommen doch fast alle aus Deutschland. So haben wir zwei Freundinnen aus dem Emsland kennengelernt, Lea und Franzi, die eine hatte gerade ihr Pädagogikstudium abgeschlossen und wartete auf die Referendarstelle, die andere hat ihr erstes Juraexamen abgelegt und überlegte, ob sie noch das 2. Examen machen sollte oder sich beim Fernsehen oder Rundfunk um eine journalistische Stelle bewerben sollte. Als ich ihr nahelegte, doch besser noch das Assessorexamen zu machen, sagte sie, eine Freundin aus Münster habe ihr das auch geraten. Deren Vater sei Rechtsanwalt gewesen und käme aus Haselünne. Als ich daraufhin von "Fuseltown-City" sprach, fragte sie verwundert, woher ich diese Bezeichnung kennen würde . Als ich dann den Namen "Rosche" erwähnte, fiel sie aus allen Wolken:der Vater ihrer Freundin ist ein Cousin meines Bundesbruders Alsatiae Jan Dirk. So klein ist manchmal die Welt. Morgen gibt es wieder etwas zu berichten.Weiterlesen
Anstrengung wird belohnt
30. April in Portugal ⋅ ☁️ 17 °C
Nachdem wir von Esposende nach Castelo do Neiva und von dort nach Viana do Castelo die "Freuden" von Bergtouren erleiden mussten,durften wir heute ca 22 km bis nach Vila Praia de Âncora ganz entspannt genießen. Gegen 07.30 hatten wir unsere lobenswerte Pilgerherberge verlassen, um den neueren Küstenweg über das "Colegio do Minho", "Forte de Rego de Fontes" und "Carreço" nach Âncora einzuschlagen. Wir sind bei sonnigem Wetter losgelassen. Nach etwa 2 km kamen wir an einer Bäckerei vorbei, deren Anblick uns animierte, dort unsere Stärkung für die Tour zu uns zu nehmen. Kaum hatten wir Platz genommen, verdunkelte sich der Himmel schlagartig und es begann, heftigst zu regnen. Wir saßen zum Glück im Trockenen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, haben wir unsere Rucksäcke wetterfest verpackt und die Regencapes übergezogen. So ausgerüstet sind wir bei aufhörendem Regen losgewandert. Wir sollten den ganzen Tag trocken bleiben. Auch dafür können wir nur dankbar sein. Der folgende Weg führte uns über Strandpromenaden, Holzstege, gepflasterte und steinige Wege mehr oder weniger in Küstennähe, über Waldwege durch Eukalyptuswälder,vorbei an alten Windmühlen und Forts, bis wir plötzlich ratlos vor einem "Urwald standen und nicht wussten, wie es weiter gehen sollte. Vor diesem Dilemma standen wir mit vier anderen Pilgerinnen. Wir hatten uns gerade entschieden, wieder zurückzulaufen, zumal auch Google Maps uns im Stich gelassen hatte, als uns wie vom Himmel gesandt zwei englisch sprechende, amerikanisch aussehende Pilger durch das Urwalddickicht über etwa 1.5 km hindurch wieder auf den Küstenweg in Höhe von Afife zurückführen. Es war abenteuerlich und spannend. An der Küste erwartete uns dann -wie bestellt- ein Restaurant, in dem wir unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auffüllen konnten. Inzwischen strahlte die Sonne wieder in voller Stärke vom Himmel. Als wir Vila Praia de Âncora erreicht hatten, waren wir platt, aber auch dankbar und glücklich, einen solch bezaubernden Weg gegangen zu sein, dabei auch andere Pilger getroffen zu haben, unter anderen unsere beiden Retter auch eine ältere Italienerin, die auf dem ganzen Weg, auf dem sie uns oder wir sie immer wieder überholten, lautstark auf italienisch wohl mit ihrem Mann telefonierte, um zwischenzeitlich mich auf "my nice yellow T-Shirt" anzusprechen, "like the yellow flowers". Es hat einfach Spaß bereitet. In Âncora haben wir uns das Hotel "Vila Praia" gegönnt. Der Wirt wollte 60 € für das Zimmer haben. Phami hat ihn auf 50 € herunter gehandelt, aber nicht auf Karte, sondern nur Cash, "sonst blieb bei ihm ja nichts übrig". Hoffentlich liest das hiesige Finanzamt nicht mit. Nachdem wir uns frisch gemacht und ausgeruht hatten, waren wir noch in einer kleinen spelunkenmässigen aber qualitativ hervorragenden Tapasbar, bevor wir uns geschafft abgelegt haben. Wir sind dankbar für die vielen Erlebnisse, die uns auf dem Jakobsweg immer wieder überraschen. Morgen geht es, so Gott will weiter. Wir wünschen allen einen schönen Maifeiertag, sei er religiös oder politisch oder nur freizeitmässig geprägt.Weiterlesen

Liebe Phami, lieber Heribert, genießt die Küstenbrise und die herzlichen Begegnungen auf dem Caminho! Wenn die Füße schwer werden: Der Weg, auch wenn er noch so abenteuerlich ist, trägt euch. Bom Caminho!“ [Gerd+Lisa]

Wir sind gerade angekommen in Vila Praia de Ancora und sitzen im Café an der Kirche [Ekkehard]

Heribert KayenburgWir sind in Caminha gelandet und haben gerade das letzte Bett im Bom Caminha ergattert. Mit Quartieren scheint es eng zu werden.
Spanien in Sicht, aber noch nicht erreic
1. Mai in Portugal ⋅ ☁️ 17 °C
Nach einer nicht ganz so entspannten Nacht -Phami hatte ziemliche Luftprobleme- sind wir gegen 08.00 Uhr von Vila Praia de Âncora nach Caminha aufgebrochen. Wir haben uns entschiedrn, an der Küste entlang weiterzulaufen. Dieser Weg ist gut zu gehen. Zunächst sind wir der Strandpromenade gefolgt mit einem fantastischen Blick auf den Atlantik. Das Rauschen des Wassers angesichts des Aufbaues der Wellen gleichsam aus dem Nichts ist beeindruckend meditativ. Auf dem Weg durch die unterschiedlichen Landschaften -Sandstrand, Steinpfade, Waldwege durch Eukalyptus- und Pienienwälder, Holzstege usw- stellten sich mir unterschiedliche Fragen, unter anderem die, warum es Menschen gibt, die glauben, diese ganze Vielfalt in der Natur habe sich aus sich selbst heraus entwickelt. Natürlich glaube ich auch, dass manche Weiterentwicklungen evolutionär sind. Gleichwohl ist für mich die nahezu grenzenlose Diversität ohne einen Schöpfer nicht erklärbar. Gleiches gilt für die Mannigfaltigkeit von Berufen und Begabungen. Wenn man von anderen Pilgern oder sonstigen Menschen erfährt, was sie so alles können, spüre ich, wie winzig im gesamten Spektrum meine Kenntnisse sind. Jedenfalls führte uns der Weg zum Ziel in Caminha vorbei an der leider geschlossenen Kapelle Santo Isidoro. Irgendwann vor Moledo rückte ein "kegelförmiger Berg in unser Blickfeld, der sich jenseits des Grenzflusses "Rio Mino", mithin auf spanischen Gebiet erhobt. In Moledo haben wir uns in einem Café gestärkt und sind von dort weiter durch einen Pinienwald bis zu den Holzstegen an der Mündung des Rio Minto in den Atlantik gelaufen. Von dort waren es noch 2 km bis zu der von uns ausgesuchten Unterkunft "Bom Caminha". Wir hatten gegen 12.00 Uhr unser Ziel erreicht. An der Tür erwartete uns der niederschlagende Hinweis, daß das Haus ausgebucht war. Gleichwohl und glücklicherweise sind wir hinein gegangen und trafen auf die deutsche Hospitaliera Vani, die gerade damit beschäftigt war, die Zimmer für die neuen Gäste zu richten. Auf unsere Nachfrage, dass wir auf Zimmersuche seien, erklärte sie, dass noch 2 Betten in einem Achtbettzimer (4 Doppelstockbetten) frei seien. Wir könnten unsere Rucksäcke abstellen und sollten um 14.00 Uhr zurückkommen, um dann einzubuchen. Das Angebot haben wir dankbar angenommen sind in die Stadt gegangen, haben uns dort bei einem Italiener gestärkt und waren pünktlich zum Einchecken zurück. Vani hat uns freundlicherweise noch dabei geholfen, für morgen ein Quartier in Vila Nova de Cerveira zu bekommen, was gar nicht so einfach war: 2 Quartiere waren vollständig belegt, in der dann angefragt Jugendherberge waren noch 2 Betten in geschlechtergetrennten Schlafsälen frei. Morgen habe ich endlich einmal frei. Zur Zeit sitzen wir auf der Dachterrasse unserer Herberge mit tollem Blick über die Stadt. Wir genießen die Zeit.Weiterlesen
Von Caminha nach Cerveira
2. Mai in Portugal ⋅ ⛅ 18 °C
Wir haben in der Herberge Bom Caminha, bei Vani, eine gute Zeit verbracht. Auf unserem Zimmer waren zwei Polinnen, eine Niederländerin, eine junge Frau mit kanadischer und schottischer Staatsangehörigkeit sowie zwei weitere Personen untergebracht, die ich aber nicht wahrgenommen habe
Wir haben uns längere Zeit mit der jungen Zweistaatlerin unterhalten, die auch erstaunlich gut deutsch gesprochen hat. Sie war Ingenieurin von Beruf, hatte längere Zeit in Berlin gearbeitet und lebt jetzt seit 2 Jahren in Barcelona. Für ihr Alter hatte sie schon erstaunlich viel gemacht. Bedauerlicherweise hatten wir uns gegen das Pilgermenu entschieden, das Vani für 19.00 Uhr zubereitet hatte und waren stattdessen in die Stadt gegangen, um Tapas zu genießen. Nachdem wir nach Aufgabe unserer Bestellung mehr als eine Stunde gewartet hatten, haben wir unsere Getränke bezahlt und sind gegangen. Drei unserer Mitbewohnerinnen saßen noch zusammen nach dem Pilgermenu. Dieses Zusammensein haben wir leider verpasst. Die Nacht war ausgesprochen ruhig. Heute morgen sind wir gegen 07.30 Uhr aufgebrochen. Nahe der Brücke, die wir in Richtung Seixas später überqueren sollten, hatte ein Café bereits geöffnet, sodass wir dort frühstücken konnten. Anschließend haben wir uns auf den empfehlenswerten Rad- und Fußweg begeben, der sich am "Rio Minho" entlang schlängelte. Es waren nur wenige Fuss- und vereinzelte Radpilger unterwegs. In Seixas besuchten wir die Kirche San Bento, in der wir auch unsere Pilgerausweise stempeln konnten. Dort stand ein herrenloser Stock, der mich seitdem begleitet. Spätestens in Santiago de Compostela wird er einem anderen Pilger zur Verfügung gestellt. Ab Seixas sind wir bis ca 500 m vor unserem Ziel, der Jugendherberge mit den geschlechtergetrennten Schlafsälen, einen schönen, reizvollen Weg am "Rio Minho" entlang gewandert,der uns durch wilde Vegetation, aber auch alte Ansiedlungen führte, uns aber auch traumhafte Blicke über den Fluss nach Frankreich bescherte. Bei mir stellte sich ein Gefühl unendlicher Dankbarkeit ein für das, was ich sehen, erleben,genießen durfte. Dieses Gefühl des Dankes bezieht sich auf alle und jedes, wer oder was auch nur im Entferntesten etwas mit diesem Weg zu mir selbst zu tun hat. Gegen 12.00 Uhr hatten wir weit vor unserer geplanten Zeit die Jugendherberge erreicht und wurden dort freundlich mit dem Hinweis empfangen, unsere Zimmer seien noch nicht fertig, wir könnten aber unser Gepäck dort abstellen. Dieses Angebot haben wir dankend angenommen. Nachdem wir unsere Rucksäcke abgestellt hatten, waren wir in die Stadt gegangen, um eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen. Neben uns am Tisch saßen eine Mutter mit zwei erwachsenen, im Leben stehenden Kindern. Die Mutter beobachtete Phami und ließ ihren Sohn fragen, woher Phami käme. Die Antwort "aus Germany" passte wohl nicht so ganz in ihre Vorstellung, gab dem Sohn aber die Steilvorlage, in etwas radebrechendem Deutsh zu erklären daß er vor zwei Monaten in St. Georgen "near" Stuttgart gewesen sei. Von Beruf ist er Reisebusfahrer und kommt auf diese Weise durch ganz Europa. Es stellte sich dann heraus, daß es sich um Spanier handelte, die aus Galizien, genauer aus Redondela, kamen, dem Ort, den ich für den 05.05. als Zielort eingeplant habe. Soweit soll es für jetzt reichen. Vielleicht gibt es heute Abend noch einen Nachschlag.Weiterlesen

Das von dir beschriebene Gefühl der unendlichen Dankbarkeit ist eine tiefgreifende Erfahrung, die viele Pilger wie du auf dem Jakobsweg nach der anfänglichen körperlichen Anstrengung erleben. Toll, dass du es fühlst und in der Lage bist, es auszudrücken UND uns teilhaben lässt....DANKE [Gerd+Lisa]
Korrektur
2. Mai in Portugal ⋅ ⛅ 18 °C
Es ist natürlich der Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien, nicht Frankreich.
Portugal chora
3. Mai in Spanien
Unser Aufenthalt in der Jugendherberge von Vila Nova de Cerveira war super. Die Zimmer waren sehr sauber. Unseren Zimmer -wir waren ja getrennt im Mädchen- bzw Jungentrakt untergebracht- waren mit jeweils 2 Doppstockbetten bestückt, hatten ein eigenes Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und WC und waren sehr hell. Gestern Abend waren wir noch in der Stadt gewesen, die wegen des Wochenmarktes sehr voll war. Vor der Pfarrkirche hatten wir uns etwas zu trinken gegönnt und wurden musikalisch durch eine Altistin verwöhnt, die eine wirklich hörenswerte Stimme hatte. Abends haben wir uns selbst verpflegt (verpflegen müssen), weil in der Tapas-Bar, die wir uns ausgeschaut hatten, die Küche bereits geschlossen hatte. In einer nahe gelegenen Metzgerei haben wir uns mit Wasser, Wurst und Käse versorgt und sind so ausgerüstet in unsere Herberge zurückgekehrt. Der Abend war dann früh zu Ende und ich habe hervorragend geschlafen. Heute morgen wurden wir ab 07.30 Uhr mit einem Frühstücksbuffet verwöhnt, dass alle Wünsche erfüllte. Und dann ging es los in Richtung Spanien. Portugal war, wissend, dass wir das Land heute verlassen würden, offenbar todtraurig und der Himmel hat geschlagene 2 Stunden geweint. Daher die Überschrift. Wir haben aber auch diesen 1. Regentag genossen. Wir sind weiter am Rio Minho entlang gewandert, eine landschaftlich wunderschöne Strecke. In der Bar Sao Paio wollten wir einen Espresso zu uns nehmen und wurden von der Wirtin mit einem Stück Marmorkuchen beschenkt. Der weitere Weg wurde dadurch leichter zu bewältigen. Zwischenzeitlich hatte es zu regnen aufgehört. Dafür tat sich vor uns eine Strassensperre auf, die wir, wie es sich für anständige Deutsche gehört, auch beachteten und sind querfeld auf den offiziellen Camino gewechselt, der uns dann über Valença nach Tui geführt hat. Auf dem gesamten Weg von Porto bis hier haben wir immer wieder gute wohnmobilstelllülätze gefunden. Wir werden deshalb diese Tour mit dem Wohnmobil wohl noch einmal machen, um uns dann die Orte und Städte, durch die wir jetzt nur durchgelaufen sind, näher anzusehen.Weiterlesen

Maite ist 2015 von Porto nach Santiago gelaufen; ich bin dann nach Santiago geflogen😜👍Euch weiterhin viele positive Erlebnisse auf der Wanderung. Liebe Grüße Yk 🇪🇸🌞😀🚍👍 [Yk]
El sol nos saluda in Tui.
3. Mai in Spanien ⋅ ☀️ 15 °C
Wir hatten Portugal über die "Punkte internacionale" verlassen, eine318 m lange Stahlbrücke über den Rio Minho, die zwischen 1882 und 1884 erbaut wurde und über deren obere Trasse die Eisenbahn geführt wird, über die untere der Auto- und Fussgängerverkehr. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft "Jacob's Hostel Tui" bemerkten wir eine unscheinbare Bar, eine Sportwettenbar, wie wir bald feststellen sollten, in der es aber auch hervorragende Tapas gab. Phami bestellte für sich Calamares und für mich einen Salat nach Art des Hauses, beides exzellent. Nach der Stärkung waren es nur noch 900 m bis zu unserem Hostel, das nur 250 m von der Kathedrale, die älter als 800 Jahre ist und nur wenige Schritte bis zum Rathausplatz. Unsere Hostaliera spricht deutsch und ist eine ganz reizende Person, Mutter eines wenige Monate alten Jungen. Eine tolle Bleibe, die nur für uns bzw vor allem Phami den Nachteil hat, dass in unserem Zimmer 3 oder 4 scheinbar trinkfeste Männer untergebracht sind. Mal sehen, was uns die Nacht so bringt. Bedauerlicherweise hat es die spanische Sonne nicht geschafft, alles, was regennass geworden war, zu trocknen. Phami föhnt deshalb gerade auf Teufel komm raus alles mögliche. Jedenfalls haben wir bis heute seit unserem Start in Porto ca 137.000 m zu Fuß zurückgelegt. Jeder Schritt war es wert, gegangen worden zu sein. Die vielen Eindrücke und Begegnungen sind jede Mühe wert. Im übrigen haben wir uns noch keine Blasen gelaufen.Weiterlesen

Herzlich Willkommen in Spanien, Ihr Lieben! Auch wenn es am anderen Ende ist: solltet Ihr ein warmes Bett in Málaga brauchen, seid Ihr bis Freitag herzlich willkommen ❤️😉 [Hien]
Dem Stock sei gedankt
4. Mai in Spanien ⋅ ⛅ 16 °C
Die Entfernung bis zum Ziel unseres Fussweges, der Kathedrale von Santiago de Compostela, nimmt immer mehr ab. Jetzt sind es nur noch etwas weniger als 110 km. Stellt sich schon etwas Wehmut ein, dass diese auch mental in Anspruch nehmende Erfahrung -oder treffender ausgedrückt: Ergehung- sich dem Ende neigt? Nein, diese Gedanken sind noch verfrüht. Ich hatte vorgestern geschildert, dass mich in der Kirche Sao Bento ein herrenloser Krückstock gleichsam gebeten hatte, ihn mit auf die Reise zu nehmen. Ich hatte mich nicht lange bitten lassen und habe ihn zunächst nach Vila Nova de Cerveira bei fantastischem Wetter gestern auf unserer Regenpremierenetappe weitestgehend trocken bis nach Tui getragen. Heute ging es gegen 07.45 h weiter nach O Porriño und auf dieser Strecke kam mir der Stock zu Hilfe. Es war heute das 1. Mal, dass wir bei dem gemeinsamen Rosenkranzgebet, dass wir jeden Morgen zu Beginn unserer Wanderung beten, in Atemnot. Es ging heute von Anfang an munter bergauf und bergab. Das Wetter spielte weitestgehend mit. Durch die Nässe des gestrigen Regentages hatten sich in den Bergtälern teilweise Nebel gebildet, aus dem heraus man die Berggipfel sehen konnte. Die Wege waren zum Teil asphaltiert, zum Teil ging es entlang von Landstraßen, andere Pfade waren feldwegartig, wieder andere führten uns durch Urwälder oder an Bächen entlang. Immer mussten wir auf- und absteigen, wobei gerade bei den Abstiegen der "Sao Bento Krückstock" mir echt zur Hilfe kam. Wir sind den wunderbaren "Complementario" gelaufen, der uns durch wunderschöne Landschaften führte. Das Wetter war angenehm kühl, aber und an zeigte sich die Sonne, als wir nach ca 2,5 Stunden eine Sitzgelegenheit suchten, weil wir uns für den Endspurt fit machen wollten - es gab einen riegel Mars-, tauchte auch eine Sitzbank auf. Etwa 3 km vor unserem angestrebten Ziel mussten wir doch wieder unsere Regencapes herausholen. Allerdings handelte es sich nur um einen kleinen Schauer, der auch nicht besonders heftig war, sodass wir nach etwa 15 Minuten die Kapuzen schon wieder absetzen konnten. Auf den letzten ca 2 km waren sich die Wegmarkierungen des Jakobsweges und Google nicht mehr einig, so dass wir einen etwa 500 m längeren Weg als nötig gelaufen sind. Allerdings hatte dieser Umweg den Vorteil, dass uns eine kleine, unscheinbare Gaststätte gleichsam zum Mittagessen einlud. Für je 13 € gab es ein "Menu de dia", bestehend aus Brot, Vorspeise, Hauptgericht, einem Kaltgetränk und Nachtisch oder alternativ Kaffee. Gegen 13.30 h kamen wir unter strahlendem Sonnenschein in unserer Unterkunft an. Nachdem wir uns erfrischt hatten, haben wir Kleinigkeiten zum Essen eingekauft und dann für die kommenden Tage Unterkünfte gebucht. Wir freuen uns auf das, was uns noch begegnen wird und sind unendlich dankbar dafür, daß uns diese Erfahrung gegönnt ist. ULTREIA!Weiterlesen
Wechselbad der Gefühle
5. Mai in Spanien ⋅ ☁️ 15 °C
Heute morgen vor dem Aufstehen habe ich die Warnwetter-App gecheckt und festgestellt, dass der Regen zum Morgen hin abnehmen sollte. Die Hoffnung keimte in mir, dass ein trockener Wandertag vor uns liegen sollte. Um 07.45 streckte ich meine Nase durch die Haustür -und siehe da, der Regen hatte nachgelassen. Obwohl ich empfahl, die Regencapes noch nicht einzupacken, weil die weitere Weiterentwicklung nicht so sicher schien, hat Phami die Klamotten ordentlich verpackt. Als wir dann um 08.15 h die gute Unterkunft verlassen haben, hatte der Regen wieder eingesetzt. Nach ca 150 m konnten wir unter einem Vordach unsere Rucksäcke regengeschützt wieder absetzen, um die Regencapes wieder heraus zu holen und überzuziehen. So gerüstet stießen wir nach weiteren 100 m auf eine Bäckerei, die seit 08.30 Uhr geöffnet hatte. Dort konnten wir die Capes wieder ablegen und in Ruhe frühstücken. Nachdem wir es uns hatten munden lassen, hatte der Regen weitestgehend nachgelassen. Gleichwohl gingen wir bewaffnet mit unseren Regenmänteln weiter, da diese nicht nur Schutz gegen das Wasser von oben, sondern auch vor dem kalten Wind bot, der uns begleitete. Nach etwa einer halben Stunde lockerte sich der Himmel auf und die Sonne schenkte uns ihre wärmenden Strahlen, sodass wir den Regen- und Windschutz ablegen konnten. Er wurde aber nicht wieder verpackt, sondern hinter dem Rückenschutz von Phami's Rucksack eingeklemmt. So hatte sie nicht nur die Last der Verantwortung, sondern auch das Mehrgewicht meines Regencape's zu tragen : Wechselbad der Gefühle oder -wie der Lateiner sich gepflegt ausgedrückt hätte: "Varatio delectat". Unser Weg führte uns entlang von Landstraßen, kleineren örtlichen Wegen,entlang von Bächen und Flüssen sowieso über nasse Feld- und Waldwege häufig bergauf bis nach Mos. Dort besorgte sich Phami Regengamaschen zum Nässeschutz für ihre Schuhe. Ihre Schuhe waren bei den Regengüssen durchnässt worden. Diese Anschaffung war hervorragend. Seitdem hat es nahezu nicht mehr geregnet♡. Einige km später erreichten wir die höchste Erhebung des heutigen Tages, denMarco Miliário Romano, einen alten römischen Meilenstein aus dem Beginn unserer Zeitrechnung. 228 m hoch waren wir gestiegen, allerdings nur von ca 100 m über dem Meeresspiegel. Bei dem aber doch atemraubenden Anstieg hat mir Krücky, wie ich meinen Stock nun liebevoll nenne, wieder sehr geholfen. Bei geraden Strecken, die wir ja durchaus auch zurücklegen, ist Krücky nicht gerade eine Last, will aber getragen werden. Der Abstieg nach Redondela, unserem heutigen Tagesziel war extrem steil, geführt über schmale, gut ausgebaute Straßen die ich in ca 170° - Kehren gelaufen bin, um die Kniegelenke nicht allzu stark zu überlassen. Hier in Redondela sind wir wieder in etwa in Höhe des Meeresspiegels. Gut, daß wir diese Strecke nicht zurückwandern müssen. In unserer Herberge sind wir freundlich empfangen und aufgenommen worden. In einen nahegelegenen Lokal haben wir für 15 €/Pers. wieder ein menu seminal zu uns genommen, bestehend aus einem Kaltgetränk, Brot, Vorspeise, Hauptspeise, einem Stück Kuchen "Santiago" und einer Tasse Kaffee. Daran gibt es nichts auszusetzen. Mit einem leichten Schrecken musste ich eben feststellen, daß sich die noch fehlenden km bis zu unserem Ziel an Christi Himmelfahrt meinem Lebensalter bedrohlich nähert und spätestens übermorgen unterschritten haben wird. Auch solche Feststellungen sind "Wechselbäder der Gefühle "!Weiterlesen
Was braucht der Mensch?
6. Mai in Spanien ⋅ ☀️ 9 °C
Gestern Abend in einem Schlafsaal mit mehr als 20 Doppelstockbetten, getrennt durch Vorhänge lag ich in der unteren Etage unseres Bettes und sinnierte so vor mich hin, was ein Mensch so alles brauche. Es ist wohl nicht viel, was man benötigt, um zufrieden oder auch glücklich zu sein. Es genügt eine Gelegenheit, sich ausruhen zu können, eine einigermaßen hygienische Wasserstelle zum Waschen und Zähneputzen, eine Möglichkeit, sich zu setzen, um in Ruhe essen und trinken zu können, Menschen zum Austausch von Gedanken, Planungen und Meinungen. Es ist also nicht so viel. Wichtig sind vor allem die klassischen fünf Sinne: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken. Für mich persönlich wichtig ist seit einigen Tagen Krücky, der mir auch heute wieder wertvolle Dienste leisten sollte. Nun gut, die Nacht war heute morgen gegen 06.45 h, also zu gewohnter Zeit beendet. Für heute hatten wir uns nur eine kurze Strecke von ca 7 km bis nach Arcade/Ponte Sampaio vorgenommen. Dass es dann doch etwa 10 km geworden sind, ist dem Umstand geschuldet, dass wir uns in Rondela noch den Fischereihafen angesehen haben. Wir hatten gar nicht auf dem Schirm, dass Redondela noch am Atlantik liegt. Die Strecke von diesem Hafen bis nach Cesantes war angenehm zu laufen. Kurz vor Cesantes erreichten wir sodann den klassischen Jakobsweg wieder, der es in sich hatte. Ich hatte gestern über den steilen Abstieg nach Redondela berichtet und uns glücklich geschätzt, dass wir die Strecke nicht zurückwandern müssen. Der Aufstieg von Cesantes zur Ruine der Herberge von Malaposta hat uns gefordert. Auf einer Strecke von 1. 000 m waren Steigungen von bis zu 15% zu überwinden, was uns ganz schön ausser Atem oder auch ins Schwitzen gebracht hat. An der Ruine erwartete uns ein eine Harfe spielendes Mädchen nahe einer alten Wasserstelle. Wir hatten die höchste Stelle unseres heutigen Teilstücks aber noch nicht erreicht. Beim weiteren Anstieg bemerkten wir an einer unscheinbaren Stelle andere "Pelegrinos", die auf irgend etwas zu warten schienen. Die Anzahl der Pilger hat seit Tui offensichtlich merklich zugenommen. Jedenfalls sahen wir dann ein Hinweisschild "stamp" in Richtung eines Gartens. Mindestens15 Pelegrinos warteten geduldig darauf, den bis dahin wohl wertvollsten Stempel in den Pilgerpass zu bekommen: ein junger schrieb mit einem echten Federhalter das heutige Datum in den Pass und versah ihn darauf hin mit einem Wachsstempel. Ein echter Hingucker, sowohl der Stempler als auch der Stempel. Wenige 100 m weiter hatten wir die höchste Stelle unseres heutigen Weges erreicht und konnten bergab nach Arcade gehen, einem Ort, der ebenfalls noch am Atlantik gelegen ist. Die freundliche Hosteliera aus der Herberge in Redondela hatte uns dabei geholfen, in der Herberge O Lar de Pepa in Arcade zwei Betten zu reservieren. Bei Margerita (nicht Pizza, wie sie selbst betonte) haben wir für 30 € ein Doppelzimmer mit breitem Bett und eigener Dusche und WC bekommen. Besser konnte es uns nicht ergehen. Margerita stammt übrigens aus Polen und spricht besser deutsch als spanisch. Wir sind echte Glückspilze.
Die auf dem Titelbild zu sehenden Gebäude begegnen uns hier in Galizien allenthalben. Es handelt sich mitnichten um kleine Kapellen, sondern um sogenannte Horreos, alte Heu- und Getreidespeicher, die aus Stein oder Holz auf Stelzen gestellt worden waren, umfasst Lagergut vor Feuchtigkeit und Ungeziefer zu schützen.Weiterlesen
Alter ≈ fehlende km
7. Mai in Spanien ⋅ ☀️ 18 °C
Wir waren gestern Nachmittag, nachdem wir unsere Rucksäcke im Hostel abgegeben hatten, noch nach Arcade heruntergelaufen und hatten dort eine Bäckerei ausfindig gemacht, die gute Backwaren, guten cafe au lecche und klasse Öffnungszeiten aufwies, sodass wir uns dort für die heutige Etappe stärken konnten. Obwohl wir uns eigentlich Zeit lassen wollten, sind wir doch wieder um kurz nach 6 in der Frühe aufgestanden, hatten unsere Plürren zusammengepackt und wollten losziehen. Es fehlte aber etwas, was nicht angewachsen war, aber wieder sehr wichtig werden sollte: Krücky! Ich hatte ihn gestern, als wir unsere Rucksäcke aus der Rezeption geholt hatten, vergessen. Phami kam sofort auf den Gedanken, daß der Stock nur dort stehen konnte. Nachdem wir ihn zu meinem Glück dort wiedergefunden hatten, konnten wir endlich losgehen, sodass wir wenige Minuten nach 08.00 Uhr, der Öffnungszeit der Bäckerei dort eintrafen und noch Sitzplätze ergattern konnte. Die Anzahl der Pilger nimmt in dem Maße zu, wie die verschiedenen Jakobswege zusammen treffen. Mit uns am Frühstückstisch saß eine Pilgerin aus Bielefeld,die sich ein köstliches Baguette, belegt mit Käse und Ibericoschinken bestellt hatte. Sie fiselte den tollen Schinken vom Käse mit der Begründung, der sei ihr zu fett. Ich fühlte mich schlagartig etwa 3 Jahrzehnte zurückversetzt in das "Alte Gasthaus Lewe" in Münster, in dem sich ein junger Mensch ein Toast Hawaii, "aber bitte ohne Schinken und Ananas", mithin ein Käsebrot bestellt hatte. Warum einfach, wenn es auch schwierig geht. Die Pilgerin hatte in Redondela übernachtet und war, wie sie ebenso ehrlich wie zerknirscht zugab, die Strecke von dort nicht gelaufen,sondern mit dem Bus gefahren -wegen Knieproblemen. Nach dem Frühstück haben wir uns einen "Buen Camino" gewünscht, einen Wunsch, den man mit jedem Meter, den man läuft, immer häufiger hört: ein wechselseitiges Mutmachen. Uns erwartete heute wieder eine Strecke voller schöner Eindrücke, wunderbaren Aussichten einige steile Anstiege, traumhafte Feld- und Waldwege und viele Wanderer oder -um im richtigen Terminus zu bleiben: Pilger (damit sind männliche, weibliche und diverse andere Geschlechter gemeint, gendern werde ich nicht). Nachdem wir von Arcade noch ca 30 Höhenmeter auf ca 1000 m herunter gelaufen waren, erreichten wir Ponte Sampaio, ein malerischer Ort, in dem eine mittelalterliche Brücke den Fluss Verdugo überquert. Die Brücke hatte 1809 in der Schlacht gegen Frankreich historische Bedeutung erlangt. Auf der anderen Seite des Flusses führt der Weg zunächst durch reizvolle Gassen, bevor es nach etwa 1,3 km für 2 km steil bergauf über Stock und Stein geht. Auf diesem Stück des Weges habe ich den Sinn des Krückstockes wirklich schätzen gelernt. Die Hilfe von Krücky verwandelte bei mir den Stolz, dass ich einer solchen Hilfe doch nicht bedürfe in die Erkenntnis der Demut, sich ruhig einer Hilfe zu bedienen, wenn man darauf angewiesen ist. Nachdem wir so den "Alto da Canicouva" in etwa 130 m Höhe erreicht hatten, ging es gemächlich fast nur noch abwärts. Das bedeutete aber, dass es dadurch leichter wurde. Auf dem Weg bergauf gab es eine sehr willkommene Pause, als ein junger Mann schöne Wachsstempel für den Pilgerpass anbot. Das Warten, bis man seinen Pass zur Bearbeitung vorlegen konnte, hat sich in jedem Fall gelohnt. Hinter Vilaboa haben wir uns entschieden, nicht weiter an der Straße, sondern an dem Fluss Tomeza entlang zu laufen. Es war des Wetters wegen die absolut richtige Entscheidung gewesen. Wir hatten heute den ganzen Tag Sonnenschein und auch gestern hatte es nur mäßig geregnet, sodass wir davon ausgehen konnten, daß der Weg insgesamt begehbar war. Wir sind über wunderschöne Fluss- und Waldwege gelaufen, wurden vom Geschwitzer der Vögel und dem Quaken von Fröschen und Kröten begleitet, kamen immer wieder über kleinere Brücken und Stege, hatten mitten im Wald eine "Erscheinung", weil eine Asiatin glaubte, von Kopf bis Fuß in weiss gekleidet diesen wundersamen Weg bereichernd müssen und kamen auf diese Weise zum Ziel unseres heutigen Planes, der Stadt Pontevedra, der ich einen eigenen Footprint widmen werde.Weiterlesen
Pontevedra
7. Mai in Spanien ⋅ ☁️ 15 °C
Für diese Stadt haben wir uns mit Casa Sara in der Rúa Alta für eine Pension entschieden, die ausgesprochen zentral 120 m von der Basilika Santa Maria la Mayor entfernt liegt. Die Auswahl war richtig und hat alle unsere Wünsche erfüllt. Wir haben ein kleines Zimmer in der 2. Etage. Die Sanitäranlagen sind sauber und gepflegt, die Inhaberin sehr freundlich und zuvorkommend. Sie war uns auch dabei behilflich, für unser nächstes Etappenziel eine Unterkunft zu reservieren. Nachdem wir hier eingecheckt hatten, sind wir losgezogen, um uns in Pontevedra umzuschauen. Als erstes fiel uns auf, wie sauber die Stadt ist. In der Altstadt gibt es nur ganz wenig Autoverkehr. Seit 1999 hat die damalige Verwaltung die Lebensqualität der Stadt dadurch aufgewertet, dass sie Fussgänger und verkehrsberuhigten-zoneneingeführt hat. Etwa 250 m von unserem Quartier entfernt liegt die Ruine des Klosters von Santo Domingo. Die Kirche und das Kloster wurden 1282 erbaut. 1836 wurde das Kloster geschlossen, nachdem man dem Orden die Eigentumsrechte entzogen hatte. Seitdem verfiel sowohl die Kirche als auch das Kloster. 1899 hatte die archäologische Gesellschaft der Stadt festgestellt, welcher Schatz hier verkam und hat die Ruinen zu einem Teil des Museums gemacht. Heute zählt sie zu den bedeutensten Kulturdenkmälern Galiziens.in nur unwesentlicher Entfernung befinden sich das Sanctuarium der "Virxe Peregrina" und der Klosterkirche San Francisco. Letztere war leider geschlossenen. Das Franziskanerkloster ist ein riesiger komplex. Das Sanctuarium ist eine Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert, deren Grundriss einer Jakobsmuscheln gleicht. Sie ist das Heiligtum der jungfräulichen Pilgerin und ist eine der Hauptatrsktionen auf dem Camino Potugues. Die Basilika schließlich stammt aus dem 16. Jahrhundert und wechselt im Stil zwischen Gotik und Renaissance. Des weiteren hat Pontevedra aufgrund der Verkehrsberuhigung viele Plätze, auf denen sich das Leben der Stadt abbildet. Die Besichtigung der Stadt hat uns sehr beeindruckt. Jetzt werden wir uns mental auf morgen vorbereiten. Wir sind unendlich dankbar, dass wir das hier erleben dürfen.Weiterlesen
Unterwegs mit Jacob
8. Mai in Spanien ⋅ ☁️ 16 °C
Wir hatten in der Pension Casa Sara eine ruhige, entspannende Nacht. Vor dem Einschlafen beschäftigten mich Gedanken, wie sich vieles wunderbar ergibt und fügt. Es sind ganz unscheinbare Sachen, die mich bewegt haben: da ist zum Beispiel der abendliche Wunsch, es am nächsten Tag etwas gemächlicher angehen zu lassen, um sich dann ad hoc zu entscheiden, am nächsten Tag zwei Etappen zusammen zu legen. Dann wundere ich mich jeden Morgen, dass sich der Schlafsack zu einer ca 25 cm langen und15 cm im Durchmesser großen Wurst zusammen quetschen lässt. Weiter fügt es sich wunderbar, dass man immer wieder auf Pilger trifft, die man schon viel weiter wähnte. Jedenfalls hatten wir gestern Abend entschieden, heute bis Caldas de Reis zu laufen, nachdem uns Mella, die Wirtin von Casa Sara das Hostel Moderna empfohlen hatte. Es war wieder einmal eine richtige Entscheidung gewesen. Nach einem guten Frühstück in der "Confitteria Landin", bei dem wir Rebecca, die Pilgerin aus der nicht existenten Stadt wieder getroffen hatten, sind wir gegen 09.00 h gestartet bei angenehmem Wetter zum Laufen. Wir haben Pontevedra über die "ponte do Burgo" verlassen, über die wir auf die andere Seite des Flusses "Lérez" gelangten. Der weitere Weg führte uns durch Weinberge und verwunschene, wild wachsende Wälder. Immer wieder stießen wir auf alte, aus Stein gehauene verwitterte Wegkreuze. In Alba fanden wir die "igrexa santa Maria", von deren Vorplatz uns der Gruß: "Hallo Münster!" entgegen schallte. Dort saß Ekkehard, den wir zusammen mit Swetlana aus Russland das erste Mal in Povoa de Varzim in unserer dortigen Unterkunft angetroffen hatten. Wir sind dann zunächst in die Kirche gegangen,um um uns einen Stempel für den Pilgerpass zu besorgen. Zufällig war der Pfarrer in der Kirche, der zunächst für uns die Altarbeleuchtung einschaltete und uns dann noch einen Reisesegen erteilte. Ekkehard wollte seine Pause neben einem aus Stein gehauenen, sehr schweigsamen Mann noch etwas geniessen. Er wollte heute noch bis Padrón laufen, da er am Sonntag in Santiago de Compostela sein wollte. Mit einem inzwischen zu geflügeltem Gruß gewordenen "Buen Camino" haben wir uns auf unseren weiteren Marsch begeben. Bis Portela, dem eigentlich geplanten Ziel für heute mussten wir noch einmal aus 130 m Höhe aufsteigen. Es war aber ein sehr abwechselungsreicher Gang. Am Wegesrand standen PKW oder Lieferwagen, aus denen heraus Obst oder Gebäck angeboten wurde, um die nächste Abbiegung herum erfreute uns ein Gitarrist mit seiner Musik und bot Stempel oder Aufkleber für den Pilgerpass gegen eine freiwillige Spende an, dann kam man an ein Café, in dem man sich mit allem möglichen versorgen konnte, hinter dem nächsten Waldabschnitt erwarteten uns mit Weinranken bepflanzte Felder, wobei die Wanderwege durch Weinranken überwachsen waren und wir gleichsam wie unter einer Pergola liefen,dann trafen wir wieder auf mehr oder weniger große Menschenan- Sammlungen, die geduldig darauf warteten, einen der beeindruckenden Wachsstempel zu erhalten. Es war nie langweilig. Bis etwa 13.00 Uhr war das Wetter besser, als vom Wetternericht vorhergesagt worden war. Danach wurden wir von dem ein oder anderen Regenschauer abgekühlt, ohne dass wir nennenswert nass geworden wären. Wir hatten aber sicherheitshalber unsere Regencapes angelegt. Nach ca 21 km hatten wir sodann glücklich über unsere Leistung unser Ziel erreicht, die Pension Moderna,die direkt neben der Thomas-Kirche gelegen ist. Es war gut, daß wir heute zwei Etappen zusammen gelegt hatten, zumal das Wetter uns wieder einmal wohlgesonnen war.Weiterlesen
Wir nähern uns dem Ziel
9. Mai in Spanien ⋅ 🌧 15 °C
Ich bin froh, dass ich gestern Abend die Wetter-App studiert hatte. Diese hatte für den heutigen Vormittag bis ca 13.00 h schönes Wetter vorhergesagt. Danach sollte es zu regnen beginnen. Aus diesem Grunde hatte ich vorgeschlagen, spätestens gegen 08.00 Uhr zu starten. Das haben wir auch geschafft, obwohl mein Schatz in der Nacht von einem schlimmen Husten geplagt wurde, der ihr etwa zwei Stunden des Schlafes geraubt hat. In der Nacht hatte ich die Befürchtung, dass unsere Planung jedenfalls für diesen Samstag scheitern könnte. Trotz des Schlafmangels hat Phami die heutige Etappe, die sicherlich nicht zu den leichteren gehört hat, mit Bravour gemeistert. Es war heute ein Berg- und Talgang. Die ersten 6 km bis nach Cortiñas ging es stetig bis auf 170 m bergauf. Diese Höhe haben wir bis O Pino in etwa gehalten, um dann die Höhe auf einer Strecke von knapp 3 km wieder zu verlieren. Das war schon anstrengend und ich bin Krücky dankbar dafür, dass er mir bei der Überwindung der Höhenunterschiede so gut geholfen hat. Auf dem heutigen Weg von etwa 19 km waren ganze Völkerwanderungen unterwegs. Wir sind wieder mit Rebecca und Ekkehard zusammengetroffen. Letzter hat uns zunächst bergab schnellen Laufschrittes überholt. Er wollte es heute noch bis Teo schaffen, einem Ort, der noch einmal 11 km weiter liegt. Ihn haben wir dann bis 3 km vor Padrón, unserem heutigen Etappenziel zum 4. Mal gesehen, als er sich an einer Bar stärken wollte. Unsere erste und einzige größere Pause hatten wir in dem Café gemacht, wo wir das Titelbild fotografieren konnten. Jetzt liegen noch knapp 25 km vor uns. Unterwegs hatten wir uns prophylaktisch regenfest angezogen, nachdem sich der Himmel bedenklich zugezogen hatte. Pünktlich vor Beginn des großen Regens hatten wir geschafft, aber glücklich und vor allem trocken unser Ziel, die Pension Cuco, erreicht. Wir haben ein großes Zimmer mit eigener Dusche und WC für 45 €. Der Wetterbericht für morgen verheisst wieder gutes Wetter. Morgen werden wir bis Milladoiro laufen, um dann am Montag hoffentlich gut am Ziel unser derzeitigen Träume anzukommen. Wir sind dankbar, dass es uns vergönnt ist, dieses Erlebnis ohne Beeinträchtigungen zu genießen.Weiterlesen
Im Trödelmodus
10. Mai in Spanien ⋅ ☁️ 16 °C
Es lagen noch etwa 24 km bis zum Ziel in Santiago de Compostela vor uns. Manche Mitpilger hatten das Bestreben, noch heute dort anzukommen. Unser "Teilzeitmitpilger" Ekkehard, den wir gestern noch getroffen hatten und der bis Teo, einem Ort etwa 13 km vor Santiago kommen wollte, hat es tatsächlich geschafft, die Nacht durchzulaufen und war heute morgen um 03.45 h in der Destination angelangt. Respekt kann ich da nur sagen. Wir hatten uns vorgestellt, morgen in aller Frische an der Kathedrale anzukommen, wenn diese gerade die Tore geöffnet hat. Wie Phami sich ausdrückte : "Ich mache mich hübsch". Ich glaube eher, dass ich als normaler Pilger dort aufschlage. Jedenfalls waren die Bäckereien noch geschlossen, als wir uns auf den Weg machten. So sind wir in einer großen Pilgerschar gestartet, die wir aber schon bald aus dem Blick verloren hatten, weil die ja noch 6 km mehr vor der Brust hatten als wir. Wir hatten uns regenfest verpackt, weil entgegen der Wettervorhersage doch noch der ein oder andere Regentropfen den Weg zur Erde fand. Nach dem morgendlichen Rosenkranzgebet gelangten wir zu einem Kaffee, in dem wir uns stärken konnten. Die vor uns liegenden Route bot wieder viel. Wir zogen durch kleine, verwinkelte Ortschaften, die jede ihren eigenen Reiz ausstrahlte,trafen auf viele sehr alte Wegkreuze, durften uns an prächtigen Kirchen erfreuen, mühten uns über steinige Klettersteige, aber auch weichen Waldboden bis auf 250 m Höhe bergauf, genossen Pfade durch die Felder und an kleinen Bächen entlang, wurden durch Klaviermusik überrascht und konnten einige Stempel für den Pilgerpass ergattern. Sowohl bei Phami als auch bei mir drehten sich die Gedanken darum,ob wir froh und glücklich waren, das erste Hauptziel unseres Abenteuers schon bald erreicht zu haben oder ob die Trauer, dass sich dieser schöne Weg, den wir gemeinsam geniessen, aber auch erleiden durften, dem Ende Zuneigung. Diese Überlegungen veranlassten uns, in den Trödelmodus zu verfallen und vieles noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich glaube, die Freude und Zufriedenheit über das Erreichte lassen der Trauer über das Ende keine Chance. Morgen wartet noch der ultimative Höhepunkt auf uns. Wir sind voller Vorfreude auf das, was uns erwartet.Weiterlesen

Und was machen wir ab morgen, wenn ihr angekommen seid, ohne eure Erlebnisse und ohne eure Bilder und Beschreibungen??? [Lisa & Gerd]
Die letzten 7.490 Meter
11. Mai in Spanien ⋅ ⛅ 14 °C
Wir haben es tatsächlich geschafft: 260 km des Fussweges von Porto nach Santiago de Compostela, wie die Urkunden es festgehalten haben. In unserer Planung waren wir noch von 20 Teilabschnitten ausgegangen, wir haben nur 17 benötigt. Nach einem ausgiebigen Frühstück, das wir um 07.00 Uhr zu uns genommen haben, haben uns mit leichterem Gepäck (was, wie sich später noch herausstellen sollte, dennoch zu groß war) auf die kürzeste und gleichzeitig letzte Route zu unserem 1. Ziel, St. Jacob auf dem Sternenfeld, zu begeben. Wir waren an noch keinem Tag so wenigen Pilgern begegnet, wie heute. Das lag zum einen sicherlich daran, dass heute Montag ist, zum anderen aber auch daran, dass die meisten pilgernden sich in den Kopf gesetzt hatten, gestern in Santiago ankommen zu wollen. Das Wetter hat uns heute einmal mehr positiv überrascht. Es tröpfelte zwar ab und zu, aber so wenig, dass wir weder den Rucksack noch uns wasserdicht verpacken mussten. Die Wettervorhersage war sehr viel pessimistischer gewesen. Bis auf die letzten etwa 2 km durch die Rand- gebiete Santiagos war auch dieser kurze Trip ein Erlebnis. Die Strecke war ausgesprochen hügelig und führte uns zunächst von Milladoiro Novo, wie wir zwischenzeitlich gelernt haben, hinunter nach O Porto de Conxo und dann ein Stück entlang des Flüsschen Sar. Unterwegs hatten freundliche Spanier Stände aufgebaut oder boten aus ihren Häusern heraus zu essen und zu trinken an, aber auch die Möglichkeit, seine Stempelsammlung zu vervollständigen. Der Weg durch die kleinen Bauernschaften schenkte uns auch wieder den Anblick vollkommen unterschiedlicher Horreos oder kleinen Katen, wie es sie bei uns in Deutschland wohl nicht mehr gibt, die jedenfalls bei uns nicht mehr als Wohnungen genutzt würden. In Santiago wartete vor der Kathedrale Ekkehard auf uns. Weil wir den Eingang in die Kirche am Hauptportal vermuteten, haben wir uns zunächst verpasst. Angeblich aus Sicherheitsgründen ist der Eingang jedoch vor 7 Jahren in einen der rückwärtigen Türme verlegt worden. Wenn ich den Reiseführer richtig studiert hätte, wäre mir das bekannt gewesen. Da ich Ekkehard zunächst telefonisch nicht erreichen konnte, haben wir beschlossen, unser Glück beim Pilgerbüro zu versuchen. Wir wollten unsere Urkunden ausstellen lassen und abholen. Wir hatten von Wartezeiten von bis zu 5 Stunden gehört. Wir brauchten uns in keiner Schlange eizureihen. Wir mussten an einem Computer unsere Daten eingeben, bekamen einen QR Code ausgedruckt, wurden an Schalter 8 verwiesen, wo uns eine nette Dame aus Taipeh half, falsche Angaben zu berichtigen und uns dann die Urkunden auszustellen und zu überreichen. Wir waren keine 5 Minuten im Pilgerbüro. Danach haben wir doch noch den richtigen Eingang zur Kathedrale und davor auf einer Mauer sitzend auch Ekkehard gefunden. Weil der Rucksack, den Phami mitgenommen hatte, zu groß war, durften wir zunächst nicht in die Kirche. Erst nachdem Ekkehard sich angeboten hatte, auf unser Gepäck aufzupassen, sind wir für heute nur im Schnelldurchgang durch die Kirche gefegt, da wir Mittwoch und Donnerstag noch einmal in Santiago sein werden. Dann haben kein sperriges Gepäck, dafür genügend Zeit mit uns, um uns in aller Ruhe vor den großen Pilgeranstürmen in der Kirche umsehen können. Bei dem Gang von Milladoiro nach Santiago überkam mich dann doch die Wehmut, dass dieses tolle Erlebnis sich dem Ende zuneigt. Natürlich werden wir noch weitere Sachen entdecken und auch darüber berichten. Aber diese ganze Erfahrung, auf dem Weg sich selbst zu finden, hat die letzten 2 Wochen schon geprägt. Wir sind dankbar, dass wir diese Erfahrungen gemeinsam erleben durften.Weiterlesen
Ad finem terrae
12. Mai in Spanien ⋅ ☁️ 15 °C
Der Besuch des Endes der Welt -Fisterra oder Finisterre- mit dem Bus hat uns mehr geschlaucht als die Kilometer, die wir die letzten Tage täglich zu Fuß zurück gelegt hatten. Es war auch wettermässig die richtige Entscheidung, heute diese geführte Tour durchzuführen. Während langer Passagen der Busfahrt hat es heftig geregnet. Bei den Besichtigungsstops sind wir bis auf den letzten Halt allerdings vom Regen verschont worden. Wir sind heute morgen um 09.00 Uhr vor der "capilla do Pilar" mit weiteren 50 abenteuersuchenden Menschen unterschiedlichster Herkunft gestartet. Wir hatten im Bus woĥl den besten aller Plätze erobern können: direkt hinter dem Fahrer auf der Atlantikseite. Den Tipp, auf der Hinfahrt auf der linken Seite der schöneren Aussicht wegen zu sitzen, hatte ich dem Reiseführer entnommen. An dieser Stelle muss ich den Herausgeber des Reiseführers "CamInho Português", Herrn Raimund Joos, ganz herzlichen Dank aussprechen. Dieser Reiseführer hat es mir erst ermöglicht, gemeinsam mit meinem Schatz diese unsere Tour so erfolgreich zu planen und gestalten. Selbst die meisten der von uns im Laufe des Abenteuers gebuchten Unterkünfte haben wir diesem Führer entnommen. Unseren 1. Stopp legten wir in Muros ein. Dort haben wir uns die kleine Innenstadt angesehen, wo unter anderem die Markthalle ein Hingucker ist. Weiter ging es zu den "Ezaro-Wasserfällen", die eine traurige Berühmtheit erfuhren, als im Jahr 2009 ein Brand den Wald in dem umliegenden Gebirge vernichtet hat. Dramatisch wurde es dadurch, dass die abgebrannten Bäume bei nachfolgenden Regenfällen nicht mehr in der Lage waren, den Erdboden zu stabilisieren mit der Konsequenz, dass dieser abgewaschen wurde und die blanken Felsen übrig geblieben sind. Der weitere Weg führte uns zum Leuchtturm von Finisterre und dem Stein mit der km-Angabe 0,000, der zusammen mit Phami auf dem heute ausgewählten Titelbild zu sehen ist. Nach einem weniger guten Mittagessen in Finisterre selbst traten wir den Rückweg an und erreichten bei strahlendem Sonnenschein Muxia. Dort bestaunten wir neben beeindruckenden Felsformationen am Atlantik besonders das Heiligtum der Jungfrau vom Boot aus dem 17. Jahrhundert. Unser letzter Halt galt der "Ponte Maceira" über den Fluss Tambre, eine trotz Regens sehr sehenswerte Brücke in einer wunderbaren Landschaft. Von dort ging es zurück nach Santiago zum Startpunkt unserer Besichtigung und für uns weiter mit dem Linienbus nach Milladoiro. Es war ein Ausflug, der sich gelohnt hat, meinem Schatz und mir aber einmal mehr verdeutlichte, dass wir mehr und intensiver leben und erleben, wenn wir die Touren selbst planen und wegen der Ungebundenheit des Wohnmobil-Daseins unsere Zeit besser einteilen können. Galizien wird uns wohl noch einmal wiedersehen.Weiterlesen































































































































































































































































































































































































































































































Gutes Gelingen [Hille]
Genießt jeden Schritt, atmet die Atlantikluft und kommt mit wunderbaren Geschichten zurück! Bom caminho! Gerd und Lisa [Gerd +Lisa]
Gottes Segen für euren Weg🙏 [Dietmar]