Vorstellung/ Einleitung
18 марта, Германия ⋅ ⛅ 10 °C
Beginnen sollte ich wohl mit einer kleinen Vorstellung des Protagonisten. Das wurde uns zumindest so im Deutsch Unterricht beigebracht, die netten W-fragen. Gerade noch 27 Jahre jung , Betonung auf dem letzten Wort. Zumindest werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, wann ich den Erwachsen werde. Kurz vor meinem 19ten Geburtstag war ich das erste mal auf einem Bauernhof und habe richtig mit angepackt. Zugegebenermaßen noch nicht besonders effektiv, aber Spaß hat es mir auch da schon bereitet. Mit ein paar Unterbrechungen, treibt mich die ökologische Landwirtschaft immer noch an. Der plot, der Grund warum meine story überhaupt interessieren könnte,ist, dass ich dabei gerne Reise. Um mein aktuelles Abenteuer wird es in diesem Bericht gehen. Trotzdem werden wir mein Arbeitsleben auf später verschieben, da ich gerade noch am Wandern bin. Für die Pasion wurde der Grundstein schon in jungen Jahren, durch meine Eltern gelegt. Da wir in München wohnten (meine Eltern immer noch), waren wir fast jedes Wochenende in den Alpen. Nicht zum Ski fahren sondern zum Laufen, ich weiss schon echt uncool. Außer diesem Erfolgsgefühl, wenn man nach einigen Schweißausbrüchen, mit brennenden Lungen und Beinen, es ganz nach oben auf den Gipfel geschafft hat. Da stehst du jetzt und schaust auf die kleine Welt runter und schöpft Hoffnung. Du hast es nämlich mit diesem starken Riesen aufgenommen und im Vergleich sind David und Goliath ausgeglichene Kontrahenten. Außerdem erweckt die Vogelperspektive das Gefühl von Distanz zu dieser komischen Welt da unten, dass ich sehr genieße. In Verbindung mit der Ruhe und dem Abstand zu Verpflichtungen, genau der richtige Ort zum Nachdenken. Darüber wer ich sein will, welche Aspekte der eigenen Persönlichkeit veränderbar sind, ohne sich zu verlieren. Keine Angst ich stelle mir die Fragen nicht zum ersten Mal und sicher nicht zum letzten. Daher werden diese Fragen immer wieder auftauchen. Ansonsten werdet ihr mich immer besser kennenlernen auf der Reise, ich ehrlich gesagt auch und daher starten wir. Auch wenn besagte Deutschlehrerin sicher noch viel an meiner Einleitung zu korrigieren findet.
PS: Meine Rechtschreibung ist trotz vieler genossen Lektüren immer noch miserabel. Ich bitte dies zu entschuldigen. Damit mir auch genug Zeit fürs Erleben bleibt, werde ich die Texte nicht tot korrigieren.Читать далее
Anreise
19 марта, Италия ⋅ ☁️ 18 °C
Die Reise beginnt wie immer mit einer Zugreise. 80 Minuten Verspätung auch wie Gewohnt, obwohl der Zug von der Öbb ist, dass Zugpersonal, ist auf dem deutschen Teil der Strecke, Teil des famosen DB Team. Trotzdem kommen wir mit kaum Verspätung in Rom an. Nach einer schlaflosen Nacht, der Sitzbereich ist wie in jedem anderen Zug. Also mit 3 Meter langen Beinen, nicht gerade Erholsam. Nicht schlimm, da ich ja auch zu spät gebucht habe, wie immer. In Rom stelle ich mich zu blöd an um dein Eingang zur U-bahn zu finden. Naja meiner Beobachtung nach war ich nicht der Einzige der ein par falsche vor der richtigen Abzweigung genommen hat. Zum Glück kann man in der Nähe vom Termini an jeder Ecke sein Gepäck abgeben. Schon bin ich 20 Kilo leichter. Jetzt schnell weg Richtung Altstadt, die Imbisse sehen so eklig aus, ich bekomme Lust ihnen einen deutschen Lebensmittelkontrolleur vorbei zu schicken. So einen richtigen Klischee Deutschen, der findet sicher einen Grund diese Kaschemmen zu schließen. Rom finde ich schwer zu beschreiben, bei so viel Geschichte und kontroversen Lebensgeschichten. Daher will ich nur erwähnen, dass mit kaum 500 Meter vom Bahnhof 2 Münchner treffe, die manchmal bei mir in der Bäckerei waren. Dort habe ich die letzten Monate als Verkäufer, das Kapital für meine Tour erwirtschaftet. Diesmal geht es holpernd, aber pünktlich los. In einem 4er Abteil mit Betten zum Glück. Kurz hab ich Angst bei diesem Seegang aus der Koje zu fallen( nein das Transportmittel hat sich leider nicht geändert, dass scheint normal zu sein) doch schlafe zum Glück sofort ein. Morgens um 4 ungefähr wird der Zug auf die Fähre verladen. Als der Kollege eine Koje weiter erfährt, was ich vorhabe, überlässt er mir netterweise seine Snacks. Und so betrette ich halbwegs erholt und halbwegs fit, sizilianischen Boden. Nach 4 Jahren wieder, mit gemischten Gefühlen. Grosse Reisen nicht im gänzlich unbekannten zu starten, kann ich nur Empfehlen. Dann hast du dich schon eingelebt in deinem Reise-ich, wenn die krassen Kulturschocks kommen. Finde du kannst dann intuitiver reagiern, wenn das Unbekannte klopftЧитать далее

Baptiste GüntherAso ja habe vergessen zu erwähnen, dass wir eben nicht auf den Zug, sondern aufs Personal gewartet haben;)
Messina
20 марта, Италия ⋅ ☀️ 15 °C
Heute beginnt meine Tour in Messina. Noch keusche ich unter dem Gewicht meiner Rückenladung. Auch wenn sich das erfahrungsgemäß schnell ändert hätte ich heute gerne einen Sherpa. Mein erster halt ist eine Bar wo ich leckere, warme Pistaziencroissants esse. Als der erste Schwung Gäste das Lokal verlässt und ich alleine am Thresen stehe, bekomme ich unerwartete Gesellschaft. Ein paar Tauben kommen reingetrippelt und picken die Reste vom Boden auf. Ganz in Ruhe und offensichtlich mit Duldung der Besitzer. Dann geht's weiter, ich brauche noch Sandwiches. In einem tollen Geschäft belegen sie mir frisch 4 Panninis für sensantionelle 8€. Davon können meine ehemaligen Kunden in München nur träumen. Es ist egal ob du lokalen Käse oder guten Luftgetrockneten Schinken wählst, die Preise sind immer moderat. Ein Element das die Unterschiede zur Heimat klar macht, sind die 'Autowaschanlagen'. Es ist einfach ein simpel betonierter Raum im Erdgeschoss. Dort steht ein Staubsauger und ein Hochdruckreiniger, fertig. Die Bereitschaft zu improvisieren ist beeindruckend. Schnell wird mir klar, dass ich mit wärmerem Wetter gerechnet habe.
Sobald ich das Tempo wie gewohnt anziehe, schwitze ich stark. Doch wegen dem kalten Wind und auch sonst ungewöhnlich niedrigen Temperaturen, muss ich immer aufpassen nicht zu unterkühlen. Für jemanden der gerne ans Limit geht, eine einschränkende Herausforderung.Читать далее
Gastfreundliches Sizilien
21 марта, Италия ⋅ ☁️ 13 °C
Als ich Mittags Verpflegung besorgen möchte, erlebe ich die sizilianische Gastfreundschaft. Ein sehr netter Sizilianer der mittlerweile in England lebt, stellt mir geduldig alle Süßspeisen in der Bar des Ortes vor. Eine ältere Dame produziert im Hintergrund schon Nachschub. Den hier wird viel mehr selber gemacht, als in Deutschland, I love it. Mein aufmerksamer Begleiter zahlt sogar mein Gebäck, 1000 Karma Punkte;) Im Minimarket, in dem ich mir Sandwiches belegen lassen, arbeiten zwei Personen. Der Besitzer, der ein bisschen Englisch kann und eine hübsche junge Dame die leider nur italienisch spricht. Die beiden sind überzeugt ich sehe aus wie ein Schauspieler und bitten mich am Ende mit ihnen Selfies zu machen. Hätte mich interessiert mit wem sie mich verwechseln. Die Ettape ist heute kurz da ich nach meinem Abstieg, nicht wieder ganz hoch will in die Kälte.Читать далее
Rometta
22 марта, Италия ⋅ ☁️ 13 °C
Zur Abwechslung laufe ich gar nicht in Richtung Palermos, sondern marschiere nochmal ein Stück Richtung Osten. Allerdings überquere ich den Hauptkamm um in die Nordausläufer zu gelangen. Zuvor hatte ich einen Ort gesehen, der mir so gut gefiel, dass dieser Umweg lohnenswert ist. Rometta trohnt auf einem Felsplateu und war in der Vergangenheit befestigt. Heute stehen nur noch Reste der alten Stadtmauer, vor allem die Stadttore. Der Rundumpanoramablick ist beeindruckend schön. Doch wie in den meisten Orten die nicht an der Küste liegen, hat man hier den Eindruck, es ging schon mal lebendiger zu. Das ehemals harte Leben in diesen Orten treibt seid 50 Jahren alle jungen Leute in die großen Städte. Diese Prozesse laufen irgendwann von selber, da sobald ein gewisser Bewohner Schwund erreicht ist, verschwindet sukzessive die Infrastruktur. Schulen schließen, sowie Geschäfte und Jobs verschwinden. Ohne Kino, Entertainment oder Kultur suchen viele Menschen das weite. Persönlich kann ich es nicht nachvollziehen, mein Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit überwiegt stark. Abends besorge ich mir in einer Bar noch ein fritiertes Abendessen. Eine Notfall Lösung. Bedient werde ich von einer wirklich alten Nonna, die Schwierigkeiten hat zu laufen. Kein selten Anblick in den eher isolierten Ortschaften. Zum Schlafen ziehe ich mich zurück an den Rand eines Olivenhains. In der Nähe begegnen mir ein paar Jugendliche, die glaube ich zum kiffen runter an den Fluss kommen. Da sie den steilen Aufstieg nicht zu Fuß bewältigen wollen, quetschen sie sich zu viert auf einen Roller. Leider konnte ich wegen den Lichtverhältnissen kein Foto machen.Читать далее
Barcellona
23 марта, Италия ⋅ ☁️ 14 °C
Nach einem tollen Frühstück, starte ich. Die heutige Ettape ziehe ich recht schnell durch und komme um 14 Uhr schon bei meinem B&B in Barcellona Pozzo di Gotto an. Einige schlammige Rutschpartien vermiesen mir ein bisschen, die sonst schöne Tour. Eine ausgiebige Dusche habe ich mittlerweile bitter nötig. Abends esse ich in einer leckeren Metzgerei die auch fertige Gerichte anbieten. Il Toro è il Gallo wird von einem freundlichen Ehepaar geführt, die sich sehr bemühen, dass ich mich wohlfühle. Das eine Gaus musste ich einfach fotografieren, da es perfekt den Charme der Gegend zeigt. Die Häuser hier sind häufig Projekte mehrerer Generationen. Jede baut einen neuen Teil dazu und so entstehen sehr lebendige Gebäude. Mit einer unglaublich individuellen Komponente.Читать далее
Nervenkitzel
24 марта, Италия ⋅ ⛅ 10 °C
Heute habe ich kein klar bennenbares Highlight, aber eine Gruppe Esel erfreut mich sehr. Ein knappes dutzend Esel unterschiedlicher Rassen, sind einfach ein niedlicher Anblick.
Die weniger schönen Highlights, nehme ich meist recht Zwiegespalten auf, da diese Abenteuer die Reise auch würzen. Zuerst muss ich auf einen Mauerkamm laufen, da der Weg erheblich abgesunken ist. Da ich Höhenangst habe, steigt mein Puls und ich entkrampfe erst als ich wieder von der Mauer steigen kann. Doch die Schwierigkeiten beginnen erst. Denn im Laufe der 2-3 Stunden in denen ich versuche in dem Tobeln vorwärts zu kommen, muss ich 6-8 mal den Bach kreuzen. Die Strömung reißt an meinen Beinen und wegen dem kalten Wasser habe ich nach kürzester Zeit kein Gefühl mehr in den Füßen. Darum setzte ich meine Schritte bestimmt und gleichzeitig vorsichtig. Kleine Schritte und ziehe den Fuß nur weiter wenn der andere fest steht. Zum Glück ist es heute verhältnismäßig warm. Als Abschluss noch viele Höhenmeter, es geht wieder in die Berge. Heute habe ich mal meinen Zeltplatz fotografiert, da er exemplarisch ist. Perfekt neben dem Weg ohne ihn zu blockieren. Und dann hing da noch diese Fahrrad im Dach eines Gewächshauses.Читать далее
Randazzo
25 марта, Италия ⋅ ⛅ 10 °C
Mal wieder bin ich auf matschig Wegen unterwegs. Gerade mit Gepäck erschwert es das vorankommen erheblich und die Schuhe werden immer schwerer. Da mir noch 4 km auf diesem Weg bevorstehen, nehme ich einen kleinen Weg der zur nächsten Straße führt. Als Brombersträucher, nach einer kleinen Strecke, den Weg versprerren, versuche ich auf die anliegende Weide auszuweichen. Mir fällt es schwer bei so einer Aktion abzubrechen/aufzugeben. Und so kletterer ich erst über einen dann noch einen und noch einen Zaun. Auf einmal fällt mir auf das bei der ersten Kletteraktion mein Handy runtergefallen ist. Mist also alles nochmal und nochmal. Mittlerweile rege ich mich wahnsinnig,über mich selber auf. Einmal bleibe ich am Stacheldraht hängen und verletzte mich leicht an der Hand. Blutet aber immer viel. Habe Angst auf einem Grundstück eine unangenehme Begegnung mit dem Bezitzer oder seinem Hund zu haben. Dementsprechend fühle ich das Adrenalin und fühle mich sehr lebendig. Meine Jogginghose hat jetzt wieder ein Loch, dann wissen meine Eltern auch woher die immer kommen.
Auf dem Weg erblicken ich das erste mal den Ätna. Seine Schneebedeckten Hänge in der Abendsonne sehen surreal aus.
Dafür belohnt der Tag mich mit einer tollen Unterkunft. In dem geräumigen Schutzraum befindet sich ein großer Holztisch mit schönen Bänken. Außerdem zwei Stockbetten und ein Kamin. Da es noch frisch ist, genieße ich ein prasselndes Feuer und die behagliche Wärme.Читать далее

Baptiste GüntherJa natürlich, hab ja nur die dabei. Aber darum kauf ich die ja auch gerne gebraucht. Bei mir werden sie nämlich nie sehr alt;)
Randazzo
26 марта, Италия ⋅ ☁️ 11 °C
Mir fällt es schwer mich von dem gemütlichen Schutzraum zu trennen. In der Stadt mit all dem Lärm habe ich mich nicht wohl gefühlt, aber hier lockt die Wärme vom Feuer. Einen kleinen Strich durch die Rechnung machen mir ein paar Arbeiter die sich um die Instandhaltung kümmern. Da sie eine Flex sowie Akkuschrauber usw im Betrieb haben ist es recht laut. Vorbei ist es mit der Idylle, aber ich freue mich auch sehr über deren Einsatz. Zum Thema angeblich fauler Sizilianer, wie Bildzeitung und Pendants in Norditalien gerne tönen. Trotz langer Anfahrt beginnen sie vor um 8, just saying. Aber die Beobachtung durfte ich schon häufig machen. An dieser Stelle auch Props an meine Osteuropäischen Freunde, die ich als fleißige Menschen kennengelernt habe , die sich nicht so leicht unterkriegen lassen. Doch zurück zur warmen Stube die ich nach erneutem einschüren und ein paar gemütlichen Stunden wieder verlasse.
Die Brücke in der Ort Randazzo wird gerade repariert und kann nur einspurig benutzt werden. Da ich den Verkehr nicht aufhalten will lege ich einen kurzen Sprint ein. Das ungefähr 200 Meter mit Gepäck, trotz meines hohen Alters noch möglich sind, lässt mich innerlich jubeln. Naja ein bisschen zeigt es sich wahrscheinlich doch auch von außen gesehen. In Maniace werde ich noch dazu mitten im Ort, vor dem geschlossenen Supermarkt, fast von 2 großen Hunden attackiert. Der eine hat schon ein stark ramponiertes Gesicht. Beide bellen aggressiv und stürmen auf mich zu. Obwohl ich mich nicht danach fühle, stelle ich mich ihnen genauso aggressiv in den Weg, brülle und fuchtel mit den Armen. Zum Glück ziehen sie sich nach einer kurzen Unschlüssigkeit zurück und ich verschwinde schnell.Читать далее
Wintereinbruch
27–29 мар., Италия ⋅ ☁️ 5 °C
In der Nacht fand ich es wirklich frisch und staune nicht schlecht als ich den Kopf aus dem Zelt strecke. Es hat geschneit. Nicht viel aber trotzdem. Zum Glück hab ich mich abends gegen meinen Ehrgeiz für den Komfort entschieden und bin im Tal geblieben anstatt den Hang nach Cesarò noch zu erklimmen. Dadurch bin ich knapp in der Schneefreien Zone geblieben. Da es die ganze Zeit regnet, bleibt mein Lager heute sehr lange stehen. Obwohl ich stündlich den Wetterbericht gecheckt habe, wird die kurze Ettape heute zur Tortur. Mein Zelt baue ich glücklicherweise in einem kurzen trockenen Zeitfenster ab. Doch schon nach 200 Metern fängt es wieder an zu regnen. Der Anstieg nach Cesarò ist steil und stetig ansteigend. So werde ich von oben nass und von meinem eigenen Schweiß auch. Als es auf den letzten 4 Kilometern anfängt zu schneien, bin ich nur noch am fluchen. Mittlerweile hab ich Angst krank zu werden, wegen dem schneidenden Wind. Außerdem sehe ich mit meiner Brille nichts. Mal Beschläge sie, mal bedeckt der Niederschlag sie. Je nachdem ob ich die Kaputze aufziehe. Wegen der Witterung habe ich mir zur Abwechslung ein B&B gebucht. Doch bei der Ankunft teilt mir der Host mit, dass das Zimmer doch nicht verfügbar ist. Ein neuer Tiefpunkt meiner heutigen Moral, doch er bemerkt es und wir verständigen uns notdürftig mit Google translate. Während ich die Buchung storniere bringt mir seine Frau einen Kaffee, sowie ein Stück Kuchen. Danach bringt er mich nicht nur zu einem anderen Hotel sondern übernimmt auch noch die Erklärung beim Check-in für mich. Zum Glück wird der Abend immer besser. Nachdem ich mir eine Weste gegen die Kälte kaufe, besuche ich eine Bar. Dort zahlt immer jemand meine Getränke und wir unterhalten uns nett. Mit den einen trotz Sprachbariere, mit Händen, Füßen und viel Geduld. Ein paar sprechen aber auch deutsch bzw österreichisch. Kein Witz ein Sizilianer der viele Jahre dort gelebt hat, erlernte dort die Sprachmelodie, sowie das passende Vokabular. Abends wird mir im Hotelrestaurant von einer Geburtstagsgesellschaft noch diese Kuchenassortiment gebracht.Читать далее
Cesarò
28 марта, Италия ⋅ ☁️ 6 °C
Beim Erwachen gibt es eine böse Überraschung es schneit immer noch heftig. Deshalb beschließe ich noch eine Nacht im Hotel dei Nebrodi zu bleiben. Die Zimmer sind nichts besonderes, aber es ist warm und das Personal wirklich nett. Außerdem ist das Restaurant empfehlenswert. Leckere und typische Gerichte, kein unnötiger Schnickschnak, sondern gute Zutaten auf altbewährte Art. Lustigerweise stellt sich die Küche zumindest auf der englischen Karte, als wie bei Nonna vor. Trotzdem arbeiten ausschließlich Männer in der Küche, keine Ahnung ob ihnen die Ironie bewusst ist. Nach dem Frühstück fällt mir auf das beim letzten übereilten Aufbruch meine Heringe liegen geblieben sind. Also laufe ich die gestrige Ettape nochmal schnell. Das Gefühl ohne Rucksack unterwegs zu sein, ist mittlerweile schon komisch. Ich fühle mich Federleicht und so stört mich nicht mal der Regen. Überall im Ort stoße ich auf hilfsbereite nette Leute. Zum Aperitif geht's in die Bar gegenüber, Pasticceria Siciliana Ragonese. Als der Besitzer mitbekommt das ich einen Block schreibe, lädt er mich ein morgen vor dem Aufbruch noch seine Ricotta Cannoli zu probieren.
Bin schon gespannt.Читать далее
Schmankerltour
29 марта, Италия ⋅ ☁️ 8 °C
Nachdem ich wieder das Frühstücksbufett im Hotel genieße, geht's in meine hiesige Stammkneipe. Dort soll ich ja den wirklich leckeren Cannoli probieren. Eine Süßspeise, bei der eine Art harte Waffel, mit einer leckeren Creme befüllt wird. Dazu wird mir noch ein Cappuccino geschenkt, sowie ein Pistazien Gebäck ( ultra lecker, richtige Pistazien) für den Weg. So geht's schon mit exzellenter Stimmung los. Komplettiert wird die gute Laune, durch die Sonne, die sich mal wieder zeigt und mich fast den ganzen Tag begleitet. Ein paar Fotos von Cesarò und Troina zeigen wie malerischen diese Orte liegen. Sie verwachsen geradezu mit dem Felsen auf dem sie stehen, enge Gassen schlängeln sich am Hang. Der wunderbare Geruch nach Feuer schwebt in der Luft und erinnert mich an Gleysenove. Den Weg habe ich wieder, außer ein paar Bauern für mich alleine. Heute komme ich durch viele verschiedene Landschaften. Saftige Weiden die teilweise schon kniehoher Bewuchs ziert, Olivenhaine, Felsformationen und schneebedeckte Gipfel am Horizont. Am besten gefallen mir 2 alte Steinbrücken, deren Form ist besonders. Da der Weg sehr lange neben einem Fluss verläuft, ist die Forststraße regelmäßig geflutet. Über die erste Furt, die ich kreuzen muss, nimmt mich ein Bauer in seinem Jeep mit. Die Zeltplatzsuche ist das einzige, das heute nicht gut läuft. Weil mich auf dem Abschnitt, den ich eigentlich ins Auge gefasst habe, mal wieder 3 Hunde fast attackieren, Ziehe ich weiter Bergan. Nun beginnt es doch noch zu regen, deshalb beschließe ich einfach neben der Straße zu kampieren. Bei unablässigem Hundegebell versuche ich zu entspannen. Nachdem ich heute schon viele schöne Blumen und blühende Bäume sehe, werde ich noch mit einem intensiven Regenbogen belohnt. Der Ätna trohnt die erste Zeit über allem. Auf den schneebedeckten Hängen, wird die Sonne so stark reflektiert, dass er wie eine Wolke aussieht. Heute konnte ich es mir nicht verkeifen ein bisschen die Straßenverhältnisse zu dokumentieren, sowie den Müll in freier Wildbahn.Читать далее

Путешественник
Die haben echt ein Problem. Ob das schon immer so war oder jetzt verstärkt wurde durch den Klimawandel?

Baptiste GüntherNaja was sichtbar ist das leicht beschädigte Stellen nicht repariert werden und dann sukzessive immer weiter unterspült wird. Habe eher den Eindruck es liegt an Vernachlässigung. Manchmal ist die halbe Straße Rückerobert durch Vegetation und nur eine Fahrgasse für Landwirte bleibt frei. Also ein paar Leute haben mir die Einwohnerzahlen vor 50 Jahren genannt, das klingt ähnlich wie in Gleysenove. Vielleicht lohnt es sich einfach nicht mehr die gesamte Infrastruktur korrekt aufrechtzuerhalten.
Schon wieder😂
30 марта, Италия ⋅ ☁️ 11 °C
Bin schon mal erleichtert, dass niemand gemeckert hat, dass ich mein Zelt direkt neben die Straße gestellt habe. In einem Bereich, mit kleinen Siedlungen, also überall Menschen. Im Gegenteil hatte ich sogar den Eindruck, die Anwohner haben runtergebremst beim vorbeifahren, um mich nicht zu belästigen. Dabei bekommen sich die Tiere im Umkreis, vor allem die Hunde, nicht ein und brüllen ausdauernd. Für keinen Beteiligten besonders erholsam. Nachts hat es viel geregnet, dementsprechend ist mein Zelt durchgeweicht. Als um 8 Uhr die Sonne aufgeht, beschließe ich meine Ausrüstung noch trocknen zu lassen. Mein morgendlicher Blick auf den Wetterbericht, kündigt mittags nochmal mindestens 2 Stunden Sonne an. Sodass ich um 9 beschließe, mein mittlerweile feuchtes Zelt, später fertig zu trocknen. Nicosia gefällt mir wieder richtig gut. Die ganzen Wasserbehälter auf den Dächern hab ich auch fotografiert. Lichtbedingt leider in schlechter Qualität. In einem Garten entdecke ich dutzende Wasserflaschen und frage mich ob das etwa Wasserreserven für die trockene Sommerzeit sind. Die Ästhetik ist gewöhnungsbedürftig. Noch skurriler ist die Vogelscheuche, zumindest das Gesicht sieht aus wie eine Kleiderpuppe. Irgendwie spooky. Weiß jemand ob es sich bei der großen gelbblühenden Pflanze um wilden Fenchel handelt? Auf dem Weg komme ich an ein paar ausgebauten Grotten vorbei. Manche haben sogar Türen, wie auf dem Foto. Wie schon die letzten Tage grasen viele Schafe in kleinen Herden, auf großen Pazellen. Manche werden auch als Rasenmäher unter den Olivenbäumen eingesetzt. Es ist immer das gleiche Spiel. Die Schafe verschwinden sobald ich in Sicht komme, und der Schutzhund rennt auf mich zu. Aber auch genauso scheue Rinderherden fressen immer wieder neben mir. Vor allem die putzigen Kälber laufen dann sofort weg. Da die Tierhaltung hier häufig recht extensiv verblieben ist, sind sie wohl nicht viel Menschenkontakt gewohnt. Sperlinga liegt sogar noch beeindruckend. Das Castello zwängt sich auf einen schmalen Felsen, wo die Gebäude wirklich gerade so Platz finden. Teilweise frage ich mich auch wie die des Praktisch machen, so direkt an der Kante bauen. Schaut leicht zu verteidigen aus und ich bekomme Lust auf eine kleine Belagerung,mit allem drum und dran. Danach entdecke ich keinen richtigen Weg mehr und kann mich nur an der Karte auf meinem Handy orientieren. Zum Glück ist die Ortung heutzutage so präzise. Der "Weg" besteht nur aus Disteln, spüre es an den Beinen, auch noch abends beim Duschen. Als meine Frustrationsgrenze erreicht ist, Kletterer ich über den Zaun auf die Weide neben an. Es geht nicht ganz ohne Schaden für den Zaun, aber wenigstens kann ich wieder halbwegs laufen. Heißt ich habe nur mit Matsch zu kämpfen. Immer mal wieder rutsche ich weg oder löse meinen Fuß mit einem Schmatzgeräusch aus der Umarmung des Bodens. Wenn man schnell genug ist, bleibt man häufig, auf der angetrockneten obersten Schicht, nur halt nicht immer. Bergauf kostet das richtig Energie und Zeit. Die Straße ist an mehreren Stellen weggesackt. (Siehe Beispielvideo) Wegen der Verspätung bin ich noch nicht in Gangi, als es anfängt zu regnen. Somit komm ich mal wieder unterkühlt und nass in der Zivilisation an. Weil mein Zelt ja auch noch feucht ist, suche ich mir wieder eine Unterkunft. Dieses Wetter kommt mich auf zu vielen Ebenen teuer zu stehen, Kruzifix noch a mal. Hoffentlich kann ich heute Nacht, gut in einem geschlossenen Raum schlafen. Das Zelt wäre mir theoretisch besser. Praktisch warte ich lieber auf besseres WetteЧитать далее

Baptiste GüntherAh danke für die info, da war ich mir vor 4 Jahren nämlich auch schon nicht sicher. Wie kann man den zubereiteten? Ist der in der Blüte noch genießbar?
Gangi
31 марта, Италия ⋅ 🌧 7 °C
Langsam komme ich mir blöd vor ständig das Wetter zu erwähnen, aber ich erwachen wieder zu prasselndem Regen. Der Wind hat das Wasser sogar durch die Balkontür gedrückt und so hab ich ne Pfütze im Zimmer. Schon der erste Schritt auf die enge Gasse ist krass, den ein kleiner Bach fließt hier jetzt. Da das Wetter so den Großteil des Tages weitergehen soll, steht fest ich muß mir was überlegen. Da zumindest die ganze Nacht trocken bleiben soll, überlege ich mir zumindest in die Dunkelheit reinzulaufen. Wofür hat man den eine gute Stirnlampe. In einem kleinen Geschäft kaufe ich eine Trüffel-Wildschweinsalami und einen geräucherten Scarmorza. Wenn nicht so gut läuft ( passt hier sogar doppelt), esse ich wenigstens gut. Mit getrockneten Tomaten schmeckt der Käse richtig gut. Da heute nicht mehr viel passieren wird bleibt Platz für diese kleine Anekdoten. Mein Ehrgeiz beim Wandern, hat teilweise die gemeinsamen Familientouren die letzten Jahre belastet. Irgendwann wollte ich einfach nicht mehr in normalem Tempo laufen. Da kam ich auf die geniale Idee, mir Steine in den Rucksack zu packen. Gerade meinen Vater hat diese Überheblichkeit aufgeregt. Darum stopfe ich mir heute halt einen Kilo Käse ins Gepäck. Gestern Abend hab ich auch noch die offizielle Seite für diese Tour entdeckt, falls jemand von euch sie auch mal gehen möchte. https://www.viefrancigenedisicilia.it/PaMe.php
Dort findet ihr alle möglichen wichtigen Infos, hehe ich habe mich vorab mal wieder gar nicht informiert. War mir aber auch nicht sicher ob ich so lange auf dem Trail bleibe. Eigentlich suche ich gerne eigene Pfade, immer der Nase nach. Das schlechte Wetter und die Unmöglichkeit mich im Zelt zu trocknen ( wegen der Temperaturen), Schrecken mich ab weiter in die Wildniss vorzudringen. Dass ich spätestens alle 15 km durch eine Ortschaft komme, passt mir gut in den Kram. Also bleibe ich auf der Via Normanna, bis der Matsch nachlässt. Zurück zu meinem Tag. Nach ein paar Bier und Arrancini geht's wieder los, irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben. Diese Warterei tut meinen Lungen gar nicht gut, ich rauche dann immer zu viel, naja wenigstens freuen sich die Tabaccis. Aber nur saufen geht natürlich auch nicht, also hab ich noch einen Abstecher in die Kirche gemacht. Das barocke Innere steht in krassem Kontrast zu den aufgestellten Heizstrahlern. Mithilfe von Figuren wird die Passion Christi nachgestellt. Hatte schon überlegt nur auf asphaltierten Straßen zu bleiben, fand ich dann aber zu pessimistisch. Morgen werde ich das allerdings so durchziehen. Um mir 2 Querungen zu sparen kämpfe ich mich parallel zum Fluss durch, ohne Weg mit Viel Matsch und Bewuchs, das Zaunklettern fehlt natürlich auch nicht. So bin ich Knieabwärst wieder klitschnass. Naja die Hose jage ich nach der Wäsche noch durch den trockner also kein Problem. Aber die Wanderschuhe werde ich auch wegen meiner bescheuerten Querung morgen nicht anziehen können. Blöd vor allem, dass ich von oben sehe, dass sie gar nicht notwendig war. Nach einer kurzen Strecke wäre eine Brücke gekommen.😩 Nur mit Skandalen bewaffnet spare ich mir die Nachtaktion lieber und baue mein Zelt direkt zwischen 2 Orten, neben der Straße auf. Schon höre ich wieder die ersten Tropfen auf meinem Zeltdach, von wegen Nachts bleibt es trocken.Читать далее
Sandalen Wanderung
1 апреля, Италия ⋅ 🌧 10 °C
Meine Schuhe sind natürlich von der Querung immer noch nass. Selbst mein Zelt ist überall feucht, weil wegen des wasserreichen Bodens, Nachts massiv Kondenswasser entsteht. Pablo korrigiere mich wenn meine Vermutung nicht stimmt. Richtig glücklich fühle ich mich, als sogar die Sonne hilft mein Zelt zu trocknen. Trotzdem heißt es heute vorsichtig laufen, die Skandalen dürfen nicht nass werden. Selbst der Rand der Madonie Berge steigt steil an. Die verschneiten, felsigen Gipfel ziehen mich geradezu hypnotisch an. Leider schätze ich die Besteigung bei dem unsicher Wetter, als zu gefährlich ein. Daher werde ich versuchen nächste Woche mit besserem Wetter zurückzukehren. Während der Brotzeit mittags Vergleiche ich 2 Wetterberichte und checke noch den Regenradar. Jetzt fühle ich mich gewappnet. Natürlich stimmt mal wieder keine Uhrzeit, weshalb ich mal wieder unfreiwillig dusche. Naja das wird langsam zur täglichen Routine. Heute bleibe ich konsequent auf kleinen Straßen, selbst die sind manchmal geflutet und man muss versuchen über die Böschung auszuweichen. Überraschung, die Kühe interessieren mich auch immer;) Diese hier haben lustige Glocken, die in einer Holzkonstruktion hängen. (Kenne normalerweise Ledergurte) Würde gerne fragen können, welche sich komfortabeler tragen lassen. Abends im Restaurant esse ich gemeinsam mit dem ersten Fellow via Normanna Wanderbuddy. Ein 72 jähriger Mann aus dem Veneto, Respekt. Die letzten Jahre hat er auf dem Camino de Santiago über 1000 km zurückgelegt, jährlich. Hoffe ich bin dann auch noch so fit. Mein Nachtlager entsteht oberhalb des Ortes Caltavuturo, im römischen Theater.
Ps: unbedingt Nudeln mit Pistazienpesto und Burrata probier, göttlich.Читать далее

Baptiste GüntherJe crois une vache, mais elle c'est pas tourner asser pour voir
Sturm
2 апреля, Италия ⋅ 🌧 9 °C
Was soll ich sagen, es hört einfach nicht auf. Wie sich herausstellt ist mein Lagerplatz gut gewählt. Die Senke bewahrt mich vor den schlimmsten Böen und ein Abfluss sichert mich davor in einer großen Pfütze zu schlafen. Außerdem finde ich die Lage wunderschön, auch wenn ich sie kaum bewundern kann. Zu meinem Erstaunen ziehen hier oben einige Schafe durch. Zu meinem Nachteil hinterlassen sie überall, sichtbare Spuren. Nun befinden die sich an meinen Schuhen und auch sonst an so ziemlich meinem ganzen Equipment. Die Spuren sind gerade keine klassischen Köttel, sondern ziemlich flüssige Fladen. Hoffentlich sterben keine der Tiere am Durchfall, hab ich schon häufiger erlebt. Jeweils kurz alle paar Stunden kann ich meine direkte Umgebung erkunden, aber spätestens nach 5 Minuten fängt es jedes Mal an zu schütten. So liege ich in meinem wackelden Unterschlupf und hoffe das mir nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Einen Lichtblick gibt es ich werde heute Abend wieder die lecker Pistazien Nudeln verspeisen können.
Ein kleiner Einwurf, auch wenn meine Vater es nicht so gut findet zu häufig meine persönliche Meinung Kundzutun. Wenn ihr Aufmerksam die Orte (auf meinen Fotos) betrachtet, dann seht ihr natürlich die kompakte Altstadt. Aber auch die Erweiterungen bestehen nicht primär aus Einfamilienhäusern mit Garten, sondern Mietskasernen. Wahrscheinlich ist dies der Topographie und den finanziellen Mitteln geschuldet. Trotzdem finde ich wir können uns angesichts unseres Versiegelungsproblems einiges abschauen. Jeden Tag wird in Deutschland die Fläche eines landwirtschaftlichen Familienbetriebs, also ungefähr 55 Hektar versiegelt. Das muss aufhören, ansonsten kann die restliche Flächennutzung noch so Nachhaltigkeit sein, auch da wird es einen Tipping Point geben. Also haltet die Augen auf, wenn ihr irgendwo Innovative Möglichkeiten seht, Pragmatismus und Ästhetik zusammenzubringen. Teilt diese unbedingt, wir brauchen Visionen die begeistern und umsetzbar sind.Читать далее

Baptiste GüntherEine Menge Pistazienpesto und Pistazienstücke , Pancetta gewürfelt, fein gehackte Zucchini, optisch nimmt man sie kaum war. Weil das noch nicht genug leckere Zutaten sind noch eine Burrata. Genauer kann ich es dir leider auch nicht sagen, aber die Zucchini hatte keine Röstaromen.
Bisschen Langeweile
3 апреля, Италия ⋅ ☁️ 10 °C
Gibt nicht viel zu erzählen heute. Warte noch bis morgen, um weiterzuziehen. Pünktlich zum Wochenende soll es endlich schön werden und so verbringe ich den Tag mit ein paar Liegestützen und Planung. Weil ich voraussichtlich nur noch 1 Woche für meine Wanderung brauche, gab es verschiedene Möglichkeiten zu durchdenken. Wahrscheinlich werde ich also demnächst wieder Wwoffen, hab ein paar nette Projekte entdeckt heute. Dann werde wir uns auch mit mehr Themen auseinandersetzen, die mir wirklich am Herzen liegen. Bin schon gespannt auf die Ansätze die ich hier auf Sizilien kennen lernen darf.Читать далее

ПутешественникWünsche dir das das Wetter bald wieder stabiler ist und du mal bisschen Sonne tanken kannst mein lieber. Frohe Ostern 💚

Baptiste GüntherDie Sonne ist endlich da. Jetzt kann ich richtig durchstarten. Dir auch Frohe Ostern Lieber Tim💚

Baptiste GüntherWünsche euch auch ein schönes Fest in Frankreich, liebe Famile Betz🥰
Feucht Fröhlich in Montemaggiore
4 апреля, Италия ⋅ ☀️ 16 °C
So bescheiden der Tag anfängt, so toll endet er. Immer noch stecke ich im Nebel und nach 2 Tagen mehr oder weniger Dauerregen im Zelt, ist alles feucht oder nass. Also gehe ich erstmal Cornetti und Arrancini essen, lecker. Mein Gepäck ist natürlich schwerer als sonst und der Weg nach Sclafani eine Katastrophe. Zwar sind es nur 4 Kilometer, aber die haben es in sich. Es geht stetig bergauf, was allerdings nicht mein Problem ist, das mag ich an sich. Aber der "Weg" ähnelt dem Zustand nach einem Alpabtrieb. Leider ist die eine Hälfte ein kleiner Bach und die andere ist eine Rinderpfad. Tief versinkt man hier im Matsch, mein Fuß steckt mehrmals im weichen Brei fest. Zusätzlich muss man noch aufpassen nicht zu viel Kontakt mit den Dornen ringsherum zu machen. Mei bin ich froh als der Abschnitt endlich geschafft ist. Oben in Sclafani begrüßt mich die Sonne und ich trockne mein ganzes Schlafequipment. Tut das gut, langsam krieg ich richtig gute Laune. Selbst weitere Rutschpartien können mir diese nicht mehr versauen. Eine Ode an den Omnipresenten Olivenbaum kommt mir in den Sinn. Beeindruckende Bäume, die trotz hoher Beanspruchung sehr alt werden können. Am Pont du Gard haben wir welche gesehen die angeblich noch aus der Römerzeit stammen. Mal wieder planlos, ohne Akku komm ich an meinem Ziel an. Heute will ich gerne mal wieder duschen und hoffe auf eine Unterkunft. Also erstmal in die nächste Bar, da suche ich mir nicht die schickst, sondern die vollste raus. Ein bescheidener Laden, trotzdem die richtige Wahl. Zuerst hocke ich alleine in meiner Ecke, bald fangen die Ragazzi an mich auszuquetschen. Vor allem mein Rucksack erregt wie immer Aufsehen. Schon zahlt jemand mein Bier, ab da will mir quasi jeder Neuankömmling eins ausgeben. Jemand bestellt nebenan sogar Essen für mich, dass er auch noch zahlt, die Leute hier sind wirklich Herzensgut. Da eigentlich wegen Ostern alle Unterkünfte belegt sind, macht sich die ganze Bar auf sie Suche für mich. Gianluca organisiert mir dann eine ganze Wohnung für 30€ die Nacht. Kurz steigen wir ins Auto um zu einem anderen Pub zu fahren, bleiben dann doch vor Ort. Das ganze Dorf, zumindest die jüngeren Generationen sind auf dem Hauptplatz versammelt. Jemand packt seinen eigenen Wein aus und höflich wie ich nun mal bin, trinke ich von dem auch noch 2 Gläser 😉. Am Anfang mussten wir noch viel Mithilfe von Google Translate kommunizieren, aber mittlerweile ist ein Rumäne aufgetaucht, der meinen Dolmetscher gibt. Ganz Klischee kann er fast jede wichtige europäische Sprache, toll. Irgendwie stolpere ich nach um 2 nach Hause. Glücklich und zufrieden 🥳Читать далее

ПутешественникSpannend und richtig herzerwaermend so liebe Leute kennen zu lernen...

ПутешественникBaptiste das hört sich alles so toll an und ich bin froh dein Block verfolgen zu können 💚🫂
Kuscheltime
5 апреля, Италия ⋅ ☀️ 18 °C
Viel zu früh werde ich das erste mal wach, alles dreht sich und mein Kopf explodiert. Das waren gestern wohl 2-3 Bier zu viel, man o man. Nur kurz Wasser trinken und nochmal die Augen schließen. Um 10Uhr unternehme ich den ersten kleinen Ausflug, der noch nicht sehr viel Freude macht. Alle wünschen einem schöne Ostern und machen natürlich Bella Figura, im Sonntagsgewand. Komme mir wahnsinnig underdressed vor. "Zuhause" verabschiede ich mich von meinem restlichen Mageninhalt, dadurch geht es mir sofort wieder besser. Kann jetzt wieder ein bisschen was essen und die wärmende Sonne genießen. Gianluca taucht erst Mittags auf, weil er gestern auch gut getankt hat. Wir sind uns einig, heute kein Alkohol, niente. Wieder zahlt er meinen Kaffee, obwohl ich protestiere. Dann geht's zu seinem Auto, weil wir gestern besprochen haben uns seine Tiere anzuschauen. Stilecht geht es im Fiat 500 immer nen ticken zu schnell, über kurvige Straßen. Seine Hühner und Hähne sind bei seinem Olivenhain. Auch wenn seine Familie finanziell besser dasteht, als viele andere auf Sizilien, produziert er eigenes Olivenöl für la familia und die amici. Ein paar eigene Eier Schaden auch nicht, am 2ten Standort hat er auch noch eine kleine Schafherde für den Eigenkonsum, nichts davon kommerziell. Danach schauen wir uns seine Hundezucht an. Bei einem kleinen Teich wimmeln viele schwarze Schildkröten, die schauen fast surreal aus. Erst denke ich es handelt sich um Statuen, bis ein paar sich schnell ins Wasser stürzen, um sich zu verstecken. Seine Hunde sind wahre Kuschelmaschinen, sie können gar nicht genug bekommen und bei solchen süße Tieren, ich ehrlich gesagt auch nicht. Natürlich versorgt er parallel alle und ich darf einfach mit ihnen spielen. Mittlerweile verstehen wir uns richtig gut, Gianluca wird mir auf alle Fälle in Erinnerung bleiben. Vielleicht besuche ich ihn nochmal auf meinem Rückweg. Dann will ich aber auch noch ein paar Meilen zurücklegen, wie man auf dem Land immer gesagt bekommt, wer feiern kann, kann auch schaffen. Dazu mache ich mir harten Rap an und Tanze durch die Pampa. Gleich die nächste schöne Begegnung findet auf einer kleinen Straße statt, als mir von meiner Tour begeisterte Passanten, eine Handvoll frische Bohnen schenken. Frisch und knacking wie sie sind, verspeise ich direkt alle. Abends habe ich noch das Glück aufgrund von Nebel, tolle Aufnahmen zu machen. Wegen dem Ostersonntag hatte ich mich drauf eingestellt, nur schwer was zu essen zu finden. Doch ich finde eine tolle Pizzeria, die wahnsinnig schnell sind. Nicht mal 10 Minuten brauchen sie pro Pizza. Lieber Tim die Pizza San Daniele ist auch wirklich damit belegt, man glaubt es kaum. Gestärkt steige ich mit der Stirnlampe noch kurz zum See ab. Wieder ein toller Tag.Читать далее

ПутешественникDeine Geschichten wärmen das Herz ich bin in Geiste bei dir 💚 meinst du das auf der Pizza 🍕 Echter Parma war ?
Pasqua degli amici
6 апреля, Италия ⋅ ☀️ 19 °C
Anders als in Deutschland ist der Ostermontag hier ein sehr wichtiger Tag. Nachdem der Ostersonntag mit der Familie verbracht wird, geht's heute klassisch mit Freunden in die Natur. Zumindest die jungen Leute machen hart Party, ab dem Morgen schon. Die morgendliche Ruhe die ich am See genieße steht da in krassem Kontrast. Ab und zu fährt ein Landwirt vorbei und Kühe sind zu hören. Überall ist der Frühling zu spüren, die jungen Eichenblätter die noch fast neonfarben leuchten. Außerdem wimmelt es von Kälbern, Lämmern, Kitzen und sogar süßen Fohlen. Da geht einem das Herz auf, vor allem unter strahlend blauem Himmel. In jeder Pfütze tummeln sich Frösche, die bei meinem Eintreffen schnell ins Wasser hüpfen. Wie sie den Schlamm aufwirbeln, um die Sicht zu trüben, schaut ulkig aus. Doch schon in Ciminna wird die Wanderruhe unterbrochen. Nun schallen abwechselnd italienische Popmusik und Technobeats durch die Täler und über die Hügel. Scheinbar gilt heute nicht mal die heilige Siesta zumindest wird es in der Zeit nicht erheblich ruhiger. Ich beschließe einen Umweg zu gehen da ich dachte der Weg führt malerisch unter den Klippen entlang. Doch eigentlich verläuft er genau an der Kante oberhalb. Wer schon mal mit mir wandern war, weiß der Schweiß läuft mir zur Abwechslung nicht nur vor Anstrengung. Außerdem hat die Vegetation sich den Pfad Großteils zurückerobert und meine Beine stecken einige Kratzer ein. Als mein Versuch in einem Restaurant eine Cola zu kaufen, daran scheitert, daß sich dort unzählige laute, aufgebretzelte Leute tummeln, schenken mir 2 Rentner auf dem Parkplatz 2 Liter Limo. Durch die letzten Matschreste Kämpfe ich mich meinem Ziel entgegen. Kurz bevor ich Villafrati erreiche werde ich gefragt ob ich ein Glas Wein möchte. Da sagt man natürlich nicht Nein. Die Großfamilie mit Anhang, immerhin 30 Leute scharen sich um mich. Von kleinen 2 jährigen bis über 80 jährigen ist alles vertreten. Alle bombardieren mich gleichzeitig mit Fragen, es ist ein bisschen einschüchternd. Doch zu dem Glas Wein gesellen sich Salcisse, Lammkottlets, gegrillte Artischocken, Brot in Olivenöl ertränkt und vieles mehr. Den Wein macht Nino selber das Öl auch, dann kann er auch noch recht gut Englisch, Jackpot. Ein paar der jüngeren können auch recht gut englisch und so kann ich mich zur Abwechslung ohne Google Translate unterhalten. Die Nonnas packen mir für den nächsten Tag noch Proviant, zweierlei Nudeln und frisches Obst. Bin einfach mal wieder überwältigt von der sizilianischen Gastfreundlichkeit. So fällt es auch leicht mit der Stirnlampe den Weg Richtung Schlaf zu suchen.Читать далее

Baptiste GüntherDa hätte ich zwar sogar 5 zur Auswahl gehabt, aber man weiß ja nie ob die meine Touren durchhalten😉
Corleone Haupstadt der Cosa Nostra?
7 апреля, Италия ⋅ 🌙 11 °C
Mittlerweile hab ich mich ganz an das italienische Frühstück gewöhnt und gehe morgens gerne als erstes mein Cornetto kaufen. Die klassischen Füllungen sind Marmelade, Schokolade, Creme oder Pistazien. Manchmal befüllen sie sie ganz frisch oder direkt nach dem backen. Zur Abwechslung laufe ich auf gut ausgebauten Forststraßen, die sich um den mächtigen Rocca Busambra winden. Der immerhin fast 500 Meter in die Höhe schießt. Kurz vor Corleone möchte ich kurz Pausemachen, hab davor mal wieder nur die Grundbedürfnisse gestillt. Doch da kommt eine größere Schafherde auf mich zu, Zeit für den Heimweg. Da gebe ich lieber den Weg frei und komme dadurch früh im Ort an. Aus dieser Stadt wurde die Cosa Nostra unter Toto Riina geleitet. Dieser abscheulich Mann hatte kein Gewissen und kannte keine Grenzen. Nicht nur innerhalb der Mafia hat er Hunderte töten lassen, ein paar hat er auch eigenhändig umgelegt. Sondern auch Politiker, Staatsanwälte, Richter und hochrangige Polizisten. Wenn er die Betreffenden selber nicht liquidieren konnte, musste halt die restliche Familie dran glauben. Schon für die genannten Verbrechen verwendete er Teilweise Sprengstoff. Doch der traurige Höhepunkt dieser Schreckensherschaft, begründet auf sinnloser Gewalt, kam als die Regierung sämtliche Ressourcen im Kampf gegen ihn gebündelt hatte. Nun versuchte er seinen Kopf zu retten, in dem er wie eine politisch Motivierte Aktion getarnt, einen Zug sprengt. Bei diesem Sogenannten Chrismas Massacre gab es entsprechend viele Opfer. Doch zurück zum heutigen Corleone. Einem ganz normalen, netten Städtchen. Auch als ich abends durch die Gassen schlendere, bemerkt man zum Glück nichts mehr von diesen düsteren Zeiten. Dabei waren unsere Eltern schon lange geboren, ungefähr im Teenie Alter, als sich das alles zugetragen hat.Читать далее
Tranquillo
8 апреля, Италия ⋅ ☀️ 23 °C
Boa heute fühle ich es gar nicht. Haben nicht das erste Mal, bescheiden genächtigt. Dann folgt mir ein zutraulicher und zur Abwechslung freundlicher Straßenhund. Doch ich möchte eigentlich keine Begleitung und befürchte, dass er seine Kumpels nicht wieder findet. Als ihn ein freilaufender Wachhund vertreibt, freue ich mich das erste Mal über einen solchen. Wahrscheinlich auch das letzte Mal. Ansonsten sind die einzigen Tiere, die mir hier zu schaffen machen, Giftschlangen. Zum Glück begegnete ich bis jetzt noch keinem lebendigen Exemplar. Passiere Richtung Abends eine Schafherde die gerade per Hand gemolken wird. Bekomme richtig Lust dazu zu stoßen, Melkparty. Noch ein kurzer Einwurf wie sich die Geschäfte der Mafia wandeln, ein Teil ist bekannt, doch ich Spekuliere auch gerne nach reiflicher Überlegung. Bekannt ist, dass sie mittlerweile in allen großen Branchen bzw Betrieben mitmischen. Keine Ahnung ob sie durch Angebote die man nicht ablehnen kann oder einfach genauso Geldgieriege Firmenchefs Fuß fassen können. Eins der größten Standbeine mittlerweile sind EU Förderungen, hauptsächlich im Baugewerbe. Gerade den Straßen sieht man das an. Manchmal führt mich die Route auf größere Landes- und sogar Bundesstraßen, die teilweise einen runtergerockten Eindruck machen. Selbst auf scheinbar frisch asphaltierten Straßen, entdecke ich erste Abbrüche und Schlaglöcher. Dann das Phänomen wo perfekt Ausgebaute Abschnitte zu 2 kleinen Höfen oder gleich ins Nichts führen, sehr suspekt. Dann kannst du kaum einmal Leitungswasser trinken, doch sehr viel sizilianisches Mineralwasser in Flaschen kaufen. Ob der marode Zustand der Leitungen Kalkül ist ....?Читать далее

ПутешественникWie schön, lieber Baptiste dass du in den vergangenen Tagen von blauem Himmel umgeben bist, ich hoffe deine Sachen sind nun alle wirklich trocken. Deine Zeltplatzwahl find ich immer wieder sehr charmant 😊 Bisous Sus
Geistertal
9 апреля, Италия ⋅ ⛅ 16 °C
Nach der morgendlichen Routine geht's heute mit richtig gutem Elan los. An sich finde ich den Westen am wenigsten spektakulär, aber es gibt unter mir einen See mit bizzar hohen Stegen. Die ganzen Traktoren auf Raupen interessieren mich natürlich auch. Die hiesige Methode mit der schwierigen Topographie umzugehen. Diese werden auf Anhängern von meistens deutlich größeren Bulldog durch die Gegend kutschiert. Am früher Nachmittag komme ich in das ungewöhnlichste Tal bis jetzt. Mein Papa hat gleich recherchiert und herausgefunden, dass hier alles bei einem Erdbeben 1968 zerstört wurde. Gerade finden in 2 der Geisterorte Restaurationsversuche statt, aber es sind wohl nicht die ersten Bemühungen. Bisher hat sich am Bild der Zerstörung nicht wirklich was verändert. Salaparuta Vecchia besteht nur noch aus ein paar Grundmauern, die teilweise zwischen der Vegetation verschwinden. Nur eine ehemalige Bank ist, als solche noch klar zu erkennen. Zuerst stoße ich auf Poggioreale Vecchia, für mich etwas spannender, weil auch noch die Straßen und Gebäude klar erkennbar sind. Zwar gibt es keine Fenster und kaum noch Dachflächen, aber man bekommt einen guten Eindruck von der Größe des Ortes. Nach dem Unglück scheinen die Bewohner umgezogen zu sein, in neue Ortschaften, die gleichnamig getauft wurden. (Vermutung, vielleicht ist das auch erst später passiert) Am skurillsten fand ich aber die dazugehörigen Friedhöfe. Entpuppen sich nämlich, als gepflegte Anlagen, die lange nach der Katastrophe noch genutzt werden. Dabei sind die Entfernungen zu den neuen Ortschaften mindestens 5 Kilometer. So finde ich sogar ein intaktes, halbwegs sauberes Klo vor und freue mich über diese Überraschung. Ansonsten sind auch die Zugstrecken aufgegeben und nur vereinzelte Höfe instandgehalten. Wie zu Beginn erwähnt, habe ich heute die Beine. ( Tour de France Sprache) Sodass ich heute schon ein bisschen stolz, das erste Mal die 50 Kilometer Marke knacke. Nach dem reichhaltigen Abendessen, bin ich dann ziemlich platt. Als Belohnung gönne ich mir richtig was.Читать далее
Segesta
10 апреля, Италия ⋅ 🌙 16 °C
Morgens will ich endlich in eine Reiseversicherung wechseln. Gute Angebote, gibt es zu Hauf und eine klassische deutsche Versicherung kann ich mir so lange einfach nicht aus eigener Tasche leisten. Ihr solltet das aber vor der Abreise erledigen, den ich werde jetzt jedem Monat 10€ mehr zahlen, weil ich es nicht gemacht habe. Erschließt sich mir nicht ganz, aber mach ja leider nicht die Regeln. Darum breche ich etwas zu spät auf und fühle mich bis Segesta ein wenig gestresst. Dort will ich noch genug Zeit zum erkunden haben. Dann kommt ein Fehler meinerseits, denn ich überlade mich heftig mit Flüssigkeit. Eigentlich bräuchte ich bis Segesta Nuovo nur ein wenig mehr als einen Liter. Doch ich Schlumpf packe mehr als das doppelte ein. Dadurch gebremst, entwickele ich einen großen Ärger auf mich. Fange an gekonnt und laut zu Fluchen, mein Handy hat auch kurz den Geist aufgegeben, was sich nicht positiv auf meine Laune auswirkt. Falls mich jemand hört, bekommt er es sicher mit der Angst. Die Vandalen sind zurück. Heute sehe ich auch die ersten lebendigen Schlangen, darum sollte ich vielleicht wieder in geschlossene Schuhe wechseln. Schwarz und schnell finde ich sie beunruhigend. Nach ein paar Trinkpausen werde ich endlich schneller und leichter. Die letzten 4 Kilometer schaff ich dann wieder in gewohnten Tempo. Die Ausgrabung, malerisch auf einem Hügel gelegen, bietet alles aus Siziliens Geschichte, seid der hellenistischen Episode. Die Stadt wurde von den Römern ebenfalls genutzt und teilweise verändert. Danach kamen Muslime, die hier die erste Moschee Siziliens bauten. Zuletzt nutzen die Normannen die Steine um ein Castello zu errichten. Im Vergleich zu den Tempeln, wirkt die dazugehörige Kappele winzig. Am liebsten würde ich den Ort in griechischer Zeit besuchen. Gerade die Agora muss spektakulär gewesen sein und fürs Theater haben sie einfach einen perfekten Ausblick gefunden. Muss aber noch ein Stück laufen, um einen Mindestabstand zur Autobahn zu halten. Geschafft:)Читать далее

Путешественник
Den Tempel will ich auch mal sehen. Säulen wie die Beine eines Haflingers

ПутешественникWarum hast du das zusätzliche Gewicht an Wasser nicht weggeschüttet anstatt dich zu ärgern ?

Baptiste GüntherGute Frage. Aber bei dem Wassermangel hier wäre ich mir scheiße vorgekommen. Frag mich eher warum ich es nicht versucht habe jemandem zu schenken... Die Sprachbariere hat bewirkt, dass ich dachte es geht so schneller🫣
Das 2te Ende der Wurst
11 апреля, Италия ⋅ ☀️ 21 °C
Zum Abschluss meiner Ost-West Kreuzung geht's ur romantisch, parallel zur Autobahn. Im Norden an der Küste kann man schöner wandeln, aber aus persönlichen Gründen entscheide ich mich dagegen. Dafür bestraft mich die Strecke, mit der typischen Südeuropäischen Peripherie. Einerseits gibt es keinerlei Möglichkeiten sich sicher zu Fuß zu bewegen, andererseits nimmt der Müll nochmal erheblich zu. Eine Beobachtung beschäftigt mich dann ne ganze Weile. Auf einem großen, flachen und perfekt in Reihe gepflanzten Zwiebelacker fährt nicht der übliche Traktor. Die Unkrautbekämpfung wird von 2 schwarzen Landarbeitern mit Hacken bewältigt. Aus verschiedenen Gründen entscheide ich mich dagegen, die beiden bei der Arbeit zu stören und zu interviewen. Da mich diese Frage aber nicht loslässt, suche ich Abends das Gespräch mit ein paar Afrikanern. Wir trinken auch ein paar Bier gemeinsam und ich werde sofort in die Gruppendynamik integriert. Scheinbar werden diese Hilfskräfte auf Tagesbasis angeworben. Natürlich ohne irgendwelche Ansprüche auf Leistungen eines Sozialstaates. Außerdem werden für lange Arbeitstage, scheinbar ohne Siesta, den da traff ich meine Unglücksraben, nur 50€ gezahlt. Da der Pool an möglichen Arbeitern groß ist, können die Chefs hohe Leistungen einfordern. Die Kündigung schwebt wie ein Damoklesschwert ständig über ihnen. Trotz der teilweise harten Schicksale verbringen wir einen ausgelassenen Abend, es wird getanzt, gelacht und über gemeinsame Erfahrungen philosopert. Hier ist die Fremdsprachendichte viel höher und ich kann zwischen Deutsch, Französisch und Englisch wechseln. Ehrlich gesagt lasse ich meine Vorsicht nicht ganz fallen, wie mit sizilianischen Bekannten und gehe noch zurechnungsfähig um 1 ins Bett.Читать далее






























































































































































































































