Ometepe - es wird intim
14.–22. huhtik. 2025, Nicaragua
Ich versuche euch so transparent wie möglich auf meiner Reise mitzunehmen. In diesem Beitrag erzähle ich euch sehr viel über meine Gefühlen und Gedanken. Bitte geht respektvoll damit um, ich hatte wirklich ein tief.
Zuerst etwas zum lernen: Ometepe ist eine Insel mit zwei Vulkanen. Ein Feuer und ein Wasser Vulkan. Die Insel ist in einem Süsswasser See. Und in diesem Süsswassersee schwimmen Bullenhaie. Bullenhaie sind die einzige grossen Haienart die im Süsswasser überleben können und zählen zu den 3 gefährlichsten Haien auf der Welt. In diesem See sind sie rückläufig und an den Uferngebieten ist es nicht so tief und man kann sehr gut auch baden. Die Mayas (Urvolk) sind richtig Süden gewandert. Ihr Gurru/Chef (was auch immer) meinte, sie müssen eine Insel mit einem Feuer und einem Wasservulkan auf einem See finden. Und sie fanden Ometepe. Dieser Ort war den Mayas heilig und der etwas spirituelle und friedliche Vibe inkl. Verbindung mit der Natur besteht noch heute. Und genau diesen Inselvibe möchte ich erleben. Mit Ometepe erreichten die Mayas ihr Ziel und zogen nicht weiter nach Süden. Die 5 Länder Guatemala, Belize, El Salvador, Honduras und Nicaragua zählen sich selber als zentral Amerika und schliessen Costa Rica und Panama gerne von diesem Titel aus. Daher sind auf der Münze von Nicaragua auch 5 Vulkane/Berge zu sehen.
Okey genug Geschichte. Die Fähre auf die Insel geht eine Stunde. Ich fuhr etwas spät von Granada los und schaffte es 17.00 Uhr auf die Fähre. Für auf die Fähre muss ich mit meinem Fahrrad an 3 Schalter und wusste am Schluss auch nicht genau für was alles ich ein Ticket gekauft habe.
Kaum auf der Insel traff ich Jack. Fahrradreisender, ich kenne ihn von Antigua. Wir freuten uns einander wieder zusehen. Sein Plan - ein Hostel für 6 Doller - ich stonierte meine Campingplatzpläne, ging mit ihm ins Hostel und am Abend essen. Wir hatten einander viel zu erzählen. Im Hostel traff ich auf zwei Schweizerinnen die auch schon 1.5 Jahre Backpacking durch die Welt reisen - ich verschwatzte mich am nächsten Tag und radlete spät los. Auf der anderen Seite der Insel warteten Jessie und Ramona auf mich. Zudem lernte ich Thea kennen und wir fanden ein gutes Restaurant mit superfeinem Hummus. Wie immer - viel Liebe für diese tollen Menschen (und das gute Essen)! Doch dieser Abschied war schwer. Nachdem ich immer wusste ich sehe Jessie irgendwo wieder, war das heute nicht der Fall. Sie reisst nach Kolumbien - ich muss mich verabschieden. Ich glaube fest daran, dich irgendwo auf der Welt wieder zu treffen ❤.
Mit Ramona und Thae verabredete ich mich zum Abendessen. Ich wollte auf einen Camping und wartete eine Stunde auf den Host. Der kam nicht. Also entschied ich, bevor Sonnenuntergang, eine andere Schlafmöglichkeit zu suchen und fragte bei einem Hostel, ob ich mein Zelt stellen darf - viel zu überteuert durfte ich und lernte promt Niklass und Ilai aus Deutschland kennen. Diese beiden wollen morgen den Wasservulkan hoch wandern und fragten ob ich mitkommen will. Ich lehnte ab - hatte wirklich nicht lust da einen Vulkan hoch zu krakseln und hatte noch genug vom Agetenango in Guatemala. Wir liefen zusammen zum Inselladen und begegneten noch Kevin - bei ihm klappte die Überredungsversuche besser - er willigte ein den Vulkan zu erklimmen. Ich ging mit Ramona und Thea essen und wusste nicht, das es das Letzte mal sein wird, das ich sie sehe. Lass uns bitte wiedersehen - irgendwo, irgendwann. ❤
Zurück beim Zelt waren die beiden Deutsche noch wach und sie teilten mir mit, das sie um 6 Uhr morgens starten. Morgen ist eh nicht meine Zeit - dieser Vulkan steht ohne mich...
Nächster Morgen lag ich 05.30 Uhr wach im Zelt - das war mein Zeichen und ich mich packt die Wanderlusst (keine Ahnung was mich gebissen hat...). Mit dem Gefühl ich bin nur einmal hier und jung - packte ich meine Sachen und mein Zelt ein und machte mich ready, mich den Jungs anzuschliessen.
Die Wanderung ging wortwörtlich durch den Jungel, war matschig, nass und versehen mit kletterpartien. Zudem klebte der Nebel richtig am Vulkan, so das ich nicht glaubte oben etwas zu sehen. Ich fragte mich oft was ich hier mache. Als wir beim Kratersee ankamen, kam die Sonne raus und wir wurden mit dem schönsten Ausblick belohnt. Auf dem Rückweg traffen wir Louis und Cassandra - nun ist auch ein Vulkan nicht hoch genug. Egal ich war gut gelaunt, hatte eine super Zeit mit den Jungs und wollte das dies so bleibt.
Wir trotetten runter - da es schöner wurde, lag ein kleines bisschen weniger Matsch! Trotzdem blieb es eine Schlammige rutschpartie. Unten beim Hostel war bereits 18.00 Uhr. Ich fragte, ob ich nochmals mein Zelt stellen darf. Kevin hatte keine Schlafmöglichkeit für diese Nacht und ich gab ihm ein Asylplatz in meinem Zelt. Da es keine Küche gibt in diesem Hostel, kochten wir mit meinem Campingkocher für 4 Personen. War eine Challange - kam aber gut 🙃 und war super gemütlich. Am nächsten Tag war ich ultra müde und mein Körper kämpfte mit Muskelkater. Dan kam der Anruf von meine Schwester. Wir haben viel Kontakt und trotzdem beeinflusst dieser Anruf meine ganzen Gedanken. Sie teilt mir mit, dass sie schwanger ist. Ich weinte vor freude. Was für eine Nachricht!
Später schwang ich mich auf mein Fahrrad und radelte auf die andere Seite der Insel. Und ich realisierte, das einer der wichtigsten Menschen nun einen kleinen Menschen in sich trägt. Bei Lino (ich bin Gotti von ihrem ersten Kind) durfte ich ihre Schwangerschaft ganz nah mitverfolgen. Ich durfte ihren Bauch berühren als er seine ersten Karatekünste übte, ich durfte ihn in meinen Armen halten als er vor einem Tag das Licht der Welt erblickte. Sie nahm mich auf dieser Reise mit. Und ich, wo nicht weis ob ich jemals Kinder haben werde, schätzte es so sehr, ein Teil dieser Reise zu sein. Und jetzt bin ich nicht zuhause. Ich werde all dies verpassen. Nicht das sie mich braucht - sie ist eine unglaublich starke Frau mit einer tollen Familie - sie braucht mich nicht... und so egoistisch ich bin, tut es mir weh nicht bei ihr zu sein. So stimmte die schönste Nachricht der Welt, mich traurig. Der grösste Gedankenkonflikt und ich wurde überschwemmt von einer grossen Ladung heimweg.
Ich schlug mein Zelt auf, bei einem Campingplatz beim See. War alleine und der Camping gegört einer tollen Familie. Bestaunte den Sonnenuntergang und weinte. Ich war müde und erschöpft. Den nächste Tag schlenderte ich herum - jeder Schritt tat ein kleines bisschen weh und ich weinte. Trank ein Bier, vileicht auch zwei, versuchte mich abzulenken, schaute einen Film und den Sonnenuntergang. Ich radelte auf der Insel zurück und schlief in einem Restaurant wo ich mein Zelt stellen durfte.
Am nächsten Tag kam Emma auf die Insel. Emma habe ich in Mexiko City bereits getroffen und sie radelt auch alleine aus Frau von Alaska nach Argentinien. Auf dem Camping wo wir unsere Zelte aufschlagen waren ebenfalls Ludi und Hike. Wir hatten viel zu reden und ich blieb für Emma eine Nacht länger auf der Insel. Es tat mir gut mit jemandem zu schwatzen und mich selber abzulenken.
Der Camping war eine reine Ameisen überwucherung und ich kam etwas an meine Grenzen. Von meinem Zelt konnte ich sie fern halten - von meinem Essen und meinem Fahrrad leider nicht - sie waren überal und bildeten eine Strasse direkt über mein Fahrrad. Klein, müsam und agressiv.
Emma bleibt auf der Insel und ich steuerte zurück richtung Fähre. War etwas erstaunt das ich diesmal nur 2 Schalter besuchen musste und sagte Ometepe und dem spirituellen Inselvibe tschüss.Lue lisää
Granada - als ich anfieng zu zweifeln
11.–14. huhtik. 2025, Nicaragua ⋅ ⛅ 32 °C
Von León radelte ich weiter richtung Granada. Ich machte einen Schlafstop bei den Bomberos wo ich mein Zelt aufstellen durfte. Unterwegs fuhr ich durch Managua, die Hautstadt von Nicaragua. Nichts schönes. Ich versuchte einfach Sachen zu kriegen die ich brauchte und radelte weiter zur Laguna de Apoyo. Das ist ein Vulkankrater und ich schlief 3 Nächte in einem Hostel das einem Ferienresort gleicht. Am ersten Abend war ich noch etwas verloren - konnte nicht einkaufen und versorgte mich mit restlichen Tortillas und Nutela was ich noch mit mir mitführte (sehr ausgewogen ich weis) und setzte mich mit einem Bier an die Bar. Kurzerhand später kamen so ziemmlich alle zurück vom Pizza essen und setzten sich zu mir. Wir waren ungefähr 10 Leute und spielten ein Kartenspiel. Alle kriegen eine Karte und wir versuchen sie der Reihenfolge von klein nach gross abzulegen - der Clue, man darf nicht miteinander sprechen. Wenn das erreicht wurde, das selbe aber jeder kriegt 2 Karten. Das Spiel fing an zu eskalieren. Wir fiberten alle mit und als wir die Runde mit zwei Karten schafften, schossen alle hoch und zelebrierten unser Erfolg - es war einfach so lustig. Und dan um 23.00 Uhr gingen alle schlafen. Das war genau mein vibe 😄.
Am nächsten Tag kamen Ramona und Jessie auch zum Vulkankratersee einfach in ein anderes Hostel und wir traffen uns zum Abendessen. Für diese zwei Menschen gibt es echt nur liebe zu vergeben - ihr seit soo toll. Im Hostel wurde wieder Karten gespielt und alle früh im Bett. Durch den Tag war die Reihenfolge - Frühstückspancakes (inklusive), See plantschen, Essen und am Aben ging ich ins Hostel von Jessie (Ramona ist leider schon abgereist), nam noch eine neue Bekannte (ebenfalls aus Deutschland) mit und wir namen am Pup quiz teil - naja diesmal gewann ich nicht, was auch in Ordnung ist.
Genug gechillt... am nächsten Tag gings weiter. Ich packte mein Fahrrad und fuhr los Richtung Granada. Zur Lagune geht es 2km einfach mal steil 300 Höhenmeter runter - die musste ich wieder rauf. Nach dem steilen Anstig ging es nur noch abwärts und ich radelte schnell in Granada ein.
Mir war nicht bewusst, das Nicaragua ein Party Hotspot ist. Da gibt es die eine legendäre Party in Granada - die Treehouseparty. Ich musste mir nicht lange überlegen - ich wusste das dies genau nicht das ist, was ich und mein Budget wollten. Kleiner Einwand- Ich hätte gerne mit meinem jüngern ich gesprochen. Das "ich muss auf jeder Party tanzen" ich. Ich würde mir sagen, das die Zeit kommen wird, wo ich dankbar bin, dass ich so viel feiern ging. Dann weis ich, dass ich es jetzt nicht mehr brauche. Und ich wusste von allen Orten auf dieser Welt wo ich nun gerne sein möchte - auf dieser Party sicher nicht.
Der Nachteil war alle guten Hostels waren aufgrund dieser Party voll. Also buchte ich eine Nacht in einem kleineren Hostel und wechselte für 2 Nächte in ein Anderes - selber Preis nur halt mit Pool 😁.
Dann die erfreuliche Nachricht. Die Schweizer Familie von Lake Atitlán ist auch in Granada. Wir gingen zusammen essen und ich freute mich riiisig die beiden Mädchen und die beiden Eltern wieder zu sehen. Um 21.00 Uhr lief ich alleine zum Hostel.
Am nächsten Tag traff ich Louis - auch Biketraveler und unterwegs von Alaska nach Argentinien. Wir waren zum voraus bereits viel in Kontakt und ich freute mich ihn mal live zu begegnen. Als wir in ein Kaffee steuerten, herschte Tischmangel. Eine Blonde (sehr sehr schönen natürliche Dame!) lud uns ein, dass wir uns zu ihr zu setzten dürfen. Sie ist diese sorte Mensch - schön, empathisch, hübsch und nett. Man kann sie nur mögen und ich kann verstehen das Louis seine Aufmerksamkeit voll und ganz dieser Dame witmete. Ich fühlte mich aber ehrlicherweise wie das dritte Rad am Wagen. Und obwohl ich mich so gefreut habe Louis zu sehen, fühlte ich mich in dieser Konstellation nicht wohl. Ich hätte gerne mit ihm über die Reise gesprochen und über unsere Tieffs und Hochs über welche wir uns zum vorhinein bereits ausgetaudcht hatten. Naja das wurde dann nichts und irgendwie war ich dankbar das mich Nayla (eine der Töchtern der Schweizerfamilie) auf der Strasse erkannte und zu mir rannte um mich zu knuddeln - sie ist echt der Wahnsinn - also die ganze Familie. So blieben wir bei der Schweizerfamilie und ich hängte mich ihnen an und sagte Louise und Cassandra (schönen Menschen gebührt einen eleganten Namen) tschüss. Ging nochmals mit der Familie essen und lief wieder alleine zum Hostel.
Am nächsten Morgen waren am Frühstück Polizisten. Sie intervieten ein Mädchen, die mit blauen Flecken und offensichtlichen Wunden übersäht war. Die arme war so umrundet von Menschen und ich enthilt mich. Ich wollte ihr nicht noch unnötig Fragen stellen. Traff tolle Schweizer im Hostel und lief mit Sarina aus St. Gallen auf den Glockenturm um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Louise und Cassandra kammen auch - danke Karma? Egal. Wir beschlossen zusammen Essen zugehen. In diesem Moment erhielt ich die Nachricht von Ludi und Heike - das Deutsche Pärechen, mit welchem ich in Alaska und Kanada viel gereist bin. Ich freute mich die beiden wieder zu sehen, sagte der Gruppe spontan tschüss und gesellte mich zu den Beiden. Als ich zum Hostel zurück kam, sass das Mädchen vom Morgen alleine da. Sie sah müde und erschütert aus. Ich fragte sie, ob sie gesellschaft wünscht - sie meinte ja. Ich setzte mich zu ihr und offerierte ihr ein Getränk. Die Arme war beim Pupcrawl (Bartour). Sie war nicht betrunken, wollte um 2.00 uhr Morgens einfach nach Hause und trennte sich von der Gruppe - es seien nur 100 Meter zum Hostel und sie könne diese 100 Meter rasch alleine gehen. In diesen 100 Meter wurde sie von einem Menn für Sex gefragt. Sie verneinte, der Mann schlug ihr ins Gesicht, sie sackte zu Boden. Er fuhr fort und zog an ihrer Tasche. Da sie im reflex die Tasche festhilt zog er sie über den Boden. Die Tasche ist weg ihr Handy konnte sie schützen. Sie hatte nicht viel dabei. Die ID ist das schlimmste. Bankkarte kann man sperren und es war nicht viel Bargeld. Ihre Knie sind mit weissen Gasen vom Krankenhaus versorgt. Die sind schon vollgezogen und es süchert eiter unten raus. Sie hat überal blaue Flecken und ihre Augen sind mit einem blauen Balken umrandet. Am nächsten Tag wird abgeklärt, ob ihre Nase gebrochen ist. Sie fühlte sich schuldig. Ich hatte unglaubluch Mitleid und wir sprachen für paar Stunden zusammen. Bis ihr jemand Essen brachte und ich mich dan ins Bett zurück zog. Ich lief jeden Abend alleine ins Hostel zurück. Es war jeden Abend dunkel. Nicht unglaublich spät aber dunkel. Das hätte auch mir passieren können.
Ehrlicherweise war mir alles ein wenig zu viel - ihre Geschichte... das Treffen mit Louis - was ich doofie mir einfach anders ausgemahlt habe (habe nie Erwartungen, soviel sollte ich eigentlich wissen) und ich fühlte mich gerade etwas alleine. Ein Gefühl das einem übernimmt. Aber trotz der Geschichte habe ich nicht Angst mich mit dem Fahrrad fortzubewegen. Einzige Regel - fahre nur bei Tageslicht!Lue lisää

MatkaajaDanke für deine offenen Worte! Dazu möchte ich sooooooo viel sagen, hab ich ja zum Teil schon..

Matkaaja2. dass wir beim Quiz verloren haben lag an mir, ganz sicher nicht an dir… Du hast dein bestes gegeben und ich hab’s boikotiert…

MatkaajaHahaha das habe ich nicht geschrieben um jemandem einen vorwurf zu machen. Mehr weil ich einen Blog zuvor schrieb das ich gewann 😄 mir ist es pups egal ob wir gewonnen haben oder nicht. Ich lerne immer was neues und dad ist das coole 😄😄😄 die anderen beiden haben ja deutlich mehr dazu beigetragen 😄
León - The good Karma
4.–8. huhtik. 2025, Nicaragua ⋅ 🌬 36 °C
Wie Angekündigt: hier kommt mein Glück im Unglück - oder wie ich es nennen würde - mein Karma. Nachdem ich dem Mexikaner geholfen habe, somit aber auch meine letzten Doller fürs Hotel ausgegen habe, steuerte ich ohne Lokale Währung richtig Boarder. Ich hätte Geld tauschen sollen - musste ich noch nie und verpasste die Gelegenheit. Ich war um 15.00 Uhr da und lernte direkt ein Deutsches Paar Sabrina und Johann kennen. Da die Wartezeit ins unermessliche ging, plaudere ich etwas mit ihnen. Ich wartete bis ich an der Reihe war - in Nicaragua wurde das arbeiten nicht erfunden so viel steht fest. Die Reihe war lang und es waren genau 2 Schalter geöffnet. Als ich auf gefüllt 1000 Fragen versuchte schön Antwort zu geben (alles auf spanisch versteht sich) wurde ich närvös. Und zum Schluss wurde ich weggewiesen weil ich eben wirklich nicht mit der Währung von Honduras zahlen konnte. Bei Kevin hat das soviel ich weis geklappt - bei mir offensichtlich nicht. Auf jeden Fall fragte ich spontan und ohne umschweifen Sabrina und Johann. Ohne zu zögern gaben mir die beiden die notwendigen 13 Dollar - danke Karma und danke an den Beiden!! Ich musste mich wieder hinten anstellen und 45 Minuten später erzählte ich nochmals meine Geschichte. Ich wurde weiter geschickt, um meine Fahrradtaschen zu scannen - in Nicaragua sind Drohnen und Feldstecher verboten - scheint wie ihr oberstes Gebot bei der Grenze - Gifft für sie - wirklich. Die meisten, welche mit einer Drohne oder Feldstecher reisen, verschiffen sie von Honduras nach Costa Rica.
Das Scannen der Taschen dauerte 30 Min. Der Prozess würde eigentlich nur 3 Minuten dauern... doch der Polizist, welche Stempeln erteilen durfte, waren halt einfach nicht da. Auf der Toilete.. Kaffe trinken... how knows... und es gibt nur einer der diesen Job machen kann... So warteten wir. Ich erzählte den beiden Deutschen wo ich plane zu übernachten, falls es heute noch reicht dort hin zu kommen. Auf einmal tauchte der Polizist auf, es ging weiter und ich konnte einreisen. Um halb 5 verliess ich die Grenze. Unterwegs traff ich noch auf Atsushi. Er ist aus Japan und läuft von Alaska nach Argentinien!! Richtig LAUFEN - oder rennen wie er sich halt gerade so fühlt!! Crazy!!
An mein Schlaplatz angekommen traff ich wieder auf Sabrina und Lohann. Sie wollten heute auch nicht mehr weiter fahren. Die Beiden boten mir einen Vegiburger an - ich war im Himmel (Bester Vegiburger auf meiner Reise!!). Wir hatten einen coolen Abend und am nächsten Tag wurden noch meine Wasserflaschen aufgefüllt. Naja es ist schon lustig das zwei Deutsche eine Schweizerin komplett versorgen. Ich war so dankbar - die Beiden sind echt unglaublich toll.
Ich radelte 93km nach León. Dort checkte ich in ein Hostel ein, hatte endlich einen Bankautomaten und kaufte eine Sim-Karte. Obwohl ich eigentlich fast nichts in León unternahm passierte trotzdem unglaublich viel.
Ich traf auf Jessie und Ramona - zwei Herzensmenschen. Mit den Beiden ging ich zum Sonnenuntergang auf die Iglesia de la Merced - was super schön war und tolle Bilder entstanden. Auf der Kirchr war quasi ein schweizer Hotspot. Wir warem am schluss 6 Schweizer welche 4 unabhängig voneinander reisten. Ein Pärchen waren auch Host auf der Surffarm in El Salvador, was sehr witzig war. Ich ging mit zwei schweizer Mädels und Pius essen. Wir hatten einen lustigen Abend und es war erfrischend einfach aud schwrizerdeutsch zu plaudern. Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von Jessie und Ramona, die weiter zogen (Spoiler ich darf die Beiden wieder sehen - das sind Namen zum merken), hängte im Pool, ging in ein Kaffe um Admin-Sachen zu erledigen und gewann am Abend mit meiner Gruppe das Pup-quiz im Hostel. Eine Flasche Ruhm - aus Gründen nehme ich die nicht mit dem Fahrrad mit. Ich zog mit einer Gruppe noch weiter, in ein anderes Hostel um Bierpong zu spielen. Dort angekommen ein riesen Fest. Zu laut Musik, alle am Trinken und Rauchen... und absolut nichts für mich - ich lief fast kertwendend zurück zu meinem Hostel. Älter werden ist nicht schlecht.Lue lisää

MatkaajaLeon scheint ein magischer Platz zu sein. Der Spirit von Leon reichte bis Freiburg, seitdem darf ich dank Jessie auch deiner faszinierenden Reise folgen. Gute Reise weiterhin 🍀
Honduras - the bad tinder date
1.–3. huhtik. 2025, Honduras ⋅ ☀️ 36 °C
Neues Land neue Grenzerfahrung. Diesmal eher auf dem Level - wir schauen deinen Pass 1'000 mal an, nur um zusehen ob wir was finden könnten - okey. Ich lass mich drauf ein, versuche immer schön ruhig zu bleiben, bezahle die 3 Doller und bekam den Stempel in den Pass. Ich radelte. Honduras eilt nicht mit dem besten Ruf voran. Von es sei gefährlich, zu sie mögen keine Gringos und Gringas. Also suchte ich mir zum Vorhinein zwei sichere gratis Schlafplätze raus. Beim radeln viel mir direkt auf, dass die Leute viel unfreundlicher sind als in den Länder zuvor. Sie mochten mich wirklich nicht. Auf jedenfall die Meisten. Und überall liegt Müll. Also noch mehr Müll als in den anderen Länder. Ich radelte 100km, erreichte die Bomberos (Feuerwehr) und bekam die Erlaubnis mein Zelt aufzuschlagen. Die waren alle ganz nett und ich durfte auch ihre Dusche benutzen.
Am nächsten Tag radlete ich nur 65km. Unterwegs traff ich auf einen Tourenfahrradfahrer aus Mexico. Er hatte einen platen Reifen und ich versuchte ihm zu helfen mit flicken. Leider erfolglos. Ich sagte ihm, dass ich plane beim roten Kreuz zu übernachten. Er teilt mir mit, das er keine hilfe von Staatlichen Behörde annehme. Ich kam im Dorf an und gönnte mir ein Kaffe und ein Crep. Anschliessend radlete ich zum Roten Kreuz wo ich unterwegs den Mexikaner wieder traff. Er bat mich um Hilfe betreffend Geld abheben. Für uns Schweizer immer ein heikels Thema. Ich fragte ihn was er macht, wenn ich ihm nicht helfe und er meinte er spiele an der Grenze so lange Ukulele bis er das Geld zusammen hätte. Oh mann... der hat Nerven. Wir vereinbarten, dass wir uns morgen um 8 Uhr wieder treffen. Weil wir gequatscht haben, war das Rote Kreuz dan geschlossen - ich war wütend. Der Mexikaner wollte noch mit einem platen Reifen 8km aus der Stadt fahren um bei einem Fluss zu campen (Überlebenskünstler der). Ich fühlte much nicht Safe genug in Honduras. Ich buchte ein Hotel und da es Preislich keine Rolle spielte ob ich da alleine hinging oder ihn mitnahm - ratet - ich nahm ihn mit und half reifen welchseln.
Am nächsten Morgen mussten wir bis 9 Uhr warten damit in Mexico die Bank offen waren und ihm seine Freunde das Geld auf meinen Namen senden konnten. Erste Anlaufstelle funktioniert nicht und bei der Zweiten mussten wir ewig warten. Schliesslich hat alles geklappt (keine Angst er brauchte nur mein Namen nicht mein Geld). Ich habe meine restlichen Doller fürs Hotel ausgegeben und lud für die Grenze noch Geld heraus. Ich habe von Kevin erfahren, dass ich Geld an der Grenze nach Nicaragua brauche, er meine Honduras Währung gehe auch. Also Geld abgehoben und es war bereits 11 Uhr (ich wollte eigentlich um 8 Uhr starten) und wir radelten los richtung Grenze. Nach 10km hatte den Mexikaner schon wieder einen Platten Reifen. Ich verlohr die Gedult, verabschiedete mich von ihm und radelte weiter. Ich kam um 3 Uhr bei der Grenze an... was da passierte kommt in der Nächsten Story über Nicaragua. Aber Spoiler - ich hatte viel Glück im Unglück!
Honduras: du warst wie ein schelchtes Tinder Date. Man trifft dich und du siehst auf den Bildern besser aus als in Real. Dann fängt man an zu plauder. Zwischendurch denk man so "ah ja cool" aber unter dem Strich hats einfach nicht gefunkt. Aber keine Angst Honduras. Ich bin mir sicher es lag an mier und nicht an dir.
11'193 km.Lue lisää
El Salvador -when a place becomes a home
25. maaliskuuta 2025, El Salvador ⋅ ☀️ 31 °C
Es war bis jetzt die einfachste Grenze. Irgendwie war klar wo ich hin musste oder sie winkten mich herbei. Bei Austrittstempel aus Guatemala musste ich kein einziger Satz wechseln. Der Eintritt in El Salvador dauerte nur länger weil der Grenzbeamte etwas Flirty war und gerne mit mir plauderte. Weil ich halt einreisen wollte, beantwortete ich soweit brav seine Fragen. Nach 15 min. War ich aber dan auch in El Salvador. Die erste Nacht verbrachte ich in einer Badi. Dieser Ort war auf IOverlander und war eine gute Distanz nach der Grenze. Ich bezahlte 5 USD (US-Doller ist die Währung in El Salvador) und hatte viele Nachbaren - grosse schöne Frösche. Ich war fasziniert 😃. Die nächste Nacht war vorgeplant. Anita und Ueli aus Interlaken sind mit ihrem Van von Kanada nach Argentinien unterwegs. Wir folgten uns auf Instagram aber hatten uns nie getroffen. Die beiden waren einen Monat lang Host bei einem tollen Airbnb und meldeten sich bei mir. Als ob es nicht einfach schon unglaublich dankbar ist einer Unbekannten ein Platz für ihr Zelt anzubieten - wurde mir die letzte paar Kilometer mit Höhenmeter und unglaublich heissen Temparaturen erspart. Ueli kam mich mit ihrem super tollen Jeep (belehrt mich wenn ich eurem Auto nun eine falsche Bezeichung gab) abholen. Sehr dankbar und peindlich berührt weil man mein T-Shirt von schweiss ausdrücken konnte, nam ich das Angebot entgegen. Nicole eine Freundin der Beiden machte 3 Wochen Urlaub im Airbnb. Die Drei sind absolute Herzensmenschen. Wir machten einen Bummelausflug in eine Surfer City von El Salvador, wo wir von Laden zu Laden schlenderten und Anita fand einen tollen neuen Aufkleber für mein Fahrrad 😍.
Wir besuchten den Strand in der Nähe, bei welchem ich nach 11 Jahren mal wieder so tat als wüsste ich was surfen ist - obwohl das Board zu klein und ich absolut zu langsam war - also nicht mal auf dem Surfboard stand und das was ich machte man absolut nicht als surfen nennen konnte. Ich bleibe beim Fahrrad fahren 🤣.
Ein wunderschöner Pizzaabend rundete den Aufenthalt einfach noch Perfekt ab. Alle die im Airbnb waren trafen sich und Ueli machte einen geilen Pizza Teig. Und eine Runde Brändi-Dog lag auch noch drin und ich fühlte mich einfach eine Zeit lang wie Zuhause. Wie gesagt sie sind Herzensmenschen. Und ehrlichgesagt tat es einfach unglaublich gut einfach zu sprechen wie mir mein Schnabel gewachsen ist. Dies war dan mehr komisch als ich wieder auf Kevin traff und die Sprache wieder auf English wechselte. Aber es ist halt immer toll Kevin zu treffen.
Nach dem Aufenthalt bei Anita und Ueli ging es weiter. Leider war die nächste Nacht etwas eine Challange (kann ja nicht immer toll sein). Die Bomberos wiesen mich weg, so fragte ich an einer Tankstelle. Zuerst hies es ja. Als ich mein Zelt anfieng aufzustellen, hies es frag noch jemand anderes. Jemand anderes gefragt und es hies ja. Als Zelt aufgestellt, komplett eingedunkelt und schon fast am kochen hies es dann nein. Also packte ich meine Sachen, buchte ein Hotel und radetle dort hin. Alles in allem weniger tolle Erfahrung. Am nächsten Tag klappte das mit der Tankstelle dan zum Glück und hatte eine Rasenfläche zum Campen. Machte eine kurzen Tag und schlief in einem Hostel in San Miguel (was sehr Ausgestorben war - aber die Dusche einfach unbeschreiblich toll - weil es einfach mal so zwischen 35 - 40 grad ist zum radeln), damit ich am nächsten Tag richtung Honduras pedalen konnte.
Danke El Salvador - du warst toll und ein Zuhause auf meiner Reise. Danke Anita und Ueli - ihr seit einfach Grossartig!
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Antigua - der Vulkan Aufstieg
16.–22. maalisk. 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 22 °C
Vom Lake Atitlán nach Antigua - ja ratet mal... Richtig - es ging hoch. Dieser Aufstieg sollte aber fahrbar sein. Und das war er auch und ich war dankbar. Es war als ob ich mir beweisen musste, das meine Reise schon richtig ist und ich auch Aufstiege radeln kann. Klingt dumm - war aber so. Ich war nicht in Eile. Armin (lernte ich in Quetzaltenango kennen) und ich haben abgemacht den Vulkan Acatenango zusammen zu erklimmen, da ich ein 2er Zelt habe und wir somit keine geführte Tour buchen müssen. Armin war aber erst später in Antigua. Daher entschied ich mich für den Budget freundlichsten Weg. Ich übernachtete nach dem Aufstieg eine Nacht bei den Bomberos. Die boten mir auch ein Bett und eine Dusche an. Am nächsten Tag radelte ich dan nach Antigua. Antigua war mal die Hauptstadt von Guatemala und wurde mit Vulkangestein gebaut. Eine wunderschöne Stadt mit vielen tollen Ecken. Ich verbrachte die erste Nacht auf einem gratis Camping aber ohne Sanitären Anlagen. Am nächsten Tag fuhr ich in mein Hostel welches auserhalb lag und das günstigste war (5.- Fr. pro Nacht). Ich durfte mein Fahrrad während dem Vulkan Hike dort stehen lassen.
Und nun sprechen wir doch genau über diesen Hike. Der Acatenango ist 3'965 Meter hoch. Man hat die perfekte Sicht auf den Fuego - ein aktiver Vulkan. Die Einheimischen wollen, dass alle Touren buchen. So gibt es nicht wirklich einen Buss der vor 11 Uhr zum Start fährt und Zelte in Antigua zu mieten ist beinahe unmöglich. Zum Glück habe ich eines. Ein Rucksack für mich und ein Schlafsack für Armin war dafür einfach. Wir bestellten ein Uber welcher uns am morgen zum Startpunkt fuhr. Der war leider dan sehr teuer. Vom Startpunkt zum Gipfel sind es 6.7 Km und 1'663 Höhenmeter. Die ganze Wanderung ist eigentlich einfach - nur sehr steil. Der Anfang war dan noch so lockeres Gestein, so das mann immer wieder Einsinkte. Wie Tiefschnee - nur mit vielen unangenehmen Steinen im Schuh. Anschliessend war es nur noch Steil. Wir Übernachteten auf 3'700 Meter über Meer auf einem Vorsprung als Campingplatz. Dort konnten wir den Vulkan Fuego fantastisch bestauenen. Ich wurde das erste Mal in meinem Leben Höhenkrank. Hatte übel Kopfschmerzen und erbrach die ganze Nacht. Zum Glück waren noch 2 weitere Schweizer auf dieser Platform, welche mich mit Medis eindeckten. Mit sehr wenig schlaf und ich völlig in den Seilen hängend, räumten wir am nächsten Tag mein Zelt zusammen. Wir beschlossen trotz allem den Gipfel zu erklimmen. Dies war noch der schlimmste Teil von allem und ich gab mir mühe, nicht noch mehr Mageninhalt auf den Boden zu verteilen. Armin trug bereits mein Rucksack und ich zwang mich Schritt für Schritt hoch. Oben angekommen wurden wir von einer atemberaubender Aussicht und einem Wolkenmeer belohnt. Ich war erfüllt von Glück, Stolz und Überwältigt. Dann ging es zum Abstieg. Und alle die bis jetzt mit mir mitfiebern - der Aufstieg war richtig angenehm im Vergleich zum Abstieg. Es war steinig und steil. Am Besten wäre es zu rennen - ich brachte das irgendwie nicht hin und tapte mich runter. Am Ende waren meine Beine komplett durch und meine Füssen ein Meer aus Blasen. Als wir unten ankamen, teilte uns ein Polizist mit, das so jede Stunde einmal ein Bus kommt. Ich komplett am Ende meines Energiehaushaltes. Ein Auto mit einer leeren Ladefläche bog um die Ecke und ich zögerte nur 2 Sekunden bevor ich mein Daumen zum Autostop raushilt. Der Fahrer hilt an, ich teilte ihm mit wo wir hin möchten und er versicherte mir, das von seinem Dorf viele Buse nach Antigua fahren. Wir hüpften hinten auf die Ladefläche - Armin noch kaum realisierend was in diesen Moment gerade passiert ist. Im Dorf angekommen machten wir uns auf Bus suche, als ein Auto anhielt und uns anbot uns mitzunehmen. Wir stiegen auf die zweite Ladefläche und er nam uns bis einem Dorf vor Antigua mit. Dort namen wir noch den Chickenbus bis nach Antigua. Wir gönnten uns eine Pizza und zurück im Hostel lies ich meine Kleider waschen - sie sind Dreckig wäre eine freundliche Ausdrucksweis. Zudem lernte noch 3 weitere Fahrradreisende kennen und Daniela aus Luzern schrieb mir, das sie die nächsten Tage nach Antigua reist. So verlängerte ich meinen Aufenthalt um 2 weitere Nächte und freute mich riesig Daniela zu sehen. Wir schlenderten durch die Gassen und gingen zusammen essen. Und vielleicht - aber nur vielleicht war zwischen den Tagen vom Hike und der Ankunft von Daniela noch ein Abend vorhanden, an dem alles ein kleines Bischen eskaliert ist. Ich gehe nicht genauer darauf ein.
Am nächsten Tag war es Zeit wieder in die Pedale zu treten. Ich fuhr los und durfte eine Nacht bei einem Warmshower auf einer Mangofarm übernachten. Er Amerikaner, sie Schweizerin aus Zug. Die beiden waren super und ich durfte auf einer Matraze in einem Zelt übernachten. Vielen Dank für die Gastfreundschaft.Lue lisää
Lake Atitlán - die robuste Bootsfahrt
11. maaliskuuta 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C
Von Quetzaltenango ging es natürlich, wie es für Guatemala gehört, wiedermal steil hoch. Am Anfang war ich motiviert und trotze. Bis es so steil wurde, dass ich nicht mal mehr wusste, wie ich mein Fahrrad hochschieben kann. Beim ersten Mal nahm ich die Taschen ab und trug alles einzeln hoch. Beim zweiten mal, hielt ich kurz an um Wasser zu trinken und sah ein Auto mit einer leeren Ladefläche, welches sich hochschlängelte. Ich witerte meine Change und machte Autostop - mit Erfolg. Er nahm mich mit und setzte mich oben am Berg wieder ab. Somit war der rest vom Tag super fahrbar und ich war ultra Dankbar. Ich steuerte richtung Lake Atitlán. Ich hörte nur Gutes und wurde nicht enttäuscht. Leider war die Sicht betrübt, weil Fuego (der Vulkan) vor 2-3 Tage zuvor ausgebrochen war. Aber schon von oben konnte ich die Schönheit der Gegend bermerken. Nur noch eine 8km steil und steinige Abfahrt und dan kam ich bei meinem Camping an. Der war ultra schön und ich durfte mein Zelt mit Seeblick aufstellen. Am nächsten Tag Erkundigte ich San Marcos la Laguna. Grundsätzlich liebe ich so Hippie Dörfchen. Immer guter vibe und gechillte Leute. Und meistens ist vegetarisches Essen auch sehr einfach zu finden. Was soll ich sagen... das war sicher auch hier so... nur war es wirklich sogar für mich ein Touch zu viel Hippie. Aber es hatte super Restaurants und die beste Bäckerei die ich (neben der in Cholula) auf dieser Reise antraff. Es ist ein Deutscher der sie betreibt - war ja klar. Auf jedenfall ass ich eigentlich 3 Tage dan fast nur Brot. Ich traff Inge, eine tolle Niederländerin welche ich von Quetzeltenango bereits kannte und wir gingen zusammen essen. Zurück beim Camping, viel mir ein neuer gelber cooler Camper auf. Es handelt sich um eine Familie mit zwei Kinder (er ursprünglich aus Deutschland, sie aus der Schweiz und die Familie lebt in der Schweiz). Die beiden Eltern waren auch lange mit dem Fahrrad auf reisen und es fehlte uns garantiert nicht an Gesprächsstoff. Spätestens am Morgen wurde ich dan auch von den beiden Wirbelwinder akzeptiert. Fairer Waise muss man sagen, ich habe sie mit Nutellabrot bestochen. Dann war das Eis gebrochen und ich wurde quasi adoptiert. Ich wurde zu noch mehr Brot - selbstgebacken mit schweizer Standart - eingeladen. Revanchierte mich mit Blumenbilder zum ausmahlen und nach einem kurzen Schwumm im See, marschierten wir wieder nach San Marcos la Laguna. Wir verbrachten den Tag mit Kaffe, natürlich Brot, Essen, rumlaufen und rumblödeln. Es war wirklich toll. Zurück ging es dan in einem Tucktuck. Weil wir uns da zu 5 reingestapelt haben, gibts da leider keine Beweisbilder. Es tat sehr gut, mit Kindern herum zu albern und ich genoss den Tag - was für eine wunderbare Familie.
Am nächsten Tag verlies ich den Camping und radelte zum Seesteg. Die Busse hier sind eigentlich die Boote und weil der Weg von San Marcos la Laguna mega steil hoch geht entschied ich mich, mein Fahrrad nach Panajachel zu verschiffen 😄. Für alle die sich eine Fähre vorstellen oder ein mehrbesseres Boot - nein das war es nicht. Es sind kleine Boote und mein Fahrrad wurde ungesichert auf das Dach geschmissen. Da konnte ich noch lange erklären, dass dies mein zuhause ist. Ihnen egal. Eine Achterbahn im Europa Park ist ein Zuckerschlecken im Vergleich einer Bootsfahrt auf dem Lake Atitlán. Das Boot bräterte immer wieder heftig auf das Wasser, so das ich mir nicht vorstellen konnte, dass A. Mein Fahrrad noch auf dem Dach ist, B. Falls es noch auf dem Dach ist, dass es noch ganz ist C. Von meinen Taschen sprechen wir gar nicht erst und D. Das Boot nicht bricht. Und ich verspreche - ich übertreibe nicht. Eine Mitfahrende hatte solche Angst das sie sich mal so profilaktisch eine Schwimmweste anzog. Wir kamen in Panajachel an. Zu meinem Erstaunen war nur die Kette raus. Alles andere war noch da und ganz. Ich ging in mein Hostel und versuchte mal meine Seeübelkeit zu sänftigen. Entschied mich für 2 Nächte im Hostel und erkundete Panajachel. Ging sehr sehr fein Indisch essen und trank guten frisch gerösteten Kaffe (inkl. Rundgang). Lernte tolle neue Leute kennen und möchte hier gerne noch von Patricia schreiben. Leider weis ich ihr alter nicht mehr genau... glaube 64 - vieleicht mache ich sie älter als sie ist. Patricia ist aus der USA und ist Mami von 10 Kindern!! (10 Kinder...) Das jünste ist nun über 20. Sie war ihr lebenlang Mami und wollte immer gerne reisen. Ihr Mann unterstützt sie vollumfänglich und findet sie soll jetzt gehen und das solange sie gern möchte. Nun ist sie bereits über 4 Monate alleine unterwegs, auch in Europa und besuchte eine Spanischschule in zentral Amerika. Eine warmherzige und inspirierende Person, welche mir zeigte, dass man nie zualt ist um seine Träume zu leben. Danke Patricia für deine Geschichte.Lue lisää
Quetzaltenango - die ersten Ausbrüche
5.–10. maalisk. 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 24 °C
Grenzerfahrungen werden nicht besser. Mal ehrlich... man muss suchen, bis man jemanden gefunden hat, der einem den Pass abstempeln. Man fragt 100derte von Leuten und kriegt immer eine andere Antwort. Ich war bereits 6 Mal ilegal in Guatemala, bis ich wusste wo ich diesen Stempel und somit das Visum kriege. Ich glaube, das bleibt nun so bis Argentinien. Und bis jetzt hat sich noch niemand für meinen Tascheninhalt interessiert. Da springe ich doch richtig gern den Stempeln nach. Als ich alles abgestempelt hatte, erklimmte ich den ersten Anstieg. Ich habe mich auf einem Camping angemeldet. Der Camping entpupt sich als ein Dude namens Alex der einem neben seinem Haus campen lässt und gerne sein Englisch verbessert (was schon sehr gut war). Pro: er hat einen Fluss oder naja eher einen Bach mit Wasserfall und Schwimm-möglichkeit - I take that. Wildcamping in Guatemala stellt sich als schwierig heraus. Überall sind Menschen und Häuser. Das wird eine Challange. Auf was ich von einer Fahrradreisenden vorgewarnt wurde - Catcalling... (wenn einem nachgerufen oder nachgepfiffen wird). Und nein, ich fühle mich nicht geehrt - ich trage Helm, Sonnenbrille, habe seit 4 Tagen nicht geduscht und bin durch die tropischen wärmeverhältnisse pflotschnass und durchgeschwitzt. Also ich bin sicher viel, aber eine Augenweide - naja als das würde ich mich in solchen Momente nicht bezeichnen. Nun ja... am ersten Tag viel es mir schwerer diese Bemerkungen zu ignorieren. An den folge Tagen wurde es einfacher und je touristischer der Ort wurde, je weniger die Aufmerksamkeit an blonden Haaren und weiser Haut (dabei habe ich die Bräune meines Lebens...).
Ich schweife ab... am nächsten Tag ging dan der trubel mit der Steilwand (auch Strasse genannt), meinen Beinen und meiner Selbstmotivation los. Nach 2-3 mal schreien, viel Fahrradschieben und NUR 29km, aber 1'400 Höhenmeter, radelte ich auf einen Campingplatz. Ich wollte eigentlich einen Campingplatz weiter. Es wurde aber bald dunkel und eine dumme Ilusion das ich es noch bis dahin schaffen würde. Ich brauchte sage und schreibe 7 Stunden für diese 29km und ich war erschöpft und voller selbstzweifel. Auf dem Camping durfte ich mein Fahrrad noch über eine gefüllt nie endende Reifentreppe hochschieben. Zum Glück hatte ich Hilfe von einem Angestellten. Der Ausblick von meinem Camping war aber unglaublich toll. Am nächsten Tag ging es genau gleich weiter wie am Vortag - nur mit einer deutlich weniger motivierten Fiona. Als ich wieder mal mein Fahrrad schob und ein grosses Fahrzeug mit Ladefläche anhielt um mir ein Mitfahrgelegenheit anzubieten, musste ich nicht 1 Sekunde überlegen. Wir luden mein Fahrrad auf und fuhren los. Mein nichtvorhandenes Namensgedächnis drückt hier durch. Aber der Herr bot mir eine Dusche und Mittagessen an - ich nam dankbar an. Er fährt auch gerne Fahrrad und findet mein Projekt toll. Er wollte mir auch einen Schlafplatz anbieten. Dies nachdem er mir sagte wie schön er mich findet. Mein Bauchgefühl machte nicht mit und ich wollte gehen. Nur war San Marco schon mein Ort, an dem ich eigentlich übernachten wollte. Ich wusste nicht wo sich mir dir nächste Schlafgelegenheit bot und wusste es wird wieder steil. Also entschied ich mich kurzfristig für einen Chicken Bus. Das sind alte Schulbuse von Amerika, die in Guatemala ein weiteres Leben erhalten. Für Mutter Natur wohl das schlimmste was man machen kann. Und ganz eherlich die fahren auch wie die Henker. Mein Fahrrad wurde Einhändig auf das Dach getragen und befestigt. Einer Fährt und der Andere holt und bringt laufend (auch bei fahrendem Bus) Sachen vom oder auf das Dach vom Bus und kassiert ein. Die Suva würde durchdrehen, so viel kan ich versprechen. Schon auf dem Fahrrad sind die Buse sau gefährlich. Ist nicht besser wen man im Bus sitzt. Aber ich und mein Fahrrad kam ganz in Quetzaltenango - auch Xela genannt - an. Dort ging ich in ein Hostel. Ich wollte zwei Nächte bleiben... und es wurden 5. Ich lernte viele wunderbare Menschen kennen und erfuhr das der Vulkan Santiaguito aktiv ist. Es gibt eine Wanderung auf den Nachbar Vulkan Santa María, von welchem man Santiaguito bestaunen kann. Armin aus Deutschland hat diese Wanderung schon gemacht, hatte jedoch Nebel und meinte wen ich gehe, würde er mich begleiten. Was soll ich sagen, ich war schnell überredet. Und Marta aus Polen namen wir auch gleich mit. Also standen wir um 4.00 Uhr auf, bestellten ein Uber und liefen los. Wir beschlossen uns nicht auf den Vulkan sondern nur zum Viewpoint zu laufen und wurden mit einem tollen Ausblick belohnt. Santiaguito hatte mehrfache Ausbrüche. Leider haben wir kein Lava gesehen... aber auch so war es atemberaubend. Wir gingen zurück, assen Mittagessen und beschlossen noch am selben Tag den Vulkan Chicabal zu erkunden. Dieser ist nicht aktiv, hat aber einen See in der Mitte. Zum See muss man zuerst mit einem Land Rover hoch und dan 600 Treppen runter. Meine Knie machten sich langsam bemerkbar. Der See war super schön und mystisch und wir hatten viel spass. Anschliessend Treppen wieder hoch und dann mit dem Jeep wieder runter. Ich habe nach diesem Tag sehr gut geschlaffen und gönnte mir zwei Erholungstage, bei welchen ich noch diverse organisatorische Sachen erledigte.Lue lisää
Fin de Mexico - Hasta luego
3. maaliskuuta 2025, Meksiko ⋅ ⛅ 24 °C
Ich verliess Oaxaca mit Rene. Wir waren in Alaska bereits zusammen unterwegs und beschlossen zusammen an die Küste zu radeln. Zuerst gab es einen Abstecher nach Mitla. Vorbei neben dem mit 14 Meter durchmesser, breiteste Baum der Welt.
In Mitla wurden wir auf der Strasse eingeladen und durften die Nacht bei einer Familie in einem Nebenraum verbringen. Das war ein Erlebnis für sich. Die Kuh lief halt auch noch durch diesen Nebenraum, es war sehr chaotisch, hatte mindestens 7 Schaben / Kakerlaken und für die Toilettenspühlung mussten wir im Ziehbrunnen 20 Meter in die tiefe Wasser holen. Wir waren aber sehr dankbar durften wir dort die Nacht verbringen und schlugen unsere Zelte auf. Unser Plan war es mit einem Colectivo (ein Geländemenschentransportwagen - kann man das in einem Wort schreiben?) nach Hierve el agua und wieder zurück zu fahren und uns anachliessend aufs Fahrrad schwingen und noch weiter radeln. Es gibt am Morgen ein Colectivo der die Arbeiter runter nach Mitla bringt und der sollte uns günstiger hoch bringen, weil er leer rauf fahrt. Da wir jedes Geldstück drehen, war uns somit "egal" um 6 Uhr aufzustehen und auf das Fahrzeug zu warten. Der fuhr schlussendlich neben uns durch, weil wir am falschen Ort gewartet haben. Also liefen wir zum Sammelplatz der Colectivos und warteten 3 Stunden bis uns ein Auto hoch fuhr. Der Grund: sie fahren erst wenn mind. 14 Leute eingeladen sind. Hierve el Agua war super cool und das lange Warten hat sich unter dem Strich gelohnt. Wir machten eine kleine Wanderung und badeten in den Pools. Anstelle von 2 Uhr wieder unten sein, wurde dan halt 4 Uhr und wir waren dankbar, dass wir noch eine Nacht länger bei der Familie mit Kuh und Schaben bleiben durften. Am nächsten Tag radelten wir wirklich weiter. Es war heiss und paar Höhenmeter lagen vor uns. Wir schliefen die erste Nacht in einem Dorf neben einem Aufsichtsgebäude. Hatten Wasser, Toiletten und einen Paltz für unsere Zelte. Nächster Tag das selbe Spiel und wir campten wieder in einem Dorf. Wir radelten durch das Mezcal gebiet. Das ist der Schnaps der wie Tequila aus Agaven gemacht wird. So radelten wir Höhenmeter und erklimmten schöne Aussichten und Agavefelder. Wir radelten richtung Juchitán und 20km vor der Stadt stellten wir unsere Zelt auf einem abgelegenen Feld neben gefüllt 10'000 Spinnen (wohl nicht mal so übertrieben) und Skorpionen auf. Spoiler: es hat mich kein Skorpion und auch keine Spinne gefressen - obwohl mich die grösste Spinne (also ein klein bisschen kleiner als eine Tarantula) beim kochen besucht hat (keine haarige aber sie liess mich nicht in meiner Konfortzone so viel ist klar). Zum Glück hat mein Zelt Reisverschlüsse und ich habe wirklich noch keine Spinne gesehen, die ein Reisverschluss öffnen kann. Am nächsten Tag verabschiedete ich Rene in Juchitán. Ich kaufte mir ein Bus Ticket, suchte mir eine Dusche (damit meine Mitbusreisende nicht ersticken neben mir) und verbrachte den Tag mit Kaffeetrinken und warten. Ich entschied mich als sicherheitsgründen für den Bus. Falls ich radeln wollte, hätte ich zum Staad Tabasco hoch radeln müssen, um dort über die Grenze nach Guatemala zu radeln. Und da mich meine Eltern im Mai in Costa Rica besuchen, wäre mir das zu stressig. Die mittleren Grenzen werden alle von den Kartells geführt und man höhrt die eine oder andere Räubergeschichte. Ich verzichte. Um Mitternacht verlud ich mein Fahrrad in den Bus und freute mich auf Busschlafen. Es windete aber so fest, dass es den Bus ordentlich durchschüttelte und als wir morgens um 7 Uhr in Tapachula ankammen, hatte ich mehr oder weniger 2 Stunden geschlafen. Also gaaaanz überall kann ich dan trotzdem nicht schlafen 😆. Ich hatte für eine Nacht einen Warmshower. Gab meine Wäsche in die Wäscherei und suchte mir ein Frühstückrestaurant, bevor ich meinen Warmshower crashte. Es handelt sich um eine Familie die selbet Kaffee, Tortillas und Kakao herstellte. Ich wurde herzlich begrüsst, sie erklärten mir die Herstellung der Produkte und ich wurde mit feinem Essen und trinken versorgt. Alles perfekt, nur hatte das Haus leider zurzeit kein Wasser und in meinem Zimmer in der Nacht hatte ich viele Kakerlakenfreunde. Aber auch die haben mich nicht gefressen. Am nächsten Tag fuhr ich etwas wehmütig richtung Grenze nach Gautemala.
Ich bin 4 Monate mit dem Fahrrad durch Mexico geradelt. Hatte eine unglaublich tolle Zeit mit vielen offenherzige und gastfreundliche Menschen. Habe viele verscheidene Landschaften und Klimazonen erradelt und wunderbare Städte besucht. Zudem habe ich unzählige Mitreisende kennen gelernt oder wieder getroffen und ich bin dankbar füe alle wunderbaren Augenblicke, Farben und Musik. Mexiko - hasta luego - bis zum nächsten Mal. Und Danke!
10'370 KMLue lisää
Mexico City - CDMX
21. helmik.–3. maalisk. 2025, Meksiko ⋅ ☁️ 19 °C
Um dem Verkehr zu entfliehen, fuhren wir von den Pyramiden mit dem Bus in die Stadt. Reed und ich durften unser Zelt in der Einfahrt von Carlos Haus aufstellen. Leider setzte uns der Bus natürlich nicht vor der Haustüre ab und wir durften das Stadtleben und Fahrradfahren kombinieren. Froh als wir angekommen sind, tischte uns Carlos Früchte auf. Wir wurden so herzlich von der ganzen Familie empfangen und durften 6 Nächte bleibe. Carlos genoss Gesellschaft und uns in der Stadt rumzuführen. Um mein Spanisch zu verbessern, erledigte ich mit der jüngsten Tochter Regina (9 Jährig) Hausaufgaben. Sie liebte es, mir alles zu erklären. Ich weis nicht wie veil mir Gespengst und Fledermaus im Leben wirklich helfen aber es dient au jeden Fall zur Erweiterung des Wortschatzes.
Nach 6 Nächten wechselt Reed zu Kollegen und ich in ein Hostel. Carlos war super! Aber vom Zentrum zu Carlos waren es immer mindestens 1.5 Stunden. In schweizer Verhältnisse länger als von Bern nach Zürich und in mexikanischen Verhältnissen immernoch sehr sehr zentral. Ich war in der Stadt hauptsächlich mit der Metro unterwegs. Ein super System und die ersten 2 Wagen oder im Bus die pinken Sitzen waren für Frauen und Kinder reserviert. Ich fühlte mich immer sehr sicher!
Damit ihr auch heute was lernt, CDMX zählt als 6 grösste Stadt weltweit und zählt 2020 gemäss Wikipedia 9'209'944 Einwohner. Somit ist die Stadt grösser als die Schweiz. Alles ins Detail von insgesamt 10 Tagen zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Aber ich habe viel erlebt und wie es sich für mich gehört fast jeden Tag Freunde von meiner Reise getroffen.
Ich traff Vincent wieder. Vincent reiste mit dem Motorrad und wir haben uns mehrfach in Alaska und Canada getroffen (er vergrab uns einen Sack als Schatz mit Cookies - vielleicht mögt ihr euch noch an diese Story erinnern). Sein Motorrad wurde gestollen und er machte es uns gleich und kaufte sich ein Fahrrad. Mit dem fuhr er die Baja bis Todos Santos. Dort verguckte er sich in ein Motorradfahrende Dame und verschob seine Abreise nach CDMX bis auf das Maximum auf. Umso toller das er sich am letzten Abend vor seinem Heimreise zurück nach Holand für mich zeit nahm. Vincent und ich waren immer in Kontakt und ich war sehr wehmütig das er heimflog. Doch wie die Liebe will, Vincent kehrt zurück. Nicht mit dem Fahrrad (da plant er forerst noch andere Reisen) aber mit Rucksack. Ich werde mich immer freuen Vincent zu sehen. Egal wo auf der Welt.
Neben Vincent traff ich Matthias und Christin aus Deutschland, die hinter mir reisten und ich immer versucht habe mit allen Infos betreffen Fähre, Route usw. zu füttern.
Auch traff ich Emma. Emma hat mir sehr viele Wege und Warmshower vermittelt. Ich bin ihr um sehr viel sehr dankbar.
Meine Schweizer Van Freunde Marion und Morris waren auch in der Statd und wir traffen uns mehrere male (mag die beiden auch zu sehr).
Zudem wurden wir zu einer Rooftopparty von Freunden von Reed eingeladen.
Neben all den tollen Menschen machten ich und Reed Sightseeing, fuhren in einer Gondel über die Stadt, besuchten das Zentrum und das Museum Nacional de Antropología, welches uns über die Geschichte von Mexico aufklärte. Ich besuchte mit Roxanna (aus dem Hostel) den Ort Coyoacán und wir bekamen von einem Local spontan eine besichtigungs Tour. Besuchte die Ex fabric, ein Ort voller Grafitis (lieben wir) und am liebsten war ich in der Roma gegend. Hippster Stadtteil bei welchem es völlig in Ordnung war Vegi zu sein und ich die besten Tacos von ganz Mexico genissen durfte.
Zusammenfassend: CDMX du bist echt toll 🥰 tolle Menschen, tolle Stadt und oft vergass ich, das ich eigentlich in Mexico bin.Lue lisää

MatkaajaSooo mega cool dis Abentüür😍u Mexico schynt so gastfründlech d si😌u sehr farbig😌jaaa gibe zue ig ha ou miner Bedänke gha, allei aus Frou u no mitem Velo i däm Land….🫣🙏🏼ABEEER, i ha grad miner Vorurteil oder Ängscht mau wyt furt gschobe.

MatkaajaHey liebi Beatrice. Danke für di Komentar. Mexico isch eifach ou super super gross. Klar giz Orte wome besser nid söt härä ga und dases absolut niene gfährlech isch, wär gloge. Aber äs läbe ja viu Lüt hie und äs si so viu so super gaschtfründlech, lieb und warmhärzig. Meh het ä angere Umgang mit Tod und Läbe und i ha z gfüu meh gniesst, tanzt, singt, fiiret und läbt viu meh aus mir das in Europa mache. Und ou dasme luegt dases sicher isch. Houz alänge - i hami bis jetzt würklech immer sicher gfüut. Allei us Frou ufem Velo. ❤
Oaxaca - die Kunst der Stadt
18.–23. helmik. 2025, Meksiko ⋅ ⛅ 28 °C
Alle, aber wirklich alle, haben von Oaxaca geschwärmt. Ich hatte richtig Angst, dass ich entäuscht sein werde, weil ich solch hohe Erwartungen an die Stadt hatte. Spoiler - ich wurde nicht enttäuscht. Oaxaca ist wunderschön. Überall liegt Kunst herum. Die ganze Stadt ist geprägt von Wandplakaten, Grafitis und hübschen wunderbaren Kaffes. In Oaxaca spielt Leben und Musik.
Ich habe mich für ein Hostel entschieden, da meine Baterie für Warmshower gerade etwas leer war und die Hostels mit 40 CHF für 6 Nächte einfach zahlbarer werden. Das Hostel war super! Tolle Leute, cooler vibe und mein Fahrrad war im Innenhof sicher. Ich draf tolle Menschen im Hostel, so wie Ben - Biketraveler den ich in CDMX kennenlernen durfte und später kamen Rene und Kevin dazu. In einem anderen Hostel waren weitere Biketraveler, mit welchen ich connectete und in einem Outdoor Stor trave ich noch Eve und zwei weitere, welche ich auch an der Baja kennenlernen durfte. Quasi ein Hotspot für Fahrradreisende. Und ich schaffte es alle zu einem Bier zusammen zu bringen. So waren wir 9 Fahrradreisende die auf das schöne Leben auf dem Sattel anstiessen. Neben diesem Austausch, besuchte ich eine Freewalkingtour, ein Familydinner im Hostel, wo wir zusammen regionales Essen kochten und mit Rene Monte Alba, der ärchologische Funplatz der Ureinwohner Zapoteke von Oaxaca (wieder einmal alte Steine anschauen). Ich besuchte tolle Restaurants und Kaffe und genoss das geschehen von Oaxaca. Ich liebe die Stadt und nehme was viel grösseres als ein Suvenierkleber für mein Fahrrad mit nach Hause. Ich lies mich zum zweiten Mal auf meiner Reise tattowieren und verbrachte 9 Stunden beim dekorieren meines linken Unterarms.
Oaxaca ist eine Stadt voller Mexcal und bunten Klängen und Menschen. Es ist eine hipster Stadt, schön und ich hoffe, das ich nicht das letzte Mal hier war.
Danke an alle Fahrradreisende für die tolle Community und danke für die tolle Zeit Oaxaca.Lue lisää

Matkaaja
Eine ganz tolle farbige Stadt. Herzlichen Dank für Deine Reise-Berichte mit deinen eigenen eindrucksvollen Worten die ich immer verschlinge. Das Tätoo ist sehr schön! 🤩 was ist das für ein Vogel? Gute Weiterfahrt 🚲💯💪🏼🥰
10'000 km - talk dirty to me
16. helmikuuta 2025, Meksiko ⋅ ⛅ 23 °C
Nachdem ich aus der Stadt Puebla rausgefahren bin, ging es offroad. Ich folge vielen Biketraveler auf Instagram und alle sind super und geben Auskunft über Wege und Gegebenheiten (Beste Community ever). Somit habe ich eine Route von Kevin und Anne aus Deutschland übernommen (Danke!). Nach vielen Strassen war ich auch einfach dankbar den Verkehr zu verlassen. Es wurde sehr steinig und ich war doch froh hatte ich mal so nen Basic Montainbike Kurs in der Schweiz besucht. Nicht das es sehr technisch gewesen wäre, aber für Grundhaltung auf dem Fahrrad war ich dankbar. Ich schlief die erste Nacht zwischen Kakteen in einer Kaktusplantage. Die Kakteen werden angepflanzt, da aus den Blüten die Drachenfrucht wachst. Dies erzählt mir ein Ehepaar, dass einen Laden führt und mich spontan zu Ei und Tortilas zum Frühstück einluden. Dankbar mit vollen Magen fuhr ich weiter. Die nächste Nacht verbrachte ich auf einem Hügel weg von der Strasse, auf einem steinig, stachligen Untergrund. Da bin ich immer froh wenn ich am Morgen noch mit Luft in meiner Matte aufwache. Anschliessend ging es in das Naturschutzgebiet Tehuacán-Cuicatlán. Eine sandige Strasse im Kakteen Paradies. Super schöne Aussicht und einfach toll. Diese Fahrt bezahlte ich dan mit einem groben Aufstieg. Ich war froh als ich die Stadt Tehuacán erreicht. Nach dem Sand super drekig und nach dem Aufstieg super verschwitzt und das mit der Mischung von 3 Tage nicht duschen - wenn ihr glaubt ihr könnt es richen - glaubt mir es war schlimmer. Ein Kaktusdorn verursachte mir einen platen Reifen. Ich verlohr wertvolle Zeit und war immernoch fast in der Stadt. Also eigentlich war ich in einem Quartier in welchem es sich nicht wirklich konfortabel anfühlte einen Reiffen zu wechseln, aber alle waren ganz nett und fragten ob ich Hilfe brauche (als Frau wird mir glaube ich sowieso deutlich mehr hilfe angeboten - lies ich mir sagen). Ich beschloss die Bomberos (Feuerweh) zu fragen ob ich bei ihnen übernachten darf. Es war ein Wetlauf mit der Zeit, da es schon eindunkelte und die Nacht schon angefallen war, als ich beim Posten ankam (Nachwievor gilt: Fahre nicht bei Nacht!). Umso dankbarer war ich, als dies absolut kein Problem war und ich mein Zelt aufstellen konnte. Sie dekten mich mit Essen ein und alle waren besorgt das ich neh gute Zeit habe. Am nächsten Morgen ging es weiter zuerst etwas Strasse, dann wieder Offroad. Ich wollte zu Wasserfällen. Über 2'500 Höhenmeter hoch soll es gehen. Es war 36 Grad und an der Abzweigung hoch zu den Wasserfällen entschied ich mich gegen den krassen Aufstieg und nahm den weniger krassen Anstieg mit nur 1'800 Höhenmeter. Ich fand ein toller Schlafplatz bei einem Fluss und war dankbar das ich mir Staub und Schweiss für einmal runterwaschen konnte. Dafür übersäht von Mükenstiche nahm ich am nächsten Tag den Aufstieg in Angriff. Ich folgte meinem Navi das mich wieder Offroad lenkte. Das war ein Fehler. Ich schob mein Fahrrad 2.5 Stunden hoch, weil es zu steil war zu radlen und fand mich bei einem Weg wieder, an welchem ich das Fahrrad nicht einmal mehr schieben konnte. Weil es schon spät war, entschied ich mein Zelt am Fusse dieser Strasse aufzubauen und am nächsten Morgen verbrachte ich 1 Stunde mit Taschen und Fahrrad einzeln hochzutragen. In den 2.5 Stunden Fahrradschieben erreichte ich meine 10'000km... dann als ich kaum mehr Nerven hatte und alles einfach super anstrengend war. Ich habe mich nur ironischer Weise gefragt, ob es auch zählt wenn ich mein Fahrrad schiebe und nicht fahre... ihr könnt mich da also gerne belernen, dass ich die 10'000km erst später erreicht habe 😉. Auf jeden Fall war ich dankbar für ein Restaurant unterwegs bei welchem ich mich mit viel Kaffe und Quesadias verwöhnte. Vorallem für Wasser war ich dankbar (ich hatte keinen einzigen Tropfen mehr - stellt euch also so eine ausgetrocknete, drekige, verschwitzte und kurz vor dem verhungern Fiona vor - das haut hin). Es war entlich mal etwas kühler und somit war es ein leichtes die anderen Höhemeter auf der Strasse wegzuradeln. Kurz vor dem Stadtleben von Oaxaca suchte ich nochmals einen Schlafplatz. Fand auch einen Platz, bei dem ich mir sicher war, dass mich die Nacht verschlucken wird und mich niemand findet. Nur etwas Steil war er (quasi vertikal... mhm... ich übertreibe nie). Aber da ich wusste die nächste Nächte verbringe ich in einem Hostelbett interessiert es auch nicht wirklich jemand wie gut ich schlief - richtig? Richtig!
Der kleine persönliche Rückblick nach 10'000km:
Ich vergesse oft was ich da eigentlich tue... wie weit ich schon geradelt bin. Gerade bei vielen Höhemetern frage ich mich auch warum ich das tue... seit 8 Monaten auf dem Fahrrad und nicht mal in der Hälfte meiner Reise. Ich gehe jeden Tag aus meiner Konfortzone raus, weis meistens nicht wo ich am Abend schlafen werde. Stopte mich manchmal selber aus um Menschen, Kultur und Landschaft besser kennen zu lernen. Und dan blicke ich zurück und realisiere wer ich war als ich in Alaska gestartet bin. Ich durfte so viele tolle Menschen kennen lernen, durfte einen Teil einer wunderbaren Community werden und war noch nie in meinem Leben so fit wie jetzt. Mein Körper leistet unendlich viel und es ist schwer in Ordnung nicht die perfekte Körperform zu haben. Es ist auch schwer in Ordnung laut und euphorisch zu sein. Es ist eine Reise zu mir selber. Denn ich bin in toll mit allen meinen Maken. Und du bist es auch!
Lasst uns einander mehr respektieren und lieben anstelle von kritisieren! ❤Lue lisää
Puebla - take my to church
4.–14. helmik. 2025, Meksiko ⋅ ☀️ 16 °C
Alain ist aus der Schweiz. Er ist der einzige den ich kenne, der bereits mit dem Fahrrad durch Mexico geradelt ist - auf jeden Fall vor meiner Reise. Jetzt kenne ich ja viele. Alain hat sich auf seiner Reise verliebt und wohnt daher zurzeit in Puebla oder um genau zu sein in Cholula (Vorort vom Puebla). Wir waren im ständigen Austausch und ich wusste schon an der Westküste, dass ich Glückspilz eine Übernachtungsmöglichkeit in Puebla haben werde. Alain und Ame sind super! Ich hatte ein riiiisiges Zimmer, sogar ein eigenes Badezimmer und den Freipass solange zu bleiben wie ich möchte! Daher genoss ich meine Auszeit in Puebla in vollen Zügen! Ich genoss es einfach mal nur faul rumzuliegen, organisierte Sachen und erkundete Puebla und Cholula. Puebla ist bunt laut und schön. Halt richtig Mexikanisch. Cholula hingegen war kleiner und hat viele wunderbar hübsche Restaurants und Kaffees. Und eine wahnsins gute Bäckerei. Quasi mein Paradies! Auch hat Cholula eine Pyramide (welche für mich mehr einfach wie ein Hügel ausschaut), auf welche eine Kirche gebaut wurde und man toll den Sonnenuntergang betrachten kann. Mit Vulcan-Blick versteht sich. Und als wenn das nicht schon alles Überwältigend genug ist, wurde ich von Alain und Ame noch super fein bekocht und in super all you can eat Restaurant eingeladen - habe ich bereits geschrieben das die Beiden einfach nur super sind? Kevin holte ein und war auch in Puebla und wir haben uns mehrfach getroffen (das habe ich evtl. noch nicht geschrieben aber Kevin von Irland ist wirklich auch super und ich bin dankabr so einen wertvollen Reisebuddy zu haben!) Auf jeden Fall war meine Auszeit in Puebla echt toll und ich habe meine Abreise immer mehr herausgeschoben. Ich immer: morgen gehe ich - und am morgen dann... ach kann ich noch ne Nacht länger bleiben... es viel mir wirklich schwer meine Sachen zu packen und wieder loszuradeln.
Ah und das ihr auch heute was gelernt habt: die Altstadt von Puebla ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Hier wurden ganz viele Kirchen gebaut. Warum ist nicht klar... aber fast jedes Jahr eine Neue. Die Stadt besitzt 70 Kirchen. Es hat rund 1'500'000 Einwohner und liegt 2'135 Meter über Meer.Lue lisää
Paso de Cortes - raus aus der Stadt 🗻
3. helmikuuta 2025, Meksiko ⋅ ☀️ 4 °C
Raus aus der Stadt. In Bern ist das der Gurten. Ich habe mir gewünscht ich müsste nur den Gurten hoch radeln. Es wurde sehr schnell sehr sehr steil. So steil das ich gut mal 2-3 Stunden in einem kraftakt mein Fahrrad den Hügel hoch schob. So hollte mich die Nacht auch schnell ein. Ich war in einem etwas weniger wohlfühlendem Quartier und hatte keinen Plan wo ich diese Nacht mein Zelt aufschlagen soll. So fragte ich einfach eine Dame ob ich in ihrem Garten zelten darf. Dankbar für die Erlaubnis aber nicht mit dem besten Gefühl der Gefühle schlug ich meine Heringe ein. Ich war auf jeden Fall dankbar, als ich am Morgen mit allem meinem Hab und Gut aufwachte. Weiter ging es auf einer Zugschiene, die zu einem Fahrradweg umgebaut wurden, in eine Hippie Stad namens Tepoztlán. Das Wochenendziel für alle reichen Hippies von CDMX (oder die, die gerne Hippie werden möchten). Ein schöner Ort, mit vielen schönen Kleider und Farben. Für mich etwas überbevölkert und so zug ich mich auf mein Hippie Camping zurück. Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg richtung Puebla oder genauer Richtung Paso de Cortes. Meine Theorie besagt, das alles bis 2'500 Meter über Meer normale Hügel sind und ab 3'000 Meter sprechen Mexikaner dan mal von einem Pass. Es ging hoch auf 3'700 Meter über Meer, rechts und links umgeben von zwei Vulkanen. Ich hatte Angst von der Steigung und der Höhenluft. Schlussendlich wäre das Einzige was ich Angst haben musste nur das Wetter. Motiviert radlete ich los. Dann fing es an zu regnen. Ich immer noch motiviert. Dan fing es an zu Hageln und meine Motivation sank trastisch. Froh um den Helm schob ich das Fahrrad hoch bis ich einen Holzunterstand fand. Alles war weiss, bis auf meine Hagelbeulen und meine Zehen, die wurdrn lagsam blau. Ich war 5km vor dem Ziel. Das Gewitter wurde stärker. Es Blizte und ich zählte bis zum Donner. Oder versuchte es zumindest. Ich konnte nicht mal mehr eine Sekunde zählen. In meinem Kopf versuchte ich verzweifelt mein Pfadfinder wissen bei Gewitter in Erinnerung zu rufen. Ich fand die Situation echt nicht mehr toll. Als es aufhörte zu Hageln, nam ich den Weg zum Ziel auf den Pass in Angriff. Die Strass war voller Hagelkörner und wie Seife. Ich wusste es wird -8 Grad in der Nacht und wenn ich nicht heute mein Fahrrad hoch kriege wird es morgen sicher brenzlig mit Eis. Ich schob und fuhr wenn immer möglich. Auf 3'700 Meter über Meer und am Ziel zeigte sich dan sogar die Sonne und die Vulkane. Ich fast den Tränen nahe, stellte mein Zelt unter eine Überdachung und versuchte mich mit warmen Essen aufzuwärmen. Kälte alleine... okey. Nässe alleine... okey. Nässe und kälte... weniger okey. Trotz super Schlafsack, warme Überhosen und flauschi Socken brauchte ich lange um halbwegs warm zu bekommen. Nach einer weniger erholsamen Nacht, machte ich mich auf die Abfahrt. Nun war ich sehr dankbar, dass ich seit Alaska Handschuhe mit mir rumradle ohne sie je gebraucht zu haben. Die Abfahrt war ungeteert und etwas matchig, aber ich kam unten an. Fazit: Höhe bis 3'700 Meter über Meer macht mir nichts... aber Hagel und Gewiter sind dan doch nicht so toll.Lue lisää
Hot Springs & Pyramides
17. tammikuuta 2025, Meksiko ⋅ ☀️ 26 °C
Von San Miguel de Allende radelten wir nach Querétaro. Aufgrund von Regen gönnten wir uns ein Bett im Hostel. Von Guerétaro haben wir nicht viel gesehen. Hat uns soweit auch nicht beeindruckt. Uns wurden die Hot Springs in Tolantongo empfohlen. Daher radelten wir über zwei Hügel über 2'300 Meter und fanden ein Warmshower in einem Dorf davor. Die waren super cool und wir blieben gerade 2 Nächte. Wir gönnten uns wirklich einen Tag aus und machten absolut gar nichts und lagen nur faul rum. Am nächsten Tag kämpften wir uns zuerst ordentlich hoch und dan super ordentlich runter zu den Hot Springs. Die Strasse runter war sooo steil das ich sogar Angst hatte sie mit dem Fahrrad runter zu radeln 😄. Unten angekommen campten wir vor dem Eingang. Zu meinem überraschen traffen wir da auf ein Pärchen (er ist Schweizer und sie aus Deutschland). Wir genossen nette Gespräche, gingen zeitig schlafen um am nächsten Tag früh aufzustehen. Die Hot Springs waren echt cool. Sie bestanden von kleinen Pools und weiter unten war eine Grothe. Wir liessen uns im warmen Wasser treiben und auflösen. Mal wiedr richtig sauber schoben wir unsere Fahrräder zum selben Schlafplatz der vornacht hoch. Und es standen erneut Schweizer, sogar Berner an diesem Platz (muss wohl eine Anziehung da sein 😉) und ein anderes Auto, bei welchem es sich als Freunde von Reed heraus stellte. Bei unserer Ankunft waren aber alle bereits schlafen und umso mehr freuten wir uns alle am nächsten Tag zu treffen. Was wir beide wussten, wir möchten den Berg nicht hochradeln. So erkundigten wir uns nach einem Bus. Den Hügel hoch sei 100 Pesos und in das Dorf welches sehr viel weiter war 70 Pesos. Keine Ahnung ob das einfach ein Deal als Mitleid war. Auf jeden Fall liessen wir uns ins Dorf chauffieren. Die Bussfahrt war aber crazy. Er fuhr den Buss in einer Geschwindigkeit den Berg hoch als gäbe es kein Morgen - obwohl ich mir tatsächlich wirklich nicht immer sicher war ob es ein Morgen geben wird. Ich vertraute einfach, das er weis was er macht. Auch halfen uns alle starken Männer im Bus die Fahrräder einzuladen. Wir mussten sie aber immer halten... was die wilde Busfahrt nicht gerade unterstützte. Ich riss sobald möglich alle Fenster um mich auf, kobzentrierte mich auf das Atmen und auf die Strasse, um nicht sofort einer grosser Welle von Übelkeit zu verfallen. Reed, deutlich wenuger geübt beim Schlecht werden, befolgte nichts von dem und verlohr mehr oder weniger alle Farbe in seinem Gesicht. Um dieses Erlebnis noch wahrheutsgetreu weiter zu geben, dezibel Begrenzung der Musik kenne Mexikaner per seh nicht und der Bus entpupte sich als Partybus. Mein Gehör und Gleichgewichtsinn mit Auswirkung auf meinen Magen war auf jeden Fall dankbar, als wir ausstiegen. Ich weis nicht genau an was es lag aber an diesem Tag hatte ich fürchterlich Bauchschmerzen. Nichts desto trotz wird geradelt. Wir fuhren wieder eine Feuerwehrstation an. Diese war super toll. Sie waren begeistert von uns, fragten für ein Foto und wir durften im Untergeschoss in einem Raum schalfen, ihre Dusche und ihr Wifi benutzen. Dankbar machten wir uns auf den weg nach Teotihuacán. Waren auch eher ein wenig bequem und teilten den Weg (welcher in einem Tag machbar gewesen wäre) in 3 Tage auf. Schliefen einmal auf dem Berg und einmal in einem Garten. In Teotihuacán hatten wir einen Warmshower. Er bewirtet ein Airbnb und Fahrradfahrer dürfen gratis übernachten. Julio brachte uns zu den Pyramiden und holte uns wieder ab. Die Pyramiden sind beeindruckend. Viele Treppen aber coole Steinfiguren und ein cooles Museum. Am nächsten Morgen brachte uns Julio zu den Heissluftballonen. Jeden Tag fahren viele Ballon über die Pyramiden. Das sieht bei Sonnenaufgang wirklich super schön aus und obwohl wir dafür mega früh aufstanden, bereuten wir es nicht. Next stop Mexico City.Lue lisää
Leon, Guanajuato, San Miguel de Allende
5.–9. tammik. 2025, Meksiko
Aus Guadalajara raus war so ne Sache - grosse Stadt halt. Als ich den gröbsten Verkehr hinter mir hatte, fuhr ich nicht mal annähernd soweit wie ich wollte und schlug meine Zelte bei einem See auf, wo gratis Zelten erlaubt war. Neben ganz vielen aufdringlichen Hunden, welche ich mit Händen und Füssen abwehrte, damit sie nicht in mein Zelt kommen, ein schöner Platz. Der Weg zu diesem Platz war nicht ganz so schön. Ich weis nicht was sich die Leute überlegt haben - lass mal betonieren und random Steine reinwerfen - egal wie die dan landen. Und als ich mir den Weg zurück zu der Strasse erkämpfte, legte es mich tatsächlich zu Boden. Ich wollte vom Fahrrad absteigen und schieben, mein Fuss knickte weg und schwubsdibubs lag mein Fahrrad auf mir. Vergesst nicht, mein Fahrrad wiegt ca. 50 Kilo. In erster Linie war ich froh das es meinem Fuss gut ging. Bei weiteren Kilometer radeln stellte sich eher der Rücken als Problem. Angenehmes fahrradfahren würde ich es nicht mehr nennen. Aber ich kämpfte mich bis San Miguel el Alto durch. Aus Angst wenn ich in meinem Zelt schlafe, dass ich am Morgen nicht mehr aufstehen kann, entschied ich mich bequem für eine Hotel übernachtung. Ich plante 90km zu radeln bis Leon. Hatte dort auch ein Wamrshower und wusste Zach (Radreisender kennengelernt in Tequila) wird auch dort sein. Ich kämpfte mehr als es spass machte. Und als Marco anhielt und fragte ob er mich mitnehmen soll, lehnte ich nicht ab. Marco sprach nur spanisch und es war sicherlich keine grosse Diskusion die wir an Tag legten. Aber wir konnten uns etwas austauschen. Er nahm mich mit nach Leon und anstelle von 90km wurden es halt nur 50km. Ich war dankbar. Zach und ich verbrachten also die Nacht bei Paulo. Paulo ist Inahber eines eigenen Restaurants und neben einer tollen Stadtführung wurden wir herzlich mit Essen bedient. Es war sehr lecker und wir waren so dankbar für die grosszügige Gastfreundschaft. Zach und ich radelten am nächsten Tag gemeinsam nach Guanajuato. Dort wurde ich von Reed empfangen. Reed radelt ebenfalls von Alaska nach Argentinien und seit unserem Start waren wir in Kontakt auf Instagram. Wir haben uns aber nie getroffen und es war richtig cool das wir in Guanajuato endlich aufeinander traffen und den selben Warmshower teilten. Guanajuato ist eine richtig tolle Stadt. Wann nicht die Beste in Mexico bis jetzt. Die bunten Häuset schlängeln sich an den Hügel entlang und trotz Fahrrad schieben und auch laufen sehr anstrengend war, wird man von der Farbtracht und dem eigenen Grove der Stadt wie mitgezogen. Kartenlesen ist aber irgendwie schwierig bis unmöglich. Da es ein Untergrundnetz von Tunneln für die Autos und viele Wege oberhalb nur zu Fuss (oder Fahrrad wenn man die vielen Treppen ignoriert) machbar sind, ist die Karte ein virvar von Strassen und man weis nicht genau auf welchen Ebene die genau sind (dürft gerne Guanajuato in Google Maps eingeben 😉). Unser Host Richard ist von der USA und macht sixh ein gutes Leben in Guanajuato. Er war echt super und wir durften solange bleiben wie wir wünschten. Auf jedenfall hatten Reed und ich eine gute Zeit und wir radelten zusammen weiter Richtung San Miguel de Allende. Ein hübsches Dorf mit vielen Farben. Aber dan halt doch irgendwie so wie schon 30 Dörfer zu vor. Und Ortsgetreu schoben wir unser Fahrrad mal ordentlich ein paar Höhenmeter hoch. Wir fragten die Feuerwehr, ob wir unsere Zelte bei ihnen aufschlagen dürfen. Das ist so ein Ding in Mexiko, dass mal als Radtourist immer bei der Feuerwehr übernachten darf. So stellten wir die Zelte, gingen einkaufen und verbrachten eine etwas unruhuge Nacht afgrund der Sirenen bei den Bombros 😊.Lue lisää
Guadalajara - the new year's rave
19. jouluk.–2. tammik. 2025, Meksiko ⋅ ☁️ 21 °C
So zuerst einige Fackten. Guadalajara ist die zweit grösste Stadt von Mexico (nach Mexico City) und zählt 1'386'000 Einwohner. Die Stadt liegt 1'566 Meter über Meer und liegt im Staat Jalisco.
Ich hatte keine Ahnung was Weihnachten und Silvester mit mir macht... wenn ich einfach weiter radle, ob ich irgendwo von Heimweh geplagt im Zelt kauern würde oder es mir einfach egal ist. Daher beschloss ich die Festtage einfach in Guadalajara zu verbringen, um diesem Zenario vorzubeugen. Ich war 3 Tage bei einem brillianten Warmshower, mit jungen Baby Kätzchen 🥲. Wollte aber die Feiertage nicht als ungewünschter Gast verbringen und ging anschliessend in ein Hostel. Das falsche wie sich herausstellte. Da ich nicht gleich enden wollte, wie in Vancover wo ich 4 mal Schlafplatz wechselte, buchte ich für 11 Nächte. Hätte ich nicht tun sollen. Aber zum Nachhinein ist man immer schlauer. Es hatte in der Stadt ein viel lebendigeres Hostel, wo es einfacher gewesen wäre tolle Bekannschaften zu knüpfen. Das wusste ich, weil wir Jessica (welche zuerst bei uns war und dan wechselte) oft besuchten und somit den vibe vom anderen Hostel mitbekammen. Zudem waren in meinem Hostel teilweise etwas schräge Leute. So wie ein Herr der an Aliens glaubt... Und ein anderer ebenfalls älterer Herr - wir nannten ihn Gandalf, weil sein langes weisses Haar halt mal stark an Gandalf erinnert - der gerne sein wissen über die Welt teilte und einem auch gerne Vorwürfe machte, wenn man etwas nicht wusste... ewig im Hostel weilt und seine Darmausscheidungen während dem schlafen auch mal nicht kontrollieren konnte und sich in einem Aufenthaltsraum von 22 kapselartige Betten einstuhlte. Ich meine das kann ja (vorallem in einem gewissen Alter) mal passieren... aber ihr könnt vieleicht verstehen warum er nicht unser lieblings Reisende wurde. (Hoffe das liest niemand während dem essen...)
Nichts desto teotz lernte ich neben Jessica Leon, Kat und Phalgun kennen. Allesamt super. Zudem waren meine zwei Schweizer Freunde Marion und Morris auch in der Stadt und ich freute mich riesig die Beiden wieder zu sehen.
Zusammenfassend schlief ich unendlich viel in Guadalajara. Ich war sehr müde... auch wenn man Restdays macht.. so richtig erholen kann man sich dan trotzdem nicht. Aus Müdigkeit wurde Trägheit und ich musste mich oft richtig zwingen aufzustehen und Guadalajara zu erkunden und nicht nur faul rumzuliegen.
So habe ich bis am Schluss nicht mal alles von Guadalajara gesehen. Aber das ist in Ordnung. Ich hatte trotzdem eine gute Zeit.
Weihnachten war ein Essen im Hostel (bring to the tabel - alle brachten was mit) und Silvester verbrachte ich an einer Rave Party mit der Hostel Gang. Wir tanzten bis in die Morgenstunden. Ich, so wie es sich für Fahrradreisende gehört, in Fahrradkleidung und Sandalen. Und als Weihnachtsgeschenk - lies ich mir das Fahrrad von meinem Logo (was von meinem Schwager und meiner Schwester kreiert wurde) als Tattoo stechen. Für die liebe zum Fahrradfahren und alle unvergesslichen Momente welche ich auf dieser Reise sammeln darf. (Vorwarnung - sorry Mami das wird wahrscheinlich auch nicht das Letzte sein).
Und nach 2 Wochen freute ich mich umso mehr auf Fahrradfahren im 2025. Das wird wohl auch meine Hauptbeschäftigung im 2025 😉 umso schöner das ihr mich auch in diesem Jahr begleitet und mit mir Berge erklimmt. Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr mit vielen unvergesslichen Momenten. Und an alle die gerne Fahrradfahren, viele tolle Rad-Adventures... und für alle die gerne Skifahrt - sagt es mir nicht. Ich vermisse es so unglaublich! Danke das ihr meine Reise auch im neuen Jahr begleitet.Lue lisää
Mazatlán - Tequila
17.–19. jouluk. 2024, Meksiko ⋅ ☁️ 29 °C
Keine Angst, in diesem Blog wird im Vergleich zu meinem letzten mit wenig Namensnennungen ausfallen. Also falls ihr schon fast wütend wart, weil ich euch so viele Namen um den Kopf geworfen habe, ich versuche mich zu bessern.
Schon eine Weile her, stieg ich in La Paz auf die Fähre nach Mazatlán. Die Fährenfahrt dauerte theoretisch 16 Stunden. Praktisch dan 20 Stunden. Es gibt zwei Fähren, welche diese Strecke fahren. Eine mehr für Touristen und die andere für Lastwagen. Da die Lastwagenfähre günstiger war, nahm ich natürlich diese. Ich schrieb aber somit auch jeglichen Konfort ab. Ich war froh über die 3 Van's Pärchen, welche mit mir die Frauenquote von 1 auf 4 erhöten. Ich fühlte mich aber nie unwohl... alle waren super lieb und halfen mir, wenn ich wie ne Irre auf der Fähre herum irrte, weil ich die Toileten oder das Restaurant nicht fand. Essen war inklusive. Und da das Huhn geschlachtet ist und nun auch gegessen wird, fand meine vegetarische Ernährung nicht wirklich auf offene Ohren. Gesätigt machte ich es mir auf dem Deck bequem, legte mein Mätteli auf dem Boden, packte mein Schlafsack aus und genoss den Sternenhimmel. Ich sah insgesammt 6 Sternschnuppen und wünschte mir viele Sachen für meine zukünftige Reise und meine Liebsten. Nach einem schönen Sonnenaufgang und Frühstück, wurde ich dan doch etwas träge und war froh als die Fähre dan schlussendlich in den Hafen von Mazatlán einfuhr.
Mazatlán zählt als unsicher und ich wusste nicht wie gefährlich es wird. Daher entschied ich mich, einfach auf mein Fahrrad zu springen und aus der Stadt zu radeln. Aufgrund der Kriminalität gönnte ich mir in einem Dorf ein Hotel. Am nächsten Tag radelte ich weiter. Mehrheitlich Autobahn und schlief bei einer Tankstelle. Dort sind 24 Stunden Personal und Kamaras, was eine sichere Umgebung schafft. Am nächsten Tag strandete ich in ein Dorf, in welchem gerade ein Tanzwettbewerb statt fand und ich genoss den Anblick der farbenfrohen Röcke, die sie durch die Luft schwingten. Es war ca. 36 Grad an diesem Tag. Ich trank über 6 Liter Wasser und es fühlte sich an als schoss das Wasser springbrunnenartig aus meinen Poren. So freute ich mich auf eine Dusche und Abkühlung in der Nacht.
Es gab 2 Varianten von Strassen die nach Tepic fuhren. Eine ist die alte Nebenstrasse und die andere ist die Autobahn. Die Nebenstrasse hat keinen Seitenstreiffe und macht deutlich mehr Kurven. Also entschloss ich mich für die Autobahn und ignorrierte gekonnt die Fahrradverbots Schilder. Ich kommunizierte meinem Navigationsapp ich sei ein Auto und dan klappte das ziemmlich gut - bis das es mir die zu fahrenden Höhenmeter nicht anzeigte. Also unterschätzte ich, dass ich am Ende noch 1'500 Höhenmeter Steigung vor mir hatte. Die Zeit bis zum eindunkeln wurde immer wie knapper und ich puschte mich hoch. Es war stockdunkel als ich Tepic erreichte. Da im Vorort viel Strassenhunde waren musste ich mein Fahrrad zudem noch lange schieben. In Tepic selber herschte zum Glück sehr viel Leben auf der Strasse und es war in Ordnung im Dunkeln Fahrrad zu fahren. Ich blib insgesamt 2 Nächte, lief zu einem Aussichtspunkt, lies meine Kleider waschen und geriet per Zufall in eine Weihnachtsparade. Mexikaner kämpfen um jedes Souvenier - ist der Kaugum den in die Menge geworfen wird noch so klein. Und es ist laut und euphorisch. Irgendwie mochte ich das wirre Zenarium.
Von Tepic nach Tequila war ich dann 2 Tage unterwegs. Schlief neben einem Museum wo ein Polizist 24 Stunden anwesend war. Hatte dort eine Toilette und war im ganzen zufrieden. Auf dem Highway nach Tequila schlug ich meinen Tagesrekort an platten Reifen. Der Dritte war bei der Einfahrt und ich pumpte ihn nur noch 3 mal auf bis zu einem Campspot wo ich übernachten wollte. Dieses peozedere führte wohl zu verschiebung vom Kugellager und ich hatte ein wackeliges Hinterrad. Aber 3 Platten... blöder Highway hat einfach zu viel Müll auf der Strasse.
Der Campspot in Tequila gehört einem Agave Bauer. Das ist die Pflanze aus welcher Tequila hergestellt wird. Nachdem ich sehr spät ankahm (Reifen flicken braucht dan doch immer lange) blieb ich gerade zwei Nächte, nahm mir Zeit das hübsche Dorf anzuschauen und Carlos (der Bauer) gab uns eine Führung. Zuerst durch die Agavenfelder, dann durch die Brauerei und schlussendlich durften wir sein Tequila auch degustieren. Zudem traf ich auf Zach. Seit La Paz der erste Fahrradfahrer den ich traf. Er radelt durch Mexiko.
Aus "ich mag kein Tequila" wurde ein "ich liebe Tequila". Somit cheers und auf ein weiteres... Glas... 🥃Lue lisää
Baja California Sur - Desert Friends 🌵
3.–9. jouluk. 2024, Meksiko ⋅ ⛅ 26 °C
Wo fange ich an... ich traf die letzte Zeit überall tolle Menschen... so das ich mir nie wirklich Zeit name euch auf meiner Reise mitzunehmen - ich entschuldige mich hermit für die lange Reiselücke und nehme euch gerne in die letzten paar Wochen bis nach La Paz mit 😄. La Paz ist die letzte grössere Stadt auf der Baja California. Auf dem Weg von Guerrero Negro hier her hatte ich tolle Wegbegleiter, ein hübscher Campingplatz, Weg-Engel, neue Herzensmenschen, alte Frende und einen wunderbaren Host. Aber
eines nach dem anderen.
Ich radelte von Guerrero Negro nach San Ignacio. San Ignacio ist eine Oase in der Wüste. Durch den Fluss der durch diesen Ort fliesst, wachsen viele Palmen und Datel Bäume. Ich fühlte mich sofort wohl. Dazu kam ein super Campingplatz mit weiteren Fahrradreisenden, lernte Markus von Neuseeland und Anna und Jack aus Colorado kenne. Auch Kevin und Jan kamen auf den selben Camping. Weil ich mich so wohl gefühlt habe blieb ich insgesamt 3 Nächte. Verbrachte Zeit mit vielen Videocalls und Kevin und ich kammen auf den Genuss von Margaritas. Seit mein Alttag die Fahrradreise ist, hat sich meine Trinkfestigkeit verabschiedet und nach 2 Margaritas war ich bereits gut angetrunken.
Bevor ich mir noch weitere Gründe für zahlreiche Margaritas geben konnte, witmete ich mich der Weiterreise. Nächstes Ziel Mulegé. Dies war in 2 Tage padele treten zu erreichen. Der erste Tag hatte einige Aufstiege und es war unglaublich heiss. Mein Kopf machte sich bemerkbar und ich hielt den Tag kurz und steuerte eine Camping an. Somit waren es noch 100km bis nach Mulegé. Die radelte ich schlussendlich am folge Tag mal einfach so weg.
In Mulegé wurde ich von David aufgenommen. Ich hatte seinen Kontakt von einer tollen Fahrradreisende die mir 2 Wochen voraus ist. David ist wunderbar, hatte ein Bett für mich und offerierte mir solange zu bleiben wie ich gerne möchte. Als ich ihm erzählte dass Rene und Tim mit Eve ebenfalls unterwegs nach Mulegé sind, nam David diese drei Radler ebenfalls bei sich auf. Da Mulegé ein Treffpunkt für die Strassen und die Baja Divide (happige Montainbike route die sich durch die ganze Baja zieht, offroad duch Sand und Kaktusstacheln) fahrer ist, traffen wir einige neue und alte Weggspändli wieder. Ich genoss die Zeit in Mulegé und blieb insgesammt 4 Nächte. Witmete meinen Konsum mehr dem Bier und genoss das kleine idyllische Dorf am Meer.
Marion und Morris kommen ebenfalls aus der Schweiz und reisen mit ihrem gelben schönen und selbst ausgebauten Campervan. Aufgrund der Schweizer Nummer habe ich den beiden auf der Strasse gwunken und sie haben angehalten. Wir blieben in Kontakt und die beiden verweilten an einem schönen Strand nach Mulegé. Also verabredeten wir uns für ein Kaffee. Die Beiden sind wundervoll und ich genoss es mal wieder ohne viel überlegen mich in meiner Muttersprache zu verständigen. Ich radlte weiter und die beiden gingen zurück an den Strand. Sie wollten am nächsten Tag nach La Paz fahren.
Ich durfte in einem Garten von einem Restaurant mein Zelt aufschlagen und bekam unerwartet erfreuliche Gastfreundschaft von Anna und Jack (die beiden von Colorado, Bier getrunken in San Ignacio, in Mulegé und in diesem Restaurant irgendwo im niergendwo). Die beiden kämpfen sich durch die Baja Divide. Da ein Zelt zu schwer wäre, schlafen die beide auf Matte und Schlafsack simpel einfach auf dem Boden. Ich bin immer beeindruckt ab solch leichten und unkomplizierten Setups und hätte wohl jede Nacht unglaubliche Angst vor Spinnen, Skorpione und Schlangen 😄. Aber ich schweife ab...
Am folge Tag wurde ich von Marion und Morris aufgeholt. Die beiden offerierten mir eine Mitfahrgelegenheit an. Dankend nam ich diese entgegen. Zuerst wollte ich nur nach Loreto mitfahren. Ich wusste aber, dass nach Loreto bis nach La Paz ein steiller langer Aufstieg von 13 km folgt und anschliessend nur eine gerade Strasse. Zudem war die Gesellschaft der beiden einfach zu toll und ich blieb bis nach La Paz im Van sitzen. Die beiden fuhren zu einem Strand. Ich schlug mein Zelt neben ihrem Van auf und bedankte mich, indem ich für die beiden Kochte.
Am folge Tag luden mich Marion und Morris, nachdem ich eknen super feinen Kaffe erhielt, bei der Fähre ab und machten sich bereit für die Überfahrt.
Ich radelte nach La Paz, verbrachte eine Nacht in einem Hostel bevor ich mich in das Airbnb von Kevin einnistete. Da lernte ich auch den Ersten Österreicher Tourenfahrradfahrer Manuel kennen. Ein Herzensmensch stellte sich heraus und wir verquatschten uns bis spät in die Nacht. Am folge Abend liesen wir das Airbnb welches für 2 Personen angedacht ist, etwas sprengen und Kevin gewährte den beiden Brüder aus Frankreich Clotaire und Pierre ebenfalls einen Platz für ihr Mätteli.
Es war richtig entspannt als Kevin und ich nur noch zu zweit waren und ich hatte somit sogar ein Bett.
Ich machte mir ein Weihnachsgeschenk... oder ich brauchte einfach einen Grund für das viele Gelt auszugeben. Ich wollte mit Wahlhaien schwimmen gehen. Für mich klang das sehr romantisch... wäre es vieleicht auch, wenn man nicht tonnenweise Tabletten gegen Seekrankheit nehmen muss und beim reinspringen in das Meer von Panikattaken heimgesucht wird 😬😆 fazit... es war eindrücklich und toll aber mit romantik hatte das in meinem Falle nichts zu tun.
Mich auf Atmen, Fisch und Meer zu konzentrieren ging so gar nicht auf. Mir war das alles mega peindlich und als einer der Guides mich an der Hand nam und zu dem grossen Wahlhai führte, jrallte ich mich so fest an seiner Hand und lies sie gar nicht mehr los 🤦♀️. Ich bin dankbar für dieses wunderbare Erlebnis aber nicht bösse, dass ich am nächsten Tag auf die Fähre hoppste und die Guides in La Paz somit mit Sicherheit nicht mehr sehen werde...
Lange Rede kurzer Sinn - Baja du warst eine Reise wert. Viel Liebe für diesen Ort!Lue lisää
Baja California - after the frist Staat
22. marraskuuta 2024, Meksiko ⋅ ☀️ 23 °C
Ich verliess San Felipe und hilt mich an die App I-Overlander. Da sei eine Bar, die Fahrradfahrende im Garten gampen lässt. Und genau so war es. Coole Bar, lustiger Bartender und lustige Besucher. Da es Regnete (!! - in der Wüste regnet es nur so all Schaltjahr einmal - ich wurde somit Zeugen einer Kaktus tränkung) durfte ich in der Bar übernachten. Als ich das Fahrrad belud um weiter zu fahren, bemerkte ich einen platen Reifen. Wahrscheinlich ein Kaktusstachel eingefahren. Somit verbrach ich Stunden mit Reifen, Schlauch und Bremsklötze ersetzen. Stolz auf mich, belud ich mein Fahrrad zum zweiten Mal und radelte weiter. Ich fuhr zu einem Campground und wurde von locals zu Tacos, Bier, Tequilla und am Morgen zu Cacao eingeladen. So viel Herzlichkeit und Gastfreundscht ist für eine Schweizerin immer noch ungewohnt. Ich hoffe, ich kann genau diese Offenheit mit nach Hause nehmen.
Der nächste Tag war die reinste Challange. Gegenwind und der ganze Tag ein leichter bis steiller Aufstieg in einem Hügelgebiet. Der Gegenwind fegte durch die Strassen direkt entgegen. Weil es zu steill war konnte ich mein Zelt nicht einfach am Strassenrand stellen. Ich kämpfte, schrie und verlohr mich fast selbst. Mit dem wissen ich habe nur noch 1 Stunde Zeit bei Tageslicht einen Schlafplatz zu finden, stöpselte ich Techno Musik (was ja nicht wirklich meinem Musikgeschmack entspricht) in mein Ohr und kämpfte mich hoch. Pünktlich vor der kompletten Dunkelheit schaffte ich es zu einem Haus, bei welchem ich wusste, dass ich im Garten zelten darf. Dort truf ich auf Clotaire und sein Bruder Pierre aus Frankreich. Clotaire umrundet seit 6 Jahren mit seinem Fahrrad die Welt. Er ist schon über 63'000km geradelt! Die Jungs waren lustig und ich beschloss am nächsten Tag nicht weit zu radeln und nochmals mit ihnen zu campen... und Clotaire zu bekochen... der Arme hatte Fieber und fühlte sich gar nicht gut. Ich packte alle Medikamente aus die ich offerieren konnte und hoffte Tee und Essen würde sein Fieber sinken lassen.
Wir campten in der nähe eines Mini Market umgeben von ganz vielen grossen Kaktus und auch am nächsten Tag nutzen wir die Gelegenheit unser Elektrozeugs zu laden. Ich radelte in eine andere Richtung als die Jungs... nach 10km mit wunderbaren Rückenwind, merkte ich, dass ich meine Sachen nicht mitgenommen habe... also radelte ich 10km mit übelstem Gegenwind zurück. Die Jungs haben meine Sachen abgegeben und bis auf meine Köpfhörer habe ich somit alles wieder zurück - wer kein Kopf hat, hat in meinem Fall Glück und Beine...
Zurück beim Mini Market traff ich auf Kevin. Wir kennen uns von der West Küste in der USA. Voll erfreut uns wieder zusehen, radelten wir den Tag gemeinsam. Durften unsere Zelte im Garten eines Restaurant stellen und fuhren gemeinsam nach Guerrero Negro. Wir radelten in Baja Carlifornia Sur ein und liessen somit der erste Staad (Baja Carlifornia) von Mesiko hinter uns (Verwirrlich weil die fast gleich heissen - verstehe ich... Schulterklopfen werden trotzfem jederzeit gerne entgegengenommen 😄😜).
Da sind wir nun auf einem Camping und Jan (habe ich im Starbucks in Malibu kennen gelernt) leistet uns ebenfalls Gesellschaft. Es ist so toll neue und bereits bekannte Freunde zu treffen. Ich liebe die Fahrradgmeinschaft und bin so dankbar, dass alle einfach wundervoll sind und einander helfen.Lue lisää
Baja California - die Grenzerfahrung
13. marraskuuta 2024, Meksiko ⋅ ☁️ 24 °C
Die Strasse von San Diego nach Tecate war... naja... schreklich. Viele Biketraveler machen Autostop... verstehe ich. Viel Verkehr und kein Seitenstreiffen. Eigentlich war nur Malibu schlimmer als das 😆 aber ich habe es durchgezogen und kam schlussendlich zu der Grenze. Wie bekannt trent die USA und Mexiko eine Mauer. Als ich an der Grenze ankam, merkte ich schnell, dass ich dieser Situation komplett ausgeliefert war. Ich musste nach Anweisung mit meinem Fahrrad durch eine Sicherheitskontrolle... Als ich an der anderen Seite raus kam, ware ich eigentlich in Mexiko aber ohne Stempel im Pass. Ich suchte nach der Immigratonsbehörde jedoch erfolglos. Also ging ich wieder retour. Sie schickten mich wieder rein, aber ohne Fahrrad. Als der Grenzkontrolleur merkte, dass mir alle Farbe aus dem Gesicht wich und ich mich schon fast weinend an mein Fahrrad klammerte, versicherte er mir, dass er auf mein Hab und Gut aufpassen werde. Was soll ich sagen... ich hatte keine Wahl und lies mein Fahrrad stehen und ging zu der Behörde. Ich schilderte dem Grenzbeamten was ich mache, der viel aus allen Wollken und vergötterte mich, dass ich aus der Schweiz bin. Er sei auch schon mal in der Schweiz gewesen und Bern sei die schönste Stadt überhaupt. Ich wurde zum Bezahlen raus geschickt, anschliessend wieder rein und alls ich nachgefragt habe ob ich nun ein Visum für 6 Monate habe, meinte er nur - natüüürlich und falls du einen Mann kennen lehrnst verlängere ich dein Visum gerne. Na das ist ja mal ne Aussage... Ich weis nicht wer sich nun mehr in Acht nehmen muss, die Mexikaner oder ich. Egal.
Auf jeden Fall war mein Fahrrad noch da und als ich die Strasse runter fuhr wartete Carlos schon auf mich. Keine Angst - Carlos ist glücklich verheiratet und mein Host in Tecate. Ihm ist es wichtig, dass sich seine Gäste wohl fühlen und ich wurde mit Tacos begrüsst und ich schilderte ihm vorab mein Handy preoblem also ging er mit mir in den nächsten Handy shop. Ich entschied mich für Handy nummer 2 (was deutlich bessere Fotos macht und mehr Speicherplatz hat). Nun ist ein Handy für Navigation und Musik und das andere für alles andere 😄. Liebe ja auch viel Gewicht mit mir rumzuradlen. Voll mein Ding.
Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von Carlos und radelte 100km nach Ensenada. Ich war offensichtlich nicht daran gewohnt, dass es um 5 Uhr schon dunkel wird und als ich eine Stunde im dunkeln durch die 5 gefährlichste Stadt in panischer Angst raaaste beschloss ich, zukünftig anders zu planen. Ich hatte ein wunderbaren Warmshower Host in Ensenada. Sarah und Jackson aus Australien waren ebenfalls dort und es war ein liebevoller lustiger Abend. Ich blieb 2 Nächte und startete mein Weg nach San Felipe. Besuchte meinen ersten Camping in Mexiko, wo ich die beiden Bikepacker Marie-Liesse und Julien aus Frankreich kennen lernte, mit welchen ich am nächsten Tag Frühstücken ging. Ich schlief im Garten von einem Restaurant in welchem ich herlich und liebevoll verpflegt wurde und verbrachte das erste Mal mit alleine Wildcampen in der Wüste. In San Felipe schlief ich auf einem Camping, wusch meine Kleidung und gönnte mir einen Restday. Auch fand die Baja 1000 statt. Ein Quatrennen durch die ganze Baja und ich überliess die Strasse gerne deren Helfer.Lue lisää
L.A. - San Diego - The final countdown
1.–6. marrask. 2024, Yhdysvallat ⋅ ☀️ 20 °C
Von Santa Barbara ging es in zwei Tagen nach Los Angeles. Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass dies der letzte Hiker/Biker Campground war. In LA hatte ich einen wunderbaren Warmshower - Saul. Er brachte mich am Abend zum Hollywood Sign und ich durfte 3 Nächte auf seinem Sofa übernachten. Saul war sehr unkompliziert und unglaublich schlau (er arbeitet für Space X und bildet die Kapsel für die Raketen - kennt ihr dass, wenn man mit Leuten spricht und sich selber dumm fühlt - here we are 😅). Ich habe seine Gastfreundschaft sehr geschätzt. Auch traff ich Betty und Max - zwei der Santa Barbara Crew auf ein Bier und auf eine Runde Billiard. Ich möchte kurz erwähnen, dass ich wohl das erste Mal in meinem Leben beim Billiard gewonnen habe - auf jeden Fall einmal (von 2).
Ich war vor 11 Jahren schon mal in LA und fand die Stadt nicht so toll. Nun habe ich sie lieben gelernt.
Von LA ging es in 3 Tagen nach San Diego. Ich durfte beide Nächte bei wunderbaren Warmshower übernachten. So durfte ich im Garten von Brain campen und sein Hot Pot und Pool benutzen, wurde ganz lieb bekocht und als seine Tochter kam schauten wir zu dritt Coco Loco (Disney Film - falls ihr ihn noch nicht gesehen habt, grenzt dies an eine Bildungslücke und muss unbedingt nachgeholt werden 😉 - ich sag ja nur...).
Bei Steve und Erin waren wir 3 Gäste und Jan und Katrin aus Deutschland wurden ebenfalls von den beiden beherbergt. Es wurde sehr fein für uns gekocht und wir glücklichen genossen ein fantastisches Abendessen und Frühstück. Jan, Karin und ich schwazten bis spät in die Nacht und fuhren am nächsten Tag zu Dritt nach San Diego.
In San Diego übernachtete ich in einem Hostel. Neben etwas Sightseeing verbrachte ich meine Zeit mehr, mit der Vorbereitung auf die Baja Califonia und Mexiko. So bestellte ich neue Reiffen für mein Fahrrad. Diese hatten leider Lieferungsverzögerung und als ich an meinem eigentlich letzten Tag noch mein Handy schrottete, buchte ich eine Nacht länger im Hostel.
An diesem Tag habe ich mir gwünscht ich währe nicht alleine unterwegs. Mein Handy beinhaltet alle meine Daten und Karten. Somit wusste ich, um vorwärts zu kommen brauche ich so schnell wie möglich ein Neues. Nach Stunden im Best Buy Store, kam ich mit einer günstigen aber leider überhaupt nicht zufriedenstellenden Variante von Handy raus. Ich wurde unglaublich schlecht beraten und die Kamera vom Handy war so schlecht, dass ich zu weinen begann als ich ein Foto aufnahm. Da ich neben der GoPro kein andere Kamera mit mir mitführe, beschloss ich in Mexiko das Thema Handy nochmals aufzunehmen. Immerhin habe ich eine Karte um mich zu orientieren und in Mexiko sind die Preise hoffentlich etwas Reisebudget tauglicher.
Ich blieb also in San Diego und anstelle den Berg nach Tecate in zwei Abschnitten zu erklimmen und auf dem Berg vor der Grenze nochmals Wild zu Campen, radelte ich alles in einem Tag.
Ich sage somit Tschüss USA - it was a pleasure!
Geradelt total 6'867kmLue lisää
Santa Curz / Santa Barbara - the fail
24. lokakuuta 2024, Yhdysvallat ⋅ ☀️ 22 °C
Manchmal muss Grass über eine Sache wachsen, um auch neutral darüber berichten zu können. Ich würde mir eine gute Erziehung nachsagen... Wurde da aber von etwas besserem belehrt. Von San Francisco radelte ich nach Palo Alto und hatte einen fantastischen Warmshower. Er hat noch Freunde eingeladen und es wurde eine tolle Runde beim Abendessen. Am nächsten Morgen putzte er noch meine sandige Kette bevor es weiter ging.
Um nach Santa Cruz zu gelangen waren starke Beine erforderlich. Die Hügeln und die Hize hatten es in sich. In Santa Cruz wurde ich von meinem Warmshower mit einem feinen Abendessen begrüsst. Ich fragte für 4 Nächte und er stimmte dem zu, solange er mich nicht unterhalten müsse - natürlich nicht, bin ja sehr selbständig. Am nächsten Tag wollte ich Santa Cruz erkunden. Am Strand lehrnte ich Roy kennen. Wir verstanden uns gut und wir verbrachten den Nachmittag mit einer witzigen Runde in seiner WG. Absolut die Zeit vergessen, beschlossen wir un 21.00 Uhr in der Altstadt auf die Essensuche zu gehen. Ich ging kurz nach Hause, stellte das Fahrrad ab und zog mir wärmere Kleidung an. Um 23.00 Uhr stand ich 2 Pizzastücke später vor der Haustüre. Aufgrund mangelndes Welanbekam ich alle Nachrichten auf einmal. Mein Host meldete sich bei mir. Es sei nun zu spät, dass ich noch nach Hause kommen sollte. Dankbar das mir die Jungs sehr spontan für zwei weitere Nächte asyl anboten, ging ich am nächsten Tag meine Sachen im vorgegebenen Zeitfenster abholen. Ich wartete noch eine Stunde vor der Haustüre und wollte diesen Konflikt gerne klären. Er kam nicht nach Hause. Also schrieb ich ihm und bin froh, dass das Grass nun genug lang ist. Obwohl die Jungs super wahren und ich sogar eine Stadtführung inkl. Beach cruiser Fahrrad (um das Erlebnis wirklich Ortsangepasst zu verwirklichen) erhielt, war ich doch froh als ich wieder auf meinem Fahrradsattel sas und Santa Cruz verlies.
Eigentlich wäre die Strasse von Monterey nach Morro Bay eine der schönsten Strassen der Welt. Aber den Klimawandel gibt es leider doch und weil die Strasse direkt an der Küste langschlängelt, fallen immer wieder Strassenabschnitte ab. Somit ist die Strasse um Big Sur seit einigen Jahren immer wieder geschlossen. Wie leider auch jetzt. Der Umweg führt über den 101 Hwy. Sehr heiss und mangend an Übernachtungsmöglichkeiten. Ich habe mich somit entschieden, es vielen meiner Biketraveler-Freunden nachzumachen und diesen Abschnitt mit dem Zug zu überspringen.
Nach einer Nacht auf dem Camping habe ich eine sehr dankbare "komm doch in mein Haus übernachten" Einladung gekriegt. Dies war in der Nähe vom Vandenberg Space Force Bace und am nächsten Tag durfte ich mit 10km Entfernung einen Raketenstart mitverfolgen.
Als die Rakette ausser Sichtweite war, ging es Richtung Santa Barbara. Nach meinem Erlebnis brauchte ich eine Warmshower Pause und ich quartierte mich für 3 Nächte in einem Hostel ein. Als ich zu früh war für das check-in, wollte ich mir einen Kaffe gönnen und suchte mir ein gemütliche Bleibe in der nähe vom Hostel. Ich betrat das Kaffe und sah Aline. Aline und ich waren früher viel zusmmen unterwegs, haben uns aber ungefähr 10 Jahre nicht mehr getroffen. Sie ist alleine am reisen und hat vor mir noch eine Kollegin ebenfalls unerwartet und von Schulzeiten getroffen, welche mit ihrem Freund unterwegs war. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend zu 4. Es war einfach so toll mit euch. Auch im Hostel lernte ich super tolle Menschen kennen, und ging nach 5 Monaten reisen tatsächlich sogar mal wieder feiern. Wir tanzten die Nacht durch und erholten unsere müden Glieder am nächsten Tag bei einem Spaziergang und blieben schlussendlich in einem Outdoorkaffe mit Live-Musik hängen. Danke an alle wunderbaren Menschen! Und danke an Santa Cruz und Santa Barbara - ihr seit zwei wunderschöne Städchen!Lue lisää
If your going to San Francisco 🎶
13.–17. lokak. 2024, Yhdysvallat ⋅ ☀️ 22 °C
Es regnete in strömen. Ich wollte weiter radeln. Ich wollte nur noch in San Francisco ankommen. Aber natürlich war ich zu langsam. Vielleich auch weil ich etwas zuuu lange an dem Kaffee schlürfte, welches ich mit einem Avocado Toast genoss, um dem Regen zu entkommen und mich etwas zu trocknen. Somit blieb ich auf den Hiker/Biker Campground und schlug mein Zelt auf. Der Boden voll aus Sand und schlussendlich der ganze Boden am Zelt. Überall - und ich meine wirklich überall war Sand. Es waren noch 120km bis San Francisco - auch nach 4.5 Monaten auf dem Fahrrad ist dies für mich und mein ordentlich beladenes Fahrrad immer noch sehr viel. Aber möglich. Somit ass ich am nächsten Morgen nur kalt Frühstück und versuchte möglichst schnell mit Radeln zu beginnen. Was nicht so einfach war mein Zelt durchnässt und - ja voll Sand. Da sich die Sonne wieder sehen liess, bestand immer die Möglichkeit an einem Ort anzuhalten und mein Zelt wieder aufzuschlagen. Ich wollte dies jedoch verhindern und trat in die Pedale. Als ich nach über 100km die Golden Gate Bridge erreichte und ich die Brücke in voller Pracht, ohne Nebel und in ihrem rot strahlend, erblickte, übernahmen mich die Emotionen. Bei Sonnenuntergang über die Brücke zu radeln half nicht und ich wischte mir 1-2 Tränen ab. Ich war stolz das ich den Tag gemeistert habe. Ich war dankbar für alle Eindrücke und all die Freunden und ich war dankbar hier zu sein.
Als ich mein Fahrrad auch über den zweiten Hügel von San Francisco hoch gestossen habe und bei meinem Warmshower ankam, öffnete nicht Paul (mein Warmshower) die Tür, sondern Phil. Phil und Jule (Fahrradreisendes Pärchen aus Deutschland.) waren schon wieder beim gleichen Warmshower und ich habe mich nach meinem Tag soooo gefreut die beiden zu sehen. Wir quartierten uns in dem kleinen Zimmer zusammen ein. Die nächsten Tage verbrachte ich mit Sightseeing mit den beiden und wir schafften es noch Kevin und Julien zu treffen und gingen alle zusammen ein Bier trinken und Cheesecake essen. Es war toll. Es war schön zu lachen, Geschichten zu teilen und die Leidenschaft zum Fahrradreisen zu teilen. Es schwang definitiv wehmut mit als ich mich von Jule und Phil verabschiedete, welche noch eine Woche mit Haussitting in Berkeley verbringen. Ich war so dankbar für die 3 restdays in San Francisco. Die Stadt mit der schönen Brücke, der selbst fahrenden Taxis, der Grafitis, dem Trubel auf den Strassen und der feinen Cheesecake Factorie. Und noch dankbarer bin ich für die wunderbare Gesellschaft und den wunderbaren Menschen. Auch wenn sich viele Wege wieder trennen bin ich voller Hoffnung euch wieder zu sehen.Lue lisää
Redwood - the Avenu e of the Giants
10. lokakuuta 2024, Yhdysvallat ⋅ ☀️ 27 °C
Die Grenze nach California radelte ich mit Jakob. Ein kurzer Tag mit nur 40km. Was für mich als restday resp. Easyday galt. Ich durfte bei einem warmshower Pärchen eine Nacht verbringen. Die beide haben es sich zum Lebensinhalt gemacht Biketraveler zu bewirtschaften. So war ich nicht allein und lernte Phil und Julie (aus Deutschland) und noch zwei weitere Biketraveler kennen. Nach einem herzlichen Empfang, brachten sie uns zu einem Redwood walkpfad. Anschliessend wurden wir fein bekocht und mit einem Lagerfeuer in California begrüsst. Ich selbst durfte in einem RV übernachten. Nachdem sie uns ein grosses Frühstück auf deckten ging es weiter Richtung Redwood. Bei einem weiteren Warmshower durfte ich in einem art Baumhaus übernachten. Und an einem schlechten Tag mit platten Reifen wurde ich von einem älteren Herr auf der Strasse eingeladen in seinem Cabin zu übernachten. Er mache dies nicht viel und verbringt viel Zeit alleine. So hat er für mich und eine Freundin, die als Besucherin bei ihm war, sehr fein gekocht. Der Sonnenuntergang war episch und das Lagerfeuer heimelig. Dan ging es zum the Avenue of the Giants highway. Dieser erstreckt sich durch den Redwood National Park durch die gigantischen Redwood - Bäumen. Mit dem rötlichen Ton und der unglaublichen grösse ein atemberaubendes Erlebnis diesen Highway zu radlen. In Gedanken hätte ich gerne ein solcher Baum Ernesto (meinem Papi und Zimmermann) oder Wale (meinem Götti und Schreiner) nach Hause gebracht. Ich glaube das die beiden die Fahrt durch die Redwoods auch geliebt hätten und ein solcher Bau würde sicher für mein wunsch Tinyhouse und einem coolen Tisch oder so ausreichen 😉. Aber ihn auf dem Fahrrad mitzunehmen erschien mir dan doch etwas umständlich 😉Lue lisää

MatkaajaFiona dert bini o gsi, so schön u idrücklech. Liebs grüessli us Thun😘

Du schreibst wunderbar ☺️ wir wollten die redwoods besuchen und haben es nicht persönlich geschafft, dein Beitrag macht es für mich echt, danke Barbara [Barbara Spielmann]


































































































































































































































































































































































































































































































































MatkaajaGanz viel Liebe für dich ❤️
Matkaaja🩷
Matkaaja
Wow!