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WELTREISE 2025/26

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  • Panama City

    3–4 gru 2025, Panama ⋅ 🌧 29 °C

    Vom Hafen in Puerto Lindo aus wurden die 12 Gäste der nun leider vergangenen Segelfahrt in kleinen Autos nach Panama City gefahren. Ich habe mir mal wieder, vielleicht zum letzten Mal auf dieser Reise, ein Hostel aus der Viajero-Kette ausgesucht und war damit nicht allein. Fünf der anderen entschlossen sich ebenfalls dazu und so wurden wir zusammen in ein Auto gesetzt.

    Auf der etwa zwei Stunden langen Fahrt fiel mir direkt auf, ja, man ist noch in Lateinamerika, aber irgendwas ist anders. Es wirkt etwas US-amerikanischer: breite und gut ausgebaute Straßen, daneben viele große Werbetafeln. Großzügige Grundstücke mit einstöckigen Holzhäusern, zumindest außerhalb der Städte. Insgesamt wirkt alles etwas ordentlicher.

    Im Hostel eingecheckt, trafen wir uns auf der Dachterrasse am Pool, genossen etwas die Aussicht auf Panama City und suchten uns dann ein Restaurant zum Mittagessen in der historischen Altstadt. Nichts Besonderes und etwas teuer.

    Am Nachmittag ging es mir darum, schon mal die Weiterreise zu organisieren. Ich habe vor, hier nur eine Nacht zu bleiben und dann direkt nach Costa Rica zu fahren, um dort mehr Zeit zu haben. Es gibt Busverbindungen zwischen den beiden Hauptstädten, doch im Internet war die Buchung nicht möglich und es wurden nicht alle Busse angezeigt, die es eigentlich geben sollte. George und Page aus Neuseeland, die ebenfalls zügig weiter wollten, hatten das gleiche Problem und so entschlossen wir uns kurzerhand, ein Uber zum Busterminal zu nehmen und dort am Schalter hoffentlich Bustickets zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Alle Busse für die nächsten vier Tage waren restlos ausgebucht. So viel Zeit wollte ich mir nicht nehmen und die anderen konnten es nicht, weil sie schon Pläne für Guatemala, nördlich von Costa Rica, hatten. Es blieb uns also keine andere Möglichkeit, als zu fliegen. Zum Glück waren die Flüge nicht so teuer. Trotzdem habe ich mir schwergetan – eigentlich unnötig, diese Strecke zu fliegen, vor allem, weil das hieß, in Bogotá umzusteigen. Na ja, es ging nun mal nicht anders, wir hatten es versucht.

    Am Abend gingen wir in ein anderes Restaurant und danach noch in eine Bar, die mit günstigen Cocktails warb. Panama ist ein teures Land, nicht zuletzt, weil man hier den US-Dollar statt einer einheimischen Währung verwendet und dieser zwar recht nahe am Wechselkurs zum Euro dran ist, selber aber kaum Kaufkraft hat.

    Am nächsten Tag hatten George, Page und ich vormittags etwas Zeit, bis wir zum Flughafen aufbrechen mussten, und so entschlossen wir uns, zum Miraflores-Besucherzentrum des Panama-Kanals, direkt neben Panama City, zu fahren. Ich denke, jeder hat schon mal von diesem Meisterwerk der Ingenieurskunst gehört und wie relevant diese von Menschenhand gebaute Wasserstraße für den internationalen Handel ist. Hier im Besucherzentrum gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man die ersten Schleusen an der Pazifikseite sehen kann. Als wir da waren, passierte gerade das letzte Schiff des Vormittags diese Schleusen. In wenigen Minuten wurde der Bereich, in dem sich das Schiff befand, geflutet und der Koloss hob sich langsam mit der steigenden Wasserlinie an. Dann öffneten sich die vorderen Tore und die Lokomotiven an den Seiten der Schleusen zogen das Containerschiff weiter. Es gab einen Kommentator, der sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch das Geschehen erklärte und kommentierte – ziemlich amüsant, wie ich fand. Für den 45-Minuten-Dokumentarfilm, gesprochen von Morgan Freeman, reichte unsere Zeit leider nicht mehr aus.

    Mit George und Page teilte ich mir ein letztes Uber zum Flughafen und nun geht es nach Costa Rica zu Bekannten, wo ich bis nach Weihnachten bleiben werde – da freue ich mich schon sehr drauf!
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  • Bei Fabiola in Costa Rica

    4 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ ☁️ 25 °C

    Fabiola kommt aus San José und war in 2014 eine Austauschschülerin in Deutschland bei meinen Großeltern. Sie ist also meine ehemalige Gastschwester, oder doch Gast-Tante? Naja, es kommt aufs Gleiche raus. Damals war sie schon 18 Jahre alt, was für einen Schüleraustausch eher an der Obergrenze ist und weil ich diese magische Grenze der Volljährigkeit noch nicht überschritten hatte, hatten wir damals gar nicht so viel miteinander zu tun. Aber klar bei Familienereignissen sah man sich und ich erinnere mich immer wieder gerne an die AIDA Kreuzfahrt zum Nordkap, die wir im Sommer 2014 mit meiner Familie unternahmen. Eine tolle Reise mit vielen Highlights – nicht zuletzt dem 4. Stern für unsere Nationalelf.

    Seit dem halten wir den Kontakt mit Videoanrufen etwa einmal Jährlich an Weihnachten oder zu Geburtstagen meiner Oma aufrecht. Fabiola war schon zwei mal in dieser Zeit in Deutschland zu Besuch, zuletzt in 2018. Ich, bzw. keiner aus meiner Familie hat es jedoch nach Costa Rica geschafft – bis heute.

    Mein Flug landete abends und Fabiola holte mich netterweise mit ihrem VW Polo am Flughafen ab. Auf der Rückfahrt entdeckte ich, dass es Taco Bell in Costa Rica gibt, wir fuhren durch den Auto Bell (Autoschalter) und dann zu ihrer Wohnung im Apartmentkomplex Avalon in Santa Ana, einer Vorstadt von San José. Eine recht moderne Anlage, die mich sehr an die USA erinnert, wie so vieles in Costa Rica. Neben den sieben Wohngebäuden mit Parkplätzen dazwischen gibt es auch einen Pool, ein kleines Fitnessstudio, Sauna, Jacuzzi und eine Grillecke, für die Bewohner – alles kostenlos, man muss sich nur über eine App einen Zeitslot reservieren. Fabiola hat eine schöne 2,5-Zimmer-Wohnung mit offener Küche ins Wohnzimmer. Hinter einer großen Schiebetür ist ihr Schlafzimmer mit Bad. Über eine steile Treppe kann man aus dem Wohnzimmer auf eine kleine Empore hochsteigen, auf der sie mir eine Luftmatratze und Ventilator für die nächste Zeit aufgebaut hat – perfekt!

    Das Wiedersehen und die gesamte Zeit mit Fabiola war vom ersten Abend an richtig schön! Schon ewig haben wir uns nicht mehr lange und ausführlich unterhalten, vielleicht sogar noch nie so wie jetzt. Es gab einiges zu erzählen und nachzufragen – auf beiden Seiten und wir sollten genug Zeit haben, um in alten Erinnerungen schwelgen und neue Ideen auszutauschen.

    Die ersten zwei Wochen meines Aufenthalts hier muss Fabiola noch ganz normal arbeiten. Sie ist Grafikdesignerin für ein US-amerikanisches Unternehmen und arbeitet meist von zu Hause aus, denn ins Büro muss sie nur einen Tag in der Woche. An den Wochenenden und in meiner dritten Woche hier hat sie frei. Wir wollen ein paar Ausflüge machen und dann mit ihrer Familie in den Norden des Landes über Weihnachten fahren.

    Ich freue mich darauf. Hier, ein bisschen anzukommen und gerade in der Anfangszeit nur auszuruhen. Die Wohnung ein paar Tage nicht verlassen, nichts Neues erleben, mit dem Blog und anderen Kleinigkeiten auf den aktuellen Stand zu kommen und natürlich ganz viel am Pool abhängen.
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  • Poás Vulkan

    7 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ 🌧 12 °C

    Costa Rica ist besonders für seine Natur bekannt. Aufgrund der geografischen Lage auf der verhältnismäßig dünnen Landzunge zwischen den Amerikas und den verschiedenen Höhenlagen und Klimazonen hat sich hier in den Jahrmillionen eines der diversesten Ökosysteme weltweit entwickelt.
    Costa Rica beherbergt etwa 5 % bis 6,5 % aller Tier- und Pflanzenarten der Welt, obwohl es nur rund 0,03 % der Erdoberfläche ausmacht. Es gibt tropische Regenwälder, Nebel-, Trocken- und Mangrovenwälder, Korallenriffe, Berg- und Hochlandzonen und Vulkane. Costa Rica liegt auch am pazifischen Feuerring und hat einige nicht mehr aktive, ein paar schlummernde und ein paar aktive Vulkane.

    An meinem ersten Sonntag hier fuhren wir knapp 50 km zum Nationalpark auf dem Poás-Vulkan. Der Weg raus aus dem Central Valley – das zentrale Tal des Landes, in dem die Hauptstadt San José mit ihrer Metropolregion liegt – führt durch kleine Städte und Vororte bis hinaus aufs Land, auf dem viel Ackerbau betrieben wird. An den Hängen des Vulkans gibt es viele Kaffeeplantagen, teils mit eigenen Röstereien und touristischen Verkaufsstellen und Souvenirläden. Auch eine Starbucks-Plantage habe ich auf dem Weg gesehen. Außerdem ist das Klima weiter oben ideal für Erdbeeren, die hier das ganze Jahr geerntet werden können.

    Der Poás-Vulkan ist ein aktiver Stratovulkan in der Zentralkordilliere Costa Ricas mit einer Höhe von etwa 2.708 Metern über dem Meeresspiegel. In den letzten tauseden Jahren bildete sich die Caldera. Der Hauptkrater, einer der größten aktiven Krater der Welt mit ca. 1,3–1,5 km Durchmesser und bis zu 300 m Tiefe, beherbergt oft einen hoch sauren See (Laguna Caliente). Der Poás ist einer der aktivsten Vulkane Costa Ricas, meist Wasserdampf Explosionen und gelegentliche Geysir-ähnliche Eruptionen.
    Der Nationalpark um die Krater herum ist von einem Hochland-Nebelwald bedeckt. Er entstand durch die kühlen, feuchten Bedingungen in großer Höhe mit Wolken und Nebel. Typisch aber etwas unheimlich anzusehen sind die verkümmerten moosbewachsene Bäume. Es gibt resige Blätterpflanzen wie die Sombrilla de pobre („Armenmann-Schirm“), Orchideen, Farne und Büsche. Um den inaltiven Nebenkrater mit dem kalten Botos-See ist der Wald dichter und urwaldähnlicher. Selbt in dieser unwirklichen gegen haben wir viele Vögel gesehen und aner leider kein Poás-Eichhörnchen.

    Den Poás-Vulkan kann man entspannt bis zum Besucherzentrum hinauffahren. Oben gibt es mehrere Wanderwege, die man gehen kann, alles gut ausgebaut, nicht anspruchsvoll und auch nicht zu lang. Am frühen Morgen vor unserer Ankunft stieß der aktive Krater dichte weiße schwefelig riechende Gase aus, die man schon von Weitem wahrnahm und die den kompletten Krater ausfüllten. Das bisschen, was der Wind in Richtung der Aussichtsplattform drückte, machte kaum einen Unterschied, und so guckten wir uns lediglich dichte weiße Wolken an. Erwartbar, denn eine wirklich gute Sicht über den gesamten Krater, ist sehr selten. Wir wanderten ein Stückchen durch den Nebelwald, und wurden mit der Aussicht über den grünen Kratersee nebenan belohnt.

    Auf dem Weg zurück in die Stadt gönnten wir uns Erdbeeren mit gezuckerter Kondensmilch und einen Kaffee mit Aussicht über die Plantage.
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  • San José

    14 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ 🌧 22 °C

    An diesem Sonntagmorgen fuhren Fabiola und ich zunächst ins Zentrum von San José, das ich noch nicht gesehen hatte. Die Suche nach einem Parkplatz dauerte etwas länger als gedacht und wir drehten ein paar Runden um die Blocks. Dann fing es an, ziemlich stark zu regnen und trotz der Regenschirme wurden wir gut nass auf dem Weg zum Nationaltheater. Fabiola hatte uns eine Führung gebucht, die eigentlich von Schauspielern in Kostümen veranstaltet werden sollte – leider war dem nicht so, dennoch war die entspannte kurze Führung interessant und mir hat es gefallen, das Nationaltheater von innen zu sehen.

    Im Anschluss bummelten wir etwas durch die Innenstadt und landeten in einem bekannten, traditionellen Restaurant im Markt des Zentrums, wo wir mit fremden, aber netten, Leuten an einem Tisch saßen und Talá Pinto aßen. Das ist eine spezielle, sehr beliebte Variante des costa-ricanischen Nationalgerichts Gallo Pinto. Hierbei kombiniert man den klassischen Reis-und-Bohnen-Mix (Gallo Pinto) mit einem Spiegelei und frischen Tortillas auf einer Bananenblatt-Basis. Darauf Eintopf-Fleisch oder gegrillte Fleischwurst. Dazu gab es Fresco de Cas (Cas-Limonade), aus der heimischen Cas-Frucht, einer Art Guave. Giftgrün, süß-säuerlich und herrlich erfrischend.

    An diesem Sonntag spielte der Lieblingsfußballverein von Fabiola – Deportivo Saprissa – ein sehr wichtiges Heimspiel. In der Costa Rica Primera División (Apertura) finden am Ende der Saison Final-Playoffs statt, bevor die Meisterschaft entschieden ist. Leider hatte Fabiola schon Tickets für ein Theaterstück einer Freundin und so beschloss ich, ohne sie ins Stadion zu gehen.

    Eigentlich wollte ich in Lateinamerika mehr Fußballspiele im Stadion sehen und habe auch ab und zu danach gesucht, doch oft leider Pech gehabt. Entweder war gerade bei dem Verein in der Stadt, in der ich war, das Auswärtsspiel oder ich habe es um wenige Tage verpasst und wollte dann dafür meine Pläne nicht ändern. Umso mehr freute ich mich darauf, dass es heute nun endlich wieder klappen würde. Fabiola half mir, die Tickets online zu kaufen, und empfahl mir, nicht in der Heimkurve zu stehen, weil das gefährlicher sei – na klar, das verstehe ich, es geht schließlich um Fußball und man ist immer noch in Lateinamerika.

    Sie brachte mich zum Stadioj und als ich zum Anpfiff in der Kurve gegenüber den Heim-Fans saß, wusste ich, dass ich mir das falsche Ticket gekauft hatte. Die Stimmung hinter der anderen Torlinie war einfach viel viel besser. In der Halbzeitpause entdeckte ich zu meiner Enttäuschung, dass es im Stadion kein Bier zu kaufen gab. So was aber auch, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ein bisschen frustriert und angestachelt entdeckte ich stattdessen, dass die gegenüberliegende Seite des Stadions nicht durch Zäune abgetrennt, sondern direkt zugänglich war. Lediglich einen Stempel trugen die Fans auf der Innenseite des rechten Unterarms, die hier über die Treppe auf die Heimtribüne – La Curva – gingen. Im Gedränge der Halbzeitpause war es leicht, mich hier mit reinzumogeln.

    Ich stand in der letzten Reihe und machte schnell neue Freunde, die es alle nicht zu stören schien, dass ich nicht nur kein Saprissatrikot trug, sondern auch noch Ausländer war. Die Stimmung war super und kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ging Saprissa mit 1:0 in Führung. In der 83. Minute wurde die Führung durch einen Elfmeter ausgebaut und die Stimmung entlud sich weiter. Ich versuchte, die Lieder aufzuschnappen und gröhlte mit, was ich verstand. In der Nachspielzeit gab es einen Elfmeter für das gegnerische Team, das den Endstand 2:1 zur Folge hatte – egal. Wir hatten gewonnen!

    Nach dem Spiel ging ich auf ein Bier in die Kultbar "El Bar de Mata", die schon vor dem Spiel voller Fans war. Dann mit einem Uber in die Nähe des von Fabiola, wo ich in einem Restaurant eine sehr gute Pizza aß und witzigerweise jemanden von meiner Firma kennenlernte. Das Theaterstück, welches Fabiola sich anschaute, war wohl sehr lange und es wurde keine Pause gemacht. Anschließend sammelte sie mich ein und wir fuhren nach Hause. Ich glaube, sie war ein bisschen neidisch darauf, dass ich an diesem Tag deutlich mehr Spaß hatte, als sie. Ich glaube aber sie hat es mir gegönnt.
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  • Irazú Vulkan

    18 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ ☁️ 11 °C

    Der zweite Vulkan, den ich mit Fabiola in Costa Rica besucht habe, ist der Volcán Irazú.

    Schon als wir die Metropole von San José im zentralen Tals in Richtung Osten hinter uns ließen, sahen wir den 3432 Meter hohen Berg aus weiter der Ferne. Wir fuhren durch einige kleine Bauerndörfer an den Hängen dem Krater entgegen. Auf dem Weg nach oben hat man schon eine spektakuläre Aussicht ins dicht bebaute Tal bis hin zu den Bergen auf der anderen Seite, zumindest durch die Lücken in den Wolken an unserem Tag.

    Oben wanderten wir eine kleine Runde durch den von feinem dunklen Sand bedeckten Krater und genossen die Aussichten auf Gestein, Nebelwald und in die Wolken über den Hängen auf beiden Seiten.

    An wirklich seltenen Tagen komplett ohne Wolken kann man von hier sowohl die Karibik als auch den Pazifik sehen. Heute leider nicht, trotzdem ein tolles Erlebnis!
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  • Puerto Viejo

    20 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ ⛅ 28 °C

    Dies ist eine kleine Geschichte meines Versuchs, etwas Cooles zu schaffen und wie es dann nicht geklappt hat.

    Als Fabiola vor einigen Jahren mit ihrem damaligen Freund in Deutschland zu Besuch war, hatte dieser mir die folgende Idee in den Kopf gesetzt: In Costa Rica kann man sich den Sonnenaufgang auf der Ostseite des Landes über dem Atlantik, bzw. der Karibik angucken, um dann tagsüber das gesamte Land einmal zu durchqueren und sich den Sonnenuntergang an der Westküste über dem Pazifik anzugucken. Diese Idee hat mich jahrelang nicht losgelassen und so nahm ich mir vor, das nun, da ich in Costa Rica bin, anzugehen.

    Fabiola war das zu viel Fahrerei und sie hatte Bedenken wegen dem Verkehr in der Vorweihnachtszeit, weil gleichzeitig schon Schulferien sind und so auf den ohnehin schon vollen Straßen extra viel los ist. Ich wollte es dennoch versuchen und so lieh ich mir für einen Tag einen Leihwagen am Flughafen von San José aus. Mit der Unterstützung von Fabiola hatte ich noch versucht, ein Motorrad auszuleihen, doch die waren entweder zu teuer oder alle schon ausgebucht.

    Die etwa 250 km bis in das kleine touristische Örtchen Puerto Viejo führten mich zunächst über eine Passstraße aus der Hauptstadt des Landes hinaus. Die Strecke durch die Berge war wirklich schön zu fahren, auf beiden Seiten der Straße wurde das dichte Grün der hohen Bäume und exotischen Pflanzen nur von dem ein oder anderen Fluss unterbrochen, die sich schmal durch breite steinige Flussbetten gruben. Es folgte ein Stück recht gerade, gut ausgebaute vierspurige Straße, die eher langweilig durch den ein oder anderen kleinen Ort und größere Stadt hindurchführte. Gezeichnet von sämtlichen Fast-Food-Restaurant-Ketten und großen Werbetafeln – mal wieder sehr US-amerikanisch, wie ich finde. Auf den letzten 100 km änderte sich die Landschaft stark. Es war sehr flach und die Berge und Städte wichen riesigen weitläufigen Bananenplantagen auf beiden Seiten der Straße.

    Im schönen AirBnB angekommen, genoss ich nachmittags noch etwas Sonne und das lauwarme Karibikwasser am Strand, direkt hinter dem Haus. Abends lief ich am Strand in das Zentrum des Örtchens, fand ein karibisches Restaurant mit guten Rice&Beans-Gerichten mit Shrimps in Kokosnuss. Dazu schaute ich mir das Finale der Playoffs an ind fieberte für Saprissa mit. Die erste Halbzeit im Restaurant, die zweite in einer Bar um die Ecke. Hier war es so voll, dass die Leute bis auf der Straße standen. Die Stimmung war geladen und wurde ein sehr spannendes Spiel mit richtig guten Toren, das Saprissa am Ende leider verlor - zur Freude der meisten anwesenden, denn hier unterstütze man den anderen Verein.

    Ich ging zurück zur Unterkunft und zeitig ins Bett, denn am nächsten Morgen wollte ich mir ja den Sonnenaufgang anschauen. In der Nacht lief dann irgendwas schief... das Haus war sehr Luftig und es wurde doch recht kühl, so nahe am Meet. Ich wachte mehrfach schweißgebadet auf mit einem sehr rauen und entzündeten Rachen... Den Sonnenaufgang sah ich zwar am Strand, leider war aber eine lange Landzunge davor und so sah ich die Sonne nicht über dem Meer, das war schon mal ungünstig, aber halb so wild. Schlimmer war mein Hals und mein angeschlagener Zustand. Die Rückfahrt nach San José war dementsprechend nur okay und ich war froh, ohne viel Stau durchzukommen.

    Fabiola sammelte mich beim Autoverleih ein und wir fuhren in den Norden des Landes, wo wir im Haus der Oma Weihnachten mit einem Teil ihrer Familie verbringen wollten. Ich schlief die gesamten 3,5 Stunden Fahrzeit durch und verpasste so alles, was es auf dem Weg zu sehen gab. Angekommen ging ich direkt ins Bett und wollte auch zum Sonnenuntergang nicht mehr an den Strand... Das wären nochmal etwa 45 Minuten Fahrt in eine Richtung gewesen und mir war es wichtiger, mich zu schonen, schnell gesund zu werden, um dann Weihnachten genießen zu können. Leider hatte ich trotzdem noch zwei Nächte mit erhöhter Temperatur zu käpfen und mein Hals erholte sich nur langsam, was mir jeglichen spaß am trinken, essen und reden nahm.

    Tja, man kann nicht alles haben... doof gelaufen, so bleibt dieser Traum von der Amerikaüberquerung an einem Tag vorerst offen, aber nicht abgeschrieben. Wenn ich mal wieder nach Costa Rica komme, nehme ich das ganz bestimmt nochmal in Angriff.
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  • Guanacaste

    21–25 gru 2025, Kostaryka ⋅ 🌬 29 °C

    Weihnachten wird in der großen Familie von Fabiola normalerweise nur im kleineren Kreis der Eltern und Geschwister gefeiert. Vor etwa zwei Jahren ist Gloriana, die kleine Schwester von Fabiola, in den Norden des Landes gezogen, um hier mit ihrem Freund einen Obst- und Gemüsehof zu gründen. Beide haben Landwirtschaft studiert und erfüllen sich so ihren Traum in der Nähe der Stadt Liberia, die die Hauptstadt der nördlichen Provinz Guanacaste ist. In dieser Stadt sind auch die Eltern der drei Schwestern aufgewachsen und eine der Omas aus der Familie von Fabiola hat hier noch ein Haus. Der Vater kommt ab und zu hierher um Zeit mit seinen alten Freunden ais der Nachbarschaft zu verbingen und fischen zu gehen. Die Region ist wegen der vielen Strände, Flüsse und Nationalparks vor allem bei Urlaubern innerhalb Costa Ricas beliebt. Dieses Jahr wollten alle hier ein paar Tage Urlaub machen und das Weihnachtsfest gemeinsam verbringen.

    Fabiola und ich kamen am Nachmittag des 21.12. an. Die Eltern Ana und Arnulfo waren schon etwas früher mit der großen Schwester Mariana und dem Hund Rio angereist. Ich ging direkt ins Bett, weil ich ja noch mit meiner Halsentzündung zu kämpfen hatte, was sich die nächsten Tage leider nur langsam besserte.

    Ich hatte ein eigenes Zimmer in dem geräumigen Haus mit Klimaanlage und wurde von Fabiola und ihrer Familie bestens versorgt. Insgesamt war die Zeit hier sehr schön und ich habe es so sehr genossen, wie es mir möglich war. Die Mutter von Fabiola kann ganz gut Englisch und wir haben uns etwas unterhalten können. Mit den beiden Schwestern hatte ich ebenfalls interessante und teils sehr inspirierende Gespräche. Es war toll, sie alle kennenzulernen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

    Am Montag sind wir an einen wunderschönen Strand in einem Naturschutzgebiet gefahren. Dort saßen wir im Schatten, hörten Musik, gingen schwimmen und aßen Thunfisch-Sandwiches.

    Am Donnerstag waren wir an einem Fluss, in dem man baden konnte. Das blaue Wasser roch leicht schwefelig und grub sich teils durch eine kleine Schlucht. Wunderschön anzusehen und herrlich erfrischend. Glori und ihr Freund waren beide Male dabei.

    Den Sonnenuntergang hab ich mir am 23.12. mit Fabiola und Mari auf einem Aussichtspunkt angeschaut. Dort aßen wir Chifrijo. Das Gericht trägt als Namen die Wortkombination aus Chicharrón und Frijoles und beschreibt damit den Inhalt treffend – frittierter Schweinebauch und Bohnen, das Ganze als eine Art Taco-Salat.

    Weihnachten haben wir auch hier verbracht, dazu gibt es einen separaten Post.
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  • Weihnachten in Costa Rica

    24 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ ☀️ 30 °C

    Einer der Gründe, warum ich nun am Ende meiner Zeit in Lateinamerika in Costa Rica bin, ist, dass ich das Weihnachtsfest mit Fabiola und ihrer Familie verbringen wollte. Eine tolle Gelegenheit, wenn man schon jemanden vor Ort kennt und besser als alleine im Hostel, dachte ich mir.

    Am 24.12. wird hier aber nicht nur Weihnachten gefeiert, sondern es ist ebenfalls der Geburtstag von Ana, der Mutter von Fabiola. Morgens kochte Mari, die große Schwester, ein leckeres Frühstück für alle. Dann durfte Ana aussuchen, wie sie den Tag verbringen wollte, und entschied sich, nichts zu unternehmen und einen entspannten zu machen. Ihr Mann und Vater der Familie, Arnulfo, war heute für das Weihnachtsessen zuständig. Es sollte ein Schweinebein aus dem Ofen geben, das er bereits Tage zuvor mariniert hatte. Mari machte den Nachtisch. Beilagen und Vorspeise wurden von Glori, ihrem Freund und dessen Familie mitgebracht, die ebenfalls am Abend dazu kommen sollten. Für mich gab es nichts zu tun, und so entschloss ich mich spontan, für ein paar Stunden an den Strand zu fahren, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, Heiligabend am Strand zu liegen?! Mit dem Bus war es nicht allzu weit. Ich genoss den Sand, die Sonne sowie das Wasser und telefonierte auch ein bisschen nach Hause zu meiner Familie, bei denen es bereits Abend war und die schon gesättigt bei der Geschenkeverteilung waren.

    Abends war ich wie verabredet wieder zurück und bot meine Hilfe erneut an, es gab immer noch nichts für mich zu tun. Dann um etwa 18 Uhr hörte man draußen auf der Straße eine kleine Kapelle spielen und eine Menschenmenge. Hier in der Nachbarschaft sammelt man sich mit einem Umzug gegenseitig ein und dann geht dann zusammen in die Kirche. Spontan schlossen Arnulfo, Mari und ich uns an, denn es war noch etwas Zeit, bis die anderen Gäste kommen sollten. Die Parade ist vor allem für Kinder gemacht, die auch ein paar Süßigkeiten und kleine Geschenke bekommen. Vorne an waren zwei der Kinder als Josef und Maria verkleidet, die in der Kirche in ein kleines Krippenspiel eingebunden wurden.

    Normalerweise geht die Familie von Fabiola an Weihnachten nicht in die Kirche, daher hat es mich umso mehr gefreut, dass es sich dieses Jahr spontan ergeben hat. Vom Gottesdienst selber verstand ich natürlich nicht so viel, trotzdem war es schön – für mich gehört das an Weihnachten einfach dazu. Nach der entspannt kurzen Messe liefen Arnulfo, Mari und ich noch etwas durch die Nachbarschaft, um Freunden und Bekannten kurz frohe Weihnachten zu wünschen. Ich durfte eine Chicha probieren – ein traditionell aus Mais fermentiertes alkoholhaltiges Getränk mit Früchten und Gewürzen. Ich kenne das schon, unter anderem aus Peru, allerdings war dieses hier deutlich stärker und richtig Weihnachtlich im Geschmack.

    Gegen 19 Uhr trafen Glori und ihr Freund mit dessen Familie ein. Wir saßen alle zusammen auf der geräumigen Terrasse ded Hauses, tranken Cocktails und unterhielten uns sehr gut. Zwischendurch telefonierte ich noch mit meinen Gasteltern aus den USA – ein fester Bestandteil jedes Weihnachtens für mich. Gegessen wurde bei uns erst recht spät, doch das Warten lohnte sich. Dafür ging es an diesem Abend insgesamt nicht so lange, worüber ich ganz froh war, denn hundertprozentig gesund war ich leider immer noch nicht, und am Abend wurde es mir wieder unangenehm im Hals.

    Die Bescherung im kleinen Kreis machten wir am Nachmittag des 1. Weihnachtsfeiertages. Ich hatte für alle eine Kleinigkeit besorgt - mit der Inspiration und Hilfe von Fabiola sind alle meine Geschenke sehr gut angekommen. Mari nähte mir einen kleinen Socken, der in der Reihe der anderen hing und mit Süßigkeiten gefüllt wurde. Ich bekam unter anderem ein T-Shirt geschenkt, über das ich mich sehr gefreut habe.

    Abends fuhren Fabiola und ich wieder zurück nach San José, denn am 26.12. hatte ich schon den nächsten Flug gebucht. So ging meine Zeit in Costa Rica mal wieder zu schnell zu Ende. Ich habe die Erholung und das Nichtstun in der ersten Woche hier wirklich gebraucht und genießen können. Mit Fabiola habe ich coole Orte wie die Vulkane gesehen und auch ein paar Dinge alleine erkundet. Es war ganz toll, an Weihnachten nicht allein weit weg von der Familie daheim verbringen zu müssen, sondern wie ein Familienmitglied bei Fabiolas Familie aufgenommen und integriert zu werden.
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  • Santiago de Chile

    27–29 gru 2025, Chili ⋅ ☀️ 30 °C

    Dieses letzte Land auf meiner Reise durch Lateinamerika wollte ich eigentlich etwas ausführlicher besuchen und mit Argentinien kombinieren. Nun ist es anders gekommen als gedacht und ich war die letzten zwei Monate viel weiter im Norden unterwegs, auch um Weihnachten in Costa Rica verbringen zu können. So kommt es also, dass ich lediglich zwei Nächte in Chile verbringe und es sich nicht lohnt, die Hauptstadt zu verlassen.

    Für zwei Tage gibt es hier allerdings genug zu sehen, auch wenn man die ganzen durchaus spannenden Museen außen vor lässt. Ich schaute mir die interessantesten Plätze und Parks der Stadt an, darunter den langen Parque Forestal, der bei Einheimischen sehr beliebt für Picknicks und zum Entspannen ist – hier war immer viel los. Ich nahm an einer Free Walking Tour teil, die ganze drei Stunden durch die Innenstadt führte. Unser Guide, Augusto, war politisch sehr informiert und berichtete nicht nur zur klassischen Geschichte und Entstehung Santiagos, sondern auch ausführlich zur Militärdiktatur, welche von 1973 bis 1990 das Land beherrschte und daher von der heutigen Elterngeneration miterlebt wurde. Eine gerichtliche und gesellschaftliche Aufarbeitung der verübten Ungerechtigkeiten und Verbrechen geschah danach nur sehr wenig. Nun gab es vor Kurzem Wahlen und man blickt mit Ungewissheit in die Zukunft dieses politisch gespaltenen Landes. Mich haben diese Zusatzinformationen und Einblicke in die Ansichten Augustos sehr interessiert, es war ein toller Zusatz zur Führung und es wurden einige Rückfragen von allen Teilnehmern gestellt.

    Nach der Tour gönnte ich mir einen Hot Dog – ein typisches Streetfood hier. Meiner hatte die Variante „Italiano Chileno Completo“, was nichts mit Italien zu tun hat, außer dass die großzügig aufgeschmierten Beläge aus Mayonnaise (Majonese), Tomaten und Avocados an die Farben der italienischen Flagge erinnern.

    Zum Sonnenuntergang ging ich auf den Santa Lucía Hügel. Ein schön angelegter Park auf einem kleinen Berg in der Mitte der Stadt. Von der Burg auf dem Gipfel aus hatte man einen tollen Blick auf die Hochhäuser der Innenstadt mit dem Panorama der Wüste und der Berge im Hintergrund.

    Dann ging es auch schon wieder zum Flughafen … ein letztes Mal in den Amerikas – fürs Erste.
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  • Abreise Amerikas

    29 grudnia 2025, Chili ⋅ 🌙 22 °C

    Nun geht nach sechs Monaten die erste Hälfte meiner Weltreise zu Ende … was für ein Rausch aus neuen Gerüchen, Geschmäckern, Farben, Formen und Emotionen! Einfach der Wahnsinn, was ich alles gesehen und erlebt habe...

    Es war richtig schön, Familie und Schulfreunde in den USA zu besuchen. Trailer Park und Smoky Mountains in Tennessee, home sweet home in Wisconsin. Vor allem die Weiten Alaskas im Sommerlicht und die Vulkanlandschaften im paradiesischen Hawaii werden Highlights der gesamten Reise bleiben.

    Mexiko brannte glutig auf der Zunge, dazu Maya-Ruinen, die von vergessenen Zeiten berichten.

    In Brasilien tauchte ich in Marcellos Welt ein. Fünf Wochen nur Wärme von Familie und seinen Freunden – erst im Nachhinein fiel mir auf, dass ich in dieser Zeit keine anderen Touristen kennenlernte.

    Peru – wundervolles endloses Entdecken. Von der Küste über die Wüste bis in die Anden ist alles von Inka-Ruinen übersät, deren beeindruckend gehauenen Steine ihre eigenen Geschichten erzählen.

    In Bolivien habe ich mich in den Dschungel verliebt – eine sehr anstrengende, atemberaubend wilde, ungezähmte und unerwartete Erfahrung.

    In Kolumbien konnte ich dieser neuen grün pulsierenden Liebe nachgehen und verbrachte eine unvergessliche, wenn nicht sogar lebensverändernde Zeit mit neuen Freunden im Dschungel.

    Die Segelfahrt zu den San-Blas-Inseln vor Panama hat mir zum ersten Mal einen Geschmack der Karibik gegeben. Meeresfrüchte und Kokosnüsse unter Palmen am Strand, dazu eine Schicht Salz auf der Haut.

    Costa Rica umarmte mich sanft zum Abschluss – etwas Erholung vom Reisen, aber auch Neues. Nach langer Zeit ein Wiedersehen mit Fabiola in wunderschöner Natur und Weihnachten in familiärer Umgebung.

    Lateinamerika war alles, was ich mir vorher darunter vorgestellt habe – und noch so, sooo vieles mehr.
    Selbst dort, wo ich länger verweilte und mehr entdeckte, blieb vieles unentdeckt. Von all den unberührten Pfaden, Ecken und anderen Ländern ganz zu schweigen. Das ganze Jahr hier zu bleiben hätte nicht ausgereicht. Jede Menge lose Enden, offene Türen und Vorlagen für ein Wiederkommen und das Erleben neuer Abenteuer auf zukünftigen Reisen.

    Der Abschied von diesem Kontinent wirkt auf mich noch unwirklich und liegt zugleich doch etwas schwer auf meinem Herzen. Aber darunter keimt bereits die nächste Flamme mit vorfreudigem Kribbeln auf den Beginn der nächsten spannenden Phase meiner Weltreise: neue Länder, die ich gemeinsam mit Freunden von daheim bereisen werde 🙌
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  • Silvester mit Silas

    31 grudnia 2025, Nowa Zelandia ⋅ 🌧 23 °C

    Eine der wichtigsten Etappen für meine Weltumrundung habe ich mit der Überquerung des Pazifiks nun hinter mich gebracht. Ich durfte mal wieder am Notausgang sitzen. Neben mir saß Ben aus Idaho. Wir unterhielten uns super und tranken den ein oder anderen Wein zusammen, dementsprechend vergingen die 12 Stunden wie im Flug. Einmal über die Datumsgrenze bin ich nun quasi auf dem Heimweg und Deutschland ab jetzt mit jedem Land näher. Nun bin ich in Neuseeland. Dies ist auch das erste Land, das ich nicht alleine oder bei jemandem zu Besuch bereisen werde. Einer meiner besten Freunde und mein ewiger Reise-Buddy Silas hat sich dieses Land ausgesucht, um mich auf meiner Weltreise zu besuchen. Schon seit 2020 haben wir jedes Jahr unseren Haupturlaub zusammen verbracht. Ob mit dem Rucksack, mit dem Wohnmobil oder Motorrad und Zelt haben wir seitdem schon über 20 Länder zusammen erlebt. Eine Reise fantastischer als die andere und nun soll es nicht anders werden.

    Ich landete am 30.12. in Auckland, teilte mir mit Ben ein Uber vom Flughafen in die Innenstadt und checkte schon mal in das Hostel ein. Dann lief ich ein bisschen die Gegend erkunden durch die von Wolkenkratzern geprägte Innenstadt. Am 31.12. war es am Nachmittag so weit, es klopfte an der Tür des Vierbettzimmers und da stand Silas vor mir. Das erste Mal, dass ich seit sechs Monaten jemanden von zu Hause in Person wieder sehe. Und es war ein tolles Wiedersehen! Wir haben zwar ein paar Mal in der Zwischenzeit telefoniert, trotzdem gab es viel zu erzählen und aufzuholen, wofür wir nun genug Zeit haben werden.

    Zum Silvesterabend trafen wir uns mit ein paar Flaschen Wein ausgerüstet im Aufenthaltsraum des Hostels, denn ich hatte bereits eine kleine Gruppe Deutsche kennengelernt, mit denen wir zusammen ins neue Jahr rutschen wollten. Christine macht ebenfalls eine Weltreise, kommt allerdings von der anderen Seite nach Neuseeland und wird nun von den Geschwistern Laura und Jan, allesamt aus NRW, besucht. Zusammen spazierten wir über die von Menschenmassen belaufenen und teils für Autos gesperrten Straßen bis zum Yachthafen von Auckland, denn von hier hatte man eine gute Sicht auf den Sky Tower. Von dem Wahrzeichen der Stadt wird wie jedes Jahr um Mitternacht ein kurzes aber intensives Feuerwerk abgefeuert und damit in der ersten Großstadt der Welt das neue Jahr eingeläutet - einen ganzen halben Tag vor daheim. Wir fanden einen Platz, der nicht allzu voll war, und bewunderten das fünfminütige Spektakel. Während sich die anderen, erschöpft von den Flügen der Anreise, wieder ins Hostel begaben, schlenderten Silas und ich noch etwas durch die Straßen, um eine Bar zu finden. Am Ende landeten wir in einem Club, der von vielen Indern besucht war und in dem zu indischer Club-Musik getanzt wurde – es wurde noch eine wilde und lange Nacht.

    Am Neujahrstag schliefen wir uns aus und unternahmen am Nachmittag eine Fahrt mit der Fähre nach Devonport, welches auf der anderen Seite der Bucht von Auckland liegt. Hier liefen wir auf den Mount Victoria, einem eher kleineren Hügel, von dem man aber eine super Aussicht auf die sonst sehr flache Umgebung mit ihren Vororten, Küsten, Inseln und der Innenstadt von Auckland hat.

    Morgen holen wir unser reserviertes Wohnmobil ab und werden damit die kommenden drei Wochen durch das ganze Land abfahren. Und wenn ich das ganze Land schreibe, meine ich auch das ganze – wir beide sind Hardcore-Reisende.

    Ach ja, Silas hat mir noch ein paar Sachen aus Deutschland mitgebracht: Grüße von Freunden, ein neues Paar Wanderschuhe mit sechs Paar Socken in meiner Größe, mehr Borussia-Mönchengladbach-Sticker, damit ich den Namen weiter in die Welt tragen kann und eine Drohne, die ich mir gebraucht gekauft habe und die kurzerhand von meiner Familie als Weihnachtsgeschenk übernommen wurde. Letzteres betrifft euch als Leser meines Blogs vermutlich am meisten, denn nun dürft ihr euch zusätzlich auf epische Drohnenaufnahmen aus neuen Perspektiven freuen – und episch sollen sie werden!
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  • Glow Worm Caves

    2 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Abholung des kompakten Toyota Hiace verlief ohne Zwischenfälle. Vorne muss ich als Beifahrer schräg sitzen, damit meine Knie nicht gegen das Armaturenbrett drücken. Den Fahrersitz kann man etwas nach hinten schieben, da habe ich deutlich mehr Platz. Hinten gibt es eine Sitzecke, die man zum Bett umbauen kann, zwei Schiebetüren, einen Kühlschrank, eine Spüle mit Frischwassertank und sogar eine Toilette – wir haben uns nämlich einen Camper mit Self-Contained-Zertifikat („selbstversorgt“) ausgesucht. Seit 2024 braucht man das in Neuseeland, um auf den kostenlosen Campingplätzen stehen zu dürfen.

    Kurz noch in den Supermarkt: ein paar Früchte, Käse, Wurst, Brot, Nudeln, Soße und ein paar Flaschen Bier gekauft, alles im Kühlschrank verstaut – und ab ging’s Richtung Süden.

    Unser erstes Ziel waren die Waitomo Glowworm Caves. Die Höhle ist besonders wegen ihrer einheimischen Glühwürmchen bekannt. Es sind winzig kleine Mückenlarven, die tatsächlich leuchten und damit Beute anlocken. Es ist eines der wenigen Orte weltweit, wo man dieses Naturphänomen so beeindruckend sehen kann.

    Die Tour begann mit einer Führung durch den begehbaren, oberen Teil der Höhle. Schön beleuchtet und wirklich eindrucksvoll waren die Felsformationen, Stalagmiten und Stalaktiten, die von Boden und Decke an vielen Stellen wuchsen und für die man sich – wie fast überall in Höhlen – die witzigsten Namen ausgedacht hatte. In einem besonders hohen Teil, der etwa 12 Meter hohen „Kapelle“, schaltete der Guide das Licht aus und meinte, jemand könnte hier ein bisschen Gesang zum Besten geben, die Akustik sei hervorragend - hier haben schon Weltstars, die ihr alle kennt gesungen. Anonym im Schutz der Dunkelheit traute sich tatsächlich eine Frau aus der Gruppe ein sehr gut gesungenes Stück Operngesang zu trällern. Ein unerwarteter, richtig Gänsehaut bringender Moment.

    Im hinteren Teil der Höhle leuchtete es bereits an vereinzelten Stellen schwach unter der Decke. Der Guide erklärte uns den Lebenszyklus der Glühwürmchen: Sie spinnen klebrige Fäden von der Decke, leuchten und locken damit Insekten an, die sich verfangen und gefressen werden. Nach ausreichend Nahrung spinnen sie einen Kokon, verwandeln sich selbst in fliegende Insekten und haben dann etwa eine Woche Zeit, um sich zu paaren, Eier zu legen und ihr Leben zu beenden – ohne die Höhle in dieser Zeit auch nur einmal zu verlassen.

    Im zweiten Teil der Führung setzten wir uns in Boote, die der Guide mit Hilfe von am Fels befestigten Seilen durch den gefluteten unteren Teil der Höhle bis zum Ausgang steuerte. Hier sahen wir die Hauptansammlung der einzigartigen Insekten. Im Gegensatz zu den fliegenden Glühwürmchen, die man von warmen Sommernächten kennt, leuchten diese hier durchgehend. Mir kam es so vor, als würde die Leuchtkraft langsam zu- und wieder abnehmen, ohne je ganz zu erlöschen. Die tausenden kleinen blauen Punkte entlang der hohen Höhlendecke über dem Wasser erinnerten an einen Nachthimmel – wunderschön, unwirklich, fast schon künstlich sah das aus. Die Fotos aus der Höhle sind ziemlich verschwommen, weil man nicht, bzw. nicht mit Blitz fotografieren durfte – zum Schutz dieses empfindlichen Ökosystems sehr nachvollziehbar. Das Eintrittsticket war zwar nicht billig, aber es hat sich gelohnt.

    Draußen spazierten wir vom Parkplatz noch einen kleinen Wanderweg durch ein Stück Wald und auf einen Hügel mit Aussichtspunkt. Die Landschaft ringsum war durchgehend hügelig, mal bewaldet, mal von Wiesen bedeckt. Hier und da schauten schroffe Felsen unter dem weichen Grün hervor. Ab und zu stand ein sehr alter, beeindruckend großer, freistehender Baum. Es fühlte sich wirklich an wie im Auenland aus dem Herrn der Ringe.

    Die erste Nacht verbrachten wir noch ein Stück weiter südlich, nahe dem Mount Ruapehu, den wir uns am nächsten Tag anschauen wollten. In einem großen Wald entlang einer Schotterstraße beim Pokaka Mill Campingplatz fanden wir ein ungestörtes Plätzchen. Die Umgebung und die nahegelegene Okupata Höhle erkundeten wir kurz zu Fuß. Hinein trauten wir uns ohne ordentliche Ausrüstung nicht – was vermutlich auch besser so war.
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  • Am Schicksalsberg

    3 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 10 °C

    Der Mount Ruapehu ist ein aktiver Vulkan und der höchste Gipfel auf der Nordinsel Neuseelands. Den meisten, besonders den Fans von Mittelerde, ist er vermutlich besser unter einem anderen Namen bekannt: Schicksalsberg oder Mount Doom. Hier wurde „der eine Ring“ geschmiedet und auch wieder vernichtet. Silas und ich sind große Fans von J.R.R. Tolkiens Werken rund um Mittelerde. Erst in unserem letzten Urlaub in 2024 haben wir uns auf den langen Fahrten durch die Wüsten Namibias und Botswanas alle drei Teile „Der Herr der Ringe“ als Hörbuch angehört. Auch in diesem Urlaub gibt es wieder Hörbücher für die Fahrt: „Die Kinder Húrins“ und „Der Fall von Gondolin“. Da die Filme zu „Der Herr der Ringe“ alle in Neuseeland gedreht wurden, ist es für uns naheliegend, auf dieser Reise auch zu den wichtigsten und zugänglichsten Drehorten dieser epischen Trilogie zu pilgern.

    Rund um den Mount Ruapehu gibt es direkt mehrere davon. Der erste, den wir sahen, war Gollum’s Pool (Tawhai Falls) – hier fängt Gollum einen Fisch von einem Stein mit einem Wasserfall im Hintergrund.

    Etwas weiter den Berg hoch beginnt ein Skigebiet mit einer Seilbahn, mit der man bis ganz nach oben fahren kann. Weil die Spitze durchgängig in Wolken gehüllt war, als wir dort waren, haben wir das nicht gemacht. Hier gibt es nur wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt die Meads Wall. Das ist eine etwa 45 Meter hohe, 120 Meter lange und an der Basis 5 Meter breite Wand aus einer sehr alten Lavaschicht, die langsamer wegkrümelt als die umliegenden Gesteinsschichten. Vor dieser Wand haben Frodo und Sam den sie verfolgenden Gollum gefangen genommen. Die Wand an sich ist schon ein toller Anblick, aber auch die Felsen drum herum geben einem ein unwirkliches Gefühl eines ausgestorbenen Niemandslandes. Wir kletterten etwas weiter nach oben und betrachteten die Aussicht in das dahinterliegende Tal. Die tiefhängenden Wolken wurden von den starken Winden wie Rauchschwaden einer aktiven Vulkanlandschaft über den Gesteinskamm an uns vorbeigetrieben.

    Etwas unterhalb liegt ein Lavafeld, welches teils von grünem Moos und anderen kleinen flach wachsenden Pflanzen überzogen ist. Kleine Rinnsale fliesen hindurch. Von oben sahen wir zwar die Furchen und kleinen Täler zwischen den Felsen, aber erst beim Durchlaufen merkt man, wie viel Höhenunterschiede dieses zerklüftete Fleckchen hatte. Hier hat Isildur mit seinem Schwert Narsil den Ringfinger von Sauron abgeschlagen. Vielleicht einer der wichtigsten Orte in Mittelerde.

    Wir wanderten noch ein Stück auf dem Pfad, der einmal den Berg umrundet, allerdings nur etwa 45 Minuten in eine Richtung, bis es anfing zu regnen und wir umdrehten.

    Entlang des Volcanic Loop Highway, welcher den Berg umrundet, sahen wir an einem Abschnitt große Flächen, die im letzten November einem Waldbrand zum Opfer gefallen waren. Der Boden war größtenteils schwarz und die meisten noch stehenden Büsche angekokelt, oben hatten sie schon neue grüne Triebe. Diesem Ödland passt erstaunlich gut zum Thema des Schicksalsbergs – denn im „Herrn der Ringe“ ist dieser ein noch aktiverer Vulkan, ohne schneebedeckte Kuppe. Hier ließ ich am nächsten Tag zum ersten Mal meine neue Drohne fliegen.
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  • Wandern auf Nordinsel

    4 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☀️ 18 °C

    Etwas nördlich des Mount Ruapehu fuhren Silas und ich durch die Gegend um den Taupō-See. Hier liegt das kulturelle Zentrum der Māori, der Ureinwohner Neuseelands. Momentan haben wir nicht genug Zeit, um länger hier zu bleiben, denn das Fährticket zur Südinsel ist schon gebucht. Wir hoffen daher, auf dem Rückweg noch einmal hierherzukommen.

    Auch sonst hat dieses zentrale Inland der Nordinsel sehr viel zu bieten: den Blick über die Landschaft mit dem Taupō-See in der Mitte, den Hügeln drumherum und den Vulkanbergen im Hintergrund. Dazu die vielen kleinen und großen Flüsse mit ihren Wasserfällen – wie zum Beispiel die Huka Falls, bei denen wir einen Stopp einlegten.

    Einen Nachmittag verbrachten wir in den heißen Quellen der Wairakei Terraces. Es war so entspannend, dass ich ganz vergessen habe, auch nur ein einziges Foto zu machen. Im warmen bis heißen, mineralhaltigen und trüben Wasser lernten wir Nico und Sina aus Deutschland mit ihren Freunden kennen. Die beiden sind vor zwei Jahren nach Auckland ausgewandert und haben uns einige gute Tipps für unsere Reise gegeben.

    Am nächsten Tag fuhren wir noch einmal am Mount Ruapehu vorbei und diesmal von unten eine andere Straße Richtung Gipfel – den Südhang hinauf. Hier sahen wir die Mangawhero- und Waitonga-Wasserfälle. Letzterer ist mit einer schönen Wanderung durch Wald und einem Moor auf einer Hochebene verbunden.

    Abends ging es weiter Richtung Süden zu einem Freedom Campsite (kostenloser Campingplatz), welcher direkt am Meer lag. Zum Sonnenuntergang machten Silas und ich uns Wraps. Am nächsten morgen ließ ich nach einem kurzen Sprung ins kalte Meer nochmal die Drohne fliegen. Diese Spielerei macht wirklich Spaß und ich werde langsam besser darin, die Kamera mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zu führen.

    Dann nahmen wir, an unserem vorerst letzten Tag auf der Nordinsel, den Escarpment Track in Angriff, der uns von Nico und Sina empfohlen worden war. Etwa 9 km entlang der Westküste kurz vor Wellington. Wir parkten das Auto an einem Ende und liefen los. Zunächst entlang der Gleise, dann ging es den Hang hinauf. Es waren viele Stufen dabei, denn vom Meeresspiegel aus ging es bis hoch über die Bucht – und natürlich auch wieder hinunter. Zwischendurch gab es zwei Hängebrücken und viele Informationstafeln rund um die lokale Tier- und Pflanzenwelt, wie sie durch eingeschleppte Arten bedroht wird und was man dagegen tut. Den Rückweg zum Parkplatz fuhren wir per Anhalter. Eine nette junge Frau aus dem Örtchen nahm uns auf ihrem Heimweg von der Arbeit mit und erzählte uns mehr über die Māori-Sprache, denn sie spricht sie und arbeitet in einem bilingualen Kindergarten.

    Am Nachmittag fanden wir noch ein leckeres Fish’n’Chips-Restaurant in Wellington, dann ging es abends schon auf die Fähre zur Südinsel.
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  • Ōhau Point - Neuseelöwenkolonie

    6 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ⛅ 17 °C

    Als Silas und ich kurz nach Mitternacht die Fähre in Picton verließen, fuhren wir direkt zu einem nahe gelegenen Freedom-Camping-Platz an der Mündung eines Flusses. Dort schliefen wir ein paar kurze Stunden, bis der Wecker klingelte. Dann ging es entlang der Küste Richtung Süden, denn wir hatten heute noch einige Kilometer vor uns bis zum angestrebten Tagesziel, dem Mount Sunday.

    Auf dem Weg dorthin hielten wir am Ōhau Point, einem Aussichtspunkt direkt neben dem New Zealand State Highway 1. Vom Geländer aus hatte man Sicht auf die kleine Bucht und die Felsen an diesem Stückchen Küste. Hier tummelte sich eine Kolonie Neuseelöwen (neuseeländische Seelöwen), oder es könnten auch Neuseeland-Fellrobben gewesen sein, da bin ich kein Experte. Es waren nicht nur einige ausgewachsene, sondern auch besonders viele Jungtiere, die wir sehen konnten.

    So viele Tiere – ganz besonders die richtig süßen und noch etwas tollpatschigen Seelöwen-Babys – waren herzerwärmend und amüsant anzuschauen. So etwas habe ich noch nie gesehen, vor allem nicht aus so großer Nähe. Eine gute halbe Stunde standen wir an verschiedenen Stellen und beobachteten fasziniert das Geschehen unter uns.
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  • Lake Clearwater Camping

    6 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☀️ 20 °C

    Entlang der Südküste bogen wir kurz hinter Christchurch ins Landesinnere ab. Die Landschaft wurde immer dünner besiedelt. Asphaltstraßen wurden zu Schotterpisten. Die ganze Zeit vorbei an riesigen Schaf- und Kuhweiden, verstreuten einzelnen Bauernhöfen und Farmen sowie einigen Weingütern bis zum Mount Sunday, den wir zunächst nur kurz sahen. Dann verbrachten Silas und ich unsere erste ganze Nacht auf der Südinsel an dem gratis Camlingplatz beim Lake Clearwater. Wir entschieden uns, erst am nächsten Morgen auf die Spitze des Mount Sunday zu laufen und nun lieber den Tag mit einem Sprung in den See ausklingen zu lassen.

    Im Schatten der Bäume am Ufer tranken wir eine Flasche Weißwein, die wir auf dem Weg hierhin gekauft hatten. Es handelte sich um einen Sauvignon Blanc aus der Marlborough-Region im norden der Südinsel, durch die wir an diesem Tag gefahren waren. Für meinen bierverliebten Geschmack und nicht Sommelier-Gaumen war dieser Weißwein wirklich hervorragend gut und sicherlich nicht die letzte Flasche in diesem Urlaub.

    Ich hatte Spaß mit meiner Drone, die tolle Aufnahmen aus der Luft brachte. Dann lernten wir eine Gruppe Jugendlicher kennen, die, wie sich nachher herausstellte, die Geschwister aus zwei Bauernfamilien ganz in der Nähe waren. Sie waren mit ihren Pickup-Trucks und einem Boot zum See gekommen, um Wasserski und Kneeboard zu fahren. Silas und ich durften eine spritzige Runde im Boot mitdrehen – ein richtiger Spaß, wie man im Video an meinem Achterbahn-Gekicher erkennen kann.

    Noch lange saßen wir bei der nächsten Flasche Wein und etwas Musik hier am Ufer und unterhielten uns tiefgründig bis die Sterne aufgegangen waren.
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  • Edoras - Mount Sunday

    7 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 19 °C

    Mount Sunday thront wie ein bescheidener Hügel, der sich aus der gigantischen Weite der Ebene erhebt, über dieser. Ringsum wogt welliges Grasland, bevölkert von Schafen, und flinken Hasen. Kleine, kristallklare Bäche schlängeln sich hindurch, während auf einer Seite das mächtige, sehr breite, steinige Flussbett des Rangitata-Flusses liegt – ein gigantisches, silbrig schimmerndes Geflecht aus unzähligen Armen, das sich wild und frei durch das Tal windet, als wollte es die ganze Landschaft umarmen.

    Ein Schauplatz von wahrhaft mythischer, epischer Größe – ein Einblick in die unermessliche Schönheit Mittelerdes. Denn denau an diesem Fleck Erde wurde in Der Herr der Ringe das legendäre Edoras zum Leben erweckt: die windgepeitschte, goldene Hauptstadt des stolzen Reiterkönigreiches Rohan – Reich der Rohirrim, der Pferdeherren, berühmt für unerschütterliche Treue, Mut und meisterhafte Reitkunst, wo Théoden auf seinem Thron saß und dessen Reiter in die Schlacht ritten. Für mich ist dieser Ort einer der mächtigsten, ikonischsten und sofort ins Herz treffenden Schauplätze der gesamten Trilogie – ein Ort, der bei mir Gänsehaut erzeugte, sobald ich den Hügel aus der Ferne im Vordergrund des Bergpanoramas das erste Mal erblickte.

    Der Aufstieg vom Parkplatz zur Kuppe ist kurz, doch jeder Schritt ist ein Genuss: Der Pfad führt durch saftige, moosbedeckte Wiesen, die vom klaren Wasser überschwemmt glitzern. Feine, glasklare Bäche plätschern fröhlich darüber hinweg, kleine hölzerne Stege und eine schmale, schwankende Hängebrücke führen hindurch – ein kleines, aber zauberhaftes Abenteuer auf dem Weg zum Gipfel.

    Und dann – oben angekommen – breitet sich die Welt vor deinen Augen aus: Das riesige Tal erstreckt sich in atemberaubender Weite, eingerahmt von den im Sonnenlicht strahlenden, schneegekrönten Gipfeln der Weißen Berge im Norden und den Nebelbergen im Süden. Die Aussicht ist nicht einfach nur schön, sie ist überwältigend, episch und für mich unvergesslich.

    Genießt die Drohnen-Videos und taucht ein in die Magie dieses Stücks Mittelerde!
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  • Südküste

    7–9 sty, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 18 °C

    Entlang der Süd-Ost-Küste der Südinsel Neuseelands fanden Silas und ich viele kleine Gelegenheiten anzuhalten und interessante, nie gesehene Dinge zu bestaunen. Da waren die Moeraki Boulders – große runde Steine, die am Strand zur Hälfte im Sand steckten und sich durch geologische Ereignisse vor etwa 60 Millionen Jahren geformt haben. Viele schöne Buchten mit Aussichtspunkten und kleinen Spaziergängen, auf denen wir mehr Neuseelöwen, Möwen und einen Gelbaugenpinguin sahen. In der Nähe von Dunedin machten wir auf dem Mount Cargill eine Wanderung den Berg hoch und sahen die hier so genannten Organ Pipes (Orgelpfeifen). Das sind hexagonale Basaltsäulen oben am Berg, die die Silhouette einer Orgel andeuten. Sie wurden vor etwa 10 Millionen Jahren geformt, als heiße, flüssige Basaltlava langsam abkühlte und sich zusammenzog. Dabei brach sie in diese charakteristischen, regelmäßigen sechseckigen Säulen. In Dunedin fanden wir mal wieder richtig gute Fish’n’Chips zu einem übertrieben fairen Preis – unglaubliche 12 € zahlten wir für alles. In dieser Nacht fanden wir einen Freedom-Camping-Platz am Brighton Beach, wo es uns am nächsten Morgen direkt nach dem Aufwachen erstmal zu einem Sprung ins kalte Salzwasser drängte.

    Auch an diesem Tag fuhren wir weiter Richtung Süden und hielten am Titri Creek Walk für eine Wanderung durch die Sumpflandschaft, am Whale Fossil Lookout für einen Dronenflug, am Roaring Bay Penguins & Seals Observatory mit dem Nugget Point Lighthouse und den Nugget Rocks im Wasser davor. Als wir bei den Cathedral Caves waren, hatten diese schon zu – etwas ärgerlich … dafür gab es dann eine kleine kleine Wanderung zu den Matai-Wasserfällen. Den Lake Wilkie Track nahmen wir auch noch mit. Die kurze aber intensieve Wanderung zum Koropuku-Wasserfall führte, zur abwechskung mal über nicht so gut erhaltene Wege, durch einen dichten und sehr feuchten schon fast dschungelähnlichen Wald.

    Dieser durchreise Stop-and-Go-Tag endete am Moray Terrace Reserve Freedom Camping mit einem kleinen Drohnenflug.
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  • Südlichster Punkt der Weltreise

    9 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ 🌬 15 °C

    Text zum Video:

    Hallo zusammen ,

    Heute bin ich seit 195 Tagen unterwegs – eine verdammt lange Zeit und ihr wart immer dabei.

    Aus den 10 Ländern, in denen ich war, habe ich über 100 Footprints, etwa 1800 Fotos mit euch geteilt und ihr habt das Ganze dann über 6000 Mal aufgerufen – ganz schön beeindruckende Zahlen, die mich auch etwas überrascht haben, als ich sie eben nachgeguckt habe. Jeden einzelnen Kommentar konnte ich jetzt nicht zählen, aber ich freue mich tierisch darüber, wenn ich Rückmeldungen bekomme, denn immer Dinge ins Leere zu teilen fühlt sich manchmal etwas komisch an, da freue ich mich wirklich über jede einzelne Rückmeldung und jeden einzelnen Kommentar.

    Heute stehe ich an einem ganz besonderen Ort auf meiner Reise – ich habe mich ja schon vom nördlichsten Ort in Alaska gemeldet, und so wie es aussieht, soll das jetzt hier der südlichste Punkt sein. Da vorne ist die kleine Stadt Bluff am südwestlichsten Ende der Südinsel von Neuseeland. Hier machen Silas und ich gerade eine kleine Wanderung durch das Bluff Hill Reserve – ein paar schöne Kilometer direkt am Meer, wie man sehen kann.

    Also das ist nun der südlichste Punkt – aber nur um sicher zu gehen, gehe ich jetzt nochmal ein paar Schritte nach hinten.

    Grüße vom südlichsten Punkt auf meiner Weltreise. Schön, dass ihr dabei seid, ich freue mich auf die zweite Hälfte mit euch!
    ______________________

    Die etwa 9 km Wanderung um das Bluff Hill Reserve war zunächst sehr leichtgängig auf schönen gemachten Wegen, später verlief die Strecke ohne Wege über Schaf- und Kuhwiesen an der sehr windigen, steinigen Westküste - zum Glück blieb es trocken. Zurück zum Parkplatz wollten Silas und ich per Anhalter fahren. Ein netter Mann aus dem Ort, der gerade in seiner Mittagspause zum Essen nach Hause fuhr, nahm uns mit. In seinem Arbeitsfahrzeug gab es vorne nur zwei Sitze. Ich durfte dann hinten zwischen Werkzeug und Schrott mitfahren – da fahren meine Kinder die ganze Zeit mit, sagte er lachend zu mir.

    Nun geht es wieder Richtung Norden, aber nicht bevor Silas und ich eine große Portion frittiertes vom südlichsten Fish’n’Chips-Shop der Welt verputzen.
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  • Anduin River & South Mavora Lake

    9 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 17 °C

    Nach dem südlichsten Punkt meiner Weltreise ging es für Silas und mich ins Innere der Südinsel Neuseelands.

    Auf dem Weg zu unserem nächsten Tagesziel entschieden wir uns, irgendwo im Vorbeifahren an einem der vielen Flüsse zu baden – bester Sonnenschein von oben und kaltes, sehr erfrischendes Wasser aus den Bergen von unten.

    Der Waiau River wird in „Der Herr der Ringe“ als einer der Vielen drehorte für den Anduin-Fluss genutzt. Wir wanderten an der Flussbiegung entlang, welche mit der ersten Szene die Filmtrilogie eröffnet. Meine Drohne lieferte hier besonders tolle Aufnahmen.

    Auf dem Weg zum Campingplatz besuchten wir den Drehort des Fangorn Forest. Hier haben Aragorn, Legolas und Gimli am Bog Pine Paddock zum ersten Mal Gandalf den Weißen erblickt.

    Bei der Mündung des Silverlode und Anduin fanden wir die Mararoa River Hängebrücke, über welche die Gefährten Lothlórien verließen.

    Die Nacht verbrachten wir am DOC (Department of Conservation) Campingplatz des South Mavora Lake, wo wir 10 NZD (etwa 5 €) pro Person für einen Stellplatz zahlten. Hier gibt es keine Rezeption oder Ähnliches - man füllt einen Zettel aus und wirft das Geld in einem Umschlag in eine Box.
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  • Milford Sounds im Regen

    10 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ 🌧 15 °C

    Eigentlich wollten wir schon am Vortag die etwa 118 km von Te Anau in den Norden bis in den Milford Sound (Fjord) fahren. Weil es am nächsten Tag viel regnen sollte und deswegen Wandern nicht möglich gewesen wäre, entschieden wir uns, die Tage zu tauschen und den Regentag mit ein paar Stunden gemütlicher Autofahrt zu verbringen.

    Morgens vom Campingplatz etwa 20 km über Schotterstraßen rausgefahren, sahen wir an der großen Straße einen Anhalter, den wir einsammelten und bis Te Anau mitnahmen. Er war schon mal am Milford Sound gewesen und bestätigte uns, dass die Reise dorthin im Regen sogar noch besser sei. Man würde dann unzählig viele kleine Wasserfälle entlang der Berge in die Täler stürzen sehen.

    Und er hatte nicht übertrieben – auf dem Hinweg hörten wir irgendwann auf, die ganze Zeit anzuhalten und Fotos zu machen. Lieber erst mal ankommen und dann auf dem Rückweg mehr Zeit nehmen. Durch den einzigen Tunnel auf der Strecke, im letzten Berg, auf die andere Seite gefahren, kamen wir im Milford Sound an. Hier waren der Regen und die Wolken noch intensiver und tiefer verhangen, sodass an eine Bootsfahrt in den Fjord nicht wirklich zu denken war, denn die Aussicht wäre nichts gewesen. Also wieder zurück. Auch auf dieser Seite der Berge hatten sich die Wolken weiter ins Tal gedrückt und versperrten nun einen Teil der Sicht auf die vielen hohen Gipfel, trotzdem waren die Eindrücke genial.

    Am Nachmittag fuhren wir bis zum riesigen Lake Wakatipu in der Region Quenstown und fanden dort am Anfang das Kingston Lake Camp. Ein Stückchen Wald direkt am Ufer des Sees. Viele Camper waren hier, doch das störte nicht. Wir gingen früh ins Bett.
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  • Am Dart River

    11–13 sty, Nowa Zelandia ⋅ 🌧 11 °C

    Der heutige Tag sollte wieder ein verregneter werden und wurde daher kurz. Morgen sprang ich schon bei Nieselregen in den eiskalten Lake Whakatipu. Um Altglas zu entsorgen und die Vorräte aufzustocken, fuhren wir nach Queenstown. Ein interessantes Örtchen – die Vororte ziehen sich entlang der Ufer des mittleren Knicks des Sees. Es gibt ein Zentrum, das sehr touristisch ist, und ein Stückchen weiter ein Industriegebiet mit großen Geschäften und einem Flughafen.

    Dann ging es weiter den blitzförmigen See am Ostufer Richtung Norden entlang. Hinter Glenorchy überquerten wir den Dart River, der den See am nördlichen Ende speist, mit zwei Brücken und gelangten über die teils überschwemmte Schotterpiste die letzten Kilometer bis zum Parkplatz am Beginn des Glacier Burn Tracks, den wir eigentlich noch ein Stückchen wandern wollten. Direkt zu Beginn führte dieser durch einen Bach, der aufgrund des konstanten Regenwetters zu einem guten Strom angeschwollen war. Hier war nicht durchzukommen. Auch die Wiesen auf der anderen Seite der kleinen Autobrücke waren überschwemmt. Dazu wurde der Regen wesentlich weniger, bzw. im 15-Minuten-Takt gab es kleine, aber intensive Schauer.

    Wir verbrachten den Nachmittag zur Abwechslung mal an den Handys im Bett des Campers liegend. Abends gingen wir 20 Minuten entlang des Flusses und hätten eigentlich auch noch eine größere Wanderung starten können, doch es war Regen angesagt, der aber ausblieb. Auch draußen vor dem Camper aufzuhalten oder zu kochen war aufgrund der vielen und wirklich sehr lästigen kleinen Sandfliegen nicht zu denken. Diese belagerten uns und bissen uns zahlreich schmerzhaft in Arme und Beine.

    Wir gingen früh ins Bett und standen am nächsten Tag wieder früh auf. Dieser sollte eigentlich noch verregnet sein, entpuppte sich aber als wirklich schön.

    Auf der wieder anderen Seite des Flusses fanden wir zwei Stellen aus „Herr der Ringe“. Zuerst Dan’s Paddock: wo Gandalf nach Isengard reitet, und ein weiteres Mal den Wald von Lothlórien. Dann gab es noch das aus etwa vier Bauernhöfen bestehende Örtchen Paradise und die Road to Paradise.

    Wir fuhren bis zum Chinamans Bluff, keinem Parkplatz, von dem mehrere Wanderwege in die Berge führen. Hier ging es nicht weiter. Wir trafen auf mehrere Wanderer, die ihre Mehrtagesreise abbrechen mussten, weil ein Erdrutsch den Weg unpassierbar gemacht hatte. Am gleichen Morgen waren sie mit einem Hubschrauber aus dem Tal dahinter evakuiert worden. Silas und ich liefen über das steinige Flussbett des Dart Rivers und ich ließ die Drohne fliegen, bis die Sandmücken zu viel wurden.

    Auf dem Rückweg nahmen wir Owen aus UK, einen der Wanderer, ein Stück des Weges mit und hielten am Diamond Lake für einen Sprung ins kalte Wasser.

    Wieder auf der anderen Seite des Flusses wollten wir die Nacht am Sylvan Campsite verbringen, von wo aus wir bei tollem Wetter den angenehmen Wanderweg zum Lake Sylvan antraten. Sieben schöne Kilometer am Nachmittag bei tollem Licht durch den Wald und zum versteckten See.

    Abends lernten wir unsere niederländischen Nachbarinnen Barbara und ihre Mutter Carola kennen. Wir saßen uns unterhaltend noch lange draußen, bis es dunkel wurde, und blieben noch etwas länger, um den tollen Sternhimmel zu betrachten. So tief in diesem Tal drin, ohne große Städte oder Lichtquellen auf viele Kilometer in der Nähe, war der funkelnde Nachthimmel traumhaft anzusehen. Wir sahen sogar ein paar Sternschnuppen.
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  • Bei Queenstown

    13 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 10 °C

    Zurück bei Queenstown besuchten wir den Wanderweg am Twelve Mile Delta zum Ithilien Lookout oder dem Ithilien-Lager. Hier beobachteten Frodo, Sam und Gollum die Schlacht zwischen Faramirs Waldläufern von Gondor und den Männern und Olifanten aus Harad. Sam und Gollum diskutierten zudem über die Zubereitung von Kaninchen.

    Dann fuhren wir auf den Double Cone Berg direkt neben Queenstown. Die Aussicht auf dem Weg nach oben über das Tal und die verschiedenen Bereiche der Stadt war grandios.

    Oben gibt es im Winter ein Skigebiet. Silas und ich wanderten zum Bergsee Lake Alta, direkt unterhalb der Doppelspitze. Dieser ist auch bekannt als Spiegelsee im Schattenbachtal auf der Ostseite des Nebelgebirges, den die Gefährten passieren, nachdem sie die Minen Morias verlassen haben.
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  • Skippers Canyon

    13 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 9 °C

    Auf dieses Ziel sind Silas und ich aufmerksam geworden, weil hier an der Furt des Bruinen die verfolgte Arwen eine Flut heraufbeschwörte und die Nazgûl besiegte.

    Auch due Geschichte des restlichen Canyons ist auch eine spannende: In der Mythologie der Māori entstehen die tiefen Schluchten und Seen der Südinsel durch den Entdecker Rakaihautu. Dieser grub mit seinem gewaltigen Grabstock, dem Tu Whakaroria, alle Täler und Wasserwege als lebendiges Band, welches die Berge mit dem Meer verbinden sollten.

    Heute gräbt sich der Shotover River weiter in das Tal und schwemmt dabei gleichzeitig Gold an. Der extreme Goldrausch am „reichsten Fluss der Welt“ begann 1862, als hier von zwei Glückspilzen innerhalb von zwei Monaten Gold im Wert von heute Millionen Euro gefunden wurde. Da es hier vorher nur Natur gab und das Gelände so unwegsam war, mussten Arbeiter die berühmte Skippers Road von Hand mit Schwarzpulver und Meißeln direkt in die senkrechten Felswände schlagen. Die Straße hat es heute noch in sich!

    Mit genug Geduld und Rücksicht auf entgegenkommende Fahreuge waren die steinigen, schmalen, Schotter Straßen auch ohne Allradantrieb machbar. Silas hat das gemeistert! Leider kahmen wir dennoch nicht ganz ans Ziel, denn wir fanden kurz vor Ende der Skippers Road eine Sackgasse. Die große Brücke war gesperrt, vermutlich richtig so, denn sie sah erneuerungsbedürftig aus. Auf der anderen Seite wären ein Freedom-Campingplatz und Wanderwege gewesen. Stattdessen gingen wir unten an den Fluss und campten später am Māori Point Lookout mit fantastischen Aussichten und reichlich Sternen.

    Beim zurück fahren am nächsten Morgen ließ ich die Drone zum Ersten mal aus dem Auto heraus fliegen - als Beifahrer versteht sich. Diese Videos fangen die schmale Straße entlang des Flusses in dieser epischen Landschaft erschreckend gut ein.
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  • Am Fluss zwischen Seen

    14 stycznia, Nowa Zelandia ⋅ ⛅ 20 °C

    Am Fluss zwischen Seen

    Nun geht es es letztes Mal durch Queenstown. Nochmal zum Supermarkt und Takstelle, dann zum nächsten Herr der Ringe Punkt. Nache der Hängebrücke über dem Kawarau ist die Argonath – die Gefährten passieren die Säulen der Könige auf dem Anduin Fluss.

    Kurz zum Wānaka tree - einem Baum, der im See nahe des Ufers steht, mehr ist das nicht, sieht aber schön aus.

    Dann zum Camphill flat gratis Camlingllatz. Hier gibt es den Hawea Flat Whitewater Park, das sind zwei Stehende wellen im Fluss die bei Surfern und kajak fahern beliebt ist. Der Fluss entspringt an einem Damm dem Lake Hāwea, etwa 5 Kilometer nördlich. Zunächst wollen Silas und ich den Flus hinauf wandern, um uns dann zurück treiben zu lassen. Wir fragten einen älteren Surfer der lokal zu sein schien nach seiner Mening. Er riet uns dasvon ab, weil der Fluss an diesem Tag besonders hoch und schnell war, außerdem sehr kalt.

    Im Örtchen Lake Hāwea gönnten wir uns Fish & Chips und setzten uns in einen Patk mit Aussicht über den See.

    Auf dem Rückweg konnten wir doch noch schwimmen. Es gab einen kleinen flachen Bachy der auch dem Damm entsprand und anfänglich etwa 1,5 Kilometer etwas höher aber prallel dem großen Fluss verlief.
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