• Nico Dutschmann
Mar – Apr 2023

Interrail Alpen und umzu

A 31-day adventure by Nico Read more
  • Trip start
    March 30, 2023

    Luzern

    March 30, 2023 in Switzerland

    Dreimal ist Bremer Recht, also geht es nochmal los bevor ich wieder arbeiten darf.
    Diesmal weniger anstrengend mit einem Interrailticket. Hauptziel sind die Panoramastrecken in der Schweiz und dann mal sehen was sich ergibt 😁
    Von Bremen geht es über Hannover und Frankfurt nach Basel und dann bis nach Luzern am Vierwaldstättersee. In acht Stunden vom Flachland, vorbei am Schwarzwald, bis in die Alpen.
    Zum Start meiner Reise habe ich kein Glück mit dem Wetter. Es ist sehr unbeständig, es gibt immer wieder Schauer, starken Wind und zwischendurch Sonnenschein.
    Meinen Plan auf den Aussichtsberg Rigi per Schiff und Zahnradbahn zu fahren verwerfe ich. Ein Aussichtsberg bei schlechtem Wetter und schlechter Sicht lohnt sich nicht. Zumal die Rundtour trotz 50% Interrailrabatt noch 60 CHF gekostet hätte. Bei schönem Wetter lohnt sich das bestimmt. Es wird damit geworben, dass man bei perfekter Sicht 24 der 26 schweizer Kantone sehen kann.
    Den zweiten Aussichtsberg Pilatus kann man an diesem Tag überhaupt nicht erreichen. Die Zahnradbahn wird renoviert und die Seilbahn fährt nicht aufgrund des starken Windes.
    Stattdessen sammle ich über 20000 Schritte in der Altstadt und klappere alle Sehenswürdigkeiten ab. Die bekannteste ist die überdachte Holzbrücke. Das Löwendenkmal ist leider durch ein Gerüst verdeckt.
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  • Bern

    April 1, 2023 in Switzerland ⋅ 🌧 8 °C

    Kurzer Zwischenstopp in Bern, weil es auf dem Weg liegt. Das Wetter ist immer noch schlecht, zum Glück hat Bern lange Arkadengänge in der Altstadt.
    Was mir zuerst auffällt sind die Bettler.
    Ich laufe ohne Plan durch die Altstadt bis zum Fluss Aare in dessen Schleife die Altstadt liegt. Am Hang des Flussufers gibt es ein öffentliches Bärengehege. Mit Aufzug damit die Besucher nicht die vielen Stufen gehen müssen. Die Bären sind vor kurzem aus dem Winterschlaf aufgewacht. In der freien Natur wären die Tiere bestimmt glücklicher.Read more

  • Genf

    April 1, 2023 in Switzerland ⋅ 🌧 10 °C

    Kurz hinter Bern beginnt die französische Schweiz. Das erste kleine Highlight folgt als ich nach einem Tunnel plötzlich den Genfer See erreiche mit Bergen im Hintergrund. Passend dazu scheint die Sonne auf die Weinberge.
    Der erste Eindruck von Genf: voll mit (lauten) Autos. Überall vierspurigen Straßen durch die Stadt.
    Genf ist der Sitz vieler internationaler Organisationen, aber touristische Sehenswürdigkeiten gibt es nicht viele. Das Spektakulärste ist eine 140m Wasserfontäne im Genfer See.
    Am nächsten Tag besuche ich das Museum des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK). Die Ausstellung ist gut gemacht mit viel Interaktion und Audioguide.
    Die Hauptthemen sind die Arbeit des IKRK bei Naturkatastrophen, der Familienzusammenführung nach Kriegen und die Genfer Konventionen, z.B. Besuche bei Kriegsgefangenen.
    Direkt nebenan ist ein alter Palast der Vereinten Nationen, allerdings geschlossen.
    Den Rest des Tages spaziere ich durch einen botanischen Garten.
    Es gibt sehr viele internationale Restaurants. Ich entscheide mich für Mongolisch. Das Gericht Tsuivan ist ähnlich zu Pad Thai. Dazu probiere ich mongolischen Tee. Der besteht aus Milch, grünem Tee und Salz. Schmeckt wie warme Milch mit Salz statt Honig. Mal was anderes.
    Bevor ich abreise besuche ich am nächsten Morgen noch schnell das Museum des CERN. Am Vortag war es leider geschlossen.
    Die Ausstellung zum größten Teilchenbeschleuniger der Welt ist interessant aber nicht sehr umfangreich (nur ein einzelner Raum). Ich lasse mir viel Zeit und bin trotzdem nach einer Stunde durch. Man darf sich aber nicht beschweren, denn der Eintritt frei.
    Ein neues, großes Besucherzentrum ist gerade im Bau und wird leider erst später im Jahr eröffnet.
    Danach geht's gleich zum Bahnhof und Richtung interlaken zu den hohen Bergen.
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  • Interlaken

    April 3, 2023 in Switzerland ⋅ ☁️ 4 °C

    Auf der sogenannten Goldenpass-Route geht es von Montreux zunächst in Schleifen dem Berg hinauf. Zum ersten Mal fühlt es sich nach Bergbahn an. Die Wagen mit den großen Panoramafenstern sind super zum rausschauen. Es ist größtenteils sonnig, aber bewölkt.
    Interlaken ist eine Kleinstadt zwischen dem Thunersee und dem Brienzer See. Hier ist es ähnlich international wie in Genf. Viele asiatische Reisegruppen. Vereinzelt sehe ich sogar chinesische Zeichen auf den Werbeschildern.
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  • Jungfraujoch

    April 4, 2023 in Switzerland ⋅ ☀️ -11 °C

    Am nächsten Tag ist es sehr sonnig und so nutze ich die Gelegenheit und fahre über Lauterbrunnen zum höchsten Bahnhof Europas auf über 3400m. Trotz Interrailticket kostet die Rundreise von Interlaken aus stolze 160 CHF. Das erste Stück über Lauterbrunnen ist sehr schön. Dann kommen wir in die Wolken und das letzte Stück der Strecke sowie der Endbahnhof liegen im Berg.
    Oben gibt es mehrere Restaurants und Souvenirläden.
    Mit einem Aufzug kann man zur Sphinx genannten Aussichtsplattform auf über 3500m fahren. Der höchste Punkt an dem ich bisher war! Es ist ziemlich kalt, aber die Aussicht ist grandios. U.a. sieht man den Aletschgletscher, Mönch und Jungfrau.
    Vom Bahnhof führen Tunnel als Rundweg zu allen Attraktionen. Es gibt ein Eispalast in dem Figuren, Boden, Wand und Decke aus Eis sind. Außerdem ein paar historische Informationen zum Bau der Strecke vor über 100 Jahren und ein weiterer Aussichtspunkt außerhalb der Station.
    Mit der Zeit wird es immer voller, geschätzt sind 3/4 der Gäste Asiaten.
    Ich bleibe insgesamt vier Stunden oben, zum Glück kann man sich die meiste Zeit drinnen aufhalten. Beim Treppensteigen merke ich auch einmal die Höhe.
    Auf dem Rückweg gibts noch ein Stück Schoki für jeden. Nach dem ersten Teilstück wähle ich einen anderen Rückweg. Eine recht neue Seilbahn fährt runter nach Grindelwald, vorbei an der Eiger Nordwand. Die modernen Gondeln haben sogar WiFi für die 15 minütige Fahrt.
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  • Aussicht beim Frühstück

    Zermatt

    April 5, 2023 in Switzerland ⋅ ⛅ -6 °C

    Von Interlaken fahre ich nach Süden über Spiez und Visp bis nach Zermatt.
    Besonders das letzte Stück durch das Mattertal und vorbei an einer Schlucht ist schön.
    Zermatt ist ein typischer Wintersportort, sehr international und ohne Autos, es gibt nur kleine Elektrofahrzeuge für Personen und Gepäcktransport.
    Die Lage ist einmalig am Ende des Tals zwischen hohen Bergen. Von überall sieht man (bei gutem Wetter) das berühmte Matterhorn. Die Form ist so prägnant und der Berg steht so frei, dass es fast unnatürlich wirkt.
    Zum Mittagessen gibt es traditionelles Käsefondue. Sehr lecker und sehr sättigend.
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  • Winterwanderweg

    Gornergrat

    April 6, 2023 in Switzerland ⋅ ⛅ -7 °C

    Am nächsten Tag ist das Wetter richtig gut und deshalb gönne ich mir die nächste Zahnradbahn auf den Berg. Bei der Gornergratbahn gibt es gar keinen Interrail-Rabatt, sie kostet "nur" 88 CHF hin und zurück.
    Den Ausflug mache ich zusammen mit meinem Zimmernachbarn aus Finnland.
    Und es hat sich gelohnt. Ich würde sogar sagen Gornergrat ist noch besser als Jungfraujoch. Zum einen sieht man auf der ganzen Fahrt das Matterhorn, zum anderen hat man oben mehr Platz zum herumlaufen.
    Im Ticket inklusive ist eine kleine Erlebniswelt mit drei Attraktionen: ein Video über die Jahreszeiten am Matterhorn, projeziert auf eine Leinwand die geformt ist wie der Berg, digitale Periskope mit denen man das Panorama beobachten kann und ein VR Paraglidingflug in einem schwingend aufgehängtem Sessel.
    Aber das Highlight ist natürlich das Bergpanorama und der spektakuläre Blick aufs Matterhorn.
    Den Rückweg machen wir zum Teil zu Fuß, im oberen Teil im Schnee, weiter unten durch den Wald, immer das Horn im Blick.
    Zum Abschluss des gelungene Tages gibts noch ein paar Bier in Zermatt 🍻
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  • Fiesch

    April 7, 2023 in Switzerland ⋅ ❄️ -1 °C

    Nach einem besonders sonnigen Tag folgt ein Tag mit Schnee.
    Die Sicht ist dementsprechend schlecht und ich fahre nur ein kurzes Stück bis Fiesch und spare mir den Rest der berühmten Glacier-Express Strecke für den nächsten Tag.
    In Fiesch befinde ich mich in der Nähe von Interlaken, wo ich vor ein paar Tagen war, nur der Aletschgletscher und ein paar Berge sind dazwischen 😉
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  • Glacier Express

    April 8, 2023 in Switzerland ⋅ 🌫 2 °C

    Das warten hat sich gelohnt, denn am nächsten Tag hab ich wieder gutes Wetter 💪
    Auf der Strecke nach Osten sehe ich erst grüne Täler und dann geht es immer höher bis auf den Oberalppass mit 2044m. Hier oben ist alles mit Schnee bedeckt und der Zug fährt durch eine wunderbare Winterlandschaft.
    Nach dem Pass ändert sich die Landschaft und wir fahren durch die Rheinschlucht bis nach Chur.
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  • TiranoSt. Moritz

    Bernina Express

    April 9, 2023 in Switzerland ⋅ ☀️ -2 °C

    Am nächsten Tag folgt gleich die nächste Panoramastrecke: Der Bernina-Express.
    Laut Durchsage führt die Strecke auf 122 km über 196 Brücken und durch 55 Tunnels. Da hat man aber wirklich jede kleine Brücke und jede Unterführung mitgezählt. Während der Fahrt kommt es mir jedenfalls nicht so viel vor.
    Die Route führt von Chur über St. Moritz nach Tirano in Italien.
    Meiner Meinung nach ist Bernina noch besser als Glacier. Abwechslungsreicher und einen Pass überquert man hier auch. Leider kann man das vom Zug nicht so gut einfangen, weil man immer nur zur Seite rausschauen kann. Zu Fuß oder mit Fahrrad ist doch besser 😆
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  • Colico am Comer See

    April 9, 2023 in Italy ⋅ 🌙 10 °C

    Von Tirano fahre ich noch am selben Tag weiter nach Colico am Comer See.
    Am italienischen See fühlt es sich gleich ganz anders an als in den Schweizer Bergen, auch wenn es noch nicht so warm ist.
    Im Ort ist gerade Frühlingsfest, es sind viele (deutsche) Touristen da.Read more

  • Centovalli

    April 10, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 12 °C

    Eine Panoramastrecke habe ich noch auf der Liste. Dafür muss ich zurück in die Schweiz um nochmal über die Grenze nach Italien zu fahren. Zum Glück sind die Grenzen offen und man merkt den Grenzübertritt gar nicht. Ich muss nur daran denken in der Schweiz das mobile Internet zu deaktivieren, sonst wird's teuer.
    Die Route führt vom Comer See nach Monza, einem Vorort von Mailand, hier gibt's erstmal eine Zugverspätung und als der Zug endlich da ist, darf keiner einsteigen.
    Ich verstehe zwar nicht was die Polizisten sagen, aber die Gesten sind eindeutig und ich folge einfach der Masse zum anderen Gleis. Dieser Zug fährt in die gleiche Richtung, bloß mit Umstieg in Chiasso. Der klappt auch so gerade eben in vier Minuten.
    Von Locarno startet dann die eigentliche Panoramastrecke. Die Centovallibahn ist eine Schmalspurbahn die sich langsam durch ein enges Tal schlängelt. Es ist mal wieder eine schöne Gegend, aber schwer vom Zug aus einzufangen. Die Straße durchs Tal wäre auch toll zum Radfahren.
    Am Ziel bin ich dann wieder in Italien und beziehe eine sehr schöne Unterkunft in den Weinbergen. Das hunderte Jahre alte Haus ist von innen modern ausgestattet. Als ich ankomme hat die Vermieterin nicht viel Zeit, sie macht gerade ihr Workout mit ihrem Sohn im Garten 💪😃 Aber später bekomme ich noch Kaffee und am nächsten Tag ein wunderbares Frühstück mit lokalen Produkten.
    In der Nähe liegt das Val Grande, das größte Wildnisgebiet in den Alpen. Dort gibt es keine Straßen und nur ein paar unbewirtschaftete Schutzhütte. Vielleicht ein andermal zum Wandern?
    Irgendwie sammle ich lauter Ideen für neue Touren. 😃
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  • Hier wohnen die reichen Mailänder
    Das höchste Gebäude ItaliensBlumenwiese zwischen WolkenkratzernSchaut aus wie die Straßenbahn in LissabonElektrik in der Hostel KücheMilano Centraleeine der Hallen im Bahnhof

    Mailand

    April 11, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach zwei Wochen verlasse ich die Berge und fahre nach Mailand.
    Gleich neben dem Bahnhof Milano Piazza Garibaldi liegt ein neues Viertel mit Wolkenkratzern, mit u.a. dem höchsten Gebäude Italiens und zwei Hochhäusern mit Bäumen.
    Zwischen den modernen Gebäuden gibt es aber auch viele Grünflächen und Sitzgelegenheiten. Dieser moderne Teil steht im krassen Gegensatz zum restlichen Mailand, aber gefällt mir irgendwie.
    Im alten Teil von Mailand ist der Dom das bekannteste. Der Vorplatz vom "Duomo" ist voller Touristen und Händler die einem Futter für die Tauben verkaufen wollen oder Armbänder oder Selfiesticks. Sehr nervig.
    Direkt nebenan ist eine historische Luxus-Einkaufspassage mit den ganzen bekannten Namen. Der Bau ist eindrucksvoll, die Geschäfte mit ihren Anzug tragenden Türstehern und den staunenden Touristen, die es sich wahrscheinlich eh nicht leisten können, finde ich eher lustig.
    Dann besichtige ich noch das Navigli-Viertel mit seinen Kanäle und ein großes Schloss mit Park.
    Ich verlasse Mailand vom Bahnhof Centrale. Das riesige, protzige Gebäude entstand unter Mussolini.
    Insgesamt fand ich Mailand als Tourist ohne Interesse am Shoppen nicht so spannend.
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  • Genua

    April 13, 2023 in Italy ⋅ 🌧 11 °C

    Die Stadt am Mittelmeer überrascht mich mit
    Gewitter und Hagel. Zum Glück muss ich hier nur umsteigen und den Bahnhof nicht verlassen.
    Kurz nach der Weiterfahrt kann ich dann auch endlich das Mittelmeer sehen. Aber es sieht eher aus wie die Nordsee, man kann den Horizont kaum erkennen, grau in grau.Read more

  • Nach vielen Versuchen, ein halbwegs brauchbares Foto

    Cinque Terre

    April 14, 2023 in Italy ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach dem Gewitter in Genua wird das Wetter besser und an meinem Zielort Levanto scheint schon wieder die Sonne.
    Am nächsten Tag ist das Wetter dann perfekt zum Wandern.
    Die fünf Dörfer der Cinque Terre sind im 20-Minuten-Takt per Zug zu erreichen. Die vielen Zügen sind auch nötig für die vielen Touristen. Für Autos ist kaum Platz in den Dörfern.
    Der Zugstreik in Italien an diesem Tag gilt zum Glück nicht für meinen Zug und so kann ich zum entferntesten Dorf Riomaggiore fahren. Von dort wandere ich an der Küste entlang an allen fünf Dörfer vorbei bis Monterosso. Für das letze Stück nach Levanto nehme ich dann wieder den Zug, 16 km und ca. 1000 Höhenmeter sind erstmal genug. Zwischen und in den Dörfern muss man viel rauf und runter, oft über alte Steintreppe. Zum ersten Mal auf dieser Reise ist es richtig warm und bergauf komme ich ordentlich ins Schwitzen. Nach sechs Stunden wandern kühle ich meine Füße im Mittelmeer.
    Die Wanderwege sind wunderschön und deshalb leider auch gut besucht. Ein bisschen fühle ich mich an Portugal erinnert, aber mit Weinbergen statt roten Klippen.
    Ich höre viel Französisch und Deutsch, aber auch Sprachen die ich nicht zuordnen kann.
    Weil es so schön war und das Wetter stabil bleibt, verlängere ich spontan um eine Nacht, damit ich noch eine Wanderung machen kann.
    Für die zweite Wanderung starte ich von Levanto und laufe nach Vernazza, dem zweiten Dorf der Cinque Terre.
    Hier sind weniger Leute unterwegs, aber einsam ist es nicht. Auf manchen Abschnitten sehe sehr viele Eidechsen bzw ich höre meist nur das Rascheln.
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  • Pisa

    April 16, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 18 °C

    Kurzer Zwischenstopp in Pisa.
    Spannender als der Turm sind die ganzen Touristen die versuchen ein witziges Foto zu machen mit der originellen Idee den Turm in irgendeiner Art abzustützen. Drumherum unzählige Stände mit Souvenirs, dazu die Händler für Sonnenbrillen, Handtaschen und Armbanduhren.
    Es mangelt auch nicht an Restaurants, aber es sieht alles nach Touristen-Restaurant aus, teilweise sind fertige Pizzen ausgestellt als Werbung.
    Stattdessen esse ich in einem netten, indischen Restaurant in einer Seitengasse.
    Danach geht es gleich weiter nach Florenz.
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  • Eine der vielen David Kopien in der StadtGar nichtmal so hübsch die SkulpturenKonzertraumAlle vier Tischbeine wurden so repariert

    Florenz

    April 16, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Am Abend der Ankunft in Florenz esse ich mal wieder Pizza, die ist einfach so gut.
    Ich bin gerade fertig mit essen, da fällt der Strom im gesamten Restaurant aus. Plötzlich sitzen alle im Dunkeln und die Leute machen das Handylicht an um ihr Essen sehen zu können 😆
    Nach 15 oder 20 Minuten geht's dann wieder, die Kartenterminals haben sich aber noch nicht erholt, also nur Barzahlung.
    Am nächsten Tag merke ich die beiden Wandertage noch in dem Beinen. Trotzdem erkunde ich die Altstadt zu Fuß. Die berühmte Kathedrale ist dicht umgeben von Häusern, deshalb ist sie schwierig zu fotografieren wenn man da vor steht. Die Fassade ist in Werderfarben grün-weiß verkleidet.
    Für den Abend habe ich zufällig eine besondere Attraktion entdeckt und gebucht: Ein klassisches Konzert mit Stücken aus italienischen Opern. Eine Sopranistin und ein Cello werden jeweils am Flügel begleitet
    Das ganze findet statt in einer kleinen (ehemaligen?) Kirche mit nicht ganz 100 Sitzplätzen. Ich kenne zwar keines der Lieder, nur Namen der Opern, aber das ist ein Erlebnis. Der Gesang ist so laut, dass ich fast Gehörschutz bräuchte, denn ich sitze nur 5m entfernt. Die Fingerakrobatik des Cellisten ist beeindruckend. Das Konzertpublikum ist das Gegenteil von den Konzerten die ich normalerweise besuche, alle sitzen ganz ruhig und still da. Nur Applaus zwischen den Stücken gibt es als Reaktion. Wahrscheinlich bin ich auch der jüngste Gast an diesem Abend 😂
    Ich übernachte in einem Hostel das in einem Kloster untergebracht ist.
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  • Bologna

    April 18, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 17 °C

    Bologna gefällt mir von den Städten bisher am Besten. Es gibt nicht so viele Touristen wie in Florenz und deshalb gibt es auch keine nervigen Straßenverkäufer, nicht mal auf dem Hauptplatz. Dafür gibt es viele Piazzas und ein Großteil der Innenstadt hat Bogengänge und eignet sich deshalb gut zum Spazierengehen.
    Das bekannteste Wahrzeichen sind zwei alte Türme, die ähnlich wie in Pisa nicht ganz gerade sind. Der höhere von beiden ist fast 100 m hoch. Für die Besichtigung muss man viele alte Holzstufen meistern. Außer der Treppe und ein paar Zwischenböden ist der Turm innen hohl. Von oben gibt es eine tolle Aussicht in alle Richtungen über die Stadt.
    Bologna ist nicht nur eine Studentenstadt, sondern gilt auch als Essenshauptstadt.
    Die Bolognese kommt hier her, aber im Original wird es mit Tagliatelle gemacht und heißt al Ragù. 😄 Außerdem kommen noch Tortellini und Mortadella von hier.
    Es gibt viele Backsteinbauten wie die Hauptkirche von Bologna mit einer unvollendeten Fassade.
    Ich wandere im längsten Bogengang der Welt 4 km und einige Höhenmeter zu einer Kirche am Stadtrand.
    Abends entdecke ich noch eine Fledermaus die über einem Wasserbecken immer im Kreis flattert. Da gibt es wohl viele Insekten.
    Auf der Suche nach einem Kaltgetränk finde ich eine gemütliche Kneipe (l'Ora d'Aria) mit IPA vom Fass. Weil nicht so viel los ist komme ich mit dem Wirt und einigen Stammgästen ins Gespräch. Es sind sehr nette Leute und man merkt, dass hier Freunde eine Kneipe betreiben und nicht auf Profit aus sind.
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  • Trieste

    April 20, 2023 in Italy ⋅ 🌙 15 °C

    Zwischenübernachtung in Trieste.
    Im Zug treffe ich einen sehr jungen Marokkaner, der auf dem Weg nach Deutschland ist auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben.
    Das konnte ich nur erfahren, weil die Sitznachbarin zufällig arabisch spricht. Sie ist vor 40 Jahren aus dem Libanon nach Italien geflohen.
    Sie erzählt mir was der Junge ihr erzählt hat. Wie er dreimal vergeblich versucht hat mit einem Boot über das Mittelmeer zu kommen und dann in die Türkei geflogen ist und von dort über den Balkan bis nach Italien. Anscheinend größtenteils zu Fuß durch den Wald. Ab Slowenien wäre es dann einfacher über die Grenzen zu kommen.
    In Italien hätten ihn andere Nordafrikaner zum Drogen verkaufen anwerben wollen, doch er wolle lieber arbeiten. Er hat Familie in Italien, aber will weiter nach Deutschland, weil er gehört hat, dass er dort eine Wohnung und Arbeit bekommt. Ich kenne die Gesetze nicht, aber ich fürchte ganz so einfach wird es nicht. Ich glaube, wenn man aus einem "sicheren" Land kommt muss man wieder zurück?
    Trieste liegt am Mittelmeer dicht an Slowenien und Kroatien. Die Stadt gehörte lange zu Österreich-Ungarn, das sieht man noch an der Architektur. Ich spaziere am Abend durch die Stadt und beobachte das Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes.
    In der Bucht ankert außerdem die größte Segelyacht der Welt. Das 143 m lange Schiff wurde letztes Jahr von einem reichen Russen beschlagnahmt.
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  • Parkbank für GroßfamilieFluss Ljubljanica im StadtzentrumDrachenbrücke

    Ljubljana

    April 21, 2023 in Slovenia ⋅ ☁️ 16 °C

    Von Trieste nach Slowenien fahren nur wenige Züge am Tag. Kurz vor der Grenze müssen alle Fahrgäste vom italienischen Zug auf den slowenischen Zug wechseln. Die slowenischen Züge sind modern, aber langsam und es gibt nicht so viele Strecken. Deshalb sind Fernbusse sehr verbreitet, bis nach Frankfurt kann man von Ljubljana aus fahren.
    Die Hauptstadt ist nicht sehr groß, nicht ganz 300.000 Einwohner. Die Altstadt ist sehr schön am Fluss gelegen mit vielen Cafés und Restaurants. Außerdem gibt es heute einen Streetfood-Market mit bestimmt 50 Buden. Die Preise sind wie in Deutschland.
    Es sind viele Leute in der Stadt unterwegs. Ich höre Österreicher, Franzosen und ich glaub auch viele Einheimische. Auch einen US-Amerikaner, erkennbar am T-Shirt mit USA Flagge und dem Spruch "These colors don't run, they reload". 😳
    Die slowenische Küche ist eine Mischung aus
    Italien, Österreich und dem Balkan. Deshalb esse ich als Zwischenmahlzeit mehrmals Burek.
    Ich übernachte in einem Hostel mit Bar im EG und Club im UG. Ich treffe viele Interailer aus verschiedenen Ländern, aber auch drei mitelalte Türken, die auf dem Weg nach Frankreich zum Arbeiten sind.
    Am Abend besuche ich ein kleines Konzert. Es wird Stoner Rock gespielt und findet im Metelkova genannten Areal statt. Das ehemalige Kasernengelände ist heute eine autonomes Zentrum mit viel Kunst und Veranstaltungen. Überall sind Skulpturen und Graffiti.
    Die erste Band kommt aus Österreich und hat leider nur ca. 15 Zuhörer. Später wird es ein bisschen mehr, aber voll ist es nicht.
    Dafür kann ich mich mit den österreichischen Musikern unterhalten. Draußen ist viel los und plötzlich führen zwei Frauen einen Tanz mit brennenden Ringen auf.
    Insgesamt spielen vier Bands. Die letzte Band Cult of the Occult kommt aus Frankreich. Sie haben ungefähr soviele Verstärker auf der Bühne wie die drei vorherigen Bands zusammen. So klingt es dann auch. Es drückt im Bauch und dröhnt. Zum Glück hab ich meine Ohrstöpsel dabei!
    Insgesamt kann ich Ljubljana als Städtetrip weiterempfehlen. Es gibt zwar nicht so viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt, aber von hier aus kann man viele schöne Ausflüge in Slowenien unternehmen.
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  • Bleder See

    April 22, 2023 in Slovenia ⋅ ☁️ 14 °C

    Zum Bleder See nehme ich den Bus. Der See am Rande der Alpen hat eine kleine Insel und ist eines der bekanntesten Ziele in Slowenien und entsprechend gut besucht.
    Hier ist ein olympisches Ruderzentrum und auf dem See findet gerade ein Rennen statt.
    Ich mache eine Wanderung um den See und über zwei Hügel mit tollem Ausblick.
    Die Rückfahrt ist etwas chaotisch, denn man kann die Tickets nur beim Busfahrer in bar kaufen. Im Gedrängel an der Bustür bin ich zu nett und der Bus ist voll bevor ich dran bin. Aber das ist nicht so schlimm, denn der nächste kommt schon 20 Minuten später. Man darf sich aber auch nicht beschweren, hin habe ich 2,20€ und zurück 1,60€ bezahlt für jeweils 1h Fahrt.
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  • Höhlen von Škocjan

    April 24, 2023 in Slovenia ⋅ 🌧 12 °C

    Slowenien ist für seine Höhlen bekannt die zu den größten und spektakulärsten der Welt zählen.
    Ich fahre mit dem Zug zu den Höhlen von Škocjan. Vom Bahnhof Divaca sind es nur noch ein paar Kilometer bis zu den Höhlen. Normalerweise würde ich den Shuttle bus nicht in Betracht ziehen. Da es heute aber ganz ordentlich regnet klingt Busfahren nach einer guten Option. Leider fährt der Bus momentan nicht und so muss ich 40 min durch den Regen wandern.
    Für solche Fälle hab ich eine Regenhose. Die habe ich allerdings im Hostel gelassen und so saugt sich meine Jeans nach und nach voll.
    Aber es hat sich gelohnt, die Führung durch das Höhlensystem dauert ca. 2h und ist wirklich spektakulär.
    Leider darf man in der Höhle nicht fotografieren 🤨 So bleibt mehr Zeit zum Genießen. Bei Interesse bitte googlen 😂
    Nach einem künstlichen Tunnel und den ersten kleineren Räumen kommt man in eine große Halle mit 30m Deckenhöhe direkt unter dem Parkplatz des Besucherzentrums. Sehr beeindruckend in einem so großen Raum unter der Erde zu stehen!
    Das Highlight wartet aber am Schluss: ein unterirdischer Canyon. Die Höhe vom Fluss bis zur Decke beträgt bis zu 100m!
    Durch den Nebel und den beleuchteten Fußweg an der Felswand fühle ich mich wie in Tolkiens Welt und suche nach Zwergen oder dem Balrog. Wie in Khazad-dûm gibt es sogar eine 40m hohe Brücke über die Schlucht.
    Der Fluss fließt hier einige Kilometer unterirdisch und kommt erst in Italien unter neuem Namen wieder an die Oberfläche.
    Am Ende des Besucherweges liegt eine Doline, eine eingestürzte Höhle, 160m tief.
    Nach der Rückkehr gibt's einen Platzregen. Als der Regen schwächer wird, trete ich den Rückweg an. Natürlich wieder zu Fuß, der Weg ist jetzt eine große Pfütze. Durchnässt komme ich am Bahnhof an und kann zum Glück einen Zug früher nehmen als geplant.
    Ich bin froh als ich im Hostel ankomme und mich umziehen kann.
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  • Dieses neue Denkmal ist nicht bei allen Anwohnern beliebt, siehe nächstes BildKnapp verpasstDie historische Metrolinie 1, eröffnet 1896Aussicht vom Gellertberg

    Budapest

    April 26, 2023 in Hungary ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Zugfahrt von Ljubljana nach Budapest dauert fast 8h. Es gibt nur eine sinnvolle Verbindung pro Tag, aber die ist dafür ohne Umsteigen. Das erste Stück ist landschaftlich schön. Dann wird es immer flacher und eher langweilig.
    Die ungarische Währung Forint hat einen "unpraktischen" Umrechnungskurs zum Euro:
    1 € entspricht 370 HUF. An vielen Stellen kann man aber auch mit Euro bezahlen.
    Budapest besteht aus zwei Teilen, dem hügeligen Buda und dem flachen Pest, die durch die Donau getrennt sind und früher zwei eigenständige Städte waren. Das Hostel kostet nur 18€ für zwei Nächte. Es ist nicht toll, aber ok.
    Nach der Ankunft ist es schon Zeit fürs Abendessen. Ich finde ein schönes Restaurant mit traditioneller Küche und Live-Musik (Geige und Xylophon 😳).
    Beim anschließenden Abendspaziergang weht ein frischer Wind am Donauufer.
    Einige Plätze sind bereits abgesperrt und es werden Bühnen für den kommenden Papstbesuch aufgebaut. Auch einer der Brücken über die Donau ist für Fußgänger gesperrt wegen Renovierungsarbeiten.
    Am nächsten Tag nehme ich an einer Free Walking Tour teil. Die einheimische Führerin erzählt über die Geschichte der Stadt und des ungarischen Volkes während sie uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Pest zeigt.
    Gestärkt von einem Langos laufe ich danach noch weiter quer durch die Stadt. Zum ersten und einzigen Mal auf der Reise nehme ich aber auch die Metro, weil die Entfernung sehr weit sind. Die Einzelfahrt ist mit umgerechnet 1 € sehr erschwinglich.
    Im jüdischen Viertel gibt es die verrückte Bar Szimpla Kert, die bekannteste der sogenannten ruin bars, die aus Abrisshäusern mit zusammengewürfelten Möbeln und viel Kunst hippe Bars machen.
    Außerdem komme ich an der größten Synagoge Europas vorbei. Die hätte ich mir sogar von innen angeschaut, weil ich noch nie eine Synagoge besichtigt habe, aber über 20€ Eintritt ist mir zu viel. Das Geld investiere ich lieber in Essen 😂
    Zum Schluss geht's über die Donau auf den Gellertberg und zum Burgviertel mit Blick auf das berühmte ungarische Parlament.
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  • Bratislava

    April 27, 2023 in Slovakia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach nur 2 Nächten fahre ich schon weiter, die Zeit wird knapp bis zum Ende des Sabbaticals.
    In Bratislava ist es viel wärmer.
    Für eine Hauptstadt ist die Stadt nicht so groß, die Botschaften sind zum Teil in der Fußgängerzone. Die Altstadt ist hübsch, aber es gibt nicht so viele Sehenswürdigkeiten. Deshalb kann ich an einem halben Tag alles im Zentrum "ablaufen".
    Ich übernachte in einem sehr sozialen Hostel. Es gibt ein gemeinsames Abendessen (handgemachte Gnocchi von einer Gruppe Italiener) mit anschließendem Pub Crawl.
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