• Reisefreude
Gjeldende
  • Reisefreude

Transafrika & Orient

Wir reisen von Deutschland entlang der Westroute Afrikas nach Südafrika und im Osten von Afrika in Richtung Norden. Danach geht es weiter auf der arabischen Halbinsel. Les mer
  • Sesfontain

    14. april 2025, Namibia ⋅ 🌩️ 36 °C

    Von den Ruacana Falls fahren wir nach Sasfontain in das Hoanib Flussbett, da hier Elefanten, leben sollen. Wir fahren eine sehr schöne Sandpiste durch die Steppe vorbei an einigen Vogelsträußen bis es schließlich nicht mehr weiter geht. Leider ist das Flussbett boch zu nass. Es hindert uns am Weiterkommen in Höhe eines Camps. Ein Ranger kommt zu uns und informiert und darüber, das die Saison hier erst noch startet. Die Regensaison endet gerade, aber das Wasser im Fluss ist noch zu hoch und dadurch das Tal indem die Elefanten leben ist noch nicht passierbar. Wir drehen um und Übernachten mitten in der malerisch schönen Steppe umgeben von einer Bergkette.Les mer

  • Sirene an den Ruacana Falls

    12.–13. apr. 2025, Namibia ⋅ ⛅ 32 °C

    Übernachtung am Community Camping am Fluss
    Es sind Osterferien und Einheimische grillieren hier gut gelaunt.
    Vor Sonnenuntergang verlassen sie den Platz und wir sind allein am rauschenden Fluss. Um kurz nach Acht tönt eine Sirene. Warntafel zeigt, dass bei Alarm der Platz zu evakuieren ist, da eine Schläusenöffnung des Wasserkraftwerks zu Überschwemmungen führen kann. Wir packen schnell zusammen. Nach nur 30 Sekunden verstummt die Sirene. Wir sind verunsichert halten es dann für einen kurzen Soundcheck. Um 0:10 Uhr reißt uns die Sirene aus dem Schlaf. Zum Glück verstummt sie erneut nach wenigen Sekunden. Wir schlafen weiter, jedoch mit mulmigen Gefühl. Am Morgen sind wir froh auf dem trockenen zu stehen. Wie eigentlich überall auf unserer Reiseroute lassen auch hier in Namibia die Locals ihren müll an Ort und Stelle liegen. Dieser wird nun von zwei Frauen entsorgt. Eine von ihnen ist eine traditionelle Himba, was uns interessiert. Wir Unterhalten uns kurz und machen ein schönes Foto mit Marie.
    Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück fahren wir weiter zu Aussichtspunkten um die Ruacana Falls zu bestaunen. Riesige Wasserfälle.
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  • "Wilkommen" in Namibia

    11. april 2025, Namibia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir reisen über den Grenzposten bei Oshikango nach Namibia ein. Wie so oft dauern die Abläufe viel zu lange. Nacheinander durchlaufen wir Immigration und Zoll in Angola, dann Immigration, Zoll und die Road Tax Station in Namibia. Jeder Schritt erfordert Geduld – ständiges Warten bestimmt den Vormittag. Besonders bei der Immigration zieht es sich, da ein neues Online-Visasystem eingeführt wurde. Die Beamten müssen unsere Reiseroute und Aufenthaltsdauer erfassen – mühsam für alle Beteiligten.

    Nach vier Stunden ist es geschafft, und wir fahren weiter nach Oshakati. Kurz vor dem Campingplatz passiert es: Regina steigt aus und schließt die Schiebetür. Gemeinsam mit Alexandra geht sie um die Ecke, auf die Suche nach jemanden, der das Tor öffnet. Jens bleibt mit laufendem Motor auf der Straße stehen, Marie sitzt hinten im Auto. David wartet mit dem zweiten Fahrzeug etwas weiter vorne, direkt am Tor. Es nähert sich ein Mann der Fahrerseite und rüttelt provokativ an der Tür. Jens Aufmerksamkeit gilt nun ihm. In diesem Moment nutzt ein zweiter Täter die Gelegenheit, öffnet unbemerkt die Schiebetür und greift gezielt zu: Reginas Handtasche, die über die Kopfstütze des Beifahrersitzes gehängt war, ist im nächsten Augenblick verschwunden – samt iPhone und 600€ Bargeld. Jens bemerkt es nicht.

    Auf dem Campingplatz erzählt Jens Regina die Situation an der Fahrertür und, dass die Schiebetür offen war. Sofort läuft Regina zur Schiebetür und sieht, dass die Handtasche weg ist.

    Ein LKW-Fahrer, der kurz nach uns den Campingplatz erreicht, bestätigt, dass er zwei Männer hat weglaufen sehen – sie seien in ein Auto gestiegen und davongefahren.

    Der Besitzer der Lodge ist hilfsbereit, ruft die Tourismuspolizei. Der Beamte ist freundlich, aber ehrlich: Die Chance, etwas zurückzubekommen, sei gleich Null.

    Wir versuchen, es abzuhaken – beso ders Regina fällt dies sehr schwer. Zum Glück ist uns nichts passiert. Die Nacht verläuft ruhig, doch die Stimmung ist gedrückt. Das war ja ein toller erster Tag in Namibia.
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  • Hoch oben über Lubango

    9. april 2025, Angola ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute sind wir in Lubango angekommen – eine charmante Stadt im Süden Angolas, die uns direkt mit ihrer Lage zwischen grünen Hügeln beeindruckt. Schon bei der Einfahrt fällt uns auf, wie aufgeräumt und sauber alles wirkt. Die Straßen sind erstaunlich gut in Schuss, die Bürgersteige frei von Müll, und überall blühen bunte Blumen.

    Unser Highlight des Tages ist der Besuch der imposanten Christusstatue, die hoch oben über der Stadt thront – der "Cristo Rei", ähnlich wie das Vorbild in Rio de Janeiro. Die Serpentinenstraße schlängelt sich den Hang hinauf, bis wir schließlich auf dem Plateau ankommen. Von hier oben genießen wir eine atemberaubende Aussicht: Lubango breitet sich in einem grünen Tal aus, eingerahmt von Hügeln und Felsen, die im goldenen Licht der Nachmittagssonne leuchten.

    Der Blick reicht weit – über Dächer, Straßen und Felder hinweg. Wir atmen tief durch, lassen die Stille auf uns wirken und staunen über diesen friedlichen Ort. Es ist erstaunlich, wie ordentlich und ruhig das Leben hier scheint. In vielen anderen Städten Afrikas herrscht oft geschäftiges, chaotisches Treiben – doch Lubango überrascht uns mit Struktur, Sauberkeit und einem fast schon entspannten Rhythmus.

    Wir bleiben eine ganze Weile oben bei der Statue, genießen den Ausblick und sammeln Eindrücke. Lubango fühlt sich an wie ein echter Geheimtipp – eine Stadt, die mit unerwarteter Schönheit und Ordnung begeistert. Ein Ort, den man nicht einfach nur besucht, sondern erlebt.
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  • Affentheater und Sternennächte Iona Park

    6.–7. apr. 2025, Angola ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir sind unterwegs an die Küste Angolas. Von Lubango fahren wir in den Westen – und schon nach wenigen Kilometern ändert sich die Landschaft drastisch. Die grüne Vegetation rund um Lubango weicht Felsen, und über den spektakulären Serra da Leba Pass geht es hinab in eine karge Felswüste, die schließlich in eine fast vegetationslose Sandwüste übergeht.

    Unser Ziel ist Namibe – eine charmante Stadt mit kolonialem Flair, angenehmem Klima und direkter Lage am Atlantik. Sie liegt am nördlichen Rand des Iona-Nationalparks. Von dort fahren wir weiter südlich zu einem Overlander-Camp bei Patrick, mitten in der Wüste und direkt am Meer. Patrick, ein ehemaliger Overlander aus Deutschland, lebt hier mit seiner Frau – und mit Silvia, einem neun Monate alten Affen, der mit seinem Plüschtier herumtollt.

    An diesem Abend müssen Patrick und seine Frau weg, wir dürfen bleiben – mit Silvia. Der kleine Affe sorgt für ordentlich Trubel, springt uns an, pieselt Alexandra auf den Schoß, und Marie flüchtet schließlich in den Camper. So niedlich Silvia auch ist – wir entscheiden uns, nur eine Nacht zu bleiben.

    Am nächsten Morgen geht’s in den Iona-Nationalpark. Die Landschaft ist beeindruckend. Besonders die Colinas bei Namibe faszinieren uns – rund geschliffene, ausgewaschene Felsen, fast surreal. Zwischen ihnen sammeln wir Feuerholz, schlagen unser Lager auf und verbringen eine stille Nacht unter einem atemberaubenden Sternenhimmel – ohne jede Lichtverschmutzung.

    Am nächsten Tag fahren wir nochmals an Patricks Camp vorbei und stellen uns direkt an den Strand. Der Platz ist wunderschön, das Wasser kühl, aber erfrischend – trotz ein paar Steinen. Wir genießen den Tag in vollen Zügen.

    Später übernachten wir nördlich von Namibe, bevor wir am nächsten Morgen noch einmal zum Serra da Leba Pass fahren – weil es dort einfach so wunderschön ist.
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  • Serra de Leba Pass & Tundavala Schlucht

    5. april 2025, Angola ⋅ ☁️ 22 °C

    Am späten Nachmittag erreichen wir den Sierra de Leva Pass – einer der schönsten Orte unserer Reise. Hoch oben auf einer steilen Felswand, rund 1000 Meter über dem Tal, genießen wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Das Licht, die Stille, die Weite – einfach magisch. Wir machen ein kleines Feuer, lassen den Tag ausklingen und wissen: Hierher wollen wir zurück.

    Am nächsten Morgen fahren wir weiter zur Schlucht von Tuna Walla. Die Strecke dorthin ist spannend und abwechslungsreich. Oben angekommen: dichter Nebel. Die Sicht ins Tal bleibt uns verwehrt, doch gerade das verleiht dem Ort eine besondere Stimmung. Wir spüren, dass unter der Nebeldecke etwas Großes liegt – auch wenn wir es nicht sehen.

    Auf dem Rückweg steuern wir gezielt das kleine Café-Restaurant Les Chalet an – ein Stück Schweiz mitten in Afrika. In gemütlicher Holzhausatmosphäre bestellen wir u.a. Käse-Raclette. Nach all den Wochen unterwegs schmeckt es nach Heimat. Ein unerwartetes, wunderbar vertrautes Erlebnis!
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  • Lobito zwischen Industrie und Meeresidyl

    4. april 2025, Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir erreichen Lobito, eine hübsche Stadt am Atlantik, die sich wie ein langes Band an eine weit geschwungene Bucht schmiegt. Eine vorgelagerte Landzunge schützt die Stadt vor den Wellen – hier liegt Lobito, eingerahmt von Wasser und umgeben von ruhiger Atmosphäre. Es gibt auch einige Fabriken, aber das stört uns nicht. Im Gegenteil: Wir finden die Stadt wirklich schön. Sie ist überraschend sauber – das fällt uns sofort positiv auf.

    Wir fahren hinaus auf die Landzunge, wo sich ein besonderer Ort befindet: die Alpha-Bar. Sie ist unter Overlandern bekannt als Treffpunkt und Übernachtungsplatz – und wir verstehen schnell, warum. Wir dürfen direkt am Strand stehen, nur wenige Meter von der Bar entfernt. Es gibt Wasser, Toiletten und eine entspannte Stimmung. Die Bar selbst ist schön gemacht, mit Blick aufs Meer und einem Hauch Surfer-Charme.

    Für Marie ist der Spielplatz neben der Bar das absolute Highlight. Sie freut sich riesig und ist sofort mittendrin im Spielen. Auch für uns fühlt sich dieser Ort nach einer kleinen Oase an. Wir bleiben zwei Tage hier – einfach weil es uns gut tut. Das Meer ist warm und ruhig. Marie wagt neue Schwimmversuche und wird dabei immer sicherer. Wir sitzen viel am Strand, lassen die Füße im Wasser baumeln, gehen joggen und genießen die Beach-Bar.

    Bevor wir weiterziehen, versuchen wir, unsere deutsche Gasflasche auffüllen zu lassen. Leider klappt das nicht – der Anschluss ist anders und unsere Adapter passen nicht. Auch in der Gasabfüllanlage haben wir kein Glück. Seit Wochen können wir im Innenraum nicht mehr kochen. Zum Glück haben wir in Kongo eine zweite Gasflasche gekauft. Die funktioniert draußen wunderbar – und draußen kochen ist bei der Wärme sowieso angenehmer.

    Nach zwei entspannten Tagen machen wir uns wieder auf den Weg – ganz gemächlich, weiter Richtung Süden.
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  • Carpe Diem und der Surfbeach

    30. mar.–3. apr. 2025, Angola ⋅ ☁️ 28 °C

    Als wir von den Blackrocks kommen, besuchen wir den riesigen China-Markt, ein aus Lagerhallen bestehendes Areal, in dem chinesische Produkte von Chinesen verkauft werden. Jens sucht dort ein neues Autoradio und wird auch fündig. Am Yachthafen in Luanda treffen wir auf Stephan, den wir im Senegal aus dem Matsch gezogen haben und wir anschließend bis Guinea Conakry gefahren sind. Nach seinem Heimaturlaub bringt er uns einige bestellte Ersatzteile. Unser Treffen hatte sich verzögert, umso größer ist die Freude über das Wiedersehen. Stephan reist mit Gerd zusammen, den wir mit seiner Frau in Senegal in der Zebra Bar trafen, ist hier. Unser Wiedersehen feiern wir mit einem Abendessen im Yachthafen-Restaurant. Dort stoßen wir auf ein deutsches Pärchen, die ebenfalls in einem Mercedes Sprinter reisen. Sie gesellen sich zu uns. Gemeinsam verbringen wir einen geselligen Abend.

    Am nächsten Tag verlassen wir Luanda und fahren ans Meer. Unser Ziel: der Strand "Carpe Diem", bekannt für seine Surfbedingungen. Doch die Wellen sind klein. Einheimische Jungs nutzen sie dennoch geschickt für ihre Manöver. Am Strand lernen wir eine amerikanische Familie kennen. Ihr Sohn Oliver (5 Jahre) und Marie verstehen sich gut und spielen zusammen am Strand und im Wasser.
    Marie macht hier auch ihre ersten Schwimmversuche ohne Schwimmhilfe. Sie strampelt zwar zunächst wie ein Hund, kommt aber schon 1-2 Meter weit. In den nächsten Tagen wird es noch ausgebaut und Marie übt Brustschwimmen und schafft ca. 3 Meter alleine.

    Freitagmorgen beginnt das geschäftige Treiben. Am Wochenende herrscht Hochsaison. Wir beobachten, wie sich junge Männer streiten, weil Schattenspender versetzt wurden. Es eskaliert in eine kleine Prügelei – dabei gibt es unzählige dieser Konstruktionen und kaum Badegäste. Nach 2 entspannten Tagen reisen wir heute ab und fahren zu Alexandra und David, die an einem Surfbeach weiter südlich stehen. Um dorthin zu gelangen muss man durch ein armes Fischerdorf fahren. Die Leute haben hier nichts. Sie sind aber sehr freundlich und winken uns zu.
    Wir freuen uns nun wieder bei den Schweizern zu sein und Grillen abends. Am nächsten Tag dämmen wir die Fahrertür und bauen Lautsprecher ein. Die Beifahrerseite hatten wir bereits in Spanien erledigt.
    Anschließend genießen wir den Tag. Wir chillen in der Hängematte, baden, und genießen den Platz. Wir bauen Maries Schaukel an einen Ast und sie freut sich riesig. Sie spielt mit einheimischen Kindern und im Meer wird wieder schwimmen geübt. Es klappt schon ganz gut. 👍
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  • Black Rocks von Pungo Andongo

    25. mars 2025, Angola ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute besuchen wir die beeindruckenden Black Rocks von Pungo Andongo in der Provinz Malanje. Schon von weitem ragen die gewaltigen Granitformationen majestätisch aus der Landschaft hervor. Ihre Entstehung verdanken sie Jahrmillionen währender Erosion, die sie zu diesen einzigartigen Gebilden geformt hat.

    Als wir uns den Felsen nähern, spüren wir sofort ihre besondere Atmosphäre. Diese Steinformationen sind nicht nur ein Naturwunder, sondern haben auch eine tief verwurzelte Bedeutung in der Geschichte Angolas. Einst dienten sie der legendären Königin Nzinga Mbande als sicherer Rückzugsort im Widerstand gegen die portugiesischen Kolonialherren. In der Mbundu-Kultur gelten sie bis heute als heilig.

    Die Black Rocks sind eine willkommene Abwechslung zur Landschaft, die wir auf unserer bisherigen Reise durch Angola kennengelernt haben. Die massiven Felsen erheben sich wie gigantische Festungen aus der Ebene, und die verschiedenen Formationen laden zum Erkunden ein. Wir steigen auf eine der Anhöhen und werden mit einem spektakulären Ausblick belohnt: Die grünen Weiten Angolas erstrecken sich bis zum Horizont, und die Abendsonne taucht die Felsen in ein warmes, goldenes Licht.

    Hier verbringen wir mit unseren Baloombus-Reisefreunden einen schönen Abend am Lagerfeuer. Wir genießen die Stille, lassen den Blick schweifen und spüren die Magie dieses Ortes. Die Black Rocks strahlen eine geheimnisvolle Ruhe aus und bieten einen tollen Blick auf den Sternenhimmel.
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  • Luschi-Fest

    21. mars 2025, Angola ⋅ ⛅ 31 °C

    Nach ein paar anstrengenden Fahrtagen erreichen wir Luanda. Die Stadt wirkt modern, dynamisch. Überall wird gebaut – neue Gebäude, schicke Viertel und selbst Einkaufs-Malls gehören zum Stadtbild. Besonders beeindruckend ist die neue Skyline, die sich immer weiter entwickelt.
    Außerhalb des Zentrums sieht man jedoch deutlich einfachere Verhältnisse, und die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind spürbar. Dennoch finden wir Luanda als sehr angenehm, sauber und faszinierend – eine Stadt, die sich rasant entwickelt und viel zu bieten hat.

    Unser Ziel ist ein schöner Campingplatz, der unter Overlandern bekannt ist. Kaum angekommen, gibt es eine Überraschung: Wir treffen Antonin und Luan, die Schweizer Brüder wieder! Eigentlich wollten sie woanders hin, doch als sie hörten, dass dieser Platz gut sein soll, haben sie umdisponiert. Ihre Freude ist groß – und unsere auch!
    Lange sind sie nicht allein, denn auch Alexandra und David stoßen dazu. Die Luschi-Reisegruppe ist wieder vereint! Drei Tage verbringen wir hier und genießen gemütliche Lokalität, den tollen Pool, den Billardtisch und den Kicker. Der Campingplatz hat sogar eine Auffangstation für Tiere: Wir sehen einen Adler, ein Pferd, ein kleines Krokodil sowie verschiedene Vögel. Leider ist der Friseur krank, also gibt es keinen Haarschnitt. Aber die Wäsche wird hier wieder sauber. Der ganze Campingplatz und auch die Örtlichkeiten und Duschen sind sehr sauber, was in Afrika unüblich ist. Nach den letzten Fahrtagen entspannen wir einfach. Dann steht Franks Abschied an – er will nach Namibia und muss weiter. Am Abend feiern wir gemeinsam: Es gibt leckere Steaks und einige Drinks – Mojitos, Gin Tonic, Amarula und Bier (in der Reihenfolge 😉). Wir haben einen lustigen Abend, lachen viel, und Luan spielt sogar Gitarre. Die Nacht wird lang. Am nächsten Tag hängen wir durch. Wir kurieren uns aus, bevor Frank sich verabschiedet. Seit dem 18. November 2024 (mit kurzer Unterbrechung in Gambia) sind wir zusammen unterwegs, haben viele Länder bereist und eine großartige Zeit erlebt. Nun geht es für ihn weiter Richtung Süden. Vielleicht sehen wir uns wieder – wir hoffen es!
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  • Angola, Luanda

    19. mars 2025, Angola ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach der Unabhängigkeit 1975 geriet Angola in einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg (1975–2002), der die Wirtschaft schwer belastete. Viele Portugiesen verließen das Land, wodurch Unternehmen und Verwaltungen zusammenbrachen. Während des Krieges wurde Luanda zur Zuflucht für Binnenflüchtlinge, was zu einer rasanten Urbanisierung führte. Trotz der instabilen Lage begann Angola in den 1990er Jahren mit der Erdölförderung, die bald zur Haupteinnahmequelle des Staates wurde.

    Nach Kriegsende 2002 erlebte Luanda einen enormen Wirtschaftsboom, angetrieben vom Ölsektor. Angola wurde zum zweitgrößten Erdölproduzenten Afrikas, und internationale Unternehmen investierten stark. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum ließ die Immobilienpreise explodieren, und Luanda galt zeitweise als eine der teuersten Städte der Welt. Infrastruktur und Dienstleistungen wuchsen rasant, doch wirtschaftliche Ungleichheit blieb bestehen.

    Ab 2014 führten sinkende Ölpreise zu einer schweren Wirtschaftskrise mit Inflation und Währungsabwertung. Die Regierung begann daraufhin mit Reformen zur Diversifizierung der Wirtschaft, insbesondere in Landwirtschaft, Industrie und Tourismus. Trotz Fortschritten bleibt Angola stark vom Öl abhängig. Heute ist Luanda weiterhin das wirtschaftliche Zentrum des Landes, mit wachsenden Investitionen und strategischer Bedeutung als Hafenstadt. Doch Herausforderungen wie Korruption und soziale Ungleichheit bremsen das volle Potenzial der Metropole.
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  • Mitten in der Nacht schrauben

    18. mars 2025, Angola ⋅ ☁️ 32 °C

    Die zwei Jungs aus der Schweiz verabschieden sich. Sie nehmen die Abkürzung, eine staubige Dirt Road, tiefsandig, ruppig – genau ihr Ding. Wir hingegen entscheiden uns für den entspannten Weg und rollen über die asphaltierte Straße weiter. Irgendwann gegen Abend wollen wir uns einen Schlafplatz suchen.

    Wir fahren in Kolonne, wie immer. Wir vorne, Frank hinterher. Alles läuft routiniert, bis Jens im Rückspiegel stutzt. Das Auto hinter uns – ist das überhaupt Frank? Nach ein paar Kilometern wird klar: Nein. Frank ist weg.

    Wir werden langsamer, warten, doch Frank taucht nicht auf. Die Dämmerung setzt ein, die Straße wird dunkler. Keine Spur von ihm. Keine Nachricht. Also drehen wir kurzerhand um. Eine halbe Stunde sind wir ohne ihn gefahren, eine halbe Stunde wieder zurück. Nach über einer Stunde steht Frank endlich vor uns – mitten auf der Straße.

    Das Auto ist kaputt. Diagnose? Zylinderkopfdichtung. Nicht zum ersten Mal. Frank kennt sein Auto in- und auswendig, hat Ersatzteile dabei. Abschleppen? Schwierig. Zurück in die Stadt? Zu weit. Also bleibt nur eine Option: Reparieren. Hier. Auf der Straße.

    Es wird dunkel. Regina stellt die Warndreiecke besser sichtbar auf, die Warnblinker leuchten in die Nacht. Die Trucks donnern nah an uns vorbei – keine angenehme Situation. Regina geht mit Marie ins Auto, besser so. Und weil niemand auf leeren Magen schrauben sollte, gibt es Spaghetti mit Tomatensauce.

    Frank und Jens arbeiten konzentriert. Schraube für Schraube. Zwischendurch Pause, dann weiter. Marie schläft längst, während draußen am Motor gewerkelt wird. Alles läuft. Und tatsächlich: Kurz vor Mitternacht ist die Kiste wieder am Leben.

    Wir fahren los, nur ein paar Kilometer bis zu einem Funkturm. Dort schlagen wir unser Nachtlager auf. Frank schläft schlecht, wir anderen tief und fest. Am Morgen ist alles tutti. Die Motorhaube bleibt zu, der Wagen rollt. Nächster Stopp: Luanda.
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  • Drei Grenzen

    18. mars 2025, DR Kongo ⋅ ☁️ 33 °C

    Bei Xavier lernen wir zwei Schweizer aus dem Wallis kennen. Sie sprechen Französisch und Englisch, aber kein Deutsch. Luna (18) und Antonin (22), die ebenfalls auf großer Reise sind. Spontan schließen sie sich uns an. Sie übernachten in einem anderen Hotel in Cabinda, aber wir treffen sie an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo (DRC) wieder. Eigentlich wollen sie die DRC an einem Tag durchqueren, doch schnell wird klar: Das ist unmöglich.

    Wir fahren nach Cabinda und passieren die Grenze. Alle sind freundlich, und alles klappt gut. Nur dauert der Prozess, weil vieles per Hand eingetragen wird. In Cabinda übernachten wir in einem Hotel, schlafen im Auto und essen dort noch. Das Hotel ist ein portugiesischer Beach-Club mit schöner Atmosphäre.

    Am nächsten Morgen stehen wir früh auf und fahren zur Grenze. Auf der Cabinda-Seite läuft alles problemlos, wir machen viele Fotos. Die Grenzbeamten wollen unbedingt Bilder mit uns – von vorne, von der Seite, von hinten. An jeder Grenze das Gleiche.

    Auf der DRC-Seite gibt es einen Systemausfall, und wir müssen auf einen Interpol-Beamten warten – das zieht sich. Ganze vier Stunden dauert die Abfertigung, zwei davon bestehen nur aus Warten. Erst gegen halb zwei dürfen wir weiterfahren.

    Hinter der Grenze beginnt eine Sandpiste. Die Navigation hilft nicht viel, weil sich die Strecke ständig verändert. Wir müssen einen kleinen Umweg fahren. Unterwegs hält uns die Polizei mehrfach an, aber die Beamten sind freundlich. Einer fragt nach einer Zigarette – wir rauchen nicht.

    Am Nachmittag erreichen wir Boma und stellen uns an eine Kirche. Die beiden Schweizer haben sich uns inzwischen angeschlossen. Sie sehen ein, dass die DRC nicht an einem Tag zu schaffen ist. Der Kirchplatz ist asphaltiert, mit Blick über die Stadt. Der Sonnenuntergang ist beeindruckend. Währenddessen findet eine Messe statt, einige Menschen sitzen im Stuhlkreis. Marie entdeckt einen Roller und ist begeistert – sie kann fahren! Sie genießt es, und der Abend klingt entspannt aus.

    Am nächsten Morgen wollen wir um fünf Uhr aufstehen, aber unser Wecker versagt. Zum Glück läutet um halb sechs die Kirchturmuhr, und wir werden wach. Schnell sind wir startklar, die anderen brauchen noch etwas Zeit. Um zehn vor sechs brechen wir auf, denn unser Ziel ist Matadi.

    Matadi gilt als schwierig. Die Stadt hat eine Brücke über den Kongo, die problemlos zu passieren ist. Danach jedoch stauen sich Lastwagen, und es bleibt nur eine Spur frei. Wir haben Glück, weil wir früh dran sind, doch andere brauchen hier vier Stunden. Matadi ist keine große Stadt – eigentlich wäre sie in einer halben Stunde zu durchqueren.

    Von Matadi steuern wir die Grenze an. Auch dort stehen LKWs, die Straße ist schlecht. Ein LKW fährt vor uns her, dann kommt uns einer entgegen. Er muss zurücksetzen, und wir werden etwas rangiert. Da die Grenze erst um acht Uhr öffnet, gibt es zum Glück noch keine LKW-Welle aus Angola – genau deshalb fahren wir früh los.

    Die Grenze liegt am Hang. Wieder heißt es warten, wieder gibt es Fotos. Gelbfieberkarten werden kontrolliert, alles wird von Hand abgeschrieben. Doch schließlich können wir weiter – nach Angola! Jens erledigt die Formalitäten, während Regina mit Marie im Auto bleibt.

    Dann ist es soweit – wir sind in Angola! Wir haben es geschafft!
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  • Republik Kongo - ein Monat Abenteuer

    16. mars 2025, DR Kongo ⋅ ⛅ 32 °C

    Die Republik Kongo – wer hätte gedacht, dass dieses Land uns so in seinen Bann ziehen würde? Ein Monat, 1.600 Kilometer von Norden bis nach Pointe Noire, und unzählige Erlebnisse später sind wir uns einig: Dieses Land ist ein absolutes Highlight.

    Der Norden ist eine andere Welt. Dicht, feucht, überwältigend – der Regenwald scheint unendlich. Die Luft ist schwer, das Blätterdach lässt kaum Sonnenlicht durch, überall regt sich Leben. Die Geräusche, der Duft, die Farben – ein einziges Naturschauspiel. Und dann unser absolutes Highlight: die Flachland-Gorillas. Diese seltenen Tiere zu erleben, ist einfach magisch.

    Als dann das erste Gewitter seit Marokko aufzieht, wird uns wieder bewusst, wie lebendig diese Landschaft ist. Die dunklen Wolken, das zuckende Licht, der prasselnde Regen – die Natur inszeniert sich selbst.

    Je weiter südlich, desto offener wird die Landschaft. Dichte Wälder weichen einer ländlicheren Umgebung, es gibt sogar Farmen von Südafrikanern. Und überall Schmetterlinge – tausende saßen auf unserem Auto, ein wunderschönes Bild.

    Brazzaville überrascht uns. Klar, kein Paris, aber die Stadt ist lebendig, angenehm, sogar ein bisschen mondän. Wir stehen auf einem Tennisplatz mitten in der Stadt – und entdecken eine westliche Bäckerei: Pauls - sehr lecker!

    Unser Besuch bei den Goldgräbern ist ein krasser Kontrast. Wir halten tatsächlich echtes Gold in der Hand – ein greifbares Stück Abenteuer.

    Dann Pointe-Noire. Endlose Strände, raue, aber auch warme Wellen, entspannte Tage. Marie liebt die seichten Buchten, perfekt zum Baden. Der Wahnsinnsmoment: Wasserschildkröten direkt vor uns im Wasser.

    Die Republik Kongo hat uns begeistert. Natur, Tiere, Landschaften – alles ist intensiver, wilder, als wir es erwartet hätten. Und die Menschen: freundlich, zurückhaltend, herzlich.

    Ein Monat war viel zu kurz. Aber Kongo bleibt für immer in unseren Erinnerungen.
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  • Jens’ Geburtstag am Strand

    15. mars 2025, Kongo ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir fahren ein Stück südlich von Pointe-Noire zu Xaviers Beach Club, den wir schon kennen. Jens hat sich gewünscht, seinen Geburtstag am Strand zu verbringen – also genau das Richtige für heute.

    Regina backt am Abend vorher Muffins, damit es direkt zum Frühstück eine kleine Geburtstagsüberraschung gibt. Am Morgen sitzen wir gemütlich am Strand, genießen den ersten Kaffee mit frischen Muffins und starten entspannt in den Tag. Die Sonne strahlt, es ist warm, und das Meer glitzert in der Morgensonne.

    Mittags gehen wir bei Xavier essen. Das Essen ist, wie immer, köstlich, und wir lassen es uns richtig gut schmecken. Am Nachmittag gibt es noch Kuchen – ein weiterer süßer Moment für Jens’ Ehrentag.

    Den restlichen Tag verbringen wir entspannt am Strand. Wir baden, genießen die Sonne und lassen es uns einfach gut gehen. Jens wird 44 und kann sich keinen besseren Ort für seinen Geburtstag vorstellen. Schon gestern hat Regina ihm die Haare geschnitten – jetzt sieht er frisch gestylt aus und feiert den Tag genau so, wie er es sich gewünscht hat.
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  • Beach Club nur für uns

    12. mars 2025, Kongo ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir sind zurück in Pointe-Noire, wieder im bekannten Beach Club. Doch heute zieht es uns weiter – in den Norden, wo es seichte Buchten und ruhigere Strände geben soll. Perfekt für Marie, denn hier sind die Wellen oft zu hoch.

    Die Fahrt wird zur Herausforderung: tiefe Schlaglöcher, Schlammpisten, sandige Abschnitte. Eine Umleitung kostet uns zusätzlich Zeit. Nach anderthalb Stunden – für nur 40 Kilometer – erreichen wir endlich die Beach Clubs. Doch unter der Woche sind sie geschlossen. Ein freundlicher Security Guard lässt uns trotzdem hinein, und so haben wir den gesamten Club für uns.

    Der Strand ist traumhaft: eine sanfte Bucht, klares Wasser, keine Wellen. Marie kann sofort ins Meer laufen. Regina macht zwischendurch Sport, und wir holen das Stand-Up-Paddle heraus. Jens paddelt weiter raus und entdeckt Wasserschildkröten! Regina und Marie versuchen ihr Glück, aber die Tiere bleiben verborgen.

    Abends essen wir draußen, während nebenan der Security Guard mit ein paar Jungs im Pool badet. Dann zieht ein Gewitter auf, begleitet von heftigem Regen. Auch am Morgen nieselt es noch, doch bald klart es wieder auf.

    Vor der Abfahrt gehen wir noch einmal ins Wasser. Der Rückweg ist nun noch matschiger, doch unser Sprinter kommt erstaunlich gut durch. Zurück in Pointe-Noire erledigen wir unsere Einkäufe: Diesel, Wasser, Vorräte – wir rüsten uns für 1000 Kilometer bis Luanda.

    Für die letzte Nacht stellen wir uns noch einmal in den Beach Club. Morgen geht es weiter – das nächste Abenteuer wartet.
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  • Im Goldrausch

    10. mars 2025, Kongo ⋅ ☁️ 33 °C

    Dank eines Tipps eines anderen Reisenden machen wir uns auf den Weg in die Berge des Demonika-Nationalparks, um die Auberge Vigoureux zu besuchen – ein abgelegenes Herrenhaus aus den 1940er Jahren, erbaut zur Goldrauschzeit von belgischen Siedlern.

    Dann taucht Jan, der Besitzer, auf – ein Belgier, der seit über einem Jahrzehnt hier lebt. Er zeigt uns alles. Das Haus ist stilvoll eingerichtet, angenehm kühl, und die Atmosphäre herzlich. Jan spricht fließend Deutsch, Französisch und Englisch und lässt uns völlig frei entscheiden, wie wir unseren Aufenthalt gestalten wollen. Da es nun anfängt zu regnen beschließ n wir heute auszusetzen und uns auszuruhen.

    Am nächsten Morgen machen wir mit einem Guide einen Spaziergang zu den Goldgräbern. Mit einfachsten Mitteln – Spaten, Schaufeln und Metalldetektoren – suchen sie im Erdreich nach Gold. Doch obwohl der Goldpreis aktuell bei 87 Euro pro Gramm liegt, bleibt für sie kaum etwas übrig. Alles muss an den Dorfchef abgegeben werden, der es weiterverkauft – erst nach Benin oder an die Elfenbeinküste, dann nach Saudi-Arabien. Als wir wieder zur Auberge kommen haben wir ein langes Gespräch mit Jan über die harte Realität des Goldabbaus. Er gibt uns viele Eindrücke wie unschön die Menschen hier miteinander umgehen und wie sehr die Gesellschaft von Machtmissbrauch, Korruption und Mafia beeinflusst wird. Plötlich stellen wir überrascht fest, dass es schon 15 Uhr ist. Wir wollen zu einem Wasserfall. Wir brauchen eine gute Stunde dorthin. Ein Guide begleitet uns wieder. Schnell packen wir Stirnlampen ein (denn um sechs wird es dunkel) und brechen zum Wasserfall auf. Der Weg ist herausfordernd – rutschige Matschböden, Baumstämme zum Klettern, steile Passagen. Jens rutschen aus, Jens landet wie ein Käfer auf dem Rücken in einem Busch. Regina muss ihm hoch helfen. Regina rutscht Air einem Baumstamm aus mit Marie auf dem Arm. Sie verletzen sich nicht. Nach einer Stunde erreichen wir den Wasserfall. Marie ist die ganze Strecke alleine gelaufen! Das waren bestimmt 5 km. Das Wasser ist sehr kühl – eine willkommene Abkühlung nach der anstrengenden Tour. Marie geht nur kurz rein, Jens und Regina genießen das Bad länger. Nach der Erfrischung geht’s wieder zurück. Marie läuft noch 30 min. Danach kommt sie in die Kraxe. Gerade rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit und zum Abendessen kommen wir zurück. Es gibt ein leckeres Essen: Affenbrotbaum-Frucht als Knödel und Pommes Frites, zarter Rinderbraten, knackiger Salat und Crème Anglaise zum Dessert. 😋

    Am nächsten Tag steht eine große Tour an. Gemeinsam mit einem französischen Pärchen, dass auch in der Auberge übernachtet, und sieben einheimischen Fahrern geht es auf Mopeds tief in den Nationalpark hinein. Marie sitzt zwischen Fahrer und Regina – und hat sichtlich Spaß! Die Strecke ist abenteuerlich: steinige Passagen, Wasserlöcher und querliegende Baumstämme. Unser Fahrer Isak ist ein Vollprofi, und nach einem wilden Ritt erreichen wir ein abgelegenes Dorf, in dem kaum jemals Weiße auftauchen. Wir beobachten, wie Gold gewaschen wird, und erkunden eine Höhle voller riesiger Insekten – halb Grashüpfer, halb Spinne. Wir fahren weiter und wollen noch eine große Goldabbaustelle zu besichtigen. Doch plötzlich stoppt uns ein Mann vor einem Tor – ein angeblicher Polizist. Jan stellt ihn sofort zur Rede, und es eskaliert: Lautes Geschrei, wütendes Gestikulieren, ein hitziger Schlagabtausch. Unsere Fahrer solidarisieren sich mit Jan. Wir gehen zur Seite. Die Situation wird immer angespannter. Schließlich entscheiden wir alle: Genug. Wir drehen um. Jan telefoniert sofort, um den Mann zur Rechenschaft zu ziehen. Doch das Gold sehen wir heute nicht mehr. Die Rückfahrt ist brutal heiß, und als wir endlich wieder in der Villa ankommen, sind wir einfach nur froh. Marie hält tapfer durch, doch die Hitze auf den Motorrädern war anstrengend für alle. Zurück in der Auberge genießen wir die kühle Atmosphäre des Hauses und reflektieren den ereignisreichen Tag.

    Am letzten Tag nehmen wir uns noch Zeit für einen besonderen Besuch: Wir schauen uns eine Schule an, die Jan unterstützt. Hier lernen 3-, 4- und 5-jährige Kinder in verschiedenen Klassen. Als wir ankommen, haben sie gerade gegessen und stehen kurz vor Schulschluss. Die Kinder sind unglaublich niedlich und voller Energie. Als sie Marie sehen, möchten sie ihr unbedingt noch etwas vorsingen. Sie stellen sich auf, geben sich große Mühe und singen mit leuchtenden Augen und voller Inbrunst Lieder. Es ist ein rührender Moment, der uns tief beeindruckt. Die Schule selbst ist gut ausgestattet, mit bunten Wänden und Spielsachen und einer freundlichen Atmosphäre. Hier sieht man, dass investiert wurde – leider ist das nicht überall so. Viele Schulen haben nicht annähernd so gute Bedingungen. Umso schöner ist es zu sehen, was hier möglich gemacht wird.

    Ein besonderer Abschluss für unsere Zeit hier bei Jan – und ein Moment, der in Erinnerung bleibt.
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  • Luschis Adieu

    6. mars 2025, Kongo ⋅ ☁️ 29 °C

    Am nächsten Morgen geht’s weiter – zumindest für einen Teil von uns. Alexandra und David wollen schon rüber in die Demokratische Republik Kongo, um dort eine Freundin zu besuchen. Bevor sie weiterziehen, fahren wir gemeinsam noch ein Stück südlich von Pointe-Noire zu einem Beachclub. Während sie am nächsten Tag weiter Richtung Cabinda düsen, bleiben wir noch hier – unser Visum für die DRC gilt ja erst ab dem 15.03.24

    Auf dem Weg dorthin gelingt uns endlich ein kleiner Gamechanger: Wir ergattern eine Gasflasche mit Aufsatz! Klingt unspektakulär, ist aber ein echtes Highlight. Denn bei 35 bis 40 Grad ist das Kochen im Camper für Regina einfach nur eine Qual. Jetzt können wir endlich draußen kochen – und direkt ausprobieren. Nudeln, Kaffee – alles unter freiem Himmel. So einfach, so gut!

    Am Beachclub angekommen, treffen wir auf Xavier. Er ist Franzose, aber als Kind schon in ganz Afrika unterwegs gewesen, weil sein Vater beim Militär war. Seit fast 20 Jahren lebt er im Kongo und betreibt hier ein kleines Restaurant mit Meerblick. Man kann aber auch direkt runter zum Strand fahren – was wir natürlich tun. Es ist ein bisschen steil, aber kein Problem. Wir parken direkt am Wasser und genießen die Aussicht.

    Dann gibt’s Essen im Restaurant. Für Regina zum ersten Mal in Afrika Languste – und sie ist begeistert! Alles schmeckt super, bis auf die Pommes Frites, die sind leider ein Reinfall. Aber egal, der Rest macht’s wieder wett. Wir verbringen einen entspannten Tag, genießen das Meer und lassen es uns gutgehen.

    Am nächsten Morgen heißt es dann Abschied nehmen von unserer Luschi-Gruppe. Alexandra und David ziehen weiter nach Cabinda, um dort Marvin zu treffen. Wir bleiben noch einen Tag hier, kühlen uns immer wieder im Wasser ab und waschen sogar ein bisschen Wäsche. Einfach mal stehen bleiben, nichts tun müssen – tut verdammt gut.

    Und während wir die beiden wegfahren sehen, steht für uns fest: Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns getroffen haben. Wir hoffen, dass sich unsere Wege bald wieder kreuzen!
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  • Rocky im Loch

    4. mars 2025, Kongo ⋅ ☁️ 29 °C

    Ein Tag voller Abenteuer

    Heute holen wir unsere frisch gewaschene Wäsche ab. Kaum sind wir zurück im Auto, zieht ein heftiger Sturm auf – zum Glück sitzen wir trocken.

    Danach geht es in die Stadt, um eine neue Sicherung für den Motorlüfter zu besorgen. Jens hatte ein Provisorium gebastelt, welches ersetzt werden muss. Vor einem Ersatzteilgeschäft will Jens einparken und übersieht dabei ein offenen Regenwasserkanal. Es kracht als Rocky in das Loch fällt

    Jens steigt erschrocken aus und flucht. Regina alarmiert sofort unser Rettungsteam, bestehend aus Frank und David mit ihren Hi-Lift Wagenhebern. Sofort bildet sich eine Traube Einheimischer mit blödsinnigen Tipps. Jens spricht einen Weißen an – Louis, den Manager des Ladens, in den wir eigentlich wollten. Der Franzose spricht sehr gutes Englisch und hilft uns. Dann tauchen zwei Polizisten auf und wollen den Führerschein sehen. Doch anstatt ihn zurückzugeben, behalten sie ihn mit der Begründung, dass er erst nach der Bergung zurückkommt. Regina bleibt hartnäckig dran.

    Währenddessen richtet der Sturm noch weiteren Schaden an: Die Markise von David und Alexandras VW-Bus reißt, eine Halterung verbiegt sich, und das Solarpanel wird weggeweht – zum Glück bleibt es heil.

    Kurz darauf treffen Frank und David ein. Der Plan ist schnell gemacht: Die Polizisten werden mit der Beschaffung von dick n Holzbrettern beauftragt. Regina begleitet sie – schließlich steckt der’ Führerschein noch in dessen Tasche. Mit den Wagenhebern wird das Auto aus dem Loch gehoben, Bohlen werden untergelegt, und Jens kann herausfahren.

    Doch der Polizist will den Führerschein immer noch nicht herausgeben und macht erst Fotos. Als Regine nachhakt, riecht sie eine starke Alkoholfahne „Nur ein Bier“, sagt er grinsend. Dann will er auch noch Geld für das Missgeschick. Jens wird sauer, nach Androhung einer Beschwerde bezüglich der Verkehrssicherheit gibt die Polizei den Führerschein zurück.

    Zurück am Beach Club genießen wir ein gutes Essen und ein Glas Rotwein. Am nächsten Morgen reparieren Frank und David die Markise. Ein chaotischer, aber erfolgreicher Tag geht zu Ende!
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  • Ein Abenteuer mit Umwegen

    2. mars 2025, Kongo ⋅ ⛅ 30 °C

    Früh morgens verlassen wir Brazzaville und nehmen die direkte Route nach Pointe-Noire. Nach anderthalb Stunden erreichen wir eine Schranke mit einem Polizisten.

    Er erklärt uns, dass die Straße gesperrt sei. Es gebe keinen Asphalt mehr, und durch den Regen seien die Schlaglöcher über einen Meter tief. Selbst mit einem Land Rover könne man hier nur mit Mühe durchkommen – für unseren Sprinter und den VW-Bus sei es unmöglich.

    Uns bleibt nichts anderes übrig, als umzudrehen. Vier Stunden verloren, erneut Straßengebühren zahlen, zurück nach Brazzaville. Wir suchen eine alternative Route, verfahren uns aber. Also bleibt nur eins: den ganzen Weg zurückfahren, den wir gekommen sind.

    Im Stadtverkehr kämpfen wir uns durch, nehmen dann die Hauptstrecke nach Pointe-Noire und erreichen unseren Übernachtungsplatz erst im Dunkeln. Schnell essen, dann direkt ins Bett.

    Am nächsten Morgen geht es weiter. Unterwegs machen wir Halt an einem Fluss – eine willkommene Abkühlung, auch wenn das Wasser wärmer ist als erhofft. Wir finden einen Stellplatz und grillen zusammen.

    Am nächsten Tag erreichen wir Pointe-Noire und finden einen Stellplatz am Strand. Wir entspannen uns, gehen baden und bemalen Steine – alle haben Spaß.

    Am Samstag taucht der Besitzer auf und erklärt, dass er den Rasen mähen wird und am Sonntag eine große Party stattfindet. Es stört ihn nicht, dass wir hier übernachtet haben, aber es wird laut werden.

    Da es uns zu unruhig wird, ziehen wir weiter, erledigen in der Stadt Einkäufe, Jens sucht eine KFZ-Sicherung, dann geht’s zum Overlanderplatz am Strand. Dort treffen wir wieder auf den Overlander-LKW aus England mit 25 Touristen. Wir genießen das Meer, das Essen und die entspannte Atmosphäre. Marie bleibt wegen der hohen Wellen lieber an der Wasserkante, aber es gibt eine Dusche, Toiletten und Schaukeln – perfekt für ein paar ruhige Tage am Strand.
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  • Die Luschis in Brazzaville

    25. februar 2025, Kongo ⋅ ☁️ 31 °C

    Die coolste Reisegruppe hat mittlerweile einen Namen: „Die Luschis“. Wir nennen uns so, weil wir uns – bedingt durch das Klima – nur wenig bewegen und abends früh schlafen gehen (ca. 20 Uhr).

    Die Luschis reisen nach Brazzaville, der Hauptstadt des Kongo. Unser erster Halt ist eine Bank, um Geld zu holen. Während das bei den meisten klappt, hat Alexandra Pech – ihre Karte wird vom Automaten eingezogen. Sie muss am nächsten Tag wiederkommen, um sie von der Bank zurückzubekommen.

    Danach geht es weiter zum Hypermarché Casino, einem riesigen Supermarkt mit einem beeindruckenden Sortiment. Viele Produkte, die wir unterwegs vermisst haben, gibt es hier wieder – allerdings zu hohen Preisen: Möhren kosten 10 Euro pro Kilo, Milch 3 Euro, Käse 5 Euro. Zum Glück gibt es ein Rabattregal mit Waren kurz vor Ablaufdatum, wo wir einige Schnäppchen machen.

    Französische Bäckerei & Tennisclub
    Nur wenige Minuten entfernt liegt die französische Bäckerei Paul. Hier herrscht westlicher Standard: Klimaanlage, WLAN und eine tolle Auswahl an Brot und Kuchen. Wir genießen die Pause mit leckerem Kuchen und Latte Macchiato, bevor wir zum nahegelegenen Tennisclub fahren – ein echter Geheimtipp für Reisende, denn man kann dort sicher und kostenlos übernachten.

    Am Club treffen wir Walter und seine Familie wieder, mit denen wir bereits unterwegs Bekanntschaft gemacht haben. Gemeinsam lassen wir den Tag entspannt ausklingen, genießen unser frisch gekauftes Brot und freuen uns über die Duschen und Toiletten. Am nächsten Morgen lernen wir die nette portugiesische Betreiberin kennen. Sie ist äußerst freundlich und zeigt uns den großen Spielplatz – sehr zur Freude von Marie.

    Regina und David wollen Tennis spielen. Eigentlich müsste man zahlen, doch die Betreiberin überlässt uns kostenlos Schläger, Bälle und einen Platz – eine tolle Geste! Wir genießen das Spiel, bis ein heftiges Gewitter aufzieht. Der Wind frischt plötzlich stark auf, und wir müssen schnell unsere Sachen in Sicherheit bringen, bevor der Regen einsetzt. Man merkt, dass langsam die Regenzeit kommt.

    Während das Unwetter tobt, nutzt Jens die Gelegenheit, das Auto noch eilig zu waschen. Dann sitzen wir alle im Fahrzeug. David und Alexandra kommen dazu, und wir spielen gemeinsam mit Marie eine Runde Kniffel, bevor es Zeit fürs Bett wird.

    Am nächsten Morgen brechen wir auf und setzen unsere Reise fort. Brazzaville war ein aufregender, aber auch überraschend entspannter Zwischenstopp!
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  • Wir sehen doch noch Flachland Gorillas

    23. februar 2025, Kongo ⋅ ☁️ 31 °C

    Die Fahrt in den Nationalpark Abio ist wunderschön. Von der Hauptstraße führt ein schmaler Feldweg durch weite Wiesen, am Horizont zieht ein Gewitter auf. Zunächst bestaunen wir die dunklen Wolken und Blitze in der Ferne, doch das Unwetter kommt schneller als gedacht. Schließlich geraten wir mitten hinein und erreichen das Camp, zwölf Kilometer von der Hauptstraße entfernt, im strömenden Regen. Die Strecke ist teils matschig und sandig, doch bietet beeindruckende Ausblicke.

    Das Camp liegt an einem Fluss mit kleinen Inseln, auf denen Gorillas leben. Einer von ihnen, ein kranker Silberrücken, konnte nicht ausgewildert werden und wird hier versorgt.

    Kurz nach uns trifft ein Overlander-Truck ein – den haben wir bereits in Ghana und Benin gesehen! Es ist einer dieser 4x4-Reisetrucks, in denen bis zu 25 Personen von Marokko nach Kapstadt reisen. Die Gruppe schläft in Zelten, sodass der Campingplatz voll ist. Doch wir finden noch eine kleine Lücke für unsere drei Autos und warten dort den Regen ab.

    Am nächsten Morgen unternehmen wir eine Affentour (100 €) mit dem Boot zu den Gorilla-Inseln. Ein einsamer Silberrücken lebt auf einer Insel, auf einer anderen sind zwei Gorillas zusammen. Einer davon ist 9 Jahre alt, seine Mutter wurde erschossen, und er würde in der Wildnis nicht überleben. Die Inseln dienen als Auffangstation, die Gorillas haben viel Platz und werden versorgt.

    Ein besonderes Highlight: Wir kommen bis auf zwei Meter an den jungen Gorilla heran. Er springt durch die Bäume, ist unglaublich aktiv – ein beeindruckendes Erlebnis! Im Fluss entdecken wir sogar ein Nilpferd.

    Nach der Tour kehren wir zurück. Wir haben zwei Fahrten gebucht: Am Morgen fahren Alexander, David, Regina und Jens, am Nachmittag Frank mit der Overlander-Gruppe. Marie bleibt lieber beim Auto, sie interessiert sich nicht so sehr für die Gorillas.

    Wir bleiben zwei Nächte im Nationalpark und genießen die Natur. Am nächsten Morgen geht es weiter – Richtung Brazzaville.
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  • Hotel am Fluss & Äquatorüberquerung

    21. februar 2025, Kongo ⋅ ☁️ 32 °C

    Wir fahren weiter in den Odzala-Kokoua Nationalpark im Nordwesten der Republik Kongo. Nach etwas Hin und Her dürfen wir hinein, und der Parkmanager empfängt uns persönlich. Im Restaurant serviert man uns einen köstlichen Hibiskussaft, den besonders Marie liebt – ihr Mund färbt sich knallrot. Dazu gibt es knusprige Maniokchips.

    Die Preisliste ernüchtert uns: 400 US-Dollar pro Nacht für die günstigste Lodge, 85 US-Dollar pro Tag für den Eintritt. Camping ist nicht erlaubt, höchstens am Parkeingang. Selbst mit Gruppenrabatt bleibt es teuer – und ob wir Gorillas sehen, ist ungewiss. Der Park ist bekannt für Flachland-Gorillas und Waldelefanten, doch wir entdecken keine. Immerhin sehen wir einige Affen, die Natur ist wunderschön, aber der Preis schreckt uns ab. Stattdessen versuchen wir unser Glück auf der Straße, wo andere Reisende bereits Gorillas und Elefanten gesichtet haben.

    Zur Dämmerung fahren wir langsam die Straße entlang und verbringen die Nacht im Regenwald. Auch am nächsten Morgen – extra früh aufgestanden – bleibt das Glück aus: keine Tiere in Sicht.

    Am Äquator machen wir Halt an einem kleinen Monument, genießen ein Picknick und schießen einige Fotos – ein schöner Moment!

    Wir sind weiterhin auf der Suche nach Diesel, der in Kamerun knapp ist. An jeder Tankstelle heißt es: Kein Diesel. Schließlich winkt uns ein Mann herüber. In einem Haus gegenüber hat er Kanister mit Diesel gelagert. Der Preis ist etwas höher, aber akzeptabel. Wir testen die Qualität – und befinden sie für einwandfrei. Also schlagen wir zu und versorgen uns für die Weiterreise.

    Unser nächstes Ziel ist die Residenz Nikkeni, ein schönes Hotel, das wir über iOverlander gefunden haben. Nach etwas Überzeugungsarbeit von Alexandra und Regina dürfen wir für eine kleine Gebühr auf dem Parkplatz übernachten. Es gibt drei Pools, wir entscheiden uns für den saubersten neben dem Kinderbereich, in dem auch Marie ihren Spaß hat.

    Das Hotel liegt am Fluss und ist beeindruckend aber auch etwas in die Jahre gekommen: Es wird anscheinend gelegentlich vom Präsidenten der Republik Kongo und seiner Familie besucht, doch heute sind wir die einzigen Gäste – wir haben das ganze Hotel für uns! Pfaue spazieren umher, und in einem Käfig sitzen arme Graupapageien. Dennoch genießen wir die Umgebung und die Annehmlichkeiten, einschließlich Duschen und Toiletten.

    Am nächsten Morgen feiern wir Alexandras 30. Geburtstag! Wir starten mit einem Frühstück im Restaurant, verbringen den Tag am Pool und backen einen Geburtstagskuchen.

    Später trifft Walter mit Silvia und ihrem 14-jährigen Sohn Leon sind mit dabei. Gemeinsam genießen wir ein tolles Abendessen im Hotelrestaurant. Es ist heiß, also geht es vorher nochmal in den Pool, bevor wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

    Am nächsten Morgen sind wir fast abfahrbereit, als der Koch uns Pain au Chocolat anbietet. Natürlich sagen wir ja – und werden nicht enttäuscht. Seit Frankreich haben wir keine besseren Croissants und Pain au Chocolat mehr gegessen!

    Die Residenz Nikkeni bleibt uns als wunderbarer Ort in Erinnerung. Von hier aus setzen wir unsere Reise gestärkt und gut gelaunt fort – bereit für das nächste Abenteuer!
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  • Koruppte Polizei & Camp am Fluss

    15.–16. feb. 2025, Kongo ⋅ ☁️ 33 °C

    Von Jaunde aus fahren wir in Richtung Kongo und geraten in eine Polizeikontrolle. Die Beamten sind freundlich, geben unsere Pässe zurück, doch eine Polizistin bemerkt, dass wir keinen Einreisestempel haben. Wir erklären, dass wir bei der Einreise keinen Stempel erhalten haben und unsere Passkopien an die Immigration in Jaunde geschickt wurden. Doch sie bleibt hartnäckig, behauptet, wir hätten etwas Illegales getan – offenbar in der Hoffnung auf Bestechungsgeld.

    Während die Schweizer weiterfahren, behalten die Polizisten Franks Pass ein. Wir weigern uns zu gehen, bis er ihn zurückbekommt. Eine junge Chefin mit langen roten Fingernägeln nimmt den Pass und verschwindet in einen Bürocontainer. Regina ruft Frank noch hinterher, seinen Pass nicht aus den Augen zu lassen.

    Ein junger Beamter kommt hinzu und droht uns mit Gefängnis. Als Regina ihr Handy zückt, um die Aussage festzuhalten, schreien plötzlich alle Beamten durcheinander. Nach etwa einer Stunde und endlosen Diskussionen verliert Jens schließlich die Geduld. Er geht zu Frank in den Bürocontainer und fordert lautstark die Rückgabe des Passes. Als das nicht klappt, läuft er zu einem Beamten mit roter Mütze auf der anderen Straßenseite, der offenbar etwas zu sagen hat. Gemeinsam gehen sie zurück in den Bürocontainer.

    Jens will der Chefin am Auto ein Foto des Immigrationsbeamten an der Grenze zeigen und nimmt sie fast an die Hand. In diesem Moment drängt sich ein einheimischer Pickup zwischen unser Auto und die Kontrolle, droht uns zu rammen. Die Situation eskaliert, Jens wird laut – und plötzlich geben die Polizisten Franks Pass zurück. Endlich können wir weiterfahren.

    Durch die Verzögerung erreichen wir die Grenze nicht mehr. Wir suchen einen Schlafplatz, tanken 40 Liter Diesel und kaufen einen Kanister, da Treibstoff im Kongo knapp ist.

    Am nächsten Morgen läuft an der Grenze alles überraschend schnell: In zehn Minuten sind wir durch die kamerunische Kontrolle, in nur 30 Minuten im Kongo – die bisher schnellste und angenehmste Grenze in Afrika!

    Kurz darauf finden wir einen traumhaften Platz an einem Fluss. Ein Einheimischer begrüßt uns freundlich und bietet an, uns mit Wasser zu versorgen. Alle Dörfer haben eigene Brunnen mit Tanks in den Landesfarben Rot, Gelb und Grün.

    Der Fluss ist eisenhaltig braun, aber angenehm erfrischend. Bei fast 40 Grad springen wir ins Wasser, Marie planscht begeistert. Neugierige einheimische Kinder beobachten uns aus der Ferne.

    Am Abend sitzen wir am Lagerfeuer, backen Stockbrot und genießen die Ruhe. Am nächsten Morgen erleben wir eine magische Überraschung: Hunderte Schmetterlinge umgeben unser Camp! Sobald wir eine Autotür zuschlagen, wirbelt ein bunter Schwarm in die Luft – ein unvergessliches Schauspiel.

    Wir bleiben noch einen Tag, holen das SUP-Board raus und paddeln auf dem Fluss. Dann tauchen alte Bekannte auf: ein holländisches Pärchen aus Benin und später auch die Bayern in ihrem LKW. Gemeinsam verbringen wir einen schönen Abend am Lagerfeuer.

    Am nächsten Morgen füllen wir unsere Wassertanks auf und setzen unsere Reise durch den Kongo fort – mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck.
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  • Werkstatt-Chaos in Jaunde

    8. februar 2025, Kamerun ⋅ ⛅ 33 °C

    Am Morgen fährt Jens früh zur Werkstatt, die von dem deutschsprachigen Harry geführt wird, um die gebrochene Blattfeder wechseln zu lassen. Doch es wird komplizierter als gedacht – die Feder, die laut Absprache vorrätig sein sollte, fehlt. Stattdessen gibt Harry sie an eine kleine Federbude weiter, die das Ersatzteil neu anfertigen soll. Als wäre das nicht genug, sind die Befestigungsschrauben völlig festgerostet und müssen abgeflext werden, um die alte Feder überhaupt zu entfernen.

    In der Werkstatt trifft Jens auf Achim, einen Deutschen, der in Namibia lebt. Er ist mit einem Toyota-Geländewagen-Wohnmobil unterwegs, das er nach Namibia fährt, um es dort einem Freund zu übergeben. Achim ist sehr freundlich und interessiert sich für unser Werkstatt-Drama. Wir gehen zusammen Mittagessen und unterhalten uns über unsere Reisen.

    Während Jens sich mit den Mechanikern herumschlägt, bleibt Regina mit Marie und den anderen im Kloster. Marie hat Fieber und Bauchschmerzen, also kümmert sich Regina um sie. Jens kommt spät und frustriert zurück – die Blattfeder ist nicht fertig, das Auto bleibt in der Werkstatt, und wir müssen im Kloster übernachten. Die Betten sind miserabel, aber für eine Nacht geht es.

    Am nächsten Morgen geht Jens erneut zur Werkstatt. Marie fühlt sich etwas besser, ist aber noch nicht fit. Endlich trifft die neue Blattfeder ein. Doch als sie eingebaut wird, stellt Jens fest: Sie ist zwei Zentimeter zu lang! So ein Sch...! Harry ist längst im Feierabend, und die Mechaniker stehen ratlos da. Jens handelt mit dem Chef der Federbude aus, dass noch am selben Abend – an einem Samstag! – eine zweite Feder in der richtigen Länge hergestellt und eingebaut wird. Es scheint, als würden sich die Dinge endlich fügen. Doch weit gefehlt! Zunächst soll die zu lange Feder einfach gekürzt werden. Das klappt jedoch nicht wie erhofft – am Ende ist sie immer noch einen Zentimeter zu lang.

    Am Samstag schaut Achim noch einmal in der Werkstatt vorbei. Er will sehen, wie es bei uns weitergeht, plaudert ein wenig mit Harry und den Mechanikern und vertreibt sich die Zeit, bevor er weiter in Richtung Süden fährt.

    Die Mechaniker haben sichtlich keine Lust mehr und versuchen sogar, mit einem angeblichen Stromausfall den Feierabend einzuläuten. Jens durchschaut das Spiel sofort. Trotzdem bleibt es dabei: Die zweite Feder kann heute nicht mehr gefertigt werden. Uns wird versprochen, dass es am Sonntag weitergeht. Blöd nur, dass Jens in seiner Zuversicht bereits für die zweite Feder bezahlt hat. Am späten Samstagabend kommt er erschöpft ins Kloster zurück – und Regina bekommt Halsschmerzen.

    Am nächsten Morgen erreicht Jens die Werkstatt telefonisch nicht. Später kommt die Antwort: Die Kirche nebenan verbietet Arbeiten am Sonntag. Wir werden auf Montag vertröstet.

    Doch dann kommt die nächste schlechte Nachricht: Montag und Dienstag sind Feiertage, und die Werkstatt bleibt geschlossen. Das bedeutet, dass wir nicht mit Harry sprechen und keine Lösung herbeiführen können. Wir müssen bis Mittwoch bleiben.

    Während wir auf eine Lösung mit Harry warten, geschieht etwas Unerwartetes: Eine Deutsche, Anette, die mit ihrer Freundin auf den Klosterberg wandert, lädt uns für den Sonntagnachmittag zu Kaffee und Kuchen ein. Besonders Marie freut sich, denn Anettes Haus ist voller Spielzeug. Der Nachmittag ist eine willkommene Abwechslung vom Werkstatt-Drama.

    Am Montag und Dienstag passiert in der Werkstatt nichts. Wir mieten ein Airbnb, um uns etwas zu erholen. Es ist die einzige fertige Wohnung in einem Rohbau, aber immerhin gibt es Klimaanlage, Küche und Pool. Marie genießt Schaukel und Karussell, während Regina sich oft hinlegen muss – die Erkältung hat sie voll erwischt.

    Am Dienstag machen wir einen Malariatest, der zum Glück negativ ausfällt. Wahrscheinlich hat Marie Regina mit einer Grippe angesteckt.

    Am Mittwochmorgen fährt Jens ein letztes Mal zur Werkstatt. Er schafft es, einen Teil des Geldes zurückzubekommen, aber die zweite Blattfeder wird nicht mehr hergestellt. Die bereits eingebaute bleibt um einen Zentimeter zu lang. Das bedeutet: Unsere Achse steht leicht schräg – und für dieses Chaos haben wir über 400 Euro bezahlt.

    Am Donnerstagmorgen brechen wir endlich Richtung Kongo auf. Regina geht es etwas besser, und wir sind einfach nur froh, das Werkstatt-Drama hinter uns zu lassen.
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