Von Durban in die Berge
5 agosto 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 27 °C
Nach einer angenehmen Nacht im traumhaft gelegenen Haus von Anulf – ganz für uns allein, nur mit der lieben Haushälterin Vicky in der Nähe – spüren wir am Morgen ein leichtes Unbehagen. So dankbar wir auch für die Gastfreundschaft sind: Allein in einem großen, fremden Haus zu sein, fühlte sich irgendwie seltsam an.
Die Sonne weckte uns früh, Vögel zwitschern durchs offene Fenster. Wir machen noch eine kleine Sporteinheit, genießen die warme Dusche und setzen uns mit Kaffee, Tee und Milch auf die Terrasse – ein letzter Blick in die Weite, ein stiller Moment des Innehaltens. Dann verabschieden wir uns herzlich und fahren weiter.
Unser Ziel: Durban. Und dort erwartet uns ein ganz anderes Kapitel der Reise. Sonne, etwa 25 Grad, Meeresrauschen. Wir ziehen kurze Hosen an und gönnen uns etwas Leckeres im Strandcafé. Hier besprechen wir nochmal unseren weiteren Reiseplan. Immer wieder war Lesotho Thema – dieser kleine, hochgelegene Binnenstaat mitten in Südafrika. Und plötzlich ist es ganz klar: Jetzt oder nie. Zwei, drei Tage möchten wir uns Zeit nehmen, einfach schauen, was uns erwartet.
Aber vorher heißt es: Ab ins Wasser!
Wir können der Versuchung nicht widerstehen. Regina ist die Mutigste. Zuerst testet sie das Wasser mit den Füßen – dann geht sie ganz rein. Die Wellen sind frisch, aber tragen einen wunderbar. Sie schwimmt lange alleine, während andere Badegäste noch zögern. Erst als sie wieder rauskommt, folgen ihr andere. Jens schlüpft schnell in die Badehose und springt hinterher. Nur Marie bleibt lieber draußen – ihr ist das Wasser eindeutig zu kalt. Gut, dass es hier Strandduschen gibt. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, heißt es: auf geht's nach Lesotho.
Anschließend geht es los in Richtung Westen – quer durchs Land in Richtung Berge. Auf halber Strecke entdecken wir einen Campingplatz mitten in einem Naturreservat. Direkt an einem See, umgeben von sanften Hügeln. Hier ist es ruhig, weit, klar – ein Ort zum Durchatmen.
Auf dem Wasser ziehen Ruderer ihre Bahnen, das Licht glitzert. Marie rollert mit ihrem Roller lachend durchs Gelände, Regina joggt nebenher - ein schöner Ausgleich nach dem langen Fahren.
Am nächsten Morgen genießen wir die klare Bergluft bei einer Joggingrunde am See, während Marie mit dem Fahrrad nebenherfährt. Es ist einer dieser Morgen, die man gerne einfriert – zum Erinnern, später.
Dann heißt es wieder: Sachen packen, losfahren.
Lesotho – wir kommen.Leggi altro
Ein Palast am Meer
4 agosto 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 26 °C
Im Addo-Nationalpark haben wir Arnulf getroffen – einen Deutschen, der uns sofort sympathisch war. Ganz spontan hat er uns angeboten, dass wir mal bei ihm vorbeikommen und in seinem Haus übernachten können. Und heute ist es so weit.
Als wir die Adresse erreichen, stehen wir vor einem richtigen Palast. Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Wir parken vor dem Haus, und seine Haushälterin öffnet uns die Tür – Arnulf ist unterwegs. Die Hausdame hat bereits alles vorbereitet und führt uns durch das Haus.
Und was für ein Haus das ist: groß, offen, hell – mit Blick aufs Meer, mit einem Pool, einer großen Terrasse und insgesamt vier Schlafzimmern. Eines davon ist extra für uns hergerichtet. Das macht uns fast ein bisschen verlegen. Eigentlich wollten wir nur draußen im Auto schlafen, vielleicht mal die Dusche benutzen, vielleicht auf der Terrasse sitzen – mehr nicht. Aber es ist alles so schön, so einladend, so liebevoll vorbereitet. Die Haushälterin sagt uns ganz offen, dass wir das Zimmer ruhig nutzen dürfen. Und vom Bett aus sieht man direkt aufs Meer. Ein Traum. Wir nehmen das Angebot dankbar an und schlafen heute Nacht in diesem Zimmer.
Wir sind ehrlich gesagt ein bisschen überwältigt. Dass jemand, den wir gerade erst kennengelernt haben, uns so viel Vertrauen schenkt und sein Haus für uns öffnet, ist nicht selbstverständlich. Es fühlt sich an wie ein kleines Wunder unterwegs – und wir wissen das sehr zu schätzen.
Regina springt sofort in den Pool – der ist eiskalt, aber allein die Tatsache, dass hier ein Pool ist, muss jetzt einfach ausgekostet werden. Marie und Jens ist der Pool zu kalt. Sie schauen lieber Regina zu.
Bevor es dunkel wird, machen wir noch einen Spaziergang durch das Viertel. Es ist eine Villengegend, umgeben von üppigem Grün und einem Golfplatz. Hier kann man sogar durch eine Art kleinen Dschungel gehen – ein Bushwalk, wie man hier sagt. Es ist unfassbar schön. In den Bäumen springen Affen herum, die uns neugierig beobachten. Wir sind begeistert. Nach knapp zwei Stunden kehren wir zurück.
Abends wird gegrillt – hier in Südafrika heißt das “Braai”. Und es gibt hier tatsächlich eine richtige Braai-Area. Wir bereiten alles vor und genießen den Abend bei leckerem Essen unter freiem Himmel.
Als es dunkel wird, gönnen wir uns noch eine warme Dusche im luxuriösen Bad. Und dann lassen wir den Tag bei einem Film auf dem Sofa ausklingen. Es ist gemütlich, friedlich – einfach perfekt.
Wir genießen diesen Ort sehr und sind dankbar, dass wir hier sein dürfen. Ein riesiges Dankeschön an dich, lieber Anulf!Leggi altro
Anspannung, Wellen und Wale
2–4 ago 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 18 °C
Wir nähern uns Mthatha – einer Stadt mit zweifelhaftem Ruf. Über Overlander und andere Reisende hören wir Warnungen: nicht anhalten, nicht tanken, nicht einkaufen. Leider geht unsere Tanknadel Richtung Null. Also müssen wir wohl oder übel hier tanken. Wir wählen wir die erste Tankstelle vor der Stadt – alles bleibt ruhig. Wir sind aber in Alarmbereitschaft.
Dann fahren wir mitten hinein. Der Verkehr ist dicht, wir bleiben aufmerksam, halten Abstand an roten Ampeln. Regina wirkt angespannt, Jens versucht zu beruhigen. Die Stadt ist laut und chaotisch, typisch afrikanisch. Schließlich schaffen wir es aus dem Zentrum – aufatmen.
Kurz darauf biegen wir Richtung Küste ab. Regina entdeckt im Rückspiegel einen kleinen weißen Wagen, der uns komisch vorkommt und uns folgt. Jens hält an einem Marktstand. Der Wagen bleibt 20 Meter hinter uns. Ein Mann steigt aus und läuft auf uns zu.
Jens lässt ihn bewusst näherkommen – nicht zu nah, aber so, dass der Lauf umsonst ist. Kurz bevor der Mann das Auto erreicht, fährt Jens langsam los. Der Mann kehrt keuchend um.
Wenig später überholt uns derselbe Wagen mit Vollgas und stoppt am Straßenrand. Der Mann trägt eine Warnweste, hält einen Ausweis hoch und stellt sich vor unser Auto – eine Masche, die wir sofort erkennen. Jens weicht aus und fährt vorbei. Der Wagen folgt erneut, gestikuliert wild. Regina zeigt mit dem Finger, dass wir nicht anhalten. Nach einigen Minuten bricht der Mann ab und biegt ab – vermutlich, um seinen Kompanion einzusammeln.
Uns wurde bereits von einem anderen deutschen Reisenden, den wir im Addo-Nationalpark kennengelernt haben, eine ähnliche Geschichte erzählt: Ihm wurde an einem Geldautomaten, zu dem er von vermeintlichen Baustellenhelfern gelotst wurde, seine Kreditkarte gestohlen. Zum Glück konnte er sie wenige Minuten später sperren, bevor Geld von seinem Konto abgehoben wurde. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Versuch dieser beiden Männer um genau dieselbe Masche.
Die Lage beruhigt sich. An der nächsten Kreuzung lassen wir vorsichtshalber alle Autos passieren, bevor wir abbiegen. Niemand folgt uns.
Die Landschaft wird ländlich. Es ist Schulschluss. Hier ist wieder das „wahre Afrika“, wie in Westafrika. Hunderte Kinder laufen auf staubigen Wegen nach Hause, winken, lachen, freuen sich. Einige bitten mit Gesten um Essen, alle bleiben freundlich. Kleine ärmliche Hütten am Wegesrand und nur Schotterpiste. Das Surfcamp liegt auf einem Hügel über dem Strand, ist schön, aber windig. Wir übernachten hier sehr ruhig und verbringen auch den Vormittag des nächsten Tages im Camp. Einer nach dem anderen kommen Einheimische vorbei, bieten uns Souvenirs, Obst, Muscheln, Fisch, Brennholz oder eine Führung durchs Dorf an. Wir schlagen all das dankend ab, führen aber netten Smalltalk mit ihnen.
Am späten Vormittag ziehen wir weiter zu einem schönen, kostenfreien Platz direkt am Meer mit Grillstelle. Wir machen einen langen Strandspaziergang zur Flussmündung, Marie spielt im Sand, und Jens hängt entspannt seine Hängematte am Hang auf. Später am Nachmittag treffen wir einen freundlichen jungen Einheimischen, der mit Jens über Gott und die Welt spricht. Nachdem er weitergezogen ist, beobachten wir vom Fahrzeug aus Delfine und Wale, die mit ihren Flossen Fontänen ins Wasser schlagen – ein beeindruckendes Erlebnis.
Am nächsten Morgen bietet uns ein Einheimischer frisch gefangene Lobster an. Das schlagen wir aber nicht ab. Regina freut sich über 2 kleinere Lobster, die sie für 2,50€ erwirbt. Die gibt es dann später zum Abendessen. Sehr lecker!Leggi altro

Viaggiatoredie Geschichte in Mthatha hört sich richtig spannend an. Habt ihr sehr gut, souverän gemeistert
Addo Elefant Park
28 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 21 °C
06:15 Uhr morgens: Es ist stockdunkel in Südafrika. Winter. Und obwohl wir am Vorabend noch Schnick, Schnack, Schnuck gemacht haben – und Jens verloren hat –, springt Regina als Erste aus dem warmen Bett. Draußen: frostige Temperaturen knapp über null Grad. Drinnen: eine Mischung aus Müdigkeit und Vorfreude. Regina macht Tee (für Regina), Kaffee (für Jens) und Milch (für Marie), damit wir wenigstens halbwegs wach werden. Die Becher dampfen mit den heißen Getränken, wir putzen noch schnell die Zähne.
06:45 Uhr morgens: der Zündschlüssel wird gedreht und der Sprinter rollt los – erstaunlich sportlich für unsere Verhältnisse!
07:05 Uhr morgens: Ankunft am Addo Elefant Park. Zusammen mit einer Handvoll anderen deutschen Frühaufsteher durchlaufen wir das Anmeldeprozedere, Formular ausfüllen, in die Schlange stellen, umgerechnet 50€ zahlen.
07:30 Uhr morgens: Wir sind im Park! Wir haben mal wieder Lust auf Safari. Es geht los…
Anfangs ist nicht viel los. Nur ein Schakal huscht über den Weg. Sonst – nichts. Dann endlich: ein Elefant. Und später eine ganze Herde. Wir beobachten sie, wie sie sich durch das Dickicht bewegen. Nach etwa zwei Stunden frühstücken wir in einem abgezäunten Picknickbereich. Danach geht’s weiter – mehr Tiere, mehr Elefanten. Dann treffen wir auf Arnulf, einen Deutschen, der anhält, mit uns spricht und erzählt, dass er Löwen gesehen hat – beim Jagen. Die könnten noch da sein.
Natürlich fahren wir hin. Und tatsächlich: zwei Löwinnen liegen im Gras, etwa 200–300 Meter entfernt. Etwas weiter: ein gerissenes Kudu, an dem sich Schakale zu schaffen machen. Die Löwinnen sind satt und verschwinden langsam im Busch. Endlich Löwen! Wir freuen uns riesig.
Später sehen wir wieder viele Elefanten, Kudus, sogar Affen. Bei der Mittagspause treffen wir erneut Arnulf. Wir unterhalten uns länger, und er bietet uns spontan an, sein Haus bei Durban zu nutzen – er sei zwar nicht da, aber wir seien herzlich willkommen. Das ist wirklich eine ganz nette Geste. Wir freuen uns und tauschen Nummern aus. Eine schöne Begegnung.
Dann, kurz vor Sonnenuntergang: Regina entdeckt ein Nashorn im Gebüsch – etwa 100 Meter entfernt. Wir fotografieren es, aber jetzt wird die Zeit knapp. Um 18 Uhr schließt der Park.
17:30 Uhr: Wir fahren los in Richtung Gate – plötzlich blockiert eine Elefantenherde die Straße. Ein Bulle stellt die Ohren auf als wir näher kommen. Wir setzen etwas zurück. Immerhin sind wir hier die Gäste. Er weicht schließlich aus. Auf der Gegenfahrbahn entgegenkommend: wieder Arnulf. Wir rufen ihm noch schnell den Nashorn-Tipp zu.
Es wird immer dunkler. Wir müssen schneller fahren, sehen noch Büffel, dann läuft ein Dachs über die Straße. Es ist mitlerweile stockdunkel. Und dann – Schockmoment: Eine Antilope springt auf die Straße. Jens bremst hart, sie ist fast unterm Auto, läuft aber gerade noch davon. Das hätte auch schiefgehen können.
18:15 Uhr abends: wir erreichen endlich das Gate – es ist zum Glück noch offen. Glück gehabt. Sonst hätten wir wohl im Camp im Park übernachten müssen. Wir fahren raus, holen noch schnell was im Supermarkt und kehren dann zu unserem tollen Campingplatz zurück. Müde, dankbar und voller Eindrücke. Addo hat geliefert – mit Elefanten, Löwen, Nashorn und echten Safari-Gefühlen.Leggi altro

Viaggiatore
Ganz tolle Aufnahmen! Zum Glück haben euch die Elefanten noch durch gelassen!
Stellplatz an Dünen, Fluss und Meer
27 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 16 °C
Zwei Tage lang regnet es ununterbrochen. Wir sitzen im Camper, lauschen dem Prasseln auf dem Dach und warten, dass es aufhört.
In dieser Zeit steht ein besonderes Thema an: Maries geliebte Milchflasche. Seit ihrem ersten Lebensjahr gehört sie fest zum Tagesablauf – morgens und abends. Doch an einem grauen Morgen am Strandparkplatz ist es so weit. Wir sprechen mit Marie, dass sie groß wird. Sie nickt. Gemeinsam gehen wir zum Mülleimer. Kein Weinen, kein Drama – ein stiller, großer Moment.
Zur Feier fahren wir in ein kleines Café. Marie bekommt einen Milchshake – und genießt ihn auch ohne Flasche.
Als das Wetter endlich besser wird, fahren wir weiter. In Port Elizabeth fühlen wir uns nicht wohl, bleiben im Auto. Unser Ziel liegt etwas südlich – ein Campingplatz, empfohlen von einem Reisefreund. Zuerst wirkt er enttäuschend, direkt an der Straße. Doch weiter hinten, Richtung Strand, öffnet sich ein kleines Paradies: Wiese, Bäume, ein Fluss, ein Spielplatz – direkt gegenüber einer gewaltigen Dünenlandschaft.
Wir kommen am Abend an und verbringen die erste Nacht auf dem Platz. Am nächsten Morgen fahren wir in den Addo-Nationalpark und erleben einen langen Tag mit vielen Tieren. Erst nach Sonnenuntergang kehren wir zurück.
Der zweite volle Tag gehört ganz dem Entspannen: Noch vor dem Frühstück joggen wir flussabwärts, Marie begleitet uns auf ihrem Fahrrad – eine Seltenheit auf dieser Reise, umso schöner, wenn es möglich ist. Danach genießen wir ein spätes Frühstück, waschen Wäsche, sitzen in der Sonne und spazieren am Nachmittag durch die riesigen Dünen bis ans Meer. Oben auf dem Kamm halten wir Ausschau nach Walen – leider ohne Erfolg. Die Aussicht ist trotzdem traumhaft.
Am dritten Tag treten wir unsere Weiterreise an – und sind froh, diesen Platz entdeckt zu haben. Für uns gehört er zu den schönsten Stellplätzen Afrikas: traumhaft gelegen, menschenleer und mitten in beeindruckender Natur.Leggi altro
Abschied von unseren geliebten Luschis
24 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☁️ 17 °C
Heute nehmen wir Abschied von Alexandra und David – zwei besonderen Reisefreunden, mit denen wir in den letzten Monaten viele intensive Erlebnisse geteilt haben.
Kennengelernt haben wir die beiden kurz vor Weihnachten in der Elfenbeinküste, an einem wunderschönen Strand. Sie standen dort mit ihrem VW T5, dem liebevoll getauften Balloonbus, bereits auf dem Campingplatz, als wir ankamen. Auf der Suche nach einem sonnigen Platz für unsere Solarpanels rangierten wir uns – vielleicht ein bisschen zu nah – direkt neben sie ein. Wir rückten ihnen ziemlich auf die Pelle, aber zum Glück nahmen sie es mit Humor. Schon am ersten Abend kamen wir ins Gespräch, erst über Technik und Reiserouten, dann über das Leben unterwegs, Abenteuer und Träume. Auch Frank war damals schon mit dabei – aus dem lockeren Austausch entwickelte sich schnell ein echtes Gefühl von Vertrautheit.
Nach ein paar entspannten Tagen trennten sich unsere Wege zunächst wieder – jeder reiste weiter in seinem eigenen Tempo. Umso schöner war das Wiedersehen Wochen später: In Benin vor der berüchtigten Durchquerung von Nigeria nach Kamerun haben wir uns getroffen, um diesen Abschnitt zusammen zu fahren – und plötzlich war da dieses vertraute Gefühl von Teamgeist, Verlässlichkeit und gemeinsamer Vorfreude.
Zusammen mit Frank bildeten wir eine wunderbare Reisetruppe – wir verstanden uns nicht nur organisatorisch, sondern vor allem menschlich großartig. Wir nannten uns selbst liebevoll „die Luschis“ – ein Spitzname, der auf unseren recht entspannten Lebensstil anspielte: Bei der Hitze unternahmen wir tagsüber meist nicht allzu viel, gingen früh schlafen und gönnten uns morgens gern ein paar Stunden mehr im Bett. Reisen im Luschi-Tempo – langsam, gelassen und mit viel Genuss.
Die Strecke von Nigeria nach Kamerun gilt als eine der herausforderndsten Etappen auf der gesamten Westafrika-Route – nicht wegen Bürokratie oder Sicherheitslage, sondern wegen der extrem anspruchsvollen Offroadpiste. Steile Anstiege, ausgewaschene Rinnen, brüchige Brücken und ruppige Passagen verlangten Mensch und Maschine einiges ab. Aber gemeinsam meisterten wir auch das. Wir planten zusammen, unterstützten uns gegenseitig an schwierigen Stellen und feierten am Ende das Erreichen von Kamerun – erschöpft, aber glücklich.
Viele sagen: Wer diesen Abschnitt geschafft hat, hat das Schwerste der Westafrika-Reise hinter sich. Für uns war es aber vielmehr der Auftakt einer besonders schönen gemeinsamen Zeit. Wir blieben als Luschis unterwegs – aus ein paar Etappen wurden Wochen, aus Wochen Monate.
Kuz trennten sih ubsere Wege in der Demokratischen Republik Kongo, aber das waren ja zum Glück nur 5 Tage. Die erste größere Trennung war in Namibia: Alexandra und David entschieden sich den Caprivistreifen im Osten Namibias weiter zu fahren und wir sind mit Reginas Eltern südlich durch Botswana wieder nach Windhoek gefahren. Umso größer war die Freude, als wir uns in Kapstadt Anfang Juli wiedertrafen. Dort verbrachten wir eine besonders schöne Zeit miteinander, teilten Ferienhäuser, kochten gemeinsam, machten Ausflüge und Wanderungen – Momente, die sich wie kleine Pausen vom Unterwegssein anfühlten.
Heute, hier in Südafrika, trennen sich unsere Wege erneut – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir sind dankbar für all die geteilten Erlebnisse, das Vertrauen, das Miteinander. Für Lagerfeuer, Stockbrot, Schraubereien, Witze, stille Morgenstunden, gemeinsames Kochen, geteilte Routinen und ehrliche Gespräche und Spielen mit Marie.
Aber wer weiß? Vielleicht stehen unsere Fahrzeuge irgendwann wieder nebeneinander – irgendwo zwischen Nordkap und Südkap.
Bis dahin: Gute Fahrt, ihr zwei. Es war uns eine Freude.
Luschis forever!Leggi altro
Weiter auf der Garden Route
22 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 16 °C
Die Garden Route ruft – und wir folgen. Das Wetter ist traumhaft: Sonne im Gesicht, Fenster runter, Meeresluft in der Nase. Die Straße führt uns durch sanfte Hügel, vorbei an leuchtend gelben Rapsfeldern, die in der Sonne wie flüssiges Gold leuchten. Immer wieder blitzt das Meer durch – ein perfekter Reisetag.
In der Nähe von Mossel Bay entdecken wir einen Stellplatz – etwas erhöht, auf einer windigen Halbinsel mit atemberaubender Aussicht. Unter uns liegt eine weite Bucht. Jens tauscht hier die Räder. Und dann sehen wir Wale. Einfach so – da draußen, in aller Ruhe. Der Wind pfeift ordentlich, aber das stört uns nicht. Die Sonne geht in kräftigem Orange unter, aber kaum verschwindet sie, wird es schnell kühl. Wir verziehen uns in den Camper, machen es uns gemütlich, spielen, lachen – ein schöner, ruhiger Abend.
Am nächsten Morgen: grauer Himmel, Regen. Es ist ungemütlich, also fahren wir weiter nach Mossel Bay, ein charmantes kleines Surferstädtchen in der nächsten Bucht. Leider regnet es weiter – also ab ins Café, erstmal ankommen, aufwärmen, durchatmen.
Später klart es auf. Wir besuchen den Leuchtturm und schlendern durch die Gegend. Auf einem Spielplatz treffen wir eine deutsche Familie mit vier Kindern – zwei Zwillingspaare, sechs und acht Jahre alt. Die Kinder spielen sofort zusammen, und wir kommen mit den Eltern ins Gespräch. Sie interessieren sich sehr für unser Camperleben. Es wird eine richtig nette Begegnung – nach etwa einer Stunde ziehen wir weiter. Und genau in dem Moment fängt es wieder an zu regnen.
Also fahren wir weiter Richtung Victoria Bay. In der kleinen Bucht unterhalb tummeln sich Surfer im Wasser. Der Ort hat etwas ganz Eigenes – klein, ruhig, gelassen. Der Campingplatz hier ist uns zu teuer, also ziehen wir weiter.
Dank unserer App finden wir einen einfachen Strandparkplatz in der Nähe. Es nieselt wieder leicht, aber wir lassen uns nicht stressen. Markise raus, Kocher an, gutes Essen. Und natürlich: eine Uno-Runde mit Alexandra und David – klassischer Camperabend. Kurz danach wird’s dunkel. Südafrika macht keine halben Sachen, auch beim Sonnenuntergang nicht.
Am nächsten Morgen – als hätte jemand den Sommerknopf gedrückt. Strahlende Sonne, warme Luft, Meeresrauschen. Bleiben? Natürlich. Wir starten mit einem Spaziergang am Strand. Entspannte Leute – jeder grüßt. Alles fühlt sich leicht an.
Alexandra und David fahren schon vor zu unserem gemieteten Häuschen. Wir bleiben noch ein bisschen am Meer. Und wie so oft in Südafrika: Man kommt ins Gespräch. Erst ein Pärchen, das sich auch einen Camper ausbauen und reisen möchte und dann ein Einheimischer namens Cliff bleibt bei uns hängen. Segler, Geschichtenerzähler, richtig cooler Typ. Jens bastelt an unserer Maglite – die Batterien sind festgefressen. Cliff hilft sofort, wie selbstverständlich. Wir reden, lachen, fachsimpeln – über eine Stunde vergeht im Flug. Und dann kommen sie: Delfine, direkt vor dem Strand. Ganz nah. Hier sieht man sie oft, aber jedes Mal ist es besonders. Wir stehen einfach da, barfuß im Sand, und staunen.
Am Nachmittag fahren wir zum Haus. Und wow – ein kleines Chalet mit Blick auf einen See und einem Holz-Hot-Tub, den David schon angefeuert hat. Während Alexandra ein Online-Vorstellungsgespräch führt, steigen wir in das heiße Wasser und genießen die Aussicht. Luxus auf die lässige Art.
Am Abend wird gegrillt, gelacht, geschnackt. Zwei volle Tage genießen wir hier. Am nächsten Morgen machen wir noch eine kleine Wanderung mit Schatzkarte und Marie findet wieder einen kleinen Schatz. Und ja, selbst das Auto wird mal wieder gewaschen. Alles fühlt sich rund an. Frei. Und einfach richtig gut.Leggi altro
Vom Norden bis zum Süden – Cap Agulhas
19 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 16 °C
Es ist soweit – wir fahren weiter Richtung Süden. Der Weg führt uns entlang der atemberaubenden Garden Route, vorbei an grüner Natur, Küstenstraßen und kleinen Dörfern. Am späten Nachmittag erreichen wir mit Alexandra und David einen schönen Platz direkt am Strand. Hier schlagen wir unser Lager auf – der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Am nächsten Morgen gehen David, Jens und Regina eine Runde an der Küste entlang joggen, während Alexandra sich bereit erklärt hat auf Marie aufzupassen. Anschließend genießen wir den herrlich warmen Vormittag mit einem ausgedehnten Frühstück vor unseren Campern. Anschließend geht’s weiter. Unser Ziel rückt näher: der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. Und dann ist es soweit – wir kommen am Cape Agulhas an.
Ein besonderer Moment: Wir stehen tatsächlich am südlichsten Punkt Afrikas. Von ganz oben im Norden bis hierher – was für ein Gefühl! Nicht nur ein geografischer Meilenstein, sondern auch ein emotionaler. Wir haben es geschafft. Cape Agulhas ist beeindruckend. Hier treffen zwei Ozeane aufeinander: der Atlantik endet, der Indische Ozean beginnt. Die Küste ist wild, rau und wunderschön. Schilder zeigen die exakte Trennlinie der Meere. Es weht ein kräftiger Wind, die Wellen krachen gegen die Steine – kraftvoll und eindrucksvoll. Und wir freuen uns: Ab jetzt geht’s am Indischen Ozean entlang – deutlich wärmer als der Atlantik, in dem wir bisher kaum baden konnten. Wo sich Haie und Pinguine wohlfühlen, ist es uns einfach zu kalt. Nur ein paar Surfer in Wetsuits warten draußen im Wasser auf die perfekte Welle.
Unser Campingplatz liegt direkt am Strand, und wir sind die Einzigen. Es ist wunderbar ruhig, fast magisch. Am nächsten Tag machen wir einen langen Spaziergang am Meer – nur wir, der Sand, das Wasser und der weite Horizont und ein Wal. Er spielt in der Bucht ausgelassen. Was für ein schöner Morgen. Diese Gegend gefällt uns sehr. Es ist wieder warm und wir können mal wieder im T-Shirt laufen. Und während wir dem nächsten Kapitel unserer Reise entgegenblicken, bleibt dieser Ort tief in unserem Herzen.Leggi altro
Enttäuschung Unterbodenpflege
17–31 lug 2025, Sud Africa ⋅ ⛅ 15 °C
In Kapstadt will Jens unseren Mercedes Sprinter endlich professionell am Unterboden behandeln lassen. Die bekannten Rostprobleme bei diesem Modell machen es nötig – besonders an den Stellen, wo sich Bleche überlappen. Schon in Berlin hatten wir einen ersten Versuch unternommen, doch die Werkstatt trug neuen Schutz einfach über den alten – ohne den Rost darunter zu entfernen. Der Effekt: null Schutz.
In Kapstadt finden wir einen Fachbetrieb mit guter Bewertung. Jens erklärt dem Geschäftsführer Anthony ausführlich, worauf es ankommt: Nur dort, wo sich Bleche überlappen, muss die alte PVC-Schicht entfernt und durch eine flexible Wachsversiegelung ersetzt werden. Wir vereinbaren einen Festpreis von rund 700 €, inklusive Zwischenkontrolle vor dem Versiegeln.
Insgesamt steht unser Wagen zwölf Arbeitstage in der Werkstatt. Für diese Zeit mieten wir uns Unterkünfte – zunächst in Muizenberg direkt an der Marina da Gama, später in der Weinregion Stellenbosch – und fahren einen kleinen Mietwagen, um mobil zu bleiben.
Bei der ersten Abholung ist klar: Viele kritische Stellen wurden nicht freigelegt, Rost blüht unter verbliebener Altbeschichtung. Nach Diskussionen räumt Anthony Kommunikationsprobleme ein und verspricht Nachbesserung in drei Tagen.
Positiv hervorzuheben ist die Arbeit an den tragenden Teilen: Die Beschichtung der dicken Metallteile wie Achsen, Träger und Federn wurde sorgfältig und mit gutem Ergebnis umgesetzt. Hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung – alles macht einen soliden, haltbaren Eindruck.
Bei der zweiten Abholung wirkt der Wagen insgesamt besser – gereinigt, nachgebessert, aber im Bereich der Bleche nicht vollständig überzeugend.
Dann folgt der nächste Tiefpunkt: Beim Bezahlen steht Jens allein im Büro – gegenüber Anthony, dessen Frau Marie-Louise und deren erwachsener Tochter. Plötzlich lautet der Preis 800 €, angeblich wegen nachträglich hinzugerechneter Steuer. Regina und Marie warten draußen im Auto und räumen den Sprinter wieder ein. Der Ton wird angespannt, der Schlüssel bleibt zurück. Jens zahlt schließlich, um den Wagen zurückzubekommen.
Besonders enttäuschend ist der Eindruck, dass hier bewusst Missverständnisse geschaffen werden, um Kunden finanziell zu benachteiligen. Freundliche Gespräche vor Auftragsvergabe täuschen über die mangelnde Sorgfalt hinweg. Das Ergebnis ist zwar in Teilen „okay“ – doch der Weg dorthin war geprägt von Streit, Intransparenz und dem Gefühl, über den Tisch gezogen worden zu sein.
Umso erstaunlicher: Die Werkstatt hat fast ausschließlich positive Google-Bewertungen. Das lässt uns zweifeln – schauen andere Kund:innen nicht genau hin? Oder behandelt man hier Reisende anders als Einheimische? Wir wissen es nicht. Die Enttäuschung bleibt.Leggi altro

Marvin van der GrintenSuper ärgerlich. Eigentlich kann man alles nur selber machen, es bleibt eine Lotterie hier in Afrika. Ich habe einen Koffer in Kapstadt gekauft, da wollte man am Ende nach der Preisverhandlung plötzlich 10% mehr haben, wegen 'Kartenzahlung'. Und vorher zahlen geht ja auch nicht, habt ihr ja in Kamerun gemerkt
Tschüss, Kapstadt – Hallo, Weinland!
16 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 15 °C
Wir sagen Tschüss zu Kapstadt – und das fällt uns gar nicht so leicht. Hinter uns liegen zwei, zweieinhalb wunderbare Wochen in dieser lebendigen Stadt. Wir haben Kapstadt von vielen Seiten kennengelernt, mit Einheimischen gesprochen und tolle Menschen getroffen.
Insgesamt haben wir in drei verschiedenen Häusern in unterschiedlichen Stadtteilen gewohnt – jedes auf seine Weise besonders. Kapstadt hinterlässt bei uns einen rundum positiven Eindruck: sehr sauber, gepflegt und vielseitig. Es gibt viele Cafés, schöne Restaurants, tolle Spielplätze und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, besonders für Naturfreunde – vom Wandern bis zum Radfahren.
Natürlich gibt es auch ein paar Sicherheitshinweise, die man ernst nehmen sollte. Nachts sollte man lieber nicht mehr unterwegs sein, und mit Handtasche durch die Straßen zu laufen, ist auch nicht ratsam. Aber wenn man achtsam ist, kann man die Stadt entspannt genießen.
Für einen Teil von uns geht die Reise nun weiter: Dani und Eva bleiben in Kapstadt, während wir – Alexandra, David, Jens, Marie und ich – nach Stellenbosch bzw. Franschhoek aufbrechen. Nicht weit von Kapstadt entfernt liegt diese herrliche Weinregion – perfekt für eine Weinverkostung. Hier mieten wir uns eine schöne Wohnung.
Eigentlich hatten wir überlegt, hier eher etwas Naturbezogenes zu unternehmen, aber da Jens keinen Wein trinkt, bietet er sich als Fahrer an – das nehmen wir gerne an. Marie ist natürlich dabei, denn die Weingüter haben oft schöne Spielplätze.
Beim ersten Weingut starten Alexandra, David und ich mittags mit einem kleinen Tasting: vier Gläser Wein, je etwa 0,1 l. Die Stimmung ist gut. Danach essen wir in einem anderen Weingut, aber das überzeugt uns nicht, also weiter zum nächsten. Dort probieren wir drei etwas teurere Weine – auch nicht ganz unser Geschmack, aber wir genießen sie trotzdem.
Am letzten Weingut kommen wir kurz nach vier an – gerade noch rechtzeitig für ein Tasting, bevor sie um fünf schließen. Jens geht mit Marie zum großen Spielplatz, während wir drei nochmal probieren. Von den vier Weinen gefällt uns ein Rotwein besonders gut. Leider ist jetzt Schluss – wir sind die letzten Gäste.
Zum Glück hat der Farmshop noch offen. Hier gibt es lokale Produkte wie Fleisch, selbstgebackenen Kuchen, Brot, Milchprodukte – wir decken uns ein und fahren zurück in unsere Hütte.
Die Rückfahrt ist fröhlich – im Auto wird getanzt, die Stimmung ist super. Ein rundum gelungener Tag – und ein schöner Start in das nächste Kapitel unserer Reise.Leggi altro
Hoch hinaus – auf dem Lion’s Head
14 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 14 °C
Mit jedem Tag gefällt uns Kapstadt immer besser. Wir tauchen richtig ein in den Alltag, entdecken ständig Neues und sind überrascht, wie modern und gut entwickelt vieles ist – fast wie in Europa. Nur die Townships zeigen, dass es auch eine andere Seite gibt. Man sieht sie meist vom Highway aus, fährt daran vorbei. Es sind die Gegenden, in die man während der Apartheid die farbige Bevölkerung „umgesiedelt“ hat – und dort leben sie auch heute noch. Man merkt schon, dass der Wohlstand ungleich verteilt ist, vor allem zwischen Schwarz und Weiß.
Die Natur um Kapstadt ist grandios, der Freizeitwert riesig. Heute ist perfektes Wetter – blauer Himmel, klare Sicht – also machen wir uns auf den Weg zum Lion’s Head, dem Nachbarberg des Tafelbergs, direkt an der Stadt gelegen.
Der Wanderweg führt spiralförmig den Berg hinauf und bietet spektakuläre Ausblicke auf ganz Kapstadt, das Meer und sogar Robben Island. Je weiter wir kommen, desto steiler wird es – gegen Ende müssen wir über Leitern und große Felsen kraxeln. Marie meistert die Tour super, läuft alles allein. Nur manchmal heben wir sie kurz, wenn die Felsen zu hoch sind. David motiviert sie mit kleinen Pfeilen, und sogar andere Wanderer loben sie für ihre Ausdauer. Oben gibt’s zur Belohnung einen kleinen Schatz – den darf sie dann vernaschen.
Die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend. Es ist etwas kühl und der Wind frischt auf, also machen wir uns nach einer kurzen Pause wieder an den Abstieg. Auch den meistert Marie klasse – mit etwas Hilfe von David und Regina an den steileren Stellen. Nach 3 Stunden haben wir es geschafft.
Zurück am Auto fahren wir noch in die City, um gemütlich etwas essen zu gehen. Marie ist so müde, dass sie im Restaurant auf der Bank einschläft – völlig erledigt, aber zufrieden. Als es dunkel wird, fahren wir zurück nach Hause – müde, glücklich und voller schöner Eindrücke.Leggi altro
Chapman's Peak
9 luglio 2025, Sud Africa ⋅ 🌬 16 °C
Heute steht ein echtes Highlight auf dem Programm: die weltberühmte Chapman's Peak Drive. Wir quetschen uns zu fünft in unseren kleinen Suzuki Swift – sogar mit Maries Kindersitz klappt das erstaunlich gut. Die Sonne scheint, das Meer glitzert, es ist perfektes Wetter für diese spektakuläre Küstenstraße.
Die Strecke windet sich rund neun Kilometer lang mit über 100 Kurven zwischen Felswand und Atlantik entlang. Sie verbindet Hout Bay mit Noordhoek und gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Welt.
Wir kommen aus dem Süden und wollen nicht nur fahren, sondern wandern: auf den Chapman's Peak selbst, dessen Gipfel auf 593 Metern liegt. Vom Straßenrand aus geht es etwa 400 Höhenmeter steil hinauf – erst über Steinstufen, später über schmale Pfade mit großartiger Aussicht.
Marie verliert unterwegs ein wenig die Motivation. Da kommt David auf die Idee, mit Steinen kleine Pfeile zu malen und vorauszulegen. So wird aus der Wanderung eine Schatzsuche – und plötzlich läuft Marie wieder mit Freude bergauf.
Oben genießen wir den weiten Blick über Küste und Meer. Marie findet ihren Schatz: Erdbeeren, Gummibärchen und ein Tetrapak – alles wird auf dem Gipfel vernascht. Nach knapp drei Stunden sind wir wieder am Auto – müde, aber zufrieden.
Auf dem Rückweg machen wir noch Halt bei einer kleinen Farm. Es gibt selbstgemachtes Eis, Kuchen, Kaffee – genau das Richtige nach dem Aufstieg.
Und dann kommt zum Abschluss des Tages noch ein richtig schönes Wiedersehen: Wir treffen unsere Reisefreunde Eva und Dani wieder! Sie machen gerade House-Sitting in Muizenberg, nur zehn Minuten von uns entfernt. Sie passen für sechs Wochen auf ein Haus auf– und auf einen lieben Hund namens Tanna. Wir besuchen sie in ihrem neuen Zuhause, trinken gemeinsam etwas, erzählen, lachen, tauschen Erlebnisse aus. Es ist ein richtig schöner Abend.
Und das Beste: Wir alle sind jetzt in Kapstadt.Leggi altro
Wiedersehen in Muizenberg
8 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ⛅ 13 °C
Nach unserer Cape-Tour kommen wir zurück nach Kapstadt – und freuen uns riesig: Alexander und David sind da! Sie kommen von ihrer Reise durch den Osten, wir sind schon länger im Süden – und jetzt treffen wir uns endlich wieder, hier in Muizenberg.
Wir haben uns gemeinsam ein Häuschen in einer kleinen Marina gemietet – mit Wasserblick und sogar einem Tretboot. Muizenberg ist ein entspannter Ort mit Surferflair, bunten Strandhäuschen und viel Raum zum Durchatmen.
Am ersten Abend gehen wir zusammen essen direkt am Strand – gemütlich, herzlich, schön. Marie ist überglücklich, sie will sofort mit Alexandra und David spielen.
Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug zum Boulders Beach, wo wir eine Pinguinkolonie besuchen. Die kleinen Tiere nisten direkt neben dem Weg – manche haben sogar Küken. Marie ist begeistert, wir sind es auch.
Anschließend fahren wir zu einer nahen Farm mit Restaurant, Spielplatz und Streicheltieren. Marie interessiert sich nur für den Spielplatz – direkt neben dem Restaurant. Und dann passiert das: Wir treffen Sue wieder! Ein schöner Zufall. Diesmal ist sie mit ihrer anderen Tochter da, die in Japan lebt, und ihrer Enkelin. Es ist ein herzliches Wiedersehen, wir plaudern lange – während Marie spielt.
Ein rundum schöner Tag – voller Begegnungen, Sonne und Lebensfreude. Am Abend geht’s zurück in unser Häuschen in der Marina. Glücklich und zufrieden.Leggi altro
Kap der Guten Hoffnung
7 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 14 °C
Kapstadt begeistert uns! Heute fahren wir in den Nationalpark rund ums Kap der Guten Hoffnung. Die Straße schlängelt sich durch raue, wilde Natur – unterwegs halten wir immer wieder an traumhaften Aussichtspunkten. Wir unternehmen eine kleine Wanderung, als wir plötzlich Wale entdecken! Aus dem Wasser steigen Wasserfontänen auf, begleitet vom typischen „Pfff“-Geräusch der ausgeatmeten Luft. Ein unvergessliches Naturschauspiel – wir sind völlig fasziniert.Leggi altro

Viaggiatoredas Kap der Guten Hoffnung ist ja ein echtes Highlight auf eurer Reise

Viaggiatore
Ach, wie schön, alle nochmals beieinander zu sehen. Ganz liebe Grüsse an die Bande!
Herzliche Begegnungen
6 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ⛅ 15 °C
Spontan wurden wir von der netten Familie eingeladen, die wir in den heißen Pools kennengelernt haben – zu einem Braai, einem klassischen südafrikanischen Grillabend. Leider kam die Einladung so kurzfristig, dass wir nicht mehr zusagen konnten. Dafür haben wir uns für den nächsten Morgen verabredet – in der City, auf dem Indoor-Spielplatz. Dort haben wir nun auch Amy’s Mann Oliver kennengelernt. Marie, Jacks (drei Jahre alt), und der fünfjährigen AJ toben ausgelassen auf dem Spielplatz. Trotz Sprachbarrieren verstehen sie sich gut. Da die Sonne scheint, können wir sogar ein bisschen draußen sein. Es war ein richtig schöner Vormittag – voller Lachen, Spielen, netten Gesprächen und einem leckeren Mittagessen danach. Und natürlich durfte das Eis zum Abschluss nicht fehlen. Beim Abschied war die Stimmung herzlich. Die Familie hat uns sogar eingeladen, sie mal in Wales zu besuchen – wer weiß? Vielleicht sehen wir uns dort wieder.
Am Nachmittag nutzen wir den Sonnenschein, um auf den Signal Hill zu fahren, der direkt neben der City ist. Die Aussicht ist grandios - sogar Robben Island kann man gut erkennen. Dort war Nelson Mandela 27 Jahre im Gefängnis. Als wir an unserer Unterkunft ankommen, nutzen wir das gute Wetter und machen wir noch einen Strandspaziergang, um die Gegend zu erkunden. Am Abend cenießen wir ein letztes Mal den Jacuzzi bevor es am nächsten Tag heißt: weiterziehen.Leggi altro

Viaggiatore
Was habt Ihr für ein schönes Leben! Und immer wieder lernt ihr tolle Menschen kennen und verbringt schöne Zeit! Ich freue mich für Euch!
Kapstadt entdecken
2 luglio 2025, Sud Africa ⋅ ☁️ 16 °C
Tag für Tag tauchen wir tiefer in diese faszinierende Stadt ein. Gegründet 1652 als Versorgungsstation der Niederländischen Ostindien-Kompanie, zählt sie zu den ältesten Städten Südafrikas. Eingebettet zwischen dem Tafelberg und dem Atlantik begegnet uns hier eine spannende Mischung aus Geschichte, Kulturen und atemberaubender Natur.
Kapstadt gefällt uns ausgesprochen gut! Die Stadt ist lebendig, vielseitig und die Menschen sind unglaublich freundlich. Überall werden wir herzlich empfangen – das schafft sofort ein Gefühl von Willkommen-Sein.
Nach ein paar Tagen im grünen Hout Bay sind wir nun in Sunset Beach im Norden Kapstadts. Hier wohnen wir im Haus eines Bekannten von Jens – Das Apartment ist klein, aber neu gebaut, gemütlich und direkt am Strand. Der Blick aufs Meer ist spektakulär, besonders morgens. Es gibt sogar einen kleinen Pool, der allerdings ziemlich kalt ist. Dafür bietet der 40 Grad warme Jacuzzi perfekten Ausgleich – mit Blick in den Sonnenuntergang lässt es sich dort wunderbar entspannen.
Von hier aus machen wir Ausflüge in die Stadt und entdecken die Umgebung. An einem eher ruhigen, windigen Tag besuchen wir das Aquarium von Kapstadt – ein schöner Ausflug, vor allem mit Kindern. Die farbenfrohen Fische, Haie und die beeindruckenden Unterwasserwelten sind absolut sehenswert.
Was uns besonders fasziniert: die landschaftliche Vielfalt. Während Hout Bay sehr grün und bewaldet ist, wirkt Sunset Beach fast wüstenartig – mit sandigem Boden, wenigen natürlichen Bäumen und eher angepflanzter Vegetation wie Palmen. Jede Region hat ihre eigene kleine „Subnatur“.
Auch das Wetter ist sehr wechselhaft. Oft hängen auf der einen Seite der Stadt Wolken, während auf der anderen die Sonne scheint. Der Wetterbericht ist kaum verlässlich – man braucht eigentlich immer alles: Sonnenbrille und Regenjacke.
Kapstadt überrascht uns täglich neu – mit Kontrasten, Schönheit und einer besonderen Atmosphäre. Wir fühlen uns hier sehr wohl und freuen uns auf alles, was noch kommt.Leggi altro
Regina hat Geburtstag
30 giugno 2025, Sud Africa ⋅ ☁️ 13 °C
Heute feiern wir Reginas Geburtstag – ganz gemütlich in unserem Cottage im Stadtteil Hout Bay. Wir schlafen aus und lassen den Tag entspannt beginnen. Jens überrascht am Morgen mit einem kleinen Geburtstagsfrühstück: Der Tisch ist geschmückt mit einer „Happy Birthday“-Girlande, bunten Luftballons und einem Apfelkuchen – zugegeben, nicht selbst gebacken, aber mit Kerzen und Schriftzug ein echter Hingucker. Marie und Regina haben sichtlich Spaß beim Auspusten der Kerzen.
Nach dem Frühstück lassen wir den Tag ruhig angehen. Unser Plan für heute: eine Fahrt auf den berühmten Tafelberg. Das Wetter zeigt sich noch etwas launisch, rund um den Gipfel hängen dichte Wolken. Seit Tagen verfolgen wir gespannt das Wetterradar – für den Nachmittag ist Besserung angesagt. Also bleiben wir optimistisch.
Am Mittag starten wir Richtung Stadt, machen aber erst noch einen Abstecher in die Altstadt. Dort wollen wir eigentlich gemütlich Kaffee trinken – gar nicht so einfach, wie sich herausstellt. Unser erster Versuch im „Mozart Café“ scheitert – geschlossen. Wir laufen hin und her, bis wir endlich ein offenes Café finden. Leider lässt das Essen auf sich warten, die Wartezeit wird uns zu lang. Wir haben Sorge, die letzte Gondel auf den Berg zu verpassen. Also lassen wir alles einpacken, zahlen schnell und eilen zurück zum Auto – quer durch die Altstadt, ein kleines Abenteuer für sich.
Die Auffahrt zur Gondelbahn bleibt spannend: Der 1085 Meter hohe Gipfel ist immer noch in dichte Wolken gehüllt. Da die Tickets tagesgebunden sind (was sich später als Glücksfall herausstellt), entscheiden wir uns trotzdem, hochzufahren. Oben angekommen haben wir tatsächlich einen schönen Blick über das Hochplateau des Tafelbergs – allerdings nicht hinunter auf die Stadt, denn die Wolken halten sich hartnäckig. Trotzdem genießen wir die Fahrt und die besondere Stimmung hier oben. Es ist kalt, wir sind froh über unsere dicken Jacken. Im Café gibt es zur Belohnung einen heißen Kaffee – und zur Feier des Tages sogar ein Eis.
Der Himmel bleibt grau, doch wir nehmen es gelassen. Beim Abstieg haben wir Glück: Unterhalb der Wolkengrenze ist die Sicht klar, sodass wir aus der Gondel tolle Fotos machen können.
Zum Abschluss des Tages geht es an die Waterfront – die bekannte Flaniermeile direkt am Wasser. Jens hat im Restaurant „Den Anker“ einen Tisch reserviert. Dort sitzen wir gemütlich am Feuer, direkt neben dem Fenster, mit Blick auf den kleinen, charmanten Teil des Hafens. Das Restaurant ist warm und einladend, perfekt für den Abend. Wir genießen das fantastische Essen und lassen den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen. Ein würdiger Abschluss für Reginas Geburtstag.
Glücklich und satt fahren wir am Abend zurück nach Hout Bay – dankbar für diesen besonderen Tag voller kleiner Abenteuer.Leggi altro

Viaggiatore
Herzlichen Glückwunsch und Grüße aus Norwegen von Jürgen und Barbara
Kapstadt, wir sind da!
28 giugno 2025, Sud Africa ⋅ ☁️ 13 °C
Wir haben es geschafft. Am Vormittag des 28. Juni rollen wir endlich in Kapstadt ein – nach einer langen, beeindruckenden Reise entlang der gesamten Westküste Afrikas. 20 Länder, zahllose Städte, endlose Eindrücke. Und jetzt stehen wir hier, ganz im Süden, am südlichen Rand des Kontinents. Wir sind einfach nur überwältigt.
Es ist kühl, windig, herbstlich – und ja, auch regnerisch. Der Tafelberg, majestätisch und gewaltig, ist in dichte Wolken gehüllt. Von Norden fahren wir in die Stadt hinein. Die Straßen sind wie in Europa. Es gibt Linienbusse und aus der Ferne sehen wir die ersten Hochhäuser, den Hafen, das typische Stadtpanorama. Wir sind in einer Metropole. Rund 4,7 Millionen Menschen leben hier, alles scheint sich um den Tafelberg herum zu schmiegen. Es gibt viele Cafés, viele Supermärkte, viel Platz. Die Stadt ist ganz klar aufs Autofahren ausgerichtet – doch wir kommen an einem Samstag an, der Verkehr hält sich in Grenzen. Die Vorfreude steigt mit jedem Kilometer.
Unser Ziel: ein kleines Cottage in Hout Bay – südlich des Tafelbergs, am bewaldeten Rand der Bergkette. Drei Tage wollen wir hier bleiben und einfach mal ankommen. Die Fahrt entlang der Ostseite des Tafelbergs führt durch üppiges, grünes Gelände. Hier wachsen riesige, hoch aufragende Bäume – eine Mischung aus einheimischen und exotischen Arten. Es ist unglaublich grün, dicht bewachsen, fast wie ein kleiner, südafrikanischer Märchenwald. Hout Bay selbst liegt eingebettet in diese grüne Ruhe – genau das, was wir gerade brauchen. Das Cottage liegt in einer Villengegend, eingebettet zwischen Gärten und alten Bäumen. Als wir ankommen, regnet es und es ist kühl. Aber das stört uns nicht. Im Gegenteil – wir betreten das Haus, fühlen sofort die wohlige Wärme, freuen uns über die Heizung, die warme Dusche, die Waschmaschine, WLAN – einfach alles. Das Häuschen ist klein, aber unglaublich gemütlich. Eine Holzleiter führt hinauf auf eine Galerie, wo es ein zweites, kleines Schlafzimmer gibt – voller Spielsachen. Marie strahlt über das ganze Gesicht.
Am Nachmittag fahren wir noch zum Hout Bay Harbour Market. Live-Musik klingt durch die Halle, es duftet nach Essen, die Stimmung ist lässig, weltoffen, einfach schön. Wir lassen uns treiben, probieren Kleinigkeiten, genießen den Moment. Endlich angekommen.
Später kehren wir zurück ins Cottage, waschen Wäsche, trinken einen Tee, sitzen einfach da – und faulenzen. Es fühlt sich gut an. Richtig gut.
Kapstadt, wir freuen uns auf Dich!Leggi altro
Heiße Quellen & warme Begegnungen
25 giugno 2025, Sud Africa ⋅ 🌧 12 °C
The Baths, eine heiße Quelle befindet sich inmitten der Zederberge bei Citrusdal. Schon die Anfahrt ist besonders – Orangen, Zitronen und Mandarinen säumen den Weg, es duftet herrlich.
Die Anlage ist traumhaft: warme Pools, ein kalter Pool (den wir lieber meiden), ein sprudelnder Jacuzzi und kleine Naturpools, die wie große Badewannen in den Fels eingelassen sind. Alles liegt am Berghang, in der Mitte ein Wasserfall, das Wasser etwa 40 bis 42 Grad – bei den kühlen Herbsttemperaturen einfach perfekt.
Im großen Pool treffen wir auf zwei Kinder, ihre Mutter und die Großmutter. Marie spielt direkt mit den Kindern. Die Oma lebt in Kapstadt, die Tochter in Wales – etwa in unserem Alter, sehr offen und freundlich. Wir plaudern, bekommen viele Tipps für Kapstadt und Südafrika und tauschen Nummern aus.
Später genießen wir die Ockeypools – klein, ruhig, wunderbar. Und abends, im Dunkeln, steigen wir noch einmal in den großen Pool. Dort begegnen wir einem älteren Ehepaar aus Kapstadt, unterwegs mit ihrem Sprinter. Auch sie geben uns Tipps und erzählen von ihren Reisen. Die Atmosphäre ist warm – nicht nur vom Wasser, sondern auch von den Gesprächen.
Am nächsten Morgen frühstücken wir gemütlich unter freiem Himmel. Danach haben wir noch Zeit für ein letztes Bad. Wieder treffen wir die Familie – heute ist auch der Opa dabei, ein Autoliebhaber, der sich sofort mit Jens versteht. Wir plaudern, tauschen erneut Nummern aus und verabschieden uns herzlich.
Bevor wir abfahren, halten wir noch kurz beim älteren Ehepaar. Sie überreichen uns eine handgeschriebene Liste voller Reisetipps – für Südafrika, Botswana und Sambia. Ihre Erfahrung ist beeindruckend, ihre Offenheit berührt uns. Auch sie geben uns ihre Nummer mit.
Wir fahren weiter – inspiriert, dankbar und mit dem Gefühl, an einem besonderen Ort nicht nur Wasser, sondern auch echte Herzlichkeit erlebt zu haben.Leggi altro

ViaggiatoreMacht mal langsam, vielleicht wären wir dann zur gleichen Zeit am Nordkap 🤣
Kromrivier Höhle Wanderung
21–22 giu 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 17 °C
Nachdem wir gestern Abend am Observatorium die Sterne bestaunt haben fuhren wir zu einem Campingplatz, von dem aus wir heute zu einer kleinen Wanderung aufbrechen. Wir wandern entlang des Kromrivier im Limietberg Nature Reserve bei Wellington. Ziel ist eine Höhle mit Wasserfall. Der Weg ist etwa 7 km lang, wir brauchen mit Pausen rund dreieinhalb Stunden.
Der Pfad führt bergauf durch beeindruckende Natur, vorbei an Fynbos und über Felsen – nicht immer ganz leicht zu finden. An einer Stelle verlaufen wir uns, weil wir hoffen, den Fluss nicht überqueren zu müssen. Doch es führt kein Weg daran vorbei – Jens baut mit Steinen einen Übergang. Später folgt eine zweite Querung, bei der wir Schuhe und Socken ausziehen und durch das eiskalte Wasser waten – erfrischend und lustig zugleich.
Oben angekommen machen wir eine Pause vor der Höhle. Der Wasserfall, der über den Eingang stürzt, ist beeindruckend und macht den Ort richtig besonders.
Auf dem Rückweg droht Maries Motivation kurz zu kippen, doch mit ein paar Paw-Patrol-Spielen und der Aussicht auf Eiscreme im Bus läuft sie plötzlich wie der Blitz den Berg hinunter.
Ein rundum gelungener Wandertag – mit Natur, Abenteuer, kaltem Wasser und glücklichem Kind.Leggi altro
Eselbankriver Wanderung & Sterne staunen
20–21 giu 2025, Sud Africa ⋅ ⛅ 7 °C
Heute unternehmen wir eine wunderschöne Wanderung in der Cederberg-Region – unser Ziel: der Eselbank River und der kleine Wasserfall, der sich idyllisch über die Felsen ergießt. Der Weg führt uns durch eine raue, aber beeindruckende Felslandschaft, vorbei an leuchtenden Fynbos-Büschen und mit herrlichem Ausblick über das Tal.
Am Wasserfall treffen wir auf zwei Wanderer: ein sympathischer Holländer, der seit einigen Jahren in Kapstadt lebt, und sein Freund. Die beiden haben gerade dieselbe Route hinter sich und planen, in der Umgebung noch Tiere zu beobachten. Im Gespräch gibt uns der Holländer einige hilfreiche Tipps zur Region und verrät uns, dass heute Abend eine besondere Gelegenheit im nahen Observatorium wartet: Dort kann man bei klarem Himmel den Sternenhimmel durch Teleskope bestaunen – ein echtes Highlight in dieser abgelegenen Gegend.
Am Abend fahren wir also zum Cederberg Observatory, das auf einem abgelegenen Gelände mitten in der Dunkelheit liegt. Zur Begrüßung gibt es heißen Tee, denn sobald die Sonne untergegangen ist, wird es schnell frisch. Bei klarem Himmel lauschen wir einem etwa halbstündigen Vortrag über Sterne, Planeten und Galaxien. Der Vortrag findet unter freiem Himmel statt – mit Blick auf eine Kuppel, in der einst ein großes Teleskop installiert war. Das Gebäude stammt noch aus den 1970er-Jahren und ist inzwischen baufällig, aber die Atmosphäre ist einzigartig. Danach dürfen wir durch moderne Teleskope einige Himmelsobjekte selbst beobachten – darunter ferne Galaxien und Doppelsterne. Ein unvergessliches Erlebnis unter einem der klarsten Nachthimmel Südafrikas.Leggi altro
Herbstwanderung im Cederbergpark
19–20 giu 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 12 °C
Der Cederberg Nationalpark ist eine abgelegene Bergregion, etwa 250 Kilometer nördlich von Kapstadt. Sie ist bekannt für ihre markanten Sandsteinformationen, uralten Felsmalereien, klare Flüsse und eine einzigartige Pflanzenwelt, darunter die seltene Zeder, die dem Gebirge ihren Namen gab.
Ursprünglich hatten wir eine andere Wanderung geplant – eine anspruchsvollere Route mit Kletterpassagen über steile Felsen. Doch weil es in den letzten Tagen geregnet hat, warnen uns die Mitarbeiter des Nationalparks: Die Felsen seien zu rutschig, die Gefahr zu groß. Wir entscheiden spontan um und fahren etwas weiter – in Richtung Sanddrif, wo das Wetter deutlich freundlicher wirkt.
Am dortigen Campingplatz entdecken wir die Malgat River Trail – eine ideale Alternative. Die Strecke ist gut begehbar, nicht zu steil, und auch für Marie bestens machbar. Die Sonne blinzelt durch die Wolken, es ist zwar leicht bewölkt, aber angenehm mild – ein perfekter Herbsttag in den Bergen.
Die Wanderung führt uns entlang des Malgat River, durch sanfte Täler, zwischen orange-goldenen Laubbäumen hindurch. Der Weg ist etwa 3 bis 4 Kilometer lang (hin und zurück) und dauert rund 1,5 Stunden – je nach Tempo. Immer wieder müssen wir über kleinere Felsen klettern, aber Marie meistert das super, und die Steine sind zum Glück nicht glatt.
Am Fluss glitzert das Wasser im Sonnenlicht, aber es ist eiskalt – kein Wunder, wir sind mitten im Herbst. Schließlich erreichen wir den natürlichen Malgat Pool, ein tiefer, klarer Felsbecken im Flusslauf. Ein traumhafter Ort – aber zum Baden viel zu frisch. Wir genießen einfach den Anblick, die Stille und die klare Luft.
Der Rückweg fällt uns leicht – die Bewegung tut gut. Jens hat seit ein paar Tagen Rückenschmerzen, und die Wanderung scheint ihm sichtlich zu helfen. Auch wir anderen sind froh, draußen in der Natur zu sein und mal wieder richtig durchzuatmen.
Zurück am Campingplatz entdeckt Marie begeistert einen Spielplatz. Während sie klettert, rutscht und lacht, kocht Regina uns einen Kaffee und eine warme Milch für Marie. Ein Moment voller Ruhe, Wärme und Zufriedenheit.
Später geht’s weiter – wir fahren noch ein Stück durch die Zedernberge und finden schließlich einen traumhaften Übernachtungsplatz mitten in der Natur. Zwischen rötlichen Felsen, trockenen Wiesen und dem weiten Himmel fühlt sich alles ganz weit weg und gleichzeitig ganz nah an.
Der Tag klingt aus, wie er begonnen hat – ruhig, kraftvoll und verbunden mit der Natur. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite.Leggi altro
Im Diamanten Rausch
15 giugno 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 28 °C
Wir befinden uns in einer Region, die seit Jahrzehnten vom Diamantenabbau geprägt ist. Unsere Route führt uns vom Richtersveld Nationalpark über Alexander Bay bis weiter an die Atlantikküste in Richtung Süden.
Schon im Westen des Nationalparks begegnen uns auf breiten Schotterstraßen immer wieder große LKWs und Fahrzeuge der Minengesellschaften. Hier ist deutlich zu spüren: Die Diamantensuche ist noch aktiv. Alexander Bay, einst eine lebendige Diamantenstadt, wirkt heute eher verlassen. Überall stehen noch alte Maschinen und Fahrzeuge aus der Zeit des intensiven Abbaus.
Weiter südlich treffen wir auf große Sperrzonen – eingezäunte Gebiete, die ausschließlich für den Diamantenabbau genutzt werden. Die Landschaft ist dort sichtbar verändert: Abgetragene Erde, aufgeschüttete Sandhügel und abgeriegelte Strandabschnitte prägen das Bild. Der Zugang zum Meer ist vielerorts nicht möglich, was die Natur an der Küste stark einschränkt.
Trotzdem finden wir am Nachmittag einen schönen Stellplatz – in einem trockenen Flussbett, ruhig gelegen und überraschend grün. Vor kurzem hat es hier geregnet, der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite. Die Sonne wärmt noch, doch am Abend wird es kühl, und wir ziehen Pullover über.
Wir machen Popcorn im gusseisernen Topf und genießen einen kleinen Kinoabend mit unserer Tochter Marie – ein gemütlicher Abschluss eines eindrucksvollen Tages. Die Nacht ist klar, ruhig und still.
Diese Region bleibt uns durch ihre Gegensätze in Erinnerung: Zwischen Industrie und Wildnis, Vergangenheit und Gegenwart – und mittendrin finden wir Momente der Ruhe.Leggi altro
Offroadabenteuer im Richtersveld Park
14 giugno 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 26 °C
Der Richtersveld Nationalpark ist ein abgelegenes, raues Grenzgebiet im äußersten Nordwesten Südafrikas, direkt am Oranje-Fluss. Der Park ist Teil des grenzüberschreitenden Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Parks – gemeinsam mit Namibia – und grenzt an eine weltweit einzigartige Kulturlandschaft: die Richtersveld Cultural and Botanical Landscape, seit 2007 UNESCO-Weltkulturerbe.
Dort leben die Nama nach wie vor halbnomadisch, mit mobilen Hütten, die im Einklang mit der Natur aufgebaut und versetzt werden. Diese jahrhundertealte Lebensweise hat nicht nur kulturellen, sondern auch ökologischen Wert – denn sie erhält die empfindliche Sukkulentenlandschaft, die weltweit ihresgleichen sucht.
Schon die Anfahrt ist Teil des Abenteuers: Wir lassen die Teerstraße hinter uns und folgen staubigen Pisten Im Park und steinige Offroad-Trails – durch trockene Flussbetten, über Geröllpisten und vorbei an bizarren Felslandschaften. Teilweise ist es ziemlich schwierig für Rocky. Oftmals denkt Jens, dass es kein Weiterkommen gibt, aber wir finden immer einen Weg.
Am Nachmittag finden wir ein tolles Flussbett, unser Stellplatz inmitten der Felsen. Weit und breit kein Mensch – nur wir, die Berge, der Wind und der Sonnenuntergang. Wir grillen, genießen die Ruhe und beobachten, wie sich langsam ein grandioser Sternenhimmel über uns ausbreitet. Fernab jeder Zivilisation leuchtet die Milchstraße so klar wie selten.Leggi altro
Es ist soweit - Südafrika wir kommen
13 giugno 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 27 °C
Freitag, der 13. Juni, eigentlich ein Unglückstag, aber nicht für uns. Ein Datum, das wir so schnell nicht vergessen werden. Nach gut zwei intensiven, beeindruckenden Monaten heißt es für uns Abschied nehmen von Namibia. Dieses Land hat sich tief in unser Herz eingebrannt – mit seiner Weite, seinen Farben, seiner Wildheit. Und doch: Ein neues Kapitel beginnt.
Heute überqueren wir die Grenze nach Südafrika. Und während wir unsere Stempel abholen – Ausreise Namibia, Einreise Südafrika – merken wir: Das hier ist ein Meilenstein.
Denn Südafrika war unser großes Ziel, das große Finale unserer Route entlang der Westküste Afrikas. Und jetzt sind wir tatsächlich hier. Wir haben es geschafft. Die komplette Küste hinab. Wir haben bis jetzt 18 Länder durchquert und 35.000 km gefahren, und nun stehen wir in dem Land, von dem wir so lange geträumt haben.
Die Grenze? Ganz entspannt. Keine lange Warterei, kein Drama – einfach raus, rein, fertig. In weniger als einer Stunde ist alles erledigt, und wir dürfen ganze 90 Tage bleiben. 90 Tage voller Abenteuer, Entdeckungen und – so hoffen wir – unvergesslicher Momente.
Gleich zu Beginn tauchen wir ein in die Natur: ein Nationalpark liegt direkt auf unserem Weg. Die Landschaft verändert sich. Es ist Juni, und der südafrikanische Herbst – fast schon Winter – liegt in der Luft. Die Bäume verlieren ihre Blätter, die Farben werden gedeckter, die Luft kühler. Tagsüber reicht noch ein T-Shirt, aber abends freuen wir uns über eine warme Jacke und eine heiße Tasse Tee.
Und trotz (oder gerade wegen) der kühleren Temperaturen ist da dieses warme Gefühl in uns: Vorfreude. Dankbarkeit. Stolz. Wir haben etwas Großes erreicht – unsere Route entlang der Westküste bis ans Ziel geführt.
Südafrika, wir sind bereit für dich. Für deine Städte, deine Küsten, deine Berge, deine Menschen. Und für alles, was wir jetzt noch nicht wissen, aber bald erleben werden.Leggi altro


































































































































































































































































































































































































































































































ViaggiatoreGute Entscheidung nach Lesotho zu fahren!
ViaggiatoreGute Reise euch dreien noch👍👍
ViaggiatoreDanke! 🤩