It‘s a long long way..
December 15, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 25 °C
Frühmorgens wachte ich durch das Gebell der Nachbarshunde auf. Da mein Kopf durch die lange «to do Liste» nun sowieso keinen Schlaf mehr zuliess, stand ich auf, ging duschen, machte mir einen Kaffee und setzte mich dann an den Laptop, um die wichtigsten Dokumente zu drucken.
Da wir am Sonntag noch nichtfertig geworden waren mit dem Packen, hatte ich auch damit noch so einiges zu tun.
Simi stand irgendwann später mal auf und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich startklar waren.
Mit einem doch etwas nervösen Gefühl starteten wir unsere Fahr in Richtung Flughafen. Wir freuten uns, neben unserem Stammplatz im Parking auch den roten Mini mit dem «TUT»-Zeichen zu sehen. Was dessen Besitzer wohl dauernd am Flughafen zu tun hat?
Wir gaben unser Gepäck auf und machten uns auf den Weg zur Lounge, wo wir kurz einen Kaffee tranken, bevor wir dann zum E-Gate gingen, um vor dem Flug noch etwas zu Mittag zu essen. Mhmmm.. wie beim letzten Mal war was Essen einfach nur absolut köstlich!
Gegen Mittag durften wir schlussendlich ins Flugzeug steigen. Um die 12h sollte er dauern. Das war erträglich. Wir wurden mit gutem Essen versorgt und wie immer schlief ich kurz danach mit gefülltem Magen ein. Ein Film und etwas Ferienrecherche später landeten wir bereits in Los Angeles, wo wir zuerst durch die Passkontrolle gehen und dann auch noch unser Gepäck abholen und wieder aufgeben mussten, auch wenn wir gleich wieder ins Flugzeug steigen würden. Gefühlt dauerte es ewig und ich wurde bereits wieder etwas nervös, aber schlussendlich hatten wir sogar noch Zeit ca. 20min zum falschen Gate und zurückzugehen, weil ich um eine Linie auf der Anzeige verrutscht war – UPS.
Schon hiess es wieder einsteigen ins nächste Flugzeug, wo wir so viel Schlaf wie möglich haben wollten. Auf das Essen zu warten war eine Qual. Verzweifelt versuchten wir uns beide wachzuhalten, doch schlussendlich schliefen wir ständig ein und mussten geweckt werden, sobald etwas vor uns hingestellt wurde. Nach dem Essen durften wir endlich schlafen. Mein Bildschirm war sowieso tonlos und so hätte ich eh nicht ohne Untertitel einen Film schauen können. Nach dem Schlafen schaute ich mir ein paar Serien mit Untertitel an, um mich irgendwie zu beschäftigen. Ach ja, am Morgen gab es ein suuuper Frühstück mit Ei, Lachs und Spinat. Das wohl bisher beste Flugzeug-Frühstück welweit.
Der zweite Flug erschien uns wesentlich länger als der erste, obwohl wir sogar noch frühzeitig ankamen in Auckland. Wir waren überrascht, dass wir für die Passkontrolle durch ein E-Gate gehen konnten, das ersparte uns viel Wartezeit. Die Schlange für die wirkliche Einreise war dann etwas länger und wir mussten noch kurz meine Schuhe inspizieren lassen, aber schlussendlich ging alle schnell voran.
Nach der Einreise holte ich mir eine SIM-Karte für Neuseeland, damit wir genügend Internet zur Verfügung haben und auch notfalls unbeschwert telefonieren können, wenn mal was schiefgehen sollte. Simi holte derweilen Kaffee für uns.
Da wir nun doch langsam etwas abgestanden rochen, folgten wir freudig dem Dusch-Zeichen, mussten jedoch enttäuscht feststellen, dass die einzigen zwei Duschen an diesem Flughafen aktuell ausser Betrieb waren. Toll..
Wir hatten immer noch etwa 4h Zeit, bis wir von der Vermietungsstation abgeholt und so gönnten wir uns ein zweites, leichtes Frühstück: Chicken Wings, Pommes, Hashbrowns und Onion Rings. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Nach diesem gesunden zweiten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Abholort der Vermietungsstation, wo wir die heiss vom Himmel strahlende Sonne genossen, bis wir endlich abgeholt wurden.
Gegen 08.15 sassen wir endlich bei der Vermietungsstation und warteten ungeduldig darauf, mit unserem neuen Hotel auf Rädern herumfahren zu können. Wir waren beide glückselig, als wir in unserem Gefährt standen und positiv überrascht über die Grösse des Innenlebens und vor allem der Küche waren. Hey, wir haben sogar einen Backofen! Das wäre beinahe ein Kriterium gewesen, einen anderen Anbieter zu wählen :-P Wohoooo 😊
Kurz darauf standen wir im ersten Einkaufsladen, füllten unseren Wagen prall mit Lebensmitteln und Getränken und fuhren dann in Richtung Meer. Irgenwo hieleten wir an, legten uns hin und versuchten, nochmals etwas Schlaf zu bekommen. Kurz bevor wir einschliefen, schrie uns eine grosse Möwe direkt vor unserem Kopf an und wir erschraken uns beinahe zu Tode bzw. dachten, sie fängt gleich an, uns zu fressen, weil sie denkt, dass wir irgendein Stück Aas sind, das rumliegt.
An Schlaf war nun nicht mehr zu denken, dennoch lagen wir noch eine Weile da und hofften, etwas wacher zu werden, bevor wir zur Purangi Winery fuhren.
Vor 10 Jahren waren wir bereits dort, wenn auch am usprünglichen Standort, und hatten einen sehr tollen, wenn auch sehr ciderlastigen Abend und lernten meine Lieblingsfrucht, die Feijoa, kennen. Natürlich mussten wir der Winery erneut einen Besuch abstatten, zumal wir da sogar eine kostenlose Übernachtung erhalten würden.
Der sehr redefreudige Danny liess uns einmal quer durch sein Cider-Sortiment durchprobieren und zu meiner grössten Freude hatte er sogar ein paar Feijoas, die er tiefgekühlt hatte und die er uns essen liess. Eigentlich haben die jetzt nicht Saison und ich war etwas traurig, weil ich dachte, dass ich die dieses Mal nicht bekommen würde. Umso grösser nun die Freude.
Nach dem Tasting bestellten wir uns noch einen Pitcher Cider und genossen die Sonne. Zurück beim Camper stellten wir fest, dass unser Kühlschrank leider nicht angesprungen war, obwohl Simi extra das Gas aufgemacht hatte.. Toll.. Nur warme Getränke und das Essen wird wohl die nächsten Tage auch etwas heikel sein. Hoffen wir das Beste.
Ich wärmte uns ein paar Wontons und bald, die wir zum Apero verspeisten und bald darauf holten wir auch unseren Grill hervor, weil unsere Müdigkeit bereits wieder zurückkam, nachdem wir ein paar Minuten davor gestaunt hatten, wie unglaublich wach wir plötzlich sind. Mit grösster Müh und Not schafften wir es, unser einfaches Abendessen (Pouletspiessli und Knoblauchbrot) zu essen, uns die Zähne zu putzen und dann um 20.20h ins Bett und umgehend in einen tiefen Schlaf zu fallen.Read more
Entspannende Klänge und magische Orte
December 16, 2024 in New Zealand ⋅ 🌧 19 °C
Frühmorgens wurden wir geweckt vom plötzlich aufkommenden Regen. Er kam von null auf recht stark und wir schlossen eiligst unser Dachfenster. Ich schaffte es, nochmals einzuschlafen, aber ab ca. 06.00h war an Schlaf nicht mehr zu denken.
Hatten wir eigentlich das Licht vom Auto abgestellt? Schlaftrunken ging ich nach vorne.. Nein, war noch an. Ich bin gespannt, ob das Auto noch anspringt, nachdem das Licht in dem Fall wohl um die 14h gebrannt hat und wir es in unserem schläfrigen Zustand und weil es draussen nunmal hell war, nicht bemerkt hatten.
Ich versuchte nochmals zu schlafen, aber nach 9h Schlaf ist bei mir leider fertig und in meinem Köpfchen werden hitzige Debatten geführt.
Nun sitze ich seit einer Weile draussen. Der Himmel ist grau, aber die Temperatur ist angenehm. Rund um mich herum wird freudig gezwitschert und Würmer gesucht. Selbst ein farbiger Papagei war vorhin unterwegs und futterte sich den Bauch rund an einer Pflanze. Ich wusste gar nicht, dass es die hier gibt. Er sah aus, wie eine Mini-Version eines ARAs. Simönchen ist noch immer am Träumen. Ich hoffe, wenigstens er hat damit den Jetlag überwunden.
Als der Regen wieder einsetzte, entschloss ich, zurück in den Camper zu gehen und Crepes vorzubereiten. Simönchen war inzwischen halbwegs wach und wurde von mir gleich mit einer schlechten Nachricht in den Tag begrüsst. Der Kühlschrank ging die ganze Nacht nicht, alles war warm!
Ich machte trotzdem erstmal unsere Crepes und Kaffee mit unserem tollen Wacaco-Gerät. Beides war gut, aber der Ärger über das warme Essen im Kühlschrank nagte an mir.
Als wir alles zusammengeräumt hatten, holten wir bei Danny noch eine Flasche Feijoa Likör. Der nächste Sommer in der Schweiz kommt bestimmt und wir möchten uns dann hoffentlich gerne an die Zeit in Neuseeland zurückerinnern.
Unsere heutige Fahrt führte uns in einen Regenwald-Park. Es regnete in Strömen und wir erhofften uns, im Regenwald etwas Schutz davor zu finden, damit wir trotzdem draussen etwas unternehmen konnten.
Wir sahen unglaublich schöne Wälder mit einzigartigen Pflanzen. Ich strahlte übers ganze Gesicht und konnte kaum aufhören, mich an der Schönheit dieser Orte zu begeistern. Riesige Farne, Palmen, grosse Bäume. Es roch nach allem möglichen. Irgendeine Pflanze roch tatsächlich nach Knollensellerie oder Gemüsesuppe. Eigenartig, aber toll. Einige Wege sahen irgendwie nach Abenteuer oder verwunschen aus. Ich mag sowas sehr 😊
Schlussendlich waren wir trotz Regenbekleidung und Spaziergang im doch teilweise sehr dichten, dunklen Wald klitschnass bis auf die Haut. Aber wir waren glücklich, dass wir trotz des wirklich sehr schlechten Wetters etwas gemacht hatten.
Mein heutiger Tiefschlag war, dass wir durch den kaputten Kühlschrank unsere Chicken Wings wegwerfen konnten. Eigentlich sollten sie zum freudigen Mittagessen werden, doch als ich die Packung aufmachte und mir ein wirklich sehr strenger Geruch, der mich an tote Tiere auf Safari erinnerten entgegenkam, musste selbst ich mir sagen, das sollten wir lieber nicht mehr essen. Sehr, sehr schade und ich ärgere mich jetzt, Stunden später noch masslos darüber. Ich werfe nicht gerne Essen weg und Fleisch schon gar nicht!
Nun sitzen wir wieder im Camper, lassen uns trocknen. Simönchen ist todmüde eingeschlafen und ich höre mir von draussen her das erneute Vogelgezwitscher an. Kein Wunder ist Simi eingeschlafen, es klingt hier wie auf einer CD mit Entspannungsmusik.Read more
Glüüüüühwüüüüürmchen 🥰😍🤗🥳
Dec 16–17, 2024 in New Zealand ⋅ 🌧 20 °C
Zu meinem gestrigen Eintrag muss ich noch ein paar Worte ergänzen.
Nachdem ich mit meiner Schreiberei fertig war, genossen wir jede Menge indische Häppchen zur Vorspeise und dann kochte Simi uns die Hackfleisch-Spiesschen (wesentlich mehr als gut durch, aber das war wohl wirklich nötig..).
Nach dem Abwasch wollte ich, um noch etwas wachzubleiben und den Jetlag zu bekämpfen, noch einen Spaziergang draussen unternehmen. Ich hatte ein merkwürdiges Vogelgeräusch gehört und hoffte, dass es sich hierbei um Kiwi-Vögel handelte.
Es hatte aufgehört zu regnen und so spazierten wir munter mit unseren Stirnlampen bewaffnet los.
Wir fanden zwar keine Kiwis, aber Thesilein war glückselig. Wir spazierten einem Flüsschen entlang und da sahen wir sie: Hunderte, leuchtende Punkte à Glühwürmchen! :-D Ich war im siebten Himmel. Klar, es gibt hier Orte, wo sie für diese Menge womöglich nur ein müdes Lächeln übrighätten. Für mich war es ein magischer Moment und ich freute mich unendlich!
Wir spazierten noch etwas weiter und überall trafen wir die Leuchtpunkte an. Wir hatten sogar die Möglichkeit, uns die Würmchen von ganz nahem anzusehen. Wie man immer mal wieder liest, sehen sie nicht aus wie Würmer. Es sieht aus, als hätte jemand einen Nylonfaden durch mehrere perfekt runde Wassertropfen gezogen und diese aufgehängt. An einigen dieser «Anhänger» hängte dann jeweils ein bläulich leuchtender Punkt. Wieder was gelernt 😊Read more
Rafting, Wasserfälle und Glühwürmchen
Dec 17–18, 2024 in New Zealand ⋅ 🌬 15 °C
Frühmorgens war ich wieder wach und setzte mich nach draussen, um meinen «Bericht» zu schreiben und den Naturgeräuschen zu lauschen. Neben Vogelgezwitscher, Rauschen in den Bäumen war vom Zelt auf dem Platz nebenan (ca. 50m entfernt) ein lautes Schnarchkonzert zu vernehmen.
Simi wurde auch schon erstaunlich früh wach und so frühstückten wir kurz und machten dann nochmals eine Runde durch den Regenwald, weil wir uns ein paar Schönwetterfotos erhofften.
Leider durften wir nicht zu viel Zeit verplempern, da wir um 13.00h in Rotorua einen Termin in der Autowerkstatt vereinbart hatten mit unserem Camper, wegen unserem sehr unzuverlässigen Kühlschranks.
Wir kamen etwas knapp an, weil Simi für das nachmittagliche Rafting noch ein paar Badehosen besorgen mussten.
Als wir bei der Garage ankamen, sanken unsere Hoffnungsschimmer direkt nach unten. Es sah nach einer völlig normalen Garage aus, welche sicherlich alles über Defekte an einem Auto weiss, aber nicht bei Camperausbauten. Wir teilten dem Garagebesitzer mit, dass der Kühlschrank aktuell laufe, jedoch immer wieder stundenlange Aussetzer habe. Womöglich liege es ja an einem Wackelkontakt oder dem Temperaturfühler. Natürlich hörte er uns nicht zu, wir sind ja keine Automechaniker…🙄🙄🙄
Jedenfalls kam er nach 45min zurück, bat uns in die Garage und fragte uns, ob vielleicht jemand das Gas abgedreht habe? Ich fragte mich, ob ich allenfalls das Türchen nicht abgeschlossen hatte und tatsächlich jemand so hinterhältig war. BIS wir dahinterkamen, dass er uns tatsächlich für dermassen doof hielt, dass wir das Gas gar nicht angedreht hatten. Ich war nahe am Explodieren und hätte dem Typen am liebsten sehr, sehr böse Wörter an den Kopf geworfen. Ich reagierte schlussendlich zwar sehr zickig, aber blieb einigermassen höflich. Der Typ meinte, er habe mit der Vermietungsstation vereinbart, dass wir es einfach probieren sollten, ob es nun geht. Das brachte mich erneut auf die Palme und wir waren nahe dran, uns eine Kühlbox und Eis zu besorgen. Also wirklich… Offenbar sehen wir wohl beide dumm aus wie Brot.
Mehr als verärgert verliessen wir die Garage und fuhren zum Rafting. Wir hatten durch das Ärgernis beide irgendwie unsere Lust auf das Abenteuer verloren, aber wir hatten es nunmal gebucht.
Wenig später hatten wir uns in einen engen Wetsuit, Wasserschuhe, Schwimmweste und Helm gezwängt und warteten gespannt darauf, dass es endlich losgehen würde.
Wir wurden mit vier Amerikaner ins Boot gesetzt. Eine kurze Einführung mit Kommandotraining und los gings. Ein paar letzte Worte, bevor es bereits den ersten Wasserfall runterging. Wuhuuu!
Es war grossartig. Und die Kulisse während dem Rafting. Sensationell! Als wäre sie extra so erschaffen worden. Es sah aus wie im Dschungel, ein bisschen Indiana Jones feeling, einfach nur WOW!
Wir liessen uns im Wasser treiben, mal ohne Boot, mit Boot, wir stürzten uns MIT Boot den höchsten kommerziell befahrbaren Wasserfall der Welt (7m hoch) hinunter und den letzten, nicht ganz so hohen Wasserfall liessen wir uns ohne Boot runtertreiben. Es war echt lustig und wir waren etwas traurig, als es fertig war.
Nach der Tour holten wir und kurz ein Abendessen und fuhren dann zurück zum Ausstiegsort, wo wir einen Freedom Camping Platz erspäht hatten. Wir hatten Glück und es gab noch massig Platz für uns.
Wir wanderten dem Fluss entlang, um unsere Wasserfälle nochmals aus trockener Perspektive anzuschauen. Nach dem Essen spazierten wir gleich nochmals los und bis zum 7m Wasserfall. Unterwegs sahen wir jede Menge Glühwürmchen🥰
Meterhohe Wände waren übersät mit leuchtenden Punkten. Es sah aus wie ein Sternenhimmel. Uns kam die Szene und Musik aus König der Löwen in den Sinn, als Simba das Spiegelbild seines Vaters im Wasser sah: einfach nur WUNDERSCHÖN!Read more
Regenwald-Wanderung
December 18, 2024 in New Zealand ⋅ 🌬 16 °C
Die vergangene Nacht war sehr unruhig. Zum einen schliefen wir neben einer Schafwiese, wo mehrere hundert Schafe sich die ganze Nacht über fleissig unterhielten, zum anderen wurden wir vom starken Wind herumgeschaukelt.
Dennoch schliefen wir bis nach 7 Uhr, genossen ein feines Müesli zum Zmorge und fuhren dann los in Richtung unbekannt.
In Rotorua deckten wir uns mit Essen für den Abend ein und hofften, dass unser Kühlschrank ausnahmsweise mitmachen würde. Dann konnten wir zu meiner Glückseligkeit noch auf dem Recyclinghof unsere gesammelten Sachen loswerden😊
Schlussendlich fuhren wir los an irgendeinen Ort, von dem ich vergangenen Sonntag irgendwo gelesen hatte. Wir fuhren weiter und immer weiter hinaus und dann immer weiter hinein in Waldgebiete. Schlussendlich landeten wir auf einer sehr holprigen Schotterstrasse, umgeben von Brombeersträuchern mit wunderbar dicken Strängen, die unserem Camper entlangkratzten.
Die Strasse war eng und wir hofften, dass uns niemand kreuzen würde. Kurz vor dem Ziel war es dennoch soweit, jedoch hatten wir Glück und es ging an dieser Stelle problemlos, dank dem anderen Autofahrer, der tief ins Gebüsch auf der Strassenseite auswich.
Kurz darauf kamen wir beim Parkplatz an und es sah vielversprechend aus. Es war ein dichter Regenwald und die 10km lange Wanderung führte uns durch diese wunderbare Umgebung.
Wir sahen ein paar Vögel und wunderschöne Pflanzen. Es sah friedlich und gleichzeitig total chaotisch aus in diesem Wald. Es war ein schöner Spaziergang, nur der angekündigte Wasserfall war am Ende nicht sichtbar, weil alles zugewachsen war.
Wir waren zudem einmal mehr froh um die MapsMe-App, weil die Pfeile auf dem Weg völlig verwirrend waren und wir uns entweder komplett verirrt hätten oder den gleichen Weg zurückgehen hätten müssen, was wir nicht wollten.
Wir stellten fest, dass die Stelle, die ich eigentlich sehen wollte, nur 1km vom Parkplatz entfernt gewesen wäre. Aber egal, wir hatten eine wirklich schöne Wanderung. Und der Canyon, der grundsätzlich sehr, sehr toll aussehen würde mit seinen grünen Felswänden, war leider auch etwas enttäuschend.
Er war komplett zugewachsen bei der Brücke und man sah kaum was. Weiter hinten war es uns etwas zu heikel, uns bis an den Rand hinauszuwagen. In diesem Wald sahen wir so viele morsche Bäume.. Wir gingen also kurz zurück zum Auto und holten unsere Drohnen.
Schlussendlich hat nur Simi sie benutzt. Mir war es etwas zu heikel, die Drohne ohne GPS und durch den Blätterwald nach unten zu navigieren. Ich bin gespannt, was mit etwas Feinjustierung aus seinen Bildern wird.
Abends fuhren wir zu einem Campingplatz und waren erstaunlicherweise die einzigen. Kurzzeitig kam irgendeine lokale Gang vorbei, wohl zum Feierabendbier, aber die ging kurz darauf wieder weg.
Wir genossen den Abend, direkt neben einem schönen Wasserfall und einem Fluss und planten den nächsten Tag. Da ich noch nicht genügend Glühwürmchen gesehen habe, schlug ich die abenteuerliche Version von den Waitomo Caves vor. Glücklicherweise gab es für eine Nachmittagstour noch Platz. Wir sind sehr gespannt!🤗Read more
35m unter der Erde
Dec 19–20, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 24 °C
Erneut war ich noch vor 6 Uhr wach und nutzte die Gelegenheit, um draussen an meinem Tagesbericht zu schreiben. Mein Hirn war bereits am Arbeiten und nervte mich mit Gedanken, wie «Ist das Tor überhaupt schon offen, wenn wir losfahren werden», «reicht es uns, rechtzeitig in Waitomo zu sein?». Naja.. ich sollte wohl besser aufstehen..
Simi war wohl ebenfalls leicht nervös, denn auch er stand noch vor dem Wecker plötzlich mit zwei Tassen Kaffee vor mir und teilte mir mit, dass die gestrige Buchung gegen seinen Willen passiert sei und er damit nicht wirklich glücklich sei. Ich schaute mir das Video ebenfalls an und dachte innerlich «Fuck, was habe ich nur getan?!?» Es sah wirklich nicht aus, als ob wir beide dazu bereit wären.
Mit gemischten Gefühlen fuhren wir in Richtung Waitomo. Unterwegs hielten wir an und besorgten uns als Henkersmahlzeit zwei Pizzen. Wir waren beide etwas angespannt.
Wir kamen frühzeitig vor Ort an und checkten uns ein. Um 13.30h hiess es, LOS, Wetsuit, Helm und Stiefel fassen. Eine kurze Fahrt später standen wir vor einem Loch, welches uns 35m unter die Erde bringen würde.
Wir übten ein, zwei Minuten lang, wie man sich abseilt und dann standen wir am Abgrund und mussten den langen Weg nach unten alleine überstehen. Der Anfang war nicht schwer, aber mit der Zeit wurde ich immer nervöser. Würde ich notfalls bremsen können oder direkt hinunter ins Nichts rasen?!?
Ich denke, Simi war noch leicht nervöser. Er scheiterte bereits daran, das Seil richtig einzufädeln😅 Schlussendlich schafften wir es beide, heil unten anzukommen. Dort warteten wir auf die restlichen Teilnehmer und genossen einen ersten Ausblick auf die Glühwürmchen.
Endlich waren alle unten und es ging via Zipline weiter durch die Dunkelheit. Unten sahen wir noch mehr Glühwürmchen. Als auch da alle unten angekommen waren, schnappten sich alle einen Gummiring, stürzten sich damit ins 10-14 gradige Wasser und dann machten wir Glowworm-Flowing. Wir waren alle am Frösteln, aber die Glühwürmchen waren schön anzusehen, währendem wir einen Becher heisse Schokolade und einen Cookie in der Hand hielten.
Nach dem Gummiring gings weiter hinein in die Höhle. Wir zwängten uns durch kleine Durchgänge und kletterten zum Schluss zwei Wände hoch, mit jeweils einem Wasserfall der einem ins Gesicht spritzte.
Irgendwann kamen wir aus der Höhle raus und standen inmitten eines wunderschönen Regenwalds. Wir wurden zurück zum Anfangspunkt gefahren, wo wir uns aus all der Kleidung schälten.
Endlich konnten wir mal wieder duschen 😉 Ich habe vergessen zu erwähnen, dass nach dem nicht funktionierenden Kühlschrank und dem nicht ablaufenden Küchenabfluss (dank heissem Wasser konnte ich wenigstens das richten), auch das Wasser im Lavabo im Bad nicht korrekt abfliesst. Es bahnt sich schnurstracks einen Weg unter der Duschwanne durch und rinnt dann in den Wohnbereich.. Aber ich mag mit der Vermietungsstation nicht schon wieder diskutieren. Am Ende kommen sie mit der Frage, ob wir denn beim Duschen die Türe geschlossen haben oder stellen uns sonst irgendwie völlig bekloppt dar..
Nach dem Duschen schauten wir die Fotos an, welche auf der Tour geschossen wurden. Sie sind nicht wirklich super, aber dank dem wir in der Gruppe noch ein Schweizer Pärchen (aus Sissach, die Schweiz ist klein) hatten, teilten wir uns die Kosten und kauften die Fotos für uns vier nur einmal.
Wir fuhren auf einen Campingplatz nur 30min entfernt von Waitomo, wo man für nur 5 NZD übernachten kann. Wir genossen da die restliche Sonne. Beim Zusammenräumen nutzte die Gelegenheit, um gleich noch ein zweites Glas zu zerstören. Ich hatte leider übersehen, dass es noch im Getränkebehälter war, als ich den Stuhl zusammenfaltete. Aber ja.. Ich verstehe echt nicht, weshalb man richtige Gläser in einen Camper stellen muss..
Zum Znacht gab es erneut ein «Kinderessen». Schnitzel im Brot mit den Pizzaresten vom Mittag. Zu unserer Verteidigung: Es war schon spät und wir wollten nicht mehr lange kochen..Read more
Keinen Schritt weiter!
December 20, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
Ich weiss nicht weshalb, aber pünktlich gegen 6 bin ich jeden Tag wach. Um Simi nicht zu wecken, schloss ich den Vorhang rund ums Bett und fing an herumzugeistern.
Kaffeewasser aufkochen, Crêpe-Teig vorbereiten, Blog schreiben und warten, bis Simönchen endlich aus den Federn kommt.
Nach dem Frühstück überlegten wir, wo wir denn heute hinfahren wollen. Taranaki meldete schlechtes Wetter, fürs Tongariro Crossing waren wir zu spät. Irgendwann entschieden wir uns dennoch für Taranaki.
Wir kamen nicht richtig in die Gänge und als ich irgendwo einen Ort entdeckte, wo es Espresso gab, riss Simi eine Vollbremsung und wir gönnten uns je einen doppelten.
Weiter ging die Fahrt, bis wir in Statford einkaufen gingen (und unser Auto in der Durchsage gebeten wurde, umzuparken). Nach dem Einkauf gingen wir das erste Mal dumpen und fuhren dann geleert und mit neuem Frischwasser in Richtung Taranaki.
Hier machten wir eine weitere Wanderung durch einen wunderschönen Regenwald.
Einen Weg beendeten wir umgehend, als der Weg von einer sehr hohen und sehr instabilen Hängebrücke, mit nur-1-Person-auf-Brücke-Regel unterbrochen wurde. Ich wagte mich bis in die Mitte, weil ich wissen wollte, wie es aussieht. Leider musste ich aufgeben, weil mir das Ganze nicht ganz geheuer war und Simi sowieso nie im Leben einen Fuss auf diese Erfindung des Teufels gesetzt hätte.
Wir wanderten zurück bis zur nächsten Richtungstafel und entschieden uns leider dazu, unseren ursprünglichen Weg weiterzugehen. Nach wenigen Metern bereuten wir es. Es ging steilt bergauf, was grundsätzlich nicht schlimm wäre, aber wenn jeder Tritt 1m hoch ist, dann ist das echt nicht lustig. Ich hatte jede Menge Fotogepäck dabei und eine Flasche, die mir mit jedem Aufstieg an den Arm knallte.. Meine Blicke zeigten nur noch puren Hass auf die Situation.
Der Weg an sich wäre ja schön gewesen, aber wir hatten genug und waren müde. Irgendwann fanden wir einen Ausweg und gingen zurück zum Camper. Das war immer noch ein gutes Stück, aber wenigstens nicht mehr aufwärts.
Morgen geht es vermutlich ganz nach unten in den Süden der Nordinsel zu einem Leuchtturm und einer Robbenkolonie. Mal schauen, wo wir am Ende wirklich landen werden.Read more
Avenue de l‘ocean
December 21, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C
Endlich konnte ich schlafen. Nachts sind wir zwar beide aufgeschreckt, weil plötzlich unsere Store nach oben gesaust ist, aber ich habe endlich das bisherige Kissen gegen das zweite Badetuch als Kissen getauscht und voilà, madame kann schlafen 😉
Wir sind heute wahrscheinlich um die 6h zu einem Kap gefahren, weil ich irgendwo ein tolles Bild von einem Wasserfall mit Robben sowie einen Leuchtturm, der echt toll aussah, gesehen habe.
Unterwegs machten wir einen Notstop, weil wir beide fast eingeschlafen sind, nachdem wir etwas zuvor bereits eine Mittagspause gemacht und je zwei Hamburger gegessen hatten. Wir bestellten uns zwei Doppelespresso (ich muss nach NZ auswandern, Kaffee kostet hier NICHTS ((2 CHF für einen DOPPIO!!))) und waren dann wieder topfit.
Leider war der Espresso-Stop direkt neben einem Weinladen, wo ich mir eine Flasche Weisswein besorgte, weil ich Martinsborough mit Marlborough verwechselt hatte und dachte: «Wow, wir sind hier in der Weinhochburg von Neuseeland und ich hole mir nicht einmal eine Flasche Wein…».
Google belehrte mich eines Besseren, aber egal.
Wir fuhren weiter und irgendwann kamen wir nach Cape Palliser, wo wir schnell einmal die (leider ultimativ stinkenden) Robben fanden. Eine sehr enge Strasse weiter parkten wir unseren Camper beim Leuchtturm und liefen die 4km zum Wasserfall, wo wir natürlich keine Robben fanden.
Zurück beim Auto stiegen wir noch kurz die doch recht anstrengenden 430 Stufen zum Leuchtturm hoch, dann wieder runter und suchten uns einen Campingplatz. Einer war voll, der andere hatte noch sehr viel Platz und dies (vom jetzigen Zeitpunkt betrachtet, vermutlich) kostenlos.
Es regnete inzwischen in Strömen, aber ich fand auf Google eine optimistische Website die mir Mut machte: Noch 26min, dann ist es wieder schön. «Ja klar..» dachten wir beide. Ich fand jedoch das Radarbild und dieses stimmte mich ebenfalls optimistisch. Und TADA, es stimmte tatsächlich 😊 26min später sassen wir draussen in unseren Stühlen, genossen eine Flasche Sauvignon Blanc und die wunderbare Aussicht auf den Pazifik.
Eine Flasche später erinnerte ich mich an meinen Traum, den ich seit damals in meinen Frankreich-Ferien in Arcachon, vor ca. unglaublichen 20 Jahren, hatte, irgendwann mal an der «Avenue de l’Ocean» zu wohnen. Heute wurde dieser Traum für eine Nacht wahr. Ich hätte ewig in meinem Stühlchen sitzen und auf das Meer starren können. Naja, ich nehme was ich kriege 😊Read more
Windy Wellington
December 22, 2024 in New Zealand ⋅ 🌬 20 °C
Die vergangene Nacht schliefen wir sehr unruhig. Unsere Platznachbarn waren durchgehend am Quatschen, wenn sie mal ruhig waren, regnete es in Strömen und war dadurch sehr laut oder der Wind blies uns beinahe weg. Entsprechend übermüdet waren wir den ganzen Tag über.
Wir liessen uns Zeit, assen unser Frühstück mit Blick aufs Meer und duschten sogar noch, da ich die Wassererwärmung gestern offenbar nicht ausgeschaltet hatte. Offenbar ist nur der Lavaboabfluss im Bad komplett undicht. Andernfalls hätten wir einen Pool im Camper gehabt.
Als wir fertig mit allem waren, fuhren wir nach Wellington, wo wir irgendwo mitten in der Stadt an einem Strassenrand parkten und dann auf die Suche nach einem Restaurant gingen. Simi wollte nicht auf mich hören und so machten wir eine Ehrenrunde am Pier entlang, wo sich nicht wirklich was befand, ausser eiskalter Wind.
Wir gingen zurück zum Auto und holten uns ein Jäckchen, bevor wir einen zweiten Versuch starteten und nach einer Weile doch noch eine Pizzeria fanden, wo wir in einem gemütlichen Hinterhof Bruschetta, Knoblauch-Pizzabrot und eine Pizza verspeisten. Unsere gefüllten Bäuche führten zu einem Pizzakoma und so kam es, dass wir, zurück beim Auto, uns aufs Bett legten und direkt einschliefen, bis uns die Uhr an die abgelaufene Parkzeit erinnerte.
Nun war ich erst recht komplett am Ende und zu nichts mehr zu gebrauchen. Simi löste nochmals ein Parkticket und wir gingen im Laden daneben einkaufen. Ich war noch im Halbschlaf und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Nach dem Einkauf spazierten wir noch etwas herum und können nun mit Gewissheit bestätigen, dass der Übername «windy Wellington» nicht von ungefähr kommt. Es graute uns vor der abendlichen Fährüberfahrt.
Irgendwann wussten wir nicht mehr, was wir in Wellington sonst noch tun könnten. Entweder waren wir im falschen Stadtteil oder die Stadt ist einfach überhaupt nicht schön und man vergesse nicht den elend kalten Wind.
Wir beschlossen, in Richtung Fähre zu fahren, wo wir bei weitem nicht die ersten waren und seeehr lange in der Schlange warten mussten, bis wir einchecken und vor allem, bis wir auf das Schiff fahren konnten. Wir warfen uns beide zwei Ingwer-Pillen ein (Dramamine Kräuterversion) und verliessen unseren Camper.
Im Schiff ergatterten wir uns zwei super Plätze und konnten unsere Fahrt mit Film-Anschauen überbrücken. Um Mitternacht kamen wir in Picton an und konnten glücklicherweise recht früh vom Schiff fahren.
Nun kam eine sehr kurvige, dunkle Strasse, bis zum DOC-Campground, den ich gebucht hatte. Leider hatte ich vorgängig nicht geschaut, wie denn die Strasse aussieht. Wir kamen erstaunlicherweise schnell und einfach auf dem dunklen Campground an, wo ich ein Schild an die Scheibe klebte, dass wir online gebucht haben. Ich wollte auf keinen Fall, dass wir in aller herrgottsfrühe geweckt werden.
Trotz später Stunde waren wir noch hungrig und so kochten wir um 1Uhr morgens Chinanudeln mit Geschnetzeltem und Zwiebeln, was wir mühelos und glückselig verspeisten, bevor wir todmüde ins Bett fielen und umgehend einschliefen.
Ach ja, ich glaube, wir haben gestern noch Kiwis draussen gehört 😊 Leider ist meine rote Kopflampe nicht geeignet, um in der Dunkelheit auch wirklich etwas zu sehen und so war unsere Expedition draussen nach wenigen Sekunden vorbei :-PRead more
Shantys am Strand
December 23, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C
Nach einer kurzen Nacht war für mich gegen 08.30h Schluss mit schlafen. Es war ziemlich warm im Camper und ich erhoffte mir, draussen etwas Sonne zu erhaschen und die Bucht zu sehen, die am gestrigen Abend natürlich nicht ersichtlich war.
Ich wurde zumindest vom Wetter nicht enttäuscht. Strahlender Sonnenschein und wunderbar heisses Wetter draussen 😊 Ich spazierte mit meinem Kaffeebecher bewaffnet und, um meinen «Shantismus» zu zelebrieren barfuss über den Campingplatz und kundschaftete alles aus. In der Bucht war noch Ebbe und es sah nicht sonderlich toll aus. Ich ging zurück zum Camper und holte mein Strandtuch raus, damit ich mich in die Sonne legen und meinen Bericht schreiben und am Schluss einfach noch etwas faul da liegen konnte.
Simi kam irgendwann auch aus den Federn gekrochen und war etwas enttäuscht, dass er nicht schon früher rausgekommen war. Er wusste nicht, wie toll das Wetter draussen war.
Kurz nach 10.00h fuhren wir doch noch los und fuhren in Richtung Nelson Lakes. Unterwegs kauften wir ein, wo wir uns unendlich nervten. Erst über eine Seniorin, die sich unnötig über unser Parkverhalten beschwerte bei mir, obwohl wir extra so geparkt hatten, dass selbst ein LKW noch durchkommt. Ich habe ihr dann nett zu verstehen gegeben, dass wir gar nichts tun werden, habe mich dann aber natürlich noch stuuundenlang elend geärgert. Dann war der Laden auch noch so überfüllt, was meine Genervtheit nicht gemildert hat. Naja, irgendwann hatten wir es auch überstanden und fuhren weiter.
Was war das für ein Vogel? War das tatsächlich ein Kiwi?!? Google meinte, gemäss den Farben: JA. Wuhuuuu 😊 Es war zwar hellichter Tag, aber ich hatte gelesen, die sind auch je länger je mehr tagsüber unterwegs.
Im Nelson Lakes war der eine Campingplatz total ausgebucht und als wir ankamen entschlossen wir, einfach weiterzufahren. Wir fuhren also wirklich sehr, sehr lange. Schlussendlich endete unsere Fahrt an einem Strand, wo bereits zwei andere Camper standen. Aber egal, kostenlos 😊
Am Strand wimmelte es von halbtoten, blauen Quallen, die gemäss Google starke Verbrennungen und für geschwächte Personen den Tod bedeuten könnten. Gut, dass ich auf eine draufgestanden bin, barfuss. Ich spürte nichts, aber ich hatte wohl die gefährlichen Stellen nicht erwischt. Puh.
Nach einer ersten Erkundungstour genossen wir einfach nur noch den Abend in der prallen Sonne. Cider, Cider, Cider, Chips, Chicken Wings, Knoblauchbrot und Hühnchen-Spiesse. Lecker! 😊
Dann kam plötzlich ein brauner Vogel vorbei. NEEEEEEIN, du Dreamstealer-Vogel!!!! DAS war die Vogelart, die wir heute als Kiwi betitelt hatten. Oh Maaaaaann.. Naja.. wir hatten ein paar Stunden Freude und dachten, wir hätten endlich einen Kiwi gesehen. Das ist ja auch was wert.
Nach dem Essen schnappten wir unsere Gitarren und liefen eine Weile dem Strand entlang, wo wir mit einem sensationellen Sonnenuntergang belohnt wurden. Ein paar Vögel spielten vergnügt Fangen und rannten vor den Wellen davon. Es war lustig mitanzusehen.
Wir spielten eine Weile Gitarre, bis uns die Sandflies den Spass so richtig verdorben, weil sie uns überall gestochen haben und deren Stiche ECHT wehtun und jucken!
Wir haben heute nicht viel gemacht, aber es war ein guter TagRead more
Kickstart-Kaffee in der Kaffee-Traumwelt
December 24, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C
Wow, das sanfte Meeresrauschen hat uns offenbar in einen tiefen Schlaf versetzt. Das erste Mal in diesen Ferien wachten wir beide richtig ausgeruht, aber etwas spät auf.
Wir entschieden, uns kurz einen Kaffee zu machen und dann loszudüsen. Gegen Mittag holten wir uns eine Pizza (tandoori pizza) und verpeisten diese glücklich am Strand.
Nach der Pizza fielen wir natürlich ins Pizzakoma. Glücklicherweise sahen wir einen Coffeeshop, wo wir uns nochmals Kaffee holten.
- «2 double espresso, please»
- «bei uns sind es sowieso immer doppelte, wollt ihr dennoch 2?»
- «ja»
- «oh, ok.. aber das ist auch etwas teuer, seid ihr sicher?»
- «ja»
- «ok, das sind dann 16 NZD» à umgerechnet sind das ca. CHF 8.00 für 8x Espresso.. wie gesagt, Kaffee-Traumwelt 😊
Schlagartig waren wir beide nach dem Kaffee hellwach und bereit für ALLES. Wir kamen irgendwann am Nachmittag in Franz Josef an, wo wir eine Wanderung zum Gletscher bzw. zu einer Aussicht auf den Gletscher wandern wollten. Also.. gewisse südasiatische Touristen waren stark gefordert, aber wir haben die 15min-retour mit einem müden Lächeln gemeistert. Es war eine eher frustrierende Wanderung, man sah nichts, ausser am Ende ein Schild «Bis hier und nicht weiter!».
Wir spazierten zurück und machten gleich noch eine weitere Wanderung, welche uns durch einen weiteren, schönen Regenwald führte. Auf einer kleinen Brücke sah ich ein schönes Fotomotiv. Leider kam genau in dem Moment eine indische Grossfamilie an dieser Stelle durch und durch die Schrittvibrationen war nicht daran zu denken, überhaupt abzudrücken. Danke für gar nichts..
Nach der zweiten «Wanderung» machten wir noch einen Ausflug zu einem Punkt, den wir irgendwann mal auf MapsMe hinterlegt hatten. Es sah aus, als wäre es ein super Ort, um die Drohne steigen zu lassen. Gute 45min später wurden wir bitter enttäuscht. Es war eine Kuhwiese, nebenan gab es ein Riverdelta, aber ich gab auf, als meine Drohne mehrmals von Vögeln attackiert wurde und ich Angst hatte, dass sie entweder vom Himmel geholt oder in ein Vogelnest entführt wird.
Enttäuscht fuhren wir zurück zum Campground, den wir reserviert hatten und holten uns den besten Platz vor Ort. Schön abgeschieden von allen 😊 Wie ich neulich dem Tourguide-Mädchen beim Höhlenrafting erklärt habe «We don’t like people»..
Wir genossen die restliche Sonne und Wärme und wanderten dann nochmals kurz mit unserer Fotoausrüstung bewaffnet los. Rundherum gab es tolle Regenwälder und wir wollten unser Glück versuchen. Es sah echt schön aus, wie aus einer anderen Welt!
Irgendwann liefen wir zurück. Simi war etwas hinter mir, als plötzlich ein Chinese mit seinem Auto anhielt und mich fragte, ob ich nicht langsam irgendwohin möchte, da es bald eindunkelte. Ich gehe davon aus, er hätte mich mitgenommen. Aber ja.. mit seinen merkwürdigen Handschuhen sah er irgendwie aus, wie einem Horrorfilm entsprungen. Ich lehnte dankend ab und sagte, wir seien zu zweit und wir wohnen gleich nebenan auf dem Campingplatz.
Zurück auf dem Platz sahen wir unsere Fotoschätze an. Ich war ganz klar enttäuscht, aber ja.. vielleicht kann man ja noch was retten. Und sonst hatte ich wenigstens in dem Moment Freude, als ich auf dem kleinen Bildschirm auf der Kamera mein Werk sah und ich eine kleine Weile das Gefühl haben durfte, ein echtes Meisterwerk geschaffen zu haben.
Gegen 22.30h gingen wir in den Camper und fingen an zu kochen. Es wurde Mitternacht, bis wir mit allem fertig waren. Egal, für den nächsten Tag war sowieso endloser Regen angesagt.Read more
Thesi goes Super-Schwizer
December 25, 2024 in New Zealand ⋅ 🌙 12 °C
Wir wachten spät auf und genehmigten uns nur kurz einen Kaffee, bevor wir losfuhren und nochmals in die nördliche Richtung fuhren, weil wir dachten, dass wir da vielleicht was verpasst hätten. Nach ca. 1h gaben wir auf und fuhren in Richtung Süden.
Verzweifelt suchten wir nach einem schönen Fotospot, aber es kam einfach nichts, wo man entweder hätte das Auto in Gehdistanz parken können (man will hier nicht ewig der Strasse entlang laufen, die fahren da mit über 100 km/h..).
Es regnete in Strömen. Wir assen etwas zu Mittag und hofften, dass das Wetter besser würde, aber leider nein. Es waren sehr starke Regenfälle mit Flash Flood-Warnungen und allem drum und dran angesagt und wir wollten die Gegend lieber vorgängig verlassen.
An einem Strand hielten wir und schauten eine Weile dem hohen Wellengang zu. Allzu lange durften wir uns nicht Zeit lassen, denn wir hatten noch keine Übernachtungsmöglichkeit. Vor dem Verlassen des Parkplatzes buchte ich noch den nächstbesten Platz, wo die Sandlfly-Plage als nicht ganz so tödlich beschrieben wurde, wie beim näheren Platz.
Unterwegs zum Camping fanden wir endlich noch einen Ort, wo wir zu einem Bächlein runtersteigen und ein paar Fotos schiessen konnten.
Kurz nach 20.00h kamen wir schlussendlich im Camping an, wo ich unser «Weihnachtsessen» vorbereitete: Chnöpfli 😊 Jep, ich Superschweizer habe das Knöpflisieb eingepackt. Länger als 2 Wochen halte ich es nicht ohne aus und kaufen kann man sowas im Ausland ja leider nicht.
Es gab ein spätes Abendessen, aber es war gut und wir haben sogar nochmals eine Portion Spätzli für übermorgen 😊Read more
Butterchicken nom nom nom🤗
December 26, 2024 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C
Viele Sandfly-Stiche später wachten wir heute auf. Die Dinger sind echte Monster und beissen alles, was nicht 100% bedeckt ist. Der Stich tut erst weh und juckt dann für immer..
Es hatte halbwegs aufgehört zu regnen, was schon mal gut war. Wir genehmigten uns eine grosse Portion Haferflocken mit Blaubeeren, weil wir für den heutigen Tag eine anstrengende Wanderung geplant hatten.
Den Roy’s Peak haben wir bereits mehrmals bewandert. Es ist eine Tortur, aber gehört zu Neuseeland irgendwie dazu. Kurz vor Ankunft regnete es in Strömen, aber wir hatten Glück, dass es in Wanaka schlussendlich trocken war.
Was soll ich sagen? Als wir ankamen, stellten wir fest, dass sich ein 5-10 Jahren stark verändern kann. Wanaka hat wesentlich mehr bebaute Fläche und der Parkplatz beim Roy’s Peak ist inzwischen vergrössert und geteert worden und dennoch komplett überfüllt. Wir hatten Glück und ergatterten den wohl allerletzten Platz. Ich bin fast täglich dankbar, dass wir uns für den kleinsten Camper entschieden haben.
Die Wanderung war eine Völkerwanderung, was uns doch etwas erstaunte. Wie gesagt, es ist eine Tortur, die einfach mal 1200hm nach oben geht, innert ca. 8km. Die meisten beenden die Wanderung nach ca. 6.5km, aber das sind dennoch 1000hm. Wisst ihr weshalb sie sich das antun, was sie sonst nicht tun würden? Insta-Spot-Alarm! Jeder will DEN Aussichtspunkt dort oben haben und natürlich sich in jeder Körperposition, aus allen Richtungen. Merkwürdig nur, dass es so viele Leute gab, obwohl alles im Nebel war. Wir wussten wenigstens, dass man heute nichts sehen würde und gingen einfach hoch, damit wir etwas Sport machen.
Nach ca. 2h waren wir oben, sagten kurz «juhui, wir haben’s geschafft» und gingen wieder runter. Es wurden 2 lange Stunden. Unsere Knier sind leider auch nicht mehr die fittesten und diese Wanderung ist echt mühsam für die Gelenke. Mein Füsschen wird nicht zufrieden sein mit mir.
Endlich kamen wir unten an, fuhren zu unserem Campingplatz, den wir glücklicherweise vorgebucht hatten, denn er war voll. Dort packten wir alle unsere Schmutzwäsche zusammen, schmissen sie in die Waschmaschine und gingen währenddessen duschen. Auch da hatten wir Glück. Der Waschbereich war nach unserer Wäsche stark gefragt und ich war frech und habe mir zumindest den Tumbler jemandem weggeschnappt, aber wir hatten noch einen Restaurantbesuch geplant und Zeitdruck.
Wir genossen die Sonne, währenddem unsere Wäsche trocknete.
Vor dem Essen gingen wir noch kurz ins Speight’s Ale House, dann war es Zeit für den Spice Room, in dem wir schon einige Male waren.
Mein Wunsch, nicht bei der (offenen) Türe zu sitzen, den ich in der Reservation geäussert hatte wurde ignoriert. Der Kellner war masslos überfordert. Es dauerte sicher 1.5h, bis wir die Vorspeise hatten. Selbst das Wasser bedurfte ca. 30min Wartezeit. Das sollte, nicht so sein. Der Besuch war etwas frustrierend, auch wenn das Essen immer noch sehr gut ist da. Schade.
Nach dem Essen war ich komplett am Ende und bis ich endlich schlafen durfte, kam ich dank unendlicher Müdigkeit in den «kleines Kind-Modus» und war wohl etwas anstrengend.Read more
Blumenmeer
December 27, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C
Die Sonne schien durch alle Ritzen in unseren Camper. Zeit für mich aufzustehen und rauszugehen. Ich schnappte mir Laptop, Kamera und Handy und setzte mich nach draussen.
Ich wollte unbedingt die eine Video-App ausprobieren, sobald ich meinen Bericht vom Vortag geschrieben hatte. Etwas mehr Erinnerungen als Fotos können ja auch nicht schaden.
Einen Kaffee später mussten wir gegen 10.00h vom Camping weg. Vorgängig haben wir unser Wasser aufgefüllt und so viele Elektrosachen geladen, wie es irgendwie ging. Nach dem Verlassen des Platzes mussten wir noch das Abwasser und WC leeren, tanken und die genau heute leergewordene Gasflasche füllen lassen. Ah und einkaufen mussten wir auch noch für die nächsten drei Tage. Das Ganze kostete uns ca. 1.5h.
Nachdem alles endlich erledigt war, fuhren wir los. Die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit, obwohl wir nicht oft anhielten. Unterwegs versuchte ich einen Campingplatz für den 1. Januar zu buchen. Leider sind alle Plätze in Queenstown und Wanaka für die nächsten zwei Wochen komplett ausgebucht. Etwas frustriert beschlossen wir, zu gegebener Zeit einfach spontan irgendwo hinzufahren und einen Freedom-Camping-Platz zu suchen. Irgendwo findet sich sicherlich was.
Am späteren Nachmittag kamen wir endlich in den Fiordlands an. Wir suchten Fotospots, wurden aber nicht so richtig fündig. Wir wanderten den ersten Kilometer unserer morgigen Wanderung ab, mussten aus Zeitgründen dann umkehren.
Auf der Rückfahrt schien uns dann einzig ein kleiner Bach noch einen Versuch wert. Das Wasser schlängelte sich durch moosbedeckte Steine und Farne hindurch. Zumindest vom Auge her war es toll anzusehen.
Kurz vor 20.00h gaben wir auf und fuhren zum Campingplatz, wo wir hofften, dass wir einen Platz finden würden. Wir haben gebucht, aber das interessiert hier leider alle herzlich wenig..
Glücklicherweise wurden wir fündig. Der Platz ist zwar riesengross, was grundsätzlich nicht so toll ist, aber superschön gelegen. Eingebettet zwischen einigen Bergen und was uns am besten gefällt: tausende Lupinen. Es sieht wunderschön aus. Wir haben beide noch nie eine solche Anzahl Lupinen gesehen. Wohin das Auge reicht: Violette Blütenpracht.
Wir versuchten, ein paar Fotos zu schiessen und spazierten durch die Blüten hindurch. Ich wünschte, ich könnte deren Duft mit der Kamera miteinfangen. Es riecht herrlich 😊Read more
„Torturo“-Valley
December 28, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C
Wir wachten relativ früh auf und gönnten uns zuerst einen Kaffee in der Sonne, dann ein gemütliches Frühstück, bevor wir losfuhren.
Wir fanden einen kleinen Creek, wo wir ein paar Fotos schossen, dann fuhren wir spasseshalber bis nach Milford Sound runter, wo es von Touristen nur so wimmelte. Nach einer Stunde hatten wir genug Leute gesehen und fuhren in Richtung unserer Wanderung. Erst hatte es keinen Parkplatz beim Start und so assen wir etwas weiter hinten ein Sandwich, bevor wir unser Glück nochmals versuchten.
Unser Plan ging auf und so wanderten wir am frühen Nachmittag los. Der Wanderweg führt durch einen wunderschönen Regenwald mit vielen Bächen, welche mit moosbewachsenen Steinen «dekoriert» sind. Leider hat die Schönheit dieses Waldes seine Tücken, 6km sind so nämlich sehr viel schwieriger zu wandern, als auf einem normalen Weg.
Es ging ständig auf und ab, über Wurzeln, Balanceakte über Baumstämme, die im Schlamm oder Wasser lagen.. Nach über 3h kamen wir endlich hinten an, tranken kurz etwas Wasser und wanderten dann zurück.
Anfangs ging es ziemlich gut voran, aber mit der Zeit machte mir meine wachsende Erschöpfung zu schaffen. Mein armer Fuss wurde ständig Opfer von Misstritten und tat mit jedem Schritt mehr weh. Die letzten 2-3km war mir nur noch zum Heulen zu mute. Ich stellte mir vor, wie fett angeschwollen mein Knöchel bereits ist und dachte.. ok, mach so schnell du kannst, falls die Schmerzen schlimmer werden, sind wir schon weiter, als wenn du langsam machst.
Es war keine schöne Wanderung mehr. Immer mehr Misstritte, Ausrutscher, soo viele Wurzeln, so viele Auf- und Abstiege über unwegsames Gelände.. Ich war kurz davor, meinen Frust mit Wutschreien in den Wald loswerden zu wollen. Irgendein Stock, der mich zum Stolpern brachte, warf ich wutentbrannt mit aller Kraft weit weg.. Ich war echt langsam verzweifelt und kaputt.
Irgendwann kamen wir doch endlich beim Auto an. Ich war selten so dankbar, diese ultimativ stark befahrene Strasse zu sehen, wie in diesem Moment.
Simi hielt an einem Punkt nochmals an und verabschiedete sich für gute 45min. Ich blieb im Auto und wollte meinen Fuss erholen. Stattdessen spielte ich mit einem Kea (Berg-Papagei) Katz und Maus. Er hoppelte mit seinen riesigen Krallen auf dem Dach rum unf versuchte unseren Camper zu fressen. Ich guckte zu den Dachfenstern raus und versuchte mit jensten Lauten und erst nett mit „go away kea“, dann etwas böser mit „fuck off you fucking kea“.. er liess erst von unserem Auto ab, als eine Inderfamilie ihm alle Aufmerksamkeit widmete.
Irgendwann kehrte Simi doch noch zurück und wir fuhren den langen weg zum Campground, wo wir spätabends noch Spaghetti Bolognese kochten und meine Welt wieder etwas froher wurde.Read more
We don‘t like people
December 29, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C
Bereits «frühmorgens» um 07.15h klingelte unser Wecker. Für den heutigen Regentag haben wir eine Bootsfahrt durch den Milford Sound gebucht, wo wir Wasserfälle fotografieren wollen.
Die Fahrt bis nach Milford Sound dauerte ca. 1h. Wir lösten ein sündhaft teures Parkticket und machten uns auf den Weg zum Fährhafen. Bei einigen Anbietern gab es bereits lange Schlangen für den CheckIn, bei uns stand zum Glück niemand.
Etwas später standen wir bereits draussen im Regen und warteten darauf, auf die Fähre gehen zu können. Die Tour war vermutlich gut ausgebucht, es kamen jedenfalls jede Menge Leute. Um uns herum wimmelte es von asiatischen Touristen und ihren ähm.. eigenen Verhaltensweisen, die etwas nervötend sind.
Anfangs hatten wir Glück. Es begann in Strömen zu regnen und so verschwanden die meisten für eine Weile. Mit der Zeit trauten sich dann die «Trainerhosen-Touristen» doch wieder aufs Deck und versperrten uns die guten Plätze, um zu fotografieren. Aber es ist natürlich wichtig, dass man Topfotos von sich selbst hat (Hintergrund vermutlich verschwommen, damit es auch ein gutes Porträt ergibt), Landschaftsfotos sind unwichtig.
Wir waren schlussendlich dankbar, dass wir vergünstigte Tickets gekauft hatten und die Tour lediglich zwei Stunden dauerte. Länger hätten wir die vielen Menschen wohl nicht mehr ertragen.
Nach der Fahrt kosteten wir die gelöste Parkdauer noch aus, indem wir uns die Spaghettireste von gestern aufwärmten und genüsslich verspeisten. Nach dem Essen kam das obligatorische Spaghettikoma und so parkten wir auf dem nächstbesten Parkplatz und machten ein Mittagsschläfchen, damit wir für den restlichen Nachmittag wieder etwas Energie hatten.
Am Nachmittag fuhren wir eine etwas weniger touristische Strasse ab und sahen wunderschöne Regenwälder, wo wir versuchten, ein paar Fotos zu schiessen. Wir dachten schon, juhui, hier ist ja kein Mensch, bis wir das Ende der Strasse und den überfüllten Parkplatz erreichten. Wir drehten gleich wieder um und fuhren in Richtung Campground.
Schlussendlich kamen wir wie immer erst am späteren Abend an und fanden kaum mehr Platz auf dem von uns reservierten Campingplatz. Genau, alle anderen, die früher waren, hatten sich bereits die besten Plätze gekrallt, obwohl sie spontan auf dem Platz übernachteten. Jedenfalls hatte wohl jeder erst vor Ort bezahlt. Ich kann den Leuten keinen Vorwurf machen, aber so ein System ist völlig unüberlegt.. Wenn man schon vorreservieren kann bzw. eigentlich gemäss ihren eigenen Plakaten vor Ort zwingend muss, dann soll doch bitte auch jemand schauen, dass diese Leute ihren Platz bekommen.Read more
Wenigstens Pizza
December 30, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C
Wir waren die letzten, die den Campground verliessen, wir hatten jedoch für den heutigen Tag auch keine anderen Pläne, als nach Invercargill zu fahren.
Ich bereitete gemütlich Apfelomeletten zu und wir liessen uns Zeit, bis wir losfuhren. Die Fahrt dauerte lange, aber am späteren Nachmittag kamen wir endlich im Städtchen an, wo wir einkaufen gingen.
Zur Feier des Tages sollte es Pizza geben. Wir fanden sogar «richtigen» Mozzarella 😊 Beim Camping angekommen bereiteten wir bald einmal den Teig vor. Dann gingen wir kurz duschen, ich schrieb meinen Bericht und Simi spielte Gitarre.
Schlussendlich machten wir den Fehler und backten die Shrimps, die wir gekauft hatten. Kaum verspeist kam uns in den Sinn, dass wir ja auch noch Chicken Wings hatten, die heute noch wegmussten UND wir wollten ja auch noch Pizza essen. Ok, schnellstmöglich zweite Vorspeise zubereiten, bevor wir genug haben. Leider waren die Wings nicht so gut, wie üblich und wir waren anschliessend eigentlich vollumfänglich satt.
Um unseren Hunger wieder anzukurbeln, gingen wir noch kurz spazieren, allerdings war der Campingplatz so abgelegen, dass wir kein wirkliches Ziel erreichten und irgendwann einfach umdrehten.
Inzwischen hatten wir wenigstens wieder Hunger und so kamen wir doch noch zu einer echt leckeren Pizza.
Eigentlich wollten wir frühzeitig ins Bett, weil wir am nächsten Tag unser Shark-Diving vorhatten und früh rausmussten, aber es wurde doch wieder nach 22.00h.Read more
Auge in Auge mit weissen Haien
January 1, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C
HEUTE war ein aufregender, nein, fantastischer Tag!
Seit mindestens 10 Jahren wollen wir mit weissen Haien tauchen, doch überall hatten wir bisher Bedenken. Auf dem Flug von LA nach Auckland sah ich dann diese Doku über verschiedene Ausflugsziele in Neuseeland und da war es: Cagediving mit weissen Haien! Ein paar Biere später war der Ausflug gebucht.
Am untersten Zipfel von Neuseelands Südinsel sollte das Ganze stattfinden. Frühmorgens um 7.00h mussten wir vor Ort sein und es war das frühe Aufstehen absolut wert.
Wichtigster Punkt: Dramamine einwerfen! Die Fahrt zu unserem Tauchort war sehr wellig. Eine Teilnehmerin litt nach wenigen Minuten und erfreute die Fische. Wir kamen wohl knapp davon.
Nach wenigen Minuten Fahrt kam mir eher der Gedanke: Haben wir die Seitentüre vom Camper abgeschlossen? Simi war unsicher und wir wussten beide, dass er diese Türe als letzter genutzt hatte..
Nach rund einer Stunde Fahrt kamen wir endlich an. Um uns versammelten sich Möwen und ein paar riesige Albatrosse (RIESIGE Möwen). Die unzertifizierten Taucher unter uns, als unter anderem wir beide, erhielten eine kurze Einführung, was, wie, wo funktioniert und schon hiess es: Zieht Wetsuits, Schuhe, und Brille an. Jetzt geht’s ab ins Wasser für einen kurzen Test, ob wir auch alles verstanden hatten.
Simi meisterte das Ganze mit Bravour. Ich machte so ziemlich alles falsch, was falsch gemacht werden kann.
- Hände NIE nach aussen halten! à Thesi hält sich am Aussengeländer fest
- Regulator aus dem Mund und wieder rein und ausatmen à Thesi vergisst vorher einzuatmen und saust in Panik zurück an die Wasseroberfläche, um nach Luft zu ringen
- Thesi wieder unten à Scheisse, mit diesem Gartenschlauch bekomme ich zu wenig Luft!!!
Irgendwie schaffte ich es schlussendlich wohl doch, halbwegs tauglich auszusehen und dann hiess es schon: SHARK!!!
Die ersten Personen gingen ins Wasser und wir standen verzweifelt oben und hatten Angst, dass die Haie gleich wieder gehen würden. Zu Beginn durften alle nur ca. 5min ins Wasser, bzw. so lange, bis sie einen nach oben holen. Wir beide hatten glücklicherweise einen etwas längeren Tauchgang.
Simi hatte die Cam in der Hand und filmte. Leider musste er als erstes nach oben. Ich war am Ende ganz alleine im Käfig und da kam der Hai, öffnete sein riesiges Maul direkt vor mir und versuchte, den Köder zu schnappen. WOW!! Und schon wurde ich nach oben geholt, wo ich mit dem grössten Grinsegesicht, das die Welt je gesehen hat und völlig aus dem Häuschen ankam und Simi vorschwärmte, was ich soeben gesehen hatte. Es war einfach nur WOW, WOW, WOW!!!!! Simi war zum einen enttäuscht, weil er es verpasst hatte und meinte trocken: «Ich habe dich noch nie so glücklich gesehen, wie jetzt..» Naja, ich sehe auch nicht alle Tage SOWAS :-D
Wir zitterten am ganzen Körper vor Kälte, aber stellten uns dennoch sogleich wieder in die Schlange, um nach unten zu gehen und mehr davon zu sehen. Leider dauerte es diesmal ewig, bis wir wieder nach unten gehen konnten. Schlussendlich kamen wir doch noch an und durften wohl ungefähr 30min unten bleiben. Wir sahen total ca. 4 weisse Haie um uns. Einige kleinere, einer war doch etwas grösser. Sie umkreisten unseren Käfig und wir konnten den Haien direkt in die Augen schauen. Was für ein Spektakel!
Der dritte Tauchgang war mein zweitliebster. Der grosse Hai umkreiste minutenlang den Käfig und stupste diesen sogar mal von der Seite her an bzw. startete einen echt schlechten Versuch, den Käfig aufzubrechen. Das gab schon etwas Nervenkitzel. Man weiss ja nicht, was als nächstes geschieht und am Vortag hatten wir uns zur Einstimmung jenste Horrorvideos angeschaut.
Ach ja.. uns kam ständig der Film «47m» in den Sinn. Der Käfig knallte immer wieder ans Boot und wir schauten dann jeweils angsterfüllt nach oben, um zu schauen, ob Käfig und Boot noch miteinander verbunden sind.
Nach dem dritten langen Tauchgang gab es ein kleines Mittagessen und wir fuhren wieder in Richtung Bluff zurück.
Glücklicherweise haben wir beide den Ausflug überstanden, ohne seekrank oder vom Hai gefressen zu werden. Auch wurden wir positiv überrascht, als wir beim Auto feststellten, dass die eine Türe nun tatsächlich etwa 8h unverschlossen war und alles da war, obwohl wir alle möglichen Wertsachen im Auto deponiert haben. Wir beschlossen, uns zur Feier des Tages für den Abend indisches Essen zu bestellen.
Wir fuhren nach Invercargill und bestellten beim Inder mit der besten Bewertung. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil das Take Away alles andere als ansprechend aussah, aber wir wollten es dennoch versuchen.
Ich erkundigte mich, ob sie bis zum Campingplatz liefern würden, was bejaht wurde und so teilten wir mit, dass wir gerne gegen 20.30h das Essen hätten. Ob das klappen würde?
Zurück beim Campingplatz wollten wir eigentlich ein Powernap machen, damit wir es bis Mitternacht aushalten. Stattdessen füllten wir nochmals eine Waschmaschine und später den Tumbler und unterhielten uns mit dem Anschauen der heutigen Videos. Die Zeit verging wie im Fluge und so erhielten wir schon bald unser Essen.
Es war superpünktlich und lecker, allerdings assen wir so viel, dass Simi noch Stunden später über Bauchschmerzen klagte. Die nächsten 2-3 Tage werden wir definitiv nichts selbst kochen müssen. Überraschenderweise war das Essen auch noch unglaublich günstig. Für einen gigantischen Vorspeisen-Platter, 3 Bettdeckengrosse Garlic Naan, 4 Curries und ca. 1kg Reis haben wir nur etwa CHF 50.00 bezahlt. Wahnsinn!
Nach dem Essen machten wir noch einen Spaziergang zum Meer und retour, um zu verdauen, und uns bis Mitternacht wachzuhalten. So hatte ich schlussendlich doch noch den offenbar bekannten Oreti Beach gesehen. Dort wurde der Film «the fastest Indian» gedreht. Anders als angenommen handelt es sich bei the fastest Indian nicht um einen Inder, sondern um ein Motorrad, welches irgendwann um 1940 oder so mit fast 200km/h über den Strand gebrettert ist. Man kann das Fahrzeug heute noch in einem Laden anschauen.
Mit Ach und Krach schafften wir es, bis 00.00h wachzubleiben und mit einem Wasser anzustossen. Zwei Minuten später fielen wir allerdings dann todmüde ins Bett. Was für ein aufregender Tag und Jahresabschluss!!!
Happy New Year!Read more
Filmpremiere
January 1, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C
Als wir aufwachen fühlen wir uns wie gerädert. Dabei hatten wir genügend Schlaf. Vermutlich Nachwehen vom gestrigen aufregenden Tag. Wir sind spät dran und so gibt es kein Frühstück, sondern nur Kaffee, bevor wir Wasser auffüllen, dumpen und vom Campground verschwinden.
Simi will unbedingt die gestrigen Videos auf sein Handy bzw. die richtige App laden, damit er ein kleines Filmchen erstellen kann von unserem Haiabenteuer und er will ganz viele Fotos aus den Videos erstellen. D.h. ich muss doch endlich mal ans Steuer und das Linksfahren selbst meistern.
Ich danke dem Universum für die Erfindung der Automaten-Schaltung, ich hätte mich andernfalls geweigert, auch nur eine Sekunde hinter das Steuer zu sitzen. Bis auf den Vorfall, wo ich nicht mehr rückwärts wegkam (ich bin überzeugt, dass ich alles richtig gemacht habe) und als ich beinahe den Seitenspiegel mit einer Tafel hätte knutschen lassen, um die Karawane hinter mir durchzulassen, machte ich das Ganze aus meiner Sicht nicht schlecht.
Stunden später kamen wir am Lake Pukaki an, wo wir uns einen der letzten geraden Plätze ergatterten und dann verzweifelt überlegten, ob wir da nun schon mal waren oder nicht. Vermutlich ja, es sieht inzwischen jedoch komplett anders aus, weil seit unserem letzten Besuch zwei Wildfeuer in der Region gewütet und die Umgebung verändert haben.
Wir genossen die Sonne und arbeiteten bis spätabends an unserem Hai-Filmchen. Als die Sonne definitiv weg war, gingen wir doch endlich in den Camper und wärmten das Indisch vom Vorabend auf. Wie erwartet haben wir nach wie vor Reste. Das waren sehr gut ausgegebene CHF 50.00 😊
Ach ja, wir feierten noch zu zweit Premiere unseres ersten gemeinsamen Filmchens und konnten nicht genug davon bekommen 😊 Ich finde es echt gut und musste eine Kurzversion davon natürlich umgehend mit der Menschheit teilen :-DRead more
Touristenhölle
January 2, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 20 °C
Heute stand Mount Cook auf dem Plan. Wir fuhren recht früh los, weil anzunehmen war, dass der Park sich rasch füllen würde. Wir hatten recht.
Nach einer ca. 45min Fahrt entlang des wunderbar türkisfarbenen Sees kamen wir an und ergatterten einen der letzten Parkplätze. Ojemine, war DAS VOLL!
Um noch etwas mit der Wanderung zu warten, assen wir zuerst ein Zmorge/Zmittag und überlegten, was uns die nächsten Tage bringen sollten. Schlussendlich buchten wir einen Rundflug in Kaikoura, um Wale zu fotografieren.
Nachdem dies erledigt war, wanderten wir los. Simi war über die drei Hängebrücken überhaupt nicht erfreut, insbesondere, weil sie ein Personenlimit hatten, welches niemand beachtete und sie wackelten, als gäbe es kein morgen..
Wir schafften es dennoch bis nach hinten. Wer dachte, unterwegs hätten wir eine Menge Menschen gesehen, der erschrak über die vielen Personen am Ende des Weges. Es sah aus, wie vor einer gut zugänglichen Berghütte, nur dass die Berghütte und die Rösti fehlten.
Ach ja, unterwegs sahen wir noch «sketchy shit» und seinen Vater. Die beiden waren mit uns auf der Cage Diving Tour. Er erkannte uns erst, als wir ihm das Stichwort «Hai» gaben. Aber egal.
Kaum hinten, drehten wir gleich wieder um und wanderten strammen Schrittes zurück zum Camper. Wegzufahren war dann nochmals eine Geschichte für sich. Der Parkplatz, nein die ganze Umgebung, war inzwischen dermassen überfüllt, dass alle kreuz und quer parkiert hatten. Es war so ein Chaos, dass es die reinste Hindernisfahrt war, überhaupt wegzukommen und Platz zu machen für noch mehr Leute.
Irgendwie schafften wir es und wenn es gegangen wäre, wären wir mit quietschenden Reifen davongerast.
Wir suchten einige Zeit nach einem Übernachtungsplatz, wo es nicht soo viele Leute hatte und wurden schlussendlich irgendwo fündig. Es war nicht sonderlich schön, aber auch nicht schlecht. Die Sonne blieb ziemlich lange und wir hatten Zeit, um es uns noch eine Weile vor dem Campy gemütlich zu machen, bevor es schlussendlich doch zu kühl wurde.Read more
It‘s raining again..
January 3, 2025 in New Zealand ⋅ 🌧 13 °C
In der Nacht begann es in Strömen zu regnen und hörte nicht mehr auf. Wir fuhren in Richtung Christchurch, wo wir eigentlich die Stadt anschauen wollten, aber ja.. bei diesem Wetter.. Nein danke..
Unterwegs sahen wir tatsächlich noch ein Wallaby. Es lag tot am Strassenrand, aber hey.. nach 3x Neuseeland haben wir tatsächlich eines gesehen. Gemäss Google gibt es 5 verschiedene Arten hier, didn’t know that..
Die Fahrt dauerte nicht soo lange. In Christchurch angekommen, wollte Simi sich unbedingt noch eine GoPro kaufen. Wieso? Weil wir nochmals das Cage Diving gebucht haben! 😊 Er hatte Glück, und bekam die Kamera um einiges günstiger, als eigentlich gedacht, weil sie vergessen hatten, den Preis zu wechseln.
Nachdem Simi stolzer Besitzer einer GoPro-irgendwas war, fuhren wir zur Wilderness Vermietungsstation. Unser Auto zeigte an, dass es einen Ölwechseln benötigt und uns wurde gesagt, dass wir kurz vorbeigehen sollten.
Vor Ort wurde die Meldung zurückgesetzt, da der Service erst bei 90’000km nötig war und wir noch um die 5’000km davon entfernt waren. Der Mechaniker kam irgendwann zurück und meinte, er habe auch gleich etwas Öl nachgefüllt, AdBlue aufgefüllt, unsere Badetücher ersetzt und den Abfall entsorgt (Das war eigentlich unsere Recycling-Sammlung..). Ok, herzlichen Dank auf jeden Fall. Zum Abschied bekamen wir noch eine Flasche Wein geschenkt.
Etwas später kamen wir in strömendem Regen auf dem Campingplatz an, wo wir das wortwörtlich heisseste Duscherlebnis unseres Lebens hatten. Die Temperatur liess sich nicht anpassen und es dauerte mehrere Minuten, bevor man überhaupt die Füsse unter das Wasser stellen konnte. Ein bisschen übertrieben, aber es zog durch das gekippte Fenster rein und irgendwann erfreute man sich ob dem heissen Wasser.
Zurück im Camper machten wir uns Gedanken über die nächsten Tage. Nach laaangem Hin und Her, ob wir lieber mit Delfinen schwimmen (im Video sah es elend langweilig aus) oder Kayak fahren wollten, entschieden wir uns für das Sunset Kayaking. Ich will schon ewig lange mal Kayak fahren, aber es kommt immer was dazwischen.
Bald war es Zeit für das vom Restaurant vorverschobene Abendessen. Wir bestellten uns einen Uber und mussten losrennen, um diesen überhaupt noch zu erreichen, weil wir unseren Abholort etwas zu nahe geschätzt hatten. Wir schafften es, gleichzeitig mit dem Fahrer am vereinbarten Platz einzutreffen.
Ein paar Minuten später waren wir bereits im Restaurant, wo wir uns Calamari, Chicken Wings und zur Hauptspeise Steak auf dem heissen Stein bestellten. Es war leider eine ziemliche Schnellabfertigung und so waren wir noch vor 21.00h zurück beim Camper.
Serien-Zeit😊 Wir bereiteten den Laptop vor und machten es uns mit einem Glas Wein gemütlich und schauten einige Folgen von Squid Game 2.Read more
Abgesagt
January 4, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 13 °C
Heute gehen wir Kayak fahren – heute gehen wir Kayak fahren!! 😊
Zur Feier des Tages machte ich uns endlich mal wieder Crepes zum Frühstück. Diesmal legte ich uns noch je ein Kinder Schokolade-Stängeli in den Crepe (mir noch eine Banane, MJAM), um sie besonders lecker zu machen. Schliesslich möchten wir den heutigen Kayak-Ausflug gestärkt antreten.
Kurz nach 10.00h fahren wir freudig los. Irgendwann schaue ich die Mails an: Tour cancelled! WAS?!? Aufgrund von starkem Wind werde ich also erneut um mein Kayak-Abenteuer gebracht. Wir erfahren erst später, dass an diesem Tag so ziemlich in ganz „Mittel-Neuseeland“ einfach alles abgesagt wurde.
Da wir für morgen den Flug gebucht hatten, mussten wir leider dennoch die Fahrt auf uns nehmen und nach Kaikoura fahren.
Kaikoura ist kein wirklich schöner Ort. Wir fahren durchs Städtchen, gehen kurz einkaufen und holen uns dann erneut den letzten Platz auf einem kostenlosen Übernachtungsplatz.
Simi hat sein Hangry-Face/Verhalten und wir müssen ihn füttern. Nichts wie los ins nächste Restaurant. Simi bestellt sich eine Portion Ribs, ich halte mich an Fish and Chips. Hmm.. das Restaurant, in welchem im Hochsommer ein Kaminfeuer brannte, war heimelig, aber das Essen war naja.. es war ok.
Da wir nach dem Essen nun nichts zu tun hatten, liefen wir drauflos, um irgendwo etwas Schönes zu finden, wie einen Seestern bei Ebbe. Leider wurden wir nicht fündig und setzten uns schlussendlich ins nächste Restaurant, wo wir die Sonne und ein Cider genossen, bevor wir zurückliefen.
Zurück beim Campy waren wir todmüde und entschlossen uns, ein kurzes Powernap zu machen, damit wir wieder fit werden. 40min später watscheln wir erneut ziellos umher, bevor Simi uns ein Abendessen zauberte und wir den Abend mit der nächsten Folge Squid-Game ausklingen liessen.Read more
Abgeschleppt - rien ne va plus
January 5, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C
Heute Morgen standen wir pünktlich um 08.30h am Treffpunkt für unseren Flug. Zwei Personen hatten den Termin verpasst. Womöglich waren sie zwei von vielen, die es wegen der stornierten Fähren gar nicht erst auf die Südinsel geschafft hatten.
Bereit vor dem Flug wurde uns mitgeteilt, dass die Walsichtung bei den aktuellen Bedingungen schwierig sein würde. Wir flogen dennoch los und leider, leider haben wir wirklich keinen Wal gefunden.
Wir sahen jede Menge Delfine, die einen riesigen Spass zu haben schienen. Sie sprangen durchs Wasser, machten Saltos und schienen den Tag so richtig zu geniessen. Vermutlich, weil alle Delfin-Schwimmtouren bis und mit morgen abgesagt wurden.
Nach dem Flug waren wir etwas enttäuscht, konnten dem Touranbieter aber natürlich keine Schuld anlasten. Es ist halt Natur..
Wir fuhren gleich nach dem Flug los, da wir vorhatten, in Richtung Milford Sound zu fahren, was über 10h entfernt von Kaikoura liegt. Nach wenigen Minuten, musste Simi umkehren, weil ich im Meer springende Delfine erspäht hatte.
Wir parkten an der Strasse und liessen die Drohnen steigen. Ich war glückselig. Noch nie im Leben hatte ich Delfine vom Strand aus gesehen! 😊
Wir blieben nicht lange, da die heutige Fahrt noch lange war. Irgendwo stoppten wir, tankten unseren Campy auf und fuhren wieder weiter.
Irgendwann bogen wir in Richtung Lake Pukaki ab. Wir fuhren fröhlich drauflos und dachten, unter 5h und wir sind am Ziel. Plötzlich «Das Auto läuft nicht mehr!» «WAS?!?» «Check transmission». Simi war wieder mal in seinem «Häschen-Stadium», wo er nicht mehr klar denken kann. Ich dirigierten ihn, am Strassenrand anzuhalten. Knapp vor einer Kurve kamen wir am Strassenrand zu stehen schon machte der Campy machte keinen Wank mehr. FUCK!!! Er versuchte, das Fahrzeug zu starten, aber ausser jenster Fehlermeldungen und merkwürdiger Geräusche ging gar nichts mehr.
Also, aussteigen und Road Side Assistance anrufen. Ist ja nur eine Strasse, wo man 100 km/h fahren darf und unser Auto steht am Strassrand vor einer unübersichtlichen Kurve. Wenigstens konnten wir uns auf der Seite in Sicherheit bringen, um den Anruf zu machen und zu warten. Endlos zu warten..
Der Typ am Telefon meinte, wir sollten nochmals ins Auto gehen, alles ausschalten, abschliessen, wieder aufschliessen.. nope.. keine Reaktion ausser das «ich kann nicht zünden»-Getöne vom Auto. Die Leute fuhren hupend an uns vorbei, da wir echt an einem doofen Ort standen und es in Neuseeland keine Pannendreiecke gibt. Ich rief laut (währenddem ich am Telefon war) «FUCK YOU!!» hinterher. Sofort entschuldigte ich mich bei meinem Telefongegenüber und Simi ergänzte, dass ich nicht ihn gemeint habe. Vom anderen Ende hörten wir nur ein gröhlendes Lachen.
Uns wurde mitgeteilt, dass jemand vorbeigeschickt würde, um uns abzuschleppen. Nach 1.5h hatten wir nichts gehört und ich rief erneut an. Bald darauf kam endlich unsere Rettung.
Paul tauchte mit seinem Abschleppfahrzeug auf und, nach dem zweiten Versuch (das Auto passte milimetergenau noch knapp in die Lücke..) schafften wir es sogar, den Campy aufzuladen. Wir wurden auf einen Freedom-Camping gebracht. Das muss ein lustiges Bild abgegeben haben. Ein Abschleppwagen lädt einen Camper auf dem Campingplatz ab. Wenigstens ist es schön hier..
Unsere Platz-Nachbarn meinten, sie hätten uns vorher schon auf der Strasse gesehen und gedacht, die haben auch super parkiert.. Jep.. das meinten so einige. Hupend fuhren sie an uns vorbei, bis ich auf die glorreiche Idee kam, wenigstens die Kühlerhaube zu öffnen, damit man sieht, dass wir vermutlich nicht nur aus Freude an diesem wirklich blöden Ort mitten auf der schnellen Landstrasse parkiert hatten.
Morgen werden wir wieder abgeholt. Unsere Milford Pläne können wir definitiv begraben, alles weitere sehen wir. Wir sind uns jedoch beide sicher: Das wird vermutlich keine 5-Minutenreparatur. Gemäss Google haben viele Fiat-Automaten ähnliche Probleme. Wir sind gespannt…Read more
On the road again 🥳
January 6, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C
Wir wachten heute sehr früh auf. Zum Einen, weil wir den Anruf vom Abschleppdienst erwarteten, zum Anderen, weil nebenan die zwei im Zelt gebeten wurden, den Platz umgehend zu verlassen, weil sie mit dem Zelt nicht als «self contained» gelten.
Wir frühstückten, kein Anruf. Wir liefen ein wenig herum, kein Anruf. Ich beschloss, um 10.30h anzurufen, da ab diesem Zeitpunkt mein Verständnis für «wir holen euch am Morgen ab» aufhört.
Da wir keine Ahnung hatten, wer uns eigentlich abholen sollte, rief ich erneut Road Side Assistance an. 20min Telefonat (inkl. Warteschleife) später hiess es, dass der Abschleppdienst aktuell keine Zeit habe. Er melde sich in 15min nochmals, damit wir eine ungefähre Zeit erfahren, wann denn jemand kommen sollte. Nach 15min kam der Anruf, aber er wusste nach wie vor nicht mehr. Man würde sich bei uns melden… Ich war ziemlich sauer und versuchte schon mal herauszufinden, welche Lösung sie denn für uns hätten, wenn der Camper nicht so easypeasy repariert werden kann, wovon wir ausgehen würden. Der Typ am Telefon meinte, wir müssten zuerst die Diagnose von der Garage abwarten.
Kurz vor Mittag kam der Anruf und die Dame am Telefon meinte, so in 45-60min sollte jemand kommen. Ich schnappte mir mein Shantytuch und Gitarre und unterhielt die umliegenden Leuten frustriert mit schlechten Gitarrenklängen. Simi unterstützte mich mit seiner Gitarre und sorgte mit seinen geübten Fingern dafür, dass man in etwa hören konnte, welches Lied wir denn spielten.
Es schien Wunder zu wirken. Nur ca. 20min später tauchten plötzlich ein kleiner Pickup und zwei Typen auf, die das Abschleppseil befestigten und uns dann die 4min nach Twizel fuhren. Jep.. die Warterei empfanden wir wegen 4min Fahrt als echt lächerlich. Wir vermuten, der Typ gestern hat vergessen, seinen Leuten mitzuteilen, dass er irgendwo noch zwei Leute mit totem Camper ausgesetzt hatte..
Beim Abschleppdienst hiess es, wir sollten doch noch etwas ins Dorf gehen. Sie würden uns anrufen. Wir watschelten los und fanden irgendwann die Dorfmitte, wo es einige Restaurants hatte. Irgendwann erhielten wir einen Anruf von Wilderness. Der Motor ist hinüber, wir erhalten ein Ersatzfahrzeug. Danke, habe ich ja bereits am Morgen gesagt, aber dennoch schön zu wissen.
Wir spazierten weiter im Dorf herum und gingen irgendwo etwas essen. Nach dem Essen gönnten wir uns noch eine Glace und erhielten den nächsten Anruf. Sie wollten wissen, wo der Camper aktuell stehe (fand ich irgendwie eine lustige Frage, da sie uns ja abschleppen liessen). Der neue käme gegen 19.00h. Der Fahrer fahre demnächst mit dem neuen ab. Der arme.. die Fahrt dauert ohne Pause mind. 3.5h! Wir waren dennoch glücklich, denn wir wussten, wir würden am Abend wieder einen fahrbaren Untersatz haben.
Wir schlenderten zurück zum Abschleppdienst, wo wir die gute Nachricht verkündeten und uns erkundigten, wie wir denn zum Camper kommen würden, wenn sie ja um 17.00h schliessen. Gut hatten wir nachgefragt, denn sie wussten nicht, dass erst um 19.00h jemand kommen würde. Die Dame organisierte, dass jemand den Camper nach vorne fuhr. In der Zwischenzeit konnten wir unsere Sachen im Hinterhof der Garage packen. Überall standen Unfallfahrzeuge, eines wüster als das andere. Gut hatten wir nur einen Motorschaden!
Die Packerei dauerte ewig, aber wir waren mehr als früh genug fertig. Nach einiger Zeit wurden wir nach vorne zur Strasse gezogen. Erst spazierten wir nochmals ins Dorf, dann warteten wir wie zwei Kätzchen auf den Fahrer mit unserem neuen Camper.
Irgendwann nach 19.00h kam er schlussendlich an und wir konnten alles umladen. Offenbar bleiben ständig irgendwo Automaten-Fahrzeuge liegen. Ich dachte, das sei ein altes Problem und nicht immer noch der Fall. Ich hoffe, unser Campy zuhause bleibt verschont.
Inzwischen war es spät und wir entschieden, nochmals an den gestrigen Übernachtungsort zu fahren. Wir setzten uns an den Hügelrand und schauten uns den Sonnenuntergang an, bevor es kühl wurde und wir drinnen eines der besten Abendessen der Ferien hatten «Beef Brisket». Mann, war das lecker.
Nun hoffen wir auf die verbleibenden Tage. Möge der Campy- und Wettergott uns gnädig sein. Ach ja, gottseidank müssen wir nicht mit der Fähre zurück auf die Nordinsel. Diese ist nach wie vor ausser Betrieb wegen dem starken Wellengang.Read more
Nasser Tag
January 7, 2025 in New Zealand ⋅ 🌧 14 °C
Erfreut über unsere wiedererlangte Mobilität fuhren wir am Morgen nach einem supersonnigen Frühstück los in Richtung Invercargill. Die Fahrt führte uns über alle möglichen Hügel und neben tausenden Schafen durch.
Mittags machten wir einen kurzen Mittagshalt an einem See, wo wir nur rasch ein Sandwich assen und dann bereits wieder weiterfuhren.
Das Wetter vor Ort war leider nicht dasselbe, wie an unserem Startpunkt. Es regnete in Strömen und so überbrückten wir die Zeit bis zum Abendessen mit duschen, waschen und Squid Game schauen.
Ach ja, Thesi stieg alle paar Minuten aus dem Auto und stapfte durch den strömenden Regen, um all dies zu erledigen, währenddem Simönchen im wsrmen Bettchen lag und wartete, dass wir die Serie weiterschauen können..
Pünktlich gegen 19.00h hörte der Regen wie vorausgesagt auf. Wir gingen dennoch nicht mehr raus, da es in diesem Ort nicht viel zu tun gibt und wir am nächsten Tag ohnehin früh rausmüssen.
Simi kochte uns super leckere Spaghetti Bolognese, die wir genüsslich verspeisten, dann war schon Zeit für eine letzte Folge Squid Game und dann schlafen.Read more
















































































































































































































































































