• Nele Lewerenz
  • Nele Lewerenz

3 Kontinenten Reise

Uma aventura indeterminada pela Nele Leia mais
  • Delfine in Portugal

    12 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute war ein abenteuerlicher Tag. Ich startete mit einer kalten Dusche im Bus und Dennis mit einem Dip in die Lagune. Der Nebel hing tief über dem Wasser, sodass wir nur einige Meter weit gucken konnten. Heute zelebrierten wir das Frühstück noch intensiver. Mit dem Ausblick auf die Wellen und dem Sonnenschein auf dem Tisch. Dennis blieb im Bus während ich einen Strandspaziergang machte. Die Sonne schien das erste Mal seit langer Zeit. Mir wurde richtig warm beim Laufen. Zurück am Bus legte ich mich noch etwas in die Sonne und hörte einen Podcast. Danach machten wir uns noch einmal gemeinsam auf den Weg nach unten an den Strand. Links von uns der Atlantik, rechts die Lagune. Wir wanderten auf dem Sandstrand in Richtung der gegenüberliegenden Küste. Rüber kamen wir nicht. Das hatte ich am Morgen schon ausgekundschaftet. Dennis war jedoch felsenfest davon überzeugt, dass man an irgendeiner Stelle entspannt durchs kniehohe Wasser rüber spazieren könnte. Einmal kamen wir sogar auf eine kleine Insel in der Lagune. Von dort aus war es allerdings aussichtslos. In der Lagune gab es sehr viele Fische. Am Morgen sah ich die „Angler“ am Ufer sitzen. Sie fingen die Fische mit den Händen. Die Eingeweide sahen wir am Nachmittag noch liegen. 4km marschierten wir barfuß im Sand und im Wasser. Die Sonne strahlte uns dabei immer aufs Gemüt. Zurück am Bus waren wir beide ziemlich platt. Als Belohnung gab es einen kleinen Snack: Granola mit Banane und Joghurt. Danach machten wir uns erneut auf den Weg in die andere Richtung. An den riesigen Felsen liefen wir auf einem schmalen Streifen Sand auf ein Art Sandbucht zu. Die gesamte Küste entlang streckten sich Felswände, die mit der Entfernung langsam kleiner wurden. Die Wellen schoben sich manchmal soweit auf den Strand hinauf, dass kein Platz mehr zum Gehen war. Ich schaute aufs Wasser. Dennis sagte, er hätte seinen ersten Delfin gesehen. Aber leider nicht lebendig. Ein toter Delfin lag am Strand. Er war schon ganz ausgetrocknet. Ich war völlig schockiert. So habe ich mir meine erste Begegnung mit einem Delfin nicht vorgestellt. Wir gingen noch einige Meter weiter. Die Bucht war nicht groß. Und wieder ein Delfin. Ebenfalls tot. Dieser war noch etwas frischer, aber ohne Schwanz. Was für ein seltsames und beunruhigendes Bild. Ich wusste gar nicht so recht, was ich mit diesen Informationen jetzt machen sollte. Wir kehrten zurück. Am Bus erwartete uns Daniel mit seinem Hund Paule. Daniel war zufällig auch in Portugal. Ich kannte ihn noch aus Red Bull- Zeiten. Wir tranken einen Wein zusammen und ich kuschelte mit dem Hund. Der Himmel schimmerte rosa und er lies seine Drohne fliegen. Wir brauchen jetzt auch eine Drohne. Wir aßen noch gemeinsam eine selbstausgedachte Reispfanne zum Abendbrot und machten es uns noch bis in den Abend hinein gemütlich. Jetzt fallen mir aber auch gleich die Augen zu beim Schreiben. Gute Nacht!Leia mais

  • Sorbit - klingt wie ein Planet

    13 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    07.30 Uhr ist jetzt unsere neue Aufsteh-Zeit. Seit neustem wachen wir immer zu dieser Zeit auf. Manchmal klingelt auch noch mein Wecker um 7, aber 07.30 Uhr sind wir dann spätestens auf. Heute waren wir gleich aktiv und sind zur Lagune runtergelaufen. Dennis ist ins Wasser gesprungen und ich habe zugeguckt. Wieder zurück am Bus hat Daniel uns mit gekochten Kaffee empfangen. Wir standen eine Weile zusammen am Bus und erzählten. Irgendwann bekamen wir beide Hunger und gingen zu uns um Frühstück zuzubereiten. Daniel ging derweil mit seinem Hund Paule spazieren. Die Sonne war heute Morgen schon richtig warm. Wenn man zu lange draußen stand, fing die Haut direkt an zu zwicken. Also frühstückten wir drinnen. Ich setze mich jedoch gleich danach raus in die Dünen. Da wir heute weiter nach Peniche fahren wollten, verließen wir unseren Stellplatz gegen 12.30 Uhr. Daniel beschenkte uns noch mit einer Frenchpress und seinem Rest Rapsöl. Das Öl vertrug er nicht, weil er eine Sorbit-Allergie hat. Davon habe ich vorher noch nie etwas gehört. Sorbit gehört zu den Zuckeralkoholen und ist ein Zuckeraustauschstoff, der beim Kohlenhydratstoffwechsel entsteht. Übersetzt heißt das eigentlich: Es ist eine Abwandlung des Zuckers, der natürlicherweise in Lebensmitteln steckt. Er kam somit ganz viel Obst nicht vertragen. Und anscheinend auch kein Rapsöl. Naja…des einen Leid ist des anderen Freud. Aprospros Obst: Daniel hat uns auch noch eine japanische Wollmispel probieren lassen. Die wachsen wohl auch in Portugal und waren erstaunlich gut! Eine Mischung aus Birne und Pfirsich, würde ich sagen. Ich überlegte eine Weile, was wir ihm zurück geben können. Er liebt Himbeermarmelade und ich wusste, dass wir noch ein Glas von Mama oder Oma mitgenommen haben. Es fiel mir sehr schwer mich davon zu lösen. Denn selbst so ein Glas Marmelade ist mit Emotionen verknüpft. Der Geruch ist einmalig. Es riecht als würde ich gerade beim Marmelade Kochen nebenher stehen. Nebenher stehen konnte ich schon immer gut. Jedenfalls entschloss ich mich dann aber das Glas abzugeben. In dem Wissen, dass er sich wahrscheinlich unheimlich darüber freuen wird und dass Mama und Oma nichts anderes gemacht hätten. So ein Glas Marmelade zu verschenken, kann ganz schön heilsam sein. Die Freude war jedenfalls beiderseits sehr groß. Wir verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg nach Peniche. Dort gingen wir zuerst im Aldi einkaufen. Heute also mal kein neuer Supermarkt. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Surfcontest. Wir liefen 40 Minuten. Mal am Strand. Mal an der Straße. Diesem kurzen Weg nach zu urteilen, finde ich Peniche erst einmal nicht sonderlich schön. Bei der World Surf League angekommen, bestaunten wir die hohen Wellen und insbesondere die Surfer, die auf ihnen ritten. Für einen Montag waren relativ viele Besucher da. Eine Stunde machten wir es uns am Strand gemütlich. Auf der Rücktour nahmen wir einen anderen Weg. Der zeigte Peniche auch nicht von einer besseren Seite. Wir steckten allerdings auch voll im Industriegebiet. Also vielleicht sind meine Schlüsse etwas voreilig. Wir fuhren zu einem etwas abgelegeneren Stellplatz direkt an den Klippen. Als wir ankamen, ging die Sonne gerade unter. Wir kletterten auf die Dachterasse. Es dauerte nur wenige Minuten, dann war es auch schon wieder dunkel. Zum Abendbrot gab es dann einen Mix aus den Resten von gestern mit etwas Gemüse und Salat. Danach schrieb ich ein wenig und Dennis hörte Musik. Jetzt liegen wir schon im Bett und hören die Wellen gegen die Klippen schlagen. Es wird Zeit zu Schlafen. 07.30 Uhr klingelte der natürliche Wecker.Leia mais

  • Abstecher ins Grüne

    14 de março de 2023, Portugal

    Diese Nacht war für mich mal wieder etwas unruhig. Um 7 Uhr wachte ich trotzdem sehr ausgeschlafen auf. Ich spazierte kurz über die Felsen an der Küste und wurde von einem wunderschönen Regenbogen begrüßt. Er begann quasi direkt im Atlantik. Direkt vor mir. Vor dem Frühstück sprang Dennis unter die Dusche. Ich machte es mir auf den Felsen gemütlich und legte eine halbe Stunde Yoga ein. Vom Gefühl her habe ich die Van-Leute um uns herum angesteckt, denn plötzlich begannen alle sich zu strecken und zu dehnen. Heute machten wir das erste Mal Pancakes auf dem Van-Kochbuch, was wir dabei hatten. Sie waren schnell zubereitet, aber währenddessen sah es im Van ganz wild aus. Wir wollten heute eine Insel vor Peniche besuchen. Da wir uns in der Nebensaison befinden und hier nicht unbedingt alles strukturiert verläuft, haben die Fahrpläne im Internet leider nicht der Realität entsprochen. Bis zur Abfahrt hätten wir noch 3 Stunden warten müssen. Dann hätten wir 3 Stunden Zeit auf der Insel gehabt. Den Plan haben wir dann spontan abgepfiffen. Unser nächstes Ziel war dann die kleine Stadt Mafra. Dort sollte es spezielles Brot und einen Nationalpark geben. Das Wetter war hervorragend. Auf dem Weg nach Mafra machten wir an einem einsamen schönen Strand halt. Schöne Strände findet man hier wirklich wie Sand am Meer. Und man sieht sich trotzdem nicht satt daran. Um zum Nationalpark zu kommen, fuhren wir allerdings etwas ins Landesinnere. Auch schön. Das saftige Grün der Bäume und die Vielfalt der Pflanzen waren ein abwechslungsreicher Anblick. Wir fuhren steile enge Wege durch viele kleine Dörfer. So kann man immer einen guten Blick auf die Hinterhöfe erhaschen. Das spannendste beim Fahren. Im Nationalpark angekommen, mussten wir die kürzeste Route nehmen, da die anderen Wegen restauriert werden. Ich wusste nicht was uns erwartet aber ich war voller Vorfreude. Wir spazierten 5 km auf einem Waldweg. Vorbei an einer Rehherde, entlang eines fließenden Bachs, zwischen gut riechenden Pinien und an über 150 Jahre alten Bäumen vorbei. Die Luft war so klar und frisch. Das waren zwei sehr erholsame Stunden in der Natur. Der nächste geplante Halt sollte dem sagenumwobenen „pão da mafra“ dienen. Die Suche nach einer Bäckerei gestaltete sich jedoch schwerer als gedacht. Dafür dass im Sommer ein ganzes Fest für dieses Brot ausgerichtet wird, ist das Marketing des Brotes wirklich miserabel. Im letzten Laden wurden wir dann aber doch noch fündig. Morgen werden wir berichten, ob die Suche sich gelohnt hat. Bevor wir unseren Stellplatz beziehen konnten, mussten wir dringend Wasser auffüllen. Auch diese Aufgabe sollte heute nicht so einfach von der Hand gehen. Wir waren an drei verschiedenen Wasserstellen und haben bei der vierten tatsächlich Wasser aufgefüllt. Zwei kosteten Geld und der dicke Wassertropfen (siehe Bild) war eher ein Wasserspender zum Erfrischen. Durch das viele Hin und Herfahren kamen wir erst im Dunkeln an unserem Stellplatz an. Da wir beide tierischen Hunger hatten, bereiteten wir gleich das Gemüse im Omnia-Backofen zu. Jetzt liegen wir beide auf der Couch.Leia mais

  • Unser erster Strandtag

    15 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 13 °C

    Schon gestern hatten wir uns vorgenommen heute einen richtigen Strandtag einzulegen. Als die Sonne heute Morgen durch die Scheiben schien, habe ich mich schon richtig gefreut. Ich hüpfte schnell raus und ging ein paar Schritte entlang der Klippen. Frühstück, Yoga, Sachen packen und ab ging’s. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Strand lag quasi direkt bei uns vor der Tür. Um dort hinzukommen, mussten wir jedoch einen steilen Abhang hinunter. Es war zu erkennen, dass es mal einen Weg gab. Aber das war lange her. Alles war weggespült und wir tasteten uns langsam bis nach unten fort. Wir suchten uns einen etwas windgeschützten Platz. Bloß nicht zu nah an den Felsen, denn der Strand war übersäht mit heruntergefallenen Felsbrocken. Die Sonne brannte direkt auf unserer Haut. Wir hatten nur Sonnencreme fürs Gesicht dabei. Also ging Dennis noch einmal zurück. 2 Stunden lag ich dann allein am Strand bis er wieder kam. Ich dachte schon er wäre die Klippen runter gestürzt. Er nahm dieses Mal einen anderen Weg, der auch kein richtiger Weg war, aber auch der war wohl katastrophal. Ich schützte mich derweil mit meinem zum Turban geformten Shirt und dem Handtuch über den Beinen. Aus zwei Regenschirmen und Bambusrohren bastelte Dennis und zwei Sonnenschirmen. Trotzdem brauchten wir eine Abkühlung. Also gingen wir zum Wasser. Die Wellen sind riesig und die Strömung ist sehr stark. Baden konnten wir nicht. Ich würde es eher Erfrischen nennen. Zurück in unserem Camp stellten wir mir Erschrecken fest, dass es schon 16 Uhr war. Die Zeit verging unheimlich schnell. Wie beschlossen den Heimweg anzutreten. Dieses Mal über einen anderen „Weg“ nach oben. Der gefiel mir in jedem Fall besser als der am Morgen. Es mag aber auch daran liegen, dass sich Hochgehen sicherer anfühlt. Zu Hause angekommen, bereitete ich das Essen zu und Dennis kümmerte sich ums Aufräumen. Nach dem Abendbrot telefonierten wir beide noch und überlegten uns im Anschluss wohin wir morgen fahren. So viel sei gesagt: es wird historisch!Leia mais

  • Ein bewegter Tag

    16 de março de 2023, Portugal ⋅ ☁️ 15 °C

    Mit Bauchkrämpfen bin ich 2 Uhr nachts aufgewacht. Eine Stunde wühlte ich mich von rechts nach links. Bis in den Morgen hielten sie an. Wahrscheinlich habe ich einen Schluck Apfelessig zu viel vor dem Schlafen gehen getrunken. Seit 6 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Ich stand eine halbe Stunde später auf. Es wurde langsam hell draußen und der Himmel strahlte in rosa und orange. Ich startete einen Power Vinyasa Flow, um mich zu mobilisieren. Im Anschluss bereiteten wir langsam das Frühstück zu. Danach tranken wir seit Tagen mal wieder gemeinsam einen Kaffee und schauten uns ganz gemütlich ein YouTube-Video an. Ich drehte noch eine kleine Runde über die Klippen und verabschiedete mich von dem schönen Stellplatz. Wir verließen Ericeira zu unserem ersten Aussichtspunkt: das Fischerdorf Azenhas do Mar. Dichter könnte ein Dorf nicht am Atlantik liegen. Wir gingen Treppen hoch und runter und sahen den hübschen Ort aus den verschiedensten Winkeln. Er war einen Besuch wert. Danach machten wir uns auf zu den Dinosaurierspuren. Ich wollte sie unbedingt sehen. In dem Wildguide, den wir von unserer Reisebekanntschaft Bettina geschenkt bekommen haben, stand geschrieben: „Zwischen den Klippen führt eine enge steile Treppe zum Strand hinunter“. Wo genau sich dann die Spuren befanden, war vorerst unklar. Aber als ich die Treppe hinab stieg und das letzte Ende bestreiten wollte, sah ich sie links am Felsen direkt neben mir. Manchmal zwei Mal, manchmal zehn Mal so groß wie mein Kopf. Ich finde die Vorstellung so faszinierend, dass vor Millionen von Jahren so riesige Tiere genau hier entlang gelaufen sind. Wenn die wüssten, wie sehr ich mich darüber freue. Wir liefen noch bis zum Strand hinunter und dann wieder hoch. Danach waren wir beide erst einmal ganz schön außer Atem. Während der 20 minütigen Autofahrt zum letzten Aussichtspunkt konnten wir kurz Luft holen. Am letzten Spot lag der Aussichtspunkt Pedra da Ursa. Einer Sage nach lebte an diesem Strand eine Bärin mit ihrem Jungen. Die Geister wollten die Bärin vom Strand vertreiben, aber sie wollte nicht gehen. Aus Gnatz versteinerten die Geister die beiden Bären, weshalb sie jetzt vor dem westlichsten Strand Europas im Wasser liegen. Ich fand diese Felsen wunderschön. Zurück am Auto meldete sich gleich meine Uhr: Bewegungsring geschlossen. Und das schon um 14 Uhr. Wir machten uns auf den Weg nach Sintra. Eigentlich gab es dort auch noch einige schöne Dinge zu sehen, aber wir fuhren nur zum Einkaufen in die Stadt. Die Parkplatzsituation war leider miserabel und mein sensibles Gemüt kommt auf merkwürdigen Parkplätzen einfach nicht zur Ruhe. Also fuhren wir zur Wäscherei und haben dort das erste Mal Wäsche gewaschen und getrocknet. Hier waschen wir einfach alles zusammen: schwarz, weiß, Leinen, Wolle. Egal - Hauptsache es wird sauber. Die Frau in der Wäscherei war sehr nett und erklärte uns alles. Wir setzten uns auf die Couch und warteten. Erst einmal 40 Minuten. Und dann noch einmal 20 Minuten zum Trocknen. Die Wäsche roch nach Zitrone und war richtig schön warm. So könnte Wäsche waschen meinetwegen immer laufen. Wir hatten in der Zeit noch einen Stellplatz am Wasser rausgesucht. Da wir Lissabon langsam näher kamen, wurden die Straßen auch deutlich voller. Wir kamen im Dunkeln an und sitzen jetzt noch auf der Couch. Das war ein richtig toller Tag. Ich bin gespannt auf Morgen.Leia mais

  • Hilfe von Fremden

    17 de março de 2023, Portugal

    Aufgewacht sind wir heute in Algés auf einem Caravan-Parkplatz neben einem Industriehafen. 9 km von Lissabon entfernt. Die Nacht war etwas unruhig. Man hörte Züge fahren, der Baum über dem Auto klapperte ans Blech und ab und an fuhren Autos vorbei. Nach dem ich aufstand, sprang ich gleich aus dem Auto und schaute mir die Gegend an. Es gab sogar einen kleinen Strand. Daneben etliche Industriegelände und ein mexikanisches Restaurant. Wir machten uns fertig, frühstückten und gingen zur Bahn. 20 Minuten später standen wir schon inmitten belebter Gassen, wunderschöner Architektur und unzähligen Menschen. Unser erster Stopp: Kaffee kaufen. Wir liefen eine Straße fast bis zum Ende hoch und landeten in einem hippen Café. 2 Latte und 1 Packung kolumbianische Bohnen später schritten wir glücklich weiter. Das nächste Ziel: ein Reformhaus. Ich brauche meine Sole-Zahncreme. Dazu kamen noch: Sonnencreme und 2x veganer Schokoaufstrich (wer weiß, wann wir wieder welchen bekommen). Wir schnupperten durch ein paar Vintageläden, tranken Sangria in der Sonne und schlenderten ganz entspannt durch die Straßen. Irgendwann zwischendurch haben wir noch mit Onkel Peter telefoniert. Er war gerade bei Oma und Opa zu Besuch. Danach trieben wir uns weiter von einem schönen Platz zum Nächsten. Als unsere Mägen sich meldeten, machten wir uns auf ins Kongo. Ein Veganes Restaurant mit sehr guten Bewertungen. Vorspeise, 1 Liter Sangria und die Hauptgerichte teilten wir uns. Zum Abschluss gab es noch eine Snickers-Tarte. Ein Traum. Wir kugelten uns in den Parque Eduardo, um die Aussicht auf eine der größten Straßen Lissabons zu genießen. Es wurde gerade dunkel als wir uns auf den Rückweg machten. Zwei U-Bahn Stationen später standen wir vor dem Ticketautomat des Nahverkehrs. Wir verstanden erst nicht, dass wir dafür ein neues Ticket benötigten. Ein älterer aufgedrehter Mann sprach uns an und half uns bei der Auswahl der Tickets. Nach einem kurzen Hin und Her bewahrte er uns davor eine Rückfahrt zu kaufen, die wir nicht benötigt hätten. Am Ende schenkte er uns zwei aufgeladene Karten mit denen wir einfach durch den Schalter gehen konnten. Ich traute ihm nicht ganz über den Weg und kontrollierte unsere Wertgegenstände. Irgendwas musste daran doch faul sein. Jetzt sitzen wir aber in der Bahn und steigen in zwei Stationen aus. Anscheinend war er einfach nur nett.Leia mais

  • Lissabon fetzt

    18 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 14 °C

    Nach einer entspannten Nacht lag ich seit 6 Uhr morgens wach und habe Podcasts gehört bis wir eine Stunde später aufgestanden sind. Nach dem Frühstück brachen wir zu einem dichter gelegenerem Stellplatz auf. Von dort aus konnten wir zu Fuß in die Stadt. Mit einem kleinen Abstecher in die Markthalle saßen wir 40 Minuten später in einem Café. Dort verweilten wir 2 Stunden. Ich stellte eine Bewerbung fertig und wir tranken gemütlich einen Café com leite de aveia. Die Sonne kam raus und wir spazierten weiter. Bis zu einer Pizzeria. Der Laden war gemütlich und es wurde viel Wert auf die Inhaltsstoffe und Zutaten der Gerichte geachtet. Das war natürlich kein Zufall. Eine kurze Internet-Recherche und man weiß, woran man sich einlässt. Aber das es so gut wird, konnte keiner ahnen. Das war mit Abstand die beste Pizza, die ich je gegessen habe. Dennis war leicht enttäuscht, da es kein Bier vom Fass gab. Dafür hat der Nachtisch dann aber auch nochmal überzeugt: Panna Cotta in vegan mit Rhabarber und Pistazien. Ein Traum. Gestärkt konnten wir nun den Weg zum Castelo bestreiten. Mit jeder Treppenstufe wurde der Zulauf der Menschen größer. Wir waren definitiv auf dem richtigen Weg. Oben angekommen mussten wir mit Bedauern feststellen, dass der Eintritt 15€ pro Person kostet. Es nun mal auch nicht alles kostenlos hier in Portugal. Wasser und Stellplatz sollte wohl genug sein. Wir sparten uns das Geld und durchquerten die kleinen Gassen entlang der Mauer. In einer Gasse kam uns ein Pfau entgegen. Er ging die Straße hinunter und hielt bei einer offenen Haustür. Eine Frau trat in die Türschwelle und fütterte den Pfau aus der Hand. Ein Bild für die Götter. Am Ende dieser Gasse konnten wir einen Blick auf den Schlossgarten werfen. Dort stand ein großer alter Baum. Auf seinen Ästen saßen ganz viele verschiedene Pfauen. Noch so ein seltener Anblick. Auf dem Weg vom Castelo hinunter begegneten uns viele originelle Portraits der Einwohner an den Hauswänden. Aber auch beeindruckende Malereien und viele kleine einladende Restaurants. Irgendwann kamen wir an einem weiteren Aussichtspunkt raus: Miradouro. Wir setzten uns kurz auf eine Bank. Von hier aus hat man einen weiten und schönen Blick auf Lissabon und die besondere Brücke. Doch wir sind am Samstag Abend auch nicht allein hier. In der ersten Reihe herrscht durchgängig ein fliegender Wechsel. Wir hielten solange durch bis es ein Mü ruhiger wurde und wir einen kurzen Blick über Lissabon erhaschen konnten. Nach unten getrieben, verliefen wir uns kurz und standen plötzlich in einem seltsamen Viertel. Aus allen Ecken wurden wir angestarrt. Die Frauen standen am Straßenrand und die Männer standen alle in kleineren Gruppen zusammen und wurden still, wenn wir näher kamen. Ich wollte hier ganz schnell raus. Es dauerte noch mindestens 500m bis wir es überstanden hatten und meine Güte, waren das lange 500m. Uns trennten noch ein paar hundert Meter von unserem letzten Tagesordnungspunkt: vegane Pastel de Nata. Wir machten einen Schritt in den Laden, als die Frau hinter dem Tresen gerade die letzten beiden Puddingteilchen an die Frau vor uns verkaufte. „It’s finished. Tomorrow at 9am. Sorry!“. Die Enttäuschung war groß. Danach liefen wir von einer Bar zur nächsten, aber die Stimmung sich jetzt einen hinter die Birne zu kippen, war einfach nicht so da. Also machten wir uns mit der Bahn auf den Heimweg. Dennis war so enttäuscht, dass es heute kein Bier vom Fass gab, dass er sich stattdessen Haribo für 1,40 Euro am Snackautomaten im Bahnhof kaufen musste. What a time to be alive. Zwei Stationen später stiegen wir aus. Direkt vor uns DIE Brücke von Lissabon. Voll beleuchtet. Und unser Auto steht quasi direkt daneben. Die Geräuschkulisse würde ich jetzt schon als konstant rauschend bezeichnen. Mal abwarten was die Nacht bringt.Leia mais

  • Ich habe heute leider keinen Kebab für

    19 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 15 °C

    Die Nacht am Hafen war ausgesprochen erholsam. Das konstante Summen der über die Brücke fahrenden Autos hatte wohl einen beruhigenden Effekt. Die Sonnenstrahlen schienen in den Bus hinein und wir machten uns bereit für den dritten Tag in Lissabon. Heute mal nicht direkt in die Innenstadt, sondern auf einen Flohmarkt. Der befand sich auf dem alten Industriegelände der LX Factory. Hier finden Künstler, Start-Ups und kreative Köpfe ihren Platz. Neben etlichen Restaurants gab es einige Stände mit kleinen Leckereien, Klamotten, Kunst oder Accesoires. Wir schauten nur und kauften nichts. Bis Dennis mich auf einen kleinen Concept Store aufmerksam machte. Ich setzte einen grünen Anglerhut auf und war hin und weg. Dennis Begeisterung hielt sich in Grenzen. In dem Versuch ihn mit meiner Euphorie anzustecken, unterbrach meine eine deutsche Frau, die unser Gespräch mithörte, und bestätige meine Wahrnehmung. „Also ich finde er steht dir hervorragend.“ Und gekauft. Danach setzten wir uns auf die Rooftop-Bar und genossen einen weißen Sangria mit Ausblick auf die Brücke (Ponte) 24 de Abril - eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Nach unseren 3 Gläsern waren wir leicht träge und wussten nicht so recht wohin mit uns. Also gab es Mittag zu Hause. Für Dennis den Rest einer Hähnchenkeule und für mich Brokkoli. Danach entspannten wir uns noch kurz und starteten eine kleine Abendrunde mit dem Ziel vegane Pastel de Nata zu probieren. Der Laden lag in einem uns bisher unbekannten Stadtviertel und wir liefen eine halbe Stunde nir bergauf. Aber die Belohnung folgte dann in Form einer Zuckerbombe mit Kaffee dazu. Ich nahm noch einen kleinen Vorrat für die nächsten Tage mit. Als wir die Packung in der Hand hielten, mussten wir gleich noch eine verdrücken. Sie waren lecker, aber sie könnten noch besser sein. Völlig planlos liefen wir einfach wieder ein paar Straßen entlang und kamen an ein paar schönen Bauten vorbei. Langsam wurde es dunkel und wir machten uns auf den Heimweg. Gestern sind wir an einem Kebab-Stand vorbeigelaufen, der auch ein veganes Angebot hatte. Ich erinnerte mich noch froh daran, wie wir dort hinkamen. Unser Hunger war eigentlich gar nicht vorhanden, aber umso länger wir drüber sprachen, umso mehr Appetit bekamen wir. Wir bogen in die richtige Straße ab und… geschlossen. Die Enttäuschung war groß. Vor allem bei Dennis. Unser Appetit war weg und wir konnten ganz entspannt mit der Bahn nach Hause fahren. 20.40 Uhr kamen wir am Bus an, machten direkt das Bett und jetzt liegen wir beide noch ein wenig am Handy. Ich bin ganz schön kaputt und werde vermutlich gleich einschlafen.Leia mais

  • Nur wo du zu Fuß warst…

    20 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 14 °C

    Eine weitere Nacht im Containerhafen von Lissabon liegt hinter uns. Keiner hätte es gedacht, aber wir schlafen hier beide ausgesprochen gut. Da wir nun schon den vierten Tag einfach nur stehen, neigt sich unser Wasservorrat bald dem Ende zu. Ich habe mich für eine Katzenwäsche entschieden und Dennis sprang schnell in die Dusche. Danach Frühstück und los. Heute wollte ich früher los, warum auch immer. Wir spazierten den Weg in die Stadt am Hafen entlang. 3km mit der Sonne im Gesicht. Wir hatten uns vorgenommen in der Stadt noch einen Kaffee zu trinken. Also gingen wir die steilen windstillen Gassen in die Innenstadt hoch. Zwischen den hohen Mauern haben sich die 20 Grad fast nach 30 angefühlt. Wir schwitzten und pumpten beide wie die Maikäfer. Eine Bank in der Sonne lockte uns an. Wir hielten kurz inne und ich suchte ein geeignetes Café raus. [Mit mir unterwegs zu sein, ist ja meist nicht ganz so einfach. Es braucht meist ein Café, was pflanzliche Milch anbietet. Soja schmeckt mir leider gar nicht im Kaffee, daher muss es Hafermilch sein. Spezielle Ansprüche erfordern einen speziellen Einsatz. Deshalb bin ich auch schon besonders geübt darin schnell Cafés und Restaurants anhand ihres Internetauftritts hinsichtlich meiner veganen Kriterien bewerten zu können.] Glücklicherweise befand sich ein ausgezeichnetes Café 20 Minuten Fußweg entfernt. Dennis hatte zwar keine Lust mehr zu laufen, aber das macht sich in so einer großen Stadt eben schlecht. Völlig durchgeschwitzt kamen wir an und schnappten uns den letzten Platz in der Sonne. Ich bestellte zwei Latte mit Hafermilch. Dazu gab es für uns beide noch einen veganen Schokoladen-Donut. Himmlisch. Dennis verspürte das dringende Bedürfnis seine Füße zu lüften, also machten wir uns auf den Weg zu einer Wiese. Die Wiese entpuppte sich als angelegter Garten, wo keine Grünfläche zum Sitzen und Verweilen gedacht war. Einige Meter weiter lag der botanische Garten. Er kostete 5 Euro Eintritt. Wir wussten nicht was uns erwartet, aber ich wusste, dass wir das nicht bereuen würden. Aber auch hier gab es keine Grünfläche, die zum Sitzen gedacht war. Dafür aber unzählige verschiedene Pflanzen, die wunderschön, gut erhalten und in einer gepflegten Anlage miteinander lebten. Eine kleine Oase mitten in Lissabon. Dennis war so begeistert, wie ich von Kuhmilch. Zum Glück war der Garten nicht so groß. Dementsprechend waren wir relativ zügig wieder draußen. Der Wunsch nach einer grünen Wiese zum Liegen und Entspannen war so groß, dass wir jetzt ein weiteres Mal 20 Minuten Fußweg auf uns nahmen, um im Eduardo Parque zu landen. 10 km haben wir heute schon geschafft. Da war also noch Luft. Und da lag sie dann vor uns. Ein schräger Hang in saftigem Grün mit Blick über auf den Tejo - „das Wasser“ an dem Lissabon liegt. Wir lagen in der Sonne, planten die nächsten Reiseziele und beobachteten ein paar Menschen. Das war schön. Irgendwann wurde es jedoch Zeit aufzubrechen. Unsere Mission für heute war der Kebab von gestern. 35 Minuten Fußweg lagen vor uns. Ein letzter Marsch zur Kebaberie. Dort angekommen, mussten wir mit Bedauern feststellen, dass sie erst zwei Stunden später öffnen. Doch wir hatten jetzt Hunger. Also planten wir um und holten uns einen veganen Burger to go. Wir liefen runter zum Hafen und genossen die letzten Sonnenstrahlen während wir Pommes und Burger verspeisten. Als die Sonne weg war, wurde es kalt und wir machten uns auf den Rückweg. Zwei Stationen mit der Bahn. Noch fix zum Pingo Doce für einen kleinen Einkauf und dann wurde nur noch faul auf der Couch gelegen. Ein gelungener letzter Tag. Insgesamt sind wir in den letzten 4 Tagen 64,2 km durch Lissabon gelaufen. Wie heißt es doch so schön „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ In Lissabon war ich auf jeden Fall.Leia mais

  • Einmal König der Löwen bitte

    21 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 15 °C

    Der heutige Tag stand unter dem Stern der Abreise. Ich war ein bisschen traurig, dass wir Lissabon schon verließen. Aber man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist. Also frühstückten wir und packten unsere Sachen. Unser erstes Ziel heute: Flamingos beobachten. Das Naturschutzgebiet lag eine halbe Stunde von Lissabon entfernt. Das letzte Ende erreichten wir nur über eine drei Kilometer lange holprige Piste. Es gab einen Aussichtspunkt, einige Fischer und sehr weit entfernt, sah man eine kleine Ansammlung der pinken Vögel. Mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Zum Glück hatten wir ein Fernglas dabei. Im Anschluss wollten wir eigentlich noch ein altes Kloster besuchen, aber unsere Motivation hielt sich in Grenzen. Deshalb planten wir kurzerhand um. Wir füllten Wasser an einer Station im Ort auf und fuhren zu einem Strand. Das Wetter war bombastisch. Am Strand angekommen, fegte der Wind uns nur so um die Ohren. Und nicht nur der Wind. Etliche Paraglider hoben an die Klippen ab und kreisten wie Geier am Himmel. Wir schauten einen Moment zu und setzten uns dann unten an den Strand. Nach einer guten Stunde fuhren wir weiter zu unserem endgültigen Ziel für heute: Sesimbra. Oder unter König der Löwen Liebhabern auch: Sesimba. Vorher erledigten wir noch schnell einen Einkauf bei Lidl. Ich hatte keine Vorstellungen oder Erwartungen an diesen Ort. Aber wenn ich sie gehabt hätte, wären sie jetzt übertroffen worden. Ein wunderschönes Städtchen zwischen zwei höheren Felsen gelegen. Entlang der Promenade stehen zwar viele Hotels, aber der Strand ist wunderschön. Wir mussten uns direkt noch einmal dort hinlegen, weil er einfach so einladend aussah. Eine kurze Verschnaufpause vom Auto fahren und dann ging es innerhalb von 3 Minuten zum Stellplatz. Der lag wieder mal direkt an den Klippen. Es standen auch noch ein paar andere Camper hier und genossen schon die Abendsonne. Wir gesellten uns zu ihnen. Ich machte eine kleine Sporteinheit und Dennis kochte Kartoffeln. Danach haben wir gemeinsam das Abendessen zubereitet, gegessen und ab ins Bett. Abreisetage sind irgendwie immer seltsam. Gerade hatte ich mich an dem Stellplatz in Lissabon eingelebt (soweit das an einem Stellplatz möglich ist) und den Ort sehr genossen. Und dann verlässt man ihn schon wieder. Aber das macht es ja auch eigentlich aus. Das Gewöhnliche lassen wir hinter uns und stürzen uns ins Ungewöhnliche.Leia mais

  • Das ist Portugal

    22 de março de 2023, Portugal ⋅ ☁️ 16 °C

    06.20 schaute ich auf die Uhr. Ich war hellwach. Die Sonne schien langsam aufzugehen, denn durch das Fenster sah ich den pink orangen Schleier über dem Horizont. Ich musste raus! Aber vorher hatte ich noch etwas zu erledigen. Den gestrigen Eintrag habe ich heute Morgen geschrieben. Schande über mein Haupt. Kurz vor 7 sprang ich also auf und suchte den Sonnenaufgang. Direkt vom Parkplatz führte ein Weg zum Leuchtturm. Der perfekte Weg für einen Morgenspaziergang. Heute wollten wir zu einer Bucht wandern. Dem Frühstück folgte eine Yoga-Einheit und im Anschluss marschierten wir los. Bergauf und dann links die Böschung runter. „Einfach den farbigen Markierungen auf Büschen und Steinen folgen“ hieß es in irgendeinem Google-Beitrag. Und so kamen wir auf einem etwas holprigen Pfad zu schönen Aussichtspunkten und letztlich auch der einsamen Bucht. Mittlerweile waren wir nicht mehr allein unterwegs. Eine Gruppe, bestehend aus zwei Mädels und einem Jungen, liefen nun gleich auf mit uns. Sie nächtigten in einem Hostel in Lissabon und hatten sich dort kennen gelernt und für diesen Ausflug zusammen getan. Allein Reisende finden einander. Die Blonde von Ihnen war Deutsche. Wir quatschten ein wenig und liefen dann versetzt weiter. Unten angekommen. Ein Mann lief den Strand auf und ab. Ansonsten war er menschenleer. Riesige Felsen, türkisblaues Wasser, hohe Klippen und die Sonne. Diese Kombination kann einfach von nichts getoppt werden. Wir legten uns in den Sand. Vom Weg hier runter waren wir ziemlich verschwitzt. Also sprangen wir erstmal ins Wasser. Dennis wäre am liebsten schon von oben runter gesprungen. Das Wasser war zwar ziemlich kalt, aber für diese Außentemperatur die perfekte Erfrischung. Danach cremten wir uns direkt mit 50er Sonnencreme ein. Denn wenn wir eins hier in Portugal gelernt haben, dann das die Sonne ganz anders ist als in Deutschland. Die 3 vom Weg lagen ein paar Meter vor uns. Und dann kamen nach und nach mehr Menschen. Also ganz unbekannt scheint dieser Ort nicht zu sein. Aber ich kann jeden verstehen, der das mal gesehen haben will. Der Strand war so weit, wir hatten trotzdem unsere Ruhe. Vielleicht auch weil wir nackt waren. Tendenziell sind wir Deutschen da ja ein bisschen offener. Aber nachdem wir nackt Baden waren, haben auch die 3 vom Weg sich entblößt. Wenn alle nackt sind, fühlt man sich doch gleich viel wohler. Die anderen Besucher blieben jedoch angezogen. Wir gingen nochmal Baden, cremten uns nochmal ein. Und dasselbe Spiel nochmal. Nach 3 Stunden brachen wir wieder auf. Das Wasser kam immer weiter den Strand rauf und mehr und mehr Besucher kamen zum Strand hinunter. Der Rückweg ging wahnsinnig schnell und wir entschieden uns zum Bus zurück zu gehen. Wir machten Kartoffeln warm, ich plante die nächsten Ziele und Dennis schrieb Postkarten. Jetzt ist der Tag auch fast wieder zu Ende. Noch ist es hell. Mal sehen ob wir uns noch für einen kleinen Abendspaziergang motivieren können.Leia mais

  • Was ist eigentlich Kork?

    23 de março de 2023, Portugal

    Heute Morgen waren wir etwas später dran. Irgendwie kamen wir nicht hoch. 07.30 Uhr schaffte ich es zu meinem morgendlichen Spaziergang aufzustehen. Einmal zum Leuchtturm und wieder zurück. Danach frühstückten wir. Heute das erste Mal draußen, weil die Sonne so schön schien. Nebenbei lernten wir den Familienvater kennen, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern neben uns parkte. Er wollte uns eine Abdeckung für unsere Fahrräder schenken, aber wir lehnten dankend ab. Als wir so im Gespräch waren, kam ich nicht umhin, ihn zu fragen, ob ich mir den Bus mal angucken durfte. Es war kein gewöhnlicher Bus. Sie hatten sich einen Reisebus selbst ausgebaut. 10 Tonnen schwer, erzählte er mir. Die Familie kam aus Belgien. Mit ihren Kindern wollen sie bis August in Europa herumreisen. Der Vater ist Lehrer. Unterricht gibts also in der fahrenden Wohnung. Als ich reinkam, trat ich quasi in die Küche mit Essbereich. Es war genug Platz um alles zu verstauen und sich zu Fünft zu bewegen. Alles war aus Holz und gut durchdacht. An jeder Ecke konnte man etwas anhängen, erweitern oder befestigen. Weiter durch gelangte man auf der rechten Seite ins Bad. Eine Chemietoilette und eine Dusche mit tief eingelassener Wanne. Falls die Kinder mal Baden wollen, erklärte er. Dahinter kam das Bett der Eltern. Es war riesig. Gegenüber befand sich eine große Fensterfront mit klappbaren Tischen. Hier unterrichtet der Vater seine drei Kinder, denn er ist Lehrer. Ganz hinten befanden sich die Kinderbetten. Drei übereinander und ein wenig versetzt. Alles ist selbst gebaut. Ich konnte es kaum fassen. Ich bedankte mich mehrfach, dass ich einen Blick in ihr zu Hause werfen durfte. Alle haben mich gleich so freundlich willkommen geheißen. Was eine schöne Begegnung. Danach machten wir uns auf zu unserer Wanderung zum Castelo. Der Burg von Sesimbra. Und wie es Burgen so an sich haben, liegen sie meist erhöht auf einem Berg. Der Hinweg bestand demnach nur aus Anstiegen. Wir waren klitschnass als wir durch die dicken Mauern in die Anlage hineingingen. Rundherum führte ein Weg entlang der Mauer. Wir schauten auf die Stadt hinunter und besuchten noch den Friedhof und die Kirche. Der Rückweg gestaltete sich überaus einfach. Wir fielen quasi in die Stadt, denn es ging nur bergab. Dort angekommen, hielten wir Ausschau nach einem kleinen Supermarkt, um die Gemüsevorräte aufzustocken. Danach marschierten wie schnurstracks nach Hause, denn der Magen knurrte. Wir aßen eine Kleinigkeit und entschieden uns dann spontan dazu heute etwas mehr Strecke zurück zu legen. Es war bewölkt und wir hatten eine 10km Wanderung hinter uns - quasi die perfekten Bedingungen, um im Auto zu sitzen. Ein richtiges Ziel hatten wir nicht. Wir fuhren erst einmal zu einem Ort und schauten uns mal einen Stellplatz an. Auf der Fahrt haben wir riesigen Baumplantagen gesehen. Den Bäumen fehlte bis zur Hälfte die Rinde. Ich erklärte mir dieses seltsame Bild als Schutz vor Krankheiten. Der eigentlich Grund lag jedoch im Namen der Bäume. Wir fuhren durch riesige Plantagen von Korkeichen. Die Rinde wird abgetragen, um Kork zu produzieren. Ich glaube ich habe vorher nie darüber nachgedacht, wie Kork entsteht. Ich dachte immer es wäre ein Abfallprodukt. Umso schöner, dass wir das jetzt dazu gelernt haben. Begrüßt wurden wir auf dem Parkplatz von riesigen tobenden Wellen. Sie rollten nur so auf den Strand zu ohne Pause. Wir schauten uns das Spektakel einmal von Dichtem an. Der Stellplatz war allerdings nicht wirklich gemütlich weshalb wir eigentlich weiterfahren wollten. Nur leider gestaltet sich die Stellplatzsuche mit jedem Kilometer in Richtung Südportugal schwieriger. Fast alles hier ist Naturschutzgebiet und die Parkplätze sind zum Übernachten verboten. Also blieben wir hier. Kaum richtig angekommen, wurde direkt das Abendbrot zubereitet. Heute gab es Wraps mit gebratenem Gemüse. Während ich schreibe, telefoniert Dennis draußen. Privatsphäre ist hier im Bus schwer umzusetzen. Aber in der Regel können wir das ganz gut handhaben. Nachher bin ich auch noch zum Telefonieren verabredet. Aber raus gehe ich dafür nicht. Bequemlichkeit: 1, Privatsphäre: 0.Leia mais

  • Ein bisschen Algarve

    24 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 16 °C

    Heute Morgen war ich das erste Mal nicht wirklich angetan davon, die Umgebung zu erkunden und entschied mich gegen meinen Morgenspaziergang. Stattdessen bereiteten wir etwas zeitiger Frühstück zu. Danach eine kleine Runde Yoga in der Sonne mit Blick auf den Atlantik. Davon hatte ich im letzten Jahr sooft geträumt und jetzt ist es einfach die Realität. Kaum zu glauben. Wir packten zusammen und fuhren los. Eine Stunde später erreichten wir unser erstes Ziel. Wir liefen 5 Minuten auf einem schmalen Weg durch einen dicht bewachsenen Wald und kamen direkt am Praia do Amalia heraus. Wir kletterten einmal links auf den Felsen hoch und legten uns dann runter an den Strand. Entspannend war es nicht, weil ständig ganz viele kleine Fliegen auf der Haut krabbelten und kitzelten. Wenn ich das jetzt so schreibe, muss ich schmunzeln. Es klingt lächerlich, aber diese kleinen Viecher können ganz schön nerven. Das Wasser lud nicht gerade zum Baden ein, aber Dennis versuchte es trotzdem. Die Wellen waren riesig und die Strömung zog sehr stark. Er ging nur einige Meter, soweit er sich eben gut halten konnte. Ein paar andere waghalsige Besucher trauten sich noch tiefer. Eine Frau wurde direkt unter Wasser gezogen und wieder an Land gespült. Zum Glück ist alles gut gegangen. Wir schauten den Wellen noch ein wenig beim Toben zu und machten uns dann auf den Rückweg zum Auto. Ein paar Kilometer hatten wir noch vor uns. Doch erstmal ging es eine weitere Stunde bis zum höchsten Punkt der Algarve. Genau dort soll auch ein Teil einer alten Verteidigungsanlage stehen. Wir fuhren zwischen Schafsherden, grünen Feldern und verlassenen Häusern entlang einer Schotterpiste. An einer Kreuzung machten wir Halt, um zur besagten Stelle zu Fuß zu gehen. Die Verteidigungsanlage war nicht sonderlich spannend, aber der Blick von dort war schon ganz nett. Ein Rundum-Blick über einen Teil der westlichen Algarve. Ganz weit hinten sah man auch Sagres. Das kleine Örtchen am Meer, welches unser heutiges Endziel sein sollte. Auf dem Weg dorthin kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein, um dann auf dem Stellplatz einzukehren. Ein schöner Spot - aber dadurch auch kein Unbekannter. Neben uns stehen auf diesem Parkplatz noch circa 40 weitere Vans. Hier ist richtig was los. Wir parkten das Auto und liefen runter zum Strand, um den Sonnenuntergang zu schauen. Auch der ist hier nicht unbekannt. Yoga, Fotoshooting, Fahrrad fahren - an diesem Strand wurde alles gemacht. Wir saßen einfach nur da und haben zugesehen, wie die Sonne in den Horizont eintaucht. Ein wahnsinniges Bild. Orange, gelb und rosa fließen ineinander und zaubern ein ganz warmes Licht. Sobald der untere Rand der Sonne den Horizont berührt, kann man die Sekunden zählen, bis sie vollständig verschwunden ist. Dann machten wir uns auch gleich auf, denn ich hatte unglaublichen Hunger. Wir wollten gerade mit dem Kochen beginnen, als ein Deutscher bei uns vorbeikam und wir ins Quatschen kamen. Wir erzählten eine gute halbe Stunde mit ihm. Das war richtig schön. Er war ein ganz sympathischer, warmherziger Mensch und interessierte sich sehr für uns. Ich hätte ihn am liebsten zu uns zum Essen eingeladen, denn seine Frau musste schon zurück zur Arbeit und er war nun die letzten Tage allein hier. Stattdessen verabschiedeten wir uns. Irgendwie schade. Vielleicht sehen wir ihn ja morgen nochmal. Zum Abendbrot gab es heute gebratene Süßkartoffel mit gedünstetem Brokkoli auf hausgemachter Guacamole. Sehr zu empfehlen!Leia mais

  • Leuchtturm-Tourismus

    25 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌬 16 °C

    Ich machte meine Augen auf und es wurde schon langsam hell draußen. Ich wusste dass ich ganz schnell raus muss, um den Sonnenaufgang zu sehen. Ich lief zu dem Strand an dem wir noch nicht waren. Erst schaute ich von den Felsen aus auf die Bucht, dann lief ich nach runter zum Strand. Hier waren schon viele Leute wach. Anders als sonst. Als ich wieder am Auto war, machten wir den Bus und uns fertig. Dann ging Dennis Baden und ich machte eine kurze Yoga-Einheit in der Sonne. Danach gab es Frühstück. Auch in der Sonne. Gestärkt sattelten wir die Fahrräder um 6km zum Leuchtturm zu fahren. Beim Losfahren mussten wir feststellen, dass dieser Weg leider nur an der Straße entlang führte. Daher genossen wir 6km lang die schnell vorbeifahrenden Autos neben uns. Am Cabo do S. Vicente angekommen, trafen wir auf einige Touristen-Gruppen. Hier war einiges los. Rund um den Leuchtturm herum, gab es Snacks, Getränke und Souvenirs. Unter anderem auch die letzte Bratwurst vor Amerika. Deutsche haben die Thüringer Bratwurst an den westlichsten Punkt der Algarve geholt. Das durfte sich Dennis natürlich nicht entgehen lassen. Geschmacklich war es wohl auch die letzte Wurst vor Amerika. Aber dafür hat er ein Zertifikat erhalten. Alternativ konnte man auch einen Döner essen. Die Auswahl war wirklich seltsam für Tourismus am Leuchtturm. Ansonsten gab es nicht wirklich viel zu sehen. Die Klippen waren sehr hoch und fielen steil hinab ins Wasser. Irritiert war ich noch etwas von den Anglern, die von so hohen Klippen einfach ihre Angel ins Wasser lassen. Das passte irgendwie nicht für mich zusammen. Wir schauten einmal umher und fuhren wieder zurück. Das Wetter war bombastisch. Deshalb legten wir uns danach direkt an den Strand und beobachten ein paar Surfer. Etliche lagen auf ihren Boards und warteten, dass die richtige Welle in die Bucht rollte. Sie verbrachten mehr Zeit mit dem Warten im Wasser, als tatsächlich auf dem Surfbrett zu stehen. Als das Wasser immer dichter kam, machten wir uns auf den Rückweg. So langsam wurde es ziemlich stürmisch. Wir verkrochen uns ins Auto. Dennis trank noch einen Kaffee und ich machte Hummus. Wir vertrödelten noch etwas Zeit hier und da und dann schlug die Uhr auch schon um 7. Abendbrotszeit! Es gab einen schnellen Salat und dazu Brot mit Hummus. Und jetzt liegen wir auch schon im Bett.Leia mais

  • Auf der Suche

    26 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Der Morgen war bedeckt und windig. Ich machte mich trotzdem auf das letzte Ende der Küste zu erkunden. Auf dem Weg fand ich wieder Müll an den Klippen. Der musste mit. Ich frage mich immer, wie diese wilde Ansammlung von Dingen hier her gelangt. Die Sonne versteckte sich hinter den Wolken und der Wind zog seine Bahnen um mich herum. Nach 20 Minuten war ich zurück am Bus. Dennis ging runter Baden, ich rasierte mir die Beine. Wir frühstückten und schauten nochmal bei unserer Bekanntschaft von gestern vorbei. Wir schauten uns seinen Ausbau an und erzählten über Gott und die Welt. Es hat sich angefühlt, als würden wir einen alten Freund treffen. Danach haben wir unsere Sachen gepackt und sind weiter gefahren. Es war zwar Sonntag, aber komischerweise haben hier immer alle Geschäfte auf. Daher erledigten wir noch unseren Wocheneinkauf bei Lidl. Der nächste Stopp sollte uns zu alten Ruinen direkt an den Klippen führen. Wir parkten an einem Strand und liefen den Berg hoch. Die Ruinen verschwommen mit den gelben Felsen. Früher waren diese nun verlassenen Gemäuer eine Überwachungsstation für die Küste und den Fischfang. Wir kletterten ein wenig umher und gingen dann zurück zum Auto. Als nächstes wollten wir Wasser auffüllen. Dafür fuhren wir ins nächst gelegene Dorf. Wir konnten leider nicht dicht genug am Wasserhahn halten, sodass unser Schlauch zum Befüllen reicht. Daher mussten wir weiter fahren. Die Wasserstationen hier in der Gegend waren rar. Wir entschieden uns nun für eine Station, wo wir bezahlen mussten. 1€ für 50 Liter. Wir machten alles startklar und schauten auf den Füllstand. 1€ war weg, aber keine 50 Liter drin. Super. Wahrscheinlich hat der zwischengeschaltete Filter Probleme bereitet. Also weiter. Einen Schlafplatz hatten wir auch noch immer nicht. Denn auch die Suche danach gestaltet sich hier überaus schwer. Nachdem wir uns kurzerhand für einen Stellplatz außerhalb von Lagos entschieden, hielten wir noch an einer etwas viel versprechenderen Wasserstation an einer Tankstelle. Der Auslass war jedoch so groß wie eine Pipette und man musste damit der Hand die ganze Zeit drücken, damit das Wasser läuft. Wir versuchten unser Glück für ein paar Liter, bis die Mücken mich komplett zerfetzten. Das habe ich auf jeden Fall von Papa. Uns lieben diese Viecher einfach. Es wurde langsam dunkel und wir fuhren die letzten Meter bis zum Stellplatz. Das Einzige was wir gesehen haben, war die Schotterpiste auf der wir nun parken. Unser Abendbrot musste jetzt schnell gehen und war eher ein Snack als eine Mahlzeit. Aber manchmal geht es halt nicht anders. Jetzt liegen wir auf der Couch und gucken YouTube-Videos. Was für ein seltsamer Wochenabschluss. Eigentlich eher ein typischer Montag. Der hat jetzt auf jeden Fall viel Potential besser als Sonntag zu werden.Leia mais

  • Typischer Montag

    27 de março de 2023, Portugal ⋅ 🌙 16 °C

    Die Sonne blitzte durch die Wolken als ich meine Augen öffnete. Jacke an und erstmal raus. Eine Stunde bin ich die Wege am Strand auf und ab gelaufen. Als ich zurück kam, machte Dennis sich bereit Baden zu gehen. Ich erzählte ihm kurz, wie die Badesituation aussieht. Eigentlich machen wir das fast jeden Morgen so. Heute Morgen kam bei mir noch etwas Neues hinzu. Ich machte mir einen Selleriesaft. Mit meinem kleinen Gewürzmixer und einer Frenchpress. Das Ergebnis konnte sich zwar sehen lassen, war jedoch ein Haufen Arbeit. Für die Zukunft muss da definitiv eine andere Lösung her. Denn trinken will ich den jetzt jeden Morgen. Zurück vom Strand bereiteten wir Frühstück zu. Der Tisch war gedeckt und das Brot lag schon zum Rösten in der Pfanne als unsere deutsche Nachbarin vorbeikam. Sie hatte eine Spinne gefangen. Mit so einem Insektenfänger. Sie bat Dennis darum sie zu entsorgen. Dabei war ich schon erstaunt, dass sie sie überhaupt fangen konnte. Ich wäre direkt aus dem Bus ausgezogen. Wir unterhielten uns kurz und schauten uns dann auch ihren Ausbau an. Er war bunt und mal ganz anders als alles was wir bisher gesehen hatten. Danach gab es Frühstück. Wir saßen noch entspannt in der Sonne, als ein anderer Deutscher vorbeikam und mit uns über den Platz schnackte. Alle werden auf einmal wie eine große Familie. Wir hielten es noch ein paar Stunden vor dem Auto in der Sonne aus, bis wir uns dazu entschieden ans Wasser zu gehen. Wir machten einen langen Strandspaziergang und hüpften zwischendurch ins kalte Salzwasser. Zurück am Auto gab es einen kleinen Snack im Auto. Hier war es zum Glück relativ kühl. Sonne hatten wir für heute genug. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum nächsten Stellplatz in den Bergen. Vorher hielten wir noch im Baumarkt, beim Auto-Bedarf und in einem Einkaufscenter ein, um ein paar Besorgungen zu erledigen. Wir sind nun um 5Liter Öl reicher und um eine H7 Glühbirne für das Licht vorne rechts heller. Mein begehrtes Kala Namak Salz konnten wir leider nicht finden. Kurz bevor es dunkel wurde, schafften wir es noch bergauf. Doch leider nicht bis zum Stellplatz. Die Serpentinen wurden immer steiler und führten nur durch Wald. Es wurde schnell dunkel und wir suchten uns eine Alternative. Nun stehen wir in dem nahegelegenen Dorf an einem Fußballplatz unter einer Laterne. Ich könnte mir schöneres vorstellen, aber manchmal kommt es eben anders.Leia mais

  • Ausgepowert

    28 de março de 2023, Portugal ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach der Nacht am Fußballplatz, die sogar ganz gut war, brauche ich einen idyllischen Morgen. Ich schwang mich nach draußen auf die Yoga Matte und praktizierte 25 Minuten. Danach noch die Selleriesaft-Prozedur und dann fuhren wir den Berg hinauf zu dem Stellplatz, den wir eigentlich gestern Abend erreichen wollten. Mit dem Blick auf die Küste der Algarve aßen wir ganz gemütlich Frühstück. Danach entspannt einen Kaffee, ein bisschen Telefonieren, Bilder bearbeiten und dann packten wir zusammen und starteten unsere Wanderung. Erst auf die Bergspitze hoch 1,5km und dann 7km um den Berg herum. Die Sonne hatte ganz schön Power und wir beide waren hoch motiviert. Wir peitschten den Rundweg in einer Stunde und 40 Minuten durch. Dann waren wir durchgeschwitzt und kaputt. Zum Glück hatten wir uns Essen vorbereitet. Wieder auf der Bergspitze angekommen, zelebrierten wir eine ausgiebige Pause. Schuhe und Socken aus und einmal durchatmen. Da wir es kaum noch in der Sonne aushielten, machten wir uns auf die letzten 2 km Rückweg zu bestreiten. Ein schönes Gefühl so erledigt zu Hause anzukommen. Im Bus war es relativ kühl. Wir tranken noch eine Tasse Kaffee und ruhten uns aus. Mit der neu gewonnenen Energie hat Dennis die Tischbeine kürzer gesägt. Ich habe aufgeräumt und das Abendessen vorbereitet. Es hat sich ein Gefühl von „wir haben richtig was geschafft“ eingestellt. Die Sonne versteckte sich schon hinter dem Berg als die Nudelpfanne ihre letzten Minuten brutzelte. Aufgetischt und innerhalb von 5 Minuten war das lang vorbereitete Essen auch schon wieder verputzt. Das war ein schöner Tag.Leia mais

  • Auf auf zu neuen Abenteuern

    29 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute sind wir auf dem Foia aufgewacht. Endlich haben wir es mal geschafft etwas bergiger zu hausen und zu schlafen. Den Sonnenaufgang hier oben (800m) konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Um ihn in seiner vollen Pracht zu sehen, lief ich zur nahe gelegenen Quelle und füllte gleich eine Flasche Wasser mit ab. Unsere Wasservorräte waren fast vollständig aufgebraucht. Trotzdem haben wir es beide noch geschafft zu Duschen. Wahnsinn wie wenig Wasser man dafür eigentlich benötigt. Ich presste noch meinen Sellerie und dann gab es Frühstück. Da uns der gestrige Tag noch etwas in den Beinen lag, ließen wir es heute ruhiger angehen. Zuerst brachten wir Müll weg und leerten die Toilette. Abfalltonnen gab es an der Straße hier zum Glück reichlich. Als nächstes füllten wir Wasser an der Tankstelle auf. Auch das ohne Probleme. Jetzt sind wir wieder frisch und bereit für neue Abenteuer. Als nächstes fuhren wir zwei Strände an. Beide waren typisch Algarve: hohe sandfarbene Klippen mit lustigen Felsformationen davor. An beiden Orten waren, für meinen Geschmack, zu viele Menschen. Es wurde auf einmal so touristisch. Wir liefen über die Klippen und an den Stränden entlang. Kletterten auf Steinen herum und sahen versteinerte Muscheln. Etwas schlapp und verschwitzt kamen wir dann am Auto an, um für einen kleinen Einkauf zum Continente zu fahren. Im Anschluss sollte es zum ausgewählten Stellplatz gehen. Ohne 4x4 war da allerdings nicht nicht runter zu kommen. Also fuhren wir zum Nächsten. Der lag leider auch suboptimal. Also fuhren wir den Dritten an und blieben dort. Es ist zwar ein ganz normaler Parkplatz, aber es kann auch nicht jeder Stellplatz ideal sein. Wir schauen aufs Meer und stehen an keiner Straße. Das ist ja schon mal was. Zum Abendbrot gab es die Nudeln von gestern. Für Dennis heute mit Bockwurst. Jetzt schauen wir uns den Strand nochmal von Dichtem an. Gute Nacht ihr Lieben.Leia mais

  • Nele: Wie war der Tag? Dennis: Chillig

    30 de março de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute wurde das frühe Aufstehen mit einem unglaublichen Sonnenaufgang belohnt. Ich hüpfte über die Felsen und schaute der Sonne von oben und dem Strand unten beim Aufgehen zu. Über einen Holzweg lief ich zurück zum Auto um meiner Morgenroutine nachzugehen. Heute habe ich 30 Minuten für das Sellerie pressen gebraucht. Ich glaube ich habe mich schon gesteigert. Nach dem Frühstück ging ich zum Strand und recherchierte unsere letzten Portugal-Ziele. Ein paar Wanderwege, Naturschutzgebiete mit Flamingos und Inseln warten noch darauf von uns erkundet zu werden. Doch vorher sollte die Saftpressen-Situation in Portugal erkundet werden. Wir fuhren zum Worten - ein Elektromarkt. Derzeit schneide ich die Sellerie klein, mixe sie und drücke dann den Saft in der Frenchpress raus. Sehr mühselig. Daher muss irgendein Gerät Abhilfe schaffen: elektronisch oder manuell. Danach fuhren wir zum Strand und legten uns zwei Stunden in die Sonne. Eigentlich wollten wir weiter fahren, aber wir entschieden uns spontan über Nacht zu bleiben. Ich bereitete das Abendbrot vor, machte Pilates am Strand und als Dennis vom Einkauf zurück kam, aßen wir gemeinsam. Meine selbst gemachten veganen Buletten sind leider nicht ganz geglückt. Aber der Herr im Haus hatte sich sowieso für eine Bockwurst entschieden. Jetzt spielen wir wahrscheinlich noch Kniffel. Sonst haben wir abends meist ein YouTube Video von Van-Reisenden in Asien geschaut, aber heute gibts am Stellplatz keinen Empfang. Wenn ihr das lesen könnt, dann hat es wenigstens der Beitrag geschafft.Leia mais

  • Im Geberge

    31 de março de 2023, Portugal

    Um 6 Uhr wurden wir von einem freundlichen Piepen der vorbeifahrenden Baufahrzeuge geweckt. Ich war direkt hellwach. Nach einer Stunde stand ich auf und ging runter zum Strand. Ich dehnte mich beim Sonnenaufgang während der Trecker über den Sand fuhr. Ein schönes Bild. Dennis sprang ins Meer als ich meine Sellerie-Prozedur begann. Danach frühstücken wir. Ich trank meinen Kaffee am Strand, während der Herr seine 20 Minuten Ruhe auf der BOXIO einforderte. Eigentlich wollten wir gegen 10 Uhr los. Doch manchmal kommt es anders. Wir kamen mit einer Familie aus Dresden ins Gespräch und erzählten eine ganze Zeit. Als wir später auf die Uhr schauten, war es schon fast halb 1. Die Motivation zur Wanderung hielt sich bei uns beiden in Grenzen, aber manchmal muss man Dinge auch einfach machen. Also fuhren wir den steilen, unebenen Weg hinauf und ab in die Berge. Wir parkten das Auto und gingen ganz entspannt los. Klimatisch hatte dieser Rundweg viel zu bieten. Von gefühlten 40 Grad und Dürre pustete uns eine steife Brise in den kühlen Schatten des Waldes. Als wir die erste Quelle erreichten, machten wir eine Mittagspause. Danach liefen wir weiter bis wir fest stellten, dass wir falsch gelaufen sind. Wir wollten den 9km Rundweg laufen und befanden uns jetzt auf dem 4km Rundweg. Leider waren es völlig unterschiedliche Wege, weshalb wir wieder zurückkehrten, um noch einmal von vorn zu beginnen. Heute war ich etwas träge. So richtig kam ich nicht ins Laufen rein. Der Weg war schön, das Wetter auch, aber meine Kraft stand hinten an. Wir tingelten uns durch kleine Dörfer, an Obstplantagen vorbei und überaus häufig wurden wir angebellt. Dieser Weg scheint nicht so hoch frequentiert zu sein. Wir liefen und liefen und der Weg wollte einfach kein Ende finden. Eigentlich sollte der Weg an 7 Quellen vorbeiführen. Wir hatten eine zu Beginn und dann trafen wir auf drei Wasserpumpen auf dem Weg, welche zu den besagten 7 Quellen zählen sollten. Naja… an einer dieser Pumpen haben wir Rast gemacht. Wir aßen unser Brot auf und machten uns völlig verschwitzt und etwas „angekühlt“ auf den Weg die letzten Kilometer zu bestreiten. Sie waren hart. 11,5 km hatten wir schon und 3km lagen noch vor uns. Warum war heute alles so schwer? Also schwer zu bewältigen. Gleichzeitig war die Natur um uns herum wirklich schön. So saftig grün. Alles blühte. Und als hätte uns das Universum belohnen wollen, wurden wir auf den letzen Metern mit einer japanischen Wollmispel überrascht. Sie ragte über den Zaun auf die Straße hinüber, sodass wir uns ein paar reife Früchte schnappen konnten. Damit war der Tag gerettet. Ein paar Abbiegungen später sahen wir Licht am Ende des Tunnels und waren heilfroh wieder zu Hause zu sein. Glücklicherweise fanden wir schnell zwei gute Stellplätze und machten uns zügig auf den „Heimweg“. Da der erste Stellplatz nicht ganz so optimal war, machten wir uns auf zum Zweiten. Der war schwer zu erreichen, aber als wir ankamen, waren fast alle Sorgen vergessen. Dennis sprang ins Wasser und telefonierte draußen, während ich drinnen per Video telefonierte. Zufällig waren wir zeitgleich fertig und mussten beide jetzt noch ganz schnell etwas essen. Ein paar Reste von gestern zusammen gehauen und schon waren beide zufrieden. Und dann genossen wir einfach nur noch die weiche Couch - ohne die Beine zu bewegen. Aiaiai.. das wer ein Tag.Leia mais

  • April April

    1 de abril de 2023, Portugal ⋅ ⛅ 18 °C

    Ich habe den Sonnenaufgang heute auf einer Holzbank genossen und mal nur gesessen und in die Sonne geschaut. Eigentlich wollte ich Yoga machen oder eine Runde gehen, aber ich entschied mich einfach mal nur zu sitzen. Als ich zum Bus zurückkehrte war Dennis quasi schon in der Dusche. Ich presste Sellerie. Wir tauschten die Plätze. Ich musste dringend meine Haare waschen. Es ist mittlerweile fast 4 Wochen her. Danach frühstücken wir und tranken einen Kaffee. Wir brauchten noch zwei Stunden bis wir uns aufrafften, um mit den Rädern Richtung Faro zu fahren. Es war sehr windig, aber der Weg war super. Auf einem Holzsteg durch das Naturschutzgebiet direkt am Atlantik. Diese Tour werde ich nicht vergessen. Mit den Rädern unterwegs zu sein, lässt einen diese Reise noch einmal anders wahrnehmen. Beim zu Fuß gehen, ist man sehr mit sich beschäftigt. Auf dem Rad ist man so mitten im Leben. Unser Ausflug war jedenfalls kurz, da der Zielort nicht besonders schön war. Wir schauten uns noch die startenden Flugzeuge an der Landebahn an und kehrten zurück. Zu Hause gabs dann einen kleinen Snack. Dann lagen wir beide erstmal nur auf der Couch. Der Wind war immer noch sehr stark, aber zum Glück hielt die Sonne gut dagegen. Aus dem Fenster heraus wurden wir dann noch Zeuge eines VOX-Seriendrehs. Zwei nackte Menschen trugen ein SUP und Strandutensilien in den Händen. Um sie herum verschiedene Kamera- und Tonleute. Wir sprachen kurz mit einer Mitarbeiterin. „Yes we camp“ wird hier gedreht. Falls jemand die Sendung schaut, achtet auf einen silbernen VW Crafter. Ich entschied mich für eine kleine Yoga-Einheit und Dennis setze sich nach draußen zu mir. Als ein Hund auf meine Matte lief, kamen wir mit unseren Nachbarn ins Quatschen. Und dieses Mal wirklich über Stunden. Ich konnte mir zwei Mal eine Jacke holen gehen, weil es so spät und kalt wurde. Die Beiden hatten auch einen Hund, der etwas schüchterner war. Sie erklärten uns dass Josi Angst vor dem Himmel hat und manchmal einfach nach oben schaut und im Bus Schutz sucht. Die Drei kamen gerade erst aus Marokko und erzählten uns viele spannende Geschichten. Stand jetzt möchte ich dort erstmal nicht hin, wenn Frauen so unterdrückt und ausgegrenzt werden. Dafür haben wir jetzt ein neues Ziel: Sardinien. Er kommt nämlich von der italienischen Insel. „Das einzige was es dort nicht gibt, ist ein Vulkan.“ Klingt als müssten wir uns das mal anschauen. Er klärte uns auch darüber auf, dass die Menschen, die auf Sardinien geboren und aufgewachsen sind, nicht Sardinier bzw. Sardinierin heißen, sondern Sade und Sadin. Die Eigenart dieses Inselvolks gefällt mir jetzt schon ziemlich gut. Mein Magenknurren läutete das Ende unseres Beisammenseins ein. Es gab für die beiden Herren in der Runde noch ein schnelles Bier und dann verabschiedeten wir uns in unsere Vans. Wir kochten noch ein schnelles Abendbrot und sitzen nun entspannt auf der Couch.Leia mais

  • Aus Fehlern lernt man

    2 de abril de 2023, Espanha ⋅ 🌙 18 °C

    Heute verlassen wir Portugal. Eigentlich hatte ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten vor der Grenze mitnehmen wollen, aber heute kam es anders. Nach unseren morgendlichen Routinen sollten es heute Pancakes geben. Während ich alles vorbereite, hatte Dennis vor der Tür eine neue Bekanntschaft gemacht. Berliner, die gestern Nacht angereist sind. Sie kamen aus Spanien und wollen die Route fahren, von der wir kommen. Er wollte gern Tipps haben. Die mussten allerdings noch etwas warten, denn die Pancakes waren schon durchgebraten. Gefrühstückt wurde heute vor dem Bus in der Sonne. Es war schon so schön warm draußen. Gleich im Anschluss wollte ich an diesem schönen Platz auch noch eine Runde Yoga machen. Mittendrin kamen unsere Nachbarn von gestern vorbei, um sich zu verabschieden. Für sie ging es jetzt weiter an die Westküste Portugals. Schade eigentlich, denn die Drei hätte ich gern zufällig wieder getroffen. Aber wer weiß, wie es noch kommt. Ich beendete meine Übungen und kaum war ich aufgestanden, kam der Berliner vorbei. Und dann waren wir fast zwei Stunden mit ihm und seiner Freundin am quatschen. Die Beiden waren zum Urlaub hier und haben total von Spanien geschwärmt. Den Bus haben sie sich nebenbei ausgebaut. Mit Backofen und Fußbodenheizung. Ich wäre froh, wenn ich einen Föhn benutzen könnte. Obwohl ich bei dem Backofen auch nicht nein sagen würde. Irgendwann entschieden wir uns aufzubrechen. 27 Grad und wir setzten uns ins Auto. Erstmal mit dem Ziel einzukaufen, denn sonntags ist in Portugal ja glücklicherweise alles offen. Im Pingo Doce in Faro bekamen wir zwar nicht alles, aber das Nötigste. Danach ging es weiter zum Stellplatz am Strand. Es war unheimlich voll. So viele Autos und so viele Menschen. Wir haben gerade so noch einen Parkplatz bekommen. Ich war unzufrieden. Aber die Sonne schien und der Strand lag vor der Tür. Also setzten wir uns in die Stühle und tranken eine Dose Sagres. Danach war die Laune etwas besser, aber dennoch entschieden wir uns weiter in Richtung Sevilla zu fahren. Der Kompromiss: Dennis bekommt eine Pizza bei Dominos. Gesagt, getan. Lecker war sie nicht, aber sie hat ihren Zweck erfüllt. Durch die Zeitumstellung ging uns nun eine Stunde flöten und es war 19.30 Uhr als wir uns auf den Weg zum endgültigen Stellplatz machten. So richtig gab es den allerdings auch noch nicht. Jetzt waren wir beide unzufrieden mit der Situation. Wir fuhren zu einem Caravan-Stellplatz in einem Dorf neben der Autobahn. Der war zwar nicht voll, aber halt auch absolut nicht schön. Manchmal trifft man blöde Entscheidungen. Das war eine davon. Als wir ankamen, ging die Sonne gerade unter. Wir schwiegen uns bis zum ins Bett gehen an. Kein so schöner Start in Spanien.Leia mais

  • Gracias denada prego

    3 de abril de 2023, Espanha ⋅ ☁️ 19 °C

    Hola! heißt es jetzt wieder, denn wir befinden uns auf spanischem Terrain. Das bedeutet auch, dass uns eine Stunde geklaut wurde. Dementsprechend ging die Sonne heute Morgen eine Stunde später auf als die Tage davor. Es wurde erst um 8 wirklich hell. Wir waren wie gejatlegt. Ich stolperte aus dem Bus um ein paar Schritte zu machen. Dabei lief ich an ein paar Orangen- und Zitronenbäumen vorbei. Voll mit Früchten. Ich nahm eine Zitrone mit. Zum Frühstück gab es also Wasser mit frisch gepresster spanischer Zitrone. Danach noch einen Kaffee und dann sah die Welt schon wieder anders aus. Da wir uns auf einem Caravan-Stellplatz befanden, konnten wir gleich noch unsere Wasservorräte auffüllen. Danach fuhren wir Richtung Sevilla. Erster Halt: Decathlon und Carrefour. Ein paar Stunden später machten wir uns dann auf die Suche nach einem richtigen Parkplatz zum Übernachten. Die Auswahl war mager. Viele Parkplätze waren geschlossen und alle anderen total überfüllt oder schlecht bewertet. Wir entschieden uns für einen bezahlten Caravan-Stellplatz. Als wir so durch die Stadt fuhren, sahen wir wie überall Kirmes-Buden und riesige Märkte aufgebaut wurden. Das Paar aus Berlin von gestern hatte uns schon vorgewarnt, dass über die Ostertage einiges los sein wird. Aber Ostern war ja noch ein paar Tage hin. Als wir das Auto abstellten, machten wir uns direkt zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Ich musste gleich feststellen, dass alle Menschen so schick gekleidet aussahen. Außerdem war es Montag Abend und es waren extrem viele Menschen unterwegs. Wir kamen immer weiter in die Innenstadt hinein und als wir auf gesperrte Straßen tragen, war uns einiges klar. Heute muss irgendwas Heiliges stattfinden. Ein paar Straßen weiter sahen wir Menschen mit langen schwarzen Gewändern und dazu passende spitze Mützen. Wir liefen weiter und hielten irgendwann zufällig auf einem großen Platz. Auf einmal war es soweit und der große goldene Wagen mit etlichen Kerzen und heiligen Figuren bog um die Ecke. Stille. Wir standen zwischen hunderten von Menschen und plötzlich waren alle leise. Es spielte Musik und nach einem spielerischen Höhepunkt klatschten alle und der Umzug hielt kurz an. Jetzt suchte ich schnell ein passendes Lokal raus, denn meine Kehle war trocken und mein Magen meldete sich auch. Bar Alfalfa war unser nächstes Ziel. Die Bar lag mitten im Gedränge und war total voll, aber die Tapas waren klasse und die Getränke schmeckten ebenfalls. Die ersten Tapas - das erste Mal Sevilla und dann auch noch zur Semana Santa (Osterwoche). Was für ein schöner Zufall. Nach ein, zwei oder drei Getränken und Tapas stürzten wir uns wieder in die Menge. Es hörte nicht auf. Gefühlt haben sich alle 700 000 Einwohner der Stadt in dieses Viertel begeben. Auf dem Weg nach Hause erlaubten wir uns noch eine Kugel Eis. Dem Strom folgend mussten wir quasi nur geradeaus um wieder an unserem Stellplatz zu landen. Der kleine Spaziergang tat gut. Zu Hause angekommen, waren wir beide noch ein bisschen aufgekratzt von den ganzen Eindrücken. Aber auch ziemlich platt. Dennis schläft schon und ich bin noch ganz beseelt von diesem schönen Erlebnis.Leia mais

  • Zur Semana Santa in Sevilla

    4 de abril de 2023, Espanha ⋅ ☁️ 22 °C

    Aufgewacht zwischen hunderten von Wohnmobilen. Kein Sonnenaufgang und keine Morgenrunde. Dafür aber ein Gang über die Betonfläche auf der Suche nach der Dusche. Der große Stellplatz ist nicht nur eine Art Campingplatz. Das Gelände ist gleichzeitig auch eine riesige Autowerkstatt. Also stehen neben den ganzen Wohnmobilen auch noch hunderte kaputte und wieder heile Fahrzeuge. Der Weg zur Dusche führte uns neben das Büro der Werkstatt. Da hätten wir auch gleich drauf kommen können. Dennis probierte sie gleich mal aus. Ich ging erst einmal weiter meiner Morgenroutine nach. Der Selleriesaft macht sich schließlich nicht von selbst. Wir frühstücken gemütlich. Heute mit Avocado Topping von Just Spices. Das gab es im französischen Supermarkt Carrefour. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Danach noch eine kleine Runde Sport und dann war die bewölkte Welt wieder in Ordnung. Wir machten uns auf in die Stadt. Ich hatte ein Café herausgesucht, wo wir Specialty Coffee als ganze Bohne kaufen konnten. Wir tranken noch einen Kaffee vor Ort und quatschten mit dem Inhaber und seiner Freundin. Sie ist Flamenco-Tänzerin und empfiehl uns verschiedene Lokale, um den Tänzern bei guten Getränken und Tapas zuzusehen. Wir liefen weiter durch die Stadt und kamen am Flussufer das erste Mal zum Sitzen. Hier machten wir Mittagspause. Direkt an einem der Wahrzeichen von Sevilla. Der Turm war früher Lagerstätte für Gold, ein Gefängnis und eine Herberge. Und jetzt schmückt er unser Bild im Hintergrund. Wir verharrten 2 Stunden auf der Bank und schlichen dann langsam in Richtung zu Hause. Unsere Kilometer waren schon lang wieder zweistellig und ich war auch etwas müde auf den Beinen. Zurück nahmen wir den Weg am gegenüberliegenden Flussufer. Auch heute kamen uns etliche Menschen entgegen, um wieder die Prozession zu bestaunen. Wir waren die Einzigen, die in die entgegengesetzte Richtung liefen. Nach einem langen Fußmarsch trennten sich unsere Wege für den Rest des Abends. Ich telefonierte und Dennis machte es sich auf dem Dach gemütlich. Daraus wurde dann ein spontaner Umtrunk mit zwei deutschen älteren Herren. Kurz nachdem ich aufgelegt hatte, kam Dennis gegen 23 Uhr wieder rein. Jetzt liegen wir beide im Bett und werden gleich schlafen.Leia mais

  • Cavermo

    5 de abril de 2023, Espanha ⋅ 🌙 21 °C

    Ein neuer Tag in Sevilla und er begann mit Sonnenschein. Meine Morgenroutine lief heute relativ zügig ab, weshalb wir früh frühstückten, aber nicht früh los kamen. Aus einem Smalltalk wird dann auch schnell mal eine halbe Stunde und dann muss der Eine noch auf Toilette und die Andere findet nichts zum Anziehen. Danach spazierten wir am Ufer von Triana entlang bis zur Markhalle. Dort statteten wir uns mit Obst und Gemüse für die nächsten Tage aus. Denn angeblich soll von Donnerstag bis Montag alles geschlossen sein. Wir sind ausgestattet. Wie Deutsche das halt so machen. Danach liefen wir die Straßen in Triana lang. Langsam schickte die Sonne die Hitze in die Gassen. Wir suchten nach einem schönen Platz zum Entspannen. Unsere Suche führte uns zu einem Libanesischen Restaurant. Für Dennis gab es Köfte und für mich Falafel. Mittlerweile hatten wir 28 Grad. In der Sonne war es nicht mehr auszuhalten, also streunerten wir ein letztes Mal durch Sevillas Straßen. Auf dem Weg nach Hause machten wir eine letzte Pause im Park Maria Luisa. Die grüne Oase Sevillas. Wir lagen rum, schauten auf unsere Handys. Bis uns zwei Mädels sagten, dass wir auf unseren Rucksack aufpassen sollten. Sie zeigten auf zwei Männer, die einige Meter neben uns saßen. Wir zogen den Rucksack dichter ran und ein paar Minuten später waren die Beiden weg. Vielleicht ein glücklicher Zufall. Wir hielten es noch ein paar Minuten im Schatten der Palmen aus und liefen zurück nach Hause. Dort angekommen, wurde und erst einmal bewusst, wie anstrengend dieser Tag war. Die Hitze hat unsere Körper irgendwie ganz schön gefordert. Allerdings mussten wir nochmal einkaufen. Wir stiegen auf die Räder und fuhren bei den schönsten Farben und einem wunderschönen Mond zum Aldi. Jetzt schauen wir YouTube-Videos und stecken einfach die Beine aus. Morgen gehts dann raus aus Sevilla. Wir sind gespannt wie die Semana Santa außerhalb Sevillas zelebriert wird.Leia mais