April - May 2016
  • Day60

    We're back!

    May 30, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Der Rückflug von Lima über Madrid nach München lief für so erfahrene Weltenbummler wie uns sehr geschmeidig ab. Wir ergözten uns an tollen Filmen sowie einer Turbulenz, die uns unvorbereitet mit ca. 5 Meter freien Fall beglückte. Am Flughafen München begrüßte uns danach ein Empfangskomitee mit Hellem und Leberkassemmeln. Dies half uns sehr über den Hunger und Bierdurst nach dem langen und trockenen Flug und erfreute uns sehr. Toll. Entsprechend dem üblichen Protokoll nahmen wir am Ende noch ein gemeinsames Helles am Marienplatz zu uns und verabschiedeten uns mit einem "schön war's!"

    Nach 2 erlebnisreichen Monaten, in denen wir schroffe Berge in Patagonien, Schnee am Ende der Welt, Tango in seiner Hauptstadt, Regen am trockensten Ort der Welt, sehr viel Salz in einem riesigen See, den Sonnenaufgang auf 6088m, den besten Zeltplatz am höchsten See, eine versteckte Inkastadt und schließlich viele bunte Fische an Sandstränden gesehen haben, geht unser Urlaub damit leider zu Ende. Wir möchten Euch allen für die zahlreichen und tollen Kommentare danken. Wir hoffen, ihr hattet Spaß, unseren Abenteuern zu folgen. Over and out...
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day59

    Abschied

    May 29, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach der späten Ankunft um 3 Uhr nachts, gönnten wir uns, unseren letzten Tag in Südamerika bis mittags zu verschlafen. Viel vor hatten wir heute eh nicht mehr, keiner konnte sich mehr so richtig zu einer Stadtbesichtigung aufraffen. Noch nicht mal Chris schlug den obligatorischen Heritage Trail durch die Stadt vor.

    Stattdessen gab es Burger zum Frühstück/Mittagessen. Chris suchte dabei leider vergeblich nach der letzten Möglichkeit, ein Meerschweinchen auf's Brot zu bekommen. Das abschließende Souvenir Shopping gestaltete sich danach schwieriger als gedacht. Anders als wir es zum Beispiel von La Paz kannten, schien Lima doch mehr Großstadt als Touristen-Hochburg zu sein. Auf der Suche nach den Läden lassen, verschlug es uns zunächst an die Küste. Steil ragten hier die Klippen ins Meer. Gleitschirmflieger bewunderten die Aussicht auf den unglaublichen Smog der Stadt. Ein netter kleiner Park erlaubte uns, die Rücken für eine halbe Stunde von unseren voll gepackten Rucksäcken zu entspannen. Aber Vorsicht, in diesem Park darf man nur sitzen und nicht schlafen, wie eine freundliche Polizistin Basti darauf hinwies.

    Mit dem Taxi ging es weiter zum Plaza de Armas, da wir uns dort mehr Glück mit den Souvenir Shops erhofften. Uns empfingen komplett verstopfte Straßen und ein für den Verkehr größtmögliche großräumig gesperrter Hauptplatz. Irgendwas schien heute in der Stadt los zu sein, vielleicht ein Feiertag, aber auch unser Taxifahrer konnte uns nicht aufklären. Begleitet von wahnsinnig lautem Hip Hop, der von einem benachbarten Platz erklang, fanden wir schließlich endlich einen Supermarkt und die gewünschten Souvenir-Stände.

    Und schon war es Zeit zum Flughafen zu fahren. Interessanterweise setzte uns unser Taxifahrer nicht direkt vor dem Flughafen ab, wie man es gewohn ist, sondern sparte sich die Parkgebühren, indem er uns zum Fußgänger-Eingang der Flughafens brachte. Ja, so was gibt es. Der Flughafen selbst gestaltete sich als großes Chaos, indem viel zu viele Leute versuchten, Ordnung durch Autorität zu schaffen. Die Menschenmassen wurden an allen möglichen Positionen sortiert und geordnet. Am Eingang des Flughafens wurden nur Passagiere eingelassen, was man durch die Kenntnis seiner Flugnummer oder einfach nur durch Gepäck nachweisen konnte. In der Schlange am Check-in nochmal das gleiche Prozedere. War man dann ganz vorne in der Schlange, durfte man in Pärchen zum Schalter aufrücken. Auch wenn man zu viert auf ein E-Ticket gebucht ist. Und auch wenn die Dame am Schalter deswegen alle vier Pässe gleichzeitig brauchte, durfte man nicht zu viert am Schalter stehen. Schon gar nicht mit Gepäck. Aber irgendwann hatten wir unsere Boardingpässe doch noch und kämpften uns durch Security Check und Ausreise. Mit uns scheinbar eine berühmte Persönlichkeit, die ständig fotografiert wurde. Wie sich später herausstellte, hatten wir das Vergnügen mit dem DJ Don Diablo persönlich. Keiner von uns hatte je von ihm gehört, Youtube und Wikipedia verrieten uns aber, dass der Holländer recht erfolgreich sein muss.

    Im Duty Free wurden wir noch schnell unsere letzten lokalen Soles für eine letzte gemeinsame Schokolade los und Basti sein Geld für die maximale Anzahl an Zigaretten. Mit der Schokolade im Bauch wartete es sich auch leichter auf unseren Flug, der uns schließlich mit Verspätung auf den Weg nach Hause brachte.
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  • Day58

    3x Flipper = Dolphin Snorkeling

    May 28, 2016 in Curacao ⋅ ☀️ 29 °C

    Nun heißt es leider Abschied nehmen. Abschied von einer ausgelassenen, eindrucksvollen und ruhigen Zeit in Curacao. Die Woche tat uns 'allen' ziemlich gut und stellte einen tollen Abschluss für unsere 2 Monate dar. Der Abreisetag nach Lima, sollte jedoch für Jule mit einem Highlight besetzt werden. Denn es stand noch ein Event aus. Dies war das Schnorcheln mit Delfinen (6 Personen, drei Delfine) in der 'Dolphin Academy' von Curacao. Chris, Annabelle und Basti begleiteten Jule, um das kleine Spektakel anzusehen und um Fotos von Jule und ihren neuen Freunden zu machen. Man konnte sich einem Delfin im Wasser zuwenden und dieser blieb eng an der jeweiligen Seite und bewegte sich vorsichtig und geschmeidig zu den eigenen Abläufen (Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen). Umso ruhiger die eigenen Bewegungsabläufe verliefen, umso ruhiger und länger verblieb der Delfin an deiner Seite. Es war eine wirklich wundervolle einstündige Erfahrung. Nachdem Kuschelkurs schauten wir uns noch den Rest des Areals an. Wir beeugten die Zitronenhaie beim Füttern, sahen uns die Fische in den Aquarien an, die wir übrigens alle freilebend beim Schnorcheln gesichtet haben, gaben uns noch einer Delfinshow hin und verabschiedeten uns von dem letzten Erlebnis des Urlaubes.

    Nach diesem Erlebnis, konnten Chris und Basti auch wieder das Gefühl von Brokeback Mountain in sich aufsteigen lassen und in alten Erinnerungen schwelgen.

    Danach fuhren wir mit unserem Mietwagen zum Supermarkt, um uns widerrum von zwei Hotelangestellten zum Flughafen fahren zu lassen, die dann das Mietauto zurück zum Hotel brachten. Klappte reibungslos!

    Nun folgten wieder einmal ein, zwei Flüge. In der Nacht um 3 Uhr kamen wir in unserem Hotel in Lima an und fielen wie die Fliegen ins Bett.
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  • Day57

    Ein Sprung in die Tiefe

    May 27, 2016 in Curacao ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute ist wieder ein ruhiger Tag. Wir beschließen aber, schnell nach dem Frühstück noch einmal zu dem Stand zu fahren, wo wir schon so viele Schildkröten gesehen haben.

    Aber es regnet. Das beeinflusst die höllischen Temperaturen zwar nicht, verschlechtert aber die Sicht beim Schnorcheln. Dennoch baue ich eine Wasserdichte Hülle für mein Handy, damit wir endlich eigene Bilder unter Wasser machen können. So fahren wir guter Dinge zum Grandi Beach.

    Dort angekommen stürzen wir uns direkt in die Fluten. Und nach etwa 10 Sekunden entdecken wir auch die erste Schildkröte. Und dann noch einige mehr. Wir schnorcheln weiter und sehen noch so einige andere Fische, aber nichts total spektakuläres. Jule allerdings beobachtet noch eine große Schildkröte beim Essen, und das auch noch von ganz besonders nahe am Ufer. Sie schwimmt sicherlich eine halbe Stunde mit verschiedenen Schildkröten umher und genießt die Ruhe, die von diesen tollen Tieren ausgeht. Ich bin schon früher aus dem Wasser gegangen und beobachte lokale Fischer beim Ausnehmen von zwei Thunfischen. Ein Thunfisch ist in nicht einmal fünf Minuten komplett präpariert. Wir haben aber kein Geld dabei, um uns welchen kaufen zu können.

    So treten wir die Reise in unsere Unterkunft an, um die nassen Sachen loszuwerden. Dann wollen wir einkaufen. Leider fahren wir am Supermarkt vorbei, wegen Blindheit, und drehen kurzerhand eine Runde über den Nordteil der Insel. Dort machen wir an einem Ort mit dem Namen Watamula halt. Dort drückt es Wasser von Wellen so durch ein Loch an den Felsen am Meerufer, sodass es ganz weit in die Luft spritzt. Spektakulär. Oder auch nicht.

    Dann komplettieren wir unsere Runde, indem wir wieder zum Supermarkt fahren. Dort kaufen wir Bier und Cola. Immerhin steht uns der letzte Abend auf Curacao bevor.

    Doch dann haben wir einen großartigen Einfall. Auf der Fahrt war mir etwas ähnliches wie ein Sprungbrett aufgefallen, das über die Kante der Felsen am Inselrand ging. Wir wittern die Möglichkeit, die Insel springend zu verlassen. So besuchen wir den Ort erneut, nachdem wir an unserer Unterkunft wieder Badekleidung angelegt haben.

    Dort angekommen sehen wir tatsächlich eine Stelle, die zum Sprung geeignet zu sein scheint. Aber so recht sicher sind wir uns nicht. Annabelle kundschaftet die Gegebenheiten unter der Wasseroberfläche aus. Chris fragt einen Uniformierten, auf dessen Uniform etwas von Beach steht, ob man springen kann. Ich beobachte ein paar andere Touristen, die runterhüpfen. Nachdem alle Beobachtungen und Befragungen positiv sind, entscheiden wir uns zum Sprung von den 12m hohen Klippen.

    Ich zögere zunächst, will aber auch die Vorfreude auf den Sprung auskosten. Ich springe eine perfekte Kerze. Solche Kerzen sieht man selten. Virtuose Körperbeherrschung. Annabelle zögert lange und wird von allen Touristen genau beobachtet. Die Ausführung des Sprunges ist in Ordnung. Christoph zögert gar nicht, macht dafür allerdings eher eine Arschbombe als einen eleganten Sprung. Alle lachen.

    So fahren wir nun entgültig zurück in unsere Villa und genießen den restlichen Tag. Annabelle, Jule und Basti schnorcheln noch einmal in der Hausbucht. Dann beobachten wir noch Kolibris und staunen über den Sonnenuntergang. Außerdem kochen wir uns Nudeln mit Pesto. Der Abend geht gemütlich, aber etwas später zu Ende.
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  • Day56

    Einfach mal hängen lassen

    May 26, 2016 in Curacao ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute haben wir uns dazu entschieden einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Unserem Alter entsprechend keine bzw. nur sehr begrenzte Bewegungen anzustreben. Einfach mal den Zettel am Zeh hängen zu lassen, um unsere wundervolle, vielfältige Unterkunft zu genießen.

    Somit gestaltete sich der Tag mit Schnorcheln, Fotografieren (vor Allem Kolibris), leckeren Genussmitteln und Ratschen.

    Basti hat am frühen Abend seine Leidenschaft für Babykatzen entdeckt. Man muss im Vorfeld betrachten, dass es über die Tage eventuell einen Grund gegeben haben könnte, weshalb uns so viele Katzen in unserer Villa besuchten. Jule hat wohl die ein oder andere Leckerei voller Imbrunnst an die Vierbeiner vergeben. Und somit kam es auch zu dem Katzenbabyvorfall. Dieses kleine Wesen suchte sich zügig den Schoß von Basti (Jule vermittelte sie dort hin) und schlief dort eine geraume Zeit.

    Um diese massive Gefühlsexplosion zu regulieren wurden nun, ohne zu zögern, Kokosnüsse mit allen Mitteln der Brutalität von Chris und Basti geöffnet. Mittels Steinen und einer Steinmauer. Beide befanden sich wieder im männlichen Einklang und die Kokosnuss schmeckte phantastisch.

    Am Abend gaben wir uns um 19:00 Uhr dem 'Curacao Abend' unseres Hotels hin. Es gab phantastisches Essen, Unterhaltung wurde durch einheimische Trommler und Tänzer geboten und wir konnten ein riesiges Seepferdchen in seinem natürlichen Habitat beobachten (Pferd im Meer und mit einem Scheinwerfer angeleuchtet).

    Nach diesem sehr anstrengendem Tag, haben wir uns einen ausgedehnten Schönheitsschlaf mehr als verdient.
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  • Day55

    Eine Schifffahrt, die ist lustig...

    May 25, 2016 in Curacao ⋅ ☀️ 31 °C

    Eigentlich wollten wir heute tauchen und schnorcheln, aber Christoph hatte eine Erkältung, die uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Nach längeren Diskussionen entschlossen wir uns deshalb heute mit unserem Skipper Annabelle segeln zu gehen.

    Nach ca. 1 Stunde Fahrt durch Willemstad, unterbrochen von einer kurzen Eispause, fanden wir den Bootssteg in der Bucht Spaansewater. Nach kurzer Einweisung in die Jolle und die doch recht komplizierte Bucht (sollte noch zum Problem werden), ging es auch schon los: Skipper Annabelle übernahm das Ruder und Hauptsegel, Basti und Jule waren die Vorschoter am Vorsegel und Christoph agierte als Ballast. Gegen eine steife Brise (im Sinne von Starnberger See bei Gewitter) gingen die ersten Wenden recht gut und waren ein großer Spaß für die gesamte Mannschaft.

    Durch das ständige Hin und Her hatten wir aber etwas die Orientierung verloren und sind just in einen Segelschifffriedhof gefahren...zumindest gab es in der kleinen Bucht im Schatten eines Berges kaum noch Wind. Hier war es dann aber sicher genug, dass Christoph mal seine Überfahrt bezahlen und das Ruder übernehmen konnte...bzw. durfte, denn Können ist anders: Nach 3 hektischen Wenden Richtung Ausgang konnte eine Meuterei der Mannschaft einzig durch die Übernahme des Ruders durch Annabelle abgewendet werden. Diese brauchte dann unendliche Gedult, um uns Millimeter für Millimeter wieder aus dem Windschatten zu manövrieren. Danach ging es endlich direkt Richtung dem eigentlichen Ziel, den traumhaften Sandstrand Santa Barbara Beach. Toll.

    Mit Rückenwind gibt es danach wieder Richtung Bootssteg. Dabei durfte Christoph nochmals das Ruder in die Hand nehmen (im Sinne von einfach nur gerade festhalten) und zeigte, dass er aus den früheren Fehlern gelernt hatte: Segeln braucht Ruhe und Gefühl.

    Aber auch diesmal entpuppte sich die Bucht als Labyrinth und so verirrten wir uns zwischen einige Hausboote, von denen wir durch einen laut bellenden Hund vertrieben wurden. Als dieser auch noch ins Wasser sprang und auf uns zu schwamm, traten wir unter vollen Segeln den Rückzug an. Auf der Flucht und immer noch orientierungslos setzten wir prompt die Jolle im Flachwasser auf Grund auf. Aber kein Problem für den erfahrenen Skipper sowie Basti und Chris, die den Karren (im Sinne von Boot) wieder aus dem Dreck zogen (im Sinne von ins Wasser springen und schieben). Trotzdem musste sich noch ein dahergelaufener (im Sinne von im Motorboot zu uns gefahrener) Surferboy vor den Ladies aufspielen und uns "freiziehen". Naja, zumindest konnte er uns wieder einnorden, wodurch wir zielgerichtet zum Bootssteg zurückfahren konnten. Toll.

    Diesen aufregenden und vor Allem für uns Landratten wirklich spannenden Tag krönten wir mit einem tollen BBQ in unserer Villa. Als kleiner Wermutstropfen: Es gab leider keine Thüringer Rostbratwürste.
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  • Day54

    Schildkröten gesichtet

    May 24, 2016 in Curacao ⋅ ⛅ 30 °C

    Curacao soll ja eine Insel voll schöner Buchten sein. Ein Mietauto wie unser schöner KIA Picanto ist daher neben Schnorchel und Taucherbrille eins der wichtigsten Utensilien. Zunächst mussten wir aber heute eben selbiges Auto austauschen lassen, denn der Vermieter wollte die kaputte Klimaanlage reparieren lassen. Wir waren ein bisschen gespannt, was er wohl zu der abgebrochenen Radabdeckung sagen würde und ob wir groß diskutieren müssten, dass das nicht unsere Schuld war. Der Vermieter kommentierte es aber nur mit einem lässigen "I know, I know". Auch bei der Übergabe des neuen Autos wurde jeder von uns bemängelte Schaden abgewunken mit "I don't care". So hatten wir schnell ein neues Auto. Für die Bezahlung folgten wir dem Vermieter in das 10km entfernte Barber, wo es einen der wenigen Geldautomaten in der Umgebung gibt.

    Für unseren Lagunentrip holten wir uns die Insidertipps bei Uwe, dem Tauchguide der Anlage. Die Lagune Grandi sollte es sein, weil dort Fischerboote anlegen und durch die Fischreste viele Schildkröten abgelockt werden. Aber wir sollten aufpassen. Die Scheiben der Autos werden generell auf Curacao regelmäßig eingeschlagen, um jeden noch so kleinen Wertgegenstand aus dem Auto zu holen. Wir sollten deshalb nichts im Auto lassen und einfach die Scheiben gleich handbreit offen lassen, damit ein Autodieb einfach so die Tür aufmachen konnte.

    Gesagt, getan. Die Bucht war leicht gefunden und wir schnell umgezogen. Die einzigen Wertsachen auf unserem Trip, der Autoschlüssel und der Hausschlüssel, gingen am Bikini festgemacht mit ins Wasser. Die Lagune Grandi hielt, was uns versprochen worden war. Kaum im Wasser sahen wir riesige Fischschwärme, durch die man wie in einer Doku durchtauchen konnte. Wenig später tauchten nacheinander sicher 5 Schildkröten auf. Wir konnten ganz gemütlich mit ihnen mitschwimmen, ein paar erlaubten es sogar, dass wir neben ihnen im Abstand von 1m hertauchten. Die restlichen Felswände wurden wie immer dicht von verschiedenen Fischen besiedelt, die wichtigsten davon Regenbogen-Papageifisch, Rotfeuerfisch und Igelfisch. Unglaublich diese Tiere aus nächster Nähe zu sehen! Und wie entspannt diese Fische einfach weiter ihr Ding machen, während man gemütlich um sie rum taucht. (pictures thanks to Wikipedia)

    Weiter ging es zur Bucht Kenepa, die wir schon als schöne Bucht ausfindig gemacht hatten, bevor wir auf Curacao angereist sind. Dort gab es sich die angekündigte Bar: Ein offener Anhänger und ein paar Kühlboxen, aus denen zwei ziemlich verstaubte Biere für Basti, ein Smirnoff Ice für Annabelle (der guten alten Zeiten wegen), ein Sprite für Jule und ein Wasser für unseren Fahrer Chris gezaubert wurden. Genüsslich schlürften wir unsere Getränke unter dem mit Palmenblättern gedeckten Sonnenschirm.

    Statt ins Wasser zu gehen, entschieden wir uns zu Bucht Nummer 3 zu fahren, Santa Cruz. Niemand war am Strand und wir liefen freudig ins Wasser. Dann die Enttäuschung, es war total trüb. Man sah kaum mehr die Hand vor dem Auge. Also wieder raus, Badetücher untergelegt und in Badehose wieder zurück zu Kenepa. Diese Bucht enttäuschte uns nicht. Herrliche Felswände, wo sich wieder alles tummelte, was das Herz begehrt, inklusive Schildkröte, Rotfeuerfisch und Igelfisch.

    Glücklich mit dem Tag ging es zurück zu unserem Häuschen, wo wir heute im Restaurant aßen, 2x Mixed Fish, 1x Catch of the Day und 1x Tenderloin. Nicht ganz billig, aber hervorragend!
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  • Day53

    Odyssee mit Hindernissen

    May 23, 2016 in Curacao ⋅ ☀️ 30 °C

    Es ist so schön in der Karibik! Es hat die ganze Nacht 28 Grad (über Null), es weht leichter Wind, und wir hören das Meer. Auch fliegen unablässig Kolibris über das Hotelgelände und schnabulieren Nektar aus den Blüten der reichlich vorhandenen Blumen. Es fehlt uns lediglich an Essen im Kühlschrank. Daher beschließen wir, nach dem Frühstück, dass wir noch mit der Grundausrüstung von unserer Unterkunft bestreiten können, zum Einkaufen zu fahren. Das machen wir mit einem Auto, das wir kurzfristig an unserem Hotel mieten. Das Auto macht einen mittelguten Eindruck. Es heißt Picanto und ist von der Firma KIA.

    Aber wir fahren guter Dinge los. Chris ist allerdings Tauchen und kommt nicht mit. So fahren Jule, Annabelle und Basti Richtung Willemstad, der Hauptstadt der Insel. Wir sind bewaffnet mit einer Touristenkarte, auf der eher ungenau ein Supermarkt eingezeichnet ist.

    Auf dem Weg nach Willemstad macht allerdings das Auto, ohne erkennbaren Grund, kurz komische Geräusche, dann hoppert es leicht, und ich sehe im Rückspiegel Verkleidungsteile umherfliegen. So halte ich das Auto an und hole die Teile. Es sind tatsächlich nur Verkleidungsteile, genauer welche von der Innenseite des Radkastens vorne links. In der Zwischenzeit versuchen Jule und Annabelle herauszufinden, was in einem solchen Fall zu tun ist. Dabei versucht Jule, die Fahrertür von außen zu öffnen. Was zum Abriss des Türgriffs führt. Unser Vertrauen in das Auto ist nun etwas geschmälert.

    Wir werfen die Verkleidungsteile in den Kofferraum und bringen den Türgriff wieder an. So setzen wir unsere Fahrt mutig fort. Die Touristenkarte funktioniert, solange man auf größeren Straßen, wie zum Beispiel dem "Ring", welcher dem mittleren Ring in München entspricht, ist. Sonst versagt die Karte total. Aber unser Orientierungssinn nicht.

    Wir finden dennoch den Supermarkt nicht. Aber wir finden den Bootsverleih der Insel, an dem wir uns für Dienstag ein Segelboot leihen wollen. Aber dort angekommen, finden wir heraus, dass der am Montag und am Dienstag geschlossen hat. Die Leute hier sind offensichtlich recht faul. Es ist gerade Montag. So fahren wir weiter und finden auch noch die Dolphin Academy. Dort kann man mit Delphinen in natürlich aussehender Umgebung schwimmen. Da Jule daran Interesse hat, schaut sie sich mit Annabelle das Gelände an und informiert sich. Es gibt dort keine kostenlosen Parkplätze. Deswegen fahre ich unentwegt im Kreis. Aber ich nutze die Zeit auch, um in meinem Handy den Supermarkt zu finden.

    So können wir die Odyssee durch Willemstad fortsetzen und den Supermarkt erreichen. Vollgepackt fahren wir dann zurück. Aber: Wir müssen tanken. Und wir sind zu doof dafür. Erst kapiere ich nicht, wie der Tankdeckel aufgeht. Dann kommt kein Benzin aus dem Hahn. Wir fragen einen Einheimischen. Der weist uns darauf hin, dass wir erst bezahlen müssen, dann einen Hebel unter dem Zapfhahn an der Zapfsäule ziehen müssen, um dann endlich tanken zu können. Alles klar...

    Wir fahren auf dem Rückweg noch an der sogenannten Flamingo Area vorbei. Da sind wirklich Flamingos, aber wir haben schon welche in besserer Umgebung gesehen. So brettern wir an den rosa Vöglein vorbei.

    Am Abend kocht Annabelle ein köstliches Risotto, das wir auf der Terrasse unserer Villa verspeisen. Nach etwas Gemütlichkeit gehen wir, geschafft von der Hitze hier, ins Bett.
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  • Day52

    Chillen auf den Antillen

    May 22, 2016 in Curacao ⋅ ⛅ 30 °C

    4:30 Uhr. Eine wundervolle und für uns absolut perfekte Zeit zum Aufstehen, um...
    Mmmmhhhh... um unsere tolle Reise fortzusetzen. Ja, und wir wissen auch wohin es geht. Und ihr, die uns folgenden Familien und Freunde, wisst es nicht. Aber das wird noch. Die Planung zu unserem Abschlussreiseziel hat genau einen Vormittag eingenommen und wurde unter großer Vorfreude, Abwägungen der noch verursachenden Kosten und der Reisedauer, riesiger Vorfreude und Vorfreude umgesetzt. Und da dies doch sehr gut klappte, konnte es auch losgehen.

    Um 05:03 Uhr kam unser Taxi und brachte uns zum Flughafen von Arequipa.
    Erster Stopp: Lima
    Zweiter Stopp: Bogota
    Dritter Stopp: Hato-Airport

    Wer jetzt nicht weiß, wo wir uns befinden, sollte nun Wikipedia konsultieren.
    Aber gut, wir wollen nicht so sein und geben weitere Hinweise.
    Auf dieser Insel, die Teil der niederländischen Antillen ist, gibt es Polar- Bier, Schnochel-und Taucherequipment, den Christoffelberg, die Hato- Höhlen, Schildkröten, Regenbogenfische, Leguane, Kolibris und eine Hauptstadt namens Willemstad.

    Nun gab es ja ausreichend Hinweise auf unserer wunderschönes, letztes Domizil....

    Als wir nun um 19 Uhr unsere schnuckelige Villa am Meer bezogen, wurden wir vor ein lösbares Problem gestellt. Uns wurde zunächst ein Esspacket mit 6 Bier bereit gestellt, jedoch in der Größe einer Caprisonne. Diese zarten Geschöpfe wurden in der Abendhitze in ca. 10,47 Sekunden vernichtet. Um nicht dem Verdurstungstot ausgesetzt zu werden, plünderten wir die Bar 'take away' und kauften noch einen nah gelegenen Supermarkt ratze putze leer. Das ist unser wirtschaftlicher Beitrag, um diese wundervolle Insel auch weiterhin voranzutreiben.

    Unser gemeinsamer Abend, brachte uns glückseelig und sehr entspannt in unsere Betten und dem dazugehörigen Meeresrauschen.
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  • Day51

    CSI Arequipa: Ein Drehbuch

    May 21, 2016 in Peru ⋅ ☀️ 24 °C

    Titel: Von Hotelzimmern und Polizeidienststellen
    Darsteller: Annabelle als die Verzweifelte, Chris als der Gefasste, Jule als die Gerissene, Basti als der Eiserne
    Drehort: Ein familiäres Hotel am Plaza de Armas von Arequipa, Zimmer 5 im ersten Zwischengeschoss und Zimmer 9 unter dem Dach
    Außenstelle: Policia Nacional del Peru, Departamento Tourismo

    1. Akt: Gut ausgeschlafen sitzen die vier Helden morgens auf dem Hotel eigenen Balkon in der Sonne den Hauptplatz von Arequipa, um ihr Frühstück einzunehmen. Es verspricht ein schöner Tag zu werden. Annabelle und Chris blicken einer schon gebuchten Rafting Tour entgegen. Endlich muss mal nichts mehr geplant werden und Tablet und Handy können auf dem Zimmer bleiben. Jule und Basti haben einen entspannten Tag mit Mittagsschläfchen und Stadtbummel im Auge, aber Basti plagt die Vorfreude auf die Touren der nächsten Tage, so dass er das Handy nicht aus den Augen lässt.

    Etwas früher als die anderen verlässt Chris das Idyll auf dem Balkon und hüpft freudig die Treppen hoch zum Zimmer 9 unter dem Dach. Als Annabelle 5 Minuten später folgt und das Zimmer sieht, legt sich ihre Stirn in Falten. Auf den Betten liegen wild durcheinander verschiedene Decken, der Nachttisch ist leer und Chris steht mit einem fragenden Blick vor ihr: "Weißt du, wo mein Tablet ist?" Man muss wissen, dass Chris nicht das erste Mal in diesem Urlaub etwas sucht und diese Frage an Annabelle richtet. Aber dieses Mal kommt als Antwort nur "Mein Handy ist auch weg... und die Fotokamera... ich bin mir ganz sicher, dass wir die drei Sachen auf dem Nachttisch liegen lassen haben". Ratlose Blicke. Fieberhafte Suche. Ergebnislos... Realisierung. Fassungslose Blicke. Annabelle stützt verzweifelt den Kopf in die Hände. Chris legt kühle Gelassenheit an den Tag. Dieses Ereignis muss dem Rest der Gruppe mitgeteilt werden.

    Zimmer 5 nimmt sofort die Zügel in die Hand. Jule, die Gerissene, beginnt sofort mit der Investigation der lokalen Umstände des Raubs und beobachtet die Reaktion der Angestellten genau. Basti, der Eiserne, stürmt zur Rezeption und erklärt in gekonntem Spanisch das Problem. Man glaubt den vier Reisenden zunächst nicht. Deswegen wird ein argwöhnisch schauendes Zimmermädchen geschickt, um das Zimmer nach den angeblich verlegten Gegenständen zu durchsuchen. Nachdem sie schnippisch anmerkt, dass die Gegenstände nicht weg sein können, es wäre ja niemand im Haus außer den Angestellten, wird Basti zum eisernen Fels und gibt zurück, dass dann wohl die Angestellten lange Finger haben müssen. Ein erneuter Besuch mit Nachdruck bei der Rezeption bringt die Polizei ins Spiel.

    2. Akt: Während Basti und Jule die Beobachtung des Hotelpersonals fortsetzen und die Rafting Tour absagen, bringt ein Polizei-SUV Annabelle und Chris zur Polizeidienststelle. Die Befragung der beiden beginnt... auf Spanisch. Schnell wird klar, dass ein genauer Tathergang so nicht aufgenommen werden kann, aber das Internet schafft Abhilfe. Die Übersetzung mit Google Translate zwischen Englisch und Spanisch funktioniert erstaunlich gut, man hat außerdem den Eindruck, Google verstände etwas von Grammatik.

    Nach 1.5 Stunden Erklärungen auf dem Kommissariat soll der Ort des Geschehens besichtigt werden. Chris muss im Kommissariat bleiben und die Aussage mit der netten, aber sehr langsamen Polizistin weiter aufnehmen, während Annabelle mit einer zweiten Polizistin zurück ins Hotel läuft. Mit der Polizei im Schlepptau wird der Diebstahl auf einmal im Hotel ernst genommen. Man besichtigt die Videokameras (aber nicht die Videos), den Frühstücksbalkon, die Tür auf das Dach neben Zimmer 9, die Leiter durch die Decke auf das Dach vor Zimmer 9 und schließlich den Tatort. Von allem macht die Polizistin Fotos, fasst alles gekonnt ohne Handschuhe an und schreibt Details auf. Auch davon, dass Basti und Jule heraus gefunden haben, dass die Zweitschlüssel aller Zimmer offen im Treppenaufgang des Hotels liegen. Mehr passiert allerdings nicht... nur dass Annabelle wieder zurück zur Polizeidienststelle gebracht wird, wo Chris schier verzweifelt.

    Die Aussage ist mittlerweile aufgenommen... aber in drei verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Details nieder geschrieben. Einmal die Aussage von Chris, einmal die Aussage von Annabelle und einmal von beiden zusammen. Alle ein klein bisschen anders, obwohl die Aussage gemeinsam per Google Translate getätigt wurde. Vor der Unterschrift unter den Protokollen, übrigens ist deren Korrektheit hier unbedingt mit Fingerabdruck sicherzustellen, weisen Annabelle und Chris auf die Abweichungen hin, aber die Polizistin winkt nur mit "it's ok" ab. Als die beiden eine Kopie für die heimische Versicherung anfordern, verzweifelt die befragende Polizistin vollends: Noch eine vierte Version des Dokuments und diese Touristen bestehen auch noch auf Erwähnung, dass sie die Tür abgeschlossen haben. Aber unter dem strengen Blick des Chefs wird auch dieses Dokument nach den Wünschen der Touristen angefertigt... und dann passiert auf einmal nichts mehr. Die befragende Polizistin macht Mittag (es ist mittlerweile 13:30 Uhr, der Diebstahl war um 8:45 Uhr), aber der Chef bedeutet Annabelle und Chris, dass er persönlich den Tatort sehen möchte.

    Im Hotel nochmal das gleiche Prozedere wie zuvor: Alles wird begutachtet und fotografiert, diesmal aber vom Chef persönlich aufgeschrieben. Es folgt ein strenger Blick und eine Rüge an die Rezeption wegen der Zweitschlüssel im Treppenhaus. Annabelle und Chris wird verboten, ihr Zimmer zu betreten. Die Spurensicherung müsse noch alles so vorfinden, wie gehabt. Mit all den Verwüstungen des Zimmermädchens und den Fingerabdrücken der ersten Polizistin, versteht sich.

    3. Akt: In Zimmer 5 bei Basti und Jule wartend beginnt die Phase der Realisierung für Annabelle und Chris. Alles weg, aber komischerweise nicht die Pässe und Kreditkarten, die auch auf dem Nachttisch lagen. Das große Passwort-Ändern beginnt. Zusätzlich ist die große Frage, wann hat Annabelle das letzte Mal die Fotos auf der Kamera in der Cloud gesichert. Das große Entsetzen bricht über Annabelle herein. Es ist 5 Tage her. Die Fotos von ihrem 30. Geburtstag sind weg, alle Fotos von Machu Picchu und natürlich auch vom Colca Canyon.

    Während Annabelle sich verzweifelt auf Chris Schulter ausheult, heben Basti und Jule die Stimmung mit frischen Burgern, Erdbeersmoothies und Eis. Kaum den ersten Bissen gegessen trifft CSI Arequipa ein. Es ist mittlerweile 16:00 Uhr. Drei Spurensucher öffnen professionell ohne Handschuhe die Tür und schauen lange auf den leeren Nachttisch, ohne irgendwelche Spuren zu nehmen. Stattdessen versuchen sie erst die Tür einzutreten, dann mit einer Kreditkarte zu öffnen, um den Tathergang zu rekonstruieren. In beiden Fällen lässt sich die Tür nicht öffnen, was wortreich auf Papier dokumentiert wird. Spurenkoffer zu, ohne eine einzige Spur genommen zu haben, und weg ist CSI Arequipa... Annabelle und Chris stehen etwas ratlos im Zimmer. Das ist nun wohl die Gewissheit, ihre Sachen sehen sie nie wieder.

    Prolog: Das Hotel entschuldigt sich wortreich bei den vier Reisenden. In 30 Jahren sei das noch nicht vorgekommen. Basti, der Eiserne, macht klar, was die Gruppe von dem Vorfall hält: "We lost our values and we think it is your fault. We expect a great discount on the accomodation, and with great we mean everything." Das Hotel verzichtet auf die Bezahlung der beiden Zimmer für zwei Nächte und bittet im Gegenzug darum, kein Review auf booking.com zu schreiben. Die vier Helden willigen bereitwillig ein und begeben sich auf die Roof Top Bar gegenüber des Hotels, um ihren Frust mit Pisco Sour zu ertränken. Die Stadt sieht von oben wunderbar aus, es ist angenehm warm und ein Feuerwerk erhellt in der Ferne den Himmel. Schade, Arequipa hätte viel Potential gehabt, ein schöner Stopp auf der Reise durch Südamerika zu werden.
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