• Ines von Ledebur-Beddies
Nuværende
  • Ines von Ledebur-Beddies

Panamericana und etwas mehr

Nach einer Vorbereitung von fast einem Jahr wagen wir uns mit unserem Wohnmobil auf einen neuen Kontinent. Immer wieder haben wir davon gesprochen, irgendwann einmal die Panamericana mit dem Womo zu befahren und nun erfüllen wir uns diesen Wunsch. Læs mere
  • I øjeblikket i
    🇦🇷 El Calafate, Argentinien

    Versöhnung mit Torres del Paine

    25. februar, Chile ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach den ersten schlechten Eindrücken vom Nationalpark versöhnen wir uns immer mehr mit ihm und uns gefällt es so gut, dass wir ganze fünf Tage bleiben und eigentlich noch länger geblieben wären, wenn nicht unsere Vorräte aufgebracht wären und die Heckgarage nicht mit immer mehr Müll vollgestopft wäre (denn es gibt hier keine Mülltonnen und man muss seinen Müll mitnehmen).
    Zwei Mal übernachten wir an der Administration des Parkes, wo wir spät zu Wanderungen aufbrechen, weil wir so angenehme Gespräche mit zwei netten Chilenen und dem Chef der Administration haben. Es scheint also doch freundliche Chilenen zu geben!
    Von dort starten wir an einem Tag zum Mirador Condor und am nächsten zum Miscelandaneous. Dort stehen plötzlich direkt neben uns viele Guanakos, die genauso erschrocken sind wie wir, dass der jeweils andere hinterm Gebüsch auftaucht. Die beiden Tage sind mit keinen so anspruchsvollen Wanderungen gefüllt, aber mit tollen Ausblicken auf die verschiedenfarbenen Seen und die Berge. Wenn man sich dann die Fotos anschaut, sieht es oft wie gemalt aus und wenig glaubwürdig, dass es ungeschönte Bilder sind. Bei dieser wundervollen Landschaft kann man schon nachvollziehen, warum es definitiv eines der Hauptattraktionen Chiles ist.
    Eine Nacht stehen wir noch am Lago Grey, am Restaurant, auch einer kostenlosen Stellmöglichkeit. Von dort aus führt eine natürliche Landbrücke über den Lago Grey zum Ende einer kleinen Insel, von wo man auf den Gletscher Grey blicken kann. Allerdings ist es an diesem Tag so windig, dass sich der Weg dahin als wahnsinnig anstrengend erweist, weil wir uns über einen Kiesstrand mit Gegenwind kämpfen und auf der Insel überall festhalten müssen, um nicht vom Wind weggeweht zu werden. Die geplante Wanderung auf den Cerro Ferrier müssen wir auch auf den nächsten Tag verschieben, da man dort bis spätestens 14 Uhr starten darf und es wegen des Windes sowieso heute gesperrt ist. Also klettern wir am nächsten Tag hinauf. Und Mann oh Mann, wirklich anstrengend ist der Weg! Nach 700 Höhenmetern und zwei Stunden eines steilen Anstiegs werden wir mit einem bombastischen Rundblick auf Gletscher und mehrere Seen des Parkes belohnt. Als wir am späten Nachmittag wieder unten ankommen,sind wir echt stolz auf uns. Und mir scheint, dass Flachlandliebhaber Micha, der eigentlich gar nicht gern wandert, hier noch zum richtigen Bergfreund wird!
    Dann fahren wir wieder den schotterpistigen Umweg auf mein Drängen hin zur Laguna Azul, in der Hoffnung, doch noch einen Puma zu sehen. Aber das einzige, was wir davon sehen, sind ein paar Guides, die mit ihrer Touristegruppe gerade ihre Kamera-und Fernglas-Ausrüstung abbauen. Wir sind zu spät gekommen, der Puma ist schon weg. Scheint aber sowieso in einer großen Entfernung gewesen zu sein. Nun, es sollte nicht sein! Aber wir sind nicht so traurig darüber, denn nach diesen fünf Tagen im Torres del Paine Nationalpark sind wir der Meinung, dass er neben der Antarktis eines der Highlights unserer bisherigen Reise war.
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  • Torres del Paine und schlechte Laune

    23. februar, Chile ⋅ 🌬 9 °C

    Ausgangspunkt für die Fahrt in den Torres del Paine N.P.ist Puerto Natales. Dort wollen wir eigentlich zwei Nächte auf einem Campingplatz bleiben, aber zum einen ist der Platz teuer und zum anderen nicht schön. Außerdem hat Puerto Natales rein gar nichts zu bieten. Wir nutzen den Zwischenstop nur zum Wäsche waschen und Vorräte auffüllen und fahren dann weiter zum Lago Sarmiento, wo wir wieder mal ziemlich einsam, aber wunderschön mit Blick auf den See stehen. Dann geht es in den Nationalpark. Die erste Nacht wollen wir am Lago Azul auf dem Campingplatz stehen. Da in der Gegend sind die Chancen am höchsten, einen Puma zu sehen. Aber wir haben kein Glück weder mit einer Pumasichtung noch mit dem Wetter und irgendwie entsprechen die ersten zwei Tage im N.P. gar nicht unseren Erwartungen. Wir machen eine kleine Wanderung auf den Sierra del Masle, aber der eisige Wind lässt keine große Freude aufkommen. Auch der Campingplatz, für den man etwa 20€ bezahlt , bietet eigentlich nichts außer einem Parkplatz (Duschen kosten nochmal 6 € für 5 Minuten). Auf dem kommen noch spät in der Nacht Autos an, Schiebetüren werden durchgehend auf und zu gemacht und morgens 6 Uhr fahren die ersten schon wieder los. Wenig Schlaf und mieses Wetter sind wahrlich eine schlechte Kombo für unsere Laune! Sie bessert sich etwas, als wir vormittags zur wunderschönen Cascada del Paine fahren, wo sich gewaltige Wassermassen den Abhang hinunterstürzen. Im Gebüsch sitzt ein Fuchsbaby, das sich überhaupt nicht daran stört, dass es als Fotomodell herhalten muss. Am Kontrollposten Porteria Laguna Amarga wollen wir die erste Wanderung machen und zwar zur Porteria Sarmiento. Wollen... Dabei bleibt es auch, denn von den Guardas werden wir gleich darauf hingewiesen, dass man diesen Wanderweg nur in eine Richtung machen darf und auch nur mit einem Guide. Ach und den hätten wir schon in Puerto Natales buchen müssen oder vielleicht im Internet. Überhaupt sind die Guardas sehr unfreundlich. Bei einer Frage nach einer Wanderkarte werden wir auf eine Karte an der Wand hingewiesen, die schon so verblichen ist, dass ein Foto davon quasi nicht mehr möglich ist. Unsere Laune sinkt auf den absoluten Tiefpunkt. Wir fragen uns, was wir hier eigentlich wollen und unser Plan, vier oder fünf Tage hier zu sein schrumpft wohl auf zwei Tage. Nun ja, wir geben nicht so schnell auf und fahren die überaus schlechten Schotterpisten weiter zum Salto Grande. Das ist ja wirklich mal ein großer Wasserfall! Und es sieht toll aus, wie das türkisfarbene Wasser hinab stürzt. Der schrecklich kalte Wind hat aufgehört und die Sonne kommt auch raus. Vom Salto laufen wir zum Mirador Cuernos, wo man einen fantastischen Blick auf das blaue Farbenspiel des Lago Nordenskjöld hat. Auf dem Rückweg werden wir noch ein Stück von einem kleinen Gürteltier begleitet.
    Sollten wir nun doch noch den Torres del Paine Park schön finden??
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  • Gemischte Gefühle in Punta Arenas

    18. februar, Chile ⋅ 🌬 9 °C

    In Punta Arenas soll es alles geben, was das Overlander -Herz begehrt, wird uns Wochen vorher schon von allen erzählt. Stimmt auch! Da gibt es eine Zona Franca, in der es Hunderte von Geschäften für einfach alles gibt. Und es ist auch eine unerwartet hübsche und große Stadt hier so am Ende des südamerikanischen Kontinents. Wir machen einen Stadtbummel, besuchen das völlig durcheinander gewürfelte, aber interessante Museo Salesiano und essen im Mercado Municipal ein sehr leckeres Ceviche.
    Die Stadt gefällt uns wirklich gut, aber wir sind auch etwas traurig, denn hier endete für unsere Kinder vor ein paar Jahren ihre eben begonnene Reise wegen der ausgebrochenen Corona - Pandemie. Alles war so toll geplant, viel Geld hatten sie investiert und verzweifelt ließen sie ihren eben erworbenen Camper mit kompletter Ausrüstung stehen, in der Annahme, in ein paar Wochen wieder zurück zu sein und nahmen den letzten möglichen von der deutschen Regierung organisierten Flug nach Hause. Der Camper verrottete und die beiden konnten nicht wieder hierher zurück kommen.
    Am nächsten Tag fahren wir zum befahrbaren Ende des südamerikanischen Festlandes. Unterwegs besuchen wir die Fuerte Bulnes, eine hölzerne Befestigungsanlage, die 1843 erbaut wurde, jedoch schon 5 Jahre später verlassen wurde, weil es an Nahrung und Trinkwasser fehlte.
    Wir fahren bis zum Ende der Straße, lassen dort das Wohnmobil stehen und laufen 4 Kilometer zum südlichsten kontinentalen Leuchtturm der Welt, den Faro San Isidro. Für die Wanderung dahin soll man hin- und zurück zusammen 3 Stunden einplanen (häh? Für 4 Kilometer)..Da denken wir: "Pah, wir sind eh viel schneller!' Haste dir gedacht!! Der Weg dahin führt an einem Kiesstrand entlang und das Gehen im Kies erweist sich als sehr mühselig. Der Weg wird aber belohnt, denn immer wieder tauchen gleich in Strandnähe Delfine aus dem Wasser. Endlich, nach genau 1,5 Stunden am Leuchtturm angekommen, wäre nun eine Besichtigung von diesem möglich, aber da wir gerade für die Fuerte Bulnes schon einen unverhältnismäßigen Eintrittspreis bezahlt haben, sparen wir uns das.
    Genau 1, 5 Stunden später sind wir erschöpft zurück am Wohnmobil und suchen uns für die Übernachtung ein nettes Plätzchen an einem Fluss.
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  • Königspinguine und Porvenir

    17. februar, Argentina ⋅ ☁️ 9 °C

    Auf dem Weg nach Chile machen wir einen Abstecher zum Schiffswrack La Desdemona, das etwas 80 km von Tolhuin entfernt liegt. Das Wrack ist nichts Besonderes, aber der Weg dahin ist mit den für Feuerland typischen flechtenüberzogenen Wäldern ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes in dieser Region. Auch der Wind gibt zum Abschluss noch mal alles und so suchen wir dort einen windgeschütztes Übernachtungsplätzchen, was wir dann bei einer indigenen Familie im Vorgarten finden.
    Am nächsten Tag geht es wieder über die Grenze nach Chile, wo wir zwar wieder typisch "deutsch akkurat" dafür gesorgt haben, keinerlei Gemüse, Obst und Fleisch dabei zu haben, aber die Kontrolle dann nur lapidar stattfindet.
    Kurz hinter der Grenze führt eine Schotterpiste zur einzigen Königspinguin-Kolonie, die es außerhalb der Antarktis gibt. Eigentlich haben wir nun schon genug Pinguine gesehen, aber die Tickets dafür hatten wir schon vor unserer Antarktis-Reise gebucht und so statten wir dieser Kolonie also einen Besuch ab. Außerdem sind die Königspinguine auch doch nochmal ein ganzes Stück größer als die, die wir schon gesehen haben. Hier kommt man ihnen aber nicht sehr nah, da die meisten auf der gegenüberliegenden Seite eines Flusses sitzen.
    Beim Verlassen der Kolonie überlegen wir, welche Route wir nun nach Punta Arenas einschlagen. Es gibt die gut ausgebaute Straße über Punta Delgada, die wir auf dem Hinweg schon gefahren sind oder über Porvenir die Schotterpiste, über die wir im Internet gelesen haben, dass einer den ganzen Tag dafür gebraucht hat und wo es eine Fähre über die Magellanstraße gibt, die je nach Wetterbedingungen nicht immer fährt. Wir entscheiden uns für die riskantere Strecke, denn im Reiseführer gibt es ein hübsches Bild von Porvenir. Am Ende stellt sich die Straße als gar nicht so schlecht heraus, denn die erste Hälfte ist gerade asphaltiert worden. Unterwegs nehmen wir noch einen Chilenen mit, dessen Fahrrad gerade kaputt gegangen ist und der sonst 40 km hätte zu Fuß gehen müssen.
    Porvenir ist dann aber doch nicht so hübsch, wie wir von dem Foto erwartet hatten, sondern entpuppt sich als schnuddeliger Wellblech- Ort am Ende der Welt. Aber wir können ein Ticket für die Fähre am nächsten Morgen kaufen.
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  • Ende unserer Antarktisreise

    14. februar, Argentina ⋅ ☁️ 11 °C

    Die Rückfahrt zum südamerikanischen Kontinent, nach Ushuaia wird uns etwas erschwert, weil der Wind dieses Mal kräftiger über der Drake-Passage bläst als bei der Hinfahrt. Das Schiff schaukelt so sehr, dass man beim Laufen von einer Seite zur anderen torkelt. Aber entweder sind wir seefest oder aber die Reisetabletten, die zumindest ich eingenommen habe, helfen, dass es mir nicht schlecht wird. In den zwei Tagen Fahrt werden wir mit verschiedenen Vorträgen und Filmen über Geologie, Fauna und Flora und Geschichte der Antarktis bespaßt. Am letzten Tag kommen wir schon mittags im Beagle-Kanal an und dümpeln dort langsam herum. Micha ist davon genervt, weil er der Meinung ist, dass wir da lieber noch in der Antarktis einen weiteren Ausflug hätten machen können. Er wäre gern in den Lemari-Kanal gefahren, der wohl eine einmalige Eisberg-Landschaft haben soll. Am Nachmittag bekommen wir alle Urkunden überreicht, auf denen steht, dass wir die Expedition in die Antarktis und die Überquerung der Drake-Passage bewältigt haben😅. Abends findet noch eine kleine Party statt, bei der inbrünstig Karaoke gesungen wird-auch von mir😅. Und am nächsten Morgen werden wir schon in Ushuaia ausgeschifft.
    Da wir so viel Zeit ungeplant in Ushuaia verbracht hatten, möchte ich noch am gleichen Tag weiterfahren. Wir holen unser Womo ab, gehen einkaufen, machen eine sehr nötige Autowäsche und schaffen es endlich mal, unseren Gastank füllen zu lassen. Das Wetter ist fabelhaft und so fahren wir bis zum Lago Fagnano in Tolhuin, machen einen langen Spaziergang (ja, endlich sich mal wieder bewegen!!) in den Ort und essen dort bei strahlendem Sonnenschein ein Eis. Als wir zum Übernachtungsplatz am See zurück kommen, stehen da unsere "dänischen Flensburger" Lone und Kuno, die wir vor unserer Antarktis-Reise kennengelernt hatten und diese auch mit uns mitgemacht haben. Wirklich toller Zufall, dass sie von all den vielen Übernachtungsmöglichkeiten, die es hier gibt, genau dieselbe wie wir gewählt haben.
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  • Deception Island

    11. februar, Bransfieldstraße ⋅ ⛅ -4 °C

    Dieses Gebiet heißt so, weil es eine Täuschung ist, dass es sich dabei um eine Insel handelt. Eigentlich ist es der Kraterrand eines Vulkans, der noch aktiv ist und der 1500m vom Meeresgrund aufragt. Dabei liegt die Caldera, also der Kratersee, auf der gleichen Höhe wie der Meeresspiegel, weil der Kraterrand an einer Stelle offen ist und so kann man mit dem Schiff wie in eine Bucht hineinfahren. Unsere Ankunft an dieser Kraterrand-öffnung ist morgens 6.30 Uhr und um das nicht zu verpassen,werden wir schon 6.15 Uhr geweckt. Ach ja, apropos Wecken: jeden Morgen werden wir lieblich mit Musik geweckt und uns wird erzählt, wo wir gerade sind, wie die Temperatur ist und wann wir uns für den kommenden Ausflug bereit machen müssen .
    Die Einfahrt in die Caldera soll eigentlich sehr beeindruckend sein, aber naja, ich kann dem nicht so zustimmen. Es ist nichts Besonderes. Allerdings ist dann unser darauf folgender Ausflug in der Bahia Telefon (warum die so heißt, weiß ich gar nicht) auf den Vulkan ganz toll, weil die von früheren Vulkanausbrüchen gezeichneten Einkerbungen oder die mit Asche durchzogenen Schneefelder sehr beeindruckend aussehen. Bevor wir wieder aufs Schiff zurück fahren, gibt es ein Polar-Baden. Viele unserer Gruppe machen mit, sogar Heike und Thomas rennen ins eiskalte Wasser. Micha und ich kneifen. Nee, das ist mir zu kalt! Ich friere ja so schön die ganze Zeit hier.
    Am Nachmittag machen wir dann unseren letzten Ausflug in der Antarktis, zur Walker-Bay. Hier herrscht milderes Klima und man sieht auch viele Flechten und Moose. Hier sind auch Fossilien und Teile versteinerte Bäume, die in einer Kiste auf der Insel liegen. Wahrscheinlich nehmen die Guides der anlegenden Schiffe diese heraus und am Ende werden sie einfach wieder in die Kiste gelegt und sind damit für die nächsten Schiffspassagiere zu besichtigen.
    Eigentlich unfassbar, dass bis vor 60 Mio.Jahren die Antarktis gar keine Eiswüste war, sondern wohl ein gemäßigtes Klima hatte. Es wurden sogar Knochen von Dinosauriern gefunden.
    Am Ende unseres Ausfluges auf diese Insel sehen wir noch viele Pinguine und mehrere junge männliche See-Elefanten, bei denen gerade der Fellwechsel stattfindet. Dabei löst sich auch teilweise die Haut und die liegt dann auf dem Boden überall herum. Während dieser Zeit fressen die See-Elefanten auch nicht. Muss eine anstrengende Zeit sein. Als wir zu den Zodiacs zurücklaufen, trennen wir uns schweren Herzens von den niedlichen Pinguinen, die vor und zwischen uns herum watscheln.
    Am Abend
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  • Fantastische Fauna

    10. februar, Bransfieldstraße ⋅ ☁️ -4 °C

    Bei einer touristischen Reise in die Antarktis wird nur die antarktische Halbinsel im Norden angefahren, denn das richtige Festland um den Südpol ist ewiges Eis und von der Halbinsel sind es nochmal 2000km bis zum geografischen Südpol. Kommerzielle Reisen zum geografischen Südpol gibt es also nicht. Wir haben, mangels Alternativen, eine Reise gewählt, die auch ins Weddelmeer führt. Zwei Tage verbrachten wir dort, dem östlichen Teil der antarktischen Halbinsel. Und nun fahren wir in den westlichen Teil der antarktischen Nordhalbinsel. Dahin führen die meisten Antarktis-Reisen. In den letzten Tagen sind wir nur einem einzigen Segelschiff begegnet und hier sieht man sporadisch mal ein Kreuzfahrtschiff oder ein Forschungsschiff.
    In diesem Teil gefällt es mir persönlich besser als im Weddelmeer. Dort sind zwar mehr Eisberge zu sehen, dafür gibt es hier aber eine umfangreiche Tierwelt. Schon auf dem Weg dahin sieht man das Auspusten der Wale und bei eint Zodiac - Ausflug in einer Bucht begegnen wir Buckelwalen. Schade ist nur, dass der Bootsfahrer unseres Zodiacs nicht so nah und so lange wie die anderen Boote bleibt. Wir müssen bei den nächsten Ausflüge darauf achten, dass wir nicht wieder zu ihm kommen.
    An Bord zurück, tauchen mehrere Orcas auf, die uns über eine Stunde direkt neben dem Schiff begleiten.
    Dann gibt es noch Ausflüge zum Festland, wo es eine verlassene Walfängerstation gibt und wo es nur so von Zügel-Pinguinen, See-Löwen wimmelt. Auch einen See- Elefanten und einen See-Leoparden treffen wir nochmals an.
    Die letzten beiden Tage waren für mich die schönsten in der Antarktis, denn bei so viel Wildlife macht mein Herz einen Freudensprung.
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  • Ausflüge im Weddelmeer

    8. februar, Südlicher Ozean ⋅ 🌫 -2 °C

    Zwei Tage verbringen wir im Weddelmeer. Wegen der Wetterbedingungen werden zwei geplante Ziele nicht angefahren. Einmal liegt zu viel Eis in der Bucht, so dass die Zodiacs nicht durchkommen und ein anderes Mal ist der Wind zu heftig, somit wäre ein Ein-und Ausstieg zu gefährlich. Aber wir besuchen dann eine andere Insel und unternehmen mit den Zodiacs Rundfahrten. Wir sehen Esels-Pinguine, die ihren Namen von dem Geschrei haben, das sie veranstalten, sobald Gefahr droht und Adelie-Pinguine. Und einmal sehen wir sogar einen See-Leoparden. Micha und ich hätten diesem gar nicht so Beachtung geschenkt, wenn uns eine Australierin, die mit uns im Boot sitzt, nicht darauf hingewiesen hätte, dass es diese nur in der Antarktis gibt und dass sie für den Menschen auch gefährlich werden können.
    Die Eisberge und Gletscher hier im Weddelmeer sind umwerfend schön. Je älter das Eis ist, umso intensiver sind die Blautöne, da dann das Eis eine höhere Dichte aufweist.
    Wenn wir nicht gerade Ausflüge machen (meistens zwei am Tag), werden wir mit vor allem Essen und Vorträgen beschäftigt. Das Essen ist zweckmäßig. Zum Frühstück gibt es immer das Gleiche. Die Vorträge werden von den Guides gehalten, jeder von ihnen ist spezialisiert auf Biologie, Glaziologie oder Geologie. Wir lernen viel über die in der Antarktis vorkommende Fauna.
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  • Unser 7.Kontinent

    6. februar, Südlicher Ozean ⋅ ☁️ -2 °C

    Frühstück gibt es heute schon halb 8, denn wir machen einen Zodiakausflug durch die Eisfelder. Kurz vorher erscheinen die ersten Eisberge. Sie sind so wundervolle blau und manche haben dunkelblaue Risse. Wahnsinn! Am Nachmittag wollen wir zur Isla Paulet, aber dort ist zu viel Eis davor, so dass wir nach Brown Bluff fahren.
    Das Wetter meint es auch sehr gut mit uns und bei in der Antarktis sehr seltenem Sonnenschein und blauem Himmel betreten Micha und ich unseren 7. Kontinent 🍾 😍 Auf der Insel sind viele Pinguine, dabei handelt es sich um Gentoo-Pinguine. Ab und zu sieht man auch einen Adelie- Pinguine, die einen weißen Ring um ihr Auge haben. Ich glaube, wir werden hier noch zu Pinguin-Spezialisten.
    Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass man hier immer wieder irgendwelche Kreuzfahrtschiffe sieht, aber wir und ein Segelschiff sind die einzigen. Vielleicht liegt es daran, dass wir das Weddelmeer befahren, was nicht zu den typischen Reiserouten gehört. Aber vielleicht gibt es auch nur einfach wenige Antarktiskreuzfahrten.
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  • Drake-Passage überstanden

    5. februar, Drakestraße ⋅ ☁️ 1 °C

    Die zwei Tage Durchfahrt durch die Drake-Passage haben wir überstanden. Plötzlich sieht man das erste Mal Leute, von denen wir behaupten, dass die gar nicht mit an Bord waren. Aber nun stehen sie sehr wackelig und mit bleichen Gesichtern im Bordrestaurant.
    Micha und ich sind wohl seetauglich. Wir haben morgens und abends die vom Schiff bereit gestellten Tabletten genommen und hatten keine Probleme mit dem Wellengang.
    Nun sind wir offiziell in der Antarktis. Der erste Wal wird gesichtet (ich habe ihn leider verpasst) und die ersten Eisschollen tauchen auf. Vor dem Abendessen bekommen wir noch ein Briefing, wie wir uns in den nächsten Tagen, wenn wir immer wieder an Land gehen, verhalten sollen. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir die Gummistiefel, die wir hier bekommen, vor und nach dem Landgang in eine desinfizierende Flüssigkeit tauchen, um keinerlei Samen oder andere Dinge in die Antarktis einzuschleppen.
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  • Ea geht in die Antarktis

    3. februar, Argentina ⋅ ☁️ 12 °C

    Nachdem wir in sämtlichen Reisebüros Ushuaias waren, um nach Lastminute Angeboten für Antarktis-Reisen zu suchen und die Preise uns so abgeschreckt haben, konnten wir dann ein "richtig günstiges" Angebot im Internet finden: 8600 € pro Person. Mit der MV Ushuaia, einem ehemaligen Forschungsschiff. Am 3.2.fahren wir am Abend los. Thomas kommt mit uns nun allein mit, weil seine Frau wegen eines Krankheitsfalls in der Familie am Tag davor nach China zurück fliegen muss. Wir kommen im Hafen an und stellen erstmal fest, dass unser Schiff das Kleinste von allen, die im Hafen liegen, ist. Naja, das ist eben keine Luxusreise, dafür hätten wir noch ein paar Tausend Euro drauflegen müssen.,😅
    Unsere Kabine hat aber zwei Fenster, das war meine Bedingung, weil ich Kreuzfahrten überhaupt nicht mag.
    Am ersten Abend bekommen wir ein reichhaltiges Abendessen und eine Einweisung. Ach und ja, Tabletten gegen Seekrankheit. Die sind für die nächsten 48 Stunden sehr wichtig, denn in dieser Zeit überqueren wir die gefürchtete Drake-Passage. Viele Seemänner haben hier ihr Ende gefunden.
    Als wir am nächsten Morgen aufstehen wollen, merken wir auch schon, dass wir mittendrin sind. Das Schiff wackelt hin und her und ich will gar nicht aufstehen. Micha geht allein zum Frühstück . Erst am Mittag wage ich mich raus. Das geht nur mit Festhalten an den Griffen in den Gängen. Das kann ja noch heiter werden.
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  • Zeit verbummeln in Ushuaia

    28. januar, Argentina ⋅ ☁️ 15 °C

    Geplant war, dass wir in Ushuaia an dem Ende- der Welt -Schild anschlagen und wieder weg fahren. Am Ende verbringen wir den längsten Zeitabschnitt, nämlich 10 Tage, von unserer bisherigen Reise hier an diesem Ort. Denn wir müssen Zeit bis zu unserer Abfahrt in die Antarktis verbummeln. So bleiben wir zwei Tage auf dem Stellplatz an der Estacion del Tren del mundo stehen, was uns dann aber zu laut wird, weil immer wieder Jugendliche dort zelten und durchgehend Party machen. Dann fahren wir mit Thomas und Sihong zur Laguna Esmeralda. Wir erwischen für diese Wanderung den Tag mit dem besten Wetter. Bei blauem Himmel und 25 Grad erscheinen die Moorlandschaft und die umliegenden Berge in einem fantastischen Licht. Und die Laguna Esmeralda ist auch richtig "Esmeralda". Aber das schöne Wetter bringt den Nachteil mit sich, dass wir nicht die einzigen sind, die diese Idee hatten und so wandern wir mit hundert anderen Touristen auf den Pfaden zur Laguna. Auf dem Rückweg will ich eine Brücke über einen kleinen Fluss ausprobieren, da da ein Schild steht, dass man nicht die Brücke betreten soll. Das reizt mich und so überquere ich diese, um auf eine kleine Insel im Fluss zu gelangen, aber als ich mich gerade fragend, warum diese Brücke nicht betreten werden darf, wieder auf den Rückweg machen will, breche ich ein. Aha, jetzt habe ich den Grund der Sperrung am eigenen Leib gespürt. So traue ich mich nur noch auf allen Vieren kriechend den Rest der Brücke zu überqueren.
    Die nächsten Tage fahren wir den Beagle - Kanal entlang nach Puerto Amanza, einem kleinen Fischerdorf, in dem die Königskrabbe gezüchtet und in den zahlreichen Restaurants in der Umgebung serviert wird. Und wir fahren am Beagle-Kanal über 60 Kilometer auf einer Schotterpiste, um den südlichsten befahrbaren Punkt zu erreichen. Pünktlich bei unserem Eintreffen am wirklichen Ende der Welt fängt es an zu hageln. Das Wetter passt zu der 'Ende der Welt Atmosphäre', die hier herrscht. Die einzigen drei Fahrzeuge, die wir hier treffen, sind, wie sollte es anders sein, von Deutschen und Schweizern.
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  • Das Ende der Welt

    23. januar, Argentina ⋅ ☁️ 14 °C

    Nun halten wir es nicht mehr aus. Wir wollen endlich in der südlichsten Stadt der Welt ankommen. Und dann stehen wir euphorisch vor dem Stadttor Ushuaias. Hier am Ende der Welt, nach über 3000 Kilometern Fahrt beginnt eigentlich erst unsere Reise.
    Wir bummeln wie die vielen anderen Touristen durch die Stadt, fotografieren uns vor dem "Ende der Welt -Schild", erkundigen uns in den unzähligen Reiseagenturen nach Reisen in die Antarktis und gehen am Abend mit Thomas und Sihong in einen der vielen Restaurants viel zu teure Königskrabbe essen.
    Die nächsten zwei Tage bleiben wir im Nationalpark Tierra del Fuego. Unsere Vorstellung von Feuerland wird überhaupt nicht bestätigt. Wir erwarteten eine unwirtliche, kalte, trockene Gegend, über die ständig eiskalte Winde dahin wehen. Die Realität sieht anders aus: es ist sehr grün, überall laufen Vögel und Pampas-Füchse herum, die gar keine Angst vor Menschen zu haben scheinen und das Wetter ist auch eher wie ein strahlender Frühlingstag in Deutschland. Wir machen kürzere und längere Wanderungen, aber von einsamen, abenteuerlichen Wanderwegen ist man hier weit entfernt. Es gleicht eher einem Spaziergang durch den Harz an einem sonnigen Wochenende. Aber die schöne moorreiche Landschaft mit den vielen Seen und Lagunen trösten darüber hinweg. Wir besuchen das Postamt am Ende der Welt, fahren mit unserem Womi zum Ende der Ruta 3 und damit zum Ende der Panamericana und dürfen nach kurzem Bitten sogar noch direkt vor das Schild fahren, obwohl es davor eine Absperrung gibt und übernachten auf dem Campingplatz der Estacion Tren del fin del mundo.
    Und dann entscheiden wir uns auch noch mit unseren Schweizern zusammen nach langem Hin- und Her für eine Reise in die Antarktis.
    Was für eine aufregende Zeit!
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  • Über die Magellanstraße nach Feuerland

    21. januar, Argentina ⋅ 🌬 13 °C

    Die netten Schweizer Thomas und Sihong werden in den nächsten Tagen unsere Reisebegleiter. Zusammen fahren wir über die Magellanstraße nach Feuerland. Irgendwie ist es jetzt schon sehr aufregend, immer tiefer ans Ende des südamerikanischen Kontinents zu gelangen. Eine Pause machen wir in Tolhuin, einer hübschen kleinen Stadt, in der es eine bekannte Bäckerei gibt. Dort kommen wir um den Kauf einiger Leckereien natürlich nicht herum.
    Die Landschaft hat sich in den letzten hundert Kilometern überraschend zum Positiven verändert. Es ist wieder grün! Zunächst ist die Gegend von flechtenüberzogenen, märchenhaften Wäldern übersät und in Tolhuin ist alles voller farbenfroher Lupinen. Ach, was für ein Balsam für die Augen und die Seele!
    Eigentlich war geplant, nun direkt weiter nach Ushuaia zu fahren, aber kurz vorher entscheiden wir uns für eine Übernachtung am Lago Escondido. Doch hier ist es so wunderschön und die Temperaturen so angenehm, dass wir mit unseren Schweizern gleich zwei Tage stehen bleiben. An beiden Nachmittagen erscheint ein Pampas-Fuchs, der, weil wir ihm Futter hinwerfen (ja, ich weiß- das sollte man nicht machen🙈), sich wie ein Hund neben uns setzt. Vielleicht steckt der Geist von unserem Milou in ihm, der uns auf unserer Reise wieder ein Stück begleiten möchte.
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  • Ein langer Weg und viele liebe Menschen

    19. januar, Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Vom Nationalpark Monte Leon bis Ushuaia, unserem nächsten Etappenziel sind es fast 800km. Und es ist eine langweilige, eintönige Strecke. In Rio Gallegos am Rio Gallegos übernachten wir und gehen Pizza essen, weil Micha vor 25 Jahren schon einmal genau dort Pizza gegessen hat. Dort versuchen wir bei einer Werkstatt unseren kaputten Kompressor reparieren zu lassen. Leider erfolglos, aber bei einer anderen Werkstatt können wir unsere Reifen durchtauschen, was schon lange überfällig war.
    Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach Chile und gut vorbereitet wie wir sind, haben wir alles, aber auch wirklich alles an kritischen Lebensmitteln aufgegessen, denn man darf, weil Chile frei von der Fruchtfliege ist, kein Obst, kein Gemüse, kein Fleisch usw. einführen. Wir haben von ganz strengen bis Durchwink-Kontrollen alles gehört und gelesen. Unsere Kontrolle verläuft harmlos. Nach einem kurzen Blick in den Kühlschrank und ein paar Fragen verabschiedet sich der freundliche Kontrolleur wieder. An der Passkontrolle treffen wir Thomas und Sihong, die Micha von der Abholung des Wohnmobiles in Montevideo kennt, denn ihr Fahrzeug war auf demselben Schiff. Wir fahren mit ihnen zusammen zum nächsten Ort, wo sich Thomas nochmal unseren Kompressor anschauen will. Den restlichen Tag verbringen die Männer mit dem Ausbau des Kompressors. Dann kommt eine sehr nette argentinische Familie, die uns ihre Hilfe anbietet und eine brasilianische Familie, die uns wegen ihres markanten Autos schon seit mehreren Tagen immer wieder auf der Straße aufgefallen ist. Hier in diesem Niemandsland hätten wir einen so kommunikativen Tag mit so vielen freundlichen Menschen am allerwenigsten erwartet.
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  • Naturpark Monte León und kaputte Teile

    16. januar, Argentina ⋅ 🌬 23 °C

    Die letzten Tage sind wir viel mit Fahren durch die endlosen Weiten Patagoniens beschäftigt. Respekt Michas Fahrkünsten!! Die Fahrbahn wird ständig von Guanakos und Nandus überquert, die sich spontan überlegen, jetzt noch mal schnell die Seite zu wechseln und der Wind ist so stark, dass wir einmal sogar von der Polizei angehalten werden, weil wir uns die nächste Stunde an der Tankstelle aufhalten sollen, da die Weiterfahrt zu gefährlich sei.
    Der nächste Stopp ist für uns der kleine unbedeutende Ort Puerto de San Julian, wo wir auf einem top sauberen, an einer Bucht gelegenen Campingplatz verweilen. Es muss mal wieder Wäsche gewaschen werden und wir müssen unser Bad-Dachfenster kleben, das hat nämlich mehrere unerklärliche Risse bekommen. Außerdem stellen wir fest, dass unser Kompressor leckt, wo doch Micha gerade kurz vorher erklärte, dass er sich sehr über den gut funktionierenden Kompressor freut! 😅🙈
    Der nächste Halt ist der sehr schöne Nationalpark Monte León. Dieser ist unverständlicherweise nicht so bekannt wie die anderen Nationalparks weiter im Norden. Im Park gibt es Pumas und überall sind Schilder, wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen trifft, wobei ich vermute, dass die Raubkatze es nicht auf die Menschen abgesehen hat, denn die hier lebenden Pumas haben ein Leibgericht und das ist: Pinguin. Und von denen gibt es reichlich. Und Seelöwen findet man hier auch wieder. Im Park kann man auch übernachten und wegen des starken Windes verlassen wir an diesem Tag nicht mehr das Wohnmobil.
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  • Cabo dos Bahias

    14. januar, Argentina ⋅ 🌬 21 °C

    Wir sind nun schon im tiefen Patagonien. Woran erkennt man das? Wind, Wind, Wind!!!😅 Micha umklammert fest das Lenkrad mit beiden Händen, die Türen des Womos lassen sich nur mit aller Kraft öffnen bzw.schließen und in der Nacht werden wir hin- und her geschüttelt.
    Dank unseres lieben Deutsch-Schweizer-Pärchens, das wir in Uruguay kennengelernt haben, vermeiden wir die ausgetretenen Touristenpfade nach Punta Tombo und fahren nach Cabo dos Bahias. Dort stehen wir wieder mal einsam am Strand auf einer der unzähligen Stellmöglichkeiten und genießen einen fantastischen Sonnenuntergang, bei dem auch noch ein kleiner Pampas-Fuchs an uns vorbei läuft. Diese Pampas-Füchse sind eigentlich gar kein Füchse, sondern vielmehr Wildhunde. Sie sollen sich bei Gefahr einfach hinwerfen und tot stellen. Das muss lustig aussehen. Unser Fuchs betrachtet uns wohl nicht als Gefahr, denn er läuft gemütlich weiter.
    Am nächsten Morgen fahren wir zum Cabo dos Bahias. Am Eingang wird uns mitgeteilt, dass die Person, die normalerweise das Eintrittsgeld abkassiert, heute nicht da ist. Auch schön! So ist der Besuch des Naturschutzgebietes auch noch kostenlos.
    Gleich am Eingang begrüßen uns viele Guanakos, dann fährt man 3 km zu einem Aussichtspunkt, wo hunderte niedlicher Magellan-Pinguine herumwatscheln. Entzückend sind sie anzuschauen!
    Vor wenigen Wochen sind die Babys geschlüpft und haben noch ein kuschelweiches Federkleid.
    Am Ende unserer Rundfahrt durch das Naturschutzgebiet kreuzen Nandus und ein Gürteltier unseren Weg.
    Ein lohnenswertes Reiseziel war das.
    Wir fahren weiter bis kurz hinter Comodoro Rivadavia, ein sehr moderner Ort, in dem in den letzten Jahren und immer noch schicke Hotels gebaut wurden und elegante Baugebiete entstehen.
    Wieder mal schlagen wir unseren Übernachtungsplatz an einem einsamen, windreichen Strand auf.
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  • Dinos und ein walisischer Ort

    13. januar, Argentina ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute machen wir einen kleinen Abstecher nach Trelew und Gaiman. In Trelew befindet sich ein Museum mit einzigartigen Fossilien aus prähistorischen Zeiten. Patagonien ist nämlich das El Dorado für Fossilien-Experten. Jedes Jahr gibt es große Knochen-Funde von prähistorischen Tieren. In diesem Museum finden sich neben Repliken auch viele Originale von Dinosaurier-Knochen und anderen riesigen Tieren, die in unterschiedlichen Erdzeitaltern lebten. Auch die Arbeit von einigen Archäologen durch eine Scheibe lässt sich gut beobachten. Und es gibt ein exzellent erhaltenes Dino-Ei. Wirklich ein lohnenswerter Besuch!! Am Ende darf ich, weil ich mich mit dem netten Ticket-Verkäufer unterhalte, einen echten Dinosaurier-Knochen anfassen😃. Beeindruckend!
    Nach dem Museumsbesuch fahren wir noch in den Ort Gaiman, in dem einige alte Gebäude von den walisischen Einwanderern stehen und in dem es den einzigen Tunnel entlang der argentinischen Atlantikküste gibt. Klar, warum sollte man bei dieser Tausend Kilometer langen Ebene auch Tunnel bauen?! Im Ort soll man unbedingt die "Torta negra" in einem der Cafés probieren. Machen wir auch, schmeckt wie eine Mischung aus Früchtebrot und Lebkuchen.
    Zur Übernachtung fahren wir zur Playa Escondida, wo es angeblich von See-Elefanten nur so wimmelt. Der Weg dahin sind wieder mal über 20 Kilometer Schotterpiste und das einzige, wovon es dort wimmelt, sind Fliegen!😅
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  • Halbinsel Valdés

    11. januar, Argentina ⋅ 🌬 23 °C

    Zwei Tage halten wir uns auf und um die Halbinsel Valdés auf. Die erste Nacht bleiben wir in dem schönen Strandort Puerto Madryn auf dem dortigen Campingplatz, der fast deutschen Standard hat. Auf Valdés soll zwar alles etwas kompliziert sein, aber wir sind der Meinung, dass man da schon mal hin muss, wenn man dort vorbeifährt. Der Eintrittspreis ist mit 55 Euro für zwei Personen ganz schön hoch, aber hier in Argentinien ist ja alles ziemlich teuer. Am Eingang erfahren wir, dass gestern mehrere Orcas gesichtet wurden. Wir haben aber kein Glück. Bei uns gibt es aber viele viele Seelöwen und See-Elefanten. Der beste Beobachtungspunkt dafür ist Punta Norte. Schade, dass keine Orcas heute da sind, denn diese haben hier eine einzigartige Fangtechnik entwickelt. Sie werfen sich an den Strand und stürzen sich so auf ihr Lieblingsessen 'Seelöwe' drauf und ziehen sich ihr Leckerchen ins Wasser. Das wäre mal richtig spannend gewesen, das zu beobachten.
    Aber sonst kann man hier viele putzige Tiere sehen: Gürteltiere laufen rum und lassen sich von Touristen überhaupt nicht stören, Pampashasen, Meerschweinchen-ähnliche Tiere und natürlich jede Menge Guanakos. Da muss man auch höllisch beim Fahren auf den Schotterpisten aufpassen, denn die springen ganz überraschend über die Straße. Den ganzen Tag fahren wir auf der Halbinsel umher, so dass wir, weil es schon ziemlich spät ist, nicht mehr nach Puerto Madryn zurück fahren, sondern direkt auf dem Campingplatz in Puerto Pirámides bleiben, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit direkt auf Valdés.
    Auf unserer Rundfahrt um die Insel treffen wir immer wieder eine nette Familie aus Fulda, die ihr Fahrzeug mit dem Schiff, das 5 Wochen Verspätung hatte, verschifft haben und die uns erzählen, dass bei ihnen einfach alles raus geklaut wurde. Werkzeuge, Kleidung und Küchenutensilien fehlen. Die Mannschaft des Schiffes hatte wohl ein reich beschenktes Weihnachten, denn es gab kein Fahrzeug, bei dem nichts gestohlen wurde. Was hatten wir doch für ein Glück!!!
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  • Seelöwen und Schotterpiste

    9. januar, Argentina ⋅ 🌬 26 °C

    Am nächsten Tag geht es zum Ort La Loberia. Da ist der Name Programm, es handelt sich nämlich um einen Platz, an dem sich hunderte Seelöwen tummeln. Die Besucherstation ist zwar noch geschlossen, aber wir ignorieren das mal, da wir keine Lust haben, noch drei Stunden zu warten. Die Argentinier haben schon komische Öffnungszeiten. Hier wird erst 13 Uhr geöffnet. Geschäfte sind vormittags nur zwei, drei Stunden geöffnet und dann machen sie 5 bis 6 Stunden Siesta. Und da habe ich mich schon immer über die Spanier mit ihrer heiligen Siesta aufgeregt!
    Im Besucherzentrum gibt es drei Aussichtspunkte. Hier kann man von oben die lustigen Seelöwen beobachten. Und wirklich viele tummeln sich da. Sie sind ziemlich groß und haben einen Kopf wie eben ein Löwe, so zottelig. Sehen ganz anders aus als Robben und machen ein Gebrüll eben wie ein Löwe. Viele Jungtiere sind zu sehen und einige Männchen führen Revierkämpfe durch, die aber schnell beendet werden. Es sieht so aus, dass derjenige gewinnt, der am lautesten brüllt.
    Auf dem Rückweg begegnen wir dummerweise einem Angestellten, der uns auch gleich klarmacht, dass jetzt noch geschlossen sei, aber da wir uns klar als unwissende Ausländer erkenntlich machen, drückt er ein Auge zu und wir kommen um eine Strafe herum.
    Dann wollen wir weiter zur Halbinsel Valdés, allerdings begehen wir einen kleinen Fehler bei der Auswahl des Weges. Anstatt zurück nach Viedma zu fahren, entscheiden wir uns für die Bundesstraße 1, die an der Küste entlang führt und die zwar, so denken wir, sicher gleich wieder asphaltiert sein wird, doch nachdem wir schon viele Kilometer Schotterpiste fahren, feststellen, dass sie sich keineswegs in ihrem Zustand ändert. Naja, so fahren wir 230 Kilometer Wellblechpiste. Ein wahrer Genuss!🥳 Aber wir ärgern uns nicht, denn die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und hat eine hübsche Landschaft. Etwa aller 50 Kilometer kommt ein "Ort", also eigentlich kein Ort, sondern ein Platz mit einem Namen, an dem dann einige wenige Argentinier mit ihren Wohnanhängern oder umgebauten Bussen dort am Strand campieren. Es ist so heiß (35 Grad!!) dass wir auch einmal anhalten und ins Wasser springen. Hier ist auch das erste Mal in Argentinien , wo der Strand sehr schön und das Wasser klar ist. Wir fahren weiter durch einen Ort, der halb von Sanddünen zugeweht wurde und der wie in der Sahara aussieht. Nach vielen Stunden kommen wir in San Antonio Oeste an, ein netter Ort mit vielen Geschäften, der in einer Bucht liegt, aber einen großen Tidenhub hat. Wir bleiben am Meer stehen, aber nach einiger Zeit ist das Wasser verschwunden und auch die Badeurlauber, die zahlreich um uns herum mit ihrer Strandausrüstung standen, sind alle weg. Da sind wir wieder mal allein.
    Ach und das Wohnmobil müssen wir auch erstmal etwas sauber machen. Durch die Wellblechpiste ist es innen völlig eingestaubt. Der Staub ist in jede Ritze eingedrungen und hat alles mit einer grauen Schicht belegt.
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  • Felsensittiche am Balneario El Condor

    8. januar, Argentina ⋅ ☀️ 28 °C

    Der nächste Stopp ist in Balneario El Condor, wo ich unbedingt hin möchte. Hier gibt es nämlich die weltgrößte Kolonie von Felsensittichen. Kurz vorher passieren wir die Bundestastengrenze nach Patagonien. Uns wurde schon gesagt, dass man da kein Obst Gemüse und Fleisch einführen darf. Allerdings habe ich noch Orangen und Zitronen. Micha weiß das nicht und als wir bei der Kontrolle nach verbotenem Lebensmitteln gefragt werden, antwortet er unschuldig, dass wir nichts davon haben. Der junge Mann ist mit der Antwort zufrieden und Micha stellt erst ein paar Stunden später fest, dass wir heimlich verbotene Produkte eingeschleust haben😅. Nochmal will er nicht für mich lügen.
    Am Sittichstrand angekommen, erwartet uns ein Schreikonzert vom Feinsten! Tausende von den hübschen Vögelchen sitzen und fliegen an den Klippen am Strand. Jetzt in den Sommerferien werden die Sittiche zwar von den ganzen Urlaubern gestört, denn die fahren wie üblich hier auch gleich mit ihren Autos direkt an den Strand und setzen sich daneben. Aber da das ja nur ein Monat so ist, haben die Sittiche wohl 11 Monate im Jahr Ruhe. Wir können auch gleich an dem Strand an einem kleinen Strandimbiss für umgerechnet 2 Euro übernachten. Bald fahren auch alle Strandbesucher weg und wir haben den ganzen Strand für uns allein. Das lustige Sittichkonzert hört erst auf, als es schon richtig dunkel ist.
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  • Ab in den Süden

    8. januar, Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Nun geht es weiter durch die endlose Pampa in den Süden. Heute haben wir eine nicht ganz so große Strecke vor uns, denn wir wollen nach Monte Hermoso, ein netter Strandort, in dem es ein naturwissenschaftliches Museum gibt, das nach Reiseführer 20.000 Jahre alte Saurierknochen haben soll. Wie, nur 20.000 Jahre alt??
    Die recht monotone Fahrt wird durch einen willkommenen Zwischenstopp an den Cascadas cifuentes, den wohl größten Wasserfällen der Provinz Buenos Aires unterbrochen. Da hier in Argentinien gerade Sommerferien sind, halten sich ziemlich viele Leute auf. Niedlich,wie manche auf ihren Campingstühle an den Wasserfällen sitzen und stundenlang Videos vom fließenden Wasser drehen.
    Dann geht's weiter nach Monte Hermoso, wo wir das Museum suchen. Beim wiederholten Nachlesen im Reiseführer stelle ich fest, dass es sich nicht um 20.000 Jahre alte Saurierknochen handelt, sondern Säugetierknochen🙈😅 hält! Ab und zu richtig lesen, hilft enorm! Das Museum hat noch bis 18 Uhr Siesta, um dann bis 0 Uhr wieder zu öffnen. Was sind das nur für lustige Öffnungszeiten!
    So schlendern wir durch den gut besuchten Strandort (Naja, also schöne Strände sehen anders aus.) und schauen uns die Einheimischen in ihre natürlichen Umgebung an. Nach einer Weile entscheiden wir uns dazu, zunächst erstmal den Nachtparkplatz aufzusuchen. Bei mWomo angekommen, finden wir einen Zettel an der Scheibe, auf dem die Polizei uns darüber informiert,dass man hier im urbanen Zentrum nicht mit dem Wohnmobil stehen darf. Also lassen wir den Besuch im Museum fallen und fahren zum Strand. Dort stellen wir uns auf einen Parkplatz, aber nach zwei Stunden kommt Security und sagt, dass der Parkplatz Privatgelände sei und wir uns 200 Meter weiter vorn hinstellen sollten. OK, also fahren wir 200m vor. Halb 11 klopft wieder Security an der Tür und teilt uns freundlich mit, dass die Polizei es nicht erlaubt, hier zu stehen und wir sollten nochmal 200 m weiter vor fahren und dort an der Straße, direkt am Strand stehen. Na, super! Wahrscheinlich werden wir mitten in der Nacht geweckt, um wieder weggeschickt zu werden. Aber das ist tatsächlich nicht der Fall, wir werden nur die ganze Nacht von vorbeifahrenden Squads geweckt. Was machen die Argentinier hier damit mitten in der Nacht???
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  • Wieder zurück in Buenos Aires

    6. januar, Argentina ⋅ 🌙 25 °C

    Wir fahren wieder zurück,wie wir entschieden haben. Dieses Mal allerdings auf der Mautstraße. Das geht doch ganz einfach, man muss sich gar nicht registrieren. Und schwupp, sind wir in anderthalb Stunden wieder in BA. Dort fahren wir zu einem Stellplatz in Tigre. Der gehört Cristian, der Wohnmobile in Argentinien vermietet und auch eine Werkstatt hat. Cristian ist eine enorme Hilfe. Wir können eine SIM-Karte im nahegelegenen Shoppingcenter kaufen, das auch sonntags geöffnet ist. Wir bekommen dort auch andere Sachen,die wir noch dringend benötigen und wir essen leckeres Eis und Pizza.
    Am nächsten Tag versucht der Automechaniker von Cristian den Fehler auszulesen, aber das ist nicht möglich und so vereinbart er einen Termin für uns morgen früh in der Mercedes Werkstatt,die in der Nähe ist. Einen Gashändler nerven wir auch mit unserem Gastank, aber er kann den leider auch nicht füllen. Aber wir gehen zu einer Ferreteria, zu der wir morgen wieder kommen sollen,denn die können wohl zumindest unsere deutsche Gasflasche füllen. Also chillen wir ergebnislos den restlichen Tag auf dem Stellplatz.
    Am Morgen fahren wir schon sehr früh zur Werkstatt. Die suchen fast vier Stunden den Fehler, können nichts finden und dafür bezahlen wir dann über 300 €. Naja, aber wir sind froh,dass es so ausgeht. Dann kaufen wir eine argentinische Gasflasche, die wir am Abend ausprobiert haben( funktioniert) und die Ferretaria kann unsere deutsche Gasflasche füllen. Mittags kommen wir endlich los. Wer hätte das noch gedacht! Wir fahren über 300 km durch die argentinische Pampa und finden einen netten Campingplatz am Fluss in Azul.
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  • Fähre: falsche Entscheidung

    4. januar, Argentina ⋅ ☀️ 15 °C

    Als wir mit der Fähre in Buenos Aires ankommen, stellen wir fest, dass der Fährweg die falsche Entscheidung war. Wir hätten doch den Landweg nehmen sollen. Wir haben kein Internet mehr, wir können nicht unseren Gastank füllen, weil Samstag ist und die Firma, die das vielleicht macht, schon geschlossen ist, sozusagen, seit 15 Minuten. Wir wissen nicht, wie wir an Geld kommen und unsere Motorleuchte leuchtet und der aktive Abstandsassistent funktioniert nicht mehr. Wir machen uns dennoch auf die Fahrt in den Süden und haben, weil wir nicht wissen, wie man die Maut in Argentinien bezahlt, die nächste falsche Entscheidung getroffen und wählen die mautlose Strecke. Völlige Katastrophe! Für 80 Kilometer benötigen wir fast 4 Stunden. In Canuelas suchen wir den Stellplatz, der in den Apps steht, aber der total ausgewaschene Weg dahin, scheint uns nicht der Richtige zu sein. Also wieder auf die Hauptstraße. Dort halten wir ein Polizeiauto an. Der nette Polizist sucht den Platz im Internet und ruft den Besitzer an. Ja, der Weg ist richtig. So werden wir schließlich mit Polizei-Eskorte zum Stellplatz gebracht. Am Abend entschließen wir uns dazu, am nächsten Morgen wieder zurück nach Buenos Aires zu fahren, da wir erstmal unsere gesamten Probleme abarbeiten müssen.Læs mere

  • Colonia del Sacramento

    2. januar, Uruguay ⋅ ☀️ 22 °C

    Am 2.Janar geht es los. Wir wollen wieder mit dem Buquebus nach Buenos Aires zurück,um die 7-stündige Fahrt zu sparen. Dafür fahren wir bis Colonia del Sacramento, eine Weltkulturerbe-Stadt. Wir kaufen das Ticket für die Fähre für den nächsten Tag, finden einen sehr schönen, ruhigen Übernachtungsplatz wenige Schritte von der Altstadt entfernt. Dort stehen mehrere Womos, wobei die meisten Brasilianer sind, die uns viele gute Tipps geben. Die Stadt ist wirklich sehr schön mit vielen alten Kolonial- Gebäuden. Leider sind wir immer noch etwas schwach und so schauen wir uns die Stadt mit ständigen Pausen, genauer gesagt: Essenspausen an.Læs mere