• Jeanette Klein
  • Jeanette Klein

Te Araroa - Neuseeland

3000 km zu Fuß der Länge nach durch Neuseeland 🏕️🏔️🌊 Lue lisää
  • Matkan aloitus
    19. lokakuuta 2025

    Abflugtag

    19. lokakuuta 2025, Saksa ⋅ ☁️ 6 °C

    Heute beginnt ein neues Kapitel meines „Lebensbuches“. Ein Abenteuer worauf ich mich seit Jahren freue und mich vorbereitet habe. Momentan steht der Abschiedsblues im Vordergrund und Ängste und Zweifel. Doch ich weiß das dies dazugehört und ich vertraue darauf das alles gut wird ❤️
    Es ist alles gepackt und Bücher, Podcasts und Filme sind herunter geladen. Ablenkung hilft beim „durchschreiten“ der Unwohlen Gefühle.
    Und das Wissen das sehr viele Menschen mitfiebern und in Gedanken bei mir sind 😊 DANKE ☺️
    Zu Erklärung der Fotos:
    Ich habe mir kleine Visitenkarten machen lassen (Danke KAY 😘). Um mich unterwegs zu bedanken, dies steht auf Maori auf der Karte und im evtl. in Kontakt zu bleiben (Instagram). Die Idee kam mir in Schottland ☺️
    Dann habe ich zwei Taschen als Handgepäck. In der einen ist mein Proviant und Elektrokram für den Flug drin und in der anderen mein Ersatz Paar Schuhe mit noch Socken und Kleinkram. Dies werde ich in Aukland bei Denis deponieren. Er ist einer der Organisatoren des Te Araroa und er betreut auch die WhatsApp Gruppen. Mittlerweile sind in meiner Oktober Gruppe fast 300 Menschen 😅😉
    Und er ist so nett, dass er uns TA Walkern die Möglichkeit gibt Sachen bei ihm abzugeben. Es ist nämlich so, dass ich nach 600 km wieder nach Aukland komme. Somit kann ich dann meine Tasche wieder abholen ✌🏽😁
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  • Flughafen Frankfurt

    19. lokakuuta 2025, Saksa ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir waren sehr gut in der Zeit und ich musste nirgends lange anstehen.
    Das Schlimmste: Abschied nehmen von Kay 🥹 Nun bin ich auf mich allein gestellt. Und ja, ich habe Bammel. Bin da ganz ehrlich. Aber genau darum geht es, Grenzen zu überschreiten, die soviel benannte Komfortzone zu verlassen. Bis jetzt hat es mich immer weiter gebracht und mich wachsen lassen.

    Praktischer Tipp:
    Nehmt immer eine leere PET Flasche mit wenn ihr fliegt, dann könnt ihr die kostenlos mit Wasser auffüllen und müsst euch nicht überteuerte Getränke kaufen wenn ihr durch den Sicherheits Check durch seid 🤑
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  • Zwischenstopp SHANGHAI

    20. lokakuuta 2025, Kiina ⋅ 🌬 18 °C

    Der Flug war ruhig und die Zeit ging relativ schnell vorbei. Auch wenn ich nicht so viel geschlafen habe. Es ist doch einfach zu unbequem. Es gab zweimal etwas warmes zu essen. Da ich ein vegetarischer Sonderling bin, bekam ich mein Essen vor den anderen. Zum Frühstück Reis mit Currygemüse war etwas anderes als gewohnt, aber besser als nichts. Meine chinesische Nachbarin wollte ihr Mars nicht, weshalb ich es mir dann stibitzte. Sie schlief, und ich wollte sie nicht wecken um zu fragen. Also sie war schon fertig mit dem Essen 🤓
    Mittendrin wurde es mir dann ganz anders, nämlich als mein Handy weg war. Hektisch suchte ich alles ab. Meine Nachbarin merkte meine Unruhe und half mit. Sie machte mir Licht UND entdeckte das zweite Fach im Vordersitz. Und genau da war das Handy 🙈
    In Shanghai war dann erstmal alles ganz neu für mich. Klar die Sprache, die Schriftzeichen und ich sehe ganz anders aus als die anderen.
    Meinen Abschiedsblues habe ich in den Lüften gelassen, und wurde mutig und mein Entdeckergeist war geweckt. Ich entschied mich den Flughafen zu verlassen. Ich habe ja 17 h Aufenthalt. Und. ChatGPT hatte mir auf Anfrage schon einen Plan gemacht. Doch der half jetzt nicht bis ins letzte Detail. Ich musste doch etwas nachfragen. Aber es klappte ganz gut. Erstmal raus und dann den Schnellzug suchen. Den Maglev Trail. Der war richtig flott. Mit 300km/h sauste er die 30 km in 8 Minuten 🚀 Dann gingen weiter mit der Metro. Wobei ich zuerst in die falsche Richtung fuhr, was mir aber sehr schnell auffiel. Ich war die einzigste Europäerin im Abteil.
    In der City ging ich erst durch einen kleinen Park, dann Richtung Flussufer. Von dort sollte man einen tollen Blick auf die Skyline haben. Und ja, den gab es wirklich. Das Wetter war bedeckt, aber nicht kalt. Es waren sehr viele Menschen unterwegs. Und noch mehr Motoroller Fahrer. Die brauchen sich anscheinend auch an Verkehrsregeln zu halten. Die fahren über rot, über den Gehsteig und hupen sehr viel. Was mir noch auffiel war zum einen das sehr viele am Rauchen waren und überhaupt es sehr viele unterschiedliche Gerüche gab. Ich ließ mich treiben und beobachte die Menschen. Die Innenstadt erinnerte mich ein wenig an New York. Gut gefallen hat mir, dass es viel Grün gab und nette Sitzgelegenheiten überall. Essen scheint den Chinesen sehr wichtig zu sein, denn davon gab es sehr viel. Irgendwann hatte ich dann aber doch genug vom Trubel und machte mich auf den Rückweg. Beim Automaten für das Metro Ticket zu erhalten, gab es wieder Probleme. Eine nette Mitarbeiterin half mir und bediente dabei ganz selbstverständlich mein Handy. Was aber auch nicht zum gewünschten Erfolg führte. Eine zweite Meinung musste her. Ich zeigt auf meine Kreditkarte und dann meinte sie, ich bräuchte diese einfach an der Schranke auf das Ticket Feld legen. Und siehe da, das kappte sogar 😅
    Wieder im Flughafen kümmerte ich mich um die Postkarten. Habe ja immer noch viel Zeit. Um Mitternacht geht es weiter.
    Von daher kehrte ich dann mutig in ein Restaurant ein und bekam eine leckere vegetarische Nudelsuppe.
    Vor der sitze ich gerade noch, es war einfach zu viel. Und die Müdigkeit liegt schon schwer auf meinen Lidern.
    Ich werde hier nun aufbrechen, weil der Schlurfpitter (männliche Bedienung) mir auf den Nerv geht. Und nein er hat keine Schlappen oder Ähnliches an. Nee Turnschuhe.
    Fazit:
    Bin froh mich getraut zu haben in die City zu fahren. Wodurch ich einen ganz kleine Einblick bekommen habe wie es sich anfühlt in China zu sein.
    Bin aber froh, nicht hierbleiben zu müssen. So wohl fühle ich mich nicht. Was bestimmt auch mit der Sprachbarriere zu tun hat.
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  • Ankunft Aukland

    21. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 18 °C

    Um Mitternacht startete der Weiterflug. Zuvor habe dann doch ein kleines Nickerchen machen müssen. Meine Augen war so schwer. Ich hatte ja immer noch viel Wartezeit zu überbrücken. Und da glaubt man es nicht: es sind fast alle Sitzplätze beim Gate frei. Doch ein älteres chinesisches Ehepaar setzt sich direkt neben mich. Hab ich ja generell nix dagegen, doch die hatten echt Hummeln im Hintern. Und Frau Chinesin wollte unbedingt ihre Lieblings Musik hören, da sie anscheinend keine Kopfhörer hatte wurde die dann laut gehört und mitgesummt. So ja nett, aber nicht wenn ich so müde bin und nur meine Ruhe möchte. Bin dann dennoch eingeschlafen. Geweckt wurde ich von einem anderen Geräusch. Ich muss wie ein Magnet auf die Leute reagiert haben, weil die sich direkt hinter mich setzten. ER war dann der Nervsack, welcher immer wieder sehr laut die Nase hochzog und laut hustete. Ja generell bin ich sehr tolerant, aber nicht bei Müdigkeit und Hunger.
    Später im Flieger ging es ähnlich weiter, ich saß in einer Dreier Reihe am Fenster. Das war ne gute Wahl gewesen. Neben mir saß ein netter Inder und neben ihm wieder eine verstopfte Nase. Diesmal war es eine Chinesin. Netterweise hatte sie sich schon eine Maske angezogen. Auch sie weckte mich, da sie immer wieder sehr laut die Nase hochzog.
    Zum Glück hatte ich dann meine neuen AirPods zur Stelle wo ich die Geräuschunterdrückung einschalten kann. Und genau das tat ich dann auch. Die fluggeräusche waren insgesamt sehr laut. Somit habe ich viele Stunden geschlafen und sonst : der Hobbit 2. Teil angesehen. Den hatte ich mir zuhause heruntergeladen. Es gab zweimal warm zu essen, wozu ich immer geweckt werden musste 😅
    Beim Landeanflug sah ich doch tatsächlich meinen Startpunkt. Den nördlichsten Punkt von Neuseeland 🇳🇿 Da wurde ich sentimental und die Vorfreude wächst.
    Die Abfertigung auf dem Flughafen verlief reibungslos und ruhig. So groß ist der Flughafen nicht. Ich hatte meine Amgaben zu Lebensmitteln und Outdoor Material schon online ausgefüllt. Das klappte auch ohne Probleme. Alle waren sehr freundlich und entspannt.
    So verlief alles ruckzuck und schwups war ich beim Handyanbieter, die mir die Prepaid Simkartr verkaufen und einsetzten. Hab jetzt eine neuseeländische Nummer 😊😉
    Dann nahm ich den Skybus und ab ging es in die City. Mein Hostel liegt unweit vom Halteplatz. Eingecheckt, duschen und raus. Bis rumschlendern und was essen.
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  • Besuch der Insel Waiheke

    22. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 17 °C

    Kia Ora
    Hochmotiviert und inspiriert durch Judith (Danke 😉) entschied ich mich mit der Fähre auf eine Insel zu fahren. Ich packte meine sieben Sachen, cremte mich mit Sonnencreme ein, nahm meine Kappe mit und zog ne kurze Hose an 😎
    So schritt ich aus dem Zimmer und ging erstmal kurz in die Küche wo sich auch ein Essbereich befindet. Entgeistert sah ich dann REGENTROPFEN. Aber so recht wollte ich es nicht glauben und fuhr mit dem Aufzug die vier Stockwerke hinab. Leider entsprach es der Wirklichkeit das es regnete. Nicht so richtig viel, aber genug das viele einen Schirm aufgespannt hatten. Und so wirklich warm war es auch nicht. Also drehte ich mich wieder rum und ging zurück ins Zimmer. Ich zog mir ne lange Hose an und nahm meinen Schirm mit. Ja, die viel belächelte Schirm kommt schon am zweiten Tag zum Einsatz 😜
    Nun machte ich wieder auf den Weg, jedoch unschlüssig ob das mit der Insel wirklich so eine gute Idee ist. Es war alles grau und die Wolken gingen tief. Weitblicke: Fehlanzeige. Da ich morgen auch noch in Aukland bin, checkte ich das Wetter für morgen. Doch es wurde nur noch mehr Regen prognostiziert 🤔 Und da ich keine Lust auf STADT hatte, nahm ich die Fähre und ab ging’s.
    Auf Waiheke Island schaute ich mich was um, und entdeckte einen Küstenwanderweg. Er startete direkt beim Bushalteplatz. Es regnete nur noch wenig und der Schirm konnte im Rucksack bleiben. Es ging an Buchten vorbei und über sehr viele schöne Pfade. Genau wie ich es mag. Es war herrlich, ich merkte wie die Natur meine Lebensgeister weckte und meinen inneren Akku auflud. Es ging auch viel hoch und runter, wodurch es mir richtig warm wurde. Aber nicht nur mir war warm. Ein vorbeijoggender Mann lief oberkörperfrei umher und freute ich über den Amazing schönen Weg 😂Was mir richtig gut gefallen hat, waren die vielen Vögel. Nicht immer zu sehen, aber zu hören. Vogelstimmen die ich noch nie zuvor gehört hatte 🤩 Es wurden nachher fast 10 Kilometer 😅 Enden tat der Weg in einer kleinen Stadt, wo ich mir ein Lokal zum Essen aussuchte welches leckere Omelettes mit Toast anboten. Danach wollte ich aber noch nicht zurück, sondern noch mehr von der Insel sehen. Auch wenn es wieder angefangen hatte mehr zu regnen. Ich schaute mir die Busverbindungen an einem Bushäuschen an und entdeckte noch einen Küstenweg. Ich wartete auf den richtigen Bus und stieg ein. Unterwegs wurde ich wieder sehr müde und wäre fast eingeschlafen. Bei der Endstation stieg ich aus und ging selbstbewusst, in den falschen Weg 🙈
    Umgekehrt und den richtigen gefunden. Er war ähnlich wie der erste Weg. Nur nicht so lang und nach der Hälfte ging ich nur auf der Straße, da es sonst doch zu spät geworden wäre. Am Ende der Straße stand, wie bestellt ein Bushäuschen 😉
    14 Minuten später kam er an und ich kletterte hinein. Vom Timing passte alles perfekt. Er fuhr bis zum Hafen, wo die Föhre in zehn Minuten abfahren würde. Ich war mir unsicher mit meinem Ticket, weshalb ich andere Fahrgäste etwas fragte. Sie konnten mir weiterhelfen und wir kamen ins Gespräch. Auf der Fähre setzten sie sich zu mir und unterhielten uns nett 😊 Das ältere Ehepaar kommt aus London und ist für drei Wochen in NZ. Von meinem Weitwanderweg hatten sie noch nichts gehört.
    Nun war die Gelegenheit meine erste „Visitenkarte“ zu verschenken ☺️ sie freuten sich und nahmen sie gerne an. Es tat wirkt gut sich zu unterhalten. Sie waren auch so nett gewesen langsam zu sprechen 🫣
    Gut gelaunt besorgte ich mir noch was zu essen und ab ging es ins Hostel. Essen, duschen, nächsten Tag planen….
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  • Aukland: letzte Vorbereitungen

    23. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 19 °C

    Kia Ora Tagebuch:
    Nach einer wenig erholsamen Nacht, wurde es ein erfolgreicher Tag 😁
    Morgens um 10 Uhr traf ich mich mit der lieben und berühmten Mareike in einem Café zum Frühstück 🙂 Mareike hat den legendären Podcast: Wanderwach & Kaffee. Wer ihn noch nicht kennt, unbedingt reinhören 🤩🤩🤩 Sie spricht mit Gästen übers weite wandern und es interessiert sie der Mensch der hinter der Reise steckt. Sehr spannend und inspirierend Das Treffen tat mir sehr gut, da wiedermal Zweifel und Ängste sich in mir breit machten. Und das morgendliche Telefonat mit meiner Tochter. Danke Benita ❤️
    Das Wetter passte sich meinem Gemütszustand an, und die Sonne kam raus ☀️😎
    Beschwingt zog ich weiter zum Outdoor Laden, um nach einer Gaskartusche und nach Anti-Sandlies zu gucken. Dadurch kam ich in DIE Einkaufsstraße, wo ein buntes Treiben war. Ich wurde fündig, sogar noch mehr als gedacht. Sie hatten einige tolle Angebote wo ich nicht widerstehen konnte. Ein ultraleichter Pulli und eine Daunenjacke mussten mit 🙈🙈🙈 Ist ja nicht so als wenn ich keine dabei hätte. Aber diese war leichter und kompakter 🤷‍♀️
    Anschließend wollte ich mein Trail-Pass Packet abholen. Ich hatte mir die Adresse gespeichert und ging zielgerichtet dorthin. Doch die anwesenden Personen hatten keinen blassen Schimmer wovon ich sprach 🫣
    So ging ich nochmal ins Zimmer (wo mittlerweile doch noch jemand eingezogen ist. Eine junge,sehr müde Amerikanerin). Ich checkte nochmal meine Notizen und erkannte den Fehler. Die Adresse war falsch 🙈
    Die richtige Adresse lag glücklicherweise in Richtung Hafen. Da wollte ich nämlich auch hin, um mit der Fähre zur Half Moon Bay zu fahren. Warum? Dazu später mehr.
    Zunächst führte der Weg mich nochmal durch eine neue Gegend von Aukland, u.a. durch einen kleinen Park mit tollen eindrucksvollen Bäumen. Ach ja, und eine Demo gab es auch noch. Mit der richtigen Adresse kam ich dann zum richtigen Zielort und erhielt DEN Umschlag ✉️. Ich suchte mir eine Bank und öffnete ihn ihn freudiger Erwartung. Und ich wurde nicht enttäuscht ☺️
    Schild, Aufnäher, Aufkleber, Spültuch und das Versprechen das jeder TA Walker abgibt, lagen vor mir. Und ein wunderschönes Armband. Emotional ergriffen nahm ich alles genau in Augenschein und genoss diesen für mich besonderen Moment 💫
    Dann ging ich in den Woolworth um mir was zu essen zu kaufen, um danach endlich den Hafen anzusteuern. Mein Ziel war Denis Stanton. Er ist DER Mann im Hintergrund der sich um sämtliche Belange der TA Walker kümmert. Er betreut diverse WhatsApp Gruppen, Facebook Gruppen und stellt Markierungen auf. Ein Mann der wohl nie schläft, da er immer sofort Antworten liefert. Er hatte angeboten Pakete und Taschen bei ihm zuhause in der Garage zu deponieren. Und genau das wollte ich machen. Ich habe ein zweites Paar Schuhe dabei, welches ich nach Absprache zu ihm brachte. Mareike brachte mich darauf mit der Fähre zu fahren, was wirklich schön war ☀️ Ich musste dann noch ein bisschen Bus fahren, aber dank Google Maps kein Problem. Er ist ein kleiner, älterer und bescheidener Mann. Er zeigte mir das Depot und ich durfte kurz mit ins Büro bzw. in die Schaltzentrale 😅 DREI Bildschirme waren im Betrieb. Wir plauderten noch ein wenig und dann nahm er mich mit zur Fähre. Er musste nämlich sowieso in die Richtung zum einkaufen. Toller Mensch, wo ich die Leidenschaft spüren konnte, die er für den TA und dessen Besucher hat 💫
    Das Timing war wieder perfekt. Ich konnte in die Fähre klettern und nochmal das Meer fühlen. Es war etwas Wellengang. Mein letztes Vorhaben bestand darin, Verpfegung für die nächsten Tage zu kaufen. Dafür ging ich nochmal in den Woolworth (in meinem Fall ein reiner Supermarkt). Es ist gar nicht so einfach, das richtige zu finden und dann zu überlegen wie stelle ich es wenn die Portionsgrößen eigentlich zu groß sind? Ich ging durch jedes Regal und schaute was passen könnte. Das Ergebnis seht ihr bei den Fotos. Mit dem Müsli muss ich ausprobieren wie ich es mache. Alles was zu viel ist, werde ich im Hostel lassen. Nun mit der vollen und schweren Tüte ging es zurück. Dort sortierte ich alles und packte es neu ein. Machte mein Essen warm und wusch meine Wäsche. Der Tag ging so schnell vorbei 😅 Morgen früh fährt der Bus um 7.30 Uhr los. Vier Stunden bis Kaitaia. Dann umsteigen in ein Shuttle Auto und hoch Richtung Cape Reingha.
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  • Fahrt in den Norden: Ziel Tapotupotu Bay

    24. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌧 18 °C

    Dieser Jetlag nervt 🙈 ich wache nachts auf und bin hellwach. Das kenne ich gar nicht. Sonst schlafe ich immer super. Um 6.15 klingelte der Wecker. Doch so leise das ich ihn gar nicht hörte. Zum Glück wachte ich kurze Zeit später von alleine auf. Um 7.30 uhr fuhr nämlich mein Bus ab, nach Kaitaia.
    Aber zuerst wollte ich noch festhalten was gestern Abend noch geschah. Nachdem ich alles abgepackt hatte und meine trockene Wäsche eingesammelt hatte, ging ich ins Zimmer um meinen Rucksack zu packen. Miss America schlief immer noch. Zum Glück hatte ich eine Nachtischlampe. Ich konnte mein Rascheln leider nicht vermeiden.
    Beim Wäsche sortieren stellte ich mit Schrecken fest, dass eine Schlafsocke weg war 😳 Und das ist wirklich sehr blöd, da ich nur drei Paar Socken dabei habe. Zwei Wandersocken und eben das eine Paar nur für zu schlafen. Ich suchte und suchte, ging auch nochmal zum Trockner. Nix. Traurig packte ich erstmal weiter und merkte, dass ich viel zu viel essen bzw. Snacks hatte. Mein Rucksack war so schwer. Ich musste aussortieren. Um nicht noch mehr Unruhe zu machen, ging ich mit Sack und pack raus in den Flur. Legte nochmal alles raus und legte Süßigkeiten auf Seite. Ein junger Mann war gerade an seinem Spint, weshalb ich ihn fragte ob etwas möchte. Er war Deutscher und sagte nicht nein. Wir kamen ins Gespräch. Er macht Work and Travel und war auch erst seit kurzem im Land. Es war ein schöner Gesprächsaustausch. Auch wenn ich merkte, ja bist keine 20 mehr 🙈😂
    Nun ja, ich widmete mich wieder meinem Rucksack zu und telefonierte kurze Zeit später mit meinem Telefonjoker: Kay 😃
    Zusammen entschieden wir meine weitere Vorgehensweise. Erstmal lieber Zuviel mitnehmen und dann unterwegs evtl. Ballast abwerfen. Also Lebensmittel verschenken. Anschließend ging es wieder zurück zu Dornröschen, die immer noch tief und fest schlief. Das versuchte ich dann auch.
    Sprung zum Check Out:
    Schnell packte ich meine restlichen Sachen ein und wollte mir noch was zum Frühstück machen. Zum Glück war Dornröschen dann auch wach und auf, sodass ich mich freier bewegen konnte. Da mir ja immer noch eine Socke fehlte, nahm ich mir eine andere aus dem Sockenfundus Einzelsocke. Not macht halt erfinderisch 😜
    Hurtig Jacke an und los. Dabei flatterte auf einmal MEINE verloren geglaubte Socke zu Boden. Sie war durch den Trockner elektrisch geladen und klebte in der Jacke. Glücklich nahm ich sie auf und eilte zum Busplatz. Es war nachher doch was knapp geworden. Zum Glück musste ich nur um die Straßenecke. Ich wusste es würden noch mehr TA Hiker mitfahren. Der Bus war komplett voll und ich setzte mich einfach neben jemanden. Wie sich kurze Zeit später rausstellte, neben Lucy aus GB auch TA Hikerin. Und das war super, wir tauschten uns aus und merkten das wir genau dieselben Sorgen und Gedanken hatten.
    Sie Fahrt ging über viele Stunden, wo sich immer mehr TA hiker fanden. Ich nutze die Zeit u.a zum Postkarten schreiben. Lucy wird so wie ich und Christian ein Schweizer der in Kolumbien lebt, morgen starten. Die anderen heute. Nach dem Buswechsel landete ich neben Claire. Eine junge Frau die auf der ganzen Welt zuhause ist. Sehr faszinierend. Und sie kann perfekt deutsch. Da sie auf ein deutsches Internat gegangen ist. Die Busfahrt war sehr kurzweilig da wir uns die ganze Zeit unterhielten.
    In Kaitaia wechselten ich und drei andere in ein Auto. Eine Privatperson Jerome bietet diesen Shuttle Service an um Personen nach Cape Reingha zu bringen. Dem nördlichsten Punkt von Neuseeland. Er war so nett und brachte mich zu meinem Strand, bevor die anderen zum Leuchtturm brachte. Kurz vorm Ende fing es an wie aus Eimern zu schütten. Doch zum Glück legte es sich als wir beim Zielort (16.00 Uhr ) waren. Ich verteilte noch meine Karten und baute direkt mein Zelt auf. Musste die Regenpause ausnutzen. Es war wunderschön. Der Campingplatz liegt direkt an einer Bucht mit Sandstrand. Es waren noch andere Camper da, meist mit Wohnmobil.
    Ich ging barfuß zum Strand und erkundete etwas die Gegend. Es war einfach herrlich. Ach ja und was gegessen hatte ich auch > Nudelsalat. Dann machte ich es mir im Zelt gemütlich, was sich als schlaue Idee erwies, da es anfing zu regnen. Und hier sitze ich immer noch und kämpfe gegen die Müdigkeit an. Es sind aber erst 19 Uhr… Werde jetzt noch was lesen und die Regentropfen Geräusche gemischt mit der Brandung genießen 😊
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  • Tag 1 Te Araroa Trail

    25. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌬 17 °C

    In der Nacht wachte ich öfters auf. Und musste auch mal zur Toilette. Dabei sah ich das es dunkel war, richtig dunkel. Ich glaube ich habe noch nie so eine Dunkelheit in der Natur erlebt. Kein Mond und keine Sterne. Interessante Erfahrung. Eine weniger schöne neue Erfahrung erlebte ich um ca. 5.00 Uhr.
    Ich wurde wach da mein Zelt wackelte, irgendetwas zog daran und wollte rein. Ich schrie auf und realisierte, das es sich um ein Tier handelt. Mir kamen direkt die wilden Hunde in den Sinn vor denen gewarnt wurde. Ich schrie weiter um es zu vertreiben. Doch nichts geschah. Es machte weiter. Rieß mein Zelt kaputt, dabei erwischte es auch meine Luftmatratze. Es zog meinen Beutel mit dem Essen mit raus und alles was noch darum lag. Ich schrie um Hilfe. Ich hatte schreckliche Angst. Es war immer noch sehr dunkel und ich war wirklich in Panik. Dann hörte ich eine Männerstimme die versuchte mich zu beruhigen. Er sagte es würde sich um ein Wiidschwein handeln. Ich konnte es gar nicht glauben. Er hatte es erstmal verscheucht und sammelte meine Sachen ein. Ich versuchte mich zu beruhigen und fand endlich meine Lampe. Ich kletterte aus dem Zelt und sah das Schwein dann auch. Es wollte wieder zurück kommen. Mein Retter verscheuchte es erneut, holte den Essensbeutel mit und tat es in eine Box. Ich räumte so schnell ich konnte alles in meinen Rucksack. Weinte und dachte jetzt ist alles vorbei, bevor es angefangen hatte. Aber zunächst wollte ich nur weg. Egal ob es noch dunkel war. Stirnlampe an und über die Straße zum Leuchtturm.
    Zuvor bedankte ich mich sehr bei dem Mann und gab ihm meine Karte. Er hatte alles mitbekommen, weil er auch in einem Zelt lag und das Schwein erst auch bei ihm war. Nur kurz und dann hörte er meine Schreie und eilte zur Hilfe. Ohne ihn weiß ich nicht wie es ausgegangen wäre….
    Fix und fertig und voller Adrenalin ging ich die Schotter Straße hoch. Nach ca drei Kilometern erreichte ich die Straße und es wurde hell. Während ich dort entlang ging telefonierte ich mit Kay. Es fuhren auch schon die ersten Autos hoch und runter. Ein Auto hielt bei mir an. Es war Talz. Sie hatte gestern meinen Shuttle organisiert und fragte ob alles ok wäre. Das war es ja leider nicht. Sie fuhr mich hoch und fragte andere ob diese Panzertape für mich hätten. Und ja, ich bekam eine Rolle. Sie musste leider wieder fahren, davor umarmte sie mich herzlich, was richtig gut tat. Dann breitete ich mein Zelt aus, machte es trocken und versuchte das raus gerissene Stück festzukleben. Kay half mir aus der Ferne. Die anderen genossen den Sonnenaufgang und reparierte mein Zelt und war am überlegen was nun weiter machen soll. Das Tape war ne Notlösung. Ein neues Zelt muss her und ne neue Luftmatratze.
    Ich wollte aber auch bald starten da die Flut eingesetzt hatte. Abbrechen wollte ich dann doch nicht. So ging ich zum Leuchtturm von Cape Reingha. Ich hatte mir dies so oft vorgestellt und wieder wurde ich sentimental. Es sollte nun wirklich losgehen, aber was für ein Start. Das Wetter war toll. Die Sonne schien, dies war etwas tröstlich. Es ist wunderschön beim Leuchtturm und der Weg runter zum Strand auch. Lauter Postkarten Motive. Es ging am Strand entlang aber auch mal über kleine Berge. Natürlich verlief ich mich zweimal kurz. Ich hatte die Wegweiser nicht direkt gesehen. Nach und nach sah ich andere Wandernde. Einer holte mich ein und wir gingen den Rest zusammen. Er hatte so gut wie nichts dabei. Toni aus Deutschland. Aber zuhause auf der ganzen Welt. Er wollte nur 600 km gehen. In zwei Wochen. Da er dann wieder bei seinem Kumpel sein sollte, weil dieser Geburtstag hat. Das bedeutete so mind 50 km am Tag. Da soll mal einer sagen ich wäre Crazy 😜 deshalb auch sein minimales Gepäck. Er zum Beispiel hatte gar kein Zelt dabei. Nur ein Araroa, welches auch als Regenjacke dienen sollte. Schlafmatte: no. Es war auf jeden Fall sehr kurzweilig und interessant mit ihm zu reden. Seine Geschichte zu hören. Wirklich spannender Lebensweg. U.a war er 4;5 Jahre in Australien. 7 Monate arbeiten, 5 Monate frei. Beim Twilight Micro Camp (19 km) blieb ich da, er ging weiter. Zuvor tauschten wir noch Nummern aus. Er meinte wenn er nach zwei Wochen wieder zuhause ist, und ich ein Problem habe, könnte ich mich ja bei ihm melden 🙂
    Auf dem Camp, welches oberhalb des Meeres liegt und eine offene Schutzhütte, waren schon andere Hiker. Zwei kannte ich aus dem Bus. Wir redeten miteinander und ich inspizierte meine Rucksack. Packte alles aus, und sah das das Schwein einiges mehr kaputt gemacht hatte. Eine Tube, welche für sauerei gesorgt hatte. Aber im Große mn und ganzen ging es.
    Ach ja. Unterwegs schrieb ich in unsere TA WhatsApp Gruppe um zu fragen welches Geschäft Zelte und Matte verkauft. Und schilderte kurz meine missliche Lage. Ich hatte nicht oft Empfang, von daher bekam ich nicht alles direkt mit. Denis war auch ganz schockiert und kontaktierte mich persönlich. Er hatte von dem Vorfall schon von Talz gehört. Andere in der Gruppe wollte auch helfen und fragten nach ob mir selbst auch was passiert wäre. So lieb! Diese Anteilnahme tat wirklich gut. Letztendlich ist es wieder Denis der mir konkret hilft. Er hat in seinem Lager geschaut und dort eine leichte Luftmatratze gefunden und er bietet mir sein eigenes Zelt an. Wahnsinn. Eine andere Wanderin die noch in Aukland ist, geht zu ihm und nimmt das Paket an sich um es dann mit nach Kaitaia zu nehmen. Dort werde ich in ca. drei Tagen sein. Ich bin immer noch tief berührt von so viel Unterstützung ❤️

    Nachdem ich mich dann gestärkt hatte und was ausgeruht, ging ich nochmal zum Strand und genoss die Gegend. Ich hatte noch den halben Tag zu freien Verfügung. Ab und zu gesellte ich mich zu den anderen. Es fällt mir aber schwer Gesprächen zu folgen. Einzelgespräche mit mir alleine geht besser. Vielleicht wird das von Zeit zu Zeit auch besser.
    Leider hat das Panzertape nicht gehalten und mein Zelt hat nun drei Öffnungen. Ich habe einen großen Sack davor gelegt und hoffe das das Wetter die nächsten Tage hält. Und ohne Luft in der Matratze zu schlafen, habe ich ja auf dem Soonwaldsteig gelernt. Aber das jetzt fünf Monate zu tun, mmmhh ich weiß ja nicht.
    Dennoch bin Ich glücklich auf dem Trail zu sein! 😃
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  • Tag 2 Te Araroa Trail

    26. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ⛅ 17 °C

    28 km vom Twilight Camp nach Bluff Campingsite. Davon ca. 24 km nur Strand (90 Mile Beach).
    Die Nacht war ruhig, ich wachte zwar öfters auf konnte dann aber auch wieder gut einschlafen. Bis 6.30 Uhr. Die ersten waren sich schon am vorbereiten und hatten schon gefrühstückt. Ich ließ mir Zeit und packte in Ruhe alles ein, aß mein Porrige und machte mich dann auch auf den Weg. Anfangs ging es etwas aufband ab, und ich konnte die tolle Landschaft bestaunen, die doch sehr vielfältig war. Dann kam der Strand. 90 km auf dem 90 Mile Beach. Dies in drei Etappen. Das Wetter war toll. Sonne und ein paar Wölkchen. Sonst blauer Himmel und Rückenwind. Die Sonne brennt hier wirklich richtig heiß, weshalb ich froh über mein langärmeliges UV Shirt, meine lange Leggins und meinen lustigen Sonnenhut war. Leider fanden ein paar Sonnenstrahlen eine Lücke und verbrannten mir mein rechtes Ohr 🫣
    Lustig war heute die Aktion von Adriane. Ich sah sie und den Franzosen auf einmal vor mir auf der Strecke stehen. Es schien als wenn Adriane ihr Rucksack explodiert wäre. Alles lag draußen auf dem Sand. Ich fragte was passiert wäre. Die Antwort : der Rucksack wäre zu schwer. Der Franzose wollte ihn richtig einstellen. Dafür musste sie ihn erstmal entleeren und dabei kamen Unmengen an Klamotten zum Vorschein. Wir konnten unseren Augen kaum glauben, und es war klar warum der Rucksack so schwer war. Es sollte ihre erste grössere Wandertour werden, und fast alles hatte sie zum ersten Mal im Gebrauch. Ich nahm ihr schon ein paar Sachen ab und der Plan war das sie unterwegs Einheimische fragen wollte ob sie etwas von ihrem Zeug mit in die nächste Stadt nehmen könnten. Ich ging zunächst alleine weiter. Traf hier und da die anderen Wanderer. Blieb aber alleine und hörte Musik oder einen Podcast. Dabei hörte ich aber dennoch stetig das Rauschen der Wellen. Irgendwann sprach mich ein Einheimischer an, der mit Freunden einen Wochenendausflug machte. Er war interessiert an dem Wanderweg und wollte gern ein Foto von mir machen. Bestimmt wegen meinem tollen Wanderhut, damit sehe ich besonders fotogen aus 🙈 nun ja auf jeden Fall warnte ich ihn schon vor das gleich jemand kommt und eine Frage hätte. Das dauerte auch nicht lange da kam Adriane. Und sie hatte Glück, die Freunde nahmen ihre Sachen mit und werden sie sogar mit nach Aukland nehmen. Glück gehabt 👍🏽😊
    Nach sieben stunden erreicht ich und andere endlich den Campingplatz. So schön der Strand ja ist, zieht es sich dann irgendwann doch in die Länge. Aber ich darf nicht jammern. Es liegen noch 60 km vor mir 😅
    Auf dem Platz freuten wir uns alle den Rucksack abzulegen. Ich war mächtig hungrig, wollte aber erst mein Zelt aufbauen. Da es sehr windig war, gestaltete sich dies als etwas schwierig. Und ich macht zweimal einen Fehler weshalb ich drei Anläufe brauchte 🫣
    Nun ja, dann endlich Essen kochen, kalt duschen. Mit den anderen etwas quatschten. Bzw. meist höre ich nur zu. Fühle mich zu unsicher mit meinen mäßigen Englischkenntnissen. Dann nochmal an den Strand um Fotos zu machen. Hatte ich ja so wenige heute gemacht 😂
    Gleich um 20 Uhr geht die Sonne unter und wir krabbeln in unsere Zelte.
    Für morgen Abend hat eine nette mitwanderin Abendessen beim Camping organisiert 🤗
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  • Tag 3 Te Araroa

    27. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌬 19 °C

    Campingsite The Bluff nach Hakatere Lodge 31 km nur Strand
    Wir wachten alle früh auf. Ich kletterte um 6.00 uhr aus dem Zelt und die ersten waren schon am zusammen packen. Die Nacht war ereignislos, außer das übliche hin und her wälzen, weil es hier und da zwickt 😅 Nachdem auch ich alles gepackt hatte und mein Porrige gefrühstückt hatte, machte ich mich auch auf den Weg. Sieben Stunden Strand laufen. Zum Glück mit Rückenwind. Und mal Sonnenschein, mal bewölkt. Und immer das Meeresrauschen im Ohr. Und das seit drei Tagen. Dennoch fand ich es irgendwie kurzweilig. Es war schön zu wissen und zu sehen das die anderen vor oder hinter einem waren. Ich hatte mir fest vorgenommen die Sache langsamer anzugehen als gestern. It s no Race. Das war mein Mantra. Ich hatte ja schließlich den ganzen Tag Zeit. So machte ich bei der Hälfte zusammen Pause mit Lucy. Und danach gingen wir den Rest gemeinsam. Wir erzählten was oder jeder hing einfach seinen Gedanken nach. Wir beide fluchten, als der Sand weich wurde und somit die Schritte viel anstrengender waren. Zum Glück kam das nicht so häufig vor. Es gab Möwen denen man was zuschauen konnte. Es fuhren ein paar Geländewagen an uns vorbei, sonst passierte nicht viel. Cool war wie der Sand nach vorne gepustet wurde. Ein echtes Schauspiel ☺️
    Nun ja, nach 30 Kilometern bogen wir links ab, zu unserem Campingplatz/ Lodge. Gabi die Inhaberin begrüßte uns freundlich. Sie ist Deutsche, lebt seit über 30 Jahre hier. Manche nahmen sich eine kleine Hütte mit Bett. Ich wählte den Zeltplatz. Wir bekamen was zu trinken. Etwas kaltes zu trinken. Welch ein Genuss. Durch Erzählungen bekam sie mit dass ich einen Überfall mit dem Wildschwein hatte. Als sie das hörte meinte sie direkt dass ich auch eine Hütte bekomme. Das war voll lieb von ihr. Ohne Aufpreis. Sie schenkte mir das. 🥰
    Ich freute mich sehr und zog ein. Dann kurze Zeit später, parkte ein Auto vor meiner Hütte und jemand rief meinen Namen. Es war wieder Talz. Die Shuttle Frau. Diesmal hatte sie eine Tasche für mich dabei, mit dem Zelt und einer neuen Isomatte. Ansonsten noch zwei Packungen Essen und Klebeband. Ich wusste gar nichts davon und war super überrascht. Nun war guter Rat teuer. Das neue Zelt war schon deutlich schwerer als meins. Klar, besser als Nix oder ein Zelt mit einem Riesenloch. Doch mein Plan war in Kaitaia in das Jagdgeschäft zu gehen und es reparieren zu lassen. Wenn möglich. Somit sind wir so verblieben, dass sie alles mit zu sich nimmt. Auch mein Zelt und meine defekte Luftmatratze. Ich brauche sie die nächsten zwei Nächte nicht. Dann gehe ich zu Talz und schaue weiter, wie ich mich entscheide. Die blieb noch was bei uns. Mittlerweile waren die anderen auch dazu gekommen und freuten sich sie zu sehen. Es fühlt sich so an als wenn man alte Freunde trifft. Es ist total verrückt. Ein verrückt tolles Gefühl ☺️
    In meiner Hütte gibt es sogar Strom 😄
    Nach der warmen Dusche kam auch schon bald das bestellte Essen. Dies hatte gestern eine Mitwanderin bestellt. Gabi war es mit einem von uns zusammen im Nachbarort abholen. Es gab Auflaufdinger. Auch vegetarische. Köstlich was richtig warmes zu essen, obwohl es Kürbis war den ich eigentlich überhaupt nicht mag 😆
    Unsere ganze Gruppe war zusammen und wir freuten uns. Das wird nun nicht so weiter gehen, weil schon morgen werden einige eine Etappe doppeln. Deswegen haben wir eine WhatsApp Gruppe gemacht um uns weiterhin austauschen zu können (war meine Idee ☺️).
    Der Wind frischte weiter auf und für morgen ist Regen angekündigt. Deswegen bin ich nochmal Richtung Meer um ein paar Bilder zu machen. Voll schön und besonders sind hier die Wildpferde. Sie laufen überall rum, klar sind ja wild 😂 aber auch hier auf dem Camp. Hier ist kein Zaun oder sowas. Freiheit pur. Für alle.
    Da in meiner Hütte Platz für 5 ist, habe ich andere gefragt ob sie nicht auch lieber drinnen in einem Bett schlafen möchten, und zwei sind der Einladung zu gerne gefolgt 😃 und so machen wir es uns gemütlich bei Marzipan und Schreibgedöns 🤓
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  • Te Araroa Tag 4

    28. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌬 13 °C

    Die letzte Nacht war wieder Actionreich. Diesmal wegen Sturm und Gewitter. ⛈️
    Zum Glück hatte ich meine Cabin. Ich glaube das hätte in meinem Zelt mit dem Loch nicht so gut funktioniert 🫣
    Ich lud weitere meiner Weggefährten bei mir einzuziehen 😆. Da es ja regnen sollte. Gut es wurde mehr als das…schlussendlich waren nachher alle weiteren vier Betten belegt. Alle waren froh im Bett zu liegen und umso glücklicher als das Gewitter draußen tobte. Was durch eine Scheibe betrachtet, sehr beeindruckend war. So kann es mit der Glückswelle nun weitergehen. Ich wachte dann gegen sechs Uhr auf und war munter. Ich startete meine Morgenroutine und merkte in der Küche, dass mein Müslibeutel gar nicht mehr da ist. Das ist wohl beim Schwein geblieben bzw. im Schwein. Nun ja, ich hatte von Denis so einen Nachtisch Fertigmischung bekommen. Die habe ich dann gefrühstückt, Datteln mit Vanillesoße. War lecker. Ist auch nicht so wichtig. Packen, verabschieden und auf den Trail. Täglich grüßt das Murmeltier, den ganzen am Meer entlang 😎😜😂
    Rechts das Meer, links die Dünen. Unterhaltung gab es durch die Möwen. Die machen manchmal lustige Sachen. Sie heben Muscheln auf, fliegen damit hoch und lassen sie wieder fallen. Heben sie wieder auf und wiederholen das immer wieder. Warum? Als Zeitvertreib? Haben Möwen Langeweile? Bekommen Möwen kalte Füße? Vielleicht hätte ich das auch mal machen sollen. Muscheln aufheben und hoch werfen. Aber mit dem Rucksack bücken ist nicht so einfach. Wobei der ja momentan leicht ist. Ohne Zelt, ohne Isomatte, ohne Müsli 😁 Das ist wirklich erstaunlich. Wie groß der unterschied ist. Ich konnte gut voranschreiten und holte Lucy irgendwann ein. Wir redeten etwas, dann zog ich weiter. Mit Musik oder Podcast im Ohr lief es sich sehr gut. Zumal meine neuen AirPods Geräuschunterdrückung haben. So konnte ich das laute Rauschen und Wehen abstellen. Ja ich weiß das ist sooo schön. Ja, aber auch laut wenn man es seit Tagen hört. Ab Kilometer 20 wechselte dann leider die Windrichtung und ich hatte Gegenwind. Nicht nur so ein bisschen sondern echt heftig. Ichcwsr froh über meine Stöcke. Damit konnte ich mich stützen und abstoßen. Es war auch sonst sehr wechselhaft von Sonne, Wolken und Regen. Irgendwann änderte sich dann das Landschaftsbild ein wenig. Was für eine Wohltat für die Augen. Der Daich wurde niedriger und in der Ferne tauchten Hügel auf.
    Und kurz vorm Ziel erreichte ich die ersten 100 Kilometer 🥳🥳🥳 Was für ein tolles Gefühl. Dann endlich ging es in einen Ort hinein. Ahipara und auf zum Holiday Park, Top10. Dort hatte ich ein Zimmer/Hütchen gebucht. Bad und Küche gab es als Gemeinschaftserlebnis. Dennoch sehr schön. Paradiesisch. An der Anmeldung kaufte ich mir direkt ne kleine Tüte Chips. Ich hatte solch einen Hunger. Und ich wechselte Geld für die Waschmaschine und den Trockner. Bei meiner Hütte setzte ich mich auf meine Veranda und aß meinen Snack. Dann rein mich sortieren und plötzlich gab es einen Regenguß. Glück gehabt 😅 Hier Drumherum wachsen die tollsten Bäume und Sträucher. Und die Vögel erst. Sie machen so schöne Geräusche. Ich liebe es 🥰 Mein Hunger war natürlich noch nicht gestillt. Was bedeutete ich musste nochmal los zum Supermarkt. Also nochmal drei Kilometer hin und zurück. Es war ein Mini Supermarkt. Aber alles gut. Ich kaufte Spaghetti, Pastasauce, Eier, Limo, Schokolade und Nutella. Gekocht wurde aber später. Erst kümmerte ich mich um die Wäsche. Dann um mich:duschen. Und ich hatte ein richtiges Handtuch bekommen 🤩
    Ja ich kann mich über jede Kleinigkeit freuen. Es sollte aber auch ein Blick auf die nächsten Tage geworfen werden. Was gar nicht so einfach ist. Ich merke aber das ich zu müde bin und das auf morgen verschieben muss.
    Das Essen war köstlich 😁 einfach herrlich.
    Es ist zwar etwas komisch nun alleine hier zu sein. Bzw. Es sind noch drei weitere hier. Aber jeder in seinem Hütchen.
    Ich fühle mich auf jeden gut und fit. Bin richtig glücklich jetzt auf dem Trail unterwegs zu sein 😃
    Morgen steht ein langer Straßenanschnitt bevor. Aber erstmal im Bett schlafen.
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  • Tag 5 Te Araroa

    29. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 13 °C

    Meine kleine Hütte war sehr gemütlich. Auch wenn es kein eigenes Bad gab. Ich bin dennoch früh aufgewacht (6.00h) und dann auch aufgestanden. Als Frühstück habe ich mir Wraps mit Nutella und Banane gemacht und Tee. Köstlich 😋
    Ich kochte meine übrig gebliebenen Eier, packte die Reste der Spaghetti und Tomaten Soße ein ( in zipbeutel) und machte mich auf den Weg. Kurze Stops gab es im Supermarkt und bei einem Bäcker (Scones). Dann kam der versprochene Straßen Abschnitt. Es handelte sich um eine zweispurige Landstraße mit sehr schmalen Randstreifen. Der Verkehr war okay. Überschaubar. Ich bin so weit wie möglich rechts gegangen. Bei großen Fahrzeugen auch mal stehengeblieben und noch weiter zurück. Das klappte ganz gut. Klar Spaß machte es nun nicht, aber ich wollte es selbst ausprobieren um ein Urteil zu treffen. Ich muss sagen, die Autofahrer war meist eher rücksichtslos und blieben wo sie waren. Die wenigsten nahmen Abstand. Ein Wohnmobil hielt an und wollte mich mitnehmen, was ja wirklich voll nett war. Doch ich lehnte dankbar ab.
    Es war aber auch interessant zu sehen wie die Landschaft sich verändert. Vom Strandfeeling zum Landleben. Es war schön mal was anderes zu sehen. Grüne Hügel , Bäume, Wiesen, Kühe, Sträucher. Alles erinnerte mich etwas an zuhause und dann doch wieder nicht. Palmen passten nicht ins Bild, auch nicht die Bambushecken.
    Ich kam immer wieder an Einfahrten vorbei die zu Höusern und Bauernhöfen führten. Ich sah und roch auch einige Kuhherden. Von der Bauart erinnert es mich an die USA. Von einfachen Häusern bis größeren Anwesen. Die aber meist auf dem Hügel lagen und drumherum ihr Farmland. So zog ich dahin und erreichte nach 15 km mein Ziel Kaitaia. Ich hatte Talz geschrieben und sie teilte mir ihre Adresse mit. Sie wäre den ganzen Tag zu Hause. Prima! Ich fand ihr Haus und lernte eines ihrer acht Kinder treffen. Ich durfte zu ihr rein. Alles war sehr einfach und klein. Wir überlegten das weitere Vorgehen bzgl. meines Zeltproblems. Wir nahmen alles mit und sie fuhr mit mir zunächst mal zu einer Polsterei. Der Mann meinte, der Stoff wäre zu dünn für seine Nähmaschine. Die würde dann mehr Schaden anrichten. Somit fuhren wir weiter zum Hunting&Fishing Geschäft. Doch auch dort sahen sie keine Lösung für mein Zelt. Nochmal mit einem anderen Tape kleben, würde wahrscheinlich auch nicht lange halten. Ganz sicher keine fünf Monate. Dafür war das Loch einfach zu groß. Ich war schon traurig und was niedergeschlagen. Ich hatte mir soviele Gedanken um meine Ausrüstung gemacht und war dann so froh mit meinem Zelt. Und nun hieß es Abschied nehmen 😢
    Und ein neues aussuchen. Sie hatte im Laden tatsächlich leichte Zelte. Ich war dann doch was gestresst und überfordert. Welches nehmen. Zumal Talz noch bei mir war. Sie wollte mir helfen was ja wirklich toll war, doch ich wollte sie ja auch nicht aufhalten. Ich entschied mich für ein Zelt und kaufte es. Dann ging es in die Stadt. Da ich Hunger hatte ging ich zu einem Inder und bestellte etwas. Talz kam dazu und ich lud sie zum Essen ein. Da es mir immer noch nicht so gut ging, also moralisch, war ich nicht in Plauderstimmung. Was eigentlich schade war. Talz hätte mir soviel über die Maori Kultur erzählen können. Danach gingen wir zur Post und schickten Denis sein Zelt , meine defekte Luftmatratze und mein kaputtes Zelt nach Aukland. Damit ich damit nun endlich einen Abschluss finden kann. Zum Schluss brachte sie mich dann zum Visitorcenter der Stadt, und wir verabschiedeten uns. Ich bedankte mich von Herzen 💕
    Nun wartete ich auf Sarah. Das war meine Gastgeberin des Tages. Ich hatte sie kontaktiert und ihr Tinnyhouse „gebucht“. Ich hatte sie auf Facebook gefunden, bei den Trailangels. Da sie bis 14.30 Uhr in der Stadt arbeitete, konnte sie mich danach abholen. Ihr Haus mit dem riesigen Gelände liegt 7 km entfernt. Beim warten sah ich einen Bus ankommen, der einige neue TA Wanderer ausspuckte. So wie mich vor einer Woche. Das war ein komisches Gefühl.
    Ich fand Sarah dann und musste sie noch fragen, ob sie vielleicht noch zu einem Supermarkt fahren könnte. Das war mir schon was unangenehm, doch wir hatten das vorher nicht geschafft. Sie stimmte zu, doch weil es in die andere Richtung ging fragte sie dafür ein paar Dollar.
    Ich dann in diesen riesigen Supermarkt rein, und war wieder gestresst und überfordert. So viele Regale und ich wollte Sarah ja nicht ewig warten los. So lief ich mit meinem Caddy durch die Gänge. Bis ich plötzlich zwei Bekannte Gesichter sah: Arianne und Ivan 🤩
    Was für ein Zufall! Ich traure erst meinen Augen nicht. Wir redeten kurz und ich erklärte meinen aktuellen Stand. Sie waren direkt begeistert und stimmten ein, mit zu Sarah zu kommen.
    Ich bezahlte und ging zu meinem Trailangel. Dort erklärte ich ihr was geschehen sei, und noch zwei weitere Walker mitkommen wollten. Sie freute sich darüber. Und schwups, war ich wieder nicht mehr alleine. Und praktisch, da ich dann nicht mehr viel reden musste. Das machten die zwei. Die auch hundert mal besser englisch können als ich.
    Gut, so übersprungen wir zeitgleich 7km Strassenabschnitt unserer Strecke. Aber das ist okay für mich.
    Bei ihr angekommen gab es zunächst ein großes Wow und Oh. Ihr Anwesen ist sehr groß und liebevoll hergerichtet. Sie zeigte uns alles. Die Komposttoilette, die caravans das Tiny House. Den Gartenmit den vielfältigen Pflanzen. Ivan war super interessiert und Adrianne war auch Mega begeistert. Ich natürlich auch.
    Dann sortierten wir uns. Die beiden bauten ihre Zelte auf und ich packte meine Einkäufe neu ab. Dann beschäftige ich mich mit der Planung der nächsten Tage. Die beiden anderen gehen da eher unbedacht vor. Würde ich auch lieber, doch es kommen nun ein paar Abschnitte wo es nicht so einfach ist willkürlich sein Zelt aufzubauen. Von daher brauche ich für mich einen Plan. Wenigstens bis zur nächsten großen Ortschaft.
    Dann ging es nochmal zu unseren Gastgebern die noch Besuch von ihren Nachbarn bekommen hatten. Es wurde viel geredet und die Anlage weiter bestaunt. Es ist erst das zweite Jahr das die beiden TA Walker das anbieten. Wir bekamen Bananen aus dem Garten geschenkt und Brot welches der Nachbar, ein Maori frisch gebacken hatte. Dabei handelte es sich um so frittierte Hefeküchlein. Also so interpretierte ich es. Lecker. Wir mussten uns dann irgendwann wirklich mal verabschieden, da das Abendessen noch auf dem Programm stand. Die beiden machten einen riesigen gemischten Salat und ich hatte ja noch mein Pasta Reste. Wir hätten noch fünf andere mit verkosten können. Es war viel zu viel. Wir aßen dann auf der Decke auf der Wiese. Als es dunkel wurde und kälter, zogen wir in mein Haus um. Was aber keinen Strom hat. Gemütlich wurde es mit Adriannes Lichterkette. Wir plauderten über dies und das.
    Dann ging es ab ins Bett, da es auch in meinem Haus kalt wurde. Nachts wachte ich auf weil mir so schlecht war. Wahrscheinlich Zuviel gegessen oder ich habe das Hefebrot nicht vertragen. Ich konnte dann aber doch wieder einschlafen. Jetzt am Morgen habe ich immer noch ein flaues Gefühl im Bauch. Hoffe das geht wieder weg.
    Ich muss sagen, auch wenn es hier wirklich richtig schön ist, fühle ich mich nicht hundertprozentig wohl. Ich kann gar nicht sagen, woran es liegt. Vielleicht weil der Tag generell nicht so mein Tag war… oder es liegt am Wetter. Alles ist grau und wolkenverhangen.
    Umso besser nicht alleine zu sein.
    Mein Thema….
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  • Tag 6 Te Araroa

    30. lokakuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 14 °C

    Da heute nur eine kleine, kurze Etappe anstand, blieb ich länger im warmen Schlafsack liegen. Es regnete zudem auch noch und Sarah sagte gestern: ihr könnt so lange bleiben wie ihr möchtet. Um neun Uhr bin ich dann mal hoch zu den beiden. Die waren noch nicht abgehbereit, weshalb ich alleine loszog. Es war dann gar nicht mehr so kalt und der Regen war meist ein Nieselregen. Ich lief 14 km auf Asphalt - und Schotterstraße. Sie war wenig frequentiert, was ganz erfreulich war. Mir wurde immer gewunken, was auch erfreulich war. Die Landschaft wurde in der Ferne hügeliger, was mir sehr gut gefiel. Auch die vielen Kühe AUF der Weide. Dann erfreute ich mich an den Blumen insbesondere wenn sie etwas Farbe ins graue Wetter brachten.
    Weniger erfreulich war der Moment wo zwei Hofhunde bellten und Knurrten. Und nur hinter einem Stacheldraht waren. Eigentlich hätten sie drunter durch gekonnt. Ich wechselte die Straßen Seite und nahm meine Stöcke in die Hand. Langsam ging ich weiter. Zum Glück blieben sie wo sie waren 😅
    Ich kam an einigen nach hinten gelegenen Höfen und Häuern vorbei. Ale einstöckig. Kurz vorm Ziel hörte ich wieder ein herankommendes Fahrzeug. Diesmal hielt es an. Und wer sitzt drin: Adrianne und Ivan 😂 nach 9 km haben sie sich mitnehmen lassen 😂
    Ich ging aber den Rest
    Ziel und Campingmöglichkeit ist heute der Krishna Sanctuary von Abhay und Jatha. Ich hatte sie vorgestern schon angeschrieben und ein Essen gebucht. Und das war eine super Idee von mir gewesen.
    Die beiden haben innerhalb von fünf Jahren hier ein Paradies geschaffen. Sie leben autark und haben zwei Kühe. Die bis an ihr Lebensende hier leben können 🥰. Jahta ist Inderin, Abhay Neuseeländer Wundervolle Menschen ❤️
    Und ich kam in den Genuss von einer köstlichen indischen Mahlzeit. Mit so vielfältigen Geschmäckern. Und alles aus ihrem Garten 💕
    Es gibt Bananen , Avocados, Papayas, Zitronen, Mandarinen und soviel mehr. Sie möchten ab nächstes Jahr ihren Ort als Retreat anbieten. Sehr passend. Wir unterhielten uns und sie freuen sich so viele Menschen aus der ganzen Welt kennen zu lernen. Diese Saison waren schon 200 TA Wanderer bei ihnen.
    Es war für mich heilsam hier sein zu dürfen. Genau zu rechten Zeit 💫
    Selbst der Regen störte nicht
    Wir duften sogar die Kühe streicheln und striegeln. Wunderbar!
    Ansonsten habe ich mir ein bisschen die Umgebung angeschaut und dann gelesen und etwas für morgen vorbereitet. Morgen geht’s in den Matschwald. Ich bin echt gespannt 😅
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  • Tag 7 Te Araroa

    31. lokak.–1. marrask. 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌙 14 °C

    Kilometer 155
    22 km im 10,39 Stunden. 1140 hm
    Heute stand auf dem Programm: Ratea Forest Track - wet, slippery and muddy
    Jo so war es dann auch. Die reinste Katastrophe. Wir sind früh gestartet. Um 7.00 Uhr. Zum Glück. Alhay meinte das wir 12 Stunden brauchen würden. Da ich ein optimistischer Mensch bin, habe ich mir nix weiter dabei gedacht 🙈 ich wusste das es matschig werden würde. Aber das es so viel hoch und runtergeht dass hatte ich irgendwie verdrängt oder nicht gesehen. Anfangs waren wir drei noch zusammen. Doch bei dem langen Aufstieg wurde der Abstand zu Arianne immer weiter. Da mir beim warten zu kalt wurde, zog ich weiter. Ivan wartete auf sie. Ich hatte auch die 12 Stunden im Kopf und das es um 20.00 Uhr dunkel wird. Und in dem Zeitlupentempo in dem ich unterwegs war, kamen mir da meine Bedenken 😅 Es war wahnsinnig anstrengend. Ich habe ja schon viel anstrengendes gemacht, aber das hier setzt allem die Krone auf. Vor allem wegen dem schweren Rucksack. Keinen Schritt konnte ich vernünftig gehen. Hoch und runter, Matsch, Wurzeln. Und das 10 Stunden lang. Ich bin froh über jeden Ultramarathon den ich je gelaufen bin. Ich weiß nicht ob ich es sonst geschafft hätte. Ich musste zwei Pausen einlegen um den Rucksack abzulegen und was zu essen. Zum Glück war tolles Wetter mit Sonne. Auch wenn ich die nicht oft zu Gesicht bekam. Wenn dann freute ich mich sehr und auch über die seltenen Fernblicke. Die Natur ist toll. Es gab so viele verschiedene Grün- und Brauntöne zu sehen. Auch die Vögel waren toll und zeitweise sprach ich mit ihnen. War ja sonst keiner da. Ich selbst wurde auch zu einem Vogel, zu einem Schimpfenden Rohrspatz 🙈
    Immer wenn ich dachte: jetzt wird der Weg besser, kam die nächste Matschstelle. Am besten schaut ihr euch das Video an 😜 unterwegs kam dann plötzlich jemand an mir vorbei gepeest. Ich dachte es wäre Ivan, doch es war ein fremder Mann. Wir unterhielten uns kurz, wobei sich heraus stellte das er auch deutscher ist. Nicolas aus Freiburg. Er ist flott unterwegs und war bald wieder verschwunden.
    Ach ja, zweimal bin ich gestürzt. Ist aber nicht so schlimm. Ohne meine Stöcke würde ich wahrscheinlich jetzt (20.44.) im Wald rum tappsen. Sie waren so hilfreich. Auch wenn sie, wie meine Füße öfters in einem Schlammloch steckenblieben.
    Ich war sooo froh wo ich endlich aus dem Wald kam und eine Wiese sah (Video). Es ging nur noch bergab. Immer den Wegweisern nach. Ich sah ein Haus und dachte das wäre der Campingplatz. Nee, war ein Bauernhof wo auch noch zwei freilaufende Hunde mich auf Trab hielten. Das ganze wollte irgendwie kein Ende nehmen. Ich schaute in die App. Es waren noch 1,5 km bis zum Camp 🙈
    Natürlich schaffte ich auch die und stieß einen Freudensschrei aus ich endlich mein Tagesziel erreicht hatte. Nicolas war schon da und hatte sein Zelt schon aufgebaut. Ich tat es ihm nach. Holte Wasser im Bach. Wusch mich, zog mich um und kochte mir Nudeln. Ich musste mich beeilen, weil der Sonnenuntergang näher rückte. Ich schaffte es und wir unterhielten uns noch ein wenig.
    Arianne und Ivan schafften es nicht mehr. Sie schlafen irgendwo im Wald 🤷‍♀️😅
    Ich bin ehrlich , bin froh nicht alleine hier zu zelten 😅 Gute Nacht 🌙
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  • Tag 8 Te Araroa

    1. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 20 °C

    Nachts musste ich wieder mal zur Toilette. Das ist immer so nervig. 🙄
    Diesmal lohnte es sich doppelt. Der Sternenhimmel war nämlich atemberaubend schön 🤩
    Es wurde nachts auch ziemlich kalt, so nah am Bach. Aber ich fror nicht. Verzog mich komplett in meinen Schlafsack 😉
    Um halb sieben wachte ich auf. Niklas war schon am packen. Er wollte evtl. zwei Etappen auf einmal machen. Gut, er hat nur 3,5 Monate frei bekommen. Das ist schon knapp für den TA. Es sei denn man geht gerne viele Kilometer am Tag und in der Dunkelheit. Da bin ich froh, dass ich den Stress nicht habe. Ich möchte die Zeit hier genießen. Meine „normalen“ Wandertage waren bisher schon stressig genug 🙈😂
    Ich frühstückte in Ruhe. Tee und Porrige. Packte meinen Kram zusammen und zog los. Es war immer noch sehr kalt und mein Zelt vom Tau pitschnass. Bewegung und die Sonne wärmten mich schnell auf. Schnell war ich auf der Hauptstraße der ich 8 km folgen musste. Es gab sogar ein Schild das die Autofahrer darauf aufmerksam machte das hier Wanderer unterwegs sind. Aber leider schien das nicht viele zu interessieren. Ich ging wieder sehr weit rechts. Die Autos die von hinten kommen, sehe ich logischerweise nicht. Die sind ja auch ne Autospur von mir entfernt. Außer es wird überholt. Und das machte jemand und hätte mich dabei fast überfahren. Ich spürte den Luftstrom ganz genau. Ich war sehr erschrocken und musste mich kurz sammeln…..ein Pferd kam tröstend an den Zaun. Ich gab ihm ein Stück Apfel.
    Nach einiger Zeit kam ein kleines Geschäft. Da musste ich rein.
    Ich bestellte mir ein vegetarisches Sandwich und kaufte Werters Echte 😜
    Ein Sandwich aß ich direkt 😉
    Da ich im Hinterkopf hatte, es würde ein anstrengender Teil kommen, versuchte ich nicht zu viel zu trödeln. In der Beschreibung stand was mit Fluss und Überschwemmungsgefahr. Und Niklas meinte wir müssten durch ein Flussbett durch….irgendwann ging es dann auf einen Schotterweg. Entlang an vereinzelten Höfen und Kühen. Die Landschaft erinnerte mich wieder etwas an zuhause. Das Licht war super toll! Dieses Blau mit der grünen Wiese. Herrlich! Ich fühlte mich soweit gut. Aber Muskelkater habe ich auch. In den Beine UND den Armen 😂 Ich merkte die Anstrengung noch sehr gut in meinen Muskeln. Von daher war ich froh das es gut voran ging ohne klettern und balancieren. Es ging zwar was auf und ab, aber alles ok. Nur irgendwas spektakuläres passierte auch nicht. Ich lief Schotterweg bis zum Campingplatz ⛺️ wieder einer wo nur Wasser und ne Toilette ist. Es ging die ganze Zeit durch den Wald, aber eben auf einer Schotterstraße. Toll sind immer die vielen Vögel. Auch Papageien habe ich gesehen. Als ich mal Pause machte, nahm ich mein Zelt raus und trocknete es in der Sonne.
    Was noch schön war, war der Fluss. Ich war sehr dazu verleitet hineinzugehen, aber ich dachte nee geh lieber weiter. Wer weiß was kommt.
    Und auf einmal war ich da. Nach 24 km. Zu meiner großen Freude waren zwei Zelte zu sehen 😃😃
    Nicklas und eins von Tess und Grace. Sie haben einen Restday hier gemacht.
    Da es noch so früh war, 15 Uhr, packte ich kurzerhand meine bematschten Klamotten ein und ging nochmal zurück zum Fluss. Die Vorstellung mich dort mal richtig zu waschen war einfach zu verlockend gewesen 😊
    Und es war herrlich. Sehr erfreulich und wohltuend 😁
    Zurück im Camp aß ich ein paar Snacks ( dann muss ich die schon nicht mehr tragen 😆). In zwei Tagen werde ich wieder in einer Stadt sein. Und auch mal einen Ruhetag einlegen 😇
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  • Tag 9 Te Araroa

    2. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 16 °C

    Wie meist beginne ich mit der Nacht. Die war sehr unentspannt. Nachdem die zwei Engländerinnen noch zu einem Abendtee eingeladen hatten und wir etwas miteinander geredet hatten, machten sich alle Bettfertig. Da im Camp vor Opposums gewarnt wurde, war ich schon wieder ganz nervös. Die beiden Mädels meinten es würde reichen die Foodbeutel im Zelt zu behalten. Das wollte ich auf keinen Fall, zu tief sitzt noch die Angst vom Überfall. Ich nahm meinen Beutel und hing ihn in der Holzüberdachung auf. Auch meinen Müllbeutel. Tess meinte, die könnten auch auf der Leine Balancieren. Deswegen änderte ich die Position nochmal und hing ihn an einen Balken. So weit so gut. Um 20 Uhr waren war alle im Zelt. Ich schaute mir noch was Den Hobbit an und schlief dann bald ein. Ich wachte auf, wie immer weil ich zur Toilette musste. Es war zum Glück nicht stockdunkel, da der Mond 🌒 etwas zu sehen war. Was noch zu sehen war, war ein Opposum welches im Holzunterstand herum kletterte. Und den Müllbeutel schon zerfetzt hatte. Nun war ich wieder hellwach und nervös. Zumal Nikolas sagte er hätte im Wald Wildschweinspuren gesehen. Das Ende vom Lied war das ich nachts bestimmt mehrere Stunden wach war. Um die Zelte waren so viele Geräusche. Das Camp lag ja auch mitten im Wald. Wäre ich alleine gewesen, ich wäre verrückt geworden. So schlug mir mein Herz bis zum Hals. Im Unterstand war voll das Getöse, sodass ich dachte, jetzt ist mein Essensbeutel auch hin. Aber egal, Hauptsache die Tiere würden mich im Zelt in Ruhe lassen. Einmal war es so laut, das wir alle wach wurden. Ich kletterte aus dem Zelt und ging wieder zum Unterstand. Nikolas kam auch dazu. Und was sahen wir: ein Opposum mit seinem Jungen. Mein Beutel war unangetastet. Die Tierchen sahen nun wirklich nicht zum Fürchten aus. Die Mödels waren auch wach und redeten im Zelt. Sie lachten auch, das tat mir gut und beruhigte mich etwas. Irgendwann wurde es leiser und ich versuchte doch noch was zu schlafen. Was auch gelang, mit Träumen von Bären. Ich denke ich muss da jetzt irgendwie durch. Jede Nacht im Zelt ist jetzt Konfrontationstherapie. Ich schaue aber das ich nicht alleine irgendwo liege. Ach ja, ich habe meine Luftmatratze nicht aufgeblasen. Warum? Ich glaube ich schlafe besser auf dem Boden. Sobald es geht schaue ich nach einer Schaumstoff Matte. Wegen der Isolierung. Ma gucken wie es diese Nacht klappt.
    So, jetzt mal zum Tag:
    Früh auf und glücklich das die Nacht vorüber war. Es sollte wieder eine anspruchsvolle Etappe kommen. Nikolas zog als erstes los. Dann ich. Essensbeutel war heile geblieben 😅
    Die Mädels nach mir. Es ging direkt in den Wald auf einen Singletrail. Doch zuvor mussten die Schuhe an einer Reinigungsstation gesäubert werden.
    Es ging richtig in den Regenwald hinein. Der keiner ist, aber so aussieht. Es ging steil bergab und es wurde wieder etwas matschig. Und kam dann DER Fluss. Der Mangapukahukahu Stream. Und genau dieser war mein Wanderweg über 4km. Im Fluss. Mal nur Knöcheltief oder mal bis zum Oberschenkel. Kalt war das Wasser auch noch. Ansonsten sehr schön. Mal was anderes. Hier hätte ich gerne jemand anderen dabei gehabt. Komisch war das ich keine Fische gesehen habe. Auch keine anderen Tiere. Nur die Vögel habe ich gehört. Als der Teil zu Ende war, ging es auf einen Singetrail. Der sehr technisch war. Es ging viel hoch und runter. Er war sehr bewachsen. Doch zum Glück auch gut markiert. Mit dem schweren Rucksack schon sehr anstrengend. Die Natur war wunderschön. Es hat mir gut gefallen so mitten im Wald unterwegs zu sein. Irgendwann ging es tendenziell bergauf. Auch über viele Stufen. Ich hatte immer noch Muskelkater von Vorgestern, was die ganze Sache erschwerte. Langsam aber stetig kam ich aber voran. Zum Schluss kam ich auf einen Schotterweg. 9 km nochmal was Fahrt aufnehmen, wenn da nicht die Schultern so weh tun würden. Deswegen machte ich eine kurze Pause um den Rucksack mal abzusetzen. Da hörte ich auf einem Geklapper und die beiden Mädels kamen daher. Die waren richtig flott unterwegs 🙂
    Im Camp angekommen gesellte ich mich zu Nikolas. Damit ich jemanden neben meinem Zelt habe 🫣 Er war schon was länger da. Ich machte mir erst mal was zu essen. Nudeln. Hatte ganz schön Hunger. Dann kalt duschen. Da es noch so früh war, ging ich noch zu der kleinen Wanderung die zu den tollen Kauri Bäumen führte. Ich war da ganz allein. Generell sind wir die einzigsten hier auf dem großen Gelände.
    Die Bäume waren Mega toll. Sehr imposant 🤩🤩🤩
    Uralt und riesengroß.
    Dann unterhielt ich mich kurz mit den anderen und alle verzogen sich ins Zelt. Ich schaute meinen Film weiter, bis mir einfiel das ich ja noch gar nicht mein Tagebuch geschrieben hatte 🙈
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  • Tag 10 Te Araroa

    3. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 16 °C

    Traumhafter Wandertag!
    Zum Glück schreibe ich hier immer welcher Wandertag gerade war, ich verliere sonst den Überblick. Ich weiß auch nie welcher Wochentag es ist 🙈
    Die Nacht war wieder blöd, Oppusums sprangen herum und bekamen wohl Streit. Auf jeden Fall wurde ich durch dessen geschreie wach und hatte wieder diese Angst. Ich hatte auch wieder den Entschluss gefasst auf der platten Matte zu schlafen. Das war diesmal aber keine so gute Idee. Ich lag unbequem und war ängstlich. Dennoch schlief ich irgendwann ein und war froh als es morgen war. Kurz vor sechs stand ich auf und begann mit meiner Morgenroutine.
    Die beiden Engländerinnen waren alsbald auch wach. Gut wir schlafen auch alle früh ein. Nun ja, diesmal zog ich mit Nicolas zusammen los. Wir unterhielten uns und kamen gut auf der Schotterstraße voran. Dann ging es auf einen Singletrail und an Feldern vorbei und an einem kleinen Wasserfall. Dort feierte ich mit meinem Specialvideo an Sabine und Daniela die 200 Kilometer Überschreitung 🥳
    Es folgten 28 km schönste Wanderwege. Es war einfach herrlich 🥰 Es war alles gut zu gehen , ohne viele heftige Anstiege. Es ging an Kuhwiesen vorbei und ich musste oft über Zäune klettern. Dafür wurden extra Kletterhilfen gebaut. Zum Glück war immer ein Zaun zwischen den Herden und mir. Bei einer Bullen Herde war einer sehr unentspannt und schnaufte und kam mir hinterher so weit er konnte. Und das war mir schon nah genug 😬
    Es ging durch verwunschene Wälder aus Pinien, Farnen usw. Die Mädels und ich trafen uns immer mal wieder. Auf einem Hügel sah ich eine riesige Antenne und tatsächlich war dort super guter Empfang. Ich machte eine Pause um mich um meine Übernachtungen zu kümmern. Ich rufe in einer Lodge an und sie hatten noch ein Private Room frei. Ich wollte für mich sein.
    Beschwingt ging ich weiter, und als ich wieder das Schild/Wegweiser vom TA sah, wurde mir erst so richtig bewusst was ich mache. Das ich meinen Traum verwirkliche. Ich wurde dankbar und ehrfürchtig. Ich fühlte mich nun endlich richtig angekommen auf dem Trail. Ich fühlte mich glücklich 🥰
    Ich weiß nicht wie oft ich dachte: Was ist das so schön. Genauso viele Bilder habe ich gemacht. Ich wollte alles festhalten. Es kam auf dem Trail auch keine Straße mehr. Nur Singletrails. Der letzte Abschnitt ging an einem Fluss entlang. Wo auch ein toller Wasserfall zu sehen war 🤩 Ein einheimischer Mann sprach mich an, ob ich wirklich das ganz Land durchwandern möchte. Und das wäre sicherlich anstrengend mit dem großen Rucksack. Er wünschte mir auf jeden Fall nur das Beste. Sehr nett 😊
    Überhaupt blieb ich oft stehen und bestaunte mein Ringsherum. Es war ja auch keine Eile geboten. Ich wusste wo ich übernachten werde und freute mich schon darauf. Sehr oft wurde ich von der Natur geküsst 😘 dadurch das ich an Sträuchern und Hecken nahe vorbei kam. Ich sah und hörte viele verschiedene Vögel. Vielleicht war auch ein kiwi dabei 🤷‍♀️🤩. Alles einfach paradiesisch und das bei bestem Wetter ☀️.
    Ach und auf dem Uferweg traf ich nochmal den Einheimischen. Diesmal zusammen mit einem anderen älteren Mann. Diese beiden wären fast zusammen gestoßen, weil er auf einem motorisierten Einrad ohne Lenker oder so unterwegs war. Wir unterhielten uns kurz und ich scherzte das ich ja nun damit weiter fahren könnte 🤣 Doch besser nicht. Ich würde direkt stürzen. Mr. Einrad stieg sicher auf und fuhr dann weiter. Zu schnell um noch ein Foto zu machen.
    Der Uferweg führte bis nach Kerikeri. Dort gab ich dann die Adresse meiner Unterkunft ins Navi ein. Es waren nochmal 2km. Leider bergauf. So langsam wurde ich dann doch müde. Auch wenn der Weg traumhaft schön war, war er lang und mein Körper braucht wirklich ne Pause. Nun ja, auch das meisterte ich und bei der Anmeldung gab es erstmal eine liebe Begrüßung UND ein Eis 🍦
    Benitas Lieblingseis. Herrlich! Beim Eintragen ins Registerbuch sah ich über meiner Reihe noch eine deutsche Nummer. Ich guckte auf den Namen. Und es war Nikolas. Lustig. Zufällig hatten wir unterwegs unabhängig voneinander die gleiche Bleibe gewählt 😆
    Mir wurde alles gezeigt, auch die dicke Katze Ginger 😻
    Ich hatte riesigen Hunger und wollte bald los um was zu essen zu besorgen. Aber vorher wollte ich unbedingt noch meine Wäsche waschen. Ich traf Nikolas und er fragte ob er sein Hemd mitwaschen dürfte. Er hat er sonst nicht viele Klamotten dabei. Vielleicht sollte ich meine mal überdenken…
    Mein Zelt musste ich auch noch zum trocknen rauslegen, es war pitschnass vom Morgentau.
    Später zogen wir zusammen los ins Städtchen. Ich wollte einkaufen und zum Pizza Hut. Er wollte indisch essen gehen.
    Im Supermarkt kaufte ich ein als wenn es kein Morgen mehr geben würde 😂
    Pizza Hut Pizza musste ich draußen essen, da es kein Restaurant im eigentlichen Sinne war. Aber egal. Sie war einfach köstlich 🥰
    Ich wusste mittlerweile das ein Teil meiner Anfangsgruppe auch beim Inder war. Als ich dort ankam wurde ich mit einem großen Hallo und sogar Applaus empfangen 😊 ich war die einzigste die nicht getrampt war und so gut wie alles gelaufen war. 7 km Straße fehlen mir, doch wenn man die 7km berechnet die ich vom Schweinesttrand zum Leuchtturm gegangen bin, ist es doch okay 🤓
    Es war auf jeden Fall so schön Andrew, Rosie, Christian und Lucy wiederzusehen. Nicolas saß auch bei ihnen und eine weitere Deutsche, dessen Name ich leider vergessen habe. Dann noch ein Pärchen welches ich aus dem Bus kenne. Wir fünf sind witzigerweise alle in derselben Unterkunft.
    Endlich erfuhr ich was sie gemacht hatten und wie ihre weiteren Pläne sind. Es war ein lustiger und reger Austausch. Ich verstand fast alles. Leider bin ich die mit dem schlechtesten Englisch 🫣aber naja was soll ich machen. Leider gehen die meisten am nächsten Tag weiter. Ich bleibe aber vernünftig und mache Pause 😇 Es war wirklich von Anfang bis Ende ein phantastischer Tag 💕
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  • Tag 11 Te Araroa

    5. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 12 °C

    Ruhetag in Kerikeri. Hone Heke Lodge
    Dies ist u.a ein temporäres Zuhause für Gastarbeiter aus ? Vielleicht Fidschi? Sie arbeiten hier auf Farmen. Morgens und abends habe neben ihnen gekocht und gegessen. Also im Aufenthaltsraum. Sie haben morgens Billard gespielt, ich denke weil es geregnet hatte und sie somit später zu Arbeit gefahren wurden. Wie dem auch sei, es war interessant zuzuschauen. Und sie können noch schlechter Englisch als ich 🫣
    Dieses Thema beschäftigt mich momentan sehr und nagt an mir. Ich fühle mich dadurch unsicher und ziehe mich zurück…
    Nun aber erstmal der Reihe nach.
    Morgens blieb ich lange im Bett um alles zu erledigen was ich mir vorgenommen hatte. Von beantworten vieler Nachrichten bis Emails schreiben, z. B. an meine Versicherung. Ich hoffe das meine Hausratsversicherung für mein Zelt und meine Matte aufkommt 🤷‍♀️ War ja so gesehen mein Haus und mein Bett.
    Ich sortierte noch mal alles durch und sortierte verschiedenes aus. Ja, auch den Schirm 🙈😂 da kam doch einiges zusammen. Nach meinem Frühstück mit Rührei , Toast, Joghurt und Erdbeeren ging ich wieder ins Zimmer und „arbeitete“ weiter. Mittags aß ich meinen Salat und die Reste meiner Pizza. Dabei traf ich andere TA Walker. Viele haben irgendwelche Plessuren. Von Blasen bis Sehenreizungen. Hier ist ein guter Ort zum gesund werden, da es in der Nähe auch einen Physiotherapeuten gibt. Zum Glück geht’s mir gut 🍀
    Ich habe mit einigen geredet um auch zu erfahren wer wann wieder weiter geht. Es ist nämlich so, dass in zwei Tagen die Möglichkeit besteht ein Stück mit einem Kajak zu fahren. Das würde ich natürlich sehr gerne machen. Nur dazu braucht es noch andere Leute. Beim Versuch den Betreiber zu erreichen , bin ich leider auch nicht weitergekommen. Das hat mich schon was nervös gemacht. Überhaupt das weitere Planen der nächsten Tage. Ist erst immer so überfordernd für mich. Ich merke ich werde nervös und wünschte mir jemanden mit dem ich mich austauschen könnte. Ja, es ist und bleibt alles eine Gefühlsachterbahn bei mir 🙃🙈
    Nachmittags bin ich dann aber doch endlich mal los ins Städtchen. Ich bin ins Sportgeschäft um nach anderen Trailschuhen zu schauen. Sie hatten aber keine. Warum? Ich glaube meine Füße sind jetzt schon gewachsen. Ich habe das Gefühl als wenn mir meine Schuhe zu klein wären 😅🧐
    Und dann bin ich, ma glaubt es kaum, zum Friseur gegangen 😂 Andere gehen zur Massage, ich lass mir die Haare schneiden. Doch ich war genervt von den langen Haaren. Nun sind sie Schulterlang und ich fühle mich viel besser ☺️ Und was noch richtig phantastisch war: ich bekam sie mit allem pipapo gewaschen. Ich selbst habe ja nur ein Stück Seife dabei. Und sie fühlten sich immer so fettig an. Was soll ich sagen, jetzt nicht mehr 😁 und welcher TA Walker kann schon sagen das er beim Friseur war 🙃 Das ist hier auch nicht so etepetete. Eher einfach. Von der Einrichtung bis zur Behandlung. Manch einer würde sagen etwas ruppig. Aber ich fand es total ok. Und günstig. Waschen, schneiden und Fönen für umgerechnet 25 Euro.
    Leichter verließ ich den Salon und suchte die Post auf. Ich musste meine aussortieren Sachen ja noch verschicken. Das hätte ich fast verbummelt 🙈
    Ich schickte wieder ein Paket nach Aukland zu Denis. So langsam kommt die Weihnachtsstimmung auch hier auf, also im Sinne von Dekoration. Und ich habe erfahren das Postkarten nur zwei Wochen brauchen, keine sieben 🤓
    Was dann, ach ja. Nochmal kurz in den Supermarkt. Währenddessen schrieb ich mit Adrianne. Wegen einem Treffen. Wir telefonierten dann und ich ging in meine Unterkunft zurück. Ich wollte abends nicht essen gehen. Ich hatte noch so viel im Kühlschrank. Außerdem musste ich mich immer noch um meine Planung kümmern. Andere TAWalker sagten mir Bescheid das sie sich wieder treffen würden in der Stadt. Ich war auch kurz davor abends nochmal zu ihnen zu gehen, entschied mich dann aber dagegen. Ich wollte lieber weiter recherchieren und früh schlafen gehen.
    Und da kam auch wieder diese Unsicherheit mit der Sprache. Ich weiß ich mach mich dadurch selbst zum Außenseiter. (Lernaufgabe). Mal schauen was der neue Tag bringt. Ich vertraue darauf das sich alles gut fügen wird 💫
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  • Tag 12 Te Araroa

    5. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 19 °C

    24 km von Kerikeri nach Paihia
    Ich bin heute Morgen alles in Ruhe angegangen. Frühstück und packen. Selbst als die ersten Wanderer aufbrachen, behielt ich die Ruhe 😆
    Was besonders schön war, war das Ginger die Hauskatze auf einmal vor meiner Tür stand und rein wollte 😊 Ds durfte sie natürlich. Ich vermisse meine Lucy ja so sehr. Da tat es gut Ginger was zu streicheln. Sie blieb bei mir, bis ich auszog ☺️
    Die Wanderung verlief gut auch wenn ich erst ein bisschen rumgetapst bin bis ich wieder auf der Strecke war 🙈 das Wetter war super. Sonne pur und warm. Da hieß es sich gut eincremen.
    Vormittags war ich unterwegs sehr nachdenklich und was traurig. Es ist nicht nur im Außen viel in Bewegung, sondern auch im Inneren. Die Natur und das Licht stimmten mich von zu Schritt zu Schritt positiver. Ich war froh über den Schotterweg durch den abgeholzten Wald. Da konnte ich mal den Blick schweifen lassen und auch meine Gedanken…
    Ich hatte ja immer noch im kopf morgen die Kajak Tour zu machen und versuchte im Stunden Takt jemanden zu erreichen. Was mir jedoch nicht gelang. Netterweise versuchte auch Adrianne ihr Glück und hielt mich auf dem Laufenden. Schlussendlich war es dann so, dass sich erst Samstag wieder die Möglichkeit dazu ergeben sollte. Vorher war Ebbe 🤷‍♀️ Gut mein Kajak tragen wollte ich nun auch nicht, da reicht mir schon mein Rucksack. Gut da war der Plan also hinfällig und ich musste über die andere Alternative nachdenken. Nämlich den Fußweg nehmen. Ich war dann eine zeitlang mit den Gedanken bei den anderen TA Walkern. Die die im Kajak fahren konnten und schon so viele tolle Sachen unternommen haben. Irgendwann musste ich mich selbst stoppen, und dachte an Mareikes Worte beim Webinar; Hike your own Hike. Das ist es auch. Bei sich selber bleiben, meine Möglichkeiten sehen und wertschätzen was ich alles schon gemeistert habe. Mein innerer Kompass muss da noch was kalibriert werden 😜
    Von daher war ich froh das ich eine Übernachtung im Hostel gebucht hatte. Da war kein anderer TA Walker. So war ich mehr bei mir und folgte meinen Impulsen. Nach dem Einzug ging ich duschen dann an den Strand und was essen. Ich fühlte mich gut und ging dann zurück. Wo ich erst noch kurz überlegt hatte in den Pool zu springen, doch im Schatten war es mir dann doch zu kalt 🫣
    So genoss ich das drinnen sein etwas. Auch verrückt. Oder ?
    Ach ja, da ich ja meist alleine unterwegs bin mache ich Fotos von mir selber. Mit Timer. Das ist dann immer etwas aufwendiger. Heute am Strand habe ich mit meinen Versuchen wohl so verzweifelt gewirkt das eine Frau kam und fragte ob sie die Fotos machen soll 🙈🤣
    Und noch was : Carola eine neue Freundin aus Dresden, startet MORGEN ihre Wanderung auf dem TA 🤩 Das ist voll schön. Das nochmal mitzuerleben. Wir sind nämlich im stetigen Austausch und irgendwann werden wir aufeinander treffen 😃😃😃
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  • Te Araroa Tag 13

    6. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 17 °C

    Paihia nach „The Farm“ Kilometer 282
    30 km habe ich auf Straße und Schotterweg zurückgelegt 😅
    Zunächst wachte ich um 6.00 Uhr auf. Was insoweit gut war, weil ich so die erste Fähre nehmen konnte für nach Russell. In meinem Hostelzimmer schliefen noch vier andere Frauen. Ich war die erste die wach wurde. Um die anderen mit meinem Gepacke nicht zu sehr zu stören, schleppte ich alles vor die Tür und packte dann in Ruhe alles ein. Konzentriert damit ich nichts liegen lasse. Es gibt schon zwei Verluste zu vermelden. Meine Sonnencreme und die Hülle von meinem neuen Zelt 🙈
    Ich hatte es nicht weit bis zum Ableger. Die Sonne war gerade aufgegangen und es war noch ein wenig nebelig. Ich freute mich auf die kleine Schifffahrt ☺️
    In Russell gönnte ich mir zum Frühstück einen Blaubeer Muffin 😋
    Die ersten Wanderkilometer waren noch ganz nett. Doch alsbald ging es auf die Straße. Ich passte gut auf und achtete auch auf die Autos die von hinten auf der anderen Straßenseite heranfuhren. Ich konnte irgendwann das Gewässer sehen wo die Kajaks lang fahren. Hätte ich auch lieber gemacht…Aber egal. Hauptsache weiter geht’s. Ich war dann doch froh als es auf die Schotterpiste ging. Ich bin doch etwas angespannt. Nur endete da auch der Weitblick und es folgte ein nicht endender breiter Weg durch den Wald. Der ging auch noch schön hoch. Und es war tatsächlich noch relativ viel Verkehr. Keine Ahnung wo die alle herkamen. Eine Frau wollte mich netterweise mitnehmen. Aber lehnte dankend ab.
    Es ist wirklich nichts spannendes passiert. Ich freute mich als ich endlich mal was anderes sah. Das Meer. Und dann kam nochmal normale Straße. Da hupten die Motorradfahrer mir und streckten den Daumen in die Höhe 👍🏽😄
    Mein Ziel The Farm war richtig toll ☺️
    Dort leben und arbeiten einige Menschen und beherbergen Reisende oder auch TA Walker. Ich habe ein Video gemacht und versuche es mit hochzuladen. Und zur großen Freude traf ich wieder viele meiner Trailfamily. Das war toll! Und noch mehr andere nette Menschen. Corinna eine Deutscher war auch da. Wir tauschten später noch Nummern aus.
    Dann war auch toll das ich Wäsche waschen konnte und als ich mir den Hof genauer anschauen wollte kam ich mit einem englischen jungen Pärchen ins Gespräch. Wir zogen gemeinsam los und unterhielten uns sehr gut. Sie sind mit dem Auto / Camper unterwegs. Ihr Camper ist am ersten Tag kaputt gegangen. Die waren mir wirklich sehr sympathisch 😊 später beim Essen hab ich ihnen mein Kärtchen 🤓
    Man konnte Abendessen mitreservervieren was viele genutzt hatten. Der Nachteil, erst um acht Uhr gab es essen. Wir sind es ja eher gewohnt dann schlafen zu gehen 🙈😂
    Es war aber schön nochmal zusammen am Tisch zu sitzen und zu reden.
    Ich habe andere Walker getroffen die auch am liebsten alles gehen wollen. Ich fragte sie ob sie vielleicht auf den Camping gehen könnten wo ich bin oder umgekehrt, da ich Angst hätte irgendwo alleine zu zelten. Sie waren sehr nett und stimmten zu.
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  • Tag 14 Te Araroa

    7. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 17 °C

    Ein langer Tag neigt sich dem Ende
    Von The Farm ging es 32 km lang 9 h nach Komanava Farmstay. Straße - Helena Bay - Schotterweg
    Morgens beim Packen merkte ich das mein Kochset nicht da war. Ich hatte es verloren 😔 Ich denke gestern beim Packen im dunkeln im Hostel. Ich rief später dort an, doch leider wurde Nix gefunden oder abgegeben. Ich bin echt ein Schussel. Wenn ich hier fertig bin, habe ich mir nachher eine neue Ausrüstung gekauft 🫣🙈
    Sehr ärgerlich aber es nützt Nix. Ich bin weiter gewandert. Da ich wusste das es eine lange Wanderung werden würde, stand ich früh auf und war die erste auf dem Trail. Die Hälfte der Gruppe übersprang den Straßen Abschnitt. Ich möchte ja aber ALLES wandern. Das Wetter war schwül warm mit bedecktem Himmel. Ich hatte mir morgens noch ein Hörbuch heruntergeladen. Das schafft Abwechslung und Ablenkung auf den Straßen Abschnitten. Ich höre aber immer nur mit einem Kopfhörer. Will die Natur hören und die Autos.
    Unterwegs war ich also beschäftigt und erfreute mich an meiner Buchauswahl : Geschenkt
    Kurz vor dem spannenden Teil überholte mich der Norweger Jorgen. Der übrigens auch vom Wildschwein überfallen wurde ist. Zwei Tage vor mir, er hatte ein schlechtes Gewissen weil er nichts erzählt hatte…. Er nahm eine andere Route und somit trennten sich unsere Wege.
    Ich war gespannt auf die Ridge. Aber Hauptsache mal ein schöner Singletrail der erstmal gut hoch ging. Und das sogar über viele Stufen. Sehr schweißtreibend. Aber auch mit tollen Ausblicken und Dschungelcharakter. Anschließend ging es hoch und runter über Wisen und Felder. An Kühen vorbei. Sie waren zum Glück hinter einem Zaun, weil sie kommen direkt angelaufen um zu gucken. Sehen dabei oft es grimmig aus. Die letzten Kilometer verliefen wieder auf einer Schotterstraße. Ich merkte meine Füße und war froh zu wisse dass ich bald da war. Ich habe mich vertan und bin schon bei der ersten Farm rein, hab gerufen doch es war niemand da. Ich schaute nochmal auf die Beschreibung und entdeckte meinen Fehler 🙈
    Alex und Vanessa (Ehepaar aus Kanada) holten mich ein und somit kamen wir gleichzeitig im Ziel an. Wir alle waren froh da zu sein.
    Es handelt sich wieder um einen Lebenshof wo mehrere Meschen zusammen leben.
    Für die Wanderer oder anderen Reisenden gibt es eine Wiese für die Zelte und einen großen Aufenthalsraum. Mit Küche und Wohnzimmer. Wir ließen uns auf die Couch fallen und hatten die Idee irgendwo eine Pizza zu bestellen. Doch wir waren zu weit entfernt von diversen Möglichkeiten.
    Es kamen noch die Schwestern Grace und Tess an. Dann waren wir komplett. Wir fühlten uns sehr wohl in der Unterkunft und unterhielten uns. Später hörte ich wieder mehr zu und versuchte herauszufinden wo es morgen hingehen könnte. Ich kam aber auf keinen grünen Ast. Alex half dann weiter und wir schauten zusammen.
    Ich war so müde dass ich dann schon mal zumZelt ging.
    Und da war sie dann wieder, meine Angst. Ich hörte überall Geräusche. Zum Glück konnten Kay und ich telefonieren. Das beruhigte mich und ich konnte tatsächlich einschlafen. Bis vier Uhr. Ich wachte vom Regen auf und war wieder hellwach. Ich hoffe sehr dass ich bald entspannter werde, weil so ist echt blöd 😔
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  • Tag 15 Te Araroa

    8. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ 🌧 18 °C

    Um 6.30 Uhr bin ich aufgewacht und schaute mir direkt mal die Welt an wie sie draußen aussieht. Regen und Schafe die umher liefen. Diese hatte ich bestimmt auch nachts gehört. Und die sind wirklich friedlich.
    Morgenroutine und mit den anderen reden. Es war schön drinnen sich noch was zu essen zu machen und in Ruhe in den Tag zu starten. Ich bin wieder als erste los, weil ich auch langsamer gehe als das kanadische Paar. Die Schwestern bleiben noch eine Nacht.
    Ich freute mich auf die Strasse und auf mein Hörbuch.
    Benita überraschte mich und der gute Empfang auch. Wir konnten sehr lange miteinander telefonieren. Das war richtig schön 🥰
    Die Autofahrer winken immer und sind auch rücksichtsvoller geworden. Ich schaue mir gerne die Landschaft an und finde es interessant wie die Menschen hier wohnen. Das einzige was ich nicht mag, sind die Hofhunde die aggressiv bellen und frei herum laufen. Da schlägt mein Herz wieder ganz schön dolle 😬
    Was auch alles so am Wegesrand liegt, verrückt. Von Handyhalter bis große Knochen 🫣
    Es war den ganzen Tag größtenteils bewölkt und wieder sehr schwül warm. Als es in einen Wanderweg ging wurde es vom gucken abwechslungsreicher. Es ging an Kühen vorbei, an Mangroven, über Brücken. Sogar über eine sehr lange Fußgängerbrücke über einen Meeresarm. 395 m lang 🤓
    An einer Düne vorbei, von wo aus ich das Meer rauschen hörte. Dann kam ein Küstenwanderweg, der auch sehr schön war und etwas hügelig. Nun sah ich auch das Meer. Die Wohnhäuser wurden ganz schick und nobel.
    Irgendwann hatten mich Alex und Vanessa eingeholt und wir gingen die letzten 4 km zusammen.
    Bei der Straße angekommen fragte Vanessa ein Paar ob sie uns mit ins Städtchen nehmen könnten. Sie sagten JA und ließen uns direkt neben einem Supermarkt und einemPizza Foodtruck raus 😋 So wurde erstmal ne leckere Pizza gegessen und kühle Getränke getrunken. Wir machten es uns gemütlich und das war auch kein Problem. Wir recherchierten den morgigen Tag. Was wirklich nicht so einfach ist. Und ich dachte das läge an mir und an meinen geringen Englisch Kenntnissen. Doch Alex hatte auch seine Probleme die Beschreibungen in der Trail App zu verstehen. Da war ich dann mal beruhigt.
    Plötzlich stehen Ivan und Adrianne beim Supermarkt. Was für ein Zufall 😊
    Wir freuen uns und verbringen den Rest des Tages zusammen. Ich fühle mich wohl und bin froh das alle so nett sind ☺️
    Unsere Zelte schlagen wir oberhalb vom Meer auf. Unsicher ob das wirklich erlaubt ist, aber wir riskieren es. Das Wetter ist komisch. Mit so leichtem Nieselregen.
    Morgen gehe ich eine Etappe und werde dann in die nächstgrößere Stadt trampen. Dort besorge ich mir ein neues Kochsystem 😅 zum Glück und hoffentlich stimmt das auch haben die Geschäfte auch sonntags auf. Übernachten werde ich dort in einem Hostel.
    Ich höre die Stimme der anderen, das Meeresrauschen und die Grillen. So kann ich gut einschlafen 🤗
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  • Tag 16 Te Araroa

    9. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ⛅ 18 °C

    21 km bis Ngunuru.
    Nachts war es warm und diesmal wurde ich durch ein Feuerwerk erschreckt und geweckt. Ganz in der Nähe zündeten Leute Raketen 🚀 🙈😅
    Morgens kam nach dem Regen doch noch die Sonne raus. Das war natürlich ganz nett 😎
    Wie waren ja zu fünft und alle wachten so ungefähr zur gleichen Zeit auf. Ich frühstückte beim Meer und quatschte ein wenig mit einem Einheimischen. Komisch manchmal fällt mir das ganz leicht. Am besten wenn sonst keiner dabei ist 😄
    Ich ging schon mal vor zum Supermarkt, wo mich ein Mann ansprach. Wegen dem großen Rucksack. Die meisten wissen was dies bedeutet und sind ganz ehrfürchtig und bewundern uns. Ich denke dann immer, nun ja wir sind ja erst am Anfang und das wundervolle Gefühl hat sich bei mir noch nicht gänzlich eingestellt. Hauptsächlich wenn ich alleine auf dem Trail bin und die Landschaft an mir vorbei zieht, oder ich an ihr ?! Dann fühle ich mich am wohlsten. Es ist immer noch so viel zu planen und zu organisieren nach der Wanderung. Ich hoffe das sich das irgendwann was einpendelt.
    Nun ja auf jeden Fall redete ich mit dem Mann und nutzte dann wiederum die Gelegenheit ihn zu fragen ob er mich mitnehmen könnte. Zu meinem Startpunkt. Er stimmte freudig zu. Ich schaute um die Ecke und da kamen auch die anderen. Zwei gingen woanders hin und die anderen durften auch mitfahren 😊 zwei Hunde waren auch noch an Bord. Gefühlt hat jeder Neuseeländer einen Hund. Mindestens 🙃
    Am Ziel bedankten wir uns und ich überreichte ihm meine Smiley Karte. Darüber freute er sich sehr. Charly hieß der nette Mann
    Ich wanderte dann schon mal alleine los. Die anderen aßen noch was. Ich glaube die sind auch froh wenn sie alleine sind 🫣 mir sollte das nur recht sein. So konnte ich mein lustiges Hörbuch weiterhören und die Landschaft genießen. Es ging wieder viel über Straße und Schotterweg. Diese führten aber auch mal durch einen Farnwald. Sattes Grün war die vorherrschende Farbe. Und daran kann ich mich nicht satt sehen 😀
    Irgendwann kam ich in die Ortschaft und dachte mir, dass wäre ja die Gelegenheit für den Mittagssnack. Ich bestellte mir so Art Kroketten. Es dauerte nicht lange da tauchten auf einmal immer mehr TA Walker auf. Bekannte wie auch unbekannte. Sie hatten wohl alle die gleiche Idee wie ich 😂
    Schade an der ganze Sache war, das es anfing zu regnen. So richtig heftig 😅
    Ich war am nachdenken was ich machen soll. Eigentlich wollte ich noch 9 km weiter wandern und dann trampen. Die anderen blieben im Ort und dort zum Camping Platz. Ich hatte ja aber noch andere Pläne. Ich wollte nach Whangarei um mir neue Kochsachen zu kaufen.
    Auf jeden Fall zog ich dann los. Regne hin oder her. Es war ja warm. Vor allem in der Bewegung. Nach ca zwei Kilometern rief mir eine Frau aus einem Auto zu, ob sie mich mitnehmen soll? Ich hatte mir vorher schon Gedanken gemacht was ich mache, wenn dieser Fall eintritt 😉
    Ich stimmte zu, weil es machte doch nur mäßig bis keine Freude bei dem Regen zu wandern. Außerdem tat mein kleiner Zeh weh.
    Nathalie aus Frankreich war die nette Fahrerin 😃 sie fuhr in die Richtung in die ich wollte und brachte mich sogar direkt zum Geschäft. Das gute war das ich dieses heute noch aufsuchen konnte, da ich früh genug in der Stadt war. Sie erzählte von ihrem bisherigen Urlaub und es kam etwas Neid bei mir auf. Sie hatte so viel tolles und aussergewöhnliches erlebt. Ja ich bin da ehrlich. Und ich fing an an meinem Unternehmen hier zu zweifeln…. Ich bedankte mich sehr bei ihr und auch sie bekam eine Smiley Karte.
    Im Shop wurde meine Laune leider nicht besser. Das Angebot war sehr klein und schwer. Ich ärgerte mich über mich selbst das ich nicht genug auf meine Sachen aufgepasst hatte. Nun ja , der Verkäufer war nett und das stimmte mich was positiv.
    Dann ging ich endlich zum Hostel. Cell Block heißt es. Und es ist wirklich wie in einem Gefängnis. Nur das man nicht eingesperrt wird. Ja gut etwas behaglicher auch 😂
    Als Nächstes : Duschen, Zelt zum trocknen aufhängen, auf zum Waschsalon.
    Zurück. Zelt rein holen da es anfing zu regnen. Die nächsten Tage planen.
    Noch mal raus zum Einkaufen (Abendessen und so)
    Kurz das Hundertwasser Haus anschauen.
    Zurück essen, dabei die Zunge verbrennen 🙈
    Alles aufladen,
    Ach ja ich habe auch einige Stiche von den Sandflies. Echt fies. Die Jucken so sehr ….
    Morgen wird es wieder spannend. Ich muss ja irgendwie wieder zurück 🫣
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  • Tag 17 Te Araroa

    10. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 19 °C

    Mein innerer Wecker weckte mich wie immer um 6 Uhr. In meiner Zelle 🙈
    Frühstück, waschen, mit Benita telefonieren 🥰 und los gehts.
    Unterwegs rief mich James an wegen meiner Anfrage mit der Bootsüberfahrt. Er gab mir den Tipp das ich meine Route anders gestalten sollte, weniger kompliziert 🤓 und er hatte Recht. Die paar Kilometer die mir dadurch verloren gehen. Wen interessiert es 🙂
    Ich habe ihn soweit ja eigentlich gut verstanden 👍🏽
    Nun stand die nächste Herausforderung an. Aus der Stadt heraus kommen und wieder auf die Strecke. Trampen 🫣
    Es sah so nah Regen aus, das mir doch wieder der Gedanke kam mir einen Regenschirm zu kaufen 😂 Man könnte meine ich mag Regenschirme 🙃
    Dabei traf ich dann durch Zufall auf Claire. Neben ihr hatte ich im Bus gesessen und mich schön unterhalten 😊 ich freute mich sie wiederzusehen. Hätte nicht gedacht das dies hier passieren würde 😆 Aber schön war’s. Sie bleibt noch was länger um sich die Stadt anzuschauen. Nun ich ging los um etwas aus der Stadt herauszukommen. Irgendwann versuchte ich es einfach mal und streckte den Daumen raus. Hatte mich schon was Überwindung gekostet 😅 Aber nix passierte. Ich musste über eine Stunde gehen bis jemand anhielt. Charles. Ein netter Hippietyp ☺️
    Durch den Walk sprach ich noch mit einem älteren Ehepaar und kaufte eine leckere Rosinenschnecke 😋
    Charles war echt toll, wir waren nämlich zuerst etwas zu weit gefahren. Er drehte um und brachte mich zum richtigen Einstiegspunkt 🙂
    Wetter war bewölkt und warm. Es ging zunächst wieder über eine Straße und dann mal für ein paar Kilometer auf eine richtigen Wanderweg, wo ich sogar durch zwei kleine Flüsse marschieren musste 😅
    Ich fühlte mich so lala. Gefühlsachterbahn halt. Am wohlsten fühle ich mich immer noch auf dem Trail. Traurig war ich, weil Benita heute Geburtstag hat und ich nicht bei ihr bin 😔
    Ich traf unterwegs wieder auf meine Bekannten TA Freunde. Die aber entweder schneller waren oder trampten. Im Zielort verlief ich mich zunächst einmal. Dadurch kam ich aber wieder ins Gespräch mit einer einheimischen. Die sich schon gewundert hatte, wo ich denn hingehen würde. Der Ort ist sehr schön gelegen am Meer. Ich musste bei den Fußgängerbrücke ein Meeresarm überwinden. Dann macht ich mich auf die Suche nach dem Campingplatz. Auch dabei musste ich wieder jemanden fragen. Beim weiteren Suchen flog mir eine kleine Mücke ins Auge. Das war ziemlich unangenehm, und mir kam direkt die Tränen. Ich lief halb blind durch die Gegend und sah wohl so verzweifelt aus, dass eine Briefträgerin anhielt. Sie fragte, ob alles in Ordnung wäre. Komisch, wieso sie auf diese Frage kam. Somit kam ich schon wieder ins Gespräch. Sie fragte, ob ich den TA wandern würde. Sie kann das ja nicht verstehen, dass man so viele Kilometer geht, anstatt das mit dem Auto zu fahren. Zunächst einmal half sie mir, das kleine Fliegen Vieh aus meinem Auge herauszubekommen. Das war äußerst nett von ihr. Dann kam ihr die Idee, mir etwas Gutes zu tun. Sie heißt Sandy und meinte, ich sollte zu den schwarzen Briefkasten gehen und das Paket herausnehmen. Dies dann mitnehmen zum Campingplatz und dort abgeben und sagen, dass ich von Sandy komme. Und er mir doch bitte ein Eis spendieren sollte. Dies hatte ich es im zweiten Anlauf verstanden aber dann auch so durchgeführt. Ich kann also an und gab das Paket ab und kam ein leckeres Softeis kein kleines, sondern ein sehr großes und ich durfte mir die Geschmacksrichtung aussuchen. Über diesen Handel hatte er mir ganz vergessen zu erzählen oder zu erklären, wo der Campingplatz ist genau ist für die Zelte so irrte ich zunächst einmal auf dem großen Campingplatz umher, wo hauptsächlich Platz ist für Wohnwagen oder Camper Vans also musste ich wieder zurück und nachfragen. Auch eben war das dann unangenehm, weil er hat mich vergessen hatte zu sagen, wo die Zelte sind. Im zweiten Anlauf fand ich dann den Zeltplatz und meine anderen TA Wanderfreunde. Es waren schon drei Zelte aufgebaut vor Ort waren Vanessa und Alex, Nathan und Jürgen. Ist eine große Küche vorhanden. Ein großer Aufenthaltsraum wo ich jetzt auch gerade noch Sitze und alles wird hier geladen. Ich sprachen ein wenig mit allen vor allem mit Vanessa, die heute einen Tiefpunkt hatte und etwas frustriert ist vom vom Trail und überhaupt. Wir tauschen uns ein wenig aus. Ich recherchiere noch mal die Strecke für morgen und sah dabei auf meine Google Maps Karte, dass ich da eine ein Ort gespeichert hatte und ich sah, dass es von einem Trail Ángel war. Ich suchte meinen Post auf und lass dann, wer es war und was es dort gibt. Es klang sehr gut und ich schrieb die Person an. Somit werde ich dann morgen zu dem Holländer, der hier lebt gehen und dort übernachten. Dort gibt sogar noch selbst gemachte Pizza obendrein aber nicht umsonst. Das muss ich schon bezahlen. Er hat mir noch ein paar Tipps gegeben von Aussicht Gelegenheiten und darüber freue ich mich sehr. Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser ist und die Sonne scheint. Ich habe das hier mit Diktierfunktion aufgenommen. Deswegen hoffe ich dass alles okay ist weil ich so müde bin es noch mal zu überlesen.
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  • Tag 18 Te Araroa

    11. marraskuuta 2025, Uusi Seelanti ⋅ ⛅ 16 °C

    Ich beschreibe den 11.11.25. War gestern Abend zu müde 🥱 Und da ich heute einen Ruhetag einlege, habe ich viel Zeit.
    Fakten:
    31 km in 10,5 h
    1325 hm
    Bin jetzt bei Kilometer 413 😃
    Ich war schon um 4.30 Uhr wach. Vielleicht weil ich aufgeregt war wegen der Strandüberquerung bei Ebbe. Wo um 6.00 Uhr der niedrigste Gezeitenstand ist. Dann wollte ich noch gerne mit Benita telefonieren, weil sie Geburtstag hatte 💕
    Von daher dachte ich warum weiter schlafen. Die Campkatze war auch schon wach und maunzte. Sie fand es super das ich wach war und sie kraulen konnte 😉
    Ich fand es super eine Katze da zu haben die ICH kraulen konnte. Also voll die Win-win Situation für uns beide ☺️
    Ich brachte zunächst alles in die Küche um mich dort zu sortieren und mir mein Frühstück zu machen. Ich wollte die anderen auch nicht stören. Die anderen waren das kanadische Ehepaar, Nathan aus GB und Jorgen aus Norwegen.
    Alles klappte sehr gut und auch der Video Call mit Benita funktionierte 🥰
    So zog ich los in die ersten Sonnenstrahlen des Tages 🌞
    Es war ein fantastisches Licht. Ich liebe es so sehr. Die morgendliche Goldene Stunde. Es schoss ein Foto nach dem anderen. Zum Glück ist die Zeit aus dem Blickwinkel gesehen, vorüber wo der Film in der Kamera nur 36 Fotos zustande kommen ließ 😅
    Alsbald kam der Ebbeabschnitt. Es war ein bisschen wie eine Wattwanderung. Aber toll, spannend. Ich musste immer wieder Ausschau halten nach den Wegweisern, die in Form von dünnen Stangen mit orangefarbenen Dreiecken irgendwo im Watt steckten. Dabei war es mitunter mal was matschig und mal was nass. Da ich durch kleine Flussarme durchmusste. Egal, ich fand das alles toll!
    Irgendwann sah ich die anderen. Sie hatten mich eingeholt. Genau am Ende wo es besonders matschig war, da ich den falschen Weg eingeschlagen und den Steg übersehen hatte 🙈🤣
    Es war auf jeden Fall witzig. Nathan kam barfuß an. Seine Wanderboots hingen am Rucksack und seine Crocs hatte er in der Hand. Seine Füße waren rabenschwarz, weshalb er sie erstmal mit seinem Trinkwasser abwaschen musste. Jorgen hingegen ist anscheinend über das Wasser und den Sand/Matsch geflogen. Alles war SAUBER 🤷‍♀️🫣😂
    Keine Ahnung wie er das geschafft hatte.
    Vanessa und Alex sahen aus wie ich, nasse und dreckige Schuhe. Wir alle hatten unseren Spaß.
    Es ging dann an Weiden mit Kühen und Stieren und Pferden vorbei, es folgte eine kurze Schotterstraße die einen ordentlichen Anstieg hatte. Das war mal nur ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte… dennoch es war grandios. Jegliche Anstiege lohnen sich meistens, weil eine spektakuläre Aussicht folgt. So war es auch diesmal. Es tat so gut mal in die Ferne blicken zu können. Das Meer zu sehen, die verschiedenen Buchten und Berge. Phantastisch 🤩
    Es ging dann auf einen Wanderweg der noch höher hinauf verlief. Mit noch anderen Fernblicke, zum Beispiel auf das was wir noch vor uns hatten. Strandabschnitte und eine Bergkette 😅
    Es sei denn man hatte als Ziel einen Campingplatz vor der Bergbesteigung, so wie Jorgen.
    Mein Ziel war das Cabin bei Eric, also stand alles noch vor mir. Ich war auf jeden Fall glücklich. Das Wetter war super. Jedes Foto ein Postkartenmotiv.
    Beim Abstieg des ersten Berges hin zum Strand hatte ich dann leider eine nicht so schlaue Idee. Ich steckte meine Hut zwischen Rücken und Rucksack. Frohen Mutes hüpfte ich die Stufen hinunter und fast am Ende, bemerkte ich das der Hut weg war 🙈🙈 schon wieder hatte ich etwas verloren. Verärgert über mich selber begab ich mich zurück. Hinauf. Nathan kam mir irgendwann entgegen, doch er hatte meinen Hut nicht gesehen 🤷‍♀️ letztendlich bin ich den Berg fast wieder komplett rauf. Jorgen kam dann und sagte er hätte auch nix gesehen. Wir gingen dann beide wieder runter und ich war schon was niedergeschlagen. Ohne Kopfbedeckung würde es kein Zuckerschlecken werden… wir schauten links und rechts. Nichts. Und dabei handelt es sich ja schließlich nicht um einen kleinen Gegenstand. Zum Glück fand Jorgen ihn. Fast ganz unten.
    Ich war überglücklich und schwor nie wieder etwas so blödes zu machen 🙃
    Gut. Nun kam ein längere Strandabschnitt. Ähnlich wie die 90Mile Beach. Nur noch schöner! Das Meer warf türkisfarbene Wellen an den Strand. Die Sonne schien und es zogen Wolken über den Himmel. Perfekt für schöne Fotos.
    Ich war für einen Moment versucht, eine Runde schwimmen zu gehen, doch der Blick auf die Gebirgskette, bremste mich. Zum Glück 😅
    Die Letzten Kilometer am Strand wurden dann noch anstrengend, weil der Sand so weich war….
    Am Ende füllte ich meine Trinkflasche die ich vorne in der Halterung habe, neu auf und machte mich bereit für den Aufstieg.
    Ach ja, vorher hatte ich noch kurz mit eric telefoniert und wir sind so verblieben, dass ich zwei Nächte bei ihm bleibe. Da das Wetter so regnerisch und die Etappe sehr anstrengend werden würde. Was ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste 🙈 Es war ziemlich warm, vielleicht 22 grad. Und meine mitgeführte Flüssigkeit war zur Hälfte weg. Ich nehme wenn möglich immer Sowas wie gatorate mit. Es schmeckt mir gut und besitzt noch ein paar elektrolyte. Ich machte keine wirkliche Pause, sondern begann den Anstieg. Es ging steil bergauf. Der Ausblick wieder grandios. Als es in den Wald (Dschungel Gefühl) hineinging, war natürlich erstmal Schluss mit der Weitsicht. Ab und an konnte ich das Meer durch die Sträucher blitzen sehen. Der Weg wurde unwegsamer, schmal, wurzelig. Dennoch sehr schön. Es waren tatsächlich auch mal andere Wanderer unterwegs. Normale, mit kleinen Tagesrucksäcken, worum ich sie doch sehr beneidete 🤓
    Im Schneckentempo kroch ich hinauf. Im Hinterkopf hatte ich noch den Tipp von Erik mit der super Aussicht. Und tatsächlich fand ich den kleinen Pfad welcher zu einer felsigen Anhöhe führte. Auch dort waren andere Touristen. Ich versteckte meinen Rucksack im Gebüsch, und kletterte die Felsen hinauf. Eine junge Frau tat es mir nach. Ich bin ja nicht schwindelfrei, meistere die Kraxelei aber dennoch gut. Fast oben angekommen sehe ich noch Nathan der auch gerade am Spot angekommen ist. Witzig 😄
    Auf jeden Fall war der Rundumblick spektakulär und atemberaubend schön 🤩 Und sehr hoch. Wir hatten zu dritt nun nicht so viele Möglichkeiten uns zu positionieren. Waren aber hin und weg von der Aussicht. Die Aussicht mochten leider auch hunderte wenn nicht sogar Tausende von Sandflies 🙈 oder es lag an dem schwülen Wetter und der Windstille. Also für einen längeren Aufenthalt zu nervig und lästig. Nachdem alle hundert oder vielleicht sogar tausend Fotos gemacht hatten, kletterten wir wieder hinab. Ich für meinen Teil, wäre dann abholbereit gewesen und vom Gefühl her müde genug nun aufzuhören. Nathan brachte mich auf den Boden der Tatsachen zurück und sagte: nee nee wir müssen noch über den restlichen Bergrücken und zeigte mir was noch vor uns lag 😬🫣
    Er voller jugendlicher Tatdrang zog dann von Dannen. Funfact zu Nathan: Er hat sein Lieblingskuscheltier Fluffy dabei. Ein kleine Plüscheule, die mittlerweile nicht mehr ganz so fluffig ist. Und, die ihm einmal schon kurz verloren gegangen ist 😬
    Ich setzte mich in Bewegung. Meine Euphorie des Tages war dann etwas gesunken, nützte aber alles Nix. Ich musste weiter gehen. Und das nicht nur ein Stündchen. Nee schätzungsweise vier Stunden 🫣 Ich dachte: immer nur in der Vorwärtsbewegung bleiben! Schritt für Schritt schlich ich vorwärts. Hoch wurde es noch langsamer. Vielleicht hätte ich besser doch zwischendurch mal eine Pause machen sollen und was Essen. Doch mir war so warm und ich wollte nur trinken. Diese Gefühle kenne ich wiederum nur zu gut, von manch einem Ultramarathon. Und ich wusste, das ich es egal wie schaffen würde. Immer wenn ich dachte: DAS war jetzt der letzte Anstieg, kam wieder ein Berg. Als hätte sich die Landschaft gegen mich entschieden 🙈
    Aber er kam, der Abstieg, in Form von Hunderten, wenn nicht sogar tausenden Treppenstufen. Matraartig zottelte ich hinab und freute mich als ich die Wiese sah. Jippie es war fast geschafft.
    Ich schrieb wie vereinbart Erik dass ich in einer Stunde da wäre. Er wies mich glücklicherweise noch darauf hin dass beim Carpark ein Wasserspender wäre. Als hätte er gewusst, das ich eben dieses nicht mehr viel hätte. Wie eine aus der Wüste kommende, fast verdurstende Wanderin füllte ich meine Flasche um sie direkt wieder leer zu trinken. Ja, beim Durstgefühl ist mit mir nicht zu spaßen 😆🫣🙈
    Aufgefüllt wie ein Kamel begab ich mich auf die letzten Kilometer über die Straße. Es sah wunderhübsch alles aus. Hier eine zauberhafte Bucht, da Kuhle Kühe am grasen. Das Meer auf der linken Seite und die ersten Häuser tauchten auf. Aber nicht nur die, auch zwei bekannte Wanderer: das neue Liebespaar Adrianne und Ivan 😆
    Wir begrüßten uns herzlich und gingen etwas zusammen. Ich mit konkreten Ziel und die anderen beiden mit offenen Ziel….
    Glücklich es geschafft zu haben, erreicht ich den Briefkasten mit den Zahlen 2426 oder war es 2624. Egal, ich hatte es geschafft! Es war im Prinzip ein richtig toller Wandertag, nur besser wäre es gewesen ihn auf zwei Tage aufzuteilen. Naja, hinterher ist man bekanntlich immer schlauer 😉
    Es folgte jedoch ein Happy End! Spoiler: es folgt ein weitere langer und emotionaler Bericht vom Abend 😆😆😆
    Erik:
    Ich wurde herzlich von ihm empfangen und er entschuldigte sich direkt das er so lange braucht um sich fortzubewegen, doch er hätte Schmerzen im unteren Rücken (Blokade? Hexenschuss?). Auf jeden Fall zuckte er bei jeder Bewegung vor Schmerzen zusammen.
    Er erklärte mir alles und gab mir was kühles zu trinken. Nee, ich durfte mir das aussuchen. Dann kam die Frage ob ich hungrig wäre. Oh ja , sehr! Das formulierte ich aber cooler 😎 Er backte zwei Brötchenhälften auf und bestrich sie mit frischer Avocado 🥑 aus Nachbars Garten 😃 dann kochte er mir noch ein Ei. Während dieses Aktion gingen wir nach draußen wo er mir das Kajak zeigte, welches ich gerne benutzen durfte. Normalerweise fährt er mit seinen Gästen zusammen raus (er wohnt an einer Privatbucht, mit ein paar anderen Nachbarn). Wir kehrten zunächst wieder zum Ei zurück und dem folgenden Brötchen. Währenddessen erzählten wir sehr viel und kamen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Da er aus den Niederlanden kommt, sprach er kein deutsch. Nein, aber sein Englisch konnte ich sehr gut verstehen 🤓 und er meinte meins wäre auch gut (ich glaube er wollte nur nett sein 😂). Wie dem auch sei, er war sehr bemüht das ich mich wohl fühle. Und das tat ich. Es war wie im Paradies. Oder im Märchen. Alle Wünsche werden einem erfüllt, selbst welche die ich gar nicht hatte 😄 wie zb zum Duschen meine Wunschmusik ins Bad zu bekommen 😆über den dort befindlichen Lautsprecher.
    Er mag es sehr den TA Walker zu betüddeln und er konnte so einige Anekdoten erzählen. Die zu wiederholen, das würde nun wirklich zu weit gehen.
    Vor dem duschen bin ich dann tatsächlich noch ne Runde mit dem Kajak gefahren. Zuvor musste ich das schwere Gefährt ins Wasser ziehen. Es war erst auf Rädern aufgebockt, doch ich habe durch ungeschicktes Lenken die Räder verloren. Erik hatte das schon geahnt und kam nach mir schauen und er sagte es wäre ok wenn ich das Boot so ins Wasser ziehen würde. Gesagt. Getan. War wie gesagt etwas anstrengend.
    Im Kajak sitzend paddelte ich etwas in der Bucht herum. Ich wollte ja nun nicht viele km zurück legen (hatte ich ja schon ), sondern genoss die Stille und das plätschern. Die Vogelgeräusche. Es war einfach nur herrlich mich so treiben zu lassen. Sogar die Sonne lugte ein wenig hervor.
    Das Abendessen wartete zur verabredeten Zeit weshalb ich bald wieder zurück paddelte. Und das Bötchen ja wieder zu seiner Parkbucht ziehen musste 🙈🙈
    Erik hatte mir eine sehr leckere Pizza gemacht, die ich beim Sonnenuntergang auf dem Balkon aß.
    Das alles klingt wahrscheinlich alles etwas romantisch. Das war es aber nicht. Ich erkläre es:
    Erik lebt seit fünf Jahren hier. Er hat Familienangehörige in Aukland und viele vielfältigen Freunde u.a Maouris. Dessen Kultur und die damit verbundenen Werte und Vorstellungen hat er übernommen.
    Was bedeutet Reichtum?
    Für die meisten bedeutet Reich sein, viel zu besitzen, viel haben zu wollen.
    Für die Maoris bedeutet Reichtum, viel zu GEBEN. Materiell und / oder auf emotionaler Ebene. Und das ist der Grund warum er so viel gibt, und möchte das sich jeder Gast mehr als wohl fühlt.
    Ich finde den Gedanken sehr schön und er entspricht auch meinen Wertvorstellungen. Wir unterhielten uns noch länger, bis er mit der nächsten Überraschung kam.
    Er schenkte mir eine Feder von einem Kiwi Vogel 💫 Das ist was ganz besonderes und ich war tief berührt. Er meinte er hätte gewartet bis die richtige Person auftaucht. Und das war dann ich.
    Ich glaube dies war resultierend daraus als ich von meiner Arbeit mit den älteren Menschen erzählt hatte. Er selbst hat seine Mutter gepflegt bis diese starb.
    Glückselig, ging ich dann in mein kleines Höuschen (cabin) und telefonierte noch mit Benita und Kay. Das ist auch der Grund weshalb der Eintrag erst jetzt kommt. Ich war zu müde und ich wusste er wird sehr lang werden 🤣
    Es war einfach ein außergewöhnlicher Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde. Vielleicht auch nie 💫
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