Wir haben uns dazu entschieden, unser lange ersehntes Sabbatical zu nutzen, um mit dem Fahrrad etwas von der Welt zu sehen. Für unser kleines Abenteuer haben wir knapp sechs Monate Zeit. Mal sehen, wieviele Kilometer da wohl zusammen kommen :)
  • Day1

    Vamos!

    November 24, 2018 in Germany ⋅ 🌧 4 °C

    Hallo liebe Leute,

    endlich haben wir es geschafft und sind auf dem Weg... nach Kuba!
    Viele von euch wissen es schon, einige wird es vielleicht überraschen: Wir haben
    uns für eine Radreise entschieden und (hoffentlich) tolle Fahrräder bestellt. Leider sind diese ein wenig später als erwartet geliefert worden und wir hatten noch kleinere Wehwehchen, die nun aber gut ausgeheilt sind. Jetzt geht es also für uns und die Fahrräder nach Kuba.
    Wir sind super gespannt, was uns dort erwarten wird und wollen euch hier davon berichten :)
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  • Day2

    Gut angekommen :)

    November 25, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 30 °C

    Hola zusammen!
    Wir sind gut auf dem kleinen Flughafen von Varadero gelandet. Nachdem wir zunächst bei der Gepäckausgabe eine gefühlte Ewigkeit auf unsere Fahrräder warteten, wurden uns die Kartons, in denen wir die Räder verstaut hatten, ziemlich demoliert wiedergegeben. Um sich darüber Gedanken zu machen war aber erstmal gar keine Zeit, da wir von Angel, dem Besitzer unserer Unterkunft für die ersten beiden Nächte schon erwartet wurden. Angel holte uns mit einem Großraumtaxi ab. Ein Glück, dass er den Taxifahrer überredete uns mit den riesigen Kartons mitzunehmen - die hätten auch wirklich keinen Zentimeter länger sein dürfen. Es hat aber alles in allem funktioniert und unser erster Check hat ergeben, dass die Räder heil geblieben sind! Tot müde sind wir dann ins Bett gefallen. Die sechs Stunden Zeitverschiebung haben wir auch die nächsten Tage noch häufiger gespürt ;)
    Am nächsten Morgen erwartete uns ein von Angel und seiner Frau Marlene großartig zubereitetes Frühstück. Gestärkt und hoch motiviert haben wir uns für einen kleinen Kuba-Probe-Tagesausflug auf die Sättel geschwungen und sind über 60 km die Umgebung von Matanzas auskundschaften gefahren. Das war ein toller Vorgeschmack, allerdings auch ohne Gepäck trotz der Hitze nicht ganz unanstrengend.
    Wir haben uns in Matanzas Internetkarten gekauft. Auf Kuba gibt es nur extrem eingeschränkt Internetzugang. Über die sogenannten Etesca-Karten können wir auf den größten Plätzen der Städte Kubas (mit etwas Glück) ins Netz. Also nicht wundern, wenn wir uns nicht ganz regelmäßig aus Kuba melden.
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  • Day4

    Von Matanzas nach Havanna

    November 27, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach unserem Tagesausflug in der Provinz Matanzas sind wir am nächsten Morgen dann mit Sack und Pack bei Angel und Marlene aufgebrochen. Unser Tagesziel war es, ca. die Hälfte des Weges nach Havanna zu schaffen (ca. 50 km). Wir sind größtenteils auf der Autobahn gefahren - ja, das ist auf Kuba mit dem Fahrrad gar kein Problem ;)
    Irgendwann sind wir dann auch auf sehr kleinen Schotterpisten unterwegs gewesen und haben tolle Strände entdeckt.
    In der Kleinstadt Santa Cruz del Norte sind wir auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit fündig geworden. Die Sonne geht auf Kuba schon um 18 Uhr unter, sodass wir die Gegend dann zu Fuß im Dunkeln erkundet haben. Santa Cruz del Norte ist eine Arbeiterstadt, in der normalerweise keine Touristen landen. Das konnte man an vielen Ecken deutlich erkennen.
    Am nächsten Morgen sind wir schon früh morgens um kurz nach 7 Uhr auf den Rädern gewesen, um möglichst viele Kilometer vor der glühenden Mittagshitze hinter uns zu bringen. Es ging erstaunlich viele Hügel rauf und runter und als wir einen Tunnel nicht durchqueren konnten mussten wir nochmal knapp 15 km Umweg fahren. Wir kamen am frühen Nachmittag ziemlich fertig in der Unterkunft in Havanna an.
    Wenn wir von Unterkünften auf Kuba reden meinen wir sogenannte "Casa particulares". Das sind von Kubanern privat vermietete Zimmer. Es ist irgendwie ganz schön, wenn man sein Geld nicht an die großen Hotelketten abdrückt, sondern sieht wo es landet und zudem hautnah am kubanischen Alltag ist.
    Nun wollen wir einige Tage in Havanna bleiben und uns diese quirlige Stadt anschauen.
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  • Day7

    Viva la Havanna!

    November 30, 2018 in Cuba ⋅ 🌧 25 °C

    Viva la Havanna!
    Nachdem wir in den ersten drei Tagen auf Kuba rund 170 km geradelt sind, war jetzt erstmal ein Städtetrip angesagt. Drei Tage haben wir in der bunten, lauten Hauptstadt verbracht und uns die Füße platt gelaufen. Wir haben "Havanna vieja" (die Altstadt) erkundet, das weniger touristische, aber umso verrücktere "Havanna centro" kennengelernt und in das Nachtleben des Viertels "Vedado" geschnuppert. Insgesamt finden wir Havanna sehr aufregend und schön. Leider ist die traurige Bilanz nach nicht mal einer Woche Kuba, dass es kulinarisch das wahrscheinlich schlechteste Reiseziel ist. Stefan hat sich schon in Havanna eine erste leichte Lebensmittelvergiftung abgeholt und musste einen Tag das Bett hüten. Jetzt geht es ihm aber wieder gut und morgen soll es wieder auf die Räder gehen.Read more

  • Day9

    Artemisa Provinz

    December 2, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 30 °C

    Den Weg aus Havanna haben wir entspannt angehen lassen. Wir haben unterwegs noch einen Abstecher nach Fusterlandia gemacht. Das ist ein richtig tolles Viertel in einem Außenbezirk von Havanna. Hier hat Fuster, ein kubanischer Künstler, seiner Kreativität freien Lauf gelassen und alles mit Skulpturen und Mosaiken geschmückt. Das hat selbst uns Kunstmuffel beeindruckt ;)
    Weiter ging's dann nach Baracoa, einem kleinen Ort am Meer. Hier haben wir uns direkt eine Unterkunft gesucht und die Gelegenheit genutzt endlich in die Karibik zu hüpfen.
    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh, denn wir wollten ein paar Kilometer schaffen. Das frühe Aufstehen hat nicht nur den Vorteil, dass der Tag länger ist, sondern auch, dass es morgens noch etwas kühler ist, da es "nur" 23 Grad sind. Die Sonne ist schon ganz schön am brutzeln und vor einigen Tagen hätten wir uns auch noch nicht vorstellen können, dass man sich über Schatten und Wolken so sehr freuen kann. Durch die frühe Abfahrt haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen und sind ganze 79 km mit Gepäck, Hitze und wirklich vielen Steigungen voran gekommen und in Bahia Honda gelandet :)
    Was wirklich auffällig war, ist dass mit zunehmender Entfernung von Havanna die Anzahl der Autos abnimmt und wir uns die Straße irgendwann fast ausschließlich mit Pferdewagen geteilt haben. Wenn ihr denkt Großziethen oder Altengamme sind im Nirgendwo, dann solltet ihr mal nach Artemisa Provinz kommen... ;)
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  • Day10

    Schwitzend nach Viñales

    December 3, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 30 °C

    Inzwischen kann man sagen, zeigt sich ein Muster, wie wir unsere Abende verbringen. Nach dem Fahrrad fahren, wenn wir in einem Ort ankommen, an dem wir bleiben möchten, suchen wir uns immer eine Casa Particular, waschen uns und unsere Wäsche (der beste Part am ganzen Abend!), besorgen uns genug Wasser für den Folgetag, trinken häufig ein Feierabendbier und kümmern uns um ein ordentliches Abendessen. Dann liegen wir zwischen 20 und 21 Uhr meist sehr platt im Bett. Das hat den Vorteil, dass wir morgens aus besagten Gründen wieder früh aufbrechen können. So lief es auch auf dem Weg von Bahia Honda Richtung Viñales. Es hat sich noch nie so gelohnt so zu schwitzen! Wir sind Berg auf, Berg ab, Berg auf, Berg ab... ganze 84 km geradelt. Die Ausblicke über die Berge haben uns für das schweißtreibende Fahrrad fahren entlohnt. Die Straßen wurden weiterhin viel von Pferdewagen befahren, hinzu kamen nun aber am Wegesrand zunehmend Ochsenkarren.
    Unser Highlight des Tages war auf jeden Fall ein kleiner Wasserfall, der uns eine äußerst willkommene Erfrischung war.
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  • Day11

    Viñales - Tagestour

    December 4, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 28 °C

    Viñales ist ein Tal, das von grün bewachsenen Bergen umgeben ist. Leider ist der Ort recht touristisch, weil er eben so beeindruckend schön ist. Um dem Rummel zu entkommen, haben wir die Fahrräder mal einen Tag lang stehen lassen und eine ausgedehnte Wanderung unternommen. Zuerst sind wir auf einen Berg geklettert, dann durch eine Höhle, in der Fledermäuse hausten und schließlich eine große Runde um die Berge gelaufen. Irgendwann mussten wir einen flachen, aber sehr breiten Fluss durchqueren, der von der roten Erde ganz orange und schlammig war. Zum Glück gab es einen Kubaner, der mit seinem Pferd eine Art Shuttle angeboten hat. :) Wie die kleinen Schweine haben wir uns abends dann in unsere Unterkunft geschlichen ;)Read more

  • Day14

    Westkuba

    December 7, 2018 in Cuba ⋅ 🌙 17 °C

    Während auf dem Weg nach Viñales noch viele Dörfer am Wegesrand lagen, waren es auf unserem Trip weiter Richtung Westen nur noch vereinzelte Häuser.
    Dass auf 1000 Kubaner lediglich 38 Autos kommen, können wir uns inzwischen sehr gut vorstellen. In den letzten Tagen haben wir kaum noch Autos gesehen. Hier wird geritten, gelaufen, die Kutsche, der Bus oder der Traktor-Anhänger genutzt oder eben Fahrrad gefahren. Dadurch ist Kuba ein sehr entschleunigtes Land.
    Wenn wir dann durch all die kleinen Orte fahren, heißen uns die Kubaner sehr willkommen. Nahezu jeder grüßt uns. Sei es mit einem Lächeln, einem freundlichen Kopfnicken, einem Winken, einem aufgeschlossenen "Hola!" oder der neugierigen Frage woher wir kommen. Die Freundlichkeit der Kubaner war letztens unsere Rettung. Wir waren in eine kleinere, unbefestigte Straße eingebogen, die zwar recht steile Steigungen hatte, aber ansonsten einen guten Eindruck machte... dachten wir! Als wir zum zweiten mal einen kleinen Bach druchquerten und uns schließlich mit unseren Rädern im roten Schlamm festgefahren hatten, waren wir etwas überfragt. Die zurückgelegten Kilometer zurück fahren oder versuchen durch den Schlamm zu schieben? Zum Glück gabelte uns ein Tracker-Fahrer auf und erklärte uns, dass es unmöglich sei mit den Rädern diesen Weg weiterzufahren. Also haben wir die Räder hinten auf den Anhänger aufgeladen und wurden zurück zur befestigten Straße gebracht. Das fühlte sich an wie Achterbahn fahren und der Traktor wühlte den Boden so auf, dass uns der Schlamm um die Ohren flog. Wir waren über die Begegnung mit diesem hilfsbereiten "Taxifahrer" mehr als glücklich. Eine weitere erwähnenswerte besonders herzliche Begegnung hatten wir in San Diego de los Baños. Pedro hat uns geholfen eine Unterkunft zu finden und uns abends in ein lokales Restaurant auf dem Dach eines Hotels gebracht, das nur für Kubaner ist. Sein Vater hat eine "Fabrik". Diese hat er uns stolz präsentiert. Sie besteht aus einem Holztisch, zwei Messern und einer Presse. Wir durften dabei zusehen wie eine originale kubanische "Monte Christo" Zigarre gedreht wurde. Das war echt spannend und super lieb, dass wir unsere Privatvorführung bekommen haben - einfach so! :)
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  • Day16

    Soroa und Las Terrazas

    December 9, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 27 °C

    Von San Diego de los Baños ging es dann nach Soroa. Auf unserer linken Seite begleiteten uns den ganzen Trip über die grünen Berge der Sierra del Rosario. Dass Soroa in den Bergen liegt wussten wir, aber dass die Steigungen so extrem sind, hatten wir nicht vermutet. Die Kubaner scheinen nicht so gerne Serpentinen zu bauen, sondern es geht dann mal einfach steil in die Berge - ein klarer Fall für unseren ersten Gang. ;)
    In Soroa sind wir dann zu einem 23 Meter hohen Wasserfall gelaufen (leider ohne Kamera) und haben dort baden können. Nach all den Höhenmeter die perfekte Abkühlung! Am nächsten Morgen sind wir von Soroa nach Las Terrazas geradelt. Das war unsere kürzeste Tagesetappe, aber durch dauerhafte Steigungen und super steile Berge die wohl anstrengendste. Am Nachmittag haben wir dann eine sehr nette Unterkunft auf einem kleinen sich selbstversorgenden Bauernhof gefunden. Abseits von Dörfern und Städten konnten wir hier endlich mal unseren Camping Kocher austesten :)
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  • Day17

    Lass rollen!

    December 10, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 24 °C

    Nun ging es wieder raus aus den Bergen. Und zack, hatten wir ganz andere Tageskilometer auf der Uhr stehen.
    Wir fuhren durch endlose Zuckerrohr-, Bananen- und Tabakplantagen. Zigarren und Rum kann man in jedem noch so kleinen Ort sehr günstig kaufen. Nach einem langen Tag auf dem Rad ein wohlverdientes, vernünftiges Essen zu finden, ist hingegen eine echte Herausforderung. So endeten wir in Melena del Sur mit Bier, Eis und Chips als Abendessen. Und deshalb ist es immer ein Highlight, wenn wir uns Nudeln mit Tomatensauce kochen.Read more