New Zealand
Nelson

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525 travelers at this place:

  • Day44

    Day 44/72: North to South!

    December 10, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 22 °C

    We woke up early in Wellington and got up with everyone else who was going on the morning ferry over to South Island. It was a nice quiet night and the ducks were back in the morning. We headed over to the ferry after breakfast (surprisingly expensive ferry!) and did the whole queueing for ages in long lanes. We ate breakfast to pass the time.

    The ferry was a ferry and the 3 hours were spent playing cards, looking at the view, reading and going out onto the deck to marvel at the hills and cliffs around us, whilst we turned blue in the cold wind.

    We then drove up to Motueka, the place where Izzi was booked to do her skydive (more on that later). We made 2 stops on the way, one for cherries from one of many orchards/plantations that we passed along the route, covered in vast netting that protected the plants from birds, and another for a very scenic lunch overlooking what seemed like a lake, but was actually the sea surrounded by interlocking mountains and hills.

    We drove all the way through Motueka (and made a note to explore it a little more the next day) and ended up in a place called Marahau. Here was a campsite overlooking the sea and we set up the van, applied lots of sun cream, donned santa hats and went for a run along the coastal path. The run was great and just what we needed after a day of sitting. We contented ourselves with some chicken and tomato pasta for dinner, and read until the light faded on the day.
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  • Day106

    Nelson

    February 1 in New Zealand ⋅ ☁️ 23 °C

    In AirB&B habe ich als Übernachtungsmöglichkeit für Nelson ein Boot gefunden und gebucht. Bei meiner Ankunft versprach mir der Bootsbesitzer eine Überraschung. Ob es ok sei, wenn ich beim heutigen Training (die Crew besteht aus 5 Personen) dabei sei, es gäbe ein Rennen. So durfte ich an einem wunderschönen Sommerabend bei einer Regatta mit 21 Booten mit dabei sein. Das war supertoll.
    Auch die Überfahrt von der Nordinsel zur Südinsel ist ein Erlebnis. Es ist eine wunderschöne Landschaft.
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  • Day276

    Abel Tasman Nationalpark

    March 14 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Da wir leider keine sehr dicke Isomatte haben (eigentlich gar keine) und wir ja auch nicht mehr die Jüngsten sind 😀, können wir im Zelt auf dem harten Boden leider nicht so lange ausschlafen wie in einem gemütlichen Bett 😥 und stehen daher heute relativ früh auf. Wir packen unser Zelt zusammen und machen uns auf den Weg zu Cleopatras Pool. Dieser wurde uns von unserem Guide am Vortag empfohlen, da man hier bei gutem Wetter perfekt schwimmen kann und es nur ein Umweg von ca. 6 km ist. An dem Pool angekommen, regnet es leider 🤨, sodass das mit dem schwimmen gehen flach fällt. Wir werfen also nur einen Blick auf den Pool und machen uns wieder auf den Rückweg. Die 6 km haben sich wirklich gelohnt 🙈.

    Wir schlagen uns durch den Regenwald, vorbei an wilden Tieren 🐆🐊🐅 und durch den Sumpf und erreichen gegen Nachmittag Marahau.

    So schön hätte es sein können, leider war es aber nicht so spannend. Der Weg war frei und die einzigen Tiere die wir gesehen haben, waren Vögel und die einzige Gänsehaut hatten wir, wenn die Blackstory zum Zeitvertreib zu gruselig war 😧. Die Vögel sind zumindest sehr landestypische, da wir flugunfähige Wekas und Pakehas sehen. Hier Kiwis zu treffen, auch noch tagsüber, wäre wohl so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Schade...

    Als wir am Ende der Wanderung über Afrika reden zeigt sich eine leichte Erschöpfung, da echte und Fantasiewelt in unserem Kopf langsam verschmelzen:
    G: "Ich überlege gerade, ob die Tiere wirklich so heißen?"
    S: "Welche Tiere wie heißen?"
    G: "Einhörner. Also Rhinos. Die mit dem einen Horn."
    Ja nee, ist klar 🦏🦄.
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  • Day6

    Inland Track - Marahau

    April 3 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach einer regnerischen Nacht, die wir gemütlich in der Hütte verbrachten und nur fürs WC raus mussten, nahmen wir die letzte Etappe unter die Füsse. Kähs Schuhe machten sich daran, die Sohle abzustossen, so dass da etwas Kreativität gefragt war. In Bachbetten gings hinunter und hinauf, bis wir den Holyoake Shelter bei strahlendem Sonnenschein erreichten. Von dort gings mit wunderbarstem Ausblick mal steiler und mal weniger steil hinunter nach Marahau.Read more

  • Day76

    Abel Tasman National Park

    December 6, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute haben wir eine Tageswanderung im Abel Tasman Nationalpark gemacht. Wir sind morgens mit einem Wassertaxi in die Torrent Bay gefahren und von dort aus zurück gewandert. Der Weg führt die ganze Zeit durch Regenwald an der Küste lang und man hat immer wieder Ausblick auf tolle goldene Strände, zu denen man auch runtergehen kann. Immer wieder sind wir auch an kleineren Wasserfällen vorbeigekommen. Das war super schön!
    Insgesamt sind wir 20km gewandert - auf den letzten Kilometern hätten wir gerne ein Wassertaxi gehabt, das uns wieder abholt 😄
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  • Day38

    Weihnachten in Neuseeland

    December 24, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist Weihnachten, ja auch in Neuseeland, 12 Stunden bevor es in Deutschland soweit ist. Wir öffnen das letzte Kalendertürchen, und Evi ist genervt, weil es nur ein langweiliger Spruch "Merry Christmas" ist anstatt einem schönen Bildchen. Aber was soll's: Sonne scheint - was für ein schönes erstes Geschenk für mich! 😁☀️

    Außerdem war es für heute mein Wunsch einen der schönsten Strände der Südinsel zu besuchen - den "Wharakiri Beach". Dazu sind wir nach dem Frühstück insgesamt 10 Kilometer Schotterweg gefahren - auch über eine einspurige Fahrbahn, bei welcher links und rechts nur ein Meter Höhenunterschied zum Meerwasser bei Flut war.

    Auf dem Weg dorthin stoppen wir als erstes am "Cape Farell". Dort ist's ein kleiner Fußweg mit vielen Höhenmetern. Und dann stehen wir schon an einer 100 Meter tiefen, 90 Grad steilen Klippe, es ist windig und mal wieder nicht ganz ungefährlich, jedoch mit wahnsinns Aussicht aufs tasmaneische Meer von hier oben - es ist wunderschön! Wir sehen sogar wiedermal ein paar Robben. Evi ist etwas garstig gelaunt und möchte genau hier mal nicht an meiner Hand laufen. Danke an dieser Stelle für diesen Disput an den Klippen vom Cape Farell zu Weihnachten!! 🙄😅

    Weiter geht's nur einem Kilometer zum Parkplatz nahe dem Strand. Wir legen einen kleinen Stopp ein am dortigen Café - denn neben all den freilaufenden Kühen und ein paar Pferden, gibt's hier auch einen wunderschönen dunkelblau schimmernden Pfau, der mit wenigen Zentimetern Abstand vor uns herumstolziert. Evi und ich sind beeindruckend.

    Danach geht's in einer 20 Minuten Fußwanderung bergauf und ab über Schaf-Hügel, entlang auf sehr bergigen Trampelpfad durch "Heidi's" Berg-Landschaft mit ordentlichem Abhang runterwärts, bei denen wir einen Blick auf die Bäume in unmittelbarer Nähe hatten - so hoch wären wir - dann durch einen Laubwald mit Palmen, und über den ersten Sand-Tramelpfad, schließlich über eine riesige Gras-Sand-Düne.. ab jetzt peitscht uns der Wind gewaltig um die Ohren.. und dann war vor uns: ein gaaaaaaaaaaanz weiter Strand, mit grau-weichem Sand, mit riesigen Felsbrocken im Meer samt kleiner Höhlen - bei denen man sich echt fragt wie die dahin kommen?! - mit einigen zu Häusern zusammengebauten weißen Baumstämmen, mit wenigen Muscheln zum Sammeln, ein paar Robben in der Ferne vor uns, Möven um uns, und die Sonne scheint immer und immer mehr.
    Barfuß laufen wir am Stand oder in den Sandbänken herum, setzen uns schließlich hin, ich lege mich hin, Evi auf mich drauf und so dößen wir liegend am Strand Rum, während uns der Wind ordentlich um die Ohren pustet und uns einsandet. Danach bauen wir noch etwas Sandburgen, ich versuche mich zur Feier des "heiligen Tages" an einem kleinem Sand-Strand-Weihnachtsbaum-Motiv mit Muschelschmuck, welches allerdings schon nach kurzer Zeit wieder vom Winde verweht ist. Und so vergehen gut zwei Stunden hier - was für ein schönes dösiges Geschenk an mich - ich danke mir!

    Allzuviel steht danach nicht mehr auf den Plan für heute. Evi ist auch ganz erschöpft, nachdem sie auch den ganzen Rückweg über diese großen Dünen, Wiesen und Wälder alleine tapfer gelaufen ist. Bei der Rückfahrt stoppe ich noch mal eben beim "Farell Spit" - einer 28 km langen Sanddüne am Nordzipfel der Südinsel Neuseelands, die wir allerdings sicher nicht langgehen werden. Danach fahren wir direkt auf den Campingplatz für heute in nur knapp 45 Minuten Fahrt - für Evi ein als kleines Geschenk ein Reiterhof mit einigen schönen großen Pferden. Ich habe sogar angedacht, dass wir dort morgen - wenn das Wetter passt - eine 1,5 stündige Reittour bis zum Strand der "Golden Bay" am ersten Weihnachtsfeiertag machen könnten. Das wäre zu schön um wahr zu sein! Idealer Weise ist die Hof-Besitzerin "Bärbel" aus Deutschland - die 60jährige ist samt Familie vor 15 Jahren hierher ausgewandert. Und ich wusste außerdem, dass eine weitere deutsch Familie heute dort haust, und ich habe die kleine leise Hoffnung vllt doch noch jemanden für eine gemeinsame Weihnacht dort zu finden.🎄🎅🎁

    Und so begegneten wir auch den drei Thüringern, deren Namen ich bereits vergessen habe, die für 13 Monate mit ihrer 10jähirgen Tochter in der Welt unterwegs sind - und sie dafür extra ein Jahr aus der Schule genommen haben.

    Nach kurzem Knetsch machen Evelin und ich es uns erstmal gemütlich. Eine Einladung für später ausnahmsweise ins Haus ist uns schon sicher, sodass wir den Weihnachtsabend nicht alleine zu zweit im Campervan, sondern in Gemeinschaft im gemütlichen Haus verbringen werden. #Juhu🙂👌🎅

    So machten wir uns daran, unser Weihnachtsessen in der viel zu kleinen Camperküche zuzubereiten. Mit kleiner Weihnachtsbaum-Tisch-Deko genießen wir dann schließlich nebst der Anwesenheit von ein paar Franzosen unser Weihnachtsabendmahl, draußen bei Regen, am überdachten Holztisch: Fisch im Blätterteig, für mich mit grünem Spargel, Evi bekommt ihre geliebten Erbsen, mit Kartoffeln und einem gemischten Salat dazu. Wir stoßen an mit einem Saft-Wasser-Gemisch, als -ersten- "Nachtisch" gibt's Rester geschmolzenes Schokoladen-Eis von gestern 😄 Danach haben wir netter Weise noch einen Nachtisch von den Franzosen angeboten bekommen: einen gekauften Schokoladenkuchen-Traum 😍

    Den haben wir uns allerdings für nach dem Duschen aufgehoben. Denn voll gefuttert gab es für mich noch ein traditionelles To-Do- für den Heiligen Abend: die Säuberung. Und du war mittlerweile - erstrecht nach dem Sandsturm von He am Strand - deeeeeeefinitv endlich mal wieder fällig! Und wie schön dass es hier eine Dusche wie daheeme gibt: in moderner, sauberer Anlage, mit ordentlichem Wasserstrahl und super Warm-Kalt-Einstellung. Es gab zwar nur diese eine und damit einzige Dusche für alle - bis zu 20 Camper !? - aber das war mir erstmal unwichtig als ich darunter stand. So eine wunderbare Dusche gilt für mich hier auch noch als Geschenk!

    Blitzebkank und klinisch rein, aßen wir erst noch ein Stück vom Schokotraum in der Camperküche, danach gingen wir runter und rüber ins Haus unserer Verabredung nach. Die dreiköpfige Familie machte allerdings gerade noch Bescherung im gemietete Zimmer, so durften wir uns zu der großen Gemeinschaft an den Tisch gesellen solange. Zu unserem Glück haben wir glatt noch einen traditionellen Kiwi-Kuchen angeboten bekommen: ein Eiweiß-Sahne Gebäck mit Kiwifrucht-Überzug - ja auch das hat uns sehr gut geschmeckt als drittes und letztes Weihnachtsdessert 😄

    Beim weiteren Abend schauten wir noch ein paar Minuten einen Pferdefilm im großer Runde, dann setzten wir uns zu dritt an den Tisch um mit der anderen Mama eine Runde UNO zu spielen, und danach begann Evelin plötzlich für die nächsten 20 Minuten ununterbrochen von ihren Erlebnissen hier zu erzählen. Das war quasi unsere Weihnachtsabend-Geschichte. Vor allem der Tag mit Jakob und Marie blieb ihr sehr im Gedächtnis und das Spiel dem denen und der Kampf gegen die Jungs wurden sehr lebhaft geschildert. Und so verbrachten wir zusammen mit anderen unseren Weihnachtsabend in Neuseeland. Doch, was ist mit Geschenken? Die andere Familie hatte doch schließlich auch Bescherung gehabt.. Recht ungeplant, kam ich dann tatsächlich noch in Zugzwang für heute, und zauberte im Campervan noch ganz schnell den Papierbaum von McDonald's hin, zusammen mit einem besonderen Stein, den sie mal haben wollte, und einer kleinen Kiwi-Figur und Weihnachts-Schokoladenmünzen. Evelin war darüber weniger erfreut, schließlich äußerte sie gestern doch - erstmals - dass sie sich einen goldenen Schaukelpferd-Schmuck-Anhänger mit silberfarbenen Kette wünscht. Wo hätte ich das jetzt bitte hernehmen sollen?! Naja.. und dann zog ich noch den Jocker, dass in Neuseeland der Weihnachtsmann ja erst am 25. Morgens kommt laut Tradition, und Evelin am besten noch abwarten soll, vllt bringt er ja nochmal was. Und so schlief so etwas enttäuscht und mit größerer Erwartung an morgen schließlich ein..
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  • Day70

    Let's Kayak the Abel Tasman National Par

    November 28, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 20 °C

    Pix to follow....

    Was ein toller Start in den Tag, wir haben noch 15 Minuten um zum Kayak Treffpunkt zu kommen und was passiert... das verdammte Auto springt wieder nicht an 😤😤😤
    Dieses mal hilft uns der Camp Owner, der sich über diese 'piece of shit batterys and stupid idiots of rental Car Companies' aufregt 😅

    Najaaaa alles easy am Ende, Sachen gepackt und los in den Kayaks! Richard von den Philipinnen ist unser Guide für heute. Außerdem sind noch Chris und Ashley sowie die 'Alten' Penny und Steve, alle aus England, am Start.

    Los sind wir in Kaiteriteri, vorbei am Split Apple Rock rein in den Abel Tasman National Park. An den Adele Island haben wir einige Seelöwen gesehen und konnten mit dem Kayak in einen Cave. Mittlerweile sie wir dann schon 3 Stunden unterwegs, die Schultern haben Hallo gesagt, genau wie der Magen 😁

    Lunch gab es dann am Te Pukatea Beach - leckere Sandwichs, Kaffee, Dessert und einen Apfel. Richard macht das alles echt gut, auch bei dem kleinen Aufstieg auf den Pitt Head gibt's Infos ohne Ende.

    Nach 1 1/2 h Pause geht es gestärkt weiter zum letzten Teil der Tour. An dem Cliffs chillen die Seelöwen, die Sonne scheint und wir paddeln 😀 Am Beach angelangt werden wir per Boot zurück zum Ausgangspunkt gebracht und die letzten Storys mit Chris und Ashley ausgetauscht. Wir lieben es uns mit dem anderen Travelern über deren und unsere Reise zu unterhalten, man bekommt Tipps und echt witzige Storys zu hören😂

    Tanken, kurz im Cafe die nächsten Folgen Suits runtergeladen und ab zur Campsite 'Vinyard Tourist Unit'- für 25$ mit Dusche, Küche und Top Stellplatz. Der Abend wird mit nem Weinchen beendet und unser Nest gemacht --> morgen endlich wieder Sonne Pur!
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  • Day73

    Road Runner auf Hochtouren

    March 11 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Zentimeter für Zentimeter setze ich meinen Campervan (der übrigens in großer Beschriftung den Namen Road Runner trägt) vorwärts, schaue immer wieder aus dem Fenster nach oben, halte an, steige aus, begutachte die Lage. Ich bin dabei, meinen Campervan sorgsam unter einem Stahlbarren hindurchzuschieben, der als Höhenbegrenzung für Fahrzeuge auf den Weg zum „Oparara Basin“ fungiert und ungeeignete Fahrzeuge für die Strecke ausmustern soll. Nicht ganz einfach für mich, Fahrer und Beobachter gleichzeitig zu sein. Schließlich kann ich die Situation gut überblicken; „Hat noch eine daumenbreite Luft, passt perfekt!“ murmel ich zufrieden vor mich hin und setze unter der Barriere ohne Kontakteinwirkung hindurch. Vor mir liegt eine enge, holprige Schotterpiste, häufig nicht mehr als einspurig, maximal eineinhalb spurig, Steigungen bis zu 15%, kurvig, die Fahrbahnränder überwiegend stark zugewachsen oder leicht abschüssig, keinerlei Wendemöglichkeiten entlang des Weges. Ein gelbes Warnschild signalisiert unverständlich „Not suitable for campervans!!!“. „Gut, nun ist so ein Warnschild ja kein Verbotsschild“ denke ich. Außerdem bin ich ja nur ein „kleiner“ Campervan und habe die Messlatte doch sichtbar unterschritten. Vielleicht hätte ich an diesem Punkt tatsächlich umgedreht, wenn ich nicht am Tag vorher mit dem netten Kollegen des Infocenters gesprochen hätte. Er war zuversichtlich, dass ich es mit meinem Campervan schaffe. Ist ja nicht viel breiter als ein normales Auto, ich müsse halt schön vorsichtig fahren und keine ruckartigen Ausweichmanöver starten. Seine Worte noch in meinem Ohr beginne ich also mit gemischten Gefühlen die abenteuerlich Weiterfahrt. Ich bin extra früh aufgestanden und habe das Frühstück ausfallen lassen, um der erste mutige Fahrer an diesem Morgen zu sein und mir Zeit lassen zu können. Die Strecke schüttelt mich ordentlich durch, das Geschirr im Rückraum klimpert ordentlich, die Fahrerkabine gerät in den engen Kurven ordentlich in Seitenlage, so dass ich mich instinktiv in die Mitte lehne um Gegengewicht zu schaffen, und der Motor läuft auf Hochtouren, sobald ich mich im ersten Gang einen steilen Anstieg emporkämpfe. „Geht eigentlich, hätte schlimmer sein können!“ beruhige ich mich selbst. Allerdings ist mir im gleichen Moment auch bewusst, dass ich momentan die Strecke für mich alleine habe, keinem Gegenverkehr begegne, dem ich ausweichen muss. Das wird auf der Rückfahrt leider anders sein. An einigen Stellen graut mir die Vorstellung, hier einem anderen Fahrzeug auf der Rückfahrt zu begegnen und ich spiele bereits in meinem Kopf das Disaster durch, sollte ich an einem steilen kurvigen Anstieg zurücksetzen müssen um einem Hindernis auszuweichen. Aber soweit ist es ja noch nicht und nach etwa 30 Minuten Fahrzeit erreiche ich erstmal sicher den großzügigen Parkplatz des Oparara Basins, der trotz seiner Abgelegenheit offensichtlich für eine große Zahl von Besuchern ausgelegt ist. Jetzt gerade, gegen 8:20 Uhr morgens, steht neben mir nur ein weiteres Fahrzeug auf dem verlassenen Gelände. Sehr schön, somit kann ich also in aller Ruhe diese Natursehenswürdigkeit entdecken. Das Oparara Basin ist letztlich ein kleines Flussbecken innerhalb eines dichtbewachsenen Regenwalds. Zur Touristenattraktion ist es allerdings durch seine monströsen Gesteinsbögen geworden, die der Fluss in unermüdlicher Arbeit geformt hat. Der größte unter Ihnen, der sogenannte Oparara Arch, überspannt den Fluss in einer Breite von knapp 50 Metern mit einer Höhe von knapp 40 Meter. Beeindruckende Maße.

    Ich verbringe meinen Vormittag mit ein paar kleineren Wanderungen, die mich zu den verschiedenen Highlights bringen werden. Neben den berühmten Archs führt mich der Weg entlang eines Mirror Tarn, einem seichten kleinen See, in dem ich sich der umliegende Regenwald in unglaublicher Weise spiegelt und den Augen ein mehr als surreales Bild liefert. Für mich das wirkliche Highlight des Oparara Basins. Am Schluss meiner Entdeckungstour wage ich noch einen kurzen Ausflug in eine dunkle Höhle. Mit Stirnlampe bewaffnet begebe ich mich die steilen Stufen ins lichtlose Gewölbe hinab. Laut Infotafel erwarten einen tierische Höhlenbewohner wie zum Beispiel eine seltene Spinnenart. Ich selbst entdecke nur Leere und bin um die ausbleibende Begegnung mit den Mehrbeinern auch nicht wirklich traurig. Trotzdem war der kleine Ausflug in das dunkle verlassene Höhlensystem ein spannendes Abenteuer, weil ich nicht wirklich wusste, was mich erwarten würde.

    Die Wanderwege sind sehr schön, extrem grün umwachsen, die Temperatur belebend frisch und feucht und die Stimmung im Morgengrauen wunderbar ruhig. Trotzdem fühle ich eine innere Unruhe und hetze die Strecke schnellen Schrittes entlang. In meinem Hinterkopf kreist ständig noch die bevorstehende Rückfahrt. Ich habe mir ausgerechnet, dass die meisten Besucher sich etwa gegen 11 Uhr auf den schottrigen Weg zum Oparara Basin begeben werden. Das heißt für mich bis 10:30 Uhr die Rückfahrt antreten, um die Rush Hour und damit zu viele Begegnungen auf der Rückfahrt zu vermeiden. „Zügig, zügig“ schallt es in mir innerlich und ich gönne mir daher selbst an den Sehenswürdigkeiten nicht allzu lange Verschnaufspausen. Mein Plan geht aber wenigstens auf, ich verlasse rechtzeitig das Gelände und begegne auf der gesamten Rückfahrt an glücklicherweise gutmütigen Stellen nur einer Handvoll von Fahrzeugen, so dass ich wenig später erleichtert und ohne Zwischenfälle wieder auf der großzügigen gutbefestigten Hauptstraße einbiegen kann. Rückblickend bin mir nicht sicher, ob ich den Weg für das Oparara Basin ein zweites Mal auf mich nehmen würde, aber insgesamt gesehen war die Tour ein spannendes Abenteuer, welches ich bestimmt in Erinnerung behalten werde...

    Meinem Road Runner bin ich jedenfalls dankbar, dass er der Zerreißprobe Stand gehalten hat. Immer wieder bemerke ich beim Aussteigen, dass der Gute ganz schön schnauft und der Motor ordentlich heiß gelaufen ist. Als meine Augen zufällig auf den Kilometerstand schweifen, wird mir noch viel mehr klar, dass der alte Greis eine rollende Zeitbombe ist und am Ende seines Lebenszyklus angekommen ist: 250000 km sind für einen Benziner ein gutes Alter. Ich bin mir sicher, er hat bisher ein spannendes Leben hinter sich... 😄
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  • Day5

    Awapoto Hut bis Castle Rocks Hut

    April 2 in New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Der zweite Tag auf dem Abel Tasman Inland Track begann, wie der erste geendet hatte: aufwärts! So kämpften wir uns gute 6,5h über die Evans Ridge. Die schöne Aussicht von Porters Rock liessen wir uns trotzdem nicht entgehen, auch wenn die angeschriebenen 10Minuten vom Track aus wohl eher 15 Minuten waren 😁.
    Zum guten Glück liess sich Monis Wanderschuh, der nach 2h arg zu drücken begann, mit dem lösen der Bändel etwas beruhigen...
    Auf dem ganzen Weg wurden wir wieder von unzähligen Fantails begleitet, die jeweils lauthals dafür sorgten, dass wir ihr Revier verliessen und mit ihren Schwanzfedern Räder schlugen, dass ein 🦚 eiversüchtig werden könnte.
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  • Day136

    Abel Tasman National Park

    February 13 in New Zealand ⋅ ☀️ 22 °C

    Ich stehe früh auf, denn ich weiß, dass die erste Fähre für meine geplante Wanderung im Abel Tasman Nationalpark Kaiteriteri um 9:20 Uhr verlässt und ich habe noch kein Ticket, geschweige denn, weiß ich, welchen Walk ich machen möchte. Zudem sind es noch 11 km von Motueka bis Kaiteriteri, also wird das Hostel kurz nach 8:00 Uhr verlassen.
    Mein Versuch direkt am Boot ein Ticket zu kaufen scheiterte und so war ich der letzte Gast, der nach Ticketkauf am Schalter, zusammen mit einem Crewmitglied an Bord ging. Ich hatte mich für den 5h Walk entschieden, den ich in nicht ganz 4 h gelaufen bin und somit gut Zeit für Fotostopps und eine kleine 30-minütige Mittagspause mit kleiner Schwimmeinlage am Strand von Torrent Bay. Der Walk führte mich von Medlands Beach 11,5 km zurück nach Anchorage mit einem Abstecher von 7 km (Hin- & Zurück) zu Cleopatras Pool. Eine gute, leichte Wanderung mit Blicken in einsame Buchten und Strände.

    Ich bin ganz froh, doch hierher zum Abel Tasman gefahren zu sein, da ich eigentlich den Nationalpark schon von meiner Liste gestrichen hatte. Grund dafür war die aktuell extrem hohe Waldbrandgefahr, weshalb bereits große Teile des Nationalparks gesperrt und aufgrund von Waldbränden partiell evakuiert wurden. Aber die Küstenwanderungen waren noch immer möglich, was ich auch wieder Alex und Romaine zu verdanken hatte, denn die beiden waren wenige Tage zuvor hier.

    Um 15:30 Uhr ging ich dann in Anchorage wieder an Bord der Fähre und war 30min später zurück in Kaiteriteri. Noch ein klein wenig mit einem Kaffee und dem Blick auf die Bucht entspannen und dann ab ins Auto weiter Richtung Norden nach Collingwood. Die Fahrt hätte ich mir eigentlich sparen können, da ich von der Golden Bay nicht wirklich viel gesehen habe, aber so bin ich im „The Mussels Inn“, einer rustikalen Kneipe mit 90% Hippies gelandet, hatte ein kleines Abendessen in Form eines Knobibrotes und einem kleinen Bier, um wenig später auf der Suche nach einem Bett für die Nacht im „Barefoot Hostel“ unterzukommen. Im übrigen, wie kann es anders sein, ein Hippie Hostel, denn das Städtchen Takaka ist tatsächlich DAS Hippiestädtchen in Neuseeland. Lustige Erfahrung. Der Ordnungsfaktor ist nebensächlich, die Räumlichkeiten kunterbunt, der Kleidungsstil entsprechend, aber sehr nette Leute.
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Nelson

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