• Nele Lewerenz
  • Nele Lewerenz

3 Kontinenten Reise

An open-ended adventure by Nele Read more
  • Gar nichts los

    April 6, 2023 in Spain ⋅ 🌬 21 °C

    Die Nächte hier auf dem Stellplatz in Sevilla waren alle samt relativ kalt. Morgens waren es im Bus gerade einmal 13 Grad. Ich stieg aufs Dach und schaute mir den Sonnenaufgang an. Dennis ging Duschen und ich erledigte den Rest meiner morgendlichen To Do‘s. Mein Magen spielte etwas verrückt, weshalb der Tag erstmal ruhig verlief. Ich war ganz schön kaputt. Gegen Mittag fuhren wir dann los zu unserem nächsten Ziel. Ein Stellplatz in der Nähe von Cádiz. Also wieder in Richtung Meer. 1,5 Stunden Fahrt und ein paar Staus später erreichten wir den Strandparkplatz. Wir verkrochen uns nach hinten und bereiteten einen kleinen Salat zu. Danach machte ich eine gute halbe Stunde Freestyle-Yoga, weil das Internet hier nicht funktionierte. Dennis entspannte. Wir wollten uns eigentlich nur kurz den Strand angucken und fanden zufällig einen Wanderweg im Naturschutzgebiet. Auch wenn wir heute entspannt machen wollten, konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Wir haben zwei Hasen gesehen und für viel mehr konnten wir die Augen gar nicht öffnen, weil der Wind um uns herum so tobte. Nach 2,5 Stunden und 10 km kamen wir wieder zu Hause an. Das war ein schönes Gefühl. Ein Gefühl tiefer Zufriedenheit. Zum Abendbrot haben wir Süßkartoffel und vegane Würstchen angebraten. Und jetzt liegen wir bei Kerzenschein auf der Couch und lauschen dem Sturm, der hier tobt und immer mal wieder am Auto wackelt.Read more

  • Afrika zum Greifen nah

    April 7, 2023 in Spain ⋅ 🌬 16 °C

    Heute weckte uns ein afrikanisch anmutender Sonnenaufgang. Nach Frühstück, Kaffee und Dusche machten wir uns auf den Weg nach Cádiz. Wir wussten nicht wirklich was uns dort erwartet. Ein ehemaliger Studienkollege hatte mir jedoch ein paar Tipps gegeben. Einen davon setzten wir direkt um und stellten uns mit dem Auto etwas außerhalb hin, um mit den Rädern reinzufahren. Die Strecke war bezaubernd. Den Atlantik links von uns fuhren wir unter Palmen auf die goldene Kuppel der weißen Kathedrale zu. Wir konnten fast die ganze Stadt umrunden und sind an wunderschönen Plätzen vorbeigekommen. Ein weiterer Tipp meines ehemaligen Kommilitonen war der Mercado. Hier soll es super leckere Tapas geben. Es war unglaublich voll. Zurecht. Wir haben uns zuerst eine vegane Paella geteilt. Für die Hydrierung gab es ein frisch gezapftes Estrella. Dennis versuchte sich dann an Chicharrones. Das ist panierte Schweineschwarte. Fast jeder hatte eine Tüte mit diesem Snack in der Hand. Fazit: zu fett. Zwischen all dem Fleisch und Fisch gab es sogar einen rein veganen Stand. Wir probierten Croquettes und einen Burger. Beides war sehr lecker. Dazu gab es noch ein frisch gezapftes. Ich wollte gern ein 0,0er. Ob ich das wirklich bekommen habe, weiß ich allerdings nicht. Glücklich und zufrieden verließ wir den Markt. Leider ohne die berühmten Empanadas zu probieren. Die haben wir nicht finden können. Die Rücktour war ebenso schön wie die Hinfahrt. Das Beste an beiden Touren: Wir konnten an all den Fußgängern vorbei fahren. Und es waren viele. Wir sattelten die Fahrräder wieder auf und fuhren nach Tarifa. Direkt an den Strand. Das Wasser glänzte so schön blau, dass Dennis direkt reinspringen musste. Ich legte eine kleine Yoga-Session am Strand ein. Der Wind war hier so stark, dass wir beide und alle unsere Sachen komplett voller Sand waren. Also ging’s wieder zurück. Halb so wild, denn wir haben direkt vor den Dünen unser zu Hause. Wir machten es uns zum Sonnenuntergang gemütlich, während in der Bar neben uns die Party so richtig los ging. Bei der Musik kann man kaum die Füße still halten. Mit dem Blick auf Afrika tanzte ich zum Beat im Bus. Schönes Leben. PRead more

  • Zu schön um am Strand zu sein

    April 8, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 19 °C

    Aufgewacht am Ostersamstag zwischen hundert anderen Campern. Als ich um 8 aus dem Bus hüpfte, war noch keiner wirklich wach. Der Strand war weit und wunderschön leer. Nach dem Frühstück ging Dennis spazieren. Ich machte Sport und bereitete den Pizza-Teig für heute Abend zu. Danach setzten wir uns vor den Bus in die Sonne und tranken einen Shake. Dennis ging zum Wasser und ich schrieb Briefe und journalte weiter in der Sonne. Ich lief zum Wasser nach und sprang schnell rein, um mich abzukühlen. Es war heute wieder sehr windig und das Wasser war übersäht mit Kite- und Windsurfern. Der Sand flog uns um die Ohren. Also verließen wir den Strand zügig wieder, um am Bus die Abendsonne zu genießen. Aus der Pizza wurde kurzerhand eine Calzone. Geschmacklich überzeugte sie leider nicht ganz so. Nächstes Mal müssen wir ein anderes Rezept ausprobieren. Dafür war der Sonnenuntergang etwas besonderes. Nach dem Pizza machen, sah das Auto leider katastrophal aus. Aber wo wenig Platz ist, ist auch nicht so viel sauber zu machen. Nun hören wir wieder die tanzbare Musik der Bar und machen gleich das Bett. Gute NachtRead more

  • Einkaufen in Groß Britannien

    April 9, 2023 in Spain ⋅ 🌙 17 °C

    Aufgewacht, die Sonne lacht und erwärmt mit ihrer Kraft das kleine Fleckchen Erde auf dem wir uns gerade befinden. Es war so wunderbar warm am Morgen, dass wir draußen frühstücken konnten. Im Anschluss machten wir uns auf in die Stadt Tarifa. Wir wollten einmal den südlichsten Punkt Europas und gleichzeitig die kürzeste Entfernung zu Afrika besuchen. Hier trifft der Atlantik auf das Mittelmeer. Und wir sind auf eine sehr hohe Windstärke getroffen. Kaum auszuhalten, deshalb war unser Besuch auch nur von kurzer Dauer. Aber wir waren dort. Danach fuhren wir weiter nach Gibraltar. Auf dem Bild seht ihr einen großen Felsen. Der steht direkt auf der Halbinsel Gibraltar. Die im übrigen nicht zu Spanien gehört, sondern zu Groß Britannien. Wir stellten unser Auto auf der spanischen Seite ab und aßen eine Kleinigkeit zum Mittag. Da das Osterfest in Spanien eine große Bedeutung hat, haben heute am Ostersonntag alle Geschäfte geschlossen. Wir hatten jedoch nichts mehr zu Essen. Also ab nach Groß Britannien, um Einzukaufen. Denn dort waren alle Geschäfte geöffnet. Die Überquerung der Grenze hat uns eine gute halbe Stunde gekostet. Eine Reisegruppe und mehrere Flugpassagiere durchliefen die Passkontrolle zeitgleich mit uns, sodass die händische Kontrolle der Dokumente seine Zeit beanspruchte. Ein Flugzeug haben wir leider nicht starten sehen. Die Flugbahn liegt quasi genau auf der Grenze zwischen den beiden Ländern. Im Laden fiel uns dann auf, dass wir mit Pfund anstatt Euro bezahlen mussten. Ein Hoch auf die Kartenzahlung. Viel mehr als den Eroski haben wir von Gibraltar nicht gesehen, denn nach dem Einkauf verließen wir das britische Überseegebiet, um uns auf den Weg zu unserem Stellplatz zu machen. Dieser liegt direkt am Strand mit Blick auf den Fels von Gibraltar. Wir spielten am Strand eine halbe Stunde Beach Tennis und sprangen ins stille salzige Mittelmeer. Ab jetzt ist das Wasser wieder ruhiger und man kann entspannt Schwimmen. Nach dem leckeren Abendbrot schauen wir uns jetzt noch eine Doku über die Motorrad-Gang des Strandes an, denn die haben uns vorhin ordentlich auf Trab gehalten.Read more

  • Was für ein scheiß Tag

    April 10, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute Morgen hätte ich es schon ahnen müssen, als die Sonne nicht so recht rauskommen wollte. Sie versteckte sich hinter den Wolken als ich am Strand Yoga machte. Zum Frühstück bereiteten wir uns auf die anstehende Wanderung vor und rollten Wraps mit dem restlichen Gemüse vom gestrigen Abendbrot. Danach war die Stimmung zwischen uns so schlecht, dass wir 3 Stunden damit verbracht haben uns anzuschweigen oder zu streiten. Als ich aus dem Wasser kam, haben wir uns wieder vertragen. Mittlerweile war es 14 Uhr und wir wollten noch 5 Stunden wandern. Wir packten schnell alles zusammen und fuhren zum Parkplatz direkt vor der Grenze zu Gibraltar. Da wir gestern so lange an der Passkontrolle anstanden, sind wir heute mit den Rädern rüber gefahren. Zum Glück. Wir kamen schnell durch und haben noch eine ziemliche Strecke bis zum Startpunkt des Wanderswegs zurückgelegt. Gefunden haben wir den jedoch nicht auf Anhieb. Mein Gesicht muss so verwirrt ausgesehen haben, dass ich direkt angesprochen wurde, ob alles in Ordnung sei. Ich beschrieb ihr unsere Situation und sie gab uns alle notwendigen Informationen: Räder unbedingt anschließen und dann an einem Hotel vorbei Richtung „Upper Rock“. So weit so gut. 5 Minuten später kamen wir am Startpunkt an. Geschlossen. Die nächsten Eintrittspunkte in das Naturreservat lagen mindesten 1,5km entfernt. Also machten wir uns zu Fuß zum nächsten Startpunkt auf den Weg. Mittlerweile war es 16 Uhr. 4 Stunden Wanderung lagen noch vor uns. Der Hunger meldete sich. Wir machten eine kurze Pause im Park und aßen unsere Wraps. Danach sollte es gestärkt weiter gehen. Wir kamen bis zum Eintrittspunkt und mussten dann feststellen, dass man bezahlen muss, um auf den Berg zu kommen. Nicht 5, nicht 10, nein gleich 20 Euro pro Person rufen sie für den Eintritt ins Naturreservat auf. Und der ganze Berg ist ein Naturreservat. Demnach sieht man gar nichts, wenn man nicht zahlt. Wir waren zu geizig und kehrten um. Auf dem Rückweg kamen wir durch einen hübsch angelegten botanische Garten mit wilden Hühnern. Das Wetter war zwar nicht schlecht, aber bei 32 Grad läuft man halt auch nicht gern durch eine Stadt. Wir waren enttäuscht. Jetzt sollte ein schönes Eis Abhilfe schaffen. Kurz haben wir wohl vergessen, dass ich Vegan bin. Drei Eisläden später waren wir also immer noch auf der Suche. Kurz vor der Grenze hielten wir im Supermarkt an und entschieden uns für eine 3er-Packung Magnum. Schnell mit dem Rad über die Landebahn und zum Auto. Da saßen wir nun auf der Mauer mit Blick auf den Fels von Gibraltar und inhalierten unser fast geschmolzenes Eis. Blöder Felsen dachte ich mir. Blödes Gibraltar. Aber wie sagt Mutti immer: Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut ist. Wofür weiß ich zwar noch nicht, aber vielleicht erschließt sich das ja einem von euch. Wir sprangen nochmal ins Wasser um uns abzukühlen und fuhren danach zu einem Stellplatz direkt am Meer. Hier sitzen wir nun und schauen aufs Wasser. Weit ab von Häusern, blöden Felsen und irgendwem anders.Read more

  • Vom Pech geküsst

    April 11, 2023 in Spain ⋅ 🌙 19 °C

    Ein langer Spaziergang am Morgen hat den Tag heute eingeleitet. Auf diesem Weg habe ich mal wieder einen toten Delfin gesehen. Und sehr viel Müll. Gleich zwei Säcke lagen einfach so am Strand rum. Die und zwei Seesterne habe ich aufgesammelt und mit zum Auto genommen. Zum Frühstück gab es heute Pancakes. Damit haben wir Ostern nachgeholt. Danach ging ich zum Strand runter und machte eine halbe Stunde Yoga. Da unser Wasser und Essen leer war, mussten wir den Stellplatz verlassen, um alles aufzufüllen. Gute 4 Stunden waren wir unterwegs, um dann wieder zu diesem Stellplatz zurück zu kehren. Es lief wieder ganz schön holprig in unserer Kommunikation. Aber der Stellplatz war sehr schön. Wir hatten gerade geparkt, als die Polizei kam und uns weg schickte. Anscheinend darf man hier nicht stehen. Zum Glück haben sie uns nicht gestern schon weggeschickt und zum Glück haben wir keine Strafe bekommen. Ganz in der Nähe gab es einen weiteren Stellplatz am Strand. Hier angekommen trafen wir auf einige andere Camper von dem vorherigen Parkplatz. Wir richteten uns ein und machten uns Wraps zum Abendbrot. Danach war der Tag vorbei. Eine kleine Runde über den Platz und jetzt machen wir gleich das Bett. Für mehr Worte hat es heute einfach nicht gereicht. Wir haben immer noch Sicht auf den Fels von Gibraltar. Ich denke das ist das grundsätzliche Problem. So lange wir den sehen, wird uns das Pech wohl verfolgen.Read more

  • Chillen will gelernt sein

    April 12, 2023 in Spain ⋅ 🌬 20 °C

    Der heutige Tag stand im Zeichen von Ankommen und Entspannen. Die letzten Tage und Wochen waren ereignisreich und schnelllebig. Heute haben wir uns einfach mal Sein lassen. Mein Morgenspaziergang habe ich trotzdem gemacht, denn dieses Ritual ist einfach schön. Auch wenn ich heute etwas spät dran war und die orange Kugel schon fast bis zur Hälfte über den Horizont blickte. Auch der verhasste Fels von Gibraltar erstrahlte heute Morgen in einem ganz wunderbaren rosanen Wolkenschleier. Zum Frühstück gab es, ganz abwechslungsreich, Brot mit Avocado und Ei - wie jeden Tag. Beim Kaffee planten wir ganz grob die Route für die nächsten 10 Tagen. Dann eine Runde Sport. Dennis baute sich Gewichte aus zwei großen Wasserkanistern und ich turnte vor dem Meer herum. Ein Sprung ins kalte erfrischende Wasser rundete den Vormittag ab. Den Nachmittag kann ich gar nicht so recht beschreiben. Ich habe gelesen, aufgeräumt, rumgesessen, etwas kleines gegessen. Die Zeit flog nur so dahin. Am Abend entschieden wir uns dann noch einmal für einen kleinen Spaziergang, um die Umgebung zu erkunden. Nach unserer Runde kochten wir Lasagne im Omnia. Die köchelt jetzt noch 5 Minuten vor sich hin und dann können wir essen. Ich bin gespannt wie sie schmeckt.Read more

  • Costa del Sol - unglaublich voll

    April 13, 2023 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute war Abreisetag. Vom verlassenen Strand machten wir uns eigentlich auf den Weg nach Ronda. Doch die Zeit und die Sonne sitzen uns im Nacken, sodass wir uns kurzerhand dazu entschlossen, am Wasser zu bleiben. Wir fuhren nach Marbella. Dort füllten wir unseren Wassertank auf und liefen durch die Stadt. Entlang der Promenade wurde uns schnell klar, dass die Ruhe wohl nun vorbei ist. Die gesamte Küste entlang liegen Bars, Restaurants und Hotels ganz dicht beieinander. Marbella war voll von Urlaubern. Wir entschieden uns zum Markt zu gehen. Dort angekommen, bauten gerade alle ihre Stände ab. Die letzten zwei Selleriestauden habe ich noch mitnehmen können. Ein paar Straßen weiter hielten wir noch an einem Supermarkt. Und dann verließen wir Marbella auch schon wieder. Beim dritten Stellplatz entschieden wir uns zu bleiben. Hier ist etwas weniger Trubel als bei den vorherigen. Nun sitzen wir noch am Strand und lauschen den Wellen.Read more

  • Überraschung

    April 14, 2023 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen sind wir beide im Bett geblieben und habe der Sonne beim Aufgehen zugesehen. Aus der Heckscheibe heraus hatten wir den perfekten Blick aufs Wasser. Auch Frühstück haben wir direkt am Strand gegessen. Zum Glück haben wir gestern noch diesen kleinen ruhigeren Ort gefunden. Nach dem Frühstück habe ich Sport gemacht. Direkt vor unserem Stellplatz auf dem Sand. Als ich zum Abschluss in der „Krähe“ saß, klatschten drei Frauen begeistert. Sie hatten zugesehen und sich mit mir gefreut. Das war schön. Danach kam ich mit Einer von ihnen ins Gespräch. Sie kam aus Berlin. Wir unterhielten uns kurz und tauschten unsere Kontaktdaten aus. Andalusien ist quasi ihre zweite Heimat. Ronda und Málaga sollen wir unbedingt besuchen, dabei hatten wir uns eigentlich schon dagegen entschieden. Da Tante Doris einige Minuten vorher angerufen hatte, machten wir uns schnell auf den Weg zu ihrer Wohnung. Wenn wir schon auf der Ecke sind, wollen wir uns die schöne Bleibe von der Familie natürlich anschauen und Hallo sagen. Von der Terrasse hatten wir einen fabelhaften Blick über Málaga. Und plötzlich stand mein Papa in der Tür. Da war ich erstmal platt. Er hatte mir gesagt dass er meiner Tante eine Überraschung mit gibt. Mit so einer Großen hatte ich allerdings nicht gerechnet. Wir haben Kaffee getrunken, gequatscht, uns die Anlage angeschaut und Abendbrot mit Blick über Málaga gegessen. Das war wirklich schön. Und zum krönenden Abschluss konnten wir noch Wäsche waschen, in einem richtigen Bett schlafen und warm Duschen. Das fühlt sich nach einem richtigen Luxusleben an.Read more

  • Eine Runde Ronda

    April 15, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Meine Augen gingen auf und es war stockfinster. Das Rollo war komplett unten, sodass ich gar nicht wusste, welche Uhrzeit wir hatten. Ich hielt es noch eine Stunde im Bett aus, bis ich aufgestanden bin. Als ich unsere Zimmertür öffnete, strahlte die Sonne schon in die Wohnung hinein. Ich lief schnell auf die Terrasse. Sie wärmte schon so schön. Papa war auch schon wach. Er machte sich einen Kaffee und ich ging meiner Morgenroutine nach. Als alle wach und fertig waren, aßen wir gemeinsam Frühstück auf der Terrasse. Wir genossen noch ein wenig die Sonne und dann machten wir uns auf den Weg nach Ronda. Ein glücklicher Zufall, dass wir diese Stadt jetzt gemeinsam besuchen dürfen. Mit dem Auto war es eine ganz schöne Tortur in die Stadt, die in 700 Höhenmetern mitten in den Bergen liegt. 60 km Serpentinen - nichts für Schwindelanfällige. Bei 24 Grad ließ sich die kleine Tour durch die Stadt gut aushalten. Zur Erfrischung gab es Bier, Eis und Kaffee. Die Brücke über die Schlucht ist enorm beeindruckend und wirklich sehenswert. Ansonsten war Ronda typisch spanisch und ziemlich voll. Aber selbst Schuld, wer am Wochenende eine Stadt besucht. Auf der Rücktour haben wir eingekauft und waren in einer Beachbar essen. Lässige Musik und ein richtig guter Burger. Das war ein Traum! Danach machten wir uns schnell auf den Weg nach Hause, denn heute wollten wir noch Tennis spielen. Daraus wurde dann eher ein wildes Hin- und Herschlagen von Schläger und Bällen. Aber aller Anfang ist schwer und Übung macht den Meister, um in Floskeln zu sprechen. Bei 23 Grad ließen wir den Abend dann auf der Terrasse ausklingen. Bisher saßen wir auf der Reise noch nie draußen, umso schöner, dass wir es jetzt können. Papa schläft schon. Und ich husch auch gleich ins Bett.Read more

  • Urlaub

    April 16, 2023 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Heute war es windig. Ich hatte nachts das Fenster aufgemacht und hörte den Wind durch die Palmen zischen. Wie jeden Morgen trafen Papa und ich uns auf dem Balkon zum Sonnenaufgang. Wir konnten zwar nicht viel reden, weil ich morgens immer Öl ziehe, aber die Schönheit lässt sich auch in Stille gut zusammen genießen. Kurz darauf kamen die anderen Beiden raus. Dann gab es für die Drei den ersten Kaffee und für mich Selleriesaft. Wir genossen gemeinsam die ersten Sonnenstrahlen und bereiten dann das Frühstück auf der Terrasse zu. Ein richtiges 3D-Frühstück. Danach entspannten Papa und Doris in der Sonne und ich legte ein kleines Workout ein. Dennis räumte derweil die frisch gewaschene Wäsche wieder ein. Der Wind nahm ordentlich an Fahrt auf und wir brachen zu einer kleinen Wanderung zu einer Kapelle auf. Mit der Sonne im Gesicht zogen wir zwischen den bebauten Hügeln Marbellas in Richtung Wasser. Nach einer Stunde erreichten wir die Kapelle. Wir tranken ein Schluck Wasser und kehrten um. Die Strecke ging ordentlich Auf und Ab, sodass wir nach 2 Stunden kaputt und glücklich wieder nach Hause kehrten. Ich hatte tierisch Hunger und bereitete mir einen Joghurt mit Nüssen und Banane zu. Die Anderen aßen eine Kürbissuppe mit Brot. Ab 13 Uhr verlässt die Sonne die Terrasse. Wir legten uns also an den Pool und Dennis sprang sogar rein. Papa und ich haben es uns auf den Liegen gemütlich gemacht. Zwei Stunden hielten wir es aus, bis die Sonne uns auf der Haut zwickte. Es wurde Abend und wir begannen langsam mit der Zubereitung des Essens. Ich wollte gern mexikanischen Süßkartoffeleintopf mit käsigen Quesadillas machen. Zu viert haben wir uns in die Küche gestellt und gemeinsam geschnitten, zusammen gemixt und alles vorbereitet. Mit gefüllten Tellern setzten wir uns drinnen an den Tisch. Draußen war es ein Müh zu windig. Mit Nüssen, Bier und Melone zum Nachtisch hielten wir es bis um 12 aus und quatschten über Gott und die Welt. Ein schöner letzter Abend.Read more

  • Abschied nehmen

    April 17, 2023 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Heute war Abreisetag. Papa und ich trafen uns zum Sonnenaufgang wieder auf der Terrasse. Heute Früh war es ziemlich frisch. Als Dennis und Doris dazu gestoßen sind, versammelten wir uns in der Küche. Während ich meinen Selleriesaft zubereitete, kochten die Anderen sich einen Kaffee. Wir setzten uns auf den Balkon und genossen die Sonne. Dann bereiteren wir unser letztes gemeinsames Frühstück zu. Es hat an nichts gefehlt. Wir packten unsere Sachen, tranken noch gemütlich einen Kaffee und verabschiedeten uns. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch einmal so emotional für mich wird. Eine Mischung aus Freude [über die schöne gemeinsame Zeit] und dem Abschied, den man erst einmal wieder voneinander nimmt. Aber man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist. So recht verstehen, kann ich diesen Spruch noch nicht, aber rein inhaltlich passt er. Wir hielten zuerst am Supermarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Dann sind wir circa 2 Stunden an der Küste entlang Richtung Murcia gefahren. Irgendwo zwischen etlichen Obst- und Gemüseplantagen sind wir in einen Sandweg eingebogen und landeten auf einem Stellplatz direkt am Strand. Hier war es ruhig und ganz nett. Ich setzte mich mit meiner Yoga-Matte in den Sand und nahm mir eine gute Stunde Zeit für mich. Danach räumte ich meinen Schrank auf und wir machten uns die Suppe von gestern warm. Leider hatten wir heute keine großen Löffel, daher musste eine Gabel und ein kleiner Löffel herhalten. Mittlerweile ist Suppe wahrscheinlich auch das falsche Wort. Sie war so dick geworden, dass wir nichts Löffeln mussten. 8 Datteln mit Erdnussmus später hatte ich das YouTube-Video auf meinem Handy zum Laufen gebracht und wir schauten uns andere Vanreisende in Indien und Afrika an. Definitiv eine andere Hausnummer, als das was wir hier machen. Nach drei Nächten in der Wohnung schlafen wir heute das erste Mal wieder im Bus. Ich liege schon eingekuschelt im Bett. Es fühlt sich richtig nach zu Hause an. Da wir so dicht am Wasser stehen, höre ich das Wellenrauschen deutlich. Gleich werde ich versuchen, mich voll und ganz darauf zu fokussieren. Mal sehen ob das eine gute Einschlafhypnose wird.Read more

  • Dürre in Europa

    April 18, 2023 in Spain ⋅ 🌬 19 °C

    Aufgewacht, die Sonne lacht. Nach einem kurzen Morgenspaziergang frühstückte Dennis heute ausnahmsweise allein, weil ich keinen Hunger hatte. Danach machten wir uns auf den Weg zu Europas einziger Wüste: die Wüste von Tabernas. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch unzählige Obst- und Gemüseplantagen. Ein Meer aus weißen Planen, nur um uns Europäer mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen. Das Ergebnis? Ausgetrocknete Flussbetten und karge Landschaften. Wir hatten kein wirkliches Ziel. Also steuerten wir von einem Trockengebiet ins nächste. Von der Wüstenlandschaft war ich wirklich beeindruckt. Wir machten in Tabernas Halt und kletterten zur Burg hinauf. Von hier oben konnte man direkt auf das Gebiet gucken, welches schon etlichen Filmen und Serien als Location diente (Spiel mir das Lied vom Tod, Indiana Jones etc.). Durch das riesige Naturschutzgebiet konnte man entweder geführte Touren machen oder selbst Wandern. Wir stehen jedoch etwas in Zeitnot, weshalb wir uns dazu entschieden einfach mit dem Auto durch die Gegend zu fahren. Auch ganz nett. An unserem Stellplatz angekommen, haben wir die letzte Portion des mexikanischen Eintopfs verputzt. Danach habe ich Sport gemacht und Dennis hat telefoniert. Dann wechselten wir: ich telefonierte und er erkundete die Gegend. Dabei hat er einen schönen Platz entdeckt, wo wir zusammen den Sonnenuntergang geguckt haben. Jetzt schauen wir noch eine Serie und machen es uns gemütlich.Read more

  • Erledigungs- und Fahrtag

    April 19, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Die letzte Nacht war ganz verrückt. Wir standen auf 200 Metern Höhe in der Nähe eines Leuchtturms. Der Wind brachte bis morgens das ganze Auto zum Wackeln und man hörte ihn durch jedes Luftloch pfeifen. Der Lichtkegel des Leuchtturms schlug alle 10 Sekunden in unser Fenster ein und erleuchtete den Innenraum hell. Ab 6 Uhr waren wir zwar wach, aber noch nicht bereit aufzustehen. Durch die langen Wachphasen in der Nacht hielten wir es heute bis kurz vor 9 im Bett aus. Dann fix alles fertig machen, frühstücken, und los. Bevor wir weiter Strecke zurück legten, schauten wir uns noch den nahe gelegenen Playa los Muertos an. Riesige Felswände und Klippen, die nur die Natur so atemberaubend formen konnte. Danach ging es weiter Richtung Cartagena. Dort angekommen, ging Dennis zum Frisör und ich einkaufen. Drei Läden hat es gebraucht und danach hatten wir immer noch nicht alles zusammen. Nun war es allerdings schon 18 Uhr, daher entschlossen wir uns zum Stellplatz zu fahren. Der liegt zwar ein paar Kilometer zurück auf der Strecke, aber er soll wunderschön sein. Zum Abendbrot gibt es einen Wrap. Gefüllt mit Salat, Tomate, Soja-Geschnetzeltem und selbst gemachtem Hummus. Danach habe ich mein Workout direkt am Meer unter Palmen gemacht. Einen schöneren Ort hätte ich mir nicht wünschen können. Jetzt legen wir uns ins Bett und schauen eine neue Serie.Read more

  • Auf dem Weg

    April 20, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Der heutige Tag wurde mal wieder mit einem Morgenspaziergang eingeleitet. Unter Palmen am Meer entlang lief ich die Promenade entlang. Leider ohne Sonnenaufgang, denn die versteckte sich hinter den Bergen. Nach dem Frühstück genossen wir noch ganz entspannt einen Kaffee an diesem schönen Ort. Die Sonne, nun schon weit über dem Berg, legte sich wärmend auf die Haut. Wir hätten es ewig aushalten können. Gegen Mittag machten wir uns dann aber auf den Weg zu unserer letzten Sehenswürdigkeit - ein Wasserfall im spanischen Inland. Wir mussten das Auto 2 km vorher abstellen und nahmen die Räder um zum Salto del Usero zu fahren. Dort angekommen waren wir selbstverständlich nicht die Einzigen, die das türkise Becken inmitten sandgrauer Felsen bestaunten. Wir fanden jedoch einen Platz an dem wir ungestört ins kalte Wasser eintauchen konnten. Das Wasser war unheimlich klar und erfrischend. Bei 30 Grad und der Sonne direkt von oben trockneten wir auch ohne Handtuch ganz gut. Wir liefen noch ein Stück den Fluss entlang und fanden einen Feigenbaum. Die Früchte waren noch lange nicht reif, aber ich hätte gern ein paar mitgenommen. Nach ein oder zwei Stunden haben wir uns auf den Rückweg begeben. Ein kleiner Snack und dann ging unsere Tour auch schon weiter. Es war kurz nach 15 Uhr als wir nach Valencia aufbrachen. Ich habe auf der Autofahrt zwei Kleider zerschnitten und etwas genäht. In der Hoffnung, dass sie mir jetzt besser gefallen als vorher. An unserem Stellplatz angekommen, haben wir direkt mit dem Kochen begonnen. Es gab einen schnell zusammen gemixten Salat mit gekochten Kartoffeln. Während Dennis abwäscht, schreibe ich hier die letzten Worte mit Blick auf den Strand. Gleich werden wir noch spazieren gehen, denn gefühlt saßen wir heute nur im Auto.Read more

  • Barcelona calling

    April 21, 2023 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Um kurz nach 7 ging die Sonne auf und ich saß schon am Strand auf meiner Yoga-Matte bereit. Die Yoga-Einheit war absolut schrecklich, weil ich überall feuchten Sand kleben hatte. Meine Haare hingen mir ständig ins Gesicht und mein Pulli saß beschissen. War ich froh als die halbe Stunde um war und ich einpacken konnte. Nach dem Frühstück machten wir beide Sport. Dennis ging zum Sportplatz und ich machte YouTube-Videos. Danach duschen, aufräumen und ab nach Valencia. Hier gabs einen Rossmann in dem wir Fotos ausdruckten. Bernd, den wir in Sagres kennen gelernt haben, hatte ganz viele Fotos seiner Reise in seinem Bus hängen. Das hat mich inspiriert. Leider hatten die Fotos nicht die beste Qualität, aber nun waren sie auch schon gedruckt. Besser ging es leider auch nicht, teilte uns die Mitarbeiterin mit. Sie konnte leider kein Wort Englisch, aber eine andere Kundin übersetze für uns. Danach wollten wir eigentlich nach Barcelona aufbrechen. Wir hielten aber noch einmal kurz am McDonalds Parkplatz, um uns etwas zu essen zuzubereiten. Danach ging’s dann auf die Autobahn. Ausgestattet mit Snacks, Red Bull und ausreichend Wasser ging es 4 Stunden mit 80 Sachen in den Norden Spaniens. Dort angekommen parkten wir neben Mellis Hotel, kauften ein und trafen uns auf ihrem Zimmer mit drei Flaschen Weißwein. Um 1 machten sich die Drei auf den Weg in eine Bar und ich fiel ins Bett.Read more

  • Ich und die zwei Partyleichen

    April 22, 2023 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Mit einigen Gläsern Wein bin ich heute Nacht sehr gut eingeschlafen. Allerdings nicht so gut aufgewacht. Den halben Morgen verbrachte ich auf dem Klo, während Dennis seine Partynacht ausschlief. Ich wollte ihn nicht wecken, deshalb las ich in dem Magazin, was Melli mir mitgebracht hat. Dann erledigte ich nur Dinge, die leise von Statten gingen. Selleriesaft machen zählte nicht dazu. Ich entschied mich Kaffee kaufen zu gehen. Das Wetter war schön und ich schlenderte eine Stunde allein durch die Straßen Barcelonas. Danach bereiteten wir Frühstück zu und Melli checkte aus ihrem Hotel aus und in unser zu Hause ein. Wir saßen ein paar Stunden gemeinsam im Bus und erzählten. Es hat sich komisch und normal zu gleich angefühlt, dass wir jetzt hier gemeinsam sitzen. Irgendwann entschieden wir uns eine schöneren Ort aufzusuchen, als den Hotelparkplatz. Noch einmal vollgetankt, eingekauft und ab zum Strand. Wenn man das Strand nennen kann. Es gab zwar Sand und Wasser, aber auch einen Freizeitpark und riesige Industrieanlagen unmittelbar daneben. Wir hielten es trotzdem einige Stunden aus. Melli holte im Bus Schlaf. Ich machte Yoga und naschte Nüsse. Dennis genoss die Sonne. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns den Stellplatz noch einmal zu wechseln. Wir fuhren hoch in den Park beim Olympiastadion und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über den Dächern Barcelonas empfangen. Als es kälter wurde, machte ich mich ans Essen kochen. Heute gab es einen bunten Mix aus Resten aller Art oder auch Bratkartoffeln mit Brokkoli in Chilli-Sahne Sauce. Unerwartet lecker. Wir packten unsere Sachen, ich bereitete meinen Selleriesaft vor und dann fuhren wir zum Fähr-Terminal. Jetzt ist es kurz nach Mitternacht. Gerade eben haben wir eingecheckt. Jetzt sitzen wir im Auto und warten auf die Fähre dirigiert zu werden.Read more

  • Wie die Hühner im Stall

    April 23, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute gab es keinen wirklichen Morgen. Auch die Grenzen zwischen gestern und heute verschwimmen quasi. Als wir gegen 2 Uhr auf die Fähre stiegen, wussten wir nicht was uns erwarten wird. Das italienische Personal schickte und eine halbe Stunde über das gesamte Schiff, ohne dass wir am Ende wussten, wo wir unsere reservierten und 70€ teuren Schlafsessel finden. Keiner sprach Englisch und niemand bemühte sich uns wirklich zu helfen. Völlig übermüdet rannten wir zur Rezeption um ein letztes Mal zu fragen. Man verwies uns auf einen dunklen Raum mit 70 Sitzplätzen. Einige Passagiere lagen schon mit ihrer Isomatte auf dem Boden. Kaum einer saß. Alle anderen Räume waren nicht zugänglich oder noch beschissener zum Schlafen. Also machten wir drei es uns auf dem Boden bequem. Ausgestattet waren wir dafür zwar nicht, da der Raum aber 40 Grad hatte, konnten wir einfach unsere Jacken ausziehen und uns dort drauf legen. Jede Stunde wachte ich von der schmerzenden Seitenlage auf und musste mich auf meine andere Seite drehen. Auf 80qm teilten wir uns die Luft mir circa 20 weiteren Passagieren und 2 Hunden. Etliche Männer schnarchten, in den Garagen ging ständig eine Autoalarmanlage an und Lüfter wurden hier nie eingebaut. Melli und ich quälten uns bis halb 9 und suchten dann schnell das Deck auf, um frische Luft zu atmen. Es war so stickig und muchtig im Schlafsaal. Ich ging noch schnell ins WC um mich frisch zu machen. Bis um 10 hat Dennis es in der Sauna ausgehalten. Dann holten wir unsere Sachen nach oben und werteten erst einmal die „Nacht“ aus. Wir saßen in der Sonne und freuten uns, dass dieser Teil der Fährfahrt nun schon hinter uns liegt. Zum Glück hatten wir ausreichend Proviant dabei. Wir frühstücken mit Brötchen, Avocado, Oliven und veganen Babybel. Danach waren es nur noch 6 Stunden bis zur Ankunft im Porto Torres. Da wir alle kein Empfang hatten, beschäftigen wir uns die nächsten Stunden also mit Menschen beobachten. Auch spannend. Vor allem weil außergewöhnlich viele Hunde mit an Bord waren. Irgendwann wurde es draußen jedoch zu kalt und wir verkrochen uns in eine Sitzecke im Aufenthaltsraum, der nun endlich offen war. Dort hielten wir es bis zur Ankunft aus. Als wir endlich zum Auto durften, war ich heilfroh. 14 Stunden auf dieser Fähre - Halleluja. Aber dafür sind wir jetzt auf Sardinien. Nach zwei Stunden Fahrt und einem Einkauf später haben wir es zur Unterkunft geschafft. Hier warten die Anderen schon auf uns. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu einer Pizzeria, die der Hausherr den Jungs beim Einchecken empfohlen hat.Read more

  • Pommes rot weiß

    April 24, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    In unserer Unterkunft haben wir nur ein großes Schlafzimmer. Und das wurde uns überlassen. Das Aufwachen hier ist wirklich schön. Das Schlafzimmer ist riesig und wir haben eine Glastür raus zum Garten. Als ich aufwachte, schien die Sonne gerade auf den Pool. Alle anderen waren auch schon wach. Eric ging laufen, Melli bereitete schon Rührei vor und ich rasierte mir die Beine. Alle wirbelten irgendwie umher bis wir uns draußen am Tisch zum Frühstück zusammen fanden. Bei warm windigen Wetter vertrieben wir uns die Zeit mit Sport, Bier, Wäsche waschen, in den Pool springen und rumliegen. Als wir damit fertig waren, spazierten wir noch zum Strand in der Nähe. Das Wasser schimmerte so wunderschön türkis, dass wir auch hier gleich nochmal reinspringen mussten. Danach setzten wir uns in einen Italiener. Neben Nudeln und Pizza gab es für Melli und mich Pommes und gegrilltes Gemüse. Ein schönes Kinderessen. Der Strand, auf den wir schauten, sah völlig surreal aus. Wie ein Bildschirmschoner. Nach dem Essen wanderten wir zur Unterkunft zurück. Ich bereitete meinen Selleriesaft vor, Melli schrieb eine Einkaufsliste und die Jungs tobten im Pool. Nach der kurzen Pause fuhren wir zu viert einkaufen, um zum Abendbrot Vodka-Pasta zu kochen. Die war wirklich richtig lecker. Aber was die 250ml Vodka da drin jetzt zu suchen hatten, bleibt mir ein Rätsel. Zum Nachtisch gab es eine Runde Kniffel. Mit 6 Personen völlig unterschätzt, denn dann dauert das Spiel ewig. Jetzt ist es kurz vor 12 und ich liege im Bett. Ein schöner erster Tag.Read more

  • Sardinien schläft noch

    April 25, 2023 in Italy ⋅ 🌬 22 °C

    Den Morgenspaziergang habe ich für diese Woche gegen einen Blick auf den Pool eingetauscht. Nach meiner Morgenroutine setzten wir uns zusammen an den Tisch. Ich mit Selleriesaft, die Anderen genossen einen Kaffee aus der Frenchpress. Dann frühstückten wir ausgiebig mit echtem Rührei und meinem geliebten Tofu-Rührei. Das ist für mich wie Urlaub. Mein Workout absolvierte ich im Anschluss mit Blick auf den Pool. Melli dehnte sich und die Jungs haben sich spontan ein paar Übungen überlegt. Ich hätte gern ein Foto gemacht. Gegen 13 Uhr fuhren wir dann alle gemeinsam nach Olbia - die dritt größte Stadt hier auf Sardinien. Wir parkten bei einem Riesenrad und liefen die Stadt ab. Viel zu sehen gab es nicht wirklich. Ein paar Plätze in der Sonne ließen uns in einem Lokal für einen Espresso Martini Halt machen. Danach zogen wir weiter. Ohne ein wirkliches Ziel quer Feld ein. In der Gruppe sind Entscheidungen immer schwer zu fällen, weshalb wir uns letztlich wieder auf den Rückweg machten, um einzukaufen und in der Ferienwohnung Mittag/Abendbrot zu machen. Olbia war ganz süß, aber wirklich viel zu sehen, gab es nicht. In einem größeren Einkaufszentrum fanden wir vegane Burgerpattys und veganen Käse. Also schmissen wir den Grill an und erfreuten uns bei Sonnenuntergang Burger selbst zu belegen. Während zwei der Jungs noch motiviert waren eine Bar aufzusuchen, spielten Melli, Paul, Dennis und ich ein paar Runden Kniffel. Mit mehreren Personen fetzt das Spiel auf jeden Fall noch mehr, aber es dauert auch bedeutend länger. Als die Anderen zurückkehrten, hatten sie Budoni quasi einmal abgelaufen. Nach 7km und 1,5 Stunden hatten sie keine offene Bar gefunden. Wir guckten in enttäuschte Gesichter. Ich glaube Sardinien ist noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht.Read more

  • Ein Tag am Pool

    April 26, 2023 in Italy ⋅ 🌙 14 °C

    Heute war gutes Wetter angesagt und das wollten wir ausgiebig am Pool genießen. Nach Kaffee und Selleriesaft folgte unser gemeinsames Frühstück in der Sonne. Heute schmolzen Käse und Butter schneller weg als wir essen konnten. Mit vollem Bauch ging es direkt auf die Sonnenliege. Ganz inaktiv wollten wir allerdings nicht bleiben und rafften uns noch einmal auf, um uns eine halbe Stunde auszupowern. Danach folgte direkt die Abkühlung im türkis schimmernden Wasser. Lesen, Ball spielen, was schönes Trinken und dann war der Tag auch schon wieder fast um. Am Abend schmissen wir den Grill an und bereiten ein paar Gemüseschalen, Kräuterbutter und eingelegten Feta vor. Der Urlaub muss ein Paradies für Dennis sein, so viel Fleisch, wie es hier zu jeder Mahlzeit gibt. Die Sonne ging unter und es wurde kälter. Wir zogen nach drinnen und spielten ein paar Runden Kniffel. Mich zog es schon vor 12 ins Bett. Ich hörte noch gemütlich eine Podcast-Folge und schließ irgendwann ein.Read more

  • Wohin mit uns

    April 27, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute wollten wir es ruhig angehen lassen. Nach morgendlichen Ritualen und einem ausgiebigen Frühstück am Pool legten wir uns auf die Sonnenliegen und waren mal einfach nur da. Jeder für sich. Es wurde nicht viel gesprochen. Ich legte eine Yoga-Einheit ein. Nach ein paar Stunden entschieden wir uns einen Strand aufzusuchen. Bis wir alle fertig waren dauerte es ebenfalls noch einmal ein, zwei Stunden. Dann stellte sich heraus, dass die Motivation dafür quasi gar nicht vorhanden war. Worauf dann etwas seltsames passierte: Wir gingen alle wandern. Durch das Dorf, in dem wir wohnten, bis auf einen kleinen Berg (231m) hoch. Der Anstieg war steiler als erwartet. Oben angekommen splittete sich die Gruppe in der Hälfte. Ich zählte zu der Gruppe, die weiter wanderte und der andere Teil ging zurück und suchte ein Café auf. Der Weg war total bewachsen. Meine Beine waren aufgeschrammt von den Dornen, als wir wieder am Fuß des Berges ankamen. Zurück zur Unterkunft führte uns der Weg direkt am Strand entlang. Dabei spazierten wir über einen verlassenen Campingplatz, wo hunderte alte verlassene Wohnanhänger kreuz und quer auf dem großen Gelände verteilt standen. Diese Szenerie erinnerte an einen Horrorfilm. Obwohl wir 9km auf der Uhr hatten, waren wir die Ersten an der Unterkunft. Der obligatorische Sprung in den Pool und dann war der Körper wieder auf Betriebstemperatur. Die einzigen „Sorgen“, die wir heute noch hatten: den Einkauf erledigen und zu Entscheiden, was wir zum Abendbrot essen. Da keiner Lust auf Kochen hatte, fiel die Entscheidung auf die Pizzeria, die wir schon am ersten Abend besucht hatten. Da Knoblauch für die Saden aber anscheinend ein Fremdwort ist, wollten wir uns zu Hause selbst damit versorgen. Deshalb machten wir einen kurzen Stopp nach dem Einkauf und aßen gemütlich wieder zu Hause am Tisch. Mittlerweile sind wir auch in der sardischen Zeit angekommen und beendeten unser Abendessen erst um 22.30 Uhr. Danach eine kleine Runde Kniffel und ab ins Bett.Read more

  • Glückstag

    April 28, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Schon gestern Abend war ich etwas aufgeregt, da heute Mellis Geburtstag ist. Ich hatte einige Dinge vorbereitet und wollte natürlich, dass sie einen richtig schönen Tag hat. Doch erstmal gab es Frühstück. Heute deutlich früher als sonst, denn wir hatten einen Plan. Sie wusste nicht, was sie erwartet. Paul briet ihr ein Omelette und ich arrangierte alle unsere Lebensmittel auf einer großen Platte - wie im Restaurant. Es sah wirklich schön aus. Ein paar Blümchen und kleine Geschenke auf ihrem Teller - et voilà - fertig war das Sektfrühstück zum Geburtstag. Mit der Karte, die ich geschrieben hatte, offenbarte sich dann unsere heutige Mission: Delfine sehen mit einem Boot, welches wir selbst steuerten. Wir machten uns auf nach Porto Rotondo. Vom Hafen legten wir mit einem Schlauchboot und 40PS ab und fuhren der Küste entlang zur Insel Figarolo. Dort steht mitten auf dem Meer eine große Anlage zur Fischzucht. Nach meiner Recherche sollen dort seit über 10 Jahren Delfine leben. Meist sieht man sie jedoch morgens, weil die Fische dann gefüttert werden. Dafür waren wir zwar etwas zu spät dran, aber wir orientieren uns erst einmal an der SUP-Gruppe, die ebenfalls neben der Fischzucht Halt machten. Als die sich wieder ans Ufer verabschiedeten, fuhren wir noch ein paar Runden um die Insel und die Anlage und setzten dann Anker vor dem Strand der Insel. Wir blickten quasi genau auf die Anlage. Das Wasser schimmerte türkisblau. Die Jungs sprangen rein und schwammen zum Inselufer. Wir genossen die Sonne auf dem Deck. Das Wasser lag ganz still als Max plötzlich rief: „Delfine!“. Melli und ich konnten unseren Augen kaum trauen. Erst zeigte sich nur die Finne und dann sah man ihren gesamten Rumpf. Zwei Delfine nur ein paar hundert Meter von uns entfernt. Wir legten ab und steuerten genau auf sie zu. Aus Zweien wurden vier und wir waren mitten in ihrem Treiben drin. Wir stellten den Motor aus und es wurde still auf dem Boot. Ich konnte dieses Glück gar nicht fassen. Direkt vor unseren Augen sprangen sie aus dem Wasser, tollten miteinander herum und schwammen unter unserem kleinen Schlauchboot durch. Wir waren baff und Melli überglücklich. Ich wusste nicht, dass dieses Ereignis auf meiner Bucketlist stand. Aber jetzt fühlte es sich so an, als hätte auch ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Nach einiger Zeit verließen sie unseren Spot. Wir beobachten sie nur noch aus der Ferne, als sie in Richtung weites Mittelmeer aufbrachen. Wir suchten uns einen geschützten Standort und setzten erneut den Anker. Das Wasser war kristallklar und perfekt für eine Abkühlung zwischendurch. Wir hatten noch ein paar Stunden und genossen die gemeinsame Zeit auf dem Boot bei schönstem Wetter. Auf unserem Rückweg hielten wir noch einmal an einer Bucht, weil das Wasser dort so wunderschön türkis schimmerte. Kurz nach 17 Uhr kehren wir wieder im Hafen ein. Zufrieden, kaputt und glücklich. Nach einer Stunde Heimfahrt kehrten wir zu Hause ein und machten uns bereit fürs Abendessen. Wir gingen im nahe gelegenen Shardana essen. Völlig platt landeten wir gegen 23 Uhr wieder in der Unterkunft und schafften es noch Bilder und Videos auszutauschen bis wir alle ins Bett fielen. Das war ein perfekter Tag.Read more

  • Zwei Sechzig

    April 30, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Der Morgen startete bedeckt und grau. Das gesamte Ferienhaus stand schon im Zeichen der Abreise. Gepackte Taschen, Putzzeug und etwas gedrückte Stimmung. Ein letztes Mal Wasser aufsetzen für die zwei Kannen Kaffee am Morgen. Ein letztes Mal Rührei aus zwölf Eiern. Wir schoben alle Reste zusammen und zauberten ein üppiges Frühstück. Es war zwar kalt aber trotzdem aßen wir draußen. Danach machten wir ein letztes Mal den Geschirrspüler an, räumten die letzten Sachen ins Auto und übergaben die Wohnung wieder an Carlos, den Besitzer. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir den Flughafen in Olbia, wo wir die Anderen verabschiedeten. Wir wollten gerade vom Parkplatz runterfahren, als das Dachfenster bei der Höhenbegrenzung hängen blieb und in zwanzig Teile zersprang. Dennis kletterte gleich aufs Dach um den Schaden zu beheben, während ich die Teile einsammelte. Als die Anderen noch mit im Auto saßen, lag es anscheinend so tief, dass wir durch die erste Höhenbegrenzung einfach durchfahren konnten. Durch die zweite leider nicht. Der Ärger war jedoch schnell verflogen, denn es hätte durchaus schlimmer kommen können. Der Verschluss funktioniert noch und die Solarpaneele sind ebenfalls unbeschädigt. Glück gehabt. Auf den Schock haben wir uns erstmal zu den Anderen gesellt und gemeinsam einen Kaffee getrunken. Ihr Flieger ging erst in ein paar Stunden, weshalb wir nochmal eine gute halbe Stunde zusammen lachen konnten. Dann war es aber wirklich an der Zeit Abschied zu nehmen und unseren holprigen Start in Sardinien hinter uns zu lassen. Wir machten uns auf den Weg zum Lidl und einem Baumarkt. Danach suchten wir einen schönen Stellplatz auf. Kaum war der Motor aus, begann der Regen. Wir spannten die Wäscheleine im Bus, denn unsere gewaschenen Sachen aus der Unterkunft waren leider noch nicht vollständig getrocknet. Zum Abendbrot gab Burger und Blumenkohl-Wings. Nicht ganz geglückt aber trotzdem lecker. Dennis verabschiedete sich ans Handy und ich begann damit die ausgedruckten Bilder an der Wand zu befestigen. Nun ist es schon fast um 12 und ich werde jetzt versuchen zu schlafen.Read more

  • Eingrooven

    May 1, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 18 °C

    Der heutige Tag stand im Zeichen des Ankommens. Mit dem Blick aufs Meer sind wir aufgewacht und mussten uns erst einmal wieder im Bus zurecht finden. Deutlich weniger Platz will nach einer Woche Schlaraffenland erst einmal wieder gelernt sein. Ein kurzer Streit am Morgen vertrieb dann letztlich auch all den Kummer und all die Sorgen. Danach konnte gefrühstückt werden. Wie in guten alten Zeiten: Tofu-Rührei mit Blick aufs Meer. Unbezahlbar. Das Rauschen der Wellen begleitet mich den gesamten Tag, denn von der Couch bewegte ich mich heute nicht mehr weg. Bauchschmerzen fesselten mich in eine liegende Position. Ich stand zwei Mal auf: Einmal um Bananenbrot zu backen und ein zweites Mal um mein neues Buch zu holen und mit dem Lesen zu beginnen. Am späten Nachmittag verspeisten wir das misslungene Brot. Es glich eher einem Grießbrei von der Konsistenz. Es wird also eine zweite Runde geben müssen, um herauszufinden, wie es am besten durchbackt im Omnia. Dennis reparierte noch etwas am Dachfenster und versuchte unser neues Moskitonetz anzubringen. Ich hab fast den ganzen Tag vor dem Buch verbracht. Zwischendurch habe ich noch meinen Selleriesaft für morgen vorbereitet. Es ist viel stressfreier, wenn ich ihn nicht morgens pressen muss. Danach machten wir Nudeln mit Pesto und angebratenem Gemüse. Und jetzt falle ich glaube ich direkt ins Bett.Read more