Das erste Mal den Kontinent verlassen ✈️🌏
  • Day15

    Île était une fois…

    February 25 in France ⋅ ⛅ 2 °C

    Den Nachtflug erfolgreich hinter uns gebracht, sitzen wir bereits wieder müde am Gate in Paris und warten auf unseren Heimflug nach Stuttgart.
    Vielen Dank, dass ihr uns in den vergangenen zwei Wochen auf diesem Weg begleitet habt, es war mir eine ganz besondere Freude, jeden Abend diese Beiträge zu schreiben.
    Was bleibt von diesem Abenteuer?
    -wahnsinnig schöne Bilder und Erinnerungen
    -ganz viel Dankbarkeit und Ehrfurcht für unsere wunderschöne Erde
    -ein sich in alle Richtungen drehender und rückwärts-schiebender Benjamin
    -ein abgehakter Punkt auf der Bucket List
    -die Erfahrung, dass wir als kleine Familie ein richtig gutes Team sind ❤️
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    Traveler

    Willkommen zuhause! Schön, dass Ihr wieder da seid ❤️

    2/25/22Reply
    Traveler

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    2/25/22Reply
     
  • Day14

    Über den Wolken

    February 24 in Réunion ⋅ 🌧 19 °C

    Unseren letzten Tag starteten wir wieder sehr früh, da wir versuchen wollten, noch ein letztes Ziel auf unserer Reise mitzunehmen. Noch einmal hoch hinaus, noch einmal (hoffentlich) über den Wolken sein. Relativ geschickt auf unserer Route Richtung Flughafen befand sich nämlich der „Maïdo“, von dem Xavier uns vorgeschwärmt hatte. Von dort aus, wenn man es denn schafft, vor den Wolken oben zu sein, hat man einen herrlichen Blick auf die Küste und in den Cirque de Mafate (der, dessen Siedlungen nur zu Fuß erreichbar sind). Dank frühen Aufstehens und guter Planung waren wir zwar schon um 10 Uhr oben auf dem Gipfel, die Wolken waren jedoch auch schon wach und gewährten uns nur noch winzig kleine Einblicke. Wir kamen trotzdem auf unsere Kosten, denn Thermik und Wolkengucken sind Christophs spezielles Lieblingshobby (😅) und ich genoss diese kleinen Wolkenlücken - wie Fenster in eine ganz andere Welt. Da unten/oben wohnen nämlich tatsächlich Menschen, im völligen Einklang mit der Natur und ihr manchmal (Zyklonzeit…) auch völlig ausgeliefert. Während Benjamin noch ein bisschen strampelte, las ich die Nachrichten und hätte das wohl besser lassen sollen 🥴 Andererseits gehört eben auch das dazu und der Urlaub ist eben auch in dieser Hinsicht vorbei 😢 Wieder unten angekommen hatten wir natürlich noch eine Menge Zeit und Hunger. So suchten wir kurz entschlossen noch einen weiteren Traumstrand an der Ostküste auf (Boucan-Canot, St-Gilles-les-Bains) und beendeten symbolisch unsere Reise wie sie in Paris bereits begonnen hatte. Diesmal war der Ausblick jedoch nochmal bedeutend besser 😌 Wir verabschiedeten uns vom Meer und traten dann den Weg nach Saint Dénis an, um unser Mietauto abzugeben. Glückskinder, die wir sind, war die Küstenstraße, die während des Zyklons stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, gerade wieder geöffnet worden und uns blieb die holprige Bergstraße erspart. Unser kooperativer kleiner Reisepartner schlief selig bei jeder Autofahrt und machte alles geduldig mit. Mit dem Shuttle zurück zum Flughafen und warten, warten, warten. Alles klappte wie am Schnürchen und so sitzen wir jetzt schon wieder am Gate, Benjamin schlummerte noch ein bisschen in der Trage und wir harren der Dinge, die da kommen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf daheim und schicken schonmal ganz viel Kraft und Liebe zu euch! ❤️Read more

    Traveler

    Das klingt sehr sehr schön! Ich wünsche euch nach so Einem tollen Tag einen entspannten Heimflug 😃

    2/24/22Reply
    Traveler

    Ganz lieben Dank für die wunderbaren Bilder u Berichte ! Die Wannweiler freuen sich über Euren gelungenen Urlaub, wünschen Euch einen guten Heimflug und freuen sich seeeeehr Euch bald wieder zu begrüßen !😘😘😘

    2/24/22Reply
    Traveler

    Guten Heimflug

    2/24/22Reply
     
  • Day13

    Ein kleines Paradies

    February 23 in Réunion ⋅ ⛅ 25 °C

    Teil 2/2
    Xavier hatte zu diesem Ort nur in etwa gesagt: „Joa, das ist ein kleiner Park, ganz nett. Da kann man etwas spazieren gehen.“ Für uns katapultierte sich Anse des Cascades aber sofort in unsere Top 3 der Insel - so wunderschön war es da. Am besten haben mir, neben den Wasserfällen natürlich, die wie grüne Perlen abfallenden Hängepflanzen und die schnurgeraden Palmen gefallen. Die Fotos werden der Realität leider nicht wirklich gerecht, aber das ist vermutlich ein Ort, von dem man einfach träumen muss…
    Letzter Stop war dann noch das „Cap méchant“, von wo aus wir uns nochmal das Meer um die Nase wehen ließen und ich noch eine Runde „Breastfeeding with a view“ einlegte. Bald tausche ich diese Aussicht wieder gegen die heimischen Wände, hat beides was für sich 😉
    Zurück in Manapany hüpfte Christoph nochmal ins Meer und danach in sein Meeting, ich packte unsere Koffer und machte dank Xavier und Pauline sogar auch noch eine kurze Schwimmsession. Wir verbrachten ein letztes gemeinsames Abendessen auf dem Balkon (Benjamin schon schlafend im Bett!) und durften sogar noch einen traumhaften Sternenhimmel erleben. Die Sternschnuppenwünsche habe ich für die Reise morgen verwendet - vielleicht hilft‘s ja 😉
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    Traveler

    Irre, wie schnell das Meer wieder blau wird!! schön, dass ihr doch noch ein paar Sonnentage abbekommen habt :)

    2/23/22Reply
    Traveler

    ❤️

    2/23/22Reply
    Traveler

    Da hat sich da dableiben doch wirklich gelohnt ;) schön dass ihr so einen traumhaften Tag hattet!

    2/23/22Reply
    Traveler

    Ja, war eine gute Entscheidung 😌

    2/23/22Reply
     
  • Day13

    live, love, lave

    February 23 in Réunion ⋅ ⛅ 26 °C

    Teil 1/2
    Vorletzter Tag auf der Insel und nochmal so viel Schönes gesehen!
    Unser heutiges Zeitfenster bis zum Meeting, an dem Christoph per Teams teilnehmen sollte, wollten wir nutzen, um uns noch die Ostküste etwas näher anzuschauen. Der Plan sah vor, bis zum weitest entferntesten Ort durchzufahren und dann rückwärts die Punkte abzuklappern, die Xavier uns markiert hatte. Gesagt - getan.
    Unser Start/Endpunkt war die Kirche „Notre Dame de laves“ in Saint-Rose. 1977 wurde diese Kirche beim Ausbruch des Vulkans von Lava zwar eingeschlossen, aber nicht zerstört. Das Geröll um die Kirche herum wurde als Erinnerung an dieses kleine Wunder liegen gelassen. Bei unserer Ankunft im Ort regnete es leider stark und war auch nachdem wir uns schnell zum Mittagessen „Le bol renversé“, eine umgedrehte Schüssel Gemüsereis, und Baobab-Saft einverleibt hatten, nicht weniger geworden. So schenkten wir dem Wunder nicht sehr viel Zeit, sondern fuhren stattdessen weiter die Route de lave zurück. Immer wieder wurden die üppigen Landschaften von Feldern braunen Lavagesteins unterbrochen. Manche davon noch recht frisch und öde, manche schon bemoost, manche bereits mit knochigen Bäumen bestückt, je nachdem, wie lang die Lava bereits dort erkaltet war. So konnten wir im Vorbeifahren quasi der Natur beim Entstehen zusehen, wirklich interessant. An diesen Stellen kann man übrigens Führungen durch die Lavatunnel machen - manche davon sind wohl so groß, dass darin sogar Kulturveranstaltungen abgehalten werden. 3-4 Stunden wären allerdings ohne Benjamin zu lang gewesen und mit Baby war es gar nicht erlaubt, daher nichts für uns. Weiter ging’s zum „jardin volcanique“, wo wir uns noch einmal wie auf dem Mond fühlten (allerdings windete es bei uns definitiv, kein Zweifel an unserer Expedition😉) und das schwarze Vulkangestein im direkten Vergleich mit dem tiefen Blau des Himmels und des Meeres betrachteten. Danach hatten wir dann aber auch wirklich genug von Vulkanen und Lava und zum Glück hatte das wahre Highlight unserer Ostküsten-Tour damit auch gar nichts zu tun…
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  • Day12

    Im Herzen der Insel

    February 22 in Réunion ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach der ernüchternden Nachricht, dass die Route de Cilaos gesperrt worden war, hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben, noch in die Inselmitte fahren zu können. Wir gestalteten unseren Vormittag also gemütlich, besuchten den Obst- und Gemüsehändler unseres Vertrauens und schnippelten Ofengemüse fürs Mittagessen. Als ich gerade bei den Auberginen angelangt war, wurde die Sperrung doch wieder aufgehoben und wir konnten doch den Weg nach Cilaos antreten! Juhuuu!
    Während Benjamins Mittagsschlaf machten wir uns also auf und fuhren die sehr abenteuerliche Straße in die Inselmitte. Mal fuhren wir eng an schroffen Felsen entlang, mal durch Wasserrinnsale, die sich nach dem Regen der letzten Tage den Weg ins Meer bahnten, mal öffnete sich vor uns der Blick auf die bewaldeten Berge, mal fiel neben uns eine steile Klippe in die Schlucht ab. So schlängelten wir uns immer tiefer ins Herz der Insel bis wir schließlich, auf 1200 M in Cilaos angekommen waren. Cilaos trägt seinen Namen entweder aufgrund eines älteren Worts, das so viel bedeutet wie: „diesen Ort verlasse ich nicht“ oder es wurde von einem Sklavereiflüchtling mit demselben Namen gegründet, da sind sich die Historiker uneinig. Es ist jedoch belegt, dass jene Menschen auf der Flucht vor den Sklaventreibern die ersten waren, die die ehemaligen Vulkankrater („Cirques“) entdeckten und bewohnten. Heute erinnert absolut nichts mehr an die vulkanische Vergangenheit der Gegend, so üppig ist das Grün und die vielen Wasserfälle haben mit Lava auch nicht viel gemeinsam. In unsrer Freude darüber, dass wir doch hinfahren können, hatten wir zwar warme Sachen und Regenkleidung für Benjamin eingepackt, uns selbst aber völlig vergessen. Meine Regenjacke war zum Glück noch im Auto, Christoph war unter dem Poncho gut geschützt und beim Laufen gewöhnten wir uns auch schnell an die „frostigen“ 20 Grad - lediglich passenderes Schuhwerk hätte ich gern gehabt. Macht nichts, denn auch so stapften wir fröhlich durch die kleine Ortschaft und erkundeten die Pfade oberhalb, die durch den Wald zu den anderen Cirques führen. Wir sahen aber recht schnell ein, dass der Zustand der Pfade, die nach dem Zyklon noch nicht wieder instand gesetzt worden waren, eine größere Tour verhinderte. Trotz Regen und Wolken war es eine schöne Zeit da oben und allein wegen der atemberaubenden Aussichten bei der Hin- und Rückfahrt hat es sich schon gelohnt.
    Morgen machen wir dann noch ein Stück Ostküste und dann sind wir wirklich ziemlich rumgekommen auf der Insel 😌
    Der Countdown läuft!
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    Traveler

    Du bist eine richtige Reiseschriftstellerin.. Toll, dass wir auf diese Weise auch in Réunion dabei sind. herzlichen Dank und einen wunderbaren letzten Tag

    2/23/22Reply
    Traveler

    Dankeschön, wie lieb 🥰

    2/23/22Reply
    Traveler

    Dem kann ich mich nur anschließen! Jeden Abend muss ich schauen, was ihr den Tag über so erlebt habt! Danke, dass Ihr uns so teilhaben lasst!

    2/23/22Reply
    Traveler

    ❤️

    2/23/22Reply
     
  • Day11

    Schildkröten galore 🐢

    February 21 in Réunion ⋅ 🌧 25 °C

    Unser Morgen begann mit der freudigen Nachricht, dass die Alarmstufe rot bereits wieder aufgehoben wurde und lediglich einige Zufahrtsstraßen gesperrt seien. Da sind wir wirklich glimpflich davongekommen. Nach elendig langer Recherche und viel Herumtelefoniererei gelang es Elisabeth, einen Platz im Flieger um 19:30 Uhr zu ergattern. Aufgrund der Straßensperrungen und der Tatsache, dass die Insel erst etwas verzögert den Betrieb aufnahm, beschlossen wir, Eli zum Flughafen zu bringen und auf dem Weg noch an Kélonia, einer Art „Schildkrötenreservat“ mit Museum vorbeizufahren. Während wir so fuhren, erschien uns der Plan doch etwas Spitz auf Knopf, so dass wir Eli stattdessen recht früh zum Busbahnhof am Hafen fuhren, von wo aus sie sich zum Flughafen aufmachte. Wir verbrachten den Nachmittag dann aber tatsächlich bei den Schildkröten und fanden es ganz wundervoll. Die dort arbeitenden Forscher:innen, Meeresbiolog:innen und Tierpfleger:innen versuchen, die auf der und um die Insel vorkommenden Schildkröten zu schützen. Dazu werden nicht nur die Nester rund um die Uhr bewacht, damit die winzigen Baby-Meeresschildkröten sicher aus den im Sand vergrabenen Eiern über den von Fressfeinden belagerten Strand ins Meer finden, sondern auch Schildkröten, die versehentlich an den Haken der Hochseefischerei landen, verarztet, aufgepäppelt und wieder ausgewildert. Dabei lernten wir eine Menge - trauriger Fakt: nur 1% der geschlüpften Schildkröten erreicht das Erwachsenenalter und kehrt irgendwann selbst zum Eierlegen an den Heimatstrand zurück. Und natürlich ist auch hier Plastik im Magen ein großes Thema.
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass da unten im Meer so viel Leben ist, so viel von dem wir gar nichts wissen und was wir einfach so kaputt machen 😢
    Anschließend ging es zurück nach Hause und ehrlich gesagt kamen mir Regen und Wind nun stärker vor als gestern. Kurz vor unserem Ziel standen wir sogar im Stau und entschlossen uns sogar für eine weiträumige Umfahrung, da eine Straße überspült worden war… Wir bleiben einfach weiter wachsam und nehmen die Radiodurchsagen ernst, dann wird das schon. Morgen würden wir gern noch ins Innere der Insel fahren, heute waren die Wege dorthin alle gesperrt und die Wanderwege zu den Gebieten, die nur zu Fuß erreichbar sind, bleiben wohl die ganze Woche geschlossen, aber zumindest draufschauen wollen wir gern noch. Hoffentlich klappt das, ich würde mich sooo freuen!
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    Traveler

    Dieser beeindruckenden Schildkrötin fehlt nach einem Haibiss eine Flosse, daher kann sie leider nicht zurück ins Meer 😢

    2/21/22Reply
    Traveler

    wow 😍

    2/21/22Reply
    Traveler

    💄😪😮‍💨😮‍💨😮‍💨😵

    2/22/22Reply
     
  • Day10

    Vive le vent, vive le vent…

    February 20 in Réunion ⋅ 🌧 27 °C

    Wie erwartet waren wir heute alle überwiegend zuhause. Xavier und Pauline sind zum Glück doch noch nachts nach Hause gekommen und haben nicht gezeltet. Stattdessen bestand unser Programm heute im Wesentlichen aus Schlafen, Essen und Sturmvorbereitung. Ein bisschen vor der Tür waren wir auch noch - in einer Regenpause fuhren wir mit dem Auto 5 Minuten Richtung Saint Joseph, um uns kurz die Beine zu vertreten. Weil der Weg aber überspült worden war, sind wir die zwei Hälften des Weges einzeln gelaufen. Es war sehr stürmisch, die Bäume bogen sich durch, die Vögel in ihren Nestern schrien geradezu und das Meer war wüst und unruhig. Danach schnell wieder ins sichere Haus, nochmal Müll leeren, Wäsche waschen, Spülmaschine laufen lassen, ein paar Flaschen mit Wasser zum Spülen füllen (das Leitungswasser soll schon nicht mehr getrunken werden). Christoph und Xavier gingen nochmal schwimmen und machten noch eine kurze Joggingrunde. Tatsächlich stellten sich unsere Vorbereitungen als sinnvoll heraus, gegen 18 Uhr kam die Nachricht, dass für die gesamte Insel ab 21 Uhr vorsorglich ‚Alerte Rouge‘ gilt und ab dann niemand mehr das Haus verlassen darf. Für wie lange ist aktuell noch unklar, wir rechnen aber damit, dass am Dienstag die Ausgangssperre schon wieder aufgehoben wird. Es scheint hier bei uns wirklich nicht allzu schlimm zu sein, es stürmt kräftig und die letzten Tage hat es viel geregnet, das war es bislang. Auf der anderen Seite sind auch in Saint Joseph bereits einzelne Haushalte vom Strom abgeschnitten, da Bäume auf die Leitungen gefallen sind und wir müssen damit rechnen, dass vorsichtshalber das Wasser abgestellt wird. Nunja, wir lassen es auf uns zukommen und versuchen, das Beste draus zu machen. Wir sind gut vorbereitet und hier in der Wohnung sicher. Liebe Grüße an euch! ❤️Read more

    Traveler

    Das wäre unser Weg gewesen. Der „Wasserfall“ ist neu 🥴

    2/20/22Reply
    Traveler

    Oh spannend das klingt richtig Abenteuerlich! Passt gut auf euch auf und mukekt euch gut ein. Hier im Norden Deutschlands ist’s/ war’s die letzten Tage ähnlich schlimm nur ohne Wasser- und Stromausfall und Ausgangssperre.

    2/20/22Reply
    Traveler

    Ja, das hab ich gehört! 🙈

    2/20/22Reply
    Traveler

    🤞🏻🤞🏻😘😘

    2/20/22Reply
     
  • Day9

    Nix Halbes und nix Ganzes

    February 19 in Réunion ⋅ 🌧 26 °C

    Wir haben den Mittelpunkt unserer Reise überschritten - wow! Nach einer sehr vollgepackten Woche mit sehr schönem Wetter hat sowohl das Wetter als auch unsere Stimmung etwas umgeschlagen. Fast ebenso wie das Wetter änderte sich auch bei mir gestern und heute im Fünfminuten-Takt meine Gedanken zum weiteren Verlauf unserer Zeit hier. Wir haben beschlossen, zu bleiben, danke auch für euren Zuspruch in dieser Sache. Ganz gemächlich machten wir uns heute zu unserem Ausflug auf: dem Wochenmarkt von Saint-Pierre, abgesehen von Elis PCR-Test der einzige Punkt auf unserem Tagesplan. Bei absolutem Aprilwetter (Regen, Sonnenschein, Starkwind in ständigem Wechsel) schlenderten wir, zusammen mit seeeeehr vielen anderen Menschen, über den Markt und ließen uns mal hierhin und mal dorthin treiben. In Verbindung zu den tanzenden Covidioten direkt neben den Marktständen war uns doch etwas mulmig zwischen den ganzen Menschen 🥴
    Der Markt hingegen war groß und wirklich schön, ich hätte wahnsinnig gern von jedem Stand etwas gekauft, um es euch mitzubringen, aber der Kofferplatz ist beschränkt, noch einmal mehr, da wir versuchen werden, einen Koffer mit Sachen von Xavier und Pauline zu füllen und den schonmal für sie mit nach Europa zu nehmen.
    Ein schönes Kleid und leckeres Essen durften aber trotzdem mit.
    Eigentlich wollten wir nachmittags am Strand picknicken, aber das Wetter sah wirklich schon alles andere als einladend aus, daher fuhren wir wieder nach Hause und aßen die mitgebrachten Köstlichkeiten dort. Gerade hat Christoph unter wachsamer Beobachtung noch Elis Ventilator repariert - ihr Flug wurde gecancelt und noch hat sie niemanden erreicht, bleibt uns also auf unbestimmte Zeit doch erhalten 😌Pauline und Xavier sind heute Abend bei einem Geburtstagsfest eingeladen (die Verrückten haben sogar ein Zelt dabei, damit sie im Garten des Geburtstagskindes schlafen können - bei dem Wetter!) und wir hören hier dem Starkregen zu, der uns auf jeden Fall die nächsten zwei Tage dauerhaft begleiten wird. Am Dienstag soll es besser werden. Hoffentlich haben wir genug Pain au chocolat eingekauft und hoffentlich kommen wir dann am Donnerstag auch wieder sicher von der Insel😉
    Ich hoffe, es geht euch gut und ihr seid vom Sturm in Deutschland verschont geblieben!
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    Traveler

    Das Obst sieht einfach super lecker aus :)welches kleid ist es geworden? das grüne auf dem bild?

    2/19/22Reply
    Traveler

    Nöööö, lass dich überraschen 😉❤️

    2/19/22Reply
    Traveler

    Vielen Dank für die schönen bunten Bilder. Wir wünschen Euch, dass die Sonne bald wieder scheint. LG

    2/19/22Reply
    Traveler

    Dankeschön ☀️

    2/19/22Reply
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  • Day8

    Bennichens Mondfahrt

    February 18 in Réunion ⋅ ⛅ 16 °C

    Ein weiteres Mal erwies sich Benjamin als kooperatives Reisebaby (zumindest für die erste Tageshälfte…) und wachte wie geplant zwei Stunden früher auf als sonst, damit wir unser besonderes Ziel ansteuern konnten. Es ging nämlich nicht auf den Mond und auch nicht auf den Mars - obwohl es streckenweise durchaus so aussah - sondern zum Vulkan ‚Piton de la Fournaise‘. Dieser ist noch immer aktiv und zuletzt erst kurz vor Weihnachten für etwa drei Wochen ausgebrochen. Die Lavalandschaft darum herum sieht wirklich aus, als wäre man auf einem ganz anderen Planeten gelandet und alles wirkt ganz unwirklich. Dass die ganze Insel mit all ihren Farben und ihrem Pflanzenreichtum aus genau diesem Lavagestein besteht, ist für mich völlig unverständlich. Bis ganz zum Krater haben wir es nicht geschafft, die Höhe wollten wir uns und unserem Kind nicht zu lange zumuten, aber so lang wir dort waren, hat es uns allen gut getaugt. Anschließend fuhren wir auf Xaviers Geheiß noch einen Aussichtspunkt an, von dem aus man auf die bewaldeten Berge der Inselmitte und eine nur über Gondeln erreichbare Siedlung blicken konnte. Während der äußere Ring der Insel nämlich sehr gut erschlossen und mit Straßen befahrbar ist, ist das Innere teils so unwegsam, dass die dort befindlichen Siedlungen nur mit dem Hubschrauber oder eben Gondeln erreichbar sind.
    An besagtem Aussichtspunkt machten wir in einer der eigens dafür aufgestellten Steinhütten ein Mittags-Picknick (Lieblings-Freizeitbeschäftigung hier, wir erinnern uns) und wollten dann eigentlich noch einen großen Schlenker fahren. Dann hätten wir die Ostküste, die zu einem großen Teil von skurrilen Lavagestein-Formationen bedeckt ist, auch noch von unserer Liste streichen können. Benjamin machte uns aber eindeutig klar, dass er keine Lust mehr auf Autofahren hat (von wem er das wohl hat 😇), weswegen wir stattdessen auf schnellstem Weg zurück nach Manapany fuhren. Dort konnte er nach Herzenslust strampeln und sich drehen, während wir versuchten, Elisabeths Lenkdrachen zu entwirren. Zum Abendessen wurden wir von Mamia (vielen Dank!) allesamt ins Restaurant eingeladen, wo es für Christoph Schwertfisch und Wespen (geteilt mit Xavier) und für mich Wokgemüse gab. Ganz witzig irgendwie diese Mischung in der reunionischen Küche 😌
    Morgen Nachmittag soll es hier dann anfangen zu stürmen, da ein Zyklon die Insel streift. Momentan sieht es so aus, als könnte die kommende Woche sehr verregnet werden, es gilt bisher aber nur ‚Alerte jaune‘ (Alarmstufe gelb), weil es wohl lang nicht so schlimm werden soll, wie der letzte Zyklon vor zwei Wochen. Was würdet ihr machen? Bleiben? Heimfliegen?
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    Traveler

    bleiben, die einheimischen tuns ja auch😊

    2/18/22Reply
    Traveler

    Die 3 Wannweiler würden auch bleiben. Halt am Samstag alles einkaufen, damit Ihr bis Donnerstag im Notfall autark seid. Aber bei der Alerte rouge ging ja auch alles gut! Wir drücken Euch die Daumen ! 🤞🏼🤞🏼

    2/18/22Reply
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    Was für beeindruckende Bilder! ich würde auch bleiben. wann bekommt man sowas denn sonst mal mit?

    2/18/22Reply
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  • Day7

    Lieblingsfarbe Bunt 🌈

    February 17 in Réunion ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach dem vielen Grün gestern schien der Tag heute (ganz ohne Programm ging es dann doch nicht…) unter dem Motto „auf die Suche nach allen Farben“ zu stehen. Ganz gemächlich starteten wir in den Tag und spazierten durch den Wald zum Obst- und Gemüsestand. Saisonal, lokal, herrlich!
    Fun Fact: in Frankreich wird in jedem mittlerweile auch nicht-normgerechtes Gemüse ganz normal verkauft. In den Supermärkten zwar in einem extra Regal, aber damit sind sie uns Deutschen schon mal deutlich voraus. Und hier vom Erzeuger direkt gibt es die Sachen ohnehin genauso, wie sie gewachsen oder vom Baum gefallen sind. Erstaunlicherweise schmecken sie trotzdem wunderbar 😉
    Nach dem Mittagessen und der durch die Waschmaschine extralange Mittagspause brachen wir dann erst um halb 4 zu unserem Tagesziel für heute auf: Entre-Deux, ein Dorf, in dem es noch viele ursprüngliche (aber natürlich schön hergerichtete) kreolische Häuser gibt und das als eines der schönsten der Insel gilt.
    Während wir im Stau standen, sahen wir sogar noch einen herrlichen Regenbogen, der hervorragend zu unserem Tagesprogramm zu passen schien.
    Die bunten Häuser und auch die Bepflanzung des Dorfes waren wirklich wunderschön - ich hätte jetzt auch gern solche Schmuckbordüren am Giebel oder Rauten in Kontrastfarben an der Fassade. Ist das nicht hübsch? Nach knapp zwei Stunden hatten wir aber genug und genehmigten uns noch Crêpes.
    Danach ging’s für uns nach Hause mit dem Versuch, Benjamin, der um kurz nach 7 eingeschlafen ist (also zwei Stunden früher als sonst), durchschlafen zu lassen, damit er morgen zwei Stunden früher wach wird und trotzdem ausgeschlafen ist. Wenn das klappt, gehts morgen zu einem ganz besonderen Ziel…
    (uhhhhh Cliffhanger 😉)
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    Traveler

    Welche Farbe gefällt dir denn am besten am Haus

    2/17/22Reply
    Traveler

    Schwer zu sagen - mintgrün, fuchsia, sonnengelb? Alles schön 😅

    2/17/22Reply