Tag 48, 250 Km/9309 Km
2024年10月16日, セネガル ⋅ ☁️ 32 °C
Es geht heute wieder zurück nach Deutschland! Also zumindest ein kurzes Stück in diese Richtung. 250 Kilometer bis nach Saint-Louis. Wir starten früh und fahren zum dritten Mal an dem Checkpoint mit dem (einst) unfreundlichen Polizisten vorbei. Er reißt die Arme in die Luft, als er uns sieht und lässt mich, seinen wohl mittlerweile besten Kumpel, anhalten. Er ist super freundlich, erinnert sich an die letzten beiden Gespräche, wir plaudern ein paar Minuten.
Es geht anschließend weiter über wirklich übel ausgewaschene und schlammige Nebenstraßen zur "Schildkrötenstadt", einer Aufzuchtstation mit Renaturierungsprogramm für einheimische Schildkröten. Der Weg dorthin ist derart schlecht, dass ich immer wieder darüber nachdenke umzudrehen und dies schließlich an einer Stelle auch tue um anschließend ein paar Kilometer weiter wieder auf genauso einer schlechten Straße zu landen. Auf dem letzten Stück zu den Schildkröten frage ich mehr als 10 Mal nach dem Weg, bekomme dabei immer wieder auch den falschen Weg genannt. An einer Stelle sagt einer der Dorfbewohner "links", ein anderer darauf "rechts", es gibt eine kurze Diskussion bis sich beide schließlich einig sind, dass es auf jeden Fall links sein muss.
Ein kurzes Stück weiter befindet der "Rosa See", ein See der vor vielen Jahren einmal wirklich hellrosa war, jedoch leider mittlerweile aussieht wie ein völlig normaler See. Die Straße nach Saint-Louis ist weiter schlecht und übersät von Schlaglöchern. Wir beziehen unser Camp wieder in der Zebrabar um die nächsten 3 Tage in der Nähe zu verbringen und die Highlights im Norden, die für mich aufgrund der Anmeldefrist für das Auto beim Hauptzollamt in Dakar zuletzt zeitlich nicht gingen, zu besichtigen.もっと詳しく

Ich mag Schildkröten sehr. Ein toller Anblick. Viel Spaß bei den Highlights im Norden. [E.L.]
Tag 49, 52 Km/9361 Km
2024年10月17日, セネガル ⋅ ☁️ 31 °C
Nachdem es ab 02:00 in der Nacht heftig regnet, geht es heute Vormittag in die Innenstadt von Saint-Louis, mein persönliches Highlight des Senegal. Durch Stau und Verkehrschaos geht es über die von Gustav Eiffel konstruierte Brücke ins Stadtzentrum. Ich parke das Auto an einer der belebten zentralen Punkte der Stadt und wir machen uns zu Fuß auf durch das Stadtzentrum. Wir öffnen die Türen vom Auto und werden sofort angesprochen. Stadtführung, Senegal-Fussballtrikot oder vielleicht ein Geschenk? Was soll es denn sein? Nichts von alledem!
Wir schlendern durch die Altstadt und an den vielen kolonialen Gebäuden vorbei in Richtung der zweiten Brücke. Hinter der Brücke beginnt das Stadtviertel der Fischer. Hierher verirren sich nur noch selten Touristen, das Wort 'Slum' trifft es vermutlich ganz gut. Wir laufen zu Fuß durch die Straßen und werden mal freundlich begrüßt, mal ignoriert. Nach rund 20 Minuten erreichen wir den Fischmarkt von Saint-Louis. Dieser Ort ist anders als Mbour, der Fisch wird hier hauptsächlich in der Sonne getrocknet statt frisch verkauft. Zum Glück ist es weiterhin bewölkt, sodass sich der Geruch auf der Skala von 1-10 in der Kategorie 8 befindet.
Es geht zu Fuß zurück, weiter über die Brücke und auf dem Wochenmarkt. Es gibt Fisch, getrockneten Fisch, gammligen Fisch, Fischköpfe, Fischreste, Obst, Kleidung und Gemüse.
Am Nachmittag fahren wir von der Zebrabar mit einer kleinen Piroge auf eine der vorgelagerten Inseln. Fischer werfen ihre Netze aus, Pelikane und Krebse gibt es 'en masse'.
Als es am Abend Toast mit Hackfleisch und Käse gibt, welches wir am Nachmittag gekauft haben, ist der Tag perfekt.もっと詳しく
Tag 50, 186 Km/9547 Km
2024年10月18日, セネガル ⋅ ☁️ 34 °C
Es geht in den Djoudj-Nationalpark, welcher heute morgen nach vielen Monaten Pause wieder für Touristen geöffnet ist. Bei der Zufahrtsstraße haben wir die Wahl: schlechte Piste mit sehr schlechten Abschnitten oder sehr schlechte Piste mit schlechten Abschnitten. Es ist seit gestern Morgen trocken, also bleibt die Strecke anspruchsvoll aber machbar. An einem schlechten Stück, welches ungefähr ein Meter breiter ist als das Auto, kommt uns eine Holzkutsche mit Zugesel entgegen. Der Fahrer wartet 30 Sekunden, bis wir uns vorbei gequetscht haben. Ich bedanke mich bei ihm, er antwortet "Cadeau, Cadeau!" - will also etwas dafür haben. Ich rufe ihm hinterher, dass ich nichts für ihn habe und fahre weiter.
Im Nationalpark geht es auf ein Boot, welches wir organisiert haben, durch die Wasserstraßen des Parks. Ziel ist die Insel der Pelikane 7 Kilometer weiter. Die Insel, welche wir nach einer Stunde erreichen ist fast zu klein, um alle Pelikane aufzunehmen. Ein wunderschöner Anblick, die Tiere dicht an dicht auf der Insel zu sehen.
Nach der Bootsfahrt geht es zunächst über die andere Piste, welche in Teilen besser und in Teilen schlechter ist zurück zur Hauptstraße und anschließend zurück nach Saint-Louis. Wir werden uns morgen langsam auf den Weg in Richtung Süden begeben und diese schöne Region des Senegal verlassen.もっと詳しく
Tag 51, 70 Km/9617 Km
2024年10月19日, セネガル ⋅ ⛅ 33 °C
Am Vormittag geht es wieder langsam weiter in den Süden. Ein Stück weiter südlich von Saint-Louis gibt es mit der Wüste von Lompoul ein kleineres Wüstensystem. Kein Vergleich zur Sahara oder Merzouga in Marokko, aber trotzdem ganz schön. Es gibt ein Wüstencamp, in welchem man ein festes Zelt mieten kann. Der Weg ins Wüstencamp ist eine Sandpiste, die ich ohne mich einzugraben im ersten Versuch schaffe.
Die Zelte im Camp haben jeweils eine eigene Toilette und sogar eine kleine Dusche, nach genau 50 Nächten, die ich im Auto geschlafen habe ist ein richtiges Bett eine schöne Abwechslung, auch wenn das Zelt alles andere als luxuriös ist.
Im Camp kann man allerhand Touri-Zeug machen, Sandboarding, Kamelritt und Biertrinken steht auf dem Programm! Das Sandboarding ist deutlich anstrengender als es auf den ersten Blick aussieht, insbesondere das rund 10 Kilogramm schwere Board bei 38 Grad Celsius die steile Düne hochzuschleppen.
Ein bisschen schade ist es schon, mit dieser Wüste das vermutlich letzte Wüstensystem für die nächsten Monate zu sehen.もっと詳しく
Tag 52, 228 Km/9845 Km
2024年10月20日, セネガル ⋅ ⛅ 32 °C
Die Nacht ist ungewohnt, nicht nur, dass es ausnahmsweise einmal nachts ruhig ist und ich in einem richtigem Bett schlafe, das Bett steht auch dermaßen schräg im Sand, dass ich ständig zu einer der beiden Seiten rutsche. Nach einem ausgewogenen Führstück, welches ausschließlich aus Weißbrot und Schokoaufstrich besteht geht es früh weiter Richtung Süden mit Ziel Saloum-Delta. Der Weg aus der Wüste ist nicht einfach, ich verfahren mich zweimal, muss an einer Stelle das Auto im weichen Sand drehen und zurückfahren. Das Auto kommt mit Differentialsperre und Untersetzung gerade so noch nicht an seine Grenze, auch wenn es an einigen Stellen trotz Vollgas eng wird.
Zurück auf dem Asphalt gibt nach mehreren ruhigen Tagen wieder mehrere Polizeikontrollen, alle laufen jedoch entspannt und freundlich ab. "Woher/wohin/Fahrzeugschein und Versicherungsnachweis bitte/in diesem Auto schläfst du???"
In der Stadt Dangane lasse ich das Auto stehen, es geht mit einer Piroge weiter ins Delta. Die Piroge habe ich am Vormittag bereits per WhatsApp organisiert.
Im Delta geht es für zwei Nächte erneut in eine Lodge mit richtigem Bett und richtiger Toilette. Drei Tage nicht im Auto zu schlafen und ein Zimmer direkt am Flussdelta zu haben ist nach den vielen Wochen im Auto ein wahrer Luxus.もっと詳しく
Tag 53, 0 Km/9845 Km
2024年10月21日, セネガル ⋅ ☀️ 34 °C
Wir verbringen den Vormittag mit Erholung. Es muss auch zum ersten Mal seit Reisebeginn nicht mit dem ersten Sonnenstrahl um 06:30 Uhr aufgestanden werden, welcher die Hitze im Hubdach innerhalb von 5 Minuten unerträglich werden lässt. Es gibt kaltes Bier und direkt aus dem Fluss gefangenen Fisch. 'Paradies' trifft es eigentlich ziemlich gut.
Am Nachmittag geht es mit dem Boot tiefer in die Mangroven. Die Wurzeln der Mangrovenbäume sind über und über mit Austern bewachsen, welche jetzt bei Ebbe aus dem Wasser ragen. Unser Skipper fährt mit dem Boot ganz nah an die Mangrovenküste, pflückt einige der Austern und knackt sie mit einem großen rostigen Schraubenschlüssel. Zum Glück wäscht er die Auster noch schnell im schwarzen Brackwasser des Deltas, bevor er uns die Austern mit einer mitgebrachten Zitrone serviert. Zitrone desinfiziert ja bekanntlich auch also wüsste ich nicht, was noch schief gehen könnte.
Die Auster schmeckt gut, ganz anders als Austern bei uns.
Neben den Austern sehe ich Affen und Pelikane auf den Mangrovenbäumen, bevor wir nach rund zwei Stunden zurück zur Lodge fahren, in der es eine Zweite und gleichzeitig leider auch letzte Nacht gibt.もっと詳しく
Tag 54, 153 Km/9998 Km
2024年10月22日, セネガル ⋅ ☀️ 36 °C
Es geht am Vormittag mit dem Speedboot zurück zum Auto, welches noch genauso da steht, wie ich es vor 2 Tagen hinterlassen habe. Im Anschluss fahren wir weiter nach Fadiouth. Fadiouth ist eine Insel, welche vor vielen Jahren dadurch entstanden ist, dass Muschelfischer die Muschelschalen immer und immer wieder in das flache Meer gekippt haben. Mittlerweile ist die Insel bewohnt und bebaut, angeblich hat die Insel mit den 9000 Einwohnern die größte Population pro Quadratmeter auf der Welt. Auf den Muschelschalen alleine durch die Gassen zu laufen fühlt sich komisch an, viel komischer als alleine im Slum von Saint-Louis zu sein. Wir werden von allen Seiten angesprochen und lange angestarrt, entscheiden uns nach einer dreiviertel Stunde auch aufgrund der Atmosphäre den Ort wieder zu verlassen. Es geht weiter bis in die Stadt Foundiougne kurz vor der Grenze nach Gambia. Den Grenzübertritt schaffen wir zeitlich nicht mehr, also fahren wir auf den einzigen Stellplatz weit und breit, auf dem es erlaubt ist zu campen. Ein Bungalowhotel im Stadtzentrum. Schon bei der Anfahrt ist es den drei im Schatten sitzenden Damen zu viel, das Tor für uns zu öffnen. In Zeitlupe trottet schließlich eine der Drei heran und lässt uns einfahren. Ich stelle das Fahrzeug auf einen Platz, der mir zugewiesen wird, das Gras ist schon monatelang nicht mehr gemäht worden. Der Stellplatz soll 15€ für die Nacht kosten. Ich frage schließlich nach einer Toilette, worauf eine der Damen mit uns kommt und eines der Bungalows öffnet. Schimmelgeruch schlägt uns entgegen, als die Tür geöffnet wird. Die eigentlichen Toiletten für Leute die Campen möchten sind schon lange verwahrlost und nicht mehr in Betrieb, erklärt uns die Frau, welche wartet, bis wir mit dem Toilettengang fertig sind. Sie schließt hinter uns ab, genug Toilette für heute. Wenn einer nochmal muss, sollen wir sie nochmals nach dem Schlüssel fragen. "Und nachts?" Sie zuckt die Schultern, lacht und geht ohne zu antworten auf ihren Stuhl zurück. Als ich dann auch noch von Moskitos attackiert werde und 6 Stiche innerhalb der ersten 10 Minuten bekomme reicht es mir. Ich packe ein und wir verlassen diesen Ort, für mich persönlich in allen Punkten der schlechteste Stellplatz der Reise.
Nur wohin jetzt? Rund einen Kilometer weiter gibt es ein Eisentor. Der Ort ist in keiner mir bekannten App als Schlafplatz gekennzeichnet. Ich steige aus den Auto und gehe auf den Hof. Im Schatten liegen zwei Männer, die laut nach "Rose" rufen, als ich eintrete. Besagte Rose, um die 60 Jahre alt und mit kurzen Rastalocken kommt schließlich aus ihrem Haus heraus. Sie begrüßt mich freundlich. Ich frage sie, ob wir für eine Nacht auf ihrem Hof übernachten dürfen. Natürlich, das dürfen wir, kostet aber 4.50€. Wir können ihre Toilette vor dem Haus benutzen, diese müsste erst sauber gemacht werden. Sie ruft über den Hof nach ihrer Tochter, die schnell die Toilette sauber machen soll. Ich plaudere kurz mit den beiden Herren, Omar, der Mann von Rose und Paul, sein Onkel; frage nach einem Supermarkt. Paul geht mit mir um mir den Weg zu zeigen. Im "Supermarkt", eher ein winziger Shop mit rund 50 Artikeln, fragt der Verkäufer Paul zunächst, wer ich bin. "Unser Gast, schläft bei Rose." Ich werde als Kunde somit akzeptiert und darf Zwiebeln und Wasser kaufen. Im Laufe des Abends kommen immer wieder Leute auf den Hof, die Rose oder ihren Mann Omar kennen. Einen der Besucher höre ich zu Omar sagen: "Da sind Fremde bei euch im Hof. Die kommen bestimmt aus Mauretanien." - stimmt im Grunde tatsächlich!
Der Abend verläuft authentisch und entspannt und am Ende sind wir mehr als froh, den Stellplatz noch einmal gegen dieses Kleinod getauscht zu haben. Ich bereite alles für den Grenzübertritt nach Gambia morgen vor. Gambia hat die Eigenart, eine "Anti-Drogen-Polizei" an den Grenzen installiert zu haben. Was vielleicht einst gut gemeint war, bedeutet für Reisende, dass jegliche Medizin, die verschreibungspflichtig ist von den Beamten als 'Droge' eingestuft wird. Natürlich drückt man für einige Euro gerne ein Auge zu. Um diese Masche zu umgehen und kein illegales Schmiergeld zahlen zu müssen, verstecke ich noch am Abend alles an Medikamenten in eines der Geheimfächer. Ob das am Ende reicht wird sich dann morgen zeigen.もっと詳しく
Tag 55, 117 Km/ 10015 Km
2024年10月23日, ガンビア ⋅ ⛅ 27 °C
Nach einer herzlichen Verabschiedung von Rose geht es am Morgen los in Richtung Gambia, die Grenze erreichen wir nach guten 2 Stunden. Am Grenzposten auf der senegalesischen Seite beginnt unmittelbar das Chaos. Händler, Polizei, Militär und Reisende vermischen sich in diesem Chaos, noch während der Fahrt wird rundum an Heiners Scheiben geschlagen. Ich ignoriere alle und jeden, auch den Polizisten der mir sagt, ich solle ihm ein Geschenk geben, wenn ich mit allem fertig bin. Es geht ins erste Büro der Zollabfertigung, wo das Carnet de Passage kurz gesichtet wird. Anschließend geht's weiter ins zweite Büro, wo unsere Passdaten in ein Buch geschrieben und der Pass gestempelt wird. Immer wieder werde ich von allen Seiten angesprochen, Geld zu wechseln oder eine SIM-Karte zu kaufen. Der Kurs ist schlecht, ungefähr 20% unter der offiziellen Rate. Nach kurzer Diskussion gehen sie auf mein Angebot der Wechselrate nicht ein, also geht es erstmal ohne Dalasi, der Wärung von Gambia weiter. Ein Polizist hält uns an, fragt mich, ob ich alle Stempel habe. "Nur mein Pass wurde gestempelt, reicht das?" frage ich. "Keine Ahnung, fahr einfach weiter" antwortet er. Auf der gambischen Seite ist es noch etwas chaotischer. Ein Uniformierter hält mein Auto an, zeigt mir den Weg zum Zoll. Ich steige aus, er macht keine Anstalten irgendetwas zu tun, also gehe ich in das Büro, auf welches er gezeigt hat. Plötzlich brüllt er mit hinterher: "Wieso hast du dich von deinem Auto entfernt? Komm zurück!" Er ist sauer, ist er seiner Pflicht noch nicht nachgekommen, das Auto zu inspizieren. Ich öffne die Hecktür, er guckt in ein paar Schränke und lässt mich dann, ohne nach Medikamenten zu fragen, endlich in das zuvor beschriebenen Büro gehen. Im Büro sitzen zwei Damen in Uniform, eine säugt gerade ein Baby an ihrer Brust. Auch eine Zelle ist hier, in der jemand eingesperrt darin steht. Carnet de Passage wird gestempelt, die Passdaten in ein zweites Buch eingetragen. Wir plaudern kurz über Fußball und über das 5:2 von Real Madrid gegen Borussia Dortmund, im Anschluss geht's weiter ins letzte Büro zur Passkontrolle. Auch hier werden nun zum dritten Mal alle Daten unfreundlich in ein Buch geschrieben und der Pass gestempelt. Als dann endlich alles erledigt ist, wird der Beamte wie auf Knopfdruck freundlich, spricht sogar ein paar Worte deutsch. Ich verscheuche die Personen, die sich mittlerweile an das Auto gelehnt haben und will gerade los, als der Geldwechsler vom Anfang wieder zu mir kommt. Er akzeptiert meine Rate. Ich kaufe direkt auch eine SIM-Karte.
Es geht im Anschluss weiter zu einem Camp kurz hinter der Grenze. Das einzige, was das Camp von einem normalen afrikanischen Dorf unterscheidet, ist dass mit Spraydosen "Camp" auf eine der Wände geschrieben wurde. Wir dürfen im "Camp" direkt zwischen den Wohnhäusern übernachten, essen gemeinsam mit der Familie zu Mittag. Ich frage den Sohn der Familie, ob wir am Nachmittag die nahegelegene James-Insel besichtigen können. Seine Freunde haben ein Boot, "die Insel ist eine Stunde entfernt, wir sind in 2.5 Stunden wieder zurück" sagt er. Klingt toll, denke ich noch zu diesem Zeitpunkt.
Wir essen mit der Familie zu Mittag und starten im Anschluss. Das der Ausflug heftig sein wird, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das Boot ist eine kleine Piroge mit einem winzigen Motor, der es schafft die Piroge mit 12 Km/h fortzubewegen. Die Insel ist 35 Kilometer Luftlinie entfernt. Es gibt kein Dach, keinen Schatten und keine Schwimmwesten. Wir fahren rund zwei Stunden geradeaus und obwohl wir auf einem Fluss fahren ist stellenweise das Ufer beidseitig kaum mehr zu sehen, als der Motor plötzlich stottert und keine Leistung mehr hat. Zu viert versucht man in der prallen Sonne den Motor zu reparieren. Es gibt keine Ruder, keinen Ersatzmotor, keine Ersatzteile. Die Reparatur besteht darin, den Motor auszuschalten und wieder einzuschalten, dazwischen Vollgas. Als nach 45 Minuten der Motor nach dem 20. Neustart auf einmal wieder läuft, feiern sich die Herren erst einmal selber. "Wir könnten mit dem Boot bis nach Europa fahren" ruft einer...ganz bestimmt...Die Fahrt geht weiter, auch wenn ich jetzt sicher bin, vor Einbruch der Dunkelheit nicht zurück zu sein. Nach 4.5 Stunden erreichen wir die Insel, als 300 Meter vorher der Motor wieder zu stottern beginnt. Wir besichtigen die Insel, die Herren reparieren erneut den Motor. Als wir von der Insel starten, geht die Sonne unter, 30 Minuten später ist es stockdunkel. So richtig wissen, wie die 4 Herren den Weg zurück finden tue ich nicht. Ich drücke die Daumen, dass der Motor durchhält. In der Dunkelheit springen immer wieder Fische ins Boot, die ich zurück ins Meer werfe, mindestens 10 Stück. Die Rückfahrt dauert knappe 3 Stunden, als wir kurz vor dem Ziel auf eine Sandbank auflaufen. Das Wasser ist hüfthoch und wir müssen zum Ufer laufen. Ich ziehe die Schuhe aus, der dreckigen Hose schadet Wasser nicht und wir laufen in der Dunkelheit bis ans Ufer.
Am späten Abend gibt es ein gemeinsames Abendessen mit der Familie. Spaghetti mit Fisch und Pommes, das vielleicht beste Essen der gesamten Reise. Wir sitzen mit den anderen zusammen um das Essen und dürfen sogar eine Gabel benutzen während alle anderen mit den Fingern essen. Das Camp schlägt nicht nur beim Essen, sondern auch in Punkto Authentizität alles bisher auf dieser Reise da gewesen.
Was für ein erster erlebnisreicher Tag in Gambia.もっと詳しく
Tag 56, 206 Km/10222 Km
2024年10月24日, ガンビア ⋅ ☁️ 33 °C
Spät in der Nacht musste es noch eine Dusche für mich geben. Ich werde von der Hausherrin vorgewarnt, die Dusche ist "afrikanisch". Sie gibt mir einen Eimer und geht mit mir zum Brunnen, wo sie Wasser in den Eimer schöpft. Geduscht wird hinter einer Bastmatte, indem das Wasser aus dem Eimer mit einer kleinen Kanne herausgeholt und sich dann über den Kopf geschüttet wird. Das Wasser tropft auf den Lehmboden, wodurch es unmöglich ist die Füße sauber zu bekommen. Die folgende Nacht ist super ruhig, vielleicht die bisher ruhigste der Reise. Lediglich die Grillen, die sich zu Tausenden um das Auto versammelt haben sorgen für einen entsprechenden Geräuschpegel.
Am kommenden Morgen geht es weiter ins Zentrum von Gambia. Das Ziel Wassu erreichen wir am Nachmittag, auf der Fahrt gibt es rund 30 Polizeikontrollen, bei ca. 15 werden wir angehalten. Vom freundlichen Plaudern über Deutschland und die Reise bis hin zur unfreundlichen Aufforderung aus dem Auto auszusteigen und die Papiere zu zeigen ist alles dabei.
In Wassu gibt es 1500 Jahre alte Steinkreise die als Grabstätten dienten und die von uns besichtigt werden.
Wir fahren zu einem Camp direkt am Gambia-Fluss, wo die Entscheidung leicht fällt, auf dem kleinen Parkplatz zu übernachten oder ein wirklich gutes Zimmer für 8€ Aufpreis zu nehmen.
Die Freude ist groß, als wir zufällig auf Reisende treffen, mit denen ich bereits in Mauretanien gereist bin.もっと詳しく
Tag 57, 0 Km/10223 Km
2024年10月25日, ガンビア ⋅ ☀️ 35 °C
Am frühen Morgen, die Sonne ist gerade aufgegangen, geht es wieder auf ein Boot. Wir fahren in den River Gambia National Park, wo es Schimpansen und Hippos gibt. Die Chance auf Hippos ist am frühen Morgen und bei Niedrigwasser besser als am Abend, Schimpansen sind hauptsächlich am Abend zu sehen. Mit dem Licht der noch tief stehenden Sonne über den Fluss zu fahren ist wunderschön, der Fluss in Kombination mit den Bäumen und Palmen, die zum Teil bis an die Wasseroberfläche reichen, hat alles um das Klischee "Westafrika" zu erfüllen.
Wir haben Glück und sehen ein Hippo am Flussufer, später drei weitere im Wasser, die kurz Luft holen bevor sie Sekunden später wieder im Fluss abtauchen. Es gibt zahlreiche Vögel und auch Affen, die Schimpansen zeigen sich jedoch leider nicht.
Da es nur wenige Orte in Afrika gibt, an denen es Schimpansen in freier Natur zu sehen gibt, starten wir am Nachmittag zu einer zweiten Bootsfahrt. "Die Chancen sind am Nachmittag höher", sagt uns auch der Bootsführer. Wir fahren rund eine Stunde ohne einen Schimpansen zu sehen, als sich plötzlich die bis ins Wasser ragenden Bäume bewegen und der erste Schimpanse auftaucht. Wie gerufen gesellen sich weitere Schimpansen auf die Äste ans Ufer, kommen zum Teil komplett aus dem dichten Wald um zu checken, was auf dem Fluss passiert.
Die anstrengende Fahrt über löchrige Straßen und vorbei an Polizeikontrollen bis weit in den Osten von Gambia hat sich somit ausgezahlt.もっと詳しく
Tag 58, 389 Km/10612 Km
2024年10月26日, ガンビア ⋅ ⛅ 34 °C
Nach einer letzten ruhigen Nacht in der Lodge machen wir uns auf den Weg in Richtung Banjul, der Hauptstadt Gambias. Wir müssen über den Fluss, was an zwei Stellen möglich ist: über die neue Brücke nahe der Stadt Farafenni oder mit der Fähre direkt ins Zentrum von Banjul. Die logischste Variante ist die Brücke, also fahren wir in Farafenni in diese Richtung. Die Straße ist breit, zwei Spuren jeweils eine in jede Richtung. In der Ferne einer der vielen Checkpoints, zu dem ich langsam heranrolle. Auf der Straße steht eine korpulente Frau mit schwarzer Polizeiuniform. Als ich hinter ihr am Stoppschild anhalte, dreht sie sich sichtlich angefressen um. "What is your problem?!?!" Brüllt sie. "There is no problem" antworte ich ohne zu wissen, was denn eigentlich gerade ihr Problem ist. "Das ist hier eine Einbahnstraße! Sie dürfen nicht in diese Richtung fahren, kapiert?" "Aber es gibt zwei Spuren und es gab auch kein Schild!" antworte ich. Hinter mir stehen bereits weitere Fahrzeuge und es gibt auch keine Alternativroute auf dem kurzen Stück bis zur Brücke. "Ich habe gerade gesagt, das ist eine Einbahnstraße, verstanden?" blafft sie noch deutlich aggressiver als vorher. "Und jetzt?" Tja, das weiß sie auch nicht, verabschiedet mich also mit den Worten: "Fahr weiter", was logischerweise auch geschieht.
Auf dem weiteren Weg nach Banjul gibt es immer wieder Checkpoints, manche in Zivil, manche vermummt und mit Maschinengewehr um die Schulter. Am Tagesende werden wir an 32 Checkpoints vorbeifahren, bei 18 davon hält man uns an.
Ich spüre heute zum zweiten Mal, dass das Getriebe wärmer wird als sonst. Das Blech rund um den Getriebetunnel ist nach rund 100 Kilometern so warm, dass ich kaum mehr die Hand darauf legen kann. Das Außenthermometer zeigt zwar fast 40 Grad an, aber ein so warmes Getriebe ist ungewöhnlich. Ich nehme mir vor, zumindest den Ölstand im Getriebe und auch im Verteilergetriebe zu prüfen.
In einem Vorort von Banjul gibt es ein schönes Camp, wo Heiner im Schatten der Bäume Platz findet. Am Nachmittag lassen wir uns vom Taxi zum nahegelegenen Markt von Serekunda fahren, wo ich versuche einen neuen Rasierer zu kaufen. Offenbar ist das Auto nicht das einzige, was kaputt gehen kann. Auf dem Markt gibt es von Fisch über Plastikartikel bis hin zu Kleidung alles, außer einen Rasierer. Aufdringliche Verkäufer mit dem Satz: "do you have a shaver?" in die Irre zu führen, gelingt ganz gut.
Am Abend gehen wir in ein deutsches Restaurant in der Nähe des Camps, welches nach Marokko die erste (und vermutlich für lange Zeit letzte) Gelegenheit für einen Hamburger bietet.
Beim Essen kommt ein Kerl an unseren Tisch, hält einen Nagelklipser in der Hand. "Soll ich vielleicht die Fußnägel schneiden? They will look very pretty!" sagt er. Nein danke!
Spät am Abend prüfe ich schließlich noch beide Getriebe. Ölstand ist okay, mehr kann ich hier aktuell nicht machen, also hoffe ich, dass dieses Problem wie so viele andere bislang auch vielleicht von alleine wieder verschwindet.もっと詳しく
Tag 59, 54 Km/10666 Km
2024年10月27日, ガンビア ⋅ ⛅ 32 °C
Am Vormittag geht es in einen weiteren Vorort von Banjul. Nachdem ich Geld geholt und nach vielen Wochen wieder einen Supermarkt gefunden habe, der zumindest ein Sortiment hat, welches ansatzweise als ein solches bezeichnet werden kann, fahren wir nach Bakau zum Kachikally Krokodilpool. Der Pool ist seit 500 Jahren Heimat für die heiligen Krokodile Gambias. Gegen ein kleines Entgelt können die Krokodile unter Aufsicht berührt werden. Generell gibt es zwischen den Krokodilen und dem Weg um den Pool keinerlei Abtrennung, die Tiere liegen zum Teil direkt neben dem Weg. Es geht im Anschluss weiter auf die beiden Fischmärkte in Bakau und Tanji, die beide exakt genauso sind wie die im Senegal und in Mauretanien.
Auf der Rückfahrt zum Stellplatz meldet sich plötzlich die Warnleuchte der Traktionskontrolle. Ich lese noch vor der Ankunft am Camp mit dem Diagnosegerät die Spannung der ABS-Sensoren aus, einer der Sensoren hat nur 0.6 Volt statt der normalen 4.5 Volt. Auch wenn sich die Fehlermeldung nach Neustart des Motors zurücksetzen lässt, reinige ich am Nachmittag besagten Sensor und stelle ihn neu ein. Ob das Problem damit behoben ist, wird sich die nächsten Tage zeigen.
Leider wird dies schon der letzte Tag in Gambia sein, morgen geht es wieder zurück in den Senegal. Da Gambia vollständig vom Senegal umschlossen ist, muss dies zwangsläufig so sein. Alles in allem ist Gambia, wie der Senegal auch schon, ein wunderschönes Reiseland, welches mir persönlich aufgrund der Freundlichkeit der Menschen und auch aufgrund der englischen Amtssprache tatsächlich noch etwas besser gefällt, als der Senegal.もっと詳しく
Tag 60, 211 Km/10877 Km
2024年10月28日, セネガル ⋅ ☀️ 35 °C
Es geht so früh wie möglich raus aus Banjul, denn es soll ein langer Tag werden. Nach rund einer Stunde ist die Grenze zwischen Gambia und Senegal erreicht. Es ist wenig los, die bislang entspannteste Grenze von allen. Das Auto steht keine 2 Sekunden, schon stehen 10 Leute um das Auto, wollen Geld wechseln. Alle werden verscheucht - aber keine Sorge, die Herren lehnen sich alle ans Auto, damit ich ja nicht ohne ihre Dienste weiterfahre (das Auto wird nachher an beiden Kotflügeln, wo sie sich anlehnen, schön sauber sein).
Carnet und Pass sind nach 10 Minuten gestempelt, es könnte eigentlich weiter gehen, als ein Mann in Zivil unsere Pässe nimmt. "Interpol, ich muss prüfen, ob ihr gesucht werdet" behauptet er und scannt unsere Passnummern mit seinem Handy. Glücklicherweise sind wir nicht auf der Fahndungsliste.
Schon im Auto sitzend kommt der nächste, dieses Mal in Uniform. "Drogenbehörde. Auto umdrehen und mit ins Büro kommen". Da ist sie also endlich, die berühmte Drogenkontrolle. Alle Medikamente sind weiterhin gut versteckt. Wir betreten das Büro, auf der rechten Seite eine Zelle in der zwei Männer mit freiem Oberkörper eingesperrt sind. Sie strecken ihre Arme durch die Zellengitter, sagen etwas in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Dem Geruch nach zu urteilen sind sie nicht erst seit dem Morgen hier. Wir gehen an der Zelle vorbei in ein Hinterzimmer, müssen da beide Rucksäcke öffnen, die wir mit hinein bringen sollten. Alles wird durchsucht, nichts wird gefunden, also dürfen wir zurück ins Auto und schließlich Gambia verlassen.
Die Einreise in den Senegal läuft entspannt, wieder wird alles gestempelt. An einer dritten Station malt gerade einer der Beamten Kästchen in ein Buch und kreuzt diese im Anschluss an, die gesamte Doppelseite ist schon vollgemalt. Als unsere Pässe dann auf seinem Tisch landen, unterbricht er seine anstrengende Arbeit und schreibt Name und Passnummer in das gleiche Buch mit den hineingemalten Kästchen.
Der südlich von Gambia liegende Teil des Senegal, die Casamance, ist ein deutliches Stück ärmer als der Norden, die Straßen sind wesentlich schlechter. Wir erreichen die Stadt Ziguinchor und fahren hier zum Konsulat von Guinea-Bissau. Ich habe noch kein Visum von Guinea-Bissau, die Einreise soll noch diese Woche erfolgen. Im Konsulat sitzt ein einzelner Herr hinter einer Schreibmaschine, guckt irgendetwas auf seinem Smartphone. "Der Botschafter ist nicht da" sagt er nüchtern. "Wann ist er denn da?" Antworte ich. "Ich rufe ihn an, dann kommt er gleich."
Tatsächlich kommt er nach 10 Minuten und stellt das Visum innerhalb von weiteren 10 Minuten aus. Wie einfach es manchmal sein kann.
Wir fahren weitere 80 Kilometer tiefer in die Casamance nach Saint-Georges, auf dem Weg werde ich noch zweimal von der Polizei angehalten. Beim ersten Stop möchte man sehen, ob ich einen Feuerlöscher an Bord habe (habe ich natürlich). Beim zweiten Stop wirft man mir vor, mein Rücklicht wurde nicht funktionieren (während Autos an uns vorbeifahren, an denen überhaupt gar nichts mehr außer vielleicht der Motor funktioniert). Ich steige aus und zeige dem motivierten Beamten beide funktionierenden Rücklichter. "Na gut, dann fahr weiter."
Nach mehr als 100 Kilometern übler Teerstraße mit Schlaglöchern, die so tief und groß sind, dass ich zum Teil denke ich würde aufsetzen, erreichen wir schließlich Saint-Georges. Die Traktionskontrolle meldet sich den ganzen Tag glücklicherweise nicht mehr. Wir errichten den Schlafplatz auf dem Parkplatz des dortigen Restaurants direkt im Dorf. Wir werden sofort von einer Traube Kindern belagert, eines der Kinder hat einen toten Vogel in der Hand. Das Kind drückt dem Vogel auf den Kopf und leckt schließlich den Tropfen ab, der dem Vogel aus dem Mund tropft.
Immerhin wird unser Abendessen besser sein. Es gibt Garnelen mit Pommes.もっと詳しく
Tag 61, 22 Km/10899 Km
2024年10月29日, セネガル ⋅ ⛅ 33 °C
Ein paar Kilometer vor dem Camp gibt es eine Plattform in den Bäumen, die wir am Morgen besichtigen. Die Plattform ist in 25 Metern Höhe direkt in einer der Baumkronen angebracht, der einzige Zugang ist eine wackelige Strickleiter vom Boden direkt zur Plattform. Es gibt eine Fallsicherung an einem Seil, die Benutzung der Sicherung kostet 4.50 €, der Aufstieg ohne Sicherung ist kostenfrei. Nach afrikanischem Maßstab gesichert geht es nach oben, der Blick vom Baum auf den dichten Wald ist wunderschön. Nach so viel Adrenalin geht es ein Stück weiter in Richtung Meer bis zur Stadt Elinkine, wo es ein schönes Camp direkt am Flussufer und einen kleinen Elektronikladen gibt, der tatsächlich auch einen elektrischen Rasierer für mich hat. Es geht anschließend wieder auf ein Boot zu einer der vorgelagerten Insel, die alte Kolonialgebäude und Traumstrände bietet. Auf dem Weg zur Insel muss unser Bootsführer an einem kleinen Strand tanken, an diesem Strand liegen Berge von toten Rochen, die durch die Anwohner gerade sortiert werden. Der Geruch ist heftig, die Fischberge riechen gar nicht so sehr nach Fisch sondern vielmehr nach Ammoniak. Ich bin eigentlich sicher, dass dieser Fisch nicht mehr essbar ist, was aber offenbar doch der Fall ist. Nach weiteren 5 Minuten müssen wir uns beim Militär registrieren, zwei mit Maschinengewehren bewaffnete Soldaten schreiben unsere Passdaten in ein Buch, im Hintergrund sind Schüsse aus Gewehren zu hören, das Militär übt offenbar rund um den Fluss.
Die Casamance war bis vor einigen Jahren noch sehr unruhig und touristisch eine No-Go Area, glücklicherweise hat sich dies mittlerweile geändert, vielleicht auch durch solche Maßnahmen.
Wir bleiben 4 Stunden auf der Insel, schwimmen im flachen Wasser und trinken Bier unter den Palmen, die direkt bis an den Strand ragen, bevor es kurz vor Sonnenuntergang wieder zurück zum Festland und zum Camp geht.もっと詳しく
Tag 62, 52 Km/10951 Km
2024年10月30日, セネガル ⋅ ☀️ 30 °C
Am späten Abend dreht der Wind. Seitdem stinkt es im gesamten Camp mäßig aber regelmäßig nach Fisch. Der Geruch bleibt die ganze Nacht dezent in meiner Nase. Als wir am kommenden Morgen aufbrechen und ein paar hundert Meter durch das kleine Dorf gefahren sind, sehe ich die Quelle des Geruchs. Die Rochen, die ich am Vortag am Strand in Haufen habe verderben sehen, wurden mittlerweile auf Tischen zum Trocknen ausgebreitet. Wir laufen ein kurzes Stück durch die ausgebreiteten Fische, der Geruch ist hier um ein Vielfaches höher als im Camp.
Es geht weiter in Richtung Cap Skirring, dem Touristenzentrum der Casamance. Auf dem Weg wird das Klacken in der Lenkung, welches ich seit dem ersten Tag der Reise durchgehend dezent gehört habe leider lauter, verändert sich von "klack" zu "knack". Die Straße ist schlecht und die Lenkung an der Belastungsgrenze, also hoffe ich, dass das Problem nicht schlimmer geworden ist sondern lediglich auf die schlechte Straße zurückzuführen ist.
In Cap Skirring gibt es ein weiteres schönes Camp, welches leider 20 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt ist. Am menschenleeren Strand gibt es ein kleines Restaurant, welches Meeresfrüchte anbietet. Die Langusten werden mit Pommes und Gemüse serviert und schmecken super.
Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Hinweg. Der Pfad ist zunächst etwas breiter, rund 4 Meter, wird dann zu einem schmalen Fußweg von 50 Zentimetern Breite, als sich auf dem noch breiten Stück plötzlich eine schwarze Mamba aus dem Gebüsch rund 5 Meter vor meinen Füßen schlängelt. Das Risiko eines Bisses durch die schwarze Mamba ist durchaus schon seit dem Grenzübertritt in den Senegal gegeben, wurde von vielen Einheimischen bisher aber als geringfügig abgetan. "Schwarze Mambas gibt es hier nicht, die sind ein paar hundert Meter weiter da hinten" hörte ich zuletzt gestern. Ich persönlich denke in diesem Moment, dass das Risiko für einen vermutlich tödlichen Schlangenbiss auf dem schmalen Pfad schon gegeben ist. Mit Flipflops und einem mulmigen Gefühl geht es schließlich ohne weitere Begegnung mit einer Mamba über den schmalen Pfad zurück zum Camp.もっと詳しく
Tag 63, 12 Km/10963 Km
2024年10月31日, セネガル ⋅ ☁️ 31 °C
Nachdem die Hunde ab 01:00 Uhr in der Nacht keine Ruhe mehr gegeben haben und jeder der Vier zum Sonnenaufgang derjenigen mit dem meisten Gebelle in der Nacht sein wollte, beschließen wir am Morgen das Camp zu wechseln. Mangels guter Alternative geht es ein paar Kilometer weiter in den Norden, wo die Gegend noch etwas einsamer und menschenleerer ist. Auf dem Weg machen wir Halt in der Stadt Cap Skirring, es gibt einen kleinen Markt wo wir frisches Obst kaufen.
Die Straße in den Norden ist nicht ohne, sanding und ausgewaschen. Auf dem Weg meldet sich wieder die Traktionskontrolle, dieses Mal mit einer Sensorstörung vorne rechts. Den Sensor werde ich am Nachmittag einstellen. Wir finden einen Stellplatz am Strand unter Kokospalmen mit direktem Meerzugang. Der Strand ist in beide Richtungen bis zum Horizont menschenleer.
Dies wird für mich der letzte Tag im Senegal und damit auch gleichzeitig der letzte Tag für viele Wochen mit einer guten touristischen Infrastruktur sein, bevor es morgen Vormittag über die Grenze nach Guinea-Bissau gehen wird. Mit dem Grenzübertritt nach Guinea-Bissau beginnt der erste von insgesamt drei anspruchsvollen Abschnitten der Reise bis nach Südafrika, welcher erst mit dem Erreichen von Ghana enden wird.もっと詳しく
Tag 64, 222 Km/11185 Km
2024年11月1日, ギニアビサウ ⋅ ⛅ 33 °C
So früh wie möglich geht es los in Richtung Grenze. Heiner startet am Morgen mehrfach nicht, ein Problem was in den letzten Tagen schon einmal aufgetreten ist. Nach mehreren Startversuchen springt er glücklicherweise an. Auch hier die Devise: abwarten und beobachten. Ab Ziguinchor wechseln Flair und Straßenzustand merklich. Die Straße ist über und über mit tiefen Schlaglöchern versehen, die Checkpoints nehmen zu. An einem Checkpoint hält man uns an, lässt uns 5 Minuten in der Sonne braten und winkt uns dann weiter, ohne irgendeine Kontrolle. Eine Kolonne von LKW kündigt schließlich die Grenze an. Senegalesische Seite ultra entspannt, keine 5 Minuten später sind wir ausgereist. An der Grenze zu Guinea-Bissau dann der erste Stopp, Führerschein und Fahrzeugscheinkontrolle. Eine korpulente Frau sitzt im ersten Büro auf einem weißen Plastikstuhl, den wir sonst in unseren Biergärten finden. Sie ist derart weit in den Stuhl hineingerutscht, dass sie ihren Kopf auf der Rückenlehne ablegen kann. Während sie meine Daten in ein Buch schreibt, bewegt sie sich keinen Zentimeter. Buchstabe für Buchstabe wird mit der gleichen Geschwindigkeit aufgeschrieben, die sie mit ihrer Körperhaltung repräsentiert. Das Abschreiben der Daten aus dem Fahrzeugschein dauert solange, wie die gesamte Ausreise aus dem Senegal. Ein Stück weiter müssen wir 7.50€ Straßensteuer zahlen, anschließend werden Pass und Carnet gestempelt. Nach einer guten Stunde sind wir in Guinea-Bissau eingereist, das erste portugiesisch sprechende Land der Reise.
Ein paar Kilometer nach der Grenze, die Straße ist schmal und an beiden Seiten mit hohen Bäumen dicht bewachsen, sehe ich in der Ferne eine Menschentraube. Rund 20 Männer stehen vor einem über beide Seiten der Straße gespanntem dicken Seil, fast alle tragen Macheten.
Als sie uns kommen sehen rufen Sie "Dinhero", halten uns an. Sie wollen Geld und stehen vor und auf beiden Seiten des Fahrzeugs, rufen wild durcheinander. Ich öffne die Scheibe, sage dem Rädelsführer auf französisch, dass ich nicht viel Geld dabei habe und drücke ihm alles an Kleingeld, was noch aus Gambia in meinem Portmonee herumflog in die Hand. Bevor sie merken, was ich ihnen da gegeben habe, lässt einer das Seil herunter und wir fahren schnellstmöglich durch diesen "Checkpoint" davon.
Die Straße nach Bissau ist von der Umgebung wunderschön, dichter Urwald mit hohen Palmen, ab und zu eine kleine Siedlung von Lehmhütten mit Wellblechdach. Der Straßenzustand ist hingegen miserabel und in Anbetracht der weit über 100 Kilometer, die zurückzulegen sind das schwierigste Stück der Reise. Auf dem Weg nach Bissau sind es geschätzt 10.000 Schlaglöchern, von Faustgroß bis zu einer Größe, dass ich mich hätte bequem hinein legen können. An manchen Schlaglöchern steht ein Einheimischer mit einer Schaufel, mit der er das Schlagloch unprofessionell mit Sand gestopft hat. Auch hier möchte man Geld, zum Teil sind auch an diesen Punkten Seile gespannt. Für diesen großartigen "Service", ein einziges Loch zu stopfen zahle ich jedoch nicht, es bleiben ja schließlich noch 9.999 Stück.
Am frühen Abend kommen wir endlich in Bissau an. Es gibt es ein Hotel, welches die Möglichkeit bietet im Garten im Auto zu schlafen, streng bewacht von mehreren Security und umgeben von einer hohen Mauer. Bissau ist leider einer von vielen unsicheren Plätzen auf dem weiteren Weg nach Südafrika.もっと詳しく
Tag 65, 0 Km/11185 Km
2024年11月2日, ギニアビサウ ⋅ ☀️ 32 °C
Am späten Abend höre ich im Halbschlaf in der Nähe Schüsse. Dreimal wird geschossen, danach folgt nichts mehr, kein Schreien, kein Martinshorn. Tagsüber ist es auf den Hauptrouten sicher, bei Nacht sollte jegliche Aktivitäten außerhalb vom gesicherten Hotelkomplex vermieden werden, was hiermit nochmal unter Beweis gestellt wird.
Der darauf folgende Tag ist nach knapp 3 Wochen mal wieder ein Orga-Tag. Ich lasse meine Wäsche waschen, organisiere etwas für das Visum von Ghana, gehe zu Fuß in einen Supermarkt in der Nähe einkaufen. Auf dem Weg werde ich immer wieder mit "Branco" - Weißer angesprochen. Seit dem Grenzübertritt am Vortag habe ich keinen einzigen Weißen mehr gesehen. Ich trage die Einkäufe vom Supermarkt zurück zum Hotel, als mich eine Frau auf der Straße auf portugiesisch anspricht. Ich verstehe nicht, was sie sagt, eine weitere Dame übersetzt für mich ins französische. "Wo denn meine Frau wäre" fragt sie. "Einkäufe werden nicht durch den Mann gemacht und schon gar nicht getragen." So ist das halt als 'Branco'. Wir plaudern noch kurz, ich kaufe ihr einen Beutel mit Erdnüssen ab und trage schließlich den Wocheneinkauf zurück zum Auto.
Am Hotel sammelt einer der Angestellten am Nachmittag den Müll aus den Zimmern und aus den Behältern auf den Fußwegen, stapelt alles in einer Ecke des Hotels und zündet den Müllberg schließlich an. Der Müll brennt bis zum späten Abend und benebelt das ganze Hotel mit einer Duftwolke aus verbranntem Plastik gemischt mit Holz.
Am Abend laufe ich ein paar Blocks weiter zu einer kleinen Pizzeria, das einzige was es an Restaurants in der Nähe gibt. Auf der Speisekarte stehen 20 Pizzen, ich bestelle eine Margherita. "Wir haben nur Fleischpizza." Antwortet die Kellnerin, Pizza mit Schinken und Hack. Ich frage, ob ich die Fleischpizza auch ohne Fleisch, also vegetarisch bekommen kann. "Ja, das geht." 5 Minuten später bekomme ich eine vegetarische Fleischpizza a la Branco. Fleisch haben sie trotzdem darauf gemacht.
Seit dem Abend reise ich zu dritt weiter.もっと詳しく
Tag 66, 0 Km/11185 Km
2024年11月3日, ギニアビサウ ⋅ ☁️ 33 °C
Am Morgen nehme ich ein Taxi ins Zentrum von Bissau. Es gibt ausschließlich Sammeltaxis, die dafür spottbillig sind. Für die 30 Minuten zahle ich 1.50€, teile das Taxi auf der Strecke immer wieder mit anderen Personen die zu- oder aussteigen. Das Taxi ist vermutlich das kaputteste Fahrzeug, in dem ich jemals gefahren bin. So gut wie alle Warnleuchten im Display sind an, Frontscheibe komplett gerissen, bei jedem Anfahren schwere mechanische Schläge aus dem Getriebe. Der Taxifahrer spricht französisch und wir plaudern so gut wir können (zugegeben nicht einfach, bei dem kreischenden Geräusch welches seine Radlager beim Fahren machen), als uns die Polizei auf einem Motorrad anhält. Alle Seitenstraßen werden abgeriegelt, wir stehen mitten auf der Kreuzung, als drei gepanzerte Fahrzeuge mit vermummten Soldaten und schwerem Maschinengewehr auf der Ladefläche an uns vorbeifahren. "Der Präsident kommt" sagt der Taxifahrer. Und tatsächlich, zwei schwarze SUV mit getönten Scheiben folgen, anschließend weitere Soldaten auf Pickups. Ich steige im Stadtzentrum aus, laufe ein bisschen durch die Straßen und suche mir im Anschluss ein weiteres Sammeltaxi. Von einem Einheimischen habe ich den Tipp bekommen, den Zentralmarkt in einem der Vororte zu besuchen. Das Risiko den Markt zu besichtigen ist nicht unerheblich aber tagsüber für mich akzeptabel, der Taxifahrer erklärt mir, je tiefer ich in den Markt hineingehe desto unsicherer. Touristisch ist dieser Ort in jedem Fall vollkommen unerschlossen.
Ich laufe gut 15 Minuten über den Markt, schieße ein Foto, als ich von der Seite am Handgelenk festgehalten werde. "Zivilpolizei, Fotos machen ist hier verboten!" Der Polizist zeigt mir seinen Ausweis, hält ein Walkie-Talkie in der Hand. Er ist ziemlich aggressiv, spricht französisch und erklärt mir, dass ich ein schweres Vergehen getätigt habe. Er möchte meinen Pass sehen und ich muss mit aufs Revier. 100€ wird es kosten sagt er, ins Gefängnis müsste ich auch, das entscheidet aber der Polizeichef. Noch bin ich eingeschüchtert, das wird sich aber in ein paar Minuten ändern. Er geht mit meinem Ausweis in der Hand zu einem Zivilfahrzeug, ich soll einsteigen. "Auf keinen Fall wird das geschehen" sage ich. Er brüllt weiter: "Wir fahren zusammen auf das Revier! Oder du zahlst jetzt hier direkt die 100€!" So langsam bin ich angepisst und ich spüre, dass an der Situation etwas nicht stimmt. 100€ für ein Foto und ins Gefängnis? Der Typ keine Uniform? So richtig gesehen habe ich seinen Polizeiausweis auch nicht..."Ich möchte noch einmal den Dienstausweis sehen" sage ich. Er zeigt mir noch einmal sein Dokument und auch wenn ich kein portugiesisch spreche und das Foto auf dem Ausweis in Uniform ist, erkenne ich hier einen Führerschein. "Du bist kein Polizist" sage ich ihm, was ihn mangels Respekt noch wütender macht. "Und was ist das hier?" Sagt er und hält das Walkie-Talkie hoch. "Eins, zwei, drei, vier" spricht er hinein, niemand antwortet. "Ich zahle gar nichts. Wir können gerne zu Fuß aufs Revier und da alles besprechen. Ich kann auch die deutsche Botschaft anrufen und wir klären mein Vergehen da." "Na gut, 30€!" Sagt er. Auch wenn ich spätestens jetzt weiß, dass ich die Nacht nicht in einer Sammelzelle im Zentralgefängnis von Bissau verbringen muss, ist mir klar, dass ich meinen Pass nicht ohne eine Zahlung zurückbekomme. Nach 15 weiteren Minuten sind wir bei 7€, die ich dann aufgrund fehlender weiterer Motivation auch zahle. Vom Weißen in seinem Viertel möchte der selbsternannte Geheimpolizist noch ein Selfie. Mit dem Satz: "Selfie kostet 100€" bringe ich ihn tatsächlich am Ende noch kurz zum Lachen, ich darf auch noch eins von ihm schießen. Die Zahlung von 7€ lehrt mich außerdem, nicht nur in Polizeikontrollen im Auto auf der Straße, sondern ab sofort auch zu Fuß ausschließlich meinen kopierten und einlaminierten Ausweis zu zeigen.
Am Abend plane ich die weitere Route der nächsten Tage. Ziel ist das Hochland von Guinea, das Fouta Djallon. Der Weg dorthin beträgt rund 800 Kilometer und wird aufgrund der Straßenqualität rund 3 Tage, ggf. 4 Tage dauern. Ich werde Bissau am frühen Morgen verlassen und versuchen, bis an die Grenze zu Guinea im Osten zu reisen. Guinea-Bissau verlasse ich mit gemischten Gefühlen. Sprache und Flair erinnern mich eher an Südamerika als an Afrika, Tourismus ist hier eigentlich nicht vorhanden. Die Kriminalitätsrate ist im Zentrum nicht zu verachten, zudem gibt es ein gewaltiges Problem mit Drogenschmuggel, wovon ich jedoch glücklicherweise nichts mitbekommen habe. Guinea-Bissau ist subjektiv das ärmste Land, was ich in meinem Leben jemals bereist habe, das Bruttoinlandsprodukt beträgt 0.1% von Deutschland. Das Highlight des Landes, die Bijagos-Inseln, musste ich leider auslassen. Es gibt bis heute keine zuverlässige Fährverbindung auf die vorgelagerten Inseln.
Ab dem heutigen Tag reise ich wieder alleine.もっと詳しく
Tag 67, 300 Km/11485 Km
2024年11月4日, ギニア ⋅ ☀️ 35 °C
Es geht los. So früh ich kann starte ich in Bissau. Es soll der längste und härteste Tag der Reise werden, 300 Kilometer quer durch Guinea-Bissau, über die Grenze nach Guinea bis in die nächste Stadt. Egal, wen ich vorher gefragt habe, alle sagen das Gleiche. Die Straße ist schlecht, super schlecht. Ist die Straße raus aus dem Zentrum dank chinesischer Baustellen mit chinesischen Straßenschildern noch gut, fängt das Elend kurz hinter der Stadt an. Schlaglöcher in unfassbarer Anzahl und Ausdehnung, kurzzeitig geteert aber genauso kaputt, dann wieder alles von vorn. Es ist mir ein Rätsel, wieso nach 5 Kilometern Schotterweg plötzlich 300 Meter geteert sind. Entweder man ist bis hier rausgefahren um dann hier zu teeren, der Belag hat sich über die Jahre zu Staub verwandelt oder die Einwohner haben die Straße "abgebaut" um mit dem Belag etwas anderes zu machen. Bis zur Stadt Gabú bleibt die Straße schlecht, wird danach bis zur Grenze noch schlechter. Ich habe das Gefühl, erst nach Einbruch der Dunkelheit in Guinea anzukommen, so langsam komme ich voran. Eines muss man Guinea-Bissau lassen: alle Straßen sind exakt gleich schlecht. Das ist Qualität!
Bis zur Grenze werde ich dreimal von der Polizei angehalten. 1. Stopp: alles reibungslos. 2. Stopp: eine sehr korpulente Frau astet sich, als sie mich sieht, von ihrem Plastikstuhl auf, wankt auf die Straße und plappert wie ein Wasserfall in portugiesisch auf mich ein. Ich sage ihr, dass ich kein Wort verstehe. Sie denkt kurz nach, brüllt dann durch das geöffnete Fenster: "Money, Money!" Ich antworte ihr, dass ich kein Geld habe, womit sie sich offenbar zufrieden gibt und mich durchwinkt. 3. Stopp: Der unfreundliche Herr möchte alle Papiere, Warndreieck, Feuerlöscher sehen, 50€ haben (bekommt er nicht) und schließlich einen Kugelschreiber (bekommt er), ich soll noch dem Chef die Hand schütteln, auch er will einen Kugelschreiber (bekommt er nicht).
Die Grenze läuft super entspannt, alle Daten werden wieder in diverse Bücher geschrieben, nach 30 Minuten sind beide Seiten erledigt. Noch 3.5 Stunden bis es dunkel wird und noch 40 Kilometer - easy. Die Straße wird nach der Grenze in Guinea richtig richtig übel. Tief ausgewaschen, Tiefsand, Schlaglöcher in unfassbarer Dimension, Geröll, Flussdurchquerung, alles ist vorhanden. Ich brauche für die ersten 13 Kilometer 1.5 Stunden und komme ich eine kleine Stadt, wo ich eine SIM kaufen möchte. Die Stadt sieht ein bisschen aus wie in einem Wild-West Film, nur dass hier Plastikmüllberge brennen. In einen der brennenden Müllberge kippt einer der Einwohner noch schnell das Öl vom Ölwechsel. Das Kaufen der SIM dauert ewig, außerdem hab ich noch keine Guinea-Franc und Karte oder andere Währung akzeptiert man nicht. Ich nehme ein Motorradtaxi und fahre in diesem Kaff noch Geld wechseln, bis die SIM dann endlich läuft dauert es eine Stunde. Noch eine Stunde bis Sonnenuntergang und noch 27 Kilometer. Ich fahre das Fahrzeug am Limit, bin selber schon weit darüber, möchte aber auf keinen Fall diese Straße im Dunkeln fahren oder gar hier übernachten. Nach weiteren 5 Kilometern passiert es dann. Es gibt ein Schlagloch in der Größe von 30x40 Metern voll mit Wasser, keinen Weg drumherum. Um nicht im Schlamm stecken zu bleiben fahre ich zügig hinein. Das Loch ist tief, viel tiefer als erwartet. Wasser schwappt bis auf die Windschutzscheibe, als die Fahrzeugfront in das hellbraune Wasser eintaucht. Der Motor geht aus, rote Motorkontrollleuchte leuchtet. Ich stehe mitten in dem Loch, das Wasser geradeso an der Unterseite der Fahrertür (dass es hinten schon in die Türen hinein in den Innenraum läuft, werde ich erst am Abend wissen). Hoffentlich hat die Luftansaugung kein Wasser in den Motor gezogen, dann ist die Reise hier beendet. Ich drehe den Schlüssel, der Motor springt an und mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich fahre an, keine Bewegung des Fahrzeugs, weder vor noch zurück. Ich sperre das Differenzial und lege die niedrige Untersetzung ein. Vorwärts geht nichts, rückwärts ein paar Zentimeter. Vor und zurückwippend gebe ich Vollgas und komme schließlich raus. Die Sonne geht nun unter. 5 Kilometer weiter steht ein LKW quer. Ich kann's kaum glauben, als ich genau an dieser Stelle zwei meiner vorherigen Reisebegleitungen wiedertreffe, die Welt ist klein. Ich komme gerade so an dem LKW vorbei, die anderen beiden müssen die Nacht leider dort verbringen. Es ist dunkel, als ich in die nächste Stadt einfahre. Es gibt ein Hotel mit einem gesicherten Parkplatz, den ich im Dunkeln aufsuche. Der unfreundliche Besitzer will 30€ für die Nacht im Auto, Toilette und Dusche gibt's nicht und um 9 muss ich spätestens weg sein. 'Beggar's can't be choosers.'
Ich öffne eine Flasche Bier und kann es kaum glauben, mit dem Auto bis nach Guinea gefahren zu sein.もっと詳しく
Tag 68, 258 Km/11743 Km
2024年11月5日, ギニア ⋅ ☀️ 31 °C
Am Abend sind es erst Einheimische, die laut grölend vor der Hotelmauer sitzen. Sie werden um 3 Uhr vor der klagenden Ziege abgelöst, diese dann um 4 und um 6 Uhr von der Moschee. Ich starte deswegen heute mit dem zweiten und nicht dem ersten Sonnenstrahl und fahre über die Stadt Koundara in Richtung Labé. Die Straße ist erstklassig und wunderschön zu fahren, keine Schlaglöcher, links und rechts Natur gespickt mit unglaublich schönen Dörfern, deren Häuser aus Lehm und Stroh bestehen. Alle Menschen, die mich vorbeifahren sehen winken und unterbrechen das, was auch immer sie gerade tun. Ein Tourist mit deutschem Kennzeichen scheint eine Seltenheit... kann ich gar nicht verstehen. Kinder laufen beim Anblick von Heiner davon oder schreien "Blanco, Blanco" - Weißer - im Chor. In der Ferne taucht das Hochland, das Fouta Djallon auf. Die Straße windet sich den Berg hinauf und wird zu einer Staubpiste. Motorradfahrer kommen mir auf diesem Stück mit FFP2-Maske entgegen, ich habe den Staub später überall im Fahrzeug, sogar in den verschlossenen Schränken. Auf diesem Stück gibt es eine berüchtigte Polizeikontrolle. Kaum zu sehen steht ein Stoppschild am Seitenrand. Hält man nicht an, verfolgt der Chef einen mit seiner weißen Harley Davidson und verlangt 300€.
Vorschriftsmäßig halte ich. Ich sehe besagte Person auch an der Seite, die Weiße Harley wird gerade klischeemäßig von einem der Anwesenden gewaschen. Er kommt jedoch nicht zu meinem Auto. Vorsichtshalber steige ich aus und gehe zu ihm. Er sieht aus, als hätte er den Militärputsch aus dem vergangenen Jahr höchstpersönlich geleitet. Breite Schultern, dicker Bauch, Sonnenbrille, Uniform, Sterne auf den Schulterklappen. Grimmig kontrolliert er Dokumente und Fahrzeug, lacht als ich ihm beide Feuerlöscher zeige und lässt mich fahren.
Kurz vor Labé verlasse ich die mittlerweile wieder gut geteerte Straße auf eine 22 Kilometer lange Piste, tief in den dichten grünen Urwald eingeschnitten. Je weiter ich die Piste fahre, umso einsamer und umso schwieriger. Mein Ziel ist der Sala-Wasserfall am Wegende.
Rund 500 Meter vor dem Ziel gab es einst eine Brücke, diese ist eingestürzt. Ich parke das Auto auf einer kleinen Lichtung und gehe die letzten Meter zu Fuß durch den immer dichter werdenden Wald. Es gibt eine verlassene Lodge am Ende, die Gebäude sind im Begriff zu verfallen. Schließlich taucht der Wasserfall auf. Unfassbar schön und kein Mensch weit und breit. Nach einer guten Stunde gehe ich zum Auto zurück und da es schon zu spät für die Weiterreise ist, bleibe ich die Nacht auf der Lichtung. Affen brüllen rundherum und sind in den Bäumen zu sehen, den Wasserfall höre ich bis hierher zum Übernachtungsplatz. Noch niemals in meinem Leben war ich an einem vergleichbaren Ort.もっと詳しく
Tag 69, 105 Km/11848 Km
2024年11月6日, ギニア ⋅ ☀️ 31 °C
Die Nacht ist kalt und ruhig, niemand taucht auf, auch am frühen Morgen nicht. Ich hatte mit kälteren Temperaturen gerechnet, schließlich bin ich auf über 1000 Meter Höhe, war aber auf Temperaturen unter 10 Grad noch nicht eingestellt. Die Kälte in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit lässt den roten Staub, der sich überall auf dem Auto gesammelt hat, zu einer rostbraunen Paste werden. Das Auto nur mit spitzen Fingern zu berühren hilft nicht, nach 10 Minuten bin ich komplett eingesaut. Es wird Zeit für eine Autowäsche. Mein Tagesziel wird Douki sein, ein winziges Dorf mit wenigen Einwohnern, dafür direkt am Talkessel von Fouta Djallon. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Anreise. Variante A: 100 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Km/Stunde, Variante B: 20 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Km/Tag. Ich wähle die längere Strecke die es auch schon in sich hat, von den 100 Kilometer sind 65 Kilometer Offroad. Ich durchquere die Stadt Labé und übersehe dösend einen Checkpoint, werde böse angehalten und zurückgepfiffen. Als Strafe muss ich aussteigen und den Polizisten von meiner Reise erzählen, dann lassen sie mich weiterfahren. Alle offiziellen Waschanlagen in der Stadt sind geschlossen, es gibt lediglich private Waschanlagen, an denen ein 5 Liter Eimer mit Wasser bereitsteht. Damit werden sie nicht weit kommen, also verlasse ich Labé ohne die Wäsche. Rund 20 Kilometer vor Douki sehe ich in einem kleinen Tümpel mehrere Jugendliche, die gerade dabei sind ein Auto darin zu waschen. Ich winke einen der Herren heran, frage ihn ob er meins auch wäscht. 4€ möchte er haben, viel zu teuer. Ich schlage ihm 2€ vor, wir einigen uns schließlich auf 3€. Heiner wird rückwärts in den Tümpel gefahren und anschließend mit Eimern, Lappen und Waschpulver gründlich sauber gemacht. Da sich die Drei so Mühe geben, gebe ich ihnen am Ende die 4€. In Douki finde ich einen Stellplatz im Dorf bei Hassan und seiner Familie. Hassans Nummer habe ich bereits vor einigen Tagen im Internet gefunden und mich per WhatsApp angekündigt. Als ich ankomme, gibt es bei den Kindern kein Halten mehr. "Toubab, Toubab" wird seit heute nicht nur während der Fahrstrecke gerufen, sondern jetzt auch hier. Die Kinder klettern aufs Auto (zum Glück habe ich es waschen lassen), toben darum herum, beäugen jeden meiner Handgriffe. Ich werde ausgefragt: wo ich herkommen, wo ich schon überall war, bis Hassan irgendwann vom Markt zurückkommt und die Kinder verscheucht.
Hassans Sohn Taibouba führt mich am Nachmittag auf einen der nahegelegenen Wanderpfade in eine Schlucht. Die Gegend rund um die Schlucht nennt er 'Indiana Jones Felsen', 30-40 Meter hohe Felsnadeln, durchzogen von Wasserläufen, bewachsen mit Bäumen und Lianen. Ein unglaublich schöner Ort, den wir nach 3 Stunden verlassen.
Während seine Frau am Abend kocht, lässt Hassan mich in seinem Haus duschen, somit ist das Auto am Ende des Tages nicht das einzige, was sauber ist.もっと詳しく
Tag 70, 0 Km/11848 Km
2024年11月7日, ギニア ⋅ ☀️ 28 °C
Ich starte mit Taibouba zum zweiten Wandertag. Durch hohes Gestrüpp geht es 2 Stunden pro Strecke zu einem Felsen, den die Einheimischen 'Geierfelsen' nennen. Auf dem Felsen rasten häufig Geier im Vorbeiflug, heute sehen wir leider keine. Den Felsen durchzieht ein Wasserlauf, der sich später als Wasserfall in den Talkessel vom Fouta Djallon stürzt. Es gibt die Möglichkeit, im letzten Becken vor dem Wasserfall zu schwimmen. Auch wenn die Strömung recht stark ist, kommt man bis an den Rand des Wasserfalls. Der Talkessel ist mit dem tropischen Bewuchs und dem Wasserfall unglaublich.
Auch wenn Taibouba vorschlägt, am Nachmittag noch weiter zu wandern, entscheide ich mich die Zeit im Dorf zu verbringen. Die letzten Wochen stecken mir noch immer in den Knochen und so langsam spüre ich deutlich die Erschöpfung. Dieses Phänomen habe ich schon von einigen Reisenden gehört, die sich nach einigen Wochen oder Monaten nur noch nach Erholung sehnen. Auch wenn es bei mir noch nicht ganz so weit ist, passe ich lieber etwas auf und verbringe schließlich den Nachmittag mit Kaffee, Schokolade und hunderten Kindern im Dorf.もっと詳しく
Tag 71, 0 Km/11848 Km
2024年11月8日, ギニア ⋅ ☀️ 32 °C
Hassan organisiert mir am frühen Morgen ein Motorradtaxi inklusive Guide. Es soll zum Kambadaga-Wasserfall gehen, welcher in der Nähe des Talkessels ist. "Eine Stunde hin, eine Stunde zurück und zwei Stunden dort. In 4 Stunden bist du zurück!" sagt Hassan und eigentlich müsste ich es mittlerweile besser wissen und die afrikanischen Zeitangaben kennen, denke aber nicht daran und plane gedanklich schon den freien Nachmittag. Das sich die Regel, Zeitangaben immer mindestens mit dem Faktor 2 zu multiplizieren heute wieder bewahrheiten wird, werde ich somit erst in 8 Stunden wissen.
Das Mototaxi steht bereit und Mamadouri fährt mit mir auf dem Rücksitz los. Seine Fahrweise grenzt an Selbstmord, insbesondere auf dieser schlechten Straße. Mit Vollgas geht es so gut wie möglich um die Schlaglöcher herum, vor jeder Kurve wird gehupt, damit die Ideallinie nicht verlassen werden muss, zwischendurch erzählt er mir etwas, dreht dabei seinen Kopf und guckt überhaupt gar nicht mehr auf die Straße. Nach jedem Schlagloch, bei dem ich vom Sitz abhebe und anschließend wieder auf die ungefederte Rückbank knalle, spüre ich meine Wirbelsäule vom Steißbein bis zum Hals. Nach 90 Minuten kommen wir am Wasserfall an. Mamadouri will mit mir zunächst an die Abbruchkante des Wasserfalls gehen. Dafür muss der Fluss an einer Stelle überquert werden. Es gibt eine kleine Fußgängerbrücke, welche an sich schon die 90 Minuten Fahrzeit incl. Schaden in der Wirbelsäule wert gewesen wäre. Auf der anderen Seite gibt es einen kleinen Pfad direkt bis zur Oberseite des Wasserfalls. Da die Regenzeit gerade zu Ende ist, führt der Fluss viel Wasser und es ist nicht einfach, auf die Mittelinsel zu gelangen. Der Blick von oben auf die Kaskaden ist atemberaubend, liegend kann bis zum Ende des Wasserfalls über die Kante geblickt werden. Um den Wasserfall in seiner ganzen Dimension zu sehen, geht es noch ein Stück weiter zu einem Aussichtspunkt. Den Wasserfall habe wir komplett für uns alleine, es ist den ganzen Aufenthalt kein anderer Besucher da. Der Rückweg ist ein anderer und der Fluss muss wieder überquert werden. Leider gibt es an dieser Stelle keine Brücke. Vom Ufer betrachtet würde ich sagen, dass der Fluss nicht zu Furten ist. Die Strömung ist zu stark und der Fluss stellenweise zu Tief. Auch Mamadouri hat erst Zweifel, geht dann aber trotzdem, ich folge ihm. Der Boden ist super rutschig und ich stürze schon im Bereich des Flusses, wo das Wasser mir nur bis zu den Waden reicht. Am tiefsten Punkt ist das Wasser hüfthoch und die Strömung echt stark. Zum Glück hängt eine Liane am Baum, ohne diesen Halt, da bin ich sicher, wäre die Durchquerung nicht möglich.
Es geht wieder auf das Mototaxi und ein Stück weiter in die Hochebene. Mamadouri möchte mir hier noch 'kurz' etwas zeigen. Wir gehen rund eine Stunde zu Fuß, durchqueren weitere (niedrige) Flüsse, bis wir in einen Bereich der Tiefebene kommen, die es optisch in sich hat. Spätestens jetzt muss ich an Indiana Jones denken. Wasserläufe tief in Gestein eingeschnitten, die Steine bewachsen mit Lianen, Tropenholz, Gräsern. Wir wandern noch drei weitere Stunden durch diese wunderschöne Gegend, bis ich am späten Nachmittag nicht mehr kann und wir uns auf den Rückweg machen.
Als wir bei Hassan ankommen, geht die Sonne fast unter. Er ist etwas überrascht, dass wir so lange gebraucht haben.
Ich gebe Hassan am Abend eine meiner Uhren, die ich zum Verschenken aus Deutschland mitgebracht habe. "Da gab es heute wohl ein Missverständnis. Morgen sind es wirklich nur 4 Stunden" sagt er.
Ganz bestimmt. Eine Uhr hat er immerhin jetzt.もっと詳しく
Tag 72, 0 Km/11848 Km
2024年11月9日, ギニア ⋅ ☀️ 25 °C
Hassan fragt mich am Morgen, ob ich mit ihm auf den Wochenmarkt gehen möchte. Na klar, da bin ich dabei! Der Hinweg geht über eine 'Abkürzung' durch das Tal, welches Hassan 'Jurassic Park' nennt. Im Tal gibt es Höhlen, sowie Steinsäulen die rund 15 Meter hoch sind. An einem Wasserfall machen wir Halt. "Du kannst unter den Wasserfall schwimmen" sagt Hassan, was dann auch geschieht. Durch das durch die Luft wirbelnde, eiskalte Wasser kann ich kaum atmen, erst der zweite Versuch gelingt.
Nach der Rast geht es fast nur noch bergauf, bis zum Rand des Talkessels. Unfassbar, wie fit Hassan mit seinen 62 Jahren noch ist. Nach 15 Kilometer erreichen wir den Markt, der optisch den Märkten im Senegal und in Gambia ähnlich ist. Es gibt hauptsächlich Lebensmittel. Hassan schlägt am Nachmittag vor, auf der Straße zurück zu laufen. Da die Abkürzung schon 6 Stunden gedauert hat, fahren wir schließlich mit dem Taxi. Bei einer Fahrzeit von 30 Minuten bin ich froh, dass ich mittlerweile einschätzen kann, wie schlecht seine Zeitangaben sind.もっと詳しく




































































































































































































































































































































































































































































