Die Abenteuer unseres Karis (VW T5 Transporter) in Europa und Südamerika
  • Day282

    It's time to say goodbye 😢

    June 11 in Switzerland ⋅ ☀️ 20 °C

    Die letzten Meter in Brasilien sind dann noch kurz spektakulär mit Capybaras, Alligatoren und verschiedenen Vögeln direkt am Wegesrand. Der Grenzübergang dann eher graue-Haare-bescherend... 👩‍🦳 Auf der brasilianischen Seite ist alles schnell erledigt. Auf der Uruguayischen erfahre ich dann, dass scheinbar im Dezember '21 unsere Ausreise aus Uruguay nicht richtig gemacht wurde - offiziell waren wir seither immer im Land. 🙈 Bis alles geregelt wird, dauert es eine Weile - die Grenzangestellten sind zwar nicht wirklich glücklich mit mir (das muss ja mein Fehler gewesen sein, das war sicher nicht die Grenze in Fray Bentos.....), aber schlussendlich lassen sie mich einreisen. 🎉
    Nach einem Abstecher in den Santa Teresa Nationalpark und dem Besuch der Festigungsanlage (den Nationalpark haben Manu und ich im Herbst schon besucht, aber die Festung fehlte noch), fahre ich am Sonntag zu UY Storage. Ich verbringe die nächsten Tage mit den Vorbereitungen für die Heimreise: packen, putzen, waschen, aufräumen, Vollmacht besorgen, Auto waschen lassen, Fahrt nach Buenos Aires und Hotel buchen,...
    Am Mittwoch ist es dann so weit: Ich verabschiede mich von Carlitos. Er wird noch 2-3 Wochen hier bleiben, bevor die deutsche Familie von UY Storage sich um die Rückverschiffung kümmern wird - und wir in dann hoffentlich anfangs August in Antwerpen in die Arme schliessen können. 🤞

    Den restlichen Mittwoch verbringe ich mit der Fahrt über Montevideo🚌 und Colonia del Sacramento🚌 nach Buenos Aires⛴️. Hier verbringe ich nur die Nacht - ich habe mir ein tolles Hotel und Sushi zum Znacht gegönnt.🤗

    Irgendwo in den Wolken über dem Atlantik lasse ich die letzten 7.5 Monate auf südamerikanischem Boden Revue passieren:
    Wir haben so viel erlebt, gesehen, gemacht; haben viel gelernt, soo viele Menschen kennengelernt (und einige neue Freundschaften geknüpft) , neue Sachen probiert; gelacht, geweint, getanzt, gechillt, uns gestritten und wieder versöhnt, die Natur genossen, geschwitzt, gefroren, in Bergseen gebadet, im Schnee gestanden, am Strand gelegen; gewandert, was das Zeugs hält; fantastische Landschaften gesehen, stundenlang Tiere beobachtet, die lokale Fussballleidenschaft hautnah miterlebt. Wir haben Stunden darauf verwendet, alltägliche Dinge wie waschen oder einkaufen zu erledigen, Schlafplätze zu finden und die Weiterreise zu planen. 100e Stunden an Podcasts, Hörbüchern und Musik gehört.
    25000km durch 4 Länder gefahren.
    Es war toll, unvergesslich und wiederholenswert (😉)! 😍 Ich würde ja sagen, es war die Reise unseres Lebens - aber ich hoffe doch auf Ähnliches auch in Zukunft. 😉🤗
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    Ursi Lotter

    Willkommen zu Hause liebe Isa. :)

    Regina Fischer-Stampfli

    Liebe Isa es war interessant eurer Reise zu folgen. Danke für die tollen Impressionen. Gute Heimreise. Liebe Gruess ReGina

     
  • Day274

    Tchau Brasil 👋

    June 3 in Brazil ⋅ ⛅ 13 °C

    Mein letzter Stopp in der Provinz Santa Catarina ist Laguna. Ohne viele Erwartungen fahre ich dort zum Strand (der nicht soo schön ist, v.a. Nach den Unwettern der letzten Tage). Plötzlich sehe ich aber jede Menge Fischer, die im Fluss (der dort ins Meer fliesst) stehen; dazwischen immer wieder Delfine🐬, die auftauchen. Die Delfine und Menschen scheinen hier tatsächlich gemeinsam zu jagen/fischen (es gibt sogar einen Delfin-Friedhof neben dem Fluss!).🤯 Ich schaue eine Weile zu, bevor ich weiter Richtung Leuchtturm spaziere. Dort warten weitere Highlights: Neben all den Fischern, die ihre Netze von der Mole aus in die Wellen schmeissen, hat es einige Surfer und noch mehr 🐬 (mind. 20 Tiere). So was hab' ich noch nie gesehen... Ganz klar, dass ich hier eine Weile mit Beobachten beschäftigt bin. 😄
    Weiter geht's 🚐: Von Laguna aus fahre ich noch ein paar Kilometer weiter nach Farol do Santa Marta. Für das Wochenende ist miserables Wetter angesagt – den Sonntag verbringe fast komplett im Büssli (aber so ein «richtiger Sonntag» tut auch gerade sehr gut 😊).
    Nächster Halt ist Torres, wo ich den Parque da Guarita erkunde und einen letzten Strandnachmittag einbaue (in Daunenjacke 🙈).
    Am Mittwoch steht ein wichtiger Termin an: Wir haben uns entschieden, Carlitos🚐 noch einmal durchchecken zu lassen, bevor er wieder zurück nach Europa kommt. Also fahre ich nach Porto Alegre zu einer VW Garage, wo Carlitos der absolute Star der Show ist. 😄 Alle wollen ihn fotografieren, gehen neugierig um ihn herum und kommen bei mir vorbei, um zu fragen, woher ich bin, wo ich war, ob ich tatsächlich alleine unterwegs bin,... 😄🙈
    Nach einer Inspektion und einem Ölwechsel (und der Erleichterung, dass es Carlitos tiptop geht 😊) verlasse ich Porto Alegre wieder. Nach einem Übernachtungsstopp etwas südlich der Grossstadt fahre ich fast bis zur Grenze zu Uruguay, wo ich 2 Nächte bleibe – denn am Freitag soll noch mal schönes Wetter sein. Direkt an der Lagoa Mirim geniesse ich wieder mal schöne Sonnenuntergänge, Spaziergänge am Sandstrand und packe fast ein Büssli-Büsi 🐈 ein.🙈

    Bevor ich den Grenzübertritt nach Uruguay in Angriff nehme, hier noch ein paar Gedanken zum Süden von diesem riesigen Land, in dem ich den letzten Monat verbringen durfte:
    🟢 Menschen: Super freundlich, neugierig, interessiert, einladend, hilfsbereit,...
    🟢 Flora/Fauna: Einfach nur spektakulär! 😍
    🟠 Kulinarik: tropische Früchte 😍, Fisch-/Meeresfrüchte- (oder fleisch-) lastig, sehr viel Frittiertes
    🔴 Sprache: Schwiiiierig 🙈 Obwohl ich inzwischen eigentlich fliessend Spanisch spreche, war es sehr schwierig, mich mit den Menschen wirklich zu unterhalten (Portugiesisch ist eben nicht «fast = Spanisch»). Nicht viele sprechen Spanisch und noch weniger Englisch. Zum Glück gibt’s Hände und Füsse (und Google Translate 😄)
    🟢 Sicherheit: Ich habe mich nie unwohl gefühlt. Dazu muss man aber auch anfügen, dass ich nicht in Städten unterwegs war und auch nie alleine wild-gecampt habe (die paar Male, die Silvi und ich zusammen freigestanden sind, habe ich mich sehr sicher gefühlt). Das hatte nichts mit dem Land zu tun, sondern einfach dass ich mich alleine nicht super wohl fühle, irgendwo im Nirgendwo alleine zu übernachten.🤷‍♀️

    Obrigada, Brasil 🇧🇷, foi muito bom!❤️ Nos vemos da próxima vez!👋
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  • Day268

    Beachhopping in Santa Catarina 🏖️

    May 28 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem ich Silvi am Flughafen abgeliefert habe, verbringe ich ein komplettes Wochenende auf einem kleinen Camping direkt am Praia do Campeche. Neben vielem Nichts-Tun (= lesen, essen und den Leuten beim Surfen zuschauen 😄) stehen auch ein paar organisatorische Dinge an. Den Sonntag verbringe ich mit einer Wanderung zu einem wunderschönen Strand, der nur zu Fuss oder per Boot erreicht werden kann. Auf dem Rückweg sehe ich 3 kleine Äffchen 🐒 (Wikipedia sagt, es waren Weissbüschelaffen🤓), einen Ara 🦜 und einen Tukan - keine schlechte "Ausbeute". 😍
    Am Montag verabschiede ich mich dann von der Ilha Santa Catarina und fahre nach Guarda do Embaú. Dort treffe ich noch ein letztes Mal Nädj & Schöggu, bevor die beiden definitiv Richtung Norden und ich Richtung Süden weiterfahre. Auch hier verbringe ich einen Tag mit einer Wanderung und die restliche Zeit mit "Büro".

    Über die Strände Siriú und Garopaba fahre ich weiter zum Praia do Rosa. Der Camping hier ist wunderschön - neben einigen Hunden🐕 und Katzen🐈 gibt's auch einen (sprechenden) Papagei🦜und ein Pferd🐎. Also genau mein Ding. 😬
    Praia do Rosa ist ein sehr bekannter Surfort 🏄‍♀️ und scheint ein beliebtes Urlaubsziel zu sein. Im Sommer ist hier wahrscheinlich einiges los.. Jetzt im Herbst hat's nicht viele Touris, aber genügend Einheimische, denen ich beim Surfen zuschauen kann. 😊 Das Wetter ist so semi, sodass ich nicht grosse Lust verspüre, mich ebenfalls in die Wellen zu werfen - der Surfurlaub muss wohl noch etwas warten. 🙈

    (Auch wenn es auf einigen Fotos anders aussieht, der Herbst hat hier definitiv Einzug gehalten: kühlere Tage (mit Sonne 20-23°C, ohne Sonne 16-18°C), viel Wind, kalte Nächte (4-12°C) und v.a. kurze Tage (Sonnenaufgang um 7, -untergang um 17:30Uhr). Insgesamt war ich leider nur 3x im Meer baden und an den meisten Tagen ist es auch zu kalt für "richtige Strandtage".)
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    Roswitha Orawitz

    Das Pferd 😄😄😄🥰 oh Isa, ich lese den Blog so gerne ☺️ ganz liebe Grüße ans andere Ende der Welt und ich wünsch dir einen goldenen Herbst 😘

    6/3/22Reply
    Isa Lotter

    Dankee Rosi 😍 so schön, dass du fleissig mitliest! 🥰 Leider ist die letzte Woche bereits angebrochen.. 😔

     
  • Day259

    Zwischen Politik und Austern 🦪

    May 19 in Brazil ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach einem ausgiebigen Zmorge mit frischem Kokoswasser 🥥 verbringen wir den Montagnachmittag am Strand von Joaquina. Leider ist das Wetter immer noch nicht so gut, sodass wir immer noch auf unseren ersten Meeresschwumm warten müssen.
    Am Nachmittag fahren wir wieder etwas Richtung Norden, in den Süden von Balneario Camboriú. Wir besuchen nämlich Denise & José, das brasilianische Paar, welches ich in Foz do Iguaçu kennengelernt habe. ☺️ Wir dürfen direkt vor ihrem Haus parkieren und bekommen schon gleich das erste hervorragende Znacht mit frischem Fisch*🐟 serviert.

    (*Wir essen Tainha (Meeräsche): ein Fisch, der nur in der Reproduktionsphase zwischen Mai und Juli vor der Küste Südbrasiliens vorkommt. Die Fische werden häufig noch traditionell mit kleinen Netzen gefangen, oft stehen die Fischer dabei direkt im seichten Wasser. Während dieser Zeit darf übrigens an vielen Stränden nicht gesurft werden.)

    Am Dienstag nutzen wir natürlich gleich den Zugang zu einer Waschmaschine. Während Silvi ein virtuelles Vorstellungsgespräch hat und Denise zuhause aufräumt etc, gehe ich mit José am wunderschönen Strand spazieren. Nach einem gemeinsamen Zmittag fahren wir noch in die Grossstadt.🌁 Kaum sind wir wieder zuhause, werden wir schon wieder bekocht🙈 und verbringen einen schönen Abend zusammen. 😊
    Da Silvi schon bald wieder nach Hause fährt, geht's für uns am Mittwochmorgen weiter.
    Die Zeit mit Denise & José war sehr schön und spannend (v.a. gewisse Ansichten zur Pandemie oder zum aktuellen Präsidenten waren für uns zwar nicht wirklich nachvollziehbar, aber trotzdem ist es natürlich immer spannend, andere Sichtweisen zu erfahren), aber auch sehr anstrengend. Das Motto für die nächsten Tage ist also: Erholung 😄
    Wir fahren zur Halbinsel Bombinhas und erkunden die Strände im Norden, bevor wir auf die Suche nach einem Camping gehen, wo wir den Nachmittag gemütlich verbringen können. Leider ist hier alles geschlossen (Nebensaison...) und so landen wir schlussendlich ganz im Süden der Halbinsel am Praia do Tainha, wo wir uns bei einem Einheimischen neben das Haus stellen dürfen. 😄 Das Wetter wird immer schlechter, sodass leider wieder nichts aus einem erholsamen Nachmittag am Strand wird... Dafür gibt's zuerst Mate und frische Pekannüsse (geschenkt 😊) und dann ein paar Spielerunden mit Rotwein🍷 im Büssli.
    Am Donnerstag fahren wir wieder an Florianópolis vorbei auf die Ilha Santa Catarina. Nach einem kurzen Abstecher an den Strand und einem Sprung ins kalte Meer (wir haben es uns schliesslich versprochen 🙈) geht's zum Ostradamus - einem Restaurant, welches uns von Denise & José empfohlen wurde. Die Region um Florianópolis ist bekannt für die Austernzucht🦪 und da wir beide noch nie Austern gegessen haben, gönnen wir uns ein ziemlich dekadentes Zmittag🦪 (zumindest vom Inhalt her, preislich liegt man da etwa bei ca. 10CHF/12 Austern - also etwas günstiger als bei uns 😉). Dann fahren wir bereits zum Flughafen, wo Silvi noch ihren ersten Flug nach São Paulo kostenlos umbuchen kann (kein Flughafenwechsel in der Grossstadt 🥳). Und dann heisst's schon wieder, Abschied nehmen... Es war mega toll mit dir, Silvi!😍 Danke für den Besuch!!😘
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    Nicole Maranta

    Cool 😎

    5/28/22Reply
    Ursi Lotter

    wundervolle Strände zum relaxen. bis ganz bald liebe Isabelle.

    5/31/22Reply

    Es war super toll mit dir, Isa! 😃 Het sehr vill Spass gmacht mit dir durch 🇧🇷 z reise. [Silvi]

    6/1/22Reply
     
  • Day255

    Kurzeinführung in #vanlife 😉

    May 15 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

    Da es zwischen Foz do Iguaçu und dem Meer anscheinend ausser Landwirtschaft nicht allzu viel zu sehen gibt, entscheiden wir uns, zwei Fahrtage einzulegen. Übernachtet wird irgendwo an der Tankstelle - so richtig #vanlife, damit Silvi auch diese Seite sieht. 😜 Am Mittwoch fahren wir dann nach Morretes, wo wir einen wunderschönen Camping finden und den Nachmittag und Abend bei mehrheitlich schönem Wetter geniessen. Am nächsten Tag geht's nach Deutschland. 🇩🇪 Pomerode soll nämlich die deutscheste Stadt Brasiliens sein (Fun Fact: scheinbar haben ca. 10% der Brasilianer*innen Deutsche Wurzeln...) - und da wir sowieso da in der Region durch müssen, machen wir einen kurzen Halt. Das Dörfli hat tatsächlich einige Fachwerkhäuser, die lokale Brauerei heisst Schornstein und zahlreiche Deutschlandflaggen zeigen, wo die Wurzeln vieler Einwohner*innen liegen. Wir landen auf einem Rocker-Camping und nach einem Znacht (und unserem ersten Caipi🍹) im Dorf (um 22 Uhr schliesst hier alles - fast wie zuhause 😉) sind wir plötzlich mit ein paar Alt-Rockern am Billiard spielen und Bier trinken. 😄 Das Coole an dem Ganzen? Wir können uns hier auf Deutsch besser unterhalten als auf Portugiesisch! 😄 (unsere Portugiesischkenntnisse sind zugegebenermassen sehr gering, aber die Leute haben echt gut Deutsch gesprochen 😊)
    Am nächsten Morgen schaffen wir es natürlich nicht allzu früh aus dem Bett. 🤕🙈 Zum Zmittag landen wir in Blumenau im Vila Germânica. Hier findet jedes Jahr das zweitgrösste Oktoberfest der Welt statt. Wir finden das Ganze ziemlich absurd (Europaparkgefühle kommen auf) 😅 und fahren schon bald weiter. Da unser Timing wirklich miserabel ist, stehen wir vor bzw. Um Florianópolis so richtig im Stau und kommen so erst beim Eindunklen auf der Ilha Santa Catarina an.
    Das Rauschen der Wellen weckt uns (bzw. v.a. Silvi - hallo Jetlag 😅) am nächsten Tag relativ früh. Das Wetter ist nicht so super, sodass ein Strandtag nicht in Frage kommt. Einer Wanderung steht aber nichts im Weg (#wanderwetter): Einmal von Santinho zum Morro das Aranhas, weiter zum Praia da Moçambique und durch die Sanddünen wieder zurück zum Camping. Am Schluss bleiben uns sogar noch ein paar Stunden zur Erholung in der Hängematte.
    Am Sonntag fahren wir zur Lagoa do Conceiçao, wo wir mit einem Boot auf die andere Seeseite gefahren werden und zum Zmittag eine riiiiesen Auswahl an Crevetten und lokalem Fisch serviert bekommen. Vollge**essen fahren wir zum Praia Mole, wo wir Nädj & Schöggu (die Berner 😉) treffen wollen. Die 2 finden wir, aber das Wetter ist 👎👎👎, sodass wir nicht am Strand bleiben. Wir treffen uns später zu Caipis und Empanadas in Barra do Lagoa, wo wir einen sehr lustigen Abend zu viert verbringen. 🍹🥳😁
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  • Day249

    1. Schritte auf brasilianischem Boden

    May 9 in Brazil ⋅ ☀️ 24 °C

    Der Solo-Grenzübertritt nach Brasilien verläuft dann ziemlich easy. Auch wenn die Warteschlange von etwa 2km zuerst anders verspricht. Die argentinische Grenzbeamtin kann gar nicht glauben, dass ich alleine reise und gibt mir gleich noch ein paar Reisetipps. Auf der brasilianischen Seite muss ich zwar etwas um mein TIP* kämpfen und die Verständigung auf Spanisch funktioniert gar nicht mal so gut 😅, aber schlussendlich verläuft alles reibungslos.

    *das TIP ist die temporäre Importerlaubnis für Kari - die wird bei jedem Grenzübertritt ausgestellt und muss bei Ausreise wieder abgegeben werden. Damit soll bei Kontrollen bewiesen werden können, dass das Auto nicht gestohlen ist bzw. man die rechtmässige Besitzerin des Fahrzeugs ist (auch wenn wir dieses bis jetzt noch nie vorzeigen mussten #holzaalänge).

    Nach einem Abstecher in die Innenstadt von Foz do Iguçu, wo ich eine neue SIM Karte besorge und nach etwa 5 Versuchen endlich eine Bank finde, bei der ich Geld abheben kann, fahre ich zum Camping. Dort treffe ich zum dritten Mal Luke🧔 und Mo🐕 und werde von den brasilianischen Nachbarn Denise & José gleich noch zu einem Prosecco und ausserdem auch zu sich nach Hause (am Meer) eingeladen. 😄

    Am Samstagmorgen muss ich früh raus, denn ich muss(/darf) zum Flughafen! Heute kommt Silvi an und wird knapp 2 Wochen mit mir unterwegs sein! 😁🥳 Nach dem erfolgreichen Abholen geht's gleich zum ersten Abenteuer: Unsere Lithiumbatterie hat am Vortrag schon wieder den Geist aufgegeben 🤬 und eine Neue gibt es hier in der Region nirgends. Damit wir wenigstens Licht, Wasser und Steckdosen benutzen können (kalte Getränke wird wahrscheinlich eher schwierig 😢), muss ein temporärer Ersatz her. Also auf zum Batterieshop...
    Am Nachmittag besuchen wir zusammen die Wasserfälle von Iguaçu und am nächsten Tag auch noch die argentinische Seite. Manu und ich haben ja die Wasserfälle bereits im November gesehen, aber da es in den letzten Tagen sehr viel geregnet hat, hat es viiiiel mehr Wasser und die Fälle sind noch beeindruckender als zuvor. ❤️

    Luke wäscht uns am Montag noch das Auto (im Gegenzug gab es den argentinischen Gasadapter 😉), sodass wir mit glänzendem Kari zum Staudamm Itaipú fahren. 😄
    Das Wasserkraftwerk ist das zweitgrösste der Welt und liefert ca. 70% des Stromes von Paraguay und 17% des brasilianischen Stromes.🤯 Wir besuchen das beeindruckende Werk mit einem Touribus auf der Panoramatour, bevor wir noch etwas weiterfahren und beim Balneario Jacutinga direkt am Stausee übernachten.
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  • Day246

    Letzte Woche in Argentinien 🇦🇷

    May 6 in Argentina ⋅ ☀️ 22 °C

    Isa's erste Amtshandlung nach der temporären Trennung (😭) ist die Reparatur von Kari's Abblendlicht und dem rechten hinteren Bremslicht. Das ist zum Glück schnell erledigt, sodass noch die Fahrt zur uruguayischen Grenze nach Colón drinliegt. Dort bleibe ich zwei Nächte und verbringe einen ganzen Tag mit einem kompletten Frühlings-(bzw. Herbst-)putz - so sauber war Kari schon lange nicht mehr. 🙊

    Am Sonntag fahre ich zum Nationalpark El Palmar🌴, wo ich plötzlich zur Tourguide von Nädj & Schöggu (ja, ein Berner Päärli 😄) werde. Die zwei sind ohne Auto unterwegs und haben die Chance genutzt, als sie Kari's Schweizer Nummer gesehen haben. 😄 Wir verbringen den Nachmittag zusammen im Park, laufen etwas rum und beobachten Capybaras (Wasserschweine), Füchse 🦊 und Schildkröten🐢. Gegen Abend gibt's noch ein gemeinsames 🍺, bevor die zwei weiterreisen und ich es mir auf dem Camping gemütlich mache. Kaum ist's dunkel, wimmelt es auf dem Platz nur so von Viscachas (eine Chinchillaart).
    Am Montag wandere ich noch etwas durch den Park; dann geht's weiter Richtung Norden. Das Wetter ist miserabel🌧️, sodass ich die nächsten zwei Tage mehrheitlich im Auto verbringe. 🚐

    Am Mittwoch besuche ich die Jesuitenmission in San Ignacio Miní. Nach einer informativen Runde durch die Ruinen, einer ruhigen Nacht auf dem Camping des Fischerclubs von Puerto Rico und einer weiteren längeren Fahrt bin ich wieder da, wo unsere Südamerikareise vor ziemlich genau 6 Monaten begonnen hat: Puerto Iguazú.
    Den Donnerstagabend verbringe ich wieder mit Nädj & Schöggu bei dem einen oder anderen Bierchen.🍻🤗

    Am Freitag wird's dann spannend: mein erster Solo-Grenzübertritt steht an. Denn nach vielen coolen Erlebnissen, atemberaubenden Landschaften und tollen Begegnungen - nach über 4 Monaten in diesem wundervollen Land - sage auch ich heute Tschüss. 👋 Nos vemos, Argentina! 🇦🇷❤️
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  • Day242

    S Ritze in der Grossstadt

    May 2 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach dem schweren Abschied in Santa Fé reist Manu mit dem Bus nach Buenos Aires, wo er zusammen mit seinen Eltern die letzten Tage in 🇦🇷 verbringen wird.

    Der Freitagabend steht im Zeichen der Erkundung des Viertels Palermo - dort gibt es viele Restaurants, Bars und Street-Art. Leider sind wir nicht die Einzigen mit diesem Plan und die Restaurantsuche gestaltet sich ohne Reservation als Mission Impossible. Also kehren wir hungrig in unser Quartier zurück und finden schließlich kurz vor 24 Uhr doch noch ein Restaurant..😁

    Am Samstag machen wir das, was Manu am liebsten macht: Richtig, wir besuchen einen Fussballmatch⚽🙈. Der Tabellenführer Racing, einer der grossen 5 Clubs des Landes, lädt zum Derby gegen Banfield. Nach vielem Rumfragen und mehreren Sicherheitskontrollen schaffen wir es, an der Tageskasse Tickets zu ergattern. Das Spiel an sich ist dann etwas bescheiden, aber viel spannender ist es ohnehin, die Zuschauer*innen zu beobachten. Als Racing in der 93. Minute den 1:1 Ausgleich schiesst, explodiert die Stimmung im Stadion. 🎉
    Alles in allem hat sich der Besuch wirklich gelohnt und wir fühlten uns zu jeder Zeit wohl im und rund ums Stadion!

    Am Sonntag, 1. Mai ist der "dia del trabajo" und das bedeutet Ausnahmezustand in Buenos Aires. Rund 100'000 Menschen aus dem ganzen Land ziehen in Gruppen fahnenschwenkend und trommelnd durch die Stadt Richtung Obelisk, wo sie sich versammeln. Das Ganze ist sehr eindrücklich; eine solche Menschenmenge haben wir noch nie gesehen.
    Nachmittags gönnen wir uns in San Telmo ein letztes 🍺 und schauen den Tangotänzer*innen 💃🕺und Strassenkünstler*innen zu, bevor wir in die Hotels zurückkehren und unsere sieben Sachen für die Heimreise packen.

    Schön war's Buenos Aires, schön war's Argentinien!🇦🇷
    Hasta luego, nos vemos!
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  • Day238

    Ein letztes gemeinsames Abenteuer 🐎

    April 28 in Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Am Samstag geht's für uns nach Tafí del Valle - zu einem letzten gemeinsamen Abenteuer, bevor Manu nach Hause fliegt. 😔
    Zu Isa's 30. Geburi letzten November hat Manu ihr einen zweitägigen Ausritt 🐎 geschenkt. Und das Geschenk lösen wir jetzt endlich ein. 😊
    Nach einem Ruhetag am Sonntag fahren wir am Montagmorgen zu El Puesto, wo wir Susana und Omar, unsere Guides, treffen. Wir (bzw. Omar) packt alles Essen etc. Auf den Maulesel und schon geht's los.🏇 Während Isa früher viel geritten ist, ist dies für Manu das erste Mal überhaupt auf einem Pferd. 😁 Ehrlich gesagt müssen wir aber nicht sooo viel machen, da die Pferde sich das gewohnt sind und einfach dem Leitross, auf dem natürlich Omar sitzt, nachlaufen. 😅
    Nach etwa zwei Stunden bergauf, machen wir eine Pause bei Omar's Freund. Dort gibt's ein Asado mit kaltem Ofengemüse und Salat zum Zmittag. Die Wartezeit verbringen wir mit den frisch geborenen Hundewelpen. 😍
    Nach der Stärkung reiten wir noch einmal gleich lang durch die Hochebene, vorbei an halbwilden Pferden🐎, Schafen 🐑 und Ziegen🐐, bis wir an unserem Schlafplatz ankommen: Der ehemaligen Schule. Seit ein paar Jahren haben sie nicht mehr genügend Kinder, die hier zur Schule gehen können/wollen, so dass das Schulgebäude zu einer Herberge umfunktioniert wurde. Wir haben also sogar ein Bett, funktionierende WCs und eine Küche zur Verfügung. Den Abend verbringen wir gemütlich v.a. Mit Susana (Omar ist jetzt nicht so der allergesprächigste bzw. -geselligste Typ 😅) und mit unserem neuen Freund Lobito 🐕 (ein Hirtenhund, der wohl am Wochenende mit einer Gruppe mitgelaufen und dann einfach geblieben ist).

    Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht machen wir uns am Dienstag wieder auf den Rückweg. Wir halten unterwegs noch an Ruinen von ehemaligen indigenen Siedlungen (geschätzte 1500 Jahre alt), geniessen die Aussicht aufs Tal und staunen immer wieder über die Trittsicherheit unserer Pferde. Nachdem uns Lobito 🐕 fast den gesamten Rückweg begleitet hat (und Isa glaubt, Manu schon fast schon von einer Adoption überzeugt zu haben), verlässt er uns aber, kaum sind wir wieder in Dorfnähe. 😔
    Nach einem Zmittag im El Puesto, verabschieden wir uns von unseren Guides und den Pferden und machen uns auf Richtung Santa Fe (= einmal quer durch’s Land). Am Abend landen wir bei den Termas del Rio Hondo, wo es sogar auf dem Camping Thermalbecken hat - der perfekte Ort, um unsere schmerzenden Beine, Füdlis und (in Manus Fall) Rücken, etwas zu entspannen.

    Der Mittwoch ist ein Fahrtag - 8h verbringen wir im Auto. 😅 Am späten Nachmittag kommen wir in Santa Fe an, wo wir noch einige Erledigungen machen müssen. Am Donnerstag packt Manu seine sieben Sachen. Damit wir am Freitagmorgen früh nicht mit dem Auto in die Stadt rein fahren müssen, haben wir uns ein Hotel gegönnt. Den Abend verbringen wir noch bei einem letzten Bier und Sushi in der Stadt.
    Und dann, am Freitagmorgen, ist es soweit: Wir müssen uns nach 6 gemeinsamen Monaten voneinander verabschieden 😭 - Manu nimmt den Bus nach Buenos Aires, wo er noch 3 Tage verbringen wird, während Isa weiter Richtung Norden fährt.
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    Ursi Lotter

    Dreamteam...

    5/5/22Reply
    Isa Lotter

    😊❤️

    5/5/22Reply
    Ursi Lotter

    wow....

    5/5/22Reply
    Ursi Lotter

    ned grad eifach zom riite. en Traum.

    5/5/22Reply
     
  • Day232

    Eine aufregende Woche 🛠️🌵🍷

    April 22 in Argentina ⋅ ☀️ 20 °C

    Von San Pedro aus wollen wir zum Calilegua Nationalpark – einem Nebelwald. Beim Park angekommen, erfahren wir jedoch, dass der Camping geschlossen ist (& in Nationalpärken darf man immer nur auf den Campingplätzen übernachten). Ausserdem lädt unser Solarpanel nicht mehr und bei der Batterie stimmt auch was nicht (sie hat sich tiefenentladen, was sie eigentlich nicht tun soll). So ziemlich der Super-GAU 🥴 ohne wirklich etwas vom Park gesehen zu haben, entscheiden wir, gleich wieder umzukehren und richtig Salta zu fahren. Die Grossstadt ist nicht soo weit entfernt und da haben wir die grösste Möglichkeit, eine Lösung für die Batterie zu finden.

    Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche nach einem Batterieshop. Der Erste kann uns zwar nicht helfen, ruft aber alle seine Kollegen an und schickt uns schlussendlich zu einem anderen Shop um die Ecke. Der Besitzer da baut uns sogleich unsere Batterie aus, um sie langsam wieder zu laden. Das Problem des Solarpanels werden wir wohl erst in der Schweiz in Angriff nehmen...

    Die nächsten Tage verbringen wir auf einem Camping in Salta. Kaum fahren wir auf den Platz, treffen wir Altbekannte (Les 5 geoneautes aus Frankreich, Luke aus Deutschland, Eric & Pascale aus dem Wallis) und auch neue (eine Basler Familie, Sippie & Klaas aus Holland und einige argentinische Paare) Büssli-Reisende – die gesamte Overlander-"Familie" scheint sich hier zu versammeln. Wir geniessen es, wieder mal etwas langsamer zu machen, uns mit Gleichgesinnten auszutauschen, einige Sachen aufzuarbeiten, etwas von der Stadt zu sehen und nutzen auch die Gelegenheit für einige Erledigungen: Das Batterie-Laden hat funktioniert🪄💪, Gas auffüllen (= 0.5 Tag Aufwand 😅), Vorräte aufstocken, etc. Ausserdem treffen wir uns noch einmal mit Esther & Ruedi, die auch noch in der Stadt sind, bevor es für sie weiter nach Mendoza gehen. Nach einem schönen gemeinsamen Abend verabschieden wir uns zum letzten Mal 😊 Vielen Dank für euren Besuch! Es war sehr schön mit euch!

    Nach der Verabschiedung vom Camping fahren wir noch einmal nach Cafayate. Dieses Mal machen wir jedoch einen Umweg und fahren via Cachi und der alten Ruta 40. Die Strasse ist nicht sehr gut, sodass wir für die 300km 7.5 Stunden brauchen. 🐌😅 Die Landschaft aber ist wunderschön und wir sind etwas traurig, dass wir nicht mehr Zeit in dieser Region haben. Am Abend treffen wir uns in Cafayate noch mit Linda & Micky (D), die wir in Mendoza kennengelernt haben, auf ein Weinchen🍷.
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