• Peter Tresch
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Dim Sum, Kiwi & Pad Thai

Dim Sums, Kiwis & Pad Thai sind landestypische Gerichte der Länder, die wir bald über einen Zeitraum von knapp vier Monaten bereisen. Es sind Hong Kong, Neuseeland (Nord- und Südinsel) sowie Thailand auf dem Rückweg. Am 31.10.2025, 22:40 Uhr ... 🛫 Read more
  • Das Matterhorn von Neuseeland

    December 13, 2025 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach nur rund einer halben Stunde Fahrt kommt man an den nächsten See im Mackenzie Basin - dem Lake Pukaki. Wie auch der kleinere Lake Tekapo strahlt er am Tag in sattem türkis. So ähnlich wie der Brienzer See und die Aare in Interlaken im Berner Oberland der Schweiz. Der Lake Pukaki ist ein Stausee, dessen Staumauer über mehrere Jahrzehnte mehrmals angehoben wurde, weshalb der See mit den Jahren flächenmässig immer mehr anwuchs.

    Der erste Lookout bot eine traumhafte Sicht auf die verschneiten Berge. Beim höchsten der Gipfel haben wir uns gefragt "Ist er es oder ist er es nicht?". Ja, er ist es. Der Mount Cook oder auch Aoraki, mit 3754 Meter der höchste Berg Neuseelands. Wie Ihr seht, hatten wir (und er) Wetterglück. So präsentierte er sich von seiner schönsten Seite und wir konnten uns nicht sattsehen. Den ganzen Tag nicht. Selbst von unserem Stellplatz hatten wir einen traumhaften Blick auf die Berge und den See. Aoraki begleitete uns bei strahlend blauem Himmel bis in die Nacht.
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  • Der Fjordland National Park ruft!

    December 16, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach dem herrlichen Tag am Mount Cook hatten wir am darauffolgenden Sonntag eine aussichtsreiche Wanderung in Wanaka im Sinn. Leider überzog der Himmel und wir vertagten diese auf den Rückweg zur Nordinsel Anfang Januar 2026. Also weiter Richtung Queenstown. Dort gab es für uns keinen Stellplatz - weder offiziell noch frei. Mist, wir wollen da doch Jetboat fahren! Gut, noch ein Punkt für den Rückweg und noch weiter Richtung Süden nach Te Anau. Dort verbrachten wir den verregneten Tag auf einem Campingplatz, machten Wäsche und die weitere Reiseplanung für die nächsten Tage mit Besuchen von Milford- und Doubtful Sound an Mittwoch und Donnerstag.

    Dafür buchten wir zwei Nächte auf einem freien Camping, unweit vom ersten Fjord, dem Milford Sound. Dieser liegt idyllisch an einem mystischen Wald beim Lake Gunn. Wenn man so durchschlendert, kommt man sich vor wie ein Hobbit oder Harry Potter.

    Am nächsten Morgen besuchten wir vormittags den Lake Marian und seine Wasserfälle im nördlichen Fjordland Nationalpark. Nun, Fälle ist vielleicht etwas übertrieben. Peter meinte, das sei ein Wildbach, weil nichts wirklich von oben fällt. Wo er recht hat, hat er recht. Wieder drängt sich ein Vergleich zum Berner Oberland auf: die Giessbachfälle. Zumindest der untere Teil. Ähnlich kaskadenartig sucht sich das Wasser hier in breiterem Bett seinen Weg. Zweifellos ein sehr schöner Anblick.

    Über gut 400 Höhenmeter erklommen wir weiter den Weg hoch zum Lake Marian. In der Beschreibung hiess es Level 3 von 3 Leveln, teilweise sehr steil und vereinzelt Kletterpassagen - etwas für Abenteuerlustige. Na klar, machen wir! Wenn es (Stephi) zu taff wird, kehren wir halt wieder um. In der Tat war der Pfad nicht ohne und wir kamen echt ins Schwitzen.

    Auffallend war, dass fast alle, denen wir begegnet sind, mind. 30 Jahre oder mehr jünger waren als wir. Wir haben uns dann gefragt, was die wohl bei unserem Anblick denken? "Was machen die denn hier? Seniorenausflug? Haben die sich verlaufen? Die Frau mit den Stöcken sieht aber etwas unbeholfen aus. Und der arme Mann, muss hinter seiner holprigen Frau herlaufen. Wahrscheinlich hat ihm das Biest auch noch die Stöcke weggenommen."

    Ihr seht, wir hatten es lustig und haben natürlich den Weg, wie die Jugend, mit Bravour absolviert 😃. Die Ausblicke oben waren einfach nur phantastisch!
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  • Auf zum berühmtem Milford Sound

    December 17, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Acht inoffizielle Weltwunder gibt es einige, der Milford Sound gilt als eines davon. Es ist der nördlichste Meeresarm des Fjordlands, rund 15 km lang, häufig weniger als 1 km breit und endet im tasmanischen Meer. Es gibt keinen wirklichen Ort dort, dafür aber ein professionelles Cruise Terminal, von wo aus die zahlreichen Ausflüge auf dem Wasser starten und enden. Erreichbar ist der Milford Sound von Te Anau über den State Highway 94, eine Strecke von rund 120 km, die ausschliesslich an diesen Ort führt.

    Die Fahrt dorthin ist wunderschön und an sich schon ein Highlight. Gegen Ende geht es hoch hinauf, links und rechts werden die Felswände immer höher, steiler und enger. Hier und da fliessen kleine Rinnsale den Stein hinunter, bis es auf einmal "Stopp" heisst. Der, für europäische Verhältnisse, recht einfache Homer-Tunnel bremst alle aus, da er nur einspurig befahren werden kann. Macht nichts, in dieser mächtigen Kulisse wartet man gern.

    Gegen 15:55 Uhr hiess es für uns "Schiff ahoi" und wir legten ab zu einer zweistündigen Ausfahrt. Unsere Eindrücke dieses imponierenden Ortes seht Ihr in den Bildern. Die steilen, mit Bäumen, Moosen und Farnen gespickten Felsen, an denen etliche Wasserfälle hinabfliessen, sind wahrlich atemberaubend.

    Auf dem Rückweg hatten wir noch netten Kontakt mit einem Kea, einer einheimischen Papageienart. Lustige Gesellen sind das. Sehr neugierig, vorwitzig und verspielt. So ziemlich jeder, der mit dem Wagen anhält, wird von ihnen begrüsst. Kein Dichtgummi an Tür oder Fenster ist vor ihnen sicher.
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  • Der unbekanntere Doubtful Sound

    December 18, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Neben dem Milford Sound lockt uns auch der etwas weniger berühmte Doubtful Sound. Warum doubtful bzw. zweifelhaft? Nun, der Entdecker und Seefahrer Kaptän James Cook war sich 1770 unsicher, ob ankern hier überhaupt möglich ist. Daher der etwas weniger schmeichelhafte Name. Dabei muss sich dieser Meeresarm überhaupt nicht verstecken. Er ist fast 3x grösser als der Milford Sound und mit 421 Metern der tiefste der örtlichen Fjorde. Mit den Browne Falls (mit 834 Meter der höchste Wasserfall in ganz Neuseeland), seinen steilen Felswänden, dem kristallklaren Wasser, etlichen weiteren Wasserfällen und einer bezaubernden Pflanzen- und Tierwelt verfügt er über seine ganz eigenen Highlights. Ausserdem trägt er den schönen Beinamen "The Sound of Silence" bzw. der Fjord der Stille. Diese tatsächlich unvergleichliche Ruhe, gepaart mit dem melodischen Zwitschern der Vögel, spürt man sehr deutlich, wenn der Kapitän in einem Seitenarm des Fjords für einige Minuten die Motoren stoppt und alle einfach nur lauschen.

    Direkt auf eigener Achse erreicht man den Startpunkt nicht, sondern mit jeweils einstündigen Hin- und Rücktransfers auf dem Manapouri-See und anschliessend dem Bus über den Wilmot-Pass. Die örtlichen Agenturen bieten dafür geschäftstüchtig Tagestouren an, die gerne gebucht werden. Wir starteten am Donnerstag gegen 10:30 Uhr und freuten uns, neben den schon erwähnten Transfers, auf eine 3-stündige Schifffahrt.

    Zwischen See- und Bustransfer erwartete uns ein weniger schönes Empfangskomitee - Sandflys. Hunderte, Tausende, Millionen!!! Klein, schwarz, gemütlich schwebend, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Aber: das sind als Insekten getarnte Vampire, denen es nach Menschenblut dürstet! Viecher, die die Welt echt nicht braucht. Zum Glück gibt's entsprechende Mittel und Wege, die einen schützen. Zumindest halbwegs.

    Das Wetter wollte noch weniger mitspielen als gestern. Daher sind die heutigen Bilder etwas düsterer. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Tour an sich war abwechslungsreicher und länger als im Milford Sound und hat uns keinesfalls weniger begeistert. Im Gegenteil! Wie können diese Tagestour vorbehaltlos weiterempfehlen.
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  • Wer von Euch kennt Burt Munro?

    December 20, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 13 °C

    Oder "The World's Fastest Indian"? Menschen mit Benzin im Blut werden jetzt hellhörig und unruhig. Und das mit Recht, denn diesen Footprint widmen wir einem Mann, den man ohne jeden Zweifel als Legende bezeichnen kann und muss.

    Burt Munro war ein neuseeländischer Motorradrennfahrer und ein Sohn der Stadt Invercargill. Er besass eine Indian Scout aus dem Jahr 1920, welche er über etliche Jahrzehnte selbst umbaute und teilweise sehr abenteuerlich modifizierte. Mit diesem Motorrad stellte er mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf, den Wichtigsten sicherlich im Jahr 1967 in den Bonneville Salt Flats in den USA. Munro selbst war damals schon 68 Jahre alt, seine Indian 47 Jahre. Dieser Rekord von 184.087 mph (inoffiziell gar 205.67 mph) ist bis heute ungeschlagen.

    In Invercargill ist das Original ausgestellt - in einem Baumarkt namens E Hayes and Sons, einem motorsportbegeisterten Familienunternehmen. Dazu etliche Details aus dem Leben von Burt Munro, nebst noch einigen anderen Zweirädern. Als öffentliche Ausstellung, inmitten ihrer Artikel, welche dort für den Baubedarf ganz normal erworben werden können. Ein sehr aussergewöhnlicher Markt, welcher in einer wunderbaren Ausstellung diesen Ausnahmesportler auf ganz eigene Weise weiterleben lässt.

    2005 wurde ihm mit dem Streifen "The World's Fastest Indian" (deutscher Titel: Mit Herz und Hand) ein weiteres Denkmal gesetzt. Der grossartige Anthony Hopkins verkörpert Burt Munro als liebenswerten und charmanten alten Mann, der sich nicht unterkriegen lässt, seinen Traum lebt und das erreicht, was er sich immer erträumt hat. Sehr sehr sehenswert!

    In Invercargill gibt es noch zwei weitere Museen, die sich mit Zwei- und Vierrädern befassen: die "Bill Richardson Transport World" und das "Classic Motorcycle Mecca". Das erste ist eine riesige Sammlung von über 300 Oldtimern, insbesondere Lastwagen und Traktoren, aber auch Relikte wie z.B. Tanksäulen und Jukeboxen aus mehreren Jahrzehnten. Alles wird mit einer unglaublichen Liebe zum Detail zur Schau gestellt - aussergewöhnlich und hochinteressant, auch für Nicht-Technikfreaks. Im zweiten Museum waren wir nicht.
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  • Noch vielfach unberührt: The Catlins

    December 22, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Im südlichen Southland liegt die Gegend "The Catlins". Es ist eine, noch nicht so sehr überlaufene Region am östlichen unteren Ende der Südinsel. Die Gegend ist rund 100 km lang und bezaubert durch beeindruckende Landschaften, schroffe Küsten mit Leuchttürmen, dichten Wäldern mit malerischen Wasserfällen sowie Gras- und Sumpfebenen. Die spezielle Strasse, welche durch diese abgelegene Gegend führt, ist die "Southern Scenic Route". Die letzten beiden Tage verbrachten wir friedlich dort und durften das oder andere landschaftliche Kleinod entdecken.

    Mittlerweile sind 45 Tage vergangen und wir haben Halbzeit in Neuseeland. Viel haben wir erlebt, gesehen, bestaunt und noch etliches liegt vor uns. Ihr habt uns begleitet und vielleicht noch immer Lust, unsere Reise weiterhin etwas zu verfolgen. Das freut uns natürlich sehr und wir möchten die Gelegenheit nutzen, Euch für Euer Interesse, die netten Kommentare (in unterschiedlichen Kanälen) und willkommenen Tipps sehr herzlich zu danken! Das bedeutet uns viel!

    So, und jetzt ist Weihnachten. Bei uns etwas früher als bei Euch. Wir wünschen Euch schon jetzt frohe, erholsame und besinnliche Festtage und einen guten Start in ein gesundes, harmonisches und erfolgreiches Jahr 2026!
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  • Weihnachten in Dunedin an der Ostküste

    December 24, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach den Catlins verbrachten wir die Weihnachtsfeiertage in Dunedin an der Ostküste der Südinsel. Wir buchten einen Camping in der Stadt rechtzeitig vor, damit wir sicher einen Platz haben. Da aktuell neben dem normalen, internationalen Touristenstrom nun auch noch in Neuseeland Sommerferien sind, ist es nicht mehr ganz so sicher, einfach ohne Reservierung irgendwo aufzuschlagen und einen Platz zu ergattern. Ab Mitte Januar ist der Spuk dann vorbei und das spontane Reisen wird hoffentlich wieder besser möglich sein.

    Dunedin ist ein nettes, lebendiges Universitätsstädtchen, welches uns gut gefallen hat. Es ist nicht nur flach und man sieht selbst von der Stadtmitte aus die umliegenden Hügel mit netten Häuschen. Vorgelagert ist die sehr schöne Otago Peninsula. Eine Halbinsel mit grünen Hügeln, schroffen Küsten, historischen Gebäuden, einsamen Wanderwegen und einer artenreichen, lokalen Tierwelt. Wir haben uns für Besuche im Garten des Larnach Castle und dem Royal Albatross Center entschieden.

    Das Wetter war in diesen Tagen sehr wechselhaft und oft nass. Neben dem Himmel tropften auch unsere Nasen. Peter war erkältet und Stephi hatte mit der einen oder anderen Heuschnupfenattacke zu tun. Gutes Timing also mal etwas zu rasten, zumal am ersten Weihnachtsfeiertag sowieso so ziemlich alles geschlossen hat. Wie beschränkten uns daher auf die gängigen Sight-Seeing-Spots und machten ansonsten neben weiterer Reiseplanung einfach mal nichts.
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  • Auf Schienen - Taieri Gorge Railway

    December 26, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag nahmen wir es gemütlich und fuhren mit dem Zug durchs zentrale Otago. Mit der rund fünfstündigen "Taieri Gorge Scenic Railway Fahrt" von Dunedin nach Pukerangi kommt man durch Gegenden, die man ansonsten mit den gängigen Verkehrsmitteln nicht erreicht. Nach und nach tauchten wir mehr und mehr in in eine malerische Schlucht ein, welche mit Ihren, über ein Jahrhundert alten Tunneln und Viadukten imponiert. Der nostalgische Zug mit mehreren klassischen Wägen tuckerte voll besetzt gemütlich auf der Originaltrasse die Schlucht rauf und runter. Das Wetter spielte mit und wir hatten einen sehr netten Tag.Read more

  • Die Geburtsstätte des Abenteuertourismus

    December 27, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    So, und jetzt Queenstown zum zweiten Mal. Gute Güte, was ist das denn? Wir finden eine Stadt, die sich in allem vom Rest Neuseelands deutlich abhebt. Es ist ein bisschen wie Las Vegas in Nevada. Eine Stadt, die zum Rest vom Land irgendwie überhaupt nicht passt und durch ein enormes Wachstum in den letzten Jahren sehr viel moderner und konstruierter wirkt als alles andere, was wir bisher gesehen haben. Während man sich in Vegas hauptsächlich um Kohle und Verstand zockt, geht es hier nicht um Glücksspiel, sondern um Adrenalin, Höhe und Speed - kurzum ums Ausreizen der eigenen Grenzen.

    Queenstown selbst bezeichnet sich als "Adventure-Hauptstadt der Welt". Und tatsächlich kann man hier so ziemlich alles ausprobieren, was den Herzschlag und den Blutdruck hochjagt. Das kommerzielle Bungee-Jumping wurde 1988 hier institutionalisiert und ist noch heute Magnet für alle, die es wissen wollen. Mittels perfekt organisierter Massenabfertigung ist der Ort mit seinem grossen Angebot waghalsiger und verrückter Ideen ein riesiger Abenteuerspielplatz für gross und eher nicht klein. Tretboote am See Wakatipu sucht man hier vergeblich.

    Aktuell ist Hauptsaison. Entsprechend gut besucht ist Queenstown in diesen Tagen. Adrenalin-Junkies und Party-People treffen auf etliche Individual-Touristen, vielfach mittlerweile auch aus allen Teilen Asiens. Es ist ein bisschen wie in Interlaken und Luzern.

    Wir hatten Glück und ergatterten für zwei Nächte einen Campingplatz in Laufnähe zum Zentrum zwischen Weihnachten und Jahreswechsel. Ihr fragt Euch sicher, was wir in Queenstown gemacht haben. Nun, beim Bungee-Jumping schauten wir nur zu. Aber aufs Wasser haben wir uns gewagt. Einmal mit einem gemütlichen historischen Dampfschiff, der Puls blieb stabil ruhig. Zum anderen mit einem Jetboat auf dem Shotover River. Das ist schon was anderes. Mit High Speed donnern die Boote durch den Shotover Canyon und über seichtes Flussbett, haarscharf an den Felsen entlang. Unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei 86 km/h. Das gibt es mittlerweile seit 60 Jahren und war schon verdammt cool!

    Dazwischen haben wir unser Weihnachtsessen in einem hervorragenden Steakhouse am See nachgeholt und sind zweimal den Tiki-Trail hoch- und einmal runtergewandert. Die Aussicht von oben war am Mittag zu schön, so dass wir unbedingt auch den Sunset mitnehmen wollten.

    Die Abendstimmung am darauffolgenden Abend war aber ungleich schöner, friedlicher und einer unserer schönsten Sonnenuntergänge.
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  • Wanaka zum Jahreswechsel

    January 1 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Wanaka ist die sehr entschärfte Variante von Queenstown. Ebenfalls ein Touristen-Hotspot, idyllisch am gleichnamigen See gelegen und sowohl für Sommeraktivitäten als auch für Wintersportler interessant. Dementsprechend war es in Neuseelands Ferienzeit sehr voll. Zudem fand über den Jahreswechsel das alljährliche Musikfestival "Rhythm and Alps" im benachbarten Cardrona Valley statt. Sehr viele attraktive Ereignisse zur gleichen Zeit also. Erneut hatten wir mehr Glück als Verstand und konnten einen Stellplatz auf einem sehr vollen Camping buchen. Somit waren wir aufgehoben und freuten uns darauf, die Wanderung zum Roys Peak, die wir auf dem Weg in den Süden, aufgrund des Wetters verschoben hatten, nun hoffentlich machen zu können.

    An Silvester wurde für den Nachmittag und den Neujahrsmorgen schönes Wetter gemeldet. Daher entschieden wir uns zuerst für eine kürzere Wanderung und den 1.578 hm hohen Roys Peak zum Jahresbeginn.

    Diamond Lake und Rocky Mountain - eine dreistündige Rundwanderung um einen hübschen See und anschliessend zum Gipfel des 775 hm hohen Rocky Mountain. Die Ausblicke waren ein Traum!

    Den Jahreswechsel haben wir buchstäblich verpennt. Der Roys Peak am Morgen war für uns sehr viel attraktiver als ein Feuerwerk am See zwischen Menschenmassen. Und das hat sich wahrlich gelohnt. Wir starten gegen 06:00 Uhr, die wunderschöne Morgenstimmung seht Ihr in den Bildern.

    Bis ganz nach oben waren es rund 1280 hm. Für Peter easy. Stephi hielt es wie ihre Mutter, die sich in solchen Situationen immer selbstmotivierend still einredet "Ich bin 18, ich bin 18, 18 bin ich, jawohl 18!". Und das funktioniert!

    Belohnt wurden wir mit herrlichen Ausblicken auf den Lake Wanaka und die umliegenden Berge des Mount Aspiring National Parks. Und einem anschliessenden, superleckeren Glacé in Wanaka, welches wir uns wahrlich verdient hatten.
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  • Alpen, Küste und wieder Alpen

    January 2 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach unserem Aufenthalt in Wanaka ist es nun wieder an der Zeit, den Weg Richtung Norden einzuschlagen. Am 12.01.2026 geht unsere Fähre auf die Nordinsel und bis dahin wollen noch einige Kilometer gefahren werden.

    Unser Weg führte uns durch den Mount Aspiring National Park vorbei an einigen Seen, den Blue Pools und etlichen wunderschönen Wasserfällen, über den Haast Pass wieder an die weite Westküste. Wir streifen die Gletscher Fox und Franz Josef Glacier, bestaunten die Hokitika Gorge, nächtigten auf dem Parkplatz an einem reizenden Cafe, bei dem wir leckeren, regionalen Manuka-Honig erstanden.

    Anschliessend folgten wir erneut dem Ruf der Alpen und begaben uns auf den Great Alpine Highway - die SH73. Es ist die spektakulärste Ost-West-Verbindung der Südinsel mit dem mit 924 hm höchsten Pass.

    Schön ist, dass sich das Wetter zu stabilisieren scheint. Wir freuen uns auf eine schöne und sonnige letzte Woche im Süden Aotearoas.
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  • Dem Arthur sein Pass ...

    January 4 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Dem Arthur sein Pass ist natürlich der Arthur's Pass. Er ist der Gebirgspass mit der höchstgelegenen Ortschaft Neuseelands. Verblüffend sind die beiden ganz verschiedenen Seiten des gleichnamigen Nationalsparks: durch das unterschiedliche Klima gibt es im Osten nur spärliche Vegetation in breiten, mit Geröll gefüllten Flusstälern. An der Westseite bedeckt üppiger Regenwald tiefe Schluchten und Kerbtäler. Das macht sich auch beim Wetter bemerkbar. Während es auf der einen Seite oft zuzieht, scheint auf der anderen bei blauen Himmel gern die Sonne.

    Etliche unterschiedliche Wanderwege lockten uns hierher: Der Bealey Spur Track, der Devils Punchbowl und der Temple Basin Track. Letzterer führt in ein Gebiet, welches so besonders und liebenswert ist, dass wir ihm den nächsten Footprint exklusiv widmen.

    Ausserdem flitzen wir am späten Nachmittag noch kurz ans nahegelegene Castle Hill. Ein Schloss sucht man dort vergeblich. Dafür findet man aber eine grosse Ansammlung, in der Gegend verstreut liegende Felsblöcke aus Kalkstein. Diese imposante Gegend gilt als eines der besten Boulder- und Klettergebiete der Südinsel und diente darüber hinaus den Filmen "Chroniken von Narnia" als Kulisse.

    Bei sehr angenehmem Wetter und milden Temperaturen genossen wir zwei Abende auf einem freien Campingplatz am See inmitten von Bergen. War einfach nur schön!
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  • Temple Basin Ski Area

    January 5 in New Zealand ⋅ ☁️ 10 °C

    Der Temple Basin Track führt tatsächlich zu einer Ski Area. Heisst es auf einem Schild an der Parkplatzeinfahrt. Interessant, von unten sieht das nicht so aus. Und eine Gondel oder so sehen wir nicht. Nun, wir sind gespannt und begeben uns auf den Wanderweg.

    Der Weg nach oben von einer knappen Stunde führt über einen Trasse mit grobem bis sehr grobem Geröll von 2,5 km und 480 hm. Fahren kann man das unmöglich. Selbst das Laufen auf den mitunter verdammt grossen Steinen ist manchmal eine echte Herausforderung.

    Oben angekommen finden wir drei einfache Gebäude, die zugegeben gut in Schuss sind. Es liegt ein Koffer mit einer modernen Hilti rum. In der kargen Landschaft entdecken wir tatsächlich eine Skiliftrasse. Wir müssen lachen - Ihr seht das antike Stück in den Bildern. Es scheint sich um eine Art Tellerlift zu handeln, der im Moment natürlich nicht in Betrieb ist. Etwas weiter weg ist noch einer, sehr viel kürzer. Für Kids wahrscheinlich.

    Die Gebäude sehen aus wie Schullandheime oder Clubhäuser. Im Internet heisst es auf div. Seiten etwa "Temple Basin is an amazing ski area …" oder "home of extreme skiing and snowboarding". Wir fragen uns noch immer, wie man hier hochkommt. Und witzeln "gibt es hier auch einen Halbtagesskipass?". Nachdem wir eine Internetpräsenz mit Buchungsoption fanden, hatten wir vor Lachen Tränen in den Augen.

    Als wir gehen wollten, kam ein Mann um die Ecke. Der Eigentümer der Hilti offenbar. Dieser gab uns bereitwillig Auskunft und wir konnten nur noch staunen: tatsächlich gibt es dieses Skigebiet bzw. den Skiclub, der diesen Bereich ehrenamtlich betreibt, seit 1929. Es hat drei Schlepplifte, zwei Hütten, zwei Schutzhütten sowie eine Skischule und einen Skiverleih. Präpariert wird hier nichts. Elektrizität ist vorhanden, das Wasser aber kommt direkt aus den Quellen des Berges. Für den Transport von Ausrüstung und Gepäck betreibt der Ski Club seit 1962 einen motorisierten Lastenaufzug, den ein Mitglied wenige Jahre vorher bei einem Besuch in der Schweiz gesehen und für den hiesigen Betrieb als sinnvoll erachtet hatte. Zudem gibt es einen Lawinenbeauftragten, der die Lage an den kritischen Stellen im Blick behält.

    Der Skibetrieb läuft je nach Bedingungen rund 3 Monate im Jahr. Die Hütten sind einfach, es gibt Mehrbettenzimmer mit Stockbetten und nur wenige Doppelzimmer. Die Kapazität liegt bei etwa 120 Betten. Einmal waren bei idealen Bedingungen 230 Skifahrende auf dem Berg. Das bringt uns nochmal zum Zugang: man läuft nach oben! Die Lastenbahn ist nur für die Ausrüstung vorgesehen. Liebhaber der Ski Area nennen den Weg hinauf auch „Range-Rover-Filter“, welcher verwöhnte Skihaserln vorab auf natürliche Weise aussortiert. Nun, nur die Harten kommen in den Garten … oder eben nach oben.

    Ohne die Freiwilligen läuft hier nichts. Der erwähnte Mann, welcher etwa in Peters Alter sein dürfte, meinte, er selbst und auch seine Kinder hätten hier das Skifahren erlernt. Und das Ziel des Skiclubs und seiner Mitglieder ist nicht der Profit, sondern ausschliesslich das Naturerlebnis und den Skisport für die Bewohner vor Ort und auch Ausserorts möglich zu machen. Und das seit mittlerweile fast 100 Jahren. Ist das nicht grossartig?

    Auf der nachfolgenden Website gibt es unter „History“ nette Anekdoten und eines charmanten Gebiets: https://templebasin.co.nz/

    Ein bisschen bedauern wir es, dass es hier jetzt nicht Winter ist. Auch wenn der Weg sicherlich im Winter noch beschwerlicher ist, als im Sommer, hätten wir ihn wenigstens einmal gerne auf uns genommen.
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  • Zurück in den Norden der Südinsel

    January 8 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Am 12.01.2026 geht unsere Fähre zurück auf die Nordinsel. Also wieder ab nach oben. Während zwei Tagen mit einem Übernachtungszwischenstopp in Reefton (da waren wir vor einigen Wochen schon mal kurz) fuhren wir die rund 350 km relativ flott.

    Ziel war die Stadt Nelson. Dort gibt es eine Mountainbike-Tour, welche unser Interesse geweckt hat: der Coppermine Trail. Das ist einer von 23 "Great Rides", mit denen das Land neben den bekannten "Great Walks" (sehr bekannte Mehrtageswanderungen an attraktiven Orten) die sportbegeisterten Touristen lockt.

    Wir mieteten uns erneut Bikes von Scott. Diesmal vollgefedert für den "thrilling 10km downhill singletrack". Reine Biobikes - ohne E! Damit waren wir auf der Strecke fast die einzigen. Der Anstieg von rund 1000 hm verläuft sehr stetig, somit wollten wir es aus eigener Kraft schaffen. Und das hat auch ganz gut geklappt. Die Fahrt runter war zuerst kurvenreich auf einem kupferorangenen Trail, der dem Namen Coppermine durchaus gerecht wird. Weiter unten im Wald wurde es flowig und machte superviel Spass. Es hat sich gelohnt!

    Nelson selbst ist ein nettes Städtchen mit einer einladenden Fussgängerpassage. Da schlendert man gerne ein wenig rum.

    In der kleinen, charmanten South Street finden wir Neuseelands älteste, komplett erhaltene Strasse. Sie vermittelt einen schönen Eindruck vom Leben in der Kolonialzeit.
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  • Bike und Wine in Blenheim und Renwick

    January 10 in New Zealand ⋅ ☁️ 28 °C

    Von Nelson ist es nicht weit nach Blenheim und Renwick. Beides unscheinbare Städte im Herzen des Marlborough-Weinanbaugebiets im Nordosten der Südinsel. Klimatisch sind sie mit warmen Sommern und kalten Wintern ideal für den Weinanbau und ihre Weingüter geniessen mittlerweile weltweites Ansehen. Etliche davon bieten Verkostungen an, welche im Rahmen von sogenannten "Wine Tours" auf unterschiedliche Fortbewegungsarten besucht werden können.

    Natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen und entschieden uns für eine gemütliche Radtour durch die Reben. Empfohlen wurden uns "Gibson Bridge Vineyard" und die "FROMM Winery". Beide sind, wie viele der anderen auch, mehrfach prämiert und bieten grossartige Produkte an. Vom Pinot Gris des charmanten und auskunftsfreudigen Howard Simmonds (mittlerweile 79-jährig) nahmen wir glatt zwei Flaschen mit, die wir sicherlich bald zu Peters wunderbarem Lauchrisotto köpfen werden. Mit den Rotweinen konnten wir uns allerdings nicht anfreunden. Da gibt es auf der Nordinsel andere Gegenden, deren Trauben mehr unserem Geschmack entsprechen.
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  • Zurück in Picton

    January 11 in New Zealand ⋅ 🌬 24 °C

    So, nach 46 Tagen finden wir uns erneut in Picton. Hier kamen wir vor rund 6,5 Wochen auf der Südinsel an, und hier verlassen wir sie wieder. Aber einen Tag haben wir noch! Und diesen gestalteten wir ähnlich wie im November - mit dem Bike auf dem schönen Queen Charlotte Track. Zum letzten Teilstück heisst es "Der Abschnitt des Queen Charlotte Track zwischen Mistletoe Bay und Anakiwa gilt als eine der besten Singletrail-Strecken Neuseelands." Wirklich? Nun, das wollten wir rausfinden und buchten Bikes und Wassertaxi für den Hin- und Rücktransport.

    An diesem Sonntag war beim Veranstalter nur wenig los, da extreme Windböen gemeldet waren. Wir hatten daher ein kleines Boot für uns und mit Steve einen erfahrenen, privaten Skipper. Die Überfahrt auf dem Wasser war nicht so holprig wie befürchtet und da wir später vorwiegend im geschützten Wald unterwegs waren, hielten sich auch die Böen in Grenzen. Die Ausblicke von oben waren einmal mehr unvergleichlich.

    Die Strecke von grad mal 14 km und 320 hm war leicht, tatsächlich total schön und flüssig zu fahren. Nach 1,5 Stunden waren wir schon am Ziel und hatten bis zur Abholung noch mehr als 2 Stunden Zeit. Wir beschlossen daher, das Downhill-Teilstück gegenläufig nochmal hochzufahren und ein zweites Mal runter zu flitzen. Somit hatten wir die Freude am Trail doppelt. Ein superschöner Abschluss einer grandiosen Zeit!

    Und Peter hat ein neues Kleidungsstück! Stephis Handarbeitsprojekt, welches sich über gut 7 Monate hinzog, ist nun endlich fertig. Die Vorlage war das Bild eines Pullovers aus einer Boutique in CH-Einsiedeln, das Garn hat sich Peter selbst ausgesucht. Alles Weitere hat sich mit der Zeit entwickelt und Peter muss nun nicht mehr frieren.
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  • Und auch wieder zurück in Wellington

    January 13 in New Zealand ⋅ 🌬 21 °C

    Hier waren wir, kurz vor der Überfahrt nach Picton, natürlich auch schon mal. Es gab keinen Footprint, da wir einen längeren Aufenthalt bei der Rückkehr vorgesehen hatten. Aber damals schon hat uns diese Stadt fasziniert und in seinen Bann gezogen. Sie ist ein Multi-Kulti-Mix mit viel Businessflair und einer sportlichen Gesellschaft, die viel, gerne und oft an der Hafenpromenade vorbeijoggt, radelt oder sich einfach nur zum Flanieren oder auf einen After-Work-Drink trifft.

    In der City am Wasser stehen moderne Hochhäuser ganz selbstverständlich neben alten viktorianischen Bauten. Stilistisch völlig unterschiedlich, in Summe aber trotzdem stimmig und sehr charmant. Rundherum auf den Anhöhen, in fast in greifbarer Nähe, befinden sich gewachsene und ansprechende Wohngebiete mit teils hübsch bunten Häuschen.

    Wellington ist Neuseelands Hauptstadt mit etlichen Regierungsgebäuden, in denen ein Grossteil der Bevölkerung beschäftigt ist. Daher weht hier ein anderer Wind als anderswo. Und der weht oft stark und heftig. Wellington ist mit einer durchschnittlichen Mindestwindgeschwindigkeit von 29 km/h die windigste Stadt der Welt und trägt daher den Spitznamen "Windy Welly". Das muss man schon abkönnen, wenn man hier lebt oder leben will. Abgesehen davon ist es eine superschöne und sicher lebenswerte Stadt in der geographischen Mitte von Neuseeland.
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  • Fast am untersten Zipfel

    January 14 in New Zealand ⋅ 🌬 16 °C

    Unser heutiger Weg führte uns zum Cape Palliser mit einem weiteren Leuchtturm. Die Fahrt dahin auf der Cape Palliser Road ist malerisch und abwechslungsreich zugleich. Die teilweise, nicht asphaltierte und enge Strecke meisterten Peter und Murphy mit Bravour und wir erreichten ein Highlight nach dem anderen.

    Rollen wir das Feld von hinten zuerst mit dem Leuchtturm auf. Wer ihm nahekommen will, muss Treppen steigen. 253 steile Stufen. Kein Problem, das schaffen wir locker. Auf dem Weg nach oben begrüsste uns das eine oder andere vorbeihoppelnde Häschen und im angrenzenden Meer schwammen in der Ferne einige Delphine vorbei. Es war ein Fest fürs Auge! Man wusste gar nicht wo hinschauen. Der erhabene Leuchtturm thront dabei herrschaftlich über allem und ist ebenfalls eine reine Augenweide.

    Davor passierten wir den Ort Ngawi, welcher tatsächlich mehr Bulldozer und Traktoren als Einwohner hat. Diese werden für das Wassern und Einholen von Fischerbooten verwendet, da der Ort als Wasserzugang nur den Beach nutzt und die See mitunter sehr wild ist. Die grosse Flotte an Zugfahrzeugen steht mit den Booten aufreiht am Strassenrand und gibt ein fast gespenstisches Bild ab.

    Unwiderstehlich sind die vielen kleinen und zuckersüssen Robben der Seebärenkolonie am Kap, der größten Kolonie der Nordinsel. Mit ihren Knopfaugen sind sie einfach nur putzig und wir könnten stundenlang zusehen, wie sie spielen oder einfach nur, auf den vom Meer umspülten Felsen rumlümmeln.

    Und nun kommen wir mal wieder zu einem Schauplatz von "Herr der Ringe". Es handelt sich dabei um die spektakuläre Felsformation "Putangirua Pinnacles", welche als Drehort für die "Pfade der Toten" in "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" diente. Hier ritten Aragorn, Legolas und Gimli die unheimliche Dimholt-Straße entlang, um die Armee der Toten zu rufen. Klingt düster und im Film ist es das auch. "In echt" beeindrucken die Zinnen einfach durch ihre mächtige Schönheit. Und der eine oder andere Tourist auf dem Wanderweg dahin sorgt schon dafür, dass man sich nicht einsam fühlt.

    Der, für den Tag vorhergesagte Regen begann dankenswerterweise erst dann, als wir auf den Camping einfuhren. Somit war es alles in allem wieder ein gelungener Tag mit einem uns sehr wohlgesonnenen Wetter.
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  • Am Castlepoint noch ein Lighthouse

    January 15 in New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Ein Stückchen weiter nördlich liegt an der Ostküste das kleine Örtchen Castlepoint. Hier peitscht das Meer an helle Klippen, eine blaue Bucht in Herzform ermöglicht sicheres Schwimmen und am Ende der Landzunge thront ein hübscher Leuchtturm.

    Da den ganzen Tag nasses Wetter vorhergesagt war, nutzten wir den Tag fürs Wäschewaschen und die Fahrt dahin über rund 200 Kilometer. Unser Stellplatz war richtig schön gelegen, fast direkt am Meer. Am Abend liess der Regen nach und wir konnten über den Strand zum nahegelegenen Lighthouse spazieren. Etwas Bewegung nach dem steifen Tag tat gut. Der unglaubliche Regenbogen in der Dämmerung war ein perfekter Abschluss des Tages.

    Den Wecker für den nächsten Morgen stellten wir auf 05:00 Uhr, da wir eigentlich gemeinsam den Sonnenaufgang bei klarem Himmel mitnehmen wollten. Kurz davor regnete es unerwartet noch, so dass nur 50% von uns es geschafft haben, aus dem warmen und kuscheligen Nest zu schlüpfen. Das hat sich aber gelohnt, wie Ihr auf Peters Bildern sehen könnt. Ein Glück wars, dass er sich vom nasskalten Wetter nicht abschrecken liess. Bei seiner Rückkehr war auch die andere Hälfte aufgestanden und empfing ihn mit heissem Kaffee und Frühstück.
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  • Unterwegs in der Hawke's Bay Region

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Wetterbericht in der Gegend der Hawke's Bay war für den Nachmittag vielversprechend. Und wir waren früh auf - perfekt! Also begaben wir uns zeitig auf die Strasse und waren kurz nach dem Mittag dort. Das gab uns die Möglichkeit, noch eine kurze Wanderung auf den wirklich sehr schönen Aussichtspunkt Te Mata Peak zu unternehmen, die allerdings durch ein drohendes Gewitter im Anzug vorzeitig beendet wurde. Freundlicherweise zog dies dann doch vorbei und wir genossen einen schönen Spätnachmittag an einem freien Stellplatz, erneut wieder direkt am Meer.

    Für den nächsten Tag hatten wir eine morgendliche Tour zu einer Tölpelkolonie am Cape Kidnappers und einen Besuch der Art Déco Stadt Napier im Sinn.

    Cape Kidnappers erhielt seinen ungewöhnlichen Namen schon im Jahr 1769, nachdem Māori versuchten, einen tahitischen Jungen, der auf der Endeavour von Kapitän James Cook mitfuhr, in einem Kanu zu entführen. Möglicherweise dachten sie, er wäre einer von ihnen. Cooks Mannschaft töteten einige Māori durch Gewehrschüsse, sodass der Junge zum Schiff zurückschwimmen und gerettet werden konnte.

    Die geführte Tour per Kleinbus zu den spektakulären Klippen an der rauen Küste von Cape Kidnappers war einfach toll. Am Ende empfingen uns etliche Gannets (australische Tölpel), von welchen es in der Brutzeit dort nur so wimmelt. Sie waren fast zum Greifen nah und wir konnten fasziniert das Treiben beobachten. Die Vögel paaren sich nur einmal, bleiben dann ein Leben lang zusammen und teilen sich die Aufzucht ihrer Nachkommen vorbildlich. Diese waren noch sehr flauschig und in der sorgsamen Obhut Ihrer Eltern. Ein hübsches Spektakel.
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  • Napier - Art-Déco-Hauptstadt der Welt

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Das wenig entfernte Napier inmitten der berühmten Weinregion Hawke's Bay ist bekannt durch sein auffälliges Art-Déco-Strassenbild. Nach einem Erbeben im Jahr 1931 fand der Wiederaufbau eben in der Zeit des Art Déco statt, weshalb die Stadt über eine der weltweit dichtesten Ansammlungen von Gebäuden in diesem Stil verfügt. Diese bunten Bauten machen grossen Spass und man wird immer wieder an "Der grosse Gatsby" erinnert.

    Hawke's Bay ist nach Marlborough die älteste und zweitgrösste Weinregion Neuseelands und für ihre Rotweine wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah bekannt. Einige von ihnen konnten wir im Laufe unseres Aufenthalts schon verkosten und können sie vorbehaltlos weiterempfehlen. Wenn man diese Trauben mag, dann macht man mit einem Tropfen aus dieser Region bestimmt nichts falsch.
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  • Wasser fällt und aus der Erde dampfts

    January 18 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Unser weiterer Weg führt uns wieder ins Landesinnere in die Geothermalzone um Taupo und Rotorua. Hier gibt es noch einige aktive Vulkane, was nicht heisst, dass hier die Lava offen fliesst. Als aktiv gilt ein Vulkan, wenn er seit der letzten Eiszeit, sprich innerhalb der letzten 10.000 Jahre, ausgebrochen ist. Davon gibt es in Neuseeland 12 Stück, alle auf der Nordinsel.

    Wo Vulkane liegen, sind Geothermalgebiete nicht weit. Das sieht und riecht man. Hier und da dampft es warm aus dem Boden, blubbert es an Wassern und müffelt es in der Luft. Nach Schwefel. Ein Hochgenuss ist das nicht. Aber es gehört zur Gegend dazu, wie der Geruch nach Kuhmist auf der Alm.

    Im "Wai-O-Tapu Thermal Wonderland" konnten wir einige der geothermalen Phänomene bestaunen. Es ist schon komisch, wenn man im schön angelegten Park auf ausgewiesenen Wegen läuft und es links und rechts brodelt und hier und da aus dem Boden Rauch aufsteigt. Nach zwei Stunden ist es dann auch gut. Dann mag man mal wieder was anderes riechen und schmecken. Ein Käsebrot im Murphy kam da gerade recht.

    Auf dem Weg dahin lagen die bekannten Huka Falls. Es handelt sich dabei um die grössten Wasserfälle des Waikato, Neuseelands längstem Fluss, welcher im Lake Taupo, Neuseelands grösstem See mündet. Die Fälle heben sich von anderen ab, da das Wasser, aus einem breiten Fluss kommend, durch einen ca. 15 Meter breiten Engpass gepresst wird und am Ende mit voller Wucht 10 Meter abfällt. Der Wasserfall an sich ist eigentlich wie viele andere auch, wäre da nicht dieser Flaschenhals. Ohne Zweifel ein tolles Schauspiel.

    Etwas weiter flussaufwärts befindet sich einer von 8 Stauseen und die Stromschnellen Aratiatia Rapids. Mehrmals täglich werden die Fluttore des Staudamms geöffnet und fluten diese wunderschöne und friedliche Schlucht. Es muss gewaltig sein. Hier wurde übrigens die Szene des Hobbit-Films "Smaugs Einöde" gedreht, in der die Zwerge in Fässern aus der Gefangenschaft fliehen. Wir haben dieses Spektakel in natura leider verpasst. Die Klarheit und die Farben des Wassers waren aber an sich den Besuch schon wert.
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  • Höchstes Wildwasserrafting

    January 20 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Wir müssen mal wieder duschen. Das geht konventionell … oder auch mal anders. Nördlich von Rotorua liegen die Okere Falls und der Kaituna River. Mit 14 aufregenden Stromschnellen und drei imposanten Wasserfällen schreit das nach Wildwasserrafting. Juchuu, das hatten wir in Neuseeland noch nicht. Also nichts wie hin.

    Die Besonderheit an diesem Ort sind die Tutea Falls. Mit seinen 7 Metern Höhe ist dies der höchste kommerziell befahrene Wasserfall der Welt. Öhm … okay, warum auch nicht? Runter kommen wir auf jeden Fall.

    Es war ein unglaublicher Spass! Und frisch geduscht sind wir jetzt auch.
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  • Auf historischem Boden

    January 23 in New Zealand ⋅ 🌬 23 °C

    Unser nächstes Ziel war die Bay of Islands am oberen Teil der Nordinsel. Es handelt sich dabei um eine grosse Bucht im Far North Destrict mit zahlreichen Meeresarmen und rund 150 subtropischen, unbewohnten Inseln unterschiedlicher Grösse. Blaues Wasser, helle Strände und grüne Wälder erinnern bei schönem Wetter an die Südsee. Allerdings wollte sich dies bei unserem Aufenthalt nicht stabil einstellen. Der schlimme Regen vom Mittwoch war zwar vorbei, aber Sprühregen, lokale Gewitter und vor allem sehr starker Wind wechselten sich bis zum Wochenende immer wieder ab. Zeit also für etwas Historie, zumal wir uns genau hier auf geschichtsträchtigem Boden befanden.

    Unser Camping liegt im hübschen Örtchen Russell. Um 1830 war Kororāreka (der Ortsname auf Te Reo Māori) einer der größten Walfanghäfen der Südhalbkugel. Hunderte Seeleute gingen täglich an Land, um sich zu erholen und trugen zu zwei weiteren wichtigen Wirtschaftszweigen bei: Prostitution und Alkoholhandel. Kororāreka hatte mehr Bordelle als Lagerhäuser, mehr Bordellbesitzerinnen als Missionare und mehr Alkohol als Lebensmittelgeschäfte. Dies brachte dem Ort den zweifelhaften Beinamen "Hell Hole of the Pacific" ein. Davon spürt man heute freilich nichts mehr. Der kürzlich verstorbene, deutsche Kinderbuchautor und Schriftsteller Helme Heine (Tabaluga) lebte übrigens auch hier.

    Nur wenig entfernt befinden sich auf der anderen Seite der Bucht das Örtchen Paihia und die Waitangi Treaty Grounds - Neuseelands wichtigste historische Stätte. Hier wurde 1840 der Vertrag von Waitangi (Treaty of Waitangi) von Vertretern der britischen Krone sowie rund 500 Maori Chiefs geschlossen. Der Vertrag existiert in Maori und Englisch, gilt als Neuseelands Gründungsdokument und ist noch heute die Grundlage der neuseeländischen Verfassung. Die Geschichte um diese Vertragsunterzeichnung ist hochinteressant und auch brisant, zumal Übersetzungsfehler in der Maori-Fassung alsbald zu folgenschweren Differenzen und Konflikten führten. Wir widmen daher dem Treaty of Waitangi nachfolgend noch einen exklusiven Footprint.

    Der Ort der Vertragsunterzeichnung ist heute ein Museum. Zu besichtigen ist das, wie zu Kolonialtagen möblierte Treaty House, das Maori Meeting House und ein 35 Meter langes Kriegskanu (Waka). Auf einer Wiese steht an prominenter Stelle ein Fahnenmast mit seinen drei offiziellen Flaggen, die Neuseeland seit 1834 hat: Te Kara, die Flagge der Vereinigten Stämme Neuseelands (von 1834 bis heute), der Union Jack (von 1840 bis 1902) und die neuseeländische Flagge (von 1902 bis heute).
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  • Der Treaty of Waitangi

    January 24 in New Zealand ⋅ 🌬 20 °C

    Als Māori werden die Angehörigen der indigenen Bevölkerung Neuseelands bezeichnet. Es wird vermutet, dass sie im 13. Jahrhundert, und damit etwa 300 Jahre vor den europäischen Seefahrern, in mehreren Wellen von Polynesien aus, das zuvor unbewohnte Neuseeland als erste Einwanderer besiedelt haben. Sie lebten in Verbänden und Stämmen im Einklang mit der Natur und schriftloser Sprache. Zum Zeitpunkt der Entdeckung durch den englischen Seefahrer James Cook im Jahr 1769 existierten dort geschätzte 100.000 Māori.

    Im frühen 19. Jahrhundert kamen vermehrt Europäer ins Land, die sich nach und nach niederliessen und 1814 die erste christliche Missionsstation in der Bay of Islands gründeten. Die Missionare lernten den Māori nicht nur die Grundlagen des christlichen Glaubens, sondern auch Handwerk, Landwirtschaft, Lesen und Schreiben. Sie transkribierten deren Sprache in geschriebene Form und übersetzten u.a. auch die Bibel. Eben diese Transkription ist die Grundlage für das heutige geschrieben „Te Reo Māori“. Somit erklärt sich die Tatsache, dass Te Reo Māori das klassische lateinische Alphabet nutzt und keine Schriftzeichen wie etliche andere asiatische Sprachen.

    Beide Völker erkannten die Vorteile des gemeinsamen Miteinanders und profitieren voneinander. Mischehen entstanden und wurden gern gesehen. Ab 1830 erreichten immer mehr englische Einwanderer Neuseeland. Unklare Gesetzlagen und ein Mangel an sozialen Regeln in Kombination mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen führte zu chaotischen Verhältnissen. Auch wurden französische Kolonialabsichten vermutet, was die britische Krone veranlasste, Massnahmen zu veranlassen, Neuseeland schnellstmöglich zu annektieren. Innerhalb weniger Tage wurde ein Verfassungsdokument erstellt, welches durch einen Missionar und seinen Sohn von Englisch auf Te Reo Māori übersetzt wurde. Die Unterzeichnung durch Vertreter der britischen Krone und 45 Māori-Häuptlingen fand am 06.02.1840 statt. Weitere Māori-Häuptlinge folgten in den kommenden Monaten mit der Unterzeichnung der Māori-Version.

    Im Kern beinhaltet das Dokument diese Inhalte:

    Englische Version:
    - Übertragung der Unabhängigkeit Neuseelands an Britannien
    - Exklusives Vorkaufsrecht von Ländereien an die Krone
    - Uneingeschränktes Eigentumsrecht über Ländereien, Wälder, Fischgründe und andere Besitztümer
    - Gleiche Rechte und Privilegien für Briten und Māori

    In der Māori-Übersetzung ist der Wortlaut etwas anders. Viele Māori dachten, sie würden die Regierung abgeben, nicht aber das Recht sich selbst zu verwalten. Das Wort "Besitztümer" war nicht klar definiert und führte zu unterschiedlichen Erwartungen. Weitere Missverständnisse gab es, da für Māori das gesprochene Wort mindestens denselben Stellenwert hatte, wie ein Dokument.

    Entgegen der vorangegangenen Versprechungen gemäss der Verträge von Waitangi verloren in Folge dessen viele Māori-Stämme ihr Land. Die Regierung kaufte es zu unglaublich niedrigen Preisen und konfiszierte ausserdem im Rahmen von Landkriegen und bei etlichen anderen Gelegenheiten. Viele Māori fühlten sich zu Recht betrogen und es kommt daher noch heute immer wieder zur Protesten.

    Knapp 150 Jahre später wurde im Jahr 1975 das Waitangi Tribunal eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, die Ungerechtigkeiten, die sich über viele Jahrzehnte ergeben haben, auszuräumen. Es sind langwierige und schwierige Verfahren. Auch ist das Tribunal kein Gericht und kann daher nur feststellen und empfehlen. Mittlerweile wurden dennoch knapp 3500 Fälle bearbeitet, die 83% der Landesfläche Neuseelands beinhalten. In Zahlen beträgt das Volumen ca. 4,6 Milliarden Dollar, welche bislang an die Māori zurückgezahlt wurden.

    Die Māori bilden heute mit ca. 17 % der Bevölkerung (ca. 900.000 Personen) eine lebendige, kulturell präsente Gemeinschaft. Sie leben überwiegend urban, vor allem auf der Nordinsel, sind jedoch weiterhin sozialen und ökonomischen Herausforderungen wie geringerem Einkommen ausgesetzt. Kulturelle Traditionen erleben eine starke Renaissance, und ihre Traditionen sind fester Bestandteil der neuseeländischen Gesellschaft geworden . Die Māori-Sprache etwa ist seit 1985 eine der Amtssprachen Neuseelands, viele Orte tragen Maori-Namen.

    Man kann nur hoffen, dass der Gerechtigkeit weiterhin Genüge getan wird. Dies beinhaltet noch immer die Rückgabe von Land, den Schutz natürlicher Ressourcen und eine gleichberechtigte Teilhabe an der neuseeländischen Gesellschaft.
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