Kingpings
February 10, 2023 in Argentina ⋅ 🌬 15 °C
Ich war früh aufgestanden. Denn es war leicht windig und der Wind hatte das Zelt getrocknet. Bevor es wieder regnete waren meine Sachen gepackt. Eine Einladung zum Frühstück konnte ich natürlich nicht ablehnen. Zusätzlich bekam ich noch Tipps wenn ich in Tolhuin und Ushuaia sein sollte. Eine herzliche Verabschiedung und los ging es zu den Königspinguinen. Die Station wird privat geführt, es gibt keine öffentlichen Gelder. Man legt Wert darauf dass die Tiere ungestört bleiben. Fernrohr und Fernglas stehen deshalb bereit. Für mich gab es vom Tourguide eine extra englische Version. Ca. 1 Stunde dauerte die Besichtigung. Die Pinguine waren vom Fuchs bedroht und man hatte es geschafft diesen von hier fernzuhalten.
Mit 12.000 Pesos (ca. 14 €) sicherlich kein Schnäppchen aber für mich war es das Wert.
Auf nach Argentinien. Eine Wohltat nachdem es endlich auf betonierter Straße zur Grenze ging. Die Grenzformslitäten gingen diesmal zügig. Von Chile nach Argentinen eh kein Problem. Nach dem Grenzübergang setzte aber auch schon der Regen ein und hörte nicht wieder auf. Ich fahre dennoch bis Rio Grande und übernachte im Fin del Mundo Hostel. MEIN TIPP: Unbedingt hier übernachten. Ein Biker Hostel mit Kultstatus. Als ich ankomme und es immer noch regnet, werde ich gleich durchgewunken um in der Werkstatt zu parken. Hier treffe ich Stefan wiede. Aber auch andere deutsche Biker sind hier. Entweder man ist am schrauben, kochen oder unterhält sich im Gemeinschaftsraum. An diesem Abend hab ich Glück, denn das Mehrbettzimmer ist für mich alleine. Fin del Mundo - Ende der Welt. Wer auf dem Weg nach Ushuaia ist, bekommt ganz förmlich ein Diplom überreicht. Wer auf dem Rückweg hier wieder übernachtet bekommt ein zweites Diplom. Der Besitzer hat eine eigene Bierbrauerei. Aus dem mittleren Zapfhahn fließt Gin Tonic. Je später der Abend um so besser die Stimmung und das bei Musik von AC/DC und co. An dieser Stelle endet mein Eintrag und ich weiß schon jetzt, es wird morgen ein schwerer Tag,...Prost.Read more
USHUAIA
February 11, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 11 °C
Die letzte Etappe steht bevor. Noch zweihundertzwanzig Kilometer dann haben Blue und ich unser Hauptziel erreicht. Doch erst mal Frühstück und einen starken Kaffee. Verabschiedung von den anderen. Wir fahren noch einmal in die Stadt zu Western Union zum Geldwechsel und zum Tanken. Ein Motorradfahrer heißt uns in Argentinien willkommen. Bestes Motorradwetter. Trocken. Asphalt und nicht zu heiß. Die Hälfte der Strecke bis Tolhuin ist Landschaftlich unspektakulär. Ich fahre in den Ort hinein und suche eine Panaderia und bestelle mir Fracturas. Das war der erste Tipp von Veronika. Hier in Tolhuin soll es die besten geben. Vor der Bäckerei steht eine Royal Enfield Himalayan als Retrobike. Hat was finde ich. Ab jetzt wird es auch Landschaftlich interessanter. Ich halte an einem Parkplatz wo ein kleines Wohnmobil steht. Als der Besitzer aussteigt traue ich meinen Augen kaum. Ist Billy Gibbons von ZZ Top auf Tour? Nein, sein Name ist Toto. Er lädt mich in seinem Wohnmobil ein und bei Kaffee und Keksen fangen wir an zu plaudern. Im besten Hand- und Fußspanisch als ob wir uns schon Jahre kennen. Es war angefangen zu nieseln. Als es aufhört verabschieden wir uns. Vielleicht sieht man sich wieder schließlich kommt er aus Ushuaia und fährt Harley. Noch eine Kurve und JAAAAAA, WIR HABEN ES GESCHAFFT. Das Tor zur Antarktis erreicht. U S H U A I A. Ich schnapp mir den nächstbesten für ein paar Erinnerungsfotos. Wer gedacht hat am Ende der Welt steht ein kleines Indianerdorf mit ein paar Einheimischen, der sieht sich getäuscht. Ich gönne mir für die Tage ein Apartment. Maca hat es mir empfohlen und den Kontakt hergestellt. Eigentlich viel zu teuer aber ich bekomme einen Spezialpreis und kann unmöglich ablehnen. Es fängt an zu regnen und hört auch nicht mehr auf. OK, Supermarkt um die Ecke. Preise für Lebensmittel im Gegensatz zu Patagonien Chile ein Schnäppchenmarkt. Ich mach mir Arepas mit Bananenfüllung. Nicht schlecht fürs erste Mal. Ich freu mich einfach und lass die Reise Revue passieren. Einfach GROSSARTIG.Read more

TravelerUnseren herzlichsten Glückwunsch zum Etappenziel ❤️🏍 Ihr Zwei seid spitze 🤩🌞😎🐧 . Vielleicht noch Kap Hoorn ?? Erst mal habt Ihr eine Pause verdient. Super Dieter.

TravelerIn der neuesten Ausgabe der MO ist ein ausführlicher Bericht über Royal Enfield, die ja in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung gemacht haben. Die Himalayan hat sich zum Rallye Moped gemausert. Aber super bleibt immer noch, dass Harley Freunde überall zu finden sind. 😎😂
Bis ans Ende der Welt
February 12, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 9 °C
Heute heißt es wieder einmal früh aufstehen. Wanderschuhe gepackt. Tagesrucksack fertig gemacht und dann mit Blue zum Glaciar Martial. Gute Bedingungen zum wandern. Vorbei an einer alten Seilbahn und über einige kleine Brücken. Die Strecke ist nicht so lang und anstrengend wie am Torres. Nur der Gletscher selber ist nicht mehr erreichbar. Ein junges Pärchen auf dem Rückweg warnt mich vor dem Aufstieg. Es ist gefährlich und ohne klettern nicht machbar. Da ich Biker bin und keine Kletterziege nehme ich die Warnung ernst und genieße hier den Ausblick auf Ushuaia. Auf dem Rückweg fragt mich eine junge Frau wie weit es bis zum See ist. Sorry Mädel, hier gibt es keinen. Der ist am Torres. Man trifft sich immer wieder. Diesmal ist es das Schweizer Pärchen von der 45 Stundenfähre. Fast nicht wiedererkannt. Sie haben noch ein Paar dabei. Es gibt einiges zu erzählen bevor man sich wieder verabschiedet. Nach ca. 4 Stunden ist meine Tour beendet. Es ist Sonntag und fast alle Geschäfte geschlossen. Somit wenig los und gute Gelegenhei die Stadt zu erkunden. Und noch ein Wiedersehen. Toto. Das ging ja schneller als gedacht. Zwischendurch ein Kaffee und dann zum Nationalpark. Vorbei an El Tren. Der Zug am Ende der Welt. Hat jetzt aber Feierabend. Lukas der Lokomotivführer geht gerade nach Hause. Ich fahre weiter. Da es nach siebzehn Uhr ist verzichtet man auf Eintritt. An einem Campingplatz ist es so herrlich schön, dass ich überlege meinen Aufenthalt an diesem Ort zu verlängern. Doch zunächst fahre ich weiter und sehe die Enfield Himalayan wieder mitsamt dem zugehörigen Pärchen. Die beiden kommen aus Ushusia und sie spricht Englisch. Somit steht ein Gespräch unter Bikern nichts im Wege. Zwei Chilenen gesellen sich dazu und interessieren sich für die Motorräder. Wir sind hier am Ende der Ruta 3. Der südlichste befahrbare Punkt. Dieser Moment muss festgehalten werden. Zurück in der Untetkunft öffnet der Besitzer mir die Tür. Und während ich noch auf Blue sitze unterhalten wir uns. Später erhalte ich eine Nachricht von Miriam. Ob ich morgen Abreise. Das Apartment ist noch ein Tag frei. Ich verlängere. Das Wetter ist zu unbeständig.Read more

TravelerEin Hardrock Cafe am Ende der Welt , cool 😀🤩 Dass Du ja nicht ohne ein legendäres T-Shirt zurück fährst ❣️
King Crab
February 13, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 11 °C
Dieser Vormittag begann mit herrlichem Sonnenschein. Anstatt wandern sollte es eine Fahrt zur Küste des Beagle-Kanals sein. Es geht durch Südbuchenwälder bis sich die Straße zur Estancia Harberton Ranch durch herrliche offene Landschaft windet. Es war die erste Farm in Feuerland, Argentinien. Die Estancia hat ein schönes Cafe mit leckeren Kuchen. Von hier starten auch die Boote zur Insel der Pinguine. Ich mach es mir im Cafe gemütlich und schaue entspannt auf den Beagle-Kanal. Es gab noch einen Tipp von Veronika. King Crab essen. Aber anstatt in Ushuaia gibt es hier ein Fischerdörfchen mit mehreren Restaurants. Puerto Amanza. Diesen Tipp hatte ich mehrfach gehört. Gegenüber liegt Puerto Williams. Ich finde ein geöffnetes Restaurant. Der Besitzer war schon 2 mal in Deutschland gewesen. Er mochte es. Besonders den Münchner Hauptbahnhof. Ich verzichtete auf die Version Werkzeug und bestellte die mit Käse überbackene Version. Der Tag war einfach verflogen und es wurde Zeit für die Rückfahrt. Dazu setzte pünktlich der Regen ein. Hörte auch nicht mehr auf an diesem Abend. Wir sind am Ende der Welt und 4 Jahreszeiten normal. Zum Glück hatte ich eine feste Unterkunft und eine heiße Dusche zum aufwärmen. Mal sehen was das Wetter morgen macht.Read more
Das kleine Cafe am Ende der Welt
February 14, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 6 °C
Zeit zu gehen. Ich hatte keine neue Unterkunt gefunden und die sind in Ushuaia nicht billig. Und ja Sigi, hast ja Recht, wenn schon Hardrock-Cafe am Ende der Welt dann muss auch ein T-Shirt in meine Sammlung. Auch wenn eigentlich kein Platz ist. Meine Sachen im Hotel gelagert und in die Stadt. Die Auswahl in meiner Größe ist überschaubar. Trotzdem fündig geworden. Ich spreche Max eine Nachricht auf WhatsApp. Er ist auch noch in Ushuaia und schickt seinen Standort. Zufällig 2 Strassen weiter. Grosse Wiedersehensfreude. Auch Juan Carlos und Marcos sind dabei. Und Karina, bei der sie übernachten. Max fliegt heute nach Rio zum Karneval für eine Woche und dann zurück nach Österreich. Wir bummeln gemeinsam durch die Stadt. Ushuaia hatte früher ein Gefängnis für die ganz schweren Jungs. Dies gehört auch zur Geschichte der Stadt mit Museum und Ausstellungsmotiven. Im Hinterhof eines Geschäftes sind einige Exemplare. Fotokulisse. Da wir es zum Abschiedsbier nicht geschafft haben machen wir eine Kaffeetafel in einem kleinen gemütlichen Cafe. Noch zur Touristikinfo und Stempel in den Reisepass gestempelt. Dann der endgültige Abschied. Unvergessen bleibt die Busfahrt und die gemeinsame Fahrt auf der Fähre. Ciao Max, vielleicht sieht man sich eines Tages in Deutschland oder Österreich. Ich hole mein Gepäck und verabschiede mich vom Hotelbesitzer. Auf der Fahrt nach Rio Grande schau ich mir noch das kleine Motorradmuseum an. Es ist kalt geworden. Griffheizung sei Dank. Dennoch muss ich mich zwischendurch aufwärmen. Es ist abends und ich erreiche das Motorradhostel. Na klar, mit Diplom. Pizza und selbstgebrautem Bier. Meine Tagebuch ist Up to Date. Schönen Valentinstag. Ich hoffe ihr habt daran gedacht. Morgen geht's weiter Richtung Norden. Hoffentlich ins Warme.Read more

TravelerBeginnt dort schon allmählich der Herbst ? Du warst jedenfalls rechtzeitig dort um die Magie dieses Ortes zu erleben. Auf zur nächsten Etappe der Sonne und Wärme entgegen. Wir sind gespannt und bleiben treue Leser 😃😘 😘 Weiter gute Fahrt und liebe Grüße 🙋♀️🙋🏻♂️👍

TravelerEs sind immer noch Ferien. Aber es ist richtig kalt. Bin froh über Griffheizung. 😘😘👌
Grenzgänger
February 15, 2023 in Argentina
Bei der Ankunft am Abend war mir aufgefallen das dort einige Wohnmobile standen. Es war eine Gruppe Deutsche. Aber auch ein Tscheche, ein Paar aus Groningen, Captain America, und aus fast jedem südamerikanischen Land war jemand vertreten. Am Morgen unterhielt ich mich mit einem der Deutschen. Man fuhr die Panamericana-Route. Alaska bis Panama war bereits geschafft. Jetzt von Kolumbien bis Ushuaia. Übermorgen geht es nach Haus. Eine Familie war auch dabei. Die Kellys. Wir sprechen über Pannen, über das Land und die Menschen. Die Lage in Peru und das es nicht ganz einfach war zurzeit dort durchzureisen. Über eine Pinguinkolonie die man besucht hatte. Er hatte mein Motorrad gesehen und wusste nicht genau wofür EL steht. Er ist beruflich Hier und arbeitet für RTL 2. Seit 20 Jahren begleitet er Joey Kelly. Erst jetzt begreife ich, dass er die Kellyfamily meint und eine Doku gedreht wird. Für eine 40 jährige Anhalterin war ein Traum in Erfüllung gegangen als man sie mitnahm und die Kellys kennenlernte. Ende Mai läuft dann ein Bericht über die Panamericana-Route. Ich mache mich abreisebereit und dabei läuft Joey mir über den Weg. Auch er erzählt mir über das Erlebnis mir einer Pinguinkolonie. Ehrlich, hätte man es mir nicht gesagt wäre er mir nicht aufgefallen. Und genauso zwanglos war die Unterhaltung. Na klar, Foto muss sein. Verabschiedung von den anderen Bikern und auf geht's. Man hat gerade die Kamera gezückt für ein Kellyinterview und grüßt zum Abschied trotzdem. Noch schnell in die Stadt. Geld tauschen bei WU. Aber es ist zu früh, kein Geld. Zum tanken reicht mein Bargeld noch. Da steht der ganze Wohnmobilkonvoi. Der Kellybegleiter muss auch lachen. Es ist trocken und ein eiskalter Wind begleitet mich den ganzen Tag. In Schräglage geht es zur Grenze. Argentinien abmelden,in Chile anmelden. Diesmal digital. Ich bekomme kein Formular. Es herrscht Hochbetrieb. Busse müssen abgefertigt werden. Das wlan langsamer als ein Modem. Es bricht zusammen. Also doch Papierformular. Diesmal keine Gepäckkontrolle. Und weiter zur Fähre. Der Wind wird heftiger und immer mehr Schräglage. Landschaftlich keine wirklichen Höhepunkte. Ich mag auch nicht die Hände von den Heizgriffen nehmen. Das Verkehrsschild zeigt einen Baum. Es ist der einzige in dieser Gegend. Dafür zum Glück nur Asphaltstraße. Als ich ankomme ist die Fähre bereits da. Ziemlicher Wellengang. Doch Blue steht. Das Wasser schwappt sogar über die hohen Seitenwände. Runter von der Fähre und weiter zur nächsten Grenze. Alle Grenzbeamten sind freundlich und hilfsbereit. Und weil ich nix spanisch versteh fragt auch keiner. Argentinien begrüßt mich mit einem Regenbogen. Heute möchte ich es bis Rio Gallegos schaffen. Dort gibt es WU. Ich habe kaum noch Bargeld. Als ich ankomme und den 4. WU ansteuere erklärt man mir endlich, daß es heute in der ganzen Stadt ein Systemausfall gibt. Nix Bargeld. Mist. Der Wind ist immer noch stark und jedem ist kalt. Mir auch. Ich versuch es in einem Hotel, ausgebucht. Dafür finde ich ein Hostel. Blue steht save, und ein 5-Bettzimmer für mich alleine. Sauberes Badezimmer und ne nette Omi die mir noch ein Kaffee macht. Dafür nimmt sie meine letzten großen Scheine. Ich hoffe, dass morgen das System von Western Union wieder funktioniert. Ich hab ne warme Bude und es zieht nicht. Gute Nacht.Read more

Travelertrostlose Gegent und kein Geld🤑💸💵💴💶💰💳 oooh. Dieter nun warst du am Ende der Welt🌏 was ist dein nächstes Ziel?? L. G.
Monedas
February 16, 2023 in Argentina
Money makes the World go round. Das ist hier genauso wie sonstwo auf der Welt. Und der Blue Dollar existiert hier immer noch. Der offizielle Wechselkurs liegt z. Zt. bei ca 205 Arg Pesos für ein Euro. Das Wechseln mit Western Union (WU) bringt 395 Arg Pesos für 1 Euro. Ein sehr gutes Argument um nur Barzahlungen zu machen. Der Nachteil: Die höchste Geldnote ist der 1000 Pesos Schein. Das ist ein ordentlicher Packen den man erhält und verstauen muß. Da die Agenturen meist zwischen 9 und 10 Uhr öffnen und früh morgens kein Geld haben, lass ich mir etwas Zeit. Obwohl ich eine Tagestour machen möchte. Die Kette meldet sich und möchte Beachtung. Das Aufbocken mit Koffern geht alleine nicht. Die freundliche Putzfrau ist hilfsbereit. Sie ist schlank, kräftig und clever. Um am Gepäckträger zu ziehen ist sie zu klein also zieht sie an dem Seitenschutz und Blue steht in Arbeitsposition. Danke. Leider ist die Lasche der Gepäckhalterung dabei gebrochen. Das war Salva schon passiert und er hatte geschweißt. Nun gut, ich lass das Gepäck im Hostel und fahr erstmal Geld besorgen. Alle Systeme laufen und ich habe meinen Packen Monedas. Tanken und einkaufen. Zurück zum Hostel. Kurzerhand wird der Aufenthalt verlängert und die Tagestour auf morgen verschoben. Ich unterhalte mich mit dem Sohn vom Hostel. Er gibt mir Ausflugstipps. Sein Cousin hat direkt neben dem Hostel eine kleine Werkstatt und schweißt meine Halterung. Meinen Ausflug steht nichts mehr im Wege. Punta Loyola ist mein 1. Ziel. Hier treffen die berühmte Ruta 40 und Eisenbahnlinie zusammen. Kohle, Erdöl und Gasvorkommen. Der Rio Gallegos fließt an dieser Stelle in den Südatlantik. Die Marjorie Glen wurde 1911 hier auf Sand gesetzt nachdem die Kohleladung sich selbst entzündet hatte. Zurück Richtung Landesgrenze zur Laguna Azul. Das Wetter heute ist toll. Kaum Wind, Sonnenschein und die Heizgriffe bleiben aus. Und auch der Anblick der Lagune ist die Fahrt wert. Eine freundliche Familie bietet an Fotos zu machen und spendiert mir ein Facturas. Ich genieße beides und mache mich auf den Rückweg und sehe dabei ein Camperbus mit NL Kennzeichen. Stopp. Die beiden sprechen kein deutsch aber englisch. Auch sie reisen so lange wie möglich durch Südamerika und vielleicht bis Kanada oder gar Alaska. Wir tauschen Reisetipps aus, denn die sind auf dem Weg nach Ushuai. Und ich habe ein Reiseziel mehr auf meine Liste. Nochmal zu Carrefour zum einkaufen und ins Hostel. Heute habe ich einen Mitbewohner aus der Ukraine. Er reist auch alleine. Kam heute aus Ushuaia. Morgen geht es früh los.Read more

TravelerMoin aus dem stürmischen Norden 😉toller Bericht und das Video vom feinsten. Spannend das zu sehen und du erlebst es live einfach Top 👍👍
Linux
February 17, 2023 in Argentina
Für heute habe ich eine etwas längere Tagestour geplant. Ca. 140 KM zum südlichen Zipfel. Ich habe Glück mit dem Wetter. Es ist trocken und kaum windig. Der Weg dorthin ist Ripio. Manchmal ziemlich heftig und dann wieder OK. Ich bin froh das die Verkleidung nicht mehr rappelt und fest sitzt. Das Palmwedelschild sagt nicht nur dass es sehr windig werden kann sondern der Wind auch plötzlich seine Richtung ändert. Ab und zu sehe ich Nandus, Guanacos und Schafe. Eine riesige Farm, Hastencia Condor. Erdgasanlagen und Ölförderplattformen. Als ich fast angekommen bin und vor einem verschlossenen Gebäude stehe kommt ein Jogger zu mir. Er arbeitet auf der Plattform Und erzählt von einem Café und einem Passport der Ruta 40. Und tatsächlich, es ist Punkt 0 der Ruta 40. Die Route 66 der USA, die Carretera Austral in Chile und in Argentinien die Ruta 40. Erstmal ein paar Fotos und dann ein Kaffee mit Argentinischem Pie im Café. Nichts los ich bin allein. Eine Angestellte spricht Englisch. Ich kaufe mir den Pass für die Ruta 40 und bekomme den ersten Stempel. Mal sehen ob ich den voll bekomme und alle Stationen bis zum Ende besuche. Und natürlich einen Sticker. Ein Pärchen kommt freudestrahlend ins Café. Wir unterhalten uns und die Bedienung muss zwischenzeitlich übersetzen. Er zeigt mir Bilder wie er die Ruta 40 schon einmal gefahren ist. Auch er kauft sich einen Pass. Ich animiere alle Leute im Café zum Fotoshooting. Wir tauschen die Telefonnummer Sollte ich Hilfe brauche hab ich jetzt einen Kontakt. Ein guter Start in Argentinien. Eine Familie tritt herein Wir hatten uns vorher schon mal gesehen. Der Sohn möchte ein Foto mit dem Mann aus Aleman. OK, irgendwann werde ich hier noch berühmt 🤣. Auf geht's zum eigentlichen Ziel. PINGUINE hautnah. Diese Piguine an diesem Ort haben dem Entwickler von Linux zum Pinguinlogo animiert. Hier am Strand auf einer Aussichtsplattform treffe ich alle aus dem Café wieder. Noch ein Foto mit dem Sohn. 🤣. Ich genieße die Zeit alleine hier bis die Nächsten kommen. Auf den Rückweg nochmal ins Cafe, ich habe mein Ladekabel liegen lassen. Einige Schafe. Nandus und Guanacos später bin ich wieder in Rio Gallegos. Jetzt fängt es an zu regnen. Glück gehabt. Zum Tagesabschluß noch ein Regenbogen. Ab ins Hostel. Morgen soll es weiter gehen. Aber vorher brauch ich für die Halterung eine Lösung. Das Schweißen hat natürlich nicht gehalten. Aber darum kümmern wir uns morgen.Read more
Patagonia is back
February 18, 2023 in Argentina
Heute soll die Reise weitergehen. Doch vorher muss das eh lasche Gepäckträgersystem verstärkt werden. Nein, nicht die Putzfrau war so kräftig gewesen, den Halter hatte ich selber abgebrochen. Das Schweißen hatte gar nichts gebracht. Gestern bei der Tour hat er sich endgültig verabschiedet. An der Tankstelle bekam ich die Adresse einer Schlosserei. Kaum angekommen stand Blue auch schon in der Werkstatt. Samstag morgen in Argentinien. Kein, das geht heute nicht oder wir haben keine Zeit. Nein, reinkommen und machen. Ich bekam Apfeltaschen angeboten und hatte einige Leute in Beschäftigung. Nun hat Blue handgeschmiedete Halter an beiden Seiten. Die halten länger als die Koffer. Der Chef 12.000 Pesos und ich ein Foto der Belegschaft und das gute Gefühl endlich Ruhe zu haben. Zurück zur Unterkunft. Sachen packen, Kaffee trinken und telefonieren. Verabschiedung von der Gastgeberin und auf nach El Calafate. Der Sohn der Unterkunft warnte nochmal vor dem Wind. Unterwegs passierte ich mehrere Polizeikontrollstellen. Mit Spürhunde und offene Kofferräumen. Ich wurde jeweils herausgewunken und durfte durchfahren. Mitten im Nichts ein Restaurant. Das passte. Hatte schon ein Hungergefühl. Hier gab es Ravioli und für mich kein halten. Das bestell ich auch auf spanisch. Mahlzeit. Noch ein Kaffee und zurück ins Nichts. Guanacos und Nandus, diesmal eine ganze Herde. Dann wird es brenzlig, ein Graufuchs will die Straße überqueren bleibt stehen und weiss nicht wohin er will. Und ich weiß es auch nicht. Es hätte fast gekracht. Puh. Nach zwei hundert fünfzig Kilometern dann endlich das Erlebnis. Endlich ein paar Kurven und von weitem sehe ich die Pracht Patagoniens. Patagonien is back. Ich bekomme Gänsehaut bei der Vorfreude. Nach fast dreihundert Kilometern erreichen ich El Calafate. Erst mal Tanken. Hinter der Tankstelle ist ein Stellplatz für Campingvans und auch zwei Biker zelten dort. Ich treffe das Pärchen vom Vortag bei den Pinguinen. Horacio. Freudige Begrüßung und Umarmung. Nein mir ist es hier zu windig ich suche lieber ein Hostel. Es ist voll belegt. Ich fahre weiter. Und dann Plattfuß Nummer eins in Argentinien oder der fünfte insgesamt. Meine südamerikanische Gelassenheit verliert für dreißig Sekunde die Contenance. Danach geht es wieder in den Ruhepuls Modus. Hab ja schließlich schon ein argentinisches Mininetzwerk im Hintergrund laufen. Während ich nach Prinzip Hoffnung den Reifen aufpumpe kommt Horacio. Er kümmert sich darum einen Gomeriaman ausfindig zu machen. Doppelter Erfolg . Der Reifen hält erst mal die Luft und er findet einen Gomeriaman. Er und seine Frau fahren voran ich hinterher. Die Stadt ist voll. Absperrungen. Polizei überall. Eine Großveranstaltung. Ich höre Live Musik und wir müssen da durch. Warnblinkanlage an und Stehend fahre ich den beiden hinterher. Gomeriaman Nr. 1 hat geschlossen. Auf zu Nummer zwei. Glück gehabt, er hat noch auf. Man kann fast die Bühne sehen. Der Schlauch ist hin. Die Flicken schmeißen Blasen. Zum Glück hatte ich den alten Schlauch noch nicht entsorgt. Reifenwechsel Ist bei mir schon fast F1 reif. Und Horacio unterstützt mich die ganze Zeit. Während er und seine Frau Essen gehen fahre ich jetzt noch zur Tankstelle und baue mein Zelt auf. An dieser Tankstelle gibt es ein Fast-food-Restaurant, Toiletten Anlage und Duschen. Selbst Wäsche kann man hier waschen lassen. Heute ist Wildcamping. Gute Nacht.Read more
El Calafate - Perito Moreno
February 19, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 5 °C
Die Nacht war nicht nur kurz, sie war sehr kurz. Auf diesem Parkplatz an der Tankstelle sind Camper erlaubt aber keine Zelte. Um 1.30 Uhr in der Nacht müssen das andere Bikerpärchen und ich die Zelte abbauen. Da hilft kein verhandeln. Angrenzend ist eine Art Neubaugebiet. Häuser im Rohbau. Nicht mal ein Eimer zum draufsetzen. Ich verlasse das Gebiet und ein entgegenkommendes Auto hält mitten auf dem Weg. 3 Türen gehen auf und 2 Polizisten und eine Polizistin stehen vor mir. No hablo espanol. Passport? Komme aus Alemania. Die drei haben kein Bock auf Schreibkram und ich fahr weiter. Ich kenne jetzt das Nachtleben in El Calafate. Aber kein Bushaltehäuschen mit Bank, Refugio oder ähnliches. Oder besetzt von liebestollen Jugendlichen. Es ist Wochenende und Partystimmung. So fahr ich nicht Atemlos durch die Nacht aber ziemlich planlos. Um 6 Uhr öffnet die Tankstelle ihren Fastfoodbereich. Kaffee und Facturas. Waschgelegenheit nutzen und irgendwann ist die Müdigkeit überwunden. Mein geplantes Ziel und ein Hoghlight dieser Reise ist der Nationalpark. 5500 ARG. Peso Eintritt. Eine geschlängelte Strassenführung entlang des Sees. Nur ab und zu eine Haltemöglichkeit. Hier treffe ich auf Radfahrer. Sie wollen ein Foto von Blue und mir. Am Ende ein Riesenparkplatz. Von hier aus fahren Pendelbusse. Paar Minuten später ist das Ziel erreicht. Kilometerlange Gitterrostlaufwege in verschiedenen Höhen führen am Gletscher vorbei. Nie ist man einem Gletscher auf dieser Weise so nah. Ab und zu hört man ein knallen und donnern wenn Eisbrocken brechen. Wie Schrotgewehr knallen und dann wie Sylvesterkrachen. Kleine Stücke fallen ins Wasser. Und ein großes Stück an der Seite. Man sieht ein sich immer grösseren Kreis im Wasser ziehen. Als kleine Stücke aus dem Spalt eines großen Eisblockes, welches ins Wasser zu fallen droht, herausrieseln richten sich alle Kameras in diese Richtung. Aber es passiert nicht. Und ein paar Deutsche die sich über Fußball und HSV an diesem Ort unterhalten. Kaum zu fassen für mich. Das ist wie Entweihung eines heiligen Ortes. Auch Horacio mit Frau und das andere Pärchen vom Cafe Ruta 40 sind hier. Ja der Sohn bekommt Bild Nr. 3 von uns beiden. 🤣. Dieser Gletscher ist ein weiteres absolutes Highlight meiner Reise. Unglaublich und das bei perfektem Wetter. Ich mache mich auf den Rückweg. Natürlich werden die Augenlider schwer wie Bleiklötze. Im Park sind kaum Haltepunkte. Außerhalb ein Picknickplatz mal kurz die Augen zumachen. Bis nach El Calafate sind es ca. 75 KM. Ein verdammt langer Weg um wach bleiben zu müssen. Ich mach mich auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Und werde fündig. Ein fast neuer Campingplatz ausserhalb am Meer gelegen. Nach einigem verhandeln drück ich den Preis von 3000 Pesos die Nacht auf 3500 für 2 Nächte. Zelt aufbauen, duschen und etwas köcheln. Meine Kiwi-Freunde fliegen heute zurück nach Neuseeland. Ein letzter Abschiedsgruß. Und dann endlich schlafen. Mit dem Handy in der Hand schlaf ich ein. Zu müde zum Schreiben.Read more

TravelerMoin Dieter das war ja eine Nacht und danach mit ganz wenig Schlaf was erlebt dann erhol Dich erstmal

TravelerVielen Dank für die Bilder. Ja so stellt man sich das ewige Eis von Patagonien vor. Gut, dass Du es sehen konntest. Leider ist es vom rasanten "Verfall" bedroht. Wir sind sehr froh wieder von Dir zu hören. Erhole Dich gut und liebe Grüße 😊 🙋🏻♂️🙋♀️

TravelerDas Eis ist ständig in Bewegung. Es kracht und donnert immer wieder. Und dann die Masse an Wasser welches permanent abfließt,...
Cerro Cristal
February 20, 2023 in Argentina
Nachdem ich endlich mein Schlaf bekommen hatte, fühlte ich mich fit genug für eine Wanderung zum Cerro Cristal. Dieser liegt 1.282 m über dem Roca-See. Obwohl die Aussicht nicht die höchste in der Gegend ist, ist sie zweifellos einer der besten Aussichtspunkte, um den Argentino-See, den Perito-Moreno-Gletscher und den Torres del Paine von einem einzigen Punkt aus zu bewundern. Die Fahrt dorthin war wieder von heftigem Wind geprägt. Noch schlimmer waren die letzten 30 KM Ripio der allerübelsten Sorte. In der Nähe ist ein Campingplatz der leider voll belegt ist. Auf einem kleinen Parkplatz ziehe ich mich um und los geht die Wanderung. Am Anfang der Tour kann man sich in ein Gästebuch mit Start- und Endzeit eintragen. Vom Ausgangspunkt sieht man nicht den wirklichen Gipfel. Zum erreichen des Mirrador geht es im Zick-Zackkurs den Hügel hinauf. Wunderbarer Blick und herrliches Wetter. Aber ich will mehr. Ab jetzt wird es steil. Richtig steil. Teilweise im direkten Weg nach oben. Es sah vorher alles ziemlich harmlos aus. Der Schlafentzug macht sich im nachhinein jetzt doch bemerkbar. Egal, weiter gehts. Manchmal durch einen kleinen Buschwald und dann über freies Gelände. Auch der Wind macht sich hier bemerkbar und es wird kalt. Aber dafür habe ich vorgesorgt. Auch Proviant und Energiespender sind im Rucksack. Der letzte Aufstieg zum Gipfel. Und hier weht einem der Wind fast vom Berg. Und wieder ein Ausblick zum genießen. Wie ein Spotlight wird der Perito Moreno von der Sonne durch den Wolkenhimmel bestrahlt. Mal wieder ein erhabener und glückseliger Moment der Freude. Nach über 5 Stunden bin ich wieder am Parkplatz. Ich fahre die Straße noch bis zum Ende zur Estancia Nibeko Aike und sehe einen Gaucho der seine Schafe in einen Corral treibt. Zurück über diese elende Ripio Straße bis ich endlich die asphaltierte Hauptstraß erreiche. Es ist schon spät als ich am Campingplatz ankomme. Nochmal den Kocher an und dann ins Zelt. Internetverbindung und meine Müdigkeit lassen mich auch heute auf meinen Blog verzichten.Read more

Traveler
Der Wind ist so stark, da bist du nicht zu verstehen. Vielleicht kannst du dir aus Fell oder Watte so ein Mikrofon Puschel bauen, der den Wind abhält.

Travelerhatte mich extra hinter Mauer versteckt, hat aber nichts geholfen. werd ich mal versuchen beim.nä. mal

Travelerhallo Dieter, bei der Betrachtung solcher Bilder kriegt das Wort Ehrfurcht eine neue Bedeutung ....oder?
The Bridge
February 21, 2023 in Argentina ⋅ 🌬 19 °C
Heute werde ich El Calafate verlassen. Auf dem Nebenstellplatz war noch eine nette Familie aus Argentinien. Auch sie reisen heute ab. Ich packe in Ruhe meine Sachen und fahre ca. 220 KM bis nach El Chalten. Mein nächstes Reiseziel und Highlight wartet. Es wird sicherlich eine langweilige und windige Fahrt werden. Doch es wartet eine angenehme Überraschung auf mich. Besonders eine Brücke hat es mir angetan. Es ist der Flußverlauf und diese unglaubliche prachtvolle Farbe des Wassers. Ich bin 2 mal über diese Brücke gefahren. Nächster Halt ist Hotel La Leona. Stempel für meinen Ruta 40 Passport. Ein wirklich uriges Haus und einen Stopp Wert. Kaffee und Kuchen und weiter geht es. Auch wenn die Landschaft wie Steppe wirkt es ist der Anblick der Anden und die prachtvolle Farbe des Wassers der diesen Anblick so sehenswert macht. Und je näher man dem Gebirge kommt umso grandioser der Anblick. In El Chalten entscheide ich mich für einen Campingplatz mitten im Ort. Er ist sehr gut besucht. Mit Aufenthaltsraum und Küche. Leider wird das Gebäude ab 23 Uhr geschlossen. Und die Internetverbindung ist quälend langsam. Auch wehen hier zeitweilig heftige Winde. In meiner Nachbarschaft sind 2 befreundete junge deutsche Pärchen. Sie helfen beim Zeltaufbau, denn bei dem Wind ist es gar nicht so einfach. Zum ersten Mal auf dieser Reise verankere ich das Zelt komplett. Einkaufen, köcheln und Duschen. Es ist spät geworden und zum Schreiben reicht es nicht mehr. Morgen wird es wieder anstrengend werden. Ich geh schlafen.Read more
Fitz Roy - Kumpel setz die Mütze auf
February 22, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 11 °C
Heute ist es soweit. Das nächste Highlight wartet. Es ist wolkig am Berg. Ansonsten ist es trocken und das Wetter sieht gut aus. Der Berg ruft also ab nach oben. Der Anstieg ist angenehm und einfach. Zwischendurch der Blick auf El Chalten. Dann ein Blick von einem Felsplateau auf den Flußverlauf. Ein schmaler Pfad führt zum Lago Capri. Hier ist auch der erste Campingplatz. Zwischenstopp am See und den Blick über das Wasser auf den Berg genießen. Immer mal wieder kleine Holzbrücken. Der Weg über ein Holzbohlenpfad durch ein sumpfig-nasses Gebiet ist durch den starken Seitenwind eine kleiner Balanceakt. Manchmal erinnert der Weg an ein Baum- und Heckenlabyrinth. 2 KM vor dem Ziel ist der zweite Campingplatz mitten in einem Wald. Idealer Ausgangspunkt um in aller Frühe Bilder vom Sonnenaufgang am Berg zu machen. Nach 500 Metern beginnt der schwierige und anstrengende Teil. Es geht über Felsbrocken Richtung Ziel. Der Weg ist teilweise eng um die entgegenkommenden Wanderer vorbei zu lassen. Jetzt hat sich auch noch das Wetter verschlechtert. Ein leichter Regen hat eingesetzt. Die letzten Meter und endlich ist auch der See zu sehen. Eisregen und ein eiskalter Wind weht hier. Zeit die Nordkappmütze aufzusetzen. 🤣 Der grandiose Anblick wird durch das Wetter getrübt verliert aber nicht die Magie. Trotz allem versucht man die Kraft und Ewigkeit dieses Ortes in sich aufzunehmen die von hier ausgeht. 4 Stunden dauerte der Aufstieg. Auch der Abstieg geht nicht schneller. Die Nässe haben die Felsbrocken und das Geröll glitschig gemacht. Die Hose durchnässt und schwer geworden, daß sie einem fast auf die Kniekehlen rutscht. Handschuhe und Jacke durchnässt. Ich hatte mich verleiten lassen nur die Unterjacke der Motorradkombi anzuziehen und kein Poncho mitgenommen. Und der Wind bläst weiterhin teilweise sehr stark. Man sieht den etwas stärkeren Nieselregen durch das Tal stürmen. Doch je mehr man sich der Ortschaft nähert umso besser wird es. Der Regen hatte aufgehört. Am Ausgangspunkt angekommen sind Hose und Jacke bereits wieder trocken. Im Ort hatte es gar nicht geregnet. Aber es hat mich diesmal endgültig geschafft und der Lockruf des Berges endet zeitig in meinem Schlafsack. Morgen ist Ruhetag.Read more
Ruhetag
February 23, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 13 °C
Für heute habe ich mir einen Ruhetag verordnet. Obwohl das Wetter verlockend erscheint. Erstmal ausschlafen und ausgiebiges Frühstück. Mein Reiseblog hat Nachholbedarf. Im Schnitt brauche ich ca. 1 bis 1,5 Stunden für das Schreiben am Handy. Hier ist das Internet dermaßen langsam, daß es ein Wunder ist überhaupt etwas hochladen zu können. Die letzten Tage und das Internet haben für die Verzögerung gesorgt. Es geht mir gut. Danke für eure Kommentare und Rückmeldungen. Alles in Ordnung. Die Bürokratie in Deutschland erwischt mich auch hier und es müssen paar Dinge per Email geklärt werden. Danke an die "Daheimgebliebenen", die mich dabei unterstützen. Natürlich haben Achim und ich noch Kontakt. Er hat sein Motorrad zwischenzeitlich abgegeben und fliegt bald nach Hause. Na, vielleicht sehen wir uns hier doch noch wieder und reisen dann gemeinsam. Alles Gute Achim. Auf diesem Campingplatz sind noch weitere Deutsche. So ist für Unterhaltung gesorgt. Unter anderem ein Paar aus der Schweiz. Er ist Deutscher und Sie aus Kasachstan. Sie reisen seit 5 Jahren mit einem umgebauten und in Kasachstan zugelassenen Mercedes durch die Welt. Bisher durch 70 Länder. Zwischenzeitlich aber immer wieder 3 Monate Pause. Wie man sowas finanziert? Er ist Arzt und Rentner. Ein ständiger Wind ist ein alltäglicher Begleiter in dieserr Gegend und auf dem Campingplatz. An diesem Abend wird es diesmal richtig stürmisch. Doch das Zelt hält den heftigen Winden stand auch wenn es sich zeitweise in allen Richtungen verformt. Andere waren die Tage davor schon abgereist. So verbringt man den Tag mit köcheln und Schreiben und mit ganz viel Geduld und warten und warten und warten auf eine quälend langsame Datenverbindung. Das ist genauso ermüdend.
Mal schauen wie es morgen wird.Read more

Travelerimmer wieder schön was von dir zu lesen und ich drücke auch weiterhin alle Daumen für dich. Sag Mal weißt du eigentlich wie viele KM du schon gefahren bist bei dieser Reise?

TravelerGuten Morgen☀ 🌝⏰ Dieter wie immer deine Bilder sprechen Worte die sind sooo schoen man kann sie nicht beschreiben. Ja von Omi eine gute Frage❓ wie viel KM hast du schon hinter dir?? L. G.
Regenstopp
February 24, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 9 °C
Es hatte in der Nacht gestürmt und geregnet. Und der Morgen sah auch nicht vielversprechend aus. Bevor das Hauptgebäude öffnete war ich bereits geduscht und einer der Ersten am Herd. Ein älteres Pärchen vom Vorabend erzählte mir, man hätte ihr Dachzelt sicherheitshalber eingeklappt n der Nacht. Es regnete wieder und ein Regenbogen war zu sehen. Ich war hin- und hergerissen. Weiterfahren oder bleiben. Sobald es den Anschein machte man könnte fahren fing es auch schon an zu tröpfeln. Genau wie meine Daten die auch nur mühsam bis gar nicht hochgeladen wurden. Es war bereits Mittag und keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil immer mehr grau draußen. OK, bleib ich heute in der warmen Bude und schau gemütlich beim Kaffee meinen Daten hinterher. Erst gegen Abend wurde es wieder besser. Doch der Wind bleibt eisig kalt. Spaziergang durch den kleinen Ort. Noch Proviant besorgen. Ich treffe meine Nachbarn. Sie verlassen heute den Zeltplatz. Sie freuen sich genauso wie ich, dass wir uns nochmal sehen und schon einmal verabschieden können. Sie werden noch in der Nähe bleiben. Dann bald das Auto abgeben und weiterhin die nächsten Monate durch Südamerika und vielleicht hoch bis Kanada reisen. Man weiß ja nie, oft trifft man sich wieder. Meine Enscheidung morgen weiter zu reisen schwankt, nachdem ich einen Blick auf die umliegenden Berge geworfen habe . Ich werde kurzfristig und nach Bauchgefühl entscheiden. Bis dahin noch etwas schlafen.Read more
Fitz Royal
February 25, 2023 in Argentina ⋅ ☀️ 7 °C
Es war windig aber trocken geblieben diese Nacht und meine Überlegungen nochmal zu verlängern lagen leicht vorn. Das Vorhaben sehr, sehr früh am Morgen aufzustehen um bei Sonnenaufgang in der Nähe des Berges zu sein scheiterten am Trägheitsmoment. Also an der Trägheit in dem Moment und an der Schwerkraft der Masse im unpassenden Zeitquadranten aufstehen zu wollen. Es reichte aber um kurz vor Sonnenaufgang aufzustehen. So war die wichtige Versorgung des Körpers mit ausreichender Energie gesichert bei einem entspannten Frühstück. Scheiterte meine weiterreise gestern am schlechten Wetter so scheiterte sie heute am guten Wetter. Es war zwar leicht windig aber trocken und sonnig und vorweg, diesmal blieb es auch so. Das Handy benötigte ebenfalls seinen Energievorrat. Und sogar die Internetverbindung war kooperationsbereit. So blieb noch etwas Zeit um mit Achim zu reden. Bei der Abgabe der Maschinen schien er der einzige zu sein der bedauerte abreisen zu müssen. Einer wurde überfallen und wollte nach 2 Wochen wieder nach Hause. Ein Pärchen wollte nur noch nach Hause. Also ich bleibe hier. Ein Vorteil als Alleinreisender ist, dass man spontane Entscheidungen treffen kann und kein Zeitdruck hat. Der Aufstieg zum Berg war wieder zu Fuß zu erreichen. Der gesamte Weg war einfach. 9 KM laut Schild aber bis zum Schild waren es auch nochmal 1 KM. Wieder ging es durch Wälder, Labyrinthe über Bücken und immer die Berge im Blick. Verschiedene Mirradore. Es machte einfach Spaß. Und allmählich gaben die Wolken den Gipfel frei. Auffällig war an diesem Tag das viele nicht grüssten oder zurück grüssten. Waren hier soviele Deutsche unterwegs? Und dann der letzte Anstieg über die Kuppe. Ich höre mich selber WOW sagen, als ich die ersten blauen Gletschereisbrocken sehe. Welch ein Anblick und der Gletscher im Hintergrund. Dieser Anblick war überwältigenden als am Fitz Roy. Ganz klar. Ich bat Anna, eine Ingenieurin aus Darmstadt mich zu fotografieren. Nebenbei erzählte Sie mir, dass gefühlt die Hälfte hier aus Deutschland kommt. Aha, alles klar. Über den Seitenkamm mit Felsbrocken brauchte es noch einmal 1 Stunde bis zum Ende des Pfades um den Gletscher in voller Pracht zu sehen. Beste Gelegenheit die Energiespeicher wieder aufzufüllen und dabei den Ausblick zu genießen. Nach 4 Stunden Rückweg war es schon Abend geworden. Eine absolut lohnenswerte Tour. Zum Glück hatte mein Bauchgefühl mal wieder die richtige Entscheidung getroffen. Ich hoffe das Wetter lässt es zu um morgen meine Reise fortzusetzen.Read more

TravelerHallo Dieter das bleiben hat sich ja gelohnt gut das du so fit bist um diese interessanten Touren zu schaffen bleib weiter gesund und freue mich auf weitere Reiseberichte

TravelerJa, da hast du Recht. Hat sich mehr als gelohnt. Hatte wirklich diesen WOW-Effekt

Traveler
Eiszeit. wunderschön das Farbenspiel. kenne es von Island . Mach weiter so. diesen Ausdauer hatte ich vor 3 Monaten nicht von dir erwartet die
Rückenwind
February 26, 2023 in Argentina ⋅ 🌧 15 °C
Die Sonne schien und es wird wärmer. Dieser Tag war trocken aber sehr windig. Und heftige Böen wehen über den Campingplatz. Und das war die Herausforderung. Die richtigen Zeitpunkte zu finden um das Zelt zusammen zu packen. Und alleine war es ein Geduldspiel. Für den äußeren Betrachter sicherlich belustigend für den Hauptakteur anstrengend. Nicht schön aber effektiv war dann alles verpackt und verzurrt. Nochmal ein Blick zurück auf die Berge und voraus sieht man Staubfahnen über die Straße wirbeln. Ein Gürteltier läuft über die Straße, es mausert sich unbeeindruckt meiner Gegenwart zum Poser.
Es ist schon späterer Nachmittag als Blue und ich Tres Lagos erreichen. An der Tankstelle ein anderer Biker mit einer Himalayan. Ich lass ihn an meinen 12 V Anschluß damit er seinen Reifen wieder aufpumpen kann. So spart er sich Zeit. Er kommt von Gregores. Eine schlechte Ripiostraße mit zusätzlichem Seitenwind. Der heute stärker ist als sonst. Ein weiteres Pärchen kommt soeben an und ist froh es geschafft zu haben. Ich verschiebe mein Vorhaben auf morgen und suche eine Unterkunft. Camping heute nicht, ich will früh los. Das Hostal in diesem kleinen Ort will erst 5000 dann 8000 Pesos für ein 4 Bettzimmer. Ich finde nichts anderes und fahre nun doch weiter. In der Hoffnung der Wind lässt bald nach wenn die Erde sich abkühlt. Ich werde noch von einem Polizeiwagen überholt der 20 Minuten später zurück kommt. Das ist das letzte Fahrzeug welches ich in den nächsten 3 Stunden sehe. Die Straße hat zwar keine tiefen Schlaglöcher, Wellblech hält sich in Grenzen, aber zeitweise Schotterbeetanhäufungen. Spurbreiten von 30 bis 40 cm die oft mit der Fahrbahnoberfläche verschwinden und Geröll und Spur sind eins. Nicht mehr zu erkennen. Und dicke Steine fest in der Straßenoberfläche über die man nur rutscht. Es fühlt sich an wie eine 8 im Hinterreifen. 130 KM später ist es geschafft. Kurz vorher noch ein Tiefschotterbett welches fast zum Verhängsnis wird. Auch zwischendurch gibt es 3 o. 4 Stellen an dem der Vorderreifen schon fast völlig die Kontrolle verloren hat. Einzig erfreulich ist die Tatsache ich hatte fast nur Rückenwind. Dafür bin ich auch nicht in Richtung Gregores unterwegs sondern direkt Richtung Küste. Egal, Hauptsache save. Endlich Asphalt. Als erstes ein stehender LKW dann eine Staubwolke und nur noch Seitenwind und ein Polizeiauto im Rückspiegel und dann vor mir. Es ist dunkel als ich in Piedra Buena ankomme. Zuerst an die Tankstelle, dann einen Kaffee und ein Sandwich. Ich habe kaum Pausen gemacht. Man empfiehlt mir ein Hostel. 6000 Peso Einzelzimmer mit Bad und Frühstück. Blue steht hinterm Haus direkt vor meinem Fenster. Ich bin mehr als froh dieses Stück heil und gesund hinter mir zu haben. Das Internet ist hier genauso bescheiden wie in El Chalten. Man kann nicht alles haben. Morgen gibt es noch einige Dinge zu erledigen. Gute Nacht.Read more
Monte León - Die Steppe umarmt das Meer
February 27, 2023 in Argentina
Heute ist es genau 3 Monate her als sich zum letzten Mal der Hausschlüssel im Schloß drehte. Und Blue und ich sind in Piedra Buena gelandet. Einen Ort, den man sonst nur durchfährt oder nur übernachtet und sofort wieder verlässt und weiterfährt. Wir werden tatsächlich noch eine zweite Übernachtung hier machen. Nach dem Frühstück zunächst einmal in den Ort. Hier gibt es sogar WU. Sicherheitshalber schon mal vorsorgen. Und es wird Zeit mal wieder die Wäsche waschen zu lassen. Ganzer Korb voll für 2200 Pesos. Da hätte ich noch eine Tragetasche voll machen können. Noch paar Vorräte und dann zum Nationalpark Monte Leon. Dort wo die Steppe das Argentinische Meer umarmt. So beschreibt sich der Park selber und hat seinen Namen durch die Geoform die an einem liegenden Löwen erinnert. 6 KM vor dem Zugang ist die Ranger Station. Freundlicherweise spricht jemand Englisch und hier hat man sogar WiFi von schneller Qualität. Also ein Blogbeitrag hochladen und in die Heimat telefonieren. Schließlich hat das Enkelkind Geburtstag. Happy Birthday, Lasse. Ein Stuhl bleibt diesmal unbenutzt.
Über Schotterpiste geht es zur Küste. Die letzten 2,5 KM zu Fuß. Und da sind sie wieder, die Namensgeber meiner Reise. Pinguine. Teilweise wieder zum anfassen nah. Landschaft und Küste werden noch bis April von ihnen bewohnt. Ich bin allein in einem geschützten Unterstand. Mit Blick auf das tosende Meer, Strand, Pinguine und Vögel vergeht die Zeit. Weiter zum nächsten Platz. Auch hier sind Pinguine aber auch Seelöwen. Nur sind diese heute kaum zu sehen. Auch Komorane haben ihre eigene Insel an diesem Küstenabschnitt der durch Ebbe und Flut geprägt ist. Am Ende des Parkes gibt es einen Campingplatz und auch Angeln ist hier erlaubt. Einen Puma gibt es heute nicht zu sehen dafür die Hinweisschilder wie man sich verhalten soll. Ein entspannter Nachmittag. Meine Wäsche ist fertig und abholbereit. Das Hostel welches an ein Hotel erinnert, hat in der 1. Etage einen offenen, gemütlichen Frühstück- und Aufenthaltsplatz. Bei einem Bier unterhalte ich mich noch mit 2 Argentinier, Diego und Leandro. Beide sind beruflich unterwegs. Diego und seine Frau waren vor Kurzem noch in Deutschland gewesen. Es hatte ihnen gefallen. Die Internetverbindung glänzt durch ständige Abwesenheit. Und so verschwinde auch ich von der Bildfläche.Read more

TravelerHallo Dieter das war wohl ein besserer Tag wie gestern dazu wieder einmalige Bilder mit der Küste und den Tieren so ein Erlebnis da wäre man selbst mit dem Moped gerne vor Ort aber man kann nicht alles haben bis bald
Fahren wie auf Schienen
February 28, 2023 in Argentina
Praktischer Weise steht Blue genau unter meinem Fenster. So kann ich fast alle Taschen durch das Fenster reichen. Nach dem Frühstück verabschiede ich mich noch von Diego und Leandro und es geht weiter Richtung Norden. Die Temperaturen steigen. Es sind ca. 27 Grad. Irgendwie hab ich mir am Fitz Roy doch einen Schnupfen eingefangen. Nichts dramatisches. Der Wind ist heute wieder in Topform und scheint alles geben zu wollen. Nun ja, die Umgebung ist halt Steppe. Alles ist vertrocknet. Dieser Umgebung würde etwas Farbe gut tun. Nur etwas grün und paar Blumen und schon sieht die Welt hier anders aus. Guanacos und Nandus haben sich der Natur hier angepasst. Und zum Bild gehören auch Plastikflaschen gefüllt mit heller bis dunkler gelbbrauner Flüssigkeit. Ja, hier fahren viele LKW. Alles klar? So verbringe ich den Tag im monotonen Klang von Blues Gesang. Der aber bei den Windgeräuschen kaum durchkommt. Nicht aufregend aber der Wind hält einen in Schräglage. Auch zerfetzte Reifen findet man häufiger. Oder auch einen ausgebrannten Auflieger. Bei einem Tankstopp fragt mich ein Pärchen ob sie ihren Aufkleber an den Alukoffer anbringen dürfen. Der ist klein. OK. Nach 360 KM ist in Fitz Roy
für heute Schluß. An der Tankstelle gibt es ein Hotel. 7500 Pesos sind mir zuviel. Ich finde das Hospedaje Mary. Eine Art Cabana mit 2 Betten und Badezimmer. Alles super sauber. Selbst ein Gasbrenner ist vorhanden. 4000 Pesos passt. Und Blue steht save. Die Vermieterin erweckt den Eindruck als ob sie Kette raucht und bis nachts Fernseh schaut. Aber nett. Ich kann mir Kaffee und ein Süppchen warm machen und bei dem Wetter draußen sitzen. Bis es endgültig dunkel und kühl wird.Read more

TravelerHallo Dieter das war wohl ein angenehmer ruhiger Tag mit guten Wetter und Straße dazu eine Unterkunft die bezahlbar ist müssten so um 18 bis 19 Euro sein bleib gesund

TravelerNur der Wind ist hier 24 Stunden online. Habe diesmal getauscht für 1 Euro =$ 385 ARG Dollar bzw Peso

TravelerDie Flaschen kenne ich aus Frankreich Richtung Süden, wo die Fahrzeugführer die Maut-Autobahn umfahren. Das ist wirklich nicht schön anzusehen.
Reich mir die Flosse
March 1, 2023 in Argentina ⋅ 🌬 21 °C
Es treibt mich weiter auf der RUTA 3 Richtung Norden. Vorher aber noch entspannt Frühstück und packen. Es bleibt dabei, hier im Süden herrscht permanent der Wind. 24/7 Online. Das bedeutet im Schnitt 20 bis 45 KM/h Wind mit Böen zwischen 50 und 85 KM/h. Ich bekomme oft den Hinweis mich vor dem Wind in Acht zu nehmen. Böen kommen tatsächlich unverhofft und sind wie Backpfeifen. Manchmal als Kombi im Doppelpack links/rechts ausgeführt oder hinterhältig wenn nur eine Hand am Lenker ist. Vorhersehbar aber dennoch tückisch sind LKW im Gegenverkehr. Nur als Rückenwind wird der Wind sympathisch. Der Verbrauch kann unter ungünstigen Umständen bis zu 50 % ansteigen. Kurz vor Caleta Olivia verläuft die RUTA 3 parallel zum Meer. Und hier besuche ich eine Kolonie Seelöwen. Man kann ziemlich dicht an diese Tiere heran aber mir ist ein gewisser Sicherheitsabstand lieber. Permanent kommen weitere Tiere angeschwommen. Zum Abschluß verabschiedet man sich mit der "Gib-5-Flosse". 😉 Noch ein Zwischenstopp an einer mit Muscheln bedeckten Küste und in einer größeren Stadt Namens Comodoro Rivadavia ist heute nach ca. 180 KM früh Schluß. Ich checke für 5000 Pesos in ein Hotel mit Hinterhof für Blue ein. Stadtspaziergang zum Hafen. Mit anderen hier am Strand auf das ansteigende Wasser warten. Gleichzeitig auf der Kaimauer sitzend den Blog schreiben und chillen. Es ist wieder Temparaturmäßig Sommer und trocken. Bis morgen.Read more
Roadmovie
March 2, 2023 in Argentina ⋅ 🌬 26 °C
Vor dem auschecken geht es erst nochmal zum Carrefour zum einkaufen. Frühstück im Hotel und wieder auf die RUTA 3 Richtung Norden. Vormittags ist der Fahrtwind noch leicht frisch nachmittags nur noch warm. Ich hab schon längst wieder die Sommerhandschuhe angezogen. Entgegenkommende Motorräder zeigen einem mit welcher Schräglage man unterwegs ist. Die ersten 180 KM bis zur nächsten Tankstelle locken nicht mal Guanaco und Nandu an den Straßenrand. Dabei hatte ich noch Hoffnung als der Straßenrand grün bewachsen war beim verlassen der Stadt. Zu früh gefreut. Mittlerweile habe ich ein Spanisch Podcast gefunden und mir ein paar Folgen herunter geladen. Wenn der Wind nicht zu heftig ist versteht man sogar was. Aber die Konzentration gilt vornehmlich Wind und Verkehr. In der Tankstelle erst mal ein Kaffee und nen Brownie. Der Angestellte spricht Englisch und erzählt er möchte gerne nach Deutschland. Ist es dort schön? Ja, ist es. Nur im Moment bin ich lieber hier. Hier funktioniert sogar das Internet. Ich hör Pink Floyd - Wish you were here. Muss mich zurückhalten nicht laut mitzusingen. Kneif mich mal einer! Ich sitz hier in der Pampa, trink nen Kaffee und freu mich darüber wie schön das Leben sein kann. Hat irgendetwas von einem Roadmovie. Kulisse passt. Staub, Wind und ne ganze Menge Nichts. Ab hier wird es sogar besser. Der Wind kommt jetzt halb als Rückenwind und es wird wärmer. Fast 30 Grad. Nach ca. 380 KM bleib ich in Trelew. Ein Knotenpunkt der mir alle Möglichkeiten meiner Weiterreise offen lässt. Die Stadt ist groß. Eine Unterkunft zu finden gestaltet sich eher schwieriger. 6500 Pesos. Na, mal sehen. Camping? Eher nicht. Fahre aber trotzdem mal hin. Bomberos. Feuerwehr?Tatsächlich. Weit ausserhalb ein Campingplatz der Feuerwehr. 600 Pesos. Etwas mehr als als 1,50 Euro. Saubere Duschen. Und kein Wind. Ich bleib. Noch 2 Campingvans hier. Licht, Strom und Sitzgelegenheit mit Tisch. Sogar Internet funktioniert. Mal sehen wie es morgen weitergeht. Mein Blog ist wieder up to date. Gute Nacht.Read more

TravelerHallo Dieter das war wohl ein ruhiger aber schöner Tag bei den super Wetter so kann es weitergehen dazu auch die guten Straßen

TravelerMoin Dieter, ich erfreue mich immer sehr an dem blauen Himmel. Bei Dir scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, was bei uns im Bergischen nur noch bei Ostwind der Fall ist. Ansonsten müllen die Flieger den Himmel zu 😢 Genieße die Freiheit und das Reisen, Bernd
Reif für die Insel
March 3, 2023 in Argentina ⋅ 🌬 28 °C
Noch bin ich unschlüssig ob ich noch eine Nacht hier zelten soll, beschließe dann aber doch zu packen. Mein Ziel ist Punta Ninfas am äußersten Zipfel der Küste. Zunächst statte ich aber Dino einen Besuch ab. Die Nachbildung des Patagotitan Mayorum, wie es genannt wird ist 40 Meter lang, 20 Meter hoch und wiegt 16 Tonnen. Das Wahrzeichen von Trelew und die Nachbildung des größten Dinosauriers der Welt an der RUTA 3. Die Fahrt zu Puerta Ninfas führt über Ripio. Nach einem Kilometer ist Schluß, umdrehen. Fast nur Tiefschotterbett mit dicken unbefestigten Schotter. Nein danke, verzichte. Dann lieber über die RUTA 3 nach Puerto Madryn. Der Strand dort ist wie leergefegt. Eine Fahrt entlang der Strandpromenade und Industriegebiet. Flügel von Vesta Windräder sind hier gelagert. Jetzt aber raus aus der Stadt. Bevor ich weiterfahre hält ein Auto und fragt woher ich komme. Er bekundet einfach nur wie gut Blue ihm gefällt. Auch auf der Ruta 3 überholt ein Transporter. Hupt, winkt und Daumen hoch. Positives Feedback für Blue ist keine Seltenheit. In Argentinien schon mehr als in Chile. Oder eigene Besitzer die mir stolz ihre Bilder der eigenen Transalp zeigen.
Die Halbinsel Valdés ist das Hauptziel meiner Küstenreise. Doch bevor es auf die Insel geht möchte man ein Eintrittsgeld. 2800 Pesos. Argentinier bezahlen 1300 Pesos und Ortsansässige 500 Pesos. Ich höre schon den Europäischen Gerichtshof bei solch einer Preisgestaltung in Europa. Aber hier und Chile nicht ungewöhnlich. Z. B. auch bei Fährfahrten oder Nationalparkgebühren. Alles offiziell ausgewiesen. Und der Wind ist für alle gleich und im Preis mit drin. 20 KM nach dem Eintrittshäuschen kommt ein Besuchszentrum. Hauptort ist Puerto Piramides. Hier gibt es den einzigen Campingplatz. Wildcampimg bei dem Wind zwecklos. Alternativ finde ich eine Unterkunft. Ein 6-Bettzimmer für mich allein für 5000 Pesos. Nehme ich. So kann ich früh morgens meine Rundreise über die Insel starten. Hier in der Unterkunft sind ein paar Kinder. Etwas kicken mit ihnen und der Versuch ein Guten Abend zu vermitteln. Das klappt aber nicht so gut. Heute früh ins Bett. Zum Glück ist kein Spätentschlossener mehr aufgetaucht. Gute Nacht.Read more
Inseltour
March 4, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 25 °C
Früh morgens geht es los zum nördlichsten Punkt der Insel. Dieser Ort ist die Heimat der Seelöwen und Seelefanten. An diesem Tag herrscht lebhaftes Treiben am Strand . Der Kindergarten ist flügge und tobt in den Wellen. Ihre Rufe erinnern an Ziegen. Hier gibt es auch Orcas, die letzte Sichtung war vor 5 Tagen. Hauptsächlich 2 Stunden vor bis 2 Std. nach Hochstand der Flut kommen sie und ernähren sich durch die Technik des absichtlichen Strandens von Seelöwen und Seelefanten. Wale bleiben weiter ausserhalb. Sonnenschein und sommerliche Temperaturen verschönern den Tag5Broscj. Viele sitzen auf mitgebrachte Campingstühle und warten auf das Erscheinen von Wal oder Orcas. Die Flut ist mehr als 2 Dtunden Stunden her. Ich verlasse diesen Punkt und will noch zu den anderen Miradoren. Dort sind die Pinguine fast alle fort, man sieht noch die Erdhöhlen. Auch die anderen Viewpoints sind fast verlassen. Von weitem sieht man noch Seelöwen. Der Punkt Delgado ist Privatbesitz und nicht mehr zugänglich. Es ist fast Abend und ich verlasse die Wellblechpiste. Ein Motorradfahrer winkt. Es stellt sich heraus, dass er kaum noch Benzin hat, kein Internet und unsicher ist ob es eine Tankstelle im Ort gibt. Er folgt mir bis zur Zapfsäule und bedankt sich. Dann kommen seine Freunde. Alle kommen aus Chile und wollen nach Ushuaia. Abschiedsfoto und ich entschließe mich die Insel heute Abend noch zu verlassen. Ich fahre sogar bis Trelew bzw. Gaiman zum Feuerwehrcampingplatz. Die Tage werden kürzer. Es ist bereits dunkel als ich das Zelt aufbaue. Von hier geht es wieder zu den Anden. Ach ja, das erste Foto ist nur von einem Ausstellungsbild abfotografiert.Read more

TravelerMoin aus der verschneiten Heimat 😁es sind sehr schöne Aufnahmen die du gemacht hast 👍. Es ist toll anzusehen wie sich die Tiere wohlfühlen und noch ein Stück Natur erleben dürfen. Wir wünschen dir weiterhin eine gute Reise mit wunderschönen Erlebnissen 🍀🍀🍀🍀
Rocky Trip
March 5, 2023 in Argentina
Der Tag beginnt mit Sonnenschein. Auf dem Platz ist es fast windstill. Ab heute geht es zurück zu den Anden und zur Ruta 40. Argentinien einmal quer durchreisen. Die Drei von der Tankstelle hatten mir gesagt dass die Straße gut ist und es genug Tankstellen unterwegs gibt. Ebenfalls ist Wind reichlich vorhanden. Mein erster Stopp ist an einer Fake-Tankstelle, aus der Zeit als es noch Normal und Super gab. Aber mein Interesse galt dem kleinen Shop mit Museum auf der Gegenseite. Ziemlich urig und doch cool. Bei dem Gegenwind steigt der Benzinverbrauch. Ich muss schon früh auf Reserve umstellen. Die Tankstelle ist nicht weit. Das Problem ist nur sie hat kein Benzin. Und auch morgen wird sie kein Benzin haben. Ich habe gefüllte Reservekanister, aber auch das kann eng werden. Die nächste Tankstelle ist hundert bis hundertdreißig Kilometer entfernt. Und keiner der umherstehenden Autos hat Benzin für mich. Einer macht den Vorschlag es bei der Polizei zu versuchen. Bis ein Bekannter von ihm erscheint. Kurze Zeit später kommt er mit vier Liter Benzin zurück. Das wird reichen. Und auch die Landschaft zeigt sich verändert. Endlich wieder Berge, Wasser, Bäume und grün. Und natürlich Kurven. In Los Altares und dann in Paso de Indio endlich Tsnkstellen. Heute wollen Blue und ich es wissen. Nach 360 KM ist noch nicht Schluß. Nochmal 160 KM bis nach Tecka. Es ist zwischendurch ziemlich windig aber die Straße ist gut bis sehr gut. Dafür geht auch gerade die Sonne unter als wir in Tecka an der Ruta 40 ankommen. Die Tankstelle hat Unterkünfte. Ich suche nicht lange und nehm eine für 7000 Pesos. Fast 520 KM sind es heute geworden. Na dann, Gute Nacht.Read more

TravelerHallöchen😀 du machst es schon richtig,das du dir hin und wieder ein richtiges Bett 🛌 gönnst 👍etwas Luxus gehört dazu. Du überrascht uns immer wieder mit tollen Fotos und deine schönen und gern gelesenen Kommentare. Wir schicken dir viele liebe Grüße aus der Heimat und immer einen Rucksack voller Glück 🤩der gehört auch dazu 👋👋👋🍀🍀

TravelerDanke euch. Glück und Schutzengel haben eine eigene Reiseabteilung bei mir.😉👌👋
100
March 6, 2023 in Argentina ⋅ 🌧 15 °C
Jubiläum. Heute ist der 100. TAG meiner Reise. Zeit für einen kleinen Rückblick. Doch erstmal geht die Reise weiter.
Hier übernachteten weitere Biker. Ein Pärchen mit Bike und Anhänger. Wir unterhalten uns soweit es geht. Es funktioniert gut mit dem Anhänger, in der Höchstgeschwindigkeit natürlich begrenzt. Wir hatten uns bereits am Vortag mehrmals gegenseitig überholt und gesehen. Frühstück in der Tankstelle, Schlüssel abgeben und weiter. Zwischenstopp in Epuyen. Tagesmenü und Stempel für meinen Ruta 40 Pasaporte. Da ich diesen Teil der Ruta 40 schon einmal gefahren bin, kommt einiges wieder in Erinnerng. Ein Waldbrand zwingt uns zu einen Umweg. Ebenfalls Zwischenstopp am Lago Puela. Der Sohn der Besitzerin eines wunderschönen Holzhotels lebt in Berlin. Stempel und Verabschiedung auf Deutsch. Nächste Stadt ist El Bolson. Hier treffe ich ein junges Pärchen aus Leipzig. Sie wollen auch mehrere Monate reisen und sind Richtung Ushuaia als Backpacker unterwegs. Es freut mich und den beiden, dass ich ein paar Tipps geben kann. El Bolson ist eine bunte Stadt. Ich überlege zu bleiben als es anfängt zu tröpfeln. Sicherlich gut für die Feuerwehr. Aber ich will den Regen entfliehen und nach Bariloche. Doch der Regen wird immer heftiger. Ununterbrochen. 100 Tage, 100 KM Regen. Eine schöne Strecke mit Kurven. Schade. Erst in Bariloche hört es auf. Ich steuere eine Hosteria an. Man hat noch ein Zimmer. Kleines Missverständnis. Mir zu teuer. Ich suche weiter. Bariloche ist international. Auch ausserhalb der Ferienzeit voll belegt. Nirgends ein Bett. Ich fahr zurück. Natürlich ist das Zimmer jetzt weg. Man hat noch ein anderes. Das beste im Haus mit Meerblick. Wahrscheinlich schlaf ich die nächsten 3 Monate im Wald. Ich bekomme es zum Normalpreis. Puh. Heiß duschen und aufwärmen. Blue steht geschützt.
Zeit für den Rückblick.
Unglaublich, 100 Tage und etwas mehr als 15.000KM sind Blue und ich unterwegs. Vor einigen Monaten wusste nicht mal ich, daß ich jetzt hier sitze und unsere Erlebnisse aufschreibe. Manchmal denkt man einfach, kneiff mich mal und ein inneres grinsen macht sich breit. Ich bin fasziniert und überwältigt von den Ländern, Menschen und natürlich der Natur. Patagonien, für mich ein Traum. Wir haben sehr viele Erlebnisse, Abenteuer und Menschen kennengelernt. Eine große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren. Emotionen und Gänsehauterlebnisse. Natürlich läuft nicht immer alles glatt. Aber die Rückschläge waren nur von kurzer Dauer. Mensch, Blue und Material wurden manchmal arg strapaziert. Und ich werde demnächst ein paar Tage Auszeit machen. Auch wenn eine gewisse Routine jetzt da ist, so ist vieles immer noch neu und spannend. Und meine Lust und Neugierde ungebrochen. Nur eines würde ich anders machen: Vorher spanisch lernen. Tut mir Leid, aber im Moment müsste man mich in Ketten legen um mich hier weg zu bekommen. Und an dieser Stelle noch einen ganz großen Dank an die daheimgebliebenen. Ohne eure Mithilfe in der Heimat wäre dieses alles nicht möglich. Und vielen Dank für eure Kommentare, diese motivieren mich zusätzlich und die Freude ist immer wieder groß beim lesen. Und jetzt warten die nächsten hundert Tage.Read more

TravelerHallo lieber Dieter, herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein 100. Wir verfolgen Deine Reise jeden Tag und sind beeindruckt. Viel Glück weiterhin und bleib gesund. Gruß Andreas und Sigi

TravelerVielen lieben Dank euch Beiden. Ganz lieben Gruß und Umarmung nach Mönsheim.

TravelerDieter Mensch schon 100 Tage herzlichen Glückwunsch🎉🎊 und passe weitere100 Tage gut auf dich auf.. und schicke den Daheim gebliebenen weiter Gaenshaut Fieling und Fernweh. Ganz liebe Gruesse

TravelerDanke Liesel. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Unvergessen der letzte Abschied.
































































































































































































































































































































































































































































Travelerauf einer Skala von 1-10. wie stark ist der Kater ?😄
Traveler🤣 Es ging noch,... 👌
TravelerMoin Dieter was für ein Tag mit den Pinguinen und der Gegend das bleibt für mich wohl nur das Fernsehen um das zu erleben dann wieder am Abend mit der Geselligkeit inclusive Medizin das man besser schlafen kann erhol dich gut bevor es weitergeht