• Michaela Dech-Stadter
  • Patrick Stadter
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Immer rechts der Atlantik

Et 135-dags eventyr af Michaela & Patrick Læs mere
  • 71 10 21 - Nordkapp - nach 4.672 km

    25. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 9 °C

    Es ist unglaublich . Wir haben uns so auf diesen eigentlichen Startpunkt unserer Reise gefreut und heute morgen sind wir in Finnland gestartet und wollten die letzten knapp 300 km in Angriff nehmen. Dafür braucht man hier übrigens fast 6 Stunden, obwohl kein Verkehr ist 😎.
    Die Strecke ist anfangs echt langweilig , spannender wurde es dann erstmals in Norwegen, als es auf einmal hügelig wird und richtig gut wird es dann ab Lakselv, weil die Straße ab dort immer entlang des Nordpolarmeeres geht.
    Es ist nicht leicht, zu fahren und dabei die Schönheit der Landschaft anzusehen - wir halten immer wieder an und staunen. Keine Kamera der Welt kann einfangen, was wir hier heute gesehen haben.
    Der Weg war also schon ein bisschen das Ziel und das große Ziel liegt jetzt wirklich vor uns. Wir fahren die letzen 25 Kilometer von Hønnigsvag zum Nordkapp. Hier wächst nichts mehr, so sieht der Mond vermutlich aus - nur ohne die Rentiere. Die Gegend ist so unglaublich lebensfeindlich und trotzdem stehen hier Häuser, in denen auch wirklich Menschen wohnen und natürlich laufen unzählige Rentiere über die Straße. Die Anfahrt zum Nordkapp ist atemberaubend , man weiß wirklich nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
    Dann erreichen wir das Nordkappplateau und sind irgendwie besonders berührt. Um ehrlich zu sein - es ist eine karge Landschaft mit Klippen und gefühlt tausend Touristen. Schaut man nach Norden, sieht man - nichts . Da ist nur Wasser. Und trotzdem ist da diese besondere Aufregung - weiter kann man mit dem Auto in Europa eben nicht nach Norden fahren. Wir telefonieren mit Nonna und Paul, unserem 95 jährigen Nachbarn. Unsere Kinder sind natürlich nichts ans Telefon gegangen. 🤭😁🤣
    An der berühmten Weltkugel ist ein Stau. Jeder will ein Foto von sich alleine auf dem Podest. Wir drängeln uns da irgendwie rein und vor und machen unsere Bilder. Dann erkunden wir dieses riesige Plateau und entdecken doch immer wieder neue An- und Aussichten. Es sind inzwischen 3 Stunden vergangen und wir haben Hunger.
    Zurück zum Bulli - Nudeln mit Pesto geht immer. Es hat noch 6 Grad und leichten Wind - das fühlt sich wie minus 5 Grad an - im August.
    Wir essen also kalte Nudeln, trinken Bier und Coke. Es fühlt sich heute irgendwie alles so verdammt richtig an . Ein geiler Tag.
    Aber es reicht dann auch irgendwann, also machen wir uns auf den Rückweg nach Hønnigsvag. Auf dem Weg kommen uns mind 25 Busse entgegen und wir fragen uns, wo die ganzen Menschen herkommen. Im Hafen ist die Antwort dann nicht zu übersehen. Es hat eine AIDA festgemacht. Das Schiff ist größer als Hønnigsvag und spuckt seine mehr als 2.000 Passagiere aus. Die fahren jetzt alle noch zum Nordkapp. Kein Problem - die Sonne geht dort heute erst um ca 21 Uhr so halb unter und um 3:48 Uhr schon wieder auf. Da kann man durchaus 24 Stunden Tourismus durchführen 😇😜.
    Wir haben es gesehen, morgen gehts in Richtung Süden und unsere eigentliche Reise "vom Nordkapp nach Gibraltar" beginnt. Wir sind happy.
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  • Áltá - ab in den Süden

    26. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir haben heute ziemlich oft darüber gesprochen, wie man in Honningsvåg leben kann. Selten habe ich einen frustrierenderen Ort gesehen. Und das, obwohl jetzt nicht einmal Winter ist. Und Winter bedeutet in Honningsvåg: -20 Grad und gesperrte Straßen. Da kommt Dich keiner besuchen, nur die großen Schiffe. Die legen auch im Winter fast täglich an und spucken so viele Passagiere aus, wie der Ort Einwohner hat. Heute kam nach der Aida und den Hurtigruten gestern, ein neuer Riesenpot von Princess Cruises.
    Wir haben uns dann ziemlich schnell nach dem Frühstück, Richtung Áltá aufgemacht.
    Die größte Stadt der nördlichen Provinz Norwegens ist eine Region mit eher mildem Klima- also genau der richtige Ort für uns, nördlich des Polarkreises zu campen.😜
    Alta liegt sowohl am Meer, als auch am Áltáelva einem der besten Lachsflüsse der Welt.
    Und unser Campingplatz liegt genau an diesem Fluss. Ganz ruhig…..keine Straße….heißt aber auch StrandCamping…😂😂😂. Wir haben eingecheckt und sind erst einmal in die City geradelt. Dort haben wir eine ziemlich ausgefallene Kirche entdeckt und den besten Cappuccino seit Anbeginn der Reise getrunken. Und zwar nicht in Samis Café + Reindeer sondern bei Alattio Pizza & Pasta. Läuft bei uns…😃. Als wir wieder am Campingplatz waren, hat Patrick dann trotz Wind noch seine Drohne ausgepackt. Und was soll ich sagen, das sind schon sehr schöne Bilder. Danke an der Stelle an Jannis! Um so richtig reinzukommen in dieses Camperding, haben wir heute in der Gemeinschaftsküche des Campingplatzes gekocht…zusammen mit einem authistischen Franzosen und einer mitteilungsbedürftigen Österreicherin…..Nichts gegen Österreicher und Franzosen….ich mag sie alle!!!😍Nur mit einem Russen habe ich im Moment Probleme, aber das ist ein anderes Thema🙈Wir haben dann in unserem Bully gegessen - draußen war es uns dann doch zu kalt…Morgen geht es weiter nach Tromsø….
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  • Unglaubliche Landschaft

    27. august 2023, Norge ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir machen heute mal wieder Strecke. Nachdem es heute Morgen mangels Deckel für die Pfanne, die Tante Gaby ( die Pullach Gaby, nicht die echte Tante Gaby 😁) uns geschenkt hat, in die Frühstückseier geregnet hat, halten wir das Frühstück kurz und starten von Alta nach Tromso.

    Die Straße führt wieder entlang des Wassers und man verliert schnell den Überblick - ist das hier noch Festland oder eine Insel ? Dann gehts auf einmal noch den Berg hoch und man steht auf einem Pass, 500 Meter über dem Meer und blickt hinunter . Das Meer konnten wir leider nicht sehen. Es war etwas neblig im Tal, aber glaubt uns : unter den Wolken ist Wasser 🤭.

    Wir fahren 5 Stunden und brauchen auch zwei Fährverbindungen. Das ist in Norwegen sehr einfach. Ist ein bisschen wie S Bahn fahren: Du buchst nichts vorher , sondern fährst einfach hin und auf die Fähre ⛴️. Dann kommt irgendwann ein Kontrolleur und bucht via Apple Pay einen wirklich fairen Preis für die Fähre ( Achtung Wortspiel) ab.

    Alle stellen sich übrigens auch schön brav in die Reihe, nur der Deutsche mit dem Wohnmobil versucht sich vorzudrängeln- klappt aber nicht. Die Norweger bremsen ihn alle aus. Dafür blockiert er dann auf der Fähre den Kiosk, weil seine Familie an zwei Kassen aufläuft , aber nur der Papa das Geld einstecken hat 😁.

    Die lange Fahrt vergeht irgendwie wie im Flug, weil wir immer noch staunen über diese wunderbar schöne Natur. Oft scheint auch noch die Sonne, was dazu führt, dass die Norweger sofort die FlipFlops herausholen und mit nacktem Oberkörper spazieren gehen. Uns Touristen erkennt man dann daneben an der Mütze und Daunenjacke. Sonne hin oder her , es ist echt kalt hier !

    Wir kommen in Tromso an und fahren direkt in ein Hotel am Hafen. Morgen gibts regenfreie Eier zum Frühstück. In Tromso steht eine Monsterbrücke, die so hoch ist, dass die Kreuzfahrer unten durch passen. Nachdem aber wenig Platz ist, gehts einfach auf kurzer Strecke brutal steil bergauf und dann natürlich genauso steil wieder runter. Für einen Fahrer mit Höhenangst ist das keine gute Brücke - wir sind trotzdem gut rübergekommen.

    Tromso ist das Paris des Nordens. Oder soll es zumindest sein - wir checken das morgen und sagen Euch dann Bescheid .
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  • Tromsø - Metropole des Nordens

    28. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 15 °C

    Als wir heute Morgen aus dem Fenster sahen, haben wir festgestellt, dass wir über Nacht einen Nachbarn bekommen haben - die Corinthian….😂So ist das, wenn man ein Zimmer mit Meerblick bucht.😜Nach dem Frühstück haben wir unsere Räder geholt und sind über die Tromsøbrua zur Talstation der Fjellheisen gefahren - eine Seilbahn, die auf den Berg Storsteinen fährt. Dort bietet eine Panoramaterrasse den besten Blick auf die Stadt und - sofern man von November bis März hier ist - den besten Blick auf die Nordlichter.
    Die 421 Meter waren uns aber zu wenig, deswegen sind wir noch mal 350 Höhenmeter weiter gewandert. Ganz oben am Gipfel war der Blick aber gar nicht besser - aber entscheidet selbst….übrigens haben wir vom norwegischen Tourismusamt gelernt, dass die Steintürmchen, die jetzt alle Menschen überall bauen, ein Umweltproblem sind. Echsen und Insekten verlieren dadurch ihren Rückzugsorte. Deswegen auf keinen Fall Türmchen bauen!Besser alle Türmchen, die Ihr findet, zerstören. ( Aber macht das, wenn keiner hinschaut…wirkt auf Andere verstörend…😜😂)
    Übrigens kostete die vierminütige Rauf- und Runterfahrt zur Panoramaterrasse € 37,50 pro Person….da kann man in Kitzbühel schon einen halben Tag Skifahrern…..😜
    Wir haben uns dann auch noch die Ishavskatedralen angeguckt, die sogenannte Eismeerkathedrale. Das war jetzt definitiv die erste Kirche, für die wir Eintritt gezahlt haben….und ganz ehrlich: das hätten wir uns sparen können. Die Konstruktion der Kirche ist cool, aber die sieht man eigentlich auch von außen.
    Wir sind dann wieder über die Brücke zurückgefahren und zwar ganz schnell, weil die wirklich sehr, sehr hoch ist…🙈
    Die Räder haben wir dann wieder ins Hotel gebracht und wollten noch ein bisserl durch die Fußgängerzone bummeln, aber das ist nur mittellustig, wenn die Geschäfte schon alle geschlossen sind. Lebensmittel kann man hier fast rund um die Uhr kaufen, aber der Einzelhandel schließt zwischen 5 und 6 Uhr…verrückt!
    Gut, wir können eh nix kaufen - dafür haben wir keinen Platz in unserem Bully.😩
    Wir sind dann noch an der Tromsø Domkirke vorbeigekommen. Sie ist die einzige norwegische Kathedrale, die aus Holz besteht und eine der nördlichsten Kathedralen der Welt. Sie war auch schon geschlossen…😜
    Morgen geht es dann endlich auf die Lofoten…..
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  • Ger.., äh, nein Narvik

    29. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir verlassen Tromsø und machen uns auf den Weg zu den Lofoten. Das sind leider über 400 Kilometer und im Norden Norwegens ist das für einen Tag zu viel Strecke - man schafft es einfach fast nicht.
    Also machen wir einen geplanten Stop in Narvik. Ihr habt von der Stadt noch nie etwas gehört - gut so und Glück gehabt. Dazu aber gleich mehr.
    Der Weg ist sicher schön, er geht laut Navi fast die ganze Zeit entlang des Meeres, den Fjorden und den Bergen. Unser Problem - es regnet wie verrückt und wir sehen fast nichts. Alles liegt in dicken Wolken, also quälen wir uns durch die Regenwolken und machen auch nur einen Stop, am Målselvfossen. Das ist angeblich der schönste Wasserfall Norwegen. Das hat zumindest eine Umfrage vor ca 20 Jahren ergeben. Er sieht tatsächlich auch sehr schön aus, einen norwegischen Wasserfall stellt man sich trotzdem anders vor. Normalerweise knallt hier das Wasser ja immer gleich mindestens 100 Meter in die Tiefe. Wir haben ein paar Bilder gemacht - entscheidet einfach selbst. Die Brücke zum Målselvfossen hat jedenfalls einen schönen Hintergrund für das obligatorische Bullifürinafoto gegeben 😎.

    In Narvik sind wir dann ziemlich genau um 16 Uhr angekommen. Das wird jetzt wichtig , weil Narvik im Sommer wirklich wenig zu bieten hat. Im Winter kann man hier Ski fahren, im Sommer kann man in das Kriegsmuseum gehen. Narvik war von den Nazis 1940 in blutigen Kämpfen eingenommen worden, weil es hier viel Eisenerz gibt. Daraus kann man natürlich prima Waffen bauen. Es wurde später von den Alliierten befreit und die ganze Geschichte wird wohl in diesem Museum erzählt- wenn man vor 16 Uhr im Museum ist. Genau dann wird es nämlich geschlossen. Ist ja klar - Narvik ist hässlich, dreckig , verwahrlost und einsam, da kann man die einzige Sommerattraktion ja früh zumachen. Kommt sicher ohnehin keiner vorbei. 🤣.
    Sonst ist hier wirklich nichts. Auf Tripadvisor wird zwar noch ein weiteres Museum beworben, aber das hat nur drei Tage die Woche offen und heute natürlich auch nicht.
    Interessant ist, dass die Seemannkirche hier mit WiFi, Kaffee und Souvenirs wirbt. So wird wohl versucht, neue Mitglieder anzuwerben. Ist sicher schlauer, als der Plan der katholischen Kirche. Die verlieren aktuell ja viele, vor allem junge, Mitglieder. Dabei hat man sich doch so intensiv in die jungen Menschen hineinversetzt- es will trotzdem keiner bleiben. Aber das ist ganz klar ein anderes Thema 🙃.
    Wir gehen ein wenig spazieren, sehen noch ein paar alte Holzhäuschen am Hafen und freuen uns auf ein frühes Abendessen.
    Keiner will Narvik jetzt zu nahe treten, die Lage ist auch wirklich schön, wir freuen uns trotzdem auf die Weiterfahrt morgen früh nach Sortland.
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  • Sortland - die Hauptstadt der Vesterålen

    30. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute Morgen haben wir Narvik verlassen und uns auf den Weg zu den Lofoten gemacht.
    Und was soll ich sagen, es hat nur geregnet. Aber bevor ich Euch über die Anreise nach Sortland erzähle, müssen wir kurz über „brunost“ sprechen. Die Norweger lieben ihren Braunkäse - am liebsten mit Preiselbeeren auf Waffeln. Braunkäse ist Käse aus Kuh- oder Schafsmilch, Sahne und Zucker. Als aufgeschlossener Europäer habe ich es probiert, und kann sagen: Finger. Weg. vom. Braunkäse…..Wähäää, igitt, würg! Es hilft vielleicht zu überleben, aber ansonsten tut es nichts für Dich…😜😂 (#Ina:ähnlichekeligwiediekuttelninlondon)
    Wir sind wieder staunend durch diese Landschaft gefahren…..trotz Regen ist das einfach der Wahnsinn….Norwegen ist wirklich ein absoluter Traum.
    Wir haben einen kleinen Stopp in Harstad eingelegt. Aber nachdem es hier zwar eine schwimmende Sauna gibt und einen Sportparcours, jedoch kein Café, mussten wir für den Cappuccino tatsächlich ins Einkaufszentrum gehen. Einkaufszentren lieben die Norweger…in jedem Kaff gibt es eines und ganz bestimmt ist auch immer ein H&M zu finden.
    Nach der Kaffeepause sind wir dann weiter gefahren…Achtung Fährverbindung!
    Tja, wenn man die Fähre knapp verpasst, ist man immerhin der Erste in der Spur.
    Wir haben dann eine Stunde gewartet und sind dann für knapp 6 Euro eine halbe Stunde übergesetzt. Wir fanden das fair, weil wir diesen Betrag in Harstad allein an Citymaut gezahlt haben….🙈Dazu muss man wissen, dass die Norweger für jede neue Straße, Brücke, Tunnel, Maut verlangen. Ist die Investition abbezahlt, kann sie jeder umsonst nutzen.
    So kamen wir also am Nachmittag in Sortland an, der Hauptstadt der Vesterålen mit ca. 10.000 Einwohnern. Hier ist das Shoppingparadies vor den Toren der Lofoten. Sortland zählt zu den wenigen Städten in Nordnorwegen, die noch wachsen. Wir haben allein 3 Einkaufszentren und 6 Supermärkte gezählt. Die „Stadt“ ist so groß wie Pullach….😂😂😂
    In anderen Städten gibt es Denkmäler für Könige, hier gibt es ein Denkmal für Kijtle Paulsen. Er war 30 Jahre Straßenfeger der Stadt und als Dankeschön gab es von den Einwohnern diese Statue - sehr charmant.
    Auf unserem Abendspaziergang haben wir auch noch ein paar schöne Fotos machen können, der Regen hat aufgehört.
    Morgen gehts zum Whalewatching nach Andenes. Hoffentlich ohne Regen und Wind und mit viel Pottwal….
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  • Whale watching

    31. august 2023, Norge ⋅ ☁️ 12 °C

    Die MS Reine sieht wirklich uncool aus. Sie liegt im Hafen von Andenes und soll uns ca 10-12 nautische Meilen in Richtung NordWest bringen. Dort endet das Kontinentalschelf und der Meeresgrund fällt steil und tief ab. Hier gibt es eine tolle Mischung aus Lebewesen, die alle auf der Speisekarte der Wale liegen. Und genau die wollen wir sehen.
    Wir haben dafür das Hotel um kurz nach 7 Uhr morgens verlassen und sind nach Andenes gefahren.
    Beim Veranstalter der whalesafari warten wir im unschönen Café auf die Abfahrt. Es ist wirklich sehr windig und auch wellig. Der Kapitän entscheidet früher abzulegen, weil er glaubt, dass wir ab 14 Uhr mit der Reine nicht mehr seetauglich sind. Das ist ein tolles Gefühl beim Boarding 😁.
    Es ist wirklich windig und die Wellen sind über 2,5 Meter hoch. Man sieht das auf dem Video nicht , Ihr hört es aber ...
    Nach ca 30 Minuten sehen wir Finnwale. Es ist eine Mutter mit ihrem Nachwuchs. Sie schwimmen ca 15 Minuten im Abstand von 10 - 15 Metern neben unserem Schiff und es sieht so aus, als ob wir ihnen eher Spaß machen, denn nervige und ungebetene Gäste wären.
    Man kann die Wale leider nicht richtig gut filmen oder fotografieren. Live sieht das aber wirklich wahnsinnig aus. Die sind so riesengroß! Und bevor die Mama auftaucht, wird das Meer auf einmal ganz weiß. Mama dreht sich nämlich gerne auf den Rücken und streckt ihren weißen Bauch heraus. Den sieht man auch 10 Meter unter Wasser schon. Vielleicht will sie ja gekrault werden.
    Wir verlassen die Finnwale und suchen Pottwale. Die sind noch größer und schwerer zu finden. Unsere Bootsmannschaft hat Kopfhörer auf. Sie versuchen die Pottwale zu hören. Das geht dann schlank 90 Minuten und die ersten nicht seefesten Touristen geben die Glutamatsuppe in der kleinen Bröckeltüte zurück. Die Mannschaft spricht gefühlt jeden an, dass er bitte in die Tüte kotzen soll und keinesfalls über die Reling gegen den 💨 Wind ...
    Es wird zu stürmisch und wir geben auf. Rückfahrt zum Hafen - und plötzlich wird's hektisch . Auf Steuerbord ist ein Pottwal. Sie haben ihn gehört und glauben, dass er in den kommenden 5 Minuten auftauchen muss und wird. Wir warten also noch kurz und er taucht wirklich in 20 Meter Entfernung zum Boot auf, dümpelt ein wenig vor sich hin und bereitet den nächsten Tauchgang vor. Dabei kommt immer wieder die typische Wasserfontäne zum Vorschein. Und dann taucht er ab und zeigt uns seine Heckflosse. Es klicken die Kameras ohne Ende. Wir haben wirklich Finn - und Pottwale gesehen. Das ist sehr ungewöhnlich. Fragt mal Nico 😁.
    Jetzt aber schnell heim. Die Kälte geht jetzt nämlich wirklich bis auf die Knochen durch. Wir freuen uns so auf den warmen Bulli und später das Hotel.
    Die Heimfahrt geht wieder entlang der Küste. Diesmal ohne Nebel und man sieht Sandstrände und türkisblaues Wasser. So sieht die Karibik auch aus - nur dass dort das Wasser mehr als 9 Grad hat ...
    Im Hotel gehen wir noch in die Floating Sauna im Hafen und natürlich schwimmen wir zum Abkühlen im Meer. Ja, in dem 9 Gradmeer ! Die vielen Quallen sehen wir erst danach. Glück gehabt.
    Der Tag war kalt , schaukelig, kotzfrei, unglaublich spannend und interessant, sehr besonders und wieder einmal sind wir überglücklich , dass wir das alles hier erleben dürfen.

    Bevor Ihr sucht. Auf dem Video ist kein Wal zu sehen. Es gibt nur die kuschelige Bordatmosphäre wieder 😱
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  • Svolvær - Hauptstadt der Lofoten

    1. september 2023, Norge ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute Morgen sind wir also endlich auf die Lofoten aufgebrochen.
    Reine Fahrzeit 2 Stunden, inklusive Fährverbindung. Wir sind erschöpft. Dieses ständige Sightseeing ist schon auch sehr anstrengend. In Svolvær haben wir uns für drei Tage eine Wohnung gemietet, auch um uns ein bisserl zu sortieren, Wäsche zu waschen (≠Ina: unserliebsteshobby) und nicht ständig ins Restaurant gehen zu müssen.
    Wir fahren also mittelgelaunt los und denken, dass es auf den Lofoten eigentlich ja gar nicht schöner sein kann, als dort, wo wir schon waren….und dann fahren wir in Fiskebøl von der Fähre und…naja seht selbst….
    In Svolvær angekommen checken wir in unserer Wohnung ein und sind erst einmal überrascht, wie cool die Wohnung ist. Sie liegt direkt am Hafen und ist nagelneu und nett eingerichtet. Die Waschmaschine und der Trockner laufen seitdem in Dauerschleife…
    Wir haben dann noch eingekauft und sind am Abend trotzdem zum Essen gegangen.
    Leider kennen die Norweger hier keinen Essig…also ich meine gar keinen…wir haben Essigessenz bekommen. Das ist das Zeug, mit dem ich meine Wasserhähne entkalke…😂😂😂. Mal sehen, wie das oral zugeführt wirkt…..🙈Beim Abendspaziergang, haben wir dann noch einen Erlebnisweg entdeckt. Und einen Klettergarten, der - genau wie die Statue- die richtigen Dimensionen für Patrick hat.
    Hier hat er keine Höhenangst und ist voll mutig!!!!😜 Ihr hättet sehen müssen wie er in das Netz gesprungen ist - in Chuck-Norris-Manier.😂😂😂
    Ich schätze heute Abend machen wir Extremecouching; wer sich als erster bewegt hat verloren….das wird schön!
    Morgen fahren wir mit dem Katamaran in den Trollfjord….wir sind gespannt!
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  • Norwegische Karibik

    2. september 2023, Norge ⋅ 🌙 12 °C

    Wir wachen auf und es regnet. Die Berge um uns herum sind wolkenverhangen. Gut, dass die ursprünglich geplante Bootstour ohne uns stattfindet - wir hatten Stress bei der online Buchung. Die norwegische Semmel schmeckt nicht gut (willst Du Dir den Tag versauen, musst Du Brot aus Norwegen kauen) - wir quälen uns fast aus dem Haus und sind so froh, dass wir es getan haben.
    Das erste Ziel ist Henningsvaer. Das ist ein putziger Ort, er erinnert mit seinen Holzhäuschen ein wenig an Disneyland und richtig bekannt ist der Ort für seinen Fußballplatz. Der liegt auf einer eigenen Insel. Auf der einen Seite sind höhere Felsen, auf der anderen Seite kommt 10 Meter neben dem Spielfeld das Meer. Hier sollte man den Ball also kontrollieren können 😁 - das ist nix für Rumpelfußball !
    Es geht weiter zur Hauckland beach, ein Sandstrand auf den Lofoten. Mit tollem Karibikflair - bis man ins Wasser geht, dann kommt Eskimofeeling auf. Wir sind immer noch nördlich des Polarkreis- und zwar des nördlichen Polarkreis ....
    Quasi um die Ecke gibts noch so einen Megastrand , Uttakleiv beach. Wir parken den Bulli in einer Parkbucht und laden die Räder ab. Der Weg führt am Fuß des Berges "Mannen" entlang. Den Warnhinweis, auf den Steinschlag von oben zu achten, nehmen wir zur Kenntnis, aber wir haben auch den Seelenverkäufer beim whale watching und das Omelette in Aarhus überlebt - scheiss der Hund oder halt das Schaf auf den Steinschlag. Das geht schon gut.
    Und Uttakleiv beach toppt Hauckland irgendwie noch. Wir haben Euch ein kleines Video mit der Drohne von Uttakleiv gemacht. Wie sieht das wohl bei Sonne hier aus ?
    Auf der Heimfahrt kommen wir wieder aus dem Staunen nicht heraus. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste, von Insel zu Insel. Die Norweger müssen die absoluten Profis in Sachen Brückenbau sein. Hier kommt alle 5- 8 Kilometer eine Brücke. Jeweils steil nach oben, es erinnert ein bisschen an eine Achterbahn , ab der Kuppe gehts dann brutal nach unten - manche Brücken sind breit genug für Begegnungsverkehr, manche nicht. Dann musst Du halt warten, bis Du dran bist. Autofahren ist hier entspannt , irgendwie scheinen alle stressfrei zu sein. Keiner drängelt, keiner schimpft , keiner hupt - selbst als wir mitten auf der Straße anhalten, um Fotos zu machen.
    Wir kommen nach knapp 7 Stunden Ausflug in unsere Wohnung zurück und sind müde. Ein kurzes Abendessen, noch eine Waschmaschine anwerfen und sehen, wie die Bayern in Gladbach gut spielen und gewinnen.
    Wieder geht ein unglaublicher Tag zu Ende. Wir freuen uns auf morgen, auf wieder neue Eindrücke.....
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  • Lofoten im Regen

    3. september 2023, Norge ⋅ 🌧 12 °C

    Wir wachen heute morgen auf und sehen nach draußen. Es regnet. Schon wieder.
    Und diesmal ist auch ein bisserl Wind dabei.
    Trotzdem gehen wir aus dem Haus und fahren zum Unstad Beach. Unstad Beach ist für das Surfen bekannt….also Wellenreiten.
    Tatsächlich findet sich eine kleine Gruppe Wagemutiger in den Wellen des eiskalten Nordmeeres. Das ist ganz witzig und wir bleiben ein bisserl und schauen dem Treiben ein wenig zu. Allerdings wird uns dann doch ein wenig kalt; anfangs versuchen wir noch ein bisserl rumzuspazieren aber geben dann auf, weil es einfach zu fies ist.
    Es ist jetzt 12.00 Uhr und heimfahren ist keine Option.
    Deswegen geht es jetzt ins Wikingermuseum nach Borg. Eine Indoor-Veranstaltung bei dem Wetter erscheint uns sinnvoll. Hier wurde 1981 das größte bekannte Langhaus der Wikinger gefunden und rekonstruiert. Zusätzlich viele Fundstücke, die viel über das Leben der Wikinger erzählen.
    Die Ausstellung innen mit Audioguides hat nicht richtig funktioniert und dauerte ca. 30 Minuten. Danach ging es ….ja wohin wohl? Raus.
    Diesmal aber ohne Regenjacken….😂
    Also raus zum Langhaus. Darin waren dann „Wikinger“ die kochten, webten und strikten.
    Da hätte man sich dazu setzen können und z.Bsp. mitweben….Patrick wollte weder das, noch die stinkende Wikingerkluft anziehen…😜
    Also ging es jetzt zum Highlight, einem nachgebauten Wikingerschiff….in nur 20 Minuten waren wir dort….nein, es hat ein bisserl länger gedauert, weil Patrick unbedingt noch Hufeisenwerfen machen wollte….ich hab gewonnen!👍
    Das Schiff ist eher ein Schiffchen und den Weg durch Wind und Regen nicht wert.
    Keine Ahnung, wie das bei schönem Wetter gewesen wäre, aber so war es nix!
    Wir sind dann nach Hause in unserer Wohnung gefahren.
    Der Wind wird stetig mehr, was mich ein wenig beunruhigt, weil wir morgen um 20.30 Uhr mit der Fähre von Moskenes nach Bodo aufs Festland zurückfahren.
    Aber das gibt bestimmt nen witzigen Artikel…😜
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  • A - diese Straße endet hier

    4. september 2023, Norge ⋅ 🌧 11 °C

    Wir fahren auf der Europastraße 10 in Richtung Westen. Es regnet. Nein, nicht so einen Regen, wie Ihr ihn kennt. Es ist norwegischer Verdammtescheissevielleichthattediesernoahdochrechtwoistdiesearchenochmalregen!
    Man sieht dazwischen die Hand vor Augen nicht mehr. Die angenehmen 70 km/h Windgeschwindigkeit machen vor allem die Brückenfahrten zu einem Abenteuer. Zur Erinnerung: ab 20:30 Uhr fahren wir 3 Stunden mit einer Fähre von Moskenes nach Bodo. Das erspart über 6 Stunden Fahrt auf dem Landweg. Das wird sicher auch noch ganz lustig - dazu aber vermutlich morgen mehr.
    Zwischen dem Regen kommt manchmal sogar kurz eine helle Stelle heraus und wir sehen wieder diese unglaublich schöne Natur. Hohe Felswände fallen steil ab und gehen fast nahtlos ins Meer über. Und wäre das nicht schon spektakulär genug - es ergießen sich dazu 3 oder 5 Wasserfälle über tw 80 Meter in die Tiefe. Die Lofoten sind vermutlich das Schönste was wir bisher an Natur gesehen haben. Und die norwegischen Fjorde im Geyrangerstyle waren auch schon echt gut.
    Unser Problem (neben dem Regen): wir mussten unsere Wohnung um 11 Uhr verlassen und die Fähre fährt erst um 20:30 Uhr. Die Fahrt dorthin dauert ca 2 Stunden und in Moskenes gibt es - nichts , nada, niente, rien. Wir hatten den Plan für schönes Wetter gemacht und nicht für Extremregen😁.
    Wir kommen an einer Abzweigung nach Nusfjord vorbei. Zeit haben wir ohne Ende, also fahren wir da halt einmal vorbei. Und wir sind begeistert. Der Regen macht eine Pause und wir laufen durch ein kleines Fischerdorf mit diesen typischen Hütten auf Stelzen. Die Häuser sind tw an den Felsen angelehnt, zumindest wirkt das so. Micky philosophiert darüber, wie man das wohl mit der Gewährleistung hinbekommt, Patrick sucht ein sauberes Klo. Jeder macht halt das, was er gut kann .....
    Der Ort hat sogar ein kleines Café, das wirklich super putzig ist. Der Cappuccino schmeckt kacke, aber wir sitzen schön und es nimmt wieder eine Stunde Zeit von der Uhr.
    Wir fahren dann weiter nach Reine, Moskenes, am Fähranleger vorbei, nach A . Der Ort heißt wirklich nur A . Er ist der westlichste Punkt der Lofoten, der mit dem Auto erreichbar ist. Die Europastraße 10 endet dann auch hier. Damit es auch wirklich jeder glaubt, ist am Ende einfach ein Wendehammer und ein Pfeil bedeutet dem Autofahrer, dass es Zeit wird herumzudrehen.
    Das machen wir natürlich auch - es sind jetzt nur noch 4 Stunden bis Boarding. Wir fahren nochmals zu einem Supermarkt / Café / Restaurant / Klo in Reine. Ja, der Laden vereint wirklich die 4 Eigenschaften. Wir kaufen eine 7up und warten im Auto vor der Tür, dass die Zeit herunterläuft. Nach 90 Minuten und einem weiteren Päckchen Kekse fahren wir zum Fähranleger. Hier stehen schon ca 100 Wohnmobile an. Die haben nicht reserviert, wir alten Spießer schon, also fahren wir via fastlane nach vorne und sind das 4. Auto. Die Heizung macht den Bulli schön warm, wir hören einen Podcast und freuen uns, dass wir diese wundervollen Lofoten erleben durften.
    Die An- und Abreise hierher ist beschwerlich und es lohnt sich auf jeden Fall.
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  • Gestrandet in Grong

    5. september 2023, Norge ⋅ 🌧 9 °C

    Also fangen wir bei gestern Abend an.
    Nachdem es den ganzen Tag schon so geregnet hat, haben wir uns trotz reservierter Tickets, bereits um 18.15 Uhr in die Wartespur am Fähranleger gestellt.
    Wir haben dann das gemacht , was man halt so macht, wenn man auf die Fähre wartet.
    Geschlafen, Hörspiel gehört, Film geguckt und ganz manchmal, wenn es gerade nicht geregnet hat, aufs Klo gegangen.
    Der Wind wehte mit 90 km/h und wir haben uns vorsorglich - obwohl wir eigentlich seefest sind - so ne Reisetablette eingeworfen.
    20.30 Uhr sollte die Fähre ablegen;
    Schließlich sind wir dann um 21.45 Uhr losgefahren. Und kurz nachdem wir den Schutz der Inseln verlassen hatten, ging’s los. Die Wellen waren über 5 Meter hoch und es hat echt heftig geschaukelt.
    Wir fanden es ganz gemütlich; aber irgendwann konnte ich nicht mehr schlafen, weil ich Angst hatte, angekotzt zu werden.😂
    Spucktüten waren irgendwann aus und unser Schiff glich einem Lazarett.
    Alle lagen am Boden rum, würgten lauthals - auch wenn schon lange nichts mehr drin war.
    Es war abartig!!!!!
    Neben uns ein junges belgisches Pärchen, die auf den Lofoten zelten wollten, aber diesen Versuch ob des Dauerregens abgebrochen haben - auch seekrank.
    Um die haben wir uns bisserl gekümmert und sie dann gegen 2.00 Uhr in ihr Hotel gebracht.
    Das war dann auch die Zeit, als wir endlich ins Bett kamen- was für ein Ritt!
    Heute haben wir dann das Zimmer erst um 12.00 Uhr verlassen, weil wir so fertig waren.
    Eigentlich wollten wir nach Mo i Rana, aber übermütig, wie wir halt sind, haben wir dann
    gedacht, fahren wir doch gleich nach Trondheim.
    Das sind ca. 700 Kilometer. Dazu muss man wissen, in Norwegen fährt man auf der Autobahn maximal und nur manchmal 90 und normalerweise 80 km/h.
    Wir haben es nicht geschafft. Gestrandet in Grong, diesmal nicht nur an der Autobahn, sondern auch direkt unter der Eisenbahnbrücke - wir steigern uns.💪
    Bilder konnte ich nicht viele machen, wegen des Regens. Aber dafür ein Video, damit Ihr seht, was wir im Auto in diesen vielen Stunden, die wir da zusammensitzen, so machen.😜
    Morgen gehts weiter nach Trondheim.
    Ach ja, und ganz nebenbei haben wir heute wieder den Polarkreis überschritten - diesmal nach Süden, und das ist gut so.😂
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  • Back to life - Trondheim

    6. september 2023, Norge ⋅ ☁️ 14 °C

    Geile Scheiße (@Papi, ob das meinem Deutschlehrer wohl gefiele ?) , was haben wir die Sonne vermisst?
    Heute Morgen haben wir unser Quartier unter der Eisenbahnbrücke verlassen und haben die letzten 3 Stunden nach Trondheim in Angriff genommen - bei strahlendem Sonnenschein. Auf einmal waren neben der Straße Felder, auf denen Weizen angebaut wurde. Weizen! Wir waren jetzt drei Wochen in einer Gegend, in der maximal Gammelhai angebaut wurde. Es war jeden Tag kalt und windig , so wie das nördlich des Polarkreis eben ist. Wir fanden das unglaublich spannend und sind dankbar, dass wir auch diese Landschaft erleben durften , aber jetzt war es auch genug. Wir sind Bayern und die sind nicht dauerhaft polarkreistauglich. Um dort zu überleben, muss man es einfach mögen, bei starken Wind morgens mit der Harpune schwimmen zu gehen und direkt vor dem Frühstück noch den ersten Wal zu jagen.
    Wir sind also in Trondheim super gut gelaunt angekommen, haben das Auto abgestellt und sind mit den Rädern in die Stadt gefahren.
    In Trondheim waren wir vor 6 Jahren schon einmal und hatten es noch so halbwegs in guter Erinnerung. Und das wurde heute bestätigt. Trondheim erinnert ein wenig an Kopenhagen , nur in deutlich kleiner. Die ganze Stadt wird von Wasser durchzogen, man spürt das Leben hier, die Menschen sind auf der Straße und alle sind gut gelaunt .
    Sightseeing haben wir natürlich auch gemacht. In Trondheim steht der Nidarosdom. Der sieht zum einen wirklich beeindruckend aus , zum anderen ist er wichtig, weil hier tausend Jahre lang die norwegischen Könige gekrönt wurden. 2017 wollten wir ihn bereits besichtigen, aber er war geschlossen. So wie heute 😁. Er schließt um 14 Uhr. Die Norweger sind angeblich das glücklichste Volk der Welt. Das ist übrigens einfach, wenn Du Gas und Öl an andere verkaufst und um 14 Uhr Feierabend machst ....
    Egal, jetzt haben wir es zweimal probiert , eine dritte Chance bekommt der Dom nicht. Wir machen weiter die Stadt unsicher und vor allem die bunten Holzhäuser entlang des Flusses Nidelva sind sehenswert .
    Wir radeln noch auf die Festung oberhalb der Stadt, genießen die Aussicht und überlegen , ob es um 17 Uhr zu früh für Alkohol, konkret Gin Tonic, ist ? Ist es nicht - wir fahren zur Rooftopbar am Hafen, chillen in bequemen Sesseln und freuen uns darüber hier zu sein.
    Zum Abendessen gehts nochmal zum alten Hafen, der inzwischen als Sportboothafen und Ausgehviertel dient.
    Ein toller Tag neigt sich dem Ende zu, morgen werden wir olympisch .....
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  • Hast Du den Schlüssel ? Lillehammer

    7. september 2023, Norge ⋅ ☁️ 15 °C

    Das ist heute ein kurzer Bericht, mit wenigen Fotos.
    Wir haben Trondheim in Richtung Lillehammer verlassen und wieder einmal die Entfernung unterschätzt. Wir haben für die 380 Kilometer fast 6 Stunden gebraucht. Und es hatte sich unterwegs niemand festgeklebt!
    In Lillehammer sind wir auf den Campingplatz gefahren und stehen direkt in der ersten Reihe am See.
    Mit den bikes haben wir noch einen kurzen Ausflug in die Stadt gemacht, morgen wollen wir das intensiver machen und vor allem ins Olympiamuseeum gehen und unserem Wasi huldigen, der 1994 hier die Österreicher hat stehen lassen und Doppelolympiasieger wurde - sorry , dass wir diese alte Wunde nochmals aufreißen lieber Schorni 😁.
    Am Campingplatz haben wir dann angefangen unser Abendessen vorzubereiten, als wir festgestellt haben, dass es tatsächlich noch Autos gibt, die man absperren kann, obwohl sich die Autoschlüssel im Fahrzeug befinden. Wir haben genau so einen VW California .
    Was macht man jetzt, wenn man vor dem verschlossenen Auto, in dem man auch schlafen will, steht, feststellt, dass der Schlüssel wirklich im Auto ist und die Türen zu sind ?
    1) alle Türen 4x überprüfen, ob nicht doch eine offen ist, die man übersehen hat.
    2) alle Taschen der Jacke 8x überprüfen, ob man vllt nicht doch den Ersatzschlüssel darin hat
    3) kurz verzweifelt sein
    4) nochmals alle Türen überprüfen
    5) das einzige Bier aufmachen, das sich nicht im Auto befindet
    6) Leiter vom Handwerker holen und hoffen, dass man das Dachzelt auch von außen öffnen kann - geht natürlich nicht . Wäre auch echt blöd
    7) eine Liste mit allen Gegenständen machen, die man hat und die beim Überleben helfen könnten - wir hatten: einen Gaskocher, Nudeln, Ketchup, Parmesan, nur noch eine halbe Dose Bier, eine Decke, , Handy, Adiletten und die Fahrräder - überleben würden wir
    8) ADAC anrufen
    9) feststellen, dass das Handy fast leer ist
    10) Nudeln kochen und auf ADAC warten
    11) online feststellen, dass der Serviceauftrag gelöscht wurde - Akku hat noch 6 Prozent
    12) ADAC nochmals anrufen , Problem klären
    13) lachen und sagen, es wäre ja irgendwie ein Abenteuer
    14) weinen
    15) lachen, weil der Servicemann anruft und sagt, er wäre in 15 Minuten da
    16) warten
    17) den Servicemann begrüßen, als ob er einen Lotteriegewinn überbringen würde
    18) zuschauen, staunen, beten
    19) Freudentanz aufführen, als die Türe aufgeht.
    20) sofort den Zweitschlüssel auch noch an sich nehmen
    Freunde , der ganze Spuk hat tatsächlich nur 45 Minuten gedauert und wir feiern den ADAC- Ihr seid prima, geil, klasse, unschlagbar und einfach unsere Helden.
    Jetzt bereiten wir uns auf morgen vor und schauen uns den Super-G von 1994 in Lillehammer an .
    Schlaft alle gut 😊
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  • Von Lillehammer nach Oslo

    8. september 2023, Norge ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Footprint-Formular begrüßt mich immer mit dem Satz: „was gibt es zu erzählen“.
    Und dann beginne ich immer erst einmal zu rekapitulieren, was wir alles gemacht haben.
    Fangen wir auch heute mal ganz von vorne an. Erst einmal die gute Nachricht: ich trage jetzt immer den Ersatzschlüssel am Körper. Die Nacht war bisserl kalt, bis Patrick sich erbarmt hat, die Heizung anzumachen. Ich schlafe ja im Zelt….🙈Danach war es aber sehr kuschelig und nachdem ich heute morgen wieder meinen Kaffee aus dem guten alten Petromax bekommen habe, konnte der Tag beginnen.
    Patrick wollte unbedingt die Stätte des deutschen Triumphes 1994 besichtigen. Für alle die das nicht wissen: die deutsche Mannschaft war die dritterfolgreichste der Spiele in Lillehammer nach Gastgeber Norwegen und den Russen.
    Wir sind dann zum „Olympiaparken“ hingelaufen und haben vergeblich Spuren der Olympiade von damals gesucht. Patrick wollte das nicht wahrhaben und ist in jede sich ihm öffnende Tür reingelatscht - bis sie ihn aus dem Rehazentrum rausgeschmissen haben…..😂
    Wir sind dann noch in das olympische Museum gegangen….naja, ganz nett - vor allem der Biathlonsimulator (Ihr seht wohl, wer ein großes Talent ist!?), aber bei gutem Wetter hätten wir etwas anderes gemacht.
    Aber endlich konnte Patrick mit Wasi jubeln…..(#Schorni: ichweißderStachelsitzttief).
    Schließlich haben wir uns auf den Weg nach Oslo gemacht, die größte Stadt Norwegens mit ca. 700.000 Einwohnern - und besonders toll: da gibt es eine Autobahn und man kann 110 km/h fahren…
    20 km vor Oslo ein Stau….auf der Gegenspur….wir haben uns so gefreut!…Patrick wollte gleich umdrehen und sich reinstellen….😜
    Es hat dann wahnsinnig lange gedauert bis wir das Hotel erreicht, unser Auto abgestellt und im Hotel eingecheckt haben. Autofahren macht hier keinen Spaß…alles ist so wuselig und unübersichtlich…Wir mussten uns erst einmal von diesem Kulturschock erholen.
    Am Abend sind wir dann in einem Foodcourt essen gegangen…..und danach wollten wir noch einmal ans Wasser und sind schließlich bei der Oper gelandet, die uns wirklich beeindruckt hat. Sie soll einen treibenden Eisberg darstellen.
    Das war jetzt nicht unsere erste Intention; wir finden das Gebäude einfach mega.
    Auf dem gesamten Dach kann man rumlaufen und hat von überall eine tolle Aussicht - und, das ist in Skandinavien recht unüblich, völlig umsonst!
    Patrick will jetzt sogar in die Oper gehen. (#Mona: jaerhatdaswirklichgesagt).
    Morgen suchen wir dann den Mörder von Balthasar….es wird spannend…😜!
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  • Oslo ist richtig gut

    9. september 2023, Norge ⋅ ☁️ 17 °C

    Dass Oslo gut ist, hat sich gestern Abend schon abgezeichnet . Heute bestätigt die Stadt den ersten Eindruck und setzt noch einen drauf. Es ist nicht gut hier, es ist richtig gut.
    Wir starten eine selbstgeführte Schnitzeljagd und nehmen uns vor, dass komplett zu Fuß durchziehen. Die Räder bleiben in der Garage.
    Wir starten am Hauptbahnhof an der Tigerstatue und arbeiten uns am Rathaus, dem Friedennobelpreiscenter, dem Königshaus vorbei zum Stadtpark Frogen. Unterwegs wollten wir noch ein paar Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten ansehen, aber die hatten alle zu. Klar, es war ja auch fast 14 Uhr 🤣🤣🤣.
    Im Frogen haben wir dann ein paar nackte Statuen für Uli fotografiert und da waren wirklich viele davon da !
    Vom Frogen wollen wir heimlaufen. Das sind nochmals etwas über 5 Kilometer, wir haben zu diesem Zeitpunkt schon 9 Kilometer und 6 Stunden in den Beinen, also geben wir doch 2,5 Kilometer vor dem Hotel auf und rufen einen Uber. Der Fahrer ist superfreundlich und empfiehlt uns noch die Munch-Ausstellung zu besuchen. Sie ist direkt neben unserem Hotel. Das machen wir auf keinen Fall, Patrick hat den Van Gogh in Amsterdam noch immer nicht verarbeitet. Und das ist im Vergleich zu Munch ja tolle Malerei 😁.
    Zurück zum Uberfahrer und der Freundlichkeit: es fällt wirklich auf, wie freundlich die Skandinavier sind. Wir haben in den letzten 5 Wochen hier nur freundliche Menschen getroffen. Hier ist man hilfsbereit und lächelt sich an. Wir haben das Gefühl, dass uns die Rückkehr nach Deutschland schocken wird - das wird nicht leicht.
    Noch etwas fällt auf: man ist hier schon in der Zukunft , über die wir noch reden und die wir versuchen mit Verboten und fragwürdigen Gesetzen zu erzwingen. Wir haben in Schweden und Norwegen noch nicht eine Krone Bargeld genutzt. Selbst die Semmel für 6 Kronen geht easy via Kreditkarte, hier fahren unglaublich viele Elektroautos auf den Straßen und die Energie kommt zu 98 Prozent aus erneuerbaren Energien und Fahrradfahren hat Priorität. Es gibt Fahrradwege und wehe ein Auto wagt es, diesen Weg zu nutzen. München bezeichnet sich als Radlhauptstadt - Praxis und Theorie stimmen nur leider nicht überein.
    Es gibt auch Schattenseiten in Skandinavien: die Dunkelste ist das Essen. Es ist alles sehr teuer und zumindest gewöhnungsbedürftig. Selbst bei einem Italiener steht der obligatorische Hamburger auf der Karte, dafür fehlt frischer Salat und die Nudeln sind einfach nicht italienisch. Also gab es heute Abend einen suboptimalen Caesarssalad und einen Burger 🍔 😎.
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  • Einmal Holmenkollen und zurück

    10. september 2023, Norge ⋅ 🌙 18 °C

    Heute haben wir mal wieder unsere Räder rausgeholt und wollten zum Vettakollen, einem Berg, auf dessen Spitze man eine der besten Aussichten über Oslo haben sollte. Der Weg dorthin erinnerte an eine Mischung aus Forstenrieder Park und den Isarauen und war auch ebenso steinig. Natürlich nicht richtig ideal für unsere Bikes. Aber wir haben uns durchgekämpft bis es wirklich felsig wurde und wir die Räder stehen lassen mussten. Das letzte Stück sind wir dann raufgelaufen - eigentlich eher geklettert. Die Norweger geben die Route als „leicht“ an….das müssen die Wikingergene sein!
    Es war schon ganz schön anstrengend…und leider war dann oben einfach nur Nebel - und die Wahlkämpfer der Grünen. Morgen ist Wahl in Norwegen und es wird um jede Stimme gekämpft - auch um unsere…😂 We are not allowed to vote in your country…..😜
    Wir sind dann weiter zum Holmenkollen geradelt, weil wir unbedingt den Holmenkollenbakken sehen wollten, übrigens die älteste Skischanzen der Welt.
    Lustig war, dass dort gestern das tougheste Rennen der Welt stattgefunden hat.
    8 Kilometer Ninja-Pacours und anschließend die Schanze raufklettern. Heute dann das ganze im Familienformat. Im Landebereich der Schanze (also bis zum Schanzentisch) hängt ein großes Netz, mit dessen Hilfe die Schanze beklettert wird.
    Klitzekleine Kinder mit ihren Eltern sind da hochgeklettert…..(#Karin und Philip:neindashätteichwegenmassiversicherheitsbedenkenkeinesfallsgemacht)
    Die Schanze ist sehr beeindruckend….es ist nicht vorstellbar, dass sich da einer bei guter geistiger Gesundheit mit Skiern runterstürzt….
    Flying Fox wäre übrigens auch möglich gewesen…haben wir nur nicht gemacht, weil man so lange angestanden hätte…..😎
    Nach der ganzen Anstrengung sind wir dann zurückgefahren und haben uns am Hafen in eine gemütliche Tappas Bar gesetzt, ein Bierchen getrunken und bisserl Oliven mit Manchego gegessen.
    Die Norweger derweil, feiern bei 20 Grad den Sommer an der schönen Uferpromenade.
    Wir sind dann noch kurz an der Oper vorbeigefahren um ein schönes Foto bei Tag zu machen. Wir finden es hat sich gelohnt.
    Morgen fahren wir noch einmal nach Copenhagen, weil wir keine Lust auf die Fähre nach Hirthals haben und Copenhagen einfach so schön ist!😍
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  • Kopenhagen 2.0

    11. september 2023, Danmark ⋅ ⛅ 17 °C

    Von Oslo führen zwei Wege zurück nach Europa, also in das richtige Europa - das mit der Union, Ihr wisst schon 😁.
    Entweder man nimmt die Fähre von der Südspitze Norwegens nach Hirthals, Dänemark oder man fährt etwas weiter östlich durch Schweden nach Kopenhagen. Kopenhagen? Da waren wir doch schon und fanden es ganz prima . Da fahren wir doch einfach nochmals vorbei.
    Von Oslo aus gibt es auch eine Autobahn und man schafft die fast 650 Kilometer recht entspannt in ca 6 Stunden. In Schweden darf man sogar 120 fahren. Das ist fast deutsche Richtgeschwindigkeit und das fühlt sich nach 4.500 Kilometern in Norwegen einfach gut an. Fast, als ob man flöge.
    In Helsingborg muss man sich entscheiden, ob die Fähre oder die Weiterfahrt über die Öresundbrücke die erste Wahl ist. Wir googeln ein wenig und stellen fest. Die Fähre ist für 25 Minuten Überfahrt wirklich teuer. Die Brücke kostet genau so viel. Und das ist kein Zufall - man versucht durch gleiche Preise eine Kannibalisierung eines der beiden Transportwege zu verhindern. Hört sich jetzt irgendwie nach Kartell an, aber was soll's - wir nehmen die Brücke, das ist auch flexibler.
    Und wieder staunen wir über diese Riesenbrücke . Selbst die große Fähre , die fast genau unter uns durchfährt, wirkt klein.
    In Kopenhagen stellen wir das Auto ab und steigen sofort wieder auf die Räder um. Ein Auto ist hier nur hinderlich. Und auch auf dem Rad musst Du echt aufpassen. Die fahren wie die Verrückten. Der Däne radelt so, wie der Italiener Auto fährt - rote Ampel, das ist eher eine Empfehlung, denn ein Verbot. Wir mutieren schnell auch zum Kampfradler. Wir sind Deutsche, bei Aggressionen im Straßenverkehr macht uns keiner nass !
    Uli hat vor ein paar Tagen gefragt, welche Stadt uns am besten gefallen hätte - Kopenhagen, Stockholm oder Oslo. Diplomatisch wie wir sind, haben wir keinen Sieger benannt. Das war ein Fehler. Kopenhagen liegt vorne. Alle drei Städte sind toll und modern. In Kopenhagen spürt man aber eine gewisse Leichtigkeit. Hier ist so viel los , die Menschen sind auf der Straße und freundlich, gut gelaunt (solange sie nicht radeln). Es wirkt so, als gäbe es hier keine Probleme. Natürlich gibt es auch hier Probleme, keine Frage, aber die Kopenhagener scheinen anders damit umzugehen. Hier fühlt man sich einfach wohl.
    Wir radeln am Abend zu einem foodcourt etwas außerhalb des Stadtzentrums. Am Wasser sitzen die Menschen, essen, trinken, schauen auf die Stadt oder chillen bei Musik am Feuer. Keine Probleme halt ....:
    Im Hotel verstauen wir unsere Räder und gehen in den vinyl room. Da steht tatsächlich ein Plattenspieler und es liegen alte Schallplatten herum. Die Hotelgäste können sich hier Musik anhören.
    Für einen Schallplattenfan ist der Zustand der Platten und der Umgang damit schauderös, aber wir hören eine Stunde verschiedene songs an und freuen uns . Es kommen ein paar andere Gäste von der Bar zu uns und hören mit. Nostalgie pur 😎.
    Morgen haben wir kein Programm, wir lassen uns treiben und schauen was passiert und was die Stadt uns bieten und zeigen wird.
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  • Chillen in Kopenhagen

    12. september 2023, Danmark ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute also unser zweiter voller Tag in Kopenhagen und wir haben uns fest vorgenommen, dass wir uns einfach treiben lassen, quasi chillen…..
    Zum Frühstück sind wir heute zu den Torvehallerne gegangen. Das sind große Markthallen, in denen es jede Menge leckere Sachen gibt. Wir wollten unbedingt Smørebrød und haben auch Smørebrød bekommen. Ist allerdings als Frühstück echt mächtig…🙈
    Gut gestärkt sind wir anschließend in die Fußgängerzone gelaufen, die Strøget ( übrigens längste Fußgängerzone Europas). Aber so eine Einkaufsmeile macht nur bedingt Spaß, wenn man eh nix kaufen kann, weil.man.keinen.Platz.im.Auto.hat.!!!!!!
    Deswegen haben wir das „treiben lassen“ wörtlich genommen und so eine Kanaltour gebucht.
    Wir und 69 Asiaten haben dann also in dem flachen Flunderboot Platz genommen und sind noch einmal an den ganzen Sehenswürdigkeiten vorbeigefahren, die wir beim letzten Mal schon per Rad erkundet haben. Es war trotzdem schön und sehr empfehlenswert, und wir konnten sitzen…..
    Nicht so schön war, dass wir diesen dänischen Hotdog probiert haben….Bei Ikea schmeckt´s besser, und das will was heißen…😜
    Im Anschluss sind wir dann noch zu den Orten gegangen, die wir aus dem Boot zwar gesehen haben, aber noch nicht ganz genau…zum Beispiel die Vor Frelsers Kirke, an deren Turm die Treppe außen verläuft. Leider waren wir um 15.30 Uhr erst da und - Ihr ahnt es sicher schon - da wird die Kirche geschlossen….🤣
    Schließlich haben wir an unserem Entspannungstag wieder 15.000 Schritte zurückgelegt. 😅 - zusätzlich noch ein paar Kilometer mit dem Rad, weil wir abends dann noch zur vermeintlich besten Pizzeria in Kopenhagen gefahren sind (Mother). Hier wurden wir dann fast weggeschwemmt, weil - entgegen der Informationen des Regenradars - das Unwetter nicht an uns vorbeizog, sondern über uns…..und wir hatten natürlich einen Platz draußen….es ist schließlich noch Sommer…😃
    Morgen gehts wieder nach Deutschland.
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  • Zitronentee im Überfluss

    13. september 2023, Tyskland ⋅ 🌙 15 °C

    Heute morgen haben wir uns einen Kaffee zum mitnehmen geholt und an einem Platz zentral in Kopenhagen ein Frühstück light gemacht. Der Platz wird von den beiden angrenzenden Schulen als Pausenhof genutzt und genau zu unserem Frühstück ging die Pause los. Es stürmten ungefähr 300 Kinder schreiend aus den Gebäuden und haben angefangen zu spielen.
    Da haben hellhäutige Kinder mit dunkelhäutigen Kindern gespielt , Mädchen und Jungs, ältere Kinder und noch wirklich kleine Grundschüler. Es wurde Fangen gespielt , Basketball, Fußball oder es wurde einfach herumgerannt.
    Warum erzählen wir das ? Es war eine Wohltat dieser ungebremsten Lebensfreude und der Unvoreingenommenheit dieser Kinder zuzusehen. Es war vollkommen egal, wer der andere ist - man hat ihn angenommen wie er eben ist. Und das hat uns gezeigt, dass man eben nicht als Arschloch geboren wird, sondern erst im Laufe des Lebens zu einem Arschloch erzogen wird.
    Das war uns heute so wichtig , weil wir auf der Fahrt der immer den Podcast "Streitkräfte und Strategien" anhören. Er beleuchtet die schlimmen Ereignisse in der Ukraine und man ist manchmal fast am Verzweifeln, wenn man ihn anhört. Da haben uns die kids heute morgen gut getan und auch Hoffnung gegeben.
    Und für alle diejenigen , die den sportlichen Wettkampf an Schulen abschaffen wollen : schaut Euch das Treiben eine Pause lang an und Ihr merkt, dass Kinder diesen Wettkampf von sich aus starten und es überhaupt keine Probleme oder Tränen damit gibt - bis der erste Erwachsene sich einmischt !
    Genug der Philosophie , wenn Ihr mehr davon wollt, hört Euch den Lanz und den Precht an 😎.
    Wir verlassen Kopenhagen ungern, weil die Stadt toll ist. Es ist aber kein endgültiger Abschied, wir werden hier noch öfter herkommen.
    Jetzt ist das nächste größere Ziel Holland. Der Weg führt mit einer Fähre nach Fehman, an Hamburg vorbei erst einmal nach Bremen. Das reicht für einen Tag Fahrt. Waschen müssen wir auch mal wieder.
    Aber zurück zur Fähre : Planmäßige Abfahrt ist 12:45 Uhr. Um 12:30 kommen wir am Hafen an und fahren nach ungefähr 3 Minuten Warten auf die Fähre. Wir steigen aus aus und gehen auf Deck. Dabei glauben wir ein Ablegen wahrzunehmen. Und das war auch so. Die haben wirklich in weniger als 10 Minuten über 300 Autos verladen und abgelegt. Das geht auch nur, weil die Fähre über zwei Brücken quasi doppelstöckig beladen wird. Unglaublich gut und effizient.
    Da müsste mal jemand von der Bahn zum Job Rotation hin .....wobei, dann würde die Fähre im Idealfall nur zu spät kommen. Lassen wir das lieber.
    In Bremen waschen wir drei Maschinen und erklären dabei den Türken, die nach uns kommen, das System dieses Waschsalons. Patrick berät sogar noch zu den Waschprogrammen, dass man weiße Shirts bei 60 Grad nicht mit roten Socken wäscht, interessiert die Türken trotzdem nicht - aber nicht jammern, wenn jemand mit rosa Shirts rumlaufen muss 😂.
    Das Hotel Überfluss direkt an der Weser ist unser Ziel. Patrick war hier vor ein paar Jahren mal auf einer FD Tagung. Danke für den Tipp lieber André.
    Wir checken mit drei Plastiktüten Wäsche ein und bei unserem Anblick will der Mann an der Rezeption erst einmal eine Kreditkarte als Sicherheit. Wenn man so abgerockt aussieht wie wir, muss man im Voraus zahlen 😎.
    Morgen schauen wir uns noch die Stadtmusikanten an und dann gehts ab nach Holland.
    Und warum heißt der footprint "Zitronentee"?
    Patrick war in den letzten 6 Wochen in jedem Supermarkt und hat versucht diesen Krümmeltee zu kaufen. Erfolglos. Bis heute. Bis Bremen. Wir haben wieder Zitronentee. Ohne den kann Patrick nicht leben, er trinkt ihn seit Kindesbeinen an. Früher gab es ja das Gerücht, er wäre so groß, weil der Nonno die Vitamine aus der Apotheke an die Kinder verfüttert hätte. Das stimmt natürlich nicht, weil wir nur abgelaufene Vitamine und Medikamente bekommen haben. Der Wachsttumsburner war in Wirklichkeit der Zitronentee 🤭
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  • Closed - but still awesome

    14. september 2023, Tyskland ⋅ ⛅ 21 °C

    Wer Pläne macht, wird ausgelacht. Der große deutsche Lyriker Johann König hat diesen Satz einmal gesagt und er hatte Recht.
    Wir wollten planmäßig heute nach Holland fahren. Gestern Abend erreichte uns der Anruf von Anna: sie wäre jetzt gerade im Krankenhaus. Wir sollen uns keine Sorgen machen und keinesfalls heim kommen. Das ist der Satz, den Eltern immer ganz entspannt aufnehmen 😁.
    Jetzt haben wir natürlich mit Sasa und Laura die perfekte ärztliche Betreuung daheim und die beiden haben sich sensationell um Anna gekümmert. Aber selbstverständlich haben wir uns heute morgen auf den Weg gemacht und die 750 Kilometer, die uns von Anna trennen, in Angriff genommen.
    Inzwischen sind wir also in München und haben Anna schon umarmen können.
    Anna wird auch wieder gesund, es wird nur noch ein paar Tage dauern und vermutlich wird sie auch noch bis Anfang kommender Woche im Krankenhaus bleiben müssen.
    Wir machen jetzt also erstmal eine Pause und wir schreiben auch hier nichts.
    Am 25.09. sind wir mit Paul in Zadar verabredet. Beruhigenderweise ist Paul ja gerade mit dem Fahrrad von München nach Athen unterwegs. Er ist aktuell in der Höhe von Split, radelt jetzt noch bis Montenegro / Albanien, verzichtet dann auf Athen und kommt zurück nach Zadar, wo wir ihn aufpicken und via Plitvicer Seen nach Hause fahren.
    Anfang Oktober gehts dann wieder los nach England und Schottland - also zurück zur ursprünglichen Reise.
    Dieser Zwischenstopp kam unvorhergesehen und, abgesehen von Annas Nierenbeckenentzündung, freuen wir uns , dass wir unsere Kinder und die Familie sehen und drücken können.
    Alles im Leben ist für etwas gut.
    Stay tuned, am 25.09. gehts hier weiter .
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  • Porec , Paul ist bei uns

    25. september 2023, Kroatien ⋅ 🌙 21 °C

    Wir hatten in den letzten 18 Monaten eine lebhafte Diskussion mit unserem Sohn Paul. Paul wollte nach dem Abitur mit dem Fahrrad nach Japan fahren und es stellte sich die Frage, ob der Landweg von Pullach nach Tokio sicher sei.
    Bevor Ihr den Atlas herausholt : grob gesagt gibt es zwei Wege. Der eine geht durch Russland, der andere geht durch so aufgeklärte und friedliche Länder wie den Iran.
    Paul hat irgendwann doch Angst gehabt, dass wir das mit dem Enterben doch ernst meinen und beschlossen nach Athen zu radeln. Alleine. Mit dem Rad. Über den Großglockner. Nach Athen. Da war erst Feuer , dann zu viel Wasser. Super, das hören Eltern gerne. Er fuhr los und hätte das natürlich auch locker durchgezogen, wenn wir nicht das verlockende Angebot - wir holen Dich irgendwo in Kroatien ab, machen ein paar Tage Urlaub mit Dir und zahlen alles - gemacht hätten. Paul ist dann also südlich von Zadar herum gedreht und nach Opatja gekommen, wo wir ihn heute aufgenommen haben und zusammen nach Porec gefahren sind.
    Mit im Gepäck haben wir den kleinen Nepomuk, der ein wenig Urlaub von daheim machen wollte und auch mit uns reist
    Die Fahrt war entspannt und Nepomuk war wirklich sensationell. Wir haben natürlich die ganzen 7 Stunden Wicky, Pumuckl und den kleinen König gehört, aber dafür ist man ja nie zu alt.
    Interessant war die Autobahnmaut, die wir in Österreich, Slowenien und Kroatien bezahlt haben. In Kroatien waren es 10,60 Euro für ca 80 Kilometer, von denen dann auch noch 40 Kilometer Baustelle waren.
    Wir sind in Deutschland wirklich die Deppen Europas, weil wir keine Maut verlangen und uns darauf verlassen haben, dass der Scheuer Andi, das schon macht ( Zitat Söder) . 🤣🤣🤣.
    Unser Hotel ist in Porec, vielmehr auf einer Insel direkt im Hafen von Porec. Es ist nett und für 4 Tage sicher ganz OK. 10 Tage brauchst Du hier aber auf keinen Fall. Wir freuen uns jetzt auf die gemeinsame Zeit mit Paul und Nepomuk und erzählen Euch morgen von Patricks bisherigen Kroatien, bzw Jugoslawienerfahrungen. Die sind ihn heute nämlich auf der Fahrt bei jeder Gelegenheit wieder eingefallen 🤭.
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  • Eine Retrospektive

    26. september 2023, Kroatien ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir lagen heute am Pool und haben uns über wunderbares Wetter gefreut. Da fällt es schwer, etwas in den Blog zu schreiben. Ihr wollt ja vermutlich nichts von unserem Herumgelungere lesen.
    Starten wir also mit unserem Mittagessen. Nepomuk hatte Hunger, also sind wir in die einzige Konoba auf der Insel gegangen. Nepomuk hat mit den Pommes direkt das kulinarische Highlight der Karte herausgefunden. Micky hatte Cevapcici. Die stellten sich dann als TK Ware heraus, die jemand publikumswirksam auf dem Grill zu einem zähen Irgendwas erwärmt hat. Wir haben eine Lernkurve - morgen Mittag gibts maximal Pommes für alle. Aber diese Cevapcici haben Patrick wieder einmal in seine Jugend versetzt. Er war mit seiner Familie früher im Sommerurlaub immer in Jugoslawien. Nach Italien konnte man damals nach Auffassung von Nonno nicht fahren, weil - Achtung Zitat - "die Katzelmacher einen anhalten, Dir in die Kniescheibe schiessen und Dir dann Dein Auto stehlen." Welches Auto ? Den verrosteten Isuzu? Naja, egal, Italien war jedenfalls keine Option, also ist Patrick mit Cevapcici, Pleskavica, Rasnici und Unmengen von Krautsalat urlaubsmässig aufgewachsen.
    Familie S. fuhr also mit einem vollkommen überladenen Auto, in dem auf den Weg nach Jugoslawien Ersatzteile für den Benz von Stipe und auf dem Rückweg hektoliterweise Pelinkovac und Slivovic geschmuggelt wurde. Patrick hofft, dass diese Straftaten inzwischen verjährt sind. Wenn nicht , wird er Nonno im Gefängnis besuchen 😃. Stipe war übrigens der Wirt der Pension in Brela , Jugoslawien.
    Patrick hatte im Urlaub immer Riesenspaß, vor allem wenn Nascha nicht dabei war (war nur Spaß und ein Test, ob Nascha auch den Blog liest) und weil Nonno und Nonna sich mittags schon immer ein oder drei Flaschen Stari Ribar reingezogen haben. Das war der günstigste Rotwein in Jugoslawien. Den gibt es heute leider nicht mehr, die Preisstrategie ist wohl nicht aufgegangen 😜. Der Vorteil von alkoholisierten Eltern, ist die fast grenzenlose Freiheit der Kinder. Fragt mal Eure Kinder heute 🤣😂.
    Das soll es erst einmal mit den Jugenderinnerungen für heute gewesen sein. Mal sehen, was der morgige Tag so für Geschichten herauskitzelt......
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  • Pool, Paul, Puki - perfekt

    27. september 2023, Kroatien ⋅ 🌙 23 °C

    Wir wollten heute etwas Abwechslung in unseren Beach Ressort Alltag bringen und haben den Tag am Meer und nicht am Pool begonnen. Nepomuk hat mit Pauls Hilfe eine sensationelle Sandburg gebaut.
    Gegen Mittag sind wir dann aber wegen der Rutschen doch wieder an den Pool umgezogen. Das war auch die einzige Chance, den ganzen Sand wieder aus Nepomuk heraus zu bekommen - ihn möglichst oft über die Rutsche in den Pool zu befördern 🤣.
    Auf unserem Programm stand noch der Märchenwald, der Maro Club und die Kinderdisco. So kann man den Tag auch herumbringen....Maro ist übrigens die Maskottchenkrabbe vom Valamar - Hotel. Nepomuk findet die Krabbe gut und die Betreuerinnen im Marokinderclub wiederum finden offensichtlich Paul richtig gut 😊.
    Eine Herausforderung ist und bleibt das Hotelessen hier. Der Speisesaal ist groß, laut, riecht furchtbar nach Küche und bringt eindeutig die hässliche Seite der überwiegend deutschen Gäste zutage. Wir sind ohne Powerwalksandalen und mit langen Hosen eindeutig in der Minderheit. Das Essen ist, gelinde gesagt, einfach Scheiße. Man stellt sich ja schon die Frage, warum die Hotelgäste sich am Buffet fast darum prügeln- Fakt ist : sie tun es ! Wir haben es jetzt genug probiert. Morgen Abend essen wir in Porec. Seine königliche Hoheit , Grintz Charles, hat uns einen Restauranttipp gegeben, den wir morgen Abend ausprobieren.
    Mehr gibt es heute nicht zu berichten und deswegen ist das irgendwie ein kurzer Eintrag. Wir versprechen aber , dass wir ganz bald wieder kreativer sind und ausführlicher berichten werden.
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  • Wer hat noch 7/8 Hosen ?

    28. september 2023, Kroatien ⋅ 🌙 22 °C

    Der Strandurlaub geht zu Ende. Wir haben den Tag nochmals am Pool und Meer verbracht. Nepomuk hat vermutlich einen neuen Rutschenrekord aufgestellt. Er ist gefühlte 437 x die Rutsche in den Pool herunter gerutscht und dann im Eiltempo direkt wieder den Berg hinauf gerannt, um eine neue "Rutschung" zu starten. Im Wasser waren heute einige Kinder und da ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Nepomuk erkennt man aber perfekt daran, dass er sich sofort nach dem Auftauchen schüttelt. Das sieht ein wenig aus, wie bei einem nassen Hund, der versucht sich zu trocknen und Puki versucht sich damit freie Sicht zu verschaffen. Wenn seine Locken nass sind, werden die Haare nämlich so lang, dass er nichts mehr sehen kann.
    Patrick und Paul waren vormittags noch kurz in Porec, um einen Friseur zu suchen. Da gibt es auch einige , aber die wollten Paul , trotz leerer Salons, die Haare nicht schneiden. So ganz verstanden haben wir das nicht, aber wer nicht will, der hat schon.
    Wenn man 6 Wochen in Skandinavien unterwegs war, dann muss man sich an den herben Charme der Kroaten erst gewöhnen. Herzliche Gastfreundschaft ist das hier mehrheitlich nicht.
    Paul hat dann doch noch einen Friseur gefunden, der sich an seinen Lockenkopf herangetraut hat und das Ergebnis seht Ihr ja auf den Fotos - alles gut.
    Zum Abendessen wollten wir heute weder 7/8 Hosen (wo kommen die eigentlich im Jahr 2023 noch her ), noch Sandalen oder Adiletten sehen. Das Hotelessen haben wir also verweigert und sind in Porec im Sv Nicola Restaurant richtig gut essen gewesen. Nepomuk hat zwar wieder Nudeln mit Soße gegessen, aber das sei - nach eigener Aussage - auch seine große Leidenschaft .😃😃.
    Inzwischen liegen wir alle im Bett, freuen uns , dass wir morgen wieder nach München fahren und noch ein paar Tage Wiesn, Family und friends haben, bevor es dann nach England geht.
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