• Sydney wir kommen :)

    27 мая 2017 г., Австралия ⋅ ⛅ 19 °C

    Es war Boardingzeit und wir konnten diesmal zusammen und am Fenster im Flugzeug platz nehmen. Da der dritte Platz in unserer Reihe frei blieb, nahmen wir diesen mit ein, um die Flugzeit und unseren Schlaf bequemer zu gestalten. Beim Abheben von Darwin sahen wir kurz die Lichter der Stadt, bis alles dunkel war und wir unsere Schlafpositionen einnahmen. Ich hörte ein wenig Musik, in der Hoffnung besser einschlafen zu können. Wir wurden währende des Fluges ein paar mal wach und wälzten uns von der einen auf die andere Seite. Das Gefühl kurz vor der Landung war, als hätten wir überhaupt nicht geschlafen, Jacky war glaube ich ein wenig besser drauf als ich. Der Flug und die Landung hatten wir somit sicher hinter uns gebracht und unsere Rucksäcke eingesammelt. Es war kurz nach sechs Uhr und ich wollte mich am Flughafen kurz hinlegen, Jacky überredete mich erst zur Unterkunft zu fahren. Unterkunft heißt aber nicht schlafen, da wir erst gegen 15 Uhr unser Zimmer beziehen können. Zum Glück wussten wir, wie wir zum Apartment kommen sollten. Was wir nicht wussten, wo die Pick Up Location von Uber war. Nachdem wir kurz herum gelaufen waren und eine angestellte gefragt hatten, wussten wir unseren Weg und konnten kurze Zeit später ein Fahrzeug ordern. Meine Hoffnung, vielleicht im Gemeinschaftsraum in der Unterkunft ein paar Minuten zu schlafen.

    Während unserer Fahrt unterhielten wir uns wie immer mit dem Fahrer, welcher uns ein paar Tipps für die Zeit in Sydney mitgab. Unter anderen ist gerade das Vivid Festival, welches sich um Licht, Musik und Ideen dreht. Es ist eine der größten Outdoor Kunstausstellung der Welt und zieht jährlich hunderttausende von Besuchern an und wir sind zufällig zu dieser Zeit da :) Des Weiteren wohnen wir wahrscheinlich in einer guten Gegend mit dem öffentlichen Verkehr gleich vor der Nase. Unser Apartment ist in einem kleinen Haus, wobei sich in der unteren Etage ein kleines gemütliches Cafe befindet. Das kleine Schließfach an der Tür, welches mit einen Zahlencode geöffnet werden kann war nicht mehr funktionsfähig. In diesem befindet sich eigentlich der Schlüssel, sodass man seine Rucksäcke bereits zuvor in der Wohnung abstellen kann. Stattdessen war ein kleiner Briefkasten abgebracht, in dem wir die Schlüssel mit Leichtigkeit heraus fischten. Nach zwei Türen waren wir in der Wohnung und ich hatte kein gutes Gefühl. Es sah alles ein wenig herunter gewirtschaftet aus. Jacky fand es irgendwie urig. Es ging die Treppen hoch und es wurde nicht wirklich besser. Wir stellten unsere Rucksäcke im Wohnbereich ab und verweilten kurz, da ich meine Gopro für den heutigen Tag laden musste. So richtig gemütlich war es auch nicht, sodass wir im Cafe unter einen Kaffee tranken. Bei Jacky gab es ein leckeres Croissant und bei mir ein Shokomuffin dazu. Das Cafe war gemütlich und hatte Charakter, somit schärften wir wieder unsere Sinne bevor wir statt uns auf die Couch zu legen Sydney erkunden wollten. Nochmal kurz bei Coles vorbeigeschaut, hoch in die Wohnung die Sachen geschnappt und ab in Australiens größte Stadt. Vinny unseren Vermieter trafen wir dabei und er schien ganz nett zu sein.

    Jacky hatte noch keine Opal Karte für den öffentlichen Verkehr, sodass wir in die Stadt liefen. Das war aber halb so schlimm, denn wir wohnen wirklich sehr zentral. Auf unseren ersten Weg zum ersten Ziel, kamen wir an ein paar beeindruckenden Wolkenkratzern vorbei. Einer war sehr modern gestaltet und war trotzdem teilweise grün bewachsen. Dieser hatte zudem zwei große Ausleger, einer davon war sehr flach und nur für ein Lichtspiel zum Abend gedacht. Vorbei ging es an Sydneys Bahnhof und ab in die Fußgängerzone und damit in die Ladenzeilen von Sydney. Unser erstes Ziel erkannten wir kurze Zeit später. Heute sollte es gleich hoch hinauf in den Skytower gehen, ein Aussichtsturm mit einer Höhe von 309 Meter und 360° Blick. Zuvor sahen wir vor einer Einkaufspassage drei Kinder welche mit Mikrofon und Musik performten. Sie sangen live und tanzten ein wenig dazu, wobei man merkte wenn sie sich konzentrieren mussten und der Ablauf nicht ganz so sicher war. Jacky schmiss ihr restliches Kleingeld hinein und ab ging es in einen Einkaufstempel aber nicht zum Shoppen, sondern in der fünften Etage, wo der Eingang zur Aussichtsplattform war.

    Die Karten waren gekauft und zudem gab es 3D Brillen, das war wohl ein Rundgang mit Leinwänden im Keller :P Natürlich nicht aber die 3D Brillen brauchten wir trotzdem, wahrscheinlich um die Wartezeit oder einfach eine zusätzliche Attraktion bieten zu können war eine kleine Präsentation über Sydney und Umgebung inklusive, dabei handelte es sich um einen 4D Film, welcher jedoch gerade mal etwas weniger als fünf Minuten ging. Danach ging es in den nächsten Wartebereich und in einem kleinen Fahrstuhl hoch hinauf. Bei bestem Wetter konnten wir den Ausblick über Sydney genießen. Ich drehte mit meiner Gopro eine Runde, um anschliesend gemütlich und in Ruhe das Stadtbild auf mich wirken zu lassen. Dabei entdeckte man immer wieder kleine Feinheiten. Wir gönnten uns einen weiteren Kaffee und setzten uns kurz hin, um den weiteren Tag zu besprechen. Der Souvenirshop am Fahrstuhlausgang konnte zum Glück uns nichts anhaben, sodass es nun in Richtung Oper gehen sollte.

    Wir hatten nicht wirklich einen Plan und ich hatte mich noch nicht mit Sydney beschäftigen können, sodass wir ein wenig planlos herum irrten. Wir liefen durch die Innenstadt an den großen Wolkenkratzern vorbei. An einer Stelle waren viele Skater, welche sich gerade ausprobierten. Ein kleiner Junge versuchte sich gerade an einem Sprung von einen Treppenabsatz von bestimmt zehn Stufen. Seine Freunde filmten ihn dabei. Er stürzte die ersten Versuche aber tat sich nichts. Danach kamen wir zum Royal Botanic Gardens. Es war eine schöne grüne Landschaft mit vielen schönen gestalteten Bereichen, ein paar Gebäude waren ebenfalls integriert. Wir kamen an einer Hochzeit vorbei und liefen weiter zum Fluss herunter. Dort sahen wir ein paar Elemente des Vivid Festivals, welches wir unbedingt die nächsten Tage erkunden mussten. Vielleicht sollten wir ja heute Abend bereits dazu kommen. Zunächst ging es zu Sydneys Highlight der Oper, welche sich langsam vor uns aufbaute. Die Massen hielten sich in Grenzen, sodass wir auf den Treppen davor eine Pause machten. Wir erkundeten verschiedene Blickwinkel und hatten zudem die beste Sicht auf die Harbour Bridge.

    Es war bereits nach 15 Uhr und wir konnten somit in die Unterkunft. Deswegen nahmen wir langsam den Rückweg ins Visier. Unzählige Bilder später ging es erst zu Fuß und danach mit dem Bus zurück. Wir hatten noch die Opal Karte für Jacky besorgt, dabei sprach uns ein Jugendlicher in Socken an. Die Schuhe hatte er in seiner Hand und wollte mir diese erst für 10$ und später für 5$ verkaufen. Nach den ganzen Eindrücken freute ich mich dann doch auf mein Bett. Zwischen diesem und mir stand nur ein kleiner Fussmarsch, ehe wir in den Bus einstiegen. In der Unterkunft machten wir uns lang und schliefen eine Runde. Jacky war noch duschen und fand die Unterkunft inzwischen nicht mehr ganz so schön. Das Bad war wohl der Auslöser gewesen. Wir legten uns hin und wachten erst gegen 20 Uhr wieder auf. Jacky packte noch ihre Sachen aus und eigentlich wollten wir gegen 21 Uhr wieder raus und einen schönen Abend verbringen. Die Unterkunft stieß Jacky jetzt derart auf, dass sie nach einer Neuen schaute. Schlieslich half ich ihr bei der Suche und zwei Wohnungen in der Nähe kamen in die engere und bezahlbare Auswahl. Das alles war derart zeitraubend, dass es bereits halb elf war und wir nach einer erfolgreichen Buchung und Bestätigung guter Dinge in die Stadt gingen. Auf Nahrungssuche irrten wir ein wenig durch Chinatown, wobei Jacky nichts wirklich anstand. Das Problem zudem war, das viele Läden bereits zum Samstag Abend geschlossen hatten. Bei ein paar schauten wir uns gerade die Karte näher an, wo die Bedienung gleich mit Armbewegungen auf uns zu kam und deutlich machte, dass die Küche zu sei. Letztendlich kamen wir an einer Dönerbude vorbei, welche in die nähere Auswahl kam. Statt etwas zu Essen zu bestellen gingen wir zu Coles und holten was zu trinken. Anschliesend ging es zur finalen Dönerbude und orderten eine Pizza. Jacky stand von den angebotenen Pizzas keine an, sodass sie eine eigens angefertigte bekam. Nun war es bereits kurz vor Mitternacht und die Pizza brauchte ein paar Minuten länger. Jackys Geburtstag verbrachten wir somit vor der Dönerbude, zum Anstoßen konnten wir nichts mehr besorgen. Als wir von der Unterkunft los sind, wollte ich noch kurz zum Bottleshop, der hatte aber seit einer Minute geschlossen gehabt. Somit verblieb uns nur eine Limo :) Da ihr Jacky kennt wenn sie Hunger hat, lass ich nähere Erklärungen aufgrund ihrers Geburtstages heute weg :P Auf jedenfall ging es ihr jetzt mit einer neuen Wohnung, welche wir aber erst am 29.05. beziehen können besser und die Pizza war so gut wie fertig.
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  • Geburtstag mit Lieblingsbeschäftigung

    28 мая 2017 г., Австралия ⋅ ☀️ 21 °C

    Um 23:45 Uhr bestellten wir mit Jackys Extrawünschen bei einer Dönerbude eine Pizza. Da diese frisch zubereitet worden ist, feierten wir ganz romantisch :-) in ihren Geburtstag rein. Mit der fertigen Pizza in der Hand verließen wir um kurz nach Mitternacht die Dönerlocation in Richtung Tumbalong Park in der Nähe vom Darling Harbour. Nach einer liebevollen Umarmung und ein paar Glückwünschen machten wir uns auf den Weg. Den Park hatten wir nach ein paar Minuten erricht und ließen uns die Pizza und die Limo schmecken. Jeder bekam eine Hälfte, was uns beiden langte. In Sydney war noch reges treiben, für uns kam jedoch langsam die Zeit gute Nacht zu sagen, weswegen wir den Heimweg antraten. Dieser war kürzer als gedacht, denn beim Hinweg waren wir wohl ziemlich zick zack gelaufen. Kaputt von einem Tag voller Eindrücken und kaum Schlaf, war das Traumland schnell erreicht.

    Und schon waren wir wieder wach :)

    Jacky wollte zu ihrem Geburtstag natürlich kein Müsli essen, sodass wir ins Cafe unter uns gingen und beide etwas leckeres bestellten. Bei Jacky gab es Rührei mit getoasteten Brot, dazu Avocado, ein kleiner Kartoffelpuffer, Pilze und Halloumi: Ich hatte ein Omelett mit Käse, Spinat und Bacon gefüllt :) Es war ziemlich lecker und wir ließen es mit zwei Shakes und Kaffee besonders gut gehen. Das Croissant was wir dazu bestellt hatten schafften wir nicht mehr :P Wir blieben länger sitzen, denn wir nutzten den gemütlichen Ort gleich für die Tagesplanung und für ein paar Postkarten.

    Da es heute Jackys Geburtstag ist und sie gerne Shoppen geht, ist dies ihre erste Tagesgestaltung. Ich blieb der weile im Zimmer und widmete mich meinen Berichten, mit denen ich zur Zeit sehr hinterher hänge :( Jacky verbrachte mehr als zwei Stunden in der Einkaufspassage und kam mit sehr viel zurück, ich glaube paar T-Shirts, ein paar Ketten , eine weitere Tasche. Ich schaffte nur zwei Berichte aber immerhin besser als nichts. Sie hatte zudem etwas für mich gesehen gehabt. Ich hatte ja immer noch keine neue Badehose und sie war wohl fündig geworden. Somit ging es abermals ins Shoppingcenter. Leider stellte sich heraus, dass die Badehosen zu teuer waren oder nicht ordentlich passten aber seit etwa zehn Minuten brauchte ich einen neuen Pullover. Denn dieser ist beim Anziehen am Ellbogen gerissen und war mein einziger. Zum Glück war der Kmart nicht weit und wir gingen dort auf Schnäppchenjagd. Eigentlich brauchte ich vermutlich keinen mehr aber man weiß ja nie. Aus dem Kmart trugen wir einen dicken Pullover und zwei dünnere :P aber Jacky gönnte sich auch etwas. Sie darf eine weitere Tasche ihr eigen nennen, begründet hat sie es mit der Notwendigkeit einer größeren Tasche beim Fliegen, um das Handgepäck zu erweitern :D Nach einer Tasse als Souvenir und zehn Cider (gekauft) liefen wir zurück zur Unterkunft und legten unsere Sachen ab.

    Es war jetzt bereits 18 Uhr und in anderthalb Stunde war unser heutiges Ereignis, welches Jacky per Angebot ergattert hatte. Zum einen geht’s heute auf den Fluss und das im Dunkeln :) Es ist ja das Vivid Festival und ganz Sydney vom Wasser erleuchtet zu sehen macht bestimmt was her. Zum anderen gehen wir Morgen Wale im offenen Meer anschauen. Wir liefen somit gemütlich zum Anleger, wobei wir schon ein wenig auf die Zeit schauen mussten. Aber ein paar Fotos waren hin und wieder drin. Die lassen sich wirklich einiges einfallen um Sydney zum Strahlen zu bringen. Da in der Bestätigungsmail keine Nummer des Anlegers stand mussten wir im Internet kurz suchen, was kurz bei Jacky für Hektik sorgte aber letztendlich standen wir bald in der richtigen Schlange und warteten auf das Boot.

    Die Bootsfahrt dauerte ungefähr anderthalb Stunden und wir fuhren vom Darling Harbour unter der Harbour Bridgr hindurch, weiter zur Oper. Wir kreisten um eine kleine Insel mit einer Festung und fuhren auf der rechten Seite am Luna Park entlang, ehe wir wieder in den Hafen einbogen. Die erste Zeit der Fahrt waren wir sehr mit dem Aufnehmen von Videos und Bildern beschäftigt, wo man nicht wusste wo man anfangen sollte. Das Problem, wir hatten nicht wirklich das richtig Equipment für solche Nachtaufnahmen. Beim Warten auf das Boot hatten wir zwei Deutsche kennen gelernt, mit denen wir uns den ersten Teil der Bootsfahrt unterhielten. Bei denen stand der Uluru und die Ostküste bevor, wo ich ihnen gleich ein paar schöne Orte nennen konnte. Im Preis enthalten war ein Freigetränk, welches wir uns in der Mitte der Fahrtzeit holten und auf Jacky anstießen, während Sydney im Hintergrund in verschiedensten Farben schien.

    Wieder zurück erkundeten wir den Hafenbereich ein wenig und gingen die Pyrmont Bridge herauf. Unser Glück, unsere Taschen wurden nie kontrolliert, denn was wir nicht gewusst hatten, es waren keine alkoholischen Getränke erlaubt. Wir beide hatten jeweils zwei Cider im Rucksack :) Diese sollten wir den ganzen Abend nicht trinken, statt dessen gabs warmen Kaffee, welchen wir genossen als der Springbrunnen in Verbindung mit einer Lichtershow in Szene gesetzt wurde. Dies war wirklich beeindruckend und ein guter Schlusspunkt für den Abend. Danach entschieden wir und für den Nachhauseweg, welcher uns mit Google durch ein paar Hinterstraßen führte. Auf dem Weg waren wir in Woolies, Jacky holte sich Sushi und ich panierte Hähnchenbrust. Die zwei Sachen genossen wir im Bett bei einem Cider und schauten eine Doku. Bei dieser schliefen wir übrigens später auch ein :P

    Übrigens hatte ich jetzt mit Vinny ausgemacht die Wohnung zu stornieren und falls sie in der Zeit gebucht wird, können wir wenigstens ein Teil wiederbekommen aber ich denke, dass er das Geld für sich behalten wird. Morgen können wir ja zum Glück umziehen, die Frage wird sein, wann das sein wird.
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  • Wohnungswechsel und Wale beobachten

    29 мая 2017 г., Австралия ⋅ ☀️ 16 °C

    Gemütlich ausgeschlafen und wiedermal frühstücken gewesen. Es sind ja die letzten Tage Australien, da kann man sich es schon mal gut gehen lassen. Gegenüber von unseren Cafe war eine Schokoladenbar. Dort orderten wir zwei belgische Waffeln, welche mit Schokoladensoße serviert wurden, dazu gab es Bananen, Erdbeeren und eine Kugel Vanilleeis. Es war wirklich sehr sehr lecker aber unser Sachen sahen auch danach aus :D Jacky trank dazu einen Cappuccino und ich eine italienische Schokolade, welche extra cremig war.

    Wieder zurück im Hostel packten wir unsere Sachen. Zum Einen den kleinen Rucksack für die Bootsfahrt um eins und zum Anderen den großen Backpack, da wir heute die Wohnung wechseln. Beim Frühstück erhielt ich einen Anruf welchen ich nicht zuordnen konnte und zurückrief. Es war die Firma wegen der heutigen Tour. Wir hatten extra eine kleinere Tour gebucht, mit einem schnellen Boot, um nicht so viel Zeit dafür aufzuwenden und näher an den möglichen Walen zu sein. Allerdings hat sich der Bootsführer dazu entschieden diese Tour wegen dem starken Wind und den großen Wellen nicht stattfinden zu lassen. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten, entweder die Tour nächsten Freitag zu machen, was zeitlich nicht drin war oder die Tour heute ein viertel Stunde eher auf einem größeren Boot mit längerer Fahrtzeit zu beginnen. Ich entschied mich natürlich für heute, auch wenn wir geldlich gesehen ein wenig einbüßten. Weiter hatte Jacky eine australische Nummer angerufen, welche ich ebenfalls zurück rief. Am anderen Ende war der Vermieter von der neuen Wohnung welcher das Zeichen gab, das wir in diese einchecken konnten. Er fragte ob wir Zeit hätten und ich sagte spontan ja, was uns ein wenig in Eile stürzen sollte. Also ich zu Jacky, geht los, wir können in die neue Wohnung. Sie schaute mich skeptisch an und wir waren wirklich etwas in Zeitnot. Und was macht die liebe Jacky wenn es hektisch wird.... natürlich ruhig bleiben. Ok auf zur neuen Wohnung, welche zum Glück auf dem Weg lag und nicht weit entfernt war. Die Adresse hieß Regent Street 29/12-26. Wie würdet ihr diese Interpretieren? Ich suchte die 29 und wurde nicht fündig was in unserer Lage ja ziemlich gut war und Jacky fand es nicht spaßig. Ich rief also den Vermieter an, welcher irgendwann unten stand und uns zur Wohnung brachte. Diese war wunderschön und kostet gerade mal einen Euro mehr. Wir hatten ein schickes Zimmer mit eigenen Bad und Balkon. Das Wohnzimmer war zudem einladend mit offener Küche. Eigentlich das komplette Gegenteil von der anderen Wohnung, also nächstes mal Augen auf und genauer hinschauen. Wir hatten die Bilder von der alten Wohnung angesehen, auf manchen hätte es man sehen können aber andere entsprachen überhaupt nicht dem jetzigen Zustand oder waren schön fotografiert. Egal wir hatten nun eine bessere Wohnung, die wir wegen ein wenig Zeitdruck wieder fluchtartig verlassen mussten.

    Es waren gerade mal 20 Minuten, um durch die Innenstadt zum Darling Harbour zu gelangen. Diese reichten bei weiten nicht aus, sodass wir stellenweise rannten, um bis zur Abfahrt, welche nochmals eine viertel Stunde später war da zu sein. Am Anleger standen noch Leute und das Boot war noch da aber komischer weise waren schon welche darauf. Deswegen fragte ich die vor mir in der Reihe für welches Boot sie anstanden. Da es für das selbe war, machte ich mit keine weiteren Gedanken. Als dann einer von der Crew die Bootstour ausrief, meldeten wir uns und liefen an der gesamten Reihe vorbei. Also war das doch schon die Reihe für das nächste Boot gewesen. Wir waren auf dem Schiff, damit hatten wir Zeit zum durchatmen und freuten uns auf die nächsten dreieinhalb Stunden. Der größte Teil der Sitzbänke war schon besetzt, weswegen wir uns ganz vorne auf etwas erhöhtes setzten. Wiedereinmal fuhren wir mit dem Boot unter der Harbour Bridge durch und an der Oper vorbei. Weiter ging es Richtung Meer. Wir waren insgesamt mit zwei Booten unterwegs und das Gute, die touren sagen untereinander bescheid, wenn sie Wale sehe. Also war die Chance, heute welche zu finden nicht so klein. Wir waren kaum auf dem Meer draußen, da fuhren wir einem Boot hinterher und siehe da zwei Wale waren gerade auf dem Weg von der Antartktis zum Great Barrier Reef. Diese sollten wir die gesamte Zeit hinter her jagen. Die Wale legten immer einen bestimmten Rhythmus vor. Das hieß, sie tauchten für drei oder vier Atemzüge auf, ehe sie wieder in die Tiefe für mehrere Minuten abtauchten. Dies konnte man gut an der Hinteren Flossen sehen. Wenn sie tief tauchen wollten, kam diese aus dem Wasser und verschwand anschließend für längere Zeit. Wir hatten ein paar mal richtiges Glück und die Wale tauchten unverhofft ganz in der Nähe des Bootes auf. Es war immer ein kleiner Kampf, denn jeder wollte natürlich die beste Position haben. Zwischendurch waren wir auch mal drei Boote, welche hintereinander fuhren und sich von der Position immer mal abwechselten. Wir jagten nicht nur den Walen hinterher sondern es gab auch wissenswertes über diese Exemplare vom Bootsführer über die Lautsprecher. Die Wale konnten wir eine ganze Weile beobachten und schlieslich kehrte das Boot um. Auf dem Rückweg fuhren wir nah an der Steilküste vorbei ehe wir in die Hafeneinfahrt einbogen. Durch den jetzt etwas stärkeren Wind, welcher sehr frisch war und dem Schatten welche die Steilküste warf wurde es ein wenig ungemütlich, sodass man sich hier schon ein wenig wünschte wieder im Hafen zu sein. Der restliche Weg war unspektakulär, vor der Kulisse von Sydney machten wir noch ein paar Erinnerungsfotos und unterwegs wurde Kuchen und Obst gereicht.

    Wieder im Hafen war uns beiden ein wenig kalt und die Bootsfahrt hatte und ein wenig geschafft. Trotzdem wollte Jacky abermals in ein Shoppingcenter, welcher wir kurzer Hand mit einen kleinen Walk über die Pyrmont Bridge erreichten. Es war ein wenig wärmer aber die Geschäfte gaben nicht das her wonach wir suchten. Letztendlich landeten wir in der Essensabteilung, wo ich mir einen Sandwisch holte und Jacky einen Kaffee trank. Nun war doch der Heimweg an der Reihe. Ich aß mein Sandwisch und wurde gleich einmal von hinten Attackiert. Die Möwen sind hier echt eifrig. Nicht nur eine von denen schaute und lief mir hinterher. Daraufhin wanderte mein Essen zurück in die Tüte und ich wartete bis alle wieder weg waren. Geschafft von der Bootstour legte mich ins Bett und es dauerte nicht lange bis meine Augen zu waren. Jacky legte sich kurz dazu und machte danach ihrs. Später schauten wir beim Essen eine kleine Reportage über die Blue Mountains, welche morgen auf uns warten. Bei einem Cider recherchierten wir nach der besten Tageswanderung und wie wir mit welchem Transportmittel hinkommen könnten. Morgen geht es früh raus, also Lichter aus und schlafen.
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  • Blue Mountains Teil 1

    30 мая 2017 г., Австралия ⋅ ⛅ 15 °C

    BLUE MOUNTAINS :) Ein wirklich eindrucksvoller National Park wartete heute auf uns und leider auch der Letzte :( Er gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wir waren neugierig was uns erwarten sollte.

    Bereits früh klingelte der Wecker, es war erst 06:45 Uhr. Der Grund, mit der Bahn mussten wir zwar nur 120 Kilometer überwinden aber dies dauerte zwei Stunden. Wir frühstückten kurz und die Sachen hatten wir größtenteils gestern Abend gepackt. Es ging zum Zug und ich war mir nicht ganz sicher, ob wir für diese Fahrt unsere OPAL Karten nutzen könnten. Deswegen ab an die Info und kurz nachgefragt. Die Dame checkte gleich unser Guthaben. Damit Jacky wieder zurück kommt luden wir ihre gleich auf. Im Zug suchten wir einen gemütlichen Platz und machten uns bei einer Viererkombination gemütlich. Wir hätten eigentlich nicht suchen müssen, denn die Lehnen kann man zur anderen Seite ziehen und sodass zwei getrennte zweier zu einer vierer umgebaut werden konnten. Egal wir hatten unseren Platz und richteten uns für die lange Zugfahrt ein. Ich hatte mein Laptop mitgenommen und schrieb weiter fleißig Berichte. Jacky spielte ein wenig mit dem Handy und laß im Reiseführer etwas über Sydney, um unsere letzten Tage sinnvoll füllen zu können. Mit jeder Haltestelle wurde der Zug voller und voller, schlieslich mussten wir Platz machen und unseren Platz ein wenig verkleinern. Erst gegen Ende der Zugfahrt konnten wir uns wieder ausstrecken.

    Unser Ausgangspunkt war Katoomba. Hier gab es eine Besucherinformation und das Highlight der Blue Mountains aber alles der Reihe nach. Wir waren fast eine Haltestelle zu früh ausgestiegen, ich hatte ein ältere Dame im Zug gefragt, welche uns auf die nächste Haltestelle verwies. Als wir heraus gingen bekamen wir einen kleinen Kälteschock und wir bezweifelten, ob wir für den heutigen Tag dem Wetter entsprechend angezogen waren. Ich hatte eine kurze Hose, ein Thermoshirt und ein Langarmshirt. Jacky war mit ein wenig mehr unterwegs aber fror trotzdem. Demzufolge holten wir uns bei der ersten Möglichkeit einen Kaffee und besprachen kurz unsere Lage. Mein Laptop und den Reiseführer wollten wir den ganzen Weg nicht mitschleppen, weswegen wir das nächste Hostel aufsuchten und dort unsere Sachen in einem Schließfach den Tag über deponierten. Wir gingen die Straße hinunter in Richtung des National Parks und der Besucherinformation. Auf dieser reihte sich ein Geschäft an das Andere, was schön anzusehen war, da die Häuser noch ein wenig älter waren. In einer Bäckerei holte sich Jacky ein Croissant ehe wir in ein Geschäft einbogen, um vielleicht doch einen Pullover zu holen. Ich suchte nach der preiswertesten Variante und fand ein Fliespullover für 20$ Nicht wirklich zufrieden entschieden wir uns weiter zu gehen und schoben die Kälte auf die frühen Tagesstunden. Beim Laufen sollte uns schon warm werden.

    Wir erreichten die Besucherinformation und vor uns breitete sich der Nationalpark bis zum Horizont aus. Wir gingen gleich nach vorn und machten ein paar Bilder und Jacky wurde das erste Mal von vielen an diesem Tag auf ihre Höhenangst geprüft. Der National Park sieht wie eine Steilküste aus, nur das kein Wasser sich am unteren Teil anschließt, sondern ein ziemlich dichter Wald. In der Mitte schien es von unserer Position aus wie eine Insel, welche sich erhob. Das Highlight sind die Three Sisters, welches drei Felsen sind und alleine stehen. Sie entstanden vor 200 Millionen Jahren, der Sandstein wurde durch Erosion soweit abgetragen, dass nur die jetzige Felsformation übrig blieb, früher sollen es wohl mal sieben gewesen sein. Die drei Schwestern werden auch Meehni, Wimlah und Gunnedoo genannt. Nach ein paar Fotos und eingecremten Gesichtern organisierten wir uns einen umfangreiche Karte mit Erklärungen bzw. Teilausschnitten.

    Wir hatten uns ein paar Tipps geben lassen und legten auf dieser Grundlage unseren heutigen Wanderweg aus. Zuerst führte uns der Weg entlang der hohen Kante zu den Leura Cascades. Auf dem Weg gab es unzählige Aussichtspunkte. Zwar ähnelten sich diese ein wenig, trotzdem war es immer wieder beeindruckend und sattgesehen hatte ich mich bis dahin nicht. Uns kam kaum einer entgegen, der Aussichtsplattform an der Besucherinformation war dagegen gut gefüllt gewesen. Aber somit hatten wir unsere Ruhe und konnten den Weg genießen. Bis zu den Cascaden hatten wir einige Fotos gemacht und mussten uns einmal ein wenig orientieren wo wir sind, bevor wir auf den richtigen Weg fortsetzten. Den ersten Abschnitt konnte wir schnell durchlaufen und waren guter Dinge, die etwas längere Tour in entsprechender Zeit zu durchwandern. Denn am Ende unserer Wanderung warteten ein paar Seilbahnen auf uns, wo die letzte 16:50Uhr fahren sollte. Der Hauptweg entlang der Klippe heißt übrigens Prince Henry Cliff Walk :) Ein kleines ungewöhnliches Ereignis war ein Auto was den Wanderweg halb blockierte und von der obigen Straße abgekommen war. Dementsprechend verbeult und beschädigt sah dieses aus. Zum Glück, muss man hier wohl sagen, gibt es genügend Vegetation, durch diese ein weiteres Abdriften hin zum Abgrund verhindert werden wurden.

    Viele Aussichtspunkte lagen hinter uns und wir gingen die Leura Cascades nach unten und folgten den Bachlauf bis ins Tal. Wir mussten viele Stufen überwinden und Jacky freute sich bereits auf dem Weg nach oben, da ihre Achillesverse Probleme machte. Die Bridal Veil Falls welche wir auf unseren Weg nach unten querten war ein größerer imposanter Wasserfall. Für ein besseres Bild musste ich sehr vorsichtig sein, da die Felsen sehr glatt waren.Eins ums anderen Mal ging es entlang der Felsen und bekamen weite Aussichten geboten, ehe es das letzte Teilstück herunter ging. Über viele Treppen kamen wir an den Lila und Linda Falls vorbei und passierten die Marguerite Cascades. Nun waren wir unten und umgeben vom dichten Regenwald. Ein kleiner Pfad führte uns durch diesen hindurch, von Ausblicken konnte keine Rede mehr sein.
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  • Blue Mountains Teil 2

    30 мая 2017 г., Австралия ⋅ ⛅ 15 °C

    Bis zu den Cascades waren wir schnell unterwegs aber der Abstieg hatte uns mehr Zeit gekostet als gedacht, sodass wir die Karte in die Hand nahmen und unseren Plan überdachten. Ich wollte jedoch daran festhalten und konnte Jacky heilwegs überzeugen. Das Nächste Ziel war für sie aber weniger motivierend, einzig der Gedanke an die letzten Stufen bergauf machten ihr Hoffnung. Denn der Giant Stairway war aus zweierlei Gründen bestimmt nicht Jackys Lieblingsabschnnitt. Personen mit Höhenangst wurde in meinem Reiseführer normaler Weise davon abgeraten, da die Treppen direkt an der Kante nach oben führen. Ich dagegen freute mich auf diesen und konnte es nicht erwarten. Die Anzahl der Stufen beläuft sich auf 861 und führt direkt an den Three Sisters vorbei. Der Walk im Wald war schnell hinter uns und wir kamen auf die Gabelung. Jacky überlegte nochmal, schluckte und nahm es in Angriff. Die durchweg steilen Treppen führten uns an der Felswand entlang, was den Aufstieg nicht gerade leicht machte aber mit ein paar entsprechenden Pausen konnten wir den Aufstieg statt wie den angegebenen anderthalb Stunden in etwas über einer halben Stunde erledigen. Die Aussichten waren zwischendurch immer wieder beeindruckend und sehenswert. Ich war froh, das wir diesen Weg gewählt hatten. Wir kamen an einer kleinen Aussichtsplattform der Three Sisters vorbei, wo die uns bekannte Ruhe nicht mehr vorhanden war. Von dem Ausgangspunkt, also der Besucherinformation führte ein gut befestigter Weg zu den Three Sisters und die meisten nutzten diesen natürlich, um nur kurz dort gewesen zu sein und wieder umzukehren. Ich machte noch ein paar Bilder und Jacky ging in der Zeit weiter.

    Nach der nun erfolgreich absolvierten Hälfte hing uns doch die Zeit etwas im Nacken, sodass wir unsere gemütlich geplante Pause streiche mussten und während des Laufens einen Knacker und ein Brötchen aßen. Nächstes Ziel waren nun die Seilbahnen, insgesamt sind es drei Stück, eine davon, der Scenic Railway ist mit einer Steigung von 52° die steilste Standseilbahn der Welt. Unter Zeitdruck ließen wir die Aussichtspunkte links liegen und kamen zur ersten Gondel. Sie war so gut wie auf unserer Seite und wir konnten hinein springen. Die Gondel war etwas größer und hatte in der Mitte einen Glasfussboden. Uns begleitete ein Guide, welcher ein paar wissenswerte Fakten preisgab und uns somit ein wenig bespasste. Wir wurden über die Schlucht gezogen und konnten die Katoomba Falls sehen. Dieser Wasserfall ist einer der höchsten in diesem National Park uns ist etwa 270 Meter hoch. Auf der anderen Seite angekommen mussten wir unser Ticket lösen, was nicht für jeden Bahn extra gezahlt werden kann, stattdessen gibt es nur ein Kombiticket für ein wenig mehr Geld. Bevor wir uns den restlichen Bahnen widmeten standen die nächsten Stufen bevor. Ebenfalls vom Reiseführer angeraten wurden die Furber Steps. Zwar sind diese wieder nicht für Leute mit Höhenangst geeignet aber Jacky ist ja heute ein wenig trainiert :) Diese konnten wir jedoch nicht großartig genießen, eher rannten wir hindurch, welches zwei Gründe hatte. Die Sonne stand bereits so tief, dass wir nur noch Schatten hatten und es dementsprechend kalt war und wir wollten mit den anderen beiden Bahnen fahren. Somit verweilten wir an sehenswerten Aussichtspunkten nur ein paar Minuten und kamen an der Standseilbahn heraus. Es waren gerade alle ausgestiegen und wir huschten für die nächste Fahrt nach oben mit hinein. Nun saßen wir auf den wirklich schrägen Bänken, welche sich während der Fahrt der Steigung anpassten. Mit Fahrtbeginn wurde die Melodie von Indiana Jones eingespielt und das kleine Abenteuer begann. Leider hatte Jacky nicht auf ihren Rucksack aufgepasst, welcher nun auf den Boden nach vorn rutschte. Da wir nicht wussten ob die Gondel vorn geöffnet war, fragten wir schnell die drei Reihen vorn uns sitzenden. Diese hoben den Rucksack auf und gaben ihn uns zurück. Oben angekommen bedankten wir uns und gingen zur nächsten Seilbahn, welche uns wieder herunter brachte. Die Gondel war so gut wie leer und unser Guide machte ein kleines Privatprogramm. Sie war aber auch schon am Ende, sie versprach sich ein paar Mal. Aber dies würde ich glaube ich auch, wenn ich den ganzen Tag das gleiche erzählen würde. Unten angekommen hatten wir nicht viel Zeit, um die letzte Bahn nach oben zu bekommen, ansonsten hieß es die Furber Steps nach oben zu laufen und das im Dunkeln. Keine gute Idee. Deswegen auf zur Standseilbahn und die schräge Wand nach oben. Auf dem Weg kamen wir an einem alten Kohlebergwerk vorbei, welches wir kurz betrachteten. Dieses konnte man nur noch von außen betrachten.

    Wir waren wieder oben angekommen und trieben uns ein wenig im Souvenirladen herum und wurden fündig. Durch die eine Seilbahn hätten wir unseren Nachhauseweg verkürzen können aber die Zeit war abgelaufen und wir holten uns stattdessen einen Kaffee und gingen zu einer Aussichtsplattform und genossen abermals den weiten Ausblick, welcher nun zum größten Teil im Schatten lag. Das Handy sagte uns einen längeren Fußmarsch voraus und somit stapften wir durch die etwas dunklen Straßen zurück zum Hostel. Nun kam der eine Zug in den nächsten 20 Minuten und der darauffolgende eine Stunde später. Ich hatte diesen schon abgeschrieben, da probierte es Jacky mit Hand heraus halten. Das erste Auto blieb stehen, darin zwei junge Männer, welche an der Seilbahnstation gearbeitet hatten und auf dem Nachhauseweg waren. Sie fuhren uns vor den Eingang des Hostels, wo ich schnell meine Sachen holte und den Rest rannten wir zum Zug. Mein Kaffee schwappte trotz Deckels über meine Hand aber wir schafften es tatsächlich mit Abpfiff und dem schliesen der Türen in den Zug herein. Bei Jacky schlossen sich bereits die Türen, also es war wirklich knapp.

    Wir fanden einen Platz und machten es uns bequem und genossen es zu sitzen, da wir den ganzen Tag schnellen Fußes herumgelaufen waren. Hier nochmal ein großes Dankeschön, dass wir den Weg so laufen konnten wie geplant und auch die steilen Abschnitte lang sind :) Nach ein paar ruhigen Minuten holte ich meinen Laptop heraus und schrieb weiter Berichte. Jacky hingegen überlegte, ob sie einen Skydive machen sollte oder nicht. Der Wunsch war auf jeden Fall dar und das einzige Problem sollte wohl die Höhe sein. Ich konnte ihr zu nichts raten. Schließlich schrieb sie eine Mail mit ein paar Fragen, die sie letztendlich abschickte und buchte ihren Skydive, welcher schon Morgen sein sollte.

    Der Bahnhof kam in Reichweite und wir packten alles zusammen. Kaputt vom Tag gingen wir ins Woolies und holten etwas zu Essen, welches wir entspannt in unserer schönen Wohnung aßen.
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  • Jacky's Skydive oder doch nicht?

    31 мая 2017 г., Австралия ⋅ ⛅ 14 °C

    Jacky's Skydive stand bevor und es sollte dafür nach Wollongong gehen. Das ist mit einer der besten Plätze für einen Skydive. Den Tipp hatte ich bei meinem ersten Aufenthalt in Cairns bekommen. Ich erinnere mich gerade selber nicht an den Namen aber das war der Extremsportler, welcher unter anderen die Hostelaktivitäten gemanaged hatte. Er ist selber Skydiver und filmt andere dabei. Wir hatten zwar keine richtige Bestätigung erhalten aber wir machten uns zum vereinbarten Abholpunkt. 08:30 Uhr sollten wir dort sein. Es ging somit zeitig aus den Federn und gefrühstückt wurde beim Bäcker. Mit dem Kaffee in der Hand ging es zur nicht mal fünf Minuten entfernten Treffpunkt. Der Bus stand bereits da und Jacky war nicht auf der Liste zu finden. Nachdem wir den Mailverkehr gezeigt hatten, schrieben wir Jacky mit dazu und wir konnten in den Reisebus einsteigen. Leider war kein Kaffee darin erlaubt. Jacky hatte ihren bereits ausgetrunken und ich musste ihn leider ein wenig hinter stürzen.

    Unsere Busfahrt bis nach Wollongong dauerte etwa zwei Stunden. Deswegen hatte Jacky schon ein schlechtes Gewissen gehabt, da dadurch ein Tag für diese Aktivität weg fällt. Aber sie hatte den Skydive in Kopf, bevor sie nach Australien gekommen war, weswegen wir gerne die zeit investieren konnten. Im Bus war es leider ein wenig enger, sodass ich nicht weiter Berichte schreiben konnte aber den Laptop hatte ich auf jeden Fall dabei. Während der Fahrt sagte der Busfahrer immer etwas unverständlich was durch und ein Imagefilm wurde über die installierten Bildschirme gezeigt. Um uns herum füllten manche ein Dokument aus, welches uns fremd war aber zum Glück noch erhielten. Ein weiteres Dokument sollte online ausgefüllt werden, auf der Homepage fanden wir kein entsprechendes und fragten unseren Nachbarn. Dieser schickte mir eine Nachricht mit einem entsprechenden Link, welchen man mit der Bestätigungsmail bekommen hätten, welche bei uns noch ausstand.

    Nach zwei Stunden erreichten wir unser Ziel. Der Himmel war ein wenig Wolkenverhangen und der Wind gestaltete den Aufenthalt im Freien ein wenig frisch. Nicht nur das, sollte sich als ein wenig problematisch heraus stellen. Wir kamen an und mussten draußen warten, da das Büro von der Skydivefirma ziemlich klein war. Wir wurden mit als erstes zur Anmeldung gebeten, da wir uns in der Nähe der Eingangstür aufhielten. Ein weiteres Mal sollte Jacky's Namen nicht vermerkt wurden sein. Wie sich heraus gestellt hatte, wurde Jackys Bestätigungsmail nicht mehr gelesen, da um sechs Uhr Feierabend war. Das war kein Problem und Jacky wurde nachgetragen. Noch alles bezahlt und für meine kleine Skydiverin sollte es gleich losgehen. Ohne große Pause bekam sie ihre Sachen gereicht, welche sie umgehend anzog und verschwand mit ihrem Tandemspringer im Bus. Ich erkundigte mich, wo die Landezone wäre und machte mich zu Fuß auf den Weg, welcher gerade mal etwas mehr als 20 Minuten dauerte. Ich hatte mich ebenfalls erkundigt, wann ungefähr die Ersten am Himmel zu sehen sein sollten, was nach 40 Minuten sein sollte. Die Landezone war unweit des Strandes, sodass ich kurz einen Abstecher machte und wieder zurück ging. Ich wartete und wartete, mit mir standen ein paar Leute, welche ebenfalls den Himmel vergebens nach herunterfallenden Leuten absuchten. Naja, die Zeit verstrich immer weiter und die 40 Minuten waren mehr als vorüber. Letztendlich kam der kleine Bus der die Skydiver abholen sollte wieder angefahren. Herausgesprungen kam ein junger Kerl, welcher vorher abgestellte Schilder einsammelte und zu uns sagte, dass der Wind heute zu stark sein und deswegen die heutigen Sprünge abgesagt worden sind. Also nahm ich meine Sachen und konnte freundlicher Weise im Bus mit zurück fahren.

    Echt blöd gelaufen, zumal sich Jacky getraut hätte. Ich kam wieder am Büro an aber Jacky war noch auf dem Rückweg vom Flughafen. Ein wenig enttäuscht stieg sie aus und es war aus zweierlei Sicht ziemlich ärgerlich. Es war schade um die Zeit und das Jacky diese Erfahrung verwehrt blieb. Wenigstens ging die Beantragung der Rückerstattung des Geldes ohne Probleme und wir konnten etwas eher den Heimweg antreten und hatten somit einen Teil vom Tag übrig.

    Nach der zweistündigen Fahrt schmiss uns der Busfahrer an einer anderen Stelle heraus, besser gesagt er blieb einfach stehen und sagte nichts. Da wir uns wunderten, warum er nicht weiter zu unseren Abholpunkt fuhr gingen wir dem ganzen auf den Grund. Er meinte es wäre in der Nähe des Abholpunktes und nur fünf Minuten zu laufen. Das war soweit richtig aber eine Durchsage wäre schon hilfreich gewesen.

    Wieder im Apartment legten wir unsere Sachen ab und aßen eine Kleinigkeit, bevor wir unsere Rucksäcke für unsere morgige Abreise vorbereiteten :( Durch den abgesagten Skydive waren wir zwar eher wieder in Sydney aber wir waren danach etwas breit, wahrscheinlich von den letzten Tagen, sodass wir eine Stunde schliefen. Aber den Abend sollten wir nicht verschlafen.

    Es wurde langsam dunkel und wir gingen zu Fuß zum Skytower von Sydney. Ja da waren wir bereits aber wenn man innerhalb von den nächsten zehn Tagen wieder hingeht zahlt jeder nur zehn Dollar. Also wollten wir Sydney mal bei Nacht von oben sehen. Wir waren kurz vor halb neun an der Kassen, nichts ahnend, dass der letzte Fahrstuhl hoch zu halb neun war. Also schnell in den Fahrstuhl. Oben trafen wir nur wenige Leute und ich beeilte mich mit meinen Aufnahmen, denn um neun Uhr sollte es bereits wieder herunter gehen. Trotzdem war genügend Zeit die Ausblicke zu genießen. Jacky half mir mit meinen Aufnahmen, denn sie hielt die Jacke hinter die Digitalkamera, damit die Lichtreflexionen in der Scheibe von hinten weg waren. Es sind glaube ein paar schöne Aufnahmen entstanden und nun sollte es zum Royal Botanic Gardens gehen, wo ein Weg aufgebaut war der zum VIVID Festival gehörte. Sprich viele bunt beleuchtete Elemente. Wir waren gespannt und liefen ein Stück durch die Stadt. Wir blieben an einem kleineren Turm stehen, auf diesen wurde ein Video projiziert, welches mit Musik und Geräuschen hinterlegt war. Solche Elemente begegneten uns auf den weiteren Weg. Wir standen vor dem Eingang des Botanischen Gartens aber der war zu. Komisch, schließlich folgten wir dem Strom der Massen, eher in entgegengesetzter Richtung :P Diese kamen aus einem Tor des Gartens und ich hatte schon die Befürchtung, dass dort gleich nichts mehr ist. Aber nein, die gingen nur alle die Runde andersherum. Diverse Bäume wurden in verschiedenen Farben in Szene gesetzt, an Anderen wurde ein Video abgespielt, wie an dem Turm zuvor oder es wurden Elemente beleuchtet, welche die verschiedensten Formen hatten. Es gab immer etwas neues zu entdecken und am liebsten hätte man überall ein Foto gemacht. Mein Akku von der Digitalkamera spielte ein wenig verrückt, sodass ich hier ein wenig zögerte. Der größte Teil des Weges lag hinter uns und wir kamen zu einem abgesperrten Hüttenbereich. Dieser war deswegen abgesperrt, da dort Alkohol ausgeschenkt wurde. Es gab auch heißen Wein, weiß nicht ob es mit unseren Glühwein vergleichbar ist, wir entschieden uns für Kaffee. Wir setzten uns unter einen warmen Heitzpils und genossen den Moment und waren erstaunt wie schnell die Zeit herum war. Als hätte einer an der Uhr gedreht.

    Unser weiterer Weg führt entlang am Wasser und schließlich zum Opernhaus. Der Blick auf Diese wurde durch große hellerleuchtete Blumen verschönert. Nach ein paar Fotos waren wir an den Stufen der Oper angekommen und konnte von der oberen Plattform viele weitere machen. Die Oper selbst war ebenfalls hell erleuchtet. Verschiedene Muster wurden auf die gesamte Dachfläche gestrahlt, der Wechsel zwischen Diesen, wurde durch geeignete Animationen vollzogen. Wir blieben eine Weile stehen, um die Vielfalt der Lichterwechsel auch des Hafengeländes mitzubekommen. Es wurde uns jedoch bald etwas kälter, sodass wir weiter zur Unterkunft gingen. Auf dem Weg holte ich mir einen Döner und Jacky aß ein Stück Pizza. Netter Weise bekamen wir von einen Herren, welcher seine Pommes nicht mehr haben wollte den Rest. Ich glaube er war so freundlich, da Jacky vorhin das Essen gereicht hatte. Wir hatten unseres aufgegessen und gingen mit der Pommes in der Hand in Richtung Wohnung. Dort machten wir eine Flasche Wein auf, welche wir nicht mehr leer bekommen sollten.
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  • Verabschiedung von Jacky und Australien

    1 июня 2017 г., Австралия ⋅ ☀️ 15 °C

    Der letzte Tag Sydney, der Abflugtag aus Australien, das Ende unserer gemeinsamen Reisezeit aber vor allem der Abschluss eines schönen gemeinsamen und erlebnisreichen Monats quer durch den roten Kontinent.

    Wir wachten in unseren schönen Apartment auf und konnten gemütlich unsere Sachen im Backpack verstauen und die Reste beim Frühstück vertilgen. Wir hatten den ganzen Tag vor uns, deswegen hatten wir uns Gedanken gemacht, wohin mit unseren kleinen Taschen. Von Jacky ist gerade eine Freundin hier, welche jedoch verpasst hatte bei sich nachzufragen. Sie wohnt gerade selbst nur zu Gast bei einem anderen. Da ich meine Tasche schon öfters in Hostels zwischengelagert hatte steuerten wir siegessicher das Erste an. Dort nahmen sie aber nur das Gepäck entgegen, von welchen die dort eingecheckt hatten. Das selbe Spiel bei der Jugendherberge, sodass wir zum Bahnhof gingen und uns dort erkundigten. Für acht Stunden waren pro Tasche 13$ Dollar fällig. Wir packten schnell Jackys Handgepäcktasche um, sodass wir zwei volle Backpacks abgaben und der Preis etwas reduziert wurde.

    Der erste Punkt war somit erledigt. Der Zweite war, zu meiner australischen Bank zu gehen und sich wegen Bali zu erkundigen. Auf dem Weg holten wir uns einen Kaffee und waren ein paar Häuserecken weiter an der Westpac Filiale. Meine Karte wurde für Indonesien eingetragen und ich kann diese somit ohne Probleme verwenden.

    Das Organisatorische war erledigt und wir zu einem Ziel, was Jacky unbedingt noch sehen wollte unterwegs. Und zwar gibt’s in der Nähe vom Bondi Beach einen Spielplatz mit einer Schaukel. Dieser ist Ideal für ein paar Aufnahmen, denn im Hintergrund erstreckt sich die Silhouette von Sydney. Wir liefen folglich zur Bushaltestelle und kamen am Bondi Beach an. Unser Glück war, dass die Kartenlesegeräte außer Betrieb waren und wir nichts bezahlen brauchten. Auf der Fahrt reflektierten wir manch vergangene Erlebnisse des letzten Monats und erfreuten uns an diesen. Am Bondi Beach selbst holten wir uns trotz nicht der wärmsten Temperaturen ein Eis bei Mc Donalds, welches leider nicht die Wucht war. Nun standen wir vorm Bondi. Die Farbe des Sandes war sehr hell und die Wellen waren etwas größer. Trotzdem fanden sich eine Surfschule und ein paar andere Surfer ein und stürzten sich in das etwas kältere Wasser. An der linken Seite des Bondi Beach fotografierten wir diesen selbst und seinen Namen, welcher an eine Steinmauer geschrieben war. An diesen Platz gab es zudem Schwimmbecken, welche in den Felsen hineingeschlagen waren. Jetzt sollte es auch wegen der Zeit zu den Spielplatz gehen. Wir verschafften uns kurz einen Überblick über den öffentlichen Verkehr und folglich ging es zu Fuß los. Jacky wollte zwischendurch auf den Bus warten, was uns jedoch nicht viel gebracht hätte.

    Nach einen kleinen Fußmarsch kamen wir an und die Aussicht war ziemlich genial. Der Spielplatz befand sich auf einer Anhöhe und im Hintergrund schlängelte sich der Fluss durch die Landschaft und die Skyline, sowie die Harbour Bridge stiegen empor. Die Schaukel war frei und wir konnten die ersten Bilder aufnehmen, jedoch stand kurze Zeit später bereits ein Kind daneben, welches wir auf die Schaukel ließen. Wir setzten uns auf eine Bank und genossen den Ausblick, ehe wir wieder die Schaukel für eine zweite Fotosession nutzen.

    Wieder unterwegs zur Bushaltestelle und damit wieder in das Zentrum von Sydney brauchten wir etwas über eine Stunde. Übrigens war ja meine Opalkarte schon leer und ich wollte nichts mehr aufladen, sodass das wieder funktionierende Kartenlesegerät bei mir rot blinkte. Ich fragte den Busfahrer, ob ich es später aufladen könnte und daraufhin kam der Satz No Worries und ich setzte mich auf meinen Platz :) Wir waren nun in der Nähe der Harbour Bridge, auf welche wir vielleicht herauf wollten. Allerdings war der Eingang zum Brückenturm nicht an der Stelle zu finden, an den wir diesen laut Karte gezeigt bekommen hatten. Sodass wir schnellen Schrittes weiter Richtung Darling Harbour gingen. Der Weg war aber nicht umsonst gewesen, da wir so ein paar schöne Aussichten auf die Oper und die Harbour Bridge bekommen hatten.

    Als letzter Punkt auf unseren heutigen Tagesprogramm stand ein letztes Essen in einem Restaurant, welches wir beim Herumschlendern gesehen hatten. Dies war ein Stück entfernt und wir hatten langsam schon genug vom Laufen, sodass wir auf dem Weg immer wieder schauten, ob es nicht eine Alternative geben sollte. Immer wieder waren die Preise sehr hoch oder das Essen stand uns nicht an. Sodass wir fast an unseren Restaurant waren, wo wir hin wollten. Das Problem, es lag zu dieser Zeit im Schatten, sodass wir uns für ein anderes entschieden, was wir wenig später fanden. Zum Abschluss bestellte wir uns zwei Cider und zwei australische Burger. Wir genossen somit unsere letzten Stunden in Australien bei einem Cider und hatten eine schöne Sicht auf den Darling Harbour. Jedoch versteckte sich die Sonne ein ums andere Mal und wir wechselten in den inneren Bereich. Die Burger kamen und wir ließen es uns schmecken und diese waren auch richtig lecker. Jacky hatte noch einer Freundin bescheid gegeben das wir dort waren und für die letzte Zeit mit vorbei kam. Jacky wollte sich mit ihr schon die vorherigen Tage mit ihr treffen aber durch unser Tagesprogramm war dies nicht immer möglich. Überhaupt haben wir durch unsere Aktivitäten Sydney selbst nie richtig erkundet und so eine typische Tourirunde absolviert. Aber ich glaube wir beide finden es nicht ganz so schlimm.

    Die Zeit war ran und wir waren nach der Verabschiedung von Angie zu Fuß unterwegs zum Bahnhof. Dort nahmen wir wieder unsere Sachen entgegen und bestellten per Uber ein Fahrzeug zum Flughafen. Durch den zu diesem Zeitpunkt herrschenden Verkehr und das Einbahnstraßensystem brauchte dieser ein wenig länger. Die Fahrt selber war auch ein wenig zäh. Im Flughafen kamen wir jedoch rechtzeitig an und packten unsere Rucksäcke nochmals um. Jackys hat ein wenig an Gepäck gewonnen, da ich ihr ein paar Sachen von mir mitgegeben hatte. Zuerst checkten wir Jacky ein und gingen danach zu mir. Das klappte alles ziemlich gut, sodass wir gemeinsam durch die Sicherheitskontrolle kamen. Die Zeit war jedoch soweit vorangeschritten, dass uns danach nicht mehr viel blieb, als zum Gate zu laufen und uns zu verabschieden. Nachdem wir alles hinter uns gebracht hatten konnte Jacky schließlich entspannt in den Flieger einsteigen. Da es für mich bald wieder nach Hause geht, fiel der Abschied nicht so schwer und ich kann das vierte Kapitel meiner Reise aufschlagen, was mich nach Bali verschlägt :)
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  • Bali - Viele neue Eindrücke

    2 июня 2017 г., Индонезия ⋅ 🌬 28 °C

    Auf das Boarden musste ich gestern beim ersten Flieger etwas warten, was nicht weiter schlimm war. Das Flugzeug nach Singapur war ein größeres, somit konnte ich mich bequem hinsetzen und hatte genügend Platz für meine Beine. Links neben mir saß ein älterer Herr ich glaube aus Indien und rechts der Fensterplatz war leer. Ich fragte den Herrn, ob er sich dorthin setzen wolle, da er verneinte setzte ich mich dorthin und konnte nach dem Start die Lichter von Sydney zum letzten Mal bestaunen. Der ältere Herr suchte dann das Gespräch, ich hörte hin und versuchte ihm zu folgen aber ich war müde und wollte eigentlich schlafen. Nach ein paar Minuten konnte ich dann auch meins machen. Ich hörte Musik und machte meine Augen zu. Überhaupt schlief ich den größten Teil des Fluges aber wurde immer wieder zwischendurch wach, da es nicht so bequem war. Entsprechend froh war ich in Singapur gelandet zu sein.

    Der Flughafen in Singapur glich einen kleinen Geisterhaus. Es war um drei Uhr und nur vereinzelt hatten Geschäfte geöffnet. Ein paar Bänke oder Sitzecken waren voll mit schlafenden, die wie ich wohl einen längere Wartezeit vor sich hatten. Meine betrug drei Stunden. Zuerst ging ich an die Information und fragte ob ich mein Gepäck wirklich erst in Bali erhalte und nicht neu einchecken muss, da beim Ticketkauf eine Information stand, dass es durchaus sein kann. Dies war nicht der Fall, danach erkundigte ich mich nach dem Wlan Passwort, welches ich umgehend erhielt. Ich schlenderte etwas ziellos durch das Terminal. Mein nächsten Flug hatte ich bereits auf der Liste gefunden und wusste das Gate. Ich setzte mich irgendwohin wo Platz war und schaute ein wenig im Internet, ehe ich zum Gate ging. Dort schrieb ich an meinen letzten Berichten.

    Die Zeit schritt voran und ich konnte durch die Sicherheitskontrolle für meinen Flug nach Bali. Im Wartebereich musste ich mich nur kurz hinsetzen und wir konnten boarden. Das Flugzeug war deutlich kleiner als das Letzte und dementsprechend enger. Insgesamt machte dies nicht den besten Eindruck. Somit viel mir es schwer in diesem zu schlafen, zum Glück war der Flug nicht all zu lang, halb zehn konnte wir bereits in Bali wieder aussteigen und ich hatte mein Ziel fast erreicht. Jetzt warteten zwei weitere Kontrollen auf mich, danach musste ich mir einen Weg zum Hotel suchen. Ich kam vom Flugzeug in einen längeren Gang, welcher in einer großen Halle mündete. Diese war echt riesig. Ich hatte ein wenig den Eindruck an die Hallen der Zwerge von der Herr der Ringe (natürlich etwas kleiner) aber es war ein ziemlich großer Raum mit vielen Säulen. Am Ende der Halle war dann schließlich die Passkontrolle. Ich war an der Reihe und der Gegenüber lies sich ein wenig Zeit aber schickte mich doch durch. Danach schnappte ich mir meinen Rucksack bei der Gepäckausgabe und musste durch die Gepäckkontrolle. Dort standen viele Leute an, sodass dies ein wenig Zeit in Anspruch nahm. Irgendwann war dies auch geschafft und ich stand mit Fragezeichen am Flughafen.

    Ich hatte ja kein Internet und hatte den selben Plan wie in Brisbane damals mir zu erst eine Simkarte zu organisieren. Es gab auch einen Stand, welcher zehn GB für zwei Wochen oder zwölf GB für einen Monat verkaufte. Für einen Monat sollte ich dann 400000 Rupiah bezahlen, was etwa 26 Euro sind. Das war mir zu viel und deswegen ging es ohne weiter. Ich hob meine ersten Rupiah ab und war sofort Millionär :) Aber 1.500.000 Rupiah sind gerade mal 100 Euro. Danach irrte ich etwas ziellos herum, was die Taxifahrer um mich herum etwas anzuziehen schien. Jeder sprach mich an und einer wollte nicht von meiner Seite weichen, erst als ich in einem anderen Ton sagte, dass er mir nicht mehr folgen solle, nahm er Abstand. Ich war nun etwas aus dem Trubel heraus und wie sollte es nun weiter gehen. In dem Moment kam ein Mann auf mich zu, welcher mich fragte was ich denn suche. Darauf fragte ich nach einen Laden, wo ich Simkarten kaufen könnte. Er meinte das im Eingangsbereich einer wäre aber dieser teuer sei, den hatte ich ja auch schon gefunden. Er meinte ich müsse in die Stadt, da wäre es billig. Schließlich fragte er mich, wo ich hin wollte und das er mich hinbringen kann. Wir vereinbarten einen Preis, wobei ich überlegte und er diesen reduzierte. Ok, dann fahren wir mal, ist besser als seine Zeit zu verschwenden.

    Wir gingen zu seinem Auto und fuhren zuerst zu einem Handyladen, welcher mir günstiger eine Simkarte anbot. Damit war die Aufgabe erledigt. Weiter ging es in mein Hotel. Hier lernte ich Bali vom Verkehrsnetz kennen. Also ein öffentliches Verkehrssystem gibt es ja nicht. Weiter gibt es auf Bali etwa 3,9 Millionen Einwohner wobei auf mehr als jeden zweiten ein Motorroller kommt. Sprich jede Familie hat mindestens einen. So sieht es auch auf den Straßen aus. Kombiniert man das ganze mit keinen Verkehrsregeln und Geschwindigkeitslimit, geschweige denn Vorfahrtsregeln ist das Chaos perfekt. Jeder drängt sich in die noch so kleine Lücke. Links und rechts fahren die Motorroller vorbei und selbst Autos fahren zwischenzeitlich auf einer einspurigen Fahrbahn nebeneinander. Teilweise sitzen ganze Familien auf einen Roller oder der Sozius spielt mit beiden Händen während der Fahrt mit dem Handy oder macht die Haare der Fahrerin. Nebenbei sieht man die Wohngegenden, welche teilweise ziemlich ärmlich sind. Also Bali hat mich auf jeden Fall ziemlich geflasht. So viele neue Eindrücke und Erfahrungen müssen erst einmal verarbeitet werden. Mit meinem Taxifahrer unterhielt ich mich die ganze Zeit und versuchte gleich durch viele Fragen möglichst viele Informationen zu bekommen, welche mir die nächste Zeit weiterhelfen sollten. Er war hilfsbereit und bot auch für die kommende Zeit seine Hilfe und Dienste an, wobei ich den Gedanken nicht los wurde, zu viel für die Fahrt und die Simkarte bezahlt zu haben. Da ich keine Preise wusste und nichts vergleichen konnte, musste ich dies wohl so hinnehmen. Immerhin kam ich durch ihn sicher am Hotel an und hatte zusätzlich meine Simkarte und Informationen erhalten.

    Ich war nun im Hotel und es war erst gegen ein Uhr (Check in war um drei Uhr) aber mein Zimmer war fertig und ich konnte es beziehen. Das Zimmer war wie auf den Bildern und mich erwartete keine böse Überraschung. Da ich ein wenig Hunger hatte, wollte ich mir etwas zu Essen holen. Direkt gegenüber von meinem Hotel befindet sich der traditionelle Markt, über den ich nur kurz schlenderte. Dafür musste ich über die Straße, welches mir dann doch ganz gut gelang. Ich suchte eigentlich einen Supermarkt, ein kleiner war direkt neben dem Hotel, welcher nur Süßes, ein wenig Backwaren und zu Trinken verkaufte. Die größeren Supermärkte waren weiter weg, sodass ich mich dort eindeckte. Zurück in der Unterkunft aß ich kurz was und schlief danach Runde, nichts ahnend, dass ich erst gegen Abend wieder erwachen sollte. Nun ging es wieder auf Nahrungssuche. Der Markt gegenüber war nun deutlich größer aber irgendwie war es noch nicht so meins. Ich ging die Straße entlang und sah immer wieder kleinere mobile Läden, wo immer frisch gekocht wurde. Letztendlich entschied ich mich für Hühnchen welche mit einer Art Flakes paniert und in Öl gebraten war. Damit ging es wieder zurück und ich hatte die nächsten Eindrücke zu verarbeiten. Ich muss dazu sagen, dass ich in einer Gegend wohne, wo mehr die Einwohner wohnen, nämlich in Denpasar. Der touristische Teil ist eher an der Küste, um den Flughafen herum. Das heißt alle wissen sofort, dass ich woanders herkomme und denken, der hat Geld. Dementsprechend kommen auch kleine Kinder zu dir, zupfen an deiner Hose und betteln dich um Geld an. Von Händlern wirst du natürlich gleich angesprochen. Dies bringt einen manchmal in unangenehme Situationen. Ich glaube ich muss mich hier eingewöhnen und nach ein paar Tagen sieht es schon anders aus.

    Zurück in meinem Zimmer aß ich mein Essen und vertrieb mir die Zeit. Eigentlich wollte ich heute schon einen Teil meiner Berichte schaffen, mit denen ich weiterhin hinterher hänge aber daraus ist nichts geworden, stattdessen verschob ich es auf den nächsten Tag.
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  • Ein Tag im Hotel

    3 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 26 °C

    So, heute ist organisatorischer Tag mit Berichte schreiben. Zum Einen will ich meine Seite wieder auf den aktuelle Stand bringen, zum Anderen will ich einen groben Plan für Bali heraus arbeiten. Angefangen hat mein Tag im unteren Stockwerk des Hotels beim Frühstück welches inklusive ist. Es gab Toast mir Marmelade oder Reis mit einer kleinen Gemüsepfanne oder gekochten Hühnchen. Es gab auch eine rote Paste, nach welcher ich mich bei der Köchin erkundigen wollte, sie mir es aber auf Englisch nicht erklären konnte. Somit machte ich mir einen kleinen Löffel auf meinen Korb. Ja ich habe wie eine Art kleinen Brötchenkorb, welcher mit beschichteten Papier ausgelegt ist. Die rote Paste war ziemlich scharf, was mich ja sonst nicht weiter stört aber der Geschmack davor war überhaupt nicht meins. Ich entschied mich übrigens für den Reis mit der Pfanne und Hühnchen. Den Kaffee kann man hier vergessen, da werde ich wieder auf Tee umschwenken. Als Nachtisch gab es noch ein paar Stücke Melone, danach ging es an den Laptop, Berichte schreiben, Fotos heraussuchen und aus Videos exportieren. Das nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht, sodass ich nach vier Stunden die erste kleine Pause machte und einen Apfel aß. Danach ging es wieder weiter bis zum Abend. Kurz nach sechs Uhr entschied ich mich für das Abendbrot und ging das erste Mal an diesen Tag heraus. Ich traute mich diesmal auf den Markt und schlenderte hindurch. Manche Stimmen ignorierte ich und bei manchen schaute ich kurz hin und verneinte kurz und ging weiter. Ich blieb bei einem Obststand stehen und holte mir ein paar Äpfel. Als ich dann an einen weiteren vorbei kam, sollte ich ich unbedingt die Mangos probieren. Sie gab mir unverzüglich ein Stück zum Kosten. Die waren wirklich lecker und somit kaufte ich eine bei ihr. Danach stand aber gleich die Nächste an meiner Seite, welche mich über den halben Markt begleitete. Ein paar Kinder fragten ebenfalls nach einer kleinen Spende. Nebenbei sah ich die Vielfalt des Marktes und wie anders dieser zu unseren ist. Die frisch gerupften Hühnchen lagen Stapelweise ohne Kühlung auf den Tischen, das gleich galt für Fleisch. Am liebsten hätte ich meine Gopro dabei gehabt, um es zu filmen und euch zeigen zu können aber ich hatte sie nicht mit dabei. Ich verließ den Markt und ging zum mobilen Laden von gestern und holte mir erneut Hühnchen und im kleinen Supermarkt etwas zu Trinken. Ich war wieder in meinem Zimmer und informierte mich neben dem Essen ein wenig über Bali. Dabei kam ich auch auf die Taxipreise und mein Gefühl hatte mich nicht gedrückt. Ich hatte etwas zu viel bezahlt aber ich kann damit leben und wie gesagt, dafür hatte ich gleich ein wenig mehr erfahren und der Fahrer konnte Englisch sprechen. Später telefonierte ich mich Jacky und wir tauschten uns über ihre und meine Ankunft aus. Nach einer halben Stunde war sie jedoch sehr müde und gerade erst zu Hause angekommen und wollte schlafen. Was hab ich danach gemacht, richtig Berichte geschrieben. Ich wollte meine Seite wieder aktuell haben, weswegen ich den ganzen Tag investierte aber dafür nichts mehr mit mir herum schleppe. Einen großen Plan für Bali selbst konnte ich nicht mehr schmieden aber ich habe ja noch ein wenig Zeit. Das Problem mit den Taxikosten kann ich hier übrigens aus dem Weg gehen, wie ich herausgefunden hatte gibt es hier Uber. Da kann man sich selbst mit einen Roller mitnehmen lassen :) Gegen elf Uhr hatte ich dann genug und schaltete ein wenig ab.Читать далее

  • Erste Erkundungstour auf Bali - Teil 1

    4 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 28 °C

    Gestern Abend hatte ich mich doch noch ein wenig über Bali schlau gemacht, was heißt, dass ich ein paar Seiten gefunden habe, welche ich mir heute früh durchlesen wollte. Jedoch stand zuvor das Frühstück an. Ich hatte bereits was im Kopf, was ich essen wollte, zu meiner Überraschung hatten sie das komplette Buffet gewechselt, somit probierte ich mich durch :)

    Danach ging es auf das Zimmer, denn einfach losstürzen geht hier nicht so einfach. Erstes Thema, wie gestalte ich meinen Aufenthalt in Bali, was will ich sehen, wo muss ich dafür hin und wie wähle ich meine Unterkunft und wo aus. Der Plan nach ein paar durchforsteten Seiten war ein wenig schwammig aber im Groben war er ok. Zweites Thema, will ich einen Roller mieten und mir das Chaos hier antun oder lass ich es lieber. Ich entschied mich schließlich dafür aber ohne die Preise zu kennen sollte ich auf keinen Fall zum Händler gehen. Auch hier las ich ein paar Seiten, ehe ich mir sicher war. Für meine weitere Planung brauchte ich nur ein wenig Bargeld, mit welchen ich dann zur Rollervermietung gehen wollte. Da ich ebenfalls gelesen hatte, dass manchmal das Hotel selber Roller verleiht, fragte ich unten an der Rezeption nach und der Mann dahinter wollte sich sofort kümmern. Ok, dann lass ich ich ihn mal machen. In der Zeit wollte ich zum Bankautomaten, blieb aber vor einer Übersichtskarte von Bali mit Tempeln und Sehenswürdigkeiten hängen. So kam er nach kurzer Zeit zurück und unterbreitete mir ein echt freches Angebot. Ich hatte ja schon gelesen, dass man hier erwartet, dass der richtige Preis von einem selber erhandelt werden muss aber jedes Mal …. Er schlug mir eine Tagesrate von 100.000 Rupiah vor, was ich gleich ablehnte. Das sind um die sieben Euro. Das klingt nicht viel aber die übliche ist um die 50.000 Rupiah. Also lehnte ich jeden Preisvorschlag ab und wir blieben bei 60.000 Rupiah stehen. Da ich den Roller für acht Tage nahm bekam ich schließlich nach erneuter Rücksprache meinen Roller mit meiner geforderten Tagesrate. Dieser Punkt war somit abgehakt und der Roller sollte in einer halben Stunde bereit stehen. Nun also zum Geld abheben, dafür ging ich in den Laden neben an und ich wollte gleich ein wenig mehr abheben. Der Bankautomat forderte mich zweimal auf den Betrag zu reduzieren und akzeptierte den dritten Betrag aber es kam kein Geld heraus. Ich bin mal gespannt ob es vom Konto abgezogen wird :( Beim Nächsten klappte es ohne Probleme und ich ging zurück zum Hotel. Nach kurzer Zeit kam der Mann von der Rollervermietung und überreichte meinen kleinen Begleiter für die nächsten Tage. Die Scheibe vom vorderen Licht war zwar gebrochen aber ich schrieb dies mit in den Vertrag. Ansonsten funktionierte er soweit. Ich fragte wegen der Scheibe ob dies ein Problem mit der Polizei geben könnte, was er verneinte. Naja, bleibt abzuwarten. Würde man fast denken, dass es losgehen könnte. Nein etwas fehlte noch. Wenn man schon Tempel besichtigen wöltte, sollte man sich an die Kleiderordnung halten. Deswegen erkundigte ich mich an der Hotelrezeption und ich brauchte somit einen Sarong. Das ist ein Tuch, welches man um die Hüfte wickelt und wie ein Rock aussieht. Das sollte für ca. 20.000 Rupiah auf den traditionellen Markt gegenüber erhältlich sein. Dort angekommen, wen verwundert es, wurde ich gleich angesprochen. Nachdem ich der Frau deutlich gemacht hatte, was ich wollte, gingen wir zu ihrer Schwester. Auf dem Weg lernte ich gleich den restlichen Markt kennen, den ich gestern irgendwie übersehen hatte. Bei der Schwester wurden mir gleich gebadigte Sarongs umgeworfen. Ich fragte nach den Preis, 450.000 Rupiah waren mir eindeutig zu viel und von den 20.000 Rupiah weit entfernt. Also fragte ich nach billigeren, welche natürlich nicht mehr so schick aussahen. Ich hatte ihnen gesagt, dass mir der Preis für einen Sarong etwas niedriger gesagt worden war. Der Nächste kam trotzdem noch 150.000 Rupiah und sie ließen nicht weiter mit sich handeln. Vielleicht war ich nicht energisch genug aber man will sie ja auch nicht vor den Kopf stoßen. Also habe ich das Tuch für 10 Euro gekauft. Also ihr seht, so ganz klappt das bei mir noch nicht, beim Roller ja aber nicht beim Sarong.

    Nun hatte ich alles beisammen und konnte meine Erkundungstour starten. Ab auf den Roller und ab zur Tankstelle, denn der Tank war leer. Diese war direkt gegenüber und für umgerechnet nicht mal zwei Euro war der Tank rand voll. Nun hieß es sich im Straßenverkehr behaupten, da bekomme ich selbst beim Schreiben ein Schmunzeln ins Gesicht :D Wiedererwartens machte mir das chaotische Fahren ohne Regeln nichts aus, im Gegenteil es machte Spaß :) Mein erster Weg führte zum Masceti Tempel. Ich musste nur entlang einer Hauptstraße fahren, was nicht weiter schwer ist aber bei dem Verkehr und wenn jeder der Erste sein will. Aber wie gesagt, ich passte mich schnell den Einheimischen an und es ging links und rechts an Rollern oder Autos vorbei. Nur zweimal wurde mir ein wenig unwohl, als auf einer normalen Straße ein Auto im Gegenverkehr überholen musste, trotz das ich entgegen kam. Das gleich Spiel war später mit einem Bus. Aber alles gut und bin heute super durchgekommen, soviel schon vorab. Auf dem Hinweg hatte ich das seltene Glück gleich in eine Verkehrskontrolle zu kommen und ich befürchtete schon schlimmes. Im Internet stand, dass die Polizisten hier immer was dazu verdienen müssten, weswegen sie bei Touristen gern mal genauer hinschauen und immer etwas finden würden. Die Scheiben von meinem vorderen Licht war ja zum Beispiel kaputt und mein Tacho geht übrigens auch nicht :P Ich sah die Polizeikontrolle und fuhr extra auf die rechte Spur, um einfach mit den Strom weiter gespült zu werden. Der Polizist sprang jedoch mit seiner Trillerpfeife und einen Stock auf die Fahrbahn und winkte mich heraus. Ich machte den Motor aus und steckte den Schlüssel ein. Das war ein Tipp aus dem Internet, wenn der Polizist einmal den Schlüssel in der Hand hat, hat er dich ebenfalls in der Hand. Auch hatte ich mir ein wenig Kleingeld beiseite gelegt, damit er nicht mein Portemonnaie sieht. Denn meisten fällt die Strafe so hoch aus, wie dein Geldbeutel gefüllt ist. Aber ich sollte Glück haben, sie fragten mich nur nach meiner internationalen Fahrerlaubnis, welche ich dabei hatte und vorzeigen konnte. Danach durfte ich weiter fahren.
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  • Erste Erkundungstour auf Bali - Teil 2

    4 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich fuhr in den östlichen Teil der Insel und fuhr durch ländliche Gebiete. Ich sah die ersten Reisterrassen, welche wirklich was her machten. Jedoch genauso viel Müll und Armut. Ich kontrollierte zwischendurch immer wieder meinen Standort und erreichte somit sicher mein Ziel. Beim Eingang durfte ich 2000 Rupiah löhnen, was wirklich nicht die Welt war. Leider fand ich den Eingang des Tempels nicht gleich, weswegen ich vorerst zum Meer ging, welches nicht mal 50 Meter entfernt war. Der Strand bestand aus schwarzen Sand und in der Ferne konnte man die Nachbarinseln erkennen. Weiter sah ich ein paar Tische, wobei auf einem Opfergaben lagen und ich vorbei ging, ehe ich mich auf die Suche nach dem Eingang des Tempels machte. Ich lief folglich einmal um Diesen herum und kam bei einem großen Reisfeld vorbei. Im Tempel selber war kein einziger und ich drehte alleine meine Runde. Ich hatte vorher mein Sarong umgebunden, um nicht respektlos zu sein. Es war beeindruckend aber auch so fremd durch diese heilige Ort zu gehen. Mit wie viel Mühe die Tempel verziert und wie viele Steinskulpturen überall waren. Selbst wenn ich zehn Runden gelaufen wäre, hätte ich bestimmt immer noch nicht alles entdeckt. Es war mal wieder eine Erfahrung, welche erst wirken musste. Ich sattelte wieder meinen Roller, um zum nächsten Tempel aufzubrechen. Auf dem Weg zu Diesem kam ich an einem größeren, leerstehenden Haus vorbei und zwei Hunde machten klar, dass ich doch weiter gehen sollte. Das ist eine weitere Schattenseite von Bali, dass es hier viele Tiere gibt, welche abgemagert durch die Straßen laufen, so auch diese Hunde, an welchen nicht mehr viel dran ist. Zum Glück ließen die mich in Ruhe und ich konnte losfahren.

    Den zweiten Tempel Goa Lawah erreichte ich nach einer halben Stunde. Ich fuhr auf einen Schotterplatz und durfte wiedermal 2000 Rupiah zahlen. Ich dachte es wäre das Eintrittsgeld für den Tempel aber nein, wie ich später bemerkte war dies für den Parkplatz. Der Eintritt kam nochmal 6000 Rupiah. Wie schon auf den Weg hierher sind auch hier viele Geschäfte an der Straße und man wird mindestens zweimal angesprochen und leider lassen die nicht so schnell locker. Ich hatte mein Eintritt für den Tempel bezahlt und erkundete ihn auf eigene Faust. Er war ganz anders aufgebaut und somit gab es viel neues zu entdecken. Zwei Leute beteten gerade vor einer Art Schrein. Hinter diesen schloss sich eine Höhle an, von der ein lauteres Geräusch ausging. Als ich näher kam sah ich unzählige Fledermäuse, welche von der Höhlendecke hingen.Ich ging wieder zurück und kam an der Kasse vorbei und nun wurde ich ein weiteres Mal in ein Gespräch verwickelt und sollte Souvenirs kaufen. Ich lehnte ein paar mal ab und tauschte stattdessen Geld. Die Leute hatten von irgendeinen zwei Euro bekommen, welche ich netter Weise tauschte. Danach hatte ich genug für heute von Tempeln und beschloss zum Hafen von Padanghai zu fahren, um schon mal vielleicht die Preise ausfindig zu machen, welche verlangt werden, um zu den Gili Inseln zu kommen.

    Dort angekommen, lief ich zum Strand, welcher voller kleinerer Bote war, im Hintergrund waren größere Fähren zu sehen. Der Sand war dieses Mal sehr hell und erinnerte schon eher an einen traumhaften Badestrand, wäre da nicht der Plastikmüll, welches überall herum trieb. Ich ging die Promenade entlang und kam an den ersten Resorts vorbei. Weiter reihten sich viele Anbieter aneinander, sei es Schnorcheln, Tauchen, Boot fahren oder anderes. Auch hier wurde mir nicht nur eine Frage zugerufen. Durch Zufall entdeckte ich doch noch einen Tempel. Ich ging den Berg hinauf und schritt mit dem Sarong durch das Tor. Der erste Bereich war verlassen aber der Zweite war voller Leute, welche gerade eine Zeremonie abhielten. Deswegen drehte ich um, da ich nicht stören wollte. Nun hatte ich auf den Weg gesehen, dass eine blaue Lagune mit Badestrand gleich nebenan sein sollte. Ich lief zum Roller zurück und fuhr mit diesen dorthin. Wiedermal waren Parkgebüren fällig aber bei der kleinen gemütlichen Bucht machte ich es gerne. Es hielten sich ein paar Leute dort auf. Oben konnte man mit Ausblick essen, auf einer Zwischenstufe konnte man sich massieren lassen und danach ging es zum Strand herunter. Die Massage lehnte ich ab und legte mich stattdessen an den Strand, Nach dem heißen Tag auf dem Roller, im dichten Verkehr war dies eine willkommene Abwechslung und das Bad im Wasser einfach herrlich. Viele waren mit Taucherbrille unterwegs aber ich ließ mich einfach treiben. Ich musste ein wenig aufpassen, denn die Strömung nach draußen war schon etwas stärker. Nachdem ich mich ein wenig entspannt hatte ging ich hoch und bestellte mir einen Fruchtmilchshake und Nudeln mit Gemüse und Hähnchen. Al sich auf das Essen wartete kam das nächste Problem. Ich hatte heute eine SMS bekommen, das mein Datenvolumen bald leer sei. Es sollten ja sechs GB sein, da muss ich wohl zurück zum Laden der Sache auf den Grund gehen. Nur blöd das ich nicht weiß wo dieser war aber ich habe ja noch die Nummer von meinem Taxifahrer.

    Kurz vor fünf Uhr machte ich mich auf den Rückweg, denn erstens sollte ich ein wenig brauchen und zweitens wollte ich zur MotoGP wieder im Zimmer sein. Dafür hielt ich unterwegs an einen Supermarkt und holte mir seit langen das erste Bier, welches ich dazu trinken wollte. Auf dem Heimweg fuhr ich ein paar Mal durch dichte Rauchwolken, denn die Einwohner verbrannten in regelmäßigen Abständen ihre Sachen am Straßenrand. In Zusammenhang mit den Abgasen, tut dies meiner Lunge glaube ich nicht so gut. Ich erreichte das Hotel fast im Dunkeln, ich konnte wegen einer Einbahnstraße nicht so fahren wie ich wollte, sodass es durch sehr kleine Gassen fuhr und ich ein paar Mal auf das Handy schauen musste.

    Letztendlich konnte ich die MotoGP nicht live schauen, da die Verbidung zu schlecht war :( An der Rezeption hatte ich bei meiner Ankunft gleich gefragt, ob ich den Taxifahrer anrufen könnte, leider ohne Erfolg. Etwas später klappte es und ich habe die Straße von diesem Laden und muss diese morgen mal abfahren. Beim ersten Mal hatte ich übrigens mein Rollerschlüssel an der Rezeption vergessen, welcher mir aber wieder übergeben wurde Ich hatte schon gedacht, diesen stecken gelassen zu haben. Später schaute ich noch die Moto drei und schrieb Bericht, ehe ich kurz mit Jacky telefonierte. Eine konkretere Planung ist leider nicht mehr zu Stande gekommen.
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  • Wunderschöner Tempel am Meer - Tanah Lot

    5 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ☀️ 29 °C

    Der letzte Tag in der Unterkunft brach an und ich hatte für Morgen noch keine weitere gebucht, ebenso musste ein konkreter Plan her, was ich alles sehen will. Deswegen ging es nach dem Frühstück aufs Zimmer. Ich schaute nach Unterkünften und muss sagen, nach dem jetzigen Hotel kann ich den „normalen Backpacker Status“ wohl an den Nagel hängen. Ich hatte mich für den nächsten Zeitraum in eine Villa eingemietet und das ganze für nicht mal für etwas unter 20 Euro die Nacht. Bin selber schon gespannt drauf. Das jetzige Hotel ist ja super, es ist sauber, Frühstück ist inklusive, jeden Tag wird mein Zimmer sauber gemacht und ich hab Wasser kostenlos bekommen. Zudem ein großes Doppelbett mit eigener kleinen Nasszelle aber das Nächste wir wohl vom Wohlfühlfaktor höher sein.Einziges Manko an dem Hotel, es ist ziemlcih hellhörig und es läuft draußen auf dem Gang die gesamte Zeit Musik.

    Jedenfalls hatte ich die Unterkunftsfrage geklärt. Als nächstes war ich mir ein wenig unsicher, welche Reihenfolge die bessere wäre. Ich entschloss mich zuerst das Problem wegen meiner Simkarte zu lösen. Dafür schwang ich mich auf den Roller, es war nicht weit entfernt aber durch das tägliche Verkehrschaos konnte ich die Strecke nicht so schnell überwinden wie gewünscht. Auf der Hinfahrt hatte ich schon überlegt umzudrehen und wirklich die Zeit und Mühe zu sparen. Aber ich wollte es mit denen klären, weswegen ich weiter fuhr. Wenn man von Denpasar nach Kuta fährt kann man kaum glauben, dass die Hälfte der Insel durch Reis kultiviert wird. Ich kam nach einer dreiviertel Stunde an der Straße an und fand zu meiner Überraschung den Laden recht schnell. Leider sprach mein Gegenüber nicht das beste Englisch und wir hatten mühe unsere Standpunkte klar zu machen. Zu den Problem, dass ich jetzt bereits eine Warnung wegen meinem Datenvolumen bekommen hatte, meinte er nur, dass es gesplittet sei (in etwa in 4G und...) Er rief eine Nummer an, wo mir danach diese Unterteilung per SMS zugesendet wurde. Dann kam raus, dass das Guthaben am 20.06. abläuft. Nach einer gefühlten Stunde hin und her, meinten sie, es würde sich danach automatisch verlängern. Ich hatte keine Lust mehr Zeit und Nerven zu investieren und fuhr wieder zurück ins Hotel. Hier gibt es ja viele kleine Imbisse, welche Warung genannt werden und an denen Essen ziemlich günstig angeboten wird. Mit Wifi heißt es übrigens Warnet :)

    Dort angekommen hatte ich nur noch den halben Tag zur Verfügung. Die gesamte Planung war nicht erledigt, somit hatte ich kein Ziel. Deswegen hieß es jetzt Internet an, ein wenig recherchieren und Ziele aufschreiben. Nach einer Stunde hatte ich einen Überblick und entschied mich in Anbetracht der Zeit nur für ein Ziel, den Pura Tanah Lot Tempel. Die Zeit, welche ich eher wieder da sein wollte, war für die Planung der nächsten Tage gedacht. Ich schwang mich mit gepackten Sachen auf meinen Roller und war heute froh, ein wenig aus den Stadtverkehr und damit aus den ganzen Abgasen raus zu kommen. Also zu meinen heutigen Ziel. Der Tempel ist einer von sieben Meerestempeln an der Südwestküste. Diese sollen die Dämonen abwehren, welche vom Meer aus kommen. Eine Besonderheit ist eine Süßwasserquelle am Fuße des auf dem Felsen erbauten Tempel, welcher bei Flut komplett von Meerwasser umspült ist. Diese Quelle wird als heilig angesehen und soll besondere Kräfte haben. Ich durfte heute damit mein Gesicht und Hände waschen :) Der Tempel ist wegen dieser Punkte sehr beliebt, zudem ist er ein schönes Fotomotiv, weswegen er mit der meistbesuchte Tempel Balis ist. Das liessen sich die Balinesen nicht zweimal sagen und bauten einen großen Parkplatz, welcher etwas teurer als die gestrigen waren aber mit etwas uner fünf Euro mehr als vertretbar ist. Weiter reihten sich die Verkaufsstände dicht aneinander, welche ich schnell hinter mir lies. Das Gute, dass es ein wenig mehr Leute hier sind, ich werde nicht mehr so oft von den Händlern angesprochen. Ich kam zu einen Tempel nichts ahnend welcher das war. Der Tanah Lot Tempel befand sich links von mir und nach einem Schild war dies der Pura Batu Bolong. Er war nicht groß und war auf einem Felsausleger gebaut. Der vorgelagerte Felsen wurde durch eine natürliche Steinbrück mit dem Festland verbunden. Den Tempel konnte man nur zum Teil erkunden, der vordere Teil war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ich ging danach weiter entlang der Küste, wo kein anderer war aber ein schöner Ausblick auf mich wartete. Nach ein paar Fotos ging es wieder zurück und nun zu den Tempel, weswegen ich hergekommen war.

    Die Ebbe war vorüber aber der höchste Stand der Flut war ebenfalls nicht erreicht. Es war somit noch möglich, auf die andere Seite zu den Tempel und der heiligen Quelle hinüber zu laufen und diesen aus der Nähe zu bestaunen. Von einer andern vorgelagerten Felsspitze hatte ich genügend Aufnahmen von der Ferne gemacht, sodass ich den Weg zum Wasser antritt. Ich schlängelte mich durch die Massen und querte schließlich den Weg, welcher teilweise bereits überflutet war. Der Tanah Lot Tempel ist ebenfalls der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Lediglich eine Treppe an der Seite kann ein paar Stufen empor gestiegen werden. Für diese musste man sich jedoch mit der heiligen Quelle waschen, wofür sie nach einer Spende fragten. Ich wusch mich folglich mit dem Wasser und bekam einen Fingerabdruck mit Reis auf die Stirn, sowie eine Blume hinter das Ohr gesteckt. Danach ging ich die Stufen nach oben und konnte nur einen kleinen Ausschnitt des Treppenaufganges sehen. Beim Weg zurück sah ich bereits, dass die Überquerung nicht mehr so einfach war. Durch die großen Wellen wurde der Übergang immer höher überspült und durch das ablaufende Wasser entstanden starke Strömungen. Es sollte wohl nicht mehr lange dauern, bis das Meer den Übergang zurück erobert haben sollte. Zur Sicherheit der Touristen, passten Priester vom Tempel auf, Rettungsschwimmer waren ebenfalls vor Ort. Insgeheim wünschte ich mir ein Bild, in welchen der Tempel komplett im Wasser steht. Auf der Landseite gab es eine kleine Höhle, welche wie die heilige Quelle von Priestern bewacht wurde. In dieser soll es Schlangen geben, welche ziemlich giftig sein sollen. Für ein Spende kann man sich diese zeigen lassen. Ich war nicht interessiert und ging weiter. Ich erkundete danach das weitere Gelände und kam auf eine Anhöhe. Es schloss sich ein Stand an den anderen an. Bei einem war ich so gut wie vorbei gelaufen, da machte mich ein Mann darauf aufmerksam. An einer Eisenstange vor einem Stand hing ein Flughund, so ein großer, welchen ich mal tot auf der Straße in Brisbane gefunden hatte. Der hing dort einfach herum und schlief. Ebenso aktiv waren die Tiere, welche faul auf dem Tisch oder der Bar lagen und zum Stand dazu gehörten. Es waren Luwaks, diese fressen Kaffeebohnen und scheiden sie wieder aus. Ich orderte einen Kaffee und muss sagen so schlecht hat er nicht geschmeckt. Ich ging weiter nach oben und kam auf eine kleine Ebene, welche voll mit Restaurants waren. Kein Wunder, denn der Ausblick auf den Tempel und Umgebung war ziemlich schön. Es war bereits gegen vier Uhr und ich hatte das Letzte zum Frühstück gegessen, sodass ich mich an einen Tisch mit Meerblick setzte. Mit einem Cocktail in einer Kokosnuss und einen Teller gebratene Nudeln für gerade mal sechs Euro lies ich es mir gut gehen und nahm nebenbei einen Zeitraffer auf. Der Cocktail war komplett aus Zutaten von der Insel (auch der Alkohol) und schmeckte richtig gut. Bei den gebratenen Nudeln gab es Hähnchenspieße dazu, welche mit einer Erdnusssoße serviert wurde, welches köstlich war. Ich hatte bei den Cocktail extra vorher gefragt, wieviel Alkohol darin wäre, da ich noch Roller fahren musste. Sie meinte nicht viel aber ein wenig hatte ich den trotzdem gemerkt. Später bekam ich meine gewünschte Kulisse und der Tempel stand im Wasser und wurde von der tief stehenden Sonne beschienen.

    Auf meinen Rückweg musste ich zur nächstgelegenen Tankstelle, denn mein Tank war so gut wie leer. Auf der Fahrt sah ich viele Drachen weit oben am Himmel. Diese hatte ich bereits des öftere gesehen und ich habe das Gefühl, dass diese nie eingeholt werden. Für nicht mal anderthalb Euro war mein Roller voll und ich konnte mein Weg zurück zum Hotel antreten. Einziges Problem, mein Handyakku war so gut wie leer. Ich hatte meine Powerbank mit und konnte somit mein Handy unterwegs laden aber das Navi zog mehr Strom als der Ladesstrom, sodass ich immer wieder anhalten musste. Als ich doch wieder angekommen war, schlenderte ich kurz über den traditionellen Markt und nahm ein paar Bilder auf. Weiter kaufte ich mir zwei Mangos, welche ich später bei einem balinesischen Bier und MotoGP genoss.

    Ich hatte übrigens heute ein wenig Glück gehabt. Mein Handy hatte ich nach meiner Ankunft vom Handyladen in einem äußeren Fach vom Roller liegen lassen. Erst als ich eine Weile im Zimmer gewesen bin fiel es mir auf aber es war noch da :) Da ich später zurück war als gedacht verschob ich die Planung ein weiteres mal :/
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  • Upgrade zur Villa und wunderschönes Bali

    6 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 26 °C

    Um elf Uhr musste ich meine sieben Sachen gepackt haben und hatte demzufolge Zeit gemütlich zu frühstücken. Danach sollte meine Planung hinsichtlich meiner To Do Liste für Bali vervollständigt werden. Das Frühstück war heute ausnahmsweise nicht ganz so lecker aber die Papaya riss es ein wenig wieder heraus. Oben im Zimmer packte ich meine Sachen und setzte mich danach mit meinem Laptop aufs Bett. Ich hatte vorher den Karteneditor von Googlemaps noch nicht verwendet aber es war ziemlich einfach und ich konnte meine Liste von Zielen schnell eintragen. Zur besseren Übersicht noch andere Symbole und Farben für die jeweilige Rubrik gewählt und schon war meine persönliche Übersicht fertig. Das vereinfacht mir natürlich meine Tagesplanung. Ich wurde nicht ganz fertig, checkte aus und plante in der Lobby zu ende.

    Nun stand mir eine Fahrt vom etwas über anderthalb Stunden bevor, dabei waren es gerade mal 40 Kilometer. Der Backpack war auf dem Rücken und das Navi war aktiviert und ich begab mich ein weiteres Mal in das Verkehrschaos. Mit dem Gewicht auf dem Rücken hielt ich mich zurück, da das Brems- und Kurvenverhalten ein wenig anders war. Ich kam wieder an der Stelle vorbei, wo die Polizei immer kontrollierte und mich bereits zwei Tage zuvor heraus gezogen hatte. Diesmal lief alles gut und ich fuhr weiter die Straßen entlang. Den Backpack ging es besser als gedacht, zumal das größte Gewicht auf dem Soziussitz lag. Die Verkehrsdichte nahm rapide ab und die Straßen wurden immer kleiner. Es war gemütlicher zu fahren und immer mehr Reisfelder nahmen die Landschaft ein. Von den zwei Tagen im Stadtverkehr hatte ich bereits ein leichtes Kratzen im Hals, es tat echt gut mal wieder saubere Luft zu atmen. Laut meinem Navi hatte ich das Ziel erreicht aber da war keine Villa, sondern eine Rollerwerkstadt. Ich fragte einen Jugendlichen, ob er die Villa kennt und mir weiter helfen könnte. Da er kein Englisch sprechen konnte zeigte er mir nur die Richtung und ich fuhr weiter. Schließlich fand ich meine neue Unterkunft und konnte den Roller und etwas später mein Gepäck im Zimmer abstellen. Eigentlich war Check in erst gegen 14 Uhr aber ich konnte schon früher rein. Die Villa ist echt richtig schön und noch besser als wie auf den Fotos. Mein Zimmer ist zwar etwas klein aber mit eigenen Bad. Es gibt mehrere Sitzecken, welche sehr gemütlich aussehen. Von einer hat man eine Aussicht auf den Regenwald, welcher sich etwas unterhalb der Villa gleich anschließt. Der Pool schießt jedoch den Vogel ab. Mit Blick von oben auf den Regenwald, top gepflegt und das Wasser reicht bis zur Poolkante, danach geht es herunter Richtung Regenwald. Das Personal ist total nett und ich glaube ich werde hier eine richtig gute Zeit haben. Mein Gepäck war im Zimmer verstaut und zur Begrüßung gab es einen Fruchtshake, welchen ich erst oben in der Gemeinschafts-area und später am Pool genoss.

    Jetzt musste ich ein wenig aus den Knick kommen, denn ich wollte heute etwas von der Umgebung sehen. Ich schaute also auf meine erstellte Karte, neben ein paar Reisterrassen wollte ich den Affenwald und die Elefantentempel sehen. Für alle drei Ziele musste ich mich ein wenig beeilen und packte meine Sachen. Wieder federleicht auf dem Roller spulte ich die Kilometer bis zu den Reisanbaugebiet in Tegalalang schnell ab. Man merkt, dass man in ländlicheren Gebieten unterwegs ist, kleinere Straßen die durch niedliche Dörfern hindurch gehen und sich durch die Natur schlängeln. Immer wieder fuhr ich an verschiedenen Tempeln und Reisterrassen vorbei und in der Luft schaukelten viele Drachen im Wind. Ab uns zu sah und roch ich wieder, dass die Einheimischen ihren Unrat direkt an der Straße verbrannten. Auf dem Weg kreuzte eine Schlange meinen Weg. Sie war bestimmt anderthalb Meter und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie mit den Roller überfahren hatte.

    Ich erreichte die Reisterrassen und zu meiner Überraschung konnte man diese begehen. Ich fuhr die Straße entlang, links waren wieder viele Stände aufgereiht und rechts ging es steil nach unten zu den Reisterrassen. Das Ziel ist bei Touristen ebenfalls sehr beliebt und ich hatte Mühe einen Parkplatz mit dem Roller zu finden. Schließlich stand ein Mann neben einer langen Reihe von Motorrollern. Er winkte mich heran aber ich sah keinen Platz. Daraufhin zog er andere Roller beiseite und meine Lücke war entstanden. Der Mann, der mit Half hieß Debbie und hatte nichts mit dem Parkplatz zu tun. Dafür war ein anderer zuständig, welcher zu mir kam und 10000 Rupiah haben wollte. Ich sagte, dass es zu viel wäre und meinte 5000 Rupiah, was er ohne weitere Verhandlungen annahm. Ich kam mit Debbie ins Gespräch und fragte nach einer der besten Aussichten auf die Terrassen. Daraufhin zeigte er mir die Richtung und begleitete mich. Ich war gespannt wo er mich hinführen sollte, er sprach auch von einem Cafe mit kostenlosen Tees und Kaffees. Hmm was kommt da wohl auf mich zu. Aber ich schien wohl zu oft von Balinesen abgezogen wurden zu sein. Diesmal war es anders, wir erreichten das Cafe und setzten uns an eine Sitzgruppe, wo bereits andere ihren Kaffee getrunken hatten. Zufälliger Weise waren es deutsche und wir hielten ein kurzen Smalltalk. Debbie dachte ich, hatte seinen Soll erfüllt und geht wieder zu Parkplatz aber im Gegenteil, er blieb mit sitzen und hatte nichts mit dem Cafe zu tun. Ich bekam eine Reihe von Tee und Kaffee in kleinen Tassen zum Probieren kostenlos gereicht. Währenddessen unterhielt ich mich mit Debbie, welcher aus Tegalalang kommt. Ich erhielt viele nützliche Tipps, so erkundigte ich mich über den Vulkanaufstieg des Berges Batur. Weiter erzählte ich ihm meine Ziel, wo er einen weiteren Ratschlag einbrachte oder zustimmte. Als ich ihm von den zwei Polizeikontrollen erzählte meinte er nur, dass ich das nächste Mal deutsch sprechen und so tun soll, als würde ich kein Englisch sprechen. Bis jetzt hatte ich zweimal Glück gehabt aber nach seinen Erfahrungen ziehen diese gerne die Touristen ab. Übrigens züchtet Debbie Hühner und wenn mal ein muskulärer Hahn dabei ist, geht er mit ihm zum Hahnenkampf, was hier illegal ist aber mit dem geeigneten Bestechungsgeld kein Problem ist. Ich hatte mich nun durch vier Tee und vier Kaffeesorten durch getrunken und es waren wirklich leckere dabei. Der Lemmongras- und ein andere Tee waren mein Favorite. Die Kaffeesorten waren in Ordnung. Der Cafeladen erhoffte sich nun natürlich Tee und Kaffee zu verkaufen. Ich hatte dafür keinen Platz und wollte es auch nicht mit nach Deutschland schleppen, sodass ich stattdessen eine kleine Spende für die Verkostung da lies. Bei Debbie bedankte ich mich für das nette Gespräch und das er mir das Cafe gezeigt hatte und mir dadurch meinen Tag bereichert hatte.

    Nun ging es an das Erkunden der Reisterrassen, hierfür führte ein Weg steil hinunter, ehe ich auf der anderen Seite die ersten Reisfelder betrat. Ich lief immer weiter nach oben und kam an eine Gabelung. Ich wollte zu erst zu einer Wasserquelle, welche sich als nicht besonders sehenswert heraus stellte und ich meinen Weg in der anderen Richtung fortsetzte. Ich kam an eine Art Schranke, wo ein Mann stand und eine Spende erwartete. Die Reisterrassen scheinen hier verschiedenen Familien zugeteilt zu sein, denn von diesem Punkt gab es ein paar mehr. Nach einer kleinen Spende durfte ich hindurch und die Aussicht danach war wunderschön. Ich bestaunte die Landschaft und bekam neben mir ein Gespräch von vier Leuten mit, welche sich über einen Vulkanaufstieg zum Sonnenaufgang unterhielten. Da ich dies ebenfalls geplant hatte, gesellte ich mich mit dazu und bekam wiedermal ein paar Tipps. Mit Marc und Anne Kathrin (übrigens Geschwister) unterhielt ich mich ein wenig länger und wir fanden immer wieder neue Gesprächsthemen, sodass wir die restlichen Terrassen gemeinsam erkundeten. Marc wollte Work and Travel in Australien machen, nach vier Wochen reizte es ihm nicht mehr. Deswegen nahm er seine Sachen und ging nach Bali. Seine Schwester wollte ihm auf jeden Fall besuchen kommen und da sie noch nicht auf Bali war, nutzte sie gleich die Gelegenheit. Wir liefen hoch und runter, schossen viele schöne Bilder und konnten viele neue Eindrücke gewinnen. Es war interessant manche Reisbauern bei ihrer Arbeit zu beobachten und wie sie die Terrassen angelegt hatten. Diese waren fast kunstvoll in den Hang eingebettet und wir mitten drin. Leider war der Himmel sehr zugezogen aber vielleicht ist es nicht so schlecht mal nicht in der vollen Sonne zu stehen. Die zwei waren von der frühen Wanderung zum Vulkangipfel ein wenig vorbelastet und waren sicher ebenfalls froh. Die Zeit näherte sich den Abend entgegen, da wir drei das Letzte heute früh gegessen hatten, fuhren wir nachdem wir wieder auf der Straße waren gemeinsam nach Ubud für ein gemeinsames Abendbrot.

    Eigentlich hatte ich ja geplant gehabt den Affenwald und die Elefantenhöhle zu besichtigen aber so wie der Tag sich entwickelt hatte fand ich ihn toll und ziemlich entspannt. Deswegen freute ich mich über den unerwarteten Tagesverlauf. Wir fuhren zu einer Warung welche die beiden bereits kannten. Dort angekommen setzten wir uns an einen gemütlichen Holztisch und bestellten zu Essen und zu Trinken. Wir tauschten unsere Erfahrungen aus und hatten einen schönen, gemütlichen Abend, sodass wir nach dem Essen zwei weitere Runden Getränke orderten. Zudem war es ziemlich billig. Für ein Hauptessen, einen Nachtisch, zwei Fruchshakes und einen Cocktail habe ich gerade mal etwas unter sechs Euro bezahlt.

    Es war bereits dunkel als wir kurz zum Geldautomaten und danach zum Hotel der beiden fuhren. Marc wollte mir seine Stirnlampe für den Vulkanaufstieg geben, dabei quatschte wir uns nochmal kurz fest, ehe ich meinen Heimweg, welcher mich durch die teilweise dunklen Straßen führte anging. Meine Unterkunft ist ein wenig ab vom Schuss, weswegen ich von Ubud eine halbe Stunde brauchte. Aber es machte auch Spaß durch in der Nacht entlang der Reisfelder oder durch die kleinen Dörfer zu fahren.

    In der Unterkunft sah ich nur zwei weitere, welche gerade zu Abend aßen. Ich zog mir meine Badehose an und sprang nach dem Tag in den Pool, welcher nachts beleuchtet ist. Ich lies mich ein wenig treiben und lauschte den Geräuschen, welche aus dem Regenwald kamen und schaute zum Mond herauf. Danach ging ich fix unter die warme Dusche, denn es war doch ein wenig frisch. Später widmete ich mich meiner Seite und schrieb bei einem Bier meinen heutigen Bericht.
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  • Entspannter Tag um Ubud

    7 июня 2017 г., Индонезия ⋅ 🌬 27 °C

    Der erste Morgen in der Villa und das hieß zum ersten Mal ein Frühstück heraussuchen. Insgesamt stehen sechs verschiedene zur Auswahl. Ich entschloss mich für das Omelette mit Toast, Kaffee und Fruchtshake. Bei jedem Frühstück kann man zwischen Kaffee oder Tee und Fruchtplatte oder Fruchtshake wählen. Kurze Zeit später wurde mir es serviert und es war sehr lecker. Nur der Kaffee wurde türkisch serviert, was mich persönlich nicht störte. Ich konnte mir ein wenig Zeit lassen, denn alle drei Ziele sind in der näheren Umgebung, somit ließ ich den Tag gemütlich beginnen. Ich packte meine Sachen, dabei musste alles für einen Tempelbesuch aber auch fürs Baden in den Rucksack rein. Zum Glück habe ich mein kleines Fach unter dem Sitz vom Roller, wo ich die schweren Gegenstände verstauen kann. Bei bestem Wetter ging es auf die Straßen von Ubud, welche teilweise sehr verstopft waren. Aber mit dem Roller ist dies ja halb so schlimm. Ich musste eine sehr verstopfte Straße zweimal fahren, da ich wohl einmal falsch abgebogen bin aber wie gesagt, heute hatte ich Zeit. Ich kam beim Tempel Goa Gajah an, welcher auch als Balis Elefantenhöhle bekannt ist. Auf dem Parkplatz wurde ich bereits von zwei Frauen hergewunken, dass ich doch bei ihnen den Roller abstellen sollte. Nicht das sie sich bereits beim Hereinfahren in mich verliebt hätten, nein es waren Ladenbesitzerinnen, welche noch zuvor man das Fahrzeug abgestellt hatte, um einen warben. Ich entschied mich für die Linke, es waren beide schon etwas älter, also hätte ich nicht mal die jüngere nehmen können :P

    Ich kam folglich mit meiner Parkplatzeinweiserin und Shopbesitzerin ins Gespräch. Ich sagte, dass ich bereits einen Sarong hatte aber lies sie mal machen und bekam einen schicken umgebunden. Ich lies mir weitere zeigen aber irgendwie fand ich den ganz schick. Und jetzt haltet euch mal fest. Ich fragte nach dem Preis und sie wollte gerade mal 40.000 Rupiah dafür haben. Zum Vergleich, auf den traditionellen Markt hatte ich für ähnliche Qualität 150.000 Rupiah bezahlt. Selbst den Preis drückte ich noch auf 35.000 Rupiah. Sie zeigt mir ein paar Shirts aber ich war nicht weiter interessiert und ging meinen Weg. Zur Überraschung brauchte ich nichts für den Parkplatz bezahlen. Der Weg zum Tempel selbst war wieder mit vielen Läden gepflastert, an denen ich freundlich nein danke sagte. Nach dem Kauf des Tickets, ging es zur Ticketkontrolle und danach eine Treppe nach unten. Bereits von dieser konnte man auf das unten liegende Tempelgelände schauen, welches sehr interessant aussah. Überhaupt war es anders als die bisherigen Tempel und es gefiel mir. Auf halber Strecke ging ich in einen Garten rein, welcher sich als Cafe entpuppte und ging folglich wieder heraus. Ich erkundete zuerst das untere Tempelgelände, hierfür ging es eine weitere Treppe nach unten in das Tal des Petanu. Ich kam an einem Bach vorbei, worüber eine schöne Steinbrücke gebaut war. Weiter gab es einen kleinen angelegten Teich, an welchen gerade ein Mann vom Tempel sang und zwei Frauen einen etwas eigenartigen Tanz aufführten. Ich kam zu einem kleinen Tempelhof mit einem Schrein, an dem man eine Blüte ins Haar gesteckt bekam, wieder den Fingerabdruck mit Reis an die Stirn erhielt und mit Wasser bespritzt wurde. Dies natürlich gegen eine kleine Spende, womit ich kein Problem hatte, dafür durfte ich dann vor den Schrein treten. Ich ging noch andere Wege entlang, welche sich jedoch als Sackgasse erwiesen. Nachdem ich den unteren Teil erkundet hatte, war ich bereit für den Oberen. Dieser beinhaltete das Highlight, den Eingang zur Elefantenhöhle, der Name wurde eher für die Touristen geprägt. Die Höhle ist nicht groß und hat eine T-Form. Den Eingang betritt man über den Mund eines Dämonen, welcher in Stein gehauen ist. Innen befindet sich eine Ganesha Statue und drei steinere Lingas. Ziemlich markant für den oberen Bereich ist neben der Höhle ein großer Baum, welcher weit in den Himmel ragt und ein wenig das Zentrum darstellt. Neben diesen gibt es ein größeres offenes Gebäude und eine Art künstlich gestalteter Brunnen. Dem Wasser werden magische Fähigkeiten zugeschrieben aber ich habe es verpasst :/ Ich werde doch kein Superheld :P Gegen den Durst holte ich mir eine Kokosnuss, welche vor meinen Augen zurecht gestutzt wurde. Dazu gab es einen Strohhalm und es war wirklich viel in dieser drin. Danach war ich ziemlich satt. Es ging zum Roller zurück, welchen ich nicht groß suchen musste, da meine Einweiserin bereits auf mich wartete. Als ich aus dem Tempel kam hatte ich mir ein paar Shirts angeschaut. Durchaus gefielen mir ein paar Farben aber was sollte ich mit den Motiv von Hinduistischen Gottheiten anfangen.

    Mein nächstes Ziel führte mich wieder durch den Stadtverkehr von Ubud zum Monkey Forest. Ich fuhr auf einen Parkplatz, nicht zu wissen, dass ich dadurch den unteren kostenpflichtigen meiden konnte. Am Eingang war der Eintritt für balinesische Verhältnisse etwas teurer aber dafür sollte ich etwas geboten bekommen. Das Gelände ist sehr groß und man kann viel entdecken. Bereits beim Eintritt begrüßten uns die Affen. Eine Frau vor mir in der Weise, das sie scharf auf die Handtasche waren. Die Frau fand es nicht so lustig. Der Affenwald ist gespickt mit größeren Bäumen und Lianen und die Affen selbst leider schon zu sehr gewöhnt an die Touristen. Sie sind teilweise sehr frech und haben keine Scheu mehr. Etwas nach dem Eingang befindet sich ein kleiner Laden, welcher Bananen verkaufte, natürlich ein wenig überteuert. Die Affen sind scharf drauf und wer das Erlebnis haben möchte, dass ein Affe an einem herauf klettert und auf einen die Banane verspeist, sollte sich entweder welche mitbringen oder muss in die Tasche greifen. Ich entschied mich vorerst dagegen und wollte das Gelände erkunden. Es ging über einen schmalen Weg an großen Bäumen vorbei und über eine steinerne Treppe, welche am Fuße durch kunstvolle Statuen geschmückt war. Nun ging es rechts und links an einem Hang entlang. Ich entschied mich zu erst für den rechten Weg und kam an ein paar Tempelelementen mit Affenstatuen vorbei und landete in einer kleinen Schlucht mit eine Wasserlauf. Ein kleiner Pfad führte an der rechten Seite entlang, welcher in einer Sachgasse mündete. Am Ende hielten sich gerade ein Pärchen auf, die schlauer Weise die Bananen zuvor gekauft hatten und nun die Affen damit anlockten. Nur blöd, dass die Affen schlauer als gedacht waren, in Hand um Drehen öffneten sie den Reißverschluss des Rucksacks und holten die Sonnencreme heraus und verschwanden damit in den Bäumen. Aber diese soll wohl leer gewesen sein. Also aufpassen, daraufhin verstaute ich mein Capy in meinem Rucksack ( ich habe zum Glück kein Reißverschluss). Danach ging ich den Linken Weg entlang, welcher mich über einen Holzpfad zu einem Tempel führte. Hier erinnerte mich irgendwie an das Dschungelbuch und dachte, dass müsste die Heimat von Luigi sein :) Affenwald, die Kulisse passt super und dann der riesige Tempel, das kann nicht anders sein :D An jeder Ecke sah man die Affen herumflitzen oder faul in der Ecke liegen. Letztendlich kam ich wieder an den Bananenladen vorbei. Vier kleine Bananen kamen 20.000 Rupiah und ich brauchte nur eine. Ich fragte somit nach einer für 5000 Rupiah, worauf sie mich nur auf die Preistafel verwies. Als ich mich jedoch umdrehte, rief sie wenig später mich heran und wollte das Geschäft möglichst unauffällig über die Bühne bringen. Ich hatte folglich die Banane in der Hand und der erste Affe hatte es gesehen und wartete zu meinen Füßen. Ich setzte mich auf eine Steinmauer und er kletterte an mir herauf, setzte sich auf meine Schulter und genoss sichtlich die Banane. Das war schon ein schönes, eigenartiges Erlebnis. Danach wieder zurück zum Roller und entspannt zu einem Wasserfall.

    Dort angekommen, gab es nach dem Tickethäuschen wieder viele Läden, bis man zum Wasserfall selbst kam. Auch hier führte eine Treppe ins Tal herunter, wo der Flusslauf war. Oben hatten sich Restaurants die beste Aussicht über das Tal und den Wasserfall selbst gesichert. Am Fuße der Treppe gab es ein kleines Bad, was ich vielleicht später aufsuchen wollte. Ich wollte zu erst zu dem Wasserall selbst. Da ich von weitem erkannte, dass das Wasser ziemlich braun war, dachte ich, dass das Baden sicherlich nicht schön sein würde. Der Wasserfall war ziemlich hoch und die Wassermassen gewaltig. Dieser heißt übrigens Tegenungan. Ich bestaunte ihn erst von unten und sah eine Treppe welche nach oben führte. Auf halber Strecke war ein weiteres Tickethäuschen, welches ich bezahlte, da ich an die obere Kante wollte. Gesagt getan, von oben nahm ich weiter schöne Fotos auf, ehe ich den Flusslauf nach oben folgte. Dort saßen bereits welche im Wasser. Die Strömung war etwas stärker aber für eine Abkühlung war es perfekt. Am oberen Punkt waren übrigens überall kleine Steintürme gebaut, wobei ich keine Ahnung hatte, was diese zu bedeuten hatten. Auf dem Rückweg nutze ich das kleine Bad, um mich von den schmutzigen Wasser zu befreien und nutzte danach eines der Restaurants mit schönen Ausblick. Ich bekam gebratene Nudeln, welche schmeckten und ein Avocadoshake, welcher auch super war. Dann ging es wieder zurück in die Villa. Auf dem Weg hatte ich noch voll getankt und was süßes geholt, denn morgen geht’s ja auf den Mount Batur zum Sonnenaufgang. Diesbezüglich musste ich ein paar Informationen zusammen tragen, da ich es auf eigene Faust machen wollte.

    Wieder zurück in der Villa nutze ich den Pool für eine kleine Abkühlung und machte mich danach ans Recherchieren und stellte einen Bericht online. Leider stellte es sich nicht so einfach heraus wie gedacht, den Einstieg für den Wanderweg zu finden. Daraufhin fragte ich gegen neun Uhr abends das Personal. Die wussten es nicht so recht und riefen den Fahrer der Villa, welcher kurze Zeit später erschien. Das ist leider ein wenig schade an der Villa, dass die Angestellten kein Englisch sprechen. Man kann etwas bestellen aber Smalltalk ist nicht drin. Das Fahrer kann dagegen Englisch und von ihm herhielt ich auch die Information, dass es Pflicht sei, einen Guide zu nehmen und dies 450.000 Rupiah kosten würde. Trotzdem wollte ich es auf eigene Faust probieren und er zeigte mir schließlich den Parkplatz, von wo aus der Weg begann. Ich hatte ja bereits im Internet von mafiosen Methoden gelesen, was der Fahrer mit seinem Erzählungen bestätigte. Übrigens soll der Preis anfangs bei 180.000 Rupiah pro Person gelegen haben und ist so von Jahr zu Jahr angestiegen. Wahrscheinlich wird es weiter, bis die Touristen nicht mehr zahlen. Ich fragte ihn noch andere Sachen und wollte ihn ein Bier anbieten aber er nimmt gerade Medikamente, weswegen es nicht so günstig ist. Ich verschwand in mein Zimmer, telefonierte mit Jacky und war mir nicht sicher, ob ich gleich durch machen sollte, denn 02.30 Uhr sollte der Wecker wieder klingeln. Um Mitternacht machte ich doch die Augen zu, die Tasche hatte ich bereit für Morgen vorgepackt.
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  • Bali - Fluch und Segen Teil 1

    8 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich weiß nicht so richtig, ob Bali bereits einen schlechten Ruf hat aber wenn die weiter so machen ist es nur eine Frage der Zeit. Ich fang jedoch mit meiner optimistischen Einstellung am Morgen an.

    Ich hatte zweieinhalb Stunden geschlafen und schon klingelte der Wecker gegen halb drei. Denn ich wollte rechtzeitig zum Mount Batur und das auf eigene Faust. Meine Sachen hatte ich bereits gestern größtenteils gepackt, damit ich im Tran nichts vergesse. Somit machte ich mich fertig und schwang mich für die einstündige Fahrt auf den Roller. Da es im Tal ziemlich warm war hatte ich mein kurz-arm Thermoshirt an. Ich fuhr durch die, man mag es kaum glauben aber einsamen Straßen, vorbei an Reisfeldern und Dörfer. Es war fast eine etwas gruslige Kulisse, Bali so still zu erleben. Nur vereinzelt sah man einen auf der Straße welche laufen oder ein Fahrzeug entgegen kommen. Wegen den Hunden musste ich jedoch aufpassen, da diese sich teilweise auf der Straße oder daneben aufhielten. Ich fuhr also durch die Dunkelheit und es wurde frischer und ich kam auf die Höhe, wo die Wolken am Berg hingen und sich ein wenig abregneten. Es war nur ein Nieselregen, kombiniert mit dem Fahrtwind jedoch etwas frisch. Außerdem hatte ich keinen Schutz für meine Augen, sodass ich diese immer wieder zukneifen musste, mit dem Visier vom Helm hätte ich nichts mehr gesehen. Je höher und näher ich kam, um so mehr Autos kreuzten meinen Weg. Diese waren sicherlich die Shuttel von anderen, welche eine Tour gebucht hatten. Ich ließ ein Auto vor mir fahren und hatte damit gleich eine bessere Sicht nach vorn, denn das Fernlicht meines Rollers ist dem Abblendlicht ungefähr gleich. Ich war nun nur noch wenige Kilometer von meinem Zielort entfernt, da Hupte es hinter mir, ist ja nichts ungewöhnliches auf Bali aber in der Nacht und ich bin der einzige der gerade auf der Straße ist. Kurz danach stoppte mich dieser Rollerfahrer und es war ein Guide, welcher zu einer Organisation gehört, welche sich um die Besteigung des Gipfels kümmert. Dieser meinte ich dürfte nicht alleine hoch, es wäre gesetzlich festgeschrieben, dass der Berg mit einem Guide bestiegen werden müsse. Daraufhin nannte er mir den Preis von 450.000 Rupiah (ca. 30€). Dieser war mir nicht fremd aber in den Paket beinhaltet sind Pick Up und Drop Off (Hol- und Bringeservice), des Weiteren Verpflegung und glaube noch eine Station, nach dem Mount Batur. Ich argumentierte also, dass ich das Paket nicht bräuchte und konnte den Preis nur auf 350.000 Rupiah (ca. 24€) herunter drücken. Das war mir nicht genug und fuhr weiter. Der Guide wünschte mir viel Glück und wenn ich nichts anderes finden sollte, konnte ich zurück kommen. Ich wollte es schließlich am Parkplatz probieren, leider fuhr ich an diesem vorbei und wenig später stoppte mich der zweite Roller. Es waren zwei Leute, welche mich ebenfalls drauf hinwiesen, das ich den Berg nicht alleine besteigen dürfte und der Preis 500.000 Rupiah wäre. Diese ließen nicht mit sich handeln, sodass ich in Anbetracht der Zeit zum ersten Guide zurück fuhr. Zum Parkplatz direkt zu fahren war nicht möglich, da die Zwei mir bis zu diesem hinter mir her fuhren. Der erste Guide wartete an einem kleinen Laden auf die anderen Gäste. Ich stellte meinen Roller ab, bezahlte und bekam einen Kaffee. Hierfür weckte der Guide den Ladenbesitzer. Der Kaffee war nicht der Beste aber der Laden sollte mir eh nochmal aufstoßen, dazu aber später.

    Kurzer Einschub, warum ich überhaupt die Tour auf eigene Faust machen will. Ich finde es interessanter es alleine zu machen, da ich die Informationen mir besorgen und mich damit beschäftigen muss. Ich will nicht abhängig von einem Guide und damit von einem Zeitplan sein. Außerdem habe ich beim Aufstieg mein Tempo, was ich gerne laufen würde. Da dieses teilweise schnell sein kann und ich für mich dann gleich eine kleine Trainingseinheit daraus mache, ist dies ein weiterer Grund. Zudem hatte ich für den restlichen Tag zwei weitere Ziele in dieser Region Balis, welches mit der Tour nicht anschließend möglich gewesen wären. Der letzte Grund ist, dass die Preispolitik für die Touren absurd für Balis Verhältnisse ist. Nach gestriger Information wurde diese Tour mal für 180.000 Rupiah angeboten und es steigt stetig. Bloß mal zum Vergleich, ein Taxifahrer kostet den ganzen Tag (also als Privater Fahrer) zwischen 600.000 und 700.000 Rupiah. Der Guide bekommt für etwa fünf bis sechs Stunden wenn die Gruppe voll wird vier mal 450.000 oder 500.000 Rupiah. Klar wird das nicht alles der Guide allein bekommen aber es zeigt die Unverhältnismäßigkeit, jedenfalls aus meiner Sicht.

    Es ist halt eine Touristenartaktion und ein Highlight auf Bali geworden, was die Balinesen sich zu nutze machen wollen. Der Mount Batur ist für seine wunderschönen Sonnenaufgänge bekannt. Hierfür muss man etwa vom Tal 1000 Höhenmeter erklimmen, um die Aussicht von ca. 1700 Meter genießen zu können. Es ist ein aktiver Vulkan, welcher das letzte Mal im Jahre 2000 ausgebrochen ist. Der Sonnenaufgang ist über dem Meer. Das Panorama ist mit dem Berg Agung (Höchster Berg von Bali) rechter Hand und dem größten See Danau Batur, unterhalb des Vulkans sehr malerisch.

    Nun zurück zu meinen Tag. Das Shuttel mit den vier anderen war noch nicht angekommen und ich nahm mein Zeug aus dem Roller und trank gemütlich meinen Kaffee. Wir waren eigentlich spät dran aber der Guide meinte, wir bräuchten nur eine Stunde für den Aufstieg. Deswegen tranken die anderen, als das Shuttel da war auch einen Kaffee, bis wir in dem Shuttel zum Einstieg geschafft wurden. Meine neue Gruppe bestand nun aus drei Frauen und ein Mann aus Indien, welche eine Woche auf Bali verbringen. Wir fuhren einen ziemlichen unebenen Weg (eher Offroad) entlang und wählten somit einen anderen Anfangspunkt als die meisten Gruppen, denn die starteten vom Parkplatz aus. Ich glaube, da ich mit dazu gestoßen bin, waren wir nun zu fünft und eigentlich darf auf ein Guide nur vier Touristen kommen. Wir bekamen unsere Taschenlampen und suchten uns unseren Weg durch den Busch. Der Guide hatte übrigens gewechselt. Als wir nur schleppend vorankamen, meinte der Guide, dass wir nicht so viel Zeit hätten und ich fragte ihn warum die Tour nicht früher gestartet sei. Daraufhin meinte er, dass die normaler Weise zwei Stunden vor Sonnenaufgang losgehen würde und er sich selber gewundert hat, dass wir so spät waren. Das Problem war, dass eine aus der Gruppe das Tempo sicherlich nicht gehen konnte. Sie hatte Asthma, war etwas kräftiger gebaut, nicht so fit und hatte mit Ballerinas, wie die anderen auch eher schlechtes Schuhwerk. Bei den ersten steilen Anstiegen mussten wir ein paar mal Stoppen. Wir waren eine Gruppe aber den Sonnenaufgang wollte ich nicht verpassen. Also war ich ein wenig hin- und hergerissen. Da auch sie registrierte, dass der hinter uns zurückgelegte Weg nicht im Vergleich zu den kommenden war, verließ sie die Gruppe an der ersten Hütte. An diesem Punkt hatten wir die Baumzone bereits verlassen, somit war es möglich auch von dieser Position den Sonnenaufgang zu beobachten. Ein wenig verrückt war, dass von dort aus, die Balinesen Taxis anboten und selber mit dem Roller den ziemlich steilen Pfad hochfuhren. Der kommende Weg war kein Pfad mehr, es ging über Geröll und Sand sehr Steil nach oben und man musste konzentriert bleiben. In unserer verkleinerten Runde ging es im Folge des Anstieges immer träger voran, da dieser ihnen zunehmend zu schaffen machte. Ich weiß es ist egoistisch aber ich wollte den Sonnenaufgang nicht verpassen. Deswegen fragte ich den Guide und die Gruppe, ob ich voraus gehen könnte und der Weg einfach zu finden sei. Dies stellte kein Problem dar und ich lief in meinem Tempo voraus. Ich konnte so Zeit gut machen und überholte eine Gruppe nach der Nächsten. Vorher war ich nicht ins Schwitzen gekommen aber nun ging es zwar schnell aber auch kraftraubend voran. Ich erreichte den Gipfel sicher, der Weg war es sicherlich nicht und suchte mir eine geeignete Position, von der aus ich und meine Gopro den Sonnenaufgang beobachten konnten. Es hatten sich bereits viele auf dem obersten Punkt eingefunden. Auch hier, wie auf dem Weg selbst, gab es provisorisch erichteten Hütten, welche Essen und Getränke anboten. Durch Holzzäune waren die verschiedenen Reviere abgesteckt und ich hatte erst eine Position gefunden aber entschied mich nochmal anders. Gegen sechs Uhr war ich oben angekommen und 20 Minuten später sollte die Sonne aufgehen. Die Gopro war in Stellung gebracht aber von der Sonne auch nach 06:30 Uhr nichts zu sehen. Unser Guide hatte bereits beim Aufstieg gemeint, dass der Sonnenaufgang durch die Wolken nicht zu sehen wäre. So war es dann auch, wir schauten ringsherum ins Weiße und es war keine Hoffnung auf Besserung. Meine Gruppe erreichte übrigens den Gipfel kurz nach halb sieben. Ich saß neben einen Pärchen, vielleicht waren es auch nur Freunde. Sie kamen jedenfalls Australien und sie reiste gerade durch die Welt und ist gerade in London unterwegs. Wegen einer kurzen Heimreise über Bali war sie nun hier. Wir unterhielten uns die ganze Zeit, tauschten uns aus und machten Spaß. Als er dann schon im Internet nach einem Sonnenaufgang suchen wollte, fragte ich ihn, ob er diesen nicht vor die Gopro halten kann :P So vertrieben wir uns die Zeit. Bei ihrer Tour war Essen mit dabei, es war soviel, dass sie es alleine nicht schaffen würden und boten mir etwas an. Die Zeit verging und tatsächlich lichtete sich das Wolkenkleid vor uns ein wenig und gab ein paar Ausblicke frei. Die Sonne blieb weiterhin verborgen aber den See und den Krater konnte man bereits sehen. Danach schloss sich der weiße Vorhang wieder und die ersten Gruppen traten den Heimweg an. Ich hielt noch einen kurzen Smalltalk mit meiner Gruppe und fragte den Guide, ob ich nicht später alleine herunter gehen könnte. Dies war wiedermal kein Problem. Nach kurzer Zeit verabschiedete ich mich auch von den beiden die neben mir gesessen hatten. Der Gipfel wurde zunehmend leerer, bis ich schließlich alleine oben stand. Nur die Balinesen in den Hütten machten ihre Bereiche sauber. Ich wartete und wartete, derweil kamen zwei Hunde und holten sich ein paar Süßigkeiten von den Opfergaben von einem kleinem Gebetsstein auf dem Gipfel. Die Balinesen flechten hierfür kleine Körbe und füllen diese mit hübschen Blüten, etwas Süßen und zünden ein Räucherstäbchen an. Statt Besserung zog sich der Himmel weiter zu und es fing an zu regnen. Ich fragte, ob ich ich mich in der Hütte mit unterstellen könne, was kein Problem war. Ich half mit die Decken vom Staub zu befreien und legte sie zusammen. Währenddessen schmissen sie den gesammelten Müll in eine große Tonne und zündeten ihn an. Die Hütte hatte ein längeres Vordach, wegen des Regens stand die Tonne mit dem brennenden Müll mit darunter. Der Wind war zum Glück günstig aber ein paar Mal bekam ich den ungesunden Rauch ab. Es war nicht Papier was sie verbrannten, sondern vor allem Kunststoff. Ich war einerseits froh nicht nass zu werden und hoffte schnell nach draußen zu können. Das üble, die Familie hatte ein Kleinkind mit oben, welches sich anfangs in der Hütte befand. In diese ist der Rauch jedoch als erstes gezogen. Selbst die Erwachsenen hörte ich ein paar mal Husten, bis sie es Herausbrachten. Das Kind wurde dann etwas quengelig, um es zu beschäftigen, gab es die Süßigkeiten von den Opfergaben, welche sie schnell wegnahmen.
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  • Bali - Fluch und Segen Teil 2

    8 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 22 °C

    Der Regen hörte irgendwann auf und die Wolken öffneten ein Fenster zum Horizont. Ich ging den kurzen Weg zum Gipfel und war anfänglich alleine. Später kamen zwei andere von der Nachbarinsel Java. Der eine konnte Englisch, sodass wir uns unterhalten konnten. Die Beiden sind übrigens ohne Guide hoch :/ aber der Andere wusste den Weg und war zuvor hier gewesen. Wir machten ein paar Bilder und konnten immer mehr von der Aussicht genießen, bis der Vorhang abermals zu ging. Zur Überraschung kamen jetzt Affen, welche nach Resten der Touristen suchten und auch die Opfergaben plünderten. Ich hatte noch zwei Äpfel und gab einen, einen Affen, welcher diesen allein verputzte. Die Affen nahmen mehr und mehr den Gipfel ein, sodass wir uns für den Rückweg entschieden. Ich hatte mit drei Stunden genügend Zeit auf dem Gipfel verbracht. Von oben waren Rauchwolken erkennbar, die aus dem Krater kamen, wir entschlossen uns somit am unteren Kraterrand ein paar Bilder zu machen und ich ging danach alleine den Weg herunter. Übrigens lässt China mal wieder grüßen. Es sind wiedermal zwei Gopro Halterungen gebrochen, welche ich zum Glück nochmal mit habe.

    Auf den Weg herunter traf ich ein paar andere Leute. Als es sachter wurde, war ich wieder fix unterwegs aber unsicher, ob es der richtige Weg war. Ich würde aber egal wie an der unteren Straße heraus kommen und mich wieder orientieren können. Der Hinweg war ja im Dunkeln, weswegen es nicht viele Anhaltspunkte gab, außer einen kleinen Tempel, wo ich wusste ok, du bist richtig. Dann habe ich es trotzdem noch vergeigt und kam zu meiner Überraschung am Parkplatz heraus. Das restliche Stück bis zum Roller wollte ich laufen, da ich dachte, dass es nicht mehr weit sein könnte. Wie ich mich täuschen sollte und der Weg mit dem Roller im Dunkeln kürzer erschien. Ich lief die Straße entlang und kam neben den heißen Quellen vorbei, was mein nächstes Ziel sein sollte. Zwischendurch hielten immer wieder Fahrzeuge an (Roller oder Autos) und fragten mich, wohin es gehen würde. Ich dachte es ist nicht mehr weit und das sollte schon passen. Ich lief und lief und lief. Es waren übrigens zwischen sechs und sieben Kilometer :D Auf meinem Weg traf ich dann einen Hund, welche es nicht lustig fand, dass ich dort entlang lief und kläffte mich an. Dazu gesellte sich ein zweiter, der von vorn über die Straße kam. Da ich nicht wusste, wie ich aus dieser Situation wieder heraus kommen sollte, lief ich etwas schneller, was den Hunden wieder nicht gefiel. Zum Glück kam in dem Moment ein Rollerfahrer und konnte sich somit zwischen die Hunde und mir setzen. In der Formation ging es ein wenig weiter und ich bedankte mich als ich aus der Situation heraus war. Ich lief nun weiter und der Müll am Straßenrand war mein stetiger Begleiter. Ich erreichte nun eine Kurve und sah wieder Hunde, welche bereits auf der Straße standen und zu mir gafften. Nochmals brauchte ich diese Situation nicht und wartete auf das nächste Fahrzeug. Drei Autos in Kolonne fuhren vorbei, später kam aber ein kleiner Transporter welcher mich freundlicher Weise das restliche Stück mitnahm. Ich überglücklich wieder an meinem Roller zu sein und mein Tag vielleicht besser gestalten zu können, als wie der Vormittag verlaufen war.

    Die gute Nachricht, mein Roller stand an Ort und Stelle. Die schlechte Nachricht, irgendwelche ….. wollen wahrscheinlich den Absatz von Läden ankurbeln, welche Helme verkaufen. An meinen Roller hing zwar ein Helm aber nicht meiner. Stattdessen ein alter, sehr dreckiger abgeranzter Helm, der zudem nicht mehr zuging, da die Schlaufe vom Verschluss auf der einen Seite angerissen war. Im Laden war der ältere Ladenbesitzer von heute früh mit seinem älteren Kumpel. Ich ging mit dem Helm zu denen. Die Beiden hatten bereits gelacht als ich den Helm gesehen hatte und ich wollte nun wissen ob die entweder was damit zu tun hatten oder wussten was geschehen war. Wen überrascht es, sie sprachen natürlich kein Englisch. Da wollte ich meinen Googletranslater nutzen. Indonesisch hatte ich aber nicht offline heruntergeladen, Stattdessen hatte ich eine SMS bekommen und konnte diese nicht lesen und das Internet nicht mehr nutzen. Ich schlussfolgerte, dass mein Guthaben wahrscheinlich leer war und konnte mich folglich nicht verständigen. Ich lief kurz am Straßenrand entlang, auf der Suche nach einem der mir helfen konnte. Da kam einer mit dem Roller vorbei, welcher zum Glück Englisch und ich mein Problem darlegen konnte. Er hatte zum Glück einen Helm irgendwo herumliegen. Dieser sehr alt, etwas dreckig vom herumliegen, welcher aber ähnlich zu meinen aussieht und nach ein paar Handgriffen nutzbar war. Nun wollt er anfänglich 150.000 Rupiah haben. Ich konnte den Preis auf 100.000 Rupiah drücken und hatte keine Ahnung was ein neuer Helm kosten könnte, da ich ja kein Internet hatte. Schließlich wusste er, das ich den Helm brauchte und ich kaufte den Helm für den Preis. Später schaute ich nach und wen überrascht es, die billigsten Helme (neu) kosten hier 90.000 Rupiah. Ich konnte aber weiterfahren und die Ladenbesitzer haben glaube ich etwas komisch geschaut als ich mit dem anderen Helm losgefahren bin.

    Ich dachte mir, nicht beirren lassen und ab zur heißen Quelle. Dort angekommen sollte ich 150.000 Rupiah zahlen, was ich auch gezahlt hätte aber durch den Kauf des Helms hatte ich nicht genug Bargeld einstecken. Läuft also. Ich wieder auf dem Weg zum Roller, wurde abermals von einem Mann angesprochen, welcher mich auf dem Fußweg zum Bad angesprochen hatte. Dieser meinte es gäbe ein weiteres Bad, etwas teurer aber direkt nebenan und es wäre Kartenzahlung möglich. Er begleitete mich mit dem Roller und es sah wirklich gut aus und er tat es aus reiner Höflichkeit. Für 150.000 Rupiah hätte ich zwar bei den anderen Bad ein Willkommenstrunk bekommen und glaube ich noch etwas aber das war mir in diesem Moment egal. Mit dem Eintritt von 180.000 Rupiah war ich zufrieden und kaufte zudem einen Wlancode. Ich bekam mein Handtuch, mein Schließfach und freute mich abschalten zu können. Im Bad bemerkte ich übrigens, dass mein Internet wieder ging, somit war der Wlancode sinnfrei.

    Da es heute nicht so gelaufen war wie ich es mir vorgestellt hatte, scham ich ein paar Bahnen, ehe ich mich in die warmen Becken begab und entspannte. Danach ruhte ich ein wenig auf der Liege und probierte mich durch alle warmen Becken durch. Eines davon liegt direkt am See, mit Blick auf Diesen und dem Mount Agung. Dieser ist wesentlich höher und soll ebenfalls bestiegen werden, er ist zugleich auch meine Hoffnung, doch den Sonnenaufgang von oben beobachten zu können. Nachdem ich heruntergekommen war, kaufte ich mir einen Burger und einen Shake und genoss den Augenblick. Ich verbrachte ein paar Stunden in diesem Bad und probierte das heißeste Becken zum Schluss. Es war wirklich herrlich. Zudem sind am Rand lauter Elefantenstatuen aufgestellt, aus deren Rüsseln noch wärmeres Wasser heraus kommt. Da ich noch ein weiteres Ziel in dieser Gegend hatte, packte ich mein Zeug, lud mir mit dem Wlancode noch die Sprache Indonesisch herunter und ging zur Kasse. Auf diesen traf ich zwei Amerikaner, welchen ich meinen Wlancode anbot und somit ins Gespräch kamen. Die beiden waren heute auch auf dem Berg gewesen und einem war es wie mir ergangen und hatte so ein ranzigen Helm am Lenker. Auf zur Kasse, das Bezahlsystem im Bad funktioniert mit Karte und es wird standardmäßig 100.000 Rupiah beim Kauf des Tickets drauf gebucht. Mein Essen und mein Getränk kamen 70.000 Rupiah und ich sollte bloß 20.000 Rupiah zurück bekommen. Als ich den Kassenzettel vom Lokal anschaute, hatten die mir eine Servicegebühr von 7.000 Rupiah abgezogen. Ich verlangte daraufhin die 23.000 Rupiah zurück und fühlte mich ein weiteres Mal ein wenig verarscht. Es ist nicht viel Geld für uns aber einfach, wie der Tag heute verlaufen ist war nervig.

    Mein Ziel war eingegeben, es sollte zu einen der höchsten Tempel Balis gehen, zum Pura Puncak Penulisan. Dieser liegt auf der gleichen Höhe wie der heutige bestiegene Vulkan. Ich weiß nicht was das für ein Weg sein sollte aber dies war er sicher nicht, was Google mir da vorschlug. Ich fuhr durch das Hinterland von Bali und die Straße war ein Feldweg, aus welchen überall Steine hinausschauten und das nicht nur einen Zentimeter. Ich würde denken, dass ich auch durch die Armenviertel hindurchfuhr und kam am ersten Aufstieg an. Da die Straße schlimmer wurde und der Anstieg zunahm, würde ich denken, dass selbst Geländewagen es nicht leicht gehabt hätten. Mein Gewicht reichte schließlich nicht mehr aus und der Schlupf zwischen meinen Hinterrad und der Straße war zu groß. Folglich hieß es absteigen und neben dem Roller herlaufen. Endlich erreichte ich wieder die richtige Straße und konnte den Ausblick genießen und mich wieder schneller meinem Ziel nähern. Bereits da wusste ich, morgen bleibst du zu Hause und genießt einen Tag in der Villa. Ich traf meine Wolken auf entsprechender Höhe wieder und wusste das ich keine gute Sicht haben würde. Das war mir vorher klar aber ich wollte nicht wegen dem Tempel abermals in die Ecke Balis fahren. Dort angekommen warf ich mir meinen Sarong um und ging die etwas über zweihundert Stufen nach oben. Auf dem Weg gingen immer wieder Plattformen ab, welche von Balinesen wieder neu aufgebaut wurden.Oben am Tempel angelangt, war dieser eher klein und war rundherum in Wolken gehüllt. Ich sprach mit einem Balinesen, welcher gerade zum Beten hergekommen war und ging danach meine Runde. Der Tempel war somit in wenigen Minuten erkundet.

    Nach einem langen Tag, sollte es nach Hause gehen, bis ich durch Zufall an einem großen bunten Tempel vorbei kam. Schnell angehalten und nachgeschaut, es war der zweitwichtigste Tempel Balis. Daraufhin nahm ich die Gelegenheit war und bekam zu meinen Ticket ein Fruchtshake, welchen ich dankend annahm und danach den Tempel erkundete. Er war ziemlich verlassen und der große Tourischwung bereits vorbei. Ich war der einzigste Touri, was mich nicht störte, so konnte ich schöne Aufnahmen machen. Einzig die dunkle Wand hinter dem Tempel machte mir ein wenig sorgen in Bezug auf die Heimfahrt. Es war der bis dahin größte Tempel und auch der schönste. Viele bunte Statuen und Schreine. Viele Höfe und Plätze. Übrigens gab es auch hier wieder viele Hunde, welche die Opfergaben plünderten. Da ich heute einen etwas längeren Tag hinter mir hatte, ging ich etwas schneller hindurch und wurde von einer Frau auf dem Weg zum Roller abgefangen. Sie zeigte mir noch einen privaten kleinen Tempel hinter dem Großen. Natürlich war dies nicht ohne Eigennutz. Sie malt Bilder mit Vulkansand. Dazu nimmt sie Vulkangestein zermahlt dieses, bringt Kleber auf das Papier und streut diesen Sand darauf. Sie macht dies mit unterschiedlichen Farben und die waren echt schick aber ich denke, dass ich mir es nirgendwo hinstellen würde. Ich fragte sie ein wenig über ihre Kultur und danach sollte es nach Hause gehen.

    Ich kam wieder durch den Nieselregen von heute früh und stoppte an einem Laden für paar Süßigkeiten. In der Villa legte ich mich auf mein Bett und wollte kurz entspannen. Ich knabberte mein Zeug und schlief gegen acht Uhr ein. Das Nächste mal war ich gegen Mitternacht wach, ich machte nur das Licht aus und schlief weiter.
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  • Villatag :-)

    9 июня 2017 г., Индонезия ⋅ 🌬 26 °C

    Wie geht man einen entspannten Tag an? Indem man wenn man aufwacht, auf die Uhr schaut, es einen egal ist und sich nochmal herumdreht :)

    Zum Frühstück ging es somit erst gegen halb elf. Da es fast Mittag war gab es heute Kaffee, Fruchtshake und Mie Goreng. Ich aß mein Frühstück und setzte mich anschließend in den gemütlichen Sitzbereich mit meinen Laptop. Zuerst spielte ich ein wenig mit dem Handy und machte nebenbei Kleinigkeiten, wie Bilder herüber schieben von den SD Karten oder im Internet kurz was schauen. Danach sollte es jedoch an meinen Bericht von gestern gehen. Für diesen sollte ich mehr Zeit als gedacht brauchen, was aber nicht so schlecht war, alles einmal nieder zu schreiben. Mein Fruchtshake war alle und ich bestellte mir als weiteres Getränk eine Kokosnuss.

    Als ich aufgestanden war, konnte ich bereits die Sonne nicht mehr sehen und die Wolken hatten den Himmel eingenommen. Das sollte sich leider den ganzen Tag hinziehen. Zwischendurch nahm ich einen Zeitraffer auf oder schaute bei ein paar Waffeln eine kleine Doku. Aber ich wollte auch meinen Helm sauber machen, da dieser wirklich dreckig war. Als ich so da saß, kamen mich kleine Spinnen besuchen. Da ich nicht sicher war, ob diese giftig waren, holte ich eine von der Belegschaft, welche die Spinne anpackte und den Fischen gab. Auf dem Handy fragte ich wie gefährlich diese seien und sie schüttelte nur mit dem Kopf. Nachdem der Bericht fertig war, nahm ich den Helm in Angriff. Ich zerlegte Diesen in seine Einzelteile und schrubbte ihn von oben bis unten. Anschließend legte ich alle Teile auf der Terrasse aus. Meinen Rucksack wusch ich gleich mit, da dieser gestern ziemlich dreckig geworden war. Danach sammelte ich mein dreckige Wäsche und gab diese bei den angestellten ab. Gestern war ja der Adapter meiner Goprohalterung gebrochen, welche ich für mein Stativ benötige. Dieses hatte ich doch kein zweites Mal und musste es folglich kleben. So war ein großer Teil geschafft und die Zeit ziemlich fortgeschritten. Ich sortierte noch ein wenig die Fotos und suchte anschließend nach einer geeigneten Unterkunft für Gili Meno, welches mein nächstes Ziel ist. Diese Suche unterbrach ich jedoch für ein Gespräch mit Jacky, welches ein wenig länger dauerte, da wir zum Einen gestern nicht telefoniert hatten und ich allein von gestern viel zu erzählen hatte.

    Danach fand ich schnell eine Bleibe, es wird nicht so schön wie meine jetzige aber das ist auch schwer zu toppen :) An meinem Villatag ließ ich es mir zum Abend gut gehen und bestellte eine balinesische Gemüsesuppe, eine Fruchtplatte und einen balinesischen Caipirinha :) Beim Essen schaute ich die angefangene Doku weiter, welche ich aber nach dem Essen unterbrach, um mit meinen Berichten voranzukommen, der von Vorgestern und der heutige waren noch offen. Währenddessen bestellte ich mir einen weiteren Cocktail und die Zeit verging schneller als gedacht. Zwischendurch checkte ein Pärchen ein und der Fahrer der Villa erschien. Er erkundigte sich nach meiner Tour zum Mount Batur, daraufhin fragte ich, ob er Zeit hätte und er wollte in ein paar Minuten wieder kommen. Später erzählte ich ihm ausführlich von dem gestrigen Tag. Als ich ihm erzählte, dass ich für den Helm 100.000 Rupiah bezahlt hatte, stimmte er ein, dass es viel zu viel war. Daraufhin sagte er, er hätte ein paar zu Hause und könne mir bestimmt einen geben aber meinen hatte ich ja heute sauber gemacht. Weiter erzählte ich ihm von den Weg durch das Hinterland und dem steilen Anstieg und meinte, dass ich Glück gehabt hätte. Keine Ahnung was er genau damit gemeint hatte. Er fragte mich nach meinen weiteren Reiseplänen und er will mir helfen die Fähre zu den Gili Islands zu organisieren. Danach widmete ich mich wieder den Berichten und stellte sie teilweise online. Mein Getränk war leer und der Akku auch, somit wechselte ich die Location und ging in mein Zimmer. Ich schrieb den Bericht zu Ende und ging schlafen.

    Was ich gestern glatt ausgelassen hatte Auf meinem Weg vom Bad zum Tempel, kam ich an einer Menschenmasse vorbei, welche um ein kleines Karree versammelt waren. Zudem hörte ich die Laute von Hühnern oder halt einen Hahn. Ich denke das kann ein illegaler Hahnenkampf gewesen sein. Ich bin lieber weiter gefahren, da an meinem Tag genug schief gegangen war und ich mir keine Probleme einhandeln wollte.
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  • Reisfelder und ein Tempel

    10 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 13 °C

    Ohne Wecker wachte ich trotzdem früh auf und konnte früh in den Tag starten. Ich hatte heute ein straffes Programm vor mir, da meine Ziele ein wenig weiter weg waren. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit und ich konnte vom Bett aus hören, wie der Regen auf das Dach plätscherte. Deswegen konnte ich mich auf die andere Seite drehen und richtete mich schon auf einen weiteren Tag in der Villa ein. Irgendwann bequemte ich mich zum Frühstückstisch, an dem ich heute Nasi Goreng aß. Auch beim Frühstück war der Ausblick nach draußen nicht wirklich erfolgversprechend. Ich schaute schließlich auf den Wetterbericht und siehe da, es bestand noch Hoffnung. Die Zeit am Vormittag ließ ich jedoch nicht ungenutzt und schaute nach Unterkünften nach der Zeit auf den Gili Islands. Hier bin ich mir jedoch nicht recht sicher, ob ich nochmal in die Villa will, ob vielleicht der südliche Teil Balis schön wäre oder ob um Ubud noch andere schöne Unterkünfte preiswert zu haben sind. Die Fragen waren nicht geklärt, weswegen ich keine Entscheidung treffen konnte. Das Wetter wurde nun stetig besser und ich baute fix meinen Helm zusammen. Dieser ist immer noch ein wenig nass und ich hoffe, dass ich den morgen mit dem Roller ohne Probleme abgeben kann. Da meine Wäsche nicht fertig war, ging es heute in kurzer Trainingshose nach draußen, halt Touristyle :)

    Bereits beim Losfahren rutschte mein Hinterrad ein wenig weg, wen überrascht es bei Nässe und einen Parkplatz, welcher aus Steinen und Gras besteht. So fuhr ich die ersten Meter ein wenig vorsichtiger. Ich hatte es bereits erwähnt, mein erstes Ziel die Reisfelder von Jatiluwih waren ein wenig weiter weg und ich musste bis dahin etwa zwei Stunden auf den Roller sitzen. Es sind nur etwa 50 Kilometer aber in Bali kommst du halt nicht schnell von A nach B. Im T-Shirt ging es heute durch die Insel, wobei es ein wenig frisch wurde, als ich in die höheren Gebiete fuhr.

    Ich war froh ,als ich das Kassenhäuschen von den Reisfeldern erreichte und somit den Roller kurze Zeit abstellen konnte. Der Roller stand auf dem Parkplatz und diesmal nahm ich den Helm mit, da er nicht unter die Sitzbank passte. Ein Mann sprach mich an, ob ich nicht mit einem Elektroroller die Reisfelder erkunden wolle. Die Idee fand ich gut aber die Beine zu vertreten fand ich in diesem Moment besser. Der Mann meinte übrigens weiter, dass ich den Helm auch am Roller lassen könne und hier nichts weg kommt. Daraufhin erzählte ich die Story und ich konnte den Helm in einer kleinen Hütte abgeben. Bereits bei der Herfahrt konnte ich Ausschnitte von dem Gebiet erhaschen und konnte nur erahnen wie groß es in Wirklichkeit ist. Im Gegensatz zu den ersten besichtigten Reisfeldern, handelt es sich hierbei um ein sehr großes Anbaugebiet, welches vielleicht nicht so kunstvoll angelegt ist aber trotzdem sehr beeindruckt. Ich entschied mich für eine 3,6 Kilometer lange Runde, denn ich wollte ja mehr als nur einen Hügel sehen. Ich war flott unterwegs, denn zu diesem Zeitpunkt galt es drei weitere Ziele zu erkunden. Nach etwa einer Stunde hatte ich den Weg zurückgelegt und konnte manchmal ein paar Reisbauern bei ihrer Arbeit beobachten oder die vielen unterschiedlich angelegten Reisfelder näher betrachten. Am Wegesrand plätscherte zudem der Bach, welcher für die Bewässerung der Felder angelegt war. Über mir versammelten sich immer wieder dunkle Wolken, zum Glück blieb es trocken. Bevor ich losfuhr gab es auf einer erhöhten Plattform eines Lokals einen Drachenfruchtshake. Danach schwang ich mich für eine weitere Stunde auf den Roller. Bereits da überlegte ich mir, nur den Danau BaratanTempel zu besuchen und danach, in Anbetracht der Zeit nach Hause zu fahren. Es ging immer weiter bergauf und mein Roller wurde an manchen Steigungen sichtlich langsamer. Heute hatte ich wieder verrückte Rollerfahrer gesehen. Es ist also kein Problem mit Frau und zwei Kindern auf einen Roller zu fahren, ebenso drei Meter lange Holzlatten durch die Gegend zu chauffieren, ebenfalls mit Frau und Kind.

    Ich näherte mich meinen Zielpunkt und der See Danau Beratan erstreckte sich vor mir. Ich folgte meinem Navi und bog nach Diesem richtig aber in Wirklichkeit falsch ab. Der richtige Eingang war schnell gefunden und der Parkplatz war nur gut gefüllt. Der Eintritt war zudem für einen solch bekannten Tempel recht günstig. Zuerst ging es durch eine große Parklandschaft, welche gut gepflegt und schick aussah. Dann erhob sich das Tempelgelände vor mir und der See war rechter Hand zu sehen. Ich entschied mich zuerst für den Weg entlang des Wassers und somit um die Tempelmauern drumherum. Ich spazierte um eine Ecke und sah den Wassertempel Danau Bratan. Es waren zwei Türme auf einer kleinen Grundfläche, welche in den Himmel ragten und durch eine kleine Brücke miteinander verbunden waren. Natürlich waren beide reichlich verziert mit bunten Statuen und Schnitzereien geschmückt. Der Boden der Tempel war fast auf Wasserhöhe und von Land aus führte kein Übergang hinüber. Man hätte sich ein Tretboot ausleihen können und um diesen Tempel herumfahren können aber dafür hatte ich keine Lust. Ich machte lieber meine Bilder vom Land aus, was die schönere Kulisse mit dem dahinter liegenden See war. Als ich den Tempel einmal umrundet hatte, wollte ich eigentlich in den Tempel hinein aber meinen Sarong hatte ich praktischer Weise im Roller gelassen. Ich sah jedoch, dass viele ohne diesem Tuch den Tempel betraten, weswegen ich es ihnen gleich tat und das Innere erkundete. Es war nicht groß, nur zwei, drei Höfe, weswegen ich mit diesem Teil schnell fertig war. Eine merkwürdige Situation hatte ich noch, eine Frau kam zu mir gelaufen, sprach kaum Englisch und wollte ein Bild mit mir vor dem Tempel haben. Ihr Freund oder Mann machte ein Foto. Ich konnte natürlich nicht herausfinden warum. Dies wird wohl ein Geheimnis bleiben. Ich drehte eine kleine Runde bevor ich zum Roller zurück ging und mich fürs Heimfahren entschied. So hatte ich noch etwas von der Villa und muss den zweistündigen Rückweg nicht im Dunkeln fahren. Ich lasse zwar einen Wasserfall und den botanischen Garten weg aber ich denke, dass ist verkraftbar.

    Die Rückfahrt war ziemlich unspektakulär, eher langweilig. Nur für ein Foto von ein paar Reisfeldern blieb ich zwischendurch stehen. In Ubud holte ich mir etwas süßes, einmal im Supermarkt und einmal draußen am Stand. Dort gab es in Teig gerollte Sachen in sechs Geschmacksrichtungen. Ich bezahlte für eins 1000 Rupiah und ließ mir von jeder Geschmacksrichtung eines geben.

    Als ich zu Hause war genoss ich mein Essen und spielte die Bilder auf dem Computer. Weiter schaute ich eine Serie, ehe ich später im Dunkeln in den Pool sprang und mich treiben ließ. Das finanzielle war erledigt und ich hatte ihnen zehn Euro Trinkgeld gegeben, weil es mir wirklich gut gefallen hatte. Selbst in den Abendstunden war es kein Problem Informationen zu bekommen und sie waren sehr hilfsbereit. Bei einem Cocktail schrieb ich in dem Gemeinschaftsbereich meine Berichte und stellte sie online. Später ging es ein weiteres Mal in den Pool, ehe ich im Zimmer eine weitere Serie schaute. Übrigens hatte ich in der Zeit, wo ich da war die Villa weitestgehend für mich allein. Wenn andere da waren, sah ich diese kaum.

    Mein Aufenthalt in Bali wollte ich heute früh eigentlich verlängern aber die Umbuchung des Fluges hätte wieder Geld gekostet, was ich nicht in die Hand nehmen wollte. Morgen geht es zu den Gili Inseln, was sicherlich ruhiger aber nicht weniger schön werden wird. Mit Agus dem Fahrer der Villa hatte ich heute auch gesprochen, denn auf dem Heimweg hatte ich eine Motocrossstrecke gesehen und ich wollte wissen, ob er nicht Kontakte hätte. Sein Bruder hätte schon mal ein paar Motorräder und vielleicht lässt sich nach den Gili Inseln etwas machen. :)
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  • Auf zu den Gili Islands :)

    11 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ☀️ 31 °C

    Abreisetag und damit auf Wiedersehen schöne Villa. Meine Sachen hatte ich nicht gepackt, weswegen mich der Wecker halb acht weckte. Zum Letzten Frühstück gab es einen Bananen Pancake, welcher sehr lecker war. Das erste Mal kamen andere zu meiner Frühstückszeit hinzu, es war das Pärchen, welches gestern Abend erst eingecheckt hatte. Nur hatte ich nicht die Zeit und ein wenig auch keine Lust ein Gespräch anzufangen und ich bin ja gleich weg. Somit aß ich schnell auf und wollte theoretisch kurz vor neun Uhr los, jedoch spielte das Wetter wiedermal nicht ganz mit. Es regnete aus Kannen und ich entschied mich spätestens bis halb zehn Uhr zu warten.

    Letztendlich war es nicht trocken aber ich sollte nicht komplett nass werden. Für meinen Rucksack hatte ich einen Regenschutz, meine Regenjacke hatte ich bereits weggeschmissen, da diese das Wasser durchließ. Zwei Angestellte begleiteten mich zum Roller und fragten ob ich keine Jacke hätte. Da ich dies verneinte, sollte ich kurz warten und sie kam mit einem Plastikregencape wieder. Rucksack kurz abgesetzt, Regencape drüber, Rucksack auf und nach eingeschalteten Navi konnte es losgehen. Mit mehr Gewicht auf dem Roller, welches den Schwerpunkt etwas erhöhte, fuhr ich vorsichtiger. Ich hatte eine Fahrtzeit von einer Stunde vor mir, was ich angesichts des Wetters wohl benötigen würde. Am Anfang meiner Strecke, waren teilweise überflutete Straßen keine Seltenheit. Die Bäche, welche gelegentlich an der Straße entlang verlaufen, waren mehr als voll. An einer Stelle, war das Wasser bereits gewichen und hinterließ den ganzen Müll, welches es auf dem Weg nach unten eingesammelt hatte. Je tiefer ich kam, umso trockener wurde es. In Denpasar hatten sich bestimmt einige gefragt, warum ich ein Regencape tragen würde. Mein Tank näherte sich immer weiter dem roten Bereich, da ich den Roller leer bekommen hatte, war dies nicht so schlimm. Ich erreichte meine ersten Station, das Pop Hotel in Denpasar, stellte den Roller und mein Gepäck ab und fragte an der Rezeption, ob sie den Mann von der Rollervermietung anrufen könnte. Nach einem kurzen Telefonat meinte sie, dass er in einer Stunde da wäre. In Anbetracht, dass ich zur Fähre musste und es bis zum Hafen eine weitere reichliche Stunde war, konnte ich nicht zufrieden sein. Ich schnappte meinen Laptop und setzte mich draußen vor das Hotel und schrieb Berichte. Schließlich kam ein Mann auf mich zu und ich übergab den Roller und den Helm ohne Probleme. Da der Roller fast leer war, drückte ich ihn das Geld für den halben Tank in die Hand. Er hatte nichts gesagt aber wie würde man hier sagen, für Glück und Karma. Danach machte ich mich fix zum Geldautomaten ehe ich mal wieder Uber nutzen wollte.

    Uber zeigte mir für die Strecke bis Padangbai 150.000 Rupiah an. Ich war neugierig und fragte an der Rezeption was ein Shuttel bis dahin kosten würde. Der Preis lag hier bei 300.000 Rupiah. Vor dem Hotel wartet wohl immer ein Taxifahrer, welcher auf mich zukam und den Preis 250.000 Rupiah aufrief, da zeigte ich ihm den Preis von Uber und er schaute mich an und meinte das wäre zu wenig. Ich sagte, tut mir leid, dann nehme ich Uber. Er ging zurück zu seinem Taxi und drehte sich nach zehn Metern wieder um und wäre auch mit 200.000 Rupiah einverstanden. Da wie gesagt die Zeit mein Gegner war und er gleich da war, bezahlte ich den etwas höheren Preis und konnte umgehend zum Hafen aufbrechen. Er versuchte sich anfangs mit mir zu unterhalten aber als ich Gegenfragen stellte war sein Englisch leider zu schlecht, sodass wir den Großteil der Strecke schwiegen. Ich hatte bis jetzt noch keine Unfälle gesehen und war oft auf den Straßen unterwegs. Heute sollte sich dies ändern. Beim ersten Unfall erwischte es eine Rollerfahrerin, welche vor unseren Augen zum Fussweg getragen wurde. Ich glaube sie war bewusstlos und hatte keinen Helm getragen, wie die meisten hier. Die Front des Roller war kaputt und die Plastikteile lagen auf der Straße. Der zweite Unfall war kurz vor dem Hafen, da lag ein kleiner LKW auf der Gegenspur auf der Seite, wo ich mich fragte wie er das angestellt hatte. Mein Taxifahrer wusste, dass ich eine Fähre zu den Gili Inseln bräuchte und kontaktierte einen Freund. Ich hatte es nicht mitbekommen, deswegen war ich ein wenig überrascht, als ein Roller vorbeikam und ein Mann durch das Fenster ein Prospekt reichte. Da waren die Abfahrtszeiten und Bilder drauf aber leider keine Preise. Da wir uns im „normalen“ Straßenverkehr aufhielten verschob ich die Verhandlung auf nach der Ankunft. Zum Glück wusste ich von Mark den Preis für die Fähre, sonst wäre ich in dem Büro mal wieder übers Ohr gehauen wurden. Auf einem Flyer stand tatsächlich 600.000 Rupiah für eine einfache Fahrt und 1.200.000 Rupiah mit der Rückfahrt. Marc hatte 200.000 Rupiah gezahlt und nochmal für die örtliche Fähre, denn Gili Meno wird nicht direkt von den Fähren angefahren. Deswegen drückte ich den Preis so lange, bis ich auf 650.000 Rupiah mit der Rückfahrt angekommen war. Er meinte auch, dass es die letzte Fähre wäre. Ob es nur für die Preisverhandlung war, sei dahin gestellt. Vorher hatte er immer auf die Uhr geschaut, da es gleich losgehen sollte aber in Wirklichkeit zog es sich eine ganze Weile und wir warteten am Hafen auf unser Boot. Der Wartebereich wurde leerer und leerer und die Händler schwirrten um uns herum, Sonnenbrillen, Bier, Chips und anderes wurde uns immer wieder angedreht.

    Schließlich legte die Fähre an und ich war mal wieder einen Schritt weiter. Wir mussten zuerst unter Deck und als die Fähre abgelegt hatte konnte wir nach oben. Unten kam ein Video mit Untertiteln aber ich zog die schöne Aussicht auf Balis Küstenlinie vor. Ich setzte mich neben zwei, welche bereits im Wartebereich mir gegenüber gesessen hatten. Er kommt aus Schottland, war ehemals Backpacker aber lebt seit sieben Jahren in Sydney. Er war nicht alleine unterwegs und reiste mit einer Freundin, welche aus Australien kommt. Wir unterhielten uns die gesamte Fahrt über und ich war etwas erstaunt wie viel Bier er in der prallen Sonne trinken konnte. Da ging Eins nach den Anderen aber nicht umsonst ist er auf dem Weg zu der Party Insel Gili Trawangan. Diese Insel fuhren wir zuerst an und ich hatte den Weg ein wenig unterschätzt, welchen wir bis dahin zurück legen mussten. Der erste Schwung war vom Boot und nun nach Gili Air, wo ich eine Zwischenstation hatte. Bereits vom Wasser aus konnte man die hellen Sandstrände sehen und teilweise viele einheimische Boote im Hafenbereich. Heute früh noch im Regen losgefahren und jetzt in der prallen Sonne auf ein paar wunderschönen Inseln. Bevor ich die genießen konnte, hieß es ein Boot nach Gili Meno zu suchen. Dort werde ich die nächsten Tage verbringen und es soll die ruhigste und vom Tourismus unerschlossenste Insel sein. Wenn ich allerdings das große Angebot bei Booking.com gesehen hatte, lässt mich dies zweifeln. Ich fragte am Ticketbüro nach einem Ticket, darauf wurde ein Mann heran gerufen und verlangte einen Preis von 150.000 Rupiah. Nur zur Information, es sollte nur zur unmittelbaren Nachbarinsel gehen. Ich konnte den Preis nur auf 100.000 Rupiah drücken. Er hatte leider das Argument der letzte Fähre auf seiner Seite, also musste ich das Boot nehmen.

    Die Fahrt dauerte nicht mal zehn Minuten und ich hatte meine heutige Tagesreise fast beendet. Als ich ankam sah ich viele kleinere Pferdekutschen an der Anlegestation warten, welche wahrscheinlich auf Touristen mit viel Gepäck warteten. Erstens war meine Unterkunft schnell zu Fuß erreichbar und die Pferde sollen wohl ziemlich schlecht behandelt werden, sodass im Internet davon abgeraten wird, dies in Anspruch zu nehmen. Ich erreichte in kurzer Zeit meine Unterkunft und zur Begrüßung gab es einen Orangensaft. Danach wurde mir mein Bungalow gezeigt. Die Anlage und mein Bungalow sehen schick aus. Ich habe ein riesiges Bett mit einem Moskitonetz und ein riesiges Bad, welches eher spärlich ausgestattet ist. Heute früh um neun Uhr los und nun gegen fünf Uhr abends gelandet. Deswegen legte mich kurz hin, zuvor hatte ich Marc kontaktiert, dass ich jetzt da wäre. Wir wollten uns nochmal treffen und das gleich mit dem Abendbrot verbinden. Ohne Wecker schlief ich ein aber wurde zum Glück rechtzeitig wach. Noch schnell unter die Dusche, da bemerkte ich, dass ich die nächsten Tage kalt duschen muss, was bei der Hitze bestimmt gut tun wird. Wir trafen uns vorne beim Hafen, besprachen wohin es gehen sollte und landeten in ihrer Anlage. Es war ganz lustig Anne Kathrin und Marc wieder zu sehen, zumal viel in der Zeit geschehen war. Sie konnten mir natürlich schon viele Informationen zukommen lassen und ich war somit für meinen Start auf den Gilis besser vorbereitet. Nachdem wir gegessen hatten vergrößerte sich unsere Runde und die Frau meinte, mich bereits zu kennen. Sie und ihr Freund waren im selben Tag im Affenwald von Ubud gewesen und hatten durch Zufall zwei Bilder von mir gemacht, welche sie mir anschließend zeigen konnte. Nur anhand der Fotos konnte sie sich erinnern. Anne Kathrin und Marc kannten die Beiden von einem Tag zuvor und so setzten sie sich mit dazu. Später ging es noch zu dritt zu einer Cocktailbar direkt am Strand. Wir bekamen mit unserer Runde gleich die Rechnung, denn auf Gili Meno schließen die Restaurants und Bars ein wenig eher. Wir ließen den schönen Abend entspannt ausklingen und ich ging anschließend fertig vom Tag ins Bett.
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  • Hey, schön dich wieder zu treffen Regen

    12 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 30 °C

    Erster Tag auf den Gilis und wie der Tag zuvor aufgehört hatte, ging es weiter. Den Alkohol meine ich nicht, ich ließ mir Zeit und wackelte irgendwann gemütlich zum Frühstück. Da einer allein saß, setzte ich mich zu ihm. Es war ein Belgier, welcher mit einem Kumpel reist und heute nach Bali zurück fahren. Sie hatten bereits ein paar Tage auf den Gilis zugebracht, sodass ich auch von ihm ein paar Tipps bekam. Das war nicht das einzige Thema, denn die Beiden waren längere Zeit in Australien, sodass wir über unsere Reiserouten und die Erfahrungen sprachen, welche wir gemacht hatten. Später kam dann auch sein Kumpel und er machte sich startklar, denn ihre Fähre sollte bald kommen. Sie hatten übrigens für kurze Zeit auf einer Rinderfarm gearbeitet, was mich ja interessiert hatte. Da es ihnen zu hart war, brachen sie das ganze bereits nach einer Woche ab. In meiner Unterkunft kann ich übrigens zwischen drei Frühstücken wählen, heute gab es Omelett, mit einer Fruchtplatte.

    Nach dem Frühstück ging es kurz in meinen Bungalow, bevor ich mich zum Inselsupermarkt machte. Auf dem Weg traf ich Marc und Anne Kathrin wieder, sodass wir uns kurz fest quatschten und uns noch einmal alles Gute für unsere weitere Reise wünschten. Mal sehen, ob man sich in Deutschland mal wieder sieht, so fern ist Köln auch nicht, jedenfalls nicht wenn man durch Australien gereist ist :D Im Supermarkt holte ich nur das Nötigste, Wasser, ein paar Früchte, Waffeln und Chips :P Ein Eis für den Rückweg war auch drin.

    Ich hatte mir meine Tage auf der Insel bereits ein wenig aufgeteilt, heute war Gili Meno an der Reihe. Ich wollte die Insel ein wenig erkunden und ein paar Informationen bezüglich Fährzeiten und -preise heraus finden. Weiter wollte ich an einer Turtelsanctuary vorbei, welche demnächst kleine Schildkröten ins offenen Meer frei lassen sollte. Die größere Sanctuary hatte es bereits gestern gemacht und die Beidem aus Köln und die Belgier waren dabei. Irgendwie kam ich an dem Tag nicht so recht in Gang und ich versackte ein wenig in meinem Bungalow und machte mir Moto GP an. Gestern beim Essen liefen die Rennen nebenbei an der Bar und ich hatte versucht nicht hinzuhören und hatte zum Glück nicht all zu viel mitbekommen. Das sollte auch die bessere Entscheidung gewesen sein, denn kurze Zeit später war der Regen mir über das Meer gefolgt und es donnerte zudem ein wenig. So verbrachte ich eine großen Teil des Tages mit der Moto zwei und drei, welches wiedermal anstrengend war, da es immer wieder stockte. In der Zwischenzeit verspeiste ich mein gekauftes Zeug und aß zum ersten Mal eine Drachfrucht.

    Gegen 16 Uhr trieb es mich nach draußen und ich machte mich auf, um die Insel vielleicht einmal zu umrunden. Sehr weit sollte ich nicht kommen, denn der Regen machte mir einen Strich durch die Rechnung. Auf bis dahin kam ich an der größeren Turtelsanctuary vorbei. Sie hatten insgesamt neun Becken, in welchen die Schildkröten in verschiedene Größen unterteilt waren. Leider trieb hin und wieder auch eine Tote umher. Ich mich wegen des Regens unter und neben mir hatten sich ebenfalls zwei eingefunden. Somit traf ich Ben aus England, welcher bereits viele Teile Asiens bereits hatte und dies für ein Jahr macht und Maja aus Korea, welche ihn seit kurzer Zeit begleitet und danach mit nach England fährt. Wobei England keine Heimat mehr für ihn ist. In den letzten Tagen hatte ich wieder sehr viele Leute kennengelernt und es macht Spaß sich auszutauschen und den Geschichten zu lauschen. Bei den Beiden übernimmt Maja immer die Preisverhandlungen, da sie ja auch aus dem asiatischen Raum kommt, fallen bei ihr gleich die Preise. Ich bestellte mir eine Lemon Juice und die Beiden tranken ein paar Bier. Wir saßen in einer offenen, überdachten Bambushütte und konnte auf das Meer schauen. So konnten wir die Regenzeit gemütlich überbrücken. Wir verabredeten uns vielleicht auf ein Bier zum Abend, da sie durch Zufall in der selben Anlage wie ich waren. Wir sehen uns in zwei Tagen auf jeden Fall, denn der Ladenbesitzer, wo wir die Drinks geordert hatten, war gleichzeitig Bootsführer. Somit hatten wir ein Preis für ein Privatboot zum Schnorchel ausgehandelt.

    Ich ging danach weiter meine Runde und musste teilweise sehr auf die vielen abgestorbenen Korallen am Strand aufpassen. Überall pflegten die Einheimischen ihre Boote, weiter sah man ein Resort neben dem nächsten Hotel, wobei es noch Lücken gibt aber es wird gebaut. Es ist also eher eine Frage der Zeit, bis auf Gili Meno nicht mehr die idyllischen Insel ist, welche es einmal war. Auch hier ist das Problem mit dem Müll in vielen Ecken sichtbar. Eigentlich wollte ich mich bei der Turtelsanctuary erkundigen wegen der Freilassung. Zu meiner Überraschung zeigte mir Googlemaps an, dass ich schon vorbei gelaufen war und fast die Insel umrundet hatte. Also die Insel ist wirklich klein aber süß. Ich kam an einem Schild vorbei, wo es um ein Tourangebot zum Fischen ging, ich denke das wäre eine Idee für einen Tag. Morgen geht es auf Gili Air. Es ist die Insel, welche näher an der großen Insel Lombok liegt und ein Zwischending zwischen Glli Meno (ruhig, verschlafen) und Gili Trawangan (Touristen Insel, Party) darstellt. Hierfür schaute ich nach der nächsten Fähre und ging zurück zur Unterkunft. In dieser öffnete ich mir ein Bier aber hatte Mühe dieses auszutrinken. Ich hatte zwar nicht viel gemacht aber es hatte ausgereicht, sodass ich nicht mal die Moto Gp schaffte.
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  • Gili Air

    13 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich hatte mir extra den Wecker gestellt, da ich gestern wieder erwartend keinen Bericht mehr geschafft hatte. Somit ging es halb acht aus den Federn und nach einer Dusche an den Laptop. Ich schaffte einen halben Tag, ehe ich zum Frühstück ging. Heute gab es einen Bananenpancake mit einer Fruchtplatte :) Ich lernte ich zwei aus Dänemark kennen. Die Beiden reisen ein halbes Jahr zusammen, er hatte extra seinen Job gekündigt und sie brauchte nur ein Urlaubssemester einlegen. Wir quatschten uns ein wenig fest und redeten über Bali und andere Sachen. Wiedermal Geschichten, welche ich mir leider nicht alle merken konnte. Auf jeden Fall war es sehr angenehm aber wir quatschen uns ein wenig fest, sodass ich an einem Punkt sagen musste „ich muss los“, denn meine Fähre würde nicht auf mich warten. Um die Gili Inseln kann man ja gemütlich herum schlendern und vom Strand aus schnorcheln gehen. Die Beiden hatten bereits sechs Schildkröten gesehen. Da mir dies am Grest Barrier Reef verwehrt blieb, habe ich hier große Hoffnung.

    Ich packte schnell meine Sachen und lief eilig nach vorn, kaufte nur das Ticket und schon ging es auf die Fähre. Es war die „langsame“ Fähre, für die brauchte ich nur 35.000 Rupuah zahlen. Gestern hatte ich ja 100.000 Rupiah für die schnelle gezahlt. Letztendlich dauerte die Fahrt nur etwa zehn Minuten, also unwesentlich langsamer. Beim Boot handelte sich um ein langes Holzboot, bestimmt zehn Meter oder länger. Innen hatten bereits ein paar Leute einen Platz eingenommen. Ich ging auf das Dach, welches total leer war. Vielleicht wegen dem Wetter, da der Himmel mal wieder sehr zugezogen war und es nach Regen aussah. Ich genoss die Überfahrt auf dem Dach und kam trocken auf Gili Air an.

    Bereits nach den ersten Schritten bemerkte man den erhöhten Tourismus. Bessere Wege, mehr Geschäfte und Tauchschulen, viele Hotels und Resorts und Massagemöglichkeiten. Da ich noch nichts von der Insel wusste und ich nicht ganz blind darüber schlendern wollte, setzte ich mich ins nächste Lokal, mit Blick auf die grauen Wolken und das türkisfarbene Wasser und bestelle ein Smoothie mit Karotten, Ginger, Ananas und anderen Zutaten. Es war ziemlich lecker und ich schaute während ich den Drink genoss im Internet nach ein paar Informationen. Ich konnte aber nicht viel finden was ich nicht schon von den anderen erfahren hatte. So fragte ich die Dame an der Kasse, welche leider nicht so gut Englisch sprach und ich mich für eine Runde um die Insel entschied. Insgesamt hatte ich vier Stunden zur Verfügung, denn am Tag gehen nur zwei Fähren, eine am Morgen und eine am Nachmittag. Ich schlenderte zwischen den schönen Sandstrand und den bestgelegenen Hotelanlagen vorbei, als der Wind zunahm und es immer ungemütlicher wurde. Die Beiden aus Dänemark hatten mir ein Massagestudio empfohlen, welches nun vor mir lag. Deswegen entschied ich mich für eine einstündige traditionelle Ganzkörpermassage für gerade mal 120.000 Rupiah (nicht mal zehn Euro). Also riss ich meine Sachen vom Leib und nahm auf der Folterliege platz. Das einzige Problem, ich war mit meiner Badehose unterwegs und hatte nichts weiter darunter aber für solche Fälle hatten sie einen Einwegschlüpfer :D Ich war der Einzige im Massagestudio und hatte demzufolge meine Ruhe. Zuerst waren meine Beine dran, ehe der Rücken und die Arme folgte. Zuletzt folgte mein Kopf. Aber so schlimm wie gedacht war es nicht, ich hatte ja des öfteren gehört welche Kräfte die kleinen Frauen entwickeln können aber bei mir hielt es sich in Grenzen.

    Die Stunde war schneller vorüber als gedacht und ich wieder in meinen Sachen auf der Straße. Ich war bereits ein paar Meter entfernt, da merkte ich, dass ich meine Gopro liegen gelassen hatte. Schnell zurück und sie lag noch da. Nun setzte ich meinen Weg fort und das Wetter war nicht wirklich besser geworden. Im Gegenteil nach kurzer Zeit fing es an zu winden und regnen, weswegen ich mich bei der nächsten Möglichkeit unterstellte und wartete. Morgen soll es nach vielen Aussagen besser werden,, ich hoffe das Wasser klart für die morgige Schnorcheltour ein wenig auf. Normalerweise dauert dies nach dem Regen etwa zwei Tage. Als es nur noch nieselte entschied ich mich weiter zu laufen und kam weiter als gedacht. Gili Air war ähnlich schnell zu umrunden wie Gili Meno, sodass ich mich nach der Hälfte der Strecke in ein Restaurant setzte und ein Hühnchen Curry, sowie ein Kokusnussshake bestellte. Ich saß so gut wie am Wasser in einem überdachten Bambusgestell, mit Liegefläche. Ich vertrieb mir ein wenig die Zeit, da es abermals anfing zu regnen und stürmen. Teilweise konnte man die große Nachbarinsel Lombok nicht mehr sehen. Um drei sollte die Fähre nach Gili Meno übersetzen, bis dahin war noch anderthalb Stunde. Da ich aber ein Stück zu laufen hatte, machte ich mich auf den Weg durch die teilweise unter Wasser stehende Wege. Die Straßen waren recht leer und immer mal kamen mir Pferdekutschen entgegen. Ein paar Leute waren in den Restaurants zu finden, welche teilweise dicht an dicht nebeneinander waren. Ein paar mal konnte ich beobachten, dass Tauchschulen wieder in ihrer Anlage ankamen und sich ihrer Sachen entledigten. Den Tauchschein soll man ja hier in zwei Tagen für etwa 300€ machen können, also billig und schnell. Ich ging weiter zum Hafen, Im Wartebereich saßen bereits viele Leute aber es war noch eine Stunde Zeit. Ich holte mir mein Ticket, da mein Handyakku so gut wie leer war, wurde Diese entsprechend länger.

    Die Fähre kam und ich saß diesmal mit im Inneren, da es von oben wiedermal schüttete. Das Boot wurde ziemlich stark von der eine zur anderen Seite geworfen aber ich konnte sicher auf Gili Meno aussteigen. Ich holte mir etwas im Supermarkt und ging zum Bungalow. Zuerst schlief ich eine kleine Runde, ehe ich die Moto GP schaute. Als es dann dunkler wurde, machte ich es mir in einem Restaurant bequem und nahm meinen Laptop mit. Ich setzte mich wieder in ein solches Bambusgestell direkt am Meer und schrieb bei verschiedenen Getränken gleich mal drei Berichte. Zwischendurch fing einer vom Restaurant an Gitarre zu spielen, welches den Abend neben den Rauschen der Wellen ziemlich entspannt gestaltete. Zum Schluss legte ich den Laptop bei Seite und wollte nach etwas bestellen, entschied mich jedoch für die Unterkunft.

    Auf dem Weg traf ich Jessie und Miret aus Deutschland. Sie hatten im selben Restaurant gesessen und waren zufällig in der selben Anlage. Somit gingen wir den restlichen Weg zusammen und quatschten eine ganze Weile. Da hätten wir uns auch schon mal eher zusammen setzen können, denn wir standen ziemlich lang vor dem Eingang der Anlage aber irgendwann mussten sie zu ihrer dritten Reisebegleiterin, da diese krank im Bett lag und verpflegt werden musste. Ich setzte mich nur noch kurz auf meine kleine Terrasse und sortierte ein paar Bilder, ehe ich im Bungalow selbst veschwand.
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  • Schnorcheln mit Schildkröten :D

    14 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 24 °C

    Der Morgen verlief ganz entspannt und ich konnte mein Zeug ein wenig erledigen. Erst stand das Frühstück auf dem Plan, welches ich heute zur Abwechslung alleine aß. Anschließend wollte ich meine Beiträge hochladen aber leider funktionierte das Wlan ab einer bestimmten Zeit nicht mehr. Bis zum Schnorcheln hatte ich somit viel Freiraum, sodass ich mich entschied über die Insel zu schlendern und mich wegen zwei Sachen erkundigen wollte. Zum einen wegen dem Fischen und zum Anderen wegen der Freilassung der kleinen Schildkröten.

    Heute ist wieder herrliches Wetter und kein Vergleich zu gestern. Somit ging ich mit bester Laune am Meer entlang. Der Ausblick auf das türkisfarbene Wasser war einfach genial. Ich machte an einem Steg ein paar Fotos, ehe ich kurz danach das Tourangebot an einer Tafel sah. Ich fragte was diese beinhaltete und was der zeitliche Umfang wäre. Eigentlich gehörten drei Sachen dazu, Speerfischen, Schleppnetzfischen und normales Angeln. Leider sind zur Zeit die verantwortlichen Leute gerade nicht da, weswegen nur das Schleppnetz übrig blieb. Somit entschied ich mich dagegen und machte mich danach auf zur anderen Seite der Insel, wegen der Schildkröten. Auf meinem Weg wollte ich den See mitnehmen, welcher nicht besonders sein soll aber gesehen haben wollte ich ihn schon. Ich kam dort an und so klein war er nicht aber ziemlich flach, weswegen man hier keine Abkühlung suchen brauchte. Ich ging einen höheren Holzsteg entlang und die Bretter bogen sich ein wenig aber es war alles noch im Rahmen. Auf dem Rückweg wurde ich eines besseren belehrt, als plötzlich ein Brett sich um den mittleren Balken drehte und den Blick nach unten auf das Wasser freigab. Danach machte ich jeden Schritt etwas behutsamer und immer einen Fuß auf zwei Bretter. So gelangte ich sicher wieder ans Ufer und ich ging weiter zur anderen Seite der Insel. In der Mitte von Gili Meno wohnen eher die Einheimischen und es stellt ein wenig den Kontrast zur Küstenregion dar. Außerdem findet man wieder vermehrt Müll herumliegen. Auf einmal raschelte es neben mir und ich schaute nach oben, da befand sich einer auf der Palme und erntete mit einem Zweiten die Kokusnüsse. Die Sonne war heute wieder sehr präsent und ich war guter Dinge für die heutige Schnorcheltour. Die Zweite Sanctuary fand ich übrigens nicht, sodass diese Erfahrung mir wohl verwehrt bleibt. Da ich auf diesem Weg bereits genügend Sonne abbekommen hatte, ging ich fix zu meinem Bungalow und holte mir mein langarm Shirt fürs Wasser. Danach sollte es fix zum Treffpunkt gehen aber Maja und Ben saßen im Restaurant und riefen mich zu sich heran. Die beiden wollten vor der Schnorcheltour etwas Essen, sodass ich mir einen Mango Cider bestellte und den beiden Gesellschaft leistete.

    Auf unseren Weg zum eigentlichen Treffpunkt wurden wir von unserem Guide abgefangen, denn das Boot sollte woanders starten. Wir wurden kurzer Hand mit unserem Schnorchelequipment ausgestattet und schon sollte es los gehen. Das Equipment war übrigens besser als gedacht. Wir brauchten auf keinen weiteren warten, da wir eine private Tour ausgehandelt hatten, um den Trubel zu entgehen. Das kostete uns gerade mal 200.000 Rupiah pro Nase Es lagen insgesamt vier Spots vor uns, der Erste führte uns zur benachbarten Insel Gili Air. Wir sahen kleinere Fische, ein paar hatte ich noch nicht gesehen aber ich hatte das Gefühl, dass das Wasser durch den gestrigen Regen ein wenig trüb war. Unser Guide sprang mit uns ins Wasser und schwamm schnell vorne weg. Ben und Maja kamen anfangs nicht hinterher, da Ben mit den Flossen nicht richtig umgehen konnte, weswegen er ohne diese weiter schwamm. Es ging nur in eine Richtung und wir wurden mit dem Boot etwas entfernt wieder eingesammelt. Ich sah meine erste Schildkröte, welche weit entfernt und nur die Umrisse erkennbar waren. Weiter saß ein blauer Seestern auf einem kleinen Felsen, welchen ich mit meiner Gopro natürlich aufnahm. Wir waren wieder an Board und fuhren zu unserer Insel zu einem Spot, wo viele Schiffe vor Anker lagen. Ich hatte schon die Befürchtung jetzt doch in den Trubel zu geraten aber als ich ins Wasser sprang und nach unten schaute, sah ich viele Wassersäulen aufsteigen und entdeckte viele Taucher, welche am Boden herum schwammen. Also schienen die Boote von denen zu sein. Unser Guide war wieder mit dabei und zeigte uns gleich mal die erste Schildkröte und die war riesig, Sie war weit unten aber sollte in wenigen Sekunden zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen. Ich würde schätzen, dass sie fast so groß war, wie die Tote am Strand von Fraser. Nachdem mir dieses Ereignis am Great Barrier Reef mehr als einmal verwehrt blieb, wurde ich hier in mehr als entlohnt. Es war eine wirklich beeindruckende Erfahrung. Sie schwamm eine ganze Weile nahe der Oberfläche, ehe sie in den Tiefen verschwand. Wir hatten das Glück eine zweite zu sehen, welche ebenfalls auftauchen musste. Danach ging es wiedermal ins Boot und auf die gegenüberliegende Seite von Gili Meno. Hier waren wir uns selbst überlassen und durften uns frei bewegen. Ich schnorchelte eine ganze Weile und sah viele Fische, einen, welchen ich überhaupt nicht zuordnen konnte. Vom Körper etwa wie ein Aal und mit einem langen, schnabelartigen Mund. Weiter sah ich einen kleinen Krebs, welcher aussah wie eine Languste. Irgendwann war ich wieder in der Nähe des Bootes und Ben bereits an Board. Er rief mir nur zu, wo Maja sei und ich hatte keine Ahnung. In diesem Moment bekam er Panik, den Maja kann nicht schwimmen und als er das dem Bootsführer erzählte schmiss dieser den Motor an und sie machten sich gleich auf die Suche. Maja ging es jedoch gut, sie war nur immer nur in eine Richtung geschnorchelt und dementsprechend weit weg. Mit Flossen kann sie sich ohne Probleme fortbewegen, auch Tauchen ist für sie einfach aber ohne Equipment wird es schwierig. Wir waren alle wieder eingesammelt und fuhren zu unseren letzte Spot, welcher vor der Partyinsel Gili Trawangan war. Ich hatte vor dieser Insel keine großen Erwartungen aber das Wasser war zum Einen sehr klar und wir sahen abermals eine Schildkröte, welche gerade mit Fressen beschäftigt war. Wir beobachteten sie einen langen Zeitraum und der Guide schnappte sich meine Gopro und filmte mich und die Schildkröte. Ich hatte langsam genug vom Schnorcheln und als wir wieder nach Gili Meno fuhren, dachte ich wir würden gleich anlegen. Jedoch zeigte er uns zuvor ein Schiffswrack, eine etwa 30 Meter lange Fähre, welche wir durch den Glasboden unseres Bodes ohne Nass zu werden bestaunen konnten. Danach ging es Wiedererwartens kurz zum Schnorcheln ins Wasser. Dieser Spot war nicht so klar, wie die vorausgegangen und somit waren wir schnell wieder draußen. Nun legten wir wirklich an und beendeten die wirklich lohnenswerte Schnorcheltour. Wenn ich das Great Barrier Reef mit diesen vergleiche, dann ist das Great Barrier Reef viel bunter, mehr Korallen und Fische. Die Reefs rund um die Gili Inseln sind nicht farbenfroh und sehr viel ist bereits abgestorben. Deswegen kann ich mich glücklich schätzen beide Erfahrungen gemacht zu haben, denn hier konnte ich viele Schildkröten und andere Fische beobachten. Da ich die Spots um Gili Meno nun kenne, werde ich sicherlich mal mein Glück vom Strand versuchen. Ich ging mit den Zweien zu unseren Bungalows, in der Zeit verabredeten wir uns in zwei Stunden zum Abendbrot. Da ich bis auf das Frühstück nichts weiter gegessen hatte, war der Supermarkt allemal einen Abstecher wert.

    Pünktlich um sieben Uhr trafen wir uns zur Nahrungssuche. Die Beiden wollten unbedingt ein Restaurant aufsuchen und Barrakuda essen. Ben hatte ihn zuvor auf seinen Reisen sehr gemocht und wollte das Maja diesen Fisch ebenfalls probiert. Mit dem klaren Ziel schlenderten wir an der Promenade entlang. Wir kamen an zwei BBQ vorbei, wo frisch gefangener Fisch auslage und man sich zwischen diesen entscheiden konnte. Jedoch war der Gewünschte nicht unter ihnen. Ein paar Meter weiter wurden wir fündig. Wir kamen zur rechten Zeit, denn es lag nur noch ein Barrakuda dar. Wir nahmen ein Stück Thunfisch dazu und somit war unsere Restaurantfrage geklärt. Wir saßen in einem ziemlich noblen Hotel, direkt am Pool und mit Aussicht auf das Meer, wobei es nun schon dunkel war und nicht mehr viel zu sehen war. Das Rauschen der Wellen war jedoch auch schön. Der Fisch wurde zubereitet und wir bestellten unsere Getränke. Für den Barrakuda, den Thunfisch und das Buffet bezahlten wir nicht mal zehn Euro. Wir werteten unseren Tag aus und kamen auf viele andere Themen zu sprechen. Dann kam unser Fisch, wir holten uns schnell ein paar Beilagen vom Buffet und es war wirklich köstlich und frischer geht es kaum. Nachdem unsere Bäuche gefüllt waren, wollten wir die Location wechseln und die Videos von Heute anschauen. Dazu gingen wir zurück zu unserer Unterkunft und da war eine Sitzecke, welche ich bis dato nicht kannte und hier gab es sogar billig Bier aus dem Kühlschrank. So bedienten wir uns und schauten einen Film nach dem anderen. Leider hat der Guide seine Hand vor die Linse der Gopro gehalten, sodass man nur seinen Daumen sieht. Aber die anderen sind ganz gut geworden. Wir saßen bis um elf Uhr, ehe das Bett rief. Wir tauschten Kontakte aus und verabschiedeten uns, da die Beiden morgen Richtung Korea aufbrechen werden.
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  • Entspannter Tag auf Gili Meno

    15 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 30 °C

    Zwei volle Tage übrig auf Gili Meno und diese hatte ich offen gelassen. Heute sollte der Vormittag mit organisatorischen Dingen gefüllt werden. Ich buchte meine nächsten zwei Unterkünfte in Bali. Hier musste ich mir ein wenig im Klaren werden, was ich in der restlichen Zeit den anstellen will. So bin ich Wiederholungstäter und habe mich für ein paar Tage in die schöne Villa eingemietet. Danach geht es Richtung Süden, in den touristischen Teil, sodass der Flughafen leicht erreichbar ist. Weiter war erfreulich, als ich auf mein Konto geschaut hatte. Ein paar Tage zuvor wurden an einem Bankautomat gleich dreimal 100€ abgehoben und ich war da nur einmal. Nachdem ich es meiner Bank gemeldet hatte, sind diese wieder zurück :) So vergingen die ersten Stunden und es wurde langsam Mittag.

    Zum Essen ging es vor in das Restaurant, im welchen ich schon ein paar mal war und die mein Gesicht schon kennen. Dort aß Nudeln Bolognaise, was mit Hühnchen gemacht wurde. Ich liebe dort den Lemon Saft und den Bananen Milchshake. Ich saß wieder in einer offenen Bambushütte und hatte eine ziemlich schöne Aussicht. Ich genoss die Drinks bei besten Wetter und freute mich den Nachmittag draußen zu verbringen. Ein paar Aufgaben galt es zuvor zu lösen. Zum Einen erkundigte ich mich wegen meiner Rückfahrt und ob ich jemanden bescheid geben müsste. Die Dame im Kassenhäuschen war jedoch schlecht zu verstehen und sie meinte, dass ich morgen wiederkommen sollte. Ok, ich werde mich wohl woanders erkundigen müssen.

    Wieder im Bungalow angekommen schrieb ich schnell die Seite von meinem Bericht vor zwei Tagen zu Ende und machte mich danach bereit für den Strand. Zuerst dachte ich an Schnorcheln aber der die Zeit war schon zu fortgeschritten und außerdem wollte ich heute einen Zeitraffer vom Sonnenuntergang machen. Deswegen ging es nur zum Sonnen einmal quer über die Insel zur ruhigen Seite. Dazu muss ich sagen, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich in der Nebensaison hier bin, in der Hauptsaison sieht es hier ganz anders aus. Von Ben habe ich die Information, dass alle Unterkünfte auf Gili Air in diesem Zeitraum ausgebucht sind. Ich lief ein wenig, ehe ich meine für mich perfekte Stelle gefunden hatte. Auf dem Weg schoben sich bereits die Wolken über die Berge von Lombok und sie brauchten nicht mehr lange bis sie mich auch erreichen sollten. Umso mehr genoss ich die wärmenden Strahlen zwischendurch. Das Problem war, dass die Wolken dunkler wurden und sich bald erleichtern sollten. Es war nur Nieselregen aber trotzdem etwas unangenehm. Also wieder zurück zum Bungalow.

    Der Regen hatte wieder aufgehört und ich entschied mich mal wieder ein wenig sportlich zu betätigen. Ich war glaube ich fast anderthalb Monate nicht laufen. Den Zeitraffer vom Sonnenuntergang war durch die Wolken eh Geschichte und ich hoffe, dass es morgen besser sein wird. Mein Ziel war einmal um Gili Meno herum zu laufen und danach zu schauen, ob es weiter geht. Ich ging den Start im Nachhinein zu schnell an und hatte auch ein wenig mit dem sandigen weichen Untergrund zu tun, sodass es bei einer Runde mit 6,6 Kilomtern blieb. Ich brauchte insgesamt 29 Minuten, was nicht schlecht war aber das ging schon mal leichter. Wieder zurück ruhte ich mich aus und kam ein wenig herunter.

    Zwei volle Tage übrig auf Gili Meno und diese hatte ich offen gelassen. Heute sollte der Vormittag mit organisatorischen Dingen gefüllt werden. Ich buchte meine nächsten zwei Unterkünfte in Bali. Hier musste ich mir ein wenig im Klaren werden, was ich in der restlichen Zeit den anstellen will. So bin ich Wiederholungstäter und habe mich für ein paar Tage in die schöne Villa eingemietet. Danach geht es Richtung Süden, in den touristischen Teil, sodass der Flughafen leicht erreichbar ist. Weiter war erfreulich, als ich auf mein Konto geschaut hatte. Ein paar Tage zuvor wurden an einem Bankautomat gleich dreimal 100€ abgehoben und ich war da nur einmal. Nachdem ich es meiner Bank gemeldet hatte, sind diese wieder zurück :) So vergingen die ersten Stunden und es wurde langsam Mittag.

    Zum Essen ging es vor in das Restaurant, im welchen ich schon ein paar mal war und die mein Gesicht schon kennen. Dort aß Nudeln Bolognaise, was mit Hühnchen gemacht wurde. Ich liebe dort den Lemon Saft und den Bananen Milchshake. Ich saß wieder in einer offenen Bambushütte und hatte eine ziemlich schöne Aussicht. Ich genoss die Drinks bei besten Wetter und freute mich den Nachmittag draußen zu verbringen. Ein paar Aufgaben galt es zuvor zu lösen. Zum Einen erkundigte ich mich wegen meiner Rückfahrt und ob ich jemanden bescheid geben müsste. Die Dame im Kassenhäuschen war jedoch schlecht zu verstehen und sie meinte, dass ich morgen wiederkommen sollte. Ok, ich werde mich wohl woanders erkundigen müssen.

    Wieder im Bungalow angekommen schrieb ich schnell die Seite von meinem Bericht vor zwei Tagen zu Ende und machte mich danach bereit für den Strand. Zuerst dachte ich an Schnorcheln aber der die Zeit war schon zu fortgeschritten und außerdem wollte ich heute einen Zeitraffer vom Sonnenuntergang machen. Deswegen ging es nur zum Sonnen einmal quer über die Insel zur ruhigen Seite. Dazu muss ich sagen, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich in der Nebensaison hier bin, in der Hauptsaison sieht es hier ganz anders aus. Von Ben habe ich die Information, dass alle Unterkünfte auf Gili Air in diesem Zeitraum ausgebucht sind. Ich lief ein wenig, ehe ich meine für mich perfekte Stelle gefunden hatte. Auf dem Weg schoben sich bereits die Wolken über die Berge von Lombok und sie brauchten nicht mehr lange bis sie mich auch erreichen sollten. Umso mehr genoss ich die wärmenden Strahlen zwischendurch. Das Problem war, dass die Wolken dunkler wurden und sich bald erleichtern sollten. Es war nur Nieselregen aber trotzdem etwas unangenehm. Also wieder zurück zum Bungalow.

    Der Regen hatte wieder aufgehört und ich entschied mich mal wieder ein wenig sportlich zu betätigen. Ich war glaube ich fast anderthalb Monate nicht laufen. Den Zeitraffer vom Sonnenuntergang war durch die Wolken eh Geschichte und ich hoffe, dass es morgen besser sein wird. Mein Ziel war einmal um Gili Meno herum zu laufen und danach zu schauen, ob es weiter geht. Ich ging den Start im Nachhinein zu schnell an und hatte auch ein wenig mit dem sandigen weichen Untergrund zu tun, sodass es bei einer Runde mit 6,6 Kilomtern blieb. Ich brauchte insgesamt 29 Minuten, was nicht schlecht war aber das ging schon mal leichter. Wieder zurück ruhte ich mich aus und kam ein wenig herunter.

    Wieder in normalen Sachen ging es zum Abendbrot und heute wollte ich mal woanders hin als die Tage zuvor. Deswegen schnappte ich meinen Laptop und lief an vielen Restaurants vorbei. Bei einen machte ich Stop, bestellte was zu trinken und etwas zu essen. Es war etwas typisches Indonesisches. Es war lecler aber sehr scharf. Während ich auf das Essen wartete schaute ich die Videos von der Schnorchtour durch und Schnitt einzelne Bilder heraus. Nach dem Essen machte ich bei einem Cocktail weiter. Jacky kündigte sich mit einem Telefonat an und dies nutzte ich ein wenig nach vorn, in Richtung meines Bungalows zu laufen. Jedoch wollte ich irgendwo einkehren. Nachdem mir die Preise bei einem Restaurant nicht anstanden suchte ich weiter und wurde fündig. Zu meinem Glück bekam ich gleich zwei zu einem Preis, da gerade Happy Hour war :) Ich setzte mich an die Meerseite und schrieb ein wenig vom Tag zuvor, bis sie mich heraus kehrten und ich wirklich zum Bungalow lief und die Augen zu machte.

    Von Heute gibt es keine Bilder, stattdessen welche von gestern.
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  • Schöne Zeit auf Gili Meno

    16 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 29 °C

    Zweiter Tag an dem ich nichts vor hatte und den Tag entspannt mit einem Bananen Pancake begann. Es war mein letzter Tag, denn Morgen geht es zurück auf Bali und ich muss den paradiesischen Ort verlassen. Heute sollte es mit der Schnorchelausrüstung zu dem Spot gehen, wo wir die vielen Schildkröten gesehen hatten. Ich wollte noch einmal mit diesen Tieren Schwimmen und ein paar schöne Aufnahmen machen. Die Flossen und die Maske mit Schnorchel bekam ich praktischer Weise an meiner Unterkunft, sodass ich nichts weiter organisieren musste. Statt direkt ins Wasser zu gehen gönnte ich mir einen Schokoshake, wo ich gestern zu Abend gegessen hatte. Die Energie und die Flüssigkeit sollte ich wohl bei klaren Himmel brauchen. Für den zusätzlich Schutz hatte ich mein Langarmshirt dabei.

    Ich sah viele Boote an einem Punkt versammelt und hatte somit meine ungefähre Richtung. Da ich den Trubel etwas fern bleiben wollte, schwamm ich nicht direkt zu diesen. Auf dem Weg zur Kante des Reefs sah ich viele Fische und wenn man sich nicht so viel bewegte, kamen sie ganz nah. Ich bekam gute Aufnahmen auch von neuen Fischen, welche ich bisher nicht gesehen hatte oder mich nicht mehr daran erinnern konnte :P Ich war jedenfalls auf dem Weg zu meinen eigentlich Spot immer wieder gefesselt und brauchte somit meine Zeit, welche ich heute hatte. Ich erreichte die Kante und traf gleich meine erste Schildkröte, welche leider in Richtung der Touristen schwamm. Ich hoffte, sie würde zuvor auftauchen aber es war zu spät und der Guide der Schnorcheltour rief seine Gruppe heran. Einen Augenblick später drängten sich alle um die Schildkröte und wollten die schönste Sicht und die beste Position haben. Der Guide der Gruppe musste zu ihr herunter tauchen und sie anfassen, welches dieser überhaupt nicht gefiel. Ein paar von der Gruppe versuchten es natürlich im nach zu ahmen. Ich hätte auch die Gelegenheit gehabt, aber wie muss es wohl für die Schildkröte sein. Außerdem schwimmt sie nur schnell davon, womit man nichts gekonnt hätte. Ich schwamm ein wenig mit der Gruppe mit aber überließ die Schildkröte schließlich ihnen. Ich mein es war nicht meine aber ich hätte gern ein paar Aufnahmen ohne die Massen gehabt. Deswegen begab ich mich in die tieferen Gebiete, wo man nur noch ins Blaue nach unten schaute. Letztes mal war dies von Erfolg gekrönt gewesen. So auch dieses Mal. Eine große Schildkröte erhob sich aus den Tiefen und musste zum Atmen nach oben. Ich schaute mich an der Wasseroberfläche um und es war niemand zu sehen. Überhaupt war ich vorsichtig, da die Boote einen einzelnen Schnorchler sicher übersehen konnten. Die Schildkröte, welche ein wenig größer als die erste war kam immer näher und ich konnte sie recht nah auf ihrer Reise begleiten. Ich schwamm einfach neben ihr her, mal ein wenig hinter oder vor ihr. Nach einer Zeit und genügend schönen Aufnahmen ließ ich sie allein und begab mich wieder in flachere Gebiete. Heute sah ich nicht so viele Taucher, wie letztes Mal und auch die Schnorchelgruppen nahmen langsam ab. Ich sah eine weitere kleine Schildkröte mit einer kleineren Gruppe hinter sich. Der Guide wollte mich mit der Schildkröte filmen und dachte ich gehöre zu der Gruppe. Als ich jedoch die Gopro zurück nahm, war er ein wenig irritiert und hat wohl einen anderen erwartet :) Ich begab mich langsam wieder zum Ufer und brauchte ein wenig, da ich eine kleine Strecke zuvor zurück gelegt hatte. An Land machte ich mich schnellen Fußes auf zum Bungalow, denn ich wollte heute ein weiteres mal schnorcheln gehen und den Sonnenuntergang nicht verpassen.

    Ich duschte mich fix und befreite mich vom Salz. Ich ging zu meinem bekannten Restaurant, mit der schönen Aussicht. Zuvor wollte ich die morgige Überfahrt geklärt haben und ging zum Ticketbüro, so wird meine Fähre morgen gegen ein Uhr nach Bali aufbrechen. Mein erster Plan war es früh nach Gili Trawangan zu fahren und somit die Gili Island zu komplettieren. Allerdings reizt mich Gili T, wegen der viele Touristen nicht so viel. Ich mach Morgen somit eher einen ruhigen und breche lieber entspannt nach Bali auf. Ich bestellte mir zuerst einen Schokoshake und bekam danach ein sehr leckeres Essen serviert. Hähnchenspieße in einer Erdnusssoße, mit Reis und einer Gemüsepfanne, einfach himmlisch. Ich trank noch einen weiteren Bananenshake, die sind hier sehr lecker und da ich heute nicht so viel getrunken hatte, war ich dementsprechend durstig.

    Die Zeit raste davon und ich schnappt am Bungalow mir meine Sachen für die zweite Schnorcheleinheit. Ich erkundigte mich an der Unterkunft, danach an den Cafes am Strand wo die Statuen im Wasser wären. Nach ein paar Anhaltspunkten begab ich mich ins Wasser und suchte meinen Weg. So sollten die Statuen an der Wasserkante zum tiefen Bereich stehen. Also schwamm ich an der Kante des Ungewissens entlang und erfreute mich wieder an der Vielzahl der Fischarten und der Menge dieser. Wenn man die Fische so sieht, könnte man kaum glauben, dass das Reef dazu gehört. Dieses ist derart zerstört und abgestorben, dass viel unternommen werden müsste, um dieses, falls es überhaupt geht wieder aufzubauen. Schon bei dem leichten Zugang zum Strand wird es schwierig, da ich heute wieder viele gesehen hatte welche sich darauf gestellt hatten. Ich schamm entlang der Kante aber fand mein eigentliches Ziel nicht. Ich fragte einen Bootsführer, welcher gerade seine Gruppe herum führte. Er konnte mir jedoch keine Auskunft geben, kann auch sein, dass er es nicht wollte. Ich schwamm als weiter und siehe da, ich wurde fündig. Es waren viele Statuen, welche im Kreis aufgebaut waren . Ich machte ein paar Bilder und wollt mich danach auf zum Schiffswrack machen aber dieses, wie ich später bemerkte war zu weit weg. Zudem hatte ich mir meine kleine Zehen aufgerieben, sodass ich in Richtung Land schwamm.

    Zurück hatte ich nicht viel Zeit und wollte den Sonnenuntergang nicht verpassen. Deswegen schnell geduscht und wieder nach draußen. Ich suchte mir das Restaurant aus, an welchen ich nach den Statuen gefragt hatte. Meine Gopro war platziert und ich bestellte mir gegen den ersten Durst eine Kokusnuss. Danach folgten ein paar Drinks und mein Essen. Ich genoss den Sonnenuntergang, welcher heute zur Abwechslung fast wolkenfrei war. Danach fing ich an die Berichte von gestern und heute zu schreiben. Mein Essen will ich euch nicht vorenthalten. Es gab wieder die Hähnchenspieße in der Erdnusssoße mit einer leckeren typischen indonesischen Gemüsepfanne mit einer Curry Kokusnusssoße. Es war ein ziemlich leckeres Abschlussessen. Danach folgten wie gesagt die Berichte und immer mal wieder kamen welche von der Bedienung, mit denen ich teilweise auch recht lang redete. Es war interessant ein paar Details heraus zu finden und ich erzählte ihnen auch von meinen Erfahrungen auf Bali. Die teilweise überzogenen Preise auf Bali nennen sie Monkeymoney. Und was ich gut finde, die Einheimischen auf Gili Meno versammeln sich jeden Sonntag und sammeln den Müll auf. Weiter kommen ein paar von der Bedienung aus Lombok, welche nur einmal nach einem Monat nach Hause kommen. Zwischendurch fiel ein paar mal der Strom aus, da Lombok schon allein mit der Stromversorgung für die eigene Insel zu tun hat. Jedoch werden die Gili Inslen von Lombok versorgt, sodass Stromspitzen durchaus zu einen Zusammenbruch und so zu einem Ausfall führen können. Dies scheint wohl nicht selten zu sein und auf den Inseln werden weitere Anlagen gebaut. Ich verbrachte somit einen angenehmen Abend und habe zudem morgen die Möglichkeit mein Gepäck hier abzustellen und zu relaxen. Ich klappte den Laptop zu und begab mich später wieder zum Bungalow.
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  • Bye Bye kleine paradisische Inseln

    17 июня 2017 г., Индонезия ⋅ ⛅ 29 °C

    Mach es gut kleine schöne Insel und auf nach Bali. Damit ich mich reinen Gewissens verabschieden konnte, musste wohl erst mal ein Geldautomat her. Danach gab es einen leckeren Bananen Pancake. Leider war es nicht möglich bis zwölf Uhr im Zimmer zu bleiben, sodass ich um zehn Uhr draußen sein musste. Meine Sachen konnte ich aber hinter der Rezeption deponieren.

    Gesagt, getan, pünktlich um zehn Uhr stand ich zum Auschecken an der Rezeption, bezahlte meinen Aufenthalt, wobei sie mir ein Bier und eine Cola drauf schlugen, was jedoch wieder gestrichen wurde. Ich erkundigte mich weiter nach einer Massagemöglichkeit, um entspannt meine Rückreise anzugehen :) Zur Überraschung boten sie es selber an, sodass ich mich keinen Meter bewegen musste und gleich auf der Liegefläche platz nahm. Die Massage war heute ein wenig kräftiger als die Letzte aber nach meinem Eindruck weniger mit System. Aus der Stunde wurden auch nur 40 Minuten. Jedoch war ich soweit zufrieden und nächstes mal gehe ich wieder in ein Massagestudio. Um ein Uhr sollte meine Fähre kommen, sodass ich gleich mein Backpack schulterte und mich vor zu dem Lokal auf machte, wo ich oft Gast gewesen bin. Zuvor stattete ich der Turtel Sanctuary einen Besuch ab. Die Becken wurden gerade gereinigt und alle taten sich mit der Fortbewegung auf den nassen Boden etwas schwer. Ich erkundigte mich auf dem Rückweg nach meiner Fähre, damit ich sicher sein konnte nicht überrascht zu werden. Ich checkte gleich ein und mein Ticket wurde auch akzeptiert und ich bekam mein Boardingpass. Mit meinem Ticket schreib ich es deswegen so, weil ich im Internet gelesen hatte, dass die Rückfahrtickets manchmal nicht akzeptiert werden. Wie oft und bei welcher Firma das war blieb offen. Jetzt zurück zur angenehmen Seite, dass hieß ab zum Bananenmilchshake :) Leider war dies der Letzte, weil sie danach keine weichen Bananen mehr hatten. Noch ein paar Frühlingsrollen und ich war bereit für die Überfahrt. Um ein Haar hätte ich meine Flip Flops liegen lassen, die waren bereits von den Personal weggeräumt gewesen aber nun wieder unter meinen Füßen.

    Zu meiner Überraschung musste ich heute keine Fähre zu der benachbarten Insel nehmen, wobei ich extra 25.000 Rupiah für diese beim Einchecken bezahlt hatte. Sie meinten wohl die kleine Fähre, welche mich zu der größeren bringen sollte, da es hier keinen Anleger gibt. Bloß zur Information, mit der langsamen Fähre kann ich für 25.000 Rupiah zu den anderen Inseln übersetzen und diese fuhr gerade mal 20 Meter. Nicht ärgern lassen und das Gute von der Insel mitnehmen. Ich ging kurz an das hintere Ende des Bootes und nahm Abschied von dem kleinen Paradies. Die Zeit flog dahin und ich bin um einige Eindrücke reicher. Ich verschwand im Inneren der Fähre, da die, die nach Bali wollten, für die erste Zeit unter Deck bleiben mussten. Irgendwie war ich ein wenig schläfrig und versuchte die Augen zu zu machen, welches weniger von Erfolg gekrönt war. Gili Air und Lombok waren abgefahren und nun ab nach Padangbai, wo der große Trubel wieder beginnen sollte.

    Ein Mann kam durch die Fähre und rief alle, welche in Padangbai aussteigen wollten auf, sich fertig zu machen. Da dies auch mein Stop war, ging ich sicher alles zu haben. Es dauerte bis alle von Board waren und ihre großen Koffer oder Rucksäcke entgegen genommen hatten. Danach fragten mich gefühlt ein dutzend Taxifahrer, ich brauchte hingegen einen Roller. Ein Taxifahrer meinte auch Roller zu vermieten und fragte mich, wo ich denn hin wolle. Als ich sagte, dass hinter Ubud meine Unterkunft wäre, meinte er, dass dies nicht möglich sei und dass ich den Roller wieder in Padangbai abgeben müsste. Dies war mir klar, was ich ihm auch sagte. Danach kam er mir, dass ich doch meinen Reisepass als Pfand für den Roller abgeben müsste und das er kein anderen Pfand akzeptieren würde. Ich entgegnete ihn, dass ich bereits einen Roller ausgeliehen hatte und es kein Problem war meinen deutschen Personalausweis zu hinterlegen. Nun wird es wieder lustig :) Er wollte wissen, wo ich den Roller ausgeliehen hatte, was in Denpasar war. Nun wollte er mir weismachen, dass es in Ostbali anders wäre. Mein letzter Satz war, dass wir hier nicht weiter miteinander reden müssen und ging meinen Weg. Bei solchen Personen muss man aufpassen, denn zum Einen ist es halt der Reisepass und zum Anderen wissen sie, dass du ihn auf jeden Fall wieder zurück haben möchtest. Da werden halt zusätzlich Gebühren verlangt, wenn der Roller wieder abgeben wird. Auch dies hatte ich im Internet gelesen und ich weiß, dass man nicht immer allen Glauben schenken sollte aber ich hab ja bereits auch meine Erfahrungen gemacht und wenn es manchen (nicht allen) Balinesen darum geht extra Geld (Monkeymoney) zu machen, dann werden sie kreativ.

    Gut genug schlechtes, denn ein paar Minuten später fand ich eine Rollervermietung mit akzeptablen Preisen und ich konnte meinen deutschen Personalausweis hinterlegen. Die Helmauswahl war überschaubar und alle ein wenig zu groß. Der Erste wäre nicht schlecht gewesen, der hatte eine Gopro Halterung. Mein jetziger Helm hat jedoch auch seine Features. Als Design verläuft eine lange Bruchkante entlang des Umfangs des Helms, ihr braucht euch aber keine Sorgen machen, die wurde geklebt :D Der Verschluss am Kinn wurde ersetzt durch ein neues Band und einen Plastikverschluss. Ich hatte mehr als einen Helm probiert aber dies war halt der, welcher am Besten an meine Kopfform passte.

    Der Roller war wieder fast leer aber der Tacho ging schon mal. Leider gibt es hier keine Fächer, wo ich mein Handy wegen der Navigation ablegen kann, sodass ich es immer wieder aus meiner Hosentasche kramen musste. Das Fach unter der Sitzbank fällt zudem ziemlich klein aus. Ich fand mich recht schnell wieder auf der Straße zurecht. Auf dem Weg zur Villa machte ich nur eine Stop zum Tanken und wollte danach meinen großen Rucksack absetzen. Die Belegschaft und ich freuten uns wieder zu sehen. Nun ging es an die Vorbereitung meines nächsten großen Vorhabens. Mein Ziel soll heute Abend der Mount Agung sein, welchen ich über Nacht besteigen will und den Sonnenaufgang von 3142 Meter zu erleben. Da ich das morgige Frühstück verpassen würde, fragte ich, ob ich es in ein Abendessen ummünzen kann, welches kein Problem darstellte. Nachdem ich alles ausgepackt hatte, machte ich mich gegen 18 Uhr zum Supermarkt, um ein wenig Proviant und zu Trinken für die Besteigung zu organisieren. Als ich wieder da war versuchte ich ein wenig zu schlafen, da dies weniger von Erfolg gekrönt war, gab es stattdessen Abendbrot. Die Zeit verflog und nach meinem Telefonat mit Jacky war es fast Zeit um aufzubrechen. Ich recherchiert noch ein wenig über Berichte von Besteigungen und Routen. Es war gut, dass ich dies gemacht hatte, denn ich hatte den falschen Ausgangspunkt abgespeichert. Es gibt zwei Routen am Mount Agung. Die Kürzere und leichtere, welche nicht zum Gipfel führt und die Lange, beschwerliche zum Gipfel. Ich will natürlich zur Zweiten, weswegen ich bereits 23 Uhr am Einstieg sein muss. Die Zeit zur Besteigung liegt bei etwa sechs Stunden, je nach Kondition. Ich spielte an diesem Abend mit dem Gedanken, den Aufstieg zu verschieben, da es wiedermal regnete und ich die Befürchtung hatte, die selbe Misere wie am Mount Batur zu erleben. Ich entschloss mich, nachdem ich die Wettervorhersage angesehen hatte, doch zu starten und lieh mir die bereits zurück gegebene Regenjacke wieder aus. Nun hieß es Navi an und auf zum einstündig entfernten Ausgangspunkt.

    Der Weg im Dunkeln war nicht unbekannt, denn ich musste annähernd den selben Weg, wie zum Mount Batur fahren. Ich hatte den selben Wetterverhältnisse wie damals. Es fing wieder an zu Nieseln als ich in die höheren Gebiete gelangte. Dieses Mal hingen die Wolken jedoch ein wenig tiefer und meine Sicht beschränkte sich auf etwa zehn Meter. Ich fuhr gerade einen Auto hinterher und verpasste abzubiegen. Das blöde war, dass es danach in Serpentinen nach unten ging, welche ich folglich wieder hinauf musste. Der neue Weg begann mit dem Hinweis, dass die Straße gerade gebaut würde. Entgegen meiner Befürchtungen konnte ich diese ohne Probleme befahren. Stattdessen sah ich ein anderes Problem auf mich zukommen. Ich hatte ja heute extra voll getankt und nun näherte sich mein Tankanzeige dem roten Bereich. Es lagen ein paar Kilometer vor mir und die kommenden Anstiege würden es nicht besser machen. Umkehren war keine Option, da ich nicht mehr zurückgekommen wäre. Irgendwo abends halb zehn eine Tankstelle zu finden war ähnlich hoffnungslos. Vielleicht eine Unterkunft finden und woanders übernachten, eine mögliche Option aber angesichts der leeren Straßen eher schwierig. Die Einzigen, welche Präsenz zeigten waren die vielen Hunde, auf welche ich verzichten hätte können. Dann sah ich einen Mann auf der Straße. Ich fuhr vorbei, wollte kurz auf das Navi schauen und die Strecke mit meinem Tank vergleichen und vielleicht den Einheimischen fragen, wo eine Möglichkeit zum Tanken wäre. In diesem Moment bellte es schon im Hintergrund und ich fuhr lieber weiter. Ich erreichte schließlich mein Ziel, die Bezinfrage konnte ich somit auf Morgen verschieben. Vor mir befand sich ein Auto, mit einer möglichen Gruppe, welche gerade durchgewunken wurden. Ein Mann bat mich den Roller abzustellen und danach redeten wir über die Besteigung. An diesem Punkt war ich darauf aus, alleine den Berg zu bezwingen, was natürlich nicht möglich sein sollte. Stattdessen war es Pflicht einen Guide zu nehmen welcher mich 950.000 Rupiah kosten sollte. Ich fragte, ob ich in die Gruppe mit dem Auto einsteigen könnte, woraufhin er entgegnete, dass die eine private Tour gebucht hätten (natürlich). In der Gruppe wäre es billiger gewesen. Immerhin konnte ich den Preis auf 800.000 Rupiah drücken und der Mann kontaktierte einen Guide, welcher wenig später eintraf. Das Problem war nur, dass ich nicht genügend Geld mit hatte. Ich zahlte 500.000 Rupiah an und eigentlich hätte ich zu meiner Überraschung noch 300.000 Rupiah gehabt aber ich hatte die Hoffnung, dass er sich vielleicht mit weniger zufrieden geben könnte. Ich wartete in einer kleinen Wachhütte mit einem Sicherheitsmann, welcher die Straße fest im Blick und einen Bildschirm der Sicherheitskamera neben sich hatte. Der Mann, welcher mich gestoppt hatte, saß mit mir in einer Sitzgruppe, wobei er einen etwas älteren unrealistischen Actionfilm schaute. Nach etwa zwanzig Minuten kam mein Guide, ich hatte mich währenddessen schon präpariert. Mein dicken Pullover hatte ich gegen mein dünnes Langarmshirt getauscht und meine Goprobrusthalterung war ebenfalls übergezogen. Mit dem Guide fuhr ich ein weiteres Stück nach oben. Die Steigung nahm proportional zu meiner Sorge um meinen Tankinhalt zu. Wir erreichten aber den Einstieg und mein Guide rüstete sich ein wenig an einem Verkaufsstand aus. Ein anderer Guide suchte mit mir das Gespräch und er konnte gut Englisch. Im Hintergrund sah ich eine größere Gruppe mit ihren leuchteten Stirnlampen. Ich fragte wie viele pro Tag die Besteigung des Mount Agung angehen würden und wie viele es davon schaffen würden. Die Anzahl hängt natürlich von den Buchungen ab und ansonsten sollten es fast immer alle schaffen, manchmal dauert es halt mal 24 Stunden, meinte er mit einem schmunzelnden Gesicht. Die größere Gruppe kam in Bewegung und mein Guide gab mir ebenfalls das Zeichen zum Aufbruch. Vielleicht war es gar nicht so schlecht einen privaten Guide zu haben. Voller Vorfreude sollte es nun nach oben gehen. Der Einstieg befand sich auf 1000 Höhenmetern, also galt es 2142 Meter zu überwinden. Das dies nicht ganz leicht sein sollte hatte ich bereits gelesen.
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