• A und E on the way
  • A und E on the way

WELTREISE A+E on the way

Una aventura abierta de A und E on the way Leer más
  • Endlich ! Wellington!

    5 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 22 °C

    Donnerstag, 05.02.2026
    48 km, 186 Hm
    Upper Hutt nach Wellington

    Wir hatten einigermaßen gut geschlafen, unser Tarp war etwas eingesunken und sehr naß, wahrscheinlich wegen der Feuchtigkeit des nahegelegenen Flusses.
    Drinnen war aber alles trocken geblieben.
    Wir packten alles zusammen und verließen den Campingplatz.
    Die Strecke verlief entlang des Flusses, und während Alex mit seiner Mama videotelefonierte und ich mit meiner Mama, verging die Zeit und wir rollten easy und gechillt einfach so dahin.
    Gefrühstückt haben wir fast direkt am Fluss, die Sonne schien und entschädigte uns für die vielen vorangegangenen Regentage.
    Wir packten danach wieder alles zusammen, gegen die Mittagszeit erreichten wir die Mündung des Flusses und hatten nun zum 1. Mal seit wir Neuseeland betreten hatten, das türkisblaue Meer vor uns. Es ging nun rechts die große Bucht entlang, das Meer, die Eisenbahnstrecke und dann unser Radweg, bis wir endlich Wellington erreichten.
    Die erste Station war das Büro der Bluebridge-Fähre, Alex kaufte unsere Tickets für Sonntag morgen. Wir hatten nochmals einen Termin bei einem richtigen Augenarzt buchen können, der uns für 14h30 einschieben konnte.
    Endlich ein kompetenter Arzt, der mir nun eine Lidrand-Entzündung attestierte.
    Da uns der Hunger nun wirklich schon ziemlich quälte, gingen wir noch vegan essen. Ein chinesischer Hot Pot für Alex und vegane gebratene Ente mit Reis.
    Mhh, mal etwas anderes.
    Nun gings mal zuerst noch ins Hostel in die Ghuznee Street 140, dort luden wir unser ganzes Gepäck ab und brachten es in unser Zimmer. Dann fuhren wir einkaufen für die nächsten 2 Tage, unsere wohlverdienten Ruhetage.
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  • Südinsel, wir kommen!

    8 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 16 °C

    Sonntag,08.02.2026

    Wellington bis Pelorus Bridge Campsite
    55,1 km, 600 hm

    Wir waren gut erholt, und kamen um 5:40 aus unseren Betten. Die Räder waren im nu bepackt und dann ging es Richtung Fähre. Das Büro der Bluebridge Company war schon ziemlich bevölkert, als wir dort ankamen. Das Boarding ließ dann doch noch etwas auf sich warten, und um 8:15 verließen wir mit der Connemara den Hafen.
    Wir hatten einen Sitzplatz im Restaurant ergattert, und konnten dort in aller Ruhe frühstücken. Ich konnte mir auch an der Bar einen Kaffee holen. Das Wetter war ziemlich bedeckt, und nach ca. 3,5 Stunden Fahrt liefen wir im Hafen von Picton auf der Südinsel ein.

    Die Asphaltstraße wand sich gleich mal mäßig steil in vielen Windungen den Berg hoch. Es gab noch einen Trail neben der Straße, den wir zuerst fahren wollten. Doch da dieser sehr schmal und ziemlich bevölkert von entgegenkommenden Radfahren und Spaziergängern war, wichen wir schließlich auf die Straße aus. Hier war das Vorankommen schneller.
    Wir kletterten mit unseren Tourenrädern den Berg hoch, und konnten viele schöne Ausblicke in den Malborough Sound genießen.
    Mit vielen grün bewaldeten Bergen und blauen Meeresarmen begrüßte uns also nun die Südinsel Neuseelands.
    So radelten wir entspannt dahin und konnten die vielen Steigungen und Abfahrten im Wechsel geniessen.
    Mittag gegessen haben wir auf einem breiteren Rasenstreifen neben der Straße.

    Gegen 19 h erreichten wir unseren Campingplatz Pelorus Bridge Campsite,und konnten bald darauf unser Zelt auf dem zugewiesenen Rasen aufbauen. Ich richtete noch unser Porridge her und dann ging es noch unter die heiße Dusche und dann in den Schlafsack. Wir wollten morgen zeitig aufstehen, denn es stand eine schwierige Tour an.
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  • Hart,härter am härtesten?

    9 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 19 °C

    Montag,09.02.2026
    Plorus Bridge Campsite bis Maitai Valley Motor Camp kurz vor Nelson
    38 km, 1321 hm

    Es war noch dunkel und alle anderen schliefen noch hier auf der Campsite. Wir packten unser Zelt und unsere Drahtesel zusammen und tankten beim Office nochmals Trinkwasser nach und machten uns auf den Weg.
    Gleich nach der Brücke bogen wir auf ein kleine Asphaltstraße ein. Ungefähr an 4 Farmen fuhren wir noch vorbei, da war die Asphaltstraße schon eine Schotterstraße geworden. 2 Autos mit Mutter und Schulkindern düsten an uns vorbei und ließen uns ein wenig Staub schlucken. Die sind es einfach gewohnt, da rasch Richtung Hauptstraße und zum Schulbus frühmorgens zu preschen.
    Es ging immer etwas bergauf. Wir durchfuhren schattige 2-spurige Wege im dunklen grünen Wald. Und hier plötzlich bemerkte ich, daß mein Hinterreifen einen Platten hatte. Ich stieg sofort ab, stellte den Flugmodus aus, und bemerkte daß hier im Teil kein Netz zu finden war.
    So entpackte ich das Rad, und drehte es auf den Sattel, und montierte das Hinterrad ab.
    In meiner Satteltasche sollten eigentlich Reifenheber drinnen sein. Waren sie leider nicht.
    Immer wieder rief ich unseren “He lop lop - Ruf”, den übrigens mein Papa erfunden hat, verzweifelt Richtung Anstieg. Nach ca. 15 Minuten wurden meine Rufe endlich erwidert und Alex kam zu Fuß, ohne Rad um die Biegung, als ich gerade dabei war mit dem Stiel der Gabel den Reifen aus der Felge zu heben. Alex war sofort da, und fand die Gabel richtig klasse. Schnell hatten wir einen geflickten Schlauch neu eingezogen, das Hinterrad wieder montiert und den Reifen aufgepumpt. Nach so einem Vorfall bin ich immer sehr achtsam, und habe schon Angst vor dem nächsten Platten. Dann konnte es endlich wieder weitergehen. Später kamen immer mehr und größere Brocken an Steinen hinzu, und die Straße wurde steiler und steiler. Viele Teile der Strecke haben wir geschoben, weil sie für uns einfach unfahrbar waren.
    Wir mühten uns ca. 4,5 h bis zum Sattel hinauf, machten eine Frühstückspause und eine Mittagspause direkt im Schatten am Wegesrand. Als wir gerade beim Mittagessen saßen kam ein australisches Pärchen aus Tasmanien vorbei,Hugh und Elizabeth. Elizabeth hatte auf dem Weg meine blaue Rucksackhülle und meinen kleinen roten Rucksack aus meiner Seitentasche meines großen grünen Rucksackes verloren. Mein buntes Taschentuch mit den Blumen, das ich ebenfalls verloren habe, hat sie zwar gesehen, aber nicht mitgenommen. Die beiden waren mit Mountainbike-Klapprädern mit dicken Reifen und mit sehr wenig Gepäck unterwegs. In Nelson wollten sie Station machen, da Elizabeth sich etwas verkühlt hatte.
    Wir tratschten sicherlich 45 Minuten miteinander, tauschten Telefonnummern aus und ich war Elizabeth total dankbar, daß sie all meine Sachen aufgeklaubt hatte.
    So vereinbarten wir ein Wiedersehen, wo auch immer daß sein würde.
    Die beiden waren wirklich total nett.

    Wir hatten nun die Abfahrt noch vor uns, genauso steil mit vielen Furchen und Steinen ging es auch bergab. Unsere Hinterradbremsen haben wir eigentlich immer betätigt.
    Immer wieder gab es auch noch kleine giftige Anstiege zum Schieben. Die Kraft ging uns schön langsam aus, wir schoben mit Unterarmen auf dem Lenker aufgelegt, die Schuhe in den staubigen,losen,steinigen Boden gerammt, um die Anstiege mit unseren schwer bepackten Rädern bewältigen zu können.
    Die Abfahrt war ebenso tricky! Die Steine spritzen unter den Reifen nur so weg, und das schwer beladenen Hinterteil schob und schlingerte die Straße hinunter. Manchmal konnte ich direkt spüren wie die Felge einen Stein durch den Schlauch drückte.
    Doch ich hatte Glück und keinen Platten mehr. Am letzten oberen Sattel beratschlagten wir unser weiteres Vorgehen, denn es war schon 19:30 h und ein paar Kilometer weiter unten fanden wir auf unserer Google Maps Karte noch einen Campingplatz.
    Vollkommen ausgepowert, müde, angespannt von der schweren Abfahrt, erreichten wir den Maitai Motor Campground.
    Wir waren so froh endlich angekommen zu sein. Nach einem schwierigen Anmeldungsprozess im Internet hatten wir unseren Zeltplatz online gebucht und auch eine Zahlungsform neu eingerichtet. Mit der Magnetkarte aus dem Office konnten wir uns heiß Duschen und noch schnell unsere verschwitzten Radelsachen in die Waschmaschine stopfen. Alex brachte die naße Wäsche mit, da der Trockner leider außer Betrieb war. Wir hängten sie also auf unsere Wäscheleine zwischen den Bäumen auf.
    Das Zelt habe ich inzwischen sogar schon alleine aufgestellt. Tja, ich lerne dazu.
    Während Alex schnell ins Träumeland abtauchte, quälten mich Kopfschmerzen von der immensen Anstrengung, ich nahm dann auch mitten in der Nacht noch ein Ibuprofen um dem Schmerz abzustoppen. Als es dann nach Mitternacht noch zu regnen begann, schlupfte ich aus dem Zelt und nahm die Wäsche ab und verstaute sie unter unserer Zeltplane.
    Mehr recht als schlecht versuchte ich danach wieder einzuschlafen.
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  • „Hello, Nelson!“

    10 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Dienstag, 10.02.
    16,7km , 73 hm

    vom Mapai Motor Campground nach Nelson
    Pause und neue Errungenschaften
    Wir schliefen bis fast 6h, meine Kopfschmerzen waren noch immer da, also warf ich nochmals ein Ibuprofen ein. Alex kochte Tee für uns und gegen 7h 20 verließen wir den Campingplatz.
    Es ging bergab, die gut und sehr fein geschotterte Straße ging bald in eine Asphaltstraße über, es ging leicht bergab und die ca. 12 Kilometer gingen uns leicht von den Beinen.

    Im New World Supermarkt kauften wir nur unser Frühstück ein und setzten uns in den nächsten Park auf die Bank. Noch immer ziemlich fertig, beschloßen wir uns ein Zimmer im abgerockten Backpacker-Hotel zu nehmen und uns den Vormittag in den diversen Bikegeschäften von Nelson um die Ohren zu schlagen, bis wir unser Zimmer beziehen konnten.
    So checkte Alex alles aus, telefonierte, fragte und wir fuhren von einem Geschäft zum anderen. Denn, ich sollte nun doch Klick-Pedale und passende Schuhe dazu bekommen. So würde ich meine Kraft besser auf die Pedale bringen können, meine Knie entlasten und mehr Spaß beim Fahren haben. So Alex. Dass ich immer ein wenig Angst mit den Klick-Pedalen hatte, habe ich ihm oft erzählt, daß ich auch viel gestürzt bin und in den Pedalen hängen geblieben bin. Es half nix. Wir fanden SPD-Pedale von Shimano und im 4. Geschäft dann auch endlich die passenden Schuhe für mich. Alex montierte gleich wieder alles vor dem Geschäft, ich drehte ein paar Proberunden und dann gings ins Hotel.
    Dort kochten wir uns zum Mittagessen Spagetti mit Salat und nach einem Spaziergang kurierte ich mein noch immer andauernden Kopfschmerzen wieder mit einer Ibuprofen-Pille.

    Es half aber nichts. Noch immer hämmerte es in meinem Kopf und auch die Verspannung im Nacken schmerzten.
    Mitten in der Nacht stand ich nochmals auf, nahm noch eine Tablette und strich Tigerbalsam auf meine Stirn,Schläfen und in den Nacken, und irgendwann war ich dann doch eingeschlafen.
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  • …endlich am Meer!

    11 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 17 °C

    Mittwoch, 11.02.2026,
    68,6km, 717 hm
    von Nelson nach Maitai, free Campground am Motueka River

    Wir verließen unsere Herberge in Nelson und endlich führte uns die Route ans Meer.
    Wir durchfuhren kleine Vororte von Nelson, wo die Bikeroute direkt der Küstenlinie entlang führte. Sehr entspannt. Wir trafen dort viele Pensionisten, die entweder allein oder auch in größeren Gruppen hauptsächlich mit E-Bikes unterwegs waren. Das Wetter war sonnig, nur ein paar weiße Wölkchen am Himmel.
    Gefrühstückt haben wir im Schatten eines Busches, direkt neben dem Biketrack. Es war eigentlich richtig schön warm und eine Sektion ging am Sandstrand entlang, rechts das blaue Meer und links große Pinien, die einen würzigen,schweren Duft in der warmen Sonne entwickelt hatten. Darunter zu fahren war einfach nur wunderbar.
    Gegen ca. 12h mussten wir einen Meeresarm mit der Fähre überqueren. Ein kleines weißes Boot, das gerade für Biker ca. 15 Halterungen für die Fahrräder eingebaut hatte. Die Überfahrt dauerte gerade mal gefühlte 10 Minuten, danach durchquerten wir die geschäftige Anlegestelle und fuhren zum nächstgelegenen Supermarkt und kauften unser Abendessen ein. Nach ca. 2 Stunden auf der wenig befahrenen Asphaltstraße fanden wir eine größere Wiese mit ein wenig Schatten zum Mittagessen. So hatten wir wieder Kraft für ein paar kleine Anstiege. Danach machten wir eine Ruhepause unter einem großen Baum, gechillt am Rücken im Gras liegen und in die Baumkrone schauen.
    Gegen späterem Nachmittag zweigte dann eine Gravel-Road in die Berge ab. Dem sollten wir eigentlich folgen. So standen wir unentschlossen an der Abzweigung als ein Wagen neben uns hielt und uns die Fahrerin fragte wo wir hin wollten. Sie konnte uns einen kostenlosen Campingplatz am Flussufer empfehlen, der ca. noch 10 km von uns entfernt lag, und zwar dem Fluss entlang an der Asphalt-Straße. Wir bedankten uns, auch froh, dass wir nun nicht den Schotterweg hinauf in die Berge nehmen mussten und freuten uns schon auf das Bad im Fluss.
    Und tatsächlich, ein schöner ziemlich ebener Platz mit Wiese am Fluss und Zufahrt von der Straße entpuppte sich als unser Übernachtungsplatz.
    Wir bauten unser Zelt auf, sodass unser Tarp noch trocknen konnte, welches wir tropfnass in die Hülle gepackt hatten. Dann hüpften wir nach dem schweißtreibenden Radltag in den erfrischenden Fluss. So frisch geduscht schlüpften wir in unser Zelt und konnten uns vor dem Angriff der Sandflies gerade noch retten.
    Hier standen noch ca. 3-4 weitere Vans und Autos, die hier ihr Nachtquartier aufgeschlagen hatten.
    Wir waren müde vom Radeln und froh noch ohne viel Suchen eine Dusche und einen Schlafplatz gefunden zu haben.
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  • … und noch eine Bergstrasse

    12 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ⛅ 13 °C

    Donnerstag, 12.02.2026
    60,4km, 714 hm
    Schlafplatz am Motueka River/Tapawera bis Campsite Kawatiri

    Es war noch fast dunkel, als wir aufwachten, und dämmrig als wir unseren Schlafplatz am Motueka River verließen. Wir hatten noch 13 km bis zum Supermarkt in Tapawera. Dort kauften wir Obst für unser Frühstück und Abendessen ein. Bei einem Tisch mit 2 Bänken mitten im Ort ließen wir uns unser Porridge schmecken. So hatten wir nun genug Kraft, um die Gravel-Road in Angriff zu nehmen. Während wir also taleinwärts radelten machte sich gerade die Sonne auf über die Berge in unser Tal zu leuchten.
    Die Stimmung war atemberaubend. Der Nebel hing in den Gräben zwischen den grünen steilen Hügeln und auf den taunassen Weiden standen neugierige Rinder, die uns mit großen Augen folgten. Pferde grasten in den blühenden Wiesen, während sich die Sonne durch die Wolken ins Tal kämpfte.
    Bald jedoch änderte sich die Landschaft. Wir radelten an Hopfen-Plantagen vorbei und auch eine Apfel-Plantage war dabei. Rote große Äpfel hingen in den grünen Zweigen, und wäre da nicht ein Zaun gewesen, Alex hätte sicher gerne ein paar mitgenommen und gekostet.

    Dann ging es die Gravel-Road hinein. Auf einmal war da eine Straßenbau-Kolonne, die Arbeiten direkt auf der Straße durchführte, und die Straße war eigentlich gesperrt.
    Wir fuhren also weiter und kamen zu einem riesigen Bagger, der den Weg versperrte. Dieser hatte quer über die Straße einen tiefen Graben ausgehoben. Alles war voller Schlamm.
    Da war jedoch ein Straßenarbeiter, ein großer orange gekleideter, sehr bulliger Mann, dieser half Alex über den Graben und hob sein voll bepacktes Fahrrad wie ein Spielzeug hoch und setzte es auf die andere Seite. Meines hob er ganz alleine darüber. Wow, ich war total perplex, ich hätte das kraftmäßig nicht geschafft.
    Dann gings es durch den Wald immer höher hinauf. Die Straße wand sich in angenehmer Steigung hoch, so dass ich fast nie absteigen musste. Ich konnte mit meinem 1. Gang alles gut bewältigen. Ja, schön langsam zeigt sich unser bisheriges Training. Wir sind beide an unserer Herausforderung stärker geworden und gewachsen.
    Eine sehr tolle Erfahrung.
    Oben am Sattel angekommen, haben wir unser Mittagessen gekocht. Diesmal gab es Süßkartoffel mit Tofu und Gemüse. Sehr abwechslungsreich und köstlich.
    Nun hatten wir eine lange Abfahrt vor uns. Auch 2 Motorradfahrer kamen uns von unten entgegen. Diese haben wir in der Abfahrt wieder getroffen. Sie mussten umkehren, kamen mit ihren schweren Maschinen nicht über den gebaggerten Straßengraben.
    Ja, manchmal ist es gut, ein Fahrrad zu haben.
    Unten auf der Bundesstraße angekommen, blieben wir auf der Kreuzung stehen, fanden einen Campingplatz in Google maps, der nur wenige Kilometer auf unserer Strecke lag und machten uns dorthin auf den Weg.
    Dort gab es eine Toilette,jedoch keine Duschen, Preis war online zu bezahlen, $ 10 pro Person. Aber es gab ja gleich daneben einen Fluss und dort haben wir uns den Schweiss des anstrengenden Tages abgewaschen.
    Neben uns stand schon das Zelt eines weiteren TA-Riders, Don,war sein Name. Da jedoch die Sandflies wie irre anfingen uns zu überfallen, zogen wir uns ziemlich schnell in unser mückensicheres Zelt zurück und so hatten wir nur eine ganz kurze Kommunikation miteinander.
    Da der Highway direkt hinter uns vorbei ging, war es jetzt nicht unbedingt leise, und auch nachts riss der Verkehr nicht ab.
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  • “Neue Bekanntschaften”

    13 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 18 °C

    Freitag,13.02.2026
    50.8 km, 510hm
    von Kawatiri Campsite bis Campsite nach Murchison

    Wir kamen gut frühmorgens weg, sogar die Sandflies haben uns einigermaßen in Ruhe gelassen. Nachdem wir alles auf den Räder verstaut hatten, ging es den Highway frühmorgens bergab und dann Richtung Rotoroa Lake. Dort wollten wir frühstücken. Dort sollte es einen Unterstand geben, denn es regnete leicht.
    Als wir den See erreichten nieselte es gerade, und das Häuschen mit Tisch in der Mitte erschien uns als Frühstücksplatz ideal.
    Doch wir hatten nicht mit den Sandflies gerechnet. Die hatten nämlich auch dort Unterschlupf gesucht. Wir wurden regelrecht heimgesucht, während wir unser Porridge fertig herrichteten, das Obst schnitten, Cocosjoghurt und Nüsse darüber streuten und noch mit Peanutbutter verzierten. Letzter Schritt: “das obligatorische Ahornsirup”!
    Dann hielten wir die Bisse dieser kleinen Biester nicht mehr aus. Wir flüchteten regelrecht aus dem Unterstand. Setzen uns kaum hin, da diese Biester immer ein Fleckchen Haut fanden, in das sie hineinbeissen konnten, und das tut verdammt weh. Auch danach ist so ein Biss schmerzhaft und juckt lang und intensiv.
    Dort haben wir etliche Dippel abbekommen. Wir waren irgendwie froh, diesen Platz dann zu verlassen, denn unterm Fahren haben wir noch nie Sandfly-Bisse abbekommen.
    Dann ging es durch das Tal bis nach Murchison, und das erreichten wir gegen die Mittagszeit. Wir gingen gleich mal in den Supermarkt einkaufen für unser Mittagessen und das nächste Frühstück. Als wir gerade unsere Drahtesel bepackt hatten, kam Geraldine, eine Französin/Australierin auf uns zu. Sie war klein,drahtig und allein mit ihrem Rad auf dem TA unterwegs. Teilweise arbeitete sie zwischenzeitlich für Tierorganisationen die sich mit Wildkatzen befassten. Dann stieß auch noch Jamie, ein junger Engländer, zu unserer Gesprächsrunde dazu. Er liebte Kanufahren, war auch mit dem Rad unterwegs und wollte die nächsten 2 Wochen in einem Kanucamp verbringen, bevor er nach Hause flog.
    Er schenkte mir auch einen Rosinenweckerl, den ich gerne entgegen nahm.
    Alex besorgte noch eine Gaskartusche, während ich schon mal zum Kiwi-Campsite in Murchison weiter fuhr. Mitten vor dem Office hatte ich mich unabsichtlich in meinen linken Clip eingeklickt, wollte nach links vom Rad steigen, was natürlich fatal endete. Ich fiel wie ein Sack Kartoffel vor dem Büro mit dem Rad um.
    Ok, nur 2 kleine Beulen am Ellbogen, die nicht weiter schmerzhaft waren. Dann zahlte ich unseren Zeltplatz und Alex kam dann auch schon angefahren.
    Wir wuschen unsere Wäsche, kochten uns in der Camping-Küche unsere Spirall-Nudel mit Salat und stellten dann unser Zelt auf. Da finge es an wie mit Schaffeln zu schütten. Mit der Regenpelarine schützte ich den Eingangsbereich unseres Zeltes, damit es dort trocken blieb. Alex war gerade unter der heißen Dusche als der Regenschauer niederging und merkte fast gar nichts davon. Dafür lernten wir im Anschluss auf der überdachten Terrasse der Küche Gerd,71, aus Deutschland kennen. Er hatte ne super Kondition, stellte sich seine eigene Route durch Australien zusammen,besuchte Freunde hier in Neuseeland, war seit ein paar Jahren geschieden, hatte 3 Kinder und 6 Enkelkinder. Er wollte sich hier in NZ 6 Monate im Jahr aufhalten, Radtouren machen und das milde Klima genießen, die restliche Zeit wollte er in Deutschland verbringen. Er hatte auch noch einen geringfügigen Job bei einer Firma die sich mit Laufen beschäftigte, und den konnte er auch von unterwegs remote bewältigen.
    So plauderten wir ziemlich lang und fanden seine Art sein Leben zu gestalten,mal ganz anders. Dann wurde es schon dunkel, und für uns Zeit, endlich in die Schlafsäcke zu schlüpfen, denn morgen würden wir einen anstrengenden Tag haben.
    Der Campingplatz war relativ klein, viele Leute fuhren erst jetzt in der Nach herein, schlugen Türen zu, Autoschiebetüren wurden oft auf und zu gemacht, und Gerd in seinem Zelt neben unserem schnarchte bis zu uns herüber.
    Alex schlief wie immer mit Oropax, während ich alles mitbekam. So schlief ich nur einigermaßen gut ein.
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  • …eine unruhige Nacht!

    14 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 19 °C

    Samstag,14.02.2026
    62.2 km, 891 hm

    Campsite Murchison nach Maruia Bridge vor Springs Junction

    Am nächsten Morgen schien noch der Mond, als Alex mich um 5h aufweckte. Ok, also dann noch früher als sonst aufstehen. Wir packten alles zusammen und es war dann ca. 6 h 30, als wir Murchison verließen.
    Wir fuhren ein weites Tal auf einer Gravel-Road entlang, die Nebelschwaden hingen schwer in den tieferen Seitentälern. Wir hatten Nebelreißen, teilweise ganz sanften nassen Film, der sich auf unsere Regenjacken legte. Trotzdem kamen wir zügig voran, da es ziemlich gerade, nur unmerklich sanft bergauf ging. Bei einem Unterstand, der von der Straße her offen und bis zum Rand mit Strohballen zugestopft war, machten wir unsere Frühstücksrast.
    Einmal kam ein Radelfahrer vorbei, ein ca. 70jähriger, jedoch gut trainierter Mann, Neuseeländer, mit seiner Frau, die das Wohnmobil von Station zu Station chauffierte, für ihren Mann kochte und ihn am Ende der jeweiligen Radtour freudig erwartete. Aber sie wechselten sich manchmal ab.
    Danach ging es weiter auf der Schotterstraße den Berg hinauf. Auf einer Wiese machten wir kurz Pause und ich bat Alex sich meinen Hinterreifen anzusehen, der ganz komisch rythmisch sich besonders beim hinunterfahren bemerkbar gemacht hatte.
    Wir entdeckten, dass sich nahe des Felgenrandes der Mantel aufzulösen begann,so ca 20 cm waren schon ziemlich aufgescheuert. Die Idee von meinem Schatz, den Vorderreifen gegen den Hinterreifen auszutauschen war schon mal sehr gut. Aber noch besser war der Fix, den der verschlissene Reifen bekam. Er wurde mit Gewebeband komplett umklebt.
    Das Fahrgefühl verbesserte sich sofort. Das rythmische Eiern war wie weggeblasen.
    So ging es nun den Berg weiter hinauf. Die Steigungen waren alle gut zu fahren und ich bewältigte alles sehr gut mit dem 1. oder gar 2. Gang. Wir hatten sogar 6 kleine Bäche direkt zu durchqueren, die Durchfahrten waren teilweise sogar betoniert. Wir erreichten den 580m hohen Maruia Sattel ohne weitere Komplikationen. Danach gings mal wieder auf der Schotterstraße bergab, wobei wir kurz unter dem Sattel noch unser Mittagessen im Halbschatten an der Straße einnahmen. Gut gestärkt konnten wir die lange Abfahrt auf der Schotterstraße bewältigen. Unten angelangt,es war auch schon fast 17h machten wir uns auf Schlafplatzsuche. Zuerst fanden wir ein flaches Flußbett, das auch schon einem 4x4 Jeep gefallen hatte. Das Fahrzeug stand am schönsten Platz. Ok, somit ging unsere Suche weiter. Wir überquerten auf unserer TA-Route die Brücke über den Maruia-Fluss und gleich danach führte eine kleine Schotterstraße zum Flussbett hinunter. Diese schlugen wir sofort ein. Und wirklich, 100 m weiter fanden wir einen flachen Kiesplatz direkt neben dem Fluss. Wir schlugen unser Zelt auf und erfrischten uns im klaren Wasser. Doch auch hier gab es ein paar Sandflies und bald zogen wir uns in unser beschützendes Mesh zurück.
    Und müde waren wir von den vielen Höhenmetern ja ohnedies. Mitten in der Nacht war der Wind stärker geworden und hatte mein Fahrrad,auf der das Tarp abgespannt war, gegen unseren Zelteingang geworfen. Alex kletterte missmutig aus dem Zelt und fixte die Sache.
    Als ca. gegen 1h früh sich eine Ecke des Tarps wegen dem Sturm löste und den Haring herausriß, kletterte ich hinaus, suchte große Flussteine im Mondlicht und beschwerte die neu eingeschlagenen Zelthaken damit. Diese Konstruktion hielt und so konnten wir die andere Hälfte der Nacht noch in Ruhe schlafen.
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  • Nach Reefton zum Ausruhen

    15 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ⛅ 12 °C

    Sonntag,15.02.2026
    61 km,579 hm
    von Sandbank Maruia Bridge bis Reefton

    Frühmorgens, noch vor 5h standen wir auf. Es war noch immer windig und relativ kalt.
    Alex grüner Tee wärmte uns da immer von innen. Wir brachen unser Zelt ab und waren kurze Zeit später auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel.
    Es ging heute ziemlich lange einfach fast ohne Steigung dahin. Da wir zu Beginn ganz schönen Gegenwind hatten, fuhren wir hinter einander. Ich durfte im Windschatten von Alex fahren, hatte jedoch Schwierigkeiten, nah an ihm dranzubleiben.
    Bald waren wir auch schon ziemlich hungrig und wir suchten uns einen windgeschützten Platz. Eine schon etwas desolate Scheune, unmittelbar vor Spring Junction,die von der Straße her durch ein offenes Gatter zu befahren war, bot sich an. So frühstückten wir unser Porridge ohne vom Wind durchgeblasen zu werden, und bekamen dort sogar Besuch von einer Ralle, einem Vogel ohne Flügel, der eigentlich ein wenig aussah wie ein großes Huhn.

    Gut gestärkt konnten wir also den nächsten Berg angehen. Wir fuhren also die Asphaltstraße hinauf, der Verkehr war annehmbar, und die Fahrer passten eigentlich sehr auf uns auf, ließen genug Abstand beim Vorbeifahren.
    So schafften wir es mit 2-3 kurzen Pausen, den Berg ohne Schieben durchzufahren. Wir erreichten den Rahu-Sattel gegen 11h30 und dann ging es einfach nur noch bergab. Immer mit viel Schwung und Treten im schweren Gang konnten wir kleine Gegenanstiege gut meistern.
    Da ich beim Runterfahren immer die Schnellere von uns beiden bin, nutzte ich die Wartepause auf Alex, um auf Instagram die Ergebnisse der Zeller Eisbären anzusehen.
    Mein Sohn Leon spielt ja dort professionelles Eishockey in der Verteidigung.
    Und welch eine Freude, ich schrie mitten auf der Straße und brach in Jubel aus. Sie waren österreichischer Meister geworden vor ca. 5 Stunden. Als Alex mich dann erreicht und ich ihm die tolle Nachricht gleich mitteilte, konnte er meine Freude gleich teilen.
    So fuhr ich mit einem Grinsen im Gesicht die letzten Kilometer bis Reefton. Stolz auf meinen Sohn, und stolz auf uns, dass wir die Berge der Südinsel Neuseelands mental und körperlich so gut nehmen konnten.

    Hier, in dem kleinen Städtchen Reefton, in dem Alex gestern noch mit Hilfe unseres Starlinks online eine Cabin auf dem Motor Camp in Reefton gebucht hatte, wollten wir mindestens 2 Nächte uns in einem weichen Bett gönnen.
    Reefton war zu Beginn ein kleines Goldgräber-Städtchen, und wurde als erstes Städtchen elektrifiziert. Es sah ein wenig aus wie eine kleine Stadt im Wilden Westen.
    Wir fuhren als erstes in den einzigen Bikeshop wegen meines kaputten Mantels und meinem Achter im Hinterrad. Sie würde im Lager nachsehen und mich anrufen. Dann kauften wir noch ein, für unser Mittagessen, um wenig später in der großen Campsite Küche unsere Gnocci mit Salat zuzubereiten.
    Nach dem Bezug unserer Cabin chillten wir im Bett, und Alex, der entdeckt hatte, dass seine Achillessehne am linken Fuss richtig angeschwollen war, begann mit der Eisbehandlung seiner Entzündung.
    Wir buchten gleich noch eine Nacht mehr, damit sich sein Fuß erholen konnte.
    Nachmittags ging ich dann den neuen Reifenmantel samt meinem reparierten Rad holen. Ein Glück, dass sie einen passenden Mantel für uns auf Lager hatten. Wir haben sogar im ca. 60 km entfernten größeren Greymouth bei 2 Bikeshops angerufen, ob etwas passenderes zu finden wäre. Leider nicht. Somit war dieser Reifen die beste Option für uns.
    Wir chillten, schrieben, lasen und redeten viel über kommende,angedachte Projekte. Auch ein total nettes und informatives Telefonat mit Angie und Andrew, unseren beiden Deutschen, die mit uns das Flatrack von Kuala Lumpur nach Borneo geteilt hatten,haben wir geführt.
    Sie müssen am 22. März 2026 den Rückflug nach Deutschland antreten. Die Überschiffung ihres Bullis ist im Laufen und soll ca.€ 7000,-- kosten. Weniger als von Dili nach Darwin! und soll ca. 4-6 Wochen dauern. Sie haben uns auch noch viele Informationen über die Westküste Australiens gegeben, und wir waren glücklich, sie zu hören und zu sehen, obwohl sie mit sehr viel Wehmut Australien verlassen werden. Sie überlegen sogar, hierher auszuwandern. Das klang sehr spannend und interessant.
    Wir können diese Emotion nicht ganz teilen, dafür lieben wir Österreich und unsere Familien viel zu sehr, und können sich diese Option für uns überhaupt nicht vorstellen.
    So ist es total linteressant, diese anderen Perspektiven und Lebensmodelle unserer Reisebekanntschaften auf uns wirken zu lassen, einfach um auch nur zu fühlen, wo das eigene Herz steht.
    Wir werden also erst am Donnerstag,den 19. Februar erst wieder unsere Radtour weiter fortsetzten.
    Bis dahin, schlafen, ruhen, essen und auskurieren.
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  • ...wieder mal ans Meer

    19 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ 🌧 16 °C

    Donnerstag, 19.02.2026
    von Reefton über Ikamatua nach Greymouth
    88,8 km, 576 hm

    Gut erholt nach unseren 4 Nächten in Reefton,dem kleinen Goldgräberstädtchen, wo ich mich schon fast heimisch gefühlt habe, ging es auf der Asphalt-Bundesstraße weiter Richtung Küste. Wir haben nicht die schwere Mountainbikestrecke mit ca. 55km über die Berge gewählt,sondern den Highway Nr 7, 26 km, und 168 hm nach Ikamatua. Auch deshalb, weil wir nicht gleich Alexanderś Achillessehnen-Entzündung wieder strapazieren wollten.
    So ging es gemählich auf der nicht allzu stark befahrenen Straße dahin.
    Wir hatten ganz gutes Wetter, ab und an lugte der blaue Himmel durch die vielen Wolken. Immer wieder mal überquerten wir Straßenbrücken, die glasklare Flüsse überspannten. Meist wurde die 2-spurgige Straße dann auf der Brücke einspurig.
    Etwas später nach unserem Frühstück hielten wir bei einem Hofladen, welcher im Eiskasten frische Heidelbeeren von einer Farm gelagert hatte. Dort kauften wir eine kleine Box für unser nächstes Frühstück und Alex begutachtete den Laden genau, man könnte diese Informationen ja später einmal gut brauchen.
    Es regnete mal immer wieder, und gegen die Mittagszeit hielten wir Ausschau nach einer schützenden Unterkunft. Diese fand sich in einem alten Schiffcontainer, der ganz nah am Straßenrand auf einer Schafweide stand. Seine geöffneten Türen luden uns ein, hier Rast zu machen.
    Gut gestärkt ging es dann den 7ener Highway nach Greymouth hinein. Dort kauften wir im Supermarkt groß ein und machten uns auf den Weg zum Campingplatz, der direkt am Radweg lag. Dieser führte zwischen Strand und Vegetation uns noch ca. 8 km weiter aus Greymouth heraus.
    Im letzten Abendlicht kamen wir dort an, bauten unser Zelt auf, genossen die heiße Dusche und Alex wunsch und trocknete noch unsere Wäsch, während ich unser Frühstück herrichtete und unsere Schlafmatten fertig machte. Wir wussten auch lt. Wetterbericht, das wir in der Nacht mit Regen zu rechnen hatten, der sich auch noch in die frühen Morgenstunden ziehen würde.
    Aber nach fast 89 km ist man einfach müde und froh, frisch geduscht sich in den Schlafsack zu kuscheln.
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  • … schönste Strecke bisher !!

    20 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 12 °C

    Freitag, 20.02.2026
    von 10 Campsite Greymouth über Kumara auf den Kawhaka Pass
    55.9 km, 665 hm
    Freitag, 20.02.2026
    von 10 Campsite Greymouth über Kumara auf den Kawhaka Pass
    55.9 km, 665 hm

    Wir kamen um 6:40 vom Campingplatz weg, es war dämmrig und die Straße regennaß. Die ersten Kilometer gingen noch den Highway entlang, der gefühlt mehr Verkehr führte. Ab Kumara Junction konnten wir wieder eine breitere Gravel Road fahren. Diese ging im Wald entlang, wunderschön durch hohe Bäume, wir überquerten einen tiefen Flusslauf auf einer recht schmalen Hängebrücke, die während der Überquerung leicht schaukelte. Ein wenig mulmiges Gefühl kam da bei mir auf. Weiter ging es an Wasserreservoirs entlang, ohne das wir auch nur ein einziges Fahrzeug sahen. So fühlt man sich ganz tief mit der Landschaft verbunden, ohne diese sichtbaren Zeichen der Zivilisation. Ich fühlte mich dann zurückversetzt in die Zeit, als dieses Land gerade besiedelt wurde, und es als Fortbewegungsmittel wahrscheinlich nur Pferd und Wagen gab. Da wir hier auch einen Abschnitt befuhren, der nicht von vielen Touristen besucht werden kann, außer sie benutzen ein Fahrrad oder ihre Beine und sie sich dann außerhalb ihrer Komfortzone bewegen müssten, können wir diese Ursprünglichkeit hier wirklich in herrlicher Ruhe mit Vogelgezwitscher und Bachgeplätscher genießen während wir so dahinradeln.
    Man hat sich hier wirklich sehr bemüht und einen tollen Job gemacht. Radstrecken, die über sumpfige Gebiete führen hat man mit Holzstegen überbrückt und diese sind sehr gut zu befahren.
    Das Wetter hat sich gebessert, teilweise hatten wir knallblauen Himmel mit weißen Wolken und somit macht Neuseeland seinem Namen alle Ehre. Denn Aotearoa heißt in Maori “Land der langen weißen Wolke”.
    Gegen späteren Nachmittag erreichen wir den Kawhaka Forrest und nun geht es bergauf.
    Wir schaffen es wirklich gut, die Schotterstraße schlängelt sich langsam und stetig den Berg hinauf bis zum 317 m hohen Kawhaka Pass. Auch die hohen Berge scheinen nun immer näher zu rücken.
    Die nächstmögliche Schlafmöglichkeit wäre Cowboys Paradise gewesen. Ein Saloon, ein paar Hütten, und viele Menschen.
    Wir entschieden uns für die Nacht am Berggipfel, 600m vor Cowboys Paradise. Saftige grüne Wiesen, eigentlich Schafweiden, aber Schafe konnten wir hier keine ausfindig machen.
    So gehörte die Wiese heute Nacht uns ganz allein.Wir schupsten noch all die Schaf-Pemmerl von unserem ausgesuchten Wiesenplatz auf die Seite und auf einem ziemlich geraden Wiesenstück stellten wir unser Zelt auf und konnten dabei beobachteten, wie die Sonne ihre letzten Strahlen über die grünen Gipfel schickte. Ein unfassbar schöner Anblick!
    Als ich mitten in der Nacht aus dem Zelt kraxelte, um Pipi zu gehen, spannte sich über uns ein so klarer Sternenhimmel mit Milliarden von hellen Punkten. Aber bei ca. 8° huscht man dann gerne wieder in den warmen Schlafsack.
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  • … fast nur Abfahrten!

    21 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 14 °C

    Samstag, 21.02.2026
    von der Bergwiese ober Cowboys Paradise über Hokitika nach Ross
    66,48 km, 440 hm

    Wir schliefen länger als sonst, und kamen um ca. 7h von unserer Bergwiese mit genialem Ausblick weg. Wir waren gut angezogen, denn es war ganz schön frisch beim Hinunterfahren. Der Trail schlängelte sich in vielen Serpentinen den Berg hinunter. Sehr gut zu fahren, da die Kurven sehr weit ausgelegt waren. Auch durch Cowboys Paradise fuhren wir durch, links und rechts ein paar Unterkünfte, Räder unter den Vordächern, kein Mensch war zu sehen. Schliefen alle noch! So radelten wir durch die Hütten, wie einsame Cowboys auf ihren Drahteseln im wilden Westen. Tolles Feeling!
    Unser Weg schlängelte sich neben dem türkisfarbenen Fluss mit Gletscherwasser aus den Bergen entlang aus dem Tal und mündete in einem kleinen Ort am See “Lake Kaniere”.
    Dort am Seeufer frühsstückten wir genüßlich unser Porridge und so gut gestärkt, ging es weiter bergab immer dem Fluß entlang auf einem ziemlich engen Trail durch den Wald.
    Es kamen uns ein paar Radfahrer entgegen, da dies eine ziemlich beliebte und leicht erreichbare Strecke von Hokitika war.
    In Hokitika angekommen, kauften wir noch alles Notwendige im Supermarkt ein und machten uns nach einem Mittagessen auf nach Ross.
    dort , im Historic Empire Hotel mit angeschlossenem Campingplatz, bekamen wir einen netten Rasenplatz zugewiesen, konnten wieder mal Wäsche waschen und gleich im Trockner trocknen und eine heiße Dusche gabs obendrein auch noch.
    In der Nacht sollte es ein wenig regnen, so stellten wir unsere Räder unter das Vordach des Hotels.
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  • Gegenwind und Flusscamping

    22 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Sonntag, 22.02.2026
    von Ross bis zur Flussbank des Whataroa Rivers
    60 km, 586 hm

    Wir verließen gegen 7 h früh den Campingplatz, das Wetter war gut und wir waren ausgeschlafen.
    Es ging durch das kleine Örtchen Ross, einem Goldgräber-Ort, mit netten kleinen Häusern.
    Einer dürfte hier eine besondere Vorliebe für Kaffee oder Teekannen gehabt haben.
    Wir fuhren den Highway Nr. 6 Richtung Hari Hari entlang, dann bogen wir auf eine Schotterstraße ab. Hier gabs überhaupt keinen Verkehr, nur Rinderweiden, so weit das Auge reicht.
    Da wir doch sehr viel Gegenwind heute hatten, war es vor allem gefühlt schwer, denn obwohl man reintritt, rollt der Reifen nicht so wie man es gewohnt ist. Man hat eher das gefühl, permanent gegen etwas zu kämpfen, man muß mehr investieren um Meter zu machen.
    So ausgepowert kamen wir gegen 13h in Hari Hari an. Dort gab es ein kleines Cafe, und ich gönnte mir einen Long Black und eine Schnitte Karottentorte, von der ich jedoch vor unserem Mittagessen nur ¼ aß. Wir trafen dort auch Simon, aus Wales, er machte auf seinem Rad zwischen 100 und 120 km, er hatte Zeitdruck, bestellte sich ein Schnitzl mit Pommes und einem riesigen Batzen Mayonnaise, die eher unappetitlich aussah.
    Wir quatschten noch über Ausrüstung und machten uns vor ihm auf unseren Weg.
    Ich war frisch gestärkt und konnte mich inzwischen nun besser mit dem Gegenwind auseinandersetzten. Ich hatte Alex hinter mir gelassen, der sich doch noch verplaudert hatte mit Simon. So kam es zu der Situation, das die Diva in Alex schon riesigen Hunger auf Mittagessen hatte, daß in ruhiger Umgebung zu sich nehmen wollte, und mich, die ich vorne selbstvergessen davonradelte, telefonisch nicht erreichte. Denn ich hatte den Flugmodus eingeschaltet, um Akku zu sparen.
    Ich blieb irgendwann stehen, hatte Alex rufen gehört. Und endlich war er dann auch bei mir, seine Diva war in Rage, und ich schuldbewusst wegen des eingeschaltenen Flugmodus.
    Nah am Fluss fand sich dann schnell ein windstiller Platz zum Essen. Meine Diva war besänftigt und danach konnten wir gestärkt den Kampf gegen den Wind wieder aufnehmen.
    So radelten wir auf dem Highway Nr. 6 dahin. Ich im Rythmus von Abba, Cat Stevens und anderen Ohrwürmern.
    Dann wurde es Zeit einen Schlafplatz zu suchen, denn Campingplatz würden wir heute keinen mehr erreichen.
    Alex Lieblingsplätze befinden sich unter Brücken, an Flüssen oder auf Bergen. Bei einer Abfahrt zu einem riesigen Kiesberg an einem großen Flußbett mit vielen Kieselsteinen, konnte er mich überzeugen, hier in einer kleinen Vertiefung unser Zelt aufzustellen. Hier war es nahezu windstill.
    Ich war müde vom Kampf gegen den Wind und Alex hatte unsere morgige, mit vielen Höhenmetern gespickte Tour in 2 Teile geteilt. So wollte ich eigentlich nur mehr ausrasten.
    Wir genoßen noch die letzten Sonnenstrahlen, die sich warm auf das Kieselbett des Flusses legten. So trocknete sogar noch der Hosenboden meiner Radhose.
    Ich bereitete noch unser Frühstück vor und sah dabei zu wie die Sonne langsam unterging.
    In der Nacht sollte es wieder ein wenig regnen, und da im feinen Kies des Flussbettes unsere Haringe nicht hielten, beschwerten wir unsere Zeltkonstruktion mit schweren Flußkieseln. Das hielt bombig.
    Müde kuschelten wir uns im windgeschützten Zelt ein.
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  • … den Bergen immer näher

    23 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ⛅ 10 °C

    Montag, 23,02.2026
    58,52 km, 592 hm
    von der Flußbank am Wahataroa River über Franz Josef bis zur Ebene des Omoeroa Flusses am Fox Glacier Highway

    Kurz nach 7h verließen wir unsere kleine Zeltsenke neben dem Flußbett des Wahataroa Rivers. Wir hatten uns gut erholt und gut geschlafen, bis auf ein paar Stechmücken, die mich beim Aug gepickst hatten, wo nun eine Schwellung zu sehen war.
    Nun gings den Highway weiter hinauf Richtung nächst größeren Ort. Franz Josef.
    Nach 2 Stunden Fahrt hielten wir hinter einer kleinen Scheune und frühstückten in der Morgensonne unser Porridge.
    Danach gings gemächlich bergauf und bergab. Wir konnten die Steigungen gut hinter uns bringen und wir bekamen von einigen Autofahrern einen Daumen hoch!
    Alex hatte auch schon über Google Maps unseren Schlafplatz auserkoren. Dieser befand sich vor dem letzten Berg vor Fox Township. Es war eine breite Flußsenke mit saftigen grünem Grasland. Wir ließen die Räder am Straßenrand stehen und erkundeten das Gelände zu Fuß. Bald hatten wir eine eben Fläche für unser Zelt gefunden. Wir holten unser Räder und wanderten fast bis in die Mitte hinein. Dort stellten wir unser Zelt auf, befestigten auch die Seiten diesmal mit Haringen, denn in der Nacht sollte es Regen geben, der aber um 6h früh laut Wetterprognose vorbei war. Und glücklicherweise sind die Wetterprognosen auf unseren Smartphones wirklich sehr genau.
    Wie immer richtete ich unser Frühstück, während Alex noch einen Extra-Schutz aus unserer Regenplarine baute, um den vorderen Bereich unseres Zeltes auch noch vor dem Regen zu schützen, denn hier kochte er immer frühmorgens gleich nach dem Aufstehen unseren Tee.
    Die vielen Anstiege auf der Asphaltstraße sind ermüdend, doch wir schafften alles ohne unser Rad zu schieben.
    So gingen wir bald schlafen und mitten in der Nacht hörte ich dann den prohpezeiten Regen auf unser Zeltdach plumpsen. Es regnete nur leicht und bald schlief ich wieder ein.
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  • …letzter Anstieg!

    24–26 feb., Nueva Zelanda ⋅ ⛅ 17 °C

    Dienstag, 24.02.2026 bis Donnerstag früh, 26.02.2026
    von der Wiese am Omoera River bis nach Fox Town.

    16,4 km, 357 hm

    Wir wachten gut erholt auf. Der Regen hatte um 6h aufgehört und jetzt, nach dem Zusammenpacken des noch nassen Zeltes, standen wir wieder auf der Straße.
    Heute würde es nur einen einzigen schweren Anstieg geben und dann endlich Ruhepause, Ausspannen, Erholen.
    Sofort nach der Haarnadelkurve schlängelte sich die asphaltierte Passstraße hinauf auf den Cook Saddle auf 411 hm. Die Serpentinen zählte ich nicht. Wir kletterten mit unseren Rädern Meter um Meter im Sitzen hinauf. Meine Oberschenkel brannten. Alex wartete nach einer Weile immer auf mich. Er hatte unseren Anstieg mit vielen Pausen versehen, zum Trinken, zum Achillessehne dehnen und zum Kräfte sammeln. Allein das Anfahren in die steile Straße war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich. Jedesmal fuhr ich dabei bis in die Mitte der Straße, da es weniger steil war und kämpfte mich dann wieder an den steilen linken Straßenrand zurück. Einmal mußte ich ein sehr steiles Stück schieben und einmal blieb ich mit dem Clip im Pedal verbunden und konnte meinen Schuh nicht mehr lösen. Ich fiel wie ein Sack nach rechts in die Straße. Gott sei Dank kam kein Fahrzeug. Mein Ellenbogen war ein wenig aufgeschunden, aber sonst tat nichts weh.
    Alex verordnete nach einer kurzen Untersuchung meines Armes uns die Frühstückspause.
    In der Serpentinenkurve war eine Wiese, auf der wir unsere Plane auslegten und genüßlich unser Porridge mampften. Mit Ahornsirup,Mandeln, Erdnußbutter und Früchten.
    Wir aßen heute aber nur die Hälfte der Portion, denn noch hatten wir den Anstieg nicht hinter uns. Und mit vollem Magen würde uns daß auch nicht guttun.
    Gestärkt bestiegen wir unsere Tourenräder und dann gings mit viel heißer Musik wieder bergauf.
    Und es war mir gar nicht bewußt und kam mir nicht so lang vor, da stand Alex und sagte, “wir haben es geschafft”! Wow, wir standen am Cook Saddle oben und von nun an ging es nur mehr bergab bis nach Fox Township.
    Hier heroben genossen wir noch unsere 2. Hälfte unseres Frühstücks, zogen uns noch eine zusätzliche Jacke über und dann ging es auf der Straße bergab. Auf dieser Seite des Berges ging das vorherig uns begleitende zarte Nebelreißen in stärkeren Nieselregen über und deshalb ging ich jede Kurve vorsichtig und kontrolliert an. So rollte ich ohne Kraftaufwand die ca. 8 km bis nach Township. Mit Alex hatte ich vereinbart, das wir uns im One Stop Store treffen würden, denn ich war wie immer viel schneller bergab unterwegs als mein Schatz.
    Beim Store angekommen traf ich noch den jungen Simon aus Irland, er hatte in Hokitika seinen Rahmen schweißen lassen müssen, und war schon auf dem Sprung. Ich verabschiedete ihn und ging in den Store einkaufen.
    Wir würden 2 Abendessen und 1 Frühstück in unserer Unterkunft selbst kochen. Bald kam auch Alex bei der Türe herein und wir erledigten die letzten Punkte unseres Einkaufszettels zusammen.
    Bis zu unserem Hotel hatten wir noch 2,6 km zu fahren, schwer bepackt mit Essensvorräte.
    Wir bezogen unser Zimmer, nahmen eine heiße Dusche und da die Waschmaschine im Haus anscheinend nicht funkitionierte, wuschen wir alles mit der Hand und hängten es im großen Badezimmer auf unsere befestigten Leinen auf.
    Man konnte unter den naßen Wäschestücken gerade noch aufs Klo gehen. Die Wärmelampe, die in der Decke eingebaut war, erfüllte ihren Dienst sehr gut. Sie würde unsere Wäsche mittrocknen.
    Nun endlich konnten wir chillen. Ich schaute gleich zu meinen 2 Lieblings-Eishockey Clubs hinein, wie sie im Ranking weitergekommen waren. Pflicht für die Eishockey-Mama.
    Bei den Bregenzer Wäldern stand das alles entscheidende Spiel noch aus. Entweder das Match wird gewonnen oder man geht in die Sommerpause.
    Bei den Zeller Eisbären gings momentan die Siegerstraße steil hinauf, diese mussten sich noch in mehreren Kämpfen beweisen. Also würden die nächsten Tage spannend werden.
    Wir beide konnten noch kurz vor dem zu Bett gehen einen Blick auf die höchsten Berge der nächsten Umgebung werfen.
    Angestrahlte weiße Berggipfel in der Abendsonne. Glücklich es bis hierher so gut geschafft zu haben und diese Gipfel nicht bezwingen zu müssen, schliefen wir heute im weichen Bett besonders schnell ein.
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  • Raindrops keep falling…

    26 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Donnerstag, 26. Februar 2026
    75,6 km, 526 Höhenmeter
    Foxtown bis Lake Paringa/Haast

    Wir kommen heute um circa 8:00 Uhr vom Hotel weg, es regnet in Strömen und wir justieren uns gleich hier voll für diesen Regentag. Das heißt Regenhose, Regenjacke und Regenpellerine noch zusätzlich darüber.
    Zuerst fahren wir noch zum One stop Shop und kaufen zwei Frühstück und zwei Abendessen ein, und da es so schüttet,entscheiden wir, dass wir die erste Hälfte unseres Frühstücks gleich noch hier in Foxtown gegenüber des Lebensmittelshops bei einem noch nicht geöffneten Pub einnehmen und die zweite Hälfte nach dem Anstieg und zwar in der Shelter, die auf dem Weg nach 28 Kilometern angegeben war.
    Die ersten 10 km bin ich voll enthusiastisch, da Lorenz mit seinem Team, den Bregenzer Wäldern, nun doch nicht in die Sommerpause verabschiedet wird, denn sie gewinnen fünf zu zwei gegen die Jecenice. Die Slowenen müssen heimfahren, in die Sommerpause.
    Aber danach schüttet es so dermaßen, dass ich schon etwas verzage.
    Alex ist immer 1/2 km vor mir, weil er so schnell und gleichmäßig reintrat. Der Regen scheint ihm überhaupt nichts auszumachen.
    Nachdem wir Rast bei der Shelter machten und den zweiten Teil unseres Frühstücks verzehrten, ging es mir besser.
    Danach gibt es für mich ein Hörbuch, was mir die Sache auch erträglicher macht. Gegen 15:00 Uhr fand Alexander eine Brücke, unter der es trocken war und auf einem großen Stein machten wir dort unsere Mittagsrast. Alex kochte Reis mit Gemüse und wir aßen noch als Abschluss ein paar süße Leckerlies. Bei diesem Wetter brauchte man das!
    Danach regnete es noch immer, mal schüttete es, mal war der Regen schwächer. Wir erreichten das Meer, und noch immer hat der Himmel seine Schleusen offen. Wir treten und treten und die nasse Asphaltstraße kommt mir endlos lang vor.
    Gegen 17:00 Uhr erreichten wir die Recreation Area am Lake Paringa. Der Regen ist war hoffentlich vorbei, doch als wir das Zelt aufstellten und unsere nassen Sachen auf die Leine gehängt hatten, fing es wieder an zu nieseln.
    Schnell räumten wir unsere zum Teil noch immer feuchte Kleidung ins Zelt. Auch da die vielen Sandflies wieder an. Kurz bevor wir ins Zelt kraxelten, stoch mich irgend ein großes Insekt 3x sehr schmerzhaft in die linke Pohälfte. Dort prangen jetzt 3 dicke heiße Dippel. Jetzt liegen wir im Zelt, haben die Insekten ausgesperrt und hoffen auf einen morgigen Tag ohne Regen mit viel Sonnenschein.
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  • Privatsphäre?

    27 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 13 °C

    Freitag, 27.02.2026
    81km, 640hm
    Campesite Lake Paringa zum wild campen am Haast River/Haast Pass Highway

    Die Nacht auf der Recreation Area war alles andere als leise. Musik, ein paar Leute redeten und lachten laut bis Mitternacht. Ich stand sogar einmal auf, um mit den Typen zu reden und sie bitten, die Musik abzustellen. Aber das war nicht das einzige, denn mitten in der Nacht suchten uns auch Keaˋs heim, das sind Bergpapageien die sehr intelligent und auch sehr frech sind, sie stehlen und machen Sachen kaputt mit ihrem Schnabel.
    Leider musste mein weicher Sattel daran glauben, in der Früh entdeckte ich vier tiefe Löcher die sie in die weiche Sitzfläche hineingepeckt hatten.
    Das einzig positive war, dass es nicht mehr regnete und das war eigentlich nur herrlich, nicht mehr mit diesen vielen Regensachen angezogen zu sein und sich besser bewegen zu können, war richtig befreiend. Wir frühstückten direkt an der Asphaltstraße,die Sonne wärmte uns und wir hängten die letzten nassen Sachen auf der Gummiwurst zum Trocknen auf. Dann ging es weiter, immer die Straße hoch, bergauf viele viele Höhenmeter. Alex immer voran, denn er ist ja unsere Berg-Kletter-Ziege.
    Vor Haast erreichten wir wieder das Meer, und von der Bergstraße hatten wir wunderbare Ausblicke auf den türkisen Ozean.
    Bevor wir Haast erreichten, wollten wir noch unsere Mittagspause machen. Da da sich nichts anbot, kamen wir zu dem Schluss, bei einer Abfahrt in eine Kiesgrube zu einem Grasstreifen zu fahren. Als wir gerade mit dem Essen fertig waren und alles weggeräumt hatten, und ich mich gerade noch schnell hingehockt hatte, um Pippi zu machen, kam ein Pickup heruntergefahren und regte sich dermaßen auf, dass dies nicht erlaubt ist, ich eine Private Property beschmutzte und wir von dort abziehen sollten. Alex war ganz cool und sehr entschuldigend, ich sagte fast nichts außer diesen einen Satz: “Ich hab eh nur Pippi gemacht.” Er entgegnete jedoch, dass es nicht mein Recht sei, auf privatem Eigentum sein Geschäft zu verrichten. Ich sagte nun nichts mehr und Alex versuchte die Sache irgendwie wieder gerade zu biegen und entschuldigte sich mehrmals. Er meinte auch direkt in Haast würde es eine öffentliche Toilette geben. Gut, die war noch 5 km weit entfernt, das hätte ich sowieso nicht geschafft.
    Ich fühlte mich jedoch überhaupt nicht gut. Er war ja mit seinem Auto so nah heruntergefahren, als ich noch meine Hose unten hatte, er hatte also damit in meine innerste Privatsphäre verletzt. Danach war ich noch ziemlich verstört und machte mir viele Gedanken.
    In Haast gingen wir in den kleinen Supermarkt einkaufen, die Auswahl war sehr gering, aber es gab ein bisschen Obst und Gemüse und das würde für die nächsten zwei Tage genügen..
    Bei einem Food Truck aßen wir in hast noch Eis und einen Kaffee, und dann wollten wir noch 20-30 km weiter Richtung Haast Pass fahren.
    So gestärkt und etwas besser drauf,fuhren wir in das Flusstal hinein, in das die Sonne ihre letzten Strahlen hinein schickte. Es wurde nun schon langsam Zeit, dass wir einen Schlafplatz finden würden. Nach 2-3 nicht so geeigneten Plätzen,fand sich ein Eingang im Zaun den ich beim Vorbeifahren entdeckte. Die letzten 20 Kilometer war der ganze Fluss von der Straße her eingezäunt gewesen.
    Vorsichtig öffnete Alex diese Zauntür und wir schlüpfen auf die dahinter liegende Wiese mit einem Abgang zum Fluss. Von hier konnte man uns von der Straße her nicht mehr ausmachen. Während Alex unser Innenzelt aufgestellte, pflückte ich schnell noch ein Schüsselchen Brombeeren für unser Frühstück. Auch hier gab es wieder viele Sandfliegen,die, nachdem wir uns mit dem Mittel eingesprüht hatten, uns mehr oder weniger in Ruhe ließen. Eine Challenge ist es immer, in unser Innenzelt zu kraxeln, ohne zu viele Stechmücken dann darin zu haben. Diese müssen wir dann immer erschlagen, damit wir in Ruhe schlafen gehen können. Die vielen Steigungen und das Erlebnis in der Kiesgrube haben uns heute müde gemacht. Aber unser Platz fast direkt oberhalb des Flusses war versteckt und so wunderschön und hier fühlten wir uns sicher und geborgen.
    In diese Privatsphäre würde heute niemand mehr eindringen können.Wir würden hier sicher gut schlafen.
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  • Haast Pass

    28 de febrero, Nueva Zelanda ⋅ ⛅ 14 °C

    Samstag, 28.02.2026
    62,17 km, 869 hm
    vom Platz am Haast River bis Makarora Campsite

    Wir wachten gut erholt auf, es war noch sehr dunkel, und im Schein unserer Stirnlampen packten wir unser taunasses Zelt ein, schlüpften durch die fast unsichtbare Zauntüre hinaus auf die Asphaltstraße und Alex verschloss diese wieder sorgsam.
    Von nun an ging es nur mehr bergauf. Die Asphaltstraße wandte sich den Berg hinauf und irgendwie fiel es uns nicht schwer diese Herausforderung anzunehmen. Denn wir wurden belohnt. Die Sonne glitt in das Tal und schickte ihre ersten Morgenstrahlen auf die Berggipfel, die sogar ein wenig weißen Schnee trugen. Der Himmel war stahlblau und rings um uns nur Berge, Himmel und die Straße. Das Treten der Pedale automatisierte sich richtig. Irgendwo hier an der Straße aßen wir den ersten Teil unseres Frühstücks mit den selbstgepflückten Brombeeren.
    Gegen fast 14 h erreichten wir den Haast-Pass, 564 m hoch. Dort oben trafen wir noch ein deutsches Pärchen, und plauderten kurz. Da es am Paß aber zu kalt und zu dunkel war, nahmen wir den 2. Teil unseres Frühstücks in der Sonne etwas weiter unterhalb zu uns.
    Danach hatten wir eine lange Abfahrt, und bis 18:30 h ging es dann bis zum Makarora-Campsite.
    Vor dem Eingang zur Campsite trafen wir Daryl, einen Halb Maori mit mütterlichen hawaianischen Wurzeln, ein Künstler der Jade Schmuckstücke anfertigte und im Gesicht bis unter die Augen tätowiert war. Er war mindestens 2 m groß, und fuhr 140-150 km pro Tag auf dem TA. Spannende Leute lernt man hier kennen!
    Wir stellten auf dem Zeltplatz etwas abseits von den anderen vielen Radfahrern unser Zelt auf, nahmen eine heiße Dusche und Alex wusch und trocknete wieder mal unser Gewand.
    Nachdem ich unser Frühstück schon vorbereitet hatte, schlüpften wir ins Zelt. Heute Nacht sollte die Temperatur auf fast 5° fallen. Egal, wir hatten den Pass bezwungen und kuschelten uns in unsere warmen Schlafsäcke.
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  • … und wieder ein Berg!

    1 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 12 °C

    Sonntag, 01.03.2026
    68,34 km, 862 hm
    vom Makarora Campsite nach Wanaka/Campsite


    Heute geht es schon früh los. Wir wachen um 5h auf und um 7h verlassen wir den Campingplatz. Alle anderen TA-Rider schlafen noch tief und fest, als wir den Zeltplatz mit unseren Rädern verlassen.
    Es geht weiter auf der Asphaltstraße, kurz nach den Rinder- und Schafweiden erreichen wir den Wanaka Lake. Wir fahren im Bergschatten dahin und es ist empfindlich kalt. Es hat sicher nicht mehr als 7°. Die Sonne beleuchtet bereits die Spitzen der Berge auf der rechten Seite und da es noch so früh ist, sind wir allein unterwegs.
    Wie gerne hätten wir die Sonne auf unseren Rücken gespürt. Der See ist riesig und die Straße führt mal rauf und mal runter neben dem See. Es geht danach einen kleinen Pass hinauf, der uns zum nächsten See, dem Lake Hawea führt. Endlich kommt die Sonne, und damit die Wärme. Wir machen Frühstückspause bei einem Look-Out, der einzige Platz, der sich bietet. Hier halten auch viele Camper und Pkws. Auch die TA-Rider vom Campingplatz holen uns nun ein. Mit dabei sind Ken aus Amerika und Sean aus Schottland, diesen beiden sind wir schon mehrmals begegnet. Ein großes Hallo, und ein wenig Quatschen, und dann ziehen die beiden auch schon weiter. Auch ein junger Mann, mit weiß-rot gepunktetem Bergtrikot bleibt bei uns stehen.
    Danach fühlten wir uns gestärkt und es ging die Bergstraße neben dem See steil hinauf. Ich musste Strecken schieben, Alex fuhr langsam, aber er fuhr alles durch! Mein toller,starker Mann!
    Danach ging es wieder bergab. Welch ein Reinfall! Inzwischen war Wind aufgekommen, und dieser blies gegen die Fahrtrichtung und ich hatte das Gefühl zu stehen als bergab zu fahren.
    So kämpften wir uns weiter voran. Nur die schönen Ausblicke auf den See konnten meine Stimmung heben. Nach dem See konnten wir auf einen Bike Trail fahren. Hier am türkisfarbenen Bach machten wir Mittagsrast unter einem Tannenbaum mit Blick auf den Bach. Danach führte uns der Gravel-Trail bis nach Wanaka. Im Tal war auch der Wind nicht mehr zu spüren und so ging der schmale Trail hügelauf hügelab, und daß machte wirklich Spaß. In Wanaka gab es einen großen Supermarkt, bei dem wir einkaufen gingen. Mit unserem schweren Gepäck ging es dann auf den Campingplatz. Nach dem Zeltaufbauen und der heißen Dusche war es dann auch schon 21h und wir schlüpften in unsere warmen Schlafsäcke, denn heute Nacht sollte es nur 4° bekommen.
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  • …angezuckerte Bergspitzen!

    2 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ ☀️ 9 °C

    Montag, 02.03.2026
    62,55 km,1098 hm
    Vom Wanaka Campsite auf den Crown Range Pass auf den Twin River Trail bei
    Arrowtown

    Wir waren wieder mal früh dran, die Sonne tastete sich gerade an die Bergspitzen heran.
    Rosa Wolken verkündeten ihr Aufgehen und uns blieb vor Staunen der Mund offen stehen, denn rund um uns herum hatte es auf den Bergen geschneit und alle höheren Spitzen waren wie mit Puderzucker überzogen.
    Wir ließen also die Berge hinter uns und radelten die Asphaltstraße die Cadrona Road hinauf. Es ging am Cadrona River entlang, und es dauerte lange, bis die Sonne uns an diesem Tag auf dem Talboden erreichte und wärmen konnte.
    Da uns so kalt war, wärmte Alex unser Porridge heute mit dem Kocher auf und wir verspeisten den 1. Teil unseres Frühstücks hier. Vor uns lag die Crown Range Road und es ging wieder mal steil bergauf.
    Ein paar Mal habe ich geschoben, vieles bin ich gefahren. Irgendwo auf der Strecke dann 2. Teil des Frühstücks am linken Straßenrand, und wir brauchten wieder Kraft beim Anstieg.
    Es war diesmal so eng,dass sogar die Leitplanke zum Übersteigen war. Alex versuchte auch während des Frühstücks noch unsere Unterkunft in Queenstown zu buchen. Das war nicht einfach, denn Queenstown ist ein teures Pflaster. 3 Nächte für 560€. Aber ok, wir würden uns dann eben selber kochen und so etwas Geld sparen. Wir haben es uns aufgeteilt, denn mit vollem Magen bergauf zu fahren fühlte sich für uns nicht gut an.
    Als wir endlich um 15:30 den Pass erreichten waren wir total erleichtert. In weiter Ferne konnte man sogar Queenstown und den Flughafen erkennen. An einem windstillen Plätzchen im hohen Gras kochten wir Mittagessen.
    Danach ging es ins Tal.
    Jetzt begann unsere Schlafplatzsuche. In Arrowtown gab es einen Campingplatz, dieser lag jedoch etwas abseits unserer Strecke und so kehrten wir um.
    Wir nahmen den Twin River Trail, der zu Beginn links und rechts eingezäunt war und uns überhaupt keine Möglichkeit bot, irgendwo versteckt unser Zelt aufzubauen. So fuhren wir weiter bergab. In einem Nadelwald war Platz, und Mountainbiker hatten hier einen kleinen Sondertrail eingefahren. Hier war es eben und zwischen den Tannen konnte man uns fast nicht sehen. Vorbeifahrende Radfahrer am Trail mussten ihre Augen sowieso auf die Strecke richten und so war dies ein guter Platz. Da ich jedoch der Meinung war, weiter unten im Tal müßte es doch auch noch einen tollen Platz direkt am Fluß geben, erkundeten wir den Trail noch weiter hinunter. Nach 15 Minuten gab ich auf. Wir kehrten um und fuhren den Berg wieder hoch. Dort nahmen wir unseren Waldschlafplatz in Besitz, stellten unser Zelt auf und waren froh endlich unsere Muskeln ausrasten zu können. Auch heute Nacht sollte es wieder sehr kalt werden.
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  • … endlich Queenstown!

    3–6 mar., Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Dienstag, 03.03.2026 bis 05.03.2026
    34,16 km, 495 hm
    vom Schlafplatz im Wald bis Quartier Queenstown

    Wir schliefen diesmal lange, wachten erst gegen 7h früh auf! Ja, der Wald hatte hier wohl seine beruhigende Wirkung auf uns ausgebreitet. Gegen 8:20 waren wir wieder zurück auf dem Twin River Trail. Es ging den Fluß entlang, der klar und türkisfarben sich seinen Weg durch das Tal bahnte.
    Die Sonne blinzelte durch das Blätterwerk der teils umgefallenen riesigen Bäume unter denen wir hindurch fuhren. Wir genoßen diese Landschaft sehr, ein sehr abwechslungsreicher Trail.
    Unsere Frühstückspause nahmen wir auf der Sandbank des Flusses ein, gut durchwärmt von der Morgensonne.
    Danach ging es gestärkt weiter bis wir den Lake Wakatipu erreichten. Hier führte uns der Trail den See entlang. Wunderschön! Die Sonne strahlte und der Himmel war azurblau.
    Unser erster Weg war ins gebuchte Quartier, ein kleines süßes Appartment am Berg, jedoch ohne Aussicht auf den See, aber gut ausgestattet mit kleinem Bad, Waschmaschine und Trockner und kleiner gut ausgestatteten Küche.
    Wir konnten sogar schon alle unsere Sachen ins Appartement bringen und nur mit unseren leeren Rucksäcken am Rücken machten wir uns auf in die City von Queenstown.
    Nach einer köstlichen Pizza mit Salat und einem hervorragenden Eis in der Sonne besichtigten wir noch den Botanischen Garten. Weit kamen wir dort nicht, denn eine schöne Wiese in der Sonne lockte uns mit einer Ruhepause.
    Als die Sonne langsam hinter dem Berg verschwand und es kühler wurde, machten wir uns auf zum Supermarkt. Dort kauften wir unsere Vorräte für unsere Ruhetage ein und radelten schwer bepackt wieder mal den Berg zum Appartment hinauf.
    Alex, unser Wäschemeister, füllte die Waschmaschine und danach den Trockner, während ich schon mal unter die Dusche ging.
    Wir hatten hier nun 2 Ruhetage. Wohlverdient! Und wir frühstückten zweimal vegane selbst gemachte Bananen Pancakes mit Cocosyoghurt und Früchten und tollem Nespresso Cafe vom Haus. Zu mittag gabs mal Süßkartoffel Rösti mit Salat und am 2. Tag Gemüseallerlei mit den letzten Röstis.
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  • Herrliche Ebenen und Seen

    6 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Freitag, 06.03.2026
    vom Quartier ins Queenstown mit dem Dampfschiff nach Walters Peak Station bis zur Campsite am Mavora Lake

    58 km, 719 hm

    Heute von unserem Quartier in Queens Town um 7:00 Uhr weggekommen und ich bin gleich mal vorgefahren zum Bäcker, um ein gutes Brot zu kaufen und hab mich mit Alex dann nachher beim Four Square Supermarkt getroffen, dort haben wir noch einen Großeinkauf für die nächsten drei Tage getätigt.

    Vollgepackt ging es zum Hafen, wo wir im Büro noch einmal kurz umbuchten und statt der Seerundfahrt auf dem Wakatipo Lake nur die Überfahrt auf die andere Seite des Sees in Anspruck nahmen.
    Wir waren die ersten an Bord des Dampfschiffs, das seit 1912 den See befährt. Die Überfahrt dauerte ungefähr 45 Minuten, die wir nutzen, um unser Frühstück zu essen. An der Bar konnte ich mir auch noch einen Kaffee kaufen. Wir merkten bei der Überfahrt schon, dass auf dem See viele weiß gekräuselte Wellen zu sehen waren. Also würden wir relativ viel Wind beim Fahren haben.
    Bei der Walter Peak Station angekommen, ging es gleich mal die Gravelroad entlang.Wir waren die einzigen Radfahrer, die die einsame Straße ins Landesinnere entlang des Wakatipo Sees nahmen. Die ersten 3 km blies uns der Wind aus der entgegenkommenden Richtung ins Gesicht. Es war ein richtiger Kampf gegen die Elemente. Nach circa 7 km wandte sich der Weg nach links in die Berge und somit hatten wir auf einmal Rückenwind. Dann ging es auch schon bergauf. Wir hatten die ganze Zeit eine Schotterstraße unter unseren Rädern, die aber relativ gut befahrbar war. Einige Passagen waren so steil, dass ich geschoben habe. Oben an der Bergspitze angekommen, ist es uns gar nicht mehr so schlimm vorgekommen und auch vom Zeitgefühl her,haben wir diesen Berg relativ schnell genommen. Oben lernten wir auch noch Frederike,eine ganz liebe Deutsche aus dem nördlichen Bayern kennen, Hebamme, selbstständig, die sich nach dem Tod der Mama die sie gepflegt hatte, eine dreimonatige Auszeit gegönnt hat um den TA zu fahren und das alleine. Ihren Mann hat sie zu Hause gelassen. Vielleicht werden wir sie heute Abend am See noch sehen. Bei der Abfahrt platzte dann auf einmal der Schlauch von Alex Hinterreifen und auch der Mantel war auf der Seite circa 10 cm aufgerissen. Wir klebten die aufgerissene Stelle mit Tape und Alex wechselte ebenfalls den Schlauch aus. Auch der hintere Mantel wurde gegen den besseren vorderen ausgetauscht. Dann ging es wieder weiter bergab, es waren zwei Flussdurchquerung zu durchfahren, die ich mit meinen Flipflops durchquerte und das Rad da durch schob. Mein cooler Gatte gab einfach Gas und blieb mitten im Schotterbach stecken, und musste mit beiden Füße ins kalteWasser. Na gut so geht’s auch. Das machte er aber nur einmal, beim zweiten Mal ging er mit nackten Füßen durch den Bach. Aber das war der Pannen noch nicht genug, denn ein weiteres Problem entstand durch gelockerte Schrauben am Hinterrad von Alexanders Fahrrad,, die ebenfalls nochmals gefixt werden mussten. Als alle Schrauben angezogen waren, ging die Fahrt wieder weiter. Wir erreichtensehr spät den Campingplatz am Mawora See, wo wir eigentlich noch Frederike zu treffen hofften, die sahen wir aber nirgends. Wir stellten unser Zelt auf, und da wir auch nirgendwo unseren Beitrag fürs campieren abgeben konnten, standen wir halt heute einmal kostenlos. Heute war’s ganz schön anstrengend denn ich hatte mir beim Vorräte einpacken beim Foursquare einen Hexenschuss eingefangen. Den ganzen Tag lang hat er durch die Bewegung aber eigentlich nur verhalten weh getan. So hatte ich aber eigentlich keine Schmerzen und es ging ganz gut. Jetzt klebte Alex gerade noch seinen Schlauch und dann ging es endlich in den Schlafsack. Internet gibt’s auch heute keines, somit gibt es mal einen Fastentag für unsere Handys.
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  • …welchen Weg nehmen wir ?

    7 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 16 °C

    Samstag, 07.03.2026
    98,44 km, 237 hm
    vom Mavora Lake über Mossburn zur Campsite nach Winton

    Wir schliefen ganz gut, machten uns wie immer schon frühzeitig auf den Weg. Heute war um 5h Tagwache. Es war noch stockdunkel, mir schien, die Tage würden immer schneller kürzer.
    Es dämmerte, als wir die lange Strecke am See zurück auf den TA zurückfuhren. Es ging die Schotterstraße berauf und bergab. Der Himmel färbte sich rosa und es war eine sehr schöne Stimmung.
    Dann fuhren wir das Tal immer weiter hinunter. Es ging bergab und so waren wir ziemlich schnell unterwegs. Gegen 9h waren wir wieder auf der Suche nach einem Frühstücksplätzchen. Da wieder mal links und rechts alles eingezäunt war, nahmen wir schließlich mit der Wiese neben der Toreinfahrt auf eine Weide Vorlieb.
    Danach gings weiter immer nur bergab. Das war auch mal sehr angenehm. Wir erreichten Mossburn, ein kleines Dörfchen, und da sah ich im Augenwinkel Fredericke auf einem Spielplatz frühstücken. Ich war aber zu schnell, und Alex schon vor mir, der in einem kleinen Shop Wasser aufgefüllt hatte. Es war ziemlich bedeckt, und wir hatten beschlossen, am Campground von Winton unser Zelt aufzuschlagen. Es sollte nämlich um 5h früh zu regnen beginnen.
    Inzwischen hatten wir auch wieder Asphalt unter unseren Stollen und so ging es mit flottem Tritt weiter. Und auf einmal war sie da! Friederike, die liebe Deutsche! Sie hatte uns eingeholt. Nun fuhren wir zu dritt weiter. Oder wie soll ich das sagen, Alex und Friederike vorne weg und ich mit einem großen Abstand hinterher. Alex war sowieso immer schneller als ich, und Friederike hatte leichtes Gepäck und ein Rennrad mit Mountainbikestollen. Die 2 quatschten mindestens 2 Stunden, während sie neben einander herfuhren. Da ich dieses Tempo nicht mithalten konnte, strampelte ich also hinterdrein. Bei einer Zwischenpause bot mir Frieda, wie Alex sie nannte, sogar ihr Rad an. “Wow, war das easy zu fahren! Aber der Sattel war zu hoch für mich, so stieg ich schnell wieder auf meinen schweren Packesel mit Achter im Vorderrad um. Dann kam die Mittagspause, und während Frieda sich wieder allein weiter auf den Weg machte, kochten wir uns mal Mittagessen. Danach ging es wie immer, etwas bergauf und dann wieder bergab. Wir erreichten den Campingplatz in Winton und Alex begann in der gut ausgestatteten Küche Tee zu kochen und ich ging mal unter die heiße Dusche.
    Wir aßen in aller Ruhe, und danach stellten wir unser Zelt auf. Unsere Räder und Rucksäcke konnten wir auf der vorgelagerten Veranda schon mal regengeschützt unterstellen.
    Dann ging Alex unter die heiße Dusche, während ich unseren Abwasch versorgte und unser Frühstück herrichtete. Diesmal jedoch richtete ich alles fix und fertig her, denn morgen sollte der Regen laut Wettervorhersage mit 100% und 60mm/m2 auf uns herunterprasseln.
    Wir hatten heute viele Möglichkeiten durchgespielt, ob wir nach Bluff zum Ende des TA fahren wollten oder ob wir wegen des schlimmen Regens doch eine Unterkunft in Invercargill nehmen sollten, von dort den Intercity Bus nach Dunedin und dann weiter nach Christchurch, da dort ein größerer Flughafen und viel mehr Flugauswahl zurück nach Melbourne/Australien bestand. Da wir gehört und in Foren gelesen hatten, dass viele Radfahrer keinen Platz für ihre Räder in den Bussen bekommen hatten, waren wir ziemlich verunsichert. Es stand uns auch noch die Möglichkeit offen, die 230 km die wir gerade gekommen waren auf der Bundesstraße wieder zurück nach Queenstown zu fahren, denn von dort hatten wir einen Flug gebucht. Dieser war jedoch auf jeden Flughafen in Neuseeland umzubuchen, diese Möglichkeit hatte Alex in weiser Voraussicht schon getroffen gehabt.
    Müde,frisch geduscht und aufgewärmt in der Küche mit ein paar Tassen Abendtee, schlüpften wir in unsere Schlafsäcke.
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  • 100% Regen

    8 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ 🌧 13 °C

    Sonntag, 08.03.2026
    54,75 km, 597 hm
    von der Campsite in Winton nach Invercargil

    Heute Tagwache um 4h 30! Es sollte ja um 5h zu schütten beginnen. So waren wir wirklich mit dem zusammenpacken von Zelt und Packtaschen fertig, als es zu nieseln begann.
    Alex erzählte mir noch, daß er in der Nacht das Hotel in Invercargill storniert hatte, da er sich sicher sei, dass wir unsere Räder im Bus nicht mitnehmen könnten.
    Als ich das hörte, rutschte mir das Herz fast in die Hose. Nein, nein, ich will nicht wieder zurückfahren! Nicht wieder bergauf! So mobilisierte ich mal wieder das Universum und schickte so alle 10 Minuten immer den selben Wunsch hinauf.
    “Bitte liebes Universum, lass uns den Bus bekommen mit Platz für unsere Räder!”
    Trotz dieser Tatsache, nahmen wir den Weg nach Invercargill. Das Schicksal, das war uns beiden klar, musste herausgefordert werden.

    Wir starteten hinaus aus dem Campingplatz auf die Asphaltstraße und schon nach 10 Minuten hatte uns die Wettervorhersage eingeholt. Der Regen wurde nun von Stunde zu Stunde stärker. Gegen 9h sehnten wir beide die Frühstückspause herbei und da bot sich eine offene Einfahrt in ein Firmengelände an, das mit einem großen leeren Gebäude schon von der Straße einzusehen war.
    Dort waren wir vor dem unablässigen Herunterprasseln des Regens geschützt und konnten unser Frühstück einnehmen. Alex kochte uns noch heißen Tee fürs Weiterfahren und dann gings wieder weiter durch den Regen.
    Da es so schüttete, nahmen wir eine Abkürzung, die sich als Schotterstraße mit Dead End entpuppte. Hier hatte ich auch gleich nochmals einen platten Reifen. Ich, total verzweifelt nun in dem strömenden Regen auch noch Reifen zu wechseln, traf auf einen sofort kehrtmachenden liebenden Ehemann, der die Ruhe bewahrte und mein Rad wieder fahrbereit machte. Dies holte mich wieder herunter, doch das nächste Problem war nicht weit. Ein riesiger Erdhaufen, der verhindern sollte, daß Autos hier durchfahren. Auch für schwer bepackte Räder auf schlammigem Untergrund klappte die Überwindung des Hindernisses nur in Teamarbeit. Aber wir schafften auch dies im strömenden Regen.
    Kurz vor Invercargill fanden wir noch einen trockenen Glasvorbau, den wir für unser Mittagessen als Unterschlupf höchst geeignet befanden. Da ja Sonntag war und auch hier geschlossen war, konnten wir hier unseren 2. Teil des Frühstücks einnehmen. Von hier aus erreichte Alex auch endlich telefonisch das Hostel in Invercargill, und konnte unsere stornierte Hotelbuchung wieder rückgängig machen. Denn auf das Mail, das er heute morgen deswegen schon abgeschickt hatte, hatten wir keine Antwort bekommen.
    Gegen ca. 12h erreichten wir unser Ziel. Denn Alexanders Reifenmantel hatte ja vor 2 Tagen einen Riß seitlich bekommen, den wir notdürftig mit Tape repariert hatten.
    Hier in Invercargill gab es einen EVO Bikeshop, der genau die richtige Dimension vorrätig hatte. Das hatte Alex schon während dem Fahren im Regen alles abgeklärt.
    Als wir gerade aus dem Bikeshop kamen, hielt Frieda bei uns. Sie hatte uns von der Straße aus gesehen. Wir quatschten noch eine Weile, wollten sie auch zu Spagetti in unsere Hostelküche einladen, doch die tapfere Frieda wollte heute noch bis zum Ende des TA, nach Bluff fahren, das waren nochmals ca. 30 km.
    So verabschiedeten wir uns herzlich und wünschten alles Gute. Wir würden in Verbindung bleiben.
    Bis auf die Haut durchnässt, kamen wir in unserem Hostel an. Zuerst wurden die Räder abgesperrt, das ganze Gepäck aufs Zimmer verfrachtet und dann gab es endlich die heiße Dusche.
    Aufgewärmt vom heißen Wasser und mit trockenem Gewand, stapfte ich in die Gemeinschaftsküche um uns Spagetti mit Salat zu kochen.
    Herrlich!
    Während ich noch abwusch, machte sich Alex wieder auf den Weg ins Zimmer, um die Räder herauf zu schaffen und sie für den Transport im Bus auseinander zu bauen.

    Schlußendlich hatten wir beide Räder zu flachen Paketen zusammengeschnürt, unsere Rucksäcke mit Essen vollgepackt und die Packtaschen zusammengebunden, um sie handlich verstauen zu können.
    Und da wir sicher waren, einen männlichen Busfahrer zu haben, lernte ich meine Bitte, unsere Fahrräder auf jeden Fall mitzunehmen, in bestem Englisch,von Alex angesagt, auswendig.

    Wir hatten auch noch unsere nasse Radwäsche gewaschen und getrocknet und so waren wir bereit für den morgigen Tag. Unser Bus sollte morgen vor der Türe des Hostels um 8h15 abfahren. Völlig erschöpft schliefen wir bald ein.
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  • “Alles oder Nichts”

    9 de marzo, Nueva Zelanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Montag, 09.03.2026
    vom Hostel in Invercargill mit dem Bus über Dunedin nach Christchurch
    ins Aalton Motel

    Um 6h war Tagwache, wir machten uns fertig, zogen unsere Radmontur an, denn wenn wir und unsere Räder nicht mit dem Bus mitgenommen würden, müßten wir die Reise mit dem Rad zurück nach Queenstown antreten.
    Wir brachten unsere verpackten Räder und das Gepäck zur Bushaltestelle, und immer wieder wiederholte ich die eingelernten Sätze.
    …und nicht zu vergessen, die Wünsche ans Universum wurden von mir ebenfalls alle 5 Minuten abgeschickt!
    Dann kam der Bus! Noch vollkommen leer, aber es hatten sich schon einige Reisende in die Warteschlange gestellt.
    Ich sah den Busfahrer aussteigen und die Ladeklappen öffnen. Ich steuerte auf ihn zu und sagte mein Satzerl. Und dann durften wir unsere Räder als Erste in den Stauraum packen. Alex half noch sehr viel mit, auch das Gepäck der anderen Reisenden im Bauch des Busses zu verstauen und dem Busfahrer hat dies ganz sicherlich gut gefallen.
    Erleichtert ließen wir uns danach endlich auf unsere Sitze nieder, gaben uns ein High Five, ein Smiley und dann gings schon los. Wir frühstückten unser Porridge, dösten, oder lasen, die Landschaft flitzte an uns vorbei, und immer wieder fiel der Regen auf die Frontscheibe des Busses.
    Wir waren einfach nur froh, nicht im Regen mehr Radfahren zu müssen, und genossen unsere Fahrt im trockenen Bus.
    Und nun endlich konnte Alex unseren Rückflug nach Australien umbuchen. Am Donnerstag, den 12.03. um 9h bekamen wir einen Flug nach Melbourne.
    In Dunedin wechselten wir nach ca. 4,5 Stunden Fahrt in den Bus nach Christchurch. Um ca. 19h waren wir dann endlich da. Alex hatte uns im Hostel noch ein Motel gebucht. Nachdem er unsere Fahrräder in der Haltestelle zusammengebaut hatte, machten wir uns noch auf den Weg zum Woolworth, um für die nächsten Tage unser Essen einzukaufen. Danach gings in Motel, wo es schon dunkel war, als wir dort ankamen. Ein schönes Appartement mit viel Platz.
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