• Nina Fehringer
  • Nina Fehringer

Nina Follows The Sun

❤️lich Willkommen bei meinem Blog zu meiner Weltreise 🤗☀️ Leia mais
  • Nara

    20 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☁️ 8 °C

    Heute beschloss ich Kyoto hinter mir zu lassen und einen Tagesausflug nach Nara zu machen. Praktischerweise gibt es von Kyoto aus eine direkte Zugstrecke, die zwischen normalen Regionalzug, der überall stehen bleibt, und rapid train unterscheidet. Alle Züge waren in meinem JR Pass inkludiert und man benötigte keine Sitzplatzreservierung. Insgesamt fährt man ca eine Stunde dortin.

    Am Bahnhof in Nara angekommen, merkt man, dass Vieles auf Tagestouristen ausgelegt ist: es gibt Schilder mit denen man sich fotografieren lassen kann und ein großes Schild mit ‚Willkommen in Nara’. Ich beschließe mich gleich einmal ins Tourist Office aufzumachen. Dort empfängt mich eine sehr nette Dame, die mir gleich eine Runde mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammenstellt und mir am Schluss einen aus Origami gefalteten Hirsch schenkt, einfach sehr nett. 🥰 So erfahre auch gleich, dass die Stadt sehr bekannt für ihre Hirsche ist, die vor allem im großen Nara Park aber auch teilweise in der Stadt frei herumlaufen. Kaum im Stadtzentrum merkt man das auch: unzählige Souvenirs und Fotomative mit teils animierten Hirschen oder Haarreifen bzw Mützen mit Hirschgeweih versuchen das gleich einmal groß zu vermarkten. Sogar die Corona Regeln wurden mit Rehsmileys dargestellt. Außerdem hat Nara fünf Gebäude, die als Unesco Weltkulturerbe deklariert wurden.

    Mein Sightseeing startet mit der Three-Story Pagoda und dem Kohfukuji Temple (der Eintritt in die Halle war eher enttäuschend und es waren keine Fotos erlaubt, würde ich nicht noch einmal machen). Zu Fuß geht es weiter zum Ukimido Gazebo im Nara Park. Hierbei handelt es sich um zwei Brücken in japanischen Stil mit kleinen Teich rundherum. Mir wurde im Touristenbüro gesagt, dass dort die Zwetschkenblüte sehr gut zu sehen ist. Dort hat aber leider nichts geblüht. Zum Glück habe ich dann später aber doch noch woanders im Park Bäume in Zwetschkenblüte gesehen. Für die berühmte Kirschblüte bin ich leider ca 1 Monat zu früh dran.

    Dann ging es weiter zu meinem persönlichen Highlight: dem Kasuga Taisha Shrine. Der Weg dorthin durch den Wald mit richtig guter Luft und wunderschönen alten Bäumen war schon einmal ein Highlight an sich. Außerdem war der Weg rauf zum Schrein mit alten Laternen aus Stein gesäumt. Dadurch entstand eine tolle Atmosphäre! Spannenderweise hat sogar der Schrein das Hirschthema zum Anlass genommen, um beispielsweise Sprüche mit kleinen Hirschfiguren oder Tafeln mit Wünschen in Form eines Hirschs & Rehs zu verkaufen. Ich bezahlte auch noch einen extra Eintritt, um den gesamten Schrein betreten zu dürfen, der lohnte sich meiner Meinung nach nicht unbedingt. Das einzige Highlight war ein Raum, wo beleuchtete Laternen ausgestellt waren.

    Leider begann es von da an komplett zum Schütten. Weiter ging es dennoch zur Nigatsudo Hall, die praktischerweise gratis ist und einen netten Ausblick auf die Stadt bietet.

    Ein weiteres Highlight für mich in Nara war der Todaji Temple, der größte Tempel der Welt aus Holz, der eine sehr große Buddhastatue beherbergt. Leider ist das Gebäude im Laufe der Zeit immer wieder abgebrannt und musste immer wieder aufgebaut werden sonst wäre alles 3x so groß gewesen. Hier hat sich der Eintritt eindeutig gelohnt: es war wirklich beeindruckend die große Statue und Repliken alter Bücher zu sehen. Beim Ausgang gab es auch noch eine abgenutzte Holzstatue auf der ein Hinweisschild stand, dass jene Körperstellen die einen selbst schmerzen und die man dann an der Figur berührt, heilend wirken sollen. Die Figur war aber wegen Corona abgesperrt.

    Eigentlich wollte ich dann noch den Yoshikien Garden besuchen, der hatte aber leider zu. Der wäre auch gratis gewesen und soll ganz nett sein.

    Zum Abschluss ging ich noch zum Gangoji Temple im Stadtzentrum, weil er auch zu einem der fünf Unesco Weltkulturerben zählt. Dieser war aber eher wieder enttäsuchend im Vergleich zu den Tempeln, die ich in Kyoto gesehen habe.

    Was mir sonst noch in Nara aufgefallen ist:
    Es ist alles fußläufig super erreichbar. Auf den Gehsteigen hin zum Nara Park hatte ich viele Hirsche & Rehe gesehen. Gefühlt sind sie wirklich überall, aber auch oft sehr aufdringlich den Leuten gegenüber: sie schnappten nach Mäntel oder anderen Gegenständen und suchten immer nach Futter. Man hätte an verschiedenen kleinen Verkaufsständen Kekse für die Tiere kaufen und sie damit füttern können. Ich verzichtete drauf, da ich die Tiere allzu gut aus der Heimat kenne und keine Lust auf aufdringliche Hirsche & Rehe hatte 😆 Es gibt auch unzählige Straßenschilder, dass man auf die Tiere aufpassen soll. Sie wurden übrigens von irgendeinen Adeligen unter Schutz gestellt. Der Gedanke war, dass Mensch und Tier in Einklang mit der Natur leben sollen. Deshalb konnten sie sich auch so schnell vermehren. 🦌

    Ansonsten empfand ich Nara als Stadt an sich eher enttäuschend: auf den Straßen war sehr wenig los. Es gab eine Hauptstraße und eine Shoppingstraße, wo sich etwas mehr tat. Die kleinen Gassen in der Altstadt machten leider eher einen verlassenen Eindruck und vermittelten für mich nicht so viel Flair. Dafür gab es mitten in der Shoppingstraße lustigerweise einen Radiosender, der auch live in die Mall sendete. Als ich ein Foto machte, wurde mir gleich freundlich zugewunken ☺️

    Abgesehen von der Hauptsttraktion dem Todaji Temple bin ich relativ wenigen Touristen begegnet, das hat mich etwas überrascht, da die Stadt eigentlich ein beliebtes Ausflugsziel ist.

    Man hätte auch noch mit einem Bus die Tempel auf der Westseite der Stadt besichtigen können, die ebenfalls als Unesco Weltkulturerbe deklariert wurden. Da sich der Eintritt abgesehen vom Todaji Tempel nirgends für mich so richtig gelohnt hat und ich nicht so weit fahren wollte, beschloss ich am Nachmittag bereits zurück nach Kyoto zu fahren. Ein bedeutendes Sight liegt nämlich gleich an der Strecke des Regionalzuges und das wollte ich gleich ausnutzen. Aber hierzu mehr in meinem Eintrag über Kyoto 😉

    Da ich weiß, dass einige meiner Leser*innen Japan im Blick als Reisedestination haben, hier wieder ein persönlicher Tipp: gegen 9 Uhr einen Express Zug nach Nara nehmen. Im Tourist Office einen Stadtplan organisieren, Three-Story Pagoda und Kohfukuji Temple von außen ansehen, Kasuga Taisha Shrine von außen ansehen und Todaji Temple von innen besichtigen. Anschließend durch den Park zurück spazieren, ggf in der einen Straße was Essen gehen und dann mit dem langsamen Regionalzug früher aussteigen und sich den Fushimi Inari Shrine im Süden Kyotos noch ansehen (2h vor Sonnenuntergang sollte man scho dort sein, dh ca 3h vorher von Nara wegfahren).

    Alles in allem hat Nara einen netten Park mit Kasuga Taisha Shrine & Todaji Temple als Highlights. Allzu lange würde ich allerdings nicht für Nara einplanen, für mich hats aber so gut gepasst. ☺️
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  • Kyoto

    21 de fevereiro de 2023, Japão

    Kyoto ist wahrscheinlich jedem ein Begriff, aber was es da genau zu sehen gibt, davon hatte ich keinen Plan. Diese Stadt hat mich mit jedem Tag, den ich hier verbracht habe, mehr begeistert! Abgesehen von einem Ereignis habe ich in diesem Blogeintrag alle meine Erlebnisse von Kyoto hier hineingepackt, die aber nicht jeden Tag hintereinander so passiert sind. Nur als kleiner Hinweis beim Lesen 😉

    Die Ankunft in Kyoto war spät am Abend da ich ja zuvor noch in Hakone war. Ich hatte bereits in Österreich über ein Reiseforum einen Deutschen kennen gelernt mit dem ich mich für den Abend verabredet hatte. Er hatte auch noch drei Bekanntemit. Leider war der Abend aber ein kompletter Reinfall und ich bereute nicht auf mein Bauchgefühl gehört und mich einfach nicht mit ihm getroffen zu haben. Zumindest habe ich einen traditionellen Pflaumenwein probiert und wir kamen mit Einheimischen ins Gespräch, die auf mein ‚I am from Austria‘ meinten: ‚Ah Österreich?‘ und dann kam gar nichts mit Australia, ich war ganz verblüfft! Hab dann gegoogelt, auf Japanisch heißt Österreich ‚Oostenrijk‘ 🇦🇹🇯🇵
    Da Tokio, die Misere in Hakone und auch der Abend sehr anstrengend waren, beschloss ich am nächsten Tag endlich mal auszuschlafen. Ich hatte großes Glück: im 4er Damen Schlafsaal waren wir nur zu zweit. Und die Zweite war eine nette Deutsche, die auch auf Weltreise ist. Leider fuhr sie am nächste Tag weiter nach Tokyo, aber dafür hatte ich die Nacht drauf das Zimmer komplett für mich alleine 😄

    Ich startete meinen Sightseeing Tag gemütlich mal wieder im Tourist Office. Dieses am riesigen Bahnhof Kyotos zu finden war aber leider sehr schwierig. Immerhin konnte ich mir mal einen guten Überblick über die Stadt verschaffen. Es hätte auch zur gleichen Zeit eine Free Walking Tour gegeben, aber ich habe mich dagegen entschieden und wollte mir eigenständig was ansehen. Vom Bahnhof ging ich dann zum Sanjusangen-do Tempel. Der Eintritt war leider ziemlich hoch, aber weil so ein Andrang dort herrschte, dachte ich mir, dass muss sehenswert sein und ging hinein. Der Garten war Winterbedingt leider nicht so toll und man durfte drinnen keine Fotos machen. Außerdem musste man beim Betreten des Tempels die Schuhe ausziehen, dennoch war ich danach wirklich sehr positiv überrascht. Der Tempel war sehr beeindruckend und wird mir definitiv in Erinnerung bleiben. Im Endeffekt war drinnen eine große Halle, wo 100e Soldaten aus Metall im Hintergrund standen. Im Vordergrund war immer eine Gottheit des Buddhismus zu sehen mit einer kurzen Beschreibung für wen sie steht. Im Zentrum des Raumes stand ein großer Buddha.

    Weiter ging es zu einen Friedhof, über den ich eher zufällig gestolpert war. Das war auch spannend zu sehen wie die in Japan aufgebaut sind: Die Grabsteine waren mehr wie Säulen und nicht so wie bei uns so breit. Dann gelangte ich zu meinem eigentlichen Ziel: dem Kiyomizudera Tempel. Da merkte ich erst wo alle Touristen in Kyoto wirklich waren. Dieser Tempel ist für seine Aussicht auf die Stadt beliebt. Viele Einheimische waren auch in traditionellen Kimonos unterwegs. So sah ich zum ersten Mal Kimonos für Frauen und Männer. Die Damen hatten alle passende Handtaschen zu den Kimonos an und trugen Flip Flop-artige Schuhe. Darüber hinaus hatten sie alle Ballfrisuren mit Blüten- oder anderen Haarschmuck. Alle Einheimischen waren definitiv auf die besten Fotos aus und es entstand ein regelrechtes Fotoshooting. Außerdem konnte ich einige Traditionen beobachten: beispielsweise gab es einen Wasserbrunnen, wo das Wasser von oben herunterran. Die Leute nahmen sich einen sehr langen Schöpfer und schöpften damit Wasser ab, um sich kurz damit zu waschen. Die Anlage war wirklich sehr weitläufig und richtig schön. 😄

    Von diesem Tempel aus gelangte man in die Altstadt und die gefiel mir ebenfalls richtig gut! Die kleinen Gässchen bezauberten mich. Sie wirkten traditionell japanisch und hatten manchmal noch so kleine Laternen rechts und links hängen. Das hatte einfach ein tolles Flair! Darüber hinaus gab es viele Snacks und Souvenirs zum Kaufen. Ich probierte mich gleich wieder durch die lokale Küche: Fischkuchen mit Käse fritiert, grausige Reisbällchen mit komischer Soße, ein Zimt-Brandteigkrapfen mit Vanillecreme, es war alles dabei 😆 Es gibt dort auch einen Starbucks im Stil eines traditionelle japanischen Teehauses mit Pölstern am Boden zum Sitzen und extrem niedrigen Tischen. Der war erwartungsgemäß auch sehr überlaufen, bot aber ein sehr gutes Wlan zum Skypen 😏

    Was ich wieder eher enttäuschend fand war, dass die Geschäfte echt früh zusperren: zwischen 4 und halb 5 hat man kaum mehr was zu Essen bekommen und wenn dann die Sonne vollends untergegangen ist, waren die Gassen komplett ausgestorben. In den Restaurants im modernen Teil Kyotos war noch ein wenig was los, aber die Bars waren trotz des Wochenendes teilweise komplett ausgestorben. Ich ging oft ins Hostel zurück ohne eine einzige Person zu treffen. Ich fühlte mich jetzt deswegen nicht unsicher, es verwunderte mich einfach nur sehr, insbesondere nach dem lebhaften Tokyo.

    Am nächsten Tag machte ich auf der Rückfahrt von Nara noch einen Zwischenstopp beim Fushimi Inari Taisha Schrein im Süden von Kyoto. Der Schrein ist sehr bekannt, da er ein Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung auf den Mount Inari ist. Der Wanderweg geht durch einen Wald und wird durch Torii Tore geprägt, die zu 1000en den Wanderweg markieren und durch die man durchgehen kann. Die Tore wurden von Privatpersonen gespendet: umso größer das Tor umso größer die Spende (2800€-7000€ ca. umgerechnet). Auf der Rückseite eines jeden Tores ist der Name des Spenders und das Datum der Spende in schwarzer japanischer Schrift eingeritzt. Man startet unten mit dem großen Schrein und mit kleinen Toren den Wanderweg. Bis zur Spitze des Berges werden die Tore immer größer und wenn man sich umdreht sieht man die Initialen eingeritzt. Es war bei mir ein Wettlauf gegen die Zeit, da ich nur ca eine Stunde vor Sonnenuntergang dort ankam. Ich beeilte mich beim Aufstieg und wurde dann belohnt: ich schaffte es noch bis zum Gipfel und sah einen tollen Sonnenuntergang über Kyoto. Und das Beste: der Eintritt war sogar gratis! Es war wirklich ein einmaliges und tolles Erlebnis 🥰

    Den zweiten richtigen Sightseeing Tag in Kyoto startete ich mit dem Kauf eines Tagestickets für den Bus und der Fahrt zum Kinkakujo (goldenen) Tempel. Leider muss man in Kyoto für jeden Eintritt in einen Tempel extra Eintritt zahlen und das läppert sich nach der Zeit wirklich zusammen. Diese fand ich natürlich nicht so prickelnd. Zudem kann man die Eintritte, wie auch das Streetfood, nur bar bezahlen. Aus diesem Grund benötigt man doch einiges an Bargeld in Japan. Der Tempel war komplett überlaufen, richtig schlimm, wie viele Gruppen da auch plötzlich waren. Der Tempel war gefühlt mitten im nirgendwo und man konnte da auch nirgends reingehen. Es war einfach eine Gartenanlage mit einem Gebäude drinnen. Als ich mich vom Hostel auf den Weg gemacht hatte, hatte es schon intensiv geschnien: so richtig dicke Flocken. Zum Glück konnte man sich im Hostel gratis große Schirme ausborgen. Als ich beim Tempel angekommen war, war alles komplett in weiß gehüllt. Ich fühlte mich wie im Winter Wonderland ❄️🌨️ Deshalb war das Flair beim Tempel trotz der vielen Leute schon sehr nett. Dennoch empfand ich den Hype um den Tempel etwas übertrieben.

    Dann ging es mit dem Bus weiter zum Kyoto Imperial Palace: wie in Tokio empfand ich ihn erneut als sehr enttäuschend. Man durfte zwar gratis alles beischtigen, aber abermals konnte ich fast nichts sehen, weil der Eintritt in die Gebäude verboten ist. Zeitgleich zog ein richtiger Schneesturm an mir vorbei, das war mir dann doch etwas zu kalt. 🥶

    Dann ging es zum Ginakuji Tempel (Silberner Pavillon), der mich nun aber wirklich enttäuschte. Vielleicht ist der Garten im Sommer ganz nett und die Aussicht vom höchsten Punkt auch, aber durch das Schneegestöbere sah ich nicht viel und konnte den Hype um den Tempel ebenfalls nicht so ganz nachvollziehen. Darüber hinaus durfte man dort wieder nirgends hineingehen.

    Anschließend ging ich von dort aus den Tetsugaku-no-michi (Path of Philosophy), einen Gehweg an einem kleinen Fluss. Abermals begegnete ich kaum einer Menschen Seele und muss auch sagen, dass der Weg im Winter nicht viel hergibt. Ich sah einzig eine Dame, die obdachlose Katzen fütterte 😆 Man hätte von hier weitere Tempel besichtigen können, aber ich wollte mir vor Ladenschluss nochmals die Alststadt in Ruhe ansehen. Aus diesem Grund ging ich einfach nur den Weg ab.

    Einen Tempel hatte ich noch auf meiner Liste stehen und der war definitiv wieder ein Highlight meines Kyoto Besuchs: der Eikan-do Tempel. Diesen großen Tempe konnte man zum Glück von innen besichtigen. Hierfür musste man die Schuhe ausziehen und konnte sich viel zu kleine japanische Holzschlapfen ausleihen. Da der gesamte Sightseeing Weg leider draußen war, wars wirklich sehr frisch. Leider gab es wieder für die meisten Teile ein Fotografierverbot. Dennoch hatte man das Gefühl beim Durchgehen in eine komplett neue Welt einzutauchen: das traditionelle Japan. Am Boden waren überall Tatami Matten ausgelegt, es gab die berühmten Koi Fische in einigen kleinen Teichen, der Garten war wirklich schön angelegt, man hatte von einer Pagode einen tollen Blick auf die Stadt, es gab einen kleinen Friedhof und am beeindruckendsten fand ich eine große Halle in gold, die zur Anbetung von Buddha dient. Dort gab es riesige Laternen aus gold und die Atmosphäre war irgendwie magisch 🥰

    Leider war ich dann doch eher schon zu spät für die Altststadt dran, da das beste Essen bereits ausverkauft war und die Geschäfte auch langsam aber sicher zusperrten. Deshalb ging ich dann über den Mariyama Park noch ins berühmte Geisha Viertel. Leider hatte da natürlich auch schon fast alles zu, aber ich stieß noch zufällig auf den Yasaka Schrein, der noch einmal richtig schön in der Dunkelheit mit unzähligen Laternen beleuchtet war 😇

    Vom Wetter hatte es sich am Nachmittag dann zum Glück etwas beruhigt, dennoch war der Tag richtig kalt und ich hatte im Allgemeinen das Gefühl, dass Kyoto schon um einiges frischer war als zuvor Tokyo. Ich hatte alle Schichte an, die ich mithatte und es war teils schon grenzwertig. Aber dafür hab ich jetzt auch noch einen Schneesturm im Zuge meiner Weltreise miterlebt 😂🌨️💨

    Das Tagesticket für den Bus hat sich definitiv rentiert. Das Bus Fahren ist zum Glück relativ einfach in Japan. Es gibt einen übersichtlichen Plan mit einer Karte der Stadt und den Buslinien und auf den Bussen und an den Haltestellen stehen auch immer groß die Nummer in für uns lesbarer Schrift. Spannenderweise tragen die Busfahrer, wie im Fernsehen, ein eigenes Mikrofon am Kopf und sagen immer die Stationen durch. Außerdem tragen sie einen Anzug und haben Handschuhe an. Auch beim Busfahren ist in Japan natürlich alles verkehrt: zunächst steigt man hinten ein und erst beim Aussteigen muss man vorne aussteigen und seine Tickets beim Busfahrer herzeigen. 😂 Wenn man so wie ich an einem Tag die weitläufigen Tempel mit dem Bus erkundet, kann man den Rest rund um die Altstadt gut zu Fuß besichtigen.

    Nach der Teezeremonie, für die es einen eigenen Eintrag gibt, fuhr ich mit dem Regionalzug in den Westen der Stadt nach Arashiyama. Ich wollte mir hier unbedingt zwei Dinge ansehen: den Arashiyama Affen Park und den Bambus Wald. Da es schon später Nachmittag war beeilte ich mich zum Affenpark zu kommen. Als ich beim Eingang war, war es 16.05 Uhr. Nur leider ist der letzte Einlass um 16 Uhr. 🙈 Etwas enttäuscht schlenderte ich so durch die Stadt und war positiv überrascht: es gab viele Essensstandln, Restaurants, Geschäfte und die Straßen waren belebt. Sehr spannend für mich war, dass es dort einige Geschäfte gibt wo man sich Kimonos ausborgen kann. Man kann zwischen normalen und speziell Traditionellen auswählen und als Frau kann man noch extra zahlen, um sich die Haare hochstecken zu lassen. Insgesamt habe ich Angebote für Tagesrenten für 25-30€ gesehen. Auch hier hätte es wieder einen großen Tempel zum Ansehen gegeben, der war aber ebenfalls schon beim Zusperren. Also machte ich mich direkt zum Bambuswald auf. Auf einigen Rundwegen kann man sich die riesigen Bambusbäume ansehen. Das war echt cool. 😄 Es gab auch mitten drinnen einen netten Schrein und es fuhren einige ‚Menschentaxis‘ mit Personen durch (ein Wagen wo Menschen draufsitzen, sie von einem Menschen wie von einem Pferd gezogen werden). Ich spazierte noch ein wenig durch den Ort und stellte fest, dass ich lustigerweise sehr viele Essensangebote bereits probiert hatte bzw wusste, dass sie mir nicht schmeckten. Also kulinarisch kenne ich mich mittlerweile schon ganz gut in Japan aus 😏

    Am Abend ging ich am Bahnhof noch Ramen essen. Das praktische an Bahnhöfen in Japan ist, dass es oft eigene Etagen nur mit Essen gibt und man eine sehr große Auswahl hat. So wie in Tokyo gibt es auch in Kyoto am Bahnhof eine ‚Ramen Street‘, wo sich ein Ramen Lokal an das Andere reiht. Ich wählte ein Lokal aus und musste mich zuerst anstellen, um an einem Automaten mein Essen auszuwählen und zu bezahlen. Dann erst durfte ich mich in die echte Schlange fürs Niedersetzen im Lokal anstellen. Auch wenn man immer vom Kellner gefragt wird für wie viele Personen man einen Tisch will und ich ja offensichtlich immer nur eine Person bin, ist der Vorteil am alleine essen, dass man oftmals schneller einen Platz bekommt 😆 endlich aß ich die berühmten Ramen und ich muss ehrlich sagen: ich war enttäuscht. Es waren in der Suppe/Soße drei verschiedene Fleischstücke vom Schwein (auf zwei war einfach gefühlt nur Fett drauf), Nudeln, Frühlingszwiebel, irgendwas Braunes das ich nicht identifizieren konnte und ein gekoches Ei, dass außen braun von der Suppe war. Es war geschmacklich einfach komisch würde ich es zusammenfassen 😅 Aber egal, ich habe es von meiner Essensliste abgehackt ✔️

    Beim Durchspazieren durch den Bahnhof zeigte sich Kyoto für mich wieder von einer ganz anderen Seite: Es gab eine kleine Brunnenshow mit Musik und Beleuchtung, eine große Treppe wurde mit Animationen beleuchtet, es gibt einen gratis zugänglichen Skywalk, wo man eine tolle Aussicht auf den Kyoto Tower hat und der Bahnhof bietet einen Donutladen, der Vanillekrapfen anbietet. So konnte ich den Faschingsdienstag doch noch mit euch im Geiste mitfeiern 🥳🤠 Natürlich wird der sonst in Japan nicht gefeiert.

    Da es mir keine Ruhe gelassen hatte, dass ich um fünf Minuten den Eintritt zum Arashiyama Affen Park verpasst hatte, beschloss ich am nächsten Tag nochmals hinzufahren. Dieses Mal kannte ich die Öffnungszeiten ganz gut und konnte raufgehen 😆 Der Weg vom Eingang auf den Gipfel das Berges war ca 20 min bergauf. Der Aufstieg lohnte sich definitiv, da man neben einen tollen Ausblick auf Kyoto auch noch unzählige Affen bestaunen konnte. Die Makakken, die dort leben, können von einem geschützten Haus aus mit einem Zaun gefüttert werden. Es gab einige Babys und die Affen waren zum Glück überhaupt nicht listig oder angriffslustig. Darüber hatte ich mir nämlich schon etwas Sorgen gemacht. Es gab oben auch zahlreiche Aufseher, die auf die Affen und deren Verhalten achteten. Glücklich, dass ich es doch noch hochgeschafft hatte, fuhr ich weiter nach Osaka. Das lest ihr dann aber in einen eigenen Blogeintrag ☺️

    Nach so vielen Erlebnissen kann ich folgendes sagen:
    Der Kontrast zwischen komplett überlaufenen Tempeln und Sights, wo ich fast komplett alleine war, war schon sehr spannend.
    Da ich mit wenigen Erwartungen nach Kyoto gefahren war und mich auch zuvor nicht wirklich über die einzelnen Tempel informiert hatte, war es jedes Mal aufs Neue spannend, was es dort zu sehen gab. Ich war teilweise wirklich sehr positiv überrascht, teilweise verstand ich den Hype gar nicht.
    Ich habe mir in meiner Zeit hier wirklich immer nur ein ‚Best Of‘ der Tempel und anderen Sights angesehen. Kyoto hat wirklich sehr viel zu bieten und ist echt eine coole Stadt. Beispielsweise hätte man noch einen Halbtagesausflug in den Norden mit kleinen Wanderungen machen oder sich die Burg Kyotos ansehen können. Einzig, dass alles so früh zusperrt und am Abend so wenig los ist, habe ich schon als enttäuschend empfunden.
    Der Winter in Kyoto ist schon ziemlich frisch und für so viel Sightseeing eher nur bedingt zu empfehlen.

    An alle, die demnächst vl nach Japan reisen wollen: Ich gehe davon aus, dass ihr Kyoto nicht auslassen werdet und empfehle mindestens 4 Nächte in Kyoto zu schlafen und sich entweder 2 volle Tage oder eher 3 Tage Zeit für das Wichtigste Zeit zu nehmen.

    Meine Highlights in Kyoto waren:
    -Von den Tempeln: Eikan-do Tempel, Kiyomizudera Tempel, Sanjusangen-do Tempel
    -Von den Stadtteilen: Altstadt, Arashiyama (inkl Bambuswald & Affenpark), Fushimi Inari Taisha Schrein im Süden

    Alles in allem hat mir Kyoto wirklich außerordentlich gut gefallen! Es gibt so viele abwechslungsreiche Dinge zu entdecken: alte Tempel, Altstadtgassen, Bambuswälder, den Affenpark, der Fushimi Inari Taisha Schrein mit seinen unzähligen roten Toren und die Teezeremonie waren für mich alles Highlights 😄🥰
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  • Himeji & Hiroshima

    22 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ⛅ 7 °C

    Für diese Städte hatte ich mir im vorhinein schon Shinkansen Verbindungen über Google Maps rausgesucht und war zunächst vollends begeistert über die guten Verbindungen. Realität am Bahnhof von Kyoto war aber, dass die meisten dieser Züge von der Nutzung meines JR Passes ausgeschlossen sind. Daraufhin hatte ich nur mehr zwei Optionen: entweder fast 1h auf den nächsten Zug nach Hiroshima warten oder doch gleich in den nächsten 10min nach Himeji fahren. Eigentlich war mein ursprünglicher Plan direkt nach Hiroshima zu fahren, aber durch die lange Wartezeit änderte ich ihn spontan.

    In Himeji benutzte ich eines der Schließfächer am Bahnhof und quetschte meinen riesen Rucksack in ein kleineres Fach, um Geld zu sparen. Es ging sich gerade noch aus 😆
    Ich steuerte mal wieder gleich das Tourist Office an und bekam im Anschluss gratis eine Postkarte von Himeji, sehr nett ☺️

    Heute hatte ich zum Glück strahlenden Sonnenschein 😎 Ich nutzte das Wetter gleich, um die kurze Strecke zwischen Bahnhof und der Hauptsehenswürdigkeit von Himeji, der Burg, zu Fuß zurückzulegen.

    Insgesamt war die Burg außen sehr schön, innen eher schlicht da es fast keine Ausstellungsstücke mehr gab und immer die gleiche Geschichte auf verschiedenen Täfelchen stand. Immerhin konnte man 6 Stockwerke hochgehen und hatte von oben eine schöne Aussicht auf Himeji.

    Nach ca 2,5h ging ich wieder zum Bahnhof zurück und beschloss gleich weiter nach Hiroshima zu fahren. Es hätte auch noch einen Garten bei der Burg zum Besichtigen gegeben, aber den ließ ich aus. Rechts neben der Hauptstraße zur Burg gab es auch, wie in anderen japanischen Städten, eine überdachte Shoppingmeile und beim Bahnhof gab es viele Lokale.

    Alles in allem zu Himeji: Die Burg war schon sehenswert, auch wenn es in Kyoto ebenfalls eine Burg gegeben hätte. Als Zwischenstopp hat es gut gepasst, mehr Zeit hätte ich dort aber nicht verbringen wollen.

    In Hiroshima angekommen, informierte ich mich wieder beim Tourist Office wie ich am Besten in die Stadt komme. Zum Glück fuhr in den nächsten fünf Minuten ein Touristenbus ab, der mich direkt ins Stadtzentrum brachte und durch meinen JR Pass auch noch kostenlos war. Das war zum Glück perfektes Timing: ich konnte das Friedensmuseum im Zentrum Hiroshimas noch eine Stunde besichtigen. Der Schwerpunkt des Museums war vor allem der zweite Weltkrieg und die Atombombe und deren Folgen. Es war sehr bedrückend Kleidungsfetzen, Fotos und andere Objekte von damals zu sehen. Ich verließ das Museum mit einem sehr unguten Gefühl.
    Anschließend ging ich noch im Peace Park herum und sah mir die verschiedenen Denkmälernund Gebäude an. Es gibt noch ein Gebäude, eine ehemalige Fabrik, die ganz in der Nähe der Bombenexplosion steht und noch immer teilweise erhalten ist. Anschließend wartete ich auf den nächsten Touristenbus und fuhr wieder zum Bahnhof zurück, da meine Unterkunft von hier aus am besten zu erreichen war.

    Im Restaurantviertel am Bahnhof aß ich dann Okonomiyaki, ein traditionelles Gericht, welches vor mir live zubereitet wurde. Es besteht aus einem dünnen Fladen, mit Nudeln, einem Spiegelei, etwas Fleisch, Kraut, einer eigenen Soße und einem grünen Gewürz, und je nach Wahl aus Shrimps, Oktopus, Auster oder nur Käse. Das war dann mein eigentliches Highlight des Tages. 😏 auch spannend beim Essenbestellen war, dass es hier wieder nur ein Ticketsystem gab: man musste zuerst sein Ticket in einer eigenen Schlange kaufen, dann konnte man sich erst in der normalen Schlange zum Hinsetzen anstellen. Diese Automaten nehmen auch nur Bargeld.

    Von meiner Wahl der Unterkünfte hatte ich das Gefühl, dass die Qualität von Ort zu Ort immer weiter abnahm und teurer wurde. Aber das lag hauptsächlich daran, dass ich das alles relativ spontan gebucht hatte und nicht mehr so viel frei war. Die Gastgeberin der Unterkunft war dennoch sehr nett, ich konnte mit ihr ein wenig über das japanische Gesundheitssystem reden, war wieder sehr spannend.

    Was mir sonst in Hiroshima auffiel: es sind sehr viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs. Mir kam es etwas wärmer vor als in Kyoto. Es ist alles sehr neu gebaut, was auch logisch ist, wenn man sich die Geschichte ins Gedächtnis ruft, und es hat leider nicht so viel Charme für mich. Es ist sehr auf Touristen ausgerichtet und ich habe auch sehr viele überall gesehen.

    Alles in allem zu Hiroshima: Geschichtlich bedeutungsvoll mit sehr erschütternden Museum. Die Stadt an sich war auf den ersten Blick für mich nichts Besonderes.
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  • Miyajima

    23 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☁️ 11 °C

    Heute stand von Hiroshima aus ein Tagesausflug nach Miyajima an. Was wieder einmal sehr positiv hervorstach: durch den JR Pass war alles gratis dabei und ich musste somit für die An- & Rückreise nichts extra bezahlen. Zunächst musste ich einen Zug nehmen und dann in die Fähre nach Miyajima umsteigen. Die Fahrt mit der Fähre dauerte nur 10 Minuten und fühlte sich an als würde man gar nicht fahren, so ruhig glitt das große Boot durchs Wasser. Außerdem gab es oft Verbindungen, was die Anreise wirklich sehr angenehm machte.

    Trotz der angenehmen Anreise begann der Tag leider schlecht: da bei den japanischen Unterkünften nie ein Frühstück dabei ist, kaufte ich mir zu Beginn eine große Packung Müsli, die ich abgepackt immer mit mir herumtrug. In Miyajima angekommen, begann ich sofort zu frühstücken und studierte gerade noch den Stadtplan, den ich mir bei der Touristeninfo geholt hatte, als ich auf einmal merkte, dass eine Familie vor mir steht und hinter mich schaut. Da merke ich: Das Reh frisst gerade in meinem Müslisackerl 😅 Anstatt dass mich die Familie darauf aufmerksam macht, macht sie einfach nur Fotos und lacht. Da ich noch einen großen Hunger hatte, war mir in dem Moment nicht nach lachen zu mute. 😆

    Offensichtlich laufen hier wieder Hirsche & Rehe wie in Nara herum. Hier war es dann nichts mehr Besonderes sondern eher nervig: Sobald man etwas abseits war und etwas zu Essen in der Hand hatte, waren sie schon zur Stelle. Angeblich haben hier auch einmal Affen gelebt, die aber umgesiedelt wurden.

    Ich beschließe die Innenstadt einmal auf mich wirken zu lassen und bin vollends begeistert über das tolle Essensangebot! 😄
    Spannemderweise gibt es an jedem zweiten Stand etwas mit Austern: roh, gebraten in der Muschel, Stücke gebraten am Spieß, frittiert, in einem Curry Weckerl das ebenfalls fritiert ist, mit einem Gratin garniert,… unzählige Variationen. Ich beschließe wieder so mutig zu sein und dieses Mal eine gebratene Auster zu Essen. Bei einem Lokal war eine besonders lange Schlange, da hatte ich ein gutes Gefühl. Pro Stück mit einem Leitungswasser kostet eine gebratene Auster gerade mal 2,30€. Es hat besser geschmeckt als die rohe Auster in Tokio, aber ich werde dennoch kein Austernfan mehr werden 😆

    Neben der Auster probierte ich mich weiter durch das Streetfoodangebot: ich aß ein frittiertes Weckerl mit Curry gefüllt (das japanisches Curry ist ganz anders als das Indische: dunkler, nicht scharf und sehr lecker), einen Erbeerspieß mit Schokolade überzogen, es gab auch Fischspieße in verschiedenen Variationen: ich entschied mich für Spargel & Speck (war eher nur ok, kam mir ein bissl vor wie ein Chicken Nugget, nur als Fisch Misch Masch). Und mein absolutes kulinarisches Highlight hier:
    Momiji Manju (=eine Waffel mit Füllung in Form eines Ahornblattes) 😍 das gab es als Original, frittiert oder als Croissantversion. Als Füllung gab es die Lieblingsversion der Japaner*innen: rote Bohnenpaste in allen Varianten (große Bohnen, püriert, mit Lavendelgeschmack,…). Aber auch Custard Cream (Vanillecreme), Schokolade, Apfel, Topfen und Zitronencreme standen zur Auswahl. Sie sind eher klein, aber dafür auch nicht teuer. Ich hab mich für Custard Cream, Apfel, dunkle & weiße belgische Schokolade & eine Art Nutella entschieden und sie waren alle wirklich sehr lecker! 🥰 die frittierte Version war auch sehr beliebt, ich fands gut, aber die Croissant Version & die normale Version waren gecshmacklich für mich noch einmal drüber 😉
    Außerdem gab es dort als lokale Spezialität eine Limonade aus Zitronen für ca 3,50€. Dafür konnte man dann für ca 1,40€ den Becher mit jedem beliebigen Getränk wieder auffüllen. Im Winter eine Limonade mit Eiswürfeln wollte mir nicht so eingehen, deswegen habe ich mir noch ein Momiji Manju mehr gekauft 😏

    Aber nun mal zu Miyajima und nicht nur zum Essen 😆
    Die Hauptattraktion in Miyajima ist definitiv das O-torii Tor. Was ich sehr spannend und auch lustig fand: als ich ankam stand das Tor mitten im Meer und es sind dort Ausflugsboote hingefahren. Durch die Ebbe am Abend konnte man sogar zu Fuß hingehen und ganz nah beim Schrein Fotos machen.

    Gleich neben dem Tor steht der Itsukushima Schrein: von hier aus hatte man einen guten Blick auf das Tor. Netterweise fragte mich ein Herr, ob er ein Foto von mir machen sollte. Leider gab es eine Schlange für das Foto, aber war trotzdem sehr nett ☺️

    Eine weitere Attraktion dort ist der Mt Misen: viele Besucher:innen fahren mit der Seilbahn auf den Berg und gehen dann runter. Das wollte ich eigentlich auch so machen, nur leider haben gerade Wartungsarbeiten stattgefunden, sodass mir eine Möglichkeit geblieben wäre 4h hin & zurück zu wandern. Da ich in Kyoto die letzten Tage schon über 20km jeden Tag gegangen und gestern in Hiroshima mit dem schweren Rucksack ewig herumgelaufen bin, war es mir das nicht wert. Außerdem sah das Wetter sehr bewölkt aus, da wäre es für mich auch fraglich gewesen wie viel man am Ende dann wirklich gesehen hätte.

    Letztendlich bin sehr froh über meine Entscheidung: ich war lange in der Altstadt und bin bei den Spazierwegen rundherum spaziert und habe einige nette Orte entdeckt. 😊 Sobald man sich zwei Straßen von der Fußgängerzone entfernt hatte, war man ganz alleine und das war bei den vielen Trubel im Zentrum sehr angenehm. Es gab auch einige Spazierwege zu Aussichtspunkten rundum die Stadt: meistens waren die Aussichtspunkte zwar eher enttäuschend außer Einer beim Restaurant „…The View“. Hier konnte man aus toller Perspektive den Sonnenuntergang beobachten.

    Es gab noch ein überraschendes Highlight, weil ich da eigentlich gar nicht hin wollte und mich verlaufen hatte: den Daishoin Tempel. Es war eine richtig schöne Anlage, die sogar gratis war. Und es war einer der schönsten Tempel, die ich bis jetzt in Japan gesehen hatte! Überall standen kleine sehr süße Buddha Figuren aus Stein mit gehäckelten Mützen am Kopf herum. Am Ende des Geländes gab es noch die Henjokutsu Höhle mit vielen leuchtenden Laternen & Statuen drinnen, hier herrschte eine besondere Atmosphäre 😍

    Leider sperrten auch hier, wie in Kyoto, alle Geschäfte sehr bald zu (gegen halb 5). Ab 18 Uhr war ich selbst in den geschäftigen Gebieten tagsüber fast komplett alleine unterwegs, irgendwie komisch.

    Als Tipp, falls ihr selber mal plant herzukommen: ich würde tendentiell eher auf Miyajima als in Hiroshima schlafen oder wirklich früh von Hiroshima starten. Vor Corona musste man anscheinend teilweise über eine Stunde anstehen, um zur Insel zu gelangen. Zum Glück hatte ich überhaupt keine Wartezeit, aber mit so was sollte man rechnen und kann dem auch mehr aus dem Weg gehen, wenn man den Tag bereits auf der Insel startet. Und bitte nehmts mir einige Momiji Manju mit 😉

    Alles in allem hat mir Miyajima wirklich sehr gut gefallen, insbesondere kulinarisch als auch als Stadt (Highlights Ebbe/Flut beim O-torii Tor & Daishoin Tempel) und auch das öffentliche Verkehrssystem dorthin 😄
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  • Onsenbesuch

    24 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ 🌧 7 °C

    Ich hatte einige Dinge auf meiner Liste stehen als ich mich entschloss nach Japan zu fliegen. Eine Sache davon war einen Onsen zu besuchen. Es gibt in Japan einige Orte, die für ihre Onsen bekannt sind. Jedoch sind die alle mehrere Stunden mit dem Zug entfernt und für einen Tagesausflug leider sinnlos. Zufällig stolperte ich bei meinen Recherchen über eine Art Onsen Therme in Osaka: „Spa World“. Auch wenn ich mir den Onsen Besuch eher idyllisch im Wald irgendwo im nirgendwo vorgestellt hatte, musste ich mir eingestehen, dass es keinen Sinn hatte fünf Stunden an einem Tag hin und herzufahren, um vielleicht nicht einmal drei Stunden im Onsen dann verbringen zu können. Übernachtungen waren so kurzfristig leider auch nicht mehr möglich. Also ging es vom Hauptbahnhof in Osaka mit einer S-Bahn gratis (weil im JR Pass inkludiert) zum Onsenkomplex.

    Dort angekommen war ich zunächst nicht so begeistert: alles auf japanisch angeschrieben und man musste bar bei einem Automaten sein Ticket kaufen. Positiv überraschte mich wiederum der Ticketpreis: 10,50€ umgerechnet für ein Tagesticket! In Österreich kann man davon nur träumen 😆Anschließend musste man sich mal wieder die Schuhe ausziehen und in einem eigenen Schließfach verschließen.

    Bevor es nun mit meinen Schilderungen zum Tag weiter geht noch kurz eine Einführung zum japanischen Onsen: Frauen und Männer haben jeweils getrennte Bereiche, da im Onsenbereich Kleidungsverbot herrscht, dh alle dort nackt sind. Flip Flops werden nirgends getragen, es gibt maximal Schlapfen für die Toilette. Onsen sind natürliche Heilquellen, die diverse wohltuende Stoffe beinhalten und sind bei den Japaner*innen sehr beliebt. Es ist oftmals wirklich sehr heißes Wasser und klar über unserer normalen Thermenwassertemperatur. Man darf in den meisten Onsen kein Tatoo haben, egal wir groß es ist. Wenn man trotzdem versucht reinzugehen, wird man wieder rausgeschmissen. Die Japaner verbinden das nämlich mit der berühmt berüchtigten Jakuza, die anscheinend alle stark tätowiert sind.

    Die Spa World ist auf vier Stockwerke aufgeteilt: es gibt einen europäischen Onsen Bereich (dieses Monat für die Männer reserviert), einen asiatischen Onsen Bereich (dieses Monat für die Frauen reserviert), einen Kinderbereich und einen eigenen Wellnessbereich inkl Restaurantbereich. Männer und Frauenbereiche wechseln monatlich. Ich habe mich sehr gefreut, dass dieses Monat der asiatisch gestaltete Bereich offen hat!
    Es gibt auch strenge Regeln bezüglich Handy, Lautstärke, Essensverbot im gesamten Gebäude,… Aus diesem Grund konnte ich natürlich kaum Fotos machen.
    Wie gesagt war alles auf Japanisch angeschrieben, selbst die Personen bei der Information konnten nur Japanisch. Immerhin bekam ich einen kleinen Zettel auf Englisch mit den Dos & Donts in einem Onsen mit.

    Nachdem ich meinen großen Rucksack zum Glück gratis in einem eigenen Schließfach verstauen konnte, besorgte ich mir ein kleines Handtuch (das anscheinend fürs Gesicht und nicht zum Abtrocknen im Onsenbereich verwendet wird) und ging in den Onsenbereich. Zunächst wurde man bis zur Hüfte mit Wasser automatisch bei einem Durchgang abgespritzt, dann konnte man mit so kleinen Schaffeln zwischen warmen & kaltem Wasser zum ‚Vorduschen‘ wählen. Es gab auch Badehauben zum gratis nehmen.

    Dann erkundete ich das Gelände: es gab einen eigenen Bereich, der wie ein Hammam aussah, einen Bereich, der an Singapur angelehnt ist, einen Außenbereich (nicht wie bei uns mit Becken zum Rausschwimmen, sondern drei kleine Pools draußen verstreut und zwei Badewannen, die mit heißem Wasser gefüllt waren), einen Bali Bereich und noch zwei Bereiche, die auf mich japanisch wirkten. Darüber hinaus konnte man einige Saunen und Dampfbäder benutzen. Spannenderweise gab es nirgends größere Becken zum Schwimmen oder Whirlpools. Die Becken waren alle zum Sitzen oder zum Liegen gedacht und zu 80% richtig heiß und mindestens über 40*. Das hat mich an unsere Thermen erinnert, wo es auch immer so kleine Becken auf der Seite gibt, die oftmals viel wärmer sind als das große Becken sind. Nur dass dir japanischen Onsen noch einmal viel viel heißer waren. Ein Becken war mit einem speziellen Salzwasser gefüllt, ein anderes Wasser erzeugte an meinem ganzen Körper unzählige ganz kleine Luftblässchen, ein Becken bot so eine Art ‚Stromstoßmassage‘ an (war nicht auszuhalten für mich und alles andere als entspannend), ein anderes Becken hatte für mich eher ‚normales Wasser‘. Im japanischen Bereich gab es die Tatami Matten zum einfach hinlegen (man verwendete das Gesichtshandtuch als Kopfpolster) und einfache Plastikliegen ohne Untermatte. Vor einem Becken gab es einen Fernseher und in einem anderen Bereich wurde Musik gespielt.
    Am Ende konnte man sich beim Ausgang ein großes Handtuch nehmen und es gab rosa Nachthemden in zwei Größen zur Entnahme. Alle Damen laufen außerhalb des Onsen mit so etwas herum. Also habe ich nicht lange gezögert und mich angepasst (siehe Foto 😆).

    Später schaute ich mir noch den Kinderbereich an: das ist wie bei uns, man benötigt einen Bikini, es gibt einen Wasserspielplatz und zwei Rutschen für die man extra zahlen muss. Leider hätte ich alleine nur mit einer fahren können und so ein Rutschenfan bin dann auch wieder nicht. Dafür hab ich mir später mal so ein Softeis gegönnt, was die Japaner ständig hier, auch im tiefsten Winter, essen. Was mir noch im Kinderbereich aufgefallen ist: alle Frauen und auch sehr viele Männer hatten über dem Bikini noch eine Badeschicht an. Lange Leiberl, drei viertel Hosen oder sogar Leggins. Ich konnte keine Frau neben mir in Bikini sehen. Schon spannender Kontrast: im Onsen ist keine Kleidung erlaubt, hier hingegen kann man nicht genug anhaben 😅

    Es hätte dann noch eine Etage mit eigenem Spa Bereich gegeben. Den habe ich aber nicht genutzt, weil man hierfür extra zahlen musste und ich schon glücklich mit den diversen Onsen war.

    Zum Herumliegen gab es außerhalb des Onsen Bereichs eine eigene Ruhezohne mit Matratzen am Boden oder großen Stühlen. Außerdem wurden gratis große Decken zum Zudecken zur Verfügung gestellt und an der Wand gab es viele Fernseher. Wenn man da auch was hören wollte, konnte man beim großen Sitz den Kanal und die Lautstärke einstellen.

    Zum Glück war es gar nicht überlaufen den ganzen Tag über. Es kamen oftmals zwei Freundinnen gemeinsam oder auch Mütter mit ihren Kindern (kleine Burschen durften auch mit rein). So entspannt habe ich selten einen Thermenbesuch in Österreich erlebt.

    Am Ende des Tages gab es Duschen zum Sitzen oder Stehen mit Massagefunktionen und Regenbogendusche, ein echter Luxus. Es wurden sehr viele Pflegepeodukte und sogar gratis Kämme zur Verfügung gestellt. Es gab auch einen eigene Schminkbereich und Wattestäbchen & Co. Es war echt viel inkludiert für so eine geringe Eintrittsgebühr.

    Insgesamt ein toller Tag mit einmaliger Onsenerfahrung 🥰
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  • Teezeremonie mit Geishas & Plum Blossom

    25 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☁️ 6 °C

    Ich habe spontan meine Pläne noch einmal umgeworfen als ich sah, dass es am 25.2. eine Teezeremonie mit Geishas beim Kitano Mangu Schrein in Kyoto gab. Hat das keine Unterkünfte vorbuchen auch mal was Gutes gehabt 😆
    Ich fuhr an meinem zweiten Sightseeing Tag extra schon zum Schrein, da es die Tickets nur mehr vor Ort zu kaufen gab. Ich habe mich im Touristenbüro erkundigt und sie meinte, dass sie diese Tradition vor allem der lokalen Bevölkerung zugänglich machen wollen und es deshalb nur an einem Tag im Jänner einen Vorverkauf gegeben hatte. Auf dem Ticket stand 10-15 Uhr und es kostete ca. 14€. Die Hinfahrt funktionierte leider nicht so gut, da der Bus den ich auf Google Maps herausgesucht hatte plötzlich 5min später schon wieder am Bahnhof stehen blieb und nicht wie ursprünglich gedacht zum Schrein fuhr. Also suchte ich mir einen anderen Bus heraus und bekam schon einen Vorgeschmack auf das was folgen sollte: unzählige Menschen standen Schlange und warteten auf dem Bus. Auch auf dem Weg wollten sehr viele Menschen zusteigen, was jedoch natürlich nicht mehr möglich war. Dort angekommen, erwarteten mich die Massen, da kamen gleich wieder Erinnerungen an Tokio hoch 😆
    Es gab dort an diesem Tag nicht nur die Teezeremonie sondern auch einen riesen Flohmarkt und andere Ständen, die verschiedenstes Essen und andere Dinge verkauften. Ich ging zu Beginn einmal eine Runde und checkte das Essensangebot auf Sachen durch, die ich noch nicht probiert hatte. Ich kaufte mir bekannte Bällchen mit Oktupus gefüllt und mit Soße garniert und reihte mich in die überlange Schlange für die Teezeremonie. Ich war sehr froh, dass ich mich zuvor mit Essen eingedeckt hatte, ich musste insgesamt sicher eine Stunde warten. Es wurde auch ständig was auf Japanisch durchgesagt, ich verstand natürlich wieder mal nix 😅
    Endlich am Ort des Geschehens angekommen, gab es zwei Schlangen. Ich checkte natürlich nicht das jede Schlange eine eigene Funktion hat. Die eine Schlange war nämlich für die eigentliche Teezeremonie gedacht, die Andere war eher fürs kurze Dasitzen und dann gleich wieder gehen gedacht. Ärgerlicherweise stand ich natürlich in der falschen Schlange an. Zum Glück konnte ich es mir dann doch noch passend machen: ich lies mir so viel Zeit beim Tee trinken, dass ich dann doch noch die gesamte Teezeremonie ansehen konnte 😏
    Bei mir war der Ablauf folgender: mir wurde ein Platz auf einer Bank am Tisch zugewiesen (in den Fotos im Vordergrund). Auf dem großen Ticket hatte ich verschiedene Abschnitte zum Abreißen drauf. Ich musste einen Abschnitt auf den Tisch legen und warten bis eine Geisha kam und mir im Gegenzug für den Ticketstreifen einen Matcha Tee servierte. Ich musste mich mit einer Verbeugung bei ihr bedanken. Die Teeschüssel musste ich dann zwei Mal im Uhrzeigersinn drehen, bevor ich sie trinken durfte. Als ich fertig getrunken hatte kam wieder eine Geisha, die mir die Schüssel abservierte. Ich verbeugte mich wieder und durfte gehen.
    Zu der eigenen Teezeremonie: alle 20 Minuten ca wurde eine Gruppe von Menschen auf einmal eingelassen, die sich die Schuhe ausziehen mussten und auf den Boden setzen sollten (auf den Fotos im Hintergrund). Dann kam eine Geisha mit einem großen Topf. Sie bereitete langsam den Matcha Tee zu: sie säuberte zuerst sehr gründlich die Schüssel, gab dann ein paar Löffel Matcha Pulver in diese, gab einen Schöpfer Wasser dazu und mischte dann alles sehr langsam und gründlich mit einem speziellen Stab aus Stroh. Diese Mischung wurde dann in eine andere Schüssel gegossen und der ersten Person die neben der Geisha saß zum Trinken gegeben. Diese musste sich mehrmals verbeugen. Die anderen Gäste bekamen dann so wie ich von den Geishas den Tee in normalen Schüsseln serviert. Die Teezubereitung wurde dann noch einmal wiederholt. Am Ende stellte sie die Schüssel wieder auf dem Boden und alle mussten sich verbeugen. Dann wars aus und alle zogen die Schuhe wieder an und gingen.
    Zu den Geishas: ich habe sie mir aus Neugier alle sehr genau angesehen 😆 sie sind alle weiß geschminkt, hinten im Nacken sind aber zwei Hautstreifen sichtbar. Eine hatte natürliche Haare mit künstlichen Platten zu der Frisur gestylt. Die Anderen trugen alle Perücken, die richtig beängstigend aussahen (vorne auf der Stirn konnte man ein rotes Netz erkennen und auf den Wangen war es so komisch aufgeklebt). Sie waren auffällig geschminkt und die Kimonos waren von den Farben unterschiedlich. Vom Beobachten glaube ich, dass schwarz der höchste Geisha Rang ist. Neben mir hörte ich zufällig ein Gespräch zwischen einer Einheimischen und einer Touristin, dass die Geishas nur zwischen 16 und 19 Jahre alt sind. Das hätte ich nicht erwartet gehabt.
    Die Geishas hatten auch Unterstützung durch Frauen, die nicht geschminkt waren beim Servieren und Abservieren der Teeschüsseln. Alle trugen FFP2 Masken.
    Zu Beginn beim Anstellen durfte man noch Fotografieren, im Bereich der Teezeremonie nicht mehr. Da gab es dennoch professionelle Fotografen & Kameraleute.

    Ich bekam dann auch noch zwei Schachteln mit Süßigkeiten mit. In einem Video habe ich gesehen, dass diese Süßigkeiten eigentlich zum Tee gegessen werden. Dies wurde aber anscheinend (vl wegen Corona?) abgeschafft.

    Anschließend sah ich mir noch den Kitano Mangu Schrein in Ruhe an, der war allerdings, wie auch alles Andere, sehr überlaufen. Und man durfte mit dem Teezeremonieticket gratis eine Samurei Schwerter Ausstellung besuchen.

    Ein weiteres Highlight war dann noch das Plum Blossing Viewing im Garten neben dem Schrein. Leider bin ich für Kirschblüten noch ca. ein Monat zu früh dran, immerhin durfte ich dafür die Zwetschkenblüten bewundern 🥰🌸🌺

    Das Wetter spielte auch wieder verrückt: von Sonnenschein bis Schnee war wieder alles dabei 😅

    Alles in allem bin ich froh, dass ich es mir angesehen und meine Pläne geändert habe. Dennoch war es fast schon zu überlaufen und die Geishas wirkten eher fremd für mich 😆
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  • Osaka

    26 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☁️ 8 °C

    In Osaka habe ich mir einen Tag die Stadt angesehen und einen anderen Tag war ich in einem Onsen. Da ich leider Zeichenmäßig keinen Platz mehr im Onseneintrag gefunden habe, gibt‘s nun einen eigenen Eintrag zu Osaka:

    Osaka ist vor allem für sein Streetfood und andererseits für seine vielen Shops bekannt. Wenn man mit einen Schnellzug ankommt dann nicht direkt in Osaka sondern in Shin Osaka. Dann muss man mit einem lokalen Zug mal zum Hauptbahnhof nach Osaka fahren. Der Bahnhof ist wirklich sehr groß und hat eine Rolltreppe die in einem bergauf fährt, dann gerade wird und dann wieder bergauf fährt. Zunächst ging es mal wieder zur Touristeninfo, um mir einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Es gibt verschiedene Stadtviertel und auch ein Viertel mit einem Aquarium und den japanischen Universal Studios. Da ich vorhabe in LA die amerikanischen Universal Studios zu besuchen und ich mir lieber noch etwas Japan ansehen wollte, entschloss ich mich gegen einen Besuch. Außerdem habe ich gelesen, dass dort die Attraktionen nur auf Japanisch sind und es nur Hinweisschilder auf Englisch gibt. Da meine Japanischkenntnisse leider immer noch sehr begrenzt sind, hätte das glaube ich wenig Sinn gemacht 😆
    Mit dem JR Pass kann man gratis einen ‚Loop Zug‘ benützen, der einen Kreis in der Stadt abfährt. Leider fährt dieser nicht so oft wie gedacht, da war ich von Tokyo Besseres gewohnt.

    Bevor es mit dem Sightseeing losgehen konnte, wollte ich noch einen Punkt von meiner Essensliste abhacken: Running Sushi. Lustigerweise hatte ich vorher bereits etwas recherchiert und die Dame von der Touristeninfo empfahl mir auch das Gleiche Lokal: Goku bzw unter ‚Ganko Kaitenzushi‘ auf Google Maps zu finden. Zunächst musste ich wieder ein Ticket ziehen, um mich für einen Platz anzumelden. Im Lokal konnte ich mit einem kleinen Tablet maximal 4 verschiedene Sushi Sorten auf einmal bestellen. Man sieht vor sich wie die Köche das Sushi frisch vor dir zubereiten. Ich wollte noch möglichst verschiedene Dinge probieren und bestellte ein Mal quer durch die Karte: einen ganz exklusiven Thunfisch der rauchig schmeckte, Lachs, Thunfisch mit Avocado + Mayonnaise + Zwiebel (mein klarer Favorit), Shrimps, Aal mit einer Soße in einer Bootsform (=Gunkan), einen Fisch der Saison, Sushi mit Eierspeise und ein Packerl mit Lachs + Frühlingszwiebel + eine Art Kaviar (?). Es war zwar doppelt so teuer wie mein normales Mittagessen in Japan, aber der frische Fisch war echt köstlich! Man hätte auch ohne Tablett bestellen und sich einfach was vor sich beim Running Sushi vorbei kam nehmen können. Am Ende werden die Teller von einer Kellnerin mit einem elektronischen Gerät gezählt. Dann bekommt man eine Rechnung und darf zur Kassa zahlen gehen. Das war echt ein kulinarisches Highlight!

    Anschließend beschloss ich mir das berühmte Viertel Dontonbori anzusehen. Dort gibt es viele Streetfood Lokale & andere Shops. Auf der Hauptstraße wuselte es wie in Tokyo, ich sah vor den einzelnen Lokalen riesige Schlangen, unvorstellbar. Auch die Gebäude waren speziell: oftmals war da nicht nur ein einfaches Schild mit dem Lokalnamen, sondern 3D Figuren von dem zu verkaufenden, wie zB Krabben oder große gezeichnete Männerfiguren. Gefühlt an jedem Stand wurde das Gleiche verkauft: Takoyaki. Das sind herausgebratene Bällchen mit Oktupusteilen drinnen. Ohne zu wissen, dass das hier so gehypt ist, habe ich es am Tag zuvor bei der Teezeremonie in Kyoto probiert und muss sagen mir hats nicht so geschmeckt. Wenigstens ist es mir mal nicht schwer gefallen auf ein Streetfood zu verzichten 😆 Sonst waren mir einfach viel zu lange Schlangen bei anderen Geschäften und grenzwertig viele Leute unterwegs.

    Am Abend nach meinem Onsenbesuch bin ich noch zufällig in der Shinsekai Area herumspaziert. Dort gibt es einen berühmten Turm in Osaka den ‚Tsutenkaku‘. Da sah ich ein Lokal wo man sich den Fisch, den man später essen will, selber in einem großen Becken mit einer Angel fangen kann. Schon eine lustige Idee 😆

    Am Tag meines Weiterfluges nach Indonesien war ich auch noch einmal in Osaka. Hier kam dann ein weiteres Highlight meiner Japanreise hinzu: Die Übernachtung in einem Kapselhotel 🥰 Die Check-In Erfahrung war schon einmal sehr spannend: die Dame konnte kein Englisch und hatte ein kleines Übersetzungsgerät bei sich. Sie sprach etwas auf Japanisch rein und ich konnte die Übersetzung dann vom Bildschirm auf Englisch ablesen. Es gab ein eigenes Schließfach für die Schuhe, der Schlüssel hierfür wurde von der Rezeptionistin aufbewahrt. Dann musste ich zu einem Automaten gehen, meine Zimmerkarte reinschieben und dann über den Automaten den Preis für die Übernachtung zahlen. Anschließend führte mich die Dame zu kleinen Schließfächern, die wie Bankschließfächer aussahen, um die wichtigsten Wertsachen zu verstauen. Weiter ging es in ein eigenes Stockwerk für Frauen, welches nur mit Zutrittskarte geöffnet werden konnte. Der Badebereich sah sehr luxuriös aus: große, beleuchtete Schminkspiegel & weitere Ausstattung standen zur Verfügung. Das Gepäck wird separat in einem Spind aufbewahrt. Da mein Rucksack dafür viel zu groß war, musste ich ihn runter zur Rezeption bringen, dort wurde er mit einem Schloss an einem Metallregal festgekettet. Im Spind standen zwei Handtücher und ein violetter Pyjama zur freien Benutzung zur Verfügung. Bei manchen Kapselhotels würde man auch Zahnbürste & Zahnpasta bekommen. Die Dusche war auch sehr geräumig mit eigenem Vorraum zum Sachen aufhängen und bot wieder diverse Duschgels & Shampoos. Der Raum mit dem Kapsel war wie ein großer Schlafsaal. Bei der Wahl der Kapsel konnte man im Vorfeld schon aus den Kategorien Standard & Superior wählen. Ich entschied mich für Standard, was wie ein 90x200cm Bett bei uns ist. Man kann die Kapsel von der Bettkante aus betreten und hat dann einen eigenen Vohang zum ‚abschließen‘. Von den Lichtern kann man zwischen großen Licht und Bettlicht manuell bei einer Steuerkonsole wählen. Dort hätte man auch einen Wecker stellen können und es gab USB Anschlüsse zum Aufladen des Handys. Obwohl der Raum so groß war, schlief ich überraschend gut und fühlte mich durch die Kapsel nicht beengt. ☺️

    Die letzten Stunden vor meinem Abflug verbrachte ich noch mit meiner Lieblingsbeschäftigung in Japan: Essen 😆😍 es gab ein Lokalkette (Kushikatsu Daruma), vor dem ich überall sehr lange Schlangen sah. Da hab ich mir gedacht: das muss ich auch noch testen! Leider war es den Aufwand meiner Meinung nach nicht wert: es gab alle möglichen Dinge in panierter und fritierter Form zu ziemlich hohen Preisen. Ich testete: ein besseres Rindfleisch, ein Hühnchen mit einem Gewürzblatt, eine Lotuswurzel, einen Fischkuchen mit Käse und einen Reiskuchen. Die Größe war im Vergleich zum Preis wirklich mini und das Frittierte nahm dem Inhalt den guten Geschmack. Kurz gesagt: ein Hype den ich nicht ganz verstehen kann 😅 also ging es anschließend noch zu meinem geliebtem Sushi Lokal ein paar Meter weiter. Für mich das Beste Sushi, das ich während meiner Japanreise gegessen habe 😋 Anschließend ging es dann noch weiter in die Stadt, um mir Proviant für den bevorstehenden langen Flug und den ersten Tag in Indonesien zu kaufen. Außerdem konnte ich nach ewiger Suche endlich die beliebtesten Kit Kat in ganz Japan probieren: Pfirsich Kit Kat. Klingt etwas abwegig, ist aber wirklich lecker. Mein persönlicher Favorit bleibt aber trotzdem Schokolade-Orange 😏 Ich schlenderte noch etwas duch die Straßen Osakas, dann musste ich mich eh schon auf den Weg zum Flughafen machen.

    Alles in allem war Osaka wie erwartet: Onsen, Essen und meine Kapselhotelerfahrung werden mir sehr positiv in Erinnerung bleiben, wegen der Stadt an sich würd ich nicht mehr extra kommen 😉
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  • Tokyo Teil 2

    27 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☀️ 6 °C

    Da mir Tokyo richtig gut gefallen hatte und ich auch das Gefühl hatte, dass ich da noch einmal hin muss, bin ich für den letzten richtigen Tag meines Japan Aufenthaltes noch von Kyoto nach Tokyo gefahren.

    Ich hatte mir einen guten Plan für den Tag zurecht gelegt, der kurz nach meinem Start gleich wieder zerstört wurde. Leider kann man dem Internet hinsichtlich des Kaufs des 24h Tickets für die U-Bahn nicht vertrauen und ich war schon wieder bei der falschen Station. 🙄 Also wieder auf zur Tokyo Station (Hbf). Immerhin wusste ich jetzt mittlerweile schon genau wo das Ticket dort zu kaufen war 😅

    Dann startete ich den Tag richtig mit dem Tsukiji Fisch Markt bei dem ich mich als allererstes gleich mal bei dem Sushi Stand anstellte, wo ich letztes Mal nichts mehr bekommen hatte. Da jeder das Thunfisch Sushi nahm, nahm ich es auch. Es war zwar gut, aber ich hatte es mir noch besser vorgestellt. Dennoch ein tolles Preis-Leistungsverhältnis! Anschließend ging es zu einem Stand, der Thunfischsteaks auf einem Spieß mit der Hand flambierte, das war wirklich extrem lecker! Später aß ich auch noch einen frischen und einen frittierten Lachs, es war alles sooo lecker! 😋

    Weiter ging es zu einem sehr gehypten interaktiven Museum (eine Art Kunstprojekt) in Tokyo, bei dem ich mir vorab bereits Tickets online gekauft hatte: Team Labs Planet. Es war echt eine verrückte Erfahrung! Man musste sich bereits vorab einen Zeitslot reservieren, dann gab es beim Eintritt ein Einweisungsvideo. Man musste seine Schuhe & Socken in einem Locker verstauen und seine Hose bis zu den Knien hochstecken. Zunächst wurde man gleich mal nass: man ging bergauf zu einen kleinen Wasserfall. Dann krabbelte man durch einen Raum voller kleiner schwarzer Hügel (die Erklärung dahinter war, dass man in unserer Welt immer festen Boden unter den Füßen hat und das es einmal nicht so sein soll). Anschließend gelangte man in einen Raum voller leuchtender Stäbe, die von der Decke runterhangen und eine Lichtershow abspielten. Dadurch dass der Boden aus Spiegeln bestand wirkte alles unendlich und durch die Lichteffekte war es auch wirklich cool. Dann ging es in ein Becken, wo ich mit den Füßen wirklich knietief im trüben Wasser stand: es wurden Koifische auf das Wasser projeziert, die so wirkten als wären sie echt und würden wirklich schwimmen. Immer wenn ein Mensch einen Fisch berührte, wurde der Fisch zu einer Blume. Das war wirklich sehr schön 🥰 es wirkte auch alles so echt, weil man ja selbst im Wasser war! Man bekam danach auch immer Handtücher zum Abtrocknen. Später ging es noch in einen Raum mit großen weißen Kugeln, die alle paar Sekunden ihre Farben änderten und in einen Raum, wo Blumen auf die Decke projeziert wurden. Das war auch richtig cool, weil man sich auf den Rücken legen konnte und auch Sonnenblumen und ein Schmetterling raufprojeziert wurden. Teil 2 der Ausstellung war ein weiteres Highlight: ein interaktiver Orchideengarten 😍 man musste kurz warten, da dieser Teil der Ausstellung nur alle fünf Minuten beginnt und nur von einer begrenzten Anzahl an Personen besucht werden kann. Es startete damit, dass echte Orchideen ziemlich tief im Raum nahe am Boden hingen. Dann gingen die Orchideen langsam rauf sodass man sich mit den Rücken auf den Boden legen und die Orchideen bewundern konnte. Anschließend bewegten sicher immer wieder einzeln auf und ab. Es war wirklich beeindruckend wie viele verschiedene Arten an Orchideen es zu sehen gab, ich war komplett verzaubert 🥰 nach mir gab es schon eine lange Schlange für diese Attraktion, ich bin wirklich froh diesen Zeitslot gewählt zu haben.

    Da man durch das Umsteigen in eine andere U-Bahn Linie sowieso einen Zwischenstopp in Ginza einlegt, beschloss ich diesen gleich zu nutzen und mir noch eine gratis Aussicht von einem Gebäude anzusehen. Zunächst war ich etwas verwirrt, da stand dass die Geschäfte heute geschlossen sind, die Aussichtsterrasse aber offen hat. Zum Glück schaffte ich es dann doch noch rauf und wurde mit einem atemberaubenden Ausblick und einer tollen Atmosphäre belohnt 😇 Oben gab es einen schönen Garten mit blühenden Bäumen und eine 360* rundum Sicht, wobei man abermals den Sky Tree und den Tokyo Tower toll sehen konnte. Ich beschloss dort eine kleine Pause einzulegen und mir die Mini Croissants, die ich mir zuvor bei ‚Mini One‘ geholt hatte, zu gönnen. Definitiv auch eine Empfehlung, wenn ihr in Japan unterwegs seid.

    Anschließend ging es für mich weiter nach Asakusa. Dieses Mal bei Tag, wo die Geschäfte und Essensstanderl noch offen hatten. Ich besuchte abermals kurz die gratis Aussichtsplattform des Tourist Office und schlenderte noch durch die Gassen und überdachten Shoppingstraßen, sah mir noch einmal den Schrein an und genoss die Atmosphäre und die Aussicht auf den Sky Tree 🥰 Die Atmosphäre war eine ganz Andere als ich sie zuvor bei Nacht erlebt hatte, es wuselte wieder einmal richtig von Leuten sehr spannend! Vom Essen kannte ich schon fast alle Angebote sehr gut, aber nachdem ich bereits so viel auf dem Fisch Markt gegessen hatte, passte das auch sehr gut 😆 Außerdem sah ich endlich einmal so ein berühmtes Tier- bzw. Katzencafe. Auch wenn wieder grenzwertig viele Leute unterwegs waren, war es dennoch wirklich cool dort und ich bin froh, dass ich das Viertel jetzt sowohl bei Nacht als auch bei Tag kenne 😊

    Ich hatte auch großes Glück mit dem Wetter, das es ein wirklich sonniger und relativ warmer Wintertag für Japan war. Ein perfekter Tag zum Abschluss würde ich sagen 😄

    Mit einem kurzen Abstecher nach Ueno zur Ameyoko Shopping Street, wo es vor allem viele billige Sneeker & Co zum Kaufen und ansonsten eher wenig Atmsophäre gab, ging es dann leider auch schon wieder weiter zum Bahnhof nach Osaka, von wo aus mein Weiterflug nach Indonesien abflog. 🚅✈️

    Alles in allem bin ich wirklich sehr froh über meine Entscheidung noch einmal nach Tokyo zu fahren: ich habe viel mehr gesehen und wahrgenommen als bei meinem ersten Besuch und es war alles auch viel entspannter, weil ich mich in der Stadt schon sehr gut auskannte (sowohl mit den Öffis als auch allgemein mit der japanischen Kultur). Es war wirklich ein richtig schöner Tag in Tokyo zum Abschluss 🥰
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  • Essen & verkehrte Welt in Japan

    28 de fevereiro de 2023, Japão ⋅ ☀️ 7 °C

    Japan ist für mich ein eigener Kontinent und nicht mehr in Asien!

    Die ersten Tage habe ich mir mit der Eingewöhnung bekanntlich eher schwer getan, aber dann habe ich es geliebt! Um euch einen kleinen Einblick in diese Welt zu geben, wollte ich unbedingt einen eigenen Blogeintrag hierfür machen. Viel Spaß beim Lesen 😉

    -die Toiletten: überall gibt es öffentliche Toiletten, die alle ausnahmslos sauber waren! Die Toiletten haben meist beheizte Sitze und es gibt oftmals eigene kleine Sitze aus Plastik für Babys zum Hineinsetzen. Außerdem gibt es neben der Toilette eine eigene Konsole für folgende Funktionen: Funktion 1) Musik: damit die Anderen dir beim Geschäft verrichten nicht zuhören können, kann man Musik aufdrehen. Es ist Musik wie bei einer Warteschleife am Telefon ohne Gesang. Funktionen 2) & 3) die Toilette reinigt dich hinten mit einem druckvollen Wasserstrahl damit man kein Toilettenpapier benutzen muss, es gibt auch eine eigene Funktion für den vorderen Bereich für Frauen. Wenn man fertig ist und man sich die Hände waschen will, gibt es nirgends Handtücher zum Abtrocknen. Ich bin nach einiger Zeit drauf gekommen, dass alle Damen ein eigenes kleines Handtuch in ihrer Handtasche mittragen. In einer öffentlichen Toilette in einem Shoppingcenter habe ich auch eine Miniaturversion für kleine Kinder mit Minitoilette und Miniwaschbecken gesehen.
    -Die Öffnungszeiten: Die Japaner:innen geben nie wie bei uns die Öffnungszeiten 8-16 Uhr an, sondern sie schreiben immer 8~16. Besonders spannend sind die Öffnungszeiten in Bars: bis 26h offen, dh übersetzt bis 2 Uhr Früh (24+2)
    -Es herrscht Linksverkehr: sowohl auf der Straße als auch am Gehsteig oder auf den Rolltreppen
    -Etagen: 1F ist für die Japaner:innen das Ergeschoss, das war anfangs beim Liftfahren sehr verwirrend
    -Das Zugfahren: das Wichtigste: man sollte seinen Japan Rail Pass nie verlieren, was ich zum Glück auch geschafft habe. Für Japaner:innen ist das Zugfahren um ein Vielfaches teurer. Endlich erlebe ich mal positive Ausländerdiskriminierung 😆 man muss den JR Pass immer durch eine mechanische Schleuse stecken, wenn man mit einem besonders schnellen Zug, einem Shinkansen, fährt, muss man noch einmal durch eine separate Schleuse damit gehen. Man kann vorab gratis eine Sitzplatzreservierung machen, entweder bei einem Schalter oder beim Automaten. Für die Reservierung benötigt man den JR Pass und seinen Pass bzw seine Passnummer und man kann es zum Glück auf Englisch machen. Man kann dort auch immer den genauen Platz auswählen. Der Vorteil beim Reisen in der Nebensaison: Man kann jeden Zug nehmen und muss nichts vorreservieren, das war echt praktisch. Den richtigen Bahnsteig zu finden ist leider gar nicht einfach, weil es nicht auf Google Maps steht und es am Bahnhof keine gesammelte Übersicht aller Züge, sondern nur von den einzelnen Zügen auf dem jeweiligen Bahnsteig gibt. Da fragte ich mich meistens durch. Am Bahnsteig angekommen musste man sich immer genau da hinstellen, wo man auch die Sitzplatzreservierung hat. Je nach Zug sind das aber andere Sektoren und andere farbliche Markierungen am Boden. Das habe ich leider auch nicht immer gleich überrissen. Am Bahnsteig für die Shinkansen Züge steht eine eigene Person, die die Zugdurchsagen macht und es gibt mehrere Schaffner pro Zug. Die kontrollieren das Ticket dann aber nicht mehr. Es gibt auch pro Zug immer ein paar wenige Waggons, die man ohne Sitzplatzreservierung nutzen kann, das habe ich aber nie gemacht. Am Bahnsteig gibt es zusätzliche mechanische Barrieren und muss man manchmal kurz warten, bis das Cleaning Team den Zug wieder frei gegeben hat (sie sperren das mit einem flexiblen Absperrband wirklich ab). Der Ein- und Ausstieg aus dem Zug ist auf der gleichen Ebene wie der Bahnsteig. Die Sitze sind meist in 3er und 2er Reihen angeordnet und bieten extrem viel Beinfreiheit. Es gab auch manchmal eigene Bereiche mit Spiegeln/Waschbecken/Steckdosen, um sich frisch zu machen. Steckdosen gibt es sonst leider immer nur beim Platz am Fenster. Es kommt auch regelmäßig ein Bordservice vorbei. Es gibt kein eigenes Gepäcksfach, sondern nur die Regale über dem Kopf. Wenn man mehr Platz benötigt, müsste man einen extra kostenpflichtigen Platz für Übergepäck reservieren. Die Züge fahren wirklich extrem schnell, leider stand nirgends eine Anzeige, aber man merkte es daran, dass die Ohren regelmäßig zugingen. Die Durchsagen waren auch ganz spannend: wenn mir was Verdächtiges auffällt soll ich es sofort melden, wir machen da nur einen kurzen Stopp und man muss sich jetzt schon vorbereiten auszusteigen,… Jede Shinkansen Linie ist etwas anders ausgestattet, manchmal gab es auch nur 2 2er Sitze in einer Reihe und etwas altmodischere Ausstattung. An jedem Bahnhof gibt es Schließfächer oder sogar ein Gepäcksservice, welches den Rucksack zum Hostel gebracht hätte.
    -Mistkübel & Sauberkeit: es war in ganz Japan wirklich sehr sauber, selbst in Tokyo. Mir geht das aber überhaupt nicht ein, wie das sein kann, dass es nirgends öffentliche Mülleimer gibt. Nach der Zeit hatte ich es schon etwas herausen: im Supermarkt wie bei 7 Eleven, in Shinkansen oder spätestens im Hostel gab es zum Glück welche. Ich fand das wirklich etwas komisch und gewöhnungsbedürftig.
    -Supermärkte: es gibt sehr selten normale Supermärkte wie bei uns (wo natürlich alles auf Japanisch angeschrieben ist) und extrem viele kleine Supermärkte wie 7 Eleven, die gefühlt alle 50 Meter dastehen. In den Mini Markets kann man sich vor allem Essen To Go kaufen (die Frühlingsrollen waren ok, der Rest eher so lala) und es gibt manchmal kleine Essensbereiche und Mikrowellen zum Aufwärmen. Außerdem gab es oftmals einen Kopierer und einen Bankomaten dort.
    -Tourist:innen: ich war zwar definitiv in der Nebensaison unterwegs, jedoch fiel mir auf, dass echt viele Amerikaner:innen in Japan Urlaub zu machen scheinen. Aber ich sah auch überall wirklich sehr viele einheimische Tourist:innen
    -die Japner:innen und das liebe Englisch: Japaner:innen sind nicht gerade touristenfreundlich, sie reden ständig nur auf Japanisch mit Einem, auch wenn sie mein auf Englisch Gesagtes verstanden haben. Das war wirklich etwas mühsam, wie ihr sicherlich schon in meinen anderen Blogeinträgen gelesen habt 😅
    -Unterkünfte: Hostels, Hotels, Ryokan, Kapselhotels,… es gibt so viele Möglichkeiten hier zu übernachten. Bei meinen Übernachtungen standen immer Conditioner, Shampoo, Duschgel, Föhn und teilweise Zahnpasta und Wattestäbchen zur Verfügung. Man musste sich im Hostel immer das Bett selbst überziehen, Handtücher waren nie inklusive, Frühstück leider auch nicht. Ich bin mit 20€/Nacht gut durchgekommen, da sind die Unterkünfte in Europa teilweise teurer.
    -die Japaner:innen: sind definitiv ein eigenes Volk! Als ich im Geschäft die zahlreichen gefärbten Kontaktlinsen sah, war ich schon sehr überrascht. Sie lieben es wirklich Fotos von sich zu machen und stylen sich für das auch extra. Oftmals sah ich einige in Damen- und Herren Kimonos stark geschminkt herumlaufen. Sie stellen sich immer brav in der Schlange an: egal ob in Zügen, in der U-Bahn, bei tollen Sights oder sogar bei Ampeln. Je nachdem wann man ankommt muss man sich anstellen. Es würde sich auch nie jemand trauen bei rot über die Ampel zu gehen. Egal wie viele Leute waren es gab nie ein Gedränge, es lief alles immer sehr geordnet ab. Sie agierten auch sehr respektvoll: zB war ihnen die Einhaltung der Schlangeordnung sehr wichtig und sie ließen mich dann oftmals vor, wenn ich falsch stand
    -Japaner:innen denken auch immer voraus: für alles was man machen könnte gibt Schilder mit zB ‚sich hier anlehnen ist verboten‘ oder es gab auch bei ein paar Sights Selbstauslösevorrichtung für das Handy damit man keine andere Person wegen einem Foto fragen muss
    -Bargeld ist noch immer sehr wichtig. Supermärkte und Hostels konnte ich zum Glück immer mit Karte zahlen, aber auch viele Restaurants wollten eher Bargeld haben.
    -Die Geschäfte sperren extrem früh zu: gegen halb 5 war oftmals alles wie ausgestorben, vielleicht lag es auch am Winter, diese Öffnungszeiten waren wirklich nicht ideal
    -zu Corona: hier fühlte ich mich wieder in die Zeit wie vor 2 Jahren zurückversetzt: Überall herrscht Maskenpflicht drinnen. Um ein Sights betreten zu dürfen wurde bei mir häufig die Temperatur am Handgelenk gemessen und ich musste mir vor den Augen der Sicherheitsleute die Hände desinfizieren. Masken werden sogar freiwillig überall im Freien getragen!
    -Es ist alles sehr übersichtlich angeschrieben, es gibt viele Schilder, nur leider meist vor allem auf Japanisch
    -zum Benutzten öffentlicher Verkehrsmittel abseits der Züge: die Sitze in den Schnellzügen und in den U-Bahnen sind beheizt, eine echte Wohltat im Winter! Es gibt in den Stationen gefühlt 100 Ausgänge und es ist echt schwer sich dort zu orientieren.
    -Die Infrastruktur in Japan ist wirklich gut ausgebaut: die Gehsteige sind sehr breit, manchmal gibt es auch Fahrradstreifen. Es gibt wirklich viele Ampeln, das war wieder eine große Umstellung zu dem Verkehrschaos in Asien.
    -Japan ist ein Hightech Land: Check-In bei Hostels musste man selbst mit dem
    Handy machen und auch bei ein paar anderen Sachen ist es mir aufgefallen
    -die Taxifahrer*innen tragen Anzug & Krawatte und wenn das Auto frei ist ist es rot und wenn es besetzt ist ist es grün. Die Autos sind klein und schwarz und haben mich an englische Autos erinnert. Taxifahren ist wirklich teuer in Japan. Extrem viele Autos in Japan sind mittlerweile E-Autos, auch Taxis. Allgemein sahen die Autos auch anders als bei uns aus, vorne viel kürzer und teilweise auch kleiner.
    -zu den Busfahrer*innen habe ich eh schon im Kyoto Blogeintrag geschrieben: man steigt hinten ein, vorne aus und bezahlt auch dann erst. Die Busfahrer*innen tragen ebenfalls weiße Handschuhe und haben ein Mikrofon am Kopf.
    -Freizeit: Es gibt extrem viele Karaokebars (von normal bis Deluxe). Dann gibt es riesihe Computerspielehallen. Es gibt auch einige Buchhandlungen, die Bücher werden dabei verkehrt herum gelesen. Es gibt sehr viele Geschäfte mit Automaten die alle Plastikkugeln verkaufen, wo kleine Spielzeuge oder sonstiges drinnen ist. Außerdem gibt es wirklich viele Charaktershops, die einem Animecharakter oder einer Serie/einem Film/einem Buch gewidmet sind. Da stehen die Leute Schlange und kaufen alles: von Keksen, die die Form von diesen Charakter haben bis zu Schlüsselanhängern & Co.
    -Rauchen ist in Japan auf der Straße strikt verboten. An meinen ersten Abend in Tokyo mit der Gruppe sind die Jungs gleich von Polizisten darauf angesprochen worden. Es gibt eigene Raucherecken, die durch große Plakate & Wände die Raucher:innen vom Rest der Öffentlichkeit abschirmen. In Zügen gibt es eigene Raucherräume und auch in vielen Bars.
    -Religion in Japan: Shintō und Buddhismus sind die zwei Hauptreligionen. Ich habe mich hier nie genauer einglesen und kann es nur so schildern, wie ich es erlebt habe. Es gibt Schreine und Tempel. Bei einem Schrein gibt es mehrere Möglichkeiten zu ‚beten‘: man kann in das Zentrum des Schreins gehen, eine Münze in eine Box werfen und in einer bestimmten Reihenfolge sich verbeugen & klatschen, man kann sich einen Spruch bei einem Schalter kaufen: wenn er gut ist nimmt man ihn mit nach Hause, wenn er schlecht ist bindet man ihn an ein Geländer in der Nähe des Schreins, diese Sprüche werden an speziellen Tagen im Jahr gemeinsam verbrannt, damit glaubt man dass man das Böse wieder abwenden kann, man kann. Man kann sich auf den Schaltern auch kleine Talismänner kaufen (für Gesundheit, für Liebe, für Glück,…) und Jemanden schenken. Außerdem kann man kleine Holztäfelchen kaufen und darauf seine Wünsche schreiben. Diese hängt man dann auf einen eigenen Ständer in der Nähe des Schreins. Diese Täfelchen sah ich in allen Formen: rechteckig, Herz, Hirsch,… Wenn man durch einen Torbogen tritt muss man sich davor verbeugen. Bei Tempeln muss man aus Respekt immer die Schuhe ausziehen, manchmal bekommt man Pantoffeln. Fotografieren war immer verboten, drinnen sind meist Statuen zu finden. Dort konnte man oft Kerzen mit Wünschen kaufen, die man drinnen anzünden konnte. Kurz zusammengefasst: man musste immer irgendwas kaufen und es gab oftmals wirklich lange Schlangen bei den Schreinen
    -Kinder tragen in Japan Schuluniformen

    Essen in Japan:
    Ihr habt sicherlich schon mitbekommen, dass ich dem Essen hier vollkommen verfallen bin! Hier noch ein paar Ergänzungen zu den einzelnen Blogeinträgen:
    -Japaner:innen lieben die Füllungen rote Bohnen (ganze Bohnen oder passiert) und Vanillecreme (Custard Creme). Und Eier stehen definitiv auch hoch im Kurs, da man sie zu jedem Gericht gefühlt dazubestellen kann. Brandteigkrapferl und Erdbeeren sind es definitiv bei den Süßigkeiten.
    -beim Mittagessen bekommt man immer ein gratis Wasser mit Eiswürfeln dazu und man muss sich dadurch nix extra bestellen
    -manchmal war auch ein Feuchttuch dabei
    -ich habe gelernt mit Stäbchen zu essen, weil es keine andere Möglichkeiten gab 😆
    -man muss kein Trinkgeld hergeben, weil das in Japan nicht üblich ist
    -das Essen ist oftmals frittiert: Fisch, Austern, Gemüse,… alles was man sich nur vorstellen kann gab es im frittierter Form
    -Sushi und Dumplings stehen bei den Japaner:innen auch sehr hoch im Kurs
    -Japaner:innen lieben Softeis, auch im Winter, ca 3,50€ dafür fand ich doch recht happig, weil es nur in kleinen Kapseln abgefüllt und nicht frisch war
    -auch vor Restaurants musste man oftmals warten und in der Schlange stehen. Meistens bezahlte man entweder schon davor und musste sich zwei Mal anstellen oder man zog ein Ticket um einen Tisch zu bekommen oder man musste sich einfach so ewig anstellen. Es hätte dort auch ein eigenes Zahlsystem per App gegeben was sicher sehr praktisch gewesen wäre
    -die Foodcourts an den Bahnhöfen waren echt praktisch und wirkliche Highlights: so viele gute Restaurants auf einem Fleck mit eigenen Schwerpunkten wie die Ramen Street, das ist schon sehr praktisch gewesen -die berühmt berüchtigten Tiercafes habe ich nur am Ende vereinzelt gesehen. Es gibt eigene für Katzen, aber auch allgemein für Tiere. Es gibt aber dafür in Tokyo einige Cafes wo Kellnerinnen angestellt sind, die dich mit einer extrem hohen Stimme ansprechen und wie einen König behandeln und sie sind Art ‚Puppen‘ (so hab ich das zumindest verstanden)
    -an Bahnhöfen oder auch in großen Geschäften gab es oftmals Abteilungen, die Packungen von speziellen Keksen verkauften. Man konnte immer einen Keks als Beispielssexemplar von außen sehen und es gab diese nur in größeren Packungen. Da wurde auch immer extrem viel eingekauft.

    Noch ein paar Worte zum Gesundheitssystem in Japan: Ich habe mit meiner Gastgeberin in Hiroshima länger darüber gesprochen. Es scheint sehr komplex zu sein, aus diesem Grund möchte ich jetzt nichts Falsches weitergeben. Es gibt aber auf alle Fälle eine öffentliche Krankenversicherung und jede*r kauft sich noch zusätzliche eine Art private Krankenversicherung. Aber das ist nicht mit unserer privaten Krankenversicherung zu vergleichen. Die wird eingesetzt, wenn man eine besonders teure Krankheit wie beispielsweise Krebs hat. Wenn ich das nicht falsch verstanden habe, deckt die Öffentliche nur einen gewissen Prozentsatz oder eine Summe. Falls hier mehr Interresse besteht, bitte selbst einlesen 😉
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  • Resumee zu Japan

    28 de fevereiro de 2023, Japão

    Alles in allem zu Japan 🇯🇵:
    -zwei Wochen waren viel zu kurz, es ist wirklich alles sehr sehr schnell gegangen (zunächst benötigte ich einige Tage um mich in Japan an alles zu gewöhnen und zu aklimatisieren, ich würde jeden wirklich raten mindestens 2,5 wenn nicht 3 Wochen einzuplanen)
    -wie erwartet gab es überall ‚westliche Standards‘: ich habe mich in ganz Japan sehr sicher gefühlt, man kann das Leitungswasser trinken, die Unterkünfte haben wirklich einen sehr hohen Standard, die Sauberkeit auf den Straßen ist faszinierend obwohl es nirgends Mülleimer gibt, man konnte sich auf die öffentlichen Transportsysteme verlassen, es gab ‚echte‘ Tourist Office die dich ehrlich beraten und dir nicht irgendwas verkaufen wollen, man konnte alles ohne jegliche Bedenken essen
    -der JR Pass hat sich definitiv ausgezahlt: es gab keinen Tag an dem ich ihn nicht genutzt habe, damit lässt es sich wirklich sehr entspannt & komfortable Reisen, man konnte ihn sowohl in den Zügen als auch in einigen S-Bahnen in den Städten einsetzen
    -das Essen war so abwechslungsreich & lecker und sehr gut verträglich, ich konnte mich durch so viel durchprobieren, das definitiv ein sehr großes Highlight für mich in Japan
    -die Menschen können leider kaum Englisch sprechen bzw können es eigentlich schon, wollen aber partout nicht, das war auf Dauer wirklich mühsam (wenn man zB im Supermarkt an der Kassa steht und keinen Plan hat was die von einem wollen und warum man nicht einfach zahlen und gehen kann) 😅
    -allgemein merkt man auch, dass Japaner:innen Tourist:innen gegenüber leider nicht besonders freundlich gesonnen sind, mir wurde nie von Haus aus geholfen und ich hatte das Gefühl sie versuchen mich bestmöglich zu ignorieren 🤔
    -die Standards bei den Unterkünften waren wirklich hoch: alles extrem sauber, überall gab es gratis Shampoo, Duschgel, Conditioner, in den Hostels hatte man durch die Vorhänge vor dem Bett, den Steckdosen beim Bett und den Schließfächern alles was man brauchte. Das Kapselhotel war auch eine einmalige Erfahrung. Schade, dass sich ein traditioneller Ryokan nicht mehr ausgegangen ist.
    -die Onsen Kultur finde ich auch sehr spannend und cool, das Preis-Leistungsverhältnis in Osaka war ein Wahnsinn und es war ein einmaliges Erlebnis
    -die traditionelle Architektur, die Tempel und Schreine in den Wäldern, die schönen Altstadtgassen,… das hat mir auch richtig gut gefallem
    -die Teilnahme an der Teezeremonie in Kyoto wird mir definitiv auch in Erinnerung bleiben
    -das Wetter war leider nicht ideal: von Schneestürmen, Regen, Sonne, bewölkter Himmel hatte ich glaube ich alles dabei. Ich würde definitiv von einer Reise im japanischen Winter abraten, auch wenn natürlich viel weniger los war als normalerweise 😆
    -das Land hat wirklich viel zu bieten: im Sommer könnte man auch zu einigen Inseln in den Süden fahren, im Winter hätte man im Norden in Hokkaido Ski fahren gehen können (das berühmte Snow Festival in Sapporo habe ich leider um eine Woche verpasst, dort hätte es Eisskulpturen zu bewundern gegeben, aber es hatte auch -10*), es gibt im Süden viele weitere Thermalbäder und einige Wanderstrecken

    Was ich leider nicht mehr geschafft habe: eine Nacht in einem Ryokan in Koya-San schlafen (das war leider zu kurzfristig, alles Günstige war schon ausgebucht bzw alleine war es auch sehr teuer), ein Sumo Match ansehen (die Turniere finden leider nur wenige Mal im Jahr statt), Takayama hätte ich auch gerne besucht, weil es sehr schön sein soll

    Meine Essensliste konnte ich dafür umso erfolgreicher abarbeiten. Ich habe es richtig genossen mal gar nicht aufpassen zu müssen was man isst 😍
    Aber einen eigenen Eintrag zum Essen in Japan gibt‘s eh auch, deswegen werde ich das mit den Supermarktkuriositäten hier sein lassen.

    Hier noch einige Tipps an alle, die demnächst planen nach Japan zu fliegen:
    Würde ich noch einmal zum ersten Mal hinfliegen würde ich es folgendermaßen planen:
    -für Tokyo & Kyoto würde ich jeweils mindestens 4 Tage einplanen
    -Hakone 2 Tage (Gegend erkunden & Onsen)
    -Hiroshima & Himeji an einem Tag hat sehr gut gepasst
    -ggf auf Myajima 1 Nacht schlafen
    -Koya-San und Takayama wenn man in einem Ryokan schlafen will frühzeitig buchen und vor Ort schlafen
    -JR Pass einen Monat vorher online kaufen
    -in Touristenbüros des jeweiligen Ortes kurz vorbeischauen (waren immer sehr nett & hilfreich)
    -wenn man speziell was erleben will zB Sumo Tunier rechtzeitig vor Flugbuchung auf Kalender & Ticketverkaufszeitraum schauen
    -Grundbegriffe auf Japanisch aneignen
    -ein Adapter wird benötigt
    -allgemein am besten wirklich alle Unterkünfte vorbuchen
    -bei Bankomaten von 7 Eleven abheben

    Weitere Tipps habe ich auch in den Einträgen der jeweiligen Orte wo ich war ergänzt 😉

    —> Alles in allem hat mir Japan wirklich sehr gut gefallen! Es gehört definitiv zu einen der großen Highlights meiner Weltreise bis jetzt! Highlights gab es so viele: von den Unterkünften, über das Essen bis hin zu dem traditionellen Japan in Kyoto mit der Teezeremonie bis hin zur Metropole Tokyo oder dem entspannten Onsebesuch in Osaka und den gefüllten Waffeln und der einzigartigen Atmosphäre in in Myajima,…😄 Ich kann mir sehr gut vorstellen zu einer wärmeren Jahreszeit noch einmal hinzureisen und mir noch die Orte anzusehen, die ich jetzt leider nicht geschafft habe und allgemein mit einer besseren Vorausplanung das Land zu bereisen 😊
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  • Anreise nach Indonesien & Surabaya

    1 de março de 2023, Indonésia ⋅ 🌧 30 °C

    Schweren Herzens verabschiede ich mich nun von Japan. Mir ist alles die letzten Tage viel zu schnell gegangen und die Umstellung auf ein neues Land fällt mir gerade noch schwer.
    Vom Zentrum Osakas bis zum Flughafen Kansai Airport, der ca 1h südlich von Osaka entfernt liegt, gibt es zum Glück häufige Verbindungen, die alle bei meinem JR Pass dabei sind. Echt praktisch wieder einmal. ☺️

    Obwohl ich 2,5h vor Abflug dort bin, vergeht die Zeit bis zum Boarding wieder einmal viel zu schnell. Nach über einer Stunde bei der Gepäckaufgabe warten und der langen Schlange beim Security Check war ich schon etwas besorgt, ob sich alles ausgeht. Die Ausreise verlief dafür viel schneller und reibungsloser als gedacht, da man hier gar nicht mehr mit einem Grenzbeamtem reden musste. Man konnte durch eine elektronische Schleuse mit dem Pass innerhalb von zwei Minuten durchgehen. Dadurch habe ich aber leider keinen Ausreisestempel bekommen. Der Duty Free war auch seltsam: die Parfums zum Testen sind in extra Plastiksackerl verpackt. Vielleicht wegen Corona als Abschreckung? Die Auswahl ist auch eher bescheiden. Dafür wird hier aber geshoppt was das Zeug hält! In einem Süßwarenladen daneben mit Minions Bananen Keksen ist eine riesen Schlange und auch beim Duty Free bin ich froh, dass ich nichts kaufen wollte.
    Als ich mich gerade entspannt zum Gate begeben wollte, merke ich, dass man zu meinem Gate noch ein extra Flughafenshuttle benötigt. Die Wartezeit hatte ich jetzt aber nicht bis zum Boarding eingerchnet. Auch der Weg zum Gate dort war dann noch sehr lange. Zum Glück startet dss Boarding zu 90% eh später als angegeben und es ist sich noch alles gut ausgegangen ☺️

    7. Flug ✈️: Osaka - Singapur 18.30-00.30 Scoot

    In Singapur angekommen hatte ich leider 7h Aufenthalt. Vor diesem Flug hatte ich mich schon etwas gefürchtet, aber es gab leider keine leistbaren Alternativen. Zum Glück hat Singapur vor kurzem alle Corona bezogenen Einreisebeschränkungen erlassen, sodass ich hier für den Transit nichts benötigte. Hatte fast vergessen das im Vorfeld zu checken.
    Was ich schon beim ganzen kalten Wetter in Japan auch vergessen hatte: die Regenzeit. Bei der Landung in Singapur schüttete es schon wie es aus Kübeln, bin schon sehr gespannt wie das dann wird 😅

    8. Flug ✈️: Singapur - Surabaya 7.40-09.05 Scoot

    Spannenderweise herrschte hier im zweiten Flugzeug Maskenpflicht, das wurde mehrmals durchgesagt und beim Betreten des Flugzeuges wurden gratis Masken ausgeteilt, wenn man keine mithatte.

    Ihr fragt euch jetzt sicherlich: Wo liegt Surabaya bitte und was mache ich dort? Surabaya liegt im Westen auf Indonesiens Hauptinsel Java und hat einen großen Hafen. Ursprünglich wollte ich eigentlich nach Yogakarta fliegen, da die Stadt für zwei Tempel in der Umgebung bekannt ist. Leider gab es überhaupt keine sinnvollen Verbindungen dorthin. Nach Siem Reap und nochmaligen Durchdenken meiner Route werde ich jetzt aber nicht noch den Umweg über Yogakarta machen, sondern von Surabaya ostwärts reisen.

    Surabaya hat an sich als Stadt nichts zu bieten. Jedoch ist die Stadt der Ausgangspunkt für die Besteigung zweier berühmter Vulkane in Indonesien: Mt Bromo & Mt Ijen. Ihr werdet euch jetzt sicher denken: freiwillig auf grundsätzlich aktive Vulkane wandern ist doch verrückt! Und ja, jetzt gerade denke ich mir das auch 😆 Ich bin schon sehr gespannt wie das wird und werde euch hierzu in einem separaten Blogeinträgen berichten 😉

    Aber nun zu meiner Ankunft in Indonesien und zu Surabaya:
    Leider hat da gar nichts funktioniert, was den Start schon einmal sehr mühsam machte. Nach ewigen Anstellen in der Schlange für die Einreise meinte der Grenzbeamte, dass ich mich zuerst noch woanders anstellen hätte sollen für das Visum on arrival und dass ich jetzt nicht so einreisen kann. Das kann es ja wohl nicht sein war mein erster Gedanke! Ich hatte mich im Vorfeld beim BMEIA informiert und da stand nichts von extra ein Visum on arrival kaufen. Aber es hilft alles nix: 30€ umgerechnet in der Währung Indonesiens oder 36$, wenn man die nicht hat. Natürlich hatte ich nicht gerade mal so viele Indonesische Rupias dabei, also kramte ich meine Notfalldollar raus. Ich habe dann noch einmal nachgelesen, ich hätte eh keine andere möglichkeit gefunden das online vorzubeantragen damit es billiger wird. Und es hilft ja sowieso leider nix…
    Nach ewigen noch einmal anstellen für die tatsächliche Einreise hatte ich das Pech an zwei besonders ungute Einreisebeamten zu kommen. Die waren sehr sexistisch und stellten zweideutige fragen wie wo mein ‚boyfriend‘ ist und sahen sich das Foto in meinem Pass sehr genau an… 😒 Irgendwann war das auch vorbei, mein Rucksack stand schon verlassen irgendwo herum und war leider oben aufgesprungen. Panisch sah ich gleich nach, ob eh noch alles drinnen war. Eine Keksschachtel hats nicht geschafft, sonst fehlt zum Glück nichts, trotzdem im ersten Moment ein ziemlicher Schock. Dann musste man noch online ein Zollformular ausfüllen und sein Gepäck scannen lassen. Dann war es endlich so weit:
    Ich war in der Ankunftshalle. Und da wurde ich gleich von 10 Leuten bestürmt, ob ich denn kein Taxi brauchen würde. Komplett übermüdet versuchte ich dem zu entfliehen und suchte den nächsten Bankomaten. Dort erwartete mich die nächste Odysee: beim ersten Bankomaten wurden 4% abhebegebühr verlangt, ich drückte also auf ‚cancel‘ und dennoch wurde die Transaltion durchgeführt. Da das umgerechnet nur 80€ waren ging ich zum Bankomaten daneben um wegen den Gebühren zu schauen. Nachdem ich die Abhebesumme eingegeben hatte, kommt normal immer die Gebührenseite, in diesem Fall nicht, die Transaktion wurde gleich durchgeführt! Nach ca 5min kamen aber weder Karte noch Geld raus, es stanz immer nur ‚please wait‘. Also drückte ich auf ‚cancel‘. Die Karte kam zum Glück wieder raus und wie erwartet kein Geld. Nur leider steht jetzt auf meinem Bankaccount, dass ich 75€ abgehoben habe! 😩
    Nach diesen tollen Erlebnisse begann mich auch noch ein Taxifahrer zu verfolgen. Eigentlich wollte ich einen Bus nehmen, den ich überall dann suchte. Der Typ ließ nicht locker und ich wurde immer nervöser. Nach einigen bestimmten ‚Neins‘ ließ er mich zum Glück dannn doch irgendwann mal in Ruhe. Der Bus war leider nirgends zu finden also handelte ich mit einem anderen Taxifahrer einen Preis zu meinem Hostel aus.
    Tja willkommen in Indonesien, so hatte ich mir die Ankunft definitiv nicht vorgestellt 😅🙈

    Was mir auffiel waren neben der Grundwärme die tropische Vegetation. Die Bäume an den Straßen, die überraschenderweise für eine Großstadt zahlreich vertreten waren, waren Palmen und andere tropische Gewächse wie Bananenbäume. Vom Wetter hatte ich auch großes Glück! Nach Singapur erwartete ich mir strömenden Regen. Zum Glück blieb es während meiner Zeit sogar fast trocken. 😄

    Eine weitere wichtige Feststellung: in Indonesien ist der Islam noch die vorherrschende Religion. Dies merkt man an den zahlreichen Moscheen die regelmäßig zum Gebet aufrufen, eigene Geschäften für Frauenschleier und -kleider, Halal Kennzeichnungen des Essens und an den Blicken der Männer. Indonesien hat auch vor kurzem ein Gesetz erlassen, dass es bald unverheirateten Paaren nicht mehr erlaubt sein soll ein Hotelzimmer gemeinsam zu mieten. Wie das dann bei Touristen gehandhabt wird ist fraglich, wird sicher spannend.

    Ich habe mich bewusst dafür entschieden hier kein Sightseeing zu machen. Einerseits war die Dichte an Sights eh sehr begrenzt (auf Tripadvisor ist auf Nr 1 eine Shoppingmall, auf Nr 2 eine Moschee die man aber leider nur mit Taxi erreichen hätte können) und andererseits war nach den strapaziösen Tagen davor einfach mal Entspannung angesagt. Deshalb gibt‘s dieses Mal bei den Fotos auch nicht so viel zu sehen 😆

    Das Hostel war dann wenigstens ganz nett: nach zwei Wochen in Mehrbettschlafsälen mal wieder ein Einzelzimmer haben, darauf habe ich mich schon sehr gefreut. ☺️

    Praktischerweise hatte die Hostelbesitzerin einen Plan mit Lokalen und nützliche Orte in der Umgebung und ich wollte noch ein pasr Sachen erledigen.
    Da ich auf Google Maps gelesen hatte, dass die Banken um 15 Uhr zusperren, ging ich gleich mal los um meine restlichen Euro zu wechseln. Nach nicht einmal 10 Metern schreit mir schon ein Typ I love you hinterher. Irgendwie ein komisches Gefühl in Komination mit meiner Einreiseerfahrung.
    Da man bei der Einreise in Thailand möglicherweise bezüglich der Nachweise von ausreichenden Geldmitteln gefragt hätte werden können, schleppte ich seit Beginn meiner Weltreise 300€ mit mir herum. Natürlich hätte man das nicht gebraucht, aber was solls. Bei allen drei Banken bei denen ich war, war es nicht möglich € in IDR zu wechseln. Alle fragten immer nur nach Dollar. Eine Mitarbeiterin gab mir aber den Namen einer Bank, die wechseln kann, jedoch schließt die leider schon um 13 Uhr und da war ich schon zu spät dran.

    Also gehe ich dann noch zu einem Supermarkt in der Nähe und schaue mir an was es da so gibt: ich bin positiv überrascht und entschließe mich ein paar leckere Sachen für die Seele zu kaufen. Nachdem in Japan alles Obst & Gemüse so teuer war, kaufte ich mir hier gleich eine Mango & eine Wassermelone, richtig lecker 🥰 das holte mich dann wieder etwas aus dem Tief des Tages. Ein lustiges Erlebnis im Supermarkt: es wurde als Hintergrundmusik eine Ballade aus High School Musical abgespielt und auch weitere bekannte zeitgenössische Poplieder. Es gab im Geschäft viele Verkäufer:innen, die in die Regale einschlichteten. Sie sangen oftmals mit, das war lustig mitanzusehen. 😆

    Am Abend hieß es dann einfach nur mehr essen, skypen, Kleinigkeiten vorbuchen und einfach mal schlafen 😴

    Nachdem ich in Ruhe ausgeschlafen hatte ging ich zu dier Bank, die mir für den Geldwechsel empfohlen wurde. Das war etwas mühsam, da es kaum Gehsteige gab und der Weg an einer großen Hauptstraße entlang führte. Nach ca 30min endlich in der Bank angekommen, waren alle Securities wirklich über drüber freundlich und wiesen mir den Weg. Enttäuschenderweise darf man dort nur Geld wechseln, wenn man ein Konto bei ihnen hat. Da ich das natürlich nicht habe, dachte ich schon der Weg war umsonst. Die Mitarbeiterinnen wiesen mir den Weg zu einer Geldwechselstube gleich in der Nähe der Bank. Als ich die Bank verlies bedankte sich noch jeder Security, an dem ich vorbei ging, bei mir und einer meinte noch zu mir ich soll auf mich aufpassen 😆

    Insgesamt fühlte ich mich auch leider eher unwohl dort herumzulaufen.

    Die Geldwechselstube war ein großer Kontrast zur noblen Bank, jedoch war der Kurs überraschenderweise ganz gut. Also beschloss ich meine 300€ endlich loszuwerden. Ich bekam einen dicken Stapel an Scheinen im Gegenzug für meine drei € Scheine. Ich hatte zum Glück einige Geheimtaschen, fühle mich aber dennoch nicht sehr wohl damit. Auf dem Rückweg fand ich zufällig ein Motorradtaxi stehen. Ich sprach den Fahrer an und wir handelten einen tollen Preis von 60c aus. Das wars mir schon wert 😆 Dann ging ich noch zu einer richtig leckeren Bäckerei und kaufte mir noch Proviant für die Tour. Als ich zu meiner Unterkunft zurückkam, warteten schon zwei Leute für die Tour auf mich.

    Alles in allem hat Surabaya für eine Nacht gut gepasst. Extra fürs Sightseeing würde ich sicher nicht herkommen und die Ankunft am Flughafen wird mir sicher auch nicht als Highlight in Erinnerung bleiben, aber sonst hats schon gepasst 😆
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  • Tour zum Mt Bromo

    2 de março de 2023, Indonésia ⋅ ☁️ 14 °C

    Die Tour habe ich bereits in Japan vorgebucht. Es war echt schwierig einen leistbaren Anbeiter zu finden, da viele Anbieter nur private Touren anbieten und teils auch für Alleinreisende 500€++ für die drei Tage und zwei Nächte verlangen. Letztendlich gab es dann nur einen Anbieter, der Touren in Gruppen zu einen halbwegs vernünftigen Preis anbot. Leider musste ich dennoch noch einen Einzelzuschlag bezahlen, aber das war immer noch günstiger als die anderen Anbieter.
    Die Alternative wäre gewesen die Tour alleine zu organisieren, jedoch wäre das für mich als alleinreisende Frau in der Nebensaison sicher sehr schwierig geworden. Natürlich hätte ich wahrscheinlich auch viel weniger als für diese Tour jetzt bezahlt, aber da das alles extrem kompliziert gewesen wäre diese Tour alleine zu organisieren, war es mir das Geld jetzt einfach wert.

    Gegen Mittag wurde ich von einem Fahrer und einem Tourguide mit einem Auto abgeholt. Wir fuhren ca 3,5h von Surabaya nach Probolinggo, den Ausgangspunkt für den ersten Stopp auf der Tour: den Mt Bromo. Die Unterkunft war für eine Nacht ok würde ich sagen. Leider gab es keine Heizung und es kühlte auf der Höhe doch etwas ab in der Nacht, aber kein Vergleich zu Nepal. Zum Abendessen traf ich dann auf meine Tourmitglieder, zwei wirklich nette Deutsche in den mitte 30ern. Wir verstanden uns sehr gut und ich freute mich schon auf die Tour mit ihnen.

    Am nächsten Tag klingelte um 3.30 Uhr der Wecker. Wir wurden mit einem Jeep und einem Guide abgeholt und fuhren direkt zum Mt Bromo. Während alle anderen Jeeps Richtung zweier bekannter Aussichtsplattformen fuhren, fuhren wir als Einziges direkt zum Mt Bromo. Leider war es sehr windig und nebelig. Zum Glück nieselte es nur leicht. Wir waren viel zu früh dort und mussten dann noch eine halbe Stunde, die ich lieber noch im Bett verbrachg hätte, im Auto ausharren. Dann ging es in völliger Dunkelheit los. Auf halbem Weg bis zum Gipfel meinte der Guide, dass wir nun auf den Sonnenaufgang warten sollten. Wir bekamen dann noch Regenponchos und warteten auf die Sonne. Mir war bereits beim Aussteigen schon klar, dass wir sicher keinen Sonnenaufgang sehen werden bei dem Wetter und so war es dann auch.

    Also ging es 203 Stufen weiter rauf zum Krater des Mt Bromos. Der Nebel war in Wirklichkeit Schwefel des Vulkans der grausig stank. Wir sollten unsere Atemwege mit einem Schal schützen. Der Guide meinte, dass man sich bei so kleinen Mengen keine Sorgen machen braucht. Jedoch hustete er gefühlt ununterbrochen, ich vermute er hat schon zu viel vom dem abbekommen und war etwas beunruhigt, da man beim Stufen gehen natürlich schon schneller atmet als normal. Oben angekommen fragte der Guide, ob wir den Krater sehen. Wir sahen genau nichts außer Nebel, richtig enttäuschend. Dann gingen wir links am Kraterrand entlang, der Pfad war echd schmal und durch den dichten Nebel sah man leider auch nicht sonderlich viel. Rechts von mir war der dampfende Vulkankrater, links der Abgrund, prickelnde Aussichten 😅 immer wieder kam eine Wolke aus Schwefel, der Guide zeigte uns, dass man sich dann wegdrehen sollte und immer mit dem Schal vor dem Mund gehen sollte. Beim Aussichspunkt oben amgekommen sah man mal wieder (ihr dürft gerne raten, ja genau:) nichts 😕
    Als wir dann langsam runter gingen lockerte es zum Glück dann doch noch etwas auf und man sah immer besser die Umgebung. Gleich neben dem Mt Bromo gibt es einen nicht mehr aktiven Vulkan, der toll aussah und auch die übrige Aussicht auf den schwarzen Lavasand war cool. Da jetzt erst alle vom Aussichtspunkt zum Vulkan kamen, waren wir zunächst noch alleine oben gewesen. Nun kamen uns doch immer mehr Menschen entgegen. Teils auf Pferden, die mit einer Peitsche angetrieben wurden, echte Tierquälerei. Ein Pferd hatte sogar rine pink gefärbte Mähne, das fand ich wirklich verwerflich. Als wir runtergingen bauten auch immer mehr ihre Verkaufsstände auf, von Blumen über Essen & Trinken war alles dabei.

    Am Parkplatz wieder unten angekommen, hatte man immer eine klarere Sicht auf alles und ich wollte schon fast noch einmal rauf in der Hoffnung doch noch den Kraterrand zu sehen. Jedoch rauchte es weiterhin stark aus dem Krater, auch wenn der Weg jetzt sicher oben besser zum Gehen gewesen wäre und man hätte von oben zumindest eine coole Aussicht auf die Umgebung gehabt. Aber hilft nichts, war halt einfach Wetterpech. Immerhin war es überhaupt nicht so kalt wie erwartet, mir war mit meinen warmen Sachen aus Japan schon fast zu heiß. Neben dem Regen, der dann sogar ganz aufhörte, war ich von dem wenigstens positiv überrascht.

    Anschließend ging ich davon aus, dass wie nun zu den beiden bekannten Aussichtslunkten fahren, wo zuvor alle Touristen für den nicht vorhandenen Sonnenaufgang gewesen waren. Aber nein, wir fuhren aus dem Gelände komplett heraus in den Ort zurück. Dort mitten im Nirgendwo lag ein Cafe, das eine Aussicht auf den Mt Bromo und seine Ungebung bot, jedoch war das halt echt weit weg. Da ich mich im Vorfeld schon viel über die Tour informiert und viele Bilder gesehen hatte, wusste ich halt, dass das nicht die coole Aussicht war auf die ich gehofft hatte. Ich wurde immer mehr und mehr enttäuscht. Wir bekamen dann einen Tee und überbackene Bananen, aber das holte mich aus meinem Tief auch nicht mehr heraus.
    Das einzige Schöne was ich da noch sehen konnte, war die grüne Landschaft mit dem angebauten Gemüse (Kartoffeln, Kohl, Frühlibgszwiebeln) und den Glockenblumen am Weg.

    Dazu kam noch der unsympathische Guide: er machte so viele Fotos von uns ohne uns um Erlaubnis zu fragen und meinte immer zu ‚Dokumentationszwecken‘. Oben am Mt Bromo angekommen, meinte er, dass er jetzt ein Video machen will und wir alle lachend sagen sollen: ‚hello, today no sunrise on Mt Bromo‘. Da blieb mir das Lachen aber im Hals stecken. Außerdem sagte er gefühlt 100x wie toll es nicht im Sommer hier wäre und dann zeigte er uns auch noch unzählige Fotos von tollen Sonnenaufgängen. Auch einen von letzer Woche. Super Gefühl zu wissen, dass wir mit Glück auch einrn hätten sehen können. Immer wieder zu hören, wie schön nicht alles zu einer anderen Jahreszeit gewesen wäre und man hat so viel Geld gezahlt, ist extra sehr früh aufgestanden, hat sich diesen Gasen ausgesetzt und oben dann nichts außer Nebel gesehen, tja, ihr könnt euch wohl meine Gemütslage vorstellen.

    Natürlich fuhren wir dann nicht mehr in den Park für die anderen Aussichtspunkte zurück, obwohl es nun sogar blauen Himmel gab. Wie bekamen in einem Lokal noch Fertigpackerl Pancakes, dann hieß es zusammenpacken und weiterfahren.

    Alles in allem bin ich leider echt enttäuscht von der Tour. Natürlich bin ich auch selber schuld, dass ich in der Regenzeit hergefahren bin, aber Juni wär sich definitiv in meiner Planung nicht ausgegangen. Und wahrscheinlich hätte ich mal genauer das Programm des Anbieters recherchieren sollen, dass hier nicht das typische Programm mit den Aussichtspunkten geboten wird. Aber da das ja eigentlich jeder angeboten hat, bin ich nicht davon ausgegangen, dass wir genau das auslassen. Dennoch bleibt nun einfach ein Gefühl der Enttäuschung zurück. Ich bin nun echt gespannt, wie es morgen wird. Aber dazu in einem separaten Blogeintrag mehr.
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  • Fortzsetzung der Tour zum Mt Ijen

    3 de março de 2023, Indonésia ⋅ ☁️ 13 °C

    Um 9.30 Uhr geht es 2h weiter zu unserer Mittagspause. Es gab Hendlhaxen mit Reis und Gemüse und als vegetarische Option Tofu mit Spiegelei und Reis & Gemüse. Anschließend fuhren wir noch einmal über 4h zu unserer Unterkunft für diese Nacht. Immerhin hatte ich endlich mal Zeit meine Blogeinträge nachzutragen 😆
    Auf unserem Weg sahen wir ein riesiges Kohlekraftwerk, einen Militäreinsatz, einige Polizeiautos und sehr schöne Vegetation & Plantagen bzw Felder. Seit Vietnam fällt mir hoer die tropische Flora wirklich sehr positiv auf 🌴🌺

    Unsere Übernachtung war in einer Unterkunft, die gefühlt mitten im Nirgendwo: lag, nämlich im Ort Stasiun Karangasem. Diese Unterkunft hatte ebenfalls kein warmes Wasser und ich erschlug vorm Schlafen gehen noch eine Kakerlake mit einem Stuhl, am besten nicht zu viel drüber nachdenken.

    Was in Indonesien wirklich auffällt: die Wände der Häuser sind überhaupt nicht schallisoliert, es ist wirklich sehr hellhörig. Dadurch hört man teilweise sehr unangenehme Geräusche der Zimmernachbarn und als die Moschee, die gegenüber unserer Unterkunft lag, zum Gebet aufrief, hatte man eine halbe Atunde das Gefühl man war selbst in der Moschee und betete mit, es war extrem laut 😅

    Normalerweise startet die Tour zum Mt Ijen immer um 1 Uhr nachts. Da es leider im Jänner zu erhöhter Vulkanischen Aktivitäten gekommen ist und seither ein giftiges Gas austritt, wird angeblich jeden Tag um 4 die Situation neu bewertet. Tatsache ist, dass es für Touristen seit einem Monat verboten ist in den Krater hinabzusteigen. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich das überhaupt tun wollen würde. Der Mt Ijen ist für seine ‚blauen Flammen‘ bekannte, die nur in der Nacht sichtbar sind. Es sind spezielle Gase, die die Flammen für uns bläulich erscheinen lassen. Das ist das große Highlight bei diesem Vulkan. Ich fand es etwas schade, dass der Touranbieter nicht von Anfang an gesagt hat was Sache ist und mir nicht noch die Hoffnung mit der Neubewertung gemacht hätte. Realistischerweise hätte ich es eh schon wissen müssen, als es hieß wir starten erst um 2.30 Uhr. Dadurch geht es sich kaum mehr aus die Flammen zu sehen, weil die Sonne schon aufgeht. Das wurde sicher auch absichtlich zu getimt.

    Nachdem wir von der Unterkunft um 2.30 Uhr gestartet waren, mussten wir noch ca eine Stunde mit dem Auto zum Base Camp des Mt Ijen fahren. Dort bekamen wir dann gratis noch eime zusätzliche Jacke, Handschuhe und eine Gasmaske. Wenn man die blauen Flammen sehen will, wird es stark empfohlen eine derartige Maske zu tragen. Da wir aber nicht hinabsteigen konnten und zum Glück keine giftigen Dämpfe in unsere Richtung wehten, benötigte man sie eigentlich nicht. Echt bitter, dass wir gestern keine bekommen haben.

    Gegen halb 4 erreichten wir das Base Camp, un 4 ging es dann mit der Wanderung los. 1 Stunde ging es i kurzen Serpentinen stetig relativ steil bergauf. Wir bekamen vom Guide Taschenlampen und ich trug noch zusätzlich meine Stirnlampe. Damit konmte man den Weg vor sich relativ gut sehen. Sogar Sterne waren teilweise zu sehen. Wir hatten ein gutes Grundtempo in der Gruppe, sodass wir bis zum Ende des steilen Stücks eine Vielzahl an Personen überholt hatten. Nach dem Aufstieg ging es dann noch ca 30 Minuten eher flach weiter bis wir endlich dort waren: beim Mt Ijen. Leider war der Abstieg zum Krater gesperrt, wir redeten dann noch einmal mit unserem Guide und der meinte, dass man an der dunklen Verfärbung des Sees die giftigen Gase erkennen kann und uns unsere Gasmaske nicht ausreichend schützen würde. Mittlerweile konnte man auch schon die ersten Züge eines Sonnenaufganges erkennen. Es war zu akzeptieren, dass das heute einfach nicht sein soll.

    Außer einer Kanadierin waren wir die Ersten am Krater und das war wirklich cool! Wir konnten uns alles ohne die Touristenmassen danach in Ruhe ansehen. Wenigstens hatte ich heute beim Wetter Glück: es blieb trocken und man konnte sogar eine Art Sonnenaufgang erleben. Natürlich wäre der Sonnenaufgang in den Sommermonaten viel schöner, meinte unserer heutige Guide zu uns, da die Sonne jetzt im März hinter einem anderen Berg aufgeht und nicht direkt für uns sichtbar. Auch der Rauch aus dem Krater war zunächst überschaubar sodass man nette Fotos machen und sich in Ruhe den Kraterrand ansehen konnte ☺️ der türkisfarbene See sah trotz seiner Verfärbungen auch richtig schön aus. Im Gegensatz zum Mt Bromo gab es hier auch einen breiteren Weg am Krater entlang, der teilweise durch eine wunderschöne Flora wie Farne in verschiedenen Farbtönen führte. Es war irgendwie mystisch mit der aufgehenden Sonne und gefiel mir ebenfalls sehr gut 😇

    Beim Zurückgehen sah ich noch einige Mienenarbeiter, die trotz des Risikos in den Krater stiegen, um Schwefel abzubauen. Sie bekommen nur umgerechnet 0,070€/kg Schwefel und tragen ca 80-85kg Schwefel zwei Mal täglich hinunter. Sie tragen alle keine Gasmasken. Ursprünglich gab es über 600 Mienenarbeitre, mittlerweile sind es nur mehr ca 150, weil einige Alternativjobs geschaffen wurden. Beispielsweise kann man sich eine kleine Kiste mit Rädern mieten, die von einem Menschen gezogen wird, und sich damit rauf zum Krater oder wieder bringen lassen. Immer wieder fragten uns die ‚Taxifahrer’, ob wir nicht ein Taxi benötigten. Außerdem haben einige Englisch gelernt und arbeiten nun als Guide, wie unser Guide. Manche haben auch Essens- und Getränkestände am Weg eröffnet.
    Den abgebauten Schwefel seht ihr als gelbe Steine in den Körben auf den Fotos. Dadurch, dass sie die Steine auch zerkleinern war der Boden teilweise von kleine gelben Brocken übersäht.

    Der Abstieg war dann zwar anstrengend aber landschaftlich auch wirklich schön. Man hatte einen tollen Ausblick auf einen weiteren Berg und die Vegetation rund um den Weg empfand ich als bezaubernd. Außerdem war es spannend zu sehen, wo man mitten in der Nacht zuvor im Dunkeln langgelaufen war 😆

    Für diesen Weg hatte ich grundsätzlich nicht das Gefühl, dass man unbedingt einen Guide benötigt, da es sowieso nur einen Weg bergauf gab. Aber mit dem bereit gestellten Equitement (was man sich natürlich auch vor Ort organisieren hätte können) und dem Transport war es um die Uhrzeit in der Nacht natürlich dennoch viel bequemer.

    Anschließend ging es noch zu einer einheimischen Familie frühstücken. Es gab: Reis mit Gemüse, Hähnchen, Omlett Maislaibchen, Bananenpancakes und Wassermelonen. Als wir zum Auto gingen fragte uns die Familie, ob sie nicht mit uns und der Oma ein Foto machen könnten. Wir willigten ein und ich drückte ihnen gleich noch mein Handy in die Hand (siehe letztes Foto) 😉

    Alles in allem war ich sehr froh über mein heutiges Wetterglück und war positiv überrascht von der Schönheit des Kraters und der Natur rundherum. Dennoch bleibt ein großer Wehrmutstropfen, da ich mir das eigentliche Highlight, die blauen Flammen, nicht ansehen konnte.

    Insgesamt zur Tour würde ich reüssieren, dass es wahrscheinlich einfach nicht die beste Reisezeit bzw. eim großes Pech mit den vulkanischen Aktivitäten war. Da ich aber meinen Flug schon extra nach Surabaya gebucht hatte, hätte ich es jetzt sicherlich auch bereut es nicht gemacht zu haben. Ich würde sagen die Tour war zu 55% erfolgreich 😆
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  • Überfahrt nach Bali & Ubud

    5 de março de 2023, Indonésia ⋅ ☁️ 31 °C

    Mit einem großen Frühstück gestärkt geht es für uns zum Fährterminal wo die Fähre von Ketapang auf Java nach Gilimanuk auf Bali übersetzte. Leider mussten wir vor dem Fähranleger auf Bali etwas warten bis ein Platz frei wurde. Insgesamt dauerte die Fahrt aber nur eine Stunde.

    Einmal mit der Fähre von einer Insel auf die Andere in Indonesien übergesetzt, schon ist man in einer neuen Zeitzone 😅 +1h und insgesamt +7 bin ich jetzt Österreich voraus.

    Dann ging es von Gilimanuk direkt mit dem Bus, der noch bei der Tour inkludiert war, nach Ubud. Nachdem ich ersr ziemlich spät ankam, beschloss ich einfach nur mehr in meinem Zimmer zu entspannen. Ich hatte wieder ein Einzelzimmer, dieses Mal in einem Homestay gebucht. Ich bin echt zufrieden mit dieser Entscheidung und kann die Unterkunft nur jedem empfehlen: Indaprastha Homestay. Die Besitzerin und ihre Familie waren so nett und herzlich, es gab einen großen Frühstückstisch wo man auch einfach mit anderen Gästen in Kontakt kam, es gab gratis abends immer Bananenkuchen und ich tratschte auch gerne mit der älteren Tochter, die mit 14 Jahren so gut wie eine Engländerin Englisch sprach. Ich fühlte mich wirklich sehr wohl 😊

    Am nächsten Tag beschloss ich Ubud zu erkunden und mir die Reisfelder in der Umgebung anzusehen. Ubud ist überhaupt nicht mit Surabaya zu vergleichen: sehr viele alleinreisende Mädels laufen extrem freizügig dort herum, es gibt so viele Touristenläden (Ubud Street Market, Ubud Art Market), Lokale & Bäckereien sind oftmals 5-10 Mal so teuer und die Grundstimmung ist auch eine komplett Andere. Die Stadt haute mich nicht gerade um: alle fünf Meter wird man gefragt ob man ein Taxi braucht und es gibt viel Verkehr inklusive Gehupe. Ich habe im Vorfeld gehört, dass es dort viele Angebote für Massagen & Yoga Klassen gibt. Das gibt es auch, aber das sind teilweise riesige Yoga Center mit bis zu 50 Teilnehmer:innen und durch die zahlreichen Massageangebote verliert man langsam auch den Überblick (von 5€ für 60min bis zu ganzen Treatments 4h für 60€). Ich hatte mir den Ort eher entspannt vorgestellt und auch wenn einige Leute so herumrennen, habe ich die Entspannung hier nicht gespürt.

    Architektonisch sind die balinesischen Häuser aber richtig schön: der Eingang eines Hauses bzw eines Innenhofes sieht aus wie der Eingang eines Tempels, richtig beeindruckend. Die Tempel an sich sind ganz nett: den Ubud Palace hat man sich in weniger als 5 Minuten angesehen, zum Glück ist der Eintritt frei. Gleich daneben ist der Saraswati Tempel, der einen kleinen wunderschönen Teich mit Lotusblumen hat. Nach den ganzen verblühten Lotusblumen in Japan, hat mir das wirklich sehr gefallen. Auch die Flora ist hier wirklich wunderschön: Reisfelder, Bananenplantagen, Palmen, diverse Blumen und sonstiges Grün kreieren ein tolles Urlaubsgefühl 🥰

    Ich ging dann durch die Stadt zu einigen Reisfelderwanderwegen. Mitten auf einem Weg fragt mich ein Mädel, ob ich will, dass sie ein Foto von mir mit dem Eingang zum Reisefeld macht. Ich verneinte dankend, aber wir kamen dadurch ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass ich soeben Marta aus Italien kennen gelernt hatte. Wir verstanden uns wirklich gut und beschlossen die nächste Tage Ubud gemeinsam zu erkunden. So schnell kann man Leute kennenlernen 😆

    Die Reisfelder und die Flora waren wirklich schön zu beobachten. Anschließend ging ich mit Marta noch zu ihrer Unterkunft mit, die einen Pool hatte, ein schöner Ausklang des Tages ☺️

    Am nächsten Tag schüttete es leider in der Früh heftig, sodass ich den Tag erst etwas später starten konnte. Ich traf mich wieder mit Marta, um gemeinsam den Monkey Forest zu erkunden. Es ist ein großer Wald mit drei Tempeln & unzähligen Affen. Die Affen waren leider eher angriffslustig und verfolgten uns mehrmals. Marta hatte auf der Seite ihre Rucksackes einen Insektenspray eingesteckt. So schnell konnte man gar nicht schauen, so schnell war zunächst der Stöpsel und dann auch der ganze Spray einfach weg. Da der Affe begann den Spray zu öffnen und zu trinken, gaben wir einen Aufseher Bescheid. Der wollte uns aber nur ein Selfie mit den Affen verkaufen und war nicht an dessen wohl interessiert. Nach diesem Erlebnis war uns dir Lust an dem Wald etwas vergangen. Wir sahen auch einige Affen mit ihren Babys und eine Fütterung, wo viele Affen gleichzeitig herkamen. Da es ja davor ziemlich geregnet hatte, war der Steinboden, der teilweise stark von Moos überwuchert war, leider sehr rutschig. So schnell konnte ich gar nicht schauen, da lag ich schon da. Zum Glüvk habe ich mich nur ganz leicht das Knie aufgeschürft, aber es war der ganze Tag etwas mühsam herumzugehen.

    Anschließend gingen wir in der Stadt etwas Essen. Marta hatte ein lokales indonesisches Lokal entdeckt und wollte dort hingehen. Der gebratene Reis mit Gemüse war ganz ok, aber auch kein Highlight würd ich mal sagen. Zumindest war es nicht scharf. Bis jetzt habe ich nicht das Gefühl, dass sich die indonesische Küche so stark von der asiatischen Küche unterscheidet, die ich bislang in Thailand, Vietnam und Kambodscha kennen gelernt habe.

    Da Marta noch einmal zurück ins Hostel musste und sich zwei Jungs von ihrer Unterkunft uns anschließen wollten, verging leider insgesamt viel Zeit. Marta und ich namen ins jeweils ein Moped Taxi während die Jungs sich ein Moped teilten. Wir fuhren mit einigen Umwegen, da gerade eine Prozession auf einer Hauptstraße in Gange war, zum Pura Tirta Empul Tempel. Der Tempel ist dafür bekannt, dass man sich in einem kleinen Pool seine Sorgen reinwaschen kann. Man musste einen Sarong tragen, un dort hineingehen zu dürfen. Der wurde mir gleich von einem netten Einheimischen umgebunden. Der Tempel war an diesem Tag sehr stark besucht, da eine Prozession stattfand. Auch wenn der Tempel sehr klein war, wars spannend zu sehen, wie sich die Leute ewig anstellen um sich dort reinzuwaschen. Spannendes Detail am Rande: man darf als Frau keinen Tempel betreten, wenn man die Periode hat, da man dann als ‚unrein‘ gilt.

    Anschließend ging es wieder mit dem Moped Taxi zu Tegallalang Reisterrasse. Das ist eine sehr bekannte Reisterrasse, die leider komplett ‚touristisiert‘ wurde. Man konnte auf diversen Schauckeln mit einem xxl Umhang ein Foto von sich machen lassen, mit einem Flying Fox durchschwingen oder mit einem Fahrrad auf einem Seil (natürlich gesichert) von Palme zu Palme fahren. Mir gefiel das ganz und gar nicht, ich war richtig enttäuscht, da ich mir das ganz anders vorgestellt hatte. Einen Eintritt zahlen zu müssen verstehe ich vollkommen, aber dort hatte ich das Gefühl, dass die Terrassen nicht wirklich für den Reisanbau genutzt werden…
    Leider ging sich der Wasserfall, den ich mir dann noch ansehen wollte, nicht mehr aus. Wir fuhren getrennt zurück nach Ubud und ich beschloss noch einen Supermarkt und einen ATM aufzusuchen. Außerdem gönnte ich mir aufgrund des Tipps von meiner Gastgeberin ein reines Kokusnuss Eis bei Tukies Coconut Shop. Man bekam gratis noch einen Kokosnusssaft und das Eis war mit Kokusnussfleisch und -flocken graniert, wirklich sehr lecker 🥰

    Meine Fixpunkte Massage & ein Mal Yoga auf Bali ausprobieren beschloss ich auf später zu verschieben.
    Es hätte noch einige andere Tempel, unzählige Wasserfälle (Kanto Lampo, Tinum, Höhlen, Kaffeeplantagen und sonstige Touristenattraktionen wie Rafting zum Erleben und Besichtigen gegeben. Man hätte in Ubud auch einen Töpferkurs oder einen balinesischen Tanzkurs beuschen können. Einige in meiner Unterkunft sind auch ein Monat oder länger hier. Aber für mich hat es jetzt gut so gepasst.

    Alles in allem war Ubud nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Umgebung hat grundsätzlich schon einiges zu bieten, ist aber auch ziemlich von Touristen überlaufen. Meine Unterkunft war super und es war sehr schön Kontakte zu knüpfen. Obwohl ich mich ans gemeinsam Reisen auch wieder gewöhnen muss 😆
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  • Lovina

    7 de março de 2023, Indonésia ⋅ ☁️ 25 °C

    Marta wollte unbedingt zum Sepulkum Wasserfall und ich nach Lovina. Da beides nahe beeinander lag, beschlossen wir das zu verbinden und uns ein Taxi dorthin zu organisieren. Mit ‚wir’ meine ich eigentlich mich, Ich organisierte uns das alles. 😆

    Leider verlief die Organisation des Taxis nicht nach Wunsch, sodass wir erst um 12 Uhr von Ubud aufbrachen. Ich wollte zuerst eigentlich in Ubud einen Wasserfall besichtigen, dachte mir dann aber, dass wenn wir uns sowieso heute einen ansehen, dann brauche ich nicht noch einen. Leider hatte ich mich nicht gut genug informiert: der Wasserfall war so hoch in den Bergen, dass das Wetter dermaßen zuzuog und es nur mehr nebelig und regnerisch war. Dann wäre auch noch ein komplett überteuerter Eintritt (30€!) zu zahlen gewesen, weil man den Wasserfall nur im Rahmen einer Tour besichtigen kann. Im Vergleich zu den Wasserfällen in Ubud (3€) war das jetzt alles echt ärgerlich. Wir beschlossen dann nicht zum Wasserfall zu gehen, wir hatten das Gefühl das hat keinen Sinn. Das stellte sich auch als die richtige Entscheidung heraus, da es bei der Weiterfahrt dann richtig zum Schütten begann. Eigentlich wollte ich unbedingt zumindest einen Wasserfall sehen während ich hier bin. Deshalb war das Ganze jetzt doch etwas enttäuschend. Aber ich gehe davon aus, dass ich sicher noch im Laufe meiner Reise einige Gelegenheiten dazu haben werde.

    In Lovina angekommen war es zwar bewölkt, aber es regnete zum Glück nicht mehr. Die Unterkunft war richtig nett und auch noch richtig günstig: Villa Jaya. Der Vorteil vom gemeinsamen Reisen ist, dass man sich gemeinsam ein privates Doppelzimmer teilen kann und dabei noch günstiger wegkommt als mit einem Schlafsaal 😏 Wir machten uns auf den Weg zum Strand, darauf hatte ich mich schon sehr gefreut, da Lovina für seinen schwarzen Sandstrand bekannt ist. Leider war der dann nicht so schön, da viel Müll herum lag und auch die Geschäfte und Lokale rundherum machten keinen guten Eindruck. Ständig wurde man von wem mit ‚Where are you from? You want to buy something?‘ angesprochen und man sah kaum Touristen. Irgendwie hätte ich mir das ein wenig netter vorgestellt. Wir machten das Beste draus und gingen eine Kleinigkeit essen. Da Marta anschließend unbedingt zum Hotelpool wollte, verpassten wir leider den Sonnenuntergang. Ich hoffe ich sehe die nächsten Abenden noch Einen bei meiner nächsten Station.

    Anscheinend hätte es hier in Lovina wieder das lumiszierende Plankton gegeben, das ich glücklicherweise schon aus Kambodscha kenna. In meinem veralteten Lonely Planet E-Book ist davon leider nämlich nichts gestanden. Man hätte sich natürlich auch wieder Tempel, Wasserfälle & Reisfelder ansehen können, aber darum ist mir jetzt nicht leid.

    Am Abend wollte Marta fortgehen und lernte auch gleich wen kennen. Angesichts der geringen Anzahl der Touristen war ich etwas überrascht darüber. Ich persönlich hatte darauf nicht so viel Lust und skypte lieber und erledigte noch ein paar Sachen in Ruhe.

    Am nächsten Tag klingelte der Wecker um 5:15 Uhr. Heute standen Delfinbeobachtungen auf dem Programm, darauf freute ich mich schon sehr 🥰 Wir wurden um kurz nach 6 Uhr mit einem Taxi abgeholt und zu einem Bootsanleger gebracht. Die Boote waren überraschend klein. Wir teilten uns das Boot mit einer chinesischen Familie. Nach kurzer Fahrt waren wir schon da und sahen sofort unsere ersten Delfine 😍
    Es waren wirklich große Gruppen und ab und zu sprangen Einzelne sogar richtig aus dem Wasser, ich war richtig begeistert 😄
    Hinter uns ging dann noch die Sonne auf, das war auch richtig nett ☀️

    Das Einzige was die Erfahrung trübte war die schiere Anzahl der Boote: es gab ca drei große Bootsgruppen, die ich rund um uns ausmachen konnte. Wir waren in einer Gruppe mit ca 25-30 Schiffe und sobald ein Delfin auftaucht schalten alle ihre lauten Motoren ein und fahren vollgas darauf zu. Oftmals ohne jegliche Rücksicht auf die Delfine. Oftmals fuhren sie auch beinhart ‚drüber‘, auch wenn die Delfine natürlich abtauchen, habe ich das überhaupt nicht verstanden. Natürlich sind die Delfine dann weggeschwommen und man musste wieder länger Ausschau nach ihnen halten. Außerdem waren die Boote oftmals auch sehr spärlich mit 1 oder 2 Personen besetzt, da auch ‚private‘ Touren angeboten werden. Nach einiger Zeit hatte ich trotz des coolen Erlebnisses ein wenig ein komisches Gefühl…

    Grundsätzlich haben wir die Bootstour für zwei Stunden gebucht. Nach ca 1,5h fragt der Bootsführer ständig ob er jetzt zurückfahren könne. Ich meinte natürlich, nein, wir haben ja noch 30 Minuten. Er verstand gar nichts, also musste Google Translate wieder mal aushelfen. Zunächst schien er es verstanden zu haben, aber dann drückte er mir ständig sein Handy in die Hand, dass ich mit seinem Chef sprechen soll. Dee verstand mich zumindest und wir einigten auf weitere 30min. Am Ende der Tour bedankten sich die Chinesen mehrmals bei mir, dass ich auf die weiteren 30min so vehement bestanden habe 😆

    Man hätte diese Tour auch in Kombi mit einem Schnorchelausflug auf einem nahe gelegenen Riff, mit einem Tagesausflug zu einem Naturschutzgebiet im Westen Balis zum Tauchen/Schnorcheln oder mit ‚Delfinen schwimmen‘ (man kann mit Schnorchel & Brille ins Wasser gehen und sich beim Boot anhalten, um die Delfine auch Unterwasser zu sehen) buchen können. Zunächst wollten wir auch die Variante mit dem Schnorcheln machen, aber das wäre dann letztendlich aufgrund unserer Weiterfahrt ein ziemlicher Stress gewesen und ich hoffe auf gute Schnorchelmöglichkeiten bei meinem nächsten Stopp.

    Alles in allem kann ich leider nicht viel zum Wasserfall sagen, was natürlich schade ist. Lovina an sich ist jetzt leider nicht so der nette Ort, aber dafür hat sichs wegen den Delfinen schon gelohnt finde ich. Dennoch natürlich schade wie überlaufen hier alles ist und dass die Delfine hier die Leidtragenen sind.
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  • Gili Inseln

    10 de março de 2023, Indonésia ⋅ ⛅ 28 °C

    Nachdem wir gegen halb 9 in der Früh wieder von der Delfintour zurück kamen, ging es nach einem schnellen Bananenpalatschinken Frühstück sofort weiter zum Hafen von Padang Bai. Marta hatte sich spontan entschlossen mit mir mitzukommen. Wir trafen auf der Fahrt eine nette Ukrainerin, die aber schon seit mehreren Jahren in Abu Dhabi lebt und mit Freunden auf Bali unterwegs ist.

    Spannenderweise ist es viel günstiger ein Gesamtpaket mit Transport zum Fährterminal, Hin- und Rückfahrt mit der Fähre & Transport vom Fährterminal weiter zu buchen als alles extra zu buchen. Aus diesem Grund kontaktierte ich eine Agentur, die neben der Delfintour auch derartige Pakete verkauft. Das Verhandeln war via Whats App mühsam und insgesamt ist es leider auch nicht ganz billig, aber ich wollte nur Eines: auf eine Insel an tolle Strände und Schnorcheln gehen. Da ich gehört und gelesen habe, dass Bali an sich nicht immer die Traumstrände bietet, die man sich vorstellt, gab es für mich zwei Optionen: entweder vom Süden Balis aus auf die Insel Nusa Penida bzw Nusa Lembogan (soll schöner bzw ruhiger sein) oder auf die Gili Inseln. Ich habe länger mit einem Schweizer gesprochen und der meinte, dass man dort unten unbedingt einen Roller braucht und dass im Ozean auch viel Plastik schwimmen soll. Dafür hätte man dort mit Mantarochen schnorcheln können. Dennoch entschied ich mich aus den oben genannten Gründen dagegen. Die Meeresschildkröten und das Vorhandensein von einigen Korallenriffen ließen meine Wahl dann auf die Gili Inseln fallen.

    Das Coole an den Gili Inseln ist, dass es dort verboten ist mit einem Moped oder sonstigen motorisierten Fahrzeugen herumzufahren. Deswegen gibt es Pferdekutschen als Taxis. Die Pferde dort werden aber leider schlecht behandelt. Viele mieten sich oftmals Fahrräder, um auf den Inseln herumzukommen. Hunde sind auf den Gilis nicht erlaubt, Katzen hat man einige gesehen. Im restlichen Bali gab es sonst schon einige Streuner. Auch spannend: Drogen sind hier legal und werden auch ziemlich beworben. Immer wieder geht wer herum und fragt, ob man was haben will.
    Die Gili Inseln bestehen aus drei Inseln:
    -Gili Trawagan: die Größte mit vor allem viel Party, Clubs & Bars
    -Gili Meno: die Kleinste, hat besonders viele Meeresschildkröten und schöne Strände
    -Gili Air: soll zwischen den Beiden liegen und gilt als Insel für Pärchen auf Flitterwochen (Gili Meno aber anscheinend auch immer mehr)

    Da Gili Air mittendrin zwischen Party und tote Hose sein soll, entschied ich mich für diese Insel: Ich freute mich jetzt richtig auf Sonne, Sommer, Strand und Sonnenschein und hatte auch das Gefühl, dass ich das jetzt
    gut brauchen könnte 😎☀️

    In Padang Bai angekommen, geht es gleich mit einen riesigen Trubel los: extrem viele Menschen, vor allem Tourist:innen rund um mein Alter, drängen sich hier dicht an dicht. Es fahren gleichzeitig einige Boote ab und alles wartet in einen riesigen Lokal. Dann hieß es plötzlich: wie können zum Boot gehen und alle strömten natürlich zum Bootsanleger. Dort angekommen muss man noch einige eigene ‚Steuer‘ zahlen, die natürlich nicht im zuvor bezahlten Tourpreis enthalten war. Das Boot ist dann auch fast auf den letzten Platz gefüllt. Dementsprechend heiß wird es auch nach kurzer Zeit, da es ein geschlossener Raum war. Bevor wir losfahren, kommen auch noch fünf Verkäuferinnen extra ins Boot, um Essen & Getränke zu verkaufen. Die standen eh bereits am Steg und haben uns da schon was angeboten. Dennoch kaufen einige Tourist:innen wieder was bei ihnen.

    Nachdem zunächst Gili Trawagan angesteuert wurde, stiegen wir nach ca 1,5h Fahrt auf Gili Air aus. Leider lag das Hostel alles andere als ideal: wir mussten ca 25 Minute durch große Hitze einmal quer vollbepackt über die Insel laufen. Als Marta unser eher spartanisch eingerichtetes Doppelzimmer ohne Fenster sieht, bucht sie sich spontan eine alternative Unterkunft und geht kurze Zeit später auch dorthin. Mir passt das nicht schlecht, da sie ihren Teil bereits bezahlt hat und ich somit für die kommenden Nächte ein sehr günstiges Einzelzimmer bekommen habe 😆
    Den Abend verbringen wir entspannt und gehen noch gemeinsam mit einem Franzosen, den Marta kurz zuvor kennen gelernt hatte, essen. Ich entscheide mich sicherheitshalber für eine Pizza Margherita. Sobald es dunkel ist, ist es doch etwas unheimlich auf den Straßen der Insel zum Hostel zurückzugehen. Zum Glück begleiten mich Marta und der Franzose.

    Am nächsten Tag geht es los auf eine Bootstour, die das Hostel anbietet. Ich hatte für mich und Marta einen Platz an der Rezeption reserviert und lernte auch gleich ein paar nette Mädels kennen. Leider schaffte es Marta nicht rechtzeitig zum Treffpunkt. Nach ca 20 Minuten warten war mir das ganze ziemlich peinlich. Sie war zu spät weggegangen und hatte sich dann auch noch verlaufen. Wir fuhren dann letztendlich ohne sie los.
    Auf der Bootstour machten wir auf allen drei Inseln halt und entdeckten die Unterwasserwelt. Wir sahen einige Meeresschildkröten verschiedener Größe, einige Fische und Statuen unter Wasser. Bei den Statuen war leider extrem viel los, weil alle Tourenboote dort hielten. Man bekam ständig eine Flosse oder sonstiges draufgehauen. Sonst ging es zum Glück mit den Leuten. Den Stopp in der Mittagspause mussten wir dann selbst bezahlen. Ich aß einen gebratenen Reis mit Gemüse, was sich im Nachhinein gesehen leider als großen Fehler herausstellte. Nach einem abschließenden Schnorchelstopp, wo leider sehr viele sehr kleine Quallen waren, die man nicht so gut sah, aber umso mehr spürte, ging es nach ca 3h wieder zurück ins Hostel.

    Am Nachmittag wollte ich mir dann noch selbst einen Strand ansehen, der auf Gili Air für seine Schildkröten bekannt sein soll. Leider kam da aber der große Nachteil von Gili Air auf: die Ebbe ist sehr früh am Nachmittag, danach kann man nicht mehr gescheit reingehen. Außerdem liegen überall extrem viele kleine Korallenstücke herum, sodass man es ohne Meerschuhe schwer hat am Strand entlang zu gehen bzw überhaupt ins Meer zu kommen. Darüber hinaus gab es überall auf Gili Air leider sehr viel Seegras, was das ins Wasser gehen nicht angenehmer bzw einfacher machte. Insgesamt hatte ich mir das alles ein bisschen traumhafter vorgestellt. Ich versuchte dennoch mein Schnorchelset, welches ich mir in Bangkok frisch gekauft hatte, auszutesten. Leider war der Schnorchel komplett undicht, das nennt man wohl Fehlkauf 😅

    Später traf ich mich dann noch mit Marta und wir gönnten uns eine Massage. Endlich! Es war wirklich sehr entspannend: unter meinem Kopfpolster lag eine Schüssel mit verschiedenen Muscheln drinnen, das war wirklich schön 🥰

    Am Rückweg zum Hostel als es schon wieder dunkel wurde, ging vor mir ein Mädel ca in meinem Alter. Ich beschloss sie spontan anzusprechen, da mir alleine im Dunkeln gehen doch etwas komisch vorkam. Sie war wirklich sehr nett (aus Holland) und wir verabredeten uns für den nächsten Tag gemeinsam am Abend essen zu gehen. Auch die Mädels, die ich bei der Bootstour kennen gelernt hatte, wollten gemeinsam etwas unternehmen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass es hier sehr einfach war neue Bekanntschaften zu schließen und die Meisten ca auf meiner Wellenlänge waren. Ich glaube das liegt auch daran, dass wir uns alle bewusst gegen die Partyinsel entschieden haben. Da stiegen am Tag zuvor ja doch einige ‚It-Girls‘ mit ‚ich habe so und so viele Instagram Follower‘ aus 😅
    Ich brachte meine Schmutzwäsche noch zu einem Wäscheservice, welches ich über Google gefunden hatte. Das stellte sich dann als sehr einfach heraus: der Hinterhof sah sehr ärmlich aus und die Wäsche war jetzt leider auch nicht über drüber sauber. Dennoch bin ich froh, dass ich eine lokale Familie unterstützt habe.

    Am nächsten Tag holte Marta die Schnorcheltour nach und ich beschloss einen Tagesausflug nach Gili Meno zu machen. Es gibt pro Tag jeweils ein Boot hin und ein Boot zurück. Gegen 8 Uhr kam ich schon an und beschloss mich direkt auf den Weg zum Turtle Sanctuary zu machen. Leider hatte ich auf Google gelesen, dass die Baby Schildkröten hier nicht artgerecht aufgezogen werden. Man kann die Schildkröten auch gegen eine ‚Spende‘ selbst in die Freiheit entlassen, ungeachtet vom Zeitpunkt, das kommt mir doch etwas komisch vor. In vier Becken waren dann auch einige Babyschildkröten zu finden. Ich ging dennoch relativ bald wieder weiter.

    Ich hatte mir bei der Bootstour am Tag zuvor extra die Orte auf Google Maps fotografiert, wo wir Schildkröten gesehen hatten. Also ging ich dort als Erstes hin. Leider war ich etwas zu weit nördlich dran: ca eine Stunde verbrachte ich relativ weit draußen im Meer auf der Suche nach den Schildkröten. Ich sah wirklich große und bunte Fische, aber leider keine Schildkröten. Ich traf später einen Einheimischen, der meinte, dass ich weiter südlich suchen müsste. Nach einer Pause im Schatten setzte ich dies auch in die Tat um. Und siehe da: ich entdeckte kurze Zeit später eine Schildkröte, die den Boden auf der Sucha nach Seegras absuchte! 😄
    Ich folgte ihr etwas und schwamm mit etwas Abstand mit ihr mit. Das war echt ein tolles Erlebnis! Insgesamt ging ich drei Mal ins Wasser und sah oftmals zwei unterschiedlich große Schildkröten nebeneinander schwimmen. Leider gab es einen großen Nachteil an dieser Badestelle: es gab dort sehr viele unterschiedlich große rote Quallen. Das war echt nervig. Ich versuchte ihnen bestmöglich auszuweichen, leider war das aber nicht immer möglich. Es stach immer kurz, dann hatte man einen ‚Dübel‘ wie bei einem Gelsenstich.

    Später beschloss ich noch einen Teil der Insel abzugehen. Hier war der Strand zwar noch immer mit kleinen Korallenstücken bedeckt, aber das Meer war viel klarer und ohne Seegras besser zum Reingehen. Die Insel kann man ca in einer Stunde umrunden, ich ging bis zur Nordwestspitze und stellte fest, dass es hier viel schöner als auf Gili Air ist. So hätte ich mir von Anfang an die Gilis vorgestellt. Beim Rückweg traf ich zufällig noch auf ein Wiener Pärchen in den Mitte 30ern. Eine meiner ersten Österreicher, ich freute mich wirklich sehr! 😆 Bei dem Strandabschnitt gab es auch eine kleine Schildkröte und zum Glück gar keine Quallen. Blöd, dass ich so spät erst drauf gekommen bin. Dann ging es eh schon mit dem Boot zurück nach Gili Air. Im Hafen informierte ich mich dann noch wegen Bootsfahrten nach Nusa Penida, da mir das mit den Mantarochen nicht aus dem Kopf ging und ich von Gili Air etwas enttäuscht war. Der eine Typ starrte mir ständig nur auf meine Oberweite, ich fühlte mich mal wieder komplett unwohl.

    Ich verabredete mich mit dem Mädels von der Bootstour, der Holländerin und Marta zum Sonnenuntergang ansehen. Leider brauchte Marta mal wieder so lange zum Fertigmachen, dass die Mädels von der Bootstour beschlossen alleine loszuziehen. Es war dennoch ein netter Abend, nur leider merkte ich, dass ich das Essen von der Schnorcheltour am Abend zuvor nicht vertragen hatte (wird hier auch Bali Belly genannt, kein Wunder bei dem was die Touristen hier alles ohne nachzudenken essen & trinken) und es ging mir zunehmend schlechter.

    Am nächsten Tag wusste ich, dass ich meine Pläne mit den Mantarochen begraben kann: trotz mehrmaligen Einschmieren hatte ich einen riesigen Sonnenbrand auf meiner Rückseite bekommen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme,… einen gscheiten Sonnenstich halt. Marta war das egal, sie fuhr auf die Partyinsel zu irgendeinen anderen Franzosen, den sie in Lovina kennengelernt hatte und ich buchte mir das Einzelzimmer noch für eine Nacht. Die Betreiber des Hostels waren leider auch nicht die Sympathischsten, aber das half alles nix, ich konnte nirgends hin in meinem Zustand. Eigentlich hatte ich das Hostel ausgewählt, weil hier gratis Yoga in der Früh angeboten wurde und ich das unbedingt ein Mal auf Bali machen wollte. Leider ist das dann auch nichts geworden.

    Am nächsten Tag musste ich gezwungenermaßen die Fähre nehmen, da mein Flug nach Australien unmittelbar bevorstand. Die Organisation der Tickets für die Rückfahrt, die ich eigentlich bereits bezahlt hatte, war leider etwas kompliziert. Ich wurde dann von drei verschiedenen Typen der Bootsgesellschaft auf Whats App angeschrieben, bis ich alle nötigen Dokumente zusammen hatte. Das war auch etwas mühsam. Leider schaffte ich es aufgrund mangelnder Kräfte mit dem ganzen Gepäck nicht zu Fuß zum Fähranleger und musste mir ein Pferdetaxi organisieren. Mühseligerweise musste man auch noch eine Stunde vor Abfahrt am Bootsableger sein. Zum Glück ging es halbwegs, da ich beschloss einfach nichts mehr zu mir zu nehmen außer Wasser. Auf dem Boot traf ich wieder Marta, die ich gleich zum Schleppen meines Rucksackes einspannte. Zurück in Padang Bay war abermals die Hölle los. Dieses Mal stürmten 30 Taxifahrer auf uns zu oder sonstige Verkäufer:innen. Langsam wurde es echt mühsam und schwierig überhaupt durchzukommen.

    Von Padang Bay hatte ich den Shuttle zu meiner Unterkunft bereits vorgebucht. Leider war der Minibus eine komplette Schrottkiste: die Abgase drangen ungefiltert ins Auto ein, ein wirklich wiederlicher Gestank kam schnell auf, ohne offenen Fenster konnte man gar nicht atmen. Während der Fahrt öffnete sich plötzlich mitten auf der Hauptsstraße der Kofferraum, einzelne Teile fielen ab,… Ich bin sehr froh, dass wir es heil nach Kuta geschafft haben. Der Fahrer hatte auch keinen Plan von Kuta und den Unterkünften dort und es war wirklich viel Verkehr. Ich glaube wir fuhren nur in der Stadt ca 1h herum, obwohl diese gar nicht wo groß ist. Ein toller Abschluss 😅 Der Typ neben mir erzählte mir, dass er bei der Hinfahrt mit dem Shuttle miterlebt hatte wie der Fahrer einen Fahrradfahrer umgefahren hat, echt arg 🙈 Kuta an sich ist als Surferort sehr beliebt, hat vom Fenster aus aber jetzt nicht so toll ausgesehen.

    In meiner letzten Nacht auf Bali schlafe ich in einem Kapselzimmer. Mein Fernweh nach Japan war anscheinend zu groß 😆 Nein im Ernst, ich habe es aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Flughafen gewählt. Das war auch noch ein nettes Erlebnis zum Abschluss 😊

    Alles in allem bin ich leider etwas enttäuscht von den Gilis. Und das Ende des Aufenthaltes war leider auch nicht gerade prickelnd. Solltet ihr dennoch mal hinfahren wollen, würde ich definitiv Gili Meno empfehlen. Die Meeresschildkröten waren natürlich ein großes Highlight!
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  • Resumee zu Indonesien

    12 de março de 2023, Indonésia ⋅ ☀️ 30 °C

    Alles in allem zu Indonesien 🇮🇩:
    -Irgendwie habe ich das Gefühl Indonesien wollte mich nicht oder ich wollte Indonesien nicht 😆 Wenn ich mal wo war habe ich wetterbedingt fast nichts gesehen oder es war ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Vielleicht lag es an der Regenzeit und daran, dass ich mich schon etwas müde von den intensiven Reisetagen davor war. Aber ich bin auf alle Fälle sehr froh, dass ich nicht noch mehr Zeit hier eingeplant habe und dass es jetzt dann für mich weiter geht.
    -auf Java habe ich mich wirklich höchst unwohl gefühlt, sehr unsicher auf den Straßen, man merkt hier gibt es kaum Tourist:innen
    -Bali war dafür umso touristischer, wenn ich gerade in der Nebensaison unterwegs war und mir jetzt schon teilweise viel zu viele Leute waren, will ich nicht wissen wie es in der Hauptsaison hier zugeht. Es gab so viele ‚Instagram Poser‘, vieles wirkte gestellt und war komplett überlaufen. Ich habe nicht das Gefühl das ‚echte Bali‘ kennen gelernt zu haben.
    -Gefühlt bin ich auf Bali einmal um die ganze Insel gefahren: vom Westen ins Zentrum, dann in den Norden, später die Ostküste runter, nur den untersten Süden habe ich ausgelassen
    -Es gibt hier leider kein öffentliches Transportsystem. Dieses ständige Taxi (Auto oder Moped) nehmen müssen, mag ich einfach nicht. Besonders wenn man alleine reist, ist das gleich wieder teurer und auch oftmals umständlich zu organisieren. Es herrscht hier zudem Linksverkehr und ich habe auch leider schon einige Unfälle gesehen.
    -Außerdem versuchen die Leute hier natürlich möglichst viel Geld mit mir zu machen. Man hat ständig das Gefühl abgezockt zu werden. Alle fünf Meter steht auf Bali wer, der dir irgendwas verkaufen will (sei es ein Taxi, was zu Essen oder eine Massage)
    -Allgemein zu den Leuten habe ich leider, abgesehen von meiner Host Family in Ubud, einen sehr schlechten Eindruck. Entweder sie wollten dir was verkaufen: dann wurdest du bedrängt, ständig angequatscht (where are your from? Whats your name? Do you want to buy …) oder auch angelogen damit du ihren Transport nimmst. Was mich aber noch viel mehr störte: dieses sexistische, was dich als alleinreisende Frau ziemlich verunsichert. Trotz langer Jogginghose und T-Shirt wurde ich von den Grenzbeamten schon komisch angequatscht und auf den Straßen Surabayas komisch angesehen. Auf den Gilis starrte mir ein grindiger Typ nur mehr provokant auf den Busen als ich ihn kurz was fragte. Auch wenn auf Bali die Atmosphäre viel entspannter war und viele Mädels gefühlt halbnackt herumgelaufen sind, hatte ich hier dennoch immer ein komischee Gefühl.
    -Ich habe mich oftmals unwohl und nicht sicher gefühlt. Einerseits vor allem natürlich in Java, aber auch auf Bali und auf den Gili Inseln war es nach Einbruch der Dunkelhiet richtig komisch zur Unterkunft zurück zu gehen. Außerdem habe ich von meiner Reiseapp auch gefühlt fast jeden Tag irgendeine Sicherheitswarnung bekommen: hier in Indonesien gab es ein Erdbeben, dort sind gerade Aufstände, hier zeigt ein Vulkan gerade erhöhte Aktivität oder ist gerade ausgebrochen,… das beruhigt einem irgendwie nicht so.
    -zum Essen hier: Es gibt typisches asiatisches Essen wie ich es bereits in anderen asiatischen Ländern kennen gelernt habe. Mehr dazu siehe weiter unten.
    -Von der Landschaft und von der Flora ist Indonesien wirklich schön: Palmen, überall ist es grün, Reisterrassen, wunderschöne Blumen,… aus dem Fenster schauen machte wirklich Spaß 🥰 Frangipani ist die Landesblume und die ist wirklich wunderschön und riecht auch sehr gut!
    -Indonesien ist sehr vielfältig und hat durch die zahlreichen Inseln viel zu bieten. Für mich waren die zwei Wochen jetzt mehr als ausreichend, kommt voll drauf an was man sehen will.
    -die Unterwasserwelt ist schon richtig cool: auf den Komodo Inseln soll es noch viel vielfältiger sein, für mich waren die Meeresschildkröten schon ein echtes Highlight, Mantarochen hätte man sich auf Nusa Penida auch noch ansehen können und natürlich gibt es überall zahlreiche bunte Fische
    -einerseits war es natürlich nett mal gemeinsam und nicht alleine zu reisen. Dennoch muss ich sagen, dass ich es rückblickend eher bereue, da ich dadurch viel an Flexibilität verloren habe und auch einiges nicht so machen konnte, wie ich es eigentlich wollte (Stichwort Kompromisse eingehen). Für die Zukunft merke ich mir: tagesweise mal gemeinsam was machen passt gut, längerfristig muss man sich das doch gut überlegen
    -die Englischkenntnisse der Indonesier sehe ich eher als zwiegespalten: fast alle können hier aufgrund des Tourismus etwas Englisch sprechen, jedoch kommt man später drauf, dass sie gar nicht verstehen was man meint und man dann erst recht Google Translate benötigt. Vor allem die Chefs bei den Tour Operators konnten zum Glück gut Englisch
    -Religion ist in Indonesien ein großes Thema: auf Java und auf den Gilis macht sich das einerseits durch die Kleidung der Einheimischen (Frauen tragen hier Kopftücher und lange Kleider) und andererseits durch die dauerpräsenten Gebete der Moscheen bemerkbar (auf den Gilis wird man um 4 Uhr in der Früh von einem lauten Morgengebet aufgeweckt, obwohl die Moschee auf der anderen Seite der Insel ist). Das war einfach ungewohnt. Außerdem wird natürlich dort überall auf Halal Essen geachtet, was man an den Speisekarten & in den Supermärkten an Stickern erkannte. Und man sieht schon Werbung auf Youtube für den Ramadan. Auf Bali dagegen dominiert der Hinduismus, das merkt man an der regelmäßigen Anbetung der Tempel und den zahlreichen kleinen Blumenkränzen auf den Straßen. Ich hatte auch das Glück kurz eine Zeremonie miterleben und die traditionelle Kleidung der Balinesen sehen zu dürfen, das war richtig cool!
    -als alleinreisende Frau ist es auf Bali und auch auf den Gilis extrem einfach gewesen nette Reisende kennenzulernen. Das war nach Japan zumindest richtig cool.
    -Reisen in der Regenzeit in Indonesien hätte ich mir viel schlimmer vorgestellt: sicher gab es immer wieder Schauer und leider konnte ich nicht alles so wie geplant machen, dennoch schüttete es immer nur kurz und nie den ganzen Tag, wie ich es nach Singapur schon kurz befürchtet hatte.
    -was ich immer wieder in Blogeinträgen gelesen habe: Indonesien soll ein großes Plastikproblem haben. Beispielsweise auf den Gili Inseln gibt es keine Mülldeponie, der Müll wird mit einem Boot nach Lombok gebracht, nur die Mülldeponie ist so voll, dass das Plastik erst recht wieder ins Meer gespült wird. Zum Glück habe ich davon nicht so viel mitbekommen. Aber ich habe auch gehört, dass die Hotels gegen 6 in der Früh den ganzen Plastik von den Stränden klauben, das habe ich nicht mitbekommen. Was mich dafür umso positiver überraschte: fast alle Unterkünfte wo ich war hatten einen Wasserspender, um seine Flaschen wiederzubefüllen. Deshalb
    musste ich mir während meines Aufenthaltes nur 3 Wasserflaschen extra kaufen, echt praktisch.
    -Insgesamt wollte ich vier Dinge hier erleben, leider sind sich nur 50% ausgegangen: Reisterrassen, Massage, Yoga & zumindest ein Wasserfall. Es hätte auch noch Kaffeeplantagen zu besichtigen gegeben. Als Spezialität gilt hier der Luwak Kaffee, der den Kot einer Katze darstellt.
    -Am 21.3. gibt es anscheinend ein großes Fest in Indonesien und am 22.3. findet der Tag der Stille statt. Da sollte man möglichst wenig miteinander sprechen, der öffentliche Verkehr steht still, alle Einrichtungen haben geschlossen und man soll den ganzen Tag zu Hause bleiben. Dann beginnt nämlich der Ramadan.

    Falls jemand mal plant nach Indonesien zu reisen hier meine Tipps:
    -ich würde Java definitiv auslassen, solltet ihr auch gerne einen Vulkan besteigen wollen, gibt es jeweils einen auf Bali und auf Lombok. Die Touren dorthin sind viel günstiger und sehr leicht vor Ort zu organisieren
    -entweder ihr könnt schon von Haus aus gut Moped fahren oder ihr reist in einer Gruppe
    -im Hostelworld Chat von Ubud wurde immer wegen gemeinsamen Taxi teilen gefragt, für kurze Strecken ist die App Gojek günstiger als Grab
    -geht auf keinen Fall zu den Bankomaten der BNI & BRI Bank, die BCA Bankomaten hatten einen super Kurs und sind seriös
    -wenn ihr schnorcheln geht bringt vorab bereits Badeschuhe und lange Bademode zum ins Wasser gehen mit, mindestens 3x täglich 50er Sonnencreme und ansonsten nur Schatten würde ich jeden rückblickend auch sehr dringend raten
    -es wird kein Adapter benötigt
    -immer verhandeln, üblich ist hier ein Preisnachlass von mindestens 50% bei Souvenirs (und dann hat man wahrscheinlich immer noch keinen guten Preis erzielt), auch bei Transporttickets & Co am besten vor Ort persönlich verhandeln, über Whats App ist das schwierig und über Get your Guide zahlt man sicher das Dreifache
    -Homestays buchen und Unterkünfte mit gratis Frühstück und im Idealfall gratis Yoga und oder Massage. Wer es besonders fancy mag kann sich natürlich auch gleich ein Zimmer einer Villa mieten 😉

    Zum Gesundheitssystem kann ich leider nichts sagen, weil ich nur meine Gastfamilie in Ubud fragen hätte können und das leider verpasst habe.

    Zum Essen von oben noch ergänzend: Neben dem typischen asiatischen Essen (gebratene Nudeln, gebratener Reis, gebratenes Fleisch mit Reis, Fleisch in einer Soße mir Reis) gab es zum Glück auch oft westliche Alternativen wie Pizza und Burger. Beim Burger konnte man jedoch wieder den Salat im Burger nicht Essen, sodass nicht viel überbleibt. Es gab oftmals Waffeln oder Pancakes mit Obst zum Frühstück, das war wirklich lecker. Außerdem tranken viele Tourist:innen Smoothies oder aßen Salate und anderes gehyptes Essen. Ich traute mich da einfach nicht drüber. Jeder redet auch ständig vom ‚Bali Belly’, wundert mich gar nicht bei dem was da gegessen wird. Man bekommt auch alles vom Essen: von high class dining in fancy Lokalen in Ubud bis zu 3€ für eine Hauptspeise in einheimischen Lokalen. Die Kellner:innen sagen immer, wenn sie zum Tisch kommen ‚excuse me’, das hab ich auch noch nirgends so erlebt. Es gibt überall Mini Markets, teilweise sogar richtig leckere Bäckereien zu fairen Preisen und auch größere Supermärkte. Bei den Bäckereien ist es spannend, da die Indonesier offensichtlich sehr gerne süß-sauer Essen: auf einer Seite des Weckerls ist Butter/Käse auf der Anderen Schokolade. Das war nicht ganz so Meines. Obst und Gemüse war gar nicht so extrem billig, wie man es sich für hier erwarten würde. Käse und Hummus war richtig teuer (unter ca 6€ hat man für kleinste Portionen nichts bekommen). Es gibt eine sehr große Auswahl an kleinen Milchpackungen und es gibt eingelegtes Gemüse in Plastiksackerln (siehe Foto). Oreos und andere Kekse sind sehr beliebt. Große Supermärkte waren wie Warenhäuser mit Regalen voll Babystrampler oder Küchengeschirr. Das Öl in in Sackerln verpackt und man bekommt auch deutsches Brot (Pumpernickl, Sauerkruste,…), Rittersportschokolade oder Happy Day Rauchsäfte. Ovomaltine & Nutella scheinen ebenfalls hier sehr gehypt zu sein. Und sehr spannend wie ich finde: fast alles ist auf Englisch angeschrieben! (siehe Fotos von den Yoghurts)

    Und an meine ehemaligen Arbeitskollegen, falls ihr das liest: es ist mir noch gelungen ein gewünschtes Mopedfoto mit einigen Kindern drauf aufzunehmen 😉 anscheinend gibt es hier keinen Schulbus, deswegen werden alle Kinder mit Mopeds abgeholt 🏍️

    —> Alles in allem klingt das jetzt leider größtenteils eher negativ. Es gab auch schöne Momente, wie die Meeresschildkröten und die Landschaft auf Bali. Dennoch hatte ich hier leider einfach nie ein vollends gutes Gefühl. Nach ca 2,5 Monaten bin ich jetzt froh Asien zu verlassen und freue mich auf westliche Standards (mit Ausnahme von Japan natürlich). Insgesamt war es schon eine coole Zeit und es ist unglaublich was ich hier alles gesehen und erlebt habe. Dennoch bin ich hinsichtlich des Essens echt froh wieder unsere Standards leben zu dürfen!
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  • Anreise Australien & Perth

    13 de março de 2023, Austrália ⋅ ⛅ 26 °C

    Von meiner Unterkunft starte ich um 4 Uhr in der Früh 15min zu Fuß zum Flughafen Denpansar. Natürlich war um diese Uhrzeit keine Menschenseele unterwegs, alles wirkte wie ausgestorben. In der Dunkelheit ist es trotz Google Maps gar nicht so einfach den richtigen Weg zu finden. Zum Glück hilft mir ein netter Herr am Mopedparkplatz weiter.
    Der Flughafen ist so richtig ‚Hipster‘ wie Ubud: in den einzelnen Toiletten stehen Sprüche, die Lokale wirken extrem fancy, zB gibt es dort ein Lokal von Wolfgang Puck, hohe Preise inklusive. So fancy alles auch ist, dafür gab es nirgends gratis Wasser zum Auffüllen, das war dann doch sehr enttäuschend.
    Die Ausreise verläuft zum Glück sehr unkompliziert und beim Einchecken ist auch angenehm wenig los: Ich gehe extra zu einem Officer der ‚netter‘ ausschaut. Der gibt mir kommentarlos den Stempel in den Pass das wars, da hatte ich auch einmal Glück 😊

    9. Flug ✈️: Denpansar - Perth 7.10-11.50 Air Asia

    Der erste Gedanke bei der Landung in Perth: Australien wie habe ich dich vermisst! 🥰

    Die Wiedersehensfreude wird leider allerdings kurzzeitig gedämpft, da die Einreise schrecklich verläuft 🙈:
    Man musste bereits im Fluzeug eine Einreisekarte vorab ausfüllen. Sie sagen im Flieger schon 100x durch was alles verboten ist einzuführen und was nicht für Strafen drohen wenn man die Gesetze verletzt. Jedoch reichte das anscheinend nicht, da man nach der Landung nicht aussteigen durfte. Stattdessen kam die Durchsage, dass eine Beamtin das Flugzeug betreten wird und man sitzen bleiben soll. Die Beamtin macht dann abermals die Durchsage was nicht alles wieder verboten ist einzuführen und was für Strafen drohen. Ich hatte noch ein paar Hafercookies und Kokosnusskekse aus Indonesien dabei, die ich nicht so kurzfristig essen konnte. Da kam ich dann in den Zwiespalt: soll ich doch noch was ändern auf der Einreisekarte oder soll ich einfach alles wegschmeißen? In Indonesien geht gerade eine spezielle Krankheit herum, was wiederum hochansteckend für die Tiere in Australien wäre. Deswegen waren alle auch so nervös. Unser Flugzeug landet schon komplett isoliert, dann muss man über spezielle Bodenmatten unter der Aufsicht von 3 Beamten gehen. Die Schuhe wirken anschließend nur etwas nass. Überall stehen so viele Einreisebeamte herum, dass ich immer nervöser wegen meinen Keksen werde. Also beschließe ich spontan auf die Damentoilette zu gehen und alles was ich noch an Keksen haben heimlich wegzuschmeißen. Die Einreise an sich ist in fünf Minuten erledigt: Pass in Gerät legen, Foto machen, ein paar Fragen beantworten, fertig. Das Ticket vom Automaten musste man dann mitnehmen. Leider bekommt man dadurch keinen Stempel in den Pass. Beim Gepäckband angekommen seh ich schon wie wild einen Hund durch die Gegend rennen und ua auch an meinem Rucksack auf dem Gepäcksband beschnüffeln. Dann sehe ich erst ca 20 Beamte, die alle mit gelben Warnwesten dastehen und uns beobachten. Alles hat extrem hektisch gewirkt und mir war mittlerweile wirklich flau in der Magengegend zur Mute. Nur auf einem Bildschirm steht: ‚Willkommen in Perth’, sonst wird überall nur das Essen das man nicht mitnehmen darf ganz groß eingeblendet. Beim Gepäcksband steht dann eine nett aussehende Beamtin und ich frage sie noch nach meiner letzten verbleibenden Mannerschnitten, die ich als Einziges nicht wegschmeißen wollte. Zu dem Zeitpunkt war ich schon richtig nervös, weil auch alle Schuhe im Gepäck durchgecheckt (auf Reste von Boden) wurden und ich meine Halbwanderschuhe nach der Vulkantour natürlich nicht mehr gereinigt hatte (was man aber machen hätte sollen). Die Beamtin meint zum Glück, dass Kekse und Schokolade komplett egal sind und es ihnen vor allem um Fleischprodukte geht. Mein erster Gedanke natürlich: schade dass ich die guten Kekse alle leider nicht mehr zurückholen kann 😅 dann beginnt eine Art Verhör: ob ich in einer Apotheke in Indonesien war, ob ich Souvenirs von dort gekauft habe, wegen meinen Schuhen,… Anschließend bekomme ich einen Stempel auf meine Eisreisekarte und stelle mich erneut in einer Schlange an: vor mir werden alle nach rechts zum Screening des Gepäcks geschickt. Als der Beamte meinen grünen Stempel sieht meint er: vielen Dank Sie dürfen gehen. Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen, zum Glück habe ich die Dame noch wegen meinen Mannerschnitten gefragt 😆

    Am Flughafen angekommen merke ich erst wie klein alles ist. Ich frage noch wegen Sim Karten Tarifen, nur leider passt für meine Aufenthaltsdauer bzw für die Region wo ich hinfahre die Netzanbindung keiner so richtig. Da der Zug vom Flughafen in die Stadt anscheinend gleich viel wie der Bus mit Umsteigen kostet und auch noch schneller ist, gehe ich zum Zug. Zum Glück habe ich mein Restgeld von Indonesien noch in australische Dollar wechseln lassen. So hatte ich gleich das nötige Kleingeld, um das Zugticket kaufen zu können. Zum Hostel schaffe ich es dann auch leicht. Leider stellt sich die Unterkunft in weiterer Folge als kompletter Reinfall heraus, da hier sehr viele auf längere Zeit zum Arbeiten wohnen und alles sehr laut & unordentlich ist. Auch das Wlan ging gar nicht, was denkbar schlecht ist, wenn man sich eine E-Sim kaufen will. Ich fragte dann einfach spontan einen Franzosen um seinen Hotspot und klebte ihn für eine halbe Stunde an den Fersen, um alles zu installieren 😅 Anscheinend sind die Hostels in Freemantle mehr zu empfehlen

    Dann geht es gleich mit einem gratis Bus in die Stadt: auf zur Toursiteninfo West Australia wegen meines Roadtrips. Das Personal hätte ich mir ein wenig hilfsbereiter vorgestellt, ich darf mich selbst an den Brochüren bedienen meinten sie 😅 Anschließend ging es nicht sofort auf Sightseeingtour, sondern ich ging ‚shoppen‘. Nach den letzten Tagen in Indonesien war ich auf der Suche nach langer Badekleidung als Schutz vor der extremen Sonne hier in Australien. Dabei stieß ich auf das Geschäft Kmart, welches einem Primark in Österreich gleichzusetzen ist 😆 ich spazierte durch die Fußgängerzone, die mit Blättern überdacht ist, in der Innenstadt und bummelte etwas herum. Die Atmosphäre war ganz nett ☺️ Zum Glück sind alle Sehenswürdigkeiten sehr nah beieinander, wodurch ich mir doch noch ein paar Sachen ansehen konnte. Perth zeichnet sich durch den Mix zwischen alten ‚viktorianischen‘ und sehr vielen neuen Gebäuden aKa Wolkenkratzern aus. Persönliches Highlight für mich war der Blick auf die Stadt von der Elisabetz Quay Fußgängerbrücke. Es gibt auch ein paar schöne Gebäude wie den alten Gerichtshof oder auch Kirchen wie die Kathedrale St Mary. Es hätte auch noch einen botanischen Garten mit Blick auf die Stadt gegeben, aber den musste ich dann auslassen, weil sich der Tag schon dem Ende zuneigte und er ein wenig weiter weg war. Außerdem hätte man sich noch den Bell Tower (Ausblick auf Perth von oben, war aber geschlossen) und den örtlichen Zoo (hätte Tiere füttern können wenn man das vorbucht) ansehen können. Dann fuhr ich mit dem gratis Bus in Richtung Osten der Stadt. Hier erlebte ich einen tollen Abschluss des Tages auf den ich mich schon richtig gefreut hatte: Herrisson Island. Kurz nachdem ich die Schutztüren passiert hatte sah ich es schon: mein erstes Kangoroo seit langem! Ein paar Schritte weiter gleich zwei auf einmal! Insgesamt konnte ich 5 Kangoroos auf der Insel im Park entdecken. Man merkt, dass sie Besucher:innen gewöhnt sind, man konnte wirklich nahe hingehen. Dort erlebte ich dann einen schönen Sonnenuntergang mit Blick auf Perth. Ich habe mich am Ende nur etwas umsonst gestresst, da der Rezeptionist im Hostel meinte, dass man spätestens gegen 5 dort sein soll, weil sonst die Kangoroos nicht mehr da sind. Zum Glück war das nicht der Fall. Gegen Abend waren dort leider auch einige Moskitos zu finden, da wäre mein Insektenspray ganz hilfreich gewesen

    Was mir in meiner kurzen Zeit in Perth noch aufgefallen ist:
    -die Ampelschaltung für Fußgänger ist sehr schlecht gemacht und zu stressig. Es schaltet gefühlt eine Sekunde auf grün um, dann blinkt es noch 5 Sekunden rot und dann ist es schon wieder komplett rot
    -die Nachkommen der Aboriginies sind mir leider eher negativ aufgefallen. Man merkt, dass sie am Rande der Gesellschaft leben. Im Bus erlebte ich eine große Familie, wo zwei Kinder gegenüber dem Busfahrer wirklich sehr respektlos & ausfallend waren. Auch auf öffentlichen Straßen konnte ich auffälliges Verhalten beobachten, das empfand ich als sehr schade
    -das öffentliche Verkehrssystem ist toll: man kauft sich für 5$ ein Ticket und kann dann zwei Stunden in eine Richtung alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Oder man nimmt in der Innenstadt gleich eine der gratis Busrouten
    -Australier sind angenehm locker drauf, das typische ‚no worries‘ zu hören war schon wieder lustig 😆
    -an einem Vormittag waren am Hauptbahnhof Viele für einen karitativen Zweck (sammeln für ein Kinderspital) wie im Fasching verkleidet. Es gab auch immer wieder Durchsagen, die auf die Aktion aufmerksam machten, das war echt nett ☺️

    Alles in allem bietet Perth bei weitem nicht so viel wie etwa Sydney oder Brisbane, aber zum Start für den Roadtrip für ein bis zwei Tage passt es schon ganz gut. Ein Highlight für mich waren definitiv die Kangoroos bei Sonnenuntergang! Und es ist wirklich schön wieder in Australien sein zu dürfen 😍
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  • Rottnest Island

    14 de março de 2023, Austrália

    In der Früh ging es mit dem Zug von Perth direkt nach Freemantle: Ich erlebte sogar eine stichprobenartige Kontrolle im Zug, die wie in Wien in der U-Bahn war.
    Da noch etwas Zeit war bis die Fähre abfuhr, beschloss ich mir noch Freemantle anzusehen.
    Für diesen Tagesausflug hatte ich über Facebook einen Schweizer und eine Kanadierin (Hayley) kennengelernt. Der Schweizer (Lorant) war ebenfalls schon früher da und durchkreuzte meine Sightseeing Pläne etwas, da er noch etwas frühstücken gehen wollte. Leider waren in Freemantle noch alle Geschäfte geschlossen, sodass alles sowieso eher einen ausgestorbenen Eindruck machte. Dennoch mein kurzer Eindruck von Freemantle: die Stadt hat viel mehr Charme als Perth, es gibt viel mehr Häuser im Kolonialstil und eine schöne Innenstadt, der dortige Markt soll auch sehr nett sein. Vor allem von den Hostels hier habe ich nur Gutes gehört.

    Ich hatte bereits im vorhinein vom Anbieter Rottnest Express die Fährtickets gebucht: Die Überfahrt nach Rottnest Island dauerte nur eine halbe Stunde. Anschließend gingen wie gleich zu einem nahe gelegenen Fahrräderverleih. Auf Rottnest Island gibt es nur einen komplett überfüllten Touristenbus oder die Möglichkeit sich Fahrräder auszuborgen. Es herrschte beim Fahrräderverleih wirklich eine Massenabfertigung sondergleichen. Man sollte sich alles selbst nehmen und musste sich dann in einer langen Schlange zum Bezahlen anstellen. Man hätte die Fahrräder auch direkt bei der Fährfirma mieten können, aber es war so etwas günstiger. Im Nachhinein würde ich dennoch die paar Dollar investieren, da man das Fahrrad eine halbe Stunde vor Schließung des Fahrräderverleihs zurückgegeben werden muss und bei der Anmietung über die Fährfirma hat man die Fahrräder doch bis zum Schluss.
    Nachdem sich alle kurz kennen gelernt hatten, starteten wir gemeinsam mit den Fahhrädern in den Süden der Insel. Was wir im Vorhinein nicht wussten: dieser Teil der Insel hat definitiv die schönsten Strände! Highlights der gesamten Insel waren für mich die Strände Salmon Bay und Little Salmon Bay 🥰 das Wasser hatte die schönsten Farben, der Strand war perfekt und es gibt dort tolle Schnorchelspots. Leider traute ich mich so kurz nach meinem heftigen Sonnenstich in Indonesien noch nicht ins Wasser. Im Nachhinein sehr schade, weil es im eiskalten Wasser anscheinend Vieles zu sehen gab, aber in Anbetracht meiner körperlichen Verfassung war ich froh, dass ich es überhaupt schaffte auf dem Fahrrad einen großen Teil der Insel zu erkunden.

    Was Rottnest Island neben seiner schönen Landschaft auzeichnet sind die Quorkkas: sie sind kleine Lebewesen, die früher irrtümlich für Ratten gehalten wurden (wegen ihren Schwanz). Aus dem Englischen ‚rat‘ leitet sich auch der Name der Insel, Rottnest Island, ab. Sie bevölkern die Insel zahlreich und sind sehr beliebte Fotomotive für Tourist:innen. Nur leider leiden sie anscheinend gerade an einer Krankheit und sind nicht so süß wie gewöhnlich. Ich hatte ich sie mir auch zahlreicher auf der Insel, niedlicher und kleiner vorgestellt, aber war trotzdem sehr cool sie zu sehen 😆 Spannend war für mich, dass sie sich wie Kangoroos fortbewegen (siehe Video). Außerdem sind sie eigentlich nachtaktiv und schlafen am Tag. Sie sind Einzelgänger und schlafen alle in ihren Höhlen, das war sicherlich auch ein Grund weswegen wir so wenige gesehen haben. Rund um die Abenddämmerung haben sich auch ein paar Quorkkas mehr sehen lassen. Und auch lustig: Viele Leute liegen am Boden, um das beste Foto von sich mit ihnen zu schießen und sind oftmals mit Selfie Sticks ausgestattet.
    Die besten Spots auf Rottnest Island die Quorkas zu sehen sind: Porpoise bay, Wadjemup Lightshouse und die Lokale im Hauptort rund um ‚The Bakery‘.

    Leider haben wir uns dann etwas verfahren und sind mit einem großen Umweg zum Lighthouse gekommen. Immerhin haben wir auf unseren Weg einen Quorkka gesehen und hatten von oben einen schönen Ausblick auf die Insel. Auf den Leuchtturm selbst konnten wir leider nicht ohne Führung und Extrakosten raufgehen. Im Zentrum der Insel gibt es auch Seen, die alle nicht zum Schwimmen geeignet sind, aber auch sehr schön zum Ansehen waren. Ein See hatte leichte pinke Ablagerungen und der Fahrradweg führte wunderbar daran vorbei.

    Anschließend fuhren wir zum Strand ‚The Basin’ im Norden der Insel und waren etwas enttäuscht, weil dieser leider nicht so schön war wie die Strände im Süden. Außerdem waren die Bedingungen im Norden auch leider nicht so toll zum Schwimmen & Schnorcheln geeignet wie erwartet. Es herrschte an dem Tag allgemein ein sehr hoher Wellengang und am Strand gab es leider auch kaum Plätze im Schatten zu Sitzen.

    Die letzten Stunden auf der Insel verbrachte ich entspannt im Schatten. Ich wäre sehr gerne noch einmal in den schönen Süden gefahren, aber das war durch die baldige Fahrradrückgabe doch etwas stressig und ich war auch schon etwas erschöpft. Die Straßen sind nämlich leider, anders als man es sich erwarten würde, nicht ebenerdig, sondern sehr hügelig. Man musste also gescheit in die Pedale treten, um auch voranzukommen. Dennoch liegt alles sehr nah beieinander, das war wiederum sehr positiv. Zum Glück hatten wie vom Wetter auch einen perfekten Tag erwischt, die Sonne schien die ganze Zeit über. Das machte das Fahrradfahren aber wiederum auch sehr heiß 😎
    Was mich überraschte: für dass das es mitten unter der Woche war, war sehr viel los. Es gibt auf der Insel einen großen Campingplatz, der gut belegt schien und allgemein waren sehr viele Tagestouristen wie ich unterwegs. Vor allem der Hop On Hop off Bus war komplett überlaufen und es gab viele Reisegruppen. Zum Glück verteilte sich alles doch etwas.
    Mit Hayley aus Kanada und Lorant aus der Schweiz passte es eigentlich auch ganz gut. Ich war schon froh in meinem nicht ganz fitten Zustand Begleitung auf dem Fahrrad zu haben.

    Falls ihr selbst mal vor habts Rottnest Island zu besuchen, dann hier noch ein paar Tipps:
    Ich würde gleich mit dem Boot das Fahrrad dazubuchen und wieder aus Freemantle starten, um genug Zeit auf der Insel zu verbringen. Dann würde ich mit dem Fahrrad gleich rauf in den Norden fahren, dann weiter zum Leuchtturm und zum Abschluss in den Süden zum Schnorcheln und entspannen. Am Schönsten war definitiv die Salmon Bay, wofür ich auch die meiste Zeit einplanen würde. Wenn man will kann man natürlich noch bis ans andere Ende der Insel fahren, dort gibt es allerdings nicht mehr viel zum Ansehen.

    Insgesamt war es ein richtig schöner Tagesausflug mit einer tollen Insel und nicht sooo niedlichen Quorkkas 😆
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  • Roadtrip WA T1 Perth-Geraldton

    15 de março de 2023, Austrália ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute geht es los: mein erster Roadtrip im Zuge meiner Weltreise und der führt mich durch den nordwestlichen Teil von Westaustralien (WA) 😃

    Am Abend habe ich zuvor noch ausführlich alle Verkehrsschilder, Geschwindigkeitsbegrenzungen und sonstige Verkehrsregeln in Australien studiert. Ich fühlte mich etwas wie bei meiner Führerscheinprüfung 😆 Dann las ich noch einige Erfahrungsberichte zum Linksfahren in Australien. Es gibt hierzu sogar vom Touristenbüro Australiens einige Informationen, sehr praktisch. Was ich neben diesen Infos noch lernen musste: ein Auto mit Automatik Getriebe fahren, das sollte aber noch die leichteste Aufgabe werden.

    Die öffentlichen Verkehrsmittel zum Flughafen funktionieren wirklich super und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach.
    Bei der Autovermietung von EuropCar treffe ich wie verabredet auf meine zwei Mitreisenden: Toni aus Deutschland (kurzform für Antonia) und Lorant aus der Schweiz, der schon zuvor mit mir auf Rottnest Island unterwegs war.
    Leider gibt es gleich einmal zu Beginn ein Problem bei der Abholung des Autos: obwohl anders gebucht musste der Extrafahrer zusätzlich bezahlt werden. Ich diskutierte noch mit der Mitarbeiterin und zeigte ihr meine Buchung, nur blockte sie das dann mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten ab. Da Toni auch noch ca 5 Jahre jünger als ich war mussten wir zusätzlich auch noch eine Jungfahrergebühr zahlen, das Ganze war dann doch etwas ärgerlich. Ein größeres Auto wollte sie uns dann natürlich auch noch andrehen, aber das konnte ich dann zumindest sehr bestimmt ablehnen.

    Nachdem das Ganze endlich geklärt war, ging es gleich mal super los, da ich mich auf dem zum derzeitigen Zeitpunkt zum Glück unbefahrenen Parkplatz rechts statt links einreihte 😂 Dann war mir die Situation aber zum Glück bewusst und durch das Wegfallen des Schaltens konnte man sich gut auf das Linksfahren konzentrieren. Als erster Stopp war mal ein
    Einkaufscenter zum Lebensmitteleinkauf für die nächsten Tage geplant. Hier plante ich gleich auf lange Zeit meinen Lebensmittelvorrat aufzufüllen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne gscheites Essen freute ich mich nun richtig auf Salate, frisches Gemüse, Nudeln mit Pesto und weiteres westliches Essen. Lustigerweise waren im Einkaufszentrum zwei Supermärkte gleich nebenan: ein Woolworth (wie Interspar bei uns, mit toller Bäckereiabteilung) und ein Aldi (wie Hofer bei uns, insbesondere Obst+Gemüse gut, niedrigere Preise, nur Gebäckabteilung richtig schlecht).

    Dann geht es raus aus der Stadt. Leider ist doch relativ viel Verlehr und man muss auf verschiedene Highways immer auf- und abfahren. Zum Glück helfen mir meine beiden Beifahrer mit Google Maps durch den Spurentunnel. Dennoch ist das mit dem Linksfahren zunächst etwas viel auf einmal.
    Aber ich bin sehr froh zumindest einen Automatik zu haben, da es ja sonst mit dem schalten mit der linken Hand echt noch einmal viel komplizierter wäre. Allgemein zum Autofahren in Australien mache ich dann noch einen eigenen Eintrag.
    Als wir dann auf der ‚Landstraße‘ dem Indian Ocean Drive, waren und ich mich auch in der Pause auf das zuvor gekaufte Essen sehr gefreut habe, war ich gleich viel entspannter.

    Nach ca. 2,5h erreichten wir unseren ersten richtigen Stopp den Nambung National Park. Pro Nationalpark muss man eigentlich pro Fahrzeug eine Gebühr von 15$ zahlen. Es wird vom Staat netterweise ein Pass für 3 Tage, 2 oder 4 Wochen angeboten, wo man dann so viele Nationalparks wie man will besichtigen kann. Leider konnte ich das vorab nicht kaufen, weil das Tourismus Büro in Perth diese nicht mehr verkaufen darf und man vorab das Nummernschild seines Mietwagen benötigt.
    Zum Glück konnte man den Kauf gleich im Nambung NP nachholen. Für zwei Wochen kostete der Pass 40$ (25€), das war echt guter Deal.
    Im Nambung National Park sind die Pinnacles das Highlight. Diese sollen an die Mondlandschaft erinnern und ragen oftmals in die Höhe. Es hab einen eigenen Rundweg für Autos, der leider wieder erwarten nicht aspahltiert war und teilweise sehr eng an diversen Steinen und Pinnacles vorbeiführte. Da ich ja erst das Auto gemietet hatte, machte mich das alles doch etwas nervös: ich hatte Sorge, dass das Auto beschädigt wird und konnte es nicht so genießen wie wenn ich Beifahrer:in gewesen wäre. Zum Glück gab es aber immer wieder Parkbuchten, wo ich auch aussteigen und Fotos von den Steinformationen machen konnte. Insgesamt hätte ich mir das Ganze etwas größer vorgestellt, aber den nach 4km war ich dann dennoch froh, dass ich es geschafft hatte.

    Weiter ging es mit drei sehr schönen Stopps am Meer: zunächst stoppten wir in Cervantes, wo es einen richtig schönen Lookout Point auf türkises Meer gab. Dann ging es zur Jurien Bay, der als Strand für Familien gilt (eher zum Baden nett). Später stoppten wir noch beim South Bay Lookout in Green Head in der Hoffnung Seelöwen zu sehen. Leider waren die Inseln, wo sie lebten, für das freie Auge doch viel zu weit weg. Kurz hatten wir geglaubt sie am Strand gesehen zu haben, aber leider waren das nur Felsen und Gras wie sich später herausstellte als wir hinfuhren. Das war natürlich schade. Es hätte auch Bootstouren, die in der Früh starten, dorthin geben, aber das ging sich von unserem Zeitplan leider nicht aus und es wäre auch sehr teuer gewesen, weil man bei der Tour auch mit ihnen ‚schwimmen‘ kann.

    Der Weg von Green Head nach Geraldton war dann auch noch mal sehr lange, insgesamt sind wir sicher noch einmal für dieses Stück 3h unterwegs gewesenund haben es gerade noch vor der absoluten Dunkeltheit ins Hostel angekommen: das Geraldton Backpackers war unsere Unterkunft für diese Nacht. Es gibt in dieser Gegend leider immer keine Auswahl bei den leistbaren Unterkünften und man muss froh sein, überhaupt wo ein Hostel zu finden. Hier hatten wir aber großes Glück: wir wurden von einem netten älteren Ehepaar empfangen, die wirklich sehr nett waren. Wir hatten großes Glück, da eine große deutsche Reisegruppe auch zur gleichen Zeit im Hostel übernachtete und Toni und ich ein Upgrade von einem 4er Schlafsaal auf ein privates Doppelzimmer bekamen. Laurant hatte sowieso ein Einzelzimmer gebucht. Das Gute an Hostels in Australien: sie haben alle eine Küche, das Schlechte: sie schließen alle relativ früh am Abend über die Nacht. Zum Glück ging es sich gerade noch aus meine geliebten Nudeln mit Pesto zu kochen ausgegangen.

    Alles in allem war es ein etwas stressiger Tag, wo ich mal mit dem Autofahren im mit Linksverkehr reinkommen musste. Außerdem mussten wir uns drei einmal in Ruhe kennenlernen und ein Team hinsichtlich Navigation und Timing der Stopps werden. Zum Glück passte alles gut und die ersten Dinge, die wir heute gesehen haben, riefen mir gleich wieder die Schönheit der australianischen Landschaft in Erinnerung. Das tolle Hostel am Abend rundeten den Tag perfekt ab und ich freue mich jetzt schon so richtig auf alles was noch im Zuge dieses Roadtrips noch kommt 🥰
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  • Roadtrip WA T2 Geraldton-Shark Bay

    16 de março de 2023, Austrália ⋅ 🌬 29 °C

    Da meine Roadtrip Begleiter am Tag zuvor kaum Lebensmittel eingekauft hatten, gingen diese am nächsten Tag in der Früh gleich wieder zu einem Supermarkt. Ich tankte in der Zwischenzeit unser Auto und war positiv überrascht: ca 50$ = ~32€ pro volle Tankfüllung, das ist leistbar. Insbesondere wenn man so viel Benzin benötigt, wie wir in den nächsten Tagen 😅

    Dann fuhren wir von Geraldton 1,5h zur Hutt Lagoon. Leider haben wir uns zuerst etwas verfahren und dadurch etwas Zeit verloren, aber als wir es dann gefunden hatten, lohnte es sich umso mehr. Es war ein pinker See, mit einer sehr hohen Salzkonzentration sodass man überall Salzkrusten sehen konnte. Es war richtig schön und unfassbar anzusehen 😄

    Dann ging es für uns weiter zu den Coastal Cliff in der Nähe von Kalbarri: Wir gingen den kurzen Boardwalk Natural Bridge bis Island Rock und wurden definitiv nicht enttäuscht! Wir sahen zufällig plötzlich im Ozean richtig viele Delfine schwimmen. Leider waren sie für ein gescheites Foto zu weit weg, aber es war wirklich ein toller Anblick. Und dazu noch diese unbeschreiblich schöne Kulisse mit den Klippen: es war wirklich atemberaubend schön 🥰 Ganz zufällig sahen wir am Spazierweg auch einen Thorny Devil auf einen Pfahl sitzen. Als ich ein Foto von ihm machte, streckte er sogar kurz seinen Kopf in meine Richtung. Wirklich spannend so ein Tier mal in Natura zu sehen. 😄

    Es hätte noch viele coole Lookouts gegeben und nette Strände, wo in der Früh die Pelikane gefüttert werden. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich sehr gerne in Kalbarri über Nacht geblieben. Da wir aber noch einiges für heute geplant hatten, mussten leider weiterfahren.

    Nächster Halt war der Kalbarri National Park, der in unserem Nationalparkpass wieder enthalten war. Wir wollten uns drei Spots ansehen und schafften dann leider nur zwei. Neben der fortgeschrittenen Zeit war es auch extrem heiß. Leider war unser Timing wirklich schlecht, es war um die Mittagszeit, es gab keinen Schatten und es hatte über 35*. Zunächst sahen wir uns den Kalbarri Skywalk, der erst seit kurzem fertiggestellt wurde, an. Durch die Plattformen hatte man einen spektakulären Blick auf den Canyon und man sah auch wie ausgetrocknet das Flussbett zu diesem Zeitpunkt war. Dann gingen wir noch zu dem Must-See im Park, den Nature‘s Window. Leider musste man um dorthin zu gelangen einen kurze Wanderung machen und das war bei der Sonneneinstrahlung fast zu viel für den Kreislauf. Da das bei unserem dritten geplanten Stopp, den Z-Bend Lookout, auch so gewesen wäre und wir noch einen langen Weg vor uns hatten, beschlossen wir diesen dann auzulassen. Allgemein hätte es auch sehr viele Wanderwege in dem Nationalpark gegeben, aber bei dem Wetter wäre das undenkbar gewesen 😅
    Das Nature‘s Window und die Aussichten auf den Canyon waren sehr schön. Insbesondere der Kontrast zu den zuvor gesehenen Klippen war augenscheinlich. Was nur leider wirklich sehr nervig war: überall waren extrem penetrante Schmeißfliegen, die einem auch wirklich überall in die Ohren, auf die Augen oder dem Mund geflogen sind. Und da reden wir nicht von einer Fliege sondern von 5-10 auf einmal. Das war wirklich extrem nervig und unangenehm, wenn alle auf einmal im Gesicht herumfliegen und beeinträchtigten das Erlebnis dann noch maßgeblich. Lorant hatte sich im vorhinein ein Netz für den Kopf gekauft. Ich habe auch kurz überlegt, aber mir gedacht, dass es das für die zwei Tage, wo ich es brauchen könnte, nicht wert ist. Lustigerweise fragte dann jede Person, die uns beim Rückweg entgegen kam, von wo Lorant das Netz hatte. Ich empfahl ihm hier einen Shop zu eröffnen und solche Netze zu verkaufen 😉 Ein Ehepaar half sich gegen die Fliegen indem sie mit einem längeren Grashalm ständig hin und her wachelten.

    Anschließend lag eine längere Fahrt vor uns. Toni fuhr dazwischen zum ersten Mal auch mit dem Auto. Kurze Zeit später löste ich sie wieder ab. Wir mussten dann dazwischen noch einen Tankstopp einlegen. Es lagen zwei Tankstellen genau nebeneinander und ich fuhr gscheiterweise zur Teureren, kann man nichts machen. Auch hier verfolgten uns die Schmeißfliegen weiterhin. Unser nächster Stopp am späten Nachmittag war dann Hamelin Pool. Hierbei handelt es sich eigentlich um einen Steg, der zu Stromaltiten führt, die über 3 Milliarden Jahre alt sind. Nur leider wurde dieser Steg vor über 2 Jahren von einem Zyklon weggerissen. Zum Glück war Ebbe und man konnte die Stromatlites zum Glück trotzdem gut sehen. Der Strand bestand zu einem größeren Teil nur aus Muscheln und gar nicht mehr aus Sand, das fand ich sehr spannend.

    Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: der Shell Beach. Auf diesen hatte ich mich bei der Planung für diesen Australientrip mitauf am meisten gefreut! 😃
    Wir hatten auch noch die beste Zeit des Tages erwischt: den Sonnenuntergang 😍 Ich wurde wirklich nicht enttäuscht, es war einfach nur magisch! Der Strand besteht ausschließlich aus kleinen weißen Muscheln in unterschiedlichsten Variationen. Am liebsten hätte man sich 100e Muscheln mitgenommen, aber das tat ich natürlich nicht 😆 Das Meereswasser war auch so klar echt ein Traum! Toni & Lorant sprangen sogar noch einmal ins Wasser, ich genoss es einfach am Strand zu sitzen und die Atmosphäre in mich aufzusaugen 🥰

    Zum Campingplatz fuhr Toni dann noch ca eine halbe Stunde in der Dunkelheit. Zum Glück mit stark reduzierter Geschwindigkeit und großer Aufmerksamkeit, denn es sprang uns dann in der Dunkelheit tatsächlich noch ein Kangoroo vors Auto 😅 zum Glück ist sich alles locker ausgegangen und Lorant war vollends begeistert, weil er sein erstes lebendes Kangoroo gesehen hatte. 😆 Davor waren leider immer wieder tote Kangoroos neben der Straße gelegen…

    Da es leider in der Gegend kein Hostel gibt und auch keine sonstigen leistbaren Optionen schliefen wir im Shark Bay Caravan Park in einer Hütte für 4 Personen. So macht Camping Spaß: es war überraschend komfortabel und wir hatten sogar eine eigene Küche mit Waschbecken. Da konnten wir später gleich unsere Nudeln zubereiten. Das Bad war dann zum Hinausgehen im Gemeinschaftsbereich des Camping Platzes. Es war alles sauber und es lief ständig ein Radio, der gute Musik spielte und einfach glücklich machte ☺️ auf einem Schild stand auch: einen Song lange soll man sich duschen 🚿

    Insgesamt war heute ein richtig abwechslungsreicher und ereignisreichee Tag: von einem pinken See, zu Meeresklippen inkl Tieren, bis zu wie in der Wüste bzw im Gran Canyon fühlen und zum Schluss wieder traumhafte Strände am Meer. Heute war echt alles dabei! Der Sonnenuntergang am Shell Beach war dann noch ein perfekter Abschluss eines wirklich schönen Tages! 🥰
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  • Roadtrip WA T3 Shark Bay-Coral Bay

    17 de março de 2023, Austrália ⋅ 🌬 28 °C

    Heute ging es bereits früh los: Um 6 Uhr, genau zum Sonnenaufgang, klingelte bereits der Wecker. Heute wartete ein weiteres Highlight auf mich, auf was ich mich bereits lange gefreut hatte: Monkey Mia! Zwischen Denham & Monkey Mia lagen noch 30 Minuten Autofahrt. Mitten auf der Straße stand dann auch noch ein kleiner Igel. Als wir näher kamen rollte er sich leider zusammen (siehe Foto). Anschließend musste man noch eine Eintrittsgebühr bezahlen. Ab 7.45 Uhr sollte alles eigentlich starten, doch die Delfine schliefen an diesem Morgen offensichtlich länger. Nach ca einer halben Stunde kamen sie dann doch. Seit Jahrzenten kommen die Delfine hier an den Strand und werden von ausgewählten Freiwilligen gefüttert. Leider konnte man dafür nicht ausgewählt werden, sondern die Freiwilligen sind hier länger angestellt. Auch hatte ich mir das Ganze durch die Bilder im Internet anders vorgestellt gehabt: Während auf den Fotos die Menschen bis zum Oberschenkel im Wasser standen und direkt neben ihnen ein Delfin schwamm, durfte man dieses Mal nur einen einzigen Schritt ins Wasser gehen und sich dann auch nicht mehr bewegen. Es gab dort anscheinend längere Forschungen, wie man möglichst wenig die Delfine stört. Jetzt gilt die Regel, dass man sich den Tieren auf 50m nicht nähern darf. Es wurden dann auch nur zwei Delfine mit je drei Fischen gefüttert. Die anderen Delfine schwammen nur so mit an den Strand. Damit soll gewährleistet werden, dass sie dennoch weiter jagen gehen wollen. Insgesamt gab es 3 Fütterungen: die erste Fütterung sahen sich über 100 Leute an. Wir standen dicht gedrängt da, man hatte kaum Platz und musste Glück haben, dass genau vor Einem ein Delfin vorbei schwamm. Während der Fütterung erzählt eine Dame was über die einzelnen Delfine und ihre Namen. Das verstand man aber wegen der Vielzahl an Leuten leider sehr schlecht bis gar nicht. Immerhin ganz cool: die Delfine neigten ihre Körper richtig cool zur Seite, um uns auch sehen zu können. Insgesamt konnte man hier sieben Delfine beobachten. Bei der zweiten Fütterung waren deutlich weniger Menschen, aber leider auch Delfine zu sehen. Nach einer längeren Pause kamen die Delfine dann noch ein drittes Mal an den Strand. Obwohl es immer der gleiche Ablauf war, waren dort dann zum Glück doch viel weniger Leute und man konnte die Erklärungen viel besser verstehen.
    Es war sehr ungewohnt: sonst war an allen Sights, wo wir bis jetzt waren, fast nix los, jetzt plötzlich voll viele Touristen auf einen Schlag. Letzte Woche gab es zwischen 130-200 Besucher:innen, schon heftig. Hier wird immer Buch geführt.
    Sonst gab es am Gelände noch ein Cafe, einen Shop, drei Emus, Pelikane und weiter hinten eine rote Felslandschaft.

    Nachdem wir uns von Lorant in Denham verabschiedet hatten (aus zeitlichen Gründen konnte er nicht mehr weiter mitfahren), fuhren Toni und ich zum Eagle Bluff Lookout Trail: der war wirklich wunderschön & einzigartig! Es handelt sich hierbei um ein Naturschutzgebiet. Man konnte leider nur von einer Aussichtsplattform runter sehen, aber was man sah war atemberaubend: Dutzende von kleineren schwarzen Haien in strahlend blauen Wasser!

    Dann stoppten wir noch einmal kurz am Shell Beach: Leider sah dieser aufgrund der Ebbe ganz anders aus als am Tag zuvor. Außerdem gab es leider auch wieder viele Schmeißfliegen dort. Deswegen machten wir nur einen kurzen Zwischenstopp.

    Weiter ging es zur nächsten größeren Stadt gen Norden: Carnarvon Shire. Dort machten wir noch einmal bei einem Woolworth halt, um uns mit Lebensmitteln einzudecken und zu tanken. Dann ging die Sonne leider schon viel schneller unter als gedacht. Wir mussten ziemlich lange, 1,5h in der absoluten Dunkelheit des australischen Outbacks zu unserem Hostel in Coral Bay fahren. Hier gab es keine Kängoroo Schilder mehr, sondern nur mehr Schilder mit Kühen drauf. Die Leute mit denen wir zuvor gesprochen hatten meinten, dass Kühe oftmals auf den Straßen stehen und das ganze Auto zerstören und schwere Unfälle verursachen. Davor hatten wir natürlich enorme Angst.
    So eine Dunkelheit habe ich noch nie zuvor erlebt: man hatte das Gefühl, dass rechts und links Wald ist und dass es ständig bergab geht. Bei der Rückfahrt in Helligkeit sah man aber, dass die Straße flach ist und weit und breit nur Wüste daneben zu sehen ist. Wenn dann einmal Gegenverkehr kam, war das sehr mühsam, weil man ihn schon ewig vorher gesehen hat und man nicht wusste, wann das Auto endlich kommt. Letztendlich waren es immer nur riesige Trucks mit Gittern vorne wegen den Tieren. Außer Mäuse haben wir aber zum Glück keine Tiere auf der Straße entdeckt. Für mich war das Fahren extrem anstrengend und ermüdend, irgendwann haben wir es doch noch geschafft. Insgesamt fuhren wir 5h 5min zwischen Shell Beach und Coral Bay. Um unseren Hunger zu stillen, mussten wir wieder mal am Abend kochen. Da die Küche um 21 Uhr zusperrte, hatten wir einen Stress fertig zu werden.

    Was mir an dieser Nacht noch in Erinnerung bleiben wird: der unglaublich schöne Sternenhimmel, der nur so von den Sternen strahlte 😍

    Insgesamt war Monkey Mia schon ein schönes Erlebnis, dennoch merke ich, dass das viele Fahren schon recht anstrengend wird und der straffe Zeitplan etwas an die Substanz geht.
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  • Roadtrip WA T4 Coral Bay-Exmouth

    18 de março de 2023, Austrália ⋅ 🌬 28 °C

    Für diesen Tag stand Schnorcheln, Sonne, Strand und Baden am Plan. Gerade als wir losstarten wollten stellte ich fest, dass ich meine Taucherbrille, die ich mir extra dafür in Bangkok noch gekauft hatte, verschwunden ist. Ich durchsuchte noch einmal alles, aber es half nix, sie war weg 🙄
    Spontan wollte ich mich dann noch nach Bootstouren umsehen. Neben dem hohen Preis war alles bereits für Tage ausgebucht. Das war richtig schade, ich hätte echt gerne noch die Mantarochen Tour gemacht, da es ja in Indonesien nichts geworden ist.

    Der Stress der letzten Tage mit der vielen Fahrerei fiel dann schnell ab und ich war plötzlich richtig müde. Wir entschieden uns also zunächst am am Strand an der Coral Bay zu entspannen.
    Später fuhren wir dann weiter nach Exmouth, unserem Endziel und zugleich einem der nördlichsten Punkte an der Westküste. Auf dem Highway hatte es zwischenzeitlich 39* und die Sonne knallte auf unsere Oberarme und Oberschenkel. Ich bin gefühlt nur mehr am Einschmieren 😆

    Dann bezogen wir das Hostel Zimmer.
    Das Hostel war leider nicht das Gelbe vom Ei: Es war leider ein 6er Zimmer, wo ich das Pech hatte im oberen Stockbett ohne Leitern zum Raufkraxeln schlafen zu müssen. Das machte alles echt etwas mühsam. 😅 Außerdem standen im Zimmer auch ein Kühlschrank & viele Lebensmittel herum. Hier wird die ‚Essenssackerl‘ Kultur mal vollends ausgelebt, wer mich kennt der weiß, da fühl ich mich zumindest wohl 😆

    Später fuhren wir noch tanken: Spannenderweise tankten hier einige ihre riesigen Motorboote. Lustig fand ich oftmals auch die Kommunikation mit den Tankstellenmitarbeiter:innen. Auf einer Tankstelle wurde ich immer mit ‚Darling‘ angesprochen 😂 Hier auf den Straßen sind uns vor allem Warnschilder wegen Dingos, Schlangen und auch Kangoroos aufgefallen.

    Dann fuhren wir zum Cape Range Nationalpark, der wieder in unserem Ticket inkludiert war. Erster Stopp Turquoise Bay, die wirklich sehr türkis ist 😍 Leider gab es dort aber nirgends Schatten. Da die Sonne wirklich intensiv schien, war ich schon wieder wegen eines Sonnenstichs besorgt.
    Toni leihte mir dankenswerterweise ihre Schnorchelbrille. Die Unterwasserwelt war aber hier nicht so spektakulär. Es gab zwar ein paar kleine Korallen mit einigen Fischen, nur leider waren die Korallen alles andere als bunt und die Sicht war nicht ganz so perfekt, das Video wurde von Tonis Go Pro aufgenommen.
    Was diesen Ort auszeichnet ist die Möglichkeit zum ‚drift snorkelling‘. Hierbei steigt man oben ins Meer ein und die Strömung treibt einem von alleine runter zum Ende des Strandes. Da ich alleine war und keine Flossen dabei hatte, traute ich mich nicht so wirklich zum Riff zu schwimmen. Die Strömung war deutlich spürbar, deshalb blieb ich sehr nahe am Strand. Dennoch ein richtig cooles Erlebnis sich von den Wellen runter tragen zu lassen. Außerdem konnte ich richtig große Fische sehen. ☺️

    Dann ging es noch zur Lakeside Sanctuary Zone. Leider war es schon zu spät, dass sich noch einmal Schnorcheln gehen ausgezahlt hätte. Dies wäre hier anscheinend auch eine richtig coole Schnorchelstelle gewesen, wo man Riffhaie und andere Tiere sehen kann. Wir beschlossen uns noch den Sonnenuntergang anzusehen. Leider war es aber sehr windig und es gab viele Schmeißfliegen, die überall (Nasenlöcher, Ohren, Augen,… richtig nervig)reinfliegen wollten, dort. Deshalb kam da eher wenig Entspannung auf. 😖
    Insgesamt hätte es im Cape Range Nationalpark noch einige coole Schnorchelstellen gegeben. Ich hätte hier locker noch ein oder zwei Tage verbringen können.

    Alles in allem war für mich ein kleiner Wehrmutstropfen, dass ich so kurzfristig keine Schnorcheltour mit den Mantas buchen konnte und meine Taucherbrille weg ist. Aber insgesamt war es dennoch ein entspannter und schöner Strandtag 😎
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  • Roadtrip WA T5 Exmouth Whale Sharks

    19 de março de 2023, Austrália ⋅ ☀️ 26 °C

    Das große Highlight in Exmouth sind die Walhaie. Im Hostel fragt man nur: Hast du die Tour schon gemacht und wie wars? 😆
    Ich habe diese Tour aufgrund von einer Weiterempfehlung einer Freundin bereits vorgebucht und war sehr froh darüber! Toni schloss sich dann auch noch an, da sie den Roadtrip aufgrund der Tour primär überhaupt machen wollte.

    Wir wurden um 8 Uhr vom Touranbieter 3 Islands Whale Shark Dive mit einem kleinen Bus abgeholt. Dieser war nachdem wir alle Hotelstandorte abgeklappert hatten, gut gefüllt: bis zu 20 Personen pro Tag können teilnehmen. Wir waren zu Beginn der Saison dort, sonst hat die Firma auch zwei Boote gleichzeitig im Einsatz. Was mir richtig gut an unserer Gruppe gefiel: neben einigen Deutschen war auch eine weitere Österreicherin aus Innsbruck an Bord 😃 Ich freundete mich gleich mit ihr an und freute mich mal wieder den Tiroler Dialekt zu hören. Sie war lustigerweise auch mit einer Deutschen unterwegs, die sie über Facebook kennen gelernt hatte. Ansonsten war wir bunt gemischt: zwei junge Burschen aus Schweden, Familie mit Kind und zwei ältere Paare waren auch an Bord.

    Auf der Busfahrt zum Bootsanleger bekamen wir viele Infos zu Exmouth & Umgebung. Dann stiegen wir in ein kleines Boot um, welches uns auf das Große brachte. Dann gab es noch allgemeine Anweisungen zum Boot und wir bekamen unsere Schnorchelausrüstung (Taucherbrille+ Schnorchel+ Flossen) für den Tag. Dann ging es schon zur ersten Schnorchelstelle, um das Equipment zu testen. Leider war bei mir die Brille nicht ganz dicht, ich bekam dann eine Neue. Man konnte schon einige große Fische sehen, nur waren die Wellen sehr hoch.

    Dann gab es einen Frühstückstee mit reichhaltigen Buffet. Leider habe ich mich da zu sehr verleiten lassen mehr zu essen. Im Nachhinein ist man immer gescheiter 😆 Wir sind dann aufs offene Meer gefahren und das Boot hat wie wild geschaukelt (man konnte gar nicht mehr auf dem Boot herumgehen). Trotz vorher eingenommenen Travel Gum war da nichts mehr zu machen. Es ging zum Glück eh, aber ich hatte halt ständig ein flaues Gefühl im Bauch.

    Während ein Spotter Plane am Himmel nach den Walhaien Ausschau hielt, gab es für uns eine Einschulung, wie man mit Whale Sharks umgeht. Dies wurde anhand eines süßen Plüschtiers demonstriert. Das waren echt ziemlich viele Infos auf einmal und ich wurde immer nervöser.

    Wir wurden dann in 2 Gruppen zu je 10 Personen eingeteilt, Toni und ich leider in Gruppe 2. Dann hieß es schon Whale Shark gesichtet und die erste Gruppe machte sich komplett gestresst fertig. Der Wellengang sah schon sehr stark aus und es war alles so gehetzt. Kurz nachdem Gruppe 1 von Bord gesprungen war musste wir unsere Ausrüstung schnell anziehen und ab gehts ins Wasser: im Wasser mussten wir uns an einer Linie aufreihen und unter Wasser schauen und warten. Der Guide zeigt dann auf den herannahenden Walhai, der direkt an uns vorbeischwamm, wow! Dann hieß es schnell hinterher! Immer den Guide im Blick schwimme ich als einer der Ersten vorne mit. Wir begleiten den Hai sozusagen ein paar Meter. Ganz dicht unter ihn schwimmen noch einige große Fische mit, wahnsinn! Dann müssen wir eh schon wieder stoppen, damit eine andere Gruppe auch noch hin kann. Das war dann doch eine sehr kurze Begegnung und kurz frage ich mich, ob es das jetzt wirklich schon gewesen ist.

    Aber nein, zum Glück dürfen wir dann gleich noch einmal ins Wasser. Der Hai kommt unerwartet direkt auf mich zu, ich habe keine Zeit mehr auszuweichen oder zu reagieren, zum Glück macht das der Guide für mich und zieht mich zur Seite! Das war echt ein kurzer Schreckmoment! Dann ging aber alles nach dem gleichen Schema weiter: sofort an die die Flosse des Walhaies heften und staunen!

    Dann wollten wir noch einmal rein, leider war der Walhai aber untergetaucht. Dies ist anscheinend normal für diese Art, also ging die Walhai Suche mit dem Spotter Plane wieder von vorne los. Als wir gerade wieder einen Walhai gefunden hatten, tauchte dieser leider kurze Zeit später wieder unter ohne dass wir überhaupt noch ins Wasser springen konnten. Das war dann ständig sehr stressig, weil man jederzeit bereit sein muss ins Wasser zu springen und auch ständig angespannt ist. Beim dritten Mal wollten von unserer Gruppe 2 sowieso nur mehr 4 von 10 Leuten überhaupt noch einmal mit ins Wasser. Das Warten auf eine weitere Sichtung zog sich dann echt in die Länge. Die Wellen wurden auch nicht weniger und langsam wurde mir auch wieder mehr übel. Zum Glück konnte ich mich dann doch noch fangen und dann wurde auch endlich ein weitere Walhai gesichtet. Wir zögerten keine Sekunde: ab gehts ins Wasser! Wieder schwimmt der Walhai direkt an uns vorbei, dann nehmen wir wieder die Verfolgung auf. Nur leider ist der Walhai dieses Mal sooo extrem schnell, dass keiner von uns die Chance hat ihn zu folgen und wir ein paar Sekunden später auch schon wieder abbrechen müssen. Echt schade! Es hätte noch die Möglichkeit gegeben mit einem Walhai ein Foto zu machen, aber daraus ist dann leider nix mehr geworden.

    Insgesamt war das zweite Mal mit dem Walhai mitschwimmen eindeutig das Beste, das war auch der größte Walhai (1. 4m der Erste, 2. 6m der Zweite). Wir konnten dem Walhai richtig lange folgen! Das wurde dann mit der Zeit aber auch richtig anstregend, weil sie wirklich sehr schnell schwimmen. Ich habe dann in meinen Schnorchel nur mehr wie beim Sprinten geschnauft. Abreißen lassen war aber aber für mich keine Option. Immer wieder blickte ich mich um, aber es schwammen noch einige mit mir mit. Die älteren Paare gaben dann nach der Zeit w.o. und wurden von dem kleinen Boot zu Beginn eingefangen. Das Beste am Ganzen ist aber eindeutig der Moment, wo der Walhai so nah an Einem vorbei schwimmt, das ist echt unglaublich! Insgesamt war das Ganze schon sehr stressig: zunächst das angespannte warten, dann das schnelle Reinspringen, Mitschwimmen bzw Mitsprinten, dann beim hohen Wellengang auf das große Boot zum Wiedereinsammeln warten und dann noch bei dem hohen Wellengang sich wieder aufs Boot hiefen. Ich war danach echt komplett ko ubd die Flossen passten mir nicht so ganz, sodass ich bis heute noch eine Narbe am Fuß davon habe.
    Alles ist so extrem schnell gegangen bei den 3 Walhai Sichtungen, dass man gar nicht fassen kann, was da passiert ist bzw was man gerade erlebt hat!

    Nach einem kalten Mittagesssen mit Salaten gab es noch einen abschließenden Schnorchgang in ruhigeren Gewässern. Das Ningaloo Reef ist echt unglaublich und es war definitiv eines der besten Schnorchelerlebnisse meines Lebens! Sooo viele vercshiedene Fische, teilweise richtig große, Seesterne, eine Art Nemo Clownfisch, zwei Oktupusse, ein Rochen, so schöne Korallen in grün und blau,…! Schön zu sehen, dass es auch noch lebende Korallen in Australien gibt. Das stand für mich in keinen Vergleich zum Great Barrier Reef, welches ich vor ca 5 Jahren beschnorchelte. Diese Vieelfältigkeit hier, das war wirklich atemberaubend! Die unscharfen Fotos sind übrigens von meinem Handy, die Professionellen von einer Fotografin, die mit an Bord war. Das Videm vom Walhai ist von Toni, die mit ihrer Go Pro mitgefilmt hat.
    Dann fuhren wir wieder zurück zur Anlegestelle und mit dem Bus zurück zur Unterkunft.

    Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hostel ging es für uns noch zum 5 Miles Beach zum Sonnenuntergang. Wir hofften uns nicht nur einen schönen Sonnenuntergang ansehen zu können, sondern auch mit viel Glück ein anderes besonderes Ereignis: es war nämlich gerade hatching time bei den Meeresschildkröten. Wir gingen am Strand entlang ohne wirklich einen Plan zu haben nach was wir suchen. Wir sahen überall sehr viele Löcher und auch Spuren von Schildkröten, die ihre Eier abgelegt haben. Nur wie erkennt man jetzt ein Nest was im Begriff ist zu schlüpfen? Also redeten wir mit ein paar Spaziergängern, die auch leider nicht mehr Plan als wir zu haben schienen. Dann heißt es eben warten. Wir haben auf Informationsschildern gelesen, dass sie erst bei Sonnenuntergang schlüpfen, wenn der Sand schon etwas ausgekühlt ist und darauf hofften wir einfach. Leider passierte nix, wir gingen immer wieder herum, konnten aber nichts sehen. Plötzlich sahen wir vor uns Leute, die in eine Richtung des Strandes rennen, also rennen wir natürlich mit. Plötzlich wurde ich richtig nervös und war selbst verwundert, dass ich überhaupt noch eine Kraft hatte so zu rennen. Leider war die Stelle in der komplett entgegengesetzten Richtung als wir noch vor kurzem gesessen sind. Irgendwann schafften wir es doch noch hin und da sehe ich schon die erste kleine Meeresschildkröte auf einem Felsen in Richtung Meer krabbeln. Sie ist überraschend schnell unterwegs und so klein und süß wie sie sich abmüht, immer wieder vom Felsen runterfällt und sich wieder aufrappelt. Es war herzzerreisend, wenn sie in falsche Richtung läuft, man will ihnen so gerne helfen, aber das darf man ja nicht.

    Die erste Schildkröte hat es ins Meer geschafft, ich freu mich gerade voll und bin hellauf begeistert! Als plötzlich eine Möwe ihren Sinkflug startet und sie beinhart ins Maul nimmt und mit ihr davon fliegt. Das kann es doch nicht geben!
    Doch leider geht es so immer weiter: zunächst herrscht eine tolle, für mich magische Stimmung mit dem Sonnenuntergang, nur dann, immer wenn es eine kleine Schildkröte unter größter Anstrengung endlich ins Meer geschafft hat, wird sie von einer Möwe abgefangen und gefressen. Das war wirklich frustrierend und traurig! Letztendlich hat leider keine Einzige überlebt, die wir begleitet und gesehen haben. Als die letzte aufgefressen wurde, gehen wir etwas ernüchtert zum Auto zurück. Schade, dass wir zuerst beim falschen Strandabschnitt gesessen sind und deswegen etwas zu spät dran waren, um die Meeresschildkröten auch schlüpfen zu sehen. Natürlich hätte man noch in der Dunkelheit drauf warten können, jedoch mussten wir noch 40min zurück zum Hostel fahren und das hatte in der kompletten Dunkelheit dann doch sehr wenig Reiz. Und natürlich waren wir auch schon etwas k.o.

    Insgesamt einer der denkwürdigsten Tage meines Roadtrips, aber auch der gesamten Weltreise! ❤️

    Hier noch, falls es wen interressiert ein paar Background Infos zu Meeresschildkröten: Meeresschildkröten verfügen über ein beinahe unglaubliches Orientierungsvermögen, das die Wissenschaft bis heute noch nicht vollständig erklären kann. Erstmals nach etwa 20-30 Jahren kehren die weiblichen Schildkröten wieder an ihre Geburtsstätte zurück, um dort selbst wieder Eier zu legen. Sie überqueren dabei nicht selten ganze Ozeane, um “ihren” Strand wiederzufinden.
    Ein Weibchen kann von mehreren Männchen befruchtet werden. Danach wird das Weibchen ca. 3–5 mal in einem Abstand von 10 bis 15 Tagen ein Nest bauen und jeweils 100 bis 200 Eier legen. Um die Hitze und die Gefahren des Tages zu meiden, legen die Meeresschildkröten ihre Eier meist in der Nacht. Nachdem sie sich über den Strand geschleppt und einen geeigneten Platz gefunden haben, “wedeln” sie mit ihren Flossen eine erste, flache Vertiefung in den Sand. Mit den Hinterflossen graben sie dann ein bis zu 70 cm tiefes Loch, das die Eier aufnimmt. Schließlich wird das gesamte Nest wieder zugeschaufelt. Nach stundenlanger Schwerstarbeit bis zur völligen Erschöpfung ziehen sich die Weibchen mit letzter Kraft wieder über den Strand ins Meer zurück.
    Nach rund zwei Monaten schlüpfen die kleinen Schildkröten aus dem Nest. Für sie beginnt die gefährlichste Zeit ihres Lebens. Sowohl an Land als auch im Meer lauert eine Vielzahl von Gefahren auf die etwa 6 cm kleinen Schildkröten. Viele werden von Krabben, Seevögeln, Tintenfischen und größeren Fischen gefressen. Andere sterben an Hunger oder Krankheit.
    ❗️Von 1000 geschlüpften Schildkröten erreicht nur etwa eine das Erwachsenenalter. ❗️ Ausgewachsen haben sie hingegen nur noch zwei Feinde zu fürchten: den Hai und den Menschen.
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