• Nina Buchholz
  • Wolf Buchholz
  • Nina Buchholz
  • Wolf Buchholz

Around the World

Wolf und Nina erkunden 7 Monate die große weite Welt. Let‘s go! Read more
  • Rainy vibes

    February 17, 2023 in the United States ⋅ 🌧 23 °C

    Oahu (Sandy Beach —> Kailua —> Sandy Beach)

    Guten Morgen lieber Regen! Es hat tatsächlich die ganze Nacht durchgeregnet und es scheint nicht so, als ob es heute nochmal aufhört. Den verrückten Surfern und Body Boardern ist das schlechte Wetter total egal. Ab Sonnenaufgang rollt hier ein Auto nach dem nächsten auf den Parkplatz und alle stürzen sich in die wilden Wellen. Die Community hier ist wirklich superentspannt. Alle kennen sich, schwatzen, kiffen und genießen den Morgen.
    Auf Oahu gibt es so viele tolle Hikes, die jedoch gute Sicht benötigen und bei den tiefhängenden Wolken keinen Sinn machen. Aber eine Art von Hike geht bei Regen immer - oder ist bei Regen sogar noch schöner: Wasserfall-Hike! Wir fahren zum Start der Manoa Falls und sind erstmal von dem wunderschönen grünen Hike im Regenwald total angetan. Alle Bäume sind bewachsen von Kletterpflanzen, andere Pflanzen haben Blätter die metergroß sind, ein kleines grünes Paradies. Auch die Manoa Falls sind herrlich anzusehen, aber bei dem Miesewetter sparen wir uns heute mal das Baden im Wasserfall.
    Da es nur ein kurzer Hike war, bleibt uns noch viel Zeit und wir düsen zunächst in ein gemütliches Café in Kailua, um es uns mit leckeren Heißgetränken auf den gemütlichen Sesseln bequem zu machen und das Nieseln von drinnen zu beobachten.
    Danach machen wir die zweite Aktivität, bei der Regen absolut nichts ausmacht: Surfen! Oahu, so sagt man, ist die Geburtsstätte des Surfens - es ist quasi die Religion der Hawaiianer. Die ganze Insel atmet surfen, an jedem Strand und in jedem Auto sieht man die Bretter und wir wollen endlich auch richtig ankommen auf Oahu.
    Wir leihen uns in einem Laden in Kailua ein Brett und fahren zum uns empfohlenen Castles Beach. Das Meer ist hier voll mit Surfern, aber genug Wellen und Platz für alle ist ohne Probleme vorhanden. Wir wechseln uns wieder ab und haben Riesenspaß! So vergeht der Nachmittag und früher als uns lieb ist, geht die Sonne schon wieder unter. Wir bringen das Brett zurück und fahren wieder zum Sandy Beach, um hier noch ein bisschen den verrückten Body Boardern zuzuschauen und den Vibe zu genießen.
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  • Surfing on repeat

    February 18, 2023 in the United States ⋅ 🌧 20 °C

    Oahu (Sandy Beach —> Kailua —> Koko Head)

    Wir genießen den Morgen am Sandy Beach mit den verrückten Body Boardern und es ist trocken! Da sich der Regen endlich verzogen hat, beschließen wir den Wiliwilinui Trail zu laufen. Er führt in die grüne Bergkette und verspricht traumhafte Blicke gen Norden von der Spitze aus.
    Schon die Fahrt zum Start des Trails ist spannend, wir fahren in eine Art Gated Community, erhalten von der Wärterin eine Wandererlaubnis und bestaunen all die Teslas und Porsches, während unser VW Bulli aus dem Jahr 1983 kaum die Straßen hochkommt.
    Der Trail ist wie so ziemlich jeder Trail auf Hawaii total schlammig, aber wir sliden tapfer Kilometer für Kilometer in die Höhe. Unterwegs genießen wir den mystischen Nebel, wie er in den Bergen hängt, aber leider stecken wir kurz vorm Ziel mittendrin. Wir können kaum noch 2 m weit schauen und müssen leider feststellen, dass hier heute keine Sicht mehr in irgendeine Richtung vom Gipfel aus möglich ist. Erstmals auf dieser Reise brechen wir einen Hiking Trail schon vor Ende ab und stellen fest, dass es in dem Matsch noch sehr viel schwerer ist, bergab wieder zurückzukommen. Ein bisschen traurig sind wir schon über den fehlenden Abschlussblick, aber bis dahin hatten wir auch schon eine schöne Aussicht über Oahu.
    Wir fahren im Anschluss wieder in das tolle Café in Kailua, um uns köstliche Obst-Torten zu gönnen und leihen uns danach ein Surfbrett. Eine Runde Surfen in Kailua ist der ultimative Mood-Booster und lässt die vernebelten Berggipfel schnell wieder vergessen.
    Abends haben wir ausnahmsweise mal einen legalen Campingplatz gebucht und fahren hoch zum Hipcamp am Fuße des Koko Head Craters. Auf der Fahrt kommen wir in den Genuss des herrlichen Sonnenuntergangs und zelebrieren den Abend im Camp mit leckerem Wein.
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  • Hiking times three

    February 19, 2023 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

    Oahu (Koko Head —> Sandy Beach)

    Wir genießen einen sonnigen Morgen bei uns im Camp mit Blick auf den Koko Head, ein inaktiver Vulkankrater, der direkt vor uns in die Höhe ragt. Dann kribbelt es uns selbst in den Füßen und wir starten die Wanderung hoch auf den Aussichtspunkt des Koko Head. Über 1000 Treppenstufen erklimmen wir und balancieren dabei auf Eisenbahnschienen des Zweiten Weltkrieges. Als Belohnung genießen wir eine atemberaubende Panoramaaussicht vom Gipfel des Kraters.
    Der Hike ist sehr beliebt und wir lassen bei dem langen Anstieg viele Wanderer hinter uns und geraten oben in spannende Gespräche mit anderen Locals und Touristen. Trotz eines vollen Treppenpfades hat und diese Wanderung großen Spaß gemacht und ordentlich zum Schwitzen gebracht.
    Weiter gehts mit der nächsten Wanderung, so gutes Wetter bekommen wir hier schließlich nicht alle Tage! Wir fahren zum Start des Mount Olomana, so denken wir. Den rutschigen aber doch überraschend gemütlichen Trail laufen wir gut 2 km, bis Wolf endlich ausspricht was seit einigen Minuten durch seinen Kopf geht: müssten wir nicht eigentlich bergauf kraxeln, um den Aussichtspunkt zu genießen? Wir checken noch einmal unsere Hiking App und müssen leider feststellen, dass wir einen vollkommen falschen Trail laufen. 30 min im Matsch und ohne großartige Ausblicke, die geht es nun also wieder zurück.
    Diesmal fahren wir mit Coco zum richtigen Ausgangspunkt der Wanderung und tatsächlich geht es steil (und natürlich auch wieder matschig) bergauf. Wir gelangen an einen Punkt, ab dem wir unsere selbstgesammelten Wanderstöcke zurücklassen müssen, da von jetzt an nur noch steile Felsen bergauf geklettert werden, zum Glück oft durch Seile abgesichert. In Summe gibt es 3 Peaks und als wir den ersten erreichen, können wir gerade noch so ein schnelles Foto von der genialen Aussicht machen, bis eine Regenfront über uns hinein bricht und die gesamte Sicht vernebelt.
    Wir kauern uns unter ein Gebüsch und hoffen, dass es schnell vorbeizieht. Der Regen verlässt uns tatsächlich nach guten 10 Minuten, aber der Nebel ist gekommen, um zu bleiben. Wir können uns wohl glücklich schätzen, vom ersten Peak noch 10 Sekunden auf Peak 2 und 3 geschaut zu haben und kehren nach langem vergeblichem Warten auf freie Sicht wieder um.
    Dafür haben wir am Ende des Wanderwegs das perfekte Timing. Da die Wanderung auf einem privaten Golfgelände startet, mussten wir einen guten Kilometer entfernt parken. Ein lieber Golfer sieht uns spazieren und nimmt uns hinten auf seinem Pickup mit zurück zu Coco, wuhuuu!
    Nach einem langen Wandertag fahren wir wieder zum Sandy Beach, beobachten die verrückten Body Boarder, genießen die geniale Atmosphäre hier, essen Abendbrot und trinken Wein.
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  • Banzai Pipeline Madness

    February 20, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 23 °C

    Oahu (Sandy Beach —> North Shore)

    Yippie, wir freuen uns heute einen komplett neuen Teil der Insel zu erkunden: die Nordküste! Berühmt für die weltbesten Surfer Wellen und Geburtsort von Jack Johnson, einem der coolsten Musiker und früher einem der besten Surfer der Welt. Viele professionelle Surfer wohnen hier, wegen der idealen Bedingungen, so z.B. auch Kelly Slater.
    Da Sandy Beach ganz im Süden liegt, fahren wir einmal komplett entlang der Ostküste. Klingt weit, aber da Oahu nur eine kleine Insel ist, bedeutet das eine Stunde fahrt. Die genießen wir in vollen Zügen, da die Straße so nah entlang der Küste führt und wir immer wieder an wundervollen Buchten anhalten und rausspringen, den Strand, das Meer und die Surfer beobachten. Unterwegs halten wir an einem kleinen Laden namens „Bits&Bites“, der soooo leckere Scones in allen Geschmacksrichtungen verkauft. Besonders die Sorte „Matcha & White Chocolate“ ist so unwiderstehlich! Wir decken uns auf Vorrat mit Scones ein, happy Ninchen!
    Unser erster Stopp an der North Shore ist die unter Surfern weltbekannte Banzai Pipeline. Absolut nichts für Anfänger, hier bricht die riesig sich aufbauende Welle erst kurz vor dem Strand. Dabei formt sie eine Art Pipeline, durch welche die Profisurfer versuchen, durchzusurfen. Es ist sensationell, dabei zuzuschauen und am liebsten wären wir hier den Rest des Tages mit Popcorn geblieben! Aber da dieser Surfvibe natürlich absolut ansteckend ist, leihen wir uns ein Brett und fahren an einen deutlich anfängerfreundlicheren Strand und genießen die gleichmäßig reinrollenden Wellen. Auf solch guten Wellen sind wir wohl noch nie gesurft, einfach herrlich!
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  • Turtlellini Tuesday

    February 21, 2023 in the United States ⋅ 🌬 22 °C

    Oahu (North Shore)

    Da wir das Surfbrett für 24 Stunden ausgeliehen haben, wachen wir gleich früh auf und machen uns auf in Richtung Pua‘ena Point, um dort wieder surfen zu gehen. Unterwegs halten wir am Laniakea Beach, denn dieser ist bekannt für die zuckersüßen Honus (Meeresschildkröten), die wir unbedingt noch während unserer Zeit in Oahu sehen wollen. Schon am Vortag haben wir erfolglos diesen Strand abgesucht und leider haben wir heute früh auch kein Glück.
    Kurz darauf spazieren wir dem Surfbrett zum Pua‘ena Point, die Wellen hier sind toll allerdings muss man sehr vorsichtig sein, denn man surft über einem Riff, was bei einem unkontrollierten Abgang vom Surfbrett sehr schmerzhaft sein kann. Dieses Riff mögen aber auch die Honus, die hier zum Fressen herkommen. Wir können unseren Augen kaum glauben, wie konnten wir das gestern übersehen!? Hier schmausen mindestens 4 Honus direkt neben dem Strand und hier schauen ihnen lange begeistert zu. Besonders wenn sie ihren Kopf heben, um zu atmen fühlt man sich so in ihren Bann gezogen.
    Nacheinander gehen wir wieder surfen, direkt neben den Honus und Wolf streichelt sogar eine, während er wieder raus paddelt. Diese ruhigen Geschöpfe bringt einfach nichts aus der Fassung und sie versüßen uns wirklich den Tag (genauso wie die Scones die wir noch vom Vortag auf Vorrat gekauft haben). Nach einem langen Surf-Tag geben wir das Brett wieder ab und gönnen uns die wohl größte Acai Bowl der Insel, oh das macht uns glücklich! Anschließend schauen wir wieder den Pro-Surfern bei der Banzai Pipeline zu und lassen den Abend mit Karten spielen und Wein am Sunset Beach ausklingen. Cheers, auf Hawaii 🌺
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  • Mahalo Hawaii, it‘s been a blast!

    February 22, 2023 in the United States ⋅ 🌬 24 °C

    Oahu —> San Francisco

    Unseren letzten Morgen in Oahu verbringen wir mit einem entspannten Frühstück am Sunset Beach, packen und Coco säubern. Wir werfen noch einen letzten Blick auf die Banzai Pipeline und geben Coco bei den Hawaii Surf Campers ab. Hier schauen wir uns ein paar der anderen Camper Modelle an und verlieben uns sofort in den mintgrünen Hightop Bulli aus den 70ern. Grund genug zurückzukommen!
    Wir haben so viele Eindrücke aus Hawaii mitgenommen: die unfassbare Landschaft, die grünen Berge, soweit das Auge reicht, die vielen Wasserfälle, der tägliche Regen und die matschigen Pfade, die vielen Hühner, die leckeren Acai Bowls und natürlich das Surfen. Mahalo Hawaii! Wir hatten die beste Zeit und freuen uns riesig, irgendwann wieder auf diesen wundervollen Fleck Erde zurückzukommen!
    Auf geht's, eine lange Reise nach Kolumbien steht an.
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  • Hola Colombia!

    February 23, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 17 °C

    San Francisco --> Bogotá

    Nach nur 4,5 h Flugzeit von Honolulu kommen wir mitten in der Nacht in San Francisco an. Von dort geht es um 2 Uhr nachts weiter nach Panama City. Als die Sonne aufgeht sind wir gerade über Guatemala und hier sehen wir tatsächlich die Eruption eines Vulkans aus dem Flugzeug, echt Wahnsinn diese Welt, auf der wir leben.
    Von Panama City fliegen wir dann Richtung Kolumbien und nach gut 20 h Reisezeit kommen wir endlich in unserem Hostel in Bogotá an. Obwohl wir etwas knülle von der Reise sind und auch die Höhe merken (Bogotá liegt auf 2.600 m) gehen wir sofort auf Entdeckungstour durch das Viertel Candelaria, das wohl bekannteste Viertel Bogotás. Hier stehen noch viele hunderte Jahre alte Kolonialbauten und man fühlt sich ein wenig als würde man durch ein Open Air Museum laufen.
    Im krassen Kontrast dazu stehen die vielen Graffitis und Bemalungen an den Wänden, für die Bogotá und vor allem dieses Viertel bekannt ist. Doch dazu mehr am nächsten Tag :) Was auch auffällt sind die niedrigen Preise im Vergleich zu Hawaii und Australien, wo es 3–4-mal teurer war.
    Auf unserem Spaziergang kommen wir auch zum Plaza de Bolivar, auf dem abends buntes Treiben herrscht. Hier setzen wir uns auf die Treppen und schauen u.a. einem grandiosem Salsa Tänzer zu. Dieser fordert Nina nach einer Weile zum Tanzen auf und beide fegen über die alten Steine des Platzes. Was ein Spaß! Hola Colombia :)
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  • Graffitis and guitarrs

    February 24, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 17 °C

    Bogotá

    Wir schlendern durch unseren Kiez Candelaria und finden ein nettes Café zum Frühstücken. Es ist für uns nach der langen Zeit in Camper Vans mit eigener Küche (und westlichen Supermärkten) total ungewohnt, morgens, mittags und abends auswärts essen zu gehen. Aber bisher sind wir positiv überrascht von der leckeren Küche in Bogotá.
    Weiter gehts zu einer Graffiti Stadtführung. Unsere Stadtführerin Julie hat selbst schon viel in den Straßen Bogotás gesprüht, kennt sehr viele Künstler auch persönlich und gibt uns eine Menge spannende Insights über die Sprüher Szene in Bogotá und Kolumbien.
    Hier in Bogotá gibt es nahezu keine Wand, die nicht bunt und kunstvoll angesprüht wurde. Es ist natürlich offiziell illegal, aber nachts ist die Polizei nicht so stark auf den Straßen vertreten und entsprechend gibt es hier nachts richtige „Graffiti-Kriege“, wo Künstler gegenseitig ihre Graffitis übersprühen und immer noch schönere Bilder auf die Wände zeichnen. Die bunten Wände passen so gut in die belebten Straßen und es macht wahnsinnig Spaß, über politische Hintergründe zu erfahren und überall in der Stadt auch noch nach der Tour verschiedene Sprayer wiederzukennen.
    Wir haben Riesenglück, denn neben uns hat sich nur eine weitere Person, Andreas aus Norwegen, für die Tour angemeldet und wir freunden uns mit Andreas an und gehen nach der Tour gemeinsam Mittag essen.
    Wir beschließen, Andreas auch noch auf die Free Walking Tour am Nachmittag zu begleiten, allerdings ist es diesmal eine sehr große Gruppe und wir sind nicht mehr ganz so aufnahmefähig. Nach einer leckeren Obst-Verkostung (wir entdecken dabei viele neue Früchte, mit Abstand am besten: Lulo!) auf dem Mercado und einigen Fakten über Bogota stehlen wir uns von der Gruppe davon, schlendern zurück zum Markt und genießen Kaffee und Karottenkuchen.
    Danach schlendern wir noch weiter durch die bunte Stadt und schlemmen abends im Restaurant Madre, was einen spannenden Industrie-Charme hat. Unsere leckeren Pizzen (unsere ersten Pizzen dieses Jahr!) und Lulo-Cocktails werden begleitet von toller Gitarren-Live Musik.
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  • From painted concrete to jungle city

    February 25, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 17 °C

    Bogota —> Medellín

    Viva Air hat unseren Flug ohne Vorwarnung 2 h nach vorne verlegt, zum Glück ist es uns beim Online Check-in aufgefallen. So läuft das also hier bei den kolumbianischen Airlines. Entsprechend müssen wir also sehr früh für unsere letzte Aktivität auf der Bogotá-to-do-Liste aufstehen: Wir klettern hoch hinauf auf den Berg Monserrate um von dort den besten Blick und die Ausmaße vom Bogotá zu genießen.
    Samstag früh sind wir hier allerdings nicht die einzigen mit dieser Idee, denn bei unserer Wanderung hoch auf den Monserrate kommen wir uns schnell vor wie auf einem Pilgerpfad. Um uns herum sind so viele Einheimische, die auch alle hoch strömen, zum Teil auch barfuß. Oben auf dem Berg haben die Eroberer auf den heiligen Berg der einheimischen Bevölkerung natürlich eine Kirche platziert...
    Die Luft wird unterwegs buchstäblich immer dünner, denn hier befinden wir uns auf 3.150 m Höhe. Wir bestaunen diese riesige Stadt aus der Höhe und spazieren im Anschluss gemütlich durch Bogota, bis wir wieder im Viertel Candelaria ankommen und frühstücken gehen.
    Mittags nehmen wir den verschobenen Flug von Bogotá nach Medellín und sind direkt beeindruckt. Nach dem Flughafen durchqueren wir einen 8 km langen Tunnel und gelangen in ein unfassbar grünes, dschungelartiges Viertel von Medellín: El Poblado. Medellín war einst die gefährlichste Stadt der Welt, aber in diesem Viertel ist davon nichts mehr zu spüren.
    Wir spazieren durch die tollen grünen Straßen, vorbei an vielen tollen Cafés und Restaurants, wo Nina endlich wieder eine herrliche Acai Bowl nascht. Abends erfahren wir, dass auf unserer Hostel-Dachterrasse Salsa-Unterricht stattfindet, und lassen uns diese Gelegenheit nicht entgehen. Mit leckeren Cocktails und schwingenden Hüften tanzen wir in die Nacht.
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  • City of transformations

    February 26, 2023 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Medellín

    Wir starten den Tag mit einer Runde Yoga über den Dächern Medellíns und machen uns dann mit der Metro auf zur Free City Tour durchs Zentrum Medellíns. Die sehr beliebte Tour ist eigentlich komplett überbucht und wir sind nicht mal auf der Warteliste, aber wir fahren hin und probieren es einfach. Wir haben Glück und bekommen die letzten zwei Plätze, da einige andere nicht erschienen sind.
    Wir laufen 3,5 h mit unserem Guide Camillo durch die Innenstadt. Ehrlich gesagt, gibt es hier bis auf den Plaza Boltero mit vielen bekannten Boltero-Statuen nicht besonders viel zu sehen. Interessanter sind vielmehr die Geschichte und die Hintergründe, über welche uns berichtet wird. Hierbei lernen wir viel über die Eroberung und Besiedlung von Kolumbien durch die Spanier sowie die großen Unterschiede zwischen den Regionen.
    Medellín seinerseits war bis vor gut hundert Jahren nur ein Dorf und ist innerhalb kürzester Zeit durch den Kaffee-Boom Anfang des 20. Jahrhunderts sowie als Zentrum des Cocain Handels in den 1980er Jahren zur zweitgrößten Stadt Kolumbiens aufgestiegen. Aufgrund radikaler politischer Gruppen sowie des Drogenhandels galt Medellín noch bis vor 10 Jahren als gefährlichste Stadt der Welt.
    Seitdem hat die Stadt eine einzigartige Transformation geschafft. Über diese Transformation erfahren wir mehr in unserer zweiten Tour am Nachmittag in der Communa 13. Die Communa 13 war einst das gefährlichste Viertel Medellíns und erinnert sehr an die Favelas in Brasilien. Die Häuser sind eng auf- und aneinander gereiht und Straßen gibt es nicht, nur Wege die quer durch die Häuser gehen.
    Heute gilt die Gegend als eine der sichersten der Stadt, obwohl im Gegensatz zum Rest von Medellín nirgendwo Polizei zu sehen ist. Das ist nicht nötig, denn die Bewohner des Viertels haben verstanden, dass Touristen viel Geld bringen und es durch Kunst (Grafitti und Musik) sowie Bildung und gute Politik geschafft, diesen unglaublichen Wandel zu vollziehen. Unser Guide Laura ist in dem Viertel aufgewachsen und es ist tatsächlich sehr emotional über die blutigen alten Zeiten, den Mut der Menschen und die Transformation zu hören.
    Wir erfahren außerdem, dass die Metro sowie die Rolltreppen hierbei eine große Rolle gespielt haben und für die Menschen hier daher heilig sind. Sehr viel Information für einen Tag, die erstmal verarbeitet werden muss.
    Am Abend treffen wir unsere Freunde Alek und Krzys aus Polen, die auch gerade durch Kolumbien reisen und lassen den Abend bei ein paar Bier so ausklingen, wie er angefangen hat: über den Dächern von Medellín.
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  • The rock and the colourful village

    February 27, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Medellín <--> Guatapé

    Nach einer kurzen Nacht brechen wir früh auf, um gemeinsam mit Alek und Krzys an einer Tour nach Guatapé teilzunehmen. Die gesamte 2,5 h Busfahrt über kauern wir müde auf unseren Sitzen, aber als wir in Guatapé ankommen werden wir direkt aktiv. Der riesige Fels Piedra del Peñol, für den Guatapé bekannt ist, kann mit 709 Stufen erobert werden und von oben aus hat man eine fantastische Sicht über die Seenlandschaft.
    Wir kommen gerade rechtzeitig, denn auf unserem Rückweg gibt es regelrecht Stau um den schmalen wendigen Weg hoch zu gelangen. Definitiv sehr touristisch hier, entsprechend genießen wir es diesem Trubel zu entkommen bei einer kleinen Bootsfahrt über den Stausee Embalse Peñol.
    Wir erfahren, dass dieser riesige wunderschöne See künstlich angelegt wurde zur Stromerzeugung und dafür Dörfer geflutet werden mussten. Auf dem Boot sorgt ein Sänger für unsere Belustigung, da er zu jedem Land der Passagiere lustige Ferse mit trashiger Musik reimt, davon bekommt man direkt Bauchmuskelkater vor Lachen! Mittags bekommen wir einheimisches Essen und sind direkt dankbar, dass es in den Hotelgegenden von Kolumbien gesundes Essen gibt, denn einheimisches Essen bedeutet in erster Linie Reis mit extrem fettigen Pommes, Dosenbohnen und frittiertem Irgendwas. Das hochgelobte Essen „Paisa“ werden wir definitiv nach der Reise nicht vermissen und nachkochen.
    Bei einer kleinen Stadtführung durch Guatapé erfahren wir, dass alle Häuser mit sogenannten „Zocalos“ zu ihrem Schutz vor dem Wasser ausgestattet sind. Mittlerweile ist es Tradition, die Zocalos artistisch und bunt zu gestalten. Sie symbolisieren Dinge über die Eigentümer der Häuser (z.B. ein großer Eigentümer hat seine Zocalos mit Giraffen bemalt, weil die Einwohner ihn Giraffe nennen), über die Gegend und über die Traditionen und Mythen. Wir genießen den Spaziergang durch die kunterbunte Stadt, bevor wir nachmittags wieder den Bus zurück nach Medellín nehmen.
    Abends besuchen wir zu viert ein herrliches veganes Restaurant mit wirklich ausgezeichnetem Essen und genialen Drink-Kreationen, um uns bei unseren Geschmacksknospen für das fettig frittierte Mittag zu entschuldigen ;) Nach einem Spaziergang durch das Barviertel, das leider voll von Prostituierten ist, beschließen wir den Abend lieber auf der Hostel-Dachterrasse ausklingen zu lassen, wo wir noch bis tief in die Nacht plaudern.
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  • Stuck in Medellín

    February 28, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Medellín

    Als der Wecker nach nur 5h Schlaf klingelt, kämpfen wir uns mühselig aus dem Bett, packen mal wieder unsere Taschen und frühstücken im Hostel. Wir sind ein wenig traurig, Medellín und Alek & Krzys nach so kurzer Zeit wieder zu verlassen, aber freuen uns auch schon riesig auf Salento.
    Angekommen am Flughafen suchen wir verwirrt nach dem Schalter zur Gepäckabgabe von Viva, um nach Pereira zu fliegen. Wolf checkt mehrfach, ob wir auch wirklich am richtigen Flughafen sind, aber eigentlich müsste alles passen.
    Nachdem wir vom Flughafenpersonal einige Male hin- und hergeschickt worden sind erfahren wir an der Information, dass unsere Airline Viva von gestern auf heute pleite gegangen ist und deswegen, ohne die Passagiere zu informieren, sämtliche Flüge gestrichen wurden.
    Es herrscht absolutes Chaos auf dem Flughafen und draußen demonstrieren mittlerweile die (nicht mehr) Angestellten der Airline Viva. Wir werden in eine sehr lange Schlange der Airline Latam verwiesen, die angeblich kostenlose Umbuchungen auf ihre Flüge übernehmen.
    Nachdem Wolf es schafft, uns still und heimlich an den Anfang der Schlange zu schmuggeln, wird Nina währenddessen am Ende der Schlange von überemotionalen Latinas angepöbelt und weggedrängelt. Flüge nach Pereira sind wie zu erwarten für den heutigen Tag bei Latam schon ausgebucht und wir können nur auf den morgigen Tag umbuchen.
    Wir haben allerdings noch weitere Flüge in den kommenden Tagen mit Viva gebucht und versuchen auch gleich hierfür Ersatz zu bekommen. Aber keine Chance, niemand kann uns Auskunft geben, wie das funktioniert und so beschließen wir kurzerhand auf eigene Kosten neue Flüge zu buchen. Das ist eben auch Kolumbien und gehört wohl irgendwie zu einem Abenteuer hier dazu.
    Nachdem wir unsere Reisetage also ein bisschen umgeplant haben, fahren wir viele Stunden später erschöpft zurück ins Viajero Hostel und wollen eigentlich nur schlafen. Da der erneute Check-In aber erst ab nachmittags möglich ist, essen wir entspannt Mittag und Açai Bowl und planen unsere Reise weiter.
    Um den Tag aber wenigstens noch ein bisschen in Medellín zu nutzen (ohne viel selber aktiv zu sein, denn wir sind wirklich vollkommen übermüdet von der kurzen Nacht und dem Flughafen-Chaos), setzen wir uns in die Metro und fahren zur Linie K.
    Diese ist keine normale Metro, sondern eine Seilbahn, die oberhalb des Bezirkes Santo Domingo verläuft. Die Linie K gibt es seit 18 Jahren und sie ist die älteste Seilbahn Medellíns, allerdings in einem 1a Zustand, weil, wie vorgestern erwähnt, die öffentlichen Transportmittel hier heilig sind und auch so behandelt werden. Da die Seilbahn hier zum ganz normalen Teil der öffentlichen Verkehrsmittel gehört, bezahlen wir für unseren Nachmittagsausflug ganze 50 Cent.
    Santo Domingo ist keiner dieser „extremen Bezirke“ wie Poblado wo wir wohnen (sehr westlich und superschick) oder Comuna 13 (einst extrem gefährlich & arm und jeder Quadratzentimeter ist zugepflastert mit Häusern, es gibt keine Straßen), sondern ein ganz normaler untouristischer „Lower Middle-Class“ Bezirk, der wohl selten von blonden Touristen durchquert wird. Als wir aus der Seilbahn aussteigen, um den Blick über die Stadt und den Sonnenuntergang zu genießen, werden wir von allen Seiten angestarrt und sämtliche Jugendgruppen rufen Hi und fangen laut an zu kichern. Aber für den Blick aus der Gondel und der Aussichtsplattform lohnt es sich definitiv herzukommen.
    Abends gehen wir wieder mit Alek und Krzys essen, diesmal im Restaurant Alambique, was eher unauffällig auf einer Hauptstraße liegt. Wir gelangen durch einen hässlichen Flur in ein absolutes Paradies. Wir können unseren Augen kaum trauen, so toll bepflanzt und eingerichtet sind die zwei Dachterrassen, über die wir geleitet werden. Zu leckersten Essen und Salsa-Livemusik genießen wir hier unseren nun hoffentlich letzten Abend in Medellín in vollen Zügen.
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  • Coffee in the rain

    March 1, 2023 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Medellín —> Salento

    Neuer Tag, neuer Versuch. Wir brechen wieder früh auf zum Flughafen von Medellín, um nach Salento zu reisen. Und diesmal klappts, über Nacht ist zum Glück keine weitere kolumbianische Airline pleite gegangen.
    Wir kommen mittags in Salento an, das für seinen Kaffee und das grüne Hochland (Cocora Valley) bekannt ist. Hier suchen wir uns zunächst ein kleines vegetarisches Restaurant in der Stadt und wandern eine knappe Stunde zu den Kaffee-Anbaugebieten. Dort gibt es kleine Fincas, die einem ihre Plantagen zeigen und den gesamten Prozess erklären, bis hin zur Verkostung des Kaffees natürlich.
    Leider rückt während der Wanderung Stück für Stück eine fette graue Regenwolke immer näher und pünktlich zur Ankunft in der Finca fängt es kräftig an zu regnen. Wir setzen uns in ein kleines überdachtes Kaffee, das zur Finca gehört, genießen Kaffee und Brownie und warten… leider hört es erst mehrere Stunden später wieder auf, mittlerweile zu spät für eine Tour. Also schlendern wir wieder ins Dorf zurück und genießen den Sonnenuntergang von einem Aussichtspunkt. Abends gehen wir in den kleinen süßen Läden von Salento shoppen und essen Pizza zum Abendbrot. Buenas Noches!
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  • Skyscraper palm trees

    March 2, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Salento —> Santa Marta (Costeño Beach)

    Wir nehmen den frühesten Jeep um 6.30 Uhr aus dem Stadtzentrum von Salento, um zur Cocora Valley zu kommen. Dort startet unsere 14 km lange Wanderung durch die wunderschönen Highlands von Kolumbien.
    Wir überqueren wackelige und teils sehr kaputte Hängebrücken, passieren geniale Aussichtspunkte mit Blicken über die herrliche grüne Landschaft und kommen letztendlich zu den höchsten Palmen der Welt. Wow, es ist so seltsam diese riesigen dünnen Palmen, die bis zu 60 m hochragen, in dieser so herrlich grünen Landschaft zu sehen. Dafür hat sich der umständliche Trip nach Salento definitiv gelohnt.
    Mittags nehmen wir einen Jeep zurück und essen köstliche Gerichte in Schaukeln bei Coco Bowl im Stadtzentrum. Viel Zeit bleibt uns hier nicht, denn wir wollen natürlich die gestern entgangene Kaffeeplantagen-Tour nachholen. Diesmal spazieren wir aber nicht wieder eine Stunde zu den Fincas, sondern stellen uns hinten auf einen Jeep. Es macht uns riesig Spaß sich hier festzuhalten und den Fahrtwind ins Gesicht gepustet zu bekommen!
    Angekommen in unserer Finca werden wir wieder mit Kaffee begrüßt und dank Sonnenschein lernen wir nun alles über die Kaffeebohne vom Pflanzen, über Ernten, den Zyklus und natürlich auch die Weiterverarbeitung bis zum gerösteten und gemahlenen Produkt. Hands on ernten wir selbst ein paar reife Früchte, naschen die Schale (schmeckt nach Paprika) und lutschen die rohe süßlich schmeckende Bohne, pflanzen neue Pflanzen ein, rösten ein paar Bohnen und trinken natürlich zum Schluss noch einen Kaffee.
    Hier auf 1.800 m Höhe wird Arabica in bester Qualität angebaut und durch die Höhe schmeckt der Kaffee hier säuerlich. Mit all dem neu erlernten Wissen hasten wir zurück nach Salento und müssen auch schon direkt weiter ins Taxi und zum Flughafen. Mit kurzem Zwischenstopp in Bogotá geht es weiter nach Santa Marta an den Costeño Beach, wo wir kurz vor Mitternacht ankommen und müde in ein supergemütliches Glamping Zelt direkt am Strand fallen.
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  • Hammock dreams

    March 3, 2023 in Colombia ⋅ ☀️ 26 °C

    Santa Marta (Costeño Beach) —> Tayrona Nationalpark

    Wir erwachen in unserem Glamping Zelt und bei Tageslicht entdecken wir erst, in was für einem Paradies wir hier gelandet sind. Das Zelt ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Zelt, sondern gleicht eher einem kleinen Zirkuszelt und draußen haben wir ein Outdoor-Badezimmer und den direkten Strandzugang.
    Wir genießen einen entspannten stressfreien Morgen, bekommen köstliches Frühstück in unseren Vorgarten gebracht und dödeln einfach mal ein bisschen vor uns hin. Das tut so gut!
    Mittags bringen uns zwei Motorrad-Fahrer zur Bushaltestelle, wo wir den öffentlichen Bus zum Tayrona Nationalpark nehmen. Circa 9 km Wanderung mit viel auf und ab durch den Dschungel, vorbei an einer supersüßen Kapuzineraffenfamilie, führen uns zum Playa Brava. Wir haben leider nicht genug Bargeld dabei (in Kolumbien wird noch sehr viel mit Bargeld bezahlt aber Geldautomaten machen sich hier extrem rar) um uns eine Strandhütte zu mieten, also bleibt uns nur eine Wahl: Hängematten.
    Dies wird also unsere erste Nacht dieses Jahr, in der wir getrennt schlafen, obwohl unsere Hängematten zum Glück direkt nebeneinander hängen. Wir sind gespannt, wie viel Schlaf wir heute Nacht bekommen werden, aber wenigstens hängen wir direkt am Strand und haben das beruhigende Geräusch des Meeres als Hilfestellung zum Einschlafen.
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  • From empty beach to tourist crowds

    March 4, 2023 in Colombia ⋅ ☀️ 25 °C

    Tayrona Nationalpark

    Wir wachen gegen 6 Uhr morgens auf und sind total begeistert, denn wir haben tatsächlich über 8 Stunden in den Hängematten geschlafen! Es dauert eine Weile, um eine gute Schlafposition zu finden, aber wenn man den Kniff raus hat, ist es deutlich gemütlicher als erwartet.
    Um uns rum liegen so viele Kokosnüsse, dass wir den ganzen Morgen Kokos knacken und den herrlichen Saft schlürfen. Nach dem Frühstück am einsamen Playa Brava brechen wir auf zum angeblich schönsten Strand Kolumbiens: Cabo San Juan. Unterwegs halten wir noch an der Bucht Nudista und sind mehr als glücklich, einen FKK-Strand in Kolumbien gefunden zu haben. Schnell rein ins Wasser mit uns Nakideien!
    Als wir danach weiterwandern und bei Cabo San Juan ankommen sind wir schockiert. Dieser Strand ist neutral betrachtet wirklich wunderschön, aber wir waren die letzten 1,5 Tage super einsam unterwegs in diesem Nationalpark und treffen jetzt auf riesige Touristenmassen. Der ganze Strand ist komplett überlaufen, überall sind Tourguides mit entsprechenden Gruppen und wir fühlen uns hier überhaupt nicht wohl.
    Nach einem kurzen Spaziergang über Cabo San Juan wandern wir schnell weiter in die nächste Bucht „Piscina“, die genauso schön anzuschauen, aber viel weniger los ist. Wieso stürzen sich alle in diese kleine Bucht? Nachmittags geht es dann zu unserem finalen Tagesziel Areceife, ein sehr breiter und Mutter Seelen leerer Strand, allerdings lassen wir uns in eine kleine Falle locken.
    Wir werden von Fernando angesprochen, ob wir schon einen Schlafplatz haben. Wir sind mittlerweile müde und KO und freuen uns über das günstige Zelt, dass er uns zum Schlafen anbietet. Ein zweiter Blick vor dem Bezahlen hätte sich jedoch gelohnt: Der Zeltplatz ist recht hässlich, im Zelt überall Ameisen, ein ekliges Restaurant und die Atmosphäre hier total shady. Nachts werden wir von einer sehr lauten Schlägerei geweckt… zwischen zwei Katzen!
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  • Cococuyas and tabletennis battles

    March 5, 2023 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Tayrona National Park —> Santa Marta (Costeña Beach)

    Nach einer recht durchwachsenen Nacht dank den lautesten Kampfkatzen aller Zeiten wollen wir so schnell wie möglich weg von diesem seltsamen Zeltplatz.
    Nach leckeren heißen Käsebroten bei dem Panaderia Stand nebenan (in das Restaurant des Zeltplatzes wollten wir keinen Fuß mehr setzen), starten wir weiter in unseren dritten Wandertag. Wir laufen keine 5 min weiter und treffen auf einen total schönen Campingplatz: hach ja, da sind wir wohl vor lauter Erschöpfung direkt in die Falle von Fernando getappt.
    Der Weg zum Haupteingang des Tayrona Nationalparks ist total überfüllt von Massen, die uns entgegenströmen, um ihr Handtuch am Cabo San Juan auszubreiten. Wir treffen am Anfang (bzw. unser Ende) des Weges auf einen total verlassenen Loop, dessen Weg abgesperrt ist. Schnell rüber geklettert kommen wir in den wohl schönsten Teil des Tayrona Nationalparks.
    Hier treffen wir auf einen großartigen Aussichtspunkt und einen superschönen verlassenen Strand. Leider spielt das Wetter nicht richtig mit, um sich an den Strand zu legen. Daher laufen wir die letzten 5 km weiter bis zur Bushaltestelle. Der Bus bringt uns wieder zurück zum Costeña Beach und wir freuen uns riesig auf ein paar Tage nichts tun, ein richtiges Bett und leckere Cocktails.
    Gesagt getan, nach einem sehr knappen und ultraprofessionellen Tischtennis-Turnier zwischen Wolf dem Mondjauler und Nina der Maschine (Ninas rechte Hand besiegt knapp Wolfs linke Hand, success!) gibt es köstliche Cococuyas. Glücklich plumpsen wir in unsere winzige Strandhütte.
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  • Sweet nothing

    March 9, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Santa Marta (Costeño Beach)

    Nachdem wir monatelang jeden Tag Programm hatten und von einem Ort zum anderen gerauscht sind, haben wir uns die letzten 4 Tage eine kleine Auszeit am wunderbar ruhigen und schönen Costeño Beach gegönnt. Hier haben wir direkt im Dschungel am Strand in einer kleinen Cabaña gehaust.
    Im wesentlichen Bestand unser Tagesablauf dabei aus morgendlichen Workout + Yoga-Sessions am Strand und den Rest des Tages sonnen, lesen, Tischtennis und Karten spielen, Kuchen essen und Cocktails schlürfen. Das haben wir mal gebraucht!
    Eigentlich kann man hier auch gut surfen, aber leider waren hier während unserer gesamten Zeit keine Wellen. Sehr schade!
    Jetzt sind wir jedenfalls fit für den 4 Tage langen Hikingtrip durch den Dschungel zur "Lost City", der am nächsten Tag startet. Let's goooo
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  • Sliding into the wild

    March 10, 2023 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Costeño Beach --> Lost City Trek

    Nochmal ein Workout am schönen Strand morgens und dann heißt es endlich wieder Wanderschuhe schnüren. Heute startet der Lost City Trek, die bekannteste Wanderung in Kolumbien. Wir werden an vier Tagen gut 60 km durch den tiefsten Dschungel laufen, um die sogenannte Lost City zu besuchen.
    Zunächst müssen wir aber zum Start der Wanderung gelangen und vor allem die letzte Stunde ist dabei sehr wackelig. Während wir im Jeep hin und her schunkeln, machen wir uns schon mal mit unserer Gruppe bekannt. Wie sich noch herausstellen wird, haben wir großes Glück in dieser Gruppe gelandet zu sein.
    Am Startpunkt angekommen, essen wir Mittag und nach einer kurzen Instruktion geht es endlich los in den Dschungel hinein. Wir folgen einem Flusslauf bergauf und je weiter wir kommen, desto schlechter wird das Wetter leider. Das letzte Stück bergab ist so glitschig, dass einige aus unserer Gruppe ausrutschen und im Schlamm landen. Glücklicherweise erreichen wir kurz bevor der Regen startet nach 8 km als erste von insgesamt acht Gruppen unser erstes Camp.
    Da wir als erstes hier sind, können wir uns auch die besten Betten aussuchen. :) Anschließend spielen wir mit unseren neuen Freunden in der Gruppe bis in den Abend Karten, während wir vom Regen und der Musik des Dschungels bespielt werden.
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  • Happy hour in the jungle

    March 11, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Lost City Trek

    Wir wachen 5 Uhr morgens im ersten Camp auf und haben nur wenige Minuten Zeit, bis wir uns alle im Essensaal einfinden und gemeinsam frühstücken. Es fühlt sich an wie Frühstück mitten in der Nacht, aber unser Ziel ist es, als erste Gruppe das Camp zu verlassen und entsprechend schlingen wir alle Eier und Früchte in uns und machen uns fertig für die 16 km, die heute vor uns liegen.
    Wir wandern einige Zeit auf und ab und kommen dabei an einem einheimischen Dorf vorbei. Die Ureinwohner hausen in kleinen Hütten aus Lehm und Palmenblättern, getrennt nach Geschlechtern. Die hier lebenden Kogi sind Nachfahren der Tayrona, die einst die Ciudad Perdida errichtet und bewohnt haben. Wir treffen auf ein Kogi Paar, die uns über ihr Leben hier erzählen.
    Der Kogi Mann kaut dabei ununterbrochen auf einem Koka Blatt und spuckt während er spricht vor sich Flüssigkeiten aus. Sehr seltsam anzusehen, aber es ist eben eine andere Kultur. Seine deutlich jüngere Frau sitzt still neben ihm und baut vor unseren Augen Körbe aus einer Pflanze. Die Kogi tragen alle weiße Gewänder, meist eine selbstgeflochtene beige Tasche und haben lange dunkle Haare. Das Leben hier könnte unterschiedlicher nicht sein zu Berlin und wir fühlen uns ein bisschen wie Aliens.
    Wir wandern weiter und haben die sogenannte Happy Hour vor uns. Unser Guide Diego benennt so das Stück, wo wir mit all unserem Hab und Gut auf dem Rücken eine Stunde steil bergauf wandern. Zur Belohnung gibt es phänomenale Ausblicke über die grünen Berge und später im zweiten Camp eine kalte „Dusche“ im Fluss.
    Glücklich essen wir gegen 17 Uhr! Abendbrot und spielen mit unserer Gruppe Karten bis in die Nacht… also Nacht heißt hier 21 Uhr, denn dann geht der Generator und damit alle Lichter aus.
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  • Lost City Found!

    March 12, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 21 °C

    Lost City Trek

    Heute ist der große Tag, wir besuchen die Lost City! Wieder stehen wir um 5 Uhr auf, frühstücken und verlassen 5:45 als erste Gruppe das Camp. Da wir wie immer auch die schnellste Gruppe sind, kommen wir nach über 1.200 Treppenstufen als erstes bei der Lost City an und haben die Ruinen zunächst ganz für uns.
    Die Lost City hatte im 7. bis 9. Jahrhundert ihre Blütezeit und war bis zur Ankunft der Europäer von dem Tayrona bewohnt sowie ein heiliger Ort. Sie geriet dann in Vergessenheit und wurde erst im 20. Jahrhundert von Schatzsuchern wiederentdeckt. Sie wurde dann in den 1990er Jahren für den Tourismus teilweise restauriert und dient heute auch wieder als heilige Stätte der Ureinwohner hier.
    Insgesamt klettern wir 3 Stunden durch die Ruinen und sind wirklich begeistert von der Magie dieses Ortes. Das Highlight ist die Meditation, die unser Guide mit unserer Gruppe am höchsten Punkt durchführt. Ein einmaliges Erlebnis mitten im Dschungel hier an diesem besonderen Ort.
    Etwas traurig treten wir den Rückweg an. Zum Glück wartet am Ende wieder eine geniale Erfrischung auf uns. Angekommen an unserem Camp, springen wir bei Sonnenschein in den kühlen Fluss und legen uns auf die warmen Felsen. Wellness pur! Abends spielen wir mit unserer großartigen Gruppe natürlich wieder Karten und schlafen dann zu Dschungel-Sounds ein. Dieses Mal sogar im Doppelbett :)
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  • The long way back

    March 13, 2023 in Colombia ⋅ ☀️ 29 °C

    Lost City Trek—> Santa Marta

    Wieder mal heißt es 5 Uhr aufstehen, frühstücken und los geht die Wanderung. Heute liegt der wohl härteste Tag vor uns. Vor allem mental, denn die Hauptattraktion haben wir schon gesehen und daher fühlen sich die 16 km auf und ab bei sengender Hitze umso länger an.
    Da die Blicke und das Umfeld im Dschungel aber nach wie vor großartig sind, bereitet auch der vierte Tag des Lost City Treks große Freude und wir fliegen über den Trek. Bereits 11 Uhr erreichen wir den Ausgangspunkt des Lost City Treks und stellen damit einen Rekord auf. Noch nie war unser Guide Diego mit einer Gruppe in seinen 17 Jahren als Tourguide und mehr als 1.000 Gruppen so schnell wieder zurück. Wir sind allerdings auch echt geschafft. Wir essen Mittag und nach zwei Stunden über Dschungelstraßen und dichten Verkehr kommen wir in Santa Marta an.
    Nachdem wir in unserem Hotel ankommen, legen wir uns erstmal ins Bett und machen einen langen Mittagsschlaf. Am Abend treffen wir zum Diner den harten Kern unserer Gruppe wieder und stoßen gemeinsam bis spät in die Nacht auf den Lost City Trek und die schnellste Gruppe aller Zeiten an 😉
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  • King of the swing

    March 14, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Santa Marta —> Minca

    Wir gönnen uns einen entspannten Morgen mit Yoga auf unserer Dachterrasse und Frühstück im Café Ikarus. Funfact: In Kolumbien sollte man immer erstmal fragen, was es überhaupt von dem Menü gerade gibt. Es passiert uns fast jedes Mal, so auch diesen Morgen im Café Ikarus, dass weder unsere erste noch zweite oder dritte Essenswahl gerade vorhanden ist. Oft stehen 30 Gerichte auf der Karte, aber nur knapp die Hälfte ist wirklich gerade verfügbar.
    Wir übergeben unseren Frühstückstisch an Rob und Esteban, die wir auf dem Lost City Trek kennengelernt haben und schlendern durch Santa Marta. Viele Highlights hat die Stadt jedoch nicht, sie ist eigentlich nur Ausgangspunkt für die wunderschöne Umgebung. Wir spazieren zum Hafen und durch die bunt besprühten Straßen und landen knappe 2 Stunden später wieder im Café Ikarus, um Mittag zu essen (natürlich auch diesmal mit stark beschränkter Speisekarte) und uns von unseren neu gewonnenen Freunden zu verabschieden.
    Weiter gehts mit einem Collectivo nach Minca. Minca ist ein kleines Dorf in den Bergen, ca. 45 min entfernt von Santa Marta, bekannt für seine Wasserfälle, Natur, Vögel und Ruhe. Unser Hostel liegt direkt an einem Fluss, den wir entlang spazieren, bis wir an eine tolle einsame Badestelle gelangen. Wolf testet begeistert jede Schaukel über dem Fluss und Nina baumelt in der riesigen Netz-Hängematte unseres Hostels.
    Abends lassen wir den Tag gemütlich beim Italiener auf einer kleinen Terrasse mit selbstgemachter Pasta und Pizzen ausklingen. Danach plumpsen wir hundemüde in unsere supergemütlichen Minihütte und schlafen zu den Klängen des fließenden Baches ein.
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  • Jungle strolls and waterfalls

    March 15, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Minca

    Als Wolf morgens aus der Hütte tritt, entdeckt er tatsächlich ein Gürteltier, das am Fluss entlang spaziert. Was für ein toller Start in den Tag!
    Nach einem entspannten Morgen machen wir uns auf den Weg, um die Gegend um Minca zu erkunden. Wir entdecken dabei vor allem viele großartige Wasserfälle und Vögel. Die lange Wanderung zu den schönen Aussichtspunkten, die es hier gibt, lassen wir dann aber aus, da das Wetter keinen guten Blick verspricht und wir über einen Nachmittag mit Buch lesen am Fluss auch nicht böse sind :)
    Außerdem schaffen wir es so noch rechtzeitig zurück ins Zentrum von Minca, um endlich mal wieder eine Açai Bowl zu verspeisen. Das Leben ist süß hier im Dschungel.
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  • Sweet nothing part 2

    March 17, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Minca —> Buritaca

    Unser Hostel in Minca hat ein Outdoor-Gym direkt neben dem Fluss, also machen wir uns mal ausnahmsweise einen nicht ganz so entspannten Morgen, sondern ackern für unsere süßen Popos. Besonders herrlich ist die eiskalte Abkühlung danach im Fluss! Nach einem leckeren Frühstück (inklusive Acai Bowl für Nina) verabschieden wir uns schon wieder von Minca und starten eine wilde Busfahrt nach Buritaca.
    In Kolumbien gibt es kein Google Maps, was einem idiotensicher verrät, wie man von A nach B kommt und erst recht keine Zeitpläne für die Busse. Wir denken vorher zu wissen, wo wir umsteigen müssen, um nach Buritaca zu kommen. An einer anderen Bushaltestelle werden wir rausgeschmissen, von vielen Seiten „beratschlagt“ und zu teuren Taxifahrten bedrängt, aber letztendlich kommen wir mit den öffentlichen Bussen für insgesamt 5 € statt 60 € in unserem Hostel „Viajero“ an. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für Wolfs ausgezeichnetes Spanisch! Es ist halt immer ein kleines Abendteuer für sich, die öffentlichen Busse zu nehmen, aber wir genießen es sehr hier die Leute und das Leben zu beobachten.
    Buritaca ist eine Ortschaft weiter vom Costeño Beach und wir freuen uns wieder über 2 Tage nichts tun. Wir haben uns diesmal für den privaten Strand des Viajero Hostels entschieden, da dies ein sehr guter Surf Spot in Kolumbien sein soll. Leider haben wir wieder Pech und in den 2 Tagen keine Wellen. Daher widmen wir uns unseren Büchern, Cabo Kartenspielen und Tischtennis-Wettkämpfen.
    Morgens nehmen wir am Strand eine Yogastunde, aber die attackierenden Mücken dominieren unsere Bewegung mehr als die Ansagen der Yogalehrerin ;) Seele baumeln lassen tut gut, besonders mit dem leckersten Bananenbrot Kolumbiens! Und wir haben wirklich die bisher schönste Strandhütte inklusive (wir flippen wirklich aus vor Freude) heißem Wasser! Ein Traum!
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