Mehamn
18–19 Jul, Norway ⋅ 🌬 10 °C
(English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 21
18/07/2026
Mehamn, Norwegen
Seit vielen Jahren möchte ich gerne nach Mehamn fahren, weil es nochmal eine ganz andere Atmosphäre vom nördlichsten Punkt hat.
Avisiert habe ich Slettnes Fyr, den Leuchtturm am Ende der Straße, nachdem wir heute das Landesinnere durchfahren haben. Eine karge Landschaft, Reste von Rauhreif auf den Rändern der Straße, Tagestemperatur um zehn Grad. Felsen, Steine, Seen, ein bisschen Grün und wiederholt Regen zum kalten Wind.
Verstreut einige Häuser, an einer Kreuzung ein kleiner Ort. Dann sind wir beim Leuchtturm, ein Regenbogen begrüßt uns.
Ich fühle mich seit einigen Tagen nicht wohl, stehe aber mit meinem lieben Doktor in Verbindung. Jetzt kommt noch Fieber hinzu, erhöhte Temperatur, allgemeine Schlappheit.
Über den Besitzer vom Campingplatz nehme ich Kontakt zum Medizinischen Dienst auf, besuche die junge Ärztin und ihre Krankenschwester.
Beide kommen aus dem Süden von Norwegen, arbeiten ein halbes Jahr hier oben, und sind sehr glücklich.
"Das Klima in Mehamn (ca 700 Einwohner) ist subpolar, mit warmen und kurzen Sommern und nicht strenger Kälte im Winter. Obwohl es auf einem Breitengrad von 71° N liegt, ist es aufgrund des Einflusses des Golfstroms viel wärmer als andere Gebiete auf demselben Breitengrad. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt etwa 11 °C und kann manchmal 24 °C erreichen. Im Winter sinkt die Durchschnittstemperatur auf −4 °C und kann bei starker Kälte auf −16 °C sinken." (Wikipedia)
Ich habe einen bakteriellen Infekt im Urin, bekomme Antibiotika, und eine sehr freundliche Verabschiedung.
Zur Nacht fahren auf einen kleinen Hügel über der Stadt, wo die Sonne herumwandert, und das Hurtigrutenschiff gerade einläuft.
---
DESTINATION NORTH
Day 21
18/07/2026
Mehamn, Norway
I have wanted to visit Mehamn for many years, as the atmosphere at this northernmost point is truly unique.
I had set my sights on Slettnes Fyr—the lighthouse at the end of the road—after driving through the interior today. It was a barren landscape: traces of frost along the roadside, daytime temperatures hovering around ten degrees. Rocks, stones, lakes, a touch of greenery, and intermittent rain accompanying the cold wind.
A few scattered houses, a small settlement at a crossroads. Then we arrive at the lighthouse; a rainbow greets us.
I haven't been feeling well for a few days, though I’ve been in touch with my doctor back home. Now a fever has set in—elevated temperature and general lethargy.
Through the campsite owner, I get in touch with the local medical service and visit the young doctor and her nurse.
Both are from southern Norway; they work up here for six months at a time and are very happy.
"The climate in Mehamn (population approx. 700) is subpolar, featuring short, warm summers and winters that are not severely cold. Although situated at 71° N latitude, the area is much warmer than other regions at the same latitude due to the influence of the Gulf Stream. The average summer temperature is around 11°C, occasionally reaching 24°C. In winter, the average temperature drops to −4°C, though it can fall to −16°C during cold spells." (Wikipedia)
I am diagnosed with a bacterial urinary tract infection, prescribed antibiotics, and given a very friendly send-off.
For the night, we drive up a small hill overlooking the town, where the sun circles overhead and the Hurtigruten ship is just pulling into port.Baca selengkapnya
Holmfjellet
19–20 Jul, Norway ⋅ ⛅ 10 °C
) English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 22
19/07/2026
Holmfjellet
Um viertel vor zwei am frühen Morgen fährt das Hurtigrutenschiff in die sonnenbeschienene Barentsee hinaus und wird eine unruhige Nacht vor sich haben. Denn die eh schon niedrige Temperatur von sechs Grad wird durch den Sturm weiter nach unten gedrückt, der Regen peitscht gegen unsere Fensterscheiben, in den Böen von sechzig km/h wackelt der blaue Bus.
Aber am Morgen liegt der kleine Ort Mehamn im Sonnenlicht des neuen Tages, als würde nur ein Lüftchen wehen.
Ich fülle die beiden Kanister auf und erneuere das Wasser im Eimer für die verschmutzte Wäsche. Das Auswringen von Handtuch und Bettlaken gelingt nur halbherzig und muss auf später verschoben werden, wenn ich mehr Kraft habe.
An der Kreuzung nach Kjøllefjord sehe ich eine große Herde Rentiere ganz nah an uns herankommen.
Fünfzig Kilometer Fahrt durch die unwirschen Berge bringen uns an einen windumtosten Parkplatz, gegenüber geht ein Schotterweg hoch nach Nervej an einen Seitenarm des Tanafjords, der sich wie ein Messer ins Land schiebt und bei Laggo endet.
Ich frühstücke und mache danach ein Schläfchen, weil ich immer noch ziemlich krank bin. Wieder peitscht der Regen und der Sturm ist so unglaublich kalt, dass ich Hilde mit einem Spaziergang vertrösten muss. Wir haben 13 Uhr.
Am vorgestrigen Schlafplatz vorbei, kommen wir nach Ifjord, wo wir nach rechts in die 98 Richtung Lakselv fahren.
Ich bin schon ziemlich erschöpft nach weiteren sechzig Kilometern und finde oberhalb eines endenden Zipfels des Laksefjord einen breiten Parkstreifen mit einem schönen Blick übers Wasser, über dem die Sonne wieder entlangwandern wird.
Nach der vierten Tablette geht es mir besser, sodass Hilde mit dem Abendspaziergang zufrieden ist, auf dem wir unsere Nachbarn treffen, die Skandinavien langsamst bereisen.
Es ist deutlich windstiller und die Nacht dürfte hell werden, vielleicht ziehen Rentiere durch, Hilde wird mich wecken.
---
DESTINATION NORTH
Day 22
19/07/2026
Holmfjellet
At a quarter to two in the morning, the Hurtigruten ship sails out into the sunlit Barents Sea, facing a rough night ahead. The already low temperature of six degrees is driven even lower by the storm; rain lashes against our windows, and the blue bus rocks in gusts of sixty km/h.
But by morning, the small town of Mehamn lies bathed in the sunlight of the new day, as if only a gentle breeze were blowing.
I fill up the two canisters and refresh the water in the bucket for the dirty laundry. Wringing out the towel and bedsheet is only half-successful; I have to put it off until later, when I have more strength.
At the junction for Kjøllefjord, I see a large herd of reindeer approaching us very closely.
A fifty-kilometer drive through rugged mountains brings us to a windswept parking area; opposite, a gravel road leads up to Nervej on a branch of the Tanafjord—an inlet that slices into the land like a knife and ends at Laggo.
I have breakfast and then take a nap, as I am still quite ill. The rain is lashing down again, and the storm is so incredibly cold that I have to put Hilde off regarding our walk. It is 1:00 PM.
Passing the spot where we slept the night before last, we reach Ifjord, where we turn right onto Route 98 towards Lakselv.
After another sixty kilometers, I am quite exhausted; I find a wide parking strip above the tip of the Laksefjord, offering a beautiful view across the water—the same water along which the sun will soon be making its way again.
After taking a fourth pill, I feel better, so Hilde is happy with an evening walk; during it, we meet our neighbors, who are traveling through Scandinavia at a very leisurely pace. It is significantly calmer, and the night promises to be bright; reindeer might pass through, and Hilde will wake me.Baca selengkapnya
Indre Nordmannset
20–21 Jul, Norway ⋅ ☁️ 11 °C
(English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 23
20/07/2026
Indre Nordmannset,
Norwegen
Kleine Linkskurve. Tunnel, 3,6 km lang. Kann kurz vorher umdrehen, weil der einfach zu lang für uns ist.
So landen wir auf einem Platz überm Porsangerfjord, der ein kleines bisschen von der Straße zurückversetzt an einer Blumenwiese liegt, die zum Wasser hinabwächst.
Ein Stück die Straße hinunter wohnen Menschen in ihren roten Häusern, die zum Fjord hin gebaut sind. Sie vermieten ein Cottage, das gute Rezensionen bekommen hat.
Beim Spaziergang fliegt vor uns ganz aufgeregt ein Kiebitz auf und flattert laut zirpernd herum, als habe er unten zwischen Steinen und Gras sein Nest.
Um Mitternacht hatte meine Nachbarin ein schönes Bild vom blauen Bus gemacht. Sie haben eine Sabbatzeit und verbringen lange Monate in Skandinavien.
https://www.instagram.com/ninemonth.nomads?igsh…
Heute sehen wir viel Meer oder die fjordhafte Verlängerung der Barentsee ins Landesinnere. Die Weite, das blaue Wasser, die Wellen im Wind.
In Lakselv stoßen wir im Schock auf die E6. Soviel Verkehr, eilende Lastwagen, Motorräder, Wohnmobile. Günstiger Diesel, im Westen dunkle Wolken.
Die Route zum Nordkap aus dem Süden, die anderen Sehnsüchtigen von Alta her stoßen in Olderfjord hinzu, gerade fünfzehn Kilometer entfernt von unserem Schlafplatz.
Gegen 21 Uhr lässt der Verkehr spürbar nach, doch als ich gerade den Bus verdunkeln will, sehe ich einen gebeugten Radfahrer in zügigen Tempo bergab kommen.
Ich rufe ihn an, er biegt zu uns ab, wir unterhalten uns ein Weilchen, und verabschieden uns so unauffällig wie möglich. Aber Hilde hat es schon gemerkt und bedenkt Niklas mit wütendem Gebell.
Ich folge seinen Radreisen schon eine Weile und habe gehofft, dass wir uns vielleicht hier oben begegnen.
https://www.instagram.com/niklasfreedom?igsh=MX…
Ich bewundere diese Form des Reisens und freue mich immer sehr, mit Menschen in Kontakt zu treten, die ihre Wege durch ein Land deutlich hautnaher erleben.
Natürlich bin ich mir des Trugschlusses bewusst, dass man auch auf dem Rad den Menschen fern bleiben kann, aber ein bisschen Romantik habe ich mir übrig gelassen.
Gekonnt hinterlässt er ein Bild auf meinem Handy, steigt in die Pedale und radelt davon. Hilde beruhigt sich, die Sonne wandert hinter den Erhebungen uns gegenüber entlang und wird in den frühen Morgenstunden überm Meer erwartet.
---
DESTINATION NORTH
Day 23
20/07/2026
Indre Nordmannset,
Norway
A slight left curve. A tunnel, 3.6 km long. We turn around just before reaching it; it’s simply too long for us.
We end up at a spot overlooking the Porsangerfjord, set back a little from the road beside a meadow of wildflowers that slopes down toward the water.
A short way down the road, people live in red houses built facing the fjord. They rent out a cottage that has received good reviews.
While out for a walk, a lapwing suddenly takes flight in a flurry of excitement right in front of us, fluttering about and chirping loudly—as if its nest were hidden down there among the stones and grass.
At midnight, my neighbor took a lovely photo of the blue bus. They are taking a sabbatical and spending long months in Scandinavia.
https://www.instagram.com/ninemonth.nomads?igsh…
Today, we see a lot of the sea—or rather, the fjord-like extension of the Barents Sea reaching inland. The vastness, the blue water, the waves stirred by the wind.
In Lakselv, we are shocked to hit the E6 highway. So much traffic: speeding trucks, motorcycles, motorhomes. Cheap diesel; dark clouds to the west.
The route to the North Cape from the south—and the paths of other dreamers coming from Alta—converge at Olderfjord, just fifteen kilometers from where we are sleeping.
Around 9 p.m., the traffic eases noticeably, but just as I’m about to darken the bus for the night, I spot a cyclist—hunched over—descending the hill at a brisk pace.
I call out to him; he turns in toward us. We chat for a while and say goodbye as quietly as possible. But Hilde has already noticed him and greets Niklas with angry barking. I’ve been following his cycling journeys for a while and had hoped we might run into each other up here.
https://www.instagram.com/niklasfreedom?igsh=MX…
I admire this way of traveling and always love connecting with people who experience their journey through a country in such an immediate, up-close way.
Of course, I’m aware of the fallacy that one can remain distant from people even on a bicycle, but I’ve held onto a bit of romanticism.
With practiced ease, he leaves a photo on my phone, pedals hard, and rides off. Hilde calms down; the sun is making its way behind the rising ground opposite us and is expected to rise over the sea in the early morning hours.Baca selengkapnya
Lillefjord Waterfall
21–22 Jul, Norway ⋅ ☁️ 14 °C
(English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 24
21/07/2026
Lillefjord Wasserfall,
Norwegen
Kurz nachdem wir im strahlenden Sonnenschein an der Brücke hinüber nach Havøysund angekommen sind, dreht sich das Wetter und eine dunkle Wolkendecke blickt uns vom Rückweg an.
Eine spektakuläre Berg- und Talfahrt in den schönsten Farben des Sommers verwandelt sich in eine graue Zeit, die durchaus noch spannend bleibt.
Heute empfinde ich in besonderem Maße eine tiefe Dankbarkeit, Anteil an diesem Leben haben zu dürfen, diese wunderschöne Landschaft anschauen zu können, ein kleiner Teil dieser herrlichen Schöpfung zu sein.
Die Rentiere begegnen uns mit ihren Jungen, das bekommt nochmal eine ganz neue Komponente von Zartheit und Zärtlichkeit. Die Mütter handeln viel umsichtiger und weniger sturköpfig.
Wenn ich mein Nachmittags Penicillin um halb fünf nehmen muss, ist der aktive Teil meines Tages gelaufen. Ich werde müde und erschöpfter, mag mich weitestgehend zurück ziehen.
Wir machen Abendessen, ich gehe nochmal mit Hilde raus, wir suchen kurzfristig einen Schlafplatz. Heute stehen wir auf einem Parkplatz mit einigen Campern. Weit genug von den Geräuschen der Straße entfernt, und nicht zu nah an einem Wasserfall, zu dem ein Wanderweg führt.
Heute wird nicht mehr viel gewandert, denn der Regen ist eingewandert und hat sich über unseren Köpfen festgesetzt. Da wird so ein kleiner blauer Bus schnell zu einem gemütlichen Ort gewisslich angenehmer Emotionen.
---
DESTINATION NORTH
Day 24
July 21, 2026
Lillefjord Waterfall,
Norway
Shortly after arriving in brilliant sunshine at the bridge crossing over to Havøysund, the weather turns; a dark blanket of clouds looms over the road back.
A spectacular drive—up and down through the finest colors of summer—shifts into a gray spell, though the journey remains exciting nonetheless.
Today, I feel a profound sense of gratitude for being able to share in this life, to gaze upon this beautiful landscape, and to be a small part of this magnificent creation.
We encounter reindeer with their calves; this adds a whole new dimension of gentleness and tenderness to the scene. The mothers behave much more cautiously and are less stubborn.
Once I have to take my afternoon penicillin at 4:30 PM, the active part of my day is over. I grow tired and exhausted, preferring to retreat and rest.
We make dinner, I take Hilde out again, and we quickly find a place to sleep. Tonight, we are parked in a lot alongside a few other campers—far enough from the road noise, yet not too close to the waterfall and its hiking trail.
There won't be much hiking today, as the rain has moved in and settled right over our heads. In moments like these, a small blue bus quickly becomes a cozy haven of truly pleasant feelings.Baca selengkapnya
Småvika
22–23 Jul, Norway ⋅ ☁️ 10 °C
(English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 25
22/07/2026
Småvika, Norwegen
Hinter dem Wohnmobil klettert eine junge Familie mit ihren drei Kindern von ihrem Haus am Fjord den Hang hinauf, um an der Straße entlang ihren Abendspaziergang zu machen.
Sie haben etwas, das mir in dieser Form fehlt, ich dagegen trage ein langes Leben mit mir. Ob ihr Leben oder meins härter ist, liegt in dem Sinn der Bedeutung, die jeder von uns seinem Sein zuordnen.
Hilde bellt sie an, ich entschuldige mich bei ihnen, und sie sich bei uns. In diesem einen Moment haben wir etwas gemeinsam, tragen es wie eine Erinnerung an den anderen mit uns.
Als ich den Bus vor dem Tunnel drehe, weiß ich noch nicht, dass unsere Reise an den nördlichen Enden Norwegens mehr oder weniger zuende ist.
Meine Tunnelsorge ist größer als mein Bedürfnis, dagegen anzugehen. Alleine die Vorstellung, länger als tausend Meter in einem dunklen Raum zu sein, übersteigt mein Vermögen. Ich akzeptiere die Entscheidung.
Morgen gibt es noch die Möglichkeit, ein paar Felsen entlang zu fahren, und vielleicht noch einen Schlafplatz am Wasser herauszukitzeln.
Aber, ich habe mir einen Traum erfüllt und bin nach Mehamn gefahren. Dazu die Strecke nach Hamningberg und die nach Havøysund. Ein, zwei, drei Träumchen. Ich bin reich beschenkt!
Die Strecke von Alta nach Skibotn wird unvollendet bleiben. Aber ein Dutzend Tunnel sind mir einfach zuviel. Zu zweit, wäre noch eine Option für mich, mit meinen Sorgen einen Kompromiss zu machen.
Aber auch das unterscheidet mich von der Familie. Ich bin nicht unglücklich, weil es das Ende dieses Teils der Reise ist. Aber erstmal müssen wir wieder nach Süden fahren. Norwegen ist groß.
Eine lange Zeit lassen wir uns auf der E6 über das Sennalandet treiben. In der nordnorwegischen Provinz Finnmark, zwischen Alta und Skaidi liegt eine weite, baumlose Tundra- und Fjell-Landschaft, deren höchster Punkt bei 385 m über dem Meeresspiegel.
Angesichts der Höhe der Landmasse in dieser Region haben wir die Schneegrenze erreicht. Hier finden wir einen rollatorgerechten Feldweg, auf dem es, trotz der Nähe von Sumpf und Wasser, keine Moskitos gibt.
Ein Geschenk für Hilde und mich. Unser Schlafplatz liegt über dem Wasser, ein Stück hinter dem kleinen Ort unserer Familie. Der Wind ist unruhig, aber er bringt mit den Wellen auch ein Stück des blauen Himmels zurück.
Das Meer fließt in den Horizont unter ein Gemisch aus hellgrauen Wolken. Ich schaue in die Ferne und träume.
---
DESTINATION NORTH
Day 25
July 22, 2026
Småvika, Norway
Behind the camper, a young family with their three children is climbing the slope from their fjord-side home to take an evening walk along the road.
They possess something I lack in that particular form; I, in turn, carry a long life with me. Whether their life is harder than mine—or vice versa—depends on the meaning each of us assigns to our existence.
Hilde barks at them; I apologize to them, and they apologize to us. In that single moment, we share something, carrying it with us like a memory of one another.
As I turn the van around before the tunnel, I do not yet realize that our journey to the northern reaches of Norway is effectively over.
My anxiety about tunnels outweighs my desire to overcome it. The mere thought of being in a dark space for more than a thousand meters is beyond my capacity to handle. I accept the decision.
Tomorrow, there is still a chance to drive along some rocky stretches and perhaps even snag a spot to sleep by the water.
But I have fulfilled a dream by driving to Mehamn. Add to that the routes to Hamningberg and Havøysund. One, two, three little dreams come true. I have been richly rewarded!
The stretch from Alta to Skibotn will remain unfinished. But a dozen tunnels are simply too much for me. If I were traveling with someone else, I might have found a way to compromise on my fears.
That, too, is what sets me apart from that family. I am not unhappy that this part of the journey is ending. But for now, we need to head south again. Norway is vast.
For a long while, we let ourselves drift along the E6 across the Sennalandet plateau. In the northern Norwegian province of Finnmark, between Alta and Skaidi, lies a vast, treeless landscape of tundra and mountain plateau, with its highest point reaching 385 meters above sea level.
Given the elevation of the terrain in this region, we have reached the snow line. Here, we find a dirt track suitable for a rollator—one that is free of mosquitoes, despite the proximity of marshland and water.
A gift for Hilde and me. Our sleeping spot overlooks the water, just beyond the small settlement where our family is based. The wind is restless, yet with the waves, it brings back a glimpse of the blue sky.
The sea merges into the horizon beneath a mix of light-gray clouds. I gaze into the distance and dream.Baca selengkapnya
Midtstrand
23–24 Jul, Norway ⋅ ☁️ 11 °C
(English Version Below)
DESTINATION NORTH
Day 26
23/07/2026
Midtstrand, Norwegen
Vor den Toren von Alta übernachten wir, um Morgen südwärts zu reisen. Eigentlich gäbe es noch ein Stück Straße an der Küste entlang, die mir an der Umrundung fehlt, knapp dreihundert Kilometer bis Skibotn.
Ich habe mal von Wikipedia einen Teil der der Strecke kopiert, aus dem man ersehen kann, wie viele Tunnel unterwegs sind, und wie lang sie sind.
Tunnel waren nie mein Lieblingsspielzeug, aber mittlerweile sind sie ein großes Hindernis. Es ist der dunkle Raum, die Länge und besonders mein Wissen, dass ich aus eigenen Kräften nur unter schwierigen Umständen einen Tunnel verlassen könnte, wenn der Bus liegen bleiben würde.
Desto kürzer der Tunnel ist, desto größer sind unsere Chancen. Die Leichtigkeit des Autofahrens setzt sich nicht im Gehen fort, auch wenn ich durchaus einige hundert Meter unbeschwert laufen kann. Nur in einem Tunnel bin ich mir über mich selbst nicht sicher.
Und warum soll ich etwas forcieren, wenn es doch meine Reise ist und ich meine Regeln bestimmen kann. Trotzdem habe ich lange mit der Situation gehadert.
Aber, ich habe mir schon den zweiten Traum erfüllt mit dem Besuch von Mehamn und der unglaublich schönen Reise an der Küste entlang.
Wir waren nochmal auf den Vildmarksvägen in Schweden unterwegs, und es gibt noch einige Besonderheiten, auf die ich mich freue.
Ich habe also gar keinen Grund, nicht glücklich zu sein. Heute waren wir noch an zwei Küsten des Altafjordes unterwegs, die Nähe der großen Stadt verändert die Atmosphäre.
Und eigentlich wollte ich schon gegen Süden aufbrechen, doch die heimischen Moskitos in Lappland haben mich zögern lassen.
So haben wir über auf dem Rastplatz einen jungen Motorradfahrer kennengelernt, der auch hier übernachtet, und sich ausreichend Zeit nimmt, um das Land kennenzulernen.
Es sind diese guten Begegnungen, von denen ich reich beschenkt bin, die meinen Horizont erweitern, und sich langlebig anfühlen.
Uns gegenüber bereiten sich vier junge Menschen mit ihrem Hund auf eine längere Wanderung vor. Sie haben ihr Fahrzeug hier geparkt und brechen vielleicht auf ins Innere der Halbinsel, anderen deren Rändern ich unterwegs war.
Es ist 21 Uhr durch, der Wetterbericht spricht von einem halben Sonnenaufgang am Morgen, während jetzt noch leiser Regen fällt. Ich wünsche uns einen guten Schlaf in dieser Nacht.
---
DESTINATION NORTH
Day 26
July 23, 2026
Midtstrand, Norway
We are spending the night just outside Alta before heading south tomorrow. Technically, there is still a stretch of coastal road missing from my loop—just under three hundred kilometers to Skibotn.
I copied a section of the route details from Wikipedia, which shows just how many tunnels lie ahead and how long they are.
Tunnels were never my favorite thing, but now they have become a major obstacle. It’s the darkness, the length, and—above all—the knowledge that if the bus were to break down, I could only escape a tunnel under my own power with great difficulty.
The shorter the tunnel, the better our chances. The ease I feel while driving doesn't necessarily carry over to walking, even though I can certainly walk a few hundred meters without a care. It is only inside a tunnel that I feel unsure of myself.
And why force the issue? After all, this is my journey, and I get to set the rules. Still, I’ve struggled with this situation for a long time.
But I’ve already fulfilled a second dream by visiting Mehamn and taking that incredibly beautiful coastal journey.
We’ve already driven the *Vildmarksvägen* in Sweden, and there are still a few special highlights I’m looking forward to.
So, I have absolutely no reason not to be happy. Today, we explored two stretches of the Alta Fjord coastline; the proximity to the big city changes the atmosphere.
I had actually intended to head south already, but the local mosquitoes in Lapland made me hesitate.
While at the rest stop, we met a young motorcyclist who is also spending the night here and taking plenty of time to get to know the country.
It is these wonderful encounters—gifts that broaden my horizons and leave a lasting impression—that enrich my life so deeply. Across from us, four young people and their dog are preparing for a long hike. They have parked their vehicle here and may be setting off for the interior of the peninsula—areas away from the edges I had been exploring.
It is past 9 p.m.; the weather forecast predicts a partial sunrise in the morning, though a gentle rain is falling right now. I wish us a good night's sleep.Baca selengkapnya
Piilijärvi
24–25 Jul, Swedia ⋅ 🌧 12 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 27
24/07/2026
Piilijärvi, Schweden
Gerade als wir auf dem Parkplatz ankommen, beginnt hinter den kleinen Birken ein vielstimmiger Hundegesang, vermutlich von einer Meute Huskys.
Hilde bellt erbost und versucht den Ursprung des Jaulens herauszufinden. Vor den Birken wachsen gelbe, weiße und violette Blumen. Schafgarbe und Weidenröschen, denen man nachsagt, dass der Sommer zu Ende ist, wenn sie verblühen.
Die gelben Blüten sehen so aus wie das Innere von Kamillentee, allerdings ohne die weißen Blätter drum herum. Hilde schaut ins Farbenmeer, hinter den grünen Birkenblätter hat sich auch die Sonne versteckt.
Fast den ganzen Tag hat es geregnet, während wir Lappland in seinen ländlichen Zugehörigkeiten durchquert haben.
Erst Norwegen mit Kautokeino, dann Finnland und Enontekiö, wo wir mal vor Jahren in einem Unwetter von Moskitos fast ertrunken sind. Und jetzt sind wir mittig zwischen Kiruna und Galliväre, fünfhundert Kilometer von Alta entfernt.
Wieder in einer Mückenattacke verunglückt, die Hilde gequält haben, als sie sich erleichtert hat. Sie ist tapfer und erträgt die Stiche, ohne zu jammern, während meine Unterschenkel brennen, als würden Flammen um sie lodern.
Vielleicht zwei dutzend Viecher haben es in den Bus geschafft, die letzten drei erwische ich beim Umbau des blauen Bus.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die Jauler von einem Outdoorcamp stammen, der Lappeasuando Lodge. Aber eigentlich ist das hier ein Parkplatz an der E10/E45, die hier die gleiche Straße benutzen.
Auf einem Viereck nahe der Brücke stapeln sich die Wohnmobile, die genauso kostenlos übernachten, wie wir auf einem langgezogenen Platz für Lastwagen und Camper.
Die Sonne scheint, ein Wind streift durch die Birken. Der Tag war lang und wir sind müde. So ein Übergang von einem Landstrich zum anderen kann anstrengend werden.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 27
July 24, 2026
Piilijärvi, Sweden
Just as we arrive at the parking area, a chorus of dog howls erupts from behind the small birch trees—likely a pack of huskies.
Hilde barks indignantly, trying to pinpoint the source of the howling. Yellow, white, and violet flowers grow in front of the birches: yarrow and willowherb—flowers said to signal the end of summer when they fade.
The yellow blossoms look like the centers of chamomile flowers, but without the white petals surrounding them. Hilde gazes into this sea of color; the sun, too, has hidden itself behind the green birch leaves.
It rained almost all day as we drove through the rural stretches of Lapland.
First Norway and Kautokeino, then Finland and Enontekiö—where, years ago, we were nearly drowned in a storm of mosquitoes. Now we are halfway between Kiruna and Gällivare, five hundred kilometers from Alta.
We’ve once again fallen victim to a mosquito attack; Hilde was tormented by them while doing her business. She is brave, enduring the bites without a whimper, while my lower legs burn as if flames were licking at them.
Perhaps two dozen of the critters made it inside the bus; I manage to catch the last three while converting the interior.
I’ve since discovered that the howling is coming from an outdoor camp, Lappeasuando Lodge. Yet, strictly speaking, this is just a parking area along the E10/E45—roads that share the same route here.
In a rectangular area near the bridge, motorhomes are packed together; they are spending the night for free, just as we are in a long, narrow lot designated for trucks and campers.
The sun is shining, and a breeze drifts through the birch trees. The day was long, and we are tired. Transitioning from one region to another like this can be exhausting.Baca selengkapnya
Arvidsjaur
25–26 Jul, Swedia ⋅ ☁️ 18 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 28
25/07/2026
Arvidsjaur, Schweden
Hinter unserem Bus ist Action, Menschen unterhalten sich, Türen stehen offen. Eine Gruppe Ukrainer wickeln eine Begegnung miteinander ab. Wir grüßen uns freundlich, wechseln ein paar Worte, Hilde wird gestreichelt, winkende Hände zum Abschied.
Die Sonne steht über den Bäumen, parallel fließt das Wasser des Byskeälven durch den See Arvidsjaursjön unter der Brücke, auf der die E45 verläuft.
Hilde ist dem Leben auf der Spur. Um unseren Platz herum verfolgt sie die Spuren mit so einer Vehemenz, dass sie mich dabei fast aus den Sandalen reißt.
Leider ignoriert sie auch die Zeichen der Zeit, sodass wir nicht alleine in den Bus zurück kehren. Das ist nachmittags besser gelaufen, als wir direkt an der Straße geparkt haben.
Die norwegischen Bananen haben mir von Anfang an nicht gefallen, und so freue ich mich, in der Ferne einen Radfahrer auftauchen zu sehen. "You want bananas", rufe ich aus dem Fenster und wedele mit den vier Früchten.
Er biegt zu uns ein und freut sich sichtlich. So lernen wir einen jungen Berliner Lehrer kennen, der auf dem Weg zu den Lofoten ist. Wir haben ein angenehmes Gespräch, er will bis Jokkmokk fahren, wo er sich für zwei Nächte eingemietet hat, weil es viel regnen soll.
Angesichts des blauen Himmels eine lustige Prophezeiung, doch kaum fünfzig Kilometer später gebe ich ihm recht. Von Süden kommt der heftige Wind, über den er sich gerade in seinem Rücken gefreut hat, und peitscht den Regen heftig gegen die Windschutzscheibe.
Zum Glück ist der Schauer kurz und die Straße trocknet schnell. Während hier die Brücken auf die Seen schauen, hatten wir am Mittag noch eine schöne Rentierbegegnung auf einer Brücke, die den Verkehr lahm gelegt hat.
Ich habe sie schon vermisst, die schönen Tiere, die meine Tage sehr erheitert haben. Hilde hatte sie auch schon vergessen, und sie dieses Mal auch nicht angebellt.
Der Platz unserer Nacht ist still und grau, ich gönne mir noch ein Stückchen Schokolade. Das können die Skandinavier gut herstellen.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 28
July 25, 2026
Arvidsjaur, Sweden
There’s a buzz of activity behind our bus—people chatting, doors standing open. A group of Ukrainians are wrapping up a get-together. We exchange friendly greetings and a few words; Hilde gets petted, and there are waves of farewell.
The sun hangs above the trees, while the waters of the Byskeälven flow through Lake Arvidsjaursjön, passing beneath the bridge that carries the E45 highway.
Hilde is hot on the trail of life. She tracks scents around our spot with such intensity that she nearly pulls me right out of my sandals.
Unfortunately, she also ignores nature’s call, meaning we don’t return to the bus alone. Things went better this afternoon when we were parked right by the roadside.
I hadn't liked the Norwegian bananas from the start, so I’m happy to see a cyclist appear in the distance. "Do you want bananas?" I call out the window, waving the four pieces of fruit.
He turns in toward us, clearly delighted. That’s how we meet a young teacher from Berlin who is on his way to the Lofoten Islands. We have a pleasant chat; he plans to ride as far as Jokkmokk, where he’s booked a place for two nights because heavy rain is forecast.
It seems like a funny prediction given the blue sky, but barely fifty kilometers later, I have to agree with him. The strong wind—which had been a welcome tailwind for him—now comes from the south, whipping the rain hard against our windshield.
Fortunately, the downpour is brief, and the road dries quickly. While the bridges here overlook lakes, earlier today we had a lovely encounter with reindeer on a bridge—an event that brought traffic to a standstill. I had missed them—those lovely animals that really brightened my days. Hilde had forgotten them too, and didn't even bark at them this time.
Our overnight spot is quiet and gray; I treat myself to a little piece of chocolate. Scandinavians really know how to make it well.Baca selengkapnya
Gråbpoe
26–27 Jul, Norway ⋅ 🌧 9 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 29
26/07/2026
Gråbpoe, Norwegen
Während die Sonne sich aus einem kleinen blauen Fenster heraus klappt, beginnt es leise zu regnen. Ich erinnere mich an den frühen Morgen am Fluss kurz vor Arvidsjaur, als wir in einen total verregneten Tag hinein fahren.
Wann hast du schon mal eine dreihundert Kilometer breite Regenfront. Schweden verabschiedet sich stilecht.
Nein, ein bisschen Licht war uns noch gegönnt, Streifen von Hell am Berg, oder in Sorsele, wo ich den Müll der letzten beiden Tage in eine schwarze Tonne gegenüber der weißen Kirche entsorgen kann.
Frühstück an dem besonders schönen Friedhof außerhalb des Städtchens. Es könnten Blaubeeren sein, die zwischen den Gräbern wachsen.
Am Ende der Straße queren wir wieder nach Norwegen und finden einen Rastplatz über dem Røssvatnet, Norwegens zweitgrößter Binnensee, an dem es seit der Steinzeit Besiedlungen gibt.
Ein Begegnungsort besonderer Art, denn hier kommen wir ins Gespräch mit zwei netten Paaren. Die einen auf der Durchreise zu einem Überraschungsgeburtstag in Schweden, die Berliner verbringen ihren Jahresurlaub hier in der Gegend.
Was wären unsere Reisen ohne diese Wegkreuzungen. Es ist ganz still draußen. Der Verkehr hat deutlich nachgelassen und aus dem Wald der Birken uns gegenüber könnte der örtliche Elch auf einen Besuch vorbei kommen. Wir würden ihn herzlich begrüßen.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 29
July 26, 2026
Gråbpoe, Norway
As the sun peeks out through a small patch of blue sky, a gentle rain begins to fall. I am reminded of that early morning by the river just before Arvidsjaur, when we drove into a day of torrential rain.
It’s not every day you encounter a rain front three hundred kilometers wide. Sweden is bidding us farewell in true style.
Then again, we were granted a bit of light—streaks of brightness on the mountainside, or in Sorsele, where I was able to dispose of the last two days' trash in a black bin opposite the white church.
Breakfast at the particularly lovely cemetery just outside the small town. The berries growing among the graves might well be blueberries.
At the end of the road, we cross back into Norway and find a rest area overlooking Røssvatnet—Norway’s second-largest inland lake, an area inhabited since the Stone Age.
It turns out to be a special kind of meeting place, as we strike up a conversation with two friendly couples: one group is passing through on their way to a surprise birthday celebration in Sweden, while the others—from Berlin—are spending their annual holiday in the area.
What would our travels be without these intersections of paths? It is completely quiet outside. Traffic has died down significantly, and the local moose might just wander over from the birch forest opposite us for a visit. We would welcome him warmly.Baca selengkapnya
Mosjøen
27–28 Jul, Norway ⋅ ☁️ 16 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 30
27/07/2026
Mosjøen
Wenn man weiß, wo es weh tut, dann ist es oft halb so schlimm. Es ist ein Schlauch, der einen fünf Zentimeter langen Riss hat. Der muss erneuert werden.
Ich hatte gerade mal ein bisschen geplaudert von all den tollen Straßen, die ich jetzt fahren will, weil ich mich so richtig drauf gefreut habe. Die norwegische 705 und die schwedische 311, den Rondane Nationalpark durchqueren, und dann den Jotumheimenvejen.
Aber erstmal rechts ab in die 806, da macht es pfffft und bergauf geht kaum noch was. Adac sagt, klar helfen wir dir, aber beim Abschleppen musst du alles über 300 Euro selber zahlen.
Das Ausmaß dessen wird mir erst bewusst, als Mathias, der Fahrer, am Telefon meint, bei der einfachen Entfernung von 45 km - also für ihn das Doppelte - sei meine Selbstbeteiligung 268,00 Euro!!!
Alex sagt, versuchs einfach, auch durch den zwei Kilometer langen Tunnel, du schaffst das schon. Bergauf sind wir ein Verkehrshindernis, aber ich winke den Lastwagenfahrern freundlich zu, und lass sie an der nächsten Möglichkeit überholen.
Und so fahren wir heute über hundert Kilometer weit, um eine Werkstatt für morgen zu finden, denn die, die wir unterwegs angefahren haben, hatten entweder Urlaub oder den Tag der offenen Motorraumdeckel.
Mein Anstand verbietet es mir, auch nur einen Gedanken dazu zu äußern, was wir sonst noch gesehen haben, was sich aber einen Eintrag bei G verschafft hat.
Wie gesagt, ich bleibe positiv, denn letztendlich treffe ich auf dem kleinen Parkplatz am Fluss einen netten jungen Mann, der den Fehler findet und mich mit "es sei eine Kleinigkeit" sehr beruhigt.
Uns schräg gegenüber beginnt die Helgelandstrappa, mit fast 4200 Stufen eine der längsten Steintreppen der Welt, die von nepalesischen Sherpas auf den Berg Øyfjellet gebaut wurde.
Meine Nachbarn von der Insel kommen gerade von einem sechsstündigen Trip über die Berge zurück, sie sind aber noch so jung und dynamisch, dass sie abends essen gehen.
Hilde jammert mir die Ohren voll, was für ein tolles Leben deren Hund hat, so große Touren zu machen. Sie weiß nicht, dass er die meiste Zeit im Rucksack gesessen hat. Aber wir machen noch einen Spaziergang im kleinen Park hinter dem Platz oberhalb vom Fluss.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 30
27/07/2026
Mosjøen
When you know where it hurts, it’s often not so bad. It’s a hose with a five-centimeter-long tear. It needs replacing.
I had just been chatting about all the great roads I wanted to drive—the ones I’d been really looking forward to: Norway’s 705 and Sweden’s 311, crossing Rondane National Park, and then the Jotunheimenvejen.
But first, a right turn onto the 806—and then *pfffft*—and suddenly there’s hardly any power for the uphill climb. ADAC says, "Sure, we’ll help you," but for the towing, I have to cover anything over 300 euros myself.
The full extent of this only hits me when Mathias, the driver, mentions on the phone that for a one-way distance of 45 km—meaning double that for him—my share of the cost comes to 268.00 euros!!!
Alex says, "Just give it a try—even through the two-kilometer tunnel; you can do it." We’re a traffic hazard on the uphill stretches, but I wave cheerfully at the truck drivers and let them overtake at the first opportunity.
And so, we drive over a hundred kilometers today to find a workshop for tomorrow, because the ones we stopped at along the way were either on holiday or seemed to be having an "open-hood day."
Decorum forbids me from even voicing a thought about the other things we saw—things that nonetheless earned themselves a mention on Google.
As I said, I’m staying positive; after all, in the small parking lot by the river, I meet a nice young man who identifies the fault and puts my mind at ease by calling it "a minor issue." Diagonally across from us begins the Helgelandstrappa—with nearly 4,200 steps, one of the longest stone staircases in the world, built up Mount Øyfjellet by Nepalese Sherpas.
My neighbors from the island have just returned from a six-hour trek across the mountains, yet they are still so young and energetic that they’re heading out for dinner.
Hilde keeps going on and on about what a great life their dog has, going on such big hikes. She doesn't realize that he spent most of the time sitting in a backpack. But we do go for a walk in the small park behind the site, overlooking the river.Baca selengkapnya

PelancongDoch ist auch provisorisch drum, hält aber nicht. Ersatzteil ist bestellt und kommt morgen.
Hansnes
28–29 Jul, Norway ⋅ 🌧 13 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 31
28/07/2026
Mosjøen, Norwegen
Die gute Nachricht. Das Ersatzteil kommt morgen mittag und wird dann auch gleich eingebaut. Ich bin ganz happy.
Wir fahren auf den Stellplatz zurück und verbringen einen Tag mit viel Regen und Langeweile. Hilde hätte gerne ständig Leckerlis, und ich könnte mich auch durchnaschen, wenn ich denn noch was hätte.
So feiern wir die Mahlzeiten und gehen spazieren, wenn es zumindest in der Luft trocken ist, das Gras bleibt nass.
Als ich in den alten Bildern blättere, merke ich, dass der Karton im Schrank ziemlich durchnässt ist. Also beginne ich aufzuräumen, wegzuwerfen, meine Vorräte durchzusehen.
Zwischendurch schlafen wir beide. Um Wasser zu kochen, muss ich den Motor laufen lassen, das französische Ehepaar neben uns stört das nicht. Er ist in Rente und sie hat ein Sabatjahr genommen, um zusammen Europa anzuschauen. Das ist ein guter Plan.
Ob der Deutsche, der jetzt neben uns ist, auch tolerant ist. Es hat schon mal aufgehört zu regnen, jetzt kurz vor 20.00 Uhr. Hilde starrt die Tür an, als würde sie dadurch aufgehen. Aber ich muss mich erst anziehen.
Hilde will immer weiter gehen, obwohl wir schon ganz nass sind. Und der Nachbar kommt tatsächlich nach einer Minute, aber ich beruhige ihn, dass der Motor nicht die ganze Nacht läuft.
Nebenan gibt es eine große Aluminiumfabrik. Wenn die ihre Maschinen laufen lässt in der Nacht, dann hört es sich so an, als startet ein Flugzeug. Da dürfte er sich drauf freuen.
Als ich alles aufgegessen habe, finde ich ne Schere und nen Spiegel, zwei Einmalrasierer und ein Licht.
Und eine Frau im orangenen Mantel streift rum wie ne Apfelsine im Winterurlaub. Sie habe das Schild lesen wollen, auf dem - so glaube ich - steht, man möge Hundetüten ziehen.
Die Zeit mit dem Ziehen an Tüten ist vorbei, dafür gurgelt der blaue Bus immer, wenn es regnet. Und entweder gluckert mein Bauch oder es gibt eine neue Wasserquelle in der Karosserie.
Wie dem auch sei, sei es eine gute Nacht für uns alle.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 31
July 28, 2026
Mosjøen, Norway
The good news: the spare part is arriving tomorrow at noon and will be installed right away. I’m really happy about that.
We head back to the motorhome site and spend the day dealing with heavy rain and boredom. Hilde keeps wanting treats, and I’d happily snack away too—if I had anything left.
So, we make a big deal out of mealtimes and go for walks whenever the air is at least dry, even if the grass stays wet.
While flipping through old photos, I notice that the cardboard box in the cupboard is pretty soaked. So, I start tidying up, throwing things out, and sorting through my supplies.
We both take a nap in between. I have to run the engine to boil water, but the French couple next to us doesn't mind. He’s retired, and she’s taken a sabbatical year so they can see Europe together. That’s a great plan.
I wonder if the German guy who’s just parked next to us is that tolerant, too. The rain has finally stopped—it’s just before 8:00 PM. Hilde is staring at the door as if that alone will make it open. But I have to get dressed first.
Hilde wants to keep walking, even though we’re already soaking wet. The neighbor actually comes over after a minute, but I reassure him that the engine won't be running all night.
There’s a large aluminum factory next door. When they run their machines at night, it sounds like an airplane taking off. He’s got that to look forward to.
After I’ve finished eating everything, I find a pair of scissors, a mirror, two disposable razors, and a light.
And a woman in an orange coat is wandering around looking like an orange on a winter holiday. She apparently wanted to read the sign—which, I believe, says you should take a dog waste bag. The days of wrestling with bags are over; instead, the blue bus gurgles whenever it rains. And either my stomach is rumbling, or there’s a new water source inside the bodywork.
Be that as it may, here’s to a good night for us all.Baca selengkapnya
Namsskogen
29–30 Jul, Norway ⋅ ☁️ 15 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 32
29/07/2026
Namsskogen, Norwegen
Als der Einbau des Schlauchs erledigt ist, unterläuft mir ein Fehler. Ich fahre automatisch nach Süden, obwohl ich doch einen ganz anderen Plan hatte. Das merke ich aber lange nicht. Erst als wir unter dem Torbogen hindurch fahren, auf dem Trøndelag steht, sticht es mir tief ins Leben. Jetzt liegt der Norden offiziell hinter uns.
nein nein nein nein nein.
So kann das nicht weitergehen. Und als hätten sie mich gehört, sind auch wieder die Bremsen da, von denen wohl eine Hilde in die Zunge gestochen hat, als wir den Schlafplatz oberhalb vom Wasser einnehmen.
Und die Sonne meint es gleich auch gut mit uns, zwanzig Grad hatten wir lange nicht mehr. Wir haben noch sechs Wochen Zeit, die kann man sicher auch im Süden des Landes gut aufteilen. Aber.
Ich brauche noch ne Zeit, bis ich mich entschieden habe. Und dann habe ich auch wieder Lust auf Abwege, um eine Kirche zu fotografieren. Da habe ich früher mal übernachtet, meine ich mich zu erinnern.
Das denke ich auch, als wir einem grünen Bus folgen. Aus dem winkt mir eine Frau zu, an der wir vorbeifahren. Weil das nicht so oft vorkommt, drehe ich um und gehe sie suchen. Und finde sie am Wasser.
Zeit für einen kleinen Gedankenaustausch. Mittlerweile eignet sich die Pdf vom ersten Band der "365 Spaziergänge mit Hilde" hervorragend für ein kleines Geschenk im Vorbeigehen.
Grade wenn man nicht bleiben will, obwohl der Ort schön ist. An einem kleinen Ort oberhalb fällt mir ein Opel ins Auge, der zwei Jahre jünger ist, aber in einem deutlich besseren Zustand als ich.
Rechts von der Straße ist der alte Bahnhof, von dem mir eine Hand zuwinkte, während ich einer ganz alten Erinnerung nachgegangen bin. Jetzt steht da ein Geselle auf Wanderschaft, der nicht versteht, dass ich ihn fotografiere, aber nicht mitnehme.
Als ich den Bus einparke, bin ich zufrieden.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 32
July 29, 2026
Namsskogen, Norway
After the inner tube is installed, I make a mistake. I automatically drive south, even though I had a completely different plan. It takes me a long time to realize it. It isn't until we drive under the archway marked "Trøndelag" that it hits me hard. Now, the North is officially behind me.
No, no, no, no, no.
Things can't go on like this. And—if they could hear me—the horseflies are back, too; one of them apparently stung Hilde on the tongue while we were settling in at our sleeping spot by the water.
The sun is kind to us, too; we haven't seen twenty degrees in a long time. We still have six weeks—time that could certainly be well spent in the south of the country. But...
It takes me a while to make up my mind. Then, I get the urge to take a detour to photograph a church. I seem to recall spending the night there once before.
I’m thinking about that as we follow a green bus. A woman waves at me from it as we pass. Since that doesn't happen often, I turn around to look for her—and find her down by the water.
Time for a quick chat. By now, the PDF of the first volume of *365 Walks with Hilde* makes for a perfect little gift to hand out in passing.
Especially when you don't want to stay, even though the place is lovely. At a small spot further up the road, I spot an Opel—two years younger than me, but in significantly better condition.
To the right of the road lies the old train station—the place where a hand once waved at me while I was chasing a very old memory. Now, a journeyman craftsman stands there; he doesn't understand why I’m taking his picture but not giving him a ride. As I park the bus, I am satisfied.Baca selengkapnya
Hauknes
30–31 Jul, Norway ⋅ ☁️ 15 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 33
30/07/2026
Hauknes, Norwegen
Majavatnet.
Vildmarksvegen.
Bunnpris.
Vildmarksvegen.
Radfahrer aus Australien getroffen.
In Korgen auf die E6.
Und in Hauknes ein Parkplatz mit Campern.
Mücken.
Hundespaziergänger.
Einkaufsvoller Wagen.
Zuviel gegessen.
Bin müde.
Bilder und Geschichte kommt morgen.
Für heute.
Und morgen.
Wenn ich wieder wach bin.
Gute Nacht.
---
SCANDINAVIA TRIP
Day 33
30/07/2026
Hauknes, Norway
Majavatnet. Vildmarksvegen. Bunnpris. Vildmarksvegen.
Met cyclists from Australia.
Joined the E6 at Korgen. And a parking area with campers in Hauknes. Mosquitoes.
Dog walkers.
Shopping cart full of groceries.
Ate too much.
I'm tired.
Photos and the story coming tomorrow.
For today.
And tomorrow.
When I'm awake again. Good night.Baca selengkapnya
Saltfjellet
31 Jul–1 Agu, Norway ⋅ ☁️ 10 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 34
31/07/2026
Saltfjellet, Norwegen
Der Nebel öffnet und verschließt die Berge, auf denen Schneereste liegen. Leichter Nieselregen. Der Wind ist kalt. Mit neun Grad spüre ich den letzten Julitag.
Allerdings muss ich gestehen, dass mein Outfit mit kurzer Hose und Frühsommerjacke gewisslich nicht der Witterung angemessen ist.
Wir sind zum zweiten Mal an einem nördlichen Punkt. Dieses Mal nahe dem Arctic Circle auf dem Saltfjellet, dessen höchster Punkt bei 692 Meter liegt. Dies in Relation zur erhobenen Landmasse betrachtet, bringt diese alpine Landschaft hervor.
Straße. Eisenbahnlinie. Oben überm Berg soll die alte Straßenführung sein, die ich 1972 befahren habe. Rechts von uns die Stromleitung, die über Land geht.
Vom Gefühl her sind wir dort angekommen, wo wir uns vom Norden verabschieden können. Ich wollte nochmals in dieser kargen Landschaft sein, die so voller Erinnerungen ist.
Und ich wollte hier anhalten.
Die Bilder sind von der gestrigen Fahrt über die Vildmarksvegen.
---
SCANDINAVIA TOUR Day 34
July 31, 2026
Saltfjellet, Norway
The fog parts to reveal and then conceals the mountains, which still hold patches of snow. A light drizzle falls. The wind is cold. At nine degrees, I can feel that it is the last day of July. I must admit, however, that my outfit—shorts and an early-summer jacket—is certainly not suited to the weather. We have reached a northern point for the second time. This time, it is near the Arctic Circle on the Saltfjellet plateau, which reaches a peak elevation of 692 meters. Viewed in the context of the elevated landmass, this creates an alpine landscape. Road. Railway line. The old road—the one I drove on back in 1972—is said to run over the mountain above us. To our right, the overland power line. It feels as though we have arrived at the place where we can bid farewell to the North. I wanted to return to this stark landscape, so filled with memories. And I wanted to stop here. The photos are from yesterday’s drive along the Vildmarksvegen.Baca selengkapnya
Arctic Circle
1 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 12 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 35
01/08/2026
Arctic Circle, Norwegen
Eine wilde, kalte, stürmische Nacht am Polarkreis wollte ich nochmal erleben. Ich weiß, die Ereignisse lassen sich nicht wiederholen und die Rentiere ziehen schon seit Jahren nicht mehr über die kargen Höhen.
Die kilometerlangen, bunten Güterzüge rattern nicht mehr lautstark im Tal zwischen den Steinen und dem Fluss, dessen Wasser mit dem Wind ständig singt.
Aber ich habe einige Waggons gesehen mit Menschen auf dem Weg von Bodø bestenfalls nach Oslo. Und einen Güterzug nach Narvik zum Hafen mit einigen Containern für die weite Fahrt übers Nordmeer.
So träume ich das mir zumindest zurecht. Wahrscheinlich ist alles profaner. Und wir stehen einfach auf stillen Parkplätzen und warten.
Wie die Wolken wandern und die Sonne sich auf die Hügel legt, es nie still ist hier oben, selbst wenn der Verkehr von Lastwagen, Pkw und Motorrädern abebbt.
Gerade eben kommt mir eine Wandergruppe entgegen, die deutsch spricht und da oben, so sagt er, auf dem Berg war. Er müsse zu seinen Kollegen, während ich noch überlegt habe, ob es eine Familie sei, eingedenk des kleinen Menschen mit den blonden, langen Haaren.
Ich wollte mich anhalten. Hier oben. Weil ich mich zu verlaufen drohe, in den Weiten der eigenen Geschichte. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Geduld für mich selber aufbringen kann.
Mit Hilde bin ich einen Weg gegangen und habe den Rollator geschoben. Fünfhundert Meter hin und genauso weit zurück. Am Ende wird Hilde ungeduldig, als wäre sie es leid, mich hinter sich herzuziehen.
Ich habe die Seitentür geöffnet. Oben am Berg fährt ein gelber Arbeitszug nach Norden. Der Fluss redet ständig, ich sehe sein Fließen zwischen den Birken, deren Blätter im Wind sich bewegen.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 35
August 1, 2026
Arctic Circle, Norway
I wanted to experience a wild, cold, stormy night at the Arctic Circle once more. I know that events cannot be repeated, and the reindeer haven’t migrated across these barren heights for years.
The colorful freight trains, stretching for kilometers, no longer clatter loudly through the valley between the rocks and the river—whose waters sing ceaselessly in the wind.
But I did see a few carriages carrying people—traveling from Bodø to Oslo, at best. And a freight train bound for the port of Narvik, hauling containers for the long voyage across the North Sea.
At least, that is how I imagine it. In reality, things are likely far more mundane. We simply stand in quiet parking areas and wait.
Watching the clouds drift and the sun settle upon the hills—it is never truly silent up here, even when the traffic of trucks, cars, and motorcycles subsides.
Just now, a German-speaking hiking group passed me; one of them mentioned having been up there on the mountain. He said he had to get back to his colleagues—though I had been wondering if they were a family, given the small person with long blonde hair among them.
I wanted to pause here. Up here. Because I am in danger of losing my way in the vastness of my own history. Yet I am not sure if I can summon the patience for myself.
I walked a stretch of the path with Hilde, pushing her walker. Five hundred meters out and the same distance back. By the end, Hilde was growing impatient, as if she were tired of dragging me along behind her.
I opened the side door. High up on the mountain, a yellow work train is heading north. The river keeps up a constant conversation; I watch its flow through the birch trees, their leaves stirring in the wind.Baca selengkapnya

Pelancong
Das schaut ja ganz schön traurig und einsam dort aus ....wie hält man das aus ?

PelancongIch liebe dieses karge Land, ich mag gar nicht wegfahren. Die Menschen, die du hier triffst, haben ein gutes Herz. Heute mit jemandem gesprochen, der jedes Jahr herkommt, um wochenlang alleine durch die Berge zu wandern.
Stokkabekken
2 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 11 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 36
02/08/2026
Stokkabekken, Norwegen
Zuerst bricht der Österreicher auf und wandert in die Berge, dann fährt der junge Deutsche los, nachdem er noch eine Runde mit Hilde gemacht hat, in den Norden.
Es hat aufgehört zu regnen, aber der Himmel ist noch dunkel und die Luft ist kalt. Zuletzt startet der Lastwagen, der mit uns die Nacht auf dem Rastplatz gestanden hat.
Ich habe einen groben Plan, und wollte eigentlich noch bleiben. Aber alleine halt ich das grade nicht aus, wenn alle unterwegs sind.
Gestern waren wir schon mal ein Stück im Tal gewesen und haben den jungen Mann getroffen. Während des Gesprächs fliegt eine schöne Hummel in den Bus, die ich grade so nach draußen befördern kann, während uns weitere umkreisen.
Ich muss hier weg und fahre zurück zu dem Platz, wo morgens die Wanderer ankamen. Es war ein Österreicher mit seinem Freund aus Schweden, der mit seinen beiden Kindern unterwegs war, aber ursprünglich in Österreich gelebt hat.
Er kommt zum Bus, um ein bisschen zu schwatzen. Währenddessen trifft der junge Deutsche ein und wir stellen uns zusammen. Der Nachmittag vergeht mit Geschichten, Hilde kommt in den Genuss einiger kleiner Spaziergänge, mal nicht mit dem Papa im Schlepptau.
Irgendwann ist jeder müde, die Wolken ziehen übers Land und die Sonne färbt sie ein. Ich mag solche Begegnungen, irgendwo im nirgendwo, und am Morgen verlieren sich die Menschen in ihren neuen Zielen, aber der Ort bleibt.
Der eine wird noch einige Wochen durch die Berge streifen und Steine sammeln, der andere sucht das offene Wasser, um zu angeln.
Fliegenfischen sei eine Passion, so wie Steine sammeln, oder Geschichten schreiben. Aber dazu braucht es auch Bewegung.
Ich habe mir im Norden geholt, was ich brauche, zumindest ansatzweise. Aber ich habe auch gespürt, dass ich den Bogen nicht überspannen darf.
Es lässt sich nicht näher erklären, man muss es so akzeptieren. Und ich freue mich auf die Möglichkeiten, die vor uns liegen.
Als ich um fünf Uhr aufwache, ist die Sonne überm Berg und scheint auf den Lastwagen, dessen Kühlgerät gerade lädt.
---
SCANDINAVIA TRIP
Day 36
August 2, 2026
Stokkabekken, Norway
First, the Austrian sets off to hike in the mountains; then the young German heads north, after taking Hilde for one last walk.
The rain has stopped, but the sky remains dark and the air is cold. Finally, the truck that spent the night at the rest stop alongside us starts up and leaves.
I have a rough plan and had actually intended to stay longer. But I can’t bear being here alone right now, with everyone else on the move.
Yesterday, we had ventured a little way into the valley and met that young man. During our conversation, a beautiful bumblebee flew into the van; I managed to usher it back outside just in time, while others circled around us.
I need to leave this spot, so I drive back to the place where the hikers had arrived that morning. It was an Austrian man with a friend from Sweden—a man who was traveling with his two children but had originally lived in Austria.
He comes over to the van for a chat. Meanwhile, the young German arrives, and we all gather together. The afternoon passes with stories; Hilde gets to enjoy a few short walks—for once, without Dad in tow.
Eventually, everyone grows tired; clouds drift across the landscape, and the sun paints them with color. I love encounters like this—somewhere in the middle of nowhere—where people vanish toward new destinations by morning, yet the place itself remains.
One man will spend a few more weeks roaming the mountains and collecting stones, while the other seeks open water for fishing.
Fly-fishing is a passion, much like collecting stones or writing stories. But all of them require movement, too.
I’ve found what I needed up north—or at least, I’ve made a start. But I’ve also sensed that I mustn't push things too far.
It’s hard to explain in detail; it’s simply something to be accepted. And I look forward to the possibilities that lie ahead.
When I wake up at five o'clock, the sun is over the mountain and shining on the truck, whose cooling unit is currently charging.Baca selengkapnya
Tosenkrysset
3 Agustus, Norway ⋅ 🌧 9 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 37
03/08/2026
Tosenkrysset, Norwegen
Zurück zu fahren kann ganz neue Ansichten bringen. Das ist in Norwegen oft mit vielen Kilometern verbunden, wenn der Endpunkt am Meer eine Sackgasse ist.
Ich kann da ein Lied von singen. Und nicht nur eins. Überhaupt sind Reisen in Norwegen mit Wiederholungen verbunden.
Entweder du nimmst die Küstenstraße 17 mit den Fähren in den Norden oder die E6 vom Norden nach Oslo.
Ein paar Mal kannst du auch die E6 umgehen, wenn du tunnelfähig bist Richtung Küste, oder die Vildmarksvegen durchs Landesinnere liebst.
Natürlich ist Schweden immer eine Alternative, wenngleich es auch dort sehr langweilig werden kann.
Wir wollen ins Trondheimer Land und da es einen langen Tunnel zu umgehen gilt, nehmen wir die selbe Strecke wie vor einigen Tagen.
Am Fjord um Mo I Rana hat es noch herrlichen Sonnenschein, aber kaum biegen wir ins Landesinnere ab, beginnt es zu regnen. Und hört nicht mehr auf. Bis jetzt sozusagen.
Und dieses Mal ist es langweilig. Ich habe nicht das rechte Auge für die Schönheit des Landes. Will einfach nur durchfahren, überbrücken. Bis ich auf meinen Elch treffen, der in der Kuhle der Straße steht, als ich bergauf fahre.
Aber es ist nur eine dunkle Kuh, die sich gleich aufmacht, zu ihren Geschwistern ins Gras zu klettern, die neugierig zu uns aufschauen.
Später, auf der E6 hinter Trofors, steht ein Schaf auf der Fahrbahn. Hinter der Leitplanke sehe ich die Beine einiger anderer Schafe, hinter ihnen fällt das Land ab.
Ich halte an und sehe in ihr Gesicht. Keine Furcht vor dem Lärm der Straße, das ist ja auch irgendwie ein Teil ihres Zuhauses. Aber eine Mischung aus Verantwortung, aus Traurigkeit, und aus der Last des Lebens.
Ich kann nicht viel tun, um ihr zu helfen, ein bisschen den Verkehr runterbremsen, so lange wir in der Nähe sind. Und für sie beten, dass sie heil die Straße überqueren können.
In der Nacht stehen wir auf dem Rastplatz an der Kreuzung zur Landstraße 76. Es regnet.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 37
August 3, 2026
Tosenkrysset, Norway
Driving back the way you came can reveal entirely new perspectives. In Norway, however, this often entails covering many kilometers, especially when a coastal destination turns out to be a dead end.
I know a thing or two about that. More than a thing or two. In fact, traveling in Norway inevitably involves some backtracking.
You either take Coastal Route 17—with its ferries—heading north, or the E6 from the north down to Oslo.
You can bypass the E6 a few times if you’re comfortable driving through tunnels toward the coast or if you love the *Vildmarksvegen* (Wilderness Road) through the interior.
Of course, Sweden is always an alternative, though it can get very monotonous there, too.
We’re heading for the Trondheim region, and since we want to avoid a long tunnel, we take the same route we traveled a few days ago.
There is still glorious sunshine by the fjord near Mo i Rana, but the moment we turn inland, it starts to rain. And it doesn't stop. At least, not yet.
And this time, it feels tedious. I don't have the right eye for the country's beauty right now. I just want to drive through, to bridge the distance. Until I encounter my moose—standing in a dip in the road as I drive uphill.
But it turns out to be just a dark cow, which immediately sets off to join its siblings in the grass—siblings that are looking up at us curiously.
Later, on the E6 past Trofors, a sheep is standing on the roadway. Behind the guardrail, I can see the legs of a few other sheep; beyond them, the land drops away.
I stop and look into its face. There is no fear of the traffic noise—after all, this is part of its home, in a way. But there is a mixture of responsibility, sadness, and the sheer weight of life. There isn't much I can do to help her—just slow down the traffic a bit while we’re nearby, and pray that they make it across the road safely.
We spend the night at the rest area by the junction with country road 76. It is raining.Baca selengkapnya
Eidsvatnet
4 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 14 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 38
04/08/2026
Eidsvatnet, Norwegen
Ein Regentag. Nach viel E6 Verkehr verlassen wir die Durchgangsstrasse für Norwegen, und biegen auf die 17 ein, die küstenwärts wieder nach Norden führt, aber auch einen weiten südlichen Schlenker nach Steinkjer macht.
Das sind bekannte Wege für mich, durchaus mit unterschiedlichen Erinnerungen besetzt. Bei Åvassmårka waren wir 2017 im Oktober das erste Mal mit Mogli, als sich Hilde weigerte, eine Elchspur quer über den Weg in den Ort zu überschreiten. Und das nicht nur einmal.
Wir haben am Wasser gestanden in einer eiskalten Nacht, in der es das erste Mal Frost gab und später heftigen Schneefall.
Letztes Jahr haben wir dort nette Menschen getroffen, aber jetzt will ich da nicht mehr anhalten. Es ist, wie wenn man Sorge hat, einen bestimmten Zauber zu zerstören. Ich hinterfrage nicht.
Ein Stück weiter haben wir 2018 auf der Reise mit meinem Sohn übernachtet. Heute regnet es und der Platz hat große Pfützen.
Irgendwann stellt sich ein weiterer Bus direkt hinter uns, obwohl genügend Platz frei ist. Ein junges deutsches Paar, das anscheinend Nähe sucht, aber keineswegs an einer Begegnung interessiert ist, auch auf meinen Gruß hin ablehnend reagiert.
Das ist neu für mich, passt aber in die Stimmung des Tages hinein. Wie Tränen an den Wangen laufen die Tropfen am Fenster runter. Wir finden Freiräume für kleine Spaziergänge, nervige Mücken schwirren durch die Luft, an einer Felswand hängt ein kleiner, grüner Baum.
Am Morgen ein Regenbogen überm See, die Farben hauchdünn. Im Wasser leuchten grüne Gräser, die sich mit den Wellen sanft wie im Wind bewegen.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 38
August 4, 2026
Eidsvatnet, Norway
A rainy day. After dealing with heavy traffic on the E6—Norway’s main artery—we turn onto Route 17. It heads north along the coast but also takes a wide detour south toward Steinkjer.
These are familiar roads for me, though they hold a mix of memories. We were at Åvassmårka for the first time with Mogli in October 2017, when Hilde refused to cross a moose track cutting across the path into town—and not just once.
We once camped by the water on an ice-cold night that brought the first frost, followed by heavy snowfall.
We met some lovely people there last year, but now I don’t want to stop. It’s like fearing you might break a certain spell. I don’t question it.
A little further along is a spot where I spent the night with my son during a 2018 trip. Today it’s raining, and the area is full of large puddles.
At one point, another camper van pulls up right behind us, even though there is plenty of open space. It’s a young German couple; they seem to be seeking proximity but have absolutely no interest in actually interacting—they even react dismissively to my greeting.
That’s a new experience for me, though it fits the mood of the day. Raindrops run down the window like tears on a cheek. We find moments for short walks; annoying mosquitoes buzz in the air, and a small green tree clings to a rock face.
In the morning, a rainbow arches over the lake, its colors faint and delicate. Green grasses glow beneath the water, swaying gently with the waves as if in the wind.Baca selengkapnya

PelancongLieber Peter, ich beneide Dich ob der Regentage und den kühleren Tagestemperaturen. Hier bei uns im Vogelsberg ist es brütend heiß und extrem trocken. Und das schon seit Wochen. Ich finde, das Wetter in Nordskandinavien passt irgendwie zur kargen Landschaft und hatte immer auch seinen Reiz führ mich. Weiterhin gute Fahrt, nettere Nachbarn wie in der Geschichte und viele Grüße an Hilde. Dirk Merlin
Kvernavika
5 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 17 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 39
05/08/2026
Kvernavika, Norwegen
Wenn wir so viel fahren, weil wir keinen geeigneten Schlafplatz finden, bin ich sehr unzufrieden mit mir und habe auch nicht viel zu erzählen.
Grundsätzlich überlege ich, ob es nicht sinnvoll ist, zumindest nochmal durch das Elchgebiet zu fahren, doch jetzt kommt mir eine wichtige Verabredung in Trondheim dazwischen.
Dann wäre ich gleich auch am Ausgangspunkt eines der weiteren Highlights meiner Reise. Welch ein Dilemma.
Unterwegs reißt der Deckel meiner Trinkflasche ab und ein halber Liter Orangensaft verteilt sich zwischen den Sitzen. Ich opfere eins der Handtücher, um die Lache zu beseitigen. Nun bräuchte ich eine große Menge laufenden Wassers, um das Handtuch auszuwaschen.
Wasser ist gerade nicht so im Überfluss da, sodass ich auch schon seit Tagen meine Haare nicht waschen kann, die drohen zu verfilzen. Vielleicht kann ich in der Großstadt meine Probleme lösen.
Und wenn ich grade so an der Klagemauer stehe, Handwäsche und Einkauf wären auch mal wieder dran. Und längere Spaziergänge mit Hilde. Du siehst, mein Leben ist grade voller Wenn und Aber. Und das ist nur die Spitze vom Eisberg.
Unters Wasser wollen wir hier aber keineswegs gehen. Da hat ja jeder andere Mensch auch genug Baustellen. Und ja, es ist mein Leben, das ich mir so ausgesucht habe. Und mit dem ich im Grunde auch durchaus zufrieden bin.
Ich habe die erste Elchkuh gesehen, die sich im hohen Gras versteckt hat. Die blauen Seen und Fjorde haben mein Herz erfreut. Und unser Schlafplatz am Wasser hat uns gut erholen lassen.
Die Luft ist weiterhin angenehm kühl und der sanfte Wind hält die Stechmücken auf Abstand. Hilde ist schmusig und heute morgen habe ich mit dem Enkelzwerg telefoniert, der gestern Geburtstag hatte, und noch ganz aufgeregt vom Zoobesuch ist.
An meinem Frühstücksplatz habe ich einen Blick über die Weizenfelder, für die der Landstrich so berühmt ist. Auf der anderen Seite liegt der Trondheimfjord, über den grade eine Fähre das andere Ufer erreicht, wo wir gestern auch im Sonnenschein gestanden haben.
Ich zünde in letzter Zeit gerne im Bus die große Kerze an, die mir ein lieber Mensch geschenkt hat. Die Flamme ist unruhig und erinnert so an mein inneres Licht. Aber es brennt und das ist wichtig.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 39
August 5, 2026
Kvernavika, Norway
When we end up driving for so long because we can't find a suitable place to sleep, I feel very dissatisfied with myself—and I don't have much to tell, either.
I’ve been considering whether it might make sense to drive through the moose country again, but now an important appointment in Trondheim has come up.
That would also put me right at the starting point of another highlight of my trip. What a dilemma.
While on the road, the lid of my water bottle snaps off, and half a liter of orange juice spills between the seats. I sacrifice one of the towels to clean up the puddle. Now I need a large amount of running water to wash out the towel.
Water is in short supply right now; I haven't been able to wash my hair for days, and it’s starting to mat. Maybe I can solve these problems in the big city.
And while I’m busy airing my grievances: I’m overdue for some hand-washing and grocery shopping. And longer walks with Hilde. You see, my life is full of "ifs" and "buts" right now. And that’s just the tip of the iceberg.
But I certainly don't want to go around airing my dirty laundry here. Everyone has their own struggles to deal with. And yes, this is the life I chose for myself—and one I’m actually quite happy with, deep down.
I spotted my first female moose hiding in the tall grass. The blue lakes and fjords have gladdened my heart. And our sleeping spot by the water gave us a chance to rest and recover.
The air remains pleasantly cool, and the gentle breeze keeps the mosquitoes at bay. Hilde is feeling cuddly, and this morning I spoke on the phone with my little grandson—who had his birthday yesterday and is still all excited about his visit to the zoo. From my breakfast spot, I have a view over the wheat fields for which this region is so famous. On the other side lies the Trondheim Fjord; a ferry is currently crossing it to reach the opposite shore—the very spot where we stood in the sunshine yesterday.
Lately, I’ve enjoyed lighting the large candle in the van—a gift from someone dear to me. The flame flickers restlessly, reminding me of my own inner light. Yet it keeps burning, and that is what matters.Baca selengkapnya
Levanger
6 Agustus, Norway ⋅ 🌧 14 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 40
06/08/2026
Levanger, Norwegen
Viele Reisende in Norwegen sehen nördlich von Trondheim die goldgelben, weiten Felder, die sich so wunderbar abheben von der blauen See und den dunkelgrünen Wäldern.
"Den gyldne omvei“ auf der Halbinsel Inderøy in der norwegischen Provinz Trøndelag ist eine beliebte Tourismus- und Kulturroute. Der Name leitet sich von den im Spätsommer golden schimmernden Getreidefeldern der Halbinsel ab.
Die Gegend bekommt nicht ganz die richtige Aufmerksamkeit, die ihr vielleicht gebührt, aber wir sind auf dem Weg nach Trondheim, wo wir meine Tochter und ihren Mann treffen, die hier Urlaub machen.
Hilde ist völlig aus dem Häuschen, als wir sie sehen. Sie haben uns fünf Liter Wasser mitgebracht, jetzt haben wir wieder drei Kanister. Wir tauschen die Neuigkeiten aus, ich sponsere einen schönen Pullover für meine Tochter, die in wenigen Tagen Geburtstag hat.
Kaum sind wir wieder unterwegs, ruft mein Sohn an, dass der Enkelzwerg den geeigneten Kindergartenplatz bekommen hat, auf den wir schon seit fast einem Jahr warten.
Ein schöner Tag.
Ich habe einmal gehört, dass im Alter Erinnerungen zu Träumen werden. Und Träume zu Erinnerungen. Da ich den Tag über kaum mit jemandem rede, bin ich mit meinen Gedanken alleine. Das merke ich jede Nacht so intensiv, dass ich am Morgen kaum in die Realität zurückfinde.
Heute müssen wir aber früh weg, da der Parkplatz am Yachthafen in Levanger ab acht Uhr kostenpflichtig ist. Bei den Munkeby Klosterruinen hat die andere Szene von Reisenden übernachtet. Italiener, Franzosen, ein polnisches Ehepaar in den Fünfziger, denen man die Geschichte ihres Lebens in den Gesichtern abzusehen meint.
Die Menschen wirken verschlossen wie die Geschichte der Mönche, die im 12. Jahrhundert hier ansässig waren. Das rotorangene Holz der Buchen, das geschlagen neben unserem blauen Bus liegt, wirkt dagegen fast offen.
Um mein Frühstück zu essen, muss ich noch ein Stück fahren. Wir halten an einem Fluss an, wo wir alleine auf dem Parkplatz sind, aber immer wieder Fahrzeuge vorbeifahren. Obwohl wir mitten im Wald sind, nicht weit entfernt vom Kaldvassmyra, einem Landschaftsschutzgebiet.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 40
August 6, 2026
Levanger, Norway
Many travelers in Norway, upon heading north of Trondheim, notice the vast, golden-yellow fields that stand out so beautifully against the blue sea and dark green forests.
"Den gyldne omvei" (The Golden Detour) on the Inderøy peninsula in the Norwegian province of Trøndelag is a popular tourism and cultural route. The name derives from the peninsula's grain fields, which shimmer gold in late summer.
The area doesn't quite get the attention it perhaps deserves, but we are on our way to Trondheim to meet my daughter and her husband, who are vacationing there.
Hilde is absolutely overjoyed when we see them. They’ve brought us five liters of water, so now we have three full canisters again. We catch up on news, and I treat my daughter to a lovely sweater, as her birthday is coming up in a few days.
No sooner are we back on the road than my son calls with the news that my little grandson has secured the kindergarten spot we’ve been waiting for for nearly a year.
A beautiful day.
I once heard that, in old age, memories turn into dreams—and dreams into memories. Since I hardly speak to anyone during the day, I am alone with my thoughts. I feel this so intensely every night that, come morning, I struggle to find my way back to reality.
Today, however, we have to leave early, as the marina parking lot in Levanger becomes a paid lot starting at eight o'clock. A different crowd of travelers spent the night at the Munkeby monastery ruins: Italians, French people, and a Polish couple in their fifties whose life stories seem etched into their faces.
These people seem as guarded as the history of the monks who lived here in the 12th century. By contrast, the reddish-orange beech wood lying felled next to our blue bus looks almost exposed.
I have to drive a bit further to eat my breakfast. We stop by a river; we are the only ones in the parking lot, though vehicles keep driving past. Even though we are in the middle of the forest, not far from Kaldvassmyra—a protected landscape area.Baca selengkapnya

PelancongWie schön, dass du deine Tochter mit ihrem Mann treffen konntest und auch sehr schön, dass der Enkelzwerg einen Kindergartenplatz bekommen hat! 👍🫶

PelancongUnser Enkelzwerg hat auch einen Kitaplatz bekommen, aber nur bis mittags. Das ist für die Eltern, die arbeiten müssen, nicht ausreichend. Sie wissen gar nicht, wie sie das machen sollen. Eigentlich bräuchten sie den Platz bis nachmittags.

PelancongJa, das ist ein echtes Dilemma. Mein Sohn und seine Freundin haben jetzt fast ein Jahr lang sich ihren Sohn von Hand zu Hand gereicht, weil sie so arbeiten können. Aber Privatleben fällt da komplett flach
Stiklestad
7 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 13 °C
SCANDINAVIEN TURN
Day 41
07/08/2026
Stiklestad, Norwegen
(English Version Below)
Es ist lustig, wie die vermeintlichen Ziele so vor sich hin bröckeln. Oder wie gestern im Regen verwischt werden. Letztendlich hat es gegen 14 Uhr angefangen und erst in den Nachtstunden wieder aufgehört.
Und weil es regnet, habe ich die Gunst der Stunde genutzt, um einzukaufen. Ich merke, dass es jedes Mal mehr Waren werden, weil es einerseits unsicher ist, wann die nächste Gelegenheit ist.
Andererseits habe ich mehr Hunger. Mir fehlt die feste Ernährung zwischen Joghurt und Säften, Schokolade und Porridge. Zudem ist der Zwieback zuende, aber es gibt Reiswaffeln. Und Rosinenbrötchen mit Erdbeermarmelade.
Aber so eine Dose Königsberger Klöpse, auch gerne kalt, ist schon sättigender. Also habe ich Kjottboller in Tomatensosse gekauft. Kann man essen. Auch kalt. Demnächst gibt es gekochte Eier mit Mayonnaise. Da freue ich mich drauf.
Alles selbst gewollt. Ist nur eine Information, keine Klage. Ich mich bewusst gegen das eigene Kochen entschieden. Manchmal trifft man jemanden, der mir das Essen warm machen kann.
Habe heraus gefunden, dass wir in Stiklestad auf dem großen Parkplatz des Kulturzentrums übernachten können. Also fahren wir dort nach dem Einkauf hin. Die grünen Flächen zwischen den Baumreihen sind für Hilde ein gefundenes "Fressen", hier sind die Spuren anderer Hunde, das ist spannend.
Ich genieße die Zeit des Anhaltens, des Bleibens. Da ich in der Nähe heute Wasser bekomme, kann ich schon mal die Wäsche auswringen, beginnen die ersten Teile zu trocknen.
Ich freue mich, wenn ich die kurze Hose wieder anziehen kann, denn in der langen Hose fühle ich mich im Sommer wie in einem Teppich eingerollt.
Ich sehe einen Livestream vom Turmspringen und vergleiche mich unwillkürlich mit diesen sportlichen, jungen Männern. Ich war nie so beweglich, und heute gehe ich schwerfällig, denn auch der Regen und die Kühle sind nicht gut für meine Gelenke.
Aber ich leide nicht, es mehrt eher meine Dankbarkeit. Ist doch schön zu sehen, was noch geht.
Am Morgen ist der Himmel blau. Nicht im Übermaß, eher an ein paar gut überlegten Stellen zwischen den Wolken, wo sogar die Sonne ein bisschen hereinlugen kann. Wir fahren ein Stück Wasser kochen und zurück zum Parkplatz, wo sich Hilde schlafen legt.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 41
August 7, 2026
Stiklestad, Norway
It’s funny how those supposed goals just sort of crumble away—or get washed out, like yesterday in the rain. It started around 2 p.m. and didn't stop until well into the night.
Since it was raining, I took the opportunity to go shopping. I notice I’m buying more supplies each time; partly because I’m never sure when the next chance to shop will come up.
On the other hand, I’m hungrier. I miss having solid food amidst all the yogurt, juices, chocolate, and porridge. I’ve run out of rusks, but there are rice cakes. And raisin buns with strawberry jam.
Still, a tin of *Königsberger Klöpse* (meatballs in white sauce)—even eaten cold—is more filling. So, I bought *Kjottboller* (meatballs) in tomato sauce. They’re decent. Even cold. Soon, I’ll have boiled eggs with mayonnaise. I’m really looking forward to that.
This is all by choice—just an observation, not a complaint. I consciously decided against cooking for myself. Sometimes, though, I run into someone who can heat up a meal for me.
I found out we can spend the night in the large parking lot at the cultural center here in Stiklestad. So, after shopping, that’s where we’re headed. The grassy areas between the rows of trees are a real treat for Hilde; there are traces of other dogs here—it’s exciting stuff.
I’m enjoying this time of stopping and staying put. Since I can get water nearby today, I can wring out my laundry and start drying the first few items.
I’ll be glad when I can wear shorts again; in long trousers, I feel like I’m wrapped in a carpet during the summer. I’m watching a livestream of a diving competition and involuntarily comparing myself to those athletic young men. I was never that agile, and these days I move heavily; the rain and the chill aren’t good for my joints, either.
But I’m not suffering; if anything, it deepens my sense of gratitude. It’s nice to see what’s still possible.
In the morning, the sky is blue. Not expansively so—just in a few well-chosen spots between the clouds, where the sun can even peek through a little. We drive a short distance to boil some water, then head back to the parking area, where Hilde settles down for a nap.Baca selengkapnya
Rundbögen
8 Agustus, Swedia ⋅ ☁️ 14 °C
SCANDINAVIEN TURN
Day 42
08/08/2026
Rundbögen, Schweden
(English Version Below)
Heute vor elf Jahren ist die kleine Hilde in mein Leben gekommen. Sie ist ein Geschenk meines Sohnes an dem Geburtstag meiner Tochter.
So kommt halt alles zusammen und bleibt beieinander.
Es gibt Bilder von Hilde aus dem vergangenen Zeitraum und von unserer Fahrt gestern über die 72 bis zur schwedischen Grenze, die dort in die 322 übergegangen ist.
In Duved an der E14 haben wir bei Ingo für 1,68 Euro den Liter Diesel getankt, haben eine schöne Pause am Ufer des Sees 'Klinkerselet' im stürmischen Wind gemacht.
Über Nacht auf dem Parkplatz am Rundbögen, wo Wanderer zum Blaubeerpflücken aufgebrochen sind. Die Temperatur ist bis auf zwei Grad gefallen in der Nacht, aber der Morgen weckt uns mit Sonne und Blau.
Kurz vor der norwegischen Grenze liegen Rentiere mit schönen Geweihen vor der Kulisse eines Sees, über dem im Hintergrund dunkle Holzhäuser mit Grasdach aufragen.
Wir fahren über die Grenze und halten fürs Frühstück an einem kleinen Fluss, der leise im Tal plätschert.
Nach elf unglaublichen Jahren sind wir immer noch mit dem blauen Bus unterwegs. Und reisen beide in großer Dankbarkeit für all das Gute, das uns geschehen ist, miteinander weiter.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 42
August 8, 2026
Rundbögen, Sweden
Eleven years ago today, little Hilde came into my life. She was a gift from my son on my daughter’s birthday.
That is simply how things come together and stay together.
There are photos of Hilde from the time since then, and from our drive yesterday along Route 72 to the Swedish border, where it merged into Route 322.
In Duved, on the E14, we filled up with diesel at Ingo’s for €1.68 per liter and took a lovely break on the shores of Lake Klinkerselet amidst the gusty wind.
We spent the night in the parking lot at Rundbögen, a spot where hikers set off to pick blueberries. The temperature dropped to two degrees Celsius overnight, but the morning wakes us with sunshine and blue skies.
Just before the Norwegian border, reindeer with magnificent antlers rest against the backdrop of a lake, with dark, grass-roofed wooden houses rising up in the distance.
We cross the border and stop for breakfast by a small river gently babbling in the valley.
After eleven incredible years, we are still on the road in the blue bus—continuing our journey together with deep gratitude for all the good things that have come our way.Baca selengkapnya
Flaknan Rasteplass
9 Agustus, Norway ⋅ 🌧 15 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 43
09/08/2026
Flaknan Rasteplass, Norwegen
Kaum haben wir an unserem Frühstücksplatz in Ås angehalten und die Umgebung in Augenschein genommen, in der jederzeit ein Elch auftauchen könnte, so einladend sieht es aus, beginnt es zu stürmen.
Wir haben einen kleinen Parkplatz an einem Platz des "Pilegrimsleden", auch bekannt als St.-Olavs-Wege, ist ein Netz historischer Pfade, die zum Nidarosdom in Trondheim führen.
Wir haben am Ufer der Nea übernachtet, auf einem schön gelegenen Rastplatz im Tal, während aus den Bergen verschiedene Wasserfälle talwärts laufen, sodass ununterbrochen eine Geräuschkulisse im Hintergrund ist.
Am Morgen sind wir von der E14 rüber an die 705 gequert über kleine Straßen und schmale Brücken, was den Vorteil hat, dass wir die Städte Stjørdal und Hell meiden können.
Die 705 sind wir vor neun Jahren schon mal von Schweden her hoch gefahren, und haben dort auch die 311 befahren, was ich heute nochmals in unserem ersten Band nachgelesen habe.
Und zwar aus gutem Grund, weil mich auf dem ersten Teilstück nichts an die Fahrt damals erinnert hat. Nun mag das auch daran liegen, weil die Richtung anders ist. Aber sicher auch, weil die demographische Entwicklung die Landschaft verändert.
Und zehn Jahre sind in diesem Jahrtausend ein großer Sprung. An dem damals Ende September so still liegenden Campingplatz in Melbond am Ufer der Selbusjøen, in den die Nea mündet, sind wir ohne Erinnerung vorbei gefahren.
Selbu ist ein großer Ort, der sich weit übers Land um den See herum verstreut. Flussaufwärts nimmt der Wald zu, und es gibt nur noch vereinzelt Häuser, die zurückgezogen leben.
Eine ruhige Nacht mit zwei anderen Reisenden auf dem langgezogenen Platz mit einem Toilettenhaus, das seitlich einen Trinkwasserhahn hat, aus dem ich morgens unsere Kanister auffüllen kann.
Auf der Suche nach einem Frühstücksplatz fahren wir lange durch die Farbe Grün in unzähligen Variationen. Gegen Mittag beginnt es wieder zu regnen. Hilde spielt mit ihrem Knochen und ich mache ein kleines Schläfchen.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 43
August 9, 2026
Flaknan Rest Area, Norway
No sooner have we stopped for breakfast in Aas—taking in the surroundings, which look so inviting that a moose could appear at any moment—than a storm begins to brew.
We are at a small parking area along the *Pilegrimsleden*. The *Pilegrimsleden*—also known as the St. Olav Ways—is a network of historic paths leading to Nidaros Cathedral in Trondheim.
We spent the night on the banks of the Nea River at a beautifully situated rest area in the valley; with various waterfalls cascading down from the mountains, there is a constant background sound of rushing water.
In the morning, we cut across from the E14 to Route 705 via small roads and narrow bridges—a route that allowed us to bypass the towns of Stjørdal and Hell.
We had driven up Route 705 from Sweden nine years ago—taking in Route 311 along the way—a trip I revisited today by looking back at our first volume.
I did so for good reason: nothing about the initial stretch of the drive reminded me of that earlier journey. That may be partly because we were traveling in the opposite direction, but surely also because demographic changes have altered the landscape.
And in this millennium, ten years represents a significant span of time. We drove right past the campsite in Melbond—on the shores of Lake Selbusjøen, where the Nea flows in—without recognizing it at all, even though it had been so quiet there back in late September.
Selbu is a large town, spread out across the countryside surrounding the lake. Further upstream, the forest becomes denser, and houses appear only sporadically, tucked away in seclusion. A quiet night spent with two other travelers at the elongated parking area, which features a restroom block with a drinking water tap on the side—perfect for filling up our canisters in the morning.
We drive for a long time in search of a spot for breakfast, passing through endless variations of the color green. Around midday, it starts to rain again. Hilde plays with her bone, and I take a short nap.Baca selengkapnya
Røros
10 Agustus, Norway ⋅ 🌬 14 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 44
10/08/2026
Røros, Norwegen
"Das Bergdorf Røros in Trøndelag versetzt Sie in eine Zeit zurück, in der Landwirtschaft und Bergbau das Leben bestimmten.
Spazieren Sie durch historische Straßen mit farbenfrohen Holzhäusern, erkunden Sie alte Minen, probieren Sie traditionelle regionale Spezialitäten und genießen Sie weite Landschaften."
Røros | UNESCO-Weltkulturerbe https://share.google/313EiTojlqVYq03yk
Hier kannst du virtuell dir den Ort anschauen, ich schenke mir das heute.
Gestern fegt bei 13°C ein eiskalter Wind über den höchsten Punkt der Straße 705 auf 924 Meter über unsere Köpfe hinweg.
In der Nacht sinkt die Temperatur und es regnet alle Wünsche hinweg, nur um am Morgen bei 14°C die Sonne auf unseren Bus brennen zu lassen.
Jetzt stehen wir auf einem Waldweg im Schatten hoher Bäume mit dem Geräusch eines Wasserlaufs irgendwo im Hintergrund.
Ich verspüre eine gewisse Nervosität, weil sich immer neue und andere Reisegedanken in mir ausbreiten.
Bei einem Blick auf die Karte lässt sich das sehr schnell verstehen, wenn man weiß, dass ich noch drei Wochen Zeit für Norwegen hätte.
Erst einmal gehe ich mit Hilde spazieren und lass dich mit den Bildern alleine.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 44
August 10, 2026
Røros, Norway
"The mountain town of Røros in Trøndelag transports you back to a time when agriculture and mining shaped daily life.
Stroll through historic streets lined with colorful wooden houses, explore old mines, sample traditional regional specialties, and enjoy the sweeping landscapes."
Røros | UNESCO World Heritage Site https://share.google/313EiTojlqVYq03yk
You can take a virtual tour of the place here; I’m skipping that today.
Yesterday, an icy wind swept over our heads at the highest point of Route 705—924 meters up—with the temperature hovering at 13°C.
Overnight, the temperature dropped and the rain washed away all my wishes, only for the sun to blaze down on our bus the next morning at 14°C.
We are currently parked on a forest track in the shade of tall trees, with the sound of a stream somewhere in the background.
I’m feeling a bit nervous, as new and different thoughts about the journey keep filling my mind.
A glance at the map makes this easy to understand—especially knowing I still have three weeks left for Norway.
For now, I’m going for a walk with Hilde and leaving you to enjoy the photos on your own.Baca selengkapnya
Folldal
11 Agustus, Norway ⋅ ☁️ 10 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 45
11/08/2026
Folldal, Norwegen
Meine kleine Porridgetütchen sind zuende gegangen, weil ich unklug eingekauft hatte. Der Hintergedanke, dann mal was Norwegisches auszuprobieren, ist allerdings gescheitert.
Zwischen Theorie und Praxis klafft eine tiefe Lücke, ich werde vielleicht jemanden finden können, der es mag.
Morgens ist oft Sonnenschein, da wirkt die Landschaft so frisch und voller Farben schön, wie man das auf Reisen sich so wünscht. Gestern hatten wir auch gleich mal 14°C, was heute erstmal auf über achthundert Metern ausbleibt.
Nach einem langen Regentag mit diversen Trockenphasen haben wir Folldal übernachten. Ganz oben, unterhalb vom Bergbaumuseum, gibt es einen großen Parkplatz, der so gut besucht war, dass wir morgens gleich weggefahren sind.
Eigentlich wollte ich ja ins Dovretal, wo die Moschusochsen leben, und dann die E6 südwärts nach Vinstra fahren.
Aber nach dem Spaziergang mit Hilde sind wir weiter Richtung Ringebu unterwegs, die Straße führt um den Nationalpark Rondane herum, bzw streift ihn seitlich.
Frühstück am Fluss, der durchaus zügig unterwegs ist. Ob die grauen Wolken ihn vielleicht noch einholen. Gegenüber kleine Kiefern, manche Schneisen deuten darauf hin, dass Tiere zum Fluss kommen.
Darüber die runden Berge ohne tatsächliche Spitze, aber rundherum bewachsen. Kühe leben auf den Wiesen im Tal, aber dennoch abseits der Häuser. Hin und wieder ein Bauernhof. Weit verstreut, von grünen Wiesen umgeben.
Schafe am Wegesrand. Sie fressen so ungestört und friedlich. Gestern lagen zwei Schafe mitten auf der staubigen Straße im Tiefschlaf, während wiederholt Fahrzeuge an ihnen vorbeifahren, heben sie nicht einmal den Kopf.
Ich habe seit einer Woche mit niemandem gesprochen. Also mit Hilde und über WhatsApp schon. Und mal beim Tanken in Schweden. Dafür habe ich Gedanken und Erinnerungen. Manches ploppt einfach ungefiltert auf. Das ist nicht angenehm und ich muss damit fertig werden.
Es gibt so Zwischenlösungen. Schubladen zur momentanen Lagerung. Manches braucht noch Zeit, anderes eher eine Klärung, eine ausführende Handlung.
Solche Dinge, die aus den Tiefen des Vergessens auftauchen, können mich erschrecken. An manches komme ich nicht mehr ran. Ich spüre lediglich eine dunkle Anwesenheit.
In der Sonne des Tages verschwinden die Träume der Nacht. Durch die Bewegung des Reisens sind meine Gedanken beschäftigt mit den Schönheiten der Welt, die mich umgeben. Das macht das Leben leichter.
---
SCANDINAVIA TOUR
Day 45
August 11, 2026
Folldal, Norway
I’ve run out of my little porridge sachets because I didn't shop wisely. The idea of trying something Norwegian instead, however, didn't work out.
There is a wide gap between theory and practice; perhaps I’ll find someone who likes it.
It’s often sunny in the morning; the landscape looks so fresh and colorful—exactly the kind of beauty you hope for when traveling. Yesterday we even hit 14°C, though that’s not happening today up here at over eight hundred meters.
After a long, rainy day with a few dry spells, we spent the night in Folldal. There’s a large parking lot right at the top, below the mining museum; it was so crowded that we left first thing in the morning.
I had actually intended to go to the Dovre Valley—home to the muskoxen—and then drive the E6 south to Vinstra.
But after a walk with Hilde, we headed toward Ringebu instead; the road winds around Rondane National Park, or rather, skirts along its edge.
Breakfast by the river, which is flowing quite briskly. I wonder if the gray clouds will catch up with it. Small pine trees on the opposite bank; clearings here and there suggest animals come down to the water.
Above them rise rounded mountains—no sharp peaks, but covered in vegetation. Cows graze in the valley meadows, yet stay away from the houses. A farm appears now and then—widely scattered, surrounded by green pastures.
Sheep by the roadside. They graze so undisturbed and peacefully. Yesterday, two sheep were fast asleep right in the middle of the dusty road; even as vehicles drove past them repeatedly, they didn't so much as lift their heads.
I haven't spoken to anyone for a week. Well, except for Hilde and people on WhatsApp, of course. And then there are moments like stopping for gas in Sweden. They bring thoughts and memories with them. Sometimes, things simply surface unfiltered. It isn’t pleasant, and I have to find a way to deal with it.
There are interim solutions—mental compartments for temporary storage. Some things need time; others require resolution or a concrete action.
Things that emerge from the depths of oblivion can startle me. There are some I can no longer reach; I sense only a dark presence.
The dreams of the night fade in the daylight. As I travel, my thoughts are occupied by the beauty of the world around me. That makes life easier.Baca selengkapnya































































































































































































































































































































































































































































































































































PelancongGute Besserung
PelancongGute Besserung.🤗
PelancongGute Besserung!