• Peter Tresch
  • Stephanie Richter
Gjeldende
  • Peter Tresch
  • Stephanie Richter

Dim Sum, Kiwi & Pad Thai

Dim Sums, Kiwis & Pad Thai sind landestypische Gerichte der Länder, die wir bald über einen Zeitraum von knapp vier Monaten bereisen. Es sind Hong Kong, Neuseeland (Nord- und Südinsel) sowie Thailand auf dem Rückweg. Am 31.10.2025, 22:40 Uhr ... 🛫 Les mer
  • For øyeblikket i
    🇳🇿 Martinborough Community, Neuseeland

    Zurück in Picton

    11. januar, New Zealand ⋅ 🌬 24 °C

    So, nach 46 Tagen finden wir uns erneut in Picton. Hier kamen wir vor rund 6,5 Wochen auf der Südinsel an, und hier verlassen wir sie wieder. Aber einen Tag haben wir noch! Und diesen gestalteten wir ähnlich wie im November - mit dem Bike auf dem schönen Queen Charlotte Track. Zum letzten Teilstück heisst es "Der Abschnitt des Queen Charlotte Track zwischen Mistletoe Bay und Anakiwa gilt als eine der besten Singletrail-Strecken Neuseelands." Wirklich? Nun, das wollten wir rausfinden und buchten Bikes und Wassertaxi für den Hin- und Rücktransport.

    An diesem Sonntag war beim Veranstalter nur wenig los, da extreme Windböen gemeldet waren. Wir hatten daher ein kleines Boot für uns und mit Steve einen erfahrenen, privaten Skipper. Die Überfahrt auf dem Wasser war nicht so holprig wie befürchtet und da wir später vorwiegend im geschützten Wald unterwegs waren, hielten sich auch die Böen in Grenzen. Die Ausblicke von oben waren einmal mehr unvergleichlich.

    Die Strecke von grad mal 14 km und 320 hm war leicht, tatsächlich total schön und flüssig zu fahren. Nach 1,5 Stunden waren wir schon am Ziel und hatten bis zur Abholung noch mehr als 2 Stunden Zeit. Wir beschlossen daher, das Downhill-Teilstück gegenläufig nochmal hochzufahren und ein zweites Mal runter zu flitzen. Somit hatten wir die Freude am Trail doppelt. Ein superschöner Abschluss einer grandiosen Zeit!

    Und Peter hat ein neues Kleidungsstück! Stephis Handarbeitsprojekt, welches sich über gut 7 Monate hinzog, ist nun endlich fertig. Die Vorlage war das Bild eines Pullovers aus einer Boutique in CH-Einsiedeln, das Garn hat sich Peter selbst ausgesucht. Alles Weitere hat sich mit der Zeit entwickelt und Peter muss nun nicht mehr frieren.
    Les mer

  • Bike und Wine in Blenheim und Renwick

    10. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 28 °C

    Von Nelson ist es nicht weit nach Blenheim und Renwick. Beides unscheinbare Städte im Herzen des Marlborough-Weinanbaugebiets im Nordosten der Südinsel. Klimatisch sind sie mit warmen Sommern und kalten Wintern ideal für den Weinanbau und ihre Weingüter geniessen mittlerweile weltweites Ansehen. Etliche davon bieten Verkostungen an, welche im Rahmen von sogenannten "Wine Tours" auf unterschiedliche Fortbewegungsarten besucht werden können.

    Natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen und entschieden uns für eine gemütliche Radtour durch die Reben. Empfohlen wurden uns "Gibson Bridge Vineyard" und die "FROMM Winery". Beide sind, wie viele der anderen auch, mehrfach prämiert und bieten grossartige Produkte an. Vom Pinot Gris des charmanten und auskunftsfreudigen Howard Simmonds (mittlerweile 79-jährig) nahmen wir glatt zwei Flaschen mit, die wir sicherlich bald zu Peters wunderbarem Lauchrisotto köpfen werden. Mit den Rotweinen konnten wir uns allerdings nicht anfreunden. Da gibt es auf der Nordinsel andere Gegenden, deren Trauben mehr unserem Geschmack entsprechen.
    Les mer

  • Zurück in den Norden der Südinsel

    8. januar, New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Am 12.01.2026 geht unsere Fähre zurück auf die Nordinsel. Also wieder ab nach oben. Während zwei Tagen mit einem Übernachtungszwischenstopp in Reefton (da waren wir vor einigen Wochen schon mal kurz) fuhren wir die rund 350 km relativ flott.

    Ziel war die Stadt Nelson. Dort gibt es eine Mountainbike-Tour, welche unser Interesse geweckt hat: der Coppermine Trail. Das ist einer von 23 "Great Rides", mit denen das Land neben den bekannten "Great Walks" (sehr bekannte Mehrtageswanderungen an attraktiven Orten) die sportbegeisterten Touristen lockt.

    Wir mieteten uns erneut Bikes von Scott. Diesmal vollgefedert für den "thrilling 10km downhill singletrack". Reine Biobikes - ohne E! Damit waren wir auf der Strecke fast die einzigen. Der Anstieg von rund 1000 hm verläuft sehr stetig, somit wollten wir es aus eigener Kraft schaffen. Und das hat auch ganz gut geklappt. Die Fahrt runter war zuerst kurvenreich auf einem kupferorangenen Trail, der dem Namen Coppermine durchaus gerecht wird. Weiter unten im Wald wurde es flowig und machte superviel Spass. Es hat sich gelohnt!

    Nelson selbst ist ein nettes Städtchen mit einer einladenden Fussgängerpassage. Da schlendert man gerne ein wenig rum.

    In der kleinen, charmanten South Street finden wir Neuseelands älteste, komplett erhaltene Strasse. Sie vermittelt einen schönen Eindruck vom Leben in der Kolonialzeit.
    Les mer

  • Temple Basin Ski Area

    5. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 10 °C

    Der Temple Basin Track führt tatsächlich zu einer Ski Area. Heisst es auf einem Schild an der Parkplatzeinfahrt. Interessant, von unten sieht das nicht so aus. Und eine Gondel oder so sehen wir nicht. Nun, wir sind gespannt und begeben uns auf den Wanderweg.

    Der Weg nach oben von einer knappen Stunde führt über einen Trasse mit grobem bis sehr grobem Geröll von 2,5 km und 480 hm. Fahren kann man das unmöglich. Selbst das Laufen auf den mitunter verdammt grossen Steinen ist manchmal eine echte Herausforderung.

    Oben angekommen finden wir drei einfache Gebäude, die zugegeben gut in Schuss sind. Es liegt ein Koffer mit einer modernen Hilti rum. In der kargen Landschaft entdecken wir tatsächlich eine Skiliftrasse. Wir müssen lachen - Ihr seht das antike Stück in den Bildern. Es scheint sich um eine Art Tellerlift zu handeln, der im Moment natürlich nicht in Betrieb ist. Etwas weiter weg ist noch einer, sehr viel kürzer. Für Kids wahrscheinlich.

    Die Gebäude sehen aus wie Schullandheime oder Clubhäuser. Im Internet heisst es auf div. Seiten etwa "Temple Basin is an amazing ski area …" oder "home of extreme skiing and snowboarding". Wir fragen uns noch immer, wie man hier hochkommt. Und witzeln "gibt es hier auch einen Halbtagesskipass?". Nachdem wir eine Internetpräsenz mit Buchungsoption fanden, hatten wir vor Lachen Tränen in den Augen.

    Als wir gehen wollten, kam ein Mann um die Ecke. Der Eigentümer der Hilti offenbar. Dieser gab uns bereitwillig Auskunft und wir konnten nur noch staunen: tatsächlich gibt es dieses Skigebiet bzw. den Skiclub, der diesen Bereich ehrenamtlich betreibt, seit 1929. Es hat drei Schlepplifte, zwei Hütten, zwei Schutzhütten sowie eine Skischule und einen Skiverleih. Präpariert wird hier nichts. Elektrizität ist vorhanden, das Wasser aber kommt direkt aus den Quellen des Berges. Für den Transport von Ausrüstung und Gepäck betreibt der Ski Club seit 1962 einen motorisierten Lastenaufzug, den ein Mitglied wenige Jahre vorher bei einem Besuch in der Schweiz gesehen und für den hiesigen Betrieb als sinnvoll erachtet hatte. Zudem gibt es einen Lawinenbeauftragten, der die Lage an den kritischen Stellen im Blick behält.

    Der Skibetrieb läuft je nach Bedingungen rund 3 Monate im Jahr. Die Hütten sind einfach, es gibt Mehrbettenzimmer mit Stockbetten und nur wenige Doppelzimmer. Die Kapazität liegt bei etwa 120 Betten. Einmal waren bei idealen Bedingungen 230 Skifahrende auf dem Berg. Das bringt uns nochmal zum Zugang: man läuft nach oben! Die Lastenbahn ist nur für die Ausrüstung vorgesehen. Liebhaber der Ski Area nennen den Weg hinauf auch „Range-Rover-Filter“, welcher verwöhnte Skihaserln vorab auf natürliche Weise aussortiert. Nun, nur die Harten kommen in den Garten … oder eben nach oben.

    Ohne die Freiwilligen läuft hier nichts. Der erwähnte Mann, welcher etwa in Peters Alter sein dürfte, meinte, er selbst und auch seine Kinder hätten hier das Skifahren erlernt. Und das Ziel des Skiclubs und seiner Mitglieder ist nicht der Profit, sondern ausschliesslich das Naturerlebnis und den Skisport für die Bewohner vor Ort und auch Ausserorts möglich zu machen. Und das seit mittlerweile fast 100 Jahren. Ist das nicht grossartig?

    Auf der nachfolgenden Website gibt es unter „History“ nette Anekdoten und eines charmanten Gebiets: https://templebasin.co.nz/

    Ein bisschen bedauern wir es, dass es hier jetzt nicht Winter ist. Auch wenn der Weg sicherlich im Winter noch beschwerlicher ist, als im Sommer, hätten wir ihn wenigstens einmal gerne auf uns genommen.
    Les mer

  • Dem Arthur sein Pass ...

    4. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Dem Arthur sein Pass ist natürlich der Arthur's Pass. Er ist der Gebirgspass mit der höchstgelegenen Ortschaft Neuseelands. Verblüffend sind die beiden ganz verschiedenen Seiten des gleichnamigen Nationalsparks: durch das unterschiedliche Klima gibt es im Osten nur spärliche Vegetation in breiten, mit Geröll gefüllten Flusstälern. An der Westseite bedeckt üppiger Regenwald tiefe Schluchten und Kerbtäler. Das macht sich auch beim Wetter bemerkbar. Während es auf der einen Seite oft zuzieht, scheint auf der anderen bei blauen Himmel gern die Sonne.

    Etliche unterschiedliche Wanderwege lockten uns hierher: Der Bealey Spur Track, der Devils Punchbowl und der Temple Basin Track. Letzterer führt in ein Gebiet, welches so besonders und liebenswert ist, dass wir ihm den nächsten Footprint exklusiv widmen.

    Ausserdem flitzen wir am späten Nachmittag noch kurz ans nahegelegene Castle Hill. Ein Schloss sucht man dort vergeblich. Dafür findet man aber eine grosse Ansammlung, in der Gegend verstreut liegende Felsblöcke aus Kalkstein. Diese imposante Gegend gilt als eines der besten Boulder- und Klettergebiete der Südinsel und diente darüber hinaus den Filmen "Chroniken von Narnia" als Kulisse.

    Bei sehr angenehmem Wetter und milden Temperaturen genossen wir zwei Abende auf einem freien Campingplatz am See inmitten von Bergen. War einfach nur schön!
    Les mer

  • Alpen, Küste und wieder Alpen

    2. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach unserem Aufenthalt in Wanaka ist es nun wieder an der Zeit, den Weg Richtung Norden einzuschlagen. Am 12.01.2026 geht unsere Fähre auf die Nordinsel und bis dahin wollen noch einige Kilometer gefahren werden.

    Unser Weg führte uns durch den Mount Aspiring National Park vorbei an einigen Seen, den Blue Pools und etlichen wunderschönen Wasserfällen, über den Haast Pass wieder an die weite Westküste. Wir streifen die Gletscher Fox und Franz Josef Glacier, bestaunten die Hokitika Gorge, nächtigten auf dem Parkplatz an einem reizenden Cafe, bei dem wir leckeren, regionalen Manuka-Honig erstanden.

    Anschliessend folgten wir erneut dem Ruf der Alpen und begaben uns auf den Great Alpine Highway - die SH73. Es ist die spektakulärste Ost-West-Verbindung der Südinsel mit dem mit 924 hm höchsten Pass.

    Schön ist, dass sich das Wetter zu stabilisieren scheint. Wir freuen uns auf eine schöne und sonnige letzte Woche im Süden Aotearoas.
    Les mer

  • Wanaka zum Jahreswechsel

    1. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Wanaka ist die sehr entschärfte Variante von Queenstown. Ebenfalls ein Touristen-Hotspot, idyllisch am gleichnamigen See gelegen und sowohl für Sommeraktivitäten als auch für Wintersportler interessant. Dementsprechend war es in Neuseelands Ferienzeit sehr voll. Zudem fand über den Jahreswechsel das alljährliche Musikfestival "Rhythm and Alps" im benachbarten Cardrona Valley statt. Sehr viele attraktive Ereignisse zur gleichen Zeit also. Erneut hatten wir mehr Glück als Verstand und konnten einen Stellplatz auf einem sehr vollen Camping buchen. Somit waren wir aufgehoben und freuten uns darauf, die Wanderung zum Roys Peak, die wir auf dem Weg in den Süden, aufgrund des Wetters verschoben hatten, nun hoffentlich machen zu können.

    An Silvester wurde für den Nachmittag und den Neujahrsmorgen schönes Wetter gemeldet. Daher entschieden wir uns zuerst für eine kürzere Wanderung und den 1.578 hm hohen Roys Peak zum Jahresbeginn.

    Diamond Lake und Rocky Mountain - eine dreistündige Rundwanderung um einen hübschen See und anschliessend zum Gipfel des 775 hm hohen Rocky Mountain. Die Ausblicke waren ein Traum!

    Den Jahreswechsel haben wir buchstäblich verpennt. Der Roys Peak am Morgen war für uns sehr viel attraktiver als ein Feuerwerk am See zwischen Menschenmassen. Und das hat sich wahrlich gelohnt. Wir starten gegen 06:00 Uhr, die wunderschöne Morgenstimmung seht Ihr in den Bildern.

    Bis ganz nach oben waren es rund 1280 hm. Für Peter easy. Stephi hielt es wie ihre Mutter, die sich in solchen Situationen immer selbstmotivierend still einredet "Ich bin 18, ich bin 18, 18 bin ich, jawohl 18!". Und das funktioniert!

    Belohnt wurden wir mit herrlichen Ausblicken auf den Lake Wanaka und die umliegenden Berge des Mount Aspiring National Parks. Und einem anschliessenden, superleckeren Glacé in Wanaka, welches wir uns wahrlich verdient hatten.
    Les mer

  • Die Geburtsstätte des Abenteuertourismus

    27. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    So, und jetzt Queenstown zum zweiten Mal. Gute Güte, was ist das denn? Wir finden eine Stadt, die sich in allem vom Rest Neuseelands deutlich abhebt. Es ist ein bisschen wie Las Vegas in Nevada. Eine Stadt, die zum Rest vom Land irgendwie überhaupt nicht passt und durch ein enormes Wachstum in den letzten Jahren sehr viel moderner und konstruierter wirkt als alles andere, was wir bisher gesehen haben. Während man sich in Vegas hauptsächlich um Kohle und Verstand zockt, geht es hier nicht um Glücksspiel, sondern um Adrenalin, Höhe und Speed - kurzum ums Ausreizen der eigenen Grenzen.

    Queenstown selbst bezeichnet sich als "Adventure-Hauptstadt der Welt". Und tatsächlich kann man hier so ziemlich alles ausprobieren, was den Herzschlag und den Blutdruck hochjagt. Das kommerzielle Bungee-Jumping wurde 1988 hier institutionalisiert und ist noch heute Magnet für alle, die es wissen wollen. Mittels perfekt organisierter Massenabfertigung ist der Ort mit seinem grossen Angebot waghalsiger und verrückter Ideen ein riesiger Abenteuerspielplatz für gross und eher nicht klein. Tretboote am See Wakatipu sucht man hier vergeblich.

    Aktuell ist Hauptsaison. Entsprechend gut besucht ist Queenstown in diesen Tagen. Adrenalin-Junkies und Party-People treffen auf etliche Individual-Touristen, vielfach mittlerweile auch aus allen Teilen Asiens. Es ist ein bisschen wie in Interlaken und Luzern.

    Wir hatten Glück und ergatterten für zwei Nächte einen Campingplatz in Laufnähe zum Zentrum zwischen Weihnachten und Jahreswechsel. Ihr fragt Euch sicher, was wir in Queenstown gemacht haben. Nun, beim Bungee-Jumping schauten wir nur zu. Aber aufs Wasser haben wir uns gewagt. Einmal mit einem gemütlichen historischen Dampfschiff, der Puls blieb stabil ruhig. Zum anderen mit einem Jetboat auf dem Shotover River. Das ist schon was anderes. Mit High Speed donnern die Boote durch den Shotover Canyon und über seichtes Flussbett, haarscharf an den Felsen entlang. Unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei 86 km/h. Das gibt es mittlerweile seit 60 Jahren und war schon verdammt cool!

    Dazwischen haben wir unser Weihnachtsessen in einem hervorragenden Steakhouse am See nachgeholt und sind zweimal den Tiki-Trail hoch- und einmal runtergewandert. Die Aussicht von oben war am Mittag zu schön, so dass wir unbedingt auch den Sunset mitnehmen wollten.

    Die Abendstimmung am darauffolgenden Abend war aber ungleich schöner, friedlicher und einer unserer schönsten Sonnenuntergänge.
    Les mer

  • Auf Schienen - Taieri Gorge Railway

    26. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag nahmen wir es gemütlich und fuhren mit dem Zug durchs zentrale Otago. Mit der rund fünfstündigen "Taieri Gorge Scenic Railway Fahrt" von Dunedin nach Pukerangi kommt man durch Gegenden, die man ansonsten mit den gängigen Verkehrsmitteln nicht erreicht. Nach und nach tauchten wir mehr und mehr in in eine malerische Schlucht ein, welche mit Ihren, über ein Jahrhundert alten Tunneln und Viadukten imponiert. Der nostalgische Zug mit mehreren klassischen Wägen tuckerte voll besetzt gemütlich auf der Originaltrasse die Schlucht rauf und runter. Das Wetter spielte mit und wir hatten einen sehr netten Tag.Les mer

  • Weihnachten in Dunedin an der Ostküste

    24. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach den Catlins verbrachten wir die Weihnachtsfeiertage in Dunedin an der Ostküste der Südinsel. Wir buchten einen Camping in der Stadt rechtzeitig vor, damit wir sicher einen Platz haben. Da aktuell neben dem normalen, internationalen Touristenstrom nun auch noch in Neuseeland Sommerferien sind, ist es nicht mehr ganz so sicher, einfach ohne Reservierung irgendwo aufzuschlagen und einen Platz zu ergattern. Ab Mitte Januar ist der Spuk dann vorbei und das spontane Reisen wird hoffentlich wieder besser möglich sein.

    Dunedin ist ein nettes, lebendiges Universitätsstädtchen, welches uns gut gefallen hat. Es ist nicht nur flach und man sieht selbst von der Stadtmitte aus die umliegenden Hügel mit netten Häuschen. Vorgelagert ist die sehr schöne Otago Peninsula. Eine Halbinsel mit grünen Hügeln, schroffen Küsten, historischen Gebäuden, einsamen Wanderwegen und einer artenreichen, lokalen Tierwelt. Wir haben uns für Besuche im Garten des Larnach Castle und dem Royal Albatross Center entschieden.

    Das Wetter war in diesen Tagen sehr wechselhaft und oft nass. Neben dem Himmel tropften auch unsere Nasen. Peter war erkältet und Stephi hatte mit der einen oder anderen Heuschnupfenattacke zu tun. Gutes Timing also mal etwas zu rasten, zumal am ersten Weihnachtsfeiertag sowieso so ziemlich alles geschlossen hat. Wie beschränkten uns daher auf die gängigen Sight-Seeing-Spots und machten ansonsten neben weiterer Reiseplanung einfach mal nichts.
    Les mer

  • Noch vielfach unberührt: The Catlins

    22. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Im südlichen Southland liegt die Gegend "The Catlins". Es ist eine, noch nicht so sehr überlaufene Region am östlichen unteren Ende der Südinsel. Die Gegend ist rund 100 km lang und bezaubert durch beeindruckende Landschaften, schroffe Küsten mit Leuchttürmen, dichten Wäldern mit malerischen Wasserfällen sowie Gras- und Sumpfebenen. Die spezielle Strasse, welche durch diese abgelegene Gegend führt, ist die "Southern Scenic Route". Die letzten beiden Tage verbrachten wir friedlich dort und durften das oder andere landschaftliche Kleinod entdecken.

    Mittlerweile sind 45 Tage vergangen und wir haben Halbzeit in Neuseeland. Viel haben wir erlebt, gesehen, bestaunt und noch etliches liegt vor uns. Ihr habt uns begleitet und vielleicht noch immer Lust, unsere Reise weiterhin etwas zu verfolgen. Das freut uns natürlich sehr und wir möchten die Gelegenheit nutzen, Euch für Euer Interesse, die netten Kommentare (in unterschiedlichen Kanälen) und willkommenen Tipps sehr herzlich zu danken! Das bedeutet uns viel!

    So, und jetzt ist Weihnachten. Bei uns etwas früher als bei Euch. Wir wünschen Euch schon jetzt frohe, erholsame und besinnliche Festtage und einen guten Start in ein gesundes, harmonisches und erfolgreiches Jahr 2026!
    Les mer

  • Wer von Euch kennt Burt Munro?

    20. desember 2025, New Zealand ⋅ 🌬 13 °C

    Oder "The World's Fastest Indian"? Menschen mit Benzin im Blut werden jetzt hellhörig und unruhig. Und das mit Recht, denn diesen Footprint widmen wir einem Mann, den man ohne jeden Zweifel als Legende bezeichnen kann und muss.

    Burt Munro war ein neuseeländischer Motorradrennfahrer und ein Sohn der Stadt Invercargill. Er besass eine Indian Scout aus dem Jahr 1920, welche er über etliche Jahrzehnte selbst umbaute und teilweise sehr abenteuerlich modifizierte. Mit diesem Motorrad stellte er mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf, den Wichtigsten sicherlich im Jahr 1967 in den Bonneville Salt Flats in den USA. Munro selbst war damals schon 68 Jahre alt, seine Indian 47 Jahre. Dieser Rekord von 184.087 mph (inoffiziell gar 205.67 mph) ist bis heute ungeschlagen.

    In Invercargill ist das Original ausgestellt - in einem Baumarkt namens E Hayes and Sons, einem motorsportbegeisterten Familienunternehmen. Dazu etliche Details aus dem Leben von Burt Munro, nebst noch einigen anderen Zweirädern. Als öffentliche Ausstellung, inmitten ihrer Artikel, welche dort für den Baubedarf ganz normal erworben werden können. Ein sehr aussergewöhnlicher Markt, welcher in einer wunderbaren Ausstellung diesen Ausnahmesportler auf ganz eigene Weise weiterleben lässt.

    2005 wurde ihm mit dem Streifen "The World's Fastest Indian" (deutscher Titel: Mit Herz und Hand) ein weiteres Denkmal gesetzt. Der grossartige Anthony Hopkins verkörpert Burt Munro als liebenswerten und charmanten alten Mann, der sich nicht unterkriegen lässt, seinen Traum lebt und das erreicht, was er sich immer erträumt hat. Sehr sehr sehenswert!

    In Invercargill gibt es noch zwei weitere Museen, die sich mit Zwei- und Vierrädern befassen: die "Bill Richardson Transport World" und das "Classic Motorcycle Mecca". Das erste ist eine riesige Sammlung von über 300 Oldtimern, insbesondere Lastwagen und Traktoren, aber auch Relikte wie z.B. Tanksäulen und Jukeboxen aus mehreren Jahrzehnten. Alles wird mit einer unglaublichen Liebe zum Detail zur Schau gestellt - aussergewöhnlich und hochinteressant, auch für Nicht-Technikfreaks. Im zweiten Museum waren wir nicht.
    Les mer

  • Der unbekanntere Doubtful Sound

    18. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Neben dem Milford Sound lockt uns auch der etwas weniger berühmte Doubtful Sound. Warum doubtful bzw. zweifelhaft? Nun, der Entdecker und Seefahrer Kaptän James Cook war sich 1770 unsicher, ob ankern hier überhaupt möglich ist. Daher der etwas weniger schmeichelhafte Name. Dabei muss sich dieser Meeresarm überhaupt nicht verstecken. Er ist fast 3x grösser als der Milford Sound und mit 421 Metern der tiefste der örtlichen Fjorde. Mit den Browne Falls (mit 834 Meter der höchste Wasserfall in ganz Neuseeland), seinen steilen Felswänden, dem kristallklaren Wasser, etlichen weiteren Wasserfällen und einer bezaubernden Pflanzen- und Tierwelt verfügt er über seine ganz eigenen Highlights. Ausserdem trägt er den schönen Beinamen "The Sound of Silence" bzw. der Fjord der Stille. Diese tatsächlich unvergleichliche Ruhe, gepaart mit dem melodischen Zwitschern der Vögel, spürt man sehr deutlich, wenn der Kapitän in einem Seitenarm des Fjords für einige Minuten die Motoren stoppt und alle einfach nur lauschen.

    Direkt auf eigener Achse erreicht man den Startpunkt nicht, sondern mit jeweils einstündigen Hin- und Rücktransfers auf dem Manapouri-See und anschliessend dem Bus über den Wilmot-Pass. Die örtlichen Agenturen bieten dafür geschäftstüchtig Tagestouren an, die gerne gebucht werden. Wir starteten am Donnerstag gegen 10:30 Uhr und freuten uns, neben den schon erwähnten Transfers, auf eine 3-stündige Schifffahrt.

    Zwischen See- und Bustransfer erwartete uns ein weniger schönes Empfangskomitee - Sandflys. Hunderte, Tausende, Millionen!!! Klein, schwarz, gemütlich schwebend, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Aber: das sind als Insekten getarnte Vampire, denen es nach Menschenblut dürstet! Viecher, die die Welt echt nicht braucht. Zum Glück gibt's entsprechende Mittel und Wege, die einen schützen. Zumindest halbwegs.

    Das Wetter wollte noch weniger mitspielen als gestern. Daher sind die heutigen Bilder etwas düsterer. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Tour an sich war abwechslungsreicher und länger als im Milford Sound und hat uns keinesfalls weniger begeistert. Im Gegenteil! Wie können diese Tagestour vorbehaltlos weiterempfehlen.
    Les mer

  • Auf zum berühmtem Milford Sound

    17. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Acht inoffizielle Weltwunder gibt es einige, der Milford Sound gilt als eines davon. Es ist der nördlichste Meeresarm des Fjordlands, rund 15 km lang, häufig weniger als 1 km breit und endet im tasmanischen Meer. Es gibt keinen wirklichen Ort dort, dafür aber ein professionelles Cruise Terminal, von wo aus die zahlreichen Ausflüge auf dem Wasser starten und enden. Erreichbar ist der Milford Sound von Te Anau über den State Highway 94, eine Strecke von rund 120 km, die ausschliesslich an diesen Ort führt.

    Die Fahrt dorthin ist wunderschön und an sich schon ein Highlight. Gegen Ende geht es hoch hinauf, links und rechts werden die Felswände immer höher, steiler und enger. Hier und da fliessen kleine Rinnsale den Stein hinunter, bis es auf einmal "Stopp" heisst. Der, für europäische Verhältnisse, recht einfache Homer-Tunnel bremst alle aus, da er nur einspurig befahren werden kann. Macht nichts, in dieser mächtigen Kulisse wartet man gern.

    Gegen 15:55 Uhr hiess es für uns "Schiff ahoi" und wir legten ab zu einer zweistündigen Ausfahrt. Unsere Eindrücke dieses imponierenden Ortes seht Ihr in den Bildern. Die steilen, mit Bäumen, Moosen und Farnen gespickten Felsen, an denen etliche Wasserfälle hinabfliessen, sind wahrlich atemberaubend.

    Auf dem Rückweg hatten wir noch netten Kontakt mit einem Kea, einer einheimischen Papageienart. Lustige Gesellen sind das. Sehr neugierig, vorwitzig und verspielt. So ziemlich jeder, der mit dem Wagen anhält, wird von ihnen begrüsst. Kein Dichtgummi an Tür oder Fenster ist vor ihnen sicher.
    Les mer

  • Der Fjordland National Park ruft!

    16. desember 2025, New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach dem herrlichen Tag am Mount Cook hatten wir am darauffolgenden Sonntag eine aussichtsreiche Wanderung in Wanaka im Sinn. Leider überzog der Himmel und wir vertagten diese auf den Rückweg zur Nordinsel Anfang Januar 2026. Also weiter Richtung Queenstown. Dort gab es für uns keinen Stellplatz - weder offiziell noch frei. Mist, wir wollen da doch Jetboat fahren! Gut, noch ein Punkt für den Rückweg und noch weiter Richtung Süden nach Te Anau. Dort verbrachten wir den verregneten Tag auf einem Campingplatz, machten Wäsche und die weitere Reiseplanung für die nächsten Tage mit Besuchen von Milford- und Doubtful Sound an Mittwoch und Donnerstag.

    Dafür buchten wir zwei Nächte auf einem freien Camping, unweit vom ersten Fjord, dem Milford Sound. Dieser liegt idyllisch an einem mystischen Wald beim Lake Gunn. Wenn man so durchschlendert, kommt man sich vor wie ein Hobbit oder Harry Potter.

    Am nächsten Morgen besuchten wir vormittags den Lake Marian und seine Wasserfälle im nördlichen Fjordland Nationalpark. Nun, Fälle ist vielleicht etwas übertrieben. Peter meinte, das sei ein Wildbach, weil nichts wirklich von oben fällt. Wo er recht hat, hat er recht. Wieder drängt sich ein Vergleich zum Berner Oberland auf: die Giessbachfälle. Zumindest der untere Teil. Ähnlich kaskadenartig sucht sich das Wasser hier in breiterem Bett seinen Weg. Zweifellos ein sehr schöner Anblick.

    Über gut 400 Höhenmeter erklommen wir weiter den Weg hoch zum Lake Marian. In der Beschreibung hiess es Level 3 von 3 Leveln, teilweise sehr steil und vereinzelt Kletterpassagen - etwas für Abenteuerlustige. Na klar, machen wir! Wenn es (Stephi) zu taff wird, kehren wir halt wieder um. In der Tat war der Pfad nicht ohne und wir kamen echt ins Schwitzen.

    Auffallend war, dass fast alle, denen wir begegnet sind, mind. 30 Jahre oder mehr jünger waren als wir. Wir haben uns dann gefragt, was die wohl bei unserem Anblick denken? "Was machen die denn hier? Seniorenausflug? Haben die sich verlaufen? Die Frau mit den Stöcken sieht aber etwas unbeholfen aus. Und der arme Mann, muss hinter seiner holprigen Frau herlaufen. Wahrscheinlich hat ihm das Biest auch noch die Stöcke weggenommen."

    Ihr seht, wir hatten es lustig und haben natürlich den Weg, wie die Jugend, mit Bravour absolviert 😃. Die Ausblicke oben waren einfach nur phantastisch!
    Les mer

  • Das Matterhorn von Neuseeland

    13. desember 2025, New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach nur rund einer halben Stunde Fahrt kommt man an den nächsten See im Mackenzie Basin - dem Lake Pukaki. Wie auch der kleinere Lake Tekapo strahlt er am Tag in sattem türkis. So ähnlich wie der Brienzer See und die Aare in Interlaken im Berner Oberland der Schweiz. Der Lake Pukaki ist ein Stausee, dessen Staumauer über mehrere Jahrzehnte mehrmals angehoben wurde, weshalb der See mit den Jahren flächenmässig immer mehr anwuchs.

    Der erste Lookout bot eine traumhafte Sicht auf die verschneiten Berge. Beim höchsten der Gipfel haben wir uns gefragt "Ist er es oder ist er es nicht?". Ja, er ist es. Der Mount Cook oder auch Aoraki, mit 3754 Meter der höchste Berg Neuseelands. Wie Ihr seht, hatten wir (und er) Wetterglück. So präsentierte er sich von seiner schönsten Seite und wir konnten uns nicht sattsehen. Den ganzen Tag nicht. Selbst von unserem Stellplatz hatten wir einen traumhaften Blick auf die Berge und den See. Aoraki begleitete uns bei strahlend blauem Himmel bis in die Nacht.
    Les mer

  • Was für eine Farbenpracht!

    12. desember 2025, New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach Christchurch und einem Besuch von Stephi beim Coiffeur (das war nötig, wie Ihr im letzten Footprint gesehen habt …) machten wir uns auf in Richtung Mackenzie Basin. Einfach gesprochen handelt es sich dabei um ein Flachland inmitten von hohen Gebirgszügen. Sein Himmel gilt aufgrund der sauberen Luft als das grösste Dark Sky Reserve bzw. Dunkelhimmel-Reservat der Welt. Darin finden sich etliche Seen, u.a. der Lake Tekapo. Unser heutiges Ziel.

    Auf dem Weg dahin staunten wir nicht schlecht. Links und rechts der Fahrbahn nahm die Dichte an rosa- und lilafarbenen Lupinen mehr und mehr zu … bis zu einem Feld eben dieser Blumen, an dem wirklich jeder hält. Unglaublich, die Dichte, die Farben, der Duft, welcher bei Stephi Erinnerungen an Indien weckte. Wahrlich überwältigend! Tatsächlich stammen Lupinen nicht von hier und wurden einst als Bodenstabilisator eingeführt. Dass sie sich so sehr ausbreiten und vermehren, war nicht beabsichtigt. Wie auch der Ginster sind sie ökologisch nicht sinnvoll, da sie einheimische Pflanzen verdrängen. Schön anzusehen sind sie dennoch und begleiten uns auch noch eine Weile.

    Am frühen Samstag morgen machten wir uns gegen 05:20 Uhr auf den Weg zum Sunrise-Spotting vom Mount John, wo auch das gleichnamige Observatory steht. Gegen 06:00 Uhr waren wir oben und wurden von etlichen Schafen begrüsst. Eine wirklich schöne Morgenstimmung! Leider war der Himmel nicht so klar wie gewünscht, die Ausblicke dennoch gigantisch. Das frühe Aufstehen hatte sich ohne Frage gelohnt.

    Unten am See gibt es noch eine hübsche kleine Kapelle - die "Church of the Good Shepherd". Sie wurde 1935 aus Steinen, welche im Umkreis von 5 Meilen gesammelt und in ihrer ursprünglichen Form belassen wurden, erbaut. Peter hatte 1985 damals direkt daneben gezeltet. Heute ist das natürlich nicht mehr möglich und auch nicht gestattet.
    Les mer

  • Ein Nachmittag in Christchurch

    11. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Christchurch, die grösste Stadt der Südinsel. Eigentlich ein relativ unscheinbares, gemütliches, neuseeländisches Städtchen. Euch mag sie dennoch durch einige schreckliche Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit ein Begriff sein. Etliche Erdbeben erschütterten ab Herbst 2010 die Stadt. Das aber mit Abstand Schlimmste fand im Februar 2011 statt. Es forderte 185 Todesopfer und verursachte verheerende Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Gut vier Jahre später fand ein grausamer Terroranschlag statt, bei dem zwei Moscheen angegriffen wurden und weitere 51 Menschen ihr Leben lassen mussten.

    Wie haben wir mit diesem Wissen die Stadt wahrgenommen? Peter war vor 40 Jahren schon dort und hat sie mit viel viktorianischem Flair in Erinnerung. Davon ist leider nicht mehr so viel übrig und es hat mittlerweile etliche futuristische Bauten. Insgesamt ergibt das einen bunten Mix aus Baustilen, der einem manchmal in den Augen weh tut, insgesamt aber weltoffen und stimmig ist. Ebenso empfanden wir die Menschen - superfreundlich, aufrecht und lebensfroh. Es scheint, als lassen sich Stadt und Leute nicht unterkriegen. Und das ist gut so!
    Les mer

  • Auf und ab in der Gegend um Akaroa

    9. desember 2025, New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    In den vergangenen drei Tagen ging es für uns mehrfach rauf und runter. Auf schwiizerdütsch "uufa und aba", auf schwäbisch "nuff ond naa". Melodischer klingt es auf Māori (Sprache der indigenen Maori) mit "ki runga me raro", fast langweilig auf englisch mit "up and down". Tatsächlich hätte es auch fast "de haut en bas" geheissen, denn Akaroa wäre 1837 fast französische Kolonie geworden. Die Engländer haben dies wenig später unterbunden, damit war die Sache vom Tisch. Fast zumindest. Heute noch findet man französisches Flair durch die Namensgebung von etlichen Strassen, Restaurants und Boutiquen. Eine Boulangerie beispielsweise begeistert mit hervorragenden Backwaren. Das Croissant am Morgen war köstlich.

    Aber von vorne: am Montag machten wir uns wieder auf den Weg gen Süden. Nach einem kurzen Stopp in Christchurch erreichten wir am späten Nachmittag das idyllische Akaroa. Ein reizender Ort an einer Bucht mit einem freien Stellplatz am Wasser, welcher leider schon überfüllt war. Schnurstracks wichen wir auf den einzigen Campingplatz am Ort aus und fanden dort einen der schönsten Stellplätze unserer bisherigen Reise. Völlig unverhofft - toll!

    Dienstag wanderten wir - natürlich hoch. Ganz hoch auf den Stony Bay Peak. Von quasi 0 auf 806 hm und wieder zurück. War stramm und wunderschön. Das platte, aber unglaublich gute Gefühl, welches man am Abend nach einem anstrengenden Marsch geniessen darf, kennt Ihr alle sicher auch. Es ist immer wieder herrlich!

    Mittwoch gings erneut aufs Velo und ... Ihr ahnt es schon ... genau, hoch. Diesmal mit E-Bikes von SCOTT. Und etwas "E" hat es hier aber auch wirklich gebraucht. Die Anstiege waren echt deftig, regelrechte Abschussrampen. Sogar der ambitionierte Peter hat hier und da freiwillig ein Level hochgeschalten. Nach einigen Stunden waren die Akkus der Bikes leer und wir reif für einen Apero, den wir uns auch redlich verdient hatten.

    Am heutigen Donnerstag verliessen wir diese schöne Halbinsel über die sogenannte Summit Road. Der Name sagts schon … Höhenstrasse. Sie ist eng, kurvenreich und verläuft aussichtsreich an den Rändern erloschener Vulkane entlang. Die Ausblicke waren einfach nur phantastisch! Sehr, sehr empfehlenswert!
    Les mer

  • Etwas Licht, ein Wal und hunderte Seals

    7. desember 2025, New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Nachdem das Wetter an der Westküste wieder regnerischer wurde, suchten wir die Sonne und fanden sie gemäss Wetterberichten (welche sich ausnahmsweise mal einig waren) an der Ostküste. Also nichts wie hin. Wir teilten die Fahrt von rund 400 km auf zwei Tage auf und trafen im Landesinneren unverhofft auf den interessanten Ort Reefton. Er trägt selbstbewusst und aus gutem Grund den Beinamen "The Town of Light". Tatsächlich ist es ein kleines Bergbaustädtchen, welches 1888 der erste Ort in Neuseeland und der südlichen Hemisphäre mit einer öffentlichen Stromversorgung und elektrischer Straßenbeleuchtung war. Ein interessanter Rundweg informiert über den Werdegang von Reefton mit seinem eigenen kleinen, damals selbst entwickelten Wasserwerk.

    Kaikōura an der Ostküste lebt von und mit seinen Tieren - im Wasser und an Land. Beides wollten wir sehen und buchten eine Whale Watching Fahrt am frühen Sonntag morgen. Nur ein Pottwal namens Manu zeigte sich nach rund 2 Stunden Warten. Somit war ihm die Aufmerksamkeit aller Wartenden sicher. Er hielt sich ein paar Minuten an der Oberfläche auf, prustete ein paar Mal um dann wieder langsam und grazil ins ruhige Meer abzutauchen.

    Am Nachmittag liefen wir den Kaikōura Peninsula Walkway, welcher über eine Strecke von rund 12 km die vorgelagerte Halbinsel umrundet. Von unten kann man hunderte Seelöwen in ihrer Kolonie am Ende der Peninsula beobachten, von oben hat man einen wunderbaren Blick über die Buchten.
    Les mer

  • Pancake Rocks in Punakaiki

    5. desember 2025, New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    Was hat die neuseeländische Westküste der Südinsel mit Eierkuchen zu tun? Ganz einfach - es gibt die einzigartigen Pancake Rocks!

    Vor etlichen Millionen Jahren entstanden aus Ablagerungen von Kalksedimenten, Tonmineralien und Sand (Überreste von Meerestieren und Pflanzen) auf dem Meeresboden Gesteinsschichten unterschiedlicher Härte. Diese wurden durch seismische Aktivitäten an die Oberfläche gehoben und waren nun Wind und Wetter ausgesetzt. Weichere Schichten verschwanden schneller während härtere Kalkschichten langsamer erodierten. Die Folge sind unzählige horizontale Schichten, unterschiedlich aufgetürmt und vom Meer spektakulär umspült. Die Formgebung erinnert an aufeinandergestapelte Pfannkuchen, was diesen besonderen Felsformationen ihren treffenden Namen gibt.

    Die Erosion schuf auch Höhlen, Rohre und Löcher - sogenannte Blowholes. Bei Flut geht's dann ab, wenn die Wellen durch diese Öffnungen drücken und das Wasser wie Fontänen nach oben schiessen lässt.

    Dieser Spot liegt wunderschön an Neuseelands einzigartiger Küstenstrasse, welche anteilig dem New Zealand State Highway 6 zugehörig ist. Der Abschnitt zwischen Westport und Greymouth trägt zu Recht den Beinnamen "Great Coast Road" und kann der bekannten "Great Ocean Road" in Australien oder dem kalifornischen "Highway Number 1" am Pazifik sehr wohl das Wasser reichen.
    Les mer

  • Der Kawatiri Coastal Trail

    3. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    An der Westküste bei Westport schwangen wir uns erneut aufs Velo, um das obere Teilstück des Kawatiri Coastal Trails abzuradeln. Es handelt sich dabei um einen einfachen, exzellent gepflegten Rad- und Wanderweg von rund 40 km Länge, welcher die Gemeinden Westport und Charleston im Buller District verbindet.

    Erneut mieteten wir uns Bikes … wobei der Begriff "Bike" hier etwas übertrieben ist. Wir fanden nur E-Bikes und Trekkingfahrräder. Für den eingefleischten Mountainbiker Peter ein Tiefschlag. Das ist in etwa so, als setze man einen Formel-1-Rennfahrer in einen Ford Fiesta. Er meinte, wenn das seine Bike-Kollegen aus CH sehen, dann nehmen sie ihn nicht mehr ernst, geschweige denn weiterhin mit ...

    Nun, ganz so schlimm ist es dann doch nicht gewesen. Die Bikes waren aus dem schwäbischen Magstadt (MERIDA), einwandfrei in Schuss und für die Strecke völlig ausreichend. Bei wunderbarem Wetter starten wir früh und machten uns auf den Weg. Unterwegs sahen wir neben herrliche Küsten, einen charmanten, kleinen Leuchtturm, eine Seelöwenkolonie, Aale in einem Flussbett und kreuzten durch ein märchenhaft, weitestgehend unberührtes Hinterland.
    Les mer

  • Zwei Tage im Abel Tasman National Park

    2. desember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach den Marlborough Sounds gings weiter nach Nordwesten in den Abel Tasman National Park. Die mehrstündige Fahrt dorthin war verregnet, aber das machte rein gar nichts. Mittlerweile nutzen wir solche Tage als Reisetage und die Sonnenstunden (die es glücklicherweise in ausreichender Menge gibt) für weitere Erlebnisse im herrlichen Neuseeland.

    Die Wetterprognosen für Montag und Dienstag waren gut und wir buchten eine geführte Kayak-Tour entlang der Küste sowie den Bootstransfer zu einer Wanderung durch Küstenwälder und zu zauberhaften Sandstränden. Ein Stellplatz mit Meerblick auf dem Camping in erster Reihe rundete unser Vorhaben gelungen ab.

    Montagmorgen gings per Wassertaxi zum Startpunkt, wo eine sorgfältige Einweisung in die Kayaks, das Zubehör und das Handling erfolgte. Guides und Equipment waren hervorragend, die Betreuung ebenso. Wir schlugen uns zu zweit im Kayak ganz gut und weitestgehend synchron. Warum wir trotzdem immer am Ende unser 10-köpfigen Gruppe waren, wissen nur die Wassergötter. Uns war das egal. Wir genossen das Erlebnis im gemeinsamen Boot, gemütlich schaukelnd durch die tasmanische Bucht, in vollen Zügen.

    Am nächsten Tag hatten wir noch eine Küstenwanderung im oberen Teil des Parks im Sinn. Dorthin ging es ebenfalls per Bootstransfer und dann zu Fuss durch Küstenwälder, auf und ab, von Strand zu Strand. Hier und da ein Wasserlauf oder Wasserfall, etliche Lagunen mit glasklarem Wasser sowie helle und lange Standstrände vermittelten stellenweise fast karibisches Flair.
    Les mer

  • Ferien ohne Bike ist wie Suppe ohne Salz

    29. november 2025, New Zealand ⋅ ⛅ 20 °C

    Das geht natürlich gar nicht! Die eine oder andere Bike-Tour muss schon sein. Die erste um den Queen Charlotte Sound hatten wir für Freitag geplant, aber wegen unerwarteten Regens in der Nacht und am Morgen um einen Tag verschoben. Und das war ein guter Entscheid.

    Freitag klarte das Wetter im Lauf des Tages auf und wir liefen auf einen naheliegenden Lookout. Der Blick über das Örtchen Picton und den Hafen waren jeden Schritt und jeden Schweisstropfen wert.

    Am heutigen Samstag ging es dann endlich aufs Bike. Über einen örtlichen Veranstalter buchten wir Velos (nagelneue, echt gute Hardtails von TREK) wie auch die Bootsfahrten, mit welchen wir am frühen Morgen und am Nachmittag zu Start- und Zielpunkt gelangten. Der Track von rund 25 km und gut 1000 hm sollte also machbar sein. Für Peter, hauptberuflich Bergziege, sowieso gar kein Problem. Stephi hatte da schon etwas mehr zu kämpfen.

    Um es vorwegzunehmen, es ist alles heil geblieben! Bikes, Knochen - alles! Die Tour war traumhaft, die Ausblicke über Buchten, das Wasser und die Landzungen atemberaubend. Ein grossartiges Erlebnis, welches uns sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.
    Les mer

  • Überfahrt Wellington - Picton

    25. november 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 21 °C

    Dienstag früher morgen - die Südinsel ruft! Im Hafen von Wellington steht die Fähre zum Beladen schon parat. Etliche kleine und grosse Fahrzeuge auch. Und wir natürlich - pünktlich und voller Vorfreude.

    Vom Hafen- und Fährpersonal hervorragend instruiert, parkieren alle sauber dicht an dicht. Rund 3,5 Stunden nimmt die Fahrt über rund 100 km Strecke in Anspruch. Raus aus der einen Bucht und dann dauert es nicht lange, bis man den Queen Charlotte Sound, einen Meeresarm im nördlichen Marlborough District der Südinsel, erreicht. Küstenblick hat man somit eigentlich die ganze Zeit.

    Picton selbst ist nur ein sehr kleiner Ort und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der sich vorwiegend dem Transferverkehr auf dem Meer und der Schiene verschrieben hat. Dementsprechend ist er für viele Touristen nur Durchgangsstation. Für uns aber nicht. Wir wollen den Meeresarm auch auf dem Landweg erkunden und beabsichtigen uns dafür aufs Velo zu schwingen. Dafür muss es aber erstmal aufhören zu regnen ...

    Wir überbrücken die Zeit mit Reiseplanung, Stricken und Lesen. Nach den letzten Wochen ist diese Pause durchaus sehr entspannend und kein Beinbruch. Und glücklicherweise wird die Nässe nicht von langer Dauer sein. Trockenes Wetter und Sonne ist für den morgigen Freitag angekündigt.
    Les mer