TrailSoulKev
zu Fuß (als TrailSoulKev) und per Gravelbike (als GravelCowboyKev) unterwegs in Europa Baca lagi🇩🇪Aachen
  • In zwei Zügen zu vier Burgen

    17 Ogos 2025, Jerman ⋅ ☁️ 21 °C

    Howdy, Freunde des staubigen Pfads. TrailSoulKev sattelt wieder auf. Heute hab ich die Zügel in die Hand genommen und bin losgezogen auf eine neue Spur – den Eifelbahnsteig. Ein Name, der nach Schienen klingt, aber in Wahrheit mehr nach Wildnis schmeckt, nach Schweiß und Staub und dem endlosen Takt von Stiefeln auf hartem Grund. Ich sag’s gleich: Wer hier unterwegs ist, der ist kein Spaziergänger. Das ist ein Trail, rau und ehrlich, und du musst mit dir selbst klarkommen, wenn die Sonne brennt und der Wind dir den Staub ins Gesicht treibt.

    Ich hab mein Pferd – sprich, den Wagen – in Satzvey stehen lassen, dem Ziel für heute, und hab mir per Zug den Ritt zurück nach Stotzheim gegönnt. Naja, eher per Schienenersatzverkehr, was ungefähr so viel Abenteuer in sich trägt wie ein lahmer Muli. Egal, der Trail ruft, und ich folge.

    Von Stotzheim aus geht’s gleich raus in die Wiesen, die Erft an meiner Seite, so still wie eine alte Gefährtin. Ein paar Gärten, ein Stück Straße, und dann verschluckt mich der Wald. Da liegt ein verlassenes Fabrikgelände, rostig, verfallen, wie ein alter Outlaw, der seine besten Zeiten hinter sich hat. Gleich daneben führt ein schmaler Pfad bergauf zur Hardtburg. Versteckt liegt sie da, hinter Büschen und Bäumen, wie ein alter Schatz, den keiner mehr hebt. Ich umrunde sie einmal, schnuppere an den alten Steinen, dann weiter, pfadig, immer tiefer in den Wald.

    Da draußen stößt man auf Relikte, die wirken wie Geister aus der Vergangenheit – die ehemalige Sendestelle vom Regierungsbunker, überwuchert, einsam, still. Beton mitten im Wald, wie ein Fremdkörper. Der Wind rauscht drüber hinweg, und ich denke: Auch Festungen werden irgendwann zu Ruinen.

    Über den Alten Burgberg geht’s weiter. 272 Meter klingen nicht nach viel, aber die Serpentinen ziehen mir Schweiß auf die Stirn. Der Abstieg nach Kreuzweingarten ist steil, der Boden lose, und die Sonne brennt von oben. Unten grüßt der Bahnhof – außer Betrieb, so wie vieles hier, was mal Bedeutung hatte. Aber die Römer, die wussten, wie man Spuren hinterlässt. Ein kleiner Tempel steht noch, und die Reste der alten Wasserleitung nach Köln. Ich streiche mit den Fingern über die Steine – kalt, rau, uralt. Männer wie wir sind nur Staub im Wind gegen solche Zeit.

    Die Mittagspause krön ich in Maria Rast – Käsekuchen und Fassbrause. Freunde, glaubt mir: Nach einem staubigen Marsch schmeckt das wie der erste Schluck Whiskey nach einer endlosen Wüstenetappe. Ich sitze da, schweigend, lasse den Blick übers Land schweifen, und spüre, wie der Trail in mir arbeitet.

    Dann wieder raus, immer am Waldrand entlang, die Sonne im Rücken, das Land weit vor mir. An einem Golfplatz vorbei – ich sag euch: komischer Sport, wenn Männer in feinen Hosen Bälle über grüne Wiesen jagen, während ich hier mit staubigen Stiefeln den Boden prügle. Aber gut, jeder hat seinen Ritt.

    Haus Zievel taucht auf, ehrwürdig, still. Burg Veynau lass ich links liegen – unzugänglich, die Brücke über den Veybach zerstört. Kein Durchkommen, kein Blick, nur Ahnung. Der Trail ist eben kein Zuckerschlecken. Manchmal musst du verzichten, manchmal den Kopf senken und weiterziehen.

    Und so lande ich schließlich in Satzvey, wo mein Auto wartet. 20 Kilometer auf harten Sohlen, drei Burgen, ein Römerheiligtum und ein verdammt guter Käsekuchen – das ist meine Bilanz.

    Heute hat mir der Trail gezeigt, was er ist: kein gemütlicher Spaziergang, sondern ein Ritt über alte Spuren, zwischen Burgruinen, Waldpfaden und verlorenen Geschichten. Die Sonne hat mir den Nacken verbrannt, der Staub klebt an den Stiefeln, und doch fühle ich mich leichter als am Morgen. Denn eins ist klar: Hier draußen zählt nicht, was du besitzt, sondern nur, ob du durchhältst.

    Am Ende des Tages bleibt ein kerniger Satz hängen: Der Eifelbahnsteig ist wie ein alter Revolver – schwer, ehrlich, ohne Schnickschnack. Wer ihn führen will, muss wissen, was er tut.
    Baca lagi

  • Ritt durch die Vergangenheit

    15 Ogos 2025, Jerman ⋅ ☀️ 26 °C

    Morgen, ihr staubgegerbten Wanderreiter.
    Heute hab ich mich von der Wasserlinie gelöst und bin hoch in die karge Höhe geritten – raus aus den sanften Ufern, rein in eine Landschaft, die Geschichten flüstert, wenn der Wind durch die Mauern zieht. 21 Kilometer, ein klarer Himmel, die Sonne wie ein alter Sheriff, der dich immer im Auge behält.

    ---

    Ich parke meinen Wagen in Einruhr, direkt am großen Platz, wo der Obersee morgens noch still wie ein blank geputzter Spiegel liegt. Statt brav am Wasser entlang bis zur Staumauer zu trotten, nehm ich den schmalen Pfad, der steil hinaufzieht. Die Luft wird trockener, der Blick weiter. Oben breitet sich eine Hochfläche aus – karg, offenes Land, als hätte jemand den Wald vergessen. Der Wind weht frei, ich rieche Gras und Staub.

    Dann steht plötzlich Wollseifen vor mir. Ein Geisterdorf. Keine Menschen, nur Mauern und die alte Kirche, die immer noch in den Himmel schaut. Die Sonne brennt auf die leeren Plätze, und für einen Moment ist es, als würden die Schritte der Vergangenheit noch irgendwo in den Schatten warten. Ich bleib still, geh langsam. Orte wie dieser brüllen nicht – sie reden leise, und nur wer zuhört, versteht.

    Von hier führt der Trail wieder hinunter, durch ein stilles Tal, bis Vogelsang vor mir liegt – diese wuchtige Anlage, schwer von Geschichte. Ich bleib am Rand stehen, lass das Ganze auf mich wirken, ohne Hast, ohne Kamera. Manche Orte nimmt man mit den Augen auf, andere mit der Haut.

    Hinter Vogelsang schluckt mich der Wald. Der Boden federt, das Licht bricht in grünen Wellen durch die Baumkronen. Der Modenhübel wartet noch – ein Aussichtspunkt, der seinen Namen wert ist. Von hier oben sieht das Urfttal aus wie ein aufgeschlagenes Buch, jede Kurve ein neuer Satz.

    Dann beginnt der Abstieg ins Tal. Der Fluss begleitet mich, mal still, mal murmelnd, immer dicht bei. Der Pfad läuft im Hang, weich und schmal, dann wieder direkt am Ufer, wo das Wasser über Steine glitzert. Das Tempo wird ruhiger, fast so, als hätte der Trail selbst beschlossen, den Tag ausklingen zu lassen.

    In Gemünd endet der Ritt. Der Bus bringt mich – mit einem Umstieg in Vogelsang – zurück nach Einruhr. Der Obersee liegt jetzt im warmen Abendlicht, als wüsste er, dass wir uns eine Weile nicht sehen werden.

    ---

    Heute war’s ein Abschied auf Zeit. Gemünd markiert für mich den Punkt, an dem der Eifelsteig kurz pausiert. Der nächste Abschnitt deckt sich fast mit dem Eifelbahnsteig – und so wird’s Zeit, die Spuren zu wechseln, ein paar Etappen weiter östlich zu reiten. Aber ich komme zurück, das weiß ich.

    „Manchmal musst du vom Weg abweichen, um ihm treu zu bleiben.“
    Baca lagi

  • Ritt am Fluss entlang

    11 Ogos 2025, Jerman ⋅ ☀️ 27 °C

    Morgen, ihr staubfesten Sattelfreunde.
    Heute stand die Königsetappe auf dem Plan – und ja, sie hat mich gefordert wie ein störrischer Mustang, den du erst zähmen musst. 24,5 Kilometer lang, voller Kanten, voller Höhen, voller kleiner Überraschungen am Wegesrand. Die zweite und dritte Etappe des Eifelsteigs sind sozusagen mein Backyard – aber selbst wenn du einen Landstrich in- und auswendig kennst, kann er dich noch packen.

    Ich parke mein Auto in Simmerath am Bushof, sattel den Rucksack und steige in den Bus nach Monschau. Der Trailhead liegt mitten im alten Ortskern, und schon der erste Schritt fühlt sich nach Aufbruch an. Vom Marktplatz geht’s nicht einfach geradeaus, sondern über schmale Treppchen, versteckte Durchgänge zwischen den Fachwerkhäusern, wo der Geruch von Holz, Kaffee und altem Stein in der Luft hängt. Kaum aus dem Ort, greift der Wald zu. Der Weg wird schmal, wurzelig – genau mein Ding.

    Die Felsen heißen hier Engelsley und Teufelsley. Der Himmel strahlt, der Wald riecht nach Sommer, und dann tritt ein Reh auf den Pfad, schaut mich an, als wolle es sagen: „Hier ist mein Revier, Cowboy.“ Ich halte kurz inne, lass es passieren – und merke ein paar Minuten später, dass ich vor lauter Staunen den Abzweig hinab zum Staudamm verpasst habe. Ein kleiner Umweg, dann gehts an der Perlenbachtalsperre entlang. Wasser glitzert zwischen Bäumen, irgendwo plätschert es leise – die Art von Moment, für die man draußen ist.

    Dann steigt der Weg an, hoch nach Höfen. Am Nationalparkhaus eine kurze Pause, ein freundliches Gespräch über die Busverbindungen zum und vom Trail, ein Happen zu essen und ein Schluck zu Trinken – der Ritt ist lang, da zählt jede Rast. Höfen selbst zeigt sich still, ordentlich, fast schläfrig. Kaum bin ich durch, geht’s wieder runter, vorbei an einem Köhlerplatz, wo man früher Holzkohle herstellte.

    Unten wartet die Rur. Mal folge ich ihr direkt am Wasser, mal führt der Steig hoch in den Hang, auf schmale Pfade mit Blick ins Tal. An den Aussichtspunkten Perdsley und Weißes Kreuz wird mir klar: Die Eifel ist kein Flachland. Der Aufstieg zum Weißen Kreuz brennt in den Beinen, der Abstieg danach noch mehr – als würde der Trail sagen: „Mal sehen, ob du’s ernst meinst, Freund.“

    In Hammer steht das Bistro am Campingplatz noch auf „geschlossen“, aber der Wirt hat Mitleid und reicht mir eine kalte Apfelschorle. Ein Schluck – und der Staub fällt von innen ab. Dedenborn dagegen zeigt mir die andere Seite: Laden zu, Wasserflasche bleibt leer. Ich ziehe weiter.

    Am Wolfshügel gibt’s den ersten Blick auf den Obersee. Glatt, still, wie eine große Einladung. Aber die letzten Kilometer ziehen sich. Die Sonne brennt, die Schatten werden länger, der Weg kurvt weiter durchs lichte Laub, bis ich endlich Einruhr erreiche. Kiosk zu – klar. Also rüber zur Bushaltestelle, Linie 63 zurück nach Simmerath, Beine hoch.

    Heute gab’s keine Gnade. Viel Pfad, viele Höhenmeter, viele Ausblicke – und jeder davon war es wert. Die Königsetappe trägt den Namen zu Recht. Wer hier durchkommt, hat den Eifelsteig verstanden: Er ist nicht da, um dir gefällig zu sein. Er ist da, um dich wach zu machen.

    „Ein guter Trail gibt dir nicht, was du willst – er gibt dir, was du brauchst.“

    Bis zum nächsten Ritt, Freunde.
    Euer TrailSoulKev 🤠
    Baca lagi

  • Ritt durchs Moor: Monschau

    8 Ogos 2025, Jerman ⋅ ☁️ 24 °C

    Moorritt zum Steling – zweiter Ritt auf dem Eifelsteig
    Roetgen → Monschau, ca. 18 km, bis 21°, meist wolkig, ab und zu Sonne

    ---

    Howdy, ihr staubtrockenen Weggefährten.
    Zweiter Tag im Sattel – und der Eifelsteig zeigt mir die kalte Schulter. Aber ich nehm’s wie ein Mann aus dem Westen: Zähne zusammenbeißen, Blick nach vorn, weiterreiten. Es war kein Tag für Postkartenfotos, sondern einer, an dem du merkst, wie sehr du dich manchmal durchkämpfen musst, um dann – ganz am Ende – doch noch belohnt zu werden.

    ---

    Der Tag beginnt mit stillen Wiesen und falschen Versprechen

    Ich parke wieder meinen alten Pickup in Roetgen – der steht jetzt schon wie ein treuer Hund bereit, wenn ich abends heimkehre. Noch schnell in den Supermarkt, Proviant laden – Brot, Wasser, ein Apfel – dann schultere ich den Rucksack und geh los. Die ersten Kilometer? Ruhig. Sanft. Wiesenwege, ein bisschen Wald, kaum jemand unterwegs. Der Weg ist weich, fließt gut unter den Stiefeln. Ich bin im Takt.

    Aber dann kommt die Grenze – Belgien. Und plötzlich wird der Trail zum Schachbrett. Breite, schnurgerade Forststraßen, asphaltiert, von Wald gesäumt. Kein Blick, kein Knick, kein Witz. Der Cowboy in mir flucht leise.

    Bei Reinartzhof denk ich: Vielleicht kommt hier was. Eine Geschichte, ein Ort, was Einsames, was Echtes. Die Geschichte der Familien, die hier früher lebten, abgeschieden vom Rest der Welt, geht mir nahe – aber vor Ort? Nichts. Nur Asphalt, Wald, und das Gefühl, dass die Vergangenheit längst begraben wurde unter Schotter und Maschinenspuren.

    Der Weg zieht sich wie ein alter Drahtzaun. Geradeaus, immer weiter, immer auf derselben Höhe, immer dieselbe Perspektive. Und das Hohe Venn? Das große, wilde, legendäre Hochmoor? Versteckt. Verwachsen. Ich seh nichts von seiner alten Kraft. Kein weiter Blick, kein Gefühl von Weite – nur der leise Frust, dass dieser Abschnitt einmal groß war und jetzt hinter Hecken und Fichten verschwunden ist.

    ---

    Stelinghütte – wo der Ritt wieder ins Herz geht

    Ich mach Rast an der Stelinghütte. Sitzbank, Schatten, ein wenig Wind. Kein Mensch da. Ich kaue mein Brot, trinke langsam. Und spüre: Der Tag ist noch nicht verloren. Ich muss nur durchhalten. Also weiter – immer noch geradeaus, aber endlich nicht mehr auf Asphalt. Der Weg wird steiniger, steigt an, führt hoch zum höchsten Punkt des Eifelsteigs: dem Steling, 658 Meter über dem Meer.

    Und hier? Da bricht es endlich auf.

    Der Wald lichtet sich. Die Weite kehrt zurück. Der Boden wird uneben, wurzelig, steinig. Ein Pfad, der sich seinen Weg sucht, nicht mehr aufgemalt, sondern gewachsen. Ich stehe auf dem Gipfel, schaue hinaus über das Monschauer Land. Der Wind weht, kräftig, kühl. Ich schließe kurz die Augen. Der Trail hat mich wieder.

    ---

    Abstieg nach Monschau – Eis, Pfade, Vergangenheit

    In Mützenich gönne ich mir im Dorfladen ein Eis. Echte Kugel, keine Industriepackung – fast wie eine Belohnung vom Trail selbst. Danach geht’s nur noch bergab. Ein schmaler Pfad, der sich am kleinen Laufenbach entlangschlängelt, wie eine heimliche Linie zurück in die Zivilisation.

    Und dann – Monschau. Fachwerk, Burg, Altstadtpflaster. Ich kraxle noch hoch zur Burg, weil’s dazugehört. Dann schlendere durch die Gassen, müde, aber wach. Diese Stadt hat was. Nicht kitschig, nicht totfotografiert – sie lebt, irgendwo zwischen Geschichte und Gegenwart.

    Am Busbahnhof wartet die Linie SB66. Alle halbe Stunde zurück nach Roetgen. Ich steig ein, setz mich, schau raus. Der Tag zieht vorbei, Baum für Baum, Gedanke für Gedanke.

    ---

    Fazit des Tages – staubig ehrlich

    Der zweite Ritt war kein leichter. Der Asphalt hat genervt, das Venn enttäuscht. Aber ich hab durchgehalten, hab mich durchgebissen – und wurde belohnt. Der Steling war stark, der Abstieg nach Monschau ein Geschenk.

    Nicht jeder Tag ist schön. Aber jeder Tag auf dem Trail ist echt.

    „Manche Wege sind hart, weil sie dich prüfen. Andere, weil sie dich formen. Und manchmal – tun sie beides auf einmal.“

    Wir sehen uns morgen, ihr Weggefährten.
    Euer TrailSoulKev 🤠🟫🟫🟫🟫🟫🟫🟫
    Baca lagi

  • Erster Ritt zum Struffelt

    7 Ogos 2025, Jerman ⋅ ⛅ 22 °C

    Howdy, ihr staubtrockenen Seelen der Straße.
    Heute hab ich die Stiefel geschnürt, den Rucksack geschultert und den Colt... äh, die Wasserflasche geladen. Der Eifelsteig ruft – 315 Kilometer raues Land, 15 Etappen voll Wind, Dreck, Wald und Wahrheit. Kein Glamping, kein Bullshit, kein Zierrat – nur du, der Trail, und was du draus machst. Ich hab mein Pferd – sprich: mein Auto – am Etappenziel in Roetgen angebunden, bin mit dem Blechkarren (Buslinie 66) weiter zum Start gerollt und in Kornelimünster ausgestiegen. Ab da galt nur noch eins: Immer Richtung Süden. Immer dem Ruf des Weges nach.

    ---

    Der Weg – wie ein alter Revolver, rostig, aber treffsicher

    Ich lasse Kornelimünster hinter mir, den letzten Gruß der Zivilisation, und trete ein in den Schatten der Bäume. Links von mir plätschert die Inde, als wolle sie mir sagen: "Mach dich locker, Cowboy, das hier wird kein Sonntagsspaziergang." Und sie hatte recht. Der Boden weich, fast morastig, aber die Luft klar wie frisch gezogene Limonade. Bald wird’s pfadig – Wurzelwerk, enge Kurven, alles ein bisschen bucklig. Kein Ort für Eitelkeit, aber genau mein Ding.

    Ich duck mich unter dem Falkenbachviadukt durch – ein uralter Koloss aus Stein, der sich über mich erhebt wie ein stiller Wächter. Dann rauf zur Bahnlinie, das Gleis als stählerner Begleiter zur Rechten. Ich marschiere, höre meinen Atem, das Knarzen der Stiefelsohlen, das Flüstern der Blätter. Hahn liegt bald vor mir, aber der Eifelsteig spielt heute nicht geradeaus – er schickt mich auf eine kleine Umleitung übers freie Feld, vorbei an grasenden Kühen, die mich anschauen, als sei ich der erste Wanderer seit dem großen Viehtrieb von 1872.

    Am Abenteuerspielplatz von Walheim gibt’s Kaltgetränke – und ja, ich hab zugegriffen. Cowboy hin oder her, kalte Cola am Wegesrand ist wie ein Schluck aus dem Jungbrunnen. Danach wird’s wieder ernster: Der Weg zieht an, bergauf, durch dichteren Wald. Friesenrath und Kitzenhaus verschwinden rechts und links wie Geisterorte, nur ein paar Dächer und Gartenzäune blitzen durch.

    Dann ein kleiner Holzsteg über den Bach Vicht – das Wasser rauscht, ich bleib kurz stehen, denk mir: Wenn’s einen Gott des Trails gibt, dann wohnt er in solchen Momenten. Kurz drauf wartet der Wurzeltrail bei Rott. Ich sag’s wie’s ist: schmal, schräg, krumm. Wer hier mit Flipflops unterwegs ist, der kann sich gleich ein Kreuz aufstellen lassen. Ich aber? Ich grins. Der Weg beißt – das mag ich.

    Dann geht’s rauf auf den Struffelt. Da ändert sich alles. Der Wald macht auf, die Heide breitet sich aus wie ein Teppich, und der Himmel hängt tief, als wär er mit groben Nägeln festgezurrt. Ich bleib stehen. Atme. Und dann geh ich weiter – über Holzbohlen, durch feuchtes Moorland, die Birken wie stille Späher am Rand. Der Wind kommt auf, streicht mir durch den Bart, als wollt er mich prüfen. "Hältst du durch, Cowboy?" – "Du kannst Gift drauf nehmen."

    Dann der Abstieg – steil und ruppig, runter zur Dreilägerbachtalsperre. Da glitzert das Wasser zwischen Bäumen, als wollte es sagen: „Du hast’s fast geschafft.“ Ich zieh den Hut, nicke stumm, geh vorbei am Wasserwerk, dann noch einmal durch Wald, dann über eine letzte Wiese. Und da steht sie – die Wanderstation Roetgen. Und mein Auto. Mein alter Pickup in dieser Geschichte. Endstation Tag 1.

    ---

    Erlebnisse am Wegesrand – oder: Der Trail verzeiht dir nix, aber gibt dir alles

    Heute hab ich keinen anderen Wanderer getroffen, nur Spuren im Matsch, Fußabdrücke von Unbekannten – und eine Spur Huftritt von einem Reh, vielleicht. Dafür hab ich was anderes gefunden: Wasserdost, diesen kleinen Heiler am Wegesrand. Rosa Blüten, dicke Blätter. Ich hab innegehalten, die Pflanze bestimmt, den Wind gespürt. Das ist es, was der Eifelsteig mit dir macht – er bringt dich runter. Er lässt dich schauen, riechen, fühlen. Nicht durch das Handy, sondern mit deiner Haut.

    Und da war noch dieser Moment oben auf dem Struffelt – wo die Sonne kurz durchbrach, der Wind sich legte, und alles still war. Keine Stimme, kein Laut, nur der Beat meines Herzens und der ferne Ruf eines Bussards. Wer sagt, das sei nur ein Wanderweg, der hat nie wirklich hingesehen.

    ---

    Fazit des Tages – rau, ehrlich, echt

    Tag 1 auf dem Eifelsteig war kein laues Vorspiel. Es war ein Ritt. Ein echter. Kein Highway, sondern ein Trampelpfad voller Charakter. 15 Kilometer Freiheit, Dreck, Stille und Weite. Manchmal hart, manchmal zärtlich. Ein wilder Ritt durch die Ränder der Zivilisation. Und ich? Ich hab jeden Meter gespürt.

    Morgen geht’s weiter. Weiter nach Süden. Denn wer einmal loszieht, der kehrt nicht mehr als derselbe zurück. Und wie sagt man bei uns in der Prärie?

    „Wenn der Weg dich ruft, dann geh – oder bleib für immer ein halber Mann.“

    Bis morgen, Trailfreunde.
    Euer TrailSoulKev 🤠
    Baca lagi

  • Dijon

    4 April 2025, Perancis ⋅ ☀️ 18 °C

    Tag 25
    13 km
    628 km gesamt

    Howdy, Freunde der weiten Wege,

    hier spricht TrailSoulKev – aus staubigen Stiefeln, mit müden Beinen und einem Herzen, das noch immer irgendwo zwischen Baumrinde und Windhauch auf dem Trail steckt. Heute war mein letzter Tag auf dem Chemin des Allemands – diesem alten Grenzweg zwischen Heimat und Aufbruch, zwischen Zivilisation und Wildnis. Wer hier geht, reitet ohne Pferd, aber mit derselben Zähigkeit, wie sie die Kerle damals brauchten, die mit nichts als einem Hut und einem Colt in der Hüfte das Land durchquerten.

    ---

    Der Weg – rau und ehrlich wie ein unbehandelter Holzbalken

    Der Tag begann in Messigny-et-Vantoux. Ein Nest, das sich noch dem Rhythmus der Natur beugt – keine Hektik, kein Großstadtpuls, nur das Krächzen der Raben und ein kühler Wind, der mir durchs Hemd zog. Die ersten Meter gingen sanft bergan, der Boden weich und federnd vom Regen der letzten Tage, bedeckt mit Laub, das unter meinen Stiefeln raschelte wie trockenes Heu in einer verfallenen Scheune.

    Ich stapfte hinein in ein stilles Waldstück – der letzte richtige Abschnitt Wildnis vor dem Einreiten in die Stadt. Die Luft roch nach Moos und Frühling, nach Holz und Freiheit. Links und rechts tauchten Mauerreste auf, die vom Vergangenen flüsterten. Ein paar Steine, vom Leben gezeichnet, genau wie ich. Vogelgezwitscher begleitete mich – keine sanfte Melodie, eher das kratzige Banjo eines alten Westlers, der den Takt für den letzten Marsch vorgibt.

    Der Trail schraubte sich durch den Wald, nie zu steil, aber auch nicht nachgiebig. Kein Weg für Weicheier, sondern für die, die wissen, dass jeder Schritt zählt. Irgendwann lichtete sich das Grün, und vor mir lag Ahuy – ein Vorort mit dem Charme einer müden Grenzstadt, die nicht mehr weiß, ob sie Wildnis oder Zivilisation ist.

    ---

    Vom Trail in die Stadt – per Droschke

    Ich hätt’ zu Fuß durchmarschieren können, Asphalt fressen und mir den Staub der Vorstadt auf die Zunge legen. Aber ehrlich? Ich bin Trail-Rider, kein Straßenläufer. Also stieg ich in den Bus – eine moderne Kutsche ohne Pferde – und ließ mich ins Herz von Dijon bringen. Kein Trick, kein Feiglingstour – nur eine Entscheidung, wie sie jeder Cowboy mal trifft, wenn der Horizont nicht mehr in der Steppe liegt, sondern zwischen Häuserschluchten.

    In Dijon angekommen, zog es mich schnurstracks zur Kathedrale. Hoch und würdevoll steht sie da, als wollte sie den Himmel festhalten. Ich saß eine Weile drin – schweigend, staunend, als wär’s mein letzter Ritt vorm Sonnenuntergang. Kein Gebet, kein Rosenkranz – nur ein stiller Dank. Für den Weg, für den Wind, für die Schmerzen in den Waden, die mir sagten: Du hast’s durchgezogen, Cowboy.

    ---

    Begegnungen & Gedanken – zwischen Staub und Seele

    Im Wald traf ich einen alten Franzosen mit Hund. "Vous êtes pèlerin?" fragte er. Ich nickte.
    "Le chemin, il vous change, n'est-ce pas?"
    "Oui, il te casse d'abord… puis il te montre qui tu es."
    Er grinste. Ich auch. Dann gingen wir weiter – jeder auf seinem Trail.

    Der Weg hat mich geschliffen wie Wasser den Stein. Ich bin keiner, der viel redet, schon gar nicht über Gefühlskram. Aber heute, am letzten Tag, da spürte ich es deutlich: Diese Reise war mehr als Kilometerfressen. Es war ein Ritt nach innen. Jeder Tritt ein Takt meines Herzschlags. Jeder Hügel eine Erinnerung an das, was ich hinter mir lasse – und das, was noch kommen darf.

    ---

    Abendessen & Abgesang

    Jetzt sitz ich in einem kleinen Bistro nahe der Altstadt. Ich hab mir ein Bœuf Bourguignon bestellt – schwer, ehrlich, tief wie die Wälder des Weges. Dazu ein Glas vom roten Stoff, der hier aus jedem Zapfhahn fließt wie Lebenselixier. Und zum Nachtisch eine Käseplatte, die zerfließt wie geschmolzenes Gold.

    ---

    Resümee eines Reiters ohne Pferd

    Der Chemin des Allemands endet hier – aber der Trail, der geht weiter. Nicht auf Karten, nicht in Reiseführern, sondern in mir. Ich bin kein Tourist. Ich bin ein Trail-Rider. Einer, der weiß:
    „Wenn du auf dem Weg bist, bist du lebendig. Wenn du ankommst, beginnt das Vermissen.“

    Und morgen? Da geht’s heimwärts, mit der Bahn, zurück in den Alltag. Aber dieser letzte Tag, dieser staubige Ritt durch den Morgenwald, das Gespräch mit dem alten Mann, das Mahl in der Stadt – das alles bleibt.

    Der Weg hat mir nichts geschenkt. Aber alles gegeben.

    Bis zum nächsten Trail –
    euer TrailSoulKev
    „Der Weg ist rau. Sei härter.“
    Baca lagi

  • Prairie de Bourgogne

    3 April 2025, Perancis ⋅ ⛅ 18 °C

    Tag 24
    18 km
    615 km gesamt

    Howdy aus dem Staub, Freunde des rauen Pfads.

    Heute war wieder einer dieser Tage, an denen du früh merkst: Das wird kein Spaziergang. Kein Selfcare-Walk mit Chia-Riegeln und Vogelgezwitscher. Sondern ein echter Trail – ehrlich, staubig, knochentrocken. Is-sur-Tille liegt jetzt hinter mir. Und ich sag’s direkt: Ich trauere dem Ort nicht nach. Ein bisschen wie eine alte Zapfsäule – steht noch da, aber der Sprit ist raus.

    Ich schnapp mir in aller Frühe ein paar Vorräte aus’m Supermarkt, Brötchen aus der Bäckerei nebenan – knusprig, wie’s sich gehört – und setz mich in die Bar daneben. Kaffee schwarz wie Asphalt, dazu die ersten Sonnenstrahlen über den Häuserkanten. Der Tag kann kommen. Und wie er kam.

    ---

    Der Trail – wo Schotter auf Seele trifft

    Der Weg windet sich aus dem Tille-Tal, als hätte er’s eilig, die Stadt zu vergessen. Erst noch Waldrand, dann ein langgezogener Aufstieg. Die Sonne drückt, der Schweiß läuft – aber genau das ist es, wofür ich hier bin. Kurz darauf passiere ich eine riesige Moto- und Autocross-Strecke. Ein einziges Crosscar knattert einsam über die Piste – ein rußiger Gruß aus der Maschinenwelt. Ich bleib stehen, lausche dem Klang. Klingt nach Freiheit. Nach Dreck unter den Fingernägeln.

    Dann wird’s ruhig. Die Dörfer Chaignay, Épagny und Savigny-le-Sec ducken sich am Wegrand wie schlafende Kojoten. Ich stapfe durch, ohne viel Aufhebens – ich bin nicht hier, um zu trödeln. Ich bin hier, um zu gehen. Um zu spüren. Um der Stille einen Namen zu geben.

    ---

    Mittagsrast – mit Blick in die Weite

    Mittags such ich mir ein Fleckchen abseits des Wegs, ein bisschen Schatten, ein bisschen Staub, ein bisschen Frieden. Aus dem Nichts taucht eine Mauereidechse auf – neugierig, vorsichtig, fast wie ein kleiner Trailbruder. Wir schauen uns an. Zwei Wesen, jedes auf seiner Route.

    Neben einem Strommast wächst Königskerze – stur, stattlich, unbeirrbar. Und ich denk mir: Genauso will ich unterwegs sein. Tief verwurzelt. Breitblättrig. Und immer ein bisschen störrisch.

    ---

    Die Farben des Wegs

    Manchmal braucht’s kein Panorama, sondern nur einen klaren Hinweis: Blau und Gelb – in den Boden eingelassen. Kein Schild, keine Erklärungen. Nur zwei Farben und ein Gefühl: Geh weiter. Du bist noch nicht am Ende.

    ---

    Country-Rider in Savigny-le-Sec

    Kurz vor Messigny-et-Vantoux: Ich find ein Straßenschild, das zu mir spricht wie ein alter Cowboy aus 'nem verstaubten Saloon. Rue de la Mare. Und direkt daneben: Country. Ich stell mich drunter. Grinsend. Müde. Aber verdammt stolz.

    ---

    Ankommen – Messigny-et-Vantoux

    Später dann das B&B – freundlich, ruhig, mit einem Bett, das sich anfühlt wie ein Sattel nach einem langen Ritt. Die Wirtin fragt, ob ich müde sei. Ich nicke. „Mais libre,“ sag ich. Sie lächelt. Vielleicht weiß sie, was ich meine.

    ---

    Was mich heute bewegt hat

    Heute war kein Tag der Sensationen. Aber einer der Erkenntnisse. Manchmal liegt das Abenteuer nicht im Spektakulären, sondern im Weitermachen. In der Stille. In der Wärme des Steins, auf dem du sitzt. Oder in einem kleinen Echsenblick, der dir sagt: Du bist nicht allein hier draußen. Der Weg lebt. Er beobachtet dich.

    ---

    Futter für den müden Reiter

    Zum Abend gibt’s was Deftiges – Omelette mit frischen Kräutern, ein Kanten Käse, ein Glas Wein, das nach Südhang schmeckt. Keine große Show, aber das ehrlichste Mahl des Tages. Essen für Männer mit Staub an den Stiefeln.

    ---

    Fazit des Tages

    Der vierte Tag war wie ein abgewetzter Cowboy-Stiefel: nicht hübsch, aber verdammt verlässlich. Kein Ziel in Sicht, aber dafür ein klarer Kurs – geradeaus durch’s Flachland der Gedanken. Und morgen? Morgen reit ich weiter. Weil der Weg mich ruft. Weil ich’s brauche.

    > „Der Trail fragt nicht, ob du willst – er fragt, ob du’s kannst.“
    Baca lagi

  • Vallée de la Tille

    2 April 2025, Perancis ⋅ ☁️ 16 °C

    Tag 23
    21 km
    597 km gesamt

    Morgen, ihr rauen Seelen da draußen.

    Wenn ihr nach Blümchenpfaden und Selfie-Hotspots sucht, seid ihr hier falsch. Ich schreib nicht über Postkartenidylle – ich erzähl vom Staub unter den Sohlen, vom Schweiß in den Augen und vom Wind, der dir die Gedanken aus dem Kopf peitscht. Heute war wieder so ein Tag. Einer, an dem der Weg nicht nur Weg ist – sondern Gegner, Lehrmeister und Begleiter in einem. Willkommen am dritten Tag meines Ritts ohne Pferd – auf dem Chemin des Allemands. Wer hier unterwegs ist, trägt keinen Rucksack. Der trägt Geschichten. Alte, neue – und die, die sich zwischen zwei Schritten formen.

    ---

    Der Ritt beginnt: Grancey-le-Château – Cussey-les-Forges

    Grancey-le-Château lag noch im Halbschlaf, als ich mich auf den Weg machte. Die Sonne hing flach über den Mauern, der Wind blies kühl aus dem Westen. Mein Gastgeber hatte mir ein Frühstück serviert, das man so schnell nicht vergisst – Kaffee stark wie Schmiedefeuer, Brot wie von der Großmutter und Konfitüre, die nach Sommer schmeckte. Dann: Rucksack schultern, Blick nach vorn – und los.

    Es ging steil bergab, als würde der Weg selbst sagen: "Runter mit dir, Pilger. Noch ist’s einfach." Ich folgte einer alten Route über einen niedrigen Höhenzug. Der Boden war steinig, trocken – mein Lieblingsboden. Gibt Widerstand, aber keinen Ärger. Weiter unten dann das Tal der Tille. Die ersten Meter Wasser glitzerten mir entgegen wie flüssiges Blei unter der Sonne.

    Cussey-les-Forges kam still daher. Alte Mauern, ein paar verlassene Scheunen, ein Hund, der mich erst anknurrte, dann begleitete. Die Schmieden und Mühlen sind stumm geworden, aber man spürt noch, was hier mal gehämmert und geschuftet wurde. Der Geruch von Metall liegt noch in der Luft, wie das Echo eines rauen Lebens.

    ---

    Dem Fluss entlang: Tille bis Marey-sur-Tille

    Der Weg folgt dem Fluss, mal dicht dran, mal mit Abstand. Ich hörte das Wasser rauschen, während der Schotter unter meinen Stiefeln knirschte. Es gab keine anderen Pilger heute. Kein Reden, kein Grüßen – nur ich, der Wind, und der Ruf eines Bussards über mir.

    In Marey-sur-Tille mache ich Rast an einem alten Waschhaus. Moos zwischen den Steinen, das Dach halb eingestürzt. Ich sitze auf dem Rand des Brunnens, schließe die Augen. In der Ferne ruft ein Hahn. Ich esse Brot und Käse vom Vortag. Kein Festmahl, aber genau richtig. Der Körper fragt nicht nach Luxus – er fragt nach Kraft. Und die steckt oft in einfachen Dingen.

    ---

    Der harte Ritt: Über den Rücken nach Is-sur-Tille

    Hinter Marey kommt die Prüfung. Eine Flussschleife wird abgekürzt – doch der Weg fragt dafür nach Schweiß. Ein Schotterweg, steil wie der Aufstieg zu einer alten Mine. Die Sonne brennt, der Atem geht schwer. Die Stiefel graben sich in den Boden wie Hufe in den Sand. Und du gehst. Immer weiter.

    Oben auf dem Rücken dann ein Wald, endlos scheinend. Die Stille ist drückend, der Boden federnd. Es ist dieser Teil des Trails, der dich still macht. Der, wo du keine Gedanken mehr brauchst, nur Schritte. Wie ein Reiter, der seinem Pferd vertraut und schweigend reitet, weil alles gesagt ist.

    Am Nachmittag führt der Pfad bergab, vorbei an kleinen Lichtungen, in denen sich Rehe verkriechen. Schließlich taucht Is-sur-Tille auf, verschlafen, aber freundlich. Kein Ort für Legenden, aber ein sicherer Hafen nach einem langen Tag.

    ---

    Ein Abend wie aus der Feldflasche

    Ich kauf mir mein Etappenbier im Supermarkt. Kein Zapfhahn in Sicht, keine offene Bar – nur ein kühles Dosenbier, das auf dem Bordstein neben dem Hotel seine Wirkung entfaltet. Ich sitze dort, Staub in den Falten, die Stiefel längst durch. Der Blick leer, aber zufrieden.

    Das Hotel am Bahnhof ist einfach. Ein Zimmer, das viel will – und nicht viel gibt. Die Dusche spült den Tag ab, aber nicht das, was er hinterlässt. Abends geht’s in die Pizzeria nebenan. Eine "Quatre Fromages", warm und schwer, dazu ein Glas Rotwein. Nicht die Prärie, aber gut genug für einen Cowboy auf Wanderschaft.

    ---

    Reflexion unterm Abendlicht

    Was mich heute bewegt hat? Die Frage, warum ich das mache. Warum ich jeden Morgen aufstehe und den Rucksack schultere. Die Antwort kam irgendwo zwischen Wald und Waschhaus: Es geht nicht ums Ziel. Es geht ums Ziehen. Ums Leben auf dem Trail. Die Straße unter den Füßen, der Himmel über dir, und das einfache, ehrliche Dazwischen.

    Der Weg ist keine Flucht – er ist Heimkehr. Nicht zu einem Ort, sondern zu mir selbst. Wenn du jeden Tag ein Stück mehr loslässt, merkst du, wie leicht du eigentlich bist.

    ---

    Abschied mit Staub auf der Zunge

    Der dritte Tag ist Geschichte. Ein langer Ritt, mit viel Staub, etwas Schmerz – und diesem stillen Triumph, den nur kennt, wer den ganzen Weg geht.

    „Wenn der Tag vorbei ist, zählt nicht, wie weit du kamst – sondern ob du angekommen bist bei dir.“
    Baca lagi

  • Au revoir Grand-Est, bienvenue Bourgogne

    1 April 2025, Perancis ⋅ 🌬 11 °C

    Tag 22
    19 km
    576 km gesamt

    Howdy, Freunde des rauen Pfads.
    Wer heute noch glaubt, der Jakobsweg sei bloß eine hübsche Wandertour mit Blümchen am Wegesrand und Pilgerstempel zum Frühstück, der hat den Schuss nicht gehört.
    Dies hier ist kein Spaziergang. Dies ist der Chemin des Allemands – ein alter Pfad, der dich nicht fragt, ob du bereit bist. Er nimmt dich mit oder spuckt dich aus. Heute war ich wieder unterwegs. Kein Pferd unter dem Hintern, nur meine Stiefel im Staub. Zweiter Tag. Von Auberive nach Grancey-le-Château. 17 Kilometer, die es in sich hatten. Nicht wegen der Distanz – sondern wegen der Seele dieses Wegs.
    Ein Trail, so ehrlich wie ein alter Colt.

    Der Weg: Vom Frost in die Freiheit
    Ich bin früh aufgewacht, eingehüllt in die Kälte wie in eine raulederne Decke. Die Unterkunft in Auberive – das Maison du Charbonnier – hatte keinen Ofen. Draußen war’s gefroren, drinnen auch. Frühstück? Zwei starke Kaffees, ein paar Brocken Brot, mehr brauchst du nicht, wenn du weißt, dass der Tag dich prüft.

    Ich packte meine Sachen. Der Rucksack saß wie ein treuer Sattel auf dem Rücken. Raus aus dem Tal, rein in den Nationalpark Forêts. Und Junge, dieser Wald – der war was für Reiterseelen. Alte Bäume, still wie ein Indianer vor dem Angriff, der Boden weich und federnd. Das Val Clavin – ein Tal wie aus einer vergessenen Ballade. Still, kühl, ehrfürchtig. Die Sonne stand tief, der Himmel blau, doch ein eisiger Nordostwind peitschte durch die Baumwipfel. Als würde der Winter nochmal die Zähne zeigen, bevor er abzieht.

    Nach ein paar Stunden stand ich in Vivey. Ein Weiler, kaum ein Dutzend Häuser. Aber da war dieser Rastplatz – Tisch, Bank, Brunnen mit kaltem Wasser. Ich ließ mich nieder. Trank. Kaute einen Müsliriegel, der sich wie ein Stück Zunder im Mund anfühlte. Aber das war egal. Ich war draußen. Ich war frei.

    Die Straße nach Nirgendwo
    Hinter Vivey kam ein Stück Asphalt, aber so einsam wie ein Saloon nach Sonnenuntergang. Kein einziges Auto kam mir entgegen. Nur ich, der Wind, und der Rhythmus meiner Stiefel auf dem Teer. Ein Mann auf der Straße – kein Ziel, nur Richtung.

    Dann: Lamarguelle-du-Bois. Ein Geisterort. Keine Menschenseele zu sehen. Fensterläden geschlossen, Türen zu. Unter einer alten Linde fand ich Zuflucht. Setzte mich, lauschte dem Wind, dachte an nichts. Der Trail nimmt dir den Lärm im Kopf. Und lässt dich fühlen, was bleibt.

    Dann kam der Anstieg. Rauf in den Wald, steil, schweißtreibend. Hier endet die Champagne. Und du trittst ein ins Burgund. Die Luft roch nach Erde, Moos und Vergangenheit. Ich überquerte die Grenze ohne Schild, ohne Pomp – nur ein Gefühl in der Brust, dass sich was verändert hat. Der Westen beginnt nicht mit einem Ort. Sondern mit einer Haltung.

    Kurz darauf tauchte die Ferme de Borgirault auf. Ein Reiterhof, verwittert, lebendig. Pferde auf der Weide. Hühner im Hof. Ein alter Mann, Hut auf dem Kopf, grüßt mich mit einem knappen:
    „Vous êtes pèlerin?“
    Ich nicke.
    „Alors, bon courage, cow-boy.“
    Ich grinse. Genau mein Stil.

    Ziel erreicht, Seele satt
    Grancey-le-Château tauchte plötzlich auf. Der Weg führte hinab, die Beine brannten, der Wind biss. Ein kleines Schloss auf einem Hügel, eine Kirche, und stille Gassen. Mein Ziel. Ich schlenderte durch den Ort. Der Lebensmittelladen war dicht – seit Monaten. Kein Problem. Ich hatte Wasser, ein paar Nüsse – und eine Einladung.

    Im alten Pfarrhaus, meiner Unterkunft, warteten meine Gastgeber schon. Eine einfache, warme Stube. Holzofen, dicke Decken. Und – ein Abendessen, das mich umhaute.
    Boeuf Bourguignon, kräftig und tief wie der Boden unter meinen Füßen. Dazu ein Stück Brot, rotweingetränkt wie ein Gedicht. Wir redeten auf Französisch, lachten.
    Die Straße macht dich hungrig – nach Essen, nach Begegnung, nach echten Momenten.

    Gedanken am Feuer
    Was mich heute bewegt hat?
    Nicht die Kälte, nicht der Aufstieg, nicht die Leere in den Dörfern.
    Es war dieser Moment am Rand des Waldes.
    Als ich innehielt. Als der Wind durch die Bäume rauschte wie ein Chor alter Cowboys.
    Da wusste ich: Ich bin nicht auf der Flucht. Ich bin auf der Suche. Nach dem, was bleibt, wenn alles andere schweigt.

    Abgesattelt. Für heute.
    Der Tag war kurz, aber kein bisschen leicht.
    Der Chemin des Allemands zeigt dir nicht nur die Landschaft. Er zeigt dir dich selbst – ohne Filter, ohne Ausrede.
    Wer hier läuft, läuft gegen den Wind. Und manchmal, ganz selten, läuft man mit ihm.

    TrailSoulKev out.
    Und denkt dran:
    „Ein Mann, der den Wind im Gesicht spürt, braucht keinen Kompass. Er weiß, wo’s langgeht.“

    Bis morgen, wenn’s wieder heißt: Staub fressen. Freiheit atmen. Weiterziehen.
    Baca lagi

  • Auberive

    31 Mac 2025, Perancis ⋅ ☀️ 11 °C

    Tag 21
    30 km
    557 km gesamt

    Howdy, Weggefährten.

    Der erste Tag liegt hinter mir. Die Stiefel sind staubig, die Schultern schwer, aber das Herz schlägt frei wie ein Mustang auf offener Prärie. Der Chemin des Allemands – das ist kein Spaziergang für Sonntagswanderer. Das ist ein rauer Ritt. Ein alter Trail, der dich fragt, wer du wirklich bist, wenn die Sonne dir ins Genick brennt, der Wind dir ins Gesicht schlägt und du nur eins hast: deinen Willen, weiterzugehen.

    Heute war der Auftakt. Dreißig Kilometer. Eine verdammte Ansage. Von Langres runter ins Tal und wieder rauf auf die Hochfläche. Die Stadt liegt auf einem Berg wie eine alte Festung, und als ich loszog, blies der Wind mir kalt ins Gesicht, als wollte er sagen: „Zeig, was du kannst, Cowboy.“

    ---

    Der Weg:

    Der Abstieg war steil, steinig und schmal – wie ein Gebirgspfad im Grenzgebiet zwischen Freiheit und Wahnsinn. Die Sonne hing tief, noch schwach, aber schon wach. Ich trat raus aus dem Schatten der alten Mauern von Langres, rein in die offene Weite. Der Boden war feucht vom Tau, und die ersten Kilometer fraßen sich durch die Oberschenkel wie ein alter Revolvermann, der’s noch drauf hat.

    Mit dem Stausee „La Mouche“ kam Perrancey-les-Vieux-Moulins – verschlafen, still, als würde dort seit Jahrzehnten keiner mehr laut lachen. Ich ließ den Asphalt zurück, folgte einem alten Forstweg am Wasser entlang, dann durch offenes Land. Immer wieder kam der Wind wie ein alter Kamerad – mal stützend im Rücken, mal fordernd von vorn. Keine Gnade, aber auch kein Verrat. So ist er halt, der Wind auf diesem Trail: ehrlich.

    Noidant-le-Rocheux kam und ging. Kaum eine Menschenseele, nur ein Hund, der mich vom Gartenzaun aus mit halb geschlossenen Augen musterte. Ich nickte ihm zu wie einem alten Bekannten, der weiß, dass man reden kann – aber nicht muss.

    Dann die Schlucht. Ein Geschenk. Kühl, feucht, still. Frühblüher überall – kleine Farbtupfer in einer Welt aus Moos und altem Laub. Ich atmete tief durch. Da war sie wieder, diese Ruhe, die der Weg manchmal bringt, wie eine Hand, die sich auf dein Herz legt und sagt: „Du bist richtig hier.“

    ---

    Rast und Weiterweg:

    In Perrogney-les-Fontaines hab ich Rast gemacht. Brot, ein Stück salziger Langres-Käse, ein paar schwarze Oliven und etwas Salami. Kein Festmahl, aber das beste Essen ist das, was du dir selber mit Staub in den Schuhen verdient hast. Eine alte Frau kam vorbei, nickte mir zu und sagte: „Vous venez d’Allemagne?“ Ich grinste, wischte mir den Schweiß von der Stirn und sagte nur: „Oui, je marche vers Dijon.“
    „Bon courage, pèlerin. Le soleil est fort aujourd’hui.“
    Sie hat recht behalten. Die Sonne wurde mit jeder Stunde gnadenloser.

    Nach der Rast der Gipfel: Le Haut du Sec – 516 Meter, aber es fühlte sich an wie doppelt so viel. Der Körper schrie, aber der Blick… der war es wert. Von da oben war die Welt weit. Ich sah nichts außer Hügel, Wald, Himmel. Da draußen – irgendwo – lag mein Ziel. Aber heute? Heute war ich einfach nur hier.

    Dann ging’s runter in ein langes, schnurgerades Stück Wald. Zehn Kilometer wie mit dem Lineal gezogen. Der Boden federte, die Vögel sangen, und die Gedanken wurden leiser. Kein Empfang, keine Stimmen – nur ich, mein Schritt, mein Atem. Und das war gut so.

    ---

    Auberive:

    Am späten Nachmittag kam ich in Auberive an. Eine kleine Pilgerherberge am Ortsrand. Schlicht, aber sauber. Die Dusche war kalt – und verdammt, sie fühlte sich an wie der erste Regen nach einer Dürre. Ich stand da, ließ das Wasser über mich laufen und dachte: „Du bist ein Glückspilz, Cowboy. Du bist frei.“

    Im kleinen Laden hab ich eingekauft: Brot, Abendessen, ein Apfel für morgen. Und ein Bier – eiskalt. Ich saß draußen auf einer Bank, blickte auf den Horizont, die Sonne war tiefrot, die Luft roch nach Erde und Rauch. Ich trank langsam. Das war kein Bier. Das war ein verdammter Sieg.

    ---

    Reflexion:

    Heute ging’s nicht nur ums Gehen. Es ging ums Durchhalten. Ums Vertrauen. In die Karte, in die Beine, in die eigene Sturheit. Wer diesen Weg geht, der spielt nicht Sightseeing. Der spielt Poker mit den Elementen – und hofft, dass er die besseren Nerven hat.

    Der Weg erinnert dich daran, wie klein du bist – aber auch, wie stark. Wenn alles still ist, spürst du, wer du wirklich bist. Kein Lärm, kein Ablenken. Nur du. Und der Trail. Und wenn du dann am Abend in der Herberge liegst, mit müden Knochen und vollem Bauch, dann weißt du: Das ist echtes Leben. Nicht bequem, nicht einfach. Aber ehrlich. Und ehrlich ist verdammt nochmal genug.

    ---

    Abendessen:

    Heute gab’s Spaghetti Bolo, selbst gekocht. Mehr braucht’s nicht. Wenn du den ganzen Tag draußen warst, schmeckt sogar der kleinste Bissen wie ein Festessen im Saloon.

    ---

    Schlusswort:

    So war Tag 1. Dreißig Kilometer Staub, Sonne und Schweiß. Keine Ausreden, kein Zurück. Nur ein Ziel: weiter. Wer hier rausgeht, ist nicht auf der Suche nach Wellness. Sondern nach Wahrheit.

    „Wenn du reiten willst, Cowboy – dann steig in den Sattel und halt dich fest. Der Weg fragt nicht, ob du bereit bist.“
    Baca lagi

  • Rückkehr zum Trail

    30 Mac 2025, Perancis ⋅ ☁️ 10 °C

    Moin, Partner – das war heute kein Ritt, das war ein wilder Rodeo-Tag auf Schienen.

    Der Morgen begann so, wie nur echte Aufbrüche beginnen: mit müden Augen, festem Griff am Rucksack und der unerschütterlichen Gewissheit, dass der Weg ruft. 6:50 Uhr – Abfahrt am Westbahnhof von Jena. Noch bevor die Sonne ihre Colts gezückt hat, saß ich schon im Zug, bereit, dem Ruf des Chemin des Allemands zu folgen.

    Letzten Sommer hatte ich meine Wanderung in Langres unterbrochen. Jetzt, Monate später, zieht es mich zurück. Zurück auf den staubigen Pfad der Erkenntnis, der Stille und der schmerzenden Füße. Ich wusste: dieser Tag wird lang – aber keiner hatte mir gesagt, dass er auch verdammt laut werden würde.

    Erfurt – Kaffee, Stiefel, Wind.
    Erstes Lager in Erfurt. Eine Stunde Aufenthalt – gerade genug, um die Knochen zu strecken, in die aufgehende Sonne zu blinzeln und dem Rhythmus der Stadt zu lauschen. Ich trank meinen Kaffee wie ein echter Trail-Veteran: schweigend, mit Blick in die Ferne.

    Dann: ICE Richtung Süden. Klingt harmlos. War’s aber nicht.
    Der Zug kam aus Berlin – und er war voll. Nicht mit Pilgern. Nicht mit Reisenden. Sondern mit einer Horde wildgewordener Fußballfans aus der Hauptstadt, die offenbar auf dem Weg nach Freiburg waren, um dort ihre Farben zu verteidigen – oder zu verlieren, wer weiß das schon.

    Sie trugen Trikots, Fahnen und sehr viel Bier.
    Irgendwann muss einem von denen der Kragen geplatzt sein. Was genau er der Schaffnerin an den Kopf warf, blieb unklar – aber es war die Sorte "Ende-für-dich-und-ab-ins-Gefängnis". Die Bahn rief die Staatsgewalt. Der Kollege wurde noch am Bahnsteig aus dem Zug geholt. Für ihn endete der Tag nicht in Freiburg, sondern wohl in einer Zelle mit Aussicht auf Stahlgitter. Für uns alle anderen: 35 Minuten Verspätung.

    Dann der nächste Schlag: der Zug fährt aufgrund der Verspätung nicht bis zum Schweizer Bahnhof in Basel, sondern endet am Badischen Bahnhof.
    Kein Plan, keine Durchsage, keine Gnade. Ich musste rennen. Sprint durch den Bahnhof wie ein Bandit auf der Flucht vor’m Sheriff – nur, dass ich dem nächsten Zug hinterherjagte, nicht davon.

    S-Bahn geschnappt, durchgeruckelt, rausgehüpft, umgestiegen – und siehe da: Ich hab ihn gekriegt. Den Anschlusszug nach Frankreich. Wenn man im Wilden Westen überleben will, muss man schneller sein als der Plan.

    Mulhouse, Belfort, Langres – der Trail wird sichtbar.
    Der Rest war wie Reiten durch abgelegenes Gelände. Keine Menschenmassen mehr, keine Schreierei, nur noch das Rattern der Regionalzüge und das Gefühl, dass die Zivilisation langsam bröckelt.

    Langres begrüßte mich wie ein alter Bekannter: windgepeitscht, stolz und auf seinem felsigen Hochsitz thronend. Die Stadt liegt wie eine Westernstadt am Rande der Wildnis – ein Platz für letzte Gedanken, letzte Mahlzeiten, letzte Zweifel.

    Ein vorbestellter Rufbus kutschierte mich die letzte Etappe hoch auf das Plateau, direkt vors Hotel. Die Sonne hing schon tief, als ich mich noch einmal frisch machte und durch die alten Mauergassen zog, um etwas zu futtern. Nicht gerade Bohnen mit Speck am Lagerfeuer, aber herzhaft genug, um mich für morgen zu rüsten.

    Denn morgen ist es soweit.
    Dann heißt es wieder: Stiefel schnüren, Blick nach vorn, und der erste Schritt auf dem Trail. 30 Kilometer durch Wälder, über Hügel, vorbei an der Abtei von Auberive – und rein in die Stille des Weges.

    Ich geh diesen Weg nicht, um anzukommen. Ich geh ihn, weil der Ruf in mir brennt.
    Baca lagi

  • Die Rückreise

    28 Jun 2024, Perancis ⋅ ☁️ 22 °C

    Howdy, Pilgerfreunde!

    TrailSoulKev meldet sich zurück, und Mann, war das 'ne Tour! Nachdem ich 'ne ordentliche Mütze Schlaf bekommen hab und beim Frühstück richtig reingehauen hab, bin ich aus Langres aufgebrochen. Runter zum Bahnhof – 140 Höhenmeter hinab, als wär's nix. Aber lasst euch sagen, das war kein Zuckerschlecken. Die olympische Flamme war gerade in der Stadt, also Straßen gesperrt, Menschenmengen überall, keine Busse, keine Taxis. Da musste ich meinen Cowboyhut festhalten und die Sporen anlegen.

    Aber keine Sorge, ich hab's pünktlich zum Bahnhof geschafft. Zwei-ein-halb Stunden Bahnfahrt später war ich wieder in Toul. Einige Orte auf der Strecke kamen mir bekannt vor, wie alte Freunde, die man nach 'ner langen Zeit wieder trifft. Und da stand er, mein treuer Truck, bereit für die Heimfahrt. Wir sind zusammen über die Straßen gedüst, wie zwei alte Cowboys auf 'nem gemeinsamen Ritt.

    Ein großes Dankeschön an euch, meine treuen Follower, für euer Interesse und die mentale Unterstützung auf diesem Weg. Ohne euch wär's nur halb so spannend gewesen. Bis zum nächsten Abenteuer, bleibt locker und lasst euch den Staub der Wege nicht zu Kopf steigen!

    Euer TrailSoulKev 🚶‍♂️🤠
    Baca lagi

  • Langres

    27 Jun 2024, Perancis ⋅ ☁️ 23 °C

    Tag 20
    25 km
    527 km gesamt

    Howdy, liebe Wanderkumpel und Truckerfreunde! Hier ist euer TrailSoulKev, live und in Farbe, direkt vom Chemin des Allemands. Heute erzähle ich euch vom letzten Ritt, der sechsten Etappe, die mich von Montigny-le-Roi nach Langres geführt hat. Setzt euch hin, lehnt euch zurück und lasst euch von meinem Abenteuer durch die Wildnis Frankreichs erzählen.

    Der Morgen dämmerte, als ich mein Zelt in Montigny-le-Roi abbauen und meinen Rucksack schultern musste. Die Luft war frisch und klar, ideal für den letzten Marsch dieses epischen Trails. Wie die letzten Tage schon, führte mein Weg mich immer wieder über die alte Römerstraße, ein beeindruckendes Erbe längst vergangener Zeiten. Diese Straße ist ein ständiger Begleiter, mal als modern ausgebaute Landstraße, mal als gerader Feldweg, der schnurgerade durch die Felder zieht.

    Balance und Zufriedenheit – diese Worte klingen mir im Kopf nach, während ich meinen ersten Schritt des Tages mache. Der Weg vor mir ist ein Symbol für das Gleichgewicht im Leben: mal leicht und eben, mal steinig und steil. Es geht nicht nur darum, voranzukommen, sondern auch darum, den Moment zu genießen und die Balance zu finden zwischen Anstrengung und Ruhe.

    Nach einem guten Stück Marsch erreichte ich Chauffourt, dessen Name treffend "heißer Ofen" bedeutet – passend zu den Temperaturen dieses heißen Tages. Am Ortseingang fand ich einen schönen Pausenplatz für Pilger mit einem Trinkwasserbrunnen. Die kühle Erfrischung war genau das Richtige, um die Hitze erträglicher zu machen und neue Kraft zu tanken. Hier, inmitten der Natur und mit klarem Wasser zur Abkühlung, fand ich eine tiefe Zufriedenheit. Es war ein Moment der Stille und Reflexion, der mir half, in mich hineinzuhorchen und meine Gedanken zu ordnen.

    Während meiner Wanderung durch den Wald, dachte ich daran, wie wichtig es ist, Balance zu finden – besonders in meinem neuen Beruf als Trucker. Die langen Stunden auf der Straße erfordern einen Ausgleich, um Körper und Geist gesund zu halten. Die Natur bietet mir diese Balance, sie erdet mich und gibt mir die Ruhe, die ich brauche.

    Kurz hinter Changey erreichte ich die große Brücke über den Stausee "Lac de Charmes". Dieser Stausee, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde, ist einer von vier Reservoirs, die den Canal de la Marne à la Saône speisen. Beim Bau wurde ein ganzes Dorf geflutet – die Überreste dieses alten Dorfes liegen nun unter den ruhigen Wassern des Sees. Die Brücke ist beeindruckend und bietet einen fantastischen Blick auf den Stausee und die umliegende Landschaft. In der Hitze des Tages war der See besonders verlockend, und so entschied ich mich, zur Abkühlung in den See zu springen. Das kühle Wasser war eine willkommene Erfrischung und bot eine weitere Gelegenheit, die Balance zwischen Anstrengung und Erholung zu finden.

    Stehend auf der Brücke, die über das ruhige Wasser führt, fand ich erneut einen Moment der Stille. Die Geschichte des gefluteten Dorfes unter mir erinnerte mich daran, wie das Leben ständig in Bewegung ist und sich verändert. Balance zu finden bedeutet auch, diese Veränderungen anzunehmen und sich ihnen anzupassen.

    Weiter ging es, schnurgerade auf der alten Römerstraße, in Richtung Langres. Das Plateau, auf dem die Stadt thront, war schon von weitem sichtbar. Ein majestätischer Anblick! Am Bahnhof von Langres machte ich halt, um mir schon mal das Rückfahrtticket nach Toul zu besorgen. Morgen um 11 Uhr geht es zurück, dorthin, wo mein treuer Truck auf mich wartet.

    Der Aufstieg nach Langres war steil und fordernd, aber die Anstrengung wurde mit einem grandiosen Blick auf die Stadt belohnt. Langres ist wie eine Zeitkapsel – eine Stadt mit Jahrtausenden an Geschichte, die sich in ihren alten Mauern und beeindruckenden Bauwerken widerspiegelt. Nachdem ich die alte Stadtmauer durchquert hatte, führte mich mein Weg direkt zur Kathedrale St. Mammes. Ein Ort der Ruhe und Besinnung, perfekt für den letzten Stempel meiner Pilgerwanderung.

    Beim Blick auf die weiten Felder und Wälder, die ich in den letzten Tagen durchquert habe, kam ich ins Grübeln. Diese Reise war nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch eine spirituelle. Jeder Schritt auf diesem uralten Weg hat mich näher zu mir selbst gebracht, meine Gedanken geordnet und mir eine tiefe Zufriedenheit beschert. Heute, auf der letzten Etappe, fühlte ich eine besondere Dankbarkeit – für die Natur, die Begegnungen und die Momente der Stille, die diese Reise so besonders gemacht haben.

    Zum Abschluss dieses denkwürdigen Tages gönnte ich mir ein gutes Essen in einem gemütlichen Restaurant in der Altstadt. Eine Pizza "Cowboy" mit Pommes, spare ribs, Wurst und bbq Sauce, begleitet von einem kräftigen lokalen Bier, rundete diesen Tag perfekt ab. Der Geschmack und die Atmosphäre waren wie ein Festmahl für die Sinne, eine Belohnung nach sechs Tagen harter Wanderung.

    Nun sitze ich hier, in einem Hotel in Langres, und lasse den Tag Revue passieren. Was für eine Reise! Jeder Schritt, jeder Atemzug und jede Begegnung waren es wert. Das Leben ist ein Abenteuer, und manchmal muss man einfach die Stiefel schnüren und losmarschieren, um es in seiner ganzen Fülle zu erleben.

    Bevor ich einschlafe, nehme ich mir einen Moment, um in mich hineinzuhorchen und drei Dinge aufzuschreiben, die mir geholfen haben, Balance und Zufriedenheit zu finden: die Natur erleben, tägliche Reflexionen und gute Gespräche. Diese drei Elemente werde ich auch in meinem Truckeralltag pflegen, um die Balance zu halten und Zufriedenheit zu finden.

    Also, Freunde, packt eure Sachen, schnappt euch eure Stiefel und geht raus in die Welt! Die Natur wartet, und das Abenteuer ruft. Und denkt immer daran: Der Weg ist das Ziel. Keep on truckin' und bis zum nächsten Mal, euer TrailSoulKev.
    Baca lagi

  • Staubige Straßen entlang der Meuse

    26 Jun 2024, Perancis ⋅ ⛅ 26 °C

    Tag 19
    24 km
    502 km gesamt

    Howdy, Freunde der Freiheit und des Fernwehs! Hier ist euer TrailSoulKev, der wandernde Cowboy des Jakobswegs, und heute nehme ich euch mit auf den fünften Tag meines Abenteuers auf dem Chemin des Allemands. Macht es euch gemütlich, schnappt euch einen Kaffee oder einen Whisky und reitet mit mir durch die malerischen Landschaften Frankreichs.

    Mit dem ersten Licht der Morgendämmerung wachte ich auf, schwerfällig und müde von den Strapazen des Vortags. Doch nach einem kräftigen Frühstück war mein Geist wieder belebt und bereit für die nächste Etappe. Ein weiterer Tag, ein weiterer Schritt näher an mein Ziel in Langres. Heute würde mich der Weg von Doncourt-sur-Meuse nach Montigny-le-Roi führen, eine Strecke von etwa 24 Kilometern. Das Wetter war heute wieder sehr heiß, deswegen bin ich früh los.

    Ich sattelte meinen Rucksack und machte mich auf den Weg, erneut entlang der Bahnlinie, die mir seit gestern Gesellschaft leistet. Die Geräusche der vorbeirauschenden Züge erinnerten mich an die Rastlosigkeit des modernen Lebens, während ich in meinem eigenen Tempo durch die Natur schritt. Hier, in der Stille der frühen Morgenstunden, begann ich über meine Visionen und Ziele nachzudenken.

    Eine klare Vision und konkrete Ziele geben uns Orientierung und Motivation. Denke darüber nach, was du als Trucker erreichen möchtest und wie dein Leben in ein paar Jahren aussehen soll. Dieser Gedanke begleitete mich, während ich durch die weiten Felder marschierte, die unter dem goldenen Licht der aufgehenden Sonne erstrahlten.

    Bald erreichte ich einen riesigen Farmkomplex und verließ die Bahnlinie. Hier folgte ich der alten römischen Landstraße, die heute kaum mehr als ein schmaler Pfad durch die Felder ist. Es ist faszinierend, auf diesen geschichtsträchtigen Wegen zu wandeln, sich vorzustellen, wie vor Jahrhunderten römische Legionen diese Strecken marschierten. Genau wie diese Soldaten damals ihren Marsch in eine ungewisse Zukunft fortsetzten, so setze auch ich meine Wanderung mit einer klaren Vision vor Augen fort.

    Mein erster Halt war das Dorf Meuvy, das ebenfalls römische Wurzeln hat. Der Ort strahlt eine ruhige Beschaulichkeit aus, aber das, was wirklich auffällt, ist der merkwürdig verdrehte Kirchturm. Ein Zeichen der Zeit oder ein Baufehler? Ich konnte es nicht herausfinden, aber es verlieh dem Dorf einen skurrilen Charme. Hier machte ich eine kurze Pause, trank einen Schluck Wasser und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Wie sehe ich mich in fünf Jahren? Was sind meine beruflichen und persönlichen Ziele?

    Weiter ging es auf kleinen Landstraßen. Bassoncourt streifte ich nur kurz, bevor ich durch Lenizeul marschierte. Diese Käffer wirken, als ob hier seit Jahrzehnten kein Mensch mehr richtig gelebt hätte. Die Saloons geschlossen, die Stille ist erdrückend, und man möchte hier wirklich nicht tot überm Zaun hängen. Doch in dieser Stille fand ich eine gewisse Klarheit. Die Ruhe half mir, meine Gedanken zu ordnen und meine Ziele klarer zu sehen.

    Am Gehöft Damphal traf ich ein letztes Mal auf die Meuse. Hier ist der Fluss nur noch ein schmaler Wiesenbach, der sich durch die Landschaft schlängelt. Die Natur zeigt sich in ihrer bescheidenen, aber doch faszinierenden Form. In solchen Momenten spürte ich die Einfachheit und Schönheit des Lebens. Diese Reise ist mehr als nur eine körperliche Herausforderung; sie ist eine spirituelle Reise, ein Weg zu mir selbst. Jeder Schritt bringt mich näher zu meiner inneren Ruhe und meinem wahren Selbst.

    In der Ferne tauchte der Hügel von Montigny-le-Roi auf, mein heutiges Ziel. Mit jedem Schritt wurde die Silhouette klarer, und ich fühlte eine Erleichterung, die nur Wanderer nach einer langen Etappe kennen. Während ich weiterging, stellte ich mir vor, wie mein Leben als Trucker in fünf Jahren aussehen könnte. Ein klares Bild formte sich in meinem Kopf: ein Leben, in dem ich meine Leidenschaft für das Fahren mit meinen anderen Interessen und Hobbys vereinen kann.

    Auf dem Campingplatz angekommen, checkte ich ein und baute mein Zelt auf. Ich packte meinen Rucksackproviant aus: Couscous, getrocknete Tomaten und Käse. Dazu gab es ein großes Bier vom Campingplatz-Kiosk. Während ich da saß und mein Abendessen genoss, ließ ich den Tag Revue passieren. Die Überreste der alten Römerstraße, die verlassenen Dörfer und die Natur, die sich in ihrer ganzen Pracht zeigte. Diese Reise ist mehr als nur eine körperliche Herausforderung; sie ist eine spirituelle Reise, ein Weg zu mir selbst. Jeder Schritt bringt mich näher zu meiner inneren Ruhe und meinem wahren Selbst.

    Heute bewegte mich die Erkenntnis, wie vergänglich alles ist. Die einst mächtigen Römer, die verlassenen Dörfer, sie alle sind Zeugen einer Vergangenheit, die in Vergessenheit geraten ist. Doch genau diese Vergänglichkeit macht den Moment, das Hier und Jetzt, so kostbar. Dies inspirierte mich, meine Vision für die Zukunft zu formulieren und konkrete Ziele zu setzen. Ich nahm mir vor, meine Vision und meine Ziele aufzuschreiben, um sie greifbar zu machen.

    Während ich im Zelt saß, zog ein Gewitter auf. Der Regen prasselte auf die Plane, aber ich fühlte mich trocken und geschützt. Die Natur zeigte ihre Kraft, aber ich war vorbereitet und konnte den Moment in Ruhe genießen.

    So, Freunde, das war der fünfte Tag auf dem Chemin des Allemands. Ein Tag voller Geschichten, Begegnungen und Reflexionen. Manchmal ist es nicht das Ziel, das zählt, sondern die Reise selbst. In diesem Sinne, haltet die Zügel fest, reitet weiter und genießt jeden Moment. Denn wie ein weiser Cowboy einmal sagte: "Das Leben ist ein Ritt, also mach es zu einem verdammt guten."

    Bis zum nächsten Mal, euer TrailSoulKev.
    Baca lagi

  • INTER MOSAM MOSONAMQVE

    25 Jun 2024, Perancis ⋅ 🌙 22 °C

    Tag 18
    31 km
    478 km gesamt

    Howdy Trail-Freunde!

    Hier ist euer TrailSoulKev, bereit, euch auf eine weitere Etappe meines Abenteuers auf dem Chemin des Allemands mitzunehmen. Heute ist der vierte Tag meiner Reise, und ich kann euch sagen, das war ein Ritt, der sich gewaschen hat! Mit 30 km war das die längste Etappe bisher, zum Glück flach wie der Rücken eines ruhigen Präriepferds. Also, Sattel festziehen und los geht’s!

    Ich starte früh in Neufchateau, als die ersten Sonnenstrahlen die Stadt in ein goldenes Licht tauchen. Die Luft ist frisch, und der Morgen verspricht einen klaren, sonnigen Tag ohne eine Wolke am Himmel. Während ich loslaufe, komme ich nicht umhin, an das Thema Loslassen zu denken – etwas, das mich schon seit Beginn dieser Reise begleitet.

    Die ersten zwei Stunden laufe ich auf einem Feldweg entlang der Bahnlinie. Das Geräusch der vorbeifahrenden Züge ist das einzige, was die Stille durchbricht. Diese Momente haben etwas Meditatives – der gleichmäßige Rhythmus meiner Schritte und das gelegentliche Rattern der Züge. Hier beginne ich, die Übung des Loslassens bewusst zu praktizieren. Mit jedem Schritt stelle ich mir vor, wie ich schwere Steine ablege, symbolisch für Ängste und Unsicherheiten, die ich mit mir herumtrage. Je mehr ich mich auf diese Vorstellung einlasse, desto leichter fühle ich mich.

    Nach einer Weile führt mich der Weg über einen Höhenzug und ich verlasse das Tal der Meuse, um ins Tal des Mouzon hinabzusteigen. Hier treffe ich auf eine alte, ruhige Landstraße, die sich scheinbar endlos geradeaus durch die Landschaft zieht. Diese Straße ist nicht irgendeine, sondern die Trasse einer alten römischen Fernstraße, die vor über 2000 Jahren gebaut wurde. Während ich meinen Weg fortsetze, stelle ich mir vor, wie römische Legionäre hier entlangmarschiert sind, dieselbe Sonne im Gesicht, dieselbe Erde unter den Füßen.

    Diese historischen Gedanken bringen mich zum Nachdenken über die Zeit und die Notwendigkeit des Loslassens, um Platz für das Neue zu schaffen. Die Legionäre mussten sicherlich auch vieles zurücklassen, um vorwärtszukommen – sei es in ihren Eroberungen oder in ihren persönlichen Leben. Ebenso reflektiere ich darüber, was ich in meinem eigenen Leben loslassen muss. Alte Gedankenmuster, Unsicherheiten, vielleicht auch vergangene Enttäuschungen – alles, was mich daran hindert, mein volles Potenzial zu entfalten.

    Die kleinen Orte Nijon und Graffigny-Chemin liegen wie Perlen an einer Kette auf meiner Route. Nijon, das sehr wahrscheinlich die antike römische Station Noviomagus war, lässt mich über die Zeit nachdenken, als diese Straßen noch das Rückgrat eines riesigen Reiches bildeten. In Nijon angekommen, ist die Hitze bereits drückend, und ich nutze die Gelegenheit, um mich im Dorfbrunnen abzukühlen. Mit dem Oberkörper tauche ich ins kühle Wasser und fühle sofortige Erleichterung. Bei jeder Gelegenheit fülle ich meine Wasserflaschen auf, denn die Hitze dieses Tages fordert ihren Tribut.

    In Graffigny-Chemin dann ein ergreifendes Zeugnis jüngerer Geschichte: Ein abgestürztes Flugzeug der Royal Air Force aus dem Zweiten Weltkrieg. Fünf britische Flieger und acht Soldaten fanden hier ihren Tod und sind in einem lokalen Friedhof beerdigt. Der Ort strahlt eine Ruhe aus, die einen still werden lässt und zum Gedenken einlädt.

    Während ich durch diese geschichtsträchtigen Landschaften wandere, komme ich nicht umhin, über die Vergänglichkeit der Zeit und die Beständigkeit des Weges nachzudenken. Jeder Schritt bringt mich nicht nur geografisch voran, sondern auch in meiner eigenen spirituellen Reise. Der Gedanke, dass ich denselben Pfaden folge wie Menschen vor Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, verbindet mich auf tiefe Weise mit der Geschichte und der Menschheit. Heute hat mich besonders die Stille des Weges bewegt, die nur durchbrochen wurde von den Erinnerungen an die Vergangenheit, die in jedem Stein und jedem Hügel schlummern.

    Am Ende des Tages, als ich endlich Doncourt-sur-Meuse erreiche, finde ich Unterschlupf in einem gemütlichen B&B, wo mich die gastfreundliche Marie Claire willkommen heißt. Das Abendessen, das sie ihren Gästen serviert, ist ein Festmahl: Herzhaftes Tabouleh mit frischem Brot, leckere Pizza, eine Käseplatte und einem Glas Rotwein, das den Staub des Tages hinunterspült. Ein krönender Abschluss für einen langen Tag auf dem Trail.

    Bevor ich ins Bett falle, nehme ich mir Zeit, über das Loslassen nachzudenken. Ich schreibe auf, welche alten Gedankenmuster und Ängste ich loslassen möchte. Das Abwerfen dieser Lasten hat mich heute leichter gemacht und mir gezeigt, wie wichtig es ist, Raum für neue Erfahrungen und Erkenntnisse zu schaffen.

    So, Trail-Freunde, das war’s für heute. Dieser Tag war eine Mischung aus Geschichte und Natur, aus Stille und Reflexion. Manchmal ist der Weg das Ziel, und heute war definitiv einer dieser Tage. Ich falle nun erschöpft, aber zufrieden ins Bett und freue mich schon auf den nächsten Ritt.

    Bis zum nächsten Mal, bleibt wild und frei!

    Euer TrailSoulKev

    „Ein echter Cowboy weiß: Der Weg ist hart, aber jede Meile ist es wert.“
    Baca lagi

  • Ruhetag in Neufchateau

    24 Jun 2024, Perancis ⋅ ☀️ 24 °C

    Tag 17
    8 km
    443 km gesamt

    Howdy, Freunde der offenen Trails und endlosen Weiten!

    Heute melde ich mich wieder als euer TrailSoulKev, direkt vom Chemin des Allemands. Der dritte Tag auf meinem Abenteuer zwischen Toul und Langres war ein echtes Erlebnis. Also schnappt euch 'nen Kaffee, setzt euch gemütlich hin und lasst mich euch erzählen, wie's mir ergangen ist.

    Der Morgen begann in Coussey, einem verschlafenen Dorf mit langer Geschichte. Hier in einem kleinen Hotel habe ich die Nacht verbracht und mich für den Tag gestärkt. Das Dorf war ruhig und friedlich, ein perfekter Ort, um die Wanderschuhe zu schnüren und loszuziehen.

    Während ich durch die Felder und Wälder wanderte, dachte ich an die Geschichte von Jeanne d'Arc und das Thema Selbstvertrauen. Jeanne d'Arc ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, an sich selbst und seine Fähigkeiten zu glauben. Ein junges Mädchen, das den Mut hatte, auf ihre inneren Stimmen zu hören und ihrem Glauben zu folgen, trotz aller Widrigkeiten. Genau das brauchen wir auch in unserem Leben – Vertrauen in unsere Fähigkeiten und den Mut, unseren eigenen Weg zu gehen.

    Auf der zum Wander- und Radweg umfunktionierten Bahntrasse begegnete ich nur wenigen Menschen. Doch jeder, dem ich begegnete, grüßte freundlich und schien ebenfalls die Ruhe der Natur zu genießen. In diesen stillen Momenten nahm ich mir die Zeit, über meine bisherigen Erfolge und Fähigkeiten nachzudenken. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich mir selbst Französisch beigebracht habe. Es ist ein wahres Erfolgserlebnis, sich hier mit den Leuten verständigen und unterhalten zu können. Ein echter Beweis dafür, dass Selbstvertrauen und Ausdauer zu beeindruckenden Ergebnissen führen können.

    Nach ein paar weiteren Kilometern erreichte ich schließlich Neufchateau. Diese kleine Stadt ist eine wahre Perle Lothringens und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die römischen Wurzeln und die mittelalterlichen Mauern erzählen Geschichten von längst vergangenen Zeiten. In der Kirche und der Touristeninfo holte ich mir den Stempel für meinen Pilgerpass – ein kleines Ritual, das den Fortschritt auf meiner Reise dokumentiert.

    Neufchateau ist einer jener Orte, die man gesehen haben muss, um sie zu verstehen. Eine Mischung aus Alt und Neu, wo die Zeit scheinbar stillsteht. Auch wenn die Stadtmauern längst nicht mehr so imposant sind wie einst, spürt man hier noch immer den Geist vergangener Epochen.

    Heute habe ich viel über das Wandern selbst nachgedacht. Es ist mehr als nur Schritte setzen; es ist eine Reise in sich selbst. Der Gedanke an Jeanne d'Arc hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, an etwas zu glauben. Egal ob an höhere Mächte, die Natur oder an sich selbst – dieser Glaube gibt uns Kraft und Ausdauer.

    Was die körperliche Fitness betrifft, spüre ich deutlich, dass ich keine 20 und auch keine 30 mehr bin. Doch ich vertraue mir und meinem Körper, dass ich die Strapazen eines Anstiegs im Wald mit schwerem Rucksack schaffen werde. Es ist dieses Vertrauen, das mir die Kraft gibt, weiterzumachen und jede Herausforderung anzunehmen, die auf meinem Weg liegt.

    Heute Abend gibt's was Deftiges: ein herzhaftes Cassoulet, das ich auf dem Campingplatz gekocht habe. Mit frischem Brot aus dem Supermarkt und einem guten Glas Wein aus der Region – das perfekte Essen nach einem langen Tag auf den Beinen.

    So, Freunde, das war mein dritter Tag auf dem Chemin des Allemands. Es war ein Tag voller neuer Eindrücke, Ruhe und tiefen Gedanken. Jetzt heißt es, die Füße hochlegen und die Sterne über Neufchateau genießen.

    "Das Leben ist wie ein langer Ritt durch die Prärie – genieße jeden Moment, denn jeder Schritt bringt dich näher ans Ziel."

    Bleibt dran, bis morgen!

    Euer TrailSoulKev
    Baca lagi

  • Überall Jeanne d'Arc

    23 Jun 2024, Perancis ⋅ ☁️ 22 °C

    Tag 16
    27 km
    435 km gesamt

    Howdy Partner!

    Heute gibt's wieder einen Schwank aus dem Leben von TrailSoulKev. Zweiter Tag auf dem Chemin des Allemands und es war ein Ritt, wie ihn selbst die hartgesottensten Cowboys schätzen würden. Also schnappt euch nen Kaffee, lehnt euch zurück und lasst mich euch mitnehmen auf die Reise von Chalaines nach Coussey.

    Der Tag begann frühmorgens, als die ersten Sonnenstrahlen die Nebelschwaden über der Maas durchbrachen. Doch bevor es richtig losging, hatte ich noch eine Verabredung. Mein Gastgeber Pascal hatte mich eingeladen, ihm beim Melken seiner Kühe zu helfen. Also machte ich mich auf zum Kuhstall, wo wir inmitten dampfender Atemwolken und dem leisen Brummen der Kühe einen ganz anderen, aber nicht minder faszinierenden Start in den Tag hatten.

    Nach der Arbeit im Stall und einem herzhaften Frühstück schnürte ich meine Stiefel und machte mich auf den Weg. Meine ersten Schritte führten mich auf eine kaum befahrene Landstraße, die sich durch die beschaulichen Dörfer Sepvigny und Champougny schlängelte. Diese kleinen Orte sind wie Relikte einer vergangenen Zeit, wo die Welt noch in Ordnung schien und der Trubel der Moderne noch nicht Einzug gehalten hatte. Die alten Kapellen am Wegesrand zogen mich magisch an – obwohl ich mit dem da oben nicht viel am Hut habe, verspüre ich doch eine gewisse Ehrfurcht und ein Gefühl von Spiritualität.

    Während meiner Wanderung entlang der Maas hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Inmitten der Natur, fernab vom Alltag, fühle ich mich oft einem höheren Zweck nahe. Auch wenn ich nicht religiös bin, gibt es doch eine tiefe Verbindung zu dieser Erde, die mich immer wieder beeindruckt. Heute war so ein Tag, an dem diese Spiritualität besonders stark durchkam. Die Stille der Natur, die Einsamkeit der Wälder und das Wissen um die historischen Begebenheiten ließen mich reflektieren, was wirklich wichtig im Leben ist.

    In diesen Momenten der Einkehr stieg ein Gedanke immer wieder in mir auf: Dankbarkeit. Dankbarkeit hilft uns, den Fokus auf das Positive in unserem Leben zu richten. Sie gibt uns die Kraft, Herausforderungen zu meistern und das Gute in jeder Situation zu erkennen. Während ich meinen Weg fortsetzte, nahm ich mir Zeit, an all die Dinge und Menschen zu denken, für die ich dankbar bin. So eine Wanderung bietet reichlich Gelegenheit dazu, und je weiter ich ging, desto mehr fühlte ich, wie dieses Gefühl der Dankbarkeit mich durchströmte und meine Sicht auf den Tag veränderte.

    Als ich weiterzog, überquerte ich die majestätische Meuse und erreichte das beeindruckende Château Montbras. Von hier ging es bergauf und bergab, ein stetiges Auf und Ab, das mich sowohl körperlich als auch geistig herausforderte. Der Höhepunkt dieses Abschnitts sollte die Chapelle Notre Dame de Bermont sein, doch das Bauwerk enttäuschte ein wenig – verschlossen und unscheinbar. Dennoch, die Geschichte und die Atmosphäre des Ortes boten Raum für Reflexion und innere Einkehr.

    Nachdem ich Domremy-la-Pucelle durchquert hatte, kam ich an der imposanten Basilika vorbei, die Jeanne d'Arc geweiht ist. Hier oben, mit dem weiten Blick über das Maastal, wurde mir wieder einmal die Größe und Erhabenheit dieser Welt bewusst. Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit durchströmte mich, als ich die atemberaubende Aussicht und die spirituelle Atmosphäre dieses Ortes in mich aufnahm.

    Wenig später, auf meinem Weg nach Coussey, kam ich an einem großen Garten vorbei, wo sich viele Menschen versammelt hatten. Eine Bühne, laute Musik und für mich ein Freibier – was für eine unerwartete und freudige Überraschung! Ich bedankte mich herzlich und genoss diesen Augenblick der Gemeinschaft und Freude.

    In Coussey angekommen, folgte jedoch die Ernüchterung. Es gab nichts zu essen im Ort außer Automaten-Pizza. Und zu trinken nur die halbe Flasche Wein, die ich gestern angebrochen hatte. Doch selbst in diesem Moment fand ich Grund zur Dankbarkeit. Die Pizza mag simpel gewesen sein, aber nach einem langen Tag auf den Beinen war sie ein kleiner Segen. Der Wein, obwohl nicht viel, war ein willkommener Begleiter beim Abschluss eines ereignisreichen Tages.

    Also, Freunde, das war der zweite Tag auf dem Chemin des Allemands. Ein Tag voller Geschichte, Natur und innerer Einkehr. Wie ein alter Cowboy-Spruch sagt: "Es sind nicht die Kilometer, die den Reiter formen, sondern die Erlebnisse auf dem Weg." In diesem Sinne, bleibt gespannt auf die nächsten Abenteuer und haltet die Zügel fest in der Hand. Und vergesst nicht, dankbar zu sein für jeden Schritt, den ihr auf eurem eigenen Pfad macht.
    Baca lagi

  • Von der Mosel zur Maas

    22 Jun 2024, Perancis ⋅ ☁️ 18 °C

    Tag 15
    20 km
    408 km gesamt

    Hey Trail-Soulmates, hier ist TrailSoulKev, bereit, euch von meinem ersten Tag auf dem Chemin des Allemands zu berichten. Der Staub auf meinen Stiefeln erzählt von Abenteuerlust und Neugier. Also, schnallt euch an – es wird eine spannende Reise voller Geschichte, Natur und spiritueller Erkenntnisse!

    Der Tag begann früh am Morgen nach einem herzhaften Frühstück in meinem Hotel in Toul. Ich parkte mein Auto am Bahnhof, wo ich in sechs Tagen wieder eintreffen möchte. Mit jedem Schritt, den ich aus der Stadt hinaus in die Natur machte, fühlte ich die Last der alltäglichen Sorgen von mir abfallen. Der Weg entlang des Rhein-Marne-Kanals bot eine beruhigende Symphonie aus plätscherndem Wasser und zwitschernden Vögeln, die meinen Takt vorgaben. Während ich so dahinwanderte, dachte ich darüber nach, wie dieser Schritt, dieser Aufbruch ins Ungewisse, ein Symbol für den Mut zur Veränderung ist. Jeder Kilometer, den ich zurücklegte, erinnerte mich daran, dass jede große Veränderung im Leben mit einem kleinen, aber mutigen Schritt beginnt.

    Der Vormittag war von leichtem Regen begleitet, was die Wiesenwege zu einer nassen Angelegenheit machte. Der Weg führte mich entlang einer Bahnlinie und über matschige Feldwege nach Choloy-Menillot. Der kleine Ort war schnell durchquert, und bald stieg ich durch einen dichten Wald hinauf. Der Anstieg forderte meinen Körper, aber die frische Waldluft füllte meine Lungen mit neuer Energie. Oben angekommen, überquerte ich ein bewaldetes Plateau – der perfekte Ort für einen Moment der Einkehr und Besinnung. Hier nahm ich mir bewusst Zeit, um über meinen eigenen Mut nachzudenken. Wann hatte ich das letzte Mal wirklich Mut bewiesen? Der Schritt vom Lehrer zum Trucker war ein bedeutender Wandel, der mich herausforderte und gleichzeitig stärkte.

    Als ich aus dem großen Wald herauskam und eine Pause machte, traf ich auf einen älteren Dorfbewohner, der sich neugierig nach meiner Reise erkundigte. Seine freundlichen Worte und die Einladung zu einem kurzen Plausch gaben mir das Gefühl, willkommen zu sein. Diese Begegnungen zeigten mir, dass Veränderungen oft durch die Menschen um uns herum erträglicher und bereichernder werden.

    Der Abstieg führte mich in den charmanten Ort Rigny-St. Martin, wo mich eine hübsche runde Kirche begrüßte. Dieser Ort hat Geschichte: Im Sommer 1299 trafen sich hier ein König und ein Kaiser zur berühmten "Entrevue des Quatre-Vaux". Es war ein Ort des Friedens und der Verhandlungen, wo die Grenzen und Allianzen der damaligen Zeit besprochen wurden. Diese alte Geschichte erfüllte die Luft mit einer besonderen Aura. Sie erinnerte mich daran, dass Mut auch bedeutet, in schwierigen Zeiten Frieden zu suchen und Veränderungen anzunehmen.

    Nachdem ich Rigny-St. Martin hinter mir gelassen hatte, stand ein zweiter, niedrigerer Höhenzug auf dem Plan. Von oben konnte ich bereits mein Tagesziel sehen: Chalaines an der Maas. Der Anblick des kleinen Ortes und der umliegenden Felder war wie Balsam für die Seele.

    Am Nachmittag führte mich der Weg weiter durch offenes Land, vorbei an blühenden Wiesen und summenden Bienen. Ein leichter Wind trug den Duft von frischen Kräutern und Blumen zu mir herüber – ein wahrer Genuss für die Sinne. Endlich, am Nachmittag, erreichte ich Chalaines.

    Diese ersten Stunden auf dem Chemin des Allemands haben mich tief berührt. Jeder Schritt auf diesem historischen Pfad verbindet mich mit den unzähligen Pilgern, die vor mir hier entlang gewandert sind. Es ist, als würde ich ihre Geschichten und Gebete in der Erde spüren. Die Ruhe und die Natur geben mir Raum für meine eigenen Gedanken und spirituellen Reflexionen.

    Nach einem langen Tag auf den Beinen gibt es nichts Besseres als ein zünftiges Abendessen. Auf der pädagogischen Farm von Farmer Pascal darf ich übernachten und es mir in der Milchküche gemütlich machen. Ein Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, denn beruflich werde ich als Milch-Trucker demnächst viele Milchküchen kennenlernen.
    Aus meinem Rucksack zauberte ich ein herrliches Mahl: ein frisches Baguette, das ich heute Morgen beim Bäcker gekauft hatte, ein Kanten Käse, eine würzige Salami, zwei saftige Tomaten, ein paar herzhafte Oliven und eine Flasche Rotwein. Gesättigt und zufrieden werde ich mich gleich in meinen Schlafsack wickeln und den Geräuschen der Nacht lauschen.

    Der erste Tag auf dem Chemin des Allemands war ein voller Erfolg. Die Mischung aus historischen Schauplätzen, atemberaubender Natur und herzlichen Begegnungen hat diesen Tag unvergesslich gemacht. Ich freue mich auf die kommenden Tage, die sicherlich noch viele Überraschungen und tiefsinnige Momente bereithalten werden. Möge euer Weg stets staubig und euer Herz leicht sein. Und denkt dran: Manchmal ist der Weg das Ziel, und manchmal sind es die Begegnungen und Erfahrungen, die ihn so besonders machen. Veränderungen erfordern Mut, aber dieser Mut wird durch die Reise und die Reflexion über unsere eigenen Stärken belohnt.
    Baca lagi

  • Aufbruch ins Abenteuer

    21 Jun 2024, Perancis ⋅ ☁️ 18 °C

    **Prolog: Aufbruch ins Abenteuer – Meine Reise zum Chemin des Allemands**

    Der frühe Morgen hüllte die Eifel in dichten Nebel, als ich meinen Truck startete und mich auf den Weg machte. Das Brummen des Motors und die endlose Straße vor mir – das war mein Start in die Pilgerwanderung auf dem Chemin des Allemands. Die frische, feuchte Luft der Eifel zog durch die offenen Fenster, während ich durch die vertrauten Hügel und Wälder fuhr. Ein echter Cowboy weiß: Der Morgennebel ist wie der Rauch nach einem Schusswechsel – ein Zeichen dafür, dass die Dinge bald klarer werden.

    Als ich nach Norden Luxemburg erreichte, war der Nebel noch dichter. Die Fahrt durch das kleine, aber geschichtsträchtige Land verlangte Geduld, aber ich wusste, dass die Sonne bald die Oberhand gewinnen würde. Und tatsächlich, als ich mich Metz näherte, lichtete sich der Schleier, und die Welt wurde klarer, die Farben lebendiger. Metz, mit seiner prächtigen Kathedrale und den charmanten Straßen, bot eine willkommene Pause. Aber die Uhr tickte und Toul wartete.

    Nach 3,5 Stunden Fahrt kam ich in Toul an, die Nachmittagssonne tauchte die Stadt in ein warmes, goldenes Licht. Ich parkte meinen Truck und machte mich auf, die Stadt zu erkunden. Die engen Gassen und das alte Pflaster unter meinen Stiefeln erzählten Geschichten von längst vergangenen Zeiten. Toul, mit seiner majestätischen Kathedrale Saint-Étienne, war ein Anblick, der einem Cowboy das Herz höher schlagen lässt. "Wenn du wissen willst, wo du hingehst, schau, wo du herkommst," dachte ich mir und ließ die altehrwürdigen Mauern auf mich wirken.

    Ein Spaziergang entlang der alten Festungswälle war genau das Richtige, um den Staub der Reise abzuschütteln. Die Aussicht über die Stadt und das Land dahinter war beeindruckend – eine Mischung aus Geschichte und Natur, die mir Kraft und Ruhe gab. Ich konnte das Abenteuer in meinen Knochen spüren, die Vorfreude auf die bevorstehende Pilgerreise wuchs mit jedem Schritt.

    Mein Hotel in der Stadt war einfach, aber gemütlich. Ein rustikales Zimmer, das genau das bot, was ein Wanderer wie ich brauchte: Ein Bett, eine Dusche und ein Dach über dem Kopf. Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, zog es mich wieder hinaus. Toul hatte ein Ass im Ärmel: Ein Musikfestival erfüllte die Straßen mit Leben und Freude.

    Die Klänge der Musik und der Duft von Streetfood zogen mich magisch an. Ich mischte mich unter die Leute, genoss die lebhafte Atmosphäre und probierte die köstlichen Leckereien von den Ständen. Ein Cowboy weiß: "Manchmal ist das beste Mahl das, das du auf der Straße findest." Das Essen war vielfältig und lecker – von saftigen Burgern bis zu exotischen Gewürzen war alles dabei. Die Musik erfüllte die Luft, und die Menschen tanzten und lachten, als ob es keinen Morgen gäbe.

    Mit vollem Bauch und einem zufriedenen Grinsen im Gesicht ließ ich den Abend ausklingen. Toul hatte mir gezeigt, dass auch in der Stille der Nacht das Leben pulsieren kann. Morgen würde meine Pilgerreise beginnen, und ich war bereit. Bereit, den Chemin des Allemands zu erobern, Schritt für Schritt, mit dem Geist eines Cowboys und der Seele eines Pilgers. Die Straße vor mir war lang, aber das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.
    Baca lagi

  • Ick weeß nich, mir isses so gomisch ...

    27 Mac 2024, Jerman ⋅ ☁️ 10 °C

    ... und ärchentwas macht mich verschdimmt.", so hallt eine Variante des Loreley-Liedes durch meine Gedanken, während ich mich auf den neunten Abschnitt meiner Pilgerreise entlang des linksrheinischen Jakobswegs vorbereite. Es ist eine Mischung aus Wehmut und Aufregung, die mich umgibt, denn mit jeder Etappe, die ich hinter mir lasse, rückt das Ende dieses Abenteuers näher. Doch genug des Grübelns, denn der Trail ruft und der Cowboy in mir sehnt sich nach der Weite der Natur und den Herausforderungen des Weges.

    So starte ich in Sankt Goar, bereit für alles, was dieser Tag bringen mag. Der Weg führt steil bergauf vom Bahnhof aus, während der majestätische Loreley-Felsen mich von der anderen Rheinseite aus beobachtet. Es ist, als ob die Legenden und Geschichten dieser Region lebendig werden und mich auf meinem Weg begleiten.

    Immer wieder bieten sich mir atemberaubende Blicke auf den Rhein, während ich auf einem beinahe ebenen Pfad hoch über dem Fluss entlangschreite. Doch es sind nicht nur die Ausblicke, die diesen Weg so besonders machen. Unterwegs begegne ich einer Reihe von Troll-Skulpturen, aus Altmetall zusammengeschmiedet, die den Wald beleben und meinem TrailSoul ein verschmitztes Lächeln entlocken.

    Nach einer kurzen Pause in Oberwesel geht es weiter, zweimal hinein in Seitentäler, bevor ich wieder zum Rhein zurückkehre. Der Panorama-Pfad belohnt mich mit unzähligen Blicken auf das malerische Rheintal, und mein Herz öffnet sich der Schönheit dieser Landschaft. Doch es ist nicht nur die äußere Pracht, die mich berührt. Während ich steil über Treppen durch die Weinberge nach Bacharach hinabsteige, spüre ich eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und dem spirituellen Element dieser Reise.

    Jeder Schritt ist wie ein Tanz zwischen dem rustikalen Boden und meiner Seele, die sich in der Weite der Landschaft verliert. Der TrailSoul in mir lebt auf, wenn ich die Stille des Waldes durchdringe oder den Wind auf den Weinbergen spüre. Es sind diese Momente, die mein Herz höher schlagen lassen und mich daran erinnern, warum ich diese Pilgerreise angetreten habe.

    Und so, mit dem Staub der Straße an meinen Stiefeln und der Weisheit des Trails in meinem Herzen, beende ich diesen Tag am Bahnhof von Bacharach. 22 Kilometer liegen hinter mir, und mit jedem einzelnen habe ich die Essenz des linksrheinischen Jakobswegs in mir aufgesogen.

    Doch während ich mich auf die letzte Etappe vorbereite, weiß ich, dass das wahre Ziel dieser Reise nicht in Bingen liegt, sondern in den Erinnerungen, den Erfahrungen und der Verbindung, die ich mit jedem Schritt geschaffen habe. Und so werde ich auch die kommende Etappe in vollen Zügen genießen, denn der Weg ist nicht nur das Ziel, sondern auch die Reise selbst.
    Baca lagi

  • Durchs Weltkulturerbe

    26 Mac 2024, Jerman ⋅ ⛅ 14 °C

    Howdy, liebe Follower! Hier ist wieder euer TrailSoulKev, der spirituelle Cowboy, der die Weiten der Natur erkundet. Heute nehme ich euch mit auf eine wilde Reise durch die majestätischen Landschaften des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal.

    Der Tag beginnt früh, als ich meinen Truck in Richtung Sinzig lenke. Ein paar Kilometer auf der Schiene später stehe ich in Boppard, bereit für das Abenteuer. Mit einem festen Tritt und meinem treuen Stetson auf dem Kopf mache ich mich auf den Weg.

    Schon zu Beginn fordert der Trail meinen ganzen Einsatz. Ein steiler Pfad führt mich durch dichte Wälder empor, doch der Ausblick über das Rheintal belohnt jede Mühe. Wie ein Adler auf seinem Felsen thronend, genieße ich die Weite und die Freiheit, die mir dieser Moment schenkt.

    Entlang der Kante des Rheintals geht es weiter, immer wieder unterbrochen von atemberaubenden Aussichtspunkten. Doch es ist nicht nur die Schönheit der Natur, die mich hierher zieht. Es sind die kleinen Orte wie Bad Salzig und Weiler, die Geschichte und Spiritualität atmen. In den alten Kirchen stempel ich meinen Pilgerpass ab, denn auch auf dem Weg der Erleuchtung ist es wichtig, seine Spuren zu hinterlassen.

    Auf schmalen Pfaden wandere ich weiter, hoch über den Dächern der Dörfer, denen ich auf meinem Weg begegne. Wie ein einsamer Reiter ziehe ich meine Spur durch die Landschaft, bis ich schließlich den keltischen Ringwall erreiche. Die Geschichten vergangener Zeiten flüstern mir zu, während ich meinen Blick über das Tal schweifen lasse.

    Die Pfade werden schmaler, die Abgründe tiefer, doch meine Furchtlosigkeit ist so groß wie die Landschaft, die mich umgibt. Ich fühle mich lebendig, verbunden mit jedem Stein, jedem Baum, jedem Atemzug der Natur. Es ist, als ob der TrailSoul in mir erwacht und sich eins mit der Wildnis fühlt.

    Schließlich führt mich der Weg hinab durch die grünen Weinberge nach Sankt Goar. Die Burg thront über der Stadt wie ein Wächter aus längst vergangenen Tagen. Mein Körper mag müde sein, aber mein Geist ist wachsam, bereit für jedes weitere Abenteuer, das der Trail für mich bereithält.

    Als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet, finde ich Zuflucht in einem gemütlichen Hotel. Ein leckeres Abendessen und ein guter Wein lassen mich den Tag Revue passieren und mich auf das freuen, was morgen kommen mag.

    Und so endet ein weiterer Tag auf dem Linksrheinischen Jakobsweg, ein Tag voller Herausforderungen, Schönheit und spiritueller Erkenntnisse. Denn am Ende ist es nicht nur der Weg, den wir zurücklegen, sondern die Erfahrungen, die wir auf diesem Weg machen, die uns zu dem machen, was wir sind.

    Bis zum nächsten Sonnenuntergang, meine Freunde. Möge der Trail immer unter euren Stiefeln liegen und euer Herz im Einklang mit der Natur schlagen.
    Baca lagi

  • Auf dem GR14 nach Paris

    28 Februari 2024, Perancis ⋅ ☁️ 10 °C

    Auf der Bucket List des GravelCowboys Kev steht ein ganz besonderes Abenteuer: der GR14, ein Wanderweg, der in seiner Heimatstadt Monschau beginnt und durch faszinierende Landschaften bis nach Paris führt. Kevin, der tief im Herzen ein Wanderer und Abenteurer ist, spürt bereits die Vorfreude auf die Herausforderungen und die Schönheit, die ihm auf diesem Weg begegnen werden.

    Der GR14 schlängelt sich durch die malerischen Ardennen, deren Wälder und Hügel eine atemberaubende Kulisse für Kevins Abenteuer bieten. Hier wird er die Wildnis durchstreifen, seinen Rucksack auf dem Rücken und den Blick stets auf die nächsten Hügel gerichtet, die darauf warten, erobert zu werden.

    Auf seinem Weg durch die Argonnen und Verdun wird Kevin die Geschichte des Ersten Weltkriegs hautnah erleben. Hier, wo einst verheerende Schlachten tobten, wird er von den Überresten des Krieges umgeben sein und die Geschichten der Menschen erfahren, die in dieser gezeichneten Region leben.

    Die Montagne de Reims, bekannt für ihre malerischen Weinberge und charmanten Dörfer, wird eine weitere Station auf Kevins Reise sein. Hier wird er die Möglichkeit haben, die köstlichen Weine der Region zu probieren und sich von der Schönheit der Landschaft verzaubern zu lassen.

    Schließlich führt der GR14 Kevin entlang des Tals der Seine bis nach Paris, der Stadt der Liebe und des Lichts. Hier wird er sein Abenteuer krönen, indem er die berühmten Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Kathedrale Notre-Dame und den Louvre erkundet.

    Für Kevin wird der GR14 nicht nur eine Wanderung durch Landschaften und Regionen sein, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Er wird Momente der Einsamkeit und der Reflexion erleben, aber auch die Freude und die Euphorie, die nur ein Abenteuer in der Natur bieten kann. Und während er seine Erfahrungen mit seinen Followern teilt, wird er sie dazu inspirieren, ihre eigenen Träume zu verfolgen und die Welt auf ihren eigenen Wanderungen zu entdecken.
    Baca lagi

  • E8 / Jerusalem Way / Sultan Trail

    18 Februari 2024, Austria ⋅ ⛅ 9 °C

    Der E8, ein Pfad, der von der Westküste Irlands bis zur Grenze Bulgariens führt, durchquert auch Kevs Heimatdorf und hat ihn bereits auf seinen Wanderungen entlang des Linksrheinischen Jakobswegs begleitet. Mit jedem Schritt, den er auf diesen Pfaden gesetzt hat, ist sein Verlangen gewachsen, mehr von dem zu entdecken, was die Welt zu bieten hat.

    Nachdem er den Linksrheinischen Jakobsweg in Bingen abgeschlossen hat, plant Kev, den E8 weiter zu erkunden. Seine Reise führt ihn durch malerische Städte wie Worms und entlang majestätischer Flüsse wie dem Main, der Tauber und der Altmühl. Dabei wird er nicht nur die Schönheit der Landschaft genießen, sondern auch die reiche Kultur und Geschichte, die entlang des Weges auf ihn warten.

    Sein Ziel ist es, die charmante Stadt Regensburg zu erreichen, bevor er sich mutig durch den dichten Wald des Bayerischen Waldes wagt. Von dort aus strebt er in die österreichische Grenze und hat sein Fernziel klar vor Augen: Wien, eine Stadt reich an Pracht und Tradition.

    Für Kev ist diese Reise mehr als nur eine physische Herausforderung. Es ist eine Reise der Selbstfindung, eine Gelegenheit, seine Gedanken zu klären und seine Seele mit der Natur zu verbinden. Mit jedem Schritt wird er tiefer in die Schönheit und Stille eintauchen, die die Wege des E8 zu bieten haben, und sich gleichzeitig weiter auf seine eigene Reise durch das Leben begeben.

    Kevs Bucket List ist nicht nur eine Liste von Orten, die er besuchen möchte, sondern eine Sammlung von Erlebnissen, die ihn formen und inspirieren werden. Und auf dem Europäischen Fernwanderweg E8 wird er zweifellos viele solcher Erlebnisse sammeln, die ihn für immer prägen werden.
    Baca lagi

  • JW weiter ab Toul

    18 Februari 2024, Perancis ⋅ ☁️ 8 °C

    Inspiriert von seinem bisherigen Weg und den unzähligen Erfahrungen entlang des Jakobswegs, hat sich TrailSoulKev, der pilgernde Cowboy, entschlossen, sein Abenteuer fortzusetzen. Der erste Anlauf endete 2019, im Jahr vor den einschränkenden Auswirkungen der Pandemie, als er bis nach Toul wanderte. Doch wie das Leben so spielt, ruft ihn der Ruf der Pilgerschaft erneut.

    Mit einem festen Blick auf die Zukunft und einem Herz, das für die Natur schlägt, plant TrailSoulKev, seine Reise weiter fortzusetzen. Sein nächstes Ziel? Die malerischen Wege Frankreichs, die ihn über Langres, Dijon und Cluny führen, bevor er schließlich Le Puy erreicht.

    Für TrailSoulKev ist diese Fortsetzung nicht nur eine körperliche Reise, sondern auch eine spirituelle Erfahrung. Im Einklang mit der Natur und den Elementen wird er Schritt für Schritt die Schönheit und die Herausforderungen der französischen Landschaften entdecken. Es ist eine Reise voller Entdeckungen, Reflexionen und Begegnungen – eine Reise, die nicht nur den Körper stärkt, sondern auch die Seele nährt.

    Und während TrailSoulKev sich auf den Weg macht, um seine Bucket List zu verwirklichen, ist er fest entschlossen, jeden Moment zu genießen und jede Erfahrung in sich aufzusaugen. Denn für diesen wandernden Cowboy ist die Reise genauso wichtig wie das Ziel, und jeder Schritt bringt ihn näher zu sich selbst und zu den Geheimnissen des Lebens.
    Baca lagi

  • German Divide

    18 Februari 2024, Jerman ⋅ 🌧 10 °C

    Kev, der abenteuerlustige GravelCowboy, hat Großes vor! Mit seinem Gravelbike plant er eine epische Reise quer durch Deutschland – vom Westen bis zum Osten. Sein Ziel? Der German Gravel Divide. Wenn du dachtest, Deutschland hätte keine spannenden Abenteuer zu bieten, wirst du bald eines Besseren belehrt!

    Diese Reise wird Kev durch einige der faszinierendsten Landschaften des Landes führen. Er wird das geschäftige Treiben des Ruhrgebiets durchqueren, die wilden Wege des Sauerlands erkunden und die malerischen Höhen des Eggegebirges erklimmen. Weiter geht es über den majestätischen Brocken im Harz, durch die mystischen Wälder Thüringens und die geschichtsträchtigen Orte Sachsens-Anhalts.

    Aber damit nicht genug! Kev wird sich auch durch die sanften Hügel des Flämings kämpfen, die weiten Ebenen des Havellands durchqueren und schließlich im malerischen Oderbruch ankommen. Eine Reise voller Herausforderungen, atemberaubender Aussichten und unvergesslicher Erlebnisse erwartet ihn auf seinem Weg von West nach Ost. Folge ihm auf dieser aufregenden Expedition und entdecke die Schönheit und Vielfalt Deutschlands auf Schotterwegen, die es zu erkunden gilt!
    Baca lagi

  • European Divide

    18 Februari 2024, Denmark ⋅ ☁️ 5 °C

    Begleite den abenteuerlustigen Kev auf seiner epischen Reise entlang des European Gravel Divide! Diese Fahrradroute, die sich quer durch Europa schlängelt und von endlosen Schotterwegen inspiriert ist, ist genau das richtige Abenteuer für Kev, den GravelCowboy. Von seiner Heimatstadt Köln aus plant Kev, sich nordwärts in Richtung Dänemark und Schweden zu begeben, wobei er unterwegs die unberührte Wildnis Deutschlands erkunden wird.

    Für viele mag es überraschend sein zu erfahren, dass Deutschland eine solche Wildnis zu bieten hat, aber Kev ist fest entschlossen, seinen Followern das Gegenteil zu beweisen. Mit seinem Gravelbike bewaffnet, wird er die abgelegenen Pfade und versteckten Wege erkunden, die oft übersehen werden. Für Kev ist es nicht nur eine Reise, es ist eine Mission, die Schönheit der Natur zu entdecken und zu teilen, und dabei die Grenzen dessen zu erweitern, was möglich ist.

    Begleitet von seiner unerschütterlichen Entschlossenheit und seinem tiefen Respekt für die Natur, wird Kev jeden Kilometer mit einem Lächeln im Gesicht zurücklegen, bereit, die Herausforderungen und Abenteuer anzunehmen, die auf dieser Reise auf ihn warten. Seid dabei, wenn Kev euch die wahre Bedeutung von Wildnis in Deutschland zeigt und euch inspiriert, eure eigenen Grenzen zu überwinden und die Schönheit der Welt zu entdecken.
    Baca lagi

Dapatkan profil pengembaraan anda yang tersendiri

Percuma

QR code

FindPenguins untuk iOSFindPenguins untuk Android