• Tales of Life
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Weltreise

"Freiheit, und zwar jetzt.
Ich werde nie mehr sein, was ich soll,
sondern werden wie ich bin.
Ich wag den Ausbruch, drück Reset.
Vis ta vie! Nicht morgen, sondern jetzt!"
- Irie Révoltés (Jetzt)
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  • Kulinarische Differenzen

    2 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ☀️ 27 °C

    Andere Länder, andere Sitten.

    So ist es auch in Thailand und wie in den meisten Ländern, gibt es auch in Thailand kulinarische Unterschiede je nach Region. Insgesamt haben wir die thailändische Küche wesentlich vegetarischer in Erinnerung als sie uns nun, seit der Ankunft, erscheint.
    Fleisch und Fisch gehört hier ganz normal zur täglichen Ernährung und das sogar mehr als dreimal täglich. Kleine Snacks am Wegesrand, meist diverse Variationen von Fleischspießen, werden kurz auf die Hand genommen und die Hauptmahlzeiten sind mindestens mit einer Fleischbeilage. Übrigens zählt Hühnchen nicht als Fleisch. So kommt es oft vor, dass wir sagen "Kein Fleisch, bitte" und werden gefragt "Aber Huhn?" - "Nein, auch kein Huhn, nur Gemüse".

    Insgesamt alles kein Problem, machmal etwas mehr suchen, meist auf Englisch verhandeln, was wir nicht essen möchten. Also es geht schon.

    Die Küche im Isaan, dem Nordosten Thailands, ist jedoch wesentlich fleischlästiger und Region weniger touristisch erschlossen.

    Vegetarische Restaurants - Fehlanzeige.

    Und leider sprechen die Leute hier kaum Englisch. Wir haben es diverse Male auf Thai probiert, aber auch das ist sehr schwierig, denn die Betonung macht oft den Unterschied, wodurch die Leute nichts verstehen, weil wir es womöglich falsch betonen.

    Nachdem wir diverse Male sehr hungrig, um nicht zu sagen sehr hangry (hungrig und verärgert) sind, haben wir ab und zu schon mal die Schnauze voll. Aber auch das sind Hindernisse die man überbrücken kann und so finden wir immer mehr Restaurants in denen wir gut essen können. Etwas mehr Aufwand meist, aber um so schöner ist es doch, wenn man nachher wieder den Luxus hat, essen vor der Tür zu finden bzw. mehr Auswahl zu haben.

    Für uns ist das Luxus, wie viele andere Sachen auch, die wir vorher anders oder gar nicht wertgeschätzt haben.

    PS: Die Bildauswahl ist die harmlose Variante von "Oh, Krass", "Das will ich nicht sehen", "Hier stinkt es" und vielen anderen Reaktionen.
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  • Red Lotus Lake

    5 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Isaan-Region im Nordosten Thailands ist ein Gebiet, das reich an Folklore ist. So ist erst nicht verwunderlich, dass sagenumwobene Geschichten über den Red Lotus Lake erzählt werden.

    Eine Geschichte erzählt von einem tragischen Liebesdreieck zwischen einer Prinzessin namens Nang Ai und zwei ihrer Verehrer, Prinz Phadaeng und Prinz Pangkhee. Es ist eine epische Geschichte, die magische Königreiche, Reinkarnation, Liebe, Ablehnung und Rache beinhaltet. Einem Teil der Geschichte zufolge wollte Prinz Phadaeng den Tod von Nang Ai rächen, und es folgte ein erbitterter Kampf mit einer Armee mythischer Nagas. Die Schlangenarmee überschwemmte den Schauplatz der Schlacht, was zur Bildung des Nong Han Sees führte, dem Red Lotus Lake.

    Eine andere Geschichte erzählt ebenfalls, dass die Prinzessin eine Reihe von Verehrern hatte. Ihr Vater, König Kom, hatte ein Fest organisiert, um zu bestimmen, wer sie heiraten sollte. Es wird gesagt, dass Prinz Pangkhii seine außergewöhnlichen Kräfte nutzte, um sich in ein weißes Eichhörnchen zu verwandeln, um so die Prinzessin heimlich im Auge zu behalten. Sie bemerkte es jedoch und ließ ihn von einem ihrer Jäger töten, und das Fleisch des Eichhörnchens wurde später von den Einheimischen verschlungen.

    Es wurde auch geglaubt, dass ein riesiger Schlangengeist namens Phaya Nak die Gewässer beherrschte und als Vater des Eichhörnchens Rache an denen schwor, die von dem Fleisch aßen, und versprach, alle zu töten, die dies taten. Außerdem verwandelte er das ehemalige Jagdrevier kurzerhand in einen riesigen Sumpf.
    Bis zum heutigen Tag jagen und essen die Einheimischen, die begeisterte Jäger sind, fast alles, was läuft oder schwimmt, aber mit der bemerkenswerten Ausnahme des weißen Eichhörnchens, aus Angst, vom Geist heimgesucht zu werden.

    Es gibt eine Reihe von Variationen der Legende, jedoch handeln Sie alle von der wunderschönen Prinzessin Nang Ai und ihren Verehrern.
    Klingt doch nach einem romantischen Ausflugsziel und so machen wir uns früh morgen auf den Weg, um die rosafarbenen Teppiche von rosa Lilien zu bestaunen. Sobald die Motoren des Bootes ausgestellt sind, hört man das Wasser an die Seiten des Bootes schwappen, die Vögel zwitschern und den Wind um die Ohren sausen. Für uns, und auch immer noch dem Bootsführer, eine besinnliche und erfüllende Erfahrung.

    PS: Wer aufgepasst hat, hat gemerkt, dass er Red Lotus Lake heißt, es aber scheinbar rosa Wasserlilien sind. Naja, wie das schon bei der Legende um den See so ist: Jede gute Geschichte verdient es ausgeschmückt zu werden. So ist es dann vermutlich auch bei der Betitelung des Sees. Der rote Lotus ist im Buddhismus eine Heilige Blume und so soll wohl nochmal die Besonderheit des Ortes untermalt werden.
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  • Batcave 🦇

    9 gennaio 2022, Tailandia ⋅ 🌙 25 °C

    Wir sind bei unserem nächsten Ziel angekommen: Im Green Leaf Guesthouse in Pak Chong. 🍃

    Und ob ihr es glaubt oder nicht: Hier wird es abends kalt. Richtig kalt. Zumindest für uns, da es nachts schon mal um 18 Grad kälter werden kann, es also von 32 auf 14 Grad fällt. Und das ist ein enormer Unterschied und deshalb sind wir heilfroh, eine dicke Decke zu haben. In der ersten Nacht frieren wir so dolle und fragen nach einer zweiten Decke. 🥶

    Wir haben für den dritten Tag eine Halfday-Tour gebucht, bei der wir eine Höhle erkunden und zu einer Batcave fahren. Die Tour wird von unserer Unterkunft durchgeführt und wir sind sehr zufrieden mit unserem Guide und Gastgeber George.

    Schon vor der Höhle zeigt uns George super spannende Tiere, wie den großen Bienenschwarm, und lässt uns unbekannte Früchte und Samen probieren.
    Dann geht es hinab in die Höhle. Ich habe ziemliches Muffensausen, weil ich große Angst vor Spinnen habe und George nur mysteriös gelacht und "Ooh" gesagt hat, als ich ihm die Frage nach Ängsten beantwortet habe. Es ist ziemlich dunkel - klar, ist ja auch eine Höhle - und ich bin sehr froh, dass jeder von uns eine Taschenlampe bekommen hat. Dummerweise haben wir zwei nämlich unsere Stirnlampen vergessen 🤦‍♀️

    Hier in der Höhle sind einige Fledermäuse, die hier bis ca. 17.30 Uhr schlafen und dann wach werden.
    Auch entdecken wir neben einer Buddhastatue eine sogenannte Geißelspinne. Fies! 😖
    Die andere große Spinne habe ich zum Glück nicht selbst gesehen, ich bin aber wohl nur ganz knapp an ihr vorbeigelaufen, 😱😱
    Die Mönche, die hier oben auf dem Gelände leben kommen regelmäßig in die Höhle um zu meditieren. Das machen sie in kompletter Dunkelheit. Alleine. Stundenlang. 👀

    Wir machen für einige Minuten auch alle Taschenlampen aus. Es war krass. Es war still. Und trotzdem haben wir alle ein Rauschen gehört und gemerkt, dass es hier keine komplette Stille gibt. Das für Stunden zu machen können Rainer und ich uns im Moment nicht vorstellen.

    Nach der Höhle ging es weiter zur Batcave. Hier fliegen pünktlich um 17.45 Uhr Millionen von Fledermäusen aus der Höhle um Futter zu sammeln. Gierig warten die Adler auf die Fledermäuse um diese zu essen.

    Es ist unglaublich magisch dieses Phänomen mitzuerleben und wir genießen es, den Tieren zuzuschauen.
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  • Khao Yai Nationalpark

    10 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute ging es früh mit vier anderen Menschen zur Ganz-Tagestour in den Nationalpark Khao Yai.
    Unser Guide heute stellt sich als ‚Gun‘ vor. Sie ist im Nationalpark groß geworden und war als kleines Kind schon häufig mit ihren Eltern und Großeltern, die ebenfalls in dem Park gearbeitet haben, unterwegs.
    Wir sind auf Anhieb total begeistert von Gun! Sie hat ein wahnsinnig scharfes Auge, gute Ohren und sie erzählt uns viel von dem Park und seinen Tieren. Wir halten zum Beispiel häufig, für uns zunächst ohne jeden ersichtlichen Grund, an, springen in Windeseile aus dem Wagen und Gun lässt uns nacheinander durch ihr Fernrohr schauen. Keine Ahnung, wie sie das macht, aber jedes Mal entdecken wir so hunderte Meter entfernt ein fremdes Tier. Sie zeigt uns auf diese Art schwarze Eichhörnchen, einen knallgrünen Leguan, verschiedene Vögel und Makaken, denen wir hier in Thailand ja bereits häufiger begegnet sind.
    Später am Tag geht es dann auch noch zu Fuß in den Dschungel hinein.
    Hier zeigt uns Gun auch direkt wieder eine große Spinne, die Golden Web Spider. In China wird das Tier auch Human Face Spider genannt, da es aussieht, als hätte sie ein menschliches Gesicht auf ihrem Rücken.
    In der Wissenschaft werden die Netze der Spinnen dazu genutzt, daraus Schutzwesten herzustellen. Denn die Spinnennetze sind so viel stärker als Stahl, wiegen viel weniger und sind dazu auch noch viel ökologischer! 🕸
    Und dann wird es auf einmal ziemlich aufregend und hektisch! Gun bleibt wie angewurzelt stehen, sagt, wir sollen sofort zurück gehen und dann rennt sie auch schon zurück.
    Sie sagt, eine große Königskobra hat den Weg direkt vor ihr gekreuzt. Und die sind richtig gefährlich. Es ist also erstmal nicht sicher für uns weiter zu gehen. Nach einer Weile gehen wir dann doch weiter, aber eben ein ganzes Stück neben dem Versteck der Schlange. Alles gut gegangen!
    Weiter im Dschungel zeigt uns Gun Survival-Tipps. Wie man zum Beispiel aus einem Ast Trinkwasser gewinnen kann und dass, wenn man eine bestimmte Wurzel in ein ein alkoholisches Getränk legt, der Alkoholgehalt um ein vielfaches erhöht wird. Ich sage ja: echte Survival-Tipps! 😎
    Wir klettern in einen riesigen Baum, genießen die Aussicht und begeben uns auf Spurensuche.
    Hier im Dschungel riecht es überall nach Elefanten und wir finden alten und neuen Elefantenpoop. Außerdem sind stellenweise Äste abgeknickt und Büsche platt getreten. Die Elefanten waren (oder sind?) also hier!! 🧐
    Auf dem Rückweg müssen wir wieder an der Schlange vorbei. Vorsichtshalber wirft Gun einen Stock ins das Gebüsch und die Schlange scheint noch da zu sein.
    Und dann können auch wir alle sie sehen! Super aufregend und spannend für uns. Zum Glück ist auch jetzt alles wieder gut gegangen.
    Als wir dann später aus dem Dschungel raus kommen geht es weiter zu einem Wasserfall. Hier sehen wir dann auch die nächste Schlange des Tages: ein Weißlippen-Bambusotter. Wunderschön leuchtend grün, im Baum kaum zu erkennen.
    Und jetzt kommen wir endlich zu unserem Highlight: Elefanten!
    Gun erzählt uns, dass die Elefanten abends immer von einem Teil des Dschungels in einen anderen Teil wandern. Wir fahren also los und es stimmt, die Spur wird heißer: Der Poop ist frisch und die Elefanten sind immer deutlicher zu riechen 🧐
    Dann sind wir endlich am Ziel angekommen: wir hören die Elefanten im Dschungel zwar, sehen auch die Bäume wackeln, aber die Tiere selber können wir nicht sehen. Dann heißt es also warten.
    Und plötzlich ist es endlich so weit, ein Traum geht für uns in Erfüllung: die Elefanten kommen heraus und wir sehen Elefanten in ihrem natürlichen Umfeld. 😍Und es ist so schön! Es gibt sogar zwei kleine Babys, die von den Großen in der Familie beschützt werden. 🥰
    Die Elefanten gehen so anmutig über die Straße, strahlen eine Wahnsinnsruhe aus.
    Diese Tour hat sich für uns also auf jeden Fall hundertprozentig gelohnt!
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  • Flying Gibbon

    10 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ☀️ 28 °C

    Ein weiteres Highlight dieses Ausfluges ist definitiv der 'Fliegende Gibbon'!

    Der Weißhandgibbon ist stark gefährdet, da er von Menschen für den Verzehr und den Haustierhandel gejagt wird.
    Es braucht daher viel Glück um einen Gibbon zu sehen und definitiv noch mehr um ihn fliegen zu sehen und dann auch noch Fotos von ihm schießen zu können. Und wir hatten dieses Glück auf jeden Fall! ☺️

    Zunächst sind wir eine Weile mit dem Truck gefahren, bis wir auf einmal seltsame aber schöne Laute, fast schon Schreie, gehört haben. Gun hat den Fahrer gebeten anzuhalten und uns hat sie dann erzählt, dass zwei Gibbonfamilien sich über die Straße hinweg streiten. Es scheint sich wohl um so etwas wie einen Territorialstreit zu handeln.
    Es hört sich schön an und es war deutlich zu hören, dass die Gibbons ganz in der Nähe sein müssen, weil die Schreie recht laut waren. Also sind wir ausgestiegen und haben gebannt in die Bäume geschaut. Und dann plötzlich sah man einen, tief versteckt im Geäst.
    Rainer war sich sicher, dass in einem anderen Baum noch ein Gibbon versteckt sitzt. Und er behielt Recht! Auf einmal kletterte der Gibbon hinaus, machte sich bereit zum Absprung - da flog er auch schon durch die Luft und landete circa vier Meter weiter auf einem anderen Baum.

    Es ist unglaublich, aber unsere beiden Wünsche sind in Erfüllung gegangen: Ich wollte unbedingt Elefanten sehen und Rainer unbedingt einen Gibbon.
    Wir sind sehr erfüllt, dass wir so viel Glück haben und wissen es sehr zu schätzen.🥰
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  • Camping im Nationalpark

    11 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ☀️ 21 °C

    Um unsere Erlebnisse noch zu intensivieren beschlossen wir anschließend eine Nacht im Nationalpark zu campen. Wir wurden mit einem Zelt, Matratzen und Schlafsäcken versorgt, sodass wir für unser Camping-Abenteuer gut gewappnet waren. Dem Erfrierungstod sind wir auch soeben noch entkommen und wurden auch nicht von wilden Tieren gefressen. Oder von Elefanten zertrampelt - kein Scherz. Letztes Jahr wurde ein thailändischer Tourist, der aus eigenen Naivität, etwas außerhalb der Campsite zeltete, von einem Elefanten platt getreten. Der Elefant war zu dieser Zeit aber auch dafür bekannt, dass er etwas aufmüpfig und schlecht gelaunt ist. Auf Warnrufe reagierte der Mann leider nicht - und schon stampfte der Elefant auf ihn und der Tourist wurde gegen einen Baum geschleudert.

    Diese wahre Geschichte und die Hinweise, wir sollen auf die Durchsagen der Ranger hören und ab 22 Uhr bloß im Zelt bleiben gab uns Gun mit auf den Weg, ehe sie sich von uns verabschiedete.
    Mit einem Kloß im Hals haben wir uns schließlich in unser Zelt in der wohlgehüteten und von Rangern bewachten Campsite zurückgezogen.
    Und dann hörten wir auf einmal eine Sirene und danach eine Durchsage - auf thailändisch natürlich, ist ja klar! Wir haben also kein Wort verstanden und haben einfach gehofft, dass die Ranger uns nur mitteilen wollen, dass jetzt 22 Uhr ist und alle in ihren Zelten bleiben sollen.😰
    Die Bekanntschaft mit einem wilden Elefanten haben wir nicht machen müssen, nichts desto trotzt kamen einige Rehe nachts an unser Zelt, ein Stachelschwein lief herum und natürlich die Makaken. Vor lauter Geschnupper und Geraschel an unserem Zelt und der Elefantengeschichte im Kopf war Marjolein so aufgeregt, dass sie kaum schlafen konnte und andauernd auf Klo musste. Wagemutig meisterte sie also gefühlte 100x den Weg zur Toilette.

    Die Makaken waren natürlich am "gefährlichsten" für Hab und Gut, denn sie sind nicht nur sehr neugierig, sondern auch sehr pfiffig.
    So kam es am nächsten Morgen auch, dass ein vorwitziger Bursche das Zelt der Nachbarn aufmachte und eh man sich versah eine Tüte Chips klaute.
    Ein anderer Affe läutete morgens zum Aufstehen in dem er mit voller Absicht und hoch provokativ den Ranger anschauend wiederholt stark auf einem Wellblechdach herumsprang. Erziehung hier also erfolglos.😬

    Ich nahm das volle Abenteuerpaket: Ich duschte in der eiskalte Dusche und erfror also demnach doch noch. Das war mit Abstand die kälteste Dusche, die ich je hatte! Entsprechend kurz und mit Schnappatmung ging diese auch vonstatten.🥶

    Gemeinsam mit einem französischen Pärchen wanderten wir noch eine Route zum Visitor-Center, hörten wiederholt einige Gibbons und sahen atemberaubende Flora und Fauna. Natürlich gab es auch wieder zahlreiche Makaken, die Gibbons sahen wir jedoch nicht.
    Auf der Route kamen wir erneut bei einem sehr alten und stark verwurzelten Baum an, an dem sich etwas Abseits zwei Makaken sonnten und lausten. Ein herrliches Bild, begleitet von dem Wind der durch die Bäume rasselt, die Gibbons die in weiter Entfernung schreien und Vogel und Schmetterlinge, die einen gelegentlich umfliegen. Ein fotografischer Traum - also ging ich los und stolperte fast in eine Schwarze Kobra. 🐍 Der Schock, bei mir und der Schlange war groß, sodass ich nach kurzem langsamen Rückwärtsgang die Beine in die Hand nahm und flüchtete. Die Kobra wurde nicht mehr gesehen und war vermutlich auch froh ihre Ruhe zu haben. Fazit: Unter Risikoeinsatz seines Lebens habe ich dann doch kein Foto gemacht und stattdessen fast einen Herzinfarkt bekommen.😱

    In der angespannten Atmosphäre begann nun auch noch ein grummelndes und röhrendes Geräusch die Umgebung zu ertönen. Bären? Nee...Elefanten? Mh...nee. Wir gingen etwas zurück, die Geräusche wurden lauter - unsicher was es ist, dachten wir "Okay, doch Bären oder Elefanten - ganz bestimmt." Der eine Weg von der Kobra versperrt (vermutlich) der andere Weg von geheimnisvollen Elefanten/Bären versperrt (vermutlich). Das wars, der Dschungel hat uns... Demütig gingen wir den Rückweg an und zwar direkt auf dem gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind. Bergauf und weg von den gefährlichen Biestern.🏃‍♀️🏃

    Auf halben Weg angekommen waren wir uns dann einig: Das bedrohliche unbekannte Geräusch war der Wind der die miteinander verwachsenen Bäume aneinander reiben und das Geäst knacken und grummeln lässt.

    Tolle Abenteurer sind wir. Mutig wie eh und je von einem knackenden Baum davon gerannt!😅

    Am Visitor-Center angekommen hatten wir also etwas gut zu machen und dachten uns wir füllen unserer Abenteurerkonto wieder auf. Also stellten wir uns an den Straßenrand, Daumen raus und los ging es. Nicht beim ersten, nicht beim zweiten, aber beim dritten Fahrzeug. Auf der Ladefläche eines Pickups machten wir uns auf den Weg Richtung Unterkunft. Noch einmal umsteigen in ein anderes Fahrzeug und der Heimweg war erfolgreich absolviert. Nicht nur erfolgreich sondern auch kostenlos.🤙

    Tolle Sache, kann man öfters machen. Zumindest in Ländern oder Gegenden, so wie um den Nationalpark, wo es üblicher ist, dass Leute per Anhalter mitfahren.
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  • Oh, Thailand

    21 gennaio 2022, Tailandia ⋅ ⛅ 26 °C

    Marjolein. Heute verlassen wir nach beinahe drei Monaten Thailand.
    Wir haben wilde Partyinseln von einer anderen Seite kennengelernt, schlechtes Wetter gehabt, Loi Krathong mit einer einheimischen Familie gefeiert, Tauchscheine gemacht, Tiefpunkte erlebt, sind auf Berge geklettert, wilde Partys gefeiert, gechillt, viel und gut gegessen, Tempel besucht, im Dschungel übernachtet, wilde Tiere gesehen und so so viele liebe und interessante Menschen kennengelernt! Wir sind über unsere Grenzen hinaus gegangen, haben neue Erfahrungen gemacht und lernen uns (gegenseitig) weiterhin jeden Tag neu kennen.
    Es war eine wahnsinnig schöne, intensive Zeit.

    Oh, Thailand, du bleibst für uns immer besonders.

    Aber es ist an der Zeit weiterzureisen. Es geht nach Kambodscha!
    Wir freuen uns auf ein neues Land, neue Gesichter, neues Essen, neue Landschaften, eine neue Kultur.
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  • Genozid der Roten Khmer

    24 gennaio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 31 °C

    Marjolein. Wenn man an Kambodscha denkt, kommt einen wahrscheinlich sofort Angkor Wat in den Sinn.
    Aber Kambodscha hat auch eine sehr dunkle Seite, die noch gar nicht so lange zurück liegt.
    Und um diesen Teil der Geschichte besser verstehen zu können, haben wir das bekannteste der mehr als 300 (!!!) Killing Fields, das ‚Choeung Ek‘ in Phnom Penh und das ‚Tuoel-Sleng-Genozid-Museum‘ besucht.

    Es geht um die Roten Khmer, die das Land von 1975 bis 1979 in Angst und Schrecken versetzt haben, indem sie einen Genozid an ihrem eigenen Land verübt haben. Während dieser vier Jahren wurden Schätzungen zufolge 1,7 bis 2,2 Millionen Menschen umgebracht. Das entspricht 30% der damaligen Gesamtbevölkerung! Zur Folge hat dies heute (Stand 2020), dass 30% der Bevölkerung zwischen 0 und 14 Jahren alt ist. In Deutschland sind es weniger als 10% (Stand 2020).

    Pol Pot, der Regierungschef der Roten Khmer, dachte, dass eine Ursache der Armut in Kambodscha der Unterschied zwischen Land und Stadt sei. So wollte er das Ländliche unterstützen und alles Städtische zerstören.
    Die Roten Khmer verscheuchten die Menschen aus Phnom Penh hinaus in die Reisfelder. Bei diesem Marsch starben tausende Menschen aufgrund der schweren Strapazen. Die Überlebenden wurden dazu gezwungen eine einheitliche Kleidung zu tragen um jegliche Individualität zu vernichten. Das Land verwandelte sich in ein Arbeits- und Gefangenenlager. Es galten strenge Regeln, auf deren Nichteinhaltung hohe Strafen standen.
    Sämtliche Bücher wurden verbrannt, das Geld wurde abgeschafft und auch die Ausübung von Religionen wurde verboten, was zur Folge hatte, dass Kirchen, Klöster und Moscheen zerstört wurden. Das alles mit dem Ziel den Agrarkommunismus zu verwirklichen.
    Während dieser Zeit starben hunderttausende Menschen an Nahrungsmangel, Zwangsarbeit und der fehlenden medizinischen Versorgung.
    Parallel dazu fanden Massensäuberungen statt:
    Pol Pot und die Roten Khmer machten Ausländer, vor allem die Vietnamesen (Vietnam und Kambodscha hatten bereits ein angespanntes Verhältnis zueinander), für ihre Notlage verantwortlich. Und deshalb wurde jeder, der verdächtigt war, Kontakt zu Ausländern zu haben samt Familie gefoltert und grausam ermordet.
    Auch die Mehrheit der Intellektuellen, wie zum Beispiel Lehrer, Ärzte, Wissenschaftler sowie Gläubige und Mönche wurden mehrere Tage gefoltert und schließlich ermordet.
    Die Gefangenen wurden im ‚Sicherheitsgefängnis 21‘ (hiervon gab es auch 196), das heute ein Museum ist, in kleinen Zellen, entweder aus Holz oder aus Stein, eingesperrt und mit grausamen Methoden gefoltert, bis sie Dinge gestanden, die sie nicht begangen haben. Schließlich wurden sie zu einem der Killing Fields gebracht, wo sie dann mit einem Kopfschuss und später mit anderen Waffen wie zum Beispiel Machete, Axt, Hammer und Dorn (um Munition zu sparen) hingerichtet wurden.
    Bei dem Killing Field hatten wir eine Führung von einem Mann, der seine Familie während dieser Zeit verloren hat. Man läuft über eine große Fläche, auf der man immer wieder Hügel sieht - die ausgehobenen Massengräber. Kambodscha ist immer noch damit beschäftigt weitere Massengräber zu öffnen. In einigen ausgehobenen Gräbern kann man noch die Kleidung und die Knochen der Ermordeten sehen.
    Die Roten Khmer machten auch vor Frauen und Kindern keinen Halt: Die Frauen wurden allem Anschein nach vergewaltigt und schließlich nackt in ein Grab geworfen. Kleinkinder und Säuglinge wurden mit dem Schädel mehrfach gegen einen massiven Baum geschlagen.

    All die Gräber, Knochen und Schädel und den Baum zu sehen war schlimm für uns.
    Das Museum hat sein übriges dazu beigetragen: In den vier Häusern hingen Fotos der Gefangenen, die von den Roten Khmer gemacht wurden, Fotos einiger Zellen und deren Leichen und Fotos der Folterinstrumente. Wir sind durch die Gefängniszellen gelaufen, konnten die stickige Luft einatmen.
    Außerdem gab es einen ganzen Raum, in dem das Leben zweier junger ermordeten Studenten aufgearbeitet wurde. Wir konnten ihre Träume, Wünsche und Ziele nachlesen. Und wie ihre jungen Leben schließlich auf grausame Art enden mussten.
    Die Besuche haben uns sehr mitgenommen. Der Tag hat abends deutliche Spuren bei uns hinterlassen. Es war sehr intensiv und einfach erschütternd. Ich hatte das starke Bedürfnis zu duschen um all das Furchtbare, das ich gesehen habe und von dem ich weiß, dass es passiert ist, von mir abzuwaschen.

    Das Positive ist aber, dass Kambodscha nicht die Augen vor ihrer eigenen Vergangenheit schließt und stattdessen eine gute Aufklärungsarbeit leistet und auch die Täter verurteilt hat.
    Wer sich für die Geschichte der Roten Khmer interessiert, dem können wir den Film ‚The Killing Fields - Schreiendes Land‘ aus dem Jahr 1984 empfehlen. Dieser Film wurde uns im Hostel in Siem Reap gezeigt. Außerdem gibt es auf Netflix auch den Film ‚Der weite Weg der Hoffnung‘ zu sehen, den wir allerdings noch nicht gesehen haben.
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  • Angkor - Herz von Kambuja

    27 gennaio 2022, Cambogia ⋅ 🌙 22 °C

    Rainer. Im 9. und 15. Jahrhundert war Angkor das Zentrum des Khmer-Königreichs Kambuja und bestand, auf einer Gesamtfläche von mehr als 200km², aus mehreren Hauptstädten. Die diversen Hauptstädte zeichnen sich hierbei durch die einzigartige Baukunst der Tempelanlagen aus. Heutzutage ist es insbesondere bekannt durch den größten Tempelkomplex der Welt, dem Angkor Wat.

    Insgesamt bietet die Region Angkor jedoch weit mehr mit seinen mehr als 1000 Tempeln und Heiligtümern und wir haben bei weitem nicht alles gesehen. Schätzungen zufolge lebten im Großraum Angkor zur Zeiten des historischen Königreichs bis zu einer Millionen Menschen auf 1000km². Zentrum des Handels und Treibens war hier die Zentralregion rund um die großen Tempelanlagen, die man heute besuchen kann. Die Kultur im damaligen Angkor war geprägt durch eine starke Vielfalt an Völkern und Religionen. Es lebten im Großraum Angkor neben den Khmer auch Chinesen, Inder, Malaien und andere Fremde, die sich dort nieder liesen. Die historischen Khmer kannten zudem keine strikte Trennung der verschiedenen religiösen Systeme, wodurch diverse Religionen gelebt und durch Tempel und deren Gottheiten darin verehrt wurden. Aufgrund der Ähnlichkeit zur traditionellen Religion der Khmer konnte sich langfristig der Hinduismus als dominanteste Religion durchsetzten. Ein Großteil des Khmer-Reiches und somit der Angkor Region wurde ohne Krieg, über Handel, Landwirtschaft und Bautätigkeiten vergrößert.

    Während unseres Besuches konnten wir die Tempelanlagen in aller Ruhe bestaunen und mussten diese tollen Anblicke nicht mit vielen anderen Leuten teilen - ganz im Gegenteil: oft waren wir auch alleine in den Tempeln.
    Jeder Tempel scheint seinem eigenen Grundriss zu folgen, wenn auch die handwerklichen Techniken bei allen die gleichen waren, so lässt sich in jedem Tempel etwas neues entdecken. Zur Zeiten der Eroberung im 15 Jahrhundert, wurde die Region um die Tempelanlagen großräumig zerstört und wird jetzt durch diverse Kooperationen verschiedener Organisationen und Länder stets weiter restauriert. Man versucht hierbei die ursprünglichen Materialien zu nutzen und somit ein detailgetreues Bild zu rekonstruieren.

    Sämtliche historische Belege zu Angkor entstammen hierbei aus archäologischen Ausgrabungen, Inschriften, Reliefs und wenigen Berichten chinesischer Diplomaten, Händlern und Reisenden.
    Die „Entdeckung“ Angkor wurde in Europa erstmals 1568, also nach dem Fall des Königreichs, erwähnt. Die bedeutendsten Kunstwerke und historischen Aufzeichnungen wurden, nach eben dieser Niederlage, bereits über Thailand und schließlich durch die Eroberung Thailands durch die Burmesen nach Burma (Myanmar) geschafft, wo sie sich noch heute befinden. Übrige Kunstwerke und Reliquien wurden durch diverse Kunsträuber gestohlen, um sie auf dem Schwarzmarkt in Europa, USA und Japan zu verkaufen. Noch bis heute hält dieser Kunstraub an und sogar Beton-Nachbildungen, werden gestohlen. Insbesondere betroffen sind hier die Köpfe der Statuen und Abbildungen, weshalb heutzutage viele Statuen „kopflos“ dort bestehen bleiben. Glücklicherweise konnten einige Stücke bereits zuvor sicher bewahrt werden und befinden sich nun in Museen.

    Auch wenn vieles gestohlen, zerstört oder mittlerweile nachgebaut wurde, konnten wir die wesentliche Merkmale der Baukunst und der Bedeutung der verschiedenen Tempel hervorragend voneinander unterscheiden. Während wir durch die verschiedenen Tempelanlagen laufen und die Strukturen zu deuten versuchten, begleitete uns stets Demut, Bewunderung und Ehrfurcht.
    Es ist einfach nur beeindruckend, wozu die Menschen zu dieser Zeit im Stande waren, insbesondere zu einem derartigen, scheinbar friedlichen, Zusammenleben.
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  • Angkor via Bike

    28 gennaio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 33 °C

    Marjolein. Tag zwei in Angkor. Um es ein bisschen aufregender zu machen und weil wir so sportlich sind (höhöhö), haben wir uns überlegt, Angkor via Fahrrad zu durchqueren🚴‍♀️ Von der Unterkunft bis zum Park sind es auch nur 6,7 km. Ausgestattet mit zwei Mountain-Bikes von der Unterkunft und zwei Helmen (wofür wir übrigens seitens der Unterkunft ziemlich ausgelacht wurden) sowie unseren Stirnlampen für den Rückweg machen wir uns hoch motiviert um halb 12 Mittags auf den Weg. Leider sind wir nicht, wie geplant, morgens losgekommen, weil wir gebummelt haben und so fahren wir in der Mittagshitze los.
    Der Weg lässt sich, trotz fehlender Straßenschildern und -regeln doch ganz gut fahren und vollgeschwitzt kommen wir endlich im Park an. Aber nicht ohne ziemliche Schmerzen im Hintern - die Sattel sind aber auch verdammt dünn!🥴
    Wir merken schnell, dass wir die große Runde mit den Rädern nicht schaffen. Dazu fahren wir zu gemütlich und es ist viel zu heiß.
    Trotzdem entdecken wir auf unserer Tour wunderschöne Tempel, die wir sogar noch viel schöner und besonderer finden als den bekanntesten aller Tempel, Angkor Wat.
    Zum einen wäre da Ta Prohm, bekannt aus Tomb Raider. Diesen finden wir sehr schön, weil sichtbar wird, wie stark die Natur ist, da sie sich doch immer wieder durchsetzt und Bäume selbst zwischen und unter den dicken Steinen wachsen🌳
    Dann gibt es noch Ta Keo, der zumindest eine beeindruckende Höhe hat, die wir mühsam hinaufklettern. Das ist auch gar nicht so einfach, da die Stufen alle unterschiedlich hoch sind und teilweise sehr schmal oder sogar abgebrochen sind.
    Unser Lieblingstempel ist allerdings eindeutig Preah Khan. Er ist wahnsinnig riesig, auch hier sieht man die Kraft der Natur und die bauwirkliche Stärke zeigt sich hier noch einmal mehr. Preah Khan ist aufgebaut wie eine richtige Stadt. Wir können ansatzweise erahnen, wo damals was war. Zumindest glauben wir es erahnen zu können.
    Als es anfängt dunkel zu werden, radeln wir so langsam zurück🚴‍♂️ Wir haben zwar unsere Stirnlampen dabei, wollen aber nichts riskieren. Der Verkehr in Siem Reap ist, trotz neuer Straße (die erst vor einem Jahr gebaut wurde) und neuem Radweg nicht zu unterschätzen.
    Sicher und völlig erschöpft aber total zufrieden und ziemlich stolz auf uns kommen wir in Unterkunft an☺️
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  • 4 oder nicht 4, das ist hier die Frage.

    31 gennaio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 25 °C

    Marjolein. Siem Reap ist, neben Angkor, auch noch für ihre Pub Street bekannt. Und die wollten wir natürlich auch sehen! Und mit wem kann man das besser machen, als mit Monika und Julian, mit denen wir schon länger über FindPenguins Kontakt haben?! Die beiden sind nämlich auch gerade in Siem Reap und das ist ja jetzt eine super Möglichkeit um die beiden auch endlich in Echt zu sehen!🙂
    Wir verabreden uns also mit den beiden zum Abendessen und weil wir uns so gut verstehen machen wir auch direkt ein zweites Treffen aus. Und von diesem zweiten Treffen möchte ich euch jetzt erzählen:
    Wir haben gemütlich in einem einheimischen Restaurant gegessen und anschließend beschlossen, dass wir noch etwas trinken gehen. Rainer und ich hatten auf dem Weg zum Restaurant schon einige süße Bars gesehen. Wobei Bar nicht ganz treffend ist, besteht sie doch nur aus einem Getränkewagen mit hübschen bunten Lichtern und einigen Plastiktischen- und Stühlen. Und dazu noch eine recht große Auswahl an Cocktails.
    Als erstes Getränk bestellen sich Julian und Monika einen Gin Tonic mit Gurke, Rainer bekommt einen Passionfruit Mojito und ich nehme einen halben Liter Blue Ocean. 🍹
    Da die Getränke der anderen nicht einmal annähernd an meine Milliliter rankommen bestellen sich die drei schnell ein neues Getränk - einen Bucket mit Gin Tonic zum Teilen. 🪣
    Die Stimmung ist ausgelassen, wir reden viel, erfahren viel voneinander und haben richtig Spaß!
    Dann geht’s in die nächste Runde: für mich einen Sex on the beach🍹 und für die anderen einen neuen Bucket.🪣 Es ist wirklich schön und gemütlich mit den anderen. Es ist toll sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, voneinander zu lernen un einander zu inspirieren.
    Und zack sind die Getränke schon wieder leer! Da ich weiß, man sollte lieber nicht zu viel verschiedenen Alkohol miteinander mischen sollte, bleibe ich beim Sex on the beach 🍹und die anderen bei einem weiteren Bucket. 🪣
    So langsam wird es ziemlich spät und wir sind auch schon lange die einzigen Gäste hier. Außerdem müssen Monika und Julian morgen früh auschecken - sie wollen zu uns ziehen!
    Also sagen wir dem Kellner bescheid, dass wir gerne zahlen möchten.
    Die Rechnung lautet: zwei Sex on the beach, einen Blue ocean, zwei Gin Tonic mit Gurke, einen Passionfruit Mojito und vier Gin Tonic Buckets. Moment mal, vier?! 🧐Wer mitgezählt hat, kommt nur auf drei - genau wie wir. Und das sagen wir dem Kellner auch. ‚Nein, es waren ganz sicher vier Eimer! Und ich kann es euch auch beweisen’, sagt der Kellner, geht zu seinem Getränkewagen und kommt mit zwei leeren Eimern zurück, die er zu dem dritten Eimer stellt, der noch auf unserem Tisch steht. ‚Bitte, das sind die drei Eimer, die ihr bestellt habt. Und diesen da habe ich zweimal benutzt!’
    Ihr könnt euch wohl vorstellen, wie wir reagiert haben! Nachdem ich von meinem Kopfschütteln und Lachanfällen beruhigt habe, merke ich, dass er das durchaus ernst meint und überzeugt davon ist, dass sein Beweis hieb- und stichfest ist!
    Na ja, wir haben kaum Gegenbeweise und im betrunkenen Kopf ist es dann sowieso mehr lustig als dreist. Also haben wir auch die vierten Bucket bezahlt. 🤷‍♀️
    Am nächsten Tag haben drei von uns vieren der Kloschüssel ‚Guten Tag‘ gesagt und der Tag wurde primär im Bett verbracht. 🐱
    Später haben wir bemerkt, dass wir womöglich dem Barkeeper auch noch zu viel bezahlt haben, weil wir uns dolle verrechnet haben. Ganz sicher sind wir uns aber nicht, weil wir nicht wissen, wie viel Geld wir dabei hatten.
    Tja, was lernen wir daraus? Keine Ahnung, aber es war ein witziger Abend! 😂
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  • Die Malediven Kambodschas

    3 febbraio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 29 °C

    Marjolein. Heute geht es weiter!
    Monika und Julian wollen eigentlich nach Bali fliegen, aber da gibt es noch eine Komplikationen (nach zu lesen auf ihrem FindPenguins Profil), weswegen sich die beiden dazu entschlossen haben mit uns gemeinsam auf die Insel Koh Rong zu fahren. 🏝
    Abends geht es dann zu viert samt unser aller Gepäck mit der Motorrad-Rikscha zur Bushaltestelle, wo der Nachtbus uns nach Sihanoukville fahren wird.
    Nachtbus, so etwas gibt es bei uns in Deutschland gar nicht. Das ist ein Bus, in dem es anstelle von Sitzplätzen kleine Schlafkabinen gibt. Und zwar oben zwei und unten zwei. Man bucht sich einen Schlafplatz (besser zwei, wenn man sich seine Kabine nicht mit einem Fremden teilen möchte), das Licht wird gelöscht und dann gehts auch schon los. Die Kabinen sind jetzt nicht wahnsinnig geräumig, aber dafür geht es schnell und es ist ein Erlebnis wert!
    Nach zwei weniger frauenfreundlichen Pinkelpausen und mehr oder weniger vielen Stunden Schlaf ist es auch schon morgens und wir sind endlich da.
    Wir lernen Johannes kennen, der ebenfalls aus Deutschland kommt und auch auf die Insel möchte. Wir teilen uns ein Tuktuk und sind dann auch schon am Hafen.
    Mit der Fähre geht es in eineinhalb Stunden rüber auf Koh Rong. Johannes entscheidet sich spontan dazu auch unsere Unterkunft, die ‚Coconut Beach Bungalows‘, zu buchen und nach einer holprigen Fahrt sind wir da.
    Der Strand ist unglaublich! Es ist ganz weißer, pudriger Sand und das Meer ist so wunderschön türkisblau! Es ist wunderschön.
    Es gibt sogar eine Hängematte und eine Schaukel im Wasser - wie cool ist das denn?! Und jetzt verstehe ich, warum Koh Rong als die Malediven von Kambodscha beschrieben werden.
    Leider gibt es auch hier das Plastikproblem, und der Strand ist stellenweise ziemlich vermüllt und stinkt auch.
    WLAN gibt es hier in unserer Unterkunft nicht und auch mein Mobilfunknetz ist rar, weshalb wir viel Zeit haben uns zu entspannen, zu lesen, zu schwimmen und im Wasser zu toben. Ganz so leicht ist es für mich ohne Internet traurigerweise übrigens nicht.
    Robbie, der Besitzer der Bungalows, kümmert sich richtig toll um uns und organisiert regelmäßig tolle Sachen am Strand. Einen Abend lassen wir Laternen steigen, dann gibt es Lagerfeuer und Feuershows🔥Wir fühlen uns hier sehr wohl und sind glücklich.
    Ach, und habe ich schon gesagt, dass man hier im Wasser das LEUCHTENDE PLANKTON wieder sehen kann?! Das war bereits auf Koh Tao das Schönste, was ich jemals gesehen habe und hier ist es noch deutlicher zu sehen!🥰 So ist es nicht selten, dass wir, bewaffnet mit unseren Schnorchelsets, abends nochmal in das dunkle Nass steigen nur um dann ein eine völlig neue, leuchtende Welt abzutauchen. 🤿🌌
    An einem Morgen quälen Rainer, Johannes, Melanie und ich uns früh morgens aus dem Bett raus um den wunderschönen Sonnenaufgang zu beobachten. Es ist wahnsinnig schön.
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  • Abandoned

    5 febbraio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 27 °C

    Marjolein. Einen Wäscheservice gibt es hier übrigens nicht so wirklich. Zum Glück hat Rainer seine gute Wasch-Seife aus Ghana mitgenommen und so fangen wir an unsere ganze Wäsche selbst zu waschen.🧼
    Eines Tag wandern wir zu fünft ins Dorf, zumindest so halbwegs. Es ist sehr heiß und anstrengend den richtigen Weg zu finden. Der ist nämlich nicht ausgeschildert und Schatten gibt es auch erstmal lange nicht.
    Auf dem Weg kommen wir an einem ehemaligen Resort vorbei, das mittlerweile durch Covid allerdings komplett verwahrlost und verlassen ist. Es ist ziemlich beklemmend hier lang zu laufen, man kann erahnen wie schön es hier einmal gewesen sein muss und es ist erschreckend, wie es jetzt hier aussieht.

    Endlich an der Hauptstraße angekommen begrüßen uns die Straßenarbeiter freundlich - es muss aber auch bescheuert aussehen: Eine Gruppe von weißen beziehungsweise durch die Sonne eher rote Touristen, die in der prallen Mittagssonne schwitzend zu Fuß unterwegs sind, wo hier selbst schon junge Kinder bereits Roller fahren.
    Sobald wir das erste Auto gesehen haben haben wir den Daumen rausgehalten und tatsächlich - der Fahrer nimmt uns mit in die Stadt. Die Menschen hier sind so lieb! Fünf verschwitzte, fremde, rote Menschen mitzunehmen ist nicht selbstverständlich.
    Nach einem Essen spazieren wir den Long Set Beach entlang, wir wollen nämlich zu einem anderen Pier hingehen. Dummerweise merken wir nach einer Weile, dass wir nicht weiterkommen - es ist eine Sackgasse. Eine wunderschöne Sackgasse, umgeben vom Meer, einem Meerwasser-See und Palmen mit Kokosnüssen. Ein richtiges Paradies.
    Die Kokosnusspalme bringt Julian, Johannes und Rainer auf die Palme.🌴 Zumindest ganz kurz. Schnell merken die drei nämlich, dass sie nicht so leicht die Palme hochkommen wie die Einheimischen. Um trotzdem an eine Kokosnuss heranzukommen versuchen sie alles Mögliche auf jegliche kreative Art und Weise die Kokosnuss vom Baum zu kriegen - aber seht selbst.🥥
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  • Kampot - da wo der Pfeffer wächst

    14 febbraio 2022, Cambogia ⋅ ⛅ 27 °C

    Marjolein. Nach über einer Woche die wir auf Koh Rong verbracht haben geht es für uns mit dem Minivan nach Kampot - dahin, wo der Pfeffer wächst. Die Stadt ist bekannt für ihren guten Pfeffer, dem Kampot Pfeffer, dessen Name übrigens eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist. Die Fahrt ist ziemlich holprig, wackelig und staubig.
    Wir schlafen in einer kleinen Hobbithütten des Bohemiaz Resort & Spa.
    Das klingt leider romantischer als es ist. Der Eingang der Hütte ist so niedrig, dass wir quasi hockend rein kriechen müssen. Und es riecht ziemlich muffig, zwischen den Holzstäben tummeln sich allerlei Tiere und wir sehen - als wir uns abends auf die Matratze legen - rosa Schimmel an der gesamten Decke. 😷
    Glücklicherweise helfen uns der Mitarbeiter Toy und sein Freund - der Langzeitgast Peter - bei ihren Freunden unterzukommen.
    Am nächsten Tag bietet uns die Chefin an, ein anderes, größeres Zimmer zu buchen, für einen günstigeren Preis. Wir nehmen an.
    Und der Albtraum beginnt. 👻
    Das neue Zimmer besteht aus zwei Schlafzimmern, jeweils mit eigenem Bad, verbunden durch eine Küche. Klingt erstmal super. Leider gibt es kein Mückennetz und die Dächer sind nicht dicht. Gar nichts ist dicht. Und das ist auch der Grund, weshalb auf unserem Bett überall Geckopoop liegt und wir quasi die 10 Plagen durchmachen müssen, weil jeden Tag neue Tierarmeen in unserem Bungalow sind! Es ist zum Verrücktwerden. 😵‍💫
    Wir bauen uns kreativ einen Geckopoop-Schutz aus Bettlaken über unser Bett. Trotzdem landet immer mal wieder etwas Poop auf dem Bett.
    Ständig müssen wir Ameisen, Käfer, Fliegen, eine große schwarze Spinne, Mücken und einmal sogar eine Katze - keine Ahnung, wie die reingekommen ist, da alle Fenster und Türen geschlossen waren - entfernen.
    Ich schlafe total unruhig und bin selten richtig ausgeruht am nächsten Tag.
    Und jetzt komme ich zu dem Highlight der ganzen Plagen:
    Eines Abends, Rainer ist schon eingeschlafen, höre ich ein lautes ‚Platsch‘. Ich bin sofort hellwach, wecke Rainer und leuchte mit der Taschenlampe. Und oben am Balken sehe ich den großen Tokeh-Gecko. Er heißt so, weil er 'To-Keh' ruft. Die sind echt ziemlich groß, aber zum Glück läuft er weiter raus aus dem Bungalow. Dann leuchte ich weiter mit der Taschenlampe und sehe dann direkt am Fußende des Bettes einen großen Haufen flüssigen Poop! Der Tokeh hat einfach in unseren Bungalow gekackt!? 😡
    Zum Glück sind es jetzt wirklich nur noch zwei Nächte.

    Wir haben aber auch etwas schönes hier erlebt. Wir waren im Preah Monivong Bokor National Park, der eine Gesamtfläche von 1423.17 km² hat und der höchste Punkt liegt auf 1081 m. Deshalb ist es hier sogar echt kühl und frisch.
    Bokor Hill Station wurde 1921 von der französischen Kolonialisten als Resort für die Franzosen gebaut. Noch heute findet man im National Park also viele französische Gebäude und eine katholische Kirche.
    Später wurden riesige teure Luxushotels gebaut, ein Kasino, Tempel und riesige Statuen. Das Konzept war jedoch nicht wirklich erfolgreich, sodass heute so ziemlich alle Gebäude leer stehen und mit dem Nebel der da oben häufig zu finden ist wirkt das alles total gespenstisch und mystisch. 🌫
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  • Reisepläne

    25 febbraio 2022, Cambogia ⋅ ☁️ 28 °C

    Rainer.
    Sri Lanka soll schön sein, sagt man.

    Leider wurde unser Flug gecancelt und wir haben 160 Dollar in den Sand gesetzt für PCR-Test die wir nicht mehr gebrauchen konnten. Naja immerhin waren sie negativ 😝 Die information über unseren Flug haben wir auch erst einen Tag vor Abflug gelesen (sie ist nämlich im Spam Ordner gelandet).
    Kooperation der Reiseagentur - Fehlanzeige. Kooperation der Airline - Fehlanzeige. Also nochmal knapp 140 Euro in den Sand gesetzt. Könnte besser laufen.

    Singapur und Indien sollen einen Besuch wert sein, sagt man.
    Das waren unsere nächsten Ziele, nachdem aus Sri Lanka nichts wurde. Leider hatte Marjolein durch die Ventilatorluft etwas Halsschmerzen und Schnupfen. „Aber das ist bestimmt in 2 Tagen wieder weg“ - dachten wir. Marjolein ging es leider nicht besser, also kontaktierten wir die Airline und konnten unseren Flug ohne extra Gebühren, lediglich gegen die Differenz der Flugpreise, umbuchen. Das ist doch mal guter Service - geht doch! Ob das Hotel in Singapur (ja, Singapur ist „teuer“) uns die Kosten erstatten wissen wir nicht.
    Aber gut also fliegen wir eben am Samstag, den 25.02, statt am Mittwoch zuvor, das sind noch genug Tage um sich auszukurieren😊
    Das heißt dann aber übrigens auch, dass wir das Visum überziehen und jeweils 30 Dollar Strafe zahlen.

    Naja, oder auch nicht! Marjolein bekommt Fieber, ist stark angeschlagen und hustet. Also checken wir das mal im Krankenhaus.
    Schlappe 370 Dollar und 4 Stunden später wissen wir es endlich. Kein Malaria, kein Dengue. Sondern Covid. Klar, was auch sonst.
    Zum Glück hat Marjolein nur leichte Symptome und darf aufgrund der neuen Regelungen in Zimmerquarantäne. Diese darf sie dann mit einem negativen Selbsttest ohne weitere Veranlassung wieder verlassen. Ich darf mich ganz normal bewegen. Ich mache mich also auf zur Immigration und verlängere unser Visum.

    Singapur ist also ebenfalls gestrichen und Indien auch. Für den umgebuchten Flug bekommen wir von Jetstar einen Gutschein, unkompliziert und einfach - toller Service. Die Unterkunft in Singapore kommt uns nicht entgegen. Nochmal 400 Dollar in den Sand gesetzt. Der Flug nach Indien ist noch unklar.

    Kambodscha, wir haben dich wirklich lieb, aber so schwer ist die Trennung doch nicht, oder?!
    Wir haben uns das wirklich anders vorgestellt. Immerhin suchen wir immer nach Low-Budget-Möglichkeiten. Da hätten wir die (bisher) knapp 800 Dollar wirklich anders investieren können.

    Wir versorgen uns nun über Lieferdienste und hängen also im Zimmer rum. Marjolein geht es schon wieder besser und nun liege ich flach. Das war ja abzusehen, aber auch mir geht es glücklicherweise soweit gut.

    Klingt schon alles scheiße nicht wahr?!
    Es ist immer relativ. Geld verdienen wir wieder. Jetzt werden wir erstmal gesund, kurieren uns in Ruhe aus und können dann wieder machen was wir wollen.

    Unsere Gedanken sind in dieser Zeit bei den unschuldigen Männern, Frauen und Kindern, die aufgrund der narzisstischen Abartigkeiten von einem bösen Diktator leiden müssen. Wie auch schon des Öfteren zuvor, fragen wir uns, wieso die Leute nicht aus der Vergangenheit lernen und denken, sie könnten keinen anderen Weg als Krieg gehen.
    Es ist wirklich erschreckend und wir hoffen auf ein baldiges Ende.
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  • Oh, Kambodscha

    10 marzo 2022, Cambogia ⋅ 🌙 30 °C

    Rainer. Du hast uns eingeladen und mit offenen Armen empfangen. Manchmal sehr aufdringlich, jedoch stets freundlich hast du versucht uns mit allem zu helfen was wir brauchen. Du hast uns Fahrten angeboten und Ratschläge gegeben, dich nett mit uns unterhalten und uns deine Schönheit, aber auch deine dunkle Vergangenheit sehen lassen.
    Wir geben zu, es war keine Liebe auf den ersten Blick, denn du warst sehr laut und zunächst doch sehr aufdringlich. Du hast uns keinen Freiraum gelassen und das hat uns nicht gefallen. Auch deine dunkle Vergangenheit hat uns sehr berührt und erschrocken. Du hast uns aber auch mit leckerem Essen verwöhnt und uns willkommen geheißen.
    Wir sind jedoch froh, dass wir weg sind - aber es liegt nicht an dir.

    Wir waren froh als wir auch andere Seiten von dir sehen durften. Du bist nämlich auch sehr freundlich und hilfsbereit. Du hast uns deine Vergangenheit gezeigt und deine Kultur. Uns mitgenommen in alte Ruinen und Tempelanlagen. Du hast uns sehr fasziniert und wir waren begeistert, dass wir das beinahe alleine mit dir erleben durften.
    Wir sind jedoch froh, dass wir weg sind - aber es liegt nicht an dir.

    Wir haben bei dir auch Freunde treffen dürfen und uns eine schöne Zeit zusammen verbringen lassen. Nun, wir mussten dafür zwar extra zahlen, aber das nehmen wir dir nicht übel.
    Anschließend hast du uns mitgenommen auf eine deiner Inseln, uns auf der Fahrt dorthin schlafen und das Meer sicher überqueren lassen. Du hast uns die Abgelegenheit, Ruhe und Schönheit deiner Insel gezeigt. Einen wunderschönen Strand und leuchtendes Plankton. Eine richtige Idylle, dir wir sehr genossen haben.
    Wir sind jedoch froh, dass wir weg sind - aber es liegt nicht an dir.

    Du hast uns deine Gastfreundschaft gezeigt und, dass man viel Spaß mit dir haben kann. Wir mussten unsere Unterkunft zwar wechseln und kreativ werden, doch du warst immer nett zu uns. Wir sind dir dankbar für unsere Erlebnisse, auch wenn wir auch schonmal enttäuscht waren.
    Du hast uns einen gespenstigen Berg gezeigt und wieviele Leute bei dir bleiben wollen.
    Wir sind jedoch froh, dass wir weg sind - aber es liegt nicht an dir.

    Am Ende schien es als wolltest du uns nicht gehen lassen und das gefällt uns nicht. Wir waren doch immer freundlich und zuvorkommend. Wir haben uns Mühe gegeben und versucht mit dir zu schwingen. Wir haben schöne Erinnerungen mit der kreieren können und uns wohl meistens wohl mit dir gefühlt. Doch es schien als würdest du uns festhalten. Zudem lässt du dich gut bezahlen, wenn man dich verlassen will. Doch letztendlich teilen wir viele Erlebnisse mit dir, für die wir sehr dankbar sind. Wir möchten uns bei dir bedanken und wünschen dir für die Zukunft nur das Beste.

    Wir sind jedoch froh, dass wir weg sind - aber es liegt nicht an dir.
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  • Singapur-multikultureller Schmelztiegel

    11 marzo 2022, Singapore ⋅ ☁️ 31 °C

    Marjolein. Nachdem auch endlich Rainers Schnelltest negativ ist können wir einen Flug aus Kambodscha raus buchen 💃 Wir entscheiden uns für Singapur, da die Flüge hierhin im Vergleich mit anderen Ländern ziemlich günstig sind und wir nicht noch einmal einen PCR Test bezahlen wollen! Netterweise hat uns das Ibis Budget Hotel, das wir bei unserem letzten Plan, den wir aufgrund von Covid ja leider verwerfen mussten, einen Gutschein gegeben, sodass wir diesen Gutschein jetzt verwenden können.
    Da wir nicht länger als die sieben Nächte bleiben wollen (Singapur ist doch ziemlich teuer für uns), buchen wir direkt einen Weiterflug nach Indien mit.

    Nachdem wir in Singapur gelandet sind muss ich erstmal auf’s Klo. Die Toiletten sind hier wahnsinnig modern und sauber. Das bin ich gar nicht mehr gewohnt!
    Und in der Kloschüssel gibt es eine Intimdusche, damit man gar kein Toilettenpapier benutzen muss. Da mir das Ganze nicht geheuer ist, drücke ich den Hebel erst, als ich nicht mehr auf dem Klo sitze, sondern daneben stehe. Na ja, das war nicht so klug. Wie eine Fontäne schießt das Wasser in einem hohen Bogen an die Decke hinter der Kabinentür. Ich bin so perplex, dass ich gar nicht merke, dass der Strahl nicht von alleine aufhören wird, sondern, dass ich ihn nochmal drücken muss! Bin ich das endlich kapiert habe, ist mindestens ein ganzer Liter Wasser an die Decke geflogen, der jetzt von der decke tropft und eine Pfütze auf dem Boden hinterlässt ☔️Zu meinem Pech kommt ausgerechnet jetzt jemand auf die Toilette. Ich warte, bis die Luft rein ist und verschwinde so schnell wie möglich nach dem Hände waschen.

    Während wir auf ein Taxi warten, lernen wir den deutschen Reisenden Julian kennen, mit dem wir uns auf Anhieb total gut verstehen. Wir beschließen uns das Taxi zu unseren Unterkünften zu teilen.
    Kleiner Tipp: Wenn jemand von euch auch vorhat low Budget nach Singapur zu reisen, seid klug. Seid wie Julian und sucht euch über die App „Couchsurfing“ eine Übernachtungsmöglichkeit, so kann man nämlich enorm viel Geld sparen, was in Singapur durchaus Sinn macht. 🧐

    Ausgeruht fahren wir am nächsten Tag mit der Metro in die Nähe des super bekannten Hotels „Marina Bay Sands“. Als wir aus der Metro Station rauskommen werden wir quasi erschlagen von den ganzen Eindrücken. Noch nie vorher in unseren Leben haben wir so hohe Gebäude gesehen! Es ist wahnsinnig wie hoch sie sind. Und wie viele es davon gibt! Wir fühlen uns mit einem Male ganz klein.
    Im Einkaufszentrum von Marina Bay sind hauptsächlich teure Geschäfte: von Chanel über Gucci und Prada bis hin zu einem Restaurant von Gordon Ramsay.
    Das Einkaufszentrum ist neben den Luxusgeschäften auch so einen Besuch wert, denn es gibt eine Gondelfahrt durch die unterste Etage à la Venedig und einen eigenen Wasserfall! Also dekadent kann Singapur!
    Die ersten Tage verbringen wir viel mit Laufen. Auch viel durch irgendwelche Shopping Malls, was ziemlich anstrengend für uns ist, allerdings brauchen wir noch ein paar Sachen für Indien, die wir dort nicht bekommen. Das ist natürlich ein Vorteil an Singapur: Es gibt hier nichts, dass es nicht gibt. Singapur ist technisch gesehen wirklich sehr weit fortgeschritten. Überall gibt es WLAN und so gut wie alles funktioniert über das Smartphone und ist digitalisiert. Das hat seine Vorteile, aber eben auch seine Nachteile. In der Öffentlichkeit sieht man häufig, wie die Menschen sich nicht unterhalten, sondern nur auf ihre Handys schauen. Dies ist uns zuvor auch schon in Thailand und Kambodscha aufgefallen, hier hat da ganze aber doch nochmal andere Dimensionen.

    Neben den teuren Geschäften und der fortschreitenden Digitalisierung ist Singapur aber auch noch für ihre denkbar merkwürdigen Regeln und absurd hohen Strafen bekannt. Zum Beispiel darf man in der Metro nicht miteinander sprechen. An einer Station ist sogar eine Frau mit einer Hinweistafel auf der die Regel drauf stand herumgelaufen. Wie absurd ist das bitte?! Und essen und trinken darf man in der Metro auch nicht. Sonst muss man 500 S$ aufwärts bezahlen. Ach ja, und die Todesstrafe gibt es auch noch, die wurde zuletzt im März durchgeführt.. wegen Drogenhandels.
    So fortschrittlich wie Singapur scheinbar auf der einen Seite mit der ganzen Technik ist, so hinterwäldlerisch ist das Land in anderen Aspekten.
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  • Von Bergen und anderen Steinen im Weg

    16 marzo 2022, Singapore ⋅ ⛅ 26 °C

    Marjolein. Wir verabreden uns mit Julian. Er hat eine besondere Gewohnheit: Er besteigt in jedem Land den höchsten Berg. In Singapur ist es der Bukit Timah (163,6 m) und wir begleiten ihn, da wir ja auch für unseren großen Plan im Oktober üben wollen. Und 163 Meter sind ja ein Klacks! ⛰
    Als wir am Startpunkt der Wanderung ankommen sehen wir, dass ein riesiger Zaun und große Hinweisschilder den Weg versperren. Den anderen erlaubten Weg zu nehmen würde einen wirklich extrem langen Umweg bedeuten und nachdem Julian und Rainer schon unter der Absperrung hindurch sind schlüpfe auch ich endlich hinterher. Wenn wir erwischt werden.. das überlegen wir dann.
    Obwohl der Berg wirklich nicht hoch ist, bin ich irgendwie ganz schön aus der Übung oder aber es liegt an meinem Bein-Workout am Morgen oder an der Hitze, jedenfalls höre ich gar nicht mehr auf zu schwitzen und es ist sau anstrengend!! Deshalb ist jedenfalls mein Kopf auf dem Foto auch tiefrot wie eine überreife Tomate. 🍅
    Nach einem Beweisfoto machen wir uns auf den Rückweg und essen in einem der Hawker Center. Das sind Food Courts, in denen es verschiedene Essensstände gibt. Um den Tage gemeinsam abzuschließen gehen wir noch gemeinsam zu „Gardens by the Bay“. Das ist ein künstlich angelegter Garten mit wunderschönen Ecken und auch ganz hohen Metallbäumen, die abends beleuchtet sind.
    Leider haben wir die Show „Garden Rhapsody“ wohl verpasst. Müde und erschöpft legen wir uns unter einen der hohen Metallbäume und jeder hängt seinen Gedanken nach.
    Auf einmal gehen die Lichter aus und Musik setzt ein. Dazu leuchten die Bäume im Takt. Es ist wunderschön! Es gibt scheinbar jeden Abend zwei Showzeiten und die zweite können wir nun genießen, wie haben die besten Plätze.
    In diesem Moment bin ich erfüllt mit purem Glück. Uns geht es so gut und es ist einfach wunderschön. 🥲

    Singapur ist ein Mix aus verschiedenen Kulturen. Es gibt ein indisches, ein chinesisches und ein arabisches Viertel. Die Multikulturalität findet man auch in dem Essen wider, hier gibt es Einflüsse von arabischen, chinesischen, indischen und westlichen Kulturen.⛩🕌
    Am nächsten Tag besuchen wir Chinatown und das „Arabiq quarter“. Es ist wirklich so, als tauche man in verschiedene Welten ein. Wo eben noch hohe Glasgebäude der Mittelpunkt waren sind es auf einmal kleine, chinesische Häuser und Tempel, die wiederum einer Moschee und unzähligen Gewürz- und Teppichläden weichen.

    Am vorletzten Tag, Mittwoch, müssen wir für Indien noch einen PCR Test machen. Der kostet hier natürlich auch wieder richtig viel Geld! Aber dann sind wir am Donnerstag endlich in Indien, wieder in einem günstigen Land. Wir sind sehr aufgeregt, denn nach dem modernen Singapur wird Indien wahrscheinlich wieder ein kleiner Kulturschock. Und ich weiß auch nicht, ob ich jetzt überhaupt schon bereit dafür bin, denn Indien ist laut und voller Menschenmassen, was für mich Stress bedeutet. Aber jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück und außerdem ich freue mich ja auch.

    Tja… erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
    Wir bekommen die Testergebnisse Mittwochnacht. Rainers Test ist immer noch positiv. Er ist nicht mehr ansteckend, hat keinerlei Symptome, aber der Test schlägt eben noch an. Das heißt für uns, wir können Indien vergessen. Denn die wollen einen negativen Test und auch auf Nachfrage und dem Erklären, gibt es keine andere Antwort für uns. Wir sind mit den Nerven am Ende, total genervt und sauer. Was heißt das jetzt für uns? Müssen wir hier in Quarantäne? Das käme finanziell ziemlich ungeplant und wie kann das bitte überhaupt sein?! 😫
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  • Flug nach...

    17 marzo 2022, Sri Lanka ⋅ ⛅ 26 °C

    Marjolein. Natürlich haben wir auch für dieses Problem eine Lösung gefunden.
    Rainer und ich stornieren den Flug nach Indien und buchen einen neuen Flug nach…
    Colombo, Sri Lanka! 🥳
    Wir freuen uns schon so sehr darauf, denn dieses Land steht immerhin schon seit Januar auf unserer Wanna-see-Liste.

    Wir hatten schon lange nicht mehr so eine entspannte Einreisekontrolle! Für Sri Lanka kann man als vollständig geimpfte Person ohne Test und ohne Quarantäne einreisen.
    Am Flughafenschalter wollten sie auch gar nicht viel von uns sehen. Alles ging total fix und unkompliziert.
    Als das Flugzeug nach Colombo los rollt sind wir unendlich froh, dass es endlich los geht! 😌
    Auf den ganzen Ärger trinken wir erstmal ein Bier! In dieser Höhe schmeckt es uns sogar noch besser.
    Gegen 23 Uhr landen wir schließlich in Colombo. Auch hier läuft alles wie am Schnürchen. So lob’ ich mir das!
    Mit dem Taxi fahren wir nach Negombo zu unserer Unterkunft. Es ist eine sehr spannende Fahrt, denn wir teilen uns das Taxi mit insgesamt drei Sri Lankern, die scheinbar alle gut gefeiert haben und jetzt total betrunken sind - inklusive Fahrer..
    Es ist alles gut gegangen, aber das nächste Mal werden wir auf jeden Fall aufmerksamer sein!

    Trotz allem: was uns sofort auffällt ist, dass die Menschen hier alle wahnsinnig freundlich und interessiert sind. Es ist ein super schönes Gefühl so nett begrüßt zu werden und sich willkommen zu fühlen.
    Sri Lanka gefällt uns auf Anhieb richtig gut!☺️
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  • Ambalangoda

    19 marzo 2022, Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C

    Marjolein. Von Negombo gibt es nicht wirklich viel zu erzählen, ein bisschen dann aber doch: Das pinke Getränk auf dem Bild heißt Faluda und ist ziemlich süß und lecker! Es besteht aus Rosenwasser oder Rosensyrup, Milch, in diesem Fall Vanilleeis und anderen Gewürzen.
    Ich lieb’s!🤤
    Und am 19. wurde mir der Patch von meinem Rucksack von der Wäscheleine geklaut. Das ist ziemlich blöd, weil der Rucksack jetzt nicht mehr richtig zu geht und für den Dieb hat es keinerlei Nutzen. Aber gut, kann man nichts machen und auch hier werden wir eine Lösung finden.🤷‍♀️

    Heute reisen wir weiter. Von Negombo mit dem Bus nach Colombo und dann mit dem Zug weiter nach Ambalangoda. Das ist ein kleiner Ort direkt am Meer. Darauf freuen wir uns schon sehr! Zu lange sind wir schon nicht mehr am Meer gewesen.
    Im Bus werden wir direkt von einem Fahrgast angesprochen, er stellt typische Fragen wie wo wir herkommen, was wir so vorhaben, ob wir das erste Mal in Sri Lanka sind und ob wir verheiratet sind. Es ist schön, einfach so angesprochen zu werden, ohne, dass uns jemand etwas verkaufen möchte.🙂
    Angekommen an der Bushaltestelle in Colombo führt uns der Fahrgast noch zum Bahnhof.
    Unser Ticket für die eineinhalb Stunden kostet uns insgesamt 1,23 Euro für die zweite Klasse.
    Als der Zug kommt bricht die Hölle los! Alle Menschen rennen auf den Zug los und fangen an bereits in den Zug zu steigen, obwohl der noch gar nicht steht! Wir wissen zunächst gar nicht in welchen Waggon wir müssen und laufen erst einmal in die falsche Richtung. Und dann muss es ganz schnell gehen. Wir steigen ein und dann fährt der Zug los. Wir stehen die gesamte Fahrtzeit an den Türen, eingequetscht zwischen einheimischen Reisenden. Es ist gut, dass wir an der Tür stehen, denn so bekommen wir immerhin frische Luft. Es ist Wahnsinn, es ist eine etwas bequemere Version von den Zugfahrten die man aus Indien kennt. Wir sind uns einig, dass diese Fahrtzeit die Grenze ist für das Fahren im Stehen. Es ist ziemlich anstrengend.

    Und dann sind wir endlich in Ambalangoda. Unsere Unterkunft ist wunderschön. Sie liegt unmittelbar am Strand, wir haben ein großes Zimmer, eine Küche, die wir benutzen können und eine riesige Dachterrasse mit Blick auf das Meer. Außerdem ist unsere Gastfamilie so lieb! Hier ist es richtig toll!🥰
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  • Vom Fischer und dem Tuktuk-Fahrer

    24 marzo 2022, Sri Lanka ⋅ ⛅ 27 °C

    Marjolein. Weil es uns hier in Ambalangoda und in der Unterkunft so gut gefällt, haben wir beschlossen anstatt der ursprünglich geplanten drei Nächte neun zu bleiben. 🙂
    Wir leben hier ziemlich selbstständig: waschen unsere Wäsche selber, putzen unser Zimmer selber und kochen hier. Und das heißt, dass es endlich wieder Nudeln mit Tomatensauce gibt! 🍝
    Es ist eine willkommene Abwechslung, dass wir mal wieder selbst aktiv werden können. Dieses bedienen lassen ist auf Dauer nichts für uns.

    Rainer und ich fallen hier in Ambalangoda ziemlich auf und knüpfen schnell Kontakte zu den Einheimischen. Unter anderem zu einem Fischer - leider kennen wir seinen Namen gar nicht, weil das irgendwie nicht wichtig war.
    Er geht jeden zweiten Tag fischen und verkauft dann seinen Fang auf dem Markt. Er hat uns eingeladen ihn morgens dabei zu fotografieren, wie er seinen Fang ans Ufer holt. Einerseits war es echt spannend und interessant ihn dabei zu beobachten, aber gleichzeitig war es auch grausam die Tiere so leiden zu sehen. Ein Fisch lag auf dem Boot, neben seinen toten Artgenossen, und hat ums Überleben gekämpft. Einem Krebs wurde seine Schere abgerissen als er noch gelebt hat. Und die Languste hat der Fischer mit Sand zugeschüttet um ihn so zu ersticken. Mitanzusehen wie die Tiere qualvoll getötet wurden war furchtbar und ich habe so etwas noch nicht zuvor gesehen. Das alles hat widersprüchliche Gefühle in uns hervorgerufen. Der Fischer verdient und ernährt damit seine Familie und ist somit darauf angewiesen: Für ihn ist das Töten überlebenswichtig. Sein Sohn arbeitet bei einer größeren Fischerei und fährt mit riesigen Schiffen hinaus auf’s Meer. Seit es zunehmend mehr dieser Schiffe gibt, hat er es mit seinem kleinen Boot ziemlich schwer noch einen guten Fang zu machen.
    Trotzdem geht es um ein Lebewesen, das einfach nur leben möchte.

    Und dann gibt es da noch Vijaj. Einen Tuktuk-Fahrer mit Herz und Seele.🛺 Wir haben eine Tour mit ihm gebucht und er hat uns die tollsten nicht zu überlaufenden Sachen in Ambalangoda gezeigt. So waren wir mit ihm zum Beispiel in einem Zimtfeld. Zimt wird aus der Rinde von Zimtbäumen gewonnen und hier waren riesige Felder mit Zimtbäumen. Ihr könnt euch also vorstellen, wie es roch! Der Geruch war super intensiv und hat Lust auf Milchreis gemacht! 🤤
    Sonst haben wir auch noch einiges Privates von Vijay erfahren. Er ist seit vielen Jahren mit einer Frau aus Hamminkeln befreundet. Sie hat ihn durch die Corona-Krise hindurch unterstützt und sie schickt ihm außerdem seit Jahren regelmäßig Geld, mit dem er dann Schulbücher für Kinder kauft, damit sie zur Schule gehen und lernen können. Er erzählt mit vollem Stolz von diesem Projekt, das er so fleißig unterstützt und aus seinen Erzählungen spricht tiefe Dankbarkeit für seine Freundin aus Deutschland.
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  • Surfermekka für Pauschaltouristen?!

    30 marzo 2022, Sri Lanka ⋅ ☀️ 28 °C

    Rainer. Vijaj fährt uns morgens zu unserem nächsten Stopp und zeigt uns auf dem Weg noch eine Buddha-Statue, von der wir unbedingt ein Foto machen sollen, sowie eine Tsunami-Gedenkstätte. Im Jahr 2004 gab es seit Aufzeichnungen das drittstärkste Erdbeben im indischen Ozean mit der verheerenden Folge von riesigen Tsunamis an den Küsten des indischen Ozeans. Betroffen war nicht nur, wie damals groß im deutschen Fernsehen Phuket (Thailand), sondern ebenfalls Bangladesch, Indien, Indonesien, Malaysia, die Malediven, Myanmar, Singapur, Sri Lanka, Kenia, die Seychellen, Somalia, Tansania, Réunion und weitere. Insgesamt starben hierbei 230 Tausend Menschen, wovon alleine in Indonesien 165 Tausend lebten. Nicht zu erwähnen wieviele Leute obdachlos wurden und sämtliche Lebensgrundlage verloren haben.
    In den betroffenen Küstenregionen in Sri Lanka hörten wir immer, dass die Deutschen so viel halfen und man dafür sehr dankbar ist. Tatsächlich hat Deutschland in betroffenen Ländern mit 500 Millionen staatlichen und 500 Millionen privaten Mitteln geholfen, Damit ist Deutschland mit 1 Milliarde vor dem Internationalen Währungsfonds, welcher 735 Millionen an Unterstützung bot.

    Nach der Ankunft in unserer Unterkunft in Hikkaduwa gehen wir an den Strand und bemerken, dass dort mehr Weiße sind als wir seit langer Zeit gesehen haben. Aber was erwartet man, wenn man zu dem erstbesten Surfort geht, welcher hervorragend von der Hauptstadt und dem internationalen Flughafen zu erreichen ist und als einer der besten Surfspots für Beginner gilt. Und dem Drang wieder zu surfen kann ich einfach nicht widerstehen.
    Gesagt - Getan: für den nächsten Morgen habe ich eine Auffrischungsstunde vereinbart und schwing mich um halb 8 ins lauwarme Nass. Die Bewegungen sind zunächst etwas steif, fühlen sich jedoch vertraut an. Ich spüre wie es mich in Richtxung Ozean treibt, wie sich Ruhe in mir ausbreitet und ich mich einfach wohl fühle. Ich freue mich auf das Gefühl wenn die Welle meinem Surfboard einen sanften Stoß gibt, wenn ich merke, dass der Ozean mich mitnimmt und dass ich mit den Bewegungen des Wassers verschmelzen kann. Und schon geht es los, der Surflehrer gibt den Ton an. Er sagt ich soll mich bereitmachen, er gibt mir einen Schups und schreit „Stand up!“. Ich fühle wie die Welle mich mitnimmt, spüre dass die Welle die Rückseite meines Boards greift und ich weiß, dass ist der Moment um meine Arme durchzudrücken, mich aufzustellen und endlich die Welle zu surfen die ich mir so ersehne. Ich drücke meine Arme durch, komme auf meine Füße, finde keinen Halt, ich rutsche und falle. Der erste Waschgang. Ich bin nicht deprimiert und schwinge mich voller Vorfreude wieder aufs Brett. Weiter gehts! 
Waschgang zwei, Waschgang drei, Waschgang vier…. Keine Welle schaffe ich zu stehen. Die Vorfreude ist weg, meine Motivation sinkt. Ich ärgere mich über mich selbst. Ich versuche es wieder und wieder, werde ungeduldig. Nächster Waschgang. Ich verharre einige Sekunden unter Wasser, könnte auch einfach da bleiben. Als ich auftauche ist sämtliche Last von mir abgefallen, sämtliches Wollen hat sich in Luft aufgelöst und ich genieße einfach den Ozean. Ich schwing mich wieder aufs Brett, fühle wie das Wasser mich umarmt und mir über Arme und Beine schwappt. Ich fühle mich als Gast, fühle mich wieder angenommen und bin dankbar dafür. 

    Es gelingt. Ich stehe eine Welle. Euphorie sprudelt durch meinen Körper und ich kann es nicht fassen. Ich plumpse ins Wasser und strahle was das Zeug hält. Ich will am liebsten gar nicht mehr aufhören. Mein vorheriger Ärger?! Weg. Der Wettkampf mit mir Selbst?! Weg.

    Ich erhalte wertvolle Tipps, vereinbare eine weitere Surfstunde für den nächsten Tag und auch diese läuft super. Ich finde wieder mehr Gleichgewicht und Kontrolle auf dem Brett. Mit einem traurigen Auge verabschiede ich mich vom Surfen, doch ich weiß - bald geht es weiter!

    Neben dem Surfen besuchen wir häufiger den Strand, genießen unsere Zeit und nehmen all das vom „Pauschalurlauben“ mit, was wir wollen. Ist ja auch mal ganz nett, und verändern können wir die Situation ja eh nicht.

    Direkt am Strand gibt es ebenfalls einen Marine-Nationalpark und ein Korallenriff. Zumindest, wenn man tote, farblose Korallen noch als Riff bezeichnen möchte. Leider ein Anblick den wir des Öfteren gesehen haben und der einen wirklich nachdenken lässt, wie wir Menschen mit dem Ozean umgehen. Unter der Wasseroberfläche liegt Vieles verborgen: Unbekannte Welten, Tierarten, Stoff für Gruselgeschichten und Filme, aber auch viele Sünden der Menschheit liegen dort begraben. Sünden derer wir ebenfalls verantwortlich sind.

    Aber dieses Thema, werden wir ein anderes Mal anschneiden…
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  • Mihiripenna und Galle Fort

    2 aprile 2022, Sri Lanka ⋅ ⛅ 29 °C

    Marjolein. Weiter geht es mit dem Bus nach Mihiripenna in der Nähe von Unawatuna.
    Unsere Unterkunft ist ein Traum und Deshan und seine Frau sind so nett und hilfsbereit! Wir haben wieder mal echt ein Glückslos gezogen.☺️
    Schnell nach dem Einzug in unser Zimmer ziehen wir los zum Strand. Hier sind die Wellen endlich mal nicht so stark wie in Ambalangoda und Hikkaduwa, da man in einer Art Lagune schwimmt, die durch Felsen vom restlichen Meer getrennt ist. Perfektes Wasser für mich also! Endlich im Wasser fällt uns auf, wie klar es ist. Wir können bis auf den Grund sehen und so fällt Rainer auch der riesige Schatten, der unter mir hindurch schwimmt, ziemlich schnell auf und erkennt ihn als Schildkröte. Ich habe nichts erkennen können und so will ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen. Und tatsächlich: Schildkröten! Es sind vier oder fünf und teilweise sind sie riesig mit Moos auf ihren Panzern. 🐢
    Es sieht super elegant aus, wie schnell sie sich im Wasser fortbewegen. Wir schaffen es ab und an ihnen zu folgen und eine Weile mit ihnen zu schwimmen. Es ist wirklich ein tolles Gefühl diese besonderen Tiere aus der Nähe zu sehen und sie beobachten zu können.

    Am nächsten Tag planen wir einen Tagesausflug nach Galle. Die Stadt war ein wichtiger Seehafen und später die Hauptstadt von Niederländisch-Ceylon und schließlich das Verwaltungszentrum der Briten.
    Hier in Galle gibt es noch ziemlich gut erhaltene Überreste der niederländischen Festung (Galle Fort), der größten erhaltenen in ganz Südasien. Heutzutage ist das Fort geschmückt von kleinen Gassen, süßen Lokalen und einer Altstadtkulisse, die zum Rumschlendern einlädt. 🚶‍♀️
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  • Whale watching

    6 aprile 2022, Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Marjolein. Sri Lanka hat Wale. Blauwale, Finnwale, Pottwale, Buckelwale, Walhaie…
    Und die besten Chancen einen (Blau-) Wal zu sehen hat man vom Oktober bis April in Mirissa, denn zu dieser Zeit wandern die Wale vom kalten Polarwasser zum warmen tropischen Wasser nach Sri Lanka!
    Rainer und ich haben lange hin und her überlegt, ob wir so eine Whale Watching Tour machen wollen, da diese Touren oftmals (teils aus gutem Grund) keinen guten Ruf haben.
    Wir haben uns aber schon länger mit diesem Thema auseinander gesetzt (seit der Quarantäne in Kambodscha) und haben schließlich eine gute Organisation gefunden: Raya and the Whales.

    Morgens früh um 5.30 Uhr werden wir vom Fahrer abgeholt und ins Büro gefahren. Dort wird das finanzielle geregelt und außerdem noch Pillen gegen Übelkeit verteilt. Wir nehmen zur Sicherheit auch welche mit. Und dann geht’s rauf auf’s Boot. Warnwesten an, Platz suchen und erstmal Kaffee trinken. Es werden eine paar Sachen erklärt und auch nochmal gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit einen Wal zu sehen 50:50 ist und man das eben niemals garantieren kann, weil es wilde Tiere sind. Das Boot schaukelt hin und her und lange passiert erstmal nichts.
    Dann plötzlich springt etwas aus dem Wasser und fliegt etliche Meter durch die Luft! Es ist ein fliegender Fisch! Als kleines Mädchen habe ich mal von ihnen gelesen und fand das total witzig: Fische die fliegen können! Es sieht tatsächlich witzig aus, wie sie ganz plötzlich aus dem Wasser springen und darüber fliegen. Die Natur ist schon ein Wunder.
    Und dann sehen wir noch mehr Tiere: Spinnerdelfine. Sie springen elegant hoch nur um schnell wieder ins Wasser einzutauchen. Das Wasser ist so klar, dass man sie gut sehen kann, wenn sie direkt neben unserem Boot entlang tauchen. Sie folgen unserem Boot einige Zeit, bis sie schließlich das Interesse verlieren. Delfine sind wirklich schöne und wahnsinnig intelligente Tiere!🐬
    Das Boot schaukelt weiter hin und her und mittlerweile haben wir unsere zweite Mahlzeit bekommen, als der Kapitän auf einmal „Whale!“ ruft. Und ich habe es auch ganz kurz gesehen: Ganz weit vor uns ist tatsächlich etwas Großes aus dem Wasser hoch gesprungen.
    Das Boot fährt hin und wir sehen…nichts. Ein, wie wir erwarten riesiger Wal, verschwindet einfach so im riesigen Blau des Ozeans und ist nicht mehr zu finden.
    Doch plötzlich… rechts von unserem Boot taucht auf einmal ein Wal - ein Finnwal - auf und spritzt seine Fontäne hoch in die Luft. Uns bleibt die Luft weg. Tatsächlich - ein echter Wal!🐋 Mann, haben wir ein Glück! Es ist so beeindruckend diesen großen Wal so aus der Nähe sehen zu können.
    Er springt immer mal wieder aus dem Wasser hoch und lässt sich rücklings wieder reinwerfen. Taucht mal links, dann wieder rechts vom Boot auf. Taucht unter dem Boot hindurch. Springt hoch, atmet seine Fontäne aus, dass das Wasser nur so spritzt.🐳
    Rainer und ich genießen dieses besondere Tier und sind einmal mehr von der Schönheit und der Magie unserer Erde verzaubert.

    Ein Zauber der auch schnell zerplatzen kann. Finnwale haben nahezu keine natürlichen Feinde, außer den Menschen, der irgendwann schlau genug war Methoden zu entwickeln die besonders schnellen Finnwale zu jagen. Waljagd ist ein Relikt aus älteren Tagen?! Schön wär’s. Die Population der Finnwale wird weltweit auf 100.000 Exemplare geschätzt. Und obwohl der Finnwal als bedroht gilt wird er beispielsweise in Island immer noch gejagt.
    Selbst wir, auch wenn wir nicht in Island leben und Wale jagen, haben etwas mit dem Artenschutz der Tiere zutun. Überfischung und Umweltverschmutzung sind wesentliche Themen, die nicht nur die Tierwelt bedrohen sondern auch die Menschheit vor existenzielle Probleme stellt. Das Meer ist keine Müllkippe und Fischfang nicht besser als Massentierhaltung.

    Unsere Erde ist wunderschön und es wert, dass wir um sie kämpfen und sie beschützen! Wir haben nur diese eine Welt und sollten alle unser Möglichstes tun um sie zu erhalten. 🌍
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