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Vámonos

A 80-day adventure by Lotte sucht das Meer & JoAlva. Read more
  • Trip start
    January 6, 2024

    Herzbalsam

    Jan 6–7, 2024 in Germany ☁️ 4 °C

    Vámonos....Lasst uns gehen...oder in unserem Fall, lasst uns fahren. Die Betten sind gemacht, unser Womo auf Hochglanz poliert und nach einigen Tagen Vorbereitungszeit geht es endlich wieder los....ab nach Andalusien. Ursprünglich war geplant bereits im November 2023 los zu fahren, da kam uns allerdings meine OP am Handgelenk dazwischen. War nicht schlimm, so haben wir noch wunderschöne Weihnachten mit der Familie und Freunde verbringen können. Aber nun ist es soweit und wir sind voller Freude auf das, was uns dieses Mal erwartet. Auf viele nette Menschen, die wir bereits beim letzten Mal kennengelernt haben und die auch alle schon wieder unterwegs sind, auf neue Bekanntschaften, auf das leckere Essen und das hoffentlich angenehme Wetter mit viel Sonnenschein......Herzbalsam für uns.
    Bei dieser Route machen wir etwas anders als die letzten Male, wir werden mehrere Stopps einlegen und ganz entspannt in Richtung Andalusien reisen. Den ersten Stopp erreichen wir schon in 250 KM und er befindet sich noch in Deutschland, Campingplatz Münstertal in Freiburg.

    Da ich das erste Mal einen solchen Blog mache, freue ich mich, wenn ihr uns auf dieser Reise begleitet und den ein oder anderen Kommentar hinterlasst und mir folgt....Saludos
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  • Black Forest und Handkäs mit Musik

    Jan 6–7, 2024 in France ☁️ 5 °C

    Guten Morgen Deutschland.....ein letztes Mal für die nächsten Wochen 😀 Auf geht's nach Frankreich. Eher zufällig haben wir den Campingplatz Münstertal im Schwarzwald entdeckt und uns gestern dort für eine Nacht eingebucht. Ich muss sagen, wir waren begeistert, ein toller Campingplatz, mit allem was man so braucht oder auch nicht. Das Highlight für mich war das beheizte Schwimmbad, wo ich abends meine Runden drehen konnte.

    Aber auch die Bekanntschaft mit Gabi und Anita aus Frankfurt Nied war sehr unterhaltsam bei einer Einladung zu selbstgemachten Handkäs und Äppler 😅

    Der Campingplatz war auch nahezu ausgebucht....Wintercamping ist im Trend. Uns zieht es jetzt trotzdem erst mal in die Sonne 🌞

    Bei unserer Ankunft war es zwar sehr kalt aber immerhin trocken. So konnten wir einen langen Spaziergang mit unserer Lotti machen und die Gegend erkunden. Leider fing es dann aber ziemlich schnell an zu regnen und hat bis jetzt nicht mehr aufgehört....jede Menge Wasser 🤷‍♀️
    Aber, als mittlerweile erfahrene Camper, sind wir vorbereitet und lassen uns davon nicht die gute Laune vermiesen.

    Fazit: Wir kommen definitiv wieder
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  • Grande Catastrophe in Frankreich

    Jan 7–8, 2024 in France 🌬 7 °C

    Wir sind keine Fans davon in Frankreich zu übernachten. Auch wenn es ein wunderschönes Land ist, sind wir die letzten Male lieber komplett durchgefahren. ABER....da wir ja entspannt reisen wollen, haben wir uns dieses Mal in Lyon auf einem naturbelassenen Campingplatz eingebucht. Was naturbelassen heißt, kann man sich denken. Nach weiterem literweisen Wasser von oben, waren wir eins mit dem Matsch am Boden 😅 Der Campingplatz "Camping de Lyon" liegt ganz in der Nähe der Autobahn und ist auch nicht weit von Lyon entfernt. Für eine Städtetour war es allerdings schon zu spät, also habe ich mir die Lotti geschnappt und bin auf Erkundungstour gegangen. Ganz in der Nähe, außerhalb des Campingplatzes, gibt es einen kleinen Laden und hier wollte ich nach einem Baguette für unser Abendessen schauen. Dort angekommen war mir klar, hier gibt es kein Baguette aber jede Menge Schütten mit Gras (Hasch) zum freien Verkauf. Ich wusste gar nicht, dass dies in Frankreich erlaubt ist 🙄
    Also, kein Brot zum Abendessen.
    Leider hat es, kaum am Wohnwagen angekommen, wieder angefangen zu regnen und das die ganze Nacht hindurch. Dazu war es ziemlich kalt. Das führte dann wohl auch dazu, dass die Nacht um 6:30 Uhr beendet war mit den Worten " Es ist alles weiß da draußen ". Unser schöner naturbelassener Campingplatz war mit weißem Puder übersät. Um uns herum merkte man auch schnell die Aufbruchstimmung, jeder wollte wohl so schnell wie möglich weiterziehen. Das haben wir dann auch gemacht und sind im Schnee und dicksten Berufsverkehr durch Lyon auf die Autobahn in Richtung Roses.....und nach 170 KM ist sie auf einmal da.....die Sonne 🌞

    Spanien wir kommen 🇪🇦

    Was ich nicht unerwähnt lassen möchte......gestern bin ich unser Gespann auch mal knapp 80 Kilometer gefahren und sehr stolz darauf....sogar Josh war freudig überrascht 🤭

    Wir freuen uns jetzt auf die nächsten 350 KM und damit die Grenze nach Spanien zu erreichen.

    Au revoir y Hasta Luego 👱‍♀️👨‍🦲🐶
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  • Der erste Cortado in der Sonne

    Jan 8–10, 2024 in Spain 🌬 10 °C

    Gestern, am 8. Januar 2024 sind wir in Roses/Spanien an der Costa Brava angekommen. Mit den Worten Feliz Año Nuevo und Küsschen links und rechts sind wir von dem Mitarbeiter begrüßt worden und haben einen tollen Platz bekommen. Im letzten Jahr waren wir auf dem Hinweg eine Woche und auf dem Rückweg eine Übernachtung hier. Scheinbar sind wir in Erinnerung geblieben 🤭
    Roses ist ein wirklich schöner Ort, mit einer tollen Strandpromenade und liegt direkt hinter der französischen Grenze. Das ist wohl auch der Grund, warum die Hälfte der Bevölkerung um diese Jahreszeit Franzosen sind.
    Als wir gestern angekommen sind, war es ziemlich windig und ungemütlich, dennoch hat die Sonne geschienen und es war ein wolkenloser Himmel. Heute war Kaiserwetter angesagt. Strahlend blauer Himmel und es war so warm, dass wir ohne Jacke unseren ersten Cortado (Spanischer Espresso) in der Sonne genießen konnten. Lotti war auch so happy ihre heißgeliebte Sonne zu spüren, dass sie wildfremde Menschen überglücklich an der Promenade begrüßt hat.
    Auf dem Weg hierher war es extrem windig. So sehr, dass es uns die Plane auf unseren Fahrrädern zerrissen hat. Wir mussten in einer Haltebucht anhalten und Josh hat versucht die Plane runter zu nehmen. Gefühlt hat es Stunden gedauert, in dieser Zeit hat das Auto und auch der Wohnwagen sowas von gewackelt, währenddessen die LKW vorbei geprescht sind, sodass es mir da schon ganz Angst und Bange wurde 🥶 Aber, es ist alles gut gegangen und wir sind glücklich in Roses angekommen. Hier haben wir auch gleich alte Bekannte aus Lyon wieder getroffen....die Campercommunity ist ein Dorf 😀
    So schön Roses ist, morgen zieht es uns für die nächsten Tage weiter an die Costa del Azahar (Peñíscola)...

    Saludos 👱‍♀️👩‍🦲🐶
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  • Como te quiere 💕

    Jan 10–14, 2024 in Spain ☁️ 12 °C

    Hola y saludos de españa 🙋‍♀️

    Am Mittwoch, den 10. Januar 2024 sind wir in Peñiscola auf dem Campingplatz Eden angekommen.
    Als wir unsere allererste Spanien/Portugal Tour, damals noch mit unserem Wohnmobil, gemacht haben, sind wir an dem Ort vorbei gefahren und haben uns über den Namen lustig gemacht. Jetzt stehen wir hier mit unserem Wohnwagen 😊

    Unsere anfängliche Skepsis über Platz, Ort und Wetter ist verflogen. Hat es an unserem Anreisetag noch geregnet, haben wir jetzt den herrlichsten Sonnenschein und T-Shirt Wetter.
    Peñíscola ist eines der wichtigsten touristischen Zentren der Provinz Castellón.
    Die Burg liegt auf einer ins Meer hineinragenden Anhöhe und versetzt jeden mit ihrem Anblick in Staunen.

    Papst Benedikt XIII., auch Papst Luna genannt, wählte die Burg als Rückzugsort, von dem aus er für die Einheit der katholischen Kirche kämpfte. Die Festung dominiert den höchsten Punkt der Halbinsel. Ihr Burghof ist wie ein Balkon mit Aussicht zum Mittelmeer, der Bergfried dagegen gewährt einen hervorragenden Panoramablick auf die Küste.

    Der Campingplatz liegt nur wenige Meter vom Meer und der Promenade entfernt. Hier reihen sich Hotels und Restaurants aneinander. Diese sind aber überwiegend geschlossen und werden für die kommende Saison auf Hochglanz gebracht.
    Geht man allerdings ein paar Meter weiter, kommt man in die wunderschöne Altstadt. Dies haben wir auch direkt mal am ersten Abend gemacht. Bei einem Vino Rosado, ein Estrella und leckeren Tapitas haben wir den Anreisetag ausklingen lassen. Bei unserem Spaziergang in der Altstadt habe ich mich etwas von Josh und Lotte entfernt, weil ich mir etwas anschauen wollte....Lotte hat deswegen so geweint, dass eine Spanierin zu mir sagte "Como te quiere" (Wie sie Dich liebt) Da ging mir mein ❤️ auf.
    Allerdings hat Lotti kurz vorher eine Katze in meiner Richtung entdeckt und hat wohl nicht wirklich meinetwegen geweint 🙄

    Dienstag und Freitag ist hier auf dem Platz Gymnastik mit Elsbeth Anita angesagt und da ich ja Zeit habe, dachte ich, machste mal mit.....gesagt getan. Da wir zu einer Zeit reisen, zu der überwiegend Rentner unterwegs sind, hat es mich nicht gewundert, dass es sich bei der Trainerin Elsbeth um eine 82-jährige Dame aus Deutschland handelt. Aber, ich muss sagen, sie hat ihre Sache sehr gut gemacht und zusammen mit ca. 20 weiteren Damen und Herren haben wir mit viel Spaß unsere morgendliche Gymnastik erledigt 😀

    Der Campingplatz liegt in deutscher Rentnerhand.

    Ein Mann hat uns erzählt, dass er im Winter nirgendwo günstiger leben kann und kommt unter anderem auch deswegen schon seit vielen Jahren zum überwintern hierher. Er zahlt pro Tag 15 Euro inklusive Strom und Wasser. Egal wie hoch der Verbrauch ist und dazu scheint hier noch fast täglich die Sonne 🤷‍♀️

    Die Bartpflege darf hier natürlich auch nicht zu kurz kommen, weswegen wir die halbe Stadt nach dem besten Barbier in Peñíscola abgesucht haben. In der Barberia Faissal wurden wir fündig und Josh hat sich hier rund um den Bart verwöhnen lassen 😀

    Hasta la Próxima 👱‍♀️👩‍🦲🐶
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  • La Marina Resort

    Jan 15 – Feb 1, 2024 in Spain ☁️ 19 °C

    Das Camperleben ist herrlich.....jeden Tag wacht man an einem anderen Ort auf.
    Und wenn es einem irgendwo besonders gut gefällt, bleibt man einfach länger 😀

    So erging es uns letztes Jahr zum Beispiel mit der Urbanizacion La Marina. Aus der geplanten Woche im La Marina Resort wurden letztendlich 6 Wochen. Also ist es nicht verwunderlich, dass wir dieses Jahr wieder hier gelandet sind. Eine Woche hatten wir geplant, was soll ich sagen, wir bleiben 17 Tage. Was soll man auch anderes machen, wenn man mit 23 Grad und Sonnenschein begrüßt wird 🌞

    Kein Wunder also auch, dass sich ausgerechnet hier ein Freund von uns ein Haus gekauft hat.
    Einem Treffen in diesem Jahr steht also nichts im Wege.

    Mit La Marina verbinden wir auch eine tolle Bekanntschaft mit Barbara, Thomas und ihrer Labradorhündin Wilma, mit welchen wir wirklich schöne Abende verbracht haben.
    So zum Beispiel im Los Carmelos, eine kleine spanische, familiengeführte Bodega, in welcher riesige Fässer mit literweise Wein stehen. Man bekommt zu Beginn ein typisches, "leeres" , spanisches Weinglas in die Hand gedrückt und kann, wenn man das möchte, erst mal alle Weine durchprobieren, ehe man sich für einen Wein entscheidet. Sooft wie man möchte, kann man sich dann diesen oder auch einen anderen Wein nachschenken.
    Auch die hausgemachten typisch spanischen Tapas sind ein Gaumenschmaus.

    ABER man muss schnell sein. Um Punkt halb acht wird man buchstäblich rausgekehrt, da hier um 20 Uhr Finito el Vinito ist.

    Am Ende wird abgerechnet.....alles auf Vertauensbasis.

    Durch unsere Bekanntschaft mit Günter am Strand von La Marina haben wir auch von José y Maria erfahren. Eine spanische Bar, in welcher einmal die Woche Musiker aus aller Welt, welche in La Marina leben, zusammen kommen und nach Lust und Laune singen und ihre Instrumente spielen.

    Es hieß, man muss früh da sein, um noch einen Platz zu bekommen. Um 18 Uhr haben wir uns also gepackt und zu José aufgemacht. Auch wenn die Bar José y Maria heißt, von Maria war keine Spur zu sehen. Man munkelt sie hätte keine Lust mehr zu arbeiten. José dafür umso mehr. Was dieser Kerl an Service leistet ist unglaublich....Zapfen, bedienen und kochen. Zwischendurch noch sauber machen und man wartet nie lange auf seine Bestellung.

    Wir waren also um 18 Uhr dort....gähnende Leere. Wir hatten schon entschieden etwas zu essen und zu trinken und wieder zu gehen, als es plötzlich los ging....ein Musiker nach dem anderen, mindestens 30 an der Zahl, ist eingedrudelt und jede Menge Gäste. Der Laden war innerhalb von Minuten rappelvoll.
    Und sehr schnell breitete sich eine richtig tolle Stimmung aus.
    Wieder hatten wir einen tollen Abend mit Thomas und Barbara.

    Ich bin mir sicher, meinem Vater hätte dieses Camperleben auch gefallen, leider ist er heute vor 15 Jahren, viel viel zu früh, gestorben.

    Te Quiero Papa ❤️
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  • Ein Ball geht auf Reisen

    Jan 17 – Feb 3, 2024 in Spain 🌬 23 °C

    "Eispanzer"-Alarm für Frankfurt und Rhein-Main am Mittwoch: "Wenn möglich bitte zu Hause bleiben"

    Diese Nachricht hat uns gestern erreicht, als wir das erste Mal draußen bei herrlichem Sonnenschein frühstücken konnten.

    Wir hoffen es wird in der Heimat heute nicht so schlimm wie befürchtet 🙏

    Ich weiß nicht, ob es an den Campingplätzen, am Wetter oder wirklich an den Orten liegt. In Peñiscola waren die Menschen nett aber sehr reserviert. Über einen normalen Smalltalk kam man selten hinaus.
    Ganz anders in La Marina. Wir kommen an, parken unseren Wohnwagen und schon währenddessen sprechen uns Menschen an und interessieren sich für unsere Geschichte. Mit einem Paar, Markus und Yvonne, verstehen wir uns auf Anhieb so gut, dass wir bereits am ersten Abend zusammen das Spiel "Leitergolf" spielen. Aufgeteilt in Teams Mann gegen Frau....wer gewonnen hat, muss nicht wirklich erwähnt werden. Natürlich die Frauen.
    Gestern Abend waren wir dann zusammen bei José y Maria, mit einigen aus der La Marina Comminuty. Hier war wieder Livemusik angesagt. Von Maria war aber wieder keine Spur zu sehen 😊
    Das ist schon eine eingeschworene Gesellschaft diese La Marina's, viele Camper finden irgendwann DEN Campingplatz zum überwintern und kommen, soweit möglich, jeden Winter wieder, teilweise für ein halbes Jahr. Wir freuen uns, eine zeitlang Teil dieser Community zu sein und ziehen dann aber auch gerne wieder weiter 😀

    Wer unsere Lotteline kennt, weiß wie sehr sie Bälle liebt. Das erste, was wir daher machen, ehe wir an den Strand gehen, wir kaufen einen Ball. Der Strand von La Marina ist optimal zum Spielen, Rennen, Toben und Buddeln.
    Der Strand liegt ein kleines Stück vom Campingplatz entfernt. Um dorthin zu gelangen, läuft man durch einen tollen Pinienwald und Sanddünen.

    Am Strand angekommen verlangt Lotti direkt Ihren heißgeliebten Balli und bekommt ihn natürlich.
    Der erste Versuch landet aber leider ohne Umwege im Meer 🌊
    Lotti und ich kennen das natürlich schon und wollen, wie immer, am Strand warten, bis der Ball von den Wellen wieder angespült wird. Pustekuchen....durch die Leichtigkeit des Balles wird er leider immer weiter auf das offene Meer hinaus getrieben. Lotti rennt hin und her und man sieht ihr ihre Verzweiflung an. Ein netter Spanier kann sich das leidende Fellkind scheinbar nicht länger mit ansehen, zieht seine Schuhe und Socken aus und sagt mir, dass er den Ball holen wird. Zumindest verstehe ich das, mit meinen eher schlechten Spanischkenntnissen.
    Scheinbar liege ich damit aber gar nicht so falsch....er würde sich für unsere Lotti in die Fluten stürzen.

    Leider treibt der Ball allerdings so schnell weiter hinaus, dass es aussichtslos wäre. Arme Lotti....widerwillig lässt sie von Ihrem Ball ab und wir gehen traurig nach Hause. Morgen gibt es einen neuen Ball.

    Saludos 👱‍♀️👩‍🦲🐶
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  • Ein Rasierer für zwei

    January 20, 2024 in Spain ☁️ 14 °C

    So langsam artet es in Stress aus 😅

    Am Donnerstag kamen in La Marina Barbara, Thomas und Wilma an und wir haben uns sehr gefreut die drei wieder zu sehen...so, wie es letztes Jahr angefangen hat, ging es dieses Jahr weiter....mit einer Einladung seitens der beiden für uns, zu einem Glas Gin Tonic.

    17 Uhr ist Gin Time 😊

    Diese haben wir auch sehr gerne angenommen, unsere Lotti geschnappt und uns zur Parzelle 279 begeben.
    Es gesellten sich noch Freunde von den beiden dazu, das Ehepaar Stephen (Ire) und Daniele (Italiener) und deren Hund Winston.
    Leider hatten wir nicht allzu lange Zeit, weil wir bereits mit unseren Campingnachbarn zum Abendessen im Dick und Doof verabredet waren.
    Aber diese kurze Zeit war so lustig und unterhaltsam, vor allem die Verständigung war interessant....auf deutsch, englisch, spanisch und italienisch haben wir uns letztlich alle sehr gut "verstanden ".
    Danach ging es direkt zu Dick und Doof nach San Fulgencio, einer eher "Deutschen Kneipe" mit wirklich leckerem Essen. Wir lieben ja vor Ort lieber das spanische Essen aber zugegebenermaßen war es richtig gut und wir bestimmt nicht das letzte Mal dort 😀

    Gestern Abend hatten wir uns dann mit drei Paaren in der Bodega Los Carmelos verabredet und dieser Abend wird uns in Erinnerung bleiben. Mit dabei waren unter anderem auch das italienisch/irische Paar, Wir hatten viel Spaß und tolle Gespräche, trotz des Sprachenmixmax, mit spanisch, italienisch, englisch und deutsch. Wir folgten den Geschichten, teils lustige, teils dramatische, jedes Einzelnen, welche diesen Abend zu einem ganz besonderen machten.

    Wir verabredeten ein nächstes Treffen in Conil, worauf wir uns schon sehr freuen.

    Ab und an fühlt man sich hier auch wie im Wilden Westen....da stehen die Pferde angebunden vor einer Bodega während drinnen in lustiger Runde ein (oder auch schonmal eins mehr) Kaltgetränk verköstigt wird. Ich gehe mal davon aus, dass die Pferde den Heimweg kennen 😅

    In der Straße in der wir stehen, regieren die französischen Bulldoggen. Mit Lotti sind es 5 Bulldoggen, die alleine in unserer Straße, der Calle 5, campen. Alleine uns gegenüber stehen Schweden mit zwei Bulldoggen. Das Ehepaar macht alles für ihre Schätze. Freilauf, eine Rampe zum Ein- und Aussteigen ins Wohnmobil, es wird gespielt, jeden Tag gibt es Wurst aus der Hand und es wird gekuschelt. Eine Sache irritiert mich dennoch sehr. Einer der beiden Bulldoggen wird regelmäßig geschoren und ich frage mich ' Was ist der Sinn hierbei" ? Französische Bulldoggen haben kein Unterfell und frieren daher leider sehr schnell und holen sich ebenso auch ganz schnell einen Sonnenbrand. Heute war es wieder soweit, das arme Kerlchen musste Fell lassen und wurde mit einem Rasierer rasiert. Kurz danach kam das Herrchen aus dem Wohnmobil und sagte seiner Gattin, dass bei seinem Rasierer der Akku leer ist. Daraufhin schnappte er sich den Rasierer, mit welchem gerade der Frenchi rasiert wurde, pustete zweimal kräftig rein und zog mit Handtuch und Duschgel von dannen und kam frisch rasiert wieder 🙄
    Scheinbar teilten sich die Bulldogge und das Herrchen einen Rasierer 🤭🤔
    Das ist aber noch nicht alles. Während das Herrchen unterwegs war, feilte sie dem Bully mit einem Scholl Hornhaut Rasierer die Krallen und als sie damit fertig war, machte sie damit an ihren Füßen direkt weiter 🙄

    Natürlich kann das jeder handhaben wie er möchte.....jedem das Seine 😅

    Ein bisschen Schwund müssen wir leider auch vermelden, unser kleiner Bulldoggen Rammkopf, wollte mit ihrem Dickkopf mal wieder durch die Wand, bzw. durch unsere Fliegengittertür, als ein fescher Bully vorbei lief...und die ist jetzt komplett hinüber 🤷‍♀️

    Saludos 🇪🇦👱‍♀️👩‍🦲🐶
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  • Flip Flops, Sonnenschirm und Daunenjacke

    January 29, 2024 in Spain ☁️ 16 °C

    Campen ist für uns etwas ganz besonderes. Man ist überwiegend an der Luft, hat seine eigenen vier Wände immer dabei und kann komplett entschleunigen. Und manchmal ist es so, dass man auf seiner Reise ebenso ganz besondere Menschen kennenlernt, so wie Yvonne und Markus, die beiden Pfälzer 😀
    Wir waren ca. 2 Wochen lang Campingnachbarn und es war für uns eine sehr schöne Zeit, mit vielen tollen Unternehmungen und das ein oder andere Spiel, welches Yvonne und ich meistens für uns gewinnen konnten 🤭
    Unter anderem waren wir auch in einem tollen Naturschutzgebiet mit einem sagenhaften Wasserfall und eine Landschaft, wie sie schöner kaum sein kann.
    Gestern war es dann leider soweit und die beiden mussten den Heimweg antreten und wir uns voneinander verabschieden.
    Dies haben wir mit einer selbstgemachten (Made by Josh) und absolut leckeren Paella gemacht. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. Pläne sind schon geschmiedet, eventuell findet dies noch in diesem Jahr in La Marina statt.

    Wir müssen zugeben, das Campingplatz Virus hat uns nun auch erwischt....wir haben "Unseren" Campingplatz gefunden. Und wie soll es auch anders sein, es ist La Marina. Geplant ist ja, dass wir am
    31. Januar 2024 weiterziehen nach Andalusien/Conil. Es ist auch wunderschön dort und letztes Jahr haben wir dort wundervolle Wochen verbracht. Allerdings fühlen wir uns hier in La Marina wieder so wohl, dass wir am liebsten hier bleiben würden. Wir sind also zur Rezeption und haben nach einem schönen freien Platz für die nächsten Wochen gefragt. Es hätte auch einen super Platz für uns gegeben. Was uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, dass wir für Conil bereits im Voraus bezahlt haben und es bei Nichtanreise keine Rückerstattung gibt. Also geht es übermorgen wie geplant weiter in Richtung Andalusien, worauf wir uns aber trotzdem sehr freuen. Es ist ein anderes Campen als hier aber nicht weniger schön. Im Gegenteil, man findet dort eine Ruhe und Gelassenheit, welche es in La Marina in dieser Form nicht gibt, da hier einfach mehr Trubel ist. Alles hat seine schöne Seiten und im Übrigen freuen wir uns in Conil weitere besondere Menschen wieder zu sehen.

    Einen Grund gibt es für mich allerdings, aus welchem ich froh bin, dass wir weiter ziehen. So traumhaft der angrenzende, riesige Pinienwald mit seinen niemals endenden Sanddünen auch ist, jetzt fängt die Zeit der Prozessionsspinner-Raupen
    an, die sich genau in diesem zuhauf und unwahrscheinlich gerne aufhalten. Und mit diesen kleinen gefährlichen Scheißerchen möchte niemand in Kontakt geraten. Mit dem Frühling in Spanien werden nämlich auch wieder die Raupen des Prozessionsspinners aktiv. Ihre feinen, giftigen Brennhaare lösen allergische Reaktionen aus und sind daher für Mensch und Tier - vor allem Hunde - gefährlich.

    Die letzten Tage hatten wir hier wunderbares Wetter mit viel Sonnenschein und teilweise bis zu 27 Grad. Nach einem Frühstück im Freien ging es zum Spülen. Ich selbst war mit kurzer Hose und T-Shirt unterwegs und auf dem Weg ins Spülhaus kommt mir ein Ehepaar entgegen, sommerlich bekleidet, an den Füßen luftige Flip Flops und vollgepackt mit Sonnenschirm und Sonnenliege, bereit dafür, sich einen schönen Tag am Strand zu machen. Keine 10 Meter dahinter ein weiteres Paar, eingepackt mit dicker Daunenjacke und Winterstiefel.....so unterschiedlich sind die Empfindungen der Menschen.

    Eine Geschichte muss ich erzählen, da mich diese ziemlich geschockt hat. Hier in La Marina gibt es einen wunderbaren Spa Bereich, mit Sauna, heißen Steinliegen, Becken mit angenehm warmen Wasser und sogar ein Becken in welchem unmengen von Zitronen 🍋 schwimmen. Und wirklich, man geht dort hinein und es empfängt einen der erfrischende Duft von Zitronen. Schaut man durch die große Fensterfront nach draußen, fällt der Blick auf Unmengen von Palmen. Es gibt auch ein Schwimmerbecken mit 4 abgetrennten Bahnen zum Schwimmen. Es sind bis zu zwei Personen auf einer Bahn erlaubt. Zugegeben, es ist etwas eng aber bei gegenseitiger Rücksichtnahme funktioniert es. Es waren alle Bahnen belegt und in einer schwamm nur eine Dame. Zu dieser gesellte sich dann eine weitere Dame hinzu und prompt ging die erste Dame raus, schnurstracks zum Bademeister zu und beschwerte sich darüber, dass diese andere Dame einfach in "Ihrer Bahn" schwamm. Es handelte sich hier um eine Französin und der Bademeister versuchte ihr so gut es ging auf französisch zu erklären, dass pro Bahn zwei Personen erlaubt sind. Da kam von ihr die Antwort "Sie glauben doch wohl nicht, dass ich mir mit einer Deutschen die Bahn teile".
    Wir waren alle sprachlos.

    In diesem Sinne "Vive la France"

    Wir freuen uns auf viele neue, positive Eindrücke, wenn wir übermorgen weiterziehen....lustig ist das Zigeunerleben 😀

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️👩‍🦲🐶
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  • Plastikmeer

    January 31, 2024 in Spain ☁️ 12 °C

    Heute morgen war es wieder soweit. Die Sachen wurden gepackt und alles sicher verstaut für die Weiterreise. Eine kleine Runde mit der Lotteline, noch schnell Frühstück im Supermarkt unseres Vertrauens gekauft und los geht's. Bevor wir aber den Motor starten, kommen aus den benachbarten Wohnwagen und Wohnmobilen unsere Campingnachbarn, um uns zu verabschieden. Hier wird gedrückt und alles Gute gewünscht und wir sind uns alle in einem sicher....noch dieses oder spätestens im nächsten Jahr sehen wir uns wieder in La Marina 😀

    Geplant war im 266 KM entfernten Cabo de Gata einen Zwischenstopp für eine Nacht einzulegen und dann, am nächsten Morgen, die restlichen 450 KM nach Conil de la Frontera zu reisen, wo wir, zumindest bis jetzt geplant, die nächsten 6 Wochen verbringen wollen.
    Aber, unverhofft kommt oft und da uns die Region um Cabo de Gata /Almeria so gar nicht zusagt, haben wir spontan entschlossen komplett durch zu fahren. So ist das Camperleben...es zieht einen dahin, wo es gefällt.

    Der Naturpark Cabo de Gata befindet sich in der Provinz Almeria in Südspanien.
    Der Verkauf von Gemüse und Obst aus Gewächshäusern in Südspanien ist ein Milliardengeschäft. Geschätzte 40.000 Gewächs-
    häuser dehnen sich in der spanischen Provinz Almeria über mehr als 350 Quadratkilometer aus.
    Die Gewächshäuser gibt es seit den 1960er-Jahren. Heute bestehen sie im Normalfall aus Plastik, daher ihre weiße Farbe.
    Für die Umwelt fällt die Bilanz eher gemischt aus.
    Für fast vier Milliarden Euro pro Jahr exportiert Spanien inzwischen Obst und Gemüse nach Deutschland. Das Meiste kommt aus Almeria, wo die Konzentration von Gewächshäusern so groβ ist, wie nirgendwo anders. Sein Mikroklima und 3000 jährliche Sonnenstunden machen Almeria einzigartig.
    Trocken ist es in Almeria und Umgebung, sehr trocken. Nur rund 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen durchschnittlich pro Jahr in Andalusien. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main waren es im letzten Jahr 770 an Niederschlags-
    menge. Doch trotz des knappen Wassers wachsen in der südspanischen Sonne jedes Jahr riesige Mengen Gemüse und Obst: zum Beispiel Paprika, Tomaten, Auberginen, Gurken und Melonen.

    Der Anbau von Gemüse und Obst in den Gewächshäusern ist ein riesiges Geschäft. Von den 3,7 Millionen Tonnen Gesamtertrag in der Saison 2020/21 wuchsen 3,5 Millionen Tonnen unter Plastik.

    Josh und ich sind uns hier absolut einig, es ist nicht unsere Region und einfach nur ein riesiges Plastikmeer.

    Conil, wir sind heute Abend da 😀

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 👨‍🦲🐶

     
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  • Conil...du bist so wunderbar

    Jan 31 – Mar 16, 2024 in Spain 🌨 19 °C

    Letzte Woche Mittwoch sind wir, nach einer 10 stündigen Fahrt, abends in Conil auf dem Campingplatz La Rosaleda angekommen. Die Rezeption schließt hier bereits um 19 Uhr aber wir haben vorher telefonisch geklärt, dass wir reinfahren können, falls wir später als 19 Uhr ankommen. Unser Platz war zum Glück bereits schon einen Tag früher frei. Die Ankunft am Campingplatz La Rosaleda war um Punkt 19 Uhr aber von den Mitarbeitern war keine Spur mehr zu sehen, alles war dicht, verdunkelt und abgeschlossen. Auf die spanische Pünktlichkeit...zumindest, wenn es ums Feierabend machen geht, ist verlass. Wir fahren also an die Schranke, welche sich automatisch öffnet, sobald das System das "Matrícula del vehículo"
    (Fahrzeugkennzeichen) erkennt. In unserem Fall war es dann leider nicht so, da unser Kennzeichen, trotz Ankündigung, noch nicht hinterlegt war. Aber, alles kein Problem, da es hier einen netten Nachtwächter gibt, der unsere Daten aufgenommen und das Tor zum Campingplatz geöffnet hat.

    An unserer Parzelle angekommen, steigen wir aus und genießen erst einmal diesen besonderen Duft ....der Duft von Sonne,Wind und Süden...der Duft des wunderbaren Conils.

    Der erste Weg am nächsten Morgen führt uns direkt zu unseren Freunden aus der Schweiz. Wir haben uns letztes Jahr hier kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Eine gemeinsame "Katzenrettungsaktion", in der wir eine Katze, die bei brennender Sonne im Auto eingesperrt war, gerettet haben, hat uns verbunden.
    Die Wiedersehensfreude war also sehr groß und da die beiden schon länger hier sind und das auch noch eine Weile vorhaben, haben wir genügend Zeit für Gespräche und gemeinsame Unternehmungen. Witzigerweise standen den beiden direkt gegenüber Daniele und Stephen, die Freunde von Thomas und Barbara und es dauerte auch nicht lange, da kamen auch Thomas, Barbara und Wilma angefahren. Wir hatten in La Marina schon ausgemacht, dass wir uns hier alle wieder treffen.

    Es ging also genauso lustig weiter, wie es in La Marina geendet hat. Und was durfte nicht fehlen...natürlich...Joshs legendäre Paella.

    Auch in Spanien wird das Campen immer beliebter und an den Wochenenden ist die Hälfte des Platzes mit spanischen Familien belegt. Das ist klasse. Der Campingplatz erwacht richtig zu Leben. Überall wird gefeiert, gequatscht und gegessen. Mittlerweile sieht man auch in Spanien immer mehr Familien, die auch einen Hund in Ihre Familie aufnehmen und als vollwertiges Familienmitglied ansehen und behandeln.

    Scheinbar ist das aber noch nicht in allen Köpfen angekommen. So sehr ich unsere langen Reisen in den Süden liebe, so sehr schockieren mich manche Verhaltensweisen der Menschen, denen man auf diesen Reisen begegnet.

    Uns gegenüber ist zum Beispiel eine junge Familie mit Kleinkind angekommen. Alle fröhlich, die perfekte Familie und dazu ein kleiner süßer schwarzer Hund - ein Zwergschnauzer. Es schien alles wunderbar. Der kleine Hund ist an der Leine, das Kind spielt, während die Eltern das Wohnmobil fertig zum Campen machen. Dann wollen sie den Campingplatz erkunden, machen sich bereit zum Gehen und dann....die Frau schnappt den Hund am Geschirr und packt ihn unsanft in die Wohnmobilgarage, eine Art Kofferraum des Wohnmobils. Klappe zu und die kleine süße Familie marschiert los. Lächelt den anderen Campern zu, streichelt andere Hunde, als hätten sie nicht gerade ihr eigenes Familienmitglied aus dieser Familienidylle ausgeschlossen und sich selbst überlassen. Es ist nicht heiß dort drinnen aber einsam und wohl auch dunkel.
    Während wir überlegen was wir machen können, kommt die Familie strahlend zurück, haben aber erst mal alles andere zu tun, als den kleinen Hund raus zu holen.
    Nach einer für uns gefühlten Ewigkeit darf er dann auch wieder zu seinem Rudel und wir hoffen, dass es eine Ausnahme war. So vergeht der Tag und es wird dunkel und auch kälter. Das Leben spielt sich um diese Uhrzeit dann meistens im Wohnwagen oder Wohnmobil ab. So auch bei uns. Zu dritt sitzen wir dann auf unserer gemütlichen Sitzecke und genießen den Abend. Als die letzte Runde mit Lotti ansteht, trauen wir unseren Augen kaum. Die junge Familie von gegenüber sitzen ebenfalls schön im Warmen, während der kleine Hund mit einer extrem kurzen Leine, ohne Körbchen oder Decke, am Baum angebunden und sich erneut selbst überlassen ist, währenddessen sein Rudel drinnen lacht und glücklich ist. Ich kann die Tränen nicht zurück halten und mir und Josh platzt der Kragen. Zum Glück spricht er spanisch, wir gehen rüber und klopfen an. Die Frau kommt heraus und Josh konfrontiert sie bestimmend und resolut, mit der traurigen Tatsache, was das soll, dass der arme Kerl hier draußen sitzt, an der kurzen Leine ohne Körbchen und ohne seine Familie. Warum er nicht mit rein darf. Er friert. Und was das soll, dass er in den Kofferraum gesperrt wird. Die Spanierin tut ganz erstaunt, sie wollte ihn doch gleich reinholen und er hätte einen Durchgang vom Kofferraum zum Wohnmobil (Wer es glaubt) Es ginge ihm gut und er schläft doch nicht draußen, bräuchte daher also kein Körbchen. Es ist unfassbar. Aber wir haben was erreicht, ab da durfte der kleine Kerl an der langen Leine sein und manchmal sogar ganz frei laufen. Ich hoffe nur, dass er zuhause nicht auch so von seiner Familie ausgeschlossen wird.

    Eine Woche sind wir jetzt schon hier und hatten bisher eine wirklich tolle Zeit mit herrlichem Wetter.
    Genau wie bei uns zuhause, wird auch hier Fasching gefeiert, wir freuen uns schon sehr auf die närrischen Tage...Helau 🥳

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 👩‍🦲🐶
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  • Der Sturm kütt...

    February 8, 2024 in Spain 🌬 18 °C

    Als wir am Donnerstag morgen aus unserem Wohnwagen kamen, merkten wir schnell, irgendetwas ist anders als die letzten Tage. Der ganze Campingplatz war in heller Aufregung. Um uns herum wurde hektisch diskutiert und gewerkelt. Ob auf französisch, englisch, spanisch oder deutsch, es schienen sich alle einig zu sein....irgendetwas ist im Anmarsch und wird passieren...Die Markisen und Satellitenanlagen wurden eingefahren, alle verfügbaren 5 Liter Wasserflaschen mit Wasser befüllt und auf Teppiche und sonstige Gegenstände, die wegfliegen können, gelegt. Teilweise wurden sogar die mühsam aufgebauten Vorzelte abgebaut und alles, was nur irgendwie draußen herumlag wurde sicher verstaut. Wir haben ersteinmal, noch bei strahlendem Sonnenschein, gefrühstückt und den Tag genossen. Gegen 17 Uhr waren wir auf einen Umtrunk bei Karin, Heinz und Alica (ihre süße Kuschelhündin) eingeladen und haben den Abend entspannt ausklingen lassen. Karin und Heinz haben wir ebenfalls letztes Jahr hier kennengelernt. Leider an ihrem letzten Abend aber der war so lustig und unterhaltsam, dass wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben wollten und dies auch gemacht haben. Und dieses Jahr waren wir, obwohl wir wussten das wir alle wieder hier sind, ganz zufällig Campingnachbarn, auf nebeneinander liegenden Plätzen 😀
    Gegen 22 Uhr sind wir dann rüber in unsere "Wohlfühloase". Der Wind wurde immer stärker. Zum Glück hatten wir ebenfalls schon alles gesichert und kurz bevor wir in unseren Wohnwagen verschwinden wollen, hören wir von unserem kölschen Nachbarn...."Der Sturm kütt"
    Kaum ausgesprochen ging es auch schon los und ein Sturm mit 60-70 Stundenkilometer peitscht über unseren bis dato ruhigen Campingplatz. Die Nachtruhe war dahin. In der Nacht wackelt der Wohnwagen unter der Wucht des Sturmes, der Regen prasselt wie Trommelfeuer auf das Dach. Keine Chance Schlaf zu bekommen.
    Wir haben kein Auge zugetan, aus Angst, das Zelt könnte in tausend Teile zerrissen werden und davon fliegen. Josh ist zwischendurch auch immer wieder raus, um nach dem Rechten zu sehen.
    Ich glaube, die einzige die in dieser Nacht etwas Schlaf gefunden hat, war die Lotteline. Sie hat einfach darauf vertraut, dass wir da sind und ihr nichts passiert.
    Und so war es natürlich auch. Als am nächsten Morgen gegen 11 Uhr die Sonne 🌞 etwas aus diesen düsteren Wolken hervorblinzelte, waren wir erleichtert. Das Wetter war zwar immer noch unbeständig und teilweise stürmig aber das Schlimmste war überstanden....

    Ganz ehrlich....lieber hätte ich am Tag des Weiberfaschings in Köln den Satz gehört.... "D'r Zoch kütt“.

    Aber es ging alles gut aus, nichts ist passiert und wir freuen uns auf die kommenden sonnigen Tage.

    Saludos und Helau 🇪🇦 👱‍♀️ 👩‍🦲🐶
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  • Valentinstag

    February 14, 2024 in Spain 🌬 22 °C

    In Spanien kommt man um den Valentinstag absolut nicht herum. Ich hätte nie gedacht, dass es hier so ein Hype ist. In jedem Supermarkt, Blumenladen oder sonstigen Märkten wird man überschüttet mit, sorry, kitschigen Geschenken....ganz besonders beliebt, künstliche Blumen....ein Graus für jeden Pflanzen- und Blumenliebhaber. Aber es ist echt schön zu sehen, wie sehr sich die Menschen auf diesen einen Tag der Liebe freuen. In Deutschland konnte ich das in dieser Form noch nicht beobachten.

    Happy Valentin ❤️

    Ebenso ist es ein Fest, Karneval in Andalusien zu feiern. Anders als bei uns dauert diese Fiesta minimum 10 Tage. In diesem Jahr vom 8. bis zum 18. Februar 2024. Inklusive Straßenkarneval, verrückten Verkleidungen und jede Menge Spaß 🥳

    Was mir immer noch ein Rätsel ist, dass unglaublich viele Menschen auf Flügen so gerne Tomatensaft, gewürzt mit Pfeffer, trinken 🍅. Aber genauso ist es hier mit den Urlaubern in Spanien. Gefühlt 3/4 der Menschen sind hier auf dem absoluten Orangentrip. An fast jedem Wohnmobil, Wohnwagen oder an den Bäumen sieht man sie hängen....die 3 oder auch 5 Kilo Orangensäcke. Das sind die besten aus Andalusien. Auch wir sind infiziert von dem Orangenfieber und essen minimum 2-3 Orangen am Tag. Zuhause ist das bei uns, und bestimmt bei den anderen auch, nicht so. Aber, sie schmecken auch wirklich nur so gut, wenn die Sonne 🌞 scheint.

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 👨‍🦲🐶
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  • Cerveza, Queso y Aceitunas con Amigos

    February 23, 2024 in Spain ⛅ 15 °C

    Conil müsste es auf Rezept geben: Das Licht in der spanischen Stadt am Atlantik wirkt wie ein Antidepressivum. Dazu kommen kilometerlange Sandstrände, eine malerische Altstadt und köstliches Essen. Die letzten Tage war auch das Wetter auf unserer Seite und es war so warm, dass wir doch wirklich ein erfrischendes Bad im Atlantik nehmen konnten. Es war so 🤏 kalt aber wenn man erstmal drinnen war, einfach herrlich.
    Während die Spanier selbst teiweise mit Daunenjacke und Winterstiefel rumlaufen, immerhin ist es hier Winter, fühlen wir uns wie im deutschen Sommer.

    Wer hat eigentlich bestimmt, dass in jedem Land eine andere Sprache gesprochen wird. Wäre es nicht viel interessanter, wenn alle Menschen auf der ganzen Welt sich sprachlich verstehen könnten. Auf unseren Reisen begegnen wir vielen Menschen, welche uns direkt sympathisch sind und wie gerne würde man sich mit diesen unterhalten und "Ihre Geschichte " erfahren aber leider, man kommt aus verschiedenen Ländern und versteht sich einfach nicht. Dann bleibt es dabei sich freundlich zu grüßen und ein Lächeln zu schenken.

    Es gibt verschiedene Sprach-Familien. Sie sind an unterschiedlichen Orten auf der Welt entstanden. Wenn Menschen sehr weit voneinander entfernt wohnen, sprechen sie ganz unterschiedliche Sprachen. Aber wenn Menschen immer wieder miteinander zu tun haben, übernehmen sie Wörter aus der Sprache des anderen.
    Die Entstehung mehrerer Sprachen wird in der Bibel der Überheblichkeit der Menschen zugeschrieben, die einen Turm bis in den Himmel bauen wollten. Durch die Verwirrung der Sprache beendete Gott den Bau des Turmes.

    Und wie unterhaltsam es ist, wenn man die gleiche Sprache spricht und sich versteht, hat man wiedermal gesehen, als wir die Tage eine Fahrradtour gemacht haben, an einen wundervollen Strand. Hier standen auch ringsherum Wohnmobile, welche direkt von ihrem Fenster aus den traumhaften Blick auf den beeindruckenden Atlantik genießen konnten. Während wir bereits runter an den Strand gelaufen sind, hat Josh noch von oben die Aussicht genossen und beim näheren Hinschauen sehe ich, er unterhält sich angeregt und sehr lustig mit einer Gruppe von Campern. Hat ein kleines Cerveza in der einen und ein Stück Queso in der anderen Hand. Ihm ging es sichtlich gut und er hatte Spaß. Als wir dann zu dieser Gruppe dazu kommen, erzählt er mir, dass es eine spanische Familie aus Sevilla ist, die hier einige Tage stehen und er sie einfach mal angesprochen hat. Daraufhin wurde er direkt eingeladen mit Ihnen zu essen und zu trinken. Die 5 haben sich auf Anhieb super verstanden....es lebe die Verständigung 😀

    Schweren Herzens hat er sich von seinen neuen Freunden verabschiedet und wir sind weiter gezogen zu dem nahegelegenen Hafen in ein leckeres Fischrestaurant.

    Conil liegt ja in der Nähe von Cadiz, bzw. San Fernando und so darf, immer wenn wir hier sind, ein Familienbesuch natürlich nicht fehlen. Joshs Tante und Onkel und die Cousine mit Ihrem Mann leben hier. Es ist unglaublich, die Tante ist 87 und der Onkel bereits 90. Und beide sind topfit. Wir sind ja überzeugt davon, dass es zum großen Teil an dem hiesigen Klima liegt. Außerdem hat die Tante Milagros erzählt, dass sie sich jeden Tag einen frisch gepressten Orangensaft, mit einem Schuss frisch gepresster Zitrone 🍋 machen.
    Und die Zitronen werden frisch gepflückt aus dem Garten ihrer Tochter. Ein riesen Zitronenbaum, welcher im Februar die tollsten Früchte trägt. Es war ein sehr schöner Tag bei der Familie, mit vielen Gesprächen, Erinnerungen und natürlich lecker Essen.
    Leider mussten wir uns irgendwann traurig und schweren Herzens verabschieden aber nicht ohne, dass wir mit dem leckeren Essen, welches wir nicht mehr geschafft haben und einem ganzen Sack voller frischen Zitronen, versorgt wurden. Und wie soll es anders sein, ab diesem Tag gibt es bei uns jeden Tag frisch gepressten Orangensaft mit einem Schuss frisch gepresster Zitrone.

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 🧑‍🦲🐶
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  • Auf in den Kampf

    March 5, 2024 in Spain ☁️ 19 °C

    Wenn man solange unterwegs ist, will und muss man auch mal Wäsche waschen. Es ist zwar wie immer, man hat viel zu viel dabei und einiges liegt auch noch ungetragen im Schrank aber man möchte ja gerne seine Lieblingsklamotten anziehen.

    Es gibt hier zwei Waschhäuser mit jeweils 4 Waschmaschinen.
    Was hier los ist, wenn es ums Wäsche waschen geht muß man, nicht unbedingt, erlebt haben.
    Schon früh morgens sieht man sie laufen, die Camper mit ihren großen Tüten voller dreckiger Wäsche und einen Gesichtsausdruck der fest entschlossen zeigt, heute ergattere ich mir eine freie Waschmaschine.

    Auf in den Kampf.

    Wenn man sie so beobachtet, kommt doch kurz der Gedanke auf, ob man sich nicht lieber einen Helm und Ellenbogenschützer anziehen soll, wenn man selbst vor hat zu waschen.

    Am Waschhaus angekommen, ist dann die Enttäuschung groß, obwohl sie so früh da waren, sind doch alle Maschinen wieder besetzt. Und jetzt wird hier solange gewartet, bis eine Maschine frei wird. Und um das zu demonstrieren, wird der eigene Wäschesack demonstrativ vor die besetzte Maschine gelegt, dass man kaum die Chance hat, seine gewaschene Wäsche rauszuholen.

    Und wehe man kommt zu seiner eigenen fertigen Waschmaschine eine Minute zu spät,
    da findet man seine Wäsche bereits ausgeräumt auf der Maschine liegen und im schlimmsten Fall teilweise auf dem Boden.

    Beim Wäsche waschen verstehen die Camper keinen Spaß.

    Um größeren Schaden zu vermeiden, haben wir uns lieber mal eine eigene kleine Reisewaschmaschine zugelegt 😅.

    Letzte Woche Mittwoch war hier in Andalusien ein Feiertag.
    Der "Dia de Andalucia", der jedes Jahr am 28. Februar gefeiert wird, erinnert an ein historisches Referendum aus dem Jahr 1980, bei dem die andalusischen Wähler dafür stimmten, eine autonome Gemeinschaft Spaniens zu werden. Mit dieser Entscheidung erhielt die Region ein eigenes Parlament und einen gewählten Präsidenten.

    An diesem Tag haben wir unser Campingoutfit an den Nagel gehängt, uns schick angezogen und eine Städtetour in das kleine Städtchen Vejer gemacht. Ein wunderschöner Ort mit gerade mal 12.739 Einwohner. Alles ist komplett in weiß gehalten und in jedem Gässchen gibt es wunderschöne Läden zum Stöbern und Staunen.
    Man entdeckt in Andalusien jeden Tag aufs Neue wunderbare Dinge und Orte.

    Und auch Menschen, die einen zum Schmunzeln bringen. Wie zum Beispiel eine Verkäuferin beim Bäcker, in welchem Josh sich eins von den leckeren, süßen Teilchen gekauft hat. Die Verkäuferin gibt es ihm und fragt "Puede ser otra cosa mi cariño", was soviel heißt wie "Darf es noch etwas sein mein Liebster" 🥰.

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 👩‍🦲🐶
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  • Laika

    March 6, 2024 in Spain ⛅ 19 °C

    Unas lettras solo para Laika ❤️

    Lotti und ich haben vom Campingplatz aus verschiedene Gassirunden. Unter anderem gehört eine dazu, die führt an einem Baumarkt vorbei, durch eine kleine Wohnsiedlung mit tollen kleinen Einfamilienhäusern. Man kann dann entweder links rum in Richtung Strand und Meer, dafür entscheiden wir uns, wenn wir Frisbee oder Ball am Strand spielen wollen oder es geht rechts herum, da geht es in ein Feld und man kann kilometerweit laufen.
    In einem dieser Einfamilienhäuser wohnt Laika. Eine freundliche, verspielte und hübsche braune Labradorhündin.

    Die ersten zwei- dreimal, wo wir an dem Haus vorbei gegangen sind, ist mit ehrlicherweise nichts aufgefallen. Sie hat uns jedesmal freudig begrüßt und wäre sicher gerne mit uns gegangen, sah gepflegt aus und ich dachte noch "Schön, diesem Hund geht es gut".

    So kann man sich täuschen.

    Beim nächsten Mal habe ich mir das Grundstück mal genauer angeschaut. Ich hatte mich gewundert, dass man nie jemanden in dem Haus sieht und auch die Rollläden waren ständig unten, das Tor mit einem Schloss verschlossen. Und was ich sah, war eine reinste Müllhalde. Überall lag Dreck, die Decken auf denen sie liegt und schläft, völligst versifft und löchrig.

    Mir wurde schnell klar, hier wohnt mit Sicherheit niemand. Zurück am Campingplatz angekommen, bin ich direkt mit Josh nochmal zu dem Haus gefahren. Wir haben Nachbarn befragt, was es mit dem Haus und den Besitzern auf sich hat. Eine direkte Nachbarin sagt uns " Alles gut, da wohnt eine Familie und die kümmern sich um den Hund". Ein anderer Nachbar sagt, man kann nur die Polizei informieren aber die haben momentan soviel zu tun und machen nichts. Wir sind frustriert und melden es trotzdem der Polizei und dem Tierschutz in Andalusien. Zurück auf dem Campingplatz angekommen unterhalte ich mich mit Brigitte, sie ist im Tierschutz tätig und kennt Laika bereits seit zwei Jahren.
    Sie berichtet mir, dass auch sie bereits die Polizei informiert hat und auch über den Tierschutz versucht hat, etwas zu ändern.
    Immerhin bekommt sie regelmäßig zu essen und zu trinken.
    Ich denke mir, vielleicht muß man den Halter einfach mal direkt konfrontieren und verfasse einen Brief, in welchem sinngemäß steht dass die Hündin einsam ist und sie doch bitte eine Familie für sie suchen sollen, in der es ihr gut geht. Ich möchte den Brief an das Tor heften und eine Kopie in den Briefkasten. Als ich dort ankomme, steht ein Auto vor der Tür aber es ist niemand zu sehen. Ich stecke also einen Brief an die Windschutzscheibe und drehe nochmal meine Runde, in der Hoffnung jemanden zu sehen. Und tatsächlich, der Mann kommt mir mit Laika an der Leine entgegen. Zumindest geht er mit ihr Gassi. Ich spreche ihn in meinem gebrochenen spanisch an, dass sie sehr einsam ist aber er verneint es "Es geht ihr gut".
    Mir bleibt nichts anderes übrig als ihm die Kopie meines Schreibens in die Hand zu drücken und zu hoffen, dass er sich meldet.

    Dies macht er natürlich nicht.

    Ich habe sie gestern nochmal mit Lotti zusammen besucht und mich verabschiedet. Brigitte, vom Tierschutz, wird mich auf dem Laufenden halten, ob sich, hoffentlich positiv, etwas ergibt und diese tolle Hündin aus Ihrem einsamen Leben befreit wird.

    ❤️
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  • Ein Wandel steht an

    March 7, 2024 in Spain ⛅ 18 °C

    Nach 37 Tagen auf ein- und demselben Campingplatz, kann man uns wohl schon fast als Dauercamper bezeichnen. Einen Gartenzwerg werden wir uns aber trotzdem nicht zulegen 😅

    Wir hatten eine wirklich wunderbare Zeit, unter anderem mit unseren Freunden aus der Schweiz Romana und Urs.
    Und auch mit Karin und Heinz, die zufälligerweise auch noch direkt auf dem Platz neben uns standen. Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, Karin und Heinz haben wir letztes Jahr an deren letzten Abend auf dem Campingplatz La Rosaleda in Conil kennengelernt und dieser letzte Abend war so witzig und toll, dass wir das ganze Jahr über in Kontakt geblieben sind und kaum wieder alle zusammen auf dem Campingplatz, haben wir da angeknüpft, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Wir hatten tolle Tage mit vielen Unternehmungen und lustige Abende mit gegenseitigen Einladungen zum Essen. Über Bratwurst (auch vegetarisch) mit Pommes, über Paella, bis hin zu Kartoffelpuffer war alles dabei. Wir haben bis in die Nacht gesungen und sogar getanzt 😅

    Bis uns ein überaus erboster Campingnachbar darauf hinwies, dass wir doch endlich mal mit dem Gesang aufhören und die Musik leiser stellen sollen.

    Ob ihm unser Gesang nicht gefallen hat 🙄

    Nach dreieinhalb Wochen sind die beiden dann weiter gezogen.
    In dieser Zeit, Anfang März, hat sich auf dem Campingplatz einiges verändert. Die vielen Überwinterer haben angefangen "Ihr Zuhause" der letzten 5-6 Monate zusammen zu packen und in ihr Heimatland zurück zu kehren. Währenddessen viele neue Menschen den Campingplatz beziehen und sich auf die kommende Zeit freuen.

    Es ist, als wäre der gesamte Campingplatz, von seinen Bewohnern her, einmal komplett getauscht worden.....ein Wandel steht an.

    Lediglich die tierischen Bewohner, und davon gibt es einige auf dem Campingplatz, bleiben.

    Auch für uns stehen die letzten
    Tage in Conil an und obwohl wir bis zum 17. März 2024 gebucht haben, entscheiden wir uns vorzeitig zu packen und bereits am 7. März 2024 weiter zu ziehen, der Sonne an der Costa Blanca und auch unserer Heimat näher entgegen. In Conil soll es die nächsten Tage stürmisch und nicht ganz so warm werden.

    Und wenn nicht ein Camper, wer sonst, kann sich aussuchen wo und wann er seine Zelte aufschlägt.

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️🧑‍🦲🐶
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  • Am Ballermann?

    March 8, 2024 in Spain ☁️ 18 °C

    Wir sind also frühzeitig abgereist und unser Ziel ist die Costa Blanca.
    Auf unseren ganzen Reisen hatten wir, was den Stau angeht, immer Glück und freie Fahrt. Aber einmal trifft es wohl jeden. Kaum 50 KM gefahren, Vollsperrung 🤷‍♀️
    Zwei Stunden standen wir im Stau und es ging gar nichts mehr.

    In dieser Zeit kam die Überlegung auf, Wohnwagen oder Wohnmobil. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Hätten wir in diesem Moment ein Wohnmobil, könnten wir uns im Stau ein leckeres Frühstück zubereiten 😅
    Ein Wohnwagen hat für uns aber den Vorteil, dass er zum einen viel geräumiger ist und wir auch absolut flexibel und mobil sind, da wir unser Auto immer dabei haben.

    Wir werden die Frage in diesem Stau nicht mehr klären, die Fahrzeuge setzen sich nämlich so langsam in Bewegung und es geht weiter 😀

    Geplant ist von Conil nach La Marina durch zu fahren, 680 KM. Es ist wirklich viel für eine Fahrt aber da sind wir uns einig, wir wollen auf dieser Strecke nicht übernachten, da es uns hier, mit diesem ganzen Plastikmeer durch die Unmengen von Gewächshäusern in Almería, einfach nicht gefällt.

    Leider ist auf dem Campingplatz La Marina erst ab dem 10. März etwas frei.
    Ist aber nicht ganz so schlimm, wir wollten uns eh mal den Campingplatz in Mazarron, Playa de Mazarron anschauen. Dieser liegt ca. 127 Kilometer vor La Marina und auf unsere telefonische Nachfrage hin wird ein Platz für uns, für drei Nächte, reserviert.

    Durch unseren Aufenthalt im Stau, kommen wir leider erst im Dunkeln an. Es ist ca. 20 Uhr aber die Rezeption ist noch geöffnet. Vor uns steht ein Wohnmobil und der Besitzer, ein Österreicher, kommt aufgeregt auf uns zu "Ihr müsst umdrehen, hier ist alles belegt".
    Na zum Glück hatten wir reserviert.
    Nach dem Einchecken geht es dann in Richtung unseres Platzes für die nächsten drei Tage und dieser liegt direkt am Meer, wir freuen uns darauf. Bis dahin sind es allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Stehen doch mitten auf dem Weg 5-8 Leute und die machen keine Anstalten zur Seite zu gehen und Platz zu machen. Sie kucken nur. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich alle von der Straße runter sind und wir weiter fahren können. Typisch Dauercamper, erst einmal wird begutachtet wer sich erlaubt auf Ihrem Platz zu campen.
    Weiter geht's.....als wir in der Straße ankommen, wo wir hin müssen, werden wir begrüßt mit den Worten " Oh man, ein Wohnwagen, mitten in der Nacht". Es war 20 Uhr wohlgemerkt und die Dame hat auch die passende Antwort von uns bekommen.
    Das kann ja lustig werden, haben wir uns nur gedacht.
    Endlich an unserem Stellplatz angekommen, ging es ans Einparken. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, kamen alle aus den benachbarten Wohnwagen und Wohnmobilen raus und wollten uns helfen. Eine richtig tolle Nachbarschaft. Sie geben uns Tipps und erzählten über sich, den Campingplatz und den Ort. Es ist also doch sehr freundlich hier.
    Und auf meine Anmerkung hin, dass sie ja eine richtig tolle Gemeinschaft sind, heißt es "Klar, ihr seid doch hier auch in der Schinkenstraße" 😀

    In diesem Sinne "Buenos Dias Matthias....wir sind wieder da"

    Allerdings war es nicht auf die Schinkenstraße auf Mallorca gemünzt, es wird hier jedes Mal, bei einem Straßenfest ein Jamón Serrano gekauft und jeder kann sich davon bedienen, daher Schinkenstraße 😀

    Olé 💃

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️ 🧑‍🦲🐶
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  • Adiós "Camping La Marina Resort"

    March 22, 2024 in Spain ⛅ 26 °C

    Wir sind wieder unterwegs. Die letzten beiden Wochen waren wir in La Marina und wie jedes Mal, länger als geplant 😊
    Und das war auch gut so.....die Sommersaison hat begonnen und wir haben uns wirklich wie im Hochsommer gefühlt.

    Die Hälfte des Campingplatzes war mit Spaniern belegt. In den ersten Tagen standen nur die verlassenen Wohnwagen- und mobile auf den Stellplätzen, alles verschlossen und kein Mensch war zu sehen. Aber kaum war Freitag, ist das Leben eingezogen. Die Pools wurden geöffnet, mitsamt der Wasserrutschen, jede Menge Veranstaltungen für die Kinder und sogar ein Fahrservice zum Strand gab es. Wir bekamen eine leise Ahnung davon, wie voll es hier wirklich im Sommer sein wird, nichts für uns.
    In dieser Zeit gab es auch einen Feiertag in Spanien "San Jose" und gleichzeitig "Dia del Padre", Vatertag. Und dieser wird groß gefeiert in Spanien. Es wurden Geschenke gebastelt für die Papas und die Kinder instruiert, was sie an diesem Tag zu ihrem Papa sagen sollen. Eine Mutter flüstert ihrem Kind zu, morgen gibst du Papa das Geschenk und sagst "Te quiero mucho Papa" - Ich liebe Dich sehr, Papa.
    Vatertag war am Dienstag und am Mittwoch war alles wieder wie ausgestorben....alle Spanier weg und wieder stehen nur die Unterkünfte einsam und verschlossen auf den Stellplätzen - bis zum nächsten Wochenende 😊

    Josh hat sich in dieser Zeit gut mit den Spaniern verstanden und unterhalten. Dies bekommt eine ältere Dame mit die weiß, dass wir aus Deutschland kommen und sie spricht ihn an, ob er ihr und ihrem Mann bitte helfen kann.

    Sie erzählt uns, ihr Mann war einkaufen. In der Tiernahrungsabteilung wird er von einem Mann angesprochen, ob er ihm kurz helfen kann, von dem oberen Regal etwas runter zu holen. Natürlich macht er das gerne, er ist ja hilfsbereit und prompt wird er in diesem kurzen Moment beklaut. Aus seiner Bauchtasche wird ihm sein komplettes Portemonnaie inklusive der Bankkarten und beider Personalausweise geklaut. Lediglich 50 Euro Bargeld waren drinnen. Dies bemerkt er natürlich erst an der Kasse und der Dieb war schon über alle Berge.
    Sie wollten das Ganze anzeigen aber die Polizei kann nur etwas mit Dolmetscher aufnehmen.
    Und hier kam dann Josh ins Spiel, er fährt mit dem völligst aufgelösten Ehepaar zur Polizei, um die Anzeige aufzugeben.

    Es ist wirklich traurig, dass so etwas jemanden angetan wird, zumal sie schon 88 und er 83 Jahre alt ist und er an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte 😔

    Leider ist nicht alles immer eitel Sonnenschein, wenn man eine Reise unternimmt. Auf der Polizeiwache bekommt Josh auch die negativen Seiten mit voller Wucht aufgezeigt. Hier ist es nämlich sehr voll mit Touristen, die alle eine Anzeige machen möchten.

    Zum Beispiel eine Mutter mit ihrer Tochter aus England. Ihnen wollte man die Handtasche 👜 klauen. Die beiden haben sich so vehement dagegen gewehrt, dass sie zwar die Tasche retten konnten aber beide zusammen geschlagen wurden und direkt vom Arzt zur Polizei gefahren sind, noch immer mit sichtbaren Blessuren und Blut befleckt.

    Oder ein Belgier, welcher lange Zeit in Spanien bleibt und sich für diese Zeit ein Auto kaufen wollte.
    Der Deal wurde abgewickelt, er hat das Auto bezahlt und Papiere erhalten, bis sich dann herausstellte, dass das Auto gestohlen und die Papiere gefälscht waren.

    Das bereits bezahlte aber als gestohlen gemeldetes Auto, musste er bei der Polizei stehen lassen.
    Auto weg, Papiere weg, Geld weg.

    Das ältere Ehepaar war überglücklich, dass Josh ihnen geholfen hat und war somit zumindest etwas beruhigter.

    Was wir auch so am Camping lieben, ist der Kontakt zu anderen Menschen. Jeder weiß irgendwas oder hat gute Tipps und somit kann man sich super austauschen.
    Die Tage kam zum Beispiel ein Mann ganz aufgeregt zu uns auf den Platz und erzählte uns freudig, dass die Fußballmannschaft des
    1. FC Köln ganz in der Nähe, 18 KM von La Marina, in Algorfa, im Trainingslager ist.
    Wir kannten den Mann gar nicht aber er war so froh, dass er die Botschaft verkünden konnte, da haben wir uns natürlich mitgefreut und es uns nicht entgehen lassen am nächsten Tag nach Algorfa zu fahren.

    So langsam sind wir nun in Richtung Heimat unterwegs.

    Unser nächster Stopp ist der Campingplatz Playa Tropicana Castellón in Alcossebre.
    Hier treffen wir auch Karin, Heinz und Alica wieder und freuen uns auf die drei 😊

    Saludos 🇪🇦 👩‍🦲👱‍♀️🐶
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  • In kleinen Etappen geht es nach Hause

    March 23, 2024 in Spain ☀️ 22 °C

    Gestern gegen 12 Uhr sind wir auf dem Campingplatz Playa Tropicana in Alcossebre angekommen. Kaum fahren wir durch den Torbogen, kommt uns schon die strahlende Karin entgegen 😀 Wir hatten auch das Glück, direkt neben Karin und Heinz einen freien Stellplatz zu bekommen. Auch wenn wir damit ein anderes Paar verärgert haben, die sich nach einer langen Suche für den Stellplatz R1 entschieden haben - wir waren 15 Sekunden früher da 🙄

    Der Empfang war toll, wir sind mit einem super leckeren Mittagessen empfangen worden und haben auf unser Wiedersehen mit einem Hjerbas angestoßen 🥂

    Das Wetter war fantastisch und wir konnten noch ein paar Stunden am Strand verbringen. Lotti hat es auch sehr genossen, nach der langen Autofahrt konnte sie sich richtig austoben.
    Der Strand ist direkt gegenüber des Campingplatzes und wirklich ein Traum. Die ganze Gegend hat uns sehr gut gefallen und wir waren sicherlich nicht das letzte Mal hier.

    Danach war sogar noch Zeit ein paar Runden im Campingplatz eigenen Pool zu schwimmen und es sich so richtig gut gehen zu lassen, ehe wir alle zusammen, Freunde von Karin und Heinz waren auch dabei, zum Abendessen gegangen sind.

    Hier hatten wir viel Zeit uns über die letzten Wochen auszutauschen, über unsere gemeinsame Zeit in Conil und was für tolle Erlebnisse wir hatten.

    Am nächsten Morgen war es dann leider wieder soweit, dass wir uns verabschieden mussten.
    Aber ohne Kaffee ☕️ und einem leckeren Frühstück kamen wir hier nicht davon. Karin und Heinz hatten alles aufgetischt, was das Herz begehrt und wir hatten noch ein wunderbares gemeinsames Frühstück.

    Unser nächster Stopp ist in Empuriabrava, Camping Laguna.

    Alemania.....wir kommen immer näher 🇩🇪

    Saludos 🇪🇦 👩‍🦲👱‍♀️🐶
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  • In 80 Tagen um die Welt oder Spanien

    March 24, 2024 in France ⛅ 17 °C

    Vámonos.....aber diesmal nach Hause 🇩🇪😀

    80 Tage und knapp 6000 Kilometer später sind wir nun wieder auf dem Weg zurück in unsere Heimat.

    Es begleitet uns eine gewisse Trauer, dass die Reise nun vorbei ist aber auf der anderen Seite freuen wir uns nun auch sehr auf Zuhause, unsere Familie und Freunde.

    Gestern hatten wir nochmal das Glück einen ganz Besonderen Campingplatz zu finden, direkt am Meer und unser Platz war in der ersten Reihe. Besser kann ein Abschluss gar nicht sein.

    Den Campingplatz Laguna in Empuriabrava kann man definitiv empfehlen.

    Es war eine wunderbare Reise mit vielen wundervollen Menschen die wir (wieder) getroffen haben.
    Diese Menschen haben die Reise zu etwas ganz besonderem für uns gemacht und wir möchten uns bei jedem Einzelnen dafür bedanken ❤️

    Aber auch die vielen verschiedenen Orte, jeder mit seinem ganz besonderen Charme, bleiben in Erinnerung.

    Wir haben uns ganz spontan dazu entschlossen Frankreich hinter uns zu lassen und komplett nach Deutschland durch zu fahren. Eine Rast werden wir dann noch machen, quasi an den Beginn unserer Reise, dem Campingplatz Münstertal im Schwarzwald.

    Und morgen früh geht es dann entspannt und ausgeschlafen, die letzten knapp 300 Kilometer, nach Hause.

    Josh sagte gerade zu mir "Weisst du worauf ich mich freue....auf eine schöne Bratwurst mit Senf" 😅

    Also...schnell nach Hause 😊

    Das ist nun der letzte Footprint für unsere Reise. Wir bedanken uns fürs Lesen, Liken, Kommentieren und das virtuelle Begleiten.

    Ich hoffe es hat Euch gefallen.

    Über ein Kommentar zum Abschluss würde ich mich sehr freuen 😀

    Adiós y hasta la Próxima

    Saludos 🇪🇦 👱‍♀️👩‍🦲🐶
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    Trip end
    March 25, 2024