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- Dzień 218
- wtorek, 30 stycznia 2024
- ☀️ 22 °C
- Wysokość: Poziom morza
Nordatlantik23°41’55” N 19°54’12” W
Überfahrt in die Karibik, Tag 2

Etmal: 122 sm unter Segel, Wind 3 - 4 Bft. Sonnig
So wie der gestrige Tag aufhörte, beginnt der heutige Tag. Die Sonne begrüßt mich mit einem schönem Sonnenaufgang. Der Wind meint es immer noch gut mit uns und weht mit ca. 12 Ktn. Die Wellen sind mittlerweile auf ca. 2 m angestiegen, sind aber sehr angenehm zu ertragen. Alle Tassen und Teller bleiben da wo sie hingehören und poltern nicht sinnlos durch die Gegend. Kein Vergleich zu einem Monohull, der bei diesem Kurs direkt vor dem Wind sehr hin und her schaukelt, da kein stabilisierender Druck im Großsegel vorhanden ist.
Um 9:00 Uhr, Doris steht gerade auf, steht das Frühstück auf dem Tisch, ganz gemütlich wird gespeist. Das Einzige was fehlt, ist das Radio. Mitten auf dem Atlantik müssen wir leider darauf verzichten. Nach der Morgentoilette, sogar Duschen ist möglich, geht jeder seinen Beschäftigungen nach. Doris schneidet an ihrem Video, ich räume etwas auf und lese in einem Buch über ein Paar, welches sich zum ersten Mal auf einem Boot traf, sich vorher nicht kannte und von Partnerschaften nichts hielt… Es kommt wie es kommen musste, sie verlieben sich und unternehmen zusammen eine Weltreise auf ihrem Segelboot.
Am Nachmittag lege ich mich auf unserer Skylounge etwas hin, der fehlende Schlaf muss nachgeholt werden, als plötzlich ein Ruf ertönt: Delfine!! Doris hat eine Selfi-Video gedreht und dabei bemerkt, wie Delfine neben ihr springen. Ich renne natürlich auch gleich vor zum Bug und da sind sie: mindestens 20 der tollen Tiere schwimmen und springen und spielten mit unseren Bugwellen. Ein ergreifendes Schauspiel und immer wieder schön anzusehen. Mindestens eine halbe Stunde schauen wir ihnen zu, dann meldete sich der Magen, es wird Zeit zum Kaffeetrinken. Es ist herrlich, draußen auf unserer „Terrasse“ mit Blick aufs Meer gemütlich eine Tasse Kaffee zu schlürfen und ein schönes Stück Kuchen dazu zu essen.
Zum Abendessen weiht Doris dann ihre neue Errungenschaft ein. Sie zaubert ein tolles Essen aus ihrem neuen Wog. Wenig später heißt es dann für mich „ab ins Bett“, die Schichten beginnen wieder. Vorher aber noch ein kurzer Rundgang übers Deck, nochmal prüfen ob alles in Ordnung ist. Czytaj więcej
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- Dzień 217
- poniedziałek, 29 stycznia 2024
- ☀️ 21 °C
- Wysokość: Poziom morza
Nordatlantik27°36’42” N 15°34’40” W
Überfahrt in die Karibik, 1. Tag

Etmal: 65,3 sm, davon 39,8 unter Segel, Wind 3-4 Bft.
Der Atlantik zeigte sich von seiner besten Seite.
Wir standen heute ganz normal gegen 7:30 auf und begannen den Tag gemütlich mit einem schönen Frühstück. Vor dem Start brachte Doris noch die Keykarte für die Waschräume weg, und ich kaufte schnell noch einen Bootshaken und einen Käscher. Auf dem Rückweg lernte ich noch den Eigner von dem kleinen CAT „Chi“ kennen, der ebenfalls in unserem kleinen Hafenbecken liegt. Wir wechselten ein paar Worte. Er möchte ebenfalls zu den Kapverden segeln um dort einen Freund aufzunehmen. Zusammen werden sie dann weiter, wie wir, in die Karibik segeln. Ich half ihm noch kurz beim Ablegen und wünschte ihm alles Gute für seine Reise.
Um 9:40 legten wir selbst ab. Es war fast windstill, und so war die Ausfahrt durch die enge Hafeneinfahrt kein Problem. Die ersten 25 sm ging es dann unter Motor voran. Die See war spiegelglatt und der wenige Wind kam direkt von vorn. Das war nicht so schlimm, ich hatte ja damit gerechnet.
Am Ende von Gran Canaria nahm der Wind langsam zu und nach dem Kaffeetrinken machte ich mich daran, den Levante (unser Leichtwindsegel) auszupacken und die Leinen vorzubereiten. Der Wind hatte unterdessen auf ca. 7 Ktn. aufgefrischt, genug um uns mit dem Oxley mit knapp 4 Ktn. über das Wasser gleiten zu lassen. Es ist immer wieder ein herrlicher Augenblick, wenn der Motor verstummt und wir nur mit der Kraft des Windes über das Meer rauschen. Ein unbeschreibliches Gefühl !
Gegen Abend frischte der Wind weiter auf und wir erreichten zeitweise knapp 6 Ktn., dabei blieb das Meer aber schön ruhig mit sehr wenig Wellengang. In der ersten Nachthälfte schlief der Wind auch etwas ein 😊, fiel aber nicht unter 6 Ktn. ab, so dass wir die ganze Nacht durchsegeln konnten. Czytaj więcej
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- Dzień 211
- wtorek, 23 stycznia 2024 17:51
- ☀️ 21 °C
- Wysokość: 7 m
HiszpaniaParque Doramas28°7’21” N 15°25’26” W
von Las Palmas über den Atlantik

Nach der Abreise von Timon am 15.1. blieben wir noch ein paar Tage im Puerto Gran Tarajal auf Fuerteventura. Uwes Bruder Steffen und seine Frau Anja hatten sich für 4 Tage angemeldet. Angenehmes Segeln entlang der östlichen Küste der Insel wechselten sich mit entspannten Abenden in schönen Buchten ab. Mit ihnen zusammen feierten wir auch Uwes Geburtstag mit einem Festmenü, viel Spaß und auch Tanz zum altbewährten Discofox.
Am 22.1. segelten wir weiter westlich nach Las Palmas auf Gran Canaria. Dies war eine einfache Tagestour, und die große Stadt bot auch gute Adressen für die restliche Proviantierung sowie Läden für Bootszubehör.
Die erste Nacht verbrachten wir vor Anker in einer Bucht nördlich der Marina. Angeblich war kein Platz für einen Cat. drinnen frei.
Als wir uns am nächsten Morgen brav und geduldig im Hafenbüro meldeten, bekamen wir doch einen relativ preisgünstigen Liegeplatz in einem recht kleinen benachbarten Hafenbecken angeboten, leider an einer Mauer…. wir nahmen es aber dankbar an, da der kräftige Südwind und seine Wellen uns am Vortag bei der Fahrt mit dem Dinghi zum Dinghidock schon ziemlich durchnässt hatten.
An der Mauer wanderte unsere Vitila durch die Gezeiten täglich mehrere Meter rauf und runter 🙈. Mal musste man vom Boot ganz von unten an der Mauerleiter nach oben klettern, mal von der Bootsseite auf die Promenade runter springen. Und die Leinen musste man natürlich locker befestigen. Nach der 1 Woche dort sehen unsere Fendersocken allerdings doch recht mitgenommen und löcherig aus.
Von Las Palmas aus fuhren wir am 25.9. mit dem Leihwagen quer über die Insel um unsere Leipziger Freunde Lutz und Jana in Puerto Mogán zu besuchen, die dort seit einigen Wochen auch mit einer Helia die Gegend unsicher machen und Chartergäste mitnehmen. Es war ein sehr netter Nachmittag mit Gesprächen bei Eis und Kaffee, und zu guter Letzt wurden wir noch zum Abendessen an Bord eingeladen: einer der Gäste, Michael, zauberte mit dem Wok ein überaus leckeres Gericht mit viel Gemüse und Hähnchenfleisch für 7 Personen hin! Da waren wir sehr beeindruckt.
Der hübsche Ort Puerto Mogan mit seinen gepflegten Gässchen und bunt gestalteten Häuschen war aber wirklich das einzige Ausflugsziel, das wir auf Gran Canaria aus Zeitgründen zu sehen bekamen.
Einen Tag erhielten wir noch sehr lieben Besuch von den Segelfreunden Andreas und Annett aus Bitterfeld. Vlt. stößt Andreas sogar ab den Kapverden noch mit zu uns zur Atlantiküberquerung? Er würde es sich sehr wünschen. Im Moment muss er aber erstmal eine Zahnvereiterung auskurieren.
Es blieben schließlich noch 3 Tage um Boot, Mannschaft und Proviant den letzten Schliff für die Weiterreise zu geben. Das Schiff wurde intensiv geputzt, Obst und Gemüse vom Markt Altavista geholt und nochmals die Wetterbedingungen für die nächsten 7 Tage geprüft. Ja, die Winde standen günstig für die Überfahrt am 29.1., und wir machten die Leinen heute um 9.40 Uhr los. Wir freuen uns auf neue Abenteuer! Czytaj więcej
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- Dzień 199
- czwartek, 11 stycznia 2024 15:31
- ☀️ 23 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaPunta del Aceituno28°12’24” N 14°1’32” W
Fuerteventura - mannshohe Brandung !

Nach einer entspannten Übernachtung vor Anker in einer benachbarten Bucht der Marina Rubicon auf Lanzarote segelten wir am Morgen des 10.1. los Richtung Fuerteventura. Leider antwortete die Marina Gran Tarajal nicht auf unsere Mail und ans Telefon ging auch Keiner. Das scheint hier der Normalzustand zu sein….
Die freundliche Rezeptionistin der Marina Rubicon sicherte uns aber eine Rückkehrmöglichkeit zu, falls wir im Nichts stranden würden…😱.
Erst in Funkrufweite bekamen wir Kontakt mit der Zielmarina. Ein einzelner Mann sitzt hier in einem spartanischen Containerbüro und empfängt die Schiffe. Ausser Funken bedient er nach unserer Erfahrung keine Kommunikation. Der Empfang am niedrigen Schwimmsteg (Fender weit unten platzieren….) war aber freundlich und routiniert. Wir waren da!😀
Da Uwe am nächsten Tag mit Ergänzung der Inverterausrüstung und mit seiner Angelausrüstung beschäftigt war, starteten Timon und ich am Freitag erstmal mit dem Bus, um das Leihauto aufzunehmen. Es war alles langwierig incl. die Busfahrt hinwärts. Abends belohnten wir uns mit einem lecker Essen im Restaurante diner1950.
Am Freitag ging die Küstenerkundung los. Zuerst peilten Timon und ich den kleinen Küstenort Ajuy an. Dort hörte man schon vom Autoparkplatz die Brandung donnern! Die Wellen, die an den schwarzen Sandstrand rollten, waren die wuchtigsten und eindrucksvollsten, die wir je gesehen hatten! Am antiken versteinerten Strand stiegen wir den Weg hoch und entlang, und ein Aussichtspunkt war wieder schöner als der andere. Nach mehr als zwei Stunden konnten wir uns erst losreißen. Nach einem kürzeren Abstecher zum Playa la Pared, nicht minder atemberaubend aber steiniger, machten wir uns noch wildentschlossen auf ganz nach Süden zum Morro Jable. Der Strand dort ist super breit und gelb-feinsandig, aber hier stehen ein Hotel und eine Feriensiedlung an der anderen, vorgelagert eine Strandpromenade mit allen erdenklichen Geschäften und Cafés. Wer‘s braucht... Mein Ferienziel wäre es nicht. Trotzdem wanderten wir ganz nach vorne, vorbei am schönen Leuchtturm. Witzigerweise kam man zum Wasser nur durch Wasserfurten, die noch von der letzten Flut gefüllt waren. Also, alle krempelten die Hosen hoch und nahmen die Schuhe und Habseligkeiten in die Hand. Für Kurzbeinige so wie mich reichte dies allerdings nicht ganz, um den Stoff trocken zu behalten. Timon stürzte sich noch in die großen Fluten.
Am nächsten Tag war Uwe mit von der Partie. Wir besuchten den sehr schönen und gut gepflegten Faro de la Entallada. Hier war eine tolle Ausstellung mit afrikanischen Masken und Plastiken zu bestaunen. Auf wieviel verschiedene Arten man einen Kopf und ein Gesicht darstellen kann - unglaublich.
In Pozo negro fuhren wir an einem schwarzen versteinerten Lavastrom vorbei und machten kurze Rast in einem netten Beach Café. Ganz hoch in den Norden zog es uns noch zu den Sanddünen vom Naturschutzgebiet Corralejo. Wie in einem Ausläufer der Sahara fühlten wir uns beim Herumspazieren in den Sandhügeln. Abendessen gab’s im angeblich schönsten Ort der Insel, in Corralejo. Davon waren wir aber ziemlich enttäuscht. Außer einer 0815 Fußgängerzone und einer windigen und eher schmucklosen Uferpromenade mit den üblichen Restaurants haben wir nichts „Schönes“ entdecken können.
Ein echtes Highlight war am nächsten Tag der Besuch des kleinen Örtchens Betancuria. Leider war die Kirche zu trotz Sonntag, aber es war sehr gepflegt, mit ein paar Treppen und viel Grün und Blumen. Da eine kleine Schlange davorstand stellten wir uns dann auch am Szenerestaurant „il Sombre“ an und ergatterten nach kurzer Zeit tatsächlich einen Platz an einem der „barrels“. Das schattige Gartenrestaurant ist total verwinkelt und komplett in Riesen Palmen und Buschwerk hineingebaut, sodass man sich wie im Baumhaus fühlt. Timon aß einen leckeren Riesen-Burger und ich eine Ziegenkäseplatte. Zur Krönung spielte und sang noch in dieser Zeit nachmittags ein Gitarrist. wir waren hin und weg…. eine unbedingte Empfehlung , 5 von 5 Punkten!
Mit einem Abschiedsbad am Strand von Pájara und einem schönen Abendessen klang die Urlaubswoche mit Timon aus. Schön war’s und viel gesehen!
Seit 3 Tagen haben wir hier Besuch von Uwes Bruder Steffen und seiner Frau Anja. Steffen hatte Uwe im April letzten Jahres unheimlich viel bei den Refitt-Arbeiten am Boot auf Leros geholfen. Als kleinen Ausgleich haben wir jetzt viel Spaß zusammen und feiern heute am 20.1. auch Uwes Geburtstag.
Übermorgen ist die Überfahrt nach Gran Canaria vorgesehen. Der Start der Atlantiküberquerung rückt immer näher. Czytaj więcej
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- Dzień 198
- środa, 10 stycznia 2024
- ☀️ 20 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaParque Holandes28°37’4” N 13°47’20” W
Leinen los nach den Weihnachtsfeiertagen

Endlich hieß es wieder mal Leinen los, wenn auch nur für einen kurzen Törn. Da uns die Strecke bis Gran Tarajal heute zu weit war, beschlossen wir die Bucht von Papagayo anzusteuern. Die Segel hoch nehmen für das kurze Stück wäre sinnlos gewesen, also motorten wir die 2 sm. Bei der Fahrt konnten wir viele Surfer aus aller Welt beobachten. Normalerweise hätten die vorbeifliegenden Akrobaten Vorfahrt gehabt, bei der Geschwindigkeit, die diese drauf hatten bestand aber keine Chance ihnen auszuweichen. Gott sei Dank beherrschten sie ihre Sportgeräte.
Kurze Zeit später hieß es schon auf zum Ankern. Wir wählten die gleiche Position, die wir schon mal über Nacht genutzt hatten.
Am nächsten Morgen brachen wir dann schon um neun Uhr auf. Wir hatten 46 sm vor uns, und ich wollte wieder vor Sonnenuntergang im Hafen sein. Der Wind meinte es gut mit uns, er kam direkt von der Seite. Im ersten Reff segelten wir mit ca. 7 Ktn. an der Küste von Fuerteventura entlang. Aus der Ferne sahen wir die berühmte weiße Düne, beobachteten gewaltige Wellen, die sich an der Küste brachen, und konnten die kargen Felsen der Insel bestaunen. Gegen 17:00 Uhr kamen wir in Gran Tarajal an. Jetzt kamen bange Minuten - war im Hafen noch Platz für einen Katamaran? Telefonanrufe und E-Mails waren unbeantwortet geblieben, und so mussten wir jetzt hoffen, noch einen Liegeplatz zu bekommen. Mit einem Kat, öfters mal ein erfolgloses Unterfangen. Wir hatten aber Glück und kamen am vordersten Steg unter, der nach einem Unwetter gerade wieder in Betrieb genommen worden war. Das Abendbrot ließen wir uns dann bei Diner1950 schmecken, eine Tipp von Arnd, einem Segelfreund. Czytaj więcej

Doris Jägerja das tun sie wirklich. unten am Brett ist so ein Foil, das kommt hoch aus dem Wasser, wenn sie schnell sind. im Wasser bleiben so kleine „Tragflächen“, die dann Auftrieb geben. irre…
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- Dzień 197
- wtorek, 9 stycznia 2024 12:40
- ☀️ 21 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaPuerto deportivo Marina Rubicon28°51’23” N 13°48’57” W
Lanzarote - Vulkanlandschaft und Künste

Am 3.1.24 waren wir erneut vor Ort, glücklich das kalte Deutschland mit seinen derzeit vielfältigen Problemen wieder hinter uns gelassen zu haben.
Bis zur Ankunft meines Sohnes Timon am 6.1. waren wir mit Putzen und Aufräumen des Bootes beschäftigt. Das Vorbereiten der hinteren großen Gästekabine bedeutete, hier auch einige Kisten und Boxen mit Lebensmitteln, die schon für die Atlantiküberquerung vorgesehen sind, in die vordere Gästekabine umzulagern. Ab dem 6.1. ging es dann auf Insel-Erkundungstour.
Das Leben und Wirken des Künstlers, Bildhauers und Umweltschützers César Manrique (1919-1992) hat seiner Heimatinsel viele Attraktionen beschert. Es gelang ihm auf beeindruckende Weise vorgegebene geologische Formationen, meist aus Vulkangestein, mit unkonventionellen Gebäuden, wie z.B. seinem Wohnhaus Lagomar, oder dem Mirador del Rio zu einer Einheit zu verbinden. Schränke und Sitzgelegenheiten sind in den Stein hineinmodelliert und durch weißen Putz und Anstrich vom Gesteinshintergrund abgehoben. Man findet viele Wendeltreppen und kleine türkisblaue Pools.
Manrique hatte vor dem Kunststudium auch ein Studium zum Bauingenieur absolviert. Mit anderen gleichgesinnten Künstlern entwickelte er sich zu einem Vorreiter der avantgardistischen Kunst und eröffnete in Madrid 1954 die erste Galerie für nichtfigürliche Kunst Fernando Fé.
Neben den Gebäuden sind auch sein Kakteengarten sowie die Jameos del Agua mit einem unterirdischen Salzsee sehr sehenswert. In diesem See überlebt bis heute eine winzige weiße komplett blinde Krebsart, die es sonst nur ab 2000 Meter Meerestiefe gibt, und die im Rahmen vulkanischer Tätigkeit vor Jahrtausenden an die Erdoberfläche katapultiert wurde. Ich stelle es mir so ähnlich vor wie im Endkapitel von „die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne… 🤣. Die kleinen Tierchen (Munidopsis polymorpha) sollen überdies ein sehr gutes Gehör haben und sind in dem unterirdischen See von Jameos del Agua gut zu beobachten. Sie sind allerdings vom Aussterben bedroht, da Touristen, die gerne auch mal was für sie Gefährliches wie Münzen ins Wasser werfen, nicht zu ihren ursprünglich benachbarten Arten gehörten….
Die Jameos de Agua sind eine große Touristenattraktion und auch die AIDA-Ausflugsbusse stehen natürlich auf dem Parkplatz. Für meinen Geschmack etwas zu überlaufen…..
Die Cueva de los Verdes, unterirdische Vulkantunnel, von Jesus Soto wirkungsvoll mit farbigem Licht in Szene gesetzt, sollen auch noch sehr eindrucksvoll sein. Dazu reichte unsere Zeit jedoch leider nicht mehr.
Begeistert waren wir auch von den bizarren Felsformationen, den Antigua rofera, auch bekannt als „stratified city“. Hier sind auf dem frei zugänglichen Gelände eines ehemaligen Steinbruches durch Erosion herrliche Steingebilde entstanden. Der Bereich liegt direkt an der Strasse nach Guatiza. Bei nur geringer Berührung bröselt das Gestein schon ab, Anfassen sollte also vermieden werden, sonst ist bald nichts mehr von der Schönheit vorhanden.
Der Nationalpark von Timanfaya war eine unserer weiteren Stationen. Der Eintritt zum Gelände beinhaltet eine gut halbstündige Bustour mit Erläuterungen in mehreren Sprachen. Man wird durch die wilde Kraterlandschaft gefahren und an besonders eindrucksvollen Spots hält der Bus auch an. Kurze Haltepunkte mit Ausstieg aus dem Bus und vlt. ein kurzer Marsch durchs Lavagestein hätten mir persönlich noch mehr gefallen. Dann hätte man auch mal Bilder ohne Fensterglas oder Köpfen von Nachbarinsassen aufnehmen können. Zum Abschluss der Busfahrt gab’s eine hochschiessende Dampffontäne infolge unterirdischen Erhitzens eines Eimers voll eingegossenem Wasser als Showeffekt und den Blick auf den Grill des Restaurants, der über einem Loch thront, das von unten nur vom Vulkan beheizt wird. Vorbildlich energieeffizient!
Am 9.1. klarierten wir schließlich etwas wehmütig aus der sehr schönen Marina Rubicon aus und machten uns auf den Weg nach Fuerteventura. . Czytaj więcej

PodróżnikDanke für diesen tollen Bericht Doris! Wann geht‘s über den Teich? LG 😊😊⛵️

Doris Jägeres soll am 21.1., einen Tag nach Uwes Geburtstag losgehen. vlt auch 1-2 Tage später… weißt ja wie das bei den Seglern ist…😀😉

PodróżnikSuper, Fair Winds & following seas! Wir fliegen am 25.1. nach Athen um uns die Leopard 48 anzusehen 😀😀 LG
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- Dzień 186
- piątek, 29 grudnia 2023 14:17
- 🌬 10 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaPlaya Del Risco29°12’42” N 13°30’6” W
Glückliche Ankunft auf den Kanaren

Am 10.12. steuerten wir gerade zum Sonnenuntergang die langgezogene Bucht vor dem Playa Risco an. Nach 5 Tagen und 4 Nächten Überfahrt waren wir glücklich, es insgesamt so gut geschafft zu haben. Der Atlantik hat auch blaues Wasser, Wellen und Wind, und bisher hat er sich uns von seiner freundlichen Seite gezeigt.
Am nächsten Morgen kam die Sailing Pleasure 2 mit neuen Segelfreunden neben uns in der Bucht zu liegen.
Es wehte ein ziemlich kräftiger Wind, und etwas unangenehm waren vereinzelt ankommende, aber recht langgezogene höhere Wellen, die bei Martin und Helena sogar eine kleine Verwüstung auf dem Boot auslösten, was auf einem Katamaran eigentlich nicht so leicht passiert. Man sollte hier nicht zu flach Ankern, da sich die Dünung sonst immer mehr aufbaut.
Am nächsten Morgen segelten wir weiter an der Westküste Lanzarotes entlang zur Bucht von Papagayo. Von ruhigem Ankern konnte aber auch hier keine Rede sein: es war windig und wellig. Das rief Segeljollen und Surfer in großer Anzahl auf den Plan, die um uns herumkurvten. Wir genossen einen unterhaltsamen Abend mit Helena und Martin bei Speis und Trank auf unserem Boot.
Diese machten am nächsten Vormittag los Richtung Fuerteventura, wir steuerten quasi nur um die Ecke zu unserem gebuchten Liegeplatz in der Marina Rubicon.
Hier liegt unsere Vitila nun seit dem 12.12. an einem gut gesicherten Platz vertäut. Wir sind von der Marina und dem Ambiente - und auch dem Wetter - begeistert! Tagsüber hat es 20- 23 Grad, auch abends kann man mit Pulli noch draußen sitzen. Es gibt jede Menge gute Restaurants, und die Anlage ist super schön angelegt und gepflegt. Bei einem Bootsausrüster konnten wir unser neues Doppler-Kompressionsradar bestellen. Am Vortag unserer Abreise lernten wir bei einem kleinen TO-Treffen vier sehr nette Segler-Ehepaare kennen mit denen wir uns im legendären „Flagship“ angeregt austauschten.
Eine eintägige Rundfahrt über die Insel im Leihwagen brachte uns bis Arrecife, wo wir endlich auch Getreide fürs Brotbacken in größerer Menge in einem Bioladen ordern konnten. Auch die kanarische Kaffeespezialität Barraquito lernten wir hier kennen… lecker!
Unsere Fahrt brachte uns auch in den schönen aber beschaulichen Ort Yaiza. Dort lernten wir im historisch bedeutenden „Kulturhaus“ auf ihrer eigenen Gemäldeausstellung die Künstlerin Edda Reents kennen. Sie ist sehr kontaktfreudig und verteilte Punsch und Stollen an die Gäste.
Natürlich durfte auch ein Besuch des bekannten Weinanbaugebietes La Geria nicht fehlen. Spektakulär ist die Kulturtechnik der Rebstöcke, die speziell für die hiesigen Witterungsbedingungen entwickelt wurde: zum Schutz gegen den Wind werden 1-2 Rebstöcke in einzelne in die Vulkanerde gegrabene Vertiefungen gesetzt. Das Vulkangestein speichert den spärlichen Regen oder die Nachtfeuchte und gibt sie tagsüber wieder an die Pflanzen ab. Die Weingüter sind - erwartungsgemäß - schon recht touristisch ausgerichtet. Es hat trotzdem Spaß gemacht. Empfehlen würden wir aber vielleicht, eines der etwas abgelegeneren zu besuchen. Dafür reichte unsere Zeit an diesem Tag leider nicht mehr.
Die Erkundung der Insel wird nach einem kurzen Besuch in Deutschland ihre Fortsetzung finden. Czytaj więcej
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- Dzień 166
- sobota, 9 grudnia 2023 15:00
- 🌬 20 °C
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Nordatlantik31°27’38” N 11°24’22” W
Überfahrt auf die Kanaren, 4. Tag

Dieser Tag begann nicht so schön. Die Wellen hatten sehr zugenommen und unser Boot schlingerte teils ganz schön hindurch. Um draußen nach dem Rechten zu schauen strebte ich ins Freie. Ein paar Schuhe lagen im Weg, ein falscher Schritt zur Seite, und meine Zehe machte abrupt Bekanntschaft mit dem Türrahmen 😖… Normalerweise lässt der Schmerz bei sowas bald nach, dem war aber diesmal leider nicht so. Erst eine Schmerztablette brachte Linderung, zumGlück kam Doris gleich zur Wachablösung.
Um sechs Uhr ging es dann wieder raus. Man konnte nur ahnen, welche Wellen sich inzwischen gebildet hatten. Ventusky sagte Wellen bis 3,2 m Höhe voraus, und Ventusky hat erfahrungsgemäß ziemlich genau Recht….. Deswegen ist es inzwischen unsere Lieblingsvorhersage: wenn Ventusky sagt „der Wind schläft gleich ein…!“, greift dieser schon zu seiner Schlafanzughose…..
Als dann die Dämmerung einsetzte, sah man zum ersten Mal die Wasserberge, die jetzt anrollten. Ich hatte sowas ja noch nie gesehen! Die Wellen im Mittelmeer sind wesentlich kürzer, hier auf dem Atlantik langgestreckter. Es war schon ein Schauspiel. Immer, wenn man dachte „ auweh, jetzt wird es gleich nass“ hob sich das Heck an und die Welle rauschte einfach unter dem Boot durch.
Eine meiner größten Sorgen war der Autopilot. Hatte er uns doch bei ähnlichen Verhältnissen in der Straße von Gibraltar kürzlich öfters mal im Stich gelassen. Ich hatte mich daraufhin im Internet schlau gemacht. Als Konsequenz aus dem Gelernten hatte ich die Ruderverstärkung etwas zurückgenommen (von 68 auf 55). Mit dieser justiert man die Agilität des Ruders: ein hoher Wert bedeutet ständige Steuerreaktionen des Steuers und damit auch hohen Verschleiß. Durch das Absenken des Wertes bewegte sich das Ruder nun erfreulicherweise deutlich weniger und hatte damit seine Bewährungsprobe mit Bravour bestanden Der Steuercomputer hielt auch die ganze Nacht ohne Ausfälle durch, das Lenkrad kurbelte nicht mehr unaufhörlich hin und her. Das Infosystem der Seglercommunity funktioniert ausgezeichnet, bis ins kleinste Schräubchen kann man Anleitungen und Tipps finden, ich bin immer wieder begeistert. In meinem Problemfall hatte der Autor sogar den dafür erforderlichen „Händlercode“ zur Einstellung verraten. Toll! Sitzt man nämlich zur Nachtschicht wegen widrigen Wetters im warmen Salon, muss man, wenn der Autopilot Ausfallalarm schlägt, unverzüglich zum Steuerstand sprinten, um ein gefährliches Querdrehen des Bootes zu verhindern. Und wenn das alle 5 Minuten passiert…. Na dann gute Nacht Marie!
Nachdem wir uns allmählich an die hohen Wellen gewöhnt hatten, verlief derTag ganz easy. Immer wieder schauten wir den imposant heranrollenden Bergen zu und waren fasziniert, wie unsere Vitila damit umging: manchmal neigte sie sich ein wenig zur Seite und stieg dann vorn an wenn das Wasser sie von hinten hochhob, verharrte einen Minimoment am Scheitel - wie ein Skifahrer der Mut sammelt - und surfte dann die Welle elegant wieder hinab. Es war aber nicht beängstigend, und alles im Salon blieb stehen…. Halt, bis auf eine kleine Tischlampe, die mal umkippte, aber aus stabilem Material gefertigt ist 😉.
Den ganzen Tag über blies der Wind zwischen 20 und 30 Knoten, und wir konnten wir den ganzen Tag Segeln ohne den Motor zu bemühen. Und so wurde aus dem Tag, dem ich eigentlich voller Sorge entgegengeblickt hatte, ein herrlicher Segeltag. Czytaj więcej

Doris JägerDoch, die war’s, hat’s aber überlebt… der Fuß ist eigentlich so schwer, dass ich dachte sie fällt nicht um…😱
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- Dzień 163
- środa, 6 grudnia 2023
- 🌧 16 °C
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MarokoLahliyyeq35°52’41” N 5°36’2” W
Überfahrt auf die Kanaren, Tag 1

Wir hatten einen Fixpunkt: am 17.12. startet unser Flugzeug nach Deutschland. Es hieß also ein Wetterfester finden, um sicher und rechtzeitig mit unserer Vitila zu den Kanaren zu segeln. Es gibt Segelcrews, die Wochen auf so ein Fenster warten, so auch unser Freund Martin von der SY Plesure 2. Er war schon vor zwei Wochen aus Almerimar aufgebrochen und wartete seither auf guten Wind.
Unser Segelfreund Uli, mit dem zusammen wir noch vorgestern Abend einen köstlichen Nudelauflauf gegessen hatten, war bereits gestern gestartet. Er ist dann weiter Richtung Portugal unterwegs. Als ich ihn anrief, um mich zu informieren, wie er voran käme, teilte er mir nur kurz mit, dass er am kämpfen sei. Er segelte direkt vor dem Wind, hatte aber das Großsegel draußen, welches bei über 30 Ktn. Wind immer hin und her schlug. Als wir später noch einmal Kontakt hatten, sprach er von einer sehr anstrengenden Überfahrt mit sehr viel Welle und starkem Wind, die ihn wie noch nie gefordert habe.
Und heute sollte nun unsere Fahrt auf der Straße von Gibraltar losgehen, bei gleichen Bedingungen. Nur wählten wir eine andere Route, da wir ja gen Süden strebten.
Ein Problem bei der Durchquerung dieser Meerenge mit minimal 15 sm am engsten Punkt ist die Strömung: Sie ist immer vorhanden vom Atlantik Richtung Mittelmeer, mal mehr mal weniger, auch in Relation zu den Tiden. Diese Strömung verlangsamt zum Einen die Fahrt, zum Anderen entsteht zusätzlich eine steile Welle, wenn der Wind gegen die Strömung steht. Diese Konstellation lag bei uns leider vor, wir mussten aber passieren, denn ein späteres Wetterfenster um pünktlich zu sein war nicht erkennbar.
Da die Strömung von den Gezeiten abhängt, mussten wir so früh wie möglich loskommen. Im Dunkeln durch die Meerenge kam aber wegen der Orcas nicht in Frage. So starteten wir um 7:30 Uhr, es war noch dunkel, diesig und regnerisch. Wenig später fing es an zu Dämmern. Wir durchquerten zuerst die Straße Richtung Marokko. Im Schutz der Bucht von Gibraltar war alles noch easy, umso weiter wir in die Meeresstraße hineinkamen, um so ungemütlicher wurde es. Gewarnt von Uli hatten wir nur die Genua gesetzt und diese gleich im ersten Reff belassen.
Angekommen auf der marokkanischen Seite änderte ich den Kurs Richtung Atlantik nahe der Küste entlang, da sich hier keine Orcas aufhalten sollen. Als Gegenwehr hätten wir nur unsere Außen-Sonos-Anlage gehabt, hier hätten wir im Ernstfall laut Musik von Kraftwerk rausgedonnert, um die Tiere zu vertreiben 🤣. Zum Knaller Kaufen waren wir nicht mehr gekommen, und ein Pinger für 500,- € zum Abspielen von Geräuschen gegen Orcas unter Wasser war uns zu teuer.
Die Strömung nahm nun immer mehr zu, und die Wellen wurden immer ungemütlicher. Der Wind ging bis über 30 Ktn in den Böen hoch. Zu allem Überfluss wurde unserem Autopiloten die Arbeit gelegentlich zu schwer, er gibt dann immer Alarm und weigert sich diese weiter zu verrichten. Das bedeutet jeweils vorübergehend per Hand weitersteuern.
Zum Glück war es Tag, und man konnte sich etwas orientieren, wenngleich es immer noch regnete und die Sicht sehr eingeschränkt war. Um drei Uhr hatten wir es schließlich geschafft, das Kap Spartel, der westlichste Punkt der Straße von Gibraltar, war erreicht. Jetzt hieß es Richtung Süden drehen. Wir sind aber mit Segeln unterwegs, und da ist dies nicht immer so einfach. das Tief, welches vor Marokko stand und den Wind aus der Straße herauszog, blies jetzt von Süden. Wir mussten also noch etwas kreuzen, was bei diesen Bedingungen ebenfalls sehr unangenehm war. Die Wellen, die aus der Straße von Gibraltar kamen, und die Dünung vom Atlantik bildeten eine Kreuzsee, die unsere Vitila wild springen ließ. Erst weiter südlich wurde es angenehmer. Die Wolken rissen langsam auf und die See war nicht mehr so konfus. Wir konnten sogar mal für kurze Zeit den Motor stoppen, der uns sonst die ganze Zeit wegen der Strömung hatte unterstützen müssen. Um sechs Uhr wurde es zügig dunkel, und es ging in die erste Nacht hinein. Wir wählten wieder unseren bewährten Wachrythmus, nur das Einschlafen fiel in der ersten Nacht noch schwer. Der Wind ließ über Nacht immer mehr nach und die See wurde ruhiger. Kurz vor 6 Uhr morgens mussten wir dann die Segel komplett reinholen und es ging nur mit Motor weiter. Mal schauen, was uns der zweite Tag auf See bringen wird….! Czytaj więcej
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- Dzień 150
- czwartek, 23 listopada 2023 14:50
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Alboran Sea36°9’9” N 5°12’36” W
Almerimar - Ort der Sehnsüchte !

Nach 3 Übernachtungen in den „Break Waters“ von Aguadulce bei Almería stand der Wind günstig, um die Halbtagestour nach Almerimar in Angriff zu nehmen. Endlich sollten wir an den Ort der Träume aller Weltumsegler kommen, die dies vom Mittelmeer aus beginnen!
Viele bekannte Gesichter der segelnden Youtuber waren schon da, z.b. Julia & Markus von der „Insieme“, oder Jens von der Dilly-Dally. Martin & Helena vom Katamaran „Sailing Pleasure 2“ waren jetzt vor ein paar Tagen dort eingetroffen. Uwe und Martin, auch ein „Bastler vor dem Herrn“, würden sich bestimmt viel zu erzählen haben.
Wir meldeten uns brav am Tower der „Marina deportivo de Almerimar“ an und liefen bei strahlendem Sonnenschein in den Hafen ein. Es ist hier üblich erstmal an der Tankstelle Halt zu machen und im Büro die Formalitäten zu erledigen.
Wir bekamen einen Platz innerhalb der durch ein Eisengitter gesicherten Kais am Katamaran-Steg zugewiesen.
Das Anlegen gestaltete sich trotz der Hilfe eines Marineros etwas langwierig, da die Mooringleinen an einem Platz nicht komplett vorhanden und am danebenliegenden irgendwie schräg waren. Uwe war nicht recht zufrieden mit dem Platz, der relativ nah zum Hafeneingang lag, und uns gegenüber dem für bald angesagten stärkeren Wind nicht komplett schützen würde.
Das Hafenbecken von Almerimar und die dazugehörige Siedlung sind nicht „gewachsen“, sondern in den 90er Jahren am Reißbrett entworfen und in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft worden. Die mehrstöckigen Häuser des doch inzwischen recht großen Ortes haben alle den gleichen, wenn auch hübschen mediterranen Baustil mit meist gelbem Anstrich und sind um die tief eingeschnittenen Stadthafenbuchten herum gruppiert. Einen Altstadtkern oder historische Bauwerke gibt es logischerweise nicht.
Retortenstadt und -Hafen sind aber sehr gut angenommen worden, dies ist wohl nicht zuletzt den niedrigen Preisen für die Liegeplätze zu verdanken. Wir zahlten für unser 7,40 m breites schwimmendes Zuhause 22 Euro pro Nacht incl. Wasser und Strom. Dies lockt auch viele Bootsfahrer an, die hier überwintern wollen. Ein weiterer Vorteil hier ist, dass man (fast) alle handwerklichen Arbeiten am Boot selbst oder mit Handwerkern, auch unter Einbeziehen des recht breiten Steges, durchführen darf. Das führt dazu, dass hier in und neben den Booten eifrig gebohrt, gesägt, geschliffen und lackiert und auch mal an ausgebreiteten Segeln geklebt wird. In der frühen Herbstzeit wahrscheinlich noch mehr als jetzt... Viele Weltumsegler arbeiten hier noch umfangreiche Refitt-Listen vor dem Start ihrer Weltumsegelung ab.
Neben diesen Sonnenseiten gibt’s aber auch schattige: eine hohe Kriminalität in Bezug auf Diebstahl, und die sanitären Anlagen, die zwar sehr sauber, aber ziemlich „in die Jahre gekommen“ sind, um mit einem anderen Internet Kommentar zu sprechen. Ein freundlicher Euphemismus 🤣.
Unser Boot war zwar schon weitgehend gut vorbereitet, aber wir hatten 4 neue Lithium-Akkus in Deutschland bestellt, und deren Ankunft ließ Tag um Tag auf sich Warten. Insofern kam der Charme des Ortes mit seiner Vielzahl von recht günstigen und guten Restaurants sowie Geschäften aller Art in den ersten 5 Tagen gar nicht so Recht emotional bei uns an.
Uwe war trotzdem viel unterwegs, und da er sehr kontaktfreudig ist, machte er sich alsbald mit anderen Seglern bekannt. Am ersten Abend noch suchten wir Martin & Helena von Sailing Pleasure 2 auf, da sie am nächsten Tag schon Richtung Gibraltar strebten. Leider war Martin am helllichten Nachmittag sein E-Roller vom Boot weg geklaut worden, und er verbrachte einige Zeit bei der Polizei deswegen, auch um seine Anzeige für die Versicherung schriftlich zu erhalten.
An Tag 5, dem 28.11., wurden die Akkus endlich beim TO Stützpunkt Almerimar zugestellt, und 3 Tage lang war Uwe damit beschäftigt, sie sorgfältig zu laden und einzubauen. Unser besonderer Dank gilt Alexandra & Udo vom TO-Stützpunkt hier, die sehr viele Pakete und Päckchen für uns in Empfang nahmen und teilweise bis zum Tor lieferten.
Am Freitag den 1. Dezember organisierten wir ein kleines inoffizielles gemütliches Beisammensein von im Hafen liegenden TO-Mietgliedern. Neben Axel, Michael und Maria von der Cocoa hatten wir viel Spaß mit Lars & Annette sowie Petra & Achim und einem holländischen „Paul“.
Zwei Tage vorher waren wir von der Marina hoch zu den Gewächshäusern gewandert. Diese überdachten Anbauflächen überwiegend für Tomaten erstrecken sich hier kilometerweit. Wir fanden auch das Besucherzentrum, wo sehr gelobte Führungen angeboten werden. Leider wäre die nächste englische Führung erst in 6 Tagen gewesen. Jeden Dienstag Nachmittag. Am Sonntag in aller Frühe ging es für uns jedoch - nach einem letzten Einkauf im wirklich sehr großen und gut sortierten Supermarkt - schon nach Gibraltar weiter. Also schafften wir die „Tomaten-Führungen“ leider nicht mehr.
Speziell herzlich verabschiedeten wir uns von Micha & Axel beim Kaffeetrinken und Kuchen und später mit ein paar „Kurzen“ noch bei uns auf dem Boot. Czytaj więcej
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- Dzień 147
- poniedziałek, 20 listopada 2023
- Wysokość: 22 m
HiszpaniaCatedral de Almería36°50’18” N 2°28’2” W
Verschnaufpause in Almeria

Gestern, den 20.11., näherten wir uns unter Motor erstmals mit unserem Boot dem spanischen Festland, und die Gegend von Almeria kam in Sicht. Weil die Stadt an sich mehr zu bieten hat als Almerimar, und weil wir in Almerimar wegen der verzögerten Ankunft unserer neuen Lithium-Akkus eh’ noch länger abhängen müssen, strebten wir den Hafen von Aguadulce neben Almerimar an. Die Dame auf Kanal 09 redete wiederholt etwas von „Auswahl zwischen Warten am Tankkai und einem Liegeplatz im „Break-Water Bereich“….was um Himmels Willen war breakwater? Jetzt wissen wir es, da wir diese Variante gewählt haben: gleich rechts nach dem Marinaeingang, wo die „Brecher“ noch ziemlich gut hinlangen….Aha. Das ist also „breakwater“! Aber da der Wind später gegen Null gehen würde, und wir nicht nochmal den Platz wechseln wollten, blieben wir dort.
Eine schöne, gepflegte Marina (Marina deportivo Aguadulce) mit guten Duschen mit ordentlich heißem Wasser ohne Zeitabschaltung nach 12 Sekunden, wie in Mahón..🙈.
Entlang der Marina flaniert wurde schnell klar: für die Spanier ist Mitte November Winter, und 85% der Restaurants sind schon in demselben Schlaf versunken. Ein Pizzarestaurant sollte um 19.30 Uhr öffnen. Jetzt war es 18.45 Uhr, was tun? Von den Bars haben komischerweise noch zahlreiche geöffnet: also rein zum Gin-Tonic für 7,- Euro - , und ungelogen mit reichlich Gin, der am Tisch aus der Originalflasche eingefüllt wurde. Auch die Pizza danach war lecker, zum Abschluss gab‘s Tiramisu und danach einen Limoncello gratis… tja, jede Mittelmeerregion hat so ihre Spezialitäten, die man lieben gelernt hat 😍.
Heute war sightseeing in Almeria auf der Agenda. Der öffentliche Bus brachte uns die 11 km rüber. Der Preis war 1,15 Euro pro Person. Als Erstes gingen wir zur Kathedrale (Catedral de la Encarnación). Das unübersehbare Bauwerk ist deutlich breiter als hoch und vereint viele Baustile wie gotische, barocke, klassizistische und Renaissance Elemente. Sie erinnert mehr an eine mittelalterliche Festungsanlage denn an einen Sakralbau. Aber sie sollte ja auch als Schutzwall gegen Piraten und Raubüberfälle der Berber dienen. Sie verfügt deswegen auch über Zinnen und Schießscharten. In den vier mächtigen Türmen, die das Hauptportal flankieren, lagerten früher Kanonen. Im Inneren sind neben der Größe und den aufstrebenden gotischen Pfeilern und Verzierungen der Chor mit 74 aus Walnussholz geschnitzten Sitzen mit beeindruckenden Verzierungen mit Abbildungen von Heiligen erwähnenswert, außerdem der Sarkophag des hl. Valentin und der barocke Aufsatz des Hochaltares.
Eine kleine Erfrischung gönnten wir uns mit Blick auf die Festung im „Café-Bar Mirador de la Alcazaba“. Es gab leckere Tapas, Bier, Capucchino, und für Uwe einen Crêpe mit Nutella (1 Tapa mit 1 Getränk 4 Euro). Unbedingt einen Besuch wert ist sie, die ehemalige maurische Festung Alcazaba. Sie wurde im 10. Jahrhundert von einem maurischen Kalifen erbaut und bis ins 15. Jh von muslimischen Statthaltern genutzt. Die gesamte Anlage ist sehr weitläufig und nach der Alhambra die zweitgrößte maurische Festung Spaniens. Der Zustand des Gebäudes ist sehr gut, natürlich wurde viel renoviert, und kaum etwas ist wahrscheinlich original. Für EU-Bürger ist der Besuch übrigens umsonst. Uwe meinte, wir hätten die Instandhaltung als EU-Bürger eh schon zur Genüge mitfinanziert…. Schmunzel, schmunzel. Interessant war auch ein Grüppchen von Archäologen.innen (😂) zu beobachten, die im aktuell abgesperrten Bereich sorgfältig nur mit großen Bürsten als Werkzeug an Mauerresten herumkehrten.
Nachdem wir den grandiosen Ausblick zwischen die Zinnen hindurch und von Türmen herab auf die Stadt und das Meer erschöpfend genossen hatten, machten wir uns allmählich auf in Richtung Bushaltestelle. Es waren ja noch 20 Minuten Fahrtzeit zu erwarten. Vorher statteten wir den „Cable Inglès“ noch einen kurzen Besuch ab: das ist ein Pier, der von 1904 bis 1970 als Erz- Verladerampe diente. Bei ihrer Inbetriebnahme war die Anlage, erbaut vom schottischen Betreiber der Erzgruben in der Nähe, eine der größten dieser Art im Mittelmeerraum. Die Verladeeinrichtung wurde nach jahrzehntelangem Verfall viele Jahre restauriert und erst im April 2023 wieder für Besucher geöffnet: Sie bestand aus zwei Erzsilos mit je 20 Trichtern. Die Erzzüge erreichten über eine steile Rampe die Oberseite der Struktur, von wo sie das Erz in die darunterliegenden Trichter entluden. Über eine Rutsche konnte das Erz dann allein durch Schwerkraft in die Schiffe verladen werden.
Ein interessanter Novembertag mit viel Sonne. Wenn diese jedoch untergeht wird es recht kühl, und wir waren heilfroh, Jacken dabeizuhaben, v.a. da der Bus 30 Minuten auf sich warten ließ. Czytaj więcej

Podróżnik... und wieder ein eindrucksvoller Bericht, danke Doris! Und jetzt ist es nicht mehr weit nach Gibraltar! Guten Wind weiterhin. LG

Doris JägerLieber Othmar. Wir warten noch auf 4 neue Lithiumakkus (Garantieersatz). Sind schon in Valencia… wenn sie Montag hier sind, kann Uwe sie tauschen und dann könnte es am Do. Richtung G. Weitergehen.
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- Dzień 146
- niedziela, 19 listopada 2023 13:59
- ☀️ 18 °C
- Wysokość: Poziom morza
Western Mediterranean36°56’2” N 0°14’50” W
Überfahrt Menorca - Almeria, Tag 3

Die Nacht war wieder ohne besondere Ereignisse. Unsere Nachtwacheneinteilung hat sich bisher bewährt: Doris schiebt die erste Wache von 21:00-24:00 Uhr, ich übernehme bis 3:00 Uhr morgens, und sie steht von 3:00 bis 6:00 Uhr wieder auf der Matte. Ich darf dann in die Morgendämmerung und den Sonnenaufgang fahren. Allerdings ist das Frühstückmachen damit auch mein Job, und Doris darf sich gegen 9:00 Uhr an den gedeckten Tisch setzen.
Die Sonne verwöhnte uns heute wieder, und auch der Wind steuerte seinen Teil noch bis zum Mittag bei, dann musste jedoch wieder ein Motor angeworfen werden. Zeit wieder mal einen Köder ins Wasser zu hängen. Nicht lange und schon wieder hörte Doris die Ratsche an der Angel. Aber es war kein sehr kräftiger Zug drauf, und ich war gespannt was da wohl dran war. Ein kleiner Thunfisch hatte sich unseren Köder schmecken lassen wollen. Pech für ihn. Es war unsere „Thunfischpremiere“ und wir freuten uns entsprechend sehr.
Gegen Nachmittag, wir waren noch unter Motor unterwegs, schoben sich auf einmal Nebelbänke auf uns zu. PredictWind hatte schon davor gewarnt. Es ist schon etwas gespenstisch, am hellichten Tag rundum kaum noch was zu sehen. Und es war mit einem Mal auch kälter, wir fröstelten und gingen oben vom Freisitz hinunter.
Mitten im Nebel nahm aber auch der Wind wieder zu und gab uns Gelegenheit, das Leichtwindsegel wieder zu setzen.
Zum Abendbrot gab es dann - wie hätte es anders sein können - leckeres Thunfischtartar mit Sesamkörnern und Baguette. Ein Gaumenschmaus. Czytaj więcej
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- Dzień 145
- sobota, 18 listopada 2023
- ⛅ 19 °C
- Wysokość: Poziom morza
Western Mediterranean38°14’16” N 2°20’50” E
Überfahrt Menorca - Almeria, Tag 2

Der Nacht verläuft ruhig, lediglich dem Wind geht gegen fünf Uhr die Puste aus und der Motor muss gestartet werden. Das Levante wird griffbereit an Deck verstaut.
Ein herrlicher Sonnenaufgang verspricht einen schönen Tag. Nur der Wind bläst weiter zu schwach, so dass der Motor die ganze Zeit läuft. Die Wellen sind dafür recht flach. Eine leichte Dünung hebt und senkt die Vitila in angenehmem Rhythmus.
Im Laufe des Vormittages packt mich dann wieder die Jagdlust und ich schaue mal nach, ob ich noch was Ordentliches an Angelschnur da habe. Und siehe da, 300 m einer deutlich kräftigeren Schnur finden sich. Ich ziehe diese gleich auf beide Angeln auf und binde zwei der noch vorrätigen Köder dran. Die so neu präparierten Ruten wollen natürlich auch gleich ausprobiert werden….Und ei, der Daus: Der erste Biss dauert nicht mal eine halbe Stunde! Das Bangen beginnt. Wird die neue Schnur halten? Sie hält. Eine ansehnliche Goldmakrele zappelt am Haken und ich bekomme sie ohne Probleme an Bord gezogen. Das Abendbrot ist damit gesichert, die Haube vom Grill wird schon mal gelüftet.
Das einzig Traurige an diesem Tag ist der fehlende Wind. Dies ändert sich erst kurz vor dem Sonnenuntergang. Bei leichtem Wehen um die 8 Ktn wird der Levante wieder entfaltet, und wir können ihn die ganze Nacht hindurch segeln. Wunderbar! Czytaj więcej

Doris JägerOh ja, Uwe war glücklich. Morgen gibt’s den 2. Teil paniert mit Bratkartoffeln.🙂
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- Dzień 144
- piątek, 17 listopada 2023 07:37
- ☁️ 17 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaPunta Mabres39°48’24” N 4°16’36” E
Wieder den Wind um die Nase spüren….

Heute morgen ging es nun endlich wieder los. Bereits um 5:00 Uhr waren wir so munter, dass wir beschlossen, gleich aufzustehen. Da wir aber kein Risiko eingehen wollten, hatten wir vereinbart, erst mit dem Morgengrauen zu starten. Das gab uns genügend Zeit für ein geruhsames Frühstück.
Um kurz nach 6:30 Uhr ging es dann Anker auf, und mit den ersten Lichtstrahlen passierten wir die enge Ausfahrt zum offenen Meer.
Die ersten Meilen legten wir noch mit dem Motor zurück. Anfangs holten wir die Genua als Unterstützung dazu, nach Umrundung des Kaps kam der Gennaker zum Einsatz. Der Wind drehte aber immer achterlicher, so dass das Leichtwindsegel immer wieder einfiel. Zeit über unseren Levante nachzudenken. Gedacht, gemacht. Um 9:30 Uhr stand unser schönes Oxley-Segel bei besten Bedingungen im Wind.
Aber wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Ich hatte wieder mal meine Angel ausgeworfen und es erfolgte ein Biss. Den Fisch hatte ich auch schon ein Stück ans Boot herangeholt. Dann bäumte er sich wieder auf, die Bremse an der Angel war aber zu fest, und Fisch samt Köder waren futsch. Mist. Nach einer Weile innerer Frustbekämpfung gab ich die zweite Angel mit einem neuen schönen Spezialköder ins Wasser. Wieder ein Biss, die Angel rauschte mächtig aus. Diesmal hatte ich die Bremse nicht zu festgedreht. Immer wieder zog das kräftige Tier noch ein Stückchen Schnur raus, bis schliesslich 200 m entrollt waren. Eine knappe Stunde kämpften wir so…. ein wenig vorwärts, dann wieder ein wenig rückwärts… Plötzlich aber war wieder kein Zug mehr an der Angel, Fisch samt neuer Köder waren erneut verschwunden! Tieftraurig rollte ich die lange leere Schnur auf und legte auch die zweite Angel weg. Ist die Schnur nach zwei Jahren vielleicht schon altersschwach? Mich plagten Zweifel. An diesem Tag hatte ich keine Lust mehr, einen erneuten Test meines Anglerglücks zu versuchen.
Zum Abendbrot gab es statt Fisch aufgewärmte Linsensuppe mit Wiener Würstchen und Chorizo. Die war dann aber auch sehr lecker.
Der Wind zeigte sich indessen von seiner besten Seite. Er blies ziemlich konstant zwischen 11 und 15 Knoten, und wir kamen gut voran. In unseren Nachtschichten gab es dann auch nichts Außergewöhnliches zu vermelden. Czytaj więcej

PodróżnikEs ist so schön Eure Berichte zu lesen und Euch so von Ferne zu begleiten! Ich bin gespannt auf jeden weiteren Footprint! Gute Fahrt!

PodróżnikWas hast du den an Schnurdicke, vielleicht war auch der Fisch zu groß? Und dann müsstest du eigentlich stoppen, um den Fisch anzulanden. Das ist ja zusätzlich Druck auf die Schnur und Gefühl für den Fisch kannst du dann eigentlich auch nicht entwickeln. Aber, Übung macht den Meister und das du es kannst, hast du ja bewiesen.😁 Also weiterhin Petri Heil 🐟

PodróżnikWir lernen jeden Tag dazu. Aufstoppen haben wir schon gelernt. Unter Motor kein Problem, unter Segel schwieriger aber machbar. Schnur inzwischen gegen 0,34 er getauscht. Einstellung der Bremse verbessert. Erste Erfolge haben sich eingestellt…
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- Dzień 143
- czwartek, 16 listopada 2023
- ⛅ 21 °C
- Wysokość: Poziom morza
HiszpaniaPunta de Cala Figuera39°53’17” N 4°16’37” E
14 Tage in Mahon

Die Zeit des Wartens ist vorbei, wir sind wieder unterwegs. In den letzten zwei Wochen in Mahon konnten wir einige Arbeiten an unserer Vitila erledigen. Das Rigg wurde gecheckt, da es so langsam in die Jahre gekommen war. Ausserdem wurden die Auspuffkrümmer erneuert - eine absolute Schwachstelle der Volvo-Motoren - und das Problem mit unserer Kupplung repariert.
Außer den Arbeiten am Boot sahen wir uns auch die Stadt an, haben ein sehr schönes Herbstkonzert in dem altehrwürdigen Konzerthaus von Mahon erleben dürfen, und auch der Festung Mola statteten wir einen Besuch ab.
Am 10.11. hatten wir dann noch einen Grund, eine Flasche Champagner zu öffnen. Das Haus in Halle wurde dem neuen Besitzer übergeben. Wir brauchen uns nun nicht mehr um irgendwelche Schreckensmeldungen diesbezüglich kümmern, haben ja hier genug zu tun.
Die letzten drei Tage war unser Boot auf der Werft, um die Lackschäden zu beheben. Ich habe die Situation genutzt und gleich noch die Propeller mit Antifouling gestrichen und einige kleine Stellen am Rumpf mit Coppercoat ausgebessert.
Um ein Haar wäre dann noch unsere Abfahrt ins Wasser gefallen: Wir hatten unseren Zweitanker, den sich unser „Unfallgegner“ für sein gestrandetes Boot ausgeliehen hatte, noch nicht zurückerhalten. Schon wiederholt hatten wir deswegen Kontakt mit Joan gehabt, dieser wollte uns zuletzt auf Sonnabend vertrösten. Einige etwas schärfer formulierte Zeilen von Doris ließen ihn dann jedoch einlenken, und so konnte der Tausch doch noch vollzogen werden.
Für einen letzten Monteureinsatz wollten wir uns schliesslich nochmal an den Außensteg der Marina „Club Maritimo“ in Mohun verholen. Diese wollte das jedoch nicht mehr zulassen. Zuviel Geld war ihnen durch unseren letzten Aufenthalt dort durch die Lappen gegangen: Wir durften nach unserer Rettung durch die Coastguard zunächst fast umsonst dort liegen, hatten dann aber immer wieder verlängert bis auf schliesslich 14 Tage. Bei der Endabrechnung hatten wir uns ganz unschuldig auf den Anfangspreis berufen, was die Dame im Büro zähneknirschend hingenommen hatte….🤣. Das wollten sie, als wir nochmal auftauchten, nicht nochmal passieren lassen! Wir sollten zum normalen Tagessatz in die innere Marina an die Mourings wechseln. Schliesslich einigten wir uns auf eine Halbtagesgebühr, und das Generatorproblem konnte so auch noch von einem Mechaniker gelöst werden.
Abends ging es dann also wieder zum Ankern in unsere „Schicksalsbucht“, diesmal zum Glück ohne Probleme. Czytaj więcej
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- Dzień 129
- czwartek, 2 listopada 2023
- 🌬 22 °C
- Wysokość: 6 m
HiszpaniaCanal de Sant Jordi39°52’41” N 4°18’32” E
Pan Pan im Sturm und Abschleppmanöver

Am Montag den 30.10. wollten wir uns erstmal von der zweitägigen Überfahrt erholen und etwas Aufräumen. Nach solchen Nachtfahrten ist es meist eher unordentlich an Bord, Decken und Rettungswesten liegen herum, Geschirr muß weggespült werden, und der nächtliche Verzehr von Süßgebäck hinterlässt üblicherweise reichlich Brösel am Boden... Dann setzten wir mit dem Dinghi gemütlich zum kleinen Ort Il Castello über. Dort besahen wir uns das Angebot spanischer Supermärkte und kauften leckeren einheimischen Käse und auch von der bekannten menorcinischen Wurst Carnixulla.
Auch Dienstag und Mittwoch verliefen noch relativ normal. Uwe tauchte 1,5 Stunden mit Gerät und Saugnapf, um das Unterwasserschiff von Schleim, Algen und einigen Seepocken zu befreien. Viel war’s nicht, und wir sind nach knapp 6 Monaten noch vom Effekt des Coppercoats begeistert. Danach war Uwe ziemlich erschöpft und schlief erstmal eineinhalb Stunden. Uwe machte das Boot in diesen 2 Tagen auch noch „sturmfest“, indem er u.a. das Bimini abbaute und das Kajak zusammenfaltete. Es war ja für Donnerstag sehr starker Wind vorhergesagt.
Dienstag Abend waren wir auf den Nachbarkatamaran von Mario, der uns Tags zuvor gerettet hatte (wir waren beim Ankommen Montag morgens schon gleich auf einer Untiefe, die so nicht in der Karte verzeichnet war, etwas aufgelaufen, und Mario hatte uns mit vereinten Kräften mit dem Dinghi freigezogen) und Frau eingeladen. Es gab einheimischen Käse, Bier, Wein und rohen Schinken, diesen vom ganzen Stück gesäbelt. Trotz leichter Sprachbarrieren (die Gattin ist Brasilianerin) wurde es ein unterhaltsamer und informativer Abend. Besondere Freude hatten wir an deren Papagei 🦜 „Venus“, der gern von der Schulter - auch von Uwe - alles im Blick behielt und mit Zwischenrufen und italienischen Wörtern kommentierte.
Doch nach dem Ausschlafen am Donnerstag Morgen und dem Frühstück bahnte sich die Misere an: der Wind blies immer kräftiger, bis 35 ktn und zwar auflandig, und kam direkt vom Eingang der Bucht, wodurch wir uns gestern noch problemlos hätten aus dem Staub machen können…. Verpasste Chance. Uwe hatte noch am Vortag über einen Wechsel des Ankerplatzes nachgedacht, da auch bei „Navily“ einige Segler von schlammigen Komponenten des Untergrundes geschrieben hatten.
Bisher hatte unser Anker jedoch solchen Winden immer gut standgehalten, also hatten wir noch Vertrauen. Auch hatte unser Nachbar Mario die Sicherheit der Bucht „Cala teulera“, die er seit Jahren als sichere Zuflucht kenne, sehr gelobt.
Uns schwante schließlich größeres Unheil, als dieser unser Nachbar, der einen 70 kg (!) Anker benutzt, plötzlich Richtung Ufer abdriftete. Uwe brachte noch zusätzlich unseren Zweitanker aus, jedoch gelang es nicht, ihn in der gewünschten Position zu platzieren. Bei Wind über 40 ktn empfiehlt es sich, mit den Motoren gegen den Wind anzufahren, um den Anker zu entlasten. Bis 42 ktn sollte der Wind maximal noch zunehmen.
Da ging es plötzlich auch mit uns nach hinten Richtung Ufer los!! Unser Anker war geslippt, trotz 65 m Kette! Durch ein jetzt zusätzlich sich verstärkendes Motorproblem der Steuerbordmaschine gelang es Uwe aber nun nicht mehr, nach vorne zu fahren, um den Anker zu lichten und neu zu positionieren. Lieber also den Anker schlecht drin gelassen als gar keinen Anker mehr im Boden….
Wir trieben nun zu allem Überfluss auf ein verwaistes kleineres Boot vor Anker zu, und es kam zum Zusammenstoß. Zuerst schabte nur dessen Bugkorb hässlich an der Vitila, später rieb sich das Schiff längsseits an uns, verhinderte aber so letztendlich unser totales Auflaufen auf Land…. Unser Boot bewegte sich immerhin die ganze Zeit noch, saß also noch nicht komplett fest, obwohl das Ufer aus den Augenwinkeln betrachtet erschreckend näher kam.
Da hatte ich aber schon einen Pan-Pan Notfunkruf abgesetzt und dringend um Abschlepphilfe nachgesucht. Es blieb uns nichts Anderes übrig, um unser Boot zu retten. Gefahr für unser Leib und Leben bestand nicht, obwohl wir bei dem Starkwind auf Deck bei allen Aktionen natürlich ganz schön herumgebeutelt wurden…mit Rettungswesten versteht sich.
30 Minuten können zur Ewigkeit werden!! Uwe vollbrachte eine Meisterleistung darin, mit e i n e m Motor unser Boot stabil an dem kleinen Boot seitwärts in Position zu halten, ohne dass es völlig querschlug oder auf die Felsen gehoben wurde. Er vertäute beide Boote sogar vorübergehend miteinander. Einem abgerutschten Fender sprang er noch mittendrin mit voller Bekleidung hinterher, rutschte infolgedessen kurz danach mit nassen Füßen auch noch aus und stürzte die Treppe vom Cockpit hinunter. Es ging glimpflich ab.
Endlich wurde das Rettungschiff am Eingang zur Bucht sichtbar. Wir waren sowas von erleichtert! Es kam näher, und unheimlich dicke, vertraueneinflößende Leinen wurden zur Befestigung mit Hilfe einer „Affenfaust“ herübergeworfen. Es lief alles zügig, freundlich und professionell ab. Wegen des Wind- und Motorlärms erfolgten Absprachen und Anweisungen weiterhin teilweise über Funk. Wo hatte ich das Handfunkgerät nun gerade wieder hingelegt! Ah, da war es ja…
Als das kräftige rote Rettungsboot anzog, musste Uwe die Ankerleine des kleinen Bootes leider durchschneiden, da sie sich unter unserem Rumpf verfangen hatte. Möglicherweise wäre sonst beim Start unser Ruder oder Saildrive abgerissen oder zumindest schwer beschädigt worden.
Wir ließen uns von den Rettungskräften wegen der Motorprobleme gleich komplett bis in den Hafen von Mahón schleppen. Kurz vor dem Hafen nahm uns der Schlepper längsseits und bugsierte uns an einen Steg, wo uns die Retter gleich einen Platz bestellt hatten. Man tauschte noch Daten und das Protokoll mit dem Rettungsboot aus und verabschiedete sich herzlich. Voller Stolz brachte der Kaptain dabei einige deutsche Sätze zur Anwendung…
Dort im Hafen von Mahón liegen wir jetzt noch und fühlen uns sicher. Der Sturm ist inzwischen Geschichte. Morgen kommt ein Spezialist, um unsere Gelcoatschäden zu begutachten. Ersatzteile für die Motorkupplung wurden schon bestellt. Der „Nautic Service“ hier scheint eine gute Firma zu sein.
Am Ruder ist wohl nicht viel passiert, Uwe hat es schnorchlerisch - so weit es im trüben Hafenwasser möglich war - schon in Augenschein genommen. Das kleine Boot des Spaniers liegt noch gestrandet in der „Cala teulera“ , was ich jetzt mal frei Schnauze als „Teufelsbucht“ übersetze und so auch in Erinnerung behalten werde. Morgen soll ein neuer Versuch gemacht werden, das Boot des Spaniers wieder flott zu bekommen. Uwe hat seine Hilfe angeboten. Wir hoffen, in 5 Tagen weiterzukommen.
Inzwischen genießen wir die Annehmlichkeiten dieser schönen spanischen Stadt, welche am zweitgrößten (oder größten?) und damit sehr sicheren Naturhafen Europas liegt. Gestern haben wir sogar zu unserer großen Freude noch Restkarten für das klassische Herbstkonzert des bekannten Teatro Prinzipal hier ergattert. Czytaj więcej

PodróżnikWas für ein Krimi! Gänsehaut! Gut das sich Uwe nicht verletzt hat! Ihr seid Helden! Was für eine Nacht! Bin ich froh, dass es Euch gut geht und nichts gravierendes an Vitila zu Schaden kam! 👍

PodróżnikOh, oh, Euch kann man keine Minute aus den Augen lassen...... Gut, dass Euch und dem Boot nichts weiter passiert ist und Ihr Eure Reise demnächst fortsetzen könnt. Herzliche Grüße Frank
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- Dzień 125
- niedziela, 29 października 2023 18:39
- ⛅ 22 °C
- Wysokość: Poziom morza
Western Mediterranean39°35’58” N 5°30’11” E
Traumhafte Überfahrt

Um zwölf in der Nacht vom Samstag den 28.10. zum Sonntag übernahm ich meine Nachtwache. Es lief immer noch der Motor, aber zusätzlich hatten wir schon die Segel gehisst. Der Wind war immer noch so schwach, aber wir hatten ja einen Plan: Um Sieben Uhr am nächsten Tag wollten wir auf Menorca ankommen. Gegen ein Uhr nahm der Wind dann leicht zu. Wir hatten aber immer noch das erste Reff im Großsegel. Vielleicht würde der Wind ohne das Reff reichen? Da der Mond so hell schien, machte ich mich daran, das Reff auszubinden, und siehe da, wir machten gleich über fünf Knoten Fahrt!
Mit der Zeit nahm der Wind so zu, dass ich Bedenken hatte, Doris das Boot so zur nächsten Wache um drei Uhr zu übergeben. Also band ich das erste Reff wieder rein. Trotzdem machten wir noch über sieben Knoten Fahrt. Beständig konnten wir dadurch wieder Zeit reinholen und unserem Ziel erneut gelassen entgegensegeln.
Wenn man bedenkt, wieviele Gedanken ich mir gemacht hatte, es wäre echt schade gewesen, den Start verpasst zu haben.
Irgendwann regte Doris an, die Angel doch ins Wasser halten. Und prompt, nach einiger Zeit rauschte plötzlich die Schnur raus. Da war offenbar ein ordentlicher Fisch dran. Ich hatte ganz schöne Mühe, ihn ans Boot zu bekommen, da wir noch so viel Fahrt drauf hatten. Wir haben uns schon richtig auf ein Festmahl gefreut, aber leider die Rechnung ohne den Wirt gemacht: unser schöner Fisch riss sich einfach los….Sicher auch deshalb, weil wir noch zu schnell waren. Noch einen Biss hatten wir leider nicht mehr.
Die weitere Fahrt, begleitet von Sonnenschein und schönem Segelwind, war einfach nur schön. Leider verließ uns Letzterer gegen 16:00 Uhr wieder. Ich hatte noch schnell den Gennaker hochgezogen, aber es reichte nicht mehr, der Motor musste wieder herhalten.
Der Wind beschloß, weiterzuschlafen, und so sind wir den Rest der Strecke, auch die ganze zweite Nacht durch, unter Motor Richtung Menorca gefahren. Da wir uns die Geschwindigkeit aussuchen konnten, kamen wir pünktlich um sieben Uhr auf Menorca an. In der Cala Teulera wollten wir wenig später unseren Anker fallen lassen, daraus wurde aber erst einmal nichts. Eine Untiefe, die nicht in der Karte verzeichnet war, ließ uns auflaufen. Leider konnten wir uns nicht aus eigener Kraft befreien. Ich musste ins Wasser und die Lage erkunden:
Wir saßen mit dem rechten Kiel auf, das Ruder lag zum Glück noch frei. Nach vorne durchzustarten war aber unmöglich, also wieder zurück… Zum Glück lag neben uns ein großer Kat mit ebenso großem Dinghy. Der Eigner, ein hilfsbereiter Italiener, kam uns auch gleich zu Hilfe. Beim ersten Versuch wollten wir mit beiden Dinghys unser Boot von der Untiefe runterziehen, der Wind drückte es seitlich aber gleich wieder drauf. Im zweiten Versuch schob ich dann die Vitila mit unserem Dinghi seitlich von der Untiefe weg, und unser Retter zog erfolgreich allein mit voller Power. Wir waren total happy, wieder frei zu schwimmen, wenn es auch ein paar Kratzer am Kiel gekostet haben mochte. Kurze Zeit später fiel dann der Anker. Hallo Spanien !! Czytaj więcej
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- Dzień 124
- sobota, 28 października 2023 11:51
- ☀️ 23 °C
- Wysokość: Poziom morza
Tyrrhenian Sea39°0’18” N 9°6’35” E
Tag der Entscheidung

Als ich heute Morgen aufwachte ging, entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, der Griff nicht zum Handy, ich drehte mich lieber noch einmal um und versuchte noch eine Runde zu schlafen, bis der Wecker klingelte. Eine gewisse Nervosität hatte mich befallen. Was war der Grund?
Seit Tagen stand mir eine Entscheidung bevor, und heute Sonnabend musste ich sie fällen. Wir müssen ja zügig weiterkommen Richtung Westen, Richtung Balearen und schließlich Gibraltar. Das Problem ist der Wind. Seit einer Woche studierte ich täglich die Windprognosen. Da war ein Wetterfenster von Sonntag bis Dienstag: schöner segelbarer Wind, nicht zu stark, kaum Wellen. Der Plan kristallisierte sich heraus, wir mußten zurücksegeln aus dem nördlichen Maddalena Archipel, um am Freitag im Süden Sardiniens zu sein, und dann Start frei! Aber je näher der Termin kam, umso schlechter wurden die Prognosen. Der Wind wehte nicht mehr so schön aus der gewünschten Richtung, und das Fenster wurde auch kleiner, es schien schließlich schon beinahe unmöglich unseren Plan umzusetzen.
Heute Morgen musste ich nun zusammen mit Doris eine Entscheidung fällen, eine Entscheidung mit vielleicht weitreichenden Folgen. Falls wir nicht bald weiterkamen, mußten wir uns irgendwann damit abfinden, noch länger im Mittelmeer zu bleiben und unsere Weltreise um ein Jahr zu verschieben.
Zu unserer letztendlichen Beschlußfassung trug dann vielleicht unser gestriger Segeltag bei. Wir hatten sehr stark wechselnde Winde von 10 -30 Ktn. Letztendlich war aber alles gut beherrschbar mit entsprechend gerefften Segeln. Mein abendlicher Besuch auf dem Boot eines Seglers in derselben Ankerbucht, mit dem wir uns ein Segel-Fernduell geliefert hatten, gab dann vielleicht noch den entscheidenden Ausschlag. Er selbst sei schon seit fünf Jahren überwiegend als Einhandsegler unterwegs und meinte: „ Wenn du mit diesen stark wechselnden Winden heute so gut zurecht gekommen bist, dann schaffst du die Passage“.
Nach dem Aufstehen habe ich mir dann doch noch die Wettermodelle angesehen. Da war sie, eine Möglichkeit, sehr knapp aber machbar. Dies bedeutete aber sofortigen Aufbruch ohne weiteres Zögern. Nach diesem inneren Schritt nach vorn ging es mir auch langsam wieder besser.
Wir brachen 8:30 Uhr auf, die Sonne war aufgegangen und es herrschte ein strahlendes Wetter. Die Bucht war noch leicht im Schlaf, das Wasser komplett ruhig. Der Anker war schnell eingeholt und es ging endlich Richtung Westen.
Oben am Kap standen Wind und Welle erst einmal gegen uns. Die Welle war anfangs noch recht hoch, aber der Wind blies schwach. Ich verbarg mich etwas in der Bucht von Cagliari, da hier etwas weniger Wind von vorn vorhergesagt war. Als wir die Bucht überquert hatten, musste ich dann etwas anluven, danach kam dann der Wind mehr von vorn und nahm merklich zu. In der Spitze hatten wir um die 20 Ktn. Die Wellen wuchsen auch weiter. Von da an hatten wir den Wind lange Zeit auf die Nase, was durchgehende Motorfahrt bedeutete.
Das ging so weiter bis zum Capo Teulada ganz im Südwesten Sardiniens. Hier konnte ich zwar etwas abfallen, es reichte aber leider noch nicht zum Segeln ohne Motor. Auch wenn der Wind nicht richtig passte, so hatten wir doch traumhaftes Wetter. Die Sonne schien den ganzen Tag warm und versank als roter Feuerball im Meer. Kurz darauf wurde der Mond kreisrund am Horizont sichtbar. Der Vollmond verbreitete so viel silbernes Licht, dass die Segel richtig in der Dunkelheit leuchteten. Dazu kam noch eine partielle Mondfinsternis, die wir komplett verfolgen konnten.
Es war nun aber langsam Zeit für das Abendessen. Bei dem Wellengang keine leichte Angelegenheit. Wir machten uns Pasta asciutta warm und kochten frische Spagetti dazu.
Doris übernahm dann die erste Nachtwache, und ich legte mich bis Mitternacht Schlafen. Czytaj więcej

PodróżnikAufregend! Ich fiebere mit! Von Herzen gute Weiterfahrt! Ihr schafft das!!! 🫶
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- Dzień 120
- wtorek, 24 października 2023 08:35
- ☁️ 22 °C
- Wysokość: Poziom morza
WłochyGolfo Aranci41°1’54” N 9°38’37” E
Fahrt nach Olbia

Heute geht es schon ganz früh los aus der Bucht „Liscia di Vacca“ ganz im Norden Sardiniens. Die ganze Nacht hat kräftiger Wind unser Boot beben lassen. Wir wollen nach Olbia, da wir hier für morgen einen Servicetermin für unseren Wassermacher ergattert haben. Das Problem ist, es ist später mit viel Wind zu rechnen, und wir müssen in eine Marina. Die Front soll um 12:00 Uhr durchziehen, also heißt es vorher da zu sein.
Um fünf Uhr werde ich das erste Mal munter, irgendwo tönt eine Alarmanlage, unser Ankeralarm ist es aber nicht. Also nochmal umdrehen... Der Wecker ist auf 6:30 Uhr gestellt, ich werde schon etwas früher wach und steige dann gleich mit dem ersten Klingeln aus den Federn. Es ist null Wind zu vermelden, so hole ich den Anker gleich alleine hoch, und wenig später geht es auf Kurs. Wir haben ja keine Zeit zu verlieren. Draußen ist es noch stockdunkel, da der Mond sich hinter Wolken versteckt. Es ist schon ein unheimliches Gefühl in dieser Dunkelheit loszufahren: Man weiß, es lauern überall Klippen, und man muss sich allein auf die Karte verlassen. Aber es geht alles gut.
Am Anfang haben wir wenig Wind. Als wir aber mehr aus der Landabdeckung geraten, nehmen die Wellen schon zu. Sie kommen genau von vorn und sind sehr kurz. Der Bug von unserer Vitila taucht manchmal richtig tief hinab, so dass Wasser vorne überkommt und wild gischtet. Heute Abend wird das ganze Boot wieder mal von einer Salzkruste überzogen sein. Trotzdem herrscht gutes Vorankommen.
Einmal lässt sich sogar die Sonne ganz kurz blicken. Die letzten Monate sind wir stets mit der Sonne aufgestanden und Schlafen gegangen. Jetzt im Herbst freut man sich schon, wenn man sie mal kurz erblickt.
Kurz vor dem Kap Fugari bekomme ich einen Anruf wegen meiner LiFePo-Akkus. Sie bereiten auch Probleme, dieses Thema behandle ich aber ein anderes Mal.
Auf alle Fälle sehe ich hinter dem Kap schon viele kräftige weiße Schaumkämme auf der Wasseroberfläche tanzen. Das kann ja heiter werden! Also beende ich kurzerhand das Telefonat, um mich voll aufs Segeln zu konzentrieren. Aus den 15 Ktn auf die Nase entwickeln sich rasch bis zu 30 Ktn. Der zweite Motor muss zur Unterstützung angeworfen werden. Inzwischen machen sich Bedenken in mir breit: Wie soll ich bei 30 Ktn Bitteschön in eine Marina einlaufen? Ein Katamaran ist recht windanfällig und vertreibt im Nu. Ein Anruf beim Hafenmeister bringt zunächst Erleichterung, im Hafen hinten seien es nur bis zu schlappe 12 Ktn. Man muss wissen, die Einfahrt nach Olbia ist lang und führt durch eine tief ins Land eingeschnittene Bucht, die sogar „Canale Olbia“ genannt wird.
Wir entschließen uns, dem Mann zu vertrauen und bis Olbia durchzufahren. Kurz vor der Marina bläst es jedoch immer noch mit 25 Ktn, so dass wir sehr angespannt sind. Aber ein Zurück gibt es jetzt auch nicht mehr. Erst im fast letzten Moment, als wir uns dem zugewiesenen Steg nähern, lässt der Wind wirklich nach. Zwei Männer stehen bereit und winken schon aufmunternd fürs Anlegemanöver. Dieses verläuft tatsächlich auch wie ein Kinderspiel. Um 11:00 Uhr sind wir wie geplant festgemacht.
Eine Stunde später pfeift dann auch der Wind bis in den hintersten Winkel der Marina, verbunden mit einem kräftigen Regenschauer. In diesem Moment klingelt das Telefon, und der Monteur für den Watermaker-Service fragt, ob er heute noch, nämlich in einer halben Stunde kommen könne. Eigentlich ist er für den nächsten Morgen bestellt. Wir willigen gerne ein, haben nur etwas Bedenken wegen des starken Regens, wir sehen ihn schon pitschnass im offenen Motorraum arbeiten. Diese Sorgen erweisen sich aber als unbegründet, da pünktlich mit Erscheinen der Handwerker die Sonne wieder durchkommt. Nachdem der Service erledigt und der Kaffee getrunken ist, gehen wir noch auf Erkundungstour in die Stadt Olbia. Czytaj więcej
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- Dzień 116
- piątek, 20 października 2023
- 🌬 24 °C
- Wysokość: 17 m
WłochyPiazza Regina Margherita40°55’26” N 9°30’4” E
Der Maddalena Archipel Sardiniens

Am 20. Oktober war es nun endlich soweit: unsere Nationalparkgebühr hatten wir online entrichtet und nun starteten wir vom Golfo Pevero im Nordosten Sardiniens Richtung Norden und umrundeten die für ihre grandiosen Felsformationen bekannte Insel Caprera. Eine relativ flache Bucht zwischen der Insel Giardinelli und Maddalena war unser Ziel. Viele Stunden war es gemütliches Dahinsegeln gewesen, zum Schluss kam jedoch noch heftiger Gegenwind auf, begleitet von kräftigen Wellen. An kleinen Stegen der Insel Giardinelli waren einige kleinere Segel- und Fischerboote vertäut. Wir warfen inmitten der Bucht den Anker los und wurden Gott sei Dank schnell fest, da der Wind weiter stieg. 70 Meter Kette brachten wir zur Sicherheit aus. Es war ziemlich bedeckt und fing sogar etwas an zu regnen…. Der Herbst war nicht mehr wegzuleugnen. Wir spurteten mit dem Beiboot zum Steg und starteten dem Lebensmittelmarkt und einem Bekleidungsgeschäft einen Besuch ab: Uwe holte sich zwei dickere Jogginghosen und ich eine giftgrüne Regenjacke und eine gefütterte Jacke für die kommenden Nachtfahrten. Sicher ist sicher.
Am nächsten Tag wärmte aber wieder die Sonne angenehm, und ich wollte anstelle zum Hauptort Maddalena in die berühmte Cala cotticio auf Caprera. Uwe machte gerne mit. Wir ankerten spektakulär 38 Meter vor der steilen Felswand! Aber auf unseren Ankeralarm war bisher auch nachts immer Verlass gewesen. Kein Mensch war in der traumhaftenBucht, in der Hochsaison soll es hier vor Tagesgästen nur so wimmeln. Aber das Wetter war wieder grau und windig.
Die Vormittagssonne am nächsten Tag ließ die Bucht für uns dann doch noch in ihrer Paradeschönheit erstrahlen, und die Drohne hatte auch nochmal Ausgang über die zwei Arme der Bucht. Was sie an Bildern lieferte war sehr schön.
Gegen Mittag machten wir uns dann diesmal um die Südspitze von Caprera auf nochmal nach Norden in eine schöne Bucht namens Cala Stagnali. Obwohl es etwas weit war statteten wir noch am selben Abend der Stadt Maddalena einen Besuch ab. Ich hatte keine rechte Lust zu dem Ausflug, da ich über den Ort nichts Interessantes gefunden hatte. Eine Stadt mit Hafen eben….
Von dem ausgedehnten Hafenbereich suchten wir uns erstmal den Militärbereich aus….. Am Festmachen des Dinghis dort wurden wir freundlich aber energisch gehindert 🤣. Nach längerer Gehstrecke gerieten wir dann doch noch in den idyllischeren Fischreihafen. Aufs Gratewohl suchte ich eine Taverne aus (Taverna Baró), während Uwe nochmal zurücklief, um das weit entfernt wartende Dinghi näher heranzuholen. Etwas entnervt ließ ich mich an einem Fronttisch auf der Terrasse über den Fischerbooten nieder. Inmitten laut parlierender italienischer Großfamilien im Sonntagsstaat, wobei kleine Mädchen in weißen Kleidchen unter den Tischchen am Boden krabbelten und sich kleine Jungs quengelnd den Armen der Omas zu entwinden versuchten. Ein schöner Aperol Spritz versöhnte mich…. Und, ja, wir sind nun mal in 🇮🇹…!!
Unser Essen war dann spitzenmäßig und lohnte allein schon den Ausflug: als Vorspeise ausgewählte Käse, Salami und roher Schinken der Region. Als Hauptspeise eine hausgemachte sardische Focaccia, welche frisch aus dem Ofen viergeteilt und duftend auf das Tischchen gestellt wurde.
Und die Sarden sind ja Sarden, und keine Italiener….Das bekamen wir am nächsten Tag in Olbia noch zu spüren. Nachdem wir die romanische Kathedrale San Simplicio besichtigt hatten, wollten wir zum Abschied von „Italien“ nochmal eine schöne Pizza essen. Aber wir bekamen keine! An fast allen Restaurants in der schönen Fußgängerzone standen große Schilder am Weg: „No Pizza“. Also mussten wir uns auf eine Pasta einstellen. Auch nicht so schlimm…. Czytaj więcej
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- Dzień 115
- czwartek, 19 października 2023 15:34
- ⛅ 26 °C
- Wysokość: 9 m
WłochySpiaggia del Piccolo Pevero41°6’49” N 9°32’20” E
W

Heute morgen gewöhnlicher Ablauf: Frühstück, morgendliches Bad, Küche aufräumen und in aller Ruhe um zehn Uhr den Anker aufgeholt. Raumer Wind um die 12 Ktn ließ uns gemütlich vorankommen. Er drehte dann immer achterlicher, so dass die Fock ziemlich schlaff herunterhing. Ich konnte mich aber nicht aufraffen, den Gennaker hochzunehmen, da dieser noch in der Segellast verwahrt war. Auf Höhe der Insel Tavolara ließ der Wind aber dann so sehr nach, dass ich den Motor einschalten musste. Nach einer Viertelstunde konnte ich den Jockel wieder abstellen, da wir aus der Landabdeckung glitten. Aber was war das! Weisse Schaumkämme auf dem Wasser voraus! Schnell das erste Reff rein, noch genau richtig, denn kurze Zeit später standen 25 Kn Wind auf dem Anzeiger. Unsere Vitila beschleunigte auf 9 Ktn., ganz schön sportlich. Bei dieser Geschwindigkeit geht schon ganz schön was ab, da rauscht und gurgelt es im Kielwasser das es nur so eine Freude ist. Doris wird es da schon manchmal ganz schön unheimlich.
Die nächste Insel war aber nicht weit und unter Landabdeckung wurde der Wind schon etwas weniger. Kurze Zeit später hieß es dann Segeln runter, denn das Tagesziel, der Golfo Pevero war nicht mehr weit. Hier lagen schon ein paar Segler, es war aber noch reichlich Platz. Um 17:30 fiel der Anker in den weichen Sand.
Zum Abendessen gab es aufgewärmte Lasagne, trotzdem sehr lecker. Czytaj więcej
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- Dzień 110
- sobota, 14 października 2023
- ☀️ 29 °C
- Wysokość: 82 m
WłochyCattedrale di Cagliari39°13’8” N 9°7’2” E
Cagliari, Stadt auf 2 Ebenen

„I wish you a pleasant day“ sagte der junge Mann vom Autoverleih in Cagliari, nachdem er den Kleinstwagen von der recht großen Stadt aus zu uns zum Dinghi Anleger vom Poetto Strand gebracht hatte. Er konnte ja nicht wissen, dass wir die meiste Zeit in der südlichsten Stadt der Insel Sardinien mit Einkaufen verbringen würden. 3 Conad Supermärkte und einen Baumarkt steuerten wir im Laufe des Sonntages den 15. Oktober an. Uwe konnte einfach nicht glauben, dass es seine geliebte Conad-Sonnencreme und die kräftigen Wäscheklammern, die wir noch in Italien gekauft hatten (Anmerkung der Redaktion: wahrscheinlich doch nicht im Conad…) nicht (mehr) gab. Da wir das Auto zum Lasttransport zur Hand hatten, langten wir kräftig zu bei Nichtverderblichem wie Pasta, Mehl, Zucker und Tomatenprodukten in Dosen. Im Baumarkt bekamen wir die großen Plastikboxen mit Deckel, in denen wir, auch für die Atlantiküberquerung schon, Lebensmittel ungeziefergeschützt aufbewahren wollen.
Am Spätnachmittag zogen wir noch Richtung Altstadt genannt „il Castello“.
Cagliari, auf Sardisch Casteddu , ist eine Tausend Jahre alte Stadt, die Provinzhauptstadt im römischen Reich und von 1324-1720, und dann von 1798-1814 die Hauptstadt des Königreiches Sardinien.
In der oben gelegenen Altstadt, am Rand hochragend auf den Resten der gut erhaltenen mittelalterlichen Festungsmauer, beeindruckte uns besonders die riesige Bastion Saint Remy. Wir stiegen die vielen Treppen durchs Portal hoch zur Umberto I-Terrasse. Abends trifft sich hier Alt und Jung und genießt die phantastische Aussicht auf die „Unterstadt“. Die Bastion wurde Anfang des 20. Jh errichtet, um den unteren und den oberen Teil der Stadt zu verbinden. Sie wurde schnell zum Symbol der Altstadt.
Von dort schlenderten wir weiter zur Piazza Palazzo mit der Kathedrale di Santa Maria aus dem 13. Jh, dem Palazzo di città, und der Präfektur, welche im ehemaligen Königspalast ihren Sitz hat. Im Inneren der Kirche dominiert der Barockstil durch eine spätere Renovierung, die Fassade ist in den 1930er Jahren im neoromanischen Stil wiedererrichtet worden.
Von dort ging’s weiter durch die schmalen Gassen zwischen hohen Häuserfassaden. Ziemlich dunkel dort, fanden wir. Wir erreichten die pisanischen Türme aus dem 14. Jh, den San Pancrazio- und den Elefantenturm. Eine Ersteigung war nicht möglich. Die kleine marmorne Elephantenplastik auf 1/3 Höhe außen am Turm, die der Namensgeber ist, mussten wir echt suchen….
Zurück an der Bastion gabs eine kleine Erfrischung. Schließlich kamen wir im Dunkeln wieder beim Dinghi am Poetto Strand an. Dreimal mussten wir zum Boot hin und her fahren, um alles an Bord zu bekommen.
Da uns die Wasserqualität in der Bucht vor Cagliari nicht so gut gefiel, verlegten wir uns am nächsten Mittag rüber in eine schöne Bucht vor Villassimius. An Land waren wir aber nicht.
Am Dienstag den 17.10. segelten wir eine kürzere Strecke zu einem Ankerplatz am Capo Ferrato. Bei halbem Wind kamen wir unter vollen Segeln sehr gut voran. Obwohl wir am nächsten Tag eine weite Segelstrecke planten mit Aufstehen vor Morgengrauen sahen wir uns abends in der Bucht vor Anker noch einen Film an ( „die Teufelin“, eine US-Filmkomödie von 1989 mit Meryl Streep in einer Glanzrolle). Die Projektion auf unsere Leinwand im Sitzbereich außen, jetzt auch wieder mit Ton von der sonos soundbar 😀, wurde idyllisch untermalt vom Plätschern der Wellen ans felsige Ufer. Czytaj więcej

PodróżnikLiebe Doris & Uwe, danke für die ausführliche kulturhistorische Schilderung - ich schätze dies sehr, noch dazu ich einige der beschriebenen Bauwerke kenne. Nach deinen professionellen Ausführungen liebe Doris, vermute ich, daß du neben deinem Medizinstudium auch "heimlich" Kunstgeschichte studiert hast. Liebe Grüße, einen schönen Sonntag und Fair Winds.

Doris JägerLieber Othmar…. Hätte ich gerne studiert… ich recherchiere stattdessen gründlich und vergleichend…..🤣. Versuche auch einen Funken Humor unterzubringen. Danke fürs Lob, das inspiriert, weiterzumachen.
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- Dzień 109
- piątek, 13 października 2023
- ☀️ 24 °C
- Wysokość: Poziom morza
Tyrrhenian Sea40°9’36” N 9°46’46” E
Überfahrt nach Sardinien, Tag 2 und 3

So wie der gestrige Tag zur Neige ging, fing der heutige an, nämlich mit einen schönen Sonnenaufgang. Die Nacht war ruhig, es wehte wenig Wind. Die Nachtwachen verliefen ruhig. Etwas mehr Action ist manchmal gar nicht schlecht, man dabei munterer.
Der leichte Wind hielt auch am Tag weiter an. Das war nun mal die Gelegenheit unser neues Leichtwindsegel, unseren Levante auszuprobieren. Wir hatten das Segel wohlweislich schon Tage vorher in den Bergeschlauch eingezogen, so dass dem Versuch nun nichts mehr im Wege Stand. Mit ca. 9 Ktn. Wind war es für das erste Mal auch nicht zu windig.
Als das Segel im Bergeschlauch mit Hilfe vom Genuafall hochgezogen war, mussten nun die ganzen Leinen gezogen werden. Fürs erste mal war dies nicht ganz einfach und lief auch nicht fehlerfrei ab. Durch den leichten Wind konnten wir die Fehler aus aber schnell korrigieren. Als wir dann das Segel oben hatten, waren wir happy. Ist schon ein tolles Segel und mit seinen 155 qm zieht es schon ganz schön. Leider wurde der Wind immer schwächer und wir mussten das Segel wieder einholen. Am späten Nachmittag erholte sich der Wind wieder und wir konnten unser Levante wieder hochziehen. Da diesmal der Wind anhaltend leicht weiter wehte, konnten wir sogar die ganze Nacht hindurch damit weiter segeln. Erst am Morgen mussten wir das Segel wieder einholen wir motorten dann die letzten Meilen bis in die Bucht von Cagliari, wo um 12:00 Uhr der Anker fiel. Eine weitere Überfahrt gatten wir erfolgreich gemeistert. Czytaj więcej
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- Dzień 108
- czwartek, 12 października 2023
- ☀️ 24 °C
- Wysokość: Poziom morza
Tyrrhenian Sea38°3’57” N 11°53’38” E
Überfahrt nach Sardinien, Tag 1

Heute sollte nun die Überfahrt nach Sardinien beginnen. Die Wetterprognosen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Beim jedem Wettermodell kam der Wind aus einer anderen Richtung. Eines hatten aber alle gemein: der Wind nimmt in den nächsten Tagen zu und kommt von vorn. Also, lieber bei schwachem Wind und mal mit Motor, als später gegen Wind und Welle.
Den Wecker hatten wir auf sieben Uhr gestellt, wir waren aber schon gegen sechs munter. Also, schnell kurzes Frühstück und kurz vor acht Uhr den Anker hochgeholt. Leichten Wind gab es auch, gerade richtig für Gennaker und Groß. Wir segelten noch an einigen Inseln vorbei, die zu einem Naturschutzgebiet gehören, als plötzlich ein Geräusch von meiner Angel kam. Ich rannte sofort zum Heck. Bisher hatte ich immer nur „den Köder gebadet“, aber diesmal schien wirklich etwas angebissen zu haben. Und tatsächlich, es war was am Haken, aber so richtig gezogen hat „es“ nicht. Ich dachte schon enttäuscht an ein Stück Folie an der Angel. Aber dann kam doch wieder etwas Zug drauf. Gebannt fixierten wir die Stelle des Blinkers, die beim Aufrollen der Schnur immer näher kam… Da tauchte tatsächlich zappelnd ein kleiner Schwertfisch auf (70 cm). Wir freuten uns total, denn es war das erste Mal, dass wir Anglerglück hatten!
Ich war total happy. Aber wie nun dem armen Kerl erlegen? Erst mal eins mit dem Schnitzelklopfer und dann Kiemenschnitt. Hat geklappt wie bei YouTube gelernt. Doris meinte ich solle den Fisch doch filetieren. Nach meiner Erinnerung wird Schwertfisch meist in Scheiben als Steaks gegrillt. So schmeckte er auch wirklich lecker.
Was für ein Tag schöner Wind zum Segeln und dann auch noch das Anglerglück, was kann man da noch verlangen. Es kam aber noch schöner. Kurze Zeit nach dem Fischfang sah ich entfernt einen Delphin springen, und kurze Zeit später waren gleich mehrere an unserem Boot und surften in unserer Bugwelle. Was für ein Anblick, wie diese eleganten Tiere mit einer Leichtigkeit dahinschwimmen und dabei die schönsten Kunststücke vollführen. Davon kann man nie genug sehen. Sollte es noch mehr Höhepunkte geben? Fast hätte es noch einen gegeben, denn am Nachmittag ging nochmal die Ratsche an meiner Angel los und wie! im Nu waren 100m runter. Die Sperre hielt gar nicht und es war ein irrer Zug drauf. Es musste ein riesiger Fisch an der Schnur sein. Mit einem Mal war aber der Widerstand verschwunden, und ich konnte nur noch die leere Schnur ohne meinen Köder hochziehen.
Kulinarisch hatte der Tag auch Einiges zu bieten: Zu Mittag gab es leckere selbstgebackene Waffeln mit Eis und Kirschen. Zum Kaffee wurden Zimtschnecken kredenzt, noch leicht warm, ein Traum! Zum Abendbrot gab es den frisch gefangenen Schwertfisch, gegrillt mit Bratkartoffeln und Salat. Uns geht‘s schon gut.
Abends ging es dann wieder in unsere Nachtschichten. Die Nacht war aber easy, ohne größere Vorkommnisse. Czytaj więcej
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- Dzień 104
- niedziela, 8 października 2023 16:00
- ☀️ 23 °C
- Wysokość: 37 m
WłochyCefalù38°1’58” N 14°1’11” E
Cefalù - Perle der Nordküste Siziliens

Noch unter dem starken Eindruck der nächtlichen Erlebnisse am feuerspeienden Berg segelten wir frühmorgens gleich weiter nach Cefalù an der Nordküste Siziliens. An diesen malerischen Ort, den wir während unseres allerersten gemeinsamen Urlaubes 2017 besucht hatten, haben wir immer gerne zurückgedacht. Damals hatten wir schon die in der Bucht ankernden Segelboote beim Sonnenuntergang fotografiert….
Charakteristisch ist die Lage der Stadt am Fuß des 270 m hohen Kalkfelsens Rocca di Cefalù. In der Gegend von Cefalù siedelten schon in prähistorischer Zeit Menschen. Nach der römischen Herrschaft im 3. Jh v. Chr. folgten 858 n. Chr. die Araber, und im 11. Jh übernahmen die Normannen die Herrschaft. Unter Roger II. von Sizilien wurde in der Blütezeit des 12. Jh die gigantische normannische Kathedrale erbaut. 136 Jahre dauerte die Fertigstellung! ( noch etwas länger als der neue Flughafen in Berlin 😂🤣).
Witzigerweise wurden die zwei riesigen Porphyr Sarkophage, die Roger II. für seine Familie hatte herstellen lassen, von Friedrich II. für sich und seinen Vater Heinrich VI. „übernommen“ und in den Dom von Palermo überführt. Dort hatten wir diese 2017 schon bestaunen können. Sie sind wirklich toll!
Das Strassensystem von Cefalù wurde in einem gitterförmigen Muster um die Normannenkirche herum angelegt. Die meisten Häuser der Altstadt stammen jetzt aus dem 16. Jh.
In der großen Bucht vor der Stadt ließ sich wunderschön Ankern, und wir setzten mit dem Dinghi gleich über. Es war Sonntag, die Stadtstrände waren gut gefüllt, und auch die Kaimauer, die ins Wasser vorragt, war mit Sonnenanbetern auf Handtüchern reichlich bestückt.
Wir wanderten die engen Gassen zum Dom hoch, denn dieser war vor 6 Jahren geschlossen gewesen. Es waren noch reichlich Touristen unterwegs, und das Anfang Oktober!
Der Dom ist imposant, der Bauzeit entsprechend innen eher schmucklos. Auch das große berühmte Mosaik war jetzt nicht einsehbar. Wir besahen uns den Domschatz und den säulenumrundeten Innenhof. Auf e i n e m gut erhaltenen Kapitell ist die Geschichte der Arche Noah eingemeißelt!
Zu Abend wollten wir gerne in demselben Restaurant der Altstadt speisen wie vor 6 Jahren. Uwe hatte dran gedacht, vor der Dombesichtigung zu reservieren. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang konnten wir unsere Plätze auf dem Balkon einnehmen und noch unser „Vergleichsphoto“ von der Bucht, jetzt mit unserem eigenen Boot vor Anker, schießen.
Der nächste Tag galt der körperlichen Ertüchtigung mit Aufstieg zur Kastellruine. Diese Idee hatten leider auch viele andere Stadtbesucher, und so konnte von einer idyllischen Wanderung nicht die Rede sein…. Sehr lautstark mitteilsame Kinder in der Schar trübten das Erlebnis des geschichtsträchtigen Ortes. Der Ausblick auf Cefalù war allemal imposant. Besonders schön war noch der recht einsame Rückweg rund um den Berg, entlang der untersten Festungsmauer, und hindurch durch duftende Nadelbäume und Kräuter mit Durchblicken auf türkisblaues Meer.
Die nächsten Orte entlang der Nordküste der Insel, leider überwiegend mit Mororkraft absolviert, waren dann die nächsten Tage Sant‘ Agata di Militello (schmucklos), Mondello und San Vito lo Capo.
In Mondello, wohin die gestressten Palermitaner wohl bevorzugt zum Baden an den langen Sandstrand fahren, gibt es ein eindrucksvolles ehemaliges Kurhaus im Jugendstil. Der schöne gelbe Anstrich blättert allerdings beim Näherkommen vielfach ab, eine gute Pflege fehlt. Schade.
Die Villen im Ort aus der gleichen Epoche haben wir leider nicht gefunden.
San Vito li Capo liegt zwischen zwei großen Felsen sehr geschützt, ebenfalls mit einem bekannten feinsandigen Strand. In der Ortsmitte haben wir hier das Santuario di San Vito, einen festungsähnlichen Bau mit arabisch-normannischer Architektur, besichtigt.
Einen Tag später, den 12.10., wollten wir Richtung Sardinien starten, da sich ein Wetterfenster (ein wirklich häufig benutztes Wort unter Seglern…🤣) auftat. Die zweite lange Wegstrecke für uns mit 2 Nachtschichten am Stück.
Da uns der Bootsservice von Trapani, ein wenig weiter unten an der Westküste Siziliens, einen Service unseres Watermakers erst ab dem 25.10. (!) angeboten hatte, stand diesem Aufbruch nun auch nichts mehr im Wege. Czytaj więcej
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- Dzień 102
- piątek, 6 października 2023 18:00
- ☀️ 24 °C
- Wysokość: Poziom morza
WłochyFicogrande38°48’27” N 15°14’20” E
Nachts fließt am Stromboli die Lava

Am Freitagmittag den 6. Oktober starteten wir von den 2 winzigen der Insel Stromboli etwa 12 sm vorgelagerten Inselchen Lisca bianca und Bottaro nun doch Richtung Stromboli selbst. Die winzigen Feuerfleckchen an der Spitze des Stromboli in der Nacht zuvor vom Dinghi aus waren uns doch zu mickrig gewesen.
Uwe hatte herausgefunden, dass es im Nordosten der Insel Stromboli eine geschützte Ankerbucht direkt vor dem Ort Stromboli gibt. Von dort waren die aktiven Krater des Vulkans zwar nicht direkt zu sehen. Aber der Track eines anderen Katamarans hatte uns auf eine Idee gebracht: dieser hatte sich nachts ganz langsam um die interessante Nordseite der Insel herumbewegt… vlt. dabei nur Treiben lassen.
So hatten wir es auch vor. Eine kurze Stippvisite führte in den Ort Stromboli, wo keine Autos sondern nur Mopeds und Dreiräder fahren dürfen. Hier ist das Haus zu besichtigen, in dem Roberto Rosselini und Ingrid Bergmann während der Dreharbeiten zum Film „Stromboli“ gewohnt haben sollen. Dann bimmelte am 07.10. der Wecker mitten in der Nacht um vier Uhr, und kurz danach waren wir auf unseren Posten zum Aufbruch.
Es war so gut wie kein Wind, und so konnten wir vor der Sciara del Fuoco sogar den Motor ausschalten. Wir wollten doch den Vulkan auch hören!
Und tatsächlich, alle 15 Minuten ließ der Berg eine Art Fauchen und Poltern hören! Als wir in der richtigen Position vor der „Feuerrutsche“ dahindümpelten, sah man die regelmäßigen Ausstöße von Feuer und Lava, und im Anschluss daran konnte man das Herunterpurzeln der glühenden Gesteinsbrocken verfolgen, einmal sogar bis zum Meer hinunter.
Schön dass wir 2 Stunden bis zum Sonnenaufgang Zeit hatten. Auch die Kontur der Insel, die ja fast nur aus dem Vulkan besteht, die sich dann bei allmählich aufhellendem Himmel im Morgengrauen zeigte, war mit den wiederkehrenden Ausbrüchen immer noch eindrucksvoll.
Gerade in den Tagen ab Anfang Oktober war eine verstärkte Aktivität des Stromboli auch in den einschlägigen Medien berichtet worden: aus ein bis zwei Kratern floss die Lava regelmäßig herunter.
Wir waren noch ganz betäubt von den Erlebnissen, auch als der Stromboli allmählich am Horizont verschwand und wir Kurs auf Cefalù nahmen. Dies sollte ein weiteres Highlight unseres Sizilienbesuches werden. Czytaj więcej

PodróżnikDas ist superbeeindruckend! Ich freue mich für Euch, dass ihr das so hautnah erleben konntet! 🤗

Doris JägerNaja, ursprünglich wollte ich ja den Berg ersteigen. Aber das sind knapp 1000 m über Geröll früher gewesen. Inzwischen darf man, auch mit Führer, nur 400 m hoch. Um einen Blick in die Feuerrutsche zu werfen. Uns hat es jetzt so gereicht.😀
PodróżnikDanke fürs Mitnehmen. Segelt ihr immer noch mit dem Oxley? 😂
Doris JägerHallo Beat, seit nun fast 3 Tagen ununterbrochen….🙈. wüssten gar nicht was wir ohne den täten bei dem fast komplett achterlichen Wind…
PodróżnikIch weiss, coole Sache, werde demnächst auch einen anschaffen. Weiterhin gute Fahrt. 👋