Mit Buisness nach Singapur
5. syyskuuta 2024, Saksa ⋅ ☀️ 26 °C
Es geht los! Vor zwei Jahren hatte ich einen Reiseführer für Indonesien gekauft, aber aus verschiedenen Gründen konnten wir damals die Reise, die für zwei Wochen geplant war, nicht antreten. Nun, jetzt holen wir das nach und schwupp aus zwei Wochen werden drei Monate bzw. keine Ahnung. Wir haben tatsächlich keinen Rückflug gebucht und bleiben, so lange wir Lust haben.
Unsere Reise geht völlig entspannt mit einem Tag los, den wir mit einem Stadtbummel durch Berlin verbringen, allerdings ist es so heiß: 35 Grad und das Anfang September! Eine Nacht verbringen wir im B&B am Flughafen, weil unser Flug morgens losgeht. Eigentlich ganz praktisch, wenn man weiß, dass abends Busse nur bis 21 Uhr fahren. Das wussten wir nicht und so müssen wir bei unserer Rückkehr vom Stadbummel 50 Minuten laufen. Und zack haben wir heute unsere fast 30.000 Schritte voll. Nun ganz gut, so wird morgen beim Flug Thrombose verhindert.
Bei unserem Flug profitieren wir endlich von unseren seit langer Zeit gesammelten Meilen und reisen in der Buisness Class, wo ich trotz der enorm bequemen Sitz-/Liegeposition eigentlich nicht schlafen kann, weil ich so vollgefressen mit diesen wahnsinnig leckerem Essen bin. Die 5 Flugbegleiter sind durchgehend um einen bemüht und versuchen, jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Ach, ist das ein Luxusleben!!
Die ersten drei Tage werden wir in Singapur verbringen, wo Micha vor fast 40 Jahren das letzte Mal war und da dürfte sich einiges verändert haben. Wir sind gespannt...Lue lisää
Erstmal Singapur
7.–10. syysk. 2024, Singapore ⋅ 🌙 28 °C
Wir landen nach einem 11 stündigen Flug auf dem Wow!!-Flughafen in Singapur. Wie beeindruckend ist der denn!!! Mit Wasserfall zwischen hängenden Gärten. Ich kann mich gar nicht satt sehen, aber wir wollen nicht mit dem Gepäck rumlaufen und so verschieben wir den detaillierteren Besuch auf den Abflug. Dann bringt uns die U-Bahn zu unserem Hotel Princess Premiere 81, ist nichts besonderes, aber da konnten wir den American Express Gutschein einlösen. Nach einer kleinen Pause fahren wir zur Waterfront. Mit der U-Bahn fahren, klappt hier wunderbar und bezahlen tut man einfach, indem man seine Kreditkarte am Eingang über den Schalter zieht. An der Waterfront angekommen, zieht uns natürlich gleich das Marina Sand Bay in den Bann. Was für ein abgefahrenes Gebäude! Überhaupt sieht alles so futuristisch aus. Gardens by the Bay ist wunderschön tropisch gestaltet. Wir gehen aber nicht in die Flower Doms oder sonst etwas, weil wir der Meinung sind, dass sich das Geld nicht unbedingt lohnt. Die Außenanlagen sind auch sehr schön. Vielleicht gehen wir morgen noch über die tree-bridge.
Für 35 Singapur Dollar p.P.(der Eintrittspreis ist gleichzeitig ein Verzehrgutschein) fahren wir in die Bar, die auf dem Marina Bay Sands liegt. So können wir den Infinity Pool des Hotels sehen, haben eine fantastischen Blick über die Bucht und die Gardens und können dabei Cocktails schlürfen, . Wir bleiben dort bis die Sonne untergeht, denn dann taucht alles in ein Lichtermeer. Als wir wieder runterfahren, findet über der Bucht eine Lichtershow statt. Hier ist alles so überdimensional!
Zum Abschluss gehen wir noch in den bekanntesten und wohl schönsten Food Court Singapurs, den Lau Pa Sat, der vom Marina schnell zu Fuß zu erreichen ist. Hier soll es die besten Satay Spieße geben. Und ja, sie sind wirklich sehr lecker.
Nachdem wir heute wieder mal unendlich viel gelaufen sind, fallen wir völlig kaputt ins Hotelbett. Was für ein aufregender Tag!Lue lisää
Besuch der vielen Viertel
7. syyskuuta 2024, Singapore ⋅ ☁️ 32 °C
Jetlag ist noch nicht überwunden, wir wachen halb 11 auf. Da unser Zimmer direkt gegenüber vom Aufzug liegt, bin ich die ganze Nacht ständig wach geworden von Leuten, die an- oder abreisten. So tauschen wir gleich noch das Zimmer.
Dann machen wir uns los, frühstücken an einem Imbiss auf dem Weg zur U-Bahn-Station. Micha haut sich schon wieder so was Indisches rein, das kann ich einfach noch nicht am Morgen und so entscheide ich mich für leckeres Obst und Kokosnuss-Wasser. Dann fahren wir zum Arabischen Viertel. Niedliche kleine alte traditionelle Häuser, die einen tollen Kontrast zu den im Hintergrund stehenden Hochhäusern bilden. Es gibt ganz viele arabische Restaurants, aber wir hatten ja gerade gegessen. Schade!
Dann fahren wir zur Orchad-Road, die Edel-Shoppingmeile von Singapur. Hier reihen sich Louis Vueton, ISL-und Roulex-Läden und so weiter aneinander. Da ich dringend zur Toilette muss, gehen wir in ein Shoppingcenter, bei dem sich herausstellt, dass es dort viele japanische Sachen gibt, das Takashimaya Center. In dem Food Court im Untergeschoss probieren wir Roasted Duck mit allem möglichen, aber das Highlight ist eine japanisches Gebäck, eine Kugel aus so was ähnlichen wie Blätterteig (aber tausend Mal leckerer) mit einer weißen Creme, gefüllt. Ein kulinarisches Erlebnis!!
Nach der Stärkung geht es weiter zum indischen Viertel. Ehrlich gesagt, ich habe keine Lust mehr zu laufen, es ist wieder wahnsinnig heiß, bestimmt 35 Grad und mir tun noch von gestern die Beine weg. Aber Micha ist nicht davon abzubringen, also muss ich mit meinem hyperaktiven Mann mit. Das indische Viertel ist so, wie ich mir es vorgestellt habe: laut und schmutzig. Ein Gold- und Blumenladen reiht sich an den anderen und überall lustige Wackelkopf-Musik😅
In einem indischen Tempel findet gerade eine Zeremonie statt, viele Frauen haben schöne Blumenkränze in den Haaren und tragen hübsche Saris. Halbnackte, bemalte Männer führen die Zeremonie durch. Sehr interessant.
Danach fahren wir (Habe ich schon erwähnt, dass ich nicht mehr laufen will!!!!)wieder zu den Gardens by the Bay, da gibt es gerade eine Lichtershow an den Supertrees.Traumhaft!! Ein schöner Abschluss des anstrengenden Tages. Im Food Court Satay by the Bay essen wir noch eine Pizza und trinken Zuckerrohr-Saft- Ach, habe ich das schon lange nicht mehr getrunken.
Lecker! Und dann geht es zurück und völlig geschafft ins Hotel.Lue lisää
Letzter Tag in Singapur
8. syyskuuta 2024, Singapore ⋅ ☁️ 28 °C
Bevor es in den richtigen Dschungel geht, stürzen wir uns heute nochmal in den Großstadt-Dschungel. Die Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, weil ich vom vielen Laufen Hüftschmerzen habe und die schlechte Hotelmatratze tut ihr übriges. Aber Micha nervt 9 Uhr schon wieder rum, dass wir doch endlich los wollen. Boah, könnte mal einer meine Frühschicht für den anstrengenden Mann übernehmen?!
Gefrühstückt wird wieder an einem kleinen vietnamesischen Restaurant, warum essen die Asiaten eigentlich morgens und abends dasselbe?
Heute geht es in den Botanischen Garten, der UNESCO Weltkulturerbe ist. Der Besuch ist kostenlos nur der Orchideen-Garten kostet 15 SD p.P. Die Gartenanlage ist sehr schön angelegt, es gibt viele kleine Seen, da soll es Otter geben, aber wir sehen keine, dafür riesige Echsen und Hunderte von niedlichen Schildkröten. Riesige uralte Bäume stehen da und Pflanzen aus vielen Teilen der Welt, auch die Frangipani aus Polynesien. Im Orchideen-Garten kann man Orchideen aus verschiedenen Vegetationszonen sehen, z.B.auch welche aus Bergregionen. Das sind mal Orchideen! Nicht so mickrige Dinger, wie die, die zu Hause in jedem Fenster stehen. Plötzlich fängt es an zu regnen, so stellen wir uns erstmal unter und warten den tropischen Regensturz ab. Auch mal schön, einfach so zu sitzen und dem Regen zuzusehen, wie er auf das Blätterdach fällt. Als der Regen aufhört, schauen wir uns noch den Teil des Orchideen-Gartens an, in dem jede Züchtung einer hochrangigen Persönlichkeit gewidmet worden ist. Es soll eine Züchtung auch nach Olaf Scholz benannt worden seien (wer kam denn auf die Idee?), aber wir können die Blume nicht finden. Ist wahrscheinlich wieder entfernt worden, weil man festgestellt hat, dass das eine doofe Idee war:)
Dann hat Micha die Nase voll von Blumen und er will ins chinesische Viertel. Also fahren wir mit der Metro (das ist hier alles so unkompliziert) dorthin. Mir gefällt dieses Viertel sehr gut, eigentlich noch besser als das arabische Viertel und erst recht als das indische. Süße kleine Häuser und chinesische Tempel. Und die Menschen hier sind sehr freundlich. Micha hat schon wieder Hunger und wir gehen in die dortige Markthalle. Eine super Idee. Hier gibt es sehr leckeres Essen. Ich esse so etwas ähnliches wie eine Frühlingsrolle, aber aus einem anderen Teig. Den Namen habe ich leider vergessen (Poaching oder so?)
Dann wollen wir wieder zu den Gardens by the Bay, besuchen das hochpreisige Shoppingcenter dort, wo man mit Booten durchfahren kann. Micha will noch zur Artscience Galerie, aber da stellen wir fest, dass es sich tatsächlich nur um Kunstwerke handelt und nicht um Science und uns dafür der intellektuelle Zugang fehlt. So sparen wir auf den doch hohen Eintrittspreis von 30 SD. Wir genießen lieber zum letzten Mal die einsetzende Dunkelheit mit dem auftauchenden künstlichen Lichtermeer in der Bucht. Dann laufen wir noch in den alten Teil Singapurs, schauen uns die ehrwürdigen über 100 Jahre alten Gebäude im Parlamentsviertel an und werfen einen Blick in die Restaurants am Fluss. Das Essen v.a.die Preise sprechen uns aber nicht an. Touri-Kram! Außerdem nerven die Leute, die einem ihre Gerichte andrehen wollen. Die Straße sollte man vermeiden. Da gehen wir lieber nochmal in den Foodcourt Lau sat pa. Da werden wir schnell fündig.
Schließlich müssen wir zurück ins Hotel, denn morgen früh ist 4 Uhr aufstehen angesagt.Lue lisää
Krasser Gegensatz (Sumatra)
9.–12. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Heute ist früh aufstehen angesagt, nämlich 4 Uhr. Das heißt, wir haben nicht ganz vier Stunden geschlafen. Oh, bin ich platt!! Ein Taxi bringt uns in 20 min vom Hotel zum Flughafen (denn die U-Bahnen fahren erst ab 6 Uhr). Dort wollte ich mir eigentlich noch die hängenden Gärten ansehen, aber das wäre am anderen Terminal und das ist uns zu riskant, also gehen wir lieber noch in die Lounge und frühstücken.
Der Flug nach Medan dauert nur eine Stunde. Da wir mit unserer Unterkunft ausgemacht haben, dass wir einen privaten Fahrer möchten (nach zähen Verhandlungen mit dem Guesthouse) bezahlen wir 450.000 Rp-26 Euro für die Fahrt vom Flughafen nach Bukit Lawang, unser erstes Ziel auf Sumatra. Der Fahrer ist sehr nett, spricht aber wenig Englisch, was mir sehr entgegen kommt, da ich vor Müdigkeit wenig Lust zur Unterhaltung habe. Eigentlich soll die Fahrt 4h dauern (wieso eigentlich, sind doch nur 120km?), schlussendlich sind es nur 3, weil es noch so früh ist und es wenig Verkehr gibt. Wir fahren durch unendliche weite Palmöl-Plantagen und die asphaltierten Straßen hören schon bald auf und bestehen nur noch aus Schlaglöchern und/oder tiefen Furchen. Dann kommen wir in Bukit Lawang an und stellen fest: das ist jetzt mal ein krasser Gegensatz, wahrlich vom Großstadt-Dschungel in den richtigen Dschungel!
Der Ort besteht aus aneinander gereihten Holzhäusern, die auf beiden Seiten des Flusses liegen, ansonsten beginnt gleich dahinter der Dschungel des Gunung Leuser Nationalparks. Tatsächlich ist es hier nicht so heiß wie in der Betonwüste Singapur, aber sehr sehr feucht. Unsere Unterkunft (Sahnan Guesthouse) liegt auf der anderen Flussseite und dahin führt nur eine lustige wackelnde Holzbrücke, die beim deutschen TÜV niemals durchgekommen wäre. Meine Tasche trägt glücklicherweise der Fahrer, aber Micha muss seine allein tragen, was mit dem Gleichgewicht halten gar nicht so einfach ist.
Unser Guesthouse liegt sehr schön am Fluss mit einem hübsch angelegten Garten. Wir werden vom Besitzer noch über die Touren-Angebote informiert und buchen für morgen eine Tages-Tour in den Nationalpark, wobei die Preise ziemlich hoch sind (70 Euro p.P), was mit dem hiesigen Preisverhältnis nicht übereinstimmt.
Dann lassen wir den Tag entspannt zu Ende gehen, wir spazieren durch den Ort, haben viel Spaß auf den vielen Hängebrücken, die sich vielfach über den Fluss spannen, chillen über einem Restaurant (Eco-Lodge), das wie ein hier typisches Langhaus gebaut ist und gehen lecker essen, wobei wir auf dem Weg ins Restaurant auf Thomas Leaf Affen treffen, die vor einer Brücke in den Bäumen liegen und dann laufen in einem Garten rosa und lila-farbene Kücken herum. Sind die in den Farbtopf gefallen? Der Besitzer meint, die hätte er so auf dem Markt gekauft. Wie geht das??
Dann geht es zurück und heute früh ins Bett, wir müssen noch Schlaf nachholen.Lue lisää
Gungung Leuser Nationalpark
10. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C
9 Uhr brechen wir mit unseren beiden Guides Ambri und Johny zur Dschungel-Wanderung auf. 100m entfernt von unserer Unterkunft geht es hoch zum Eingang des N.P. Die letzte Unterkunft vor dem Eingang ist die Orang Utan Garden Bungalow, die übrigens sehr schön aussieht, aber es ist schon eine schweißtreibende Angelegenheit, diese zu erreichen, weil man ziemlich hoch den Berg steigen muss und bei diesem Temperaturen ist das nicht so einfach. Gleich dahinter sehen wir in den Bäumen den ersten Orang Utan. Bald verschwindet er aber im Blätterdach. Dann gehen wir in den N.P.rein, mit etwa 100 anderen Touristen. Boah, das ist irgendwie nicht so toll, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist ein Massenauflauf hier und jetzt ist Nebensaison!! Wie sieht es dann in der Hauptsaison aus? Gibt es dann Fußgänger-Stau auf dem Weg zum Eingang??
Unsere Guides sind noch sehr jung, Anfang 20, sehr freundlich, aber haben nicht so viel Ahnung. Aber ohne Guide darf man den N.P.gar nicht betreten, denke, das ist auch problematisch, weil man sich schnell verlaufen könnte. Schon bald sehen wir den nächsten Orang Utan und viele Thomas Leaf Affen. Über uns sind Gibbons und Hormbills zu hören, aber leider nicht zu sehen. Mit zweimaliger Unterbrechung für Essenspausen laufen wir bis 15 Uhr im Dschungel rum. Zwischendurch sehen wir auch noch eine Gruppe Orang Utans, aber die verschwinden schnell in den Bäumen. Dann kommen wir am Fluss an und trotz meiner Proteste geht es per aneinander gereihter Reifen die Strömung hinab wieder ins Dorf zurück. Obwohl ich dolle Angst vor Rafting habe, macht es mir dann doch viel Spaß.Lue lisää
Ausruhtag in Bukit Lawang
11. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Da wir für unsere gesamte Reise so in etwa 3 Monate veranschlagt haben, lassen wir es dieses Mal schön ruhig angehen. Und so ist heute Ausruhtag angesagt. Wir frühstücken gemütlich und wollen dann nochmal auf eigene Faust hoch zum Eingang des N.P. Ich laufe wieder mal mit meinen Havaiianas rum, dieses Mal doofe Idee, denn vom gestrigen Regen ist noch alles ziemlich matschig und so ist das Hochklettern auf den Berg nicht so einfach. Da oben ist jetzt um die Uhrzeit (11 Uhr) kaum ein Tourist zu sehen. Man sollte also später als alle anderen losgehen. Aber dafür gibt es heute auch kein Orang Utan. Naja, dann gehen wir eben wieder runter. Im Ort wollen wir zur Batman-Cave, auf dem Weg dahin kommen wir an Affen vorbei, die gerade von Hühnern attackiert werden und dann sehen wir, wie Affen immer von einem Baum in einen kleinen Teich springen und dort dann schwimmen und tauchen und richtig lustig im Wasser miteinander spielen. Der Wahnsinn! Ich dachte immer, die hätten Angst vor Wasser.
Zur Höhle gehen wir nicht mehr, weil der Weg dahin sehr verschlammt ist und mein Schuhwerk nicht passend ist. Dann lieber in die Unterkunft zurück, andere Schuhe holen und dann gehen wir die andere Flussseite hinauf, bis fast dahin, wo wir gestern das Rafting gestartet haben. Hier ist es schön und wir schauen uns die Touris an, die mit den Reifen schreiend an uns vorbei sausen. Dann gehen wir wieder hinunter und essen leckere gegrillte Ananas mit Eis in der Eco Lodge. Nach einer kleinen Ruhepause, kurz bevor wir Abendessen gehen wollen, checken wir, wieviel Geld wir noch haben. Bei mir sind etwa 500.000 Rp (40 €) verschwunden. Ich weiß einfach nicht, wo das Geld hin ist. Ist es aus der Unterkunft gestohlen worden (wäre ja kein Wunder, denn wir hatten heute Nachmittag vergessen, den Schlüssel aus unserer Tür abzuziehen 🤦♀️!
Ich hatte das Geld zwar gut versteckt, aber wir waren ja lange genug weg. Aber vielleicht ist es auch schon woanders verloren gegangen. Ärgerlich! Ich muss besser aufpassen!Lue lisää
Es geht nach Berastagi
12.–14. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 22 °C
Nach dem Frühstück geht es mit einem Touristen-Bus (das sind größere PKWs, in denen etwa 6 Personen mitfahren können) für etwa 12 Euro p.P. nach Berastagi. Eigentlich ist der Ort nichts besonders schön, es gibt nur den Vulkan Sibayak und hier leben viele Karo-Angehörige. Aber da wir nicht an einem Tag die gesamte Strecke zum Tobasee wollen, bleiben wir zwei Nächte hier dort und wandern vielleicht auf den Vulkan.
Die Fahrt dauert ca. 4h. Es ist viel Verkehr auf der Strecke und ein Schlagloch reiht sich an das nächste. Nicht einfach, hier zu fahren. Schön ist, dass der Fahrer uns abholt und direkt zur Unterkunft bringt. Wir sind in Berastagi in Ron's Guesthouse untergebracht. Das ist kein Highlight, aber günstig, sauber und zentral gelegen. Nur, die Moschee und die Hauptstraße liegt direkt nebenan-das kann nerven in der Nacht! Na, wir werden sehen.
Die Stadt schockiert mich anfangs etwas. Aber, wenn man gerade aus dem Urwald kommt, ist eine Stadt immer nervend und ich kenne das schon von mir, dass ich dann jedes Mal traurig bin, aus der schönen Natur raus zu müssen. Wir schauen uns gleich im Zentrum um. Aber irgendwie haben wir den falschen Weg gewählt. Hier ist alles schmutzig, lärmend vom Verkehr mit vielen Abgasen und lauten Motorrädern. Dann will Micha zu einem Food-Court. Aber das sieht auch alles schmutzig aus und es riecht nach Durian, Fisch und Fleisch, das schon etwas länger da liegt. Die Verkäufer versuchen die Fliegen vom Fleisch abzuhalten. Gut, ich denke, ich bleibe hier lieber bei vegetarischen Gerichten!!
Im Foodcourt findet gerade eine traditionelle Hochzeit von Angehörigen des Karo-Stammes statt. Als wir neugierig zuschauen, werden wir sofort gebeten, hinein zu kommen. Das Brautpaar und ein paar Gäste wollen unbedingt Fotos mit uns machen und uns werden alkoholische Getränke angeboten, die wir aber lieber ablehnen. Dann gehen wir zurück zum zentralen Platz und besuchen das Museum, das ganz viele Alltagsgegenstände und Fotos mit spannenden Erklärungen zu den Traditionen des Karo-Stammes zeigt. Sehr interessant!
Gleich beim Museum gibt es einen tollen Obst-und Gemüsemarkt. Wir kaufen einige der interessanten Früchte, müssen ja mal alles ausprobieren.
Dann beginnt es zu regnen und wir gehen ins Guesthouse. Neben unserem Zimmer wohnt ein Paar aus Aschaffenburg, die uns ein paar gute Tipps hier geben.
Der Regen hört nicht auf, ganz im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Micha will nicht mehr raus, aber ich habe Hunger. Seit heute früh habe ich nichts mehr gegessen, nur Micha hatte im Zentrum Nudeln gegessen, aber das sah mir nicht lecker aus.
Als sich dann meine schlechte Laune wegen Hunger steigert, kann ich Micha doch noch überzeugen, essen zu gehen. Unser Nachbar kommt mit. Nun, das Essen ist nichts besonderes, aber wir kommen schon klar und wenigstens muss ich nicht hungrig einschlafen.Lue lisää
Hinauf zum Vulkan Sibayak
13. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 18 °C
In der Nacht hat es sintflutartige Regenfälle gegeben. Angenehm war, dass der Regen den Gebetsruf des nebenan liegenden Minaretts übertönt hat, aber zum Sonnenaufgang war der Regen vorbei und der Muezzin war so laut, dass da nicht mal meine Ohrenstöpsel geholfen haben.
8 Uhr stehen wir auf und die Sonne scheint-das Wetter ist viel besser als angesagt. Wir bekommen unser Frühstück ins Zimmer geliefert und setzen uns damit auf den Balkon. Dann machen wir uns auf den Weg zum Vulkan, denn Ron meint, es regnet jetzt nicht. Der Weg ist nicht so einfach zu finden, obwohl wir einen Stadtplan bekommen haben. Aber alle Leute sind sehr hilfsbereit. Bis hoch zum Gipfel sind es über 7 km. Das ist seeehr anstrengend, weil es wirklich steil hoch geht. (Im Reiseführer stand bei der Wegbeschreibung: einfach. Was ist dann für die schwierig???)
Der Weg führt auf eine teils asphaltierte Straße durch den Urwald und immer wieder hören wir Affen und andere Dschungelgeräusche. Schön ist es hier.
Nach etwa 6 km kommt man zum Eingang, wo man Eintritt bezahlt. Dort müssen wir noch das obligatorische Foto mit einer Frau machen, die die Eintrittskarten verkauft und dann geht es nochmal sehr steinige, teils ausgewaschene 700 m sehr steil hoch. Die Landschaft ist wunderschön mit riesigen Pflanzen (Bild ist unten) und wunderschönen Farnen. Nach 700 m kommen wir an den Kratersee. Dort sind ein paar indonesische Studenten, die da zelten. Überall steigen Schwefel-Rauchsäulen hoch und es brodelt und zischt überall. Nun ziehen aber dunkle Wolken auf und wir gehen lieber wieder schnell hinunter, denn die Wege waren vorhin schon sehr rutschig. Es fängt auch immer mal wieder an zu regnen, aber nicht so schlimm, wie gedacht. Unten angekommen, gönnen wir uns ein Eis in einem hübschen Café und gehen in unsere Unterkunft. Dort holen wir nur unsere Badesachen, denn wir wollen noch zu den Hot springs, die sehr schön sein sollen. Der Bus dahin soll vom Markt fahren, aber welcher Bus das ist-keine Ahnung. Da kommen einheimischen Jugendliche auf uns zu und wollen ihre Englisch-Kenntnisse mit uns verbessern und natürlich Fotos mit uns machen. Wir erzählen Ihnen, dass wir zu den heißen Quellen wollen und sie helfen uns, den richtigen Bus zu finden. Wirklich sehr freundliche Menschen hier. Der kleine Bus bringt uns zu den Quellen, die wirklich toll sind. Es gibt dort mehrere nebeneinander, empfohlen wurden aber die Karona Hot springs, die die schönste sein sollen. Ist es, glaube ich auch,denn von den Becken hat man einen tollen Blick auf den Sibayak Vulkan. Das Wasser ist schön heiß und es ist eine wundervolle Erholung für unsere müde gelaufenen Glieder. Am Ticketschalter hat der nette Mann uns gesagt, dass wir spätestens 18 Uhr wieder dort sein sollen und er ruft dann einen Minibus an. Und genau das macht er auch und 5 Minuten später kommt einer, der uns wieder in die Stadt bringt. Dort gehen wir noch in ein tolles Restaurant, in dem wir, meiner Meinung nach, das beste Essen haben, seit wir auf Sumatra sind. Dann gehen wir ins Hotel zurück. Ach, das war alles in allem ein wirklich wunderschöner Tag!!Lue lisää
Nun geht es zum Tobasee
14.–17. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 23 °C
Gestern Abend waren wir noch auf dem Markt und im Supermarkt, haben uns mit Joghurt, Avocado und vielen Früchten eingedeckt und unser Frühstück sieht heute fast wie unser Zu-Hause- Frühstück aus:)
9 Uhr werden wir von einem privaten Fahrer abgeholt, um zum Tobasee zu fahren. Das war zwar etwas teurer, aber wir wollen auf der 4-stündigen Fahrt dahin noch ein Karo-Dorf und den Sipisopiso-Wasserfall besichtigen und das geht mit einem Touri-Bus nicht. Unser Fahrer ist auch Angehöriger des Karo-Stammes. Er bringt uns in ein Dorf, in dem es noch einige traditionelle Häuser gibt, die um die 200 Jahre alt sind und ohne Nägel oder Schrauben gebaut wurden. In diesen Häusern leben auch noch Menschen. Meistens wohnen auf engem Raum so 8 Familien, und nur die "Schlafzimmer " sind durch Vorhänge abgetrennt, ansonsten sind die Küche/ Wohnzimmer in Nischen. Alles sieht ziemlich schmutzig aus, außerdem laufen Kakerlaken rum. Eine Karo-Frau sitzt auf dem Boden und kaut Bethelnüsse.
Draußen laufen viele Hunde herum, die aber nicht liebgewonne Haustiere sind, sondern ein beliebtes Mahl der Karo-Angehörigen.
Dann fahren wir zum Sipisopiso Wasserfall, der am Anfang des Tobasees liegt. Ein sehr schöner Wasserfall! Wir wandern auch die steilen Treppen bis zu seinem Fuß hinunter und dann wieder hinauf. Aber wir sind ja im Training:) Unten angekommen, gibt es nur noch ein deutsches Päarchen, ansonsten sind wir allein. Die Indonesier kommen wohl nicht auf die Idee, den Weg auf sich zu nehmen.
Die restliche Fahrt vergeht wie im Flug. Unser Fahrer will uns noch unbedingt ein Lunch und er hält an einem kleinen hübschen Restaurant mit wundervollem Blick über den Tobasee. Dann fahren bis Parapat, wo die Fähre zur Insel Samosir im Tobasee übersetzt. Der Tobasee ist der größte Kratersee der Welt. Kurz vor dem Ort sitzen viele Affen am Straßenrand, neben den "normalen" Affen, die hier immer rumlaufen, gibt es welche, die fast wie Paviane ausschauen. Merkwürdig!! In Parapat, ein überraschend hübscher Ort, bringt uns unser Fahrer zum Hafen, der am Markt liegt. Dort fährt auch gleich ein Boot auf die Insel Samosir, die für die nächsten Tage unser Ziel ist. Für 25000 rp p.P. fahren wir in 45 Minuten mit der Fähre nach Tuk Tuk, der Haupt-Touristen-Ort auf Samosir, der eine kleine Halbinsel auf der Insel ist. Das Boot hält an den jeweiligen Unterkünften, wobei schon vorher gefragt wurde, wohin man will. Unsere Unterkunft ist das Mario Lakeside und entpuppt sich als wirklich gutes und großes Apartment mit einer schönen Terrasse und Blick auf den See. Tolle Wahl!!
Wir spazieren noch durch den Ort, d.h. einmal um die Halbinsel rum und essen im zur Unterkunft dazugehörigen vegetarischen Restaurant. Dann genießen wir unsere tolle Terrasse und unterhalten uns mit unseren deutschen sehr netten Nachbarn.Lue lisää
Inseltour Samosir
15. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 24 °C
Den gestrigen Tag verbringen wir mit einer Roller-Tour um die Insel, d.h.die halbe Insel. Mehr schaffen wir nicht. Früh morgens leihen wir uns von unserem Guesthouse einen Roller und starten die Tour. Eigentlich wollen wir die ganze Insel umrunden, deshalb stehen wir auch so früh auf, aber Ali, der Besitzer unserer Unterkunft meint, dass es im Süden der Insel Erdrutsche gegeben haben soll und er deshalb davon abrät. Wir beginnen die Tour mit dem Besuch des über 300 Jahre alten Parulubalangan. Das war ein Ritual Platz der hiesigen Könige. Hier stehen Steintische und Figuren und früher hielt man hier die Bestrafung von Verbrechern ab. Um die göttliche Ordnung wieder herzustellen, wurden dem zum Tode Verurteilten Stücke aus seinem Fleisch herausgeschnitten und als Abschreckung gegen die bösen Geister an die Hauseingänge gehängt. Brutales Vorgehen!!
Dann fahren wir zum Königsgrab, das alles bisschen wie Disneyland ist, denn es ist ein längeres Wochenende mit Feiertag und jeder in der Umgebung scheint heute hierher gekommen zu sein. Es wird ein lustiger Clubtanz aufgeführt. Ansonsten stehen hier Batak-Häuser und steinerne Tische und Bänke, wo früher Versammlungen abgehalten worden. Wir fahren einige Kilometer weiter zur Huta Bolon, was eine Königs-Siedlung war. Da ist außer Königshaus und anderen Batak-Häusern aber nicht mehr viel zu sehen. Das Museum, das sich dort befindet, lohnt sich auch nicht wirklich. Wir fahren auch schon bald weiter und überqueren die Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet. Aber der Ort gefällt und gar nicht und irgendwie sind wir auch ziemlich kaputt. Der Rücken tut uns vom Sitzen auf dem Roller weh und so beschließen wir, wieder zurück zu fahren. Obwohl die Entfernung nicht groß ist, braucht man doch ziemlich viel Zeit mit dem Roller. Bei unserer Rückkehr bleibt nicht mehr viel Zeit, bis es dunkel wird und so gehen wir heute Pizza bzw. Schnitzel essen, das gibt es hier in einem Restaurant, wo es auch sehr gut schmeckt.
Den heutigen Tag wollen wir ausruhen bzw. mit organisatorischen Sachen ausfüllen, aber schon früh, weil Feiertag ist, fahren auf dem See wieder viele Bananaboote und andere lautstarke Boote herum. Da ist es also mit Ausschlafen auch nicht weit her. Nachdem wir gefrühstückt haben, ist mir, weil ich ja hyperaktiv bin, schon bald langweilig und ich überrede Micha mit der Fähre nach Parapat auf das Festland zu fahren. Den Ort fanden wir auf der Hinfahrt ganz spannend. Als wir dort ankommen, überlegen wir beide, was wir an dem Ort gut fanden?? Standen wir unter Drogen??? Das ist ein dreckiges Nest, was rein gar nichts zu bieten hat. Völlig falsche Entscheidung von uns!Wir gehen dort kurz zum Strand, der heute überfüllt ist und wo eine Gruppe Frauen Disco veranstalten. Dann nehmen wir auch schon bald die Fähre wieder zurück.
Mein alter Mann muss sich hinlegen, er ist schon wieder müde. Ich helfe in der Zwischenzeit unserem Guesthouse-Besitzer beim Rausfischen der Wasserhyazinthen und des Plastikmülls aus dem See vor der Unterkunft. Ali erklärt mir, dass sie hier Müll trennen. Der Plastikmüll wird zwei Mal im Monat abgeholt und recycelt. Und die Wasserhyazinthen kompostiert Ali und nutzt es zum Anbau seines Gemüses und Obstes, was er dann wiederum in seinem vegetarischen Restaurant verwertet. Toll!
Als Micha ausgeschlafen hat, gehen wir beide im See schwimmen und laufen zu einem Restaurant, das im Reiseführer empfohlen wird. Der Weg dahin ist allerdings ziemlich weit und lohnt sich gar nicht. Das Rumba-Restaurant von gestern Abend war viel besser.Lue lisää
Rollerfahrt im Regen
17. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ 🌧 21 °C
Heute hat Micha Geburtstag 🎂 und geplant war, dass wir heute Richtung Ketambe weiterfahren und einen Zwischenstopp irgendwo machen, weil die Fahrt so lange dauert. Aber da wir mit einer kleinen Reiseagentur in Tuk Tuk einen Transport für 520.000 rp p.P. mit einem Shared-Taxi für einen Tag organisieren konnten, bleiben wir noch eine Nacht am Tobasee. Leider ist unsere schöne Unterkunft Mario Lakeside für diese Nacht schon ausgebucht und wir haben schnell noch ein anderes Guesthouse gebucht, das ein paar hundert Meter weiter vorn auch am See liegt. Wir werden heute auch nicht von Speed- oder Bananenbooten geweckt, denn der Feiertag ist vorbei und es sind nur noch wenige Einheimische auf der Insel. Gemütlich frühstücken wir noch ein letztes Mal auf der Terrasse mit dem tollen Blick und ziehen unser Gepäck die Straße hinunter zum Hisar Guesthouse. Die Lage ist sehr schön, aber ansonsten ist das Zimmer sehr heruntergekommen und überall krabbeln Ameisen herum und machen sich in meinem Gepäck breit. Naja, wir sind sowieso nur eine Nacht hier. Von dem Guesthouse leihen wir uns einen Roller. Heute soll es nochmal über die Insel quer rüber gehen und vielleicht in den Süden. Leider fängt es zu regnen an und weil das Inselinnere sehr hoch liegt, wird es auch noch ziemlich kalt. Oh, ich habe nur eine kurze Hose an🙈, mit Kälte hatten wir nicht gerechnet, nachdem es gestern so heiß war. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend schön und es ist so traurig, dass die dunklen Wolken die umwerfende Aussicht stören. Als wir einmal die Insel überquert haben, entscheiden wir uns noch für dem Weg in den Süden, der auch wundervolle Landzüge hat und unten am Ufer ist es auch nicht so kalt und es regnet nicht mehr. Überall treffen wir auf freundliche Leute, die uns zu winken. Wir machen noch Halt an einem hübschen sauberen Restaurant und essen eine Kleinigkeit. Dann überqueren wir nochmals die Insel und sind wieder Regen und Kälte ausgesetzt. So kann man gar nicht die schöne Umgebung wahrnehmen. Schade!
Völlig erfroren kommen wir in Tuk Tuk wieder an und gehen nochmal ins Rumba-Restaurant. Micha hat sich heute zu seinem Geburtstag Pizza gewünscht und damit bin ich heute auch sehr glücklich. Dann lassen wir den Tag noch mit einem Gläschen Rum auf der Terrasse ausklingen und gehen früh schlafen, denn morgen haben wir einen 10-12 stündigen Weg nach Ketambe vor uns.Lue lisää
Anstrengende Fahrt nach Ketambe
19.–22. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 26 °C
Mit einem Shared-Taxi von Tuk Tuk am Tobasee geht es morgens 9 Uhr los nach Ketambe. Es steht uns eine 10 stündige Fahrt bevor. Wir fahren mit drei anderen Touristen und einer Indonesierin, die von uns allen Fotos und ein Video macht. Wir können leider nicht die Fähre nehmen, weil der Wind so stark ist, so müssen wir einen Umweg fahren, um nach Berastagi zu kommen. Im Wagen ist es sehr eng und ich hoffe darauf, dass wir in Berastagi, wo wir in ein anderes Taxi umsteigen sollen, mehr Platz haben. Kurz vor Berastagi ist Stau und wir brauchen ewig bis ins Zentrum. Als wir ankommen, wartet dort schon ungeduldig das andere Taxi auf uns. Meine Hoffnung auf mehr Platz wird zugleich zunichte gemacht. Wir sitzen auch wieder zu siebt (noch eine Frau mit kleinem Kind und drei Männer) und sind die einzigen Ausländer. Nun kommt noch dazu, dass sie es nicht schaffen, von dieser Schrottkarre die Hecktür zu reparieren und diese nun nicht zu schließen geht. Hätte ja auch mal in der Stunde erledigt worden sein können, als sie genervt auf uns gewartet haben. Dann wird notdürftig ein Strick um die Heckklappe gebunden und irgendwie im Wageninneren befestigt. Das hält doch niemals, denke ich!!!
Der jetzige Fahrer fährt genauso gestört wie der vorherige. Am besten bei allen Überholmanövern die Augen schließen🙈🙈. Das findet einer der Mitfahrenden wohl auch und so tauschen sie eben mal. Der junge Mann, der nun die Fahrerrolle übernimmt, fährt ausgezeichnet. Irgendwann, wie konnte es auch anders sein, reißt der Strick, der die Heckklappe hält und unser Gepäck purzelt raus (unsere heilige Rumflasche ist da drin, hoffentlich hat sie das überlebt!!) Während einer der Männer unser Gepäck von der Straße aufsammelt, fummeln die beiden anderen an der Hecktür rum und siehe da, per Wunderheilung lässt die sich wieder schließen. Dann geht die Fahrt weiter, wobei die Lautstärke der Gespräche in ständiger Konkurrenz zur laut aufgedrehten Musik steht. Micha holt schon mal seine Ohrstöpsel raus. Außerdem rauchen alle Männer während der Fahrt eine Zigarette neben der anderen und Micha ist besonders damit genervt. Wir beobachten, wie der vorherige Fahrer eben mal seinen Müll aus dem Fenster wirft - kein Wunder, dass hier alles mit Müll übersät ist (Im Reiseführer hatte ich gelesen, dass Indonesien nach China der größte Verursacher für Plastikmüll in den Ozeanen ist. Scheinbar nicht nur in den Ozeanen!) Als er das nächste Mal seine Plastikflasche rauswerfen will-in die uns mittlerweile umgebende wundervolle Natur- platzt mir der Kragen und ich schimpfe ihn aus. Er entschuldigt sich und erklärt den wohl vor völligem Unverständnis stehenden anderen beiden Männern, dass die komischen Touristen ja den Müll nicht einfach auf die Straße werfen. Auf jeden Fall lachen die beiden sich kaputt über die merkwürdigen Verhaltensweisen von uns Touristen.
An den vorbeiziehenden Restaurants stehen immer Schilder mit B1, B2 und Bpk und auf Nachfrage wird uns erklärt, dass es sich bei B1 um Hundefleisch, bei B2 um Schwein handelt und bei BPK um irgendwelches andere Fleisch handelt - vielleicht Katze???
Nach gefühlten 20 Stunden, tatsächlichen 6 kommen wir endlich in Ketambe an. Kurz vorher, in Kutacane steigt der Klasse-Fahrer aus und der zum Selbstmord bereite eigentliche Fahrer übernimmt wieder das Steuer. Gott sei Dank sind es nur noch etwa 30 km. Als wir im Stockdunkeln gegen 20.30 Uhr in Ketambe ankommen, steuern wir zunächst die falsche Unterkunft an, was wir, nachdem unser Gepäck schon mal ausgeladen wurde, aber schnell feststellen. Unserem Fahrer fällt auch jetzt erst ein - natürlich, wir haben ja die 10 Stunden vorher keine Zeit dafür gefunden - sich mal zu erkundigen, wo sich unsere Unterkunft befindet. Nach wenigen hundert Metern sind wir dann endlich am Friendship Guesthouse angekommen. Wir bekommen sogar noch Essen in dem angegliederten Restaurant und beziehen unseren einfachen Bungalow, in dem es zwar eine Dusche (kaltes Wasser), aber kein Waschbecken, sondern nur ein Mandi gibt (große Schüssel unter einem Wasserhahn mit Schöpfkelle) und die Toilette muss auch mit der Schöpfkelle gespült werden. Wir besprechen noch mit Ahmed, dem Besitzer, wie morgen unser 2-tägiges Dschungeltrekking abläuft und wie wir überübermorgen weiter nach Banda Aceh fahren. Wobei einer von uns (ich bin es nicht!!) die Entscheidung für die Direktfahrt (15 Stunden!!!!) mit dem Nachtbus trifft. Wir wären gern geflogen, um uns diese Fahrt zu ersparen, aber es gibt immer nur dienstags und freitags einen Flug mit Susi Air.Lue lisää
Ketambe: Nochmal Dschungeltrekking
19. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 26 °C
8 Uhr gibt es Frühstück, wobei ich dem Koch verklickern will, dass ich das Toast nur mit Tomate und Käse will. Nein, kein Spiegelei drauf (Eier hängen mir nämlich schon zu den Ohren raus). Das trifft auf völliges Unverständnis! Es gibt hier aber auch einen riesigen Obstteller mit Haferflocken und wieder tolle Säfte. Gegen 9 kommt unser Guide Buyang. Wir bekommen noch Leachsocks, das sind Sockenstulpen, die gegen die Blutegel helfen, starten mit unseren voll bepackten Rucksäcken los und erklimmen gleich an der Straße den Dschungelberg. Der Ort Ketambe liegt mitten im Gunung Leuser Nationalpark und so sind wir auch wirklich gleich im dichten Urwald. Das ist mal ein echtes Dschungeltrekking und nicht wie in Bukit Lawang: Dschungel- Spaziergang hinterm Haus. Buyang muss uns ab und an den Weg mit seiner Machete frei schlagen. Den Berg hinauf zu klettern ist schon ziemlich anstrengend, da die Umgebungstemperatur in etwa der Körpertemperatur entspricht, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und mit der Rucksack auf dem Rücken auch alles nicht einfacher macht. Immer wieder müssen wir uns an Lianen und Wurzeln festhalten, um nicht abzurutschen. Aber die Urwaldgeräusche, wie das alles übertönende Zirpen der Zirkarden, das Geschrei der über uns in den Bäumen hängenden Affen (die man nicht sieht) lässt jede Anstrengungen verschwinden und ich bin restlos glücklich und erfüllt, wie immer, wenn ich im Urwald bin.
Nach etwa 4 Stunden kommen wir , ohne anderen Menschen begegnet zu sein, zum Fluss, wo sich das Lager befindet, in dem wir übernachten. Dieses besteht aus ein paar über Pfählen befestigten Plastikplanen, unter denen die Innenwände von 2 oder 3 Zelten stehen. Hier ist noch ein Touristen-Päarchen (Na klar, aus Deutschland 😀) und ansonsten gibt es nur einige wenige Indonesier, die entweder Guides, Köche oder zuständig für Geschirr waschen sind. An dem Fluss etwas verteilt, gibt es noch zwei andere kleine Lager, in denen insgesamt nicht mehr als 10 Touristen sind. Also einfach viel viel besser als in Bukit Lawang, wo man von Touristen quasi umgerannt wurde. Nach einem kleinen Lunch gehen wir nochmal mit Buyang los. Nach etwa einer Stunde entdeckt er die ersten Orang Utans. Es ist eine kleine Familie mit einem Baby. Es ist so wundervoll, sie zu beobachten. Vor allem das Baby, das lustige Kletterversuche macht und Mama das alles liebevoll über sich ergehen lässt. Ab und zu will das Baby zu Papa, aber die Mutter hält es immer wieder davon ab. Wahrscheinlich ist es wie bei den Menschen, dass die Männer schnell von den Kindern genervt sind.😄
Etwa 1,5 Stunden beobachten wir die drei, bevor sie dann in den Wipfeln verschwinden, wobei sich das Männchen etwa 2 Meter über mir von Ast zu Ast hangelt. Dann gehen wir ins Lager zurück, gehen im Fluss baden um den Dreck und Schweiß abzuwaschen und bekommen Abendessen serviert, das wir auf einer Matte auf dem Boden zu uns nehmen. Wir unterhalten uns noch etwas mit unserem Guide und gehen dann in unser Zelt, wo es nur eine dünne Matte und einen Schlafsack gibt. In dieser Nacht werden wir wohl etwas auf Schlaf verzichten müssen, denn "gemütlich liegen" ist etwas völlig anderes!!Lue lisää
Letzter Tag der Dschungelwanderung
20. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 24 °C
Die Nacht war wie erwartet nicht so bequem. Ich konnte zwar etwas schlafen, aber Micha hat sich von Seite zu Seite gedreht, weil der Boden so hart war. Es gibt ein kleines Frühstück und dann wandern wir schon los. Auch dieses Mal sehen wir nach kurzer Zeit Orang Utans-wir haben wahnsinnig Glück, aber auch einen sehr guten Guide, denn er beobachtet jede Bewegung in den Bäumen. Es ist wieder eine Familie. Die Eltern, v.a. das Männchen sind noch jung, etwa 20 Jahre alt, meint Buyang. Mama und Baby sitzen Früchte kauend auf einem Ast und behalten uns ständig im Auge.
Dann klettern sie weiter in den Bäumen, hinunter zum Fluss und wir folgen ihnen noch eine ganze Weile. Ab und zu komme ich mir selber vor wie ein Orang Utan, weil das Hinunterklettern nur klappt, wenn man sich an den Wurzeln oder Ästen festhält. Eine lange Zeit verfolgen wir sie, bis sie aus unserem Blickfeld geraten und nun ist es auch schon früher Nachmittag und 17 Uhr sollen wir in der Unterkunft zurück sein. Wir gehen erschöpft, aber glücklich ins Lager zurück, baden noch einmal im Fluss, bekommen ein Essen und packen die Sachen, um zurück zum Guesthouse zu laufen. Buyang wählt einen steilen Aufstieg zur Hauptstraße und als wir dort ankommen, fährt gerade ein kleiner LKW vorbei, der uns auf seiner Ladefläche nach Ketambe zurückbringt. Was für ein Glück, denn in dem Moment fängt es an zu regnen. Nach einer ausgiebigen Dusche und Abendessen freuen wir uns auf ein bequemes Bett und sind ganz froh, dass wir nicht wie einige andere Touristen, die wir im Lager getroffen haben, 3 Tage oder länger im Dschungel übernachtet haben. Dafür sind wir einfach zu alt.😅Lue lisää
In Banda Aceh lebt es sich gefährlich
22.–23. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 33 °C
Den letzten Tag in Ketambe verbringen wir mit Warten auf den Nachtbus. Also wir machen nichts anderes, als ein bisschen in Ketambe rumlaufen. Da der Ort nur aus ein paar Häuschen und so was ähnlichem wie Geschäften besteht, sind wir nach 20 Minuten wieder zurück, nicht ohne von allen Einwohnern begrüßt, nach dem Namen und woher wir kommen gefragt worden zu sein. Auf dem Weg zurück werden wir von Kindern umlagert, die uns fast bis zur Unterkunft bringen wollen. Gegen 21 Uhr kommt der Bus und es ist nicht wie erwartet ein großer Bus, sondern wieder mal so ein Minibus, der bis auf unsere beiden Plätze mit Indonesiern voll ist, sogar hinten auf dem Gepäck liegt noch jemand. An den Wänden laufen immer mal wieder kleine Kakerlaken rum. Oh, Micha: ich bringe dich um!! Worauf habe ich mich eingelassen! 15 Stunden Fahrt in diesem Drecksteil! Und die Musik wird so laut aufgedreht, dass an Schlaf nicht eine Minute zu denken ist. Außerdem wurde ich noch am Nachmittag von einem Insekt gestochen und nun ist mein Fuß angeschwollen.
Wir bringen die Fahrt aber irgendwann hinter uns, werden sogar bis zu unserem Hotel nach Banda Aceh gebracht. Und das Hotel (Parkside Alhambra) entschädigt für alles. Das ist mal wirklich schick!! Gute Wahl getroffen!
Hier in Banda Aceh herrscht die Scharia, so dass z.B. Alkohol verboten ist und genau wie homosexuelle Handlungen oder Ehebruch mit Gefängnis oder Peitschenhieben bestraft wird. Es gibt bis auf einige Ausnahmen auch keine Frau ohne Kopftuch. Aber wie überall in Indonesien sind die Leute nicht extremistisch. Die Frauen sind voll in der Arbeitswelt integriert, fahren allein Moped oder Auto und machen überhaupt alles, was auch Männer machen.
Da wir nur den Nachmittag in Banda Aceh sind, laufen wir kurze Zeit später los, denn wir wollen zum Tsunami Museum. Banda Aceh war einer der Orte, die mit am heftigsten 2004 vom Tsunami getroffen wurden. Über 100.000 Menschen fielen ihm hier zum Opfer. Fast alles wurde zerstört. Da danach aber die gesamte Infrastruktur mit Hilfe von anderen Ländern wieder aufgebaut wurde, ist hier alles sehr ordentlich und auch sehr sauber. Nirgendwo liegt Müll rum und die meisten Gebäude und Parkanlagen sehen sehr gepflegt aus. Aber der Verkehr ist hier fürchterlich. Man schafft es kaum, über die Straße zu kommen. Als wir 16 Uhr am Tsunami Museum ankommen, ist es leider schon geschlossen. Schade, aber dann wollen wir zum Schiff, das damals ins Inland geschwemmt wurde. Wir müssen eine große Straße überqueren und dann passiert es: Ein Moped kommt auf uns zu, kann nicht mehr bremsen und fährt mich um. Der Fahrer macht sich schnell aus dem Staub. Mein Fuß, der schon vorher vom Insektenstich angeschwollen war) ist verletzt, auch Micha ist am Bein verletzt worden. Die Leute um uns herum, helfen uns erstmal über die Straße und wollen und zum Krankenhaus bringen, aber Gott sei Dank sind wir nicht schlimm verletzt worden. Oh, Mann, wir können einfach nur tausende Dankeschöns ans Universum schicken, das hätte hier das Ende unserer Reise bedeuten können. Ich fange auch gleich an zu weinen, weil ich unter Schock stehe. Im Park gegenüber des Museums, in dem Steine mit Inschriften wie "Danke" und "Frieden" in den Landessprachen der Länder stehen, die nach dem Tsunami geholfen haben, setzen wir uns an einen kleinen Stand und trinken auf den Schock (mangels Alkohol) eine Kokosnuss. Die Besitzerin bringt uns ein Glas mit Eiswürfel, womit ich erstmal meinen blauen, geschwollenen Fuß kühlen kann.
Dann wollen wir noch zu dem Schiff, aber ich habe mega Angst, irgendeine Straße jetzt hier noch zu überqueren. Das Schiff ist aber nicht weit, als wir dort ankommen, ist das mittlerweile auch schon geschlossen und wir können es nur von außen betrachten. Dieses 2500 Tonnen schwere Stromversorgungsschiff wurde damals 4 km ins Landesinnere geschwemmt - einfach unvorstellbar!!Der Parkwächter dort ist sehr nett und bestellt uns ein Grab-Taxi (wie Uber) und wir lassen uns noch zu dem Boot (Lampulo) fahren, das beim Tsunami auf einem Hausdach gelandet ist. Damals konnten sich 59 Menschen in diesem Boot vor den Fluten retten und angeblich hat man dann festgestellt, dass in dem Boot sogar ein Krokodil mit lag. Der Grab-Taxi-Fahrer wartet auf uns und bringt uns noch zum Restaurant Imperial Kittchen, das im Reiseführer gelobt wird. Das bietet wirklich leckeres Essen an, es sieht auch alles hier so sauber aus, dass ich das erste Mal, seit wir in Indonesien sind, Fleisch esse (Nachdem ich nämlich mal auf einem der ersten Märkte das mit Fliegen übersäte Fleisch gesehen hatte, wurde ich hier ganz schnell zur Vegetarierin. Ich glaube, das würde mir zu Hause keiner glauben, wo ich doch der Carnivore vor dem Herrn bin😅)!
Dann lassen wir uns wieder mit einem Grab-Taxi ins schicke Hotel bringen - denn: Nein!! Ich laufe hier keinen Meter mehr!
Neben unserem Hotel ist ein wahnsinnig toller Supermarkt, in dem wir uns noch mit leckeren Sachen eindecken und man alles mögliche westliche (bis natürlich auf Alkohol) bekommen kann, sogar Ritter Sport Schokolade, die extra mit: "aus Deutschland" beworben wird.Lue lisää
Ausruhen vom Reisestress😅
23.–27. syysk. 2024, Indonesia ⋅ 🌬 30 °C
Die folgenden vier Tage verbringen wir auf der Insel Pulau Weh. Sie liegt im äußersten Osten Indonesien und ist mit einer Fähre in 45 Minuten von Banda Aceh zu erreichen. Hier wollen wir mal eine kleine Pause vom ewigen Koffern aus-und wieder einpacken machen und einfach ein bisschen Schnorcheln, am Strand liegen und Micha will tauchen gehen. Die 10 Uhr Fähre bringt uns vom Hafen in Banda Aceh auf die Insel. Wir haben sogar eine Sitzplatznummer, obwohl kaum jemand mitfährt. Alle Touristen, also die 5 inkl.uns, werden ganz nach vorn gesetzt. Die Einheimischen, also etwa 4 sitzen irgendwo. Als wir an der Insel ankommen, spricht uns einer der Mitfahrenden an, ob wir ein Taxi zur Unterkunft brauchen. Ja, wie viel will er dafür: 200.000 rp- der spinnt wohl!! Nöö, das machen wir nicht, ok nachdem Micha mit ihm hin- und her verhandelt, fahren wir für 120.000. Er selbst ist gar nicht der Fahrer, sondern wohl nur ein Vermittler. Der Fahrer ist dann selbst ziemlich angepisst, dass wir ihm nur so wenig geben wollen und spricht kein Wort mit uns. Dann hört die Straße plötzlich auf, d.h. es gibt eine Absperrung, er lädt ohne ein Wort zu sagen unser Gepäck aus, nimmt das Geld und verschwindet. Und wir stehen in Iboih, so heißt der Ort, wo unser neues Domizil liegt, so herum und wissen nicht wohin. Endlich finden wir mal jemanden, der unser Guesthouse kennt und sagt, wir sollen hier den Weg weitergehen. Über viele Stufen und Steine schleppen wir unser Gepäck. Irgendwann kommen wir am Guesthouse an und laufen einen kleinen Pfad nach oben auf der Suche nach dem Besitzer. Der steht oben an der Rezeption, lacht und fragt uns, wo wir denn herkommen, die Straße sei doch hier oben!🙈 Na Klasse!
Unser Holz-Bungalow ist einfach, aber mit einer schönen Terrasse davor und Blick aufs Meer (soweit die Bäume davor nicht den Blick abhalten) . Wir machen es uns erstmal gemütlich, gehen schnorcheln, wobei es sehr viele Fische gibt und erkunden den kleinen Ort.Lue lisää
Pulau Weh erkunden
25. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C
Den gestrigen Tag geht Micha tauchen und ist ziemlich begeistert. Zum einen kostet ein Tauchgang nur etwa 22 Euro-der billgste Tauchgang, den er je hatte, zum andern ist es völlig entspannt, die Sicht ist super und er meint, dass er noch nie so viele Fische auf einen Haufen gesehen habe (Häh? Nicht mal auf Tahiti ? Kann ich mir gar nicht vorstellen). Ich darf auch kostenlos mitkommen und könnte schnorcheln gehen, aber zu viele negative Erlebnisse in der Vergangenheit halten mich davon ab, allein die Unterwasserwelt zu erkunden. Außerdem bin ich heute mal ganz glücklich, im Boot zu sitzen und aufs Meer zu starren - heißt also, einfach mal nichts machen. Irgendwie braucht wahrscheinlich meine Reiseseele heute ihre Ruhe. Als Micha seine Tauchgänge abgeschlossen hat, gehen wir vom Ufer aus nochmal gemeinsam schnorcheln und dann ist auch schon Abendessenszeit.
Den heutigen Tag leihen wir uns wieder mal einen Scooter aus und erkunden die Insel. Naja, viel gibt es hier nicht zu sehen. Zuerst fahren wir zum Kilometer Null von Indonesiens Straßennetz. Hier ist der östlichste Punkt Indonesiens. Der westlichste ist in Marauke - ob wir da auch noch hinkommen?
Nun, an diesem Punkt hier gibt es ein großes Monument und dann einen Holzweg mit Geländer dran, der sehr aufwendig gebaut wurde, der aber einfach mittendrin aufhört, weil alles eingestürzt ist. Auch eine hübsche Aussichtsplattform gibt es hier, zu der man aber auch nicht mehr gelangt, weil der Weg direkt davor durchgebrochen ist. Einfach unverständlich! Wieso lässt man alles so vergammeln??
Nun fahren wir zum Strandort Gapang. Da sind mehrere Taucherresorts, aber ansonsten nicht viel. Der Strand ist hübsch und wir gehen schwimmen. Zum Schnorcheln ist hier aber nichts, da ist es in Iboih bedeutend schöner.
Wir fahren weiter, es soll hier einen Unterwasservulkan geben, zu dem man hinschwimmen kann, aber als wir dort sind, können wir nichts so richtig finden. Micha geht ins Wasser und sucht die angeblichen Blubberblasen, aber er findet nur ganz kleine. Hmh, keine Ahnung! Vielleicht war das nicht der richtige Platz, obwohl dort ein Schild an der Straße steht.
Dann fahren wir noch zu einem Wasserfall, wo man davor schwimmen können soll. Der Fußweg dahin geht im wahrsten Sinne über Stock und Stein durch sehr schönen Dschungel. Aber der Wasserfall ist ein Reinfall. Er ist miniklein und in der Badestelle davor liegen Bäume, die den Abhang herunter gestürzt sind. Auf dem Rückweg aber ist ein Geschrei in den Baumwipfeln zu hören, wobei es sich aber nicht um Vögel handelt, sondern um Flughunde. Wie faszinierend die sind. Ich wusste gar nicht, dass sie tagaktiv sind. Dann fahren wir nach Sabang, des größten Ort der Insel und gehen in ein Restaurant, dass der Reiseführer empfohlen hat. Hier stehen sogar alkoholische Getränke auf der Speisekarte. Bekommen Touristen hier eine andere Speisekarte?! Wenn das die Scharia-Polizei wüsste!! Ausländer dürfen hier nur einen Liter Alkohol einführen. In den anderen Restaurants bekommt man nur heimlich, wenn man leise nachfragt, Alkohol.
Nach dem Essen fahren wir zurück nach Iboih, es wird nämlich schon langsam dunkel und bei diesen unsicheren Verkehrsteilnehmern muss man ja kein Risiko eingehen.Lue lisää
Abschied von Pulau Weh
27. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Der gestrigen Tag ist unser letzter Tag auf Pulau Weh, bevor wir nach Jakarta und zwei Tage später nach Kalimantan fliegen. Wir frühstücken ein letztes Mal im Café Olala mit tollem Blick auf die gegenüberliegende Insel Pulau Rubiah und überlegen uns, dort schnorcheln zu gehen, weil es da schöne Spots geben soll. Dorthin gelangt man per Boot, was allerdings 6 Euro pro Fahrt kostet oder man könnte schwimmen. Für die letztere Variante entscheidet sich Micha. Ich finde die Idee mega sch... Einmal soll es je nach Gezeiten Strömungen geben, zum andern fahren ständig Boote hin und her und wenn die Bootsfahrer genauso gut fahren wie die Mopedfahrer hier...
Aber mein Mann lässt sich trotz meines enormen Protestes nicht davon abhalten und er meint, wir sollten es wenigstens probieren. Immerhin lässt er sich darauf ein, dass wir erstmal zu den Booten schwimmen, die vor Anker liegen. Beim letzten Boot angekommen, schwimmen wir über den gefährlichsten Teil, wo es vielleicht eine Strömung gibt, wir haben schon fast die Boote auf der gegenüberliegenden Seite erreicht, da fährt ein Boot auf uns zu und der Bootsführer schimpft und schimpft auf uns ein, macht Fotos von uns und verlangt, dass wir wieder zurück schwimmen. Ich habe es ja gleich gewusst!! Sch... Idee!!!! Micha wehrt sich noch ein bisschen, schwimmt ganz langsam (wahrscheinlich, weil er doch noch rüber will, denn das Boot ist inzwischen weggefahren), aber mich hält hier niemand mehr, ich schwimme zurück zum Steg. Nach ein paar Minuten kommt das Boot zur Kontrolle, ob wir wirklich umgekehrt sind, zurück. Da Micha ja immer noch rumpaddelt, wird er gleich nochmal getadelt. Als ich am Steg ankomme, steht da ein deutsches Päarchen (die auch in unserem Guesthouse sind) und die sagen mir, dass der Mann gleich eine 4-stündige Schnorcheltour beim Restaurant Dee Dees gebucht hat und sich freuen würde, wenn wir mitkämen, da seine Frau keine Lust hat. Ich bin gleich voll auf begeistert, v.a. weil wir die einzigen sind und das demzufolge keine Massenveranstaltung wird. Micha, der nun auch endlich angekommen ist, lässt sich dazu überreden, denn: Happy wife, happy life!😀
Die Schnorcheltour geht auch gleich los (kostet etwas über 30 Euro für uns beide zusammen) und der Bootsfahrer bringt uns zu tollen Spots (nicht die üblichen, die alle anfahren). Am ersten Spot gibt es unzählige bunte Fische, das kommt schon sehr an französisch Polynesien ran, Fischschwärme, die vorbeiziehen und eine wunderbare Sicht. Dann bringt der Fahrer uns noch zum Unterwasservulkan, bei dem wir gestern so gar nicht erfolgreich waren und heute, weil wir die richtige Stelle gezeigt bekommen, sehen wir auch tatsächlich die Blubberblasen, die vom Meeresgrund aufsteigen und es riecht nach Schwefel. Das Wasser ist aber nicht wärmer als woanders. Dann werden wir noch zu zwei anderen Schnorchelspots mit wundervollen Korallengärten gebracht. Schön, dass hier die Korallenbleiche noch nicht ganz zugeschlagen hat. Es gibt leuchtend grüne, gelbe und blaue Korallen und table-Korallen (Tischkorallen??), auch hier schwimmen viele bunte Fische herum, süße kleine Nemos in Seeanemonen, gelb gepunktete Kofferfische, Seenadeln, Papageien-, Stein-, Lipp- und Feuerfische, Langusten und andere, die ich leider nicht kenne. Beeindruckend!
Das hätten wir alles nicht gehabt, wenn wir blöd zur anderen Insel geschwommen wären. Auch Micha ist nun sehr froh, dass unser Vorhaben gescheitert war.
Am Abend gehen wir nochmal im Olala das letzte Mal essen und trinken unseren letzten Rum auf unserer schönen Terrasse, in der Hoffnung in Jakarta neuen kaufen zu können.😅Lue lisää
Hungrig in Jakarta
27.–30. syysk. 2024, Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C
Der heutigen Tag ist mit Abreise aus Pulau Weh und Flug nach Jakarta ausgefüllt. Robi vom Guesthouse hat uns gestern schon ein Tuk Tuk besorgt, was heute pünktlich 6.30 Uhr vor dem Guesthouse auf uns wartet, also wieder mal früh aufstehen. Der Fahrer bringt uns zum Hafen, hält unterwegs nochmal, um uns hiesige Süßigkeiten zu besorgen (die Leute hier sind sehr sehr freundlich!!), die aber extrem süß sind und 8 Uhr nehmen wir das Schnellboot nach Banda Aceh. Glücklicherweise sind wir schon früher da, um ein Ticket zu kaufen, denn heute wollen sehr viele Leute dahin. (Es hätte aber 8 Uhr auch noch die langsame Fähre, die zwei Stunden braucht, gegeben). Ob die heute, am Freitag vielleicht alle zum Gebet nach Banda Aceh wollen😅??
Da unser Flug nach Jakarta erst 14 Uhr losgeht, haben wir noch etwas Zeit in Banda Aceh. Der Tuktuk-Fahrer auf Pulau Weh hatte uns gleich angeboten, dass sein Freund uns in Banda Aceh zum Flughafen bringen kann. Dieser steht auch gleich am Hafen und nimmt uns in Empfang. Ihn fragen wir, ob wir vorher noch zum Tsunami Museum fahren können. Klar das geht, aber da heute Freitag ist, ist das Museum geschlossen (wir schaffen es einfach nicht, es anzusehen), aber er bringt uns trotzdem hin, denn davor kann man Fotos von dem gesamten Tsunami-Drama sehen. Allerdings nur sehr wenige, also es lohnt sich nicht, an einem Freitag dahin zu fahren Dann geht es zum Flughafen, dort müssen wir eine Stunde am Gate auf unseren Flug warten, warum auch immer. Das Flugzeug sieht auch nicht besonders sicher aus (war diese Fluggesellschaft vielleicht eine der, von denen ein Flugzeug abgestürzt war???) Aber wir überstehen den Flug und landen sicher in Jakarta. Dort nehmen wir den Zug zu dem Apartment, das wir über Airbnb gemietet haben. Das habe ich extra ausgewählt, weil gleich in der Nähe eine riesige Shoppingmall ist, wo es ein deutsches Restaurant (Brauhaus) geben soll. Ich will unbedingt mal wieder Schwein essen, am besten ein halbes Schwein auf Toast!!!
Als wir endlich am Abend im Apartment ankommen, was doch nicht so einfach war, denn der Weg von der Zugstation dahin, war durch den starken Verkehr, die Menschenmassen und mit unserer offline-Karte komplizierter als erwartet, betreten wir das Apartment und stellen fest, dass weder die Betten frisch bezogen wurden, noch sauber gemacht wurde. Wir informieren erstmal die Vermieterin, die in einer Stunde herkommen will und nochmal eine Stunde zum Putzen braucht. Super!!😡
Dann gehen wir eben zuerst zum Brauhaus. Wir sind auch wahnsinnig hungrig, denn außer einer Kleinigkeit am Flughafen und den absolut nicht genießbaren Süßigkeiten haben wir den ganzen Tag nichts gegessen.
Im Shoppingcenter machen wir uns auf die Suche nach dem Brauhaus, was sich als heftige Enttäuschung herausstellt. Ohrenbetäubende bayrische Musik mit dem Geschrei von hunderten von Menschen, v.a. Chinesen erfüllt das Brauhaus und ein Blick auf die Karte verrät uns, dass Chinesen wohl gern bereit sind, umgerechnet 20 Euro für eine Bratwurst mit Sauerkraut auszugeben.
Ohne uns! Wir gehen ins EG der Shoppingmall und stellen fest, dass mittlerweile (21.30 Uhr) alle Restaurants schließen. Das ist jetzt mal blöd. Wir haben mega Hunger. Ok, also wieder raus, irgendwo wird es doch hier in der Nähe Food-Märkte geben, wir sind schließlich in der noch Hauptstadt Indonesiens. Schließlich finden wir auch einen und können irgendwas Japanisches essen - undefinierbar zwar, aber sieht genießbar aus. Dann gehen wir zurück ins Apartment, was in der Zwischenzeit sauber gemacht wurde, genießen von unserem Balkon den Ausblick aus dem 27. Stock und fallen völlig erschöpft ins Schlafkoma.Lue lisää
Alptraum Jakarta
28. syysk.–1. lokak. 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 32 °C
Heute wollen wir also Jakarta einen Besuch abstatten. Zuerst stornieren wir aber unseren morgigen Flug nach Kalimantan, denn in dem Tanjung Nationalpark, in den wir fliegen wollen, gibt es nur Klotok(Hausboot)-Fahrten, die 350 Euro pro Person für 2 Nächte kosten sollen. Es gibt auch keine günstige Unterkunft, von der wir aus Tagesfahrten machen könnten und 700 Euro für Orang Utans und Nasenaffen sind uns zu teuer. Wir fliegen dann ja noch in einen anderen N.P. Kalimantans. So entscheiden wir uns für einen Flug von Jakarta nach Yogyakarta (45 Euro p.P.) am übernächsten Tag. Die ganzen Flugumbuchungen nehmen viel Zeit in Anspruch und wir kommen erst spät los. Aber macht ja nichts, wir haben ja den morgigen Tag auch noch für Jakarta. Dann fahren wir mit S-Bahn und Zügen zum Monument, das 132 m hoch ist. Heute sind 38 Grad (durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlt sich das 10 Grad mehr an), die Sonne prallt auf unsere Köpfe, ich habe das Gefühl, meine Havaiannas lösen sich auf und stehe kurz vor dem Kollabieren. Als wir endlich am Monument ankommen, ist gerade eine Militärparade, Panzer und anderes Kriegsgefährt fährt durch die Straßen und über uns fliegen Kampfjets, von deren plötzlichen Lärm wir erschreckend zusammenfahren. Von dem Monument hätte man von ganz oben eigentlich einen tollen Blick über Jakarta, aber wegen der Militärparade ist das heute geschlossen. Warum ist bei uns immer alles, was wir besuchen wollen, geschlossen???
Micha will zur 3.größten Moschee der Welt, aber ich bleibe in einem wunderschönen Eiscafé sitzen und genehmige mir ein leckeres Eis, denn die Moschee, die von außen wie ein Parkhaus aussieht (der Architekt war übrigens christlich, hat er deshalb so einen hässlichen Bau geschaffen?😅), interessiert mich kein Stück.
Dann laufen wir zur Altstadt (Kota) und bekommen nun auf dem Weg dahin erstmal einen Blick auf unendlichen Dreck und Armut. Aber das ist nur ein kleiner Anfang..., denn dann gehen wir zum Hafen, der im Reiseführer ausgelobt wird. Der Weg dahin, den wir blöderweise zu Fuß auf uns nehmen, verläuft durch hässlichstes Industriegebiet. So viel Dreck überall, Kakerlaken, Ratten, neben den Hütten stinkende, offene Abwasserkanäle, Straßen, die als Fußgänger lebensgefährlich zu begehen sind, weil es keine Fußwege gibt und dann noch diese unerträgliche Hitze. Es ist SCHRECKLICH!!
Als wir endlich am Hafen ankommen, stellt sich dieser als absoluter Reinfall heraus. Was steht im Reiseführer: das soll der weltgrößte Lastenseglerhafen und irgendwie schön sein???? Alles versinkt im Dreck. Man soll eine Hafenrundfahrt mit einem kleinen Holzboot machen und eigentlich will ich nur noch weg, aber da hat Micha schon mit einem alten zahnlosen Mann ausgemacht, dass er uns durch den Hafen tuckert. Als ich in das schrottreife Boot einsteige, bin ich eigentlich schon am Anschlag. Auf dem Boot krabbeln überall komische Käfer, die viel Ähnlichkeit mit Kakerlaken haben (hatte ich schon mal von meiner Kakerlakenphobie berichtet??) Wir werden durch das völlig verschmutzte schwarze Wasser kutschiert (kann man sich eigentlich dadurch Krankheiten holen, wenn man auf dieser Wasseroberfläche langfährt?) und fahren an uralten Lastenseglern vorbei (die sind noch im Einsatz!!!) und an Kindern aus dem Slums, die in diese schwarze Brühe hinein springen und fröhlich baden!! Wir können es nicht fassen!! Dann setzt uns der freundliche alte Mann an einer anderen Stelle wieder ab, wo wir über ein Boot, dann bei jemanden durchs Wohnzimmer (Slum-Bretterbude) und über eine Mauer an einer wackeligen Holzleiter klettern müssen und auf der anderen Seite durch eine kleine Müllhalde laufen. Ich weiß nicht, wie wir diesen Dreck je wieder von unseren Schuhen, Klamotten und Körper abbekommen sollen, vielleicht sollte man sich in einen großen Behälter mit Desinfektionsmittel stellen??
Über eine Straße erreichen wir wieder so was ähnliches wie Zivilisation. Hier stehen alte Lagerhäuser im Kolonialstil aus der Zeit der Holländer, als Jakarta noch Batavia hieß.
Dann lassen wir uns mit dem Tuk Tuk (am besten nicht mehr Laufen, weil es durch den Verkehr zu gefährlich ist) zur Altstadt bringen. Auf dem großen Platz der Kota, der von alten Kolonial-Gebäuden gesäumt ist und auf dem Bands spielen, sitzen viele junge Leute und hören begeistert der Musik zu. Nette Studenten wollen wieder mal Interviews mit uns durchführen, weil sie ihr Englisch verbessern wollen, dann trinken wir noch einen Saft und fahren zurück in unsere saubere, reiche, von modernen Hochhäusern und riesigen Shoppingcentern umgebende Region. Was für krasse Gegensätze!!
In einer Shoppingmall decken wir uns wieder mit Rum ein (Was für eine Freude!!😅) und leckeren westlichen Frühstückssachen, gehen ganz gut essen und kehren in unser schönes Apartment zurück, wo wir stundenlang den Dreck von unseren Körpern und den Klamotten waschen und dann im Pool, der zum Apartment gehört, schwimmen gehen. Chlorwasser reinigt ja auch!😂Lue lisää
Noch einen Tag Jakarta überstehen
29. syyskuuta 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 32 °C
Wir frühstücken gemütlich, buchen uns eine Unterkunft für die nächsten Tage und gehen wieder im Pool schwimmen. Eigentlich will ich heute nur hier im Apartment verbringen, aber Micha möchte gern noch etwas von Jakarta sehen. Ok, ich möchte meinen Mann nicht alleine den Gefahren dieser Hölle aussetzen, also gehen wir mittags los. Dieses Mal hat uns Micha einen alternativen, kürzeren Weg zum Bahnhof ausgesucht, nicht ahnend, dass die Abkürzung durch ein Slum-Viertel verläuft. Oh, nein, nicht schon wieder!! Das Grauen pur! Ich beobachte gerade, wie eine Katze einer Ratte hinterher jagt. Ich hatte mich schon gestern darüber gewundert, warum die Katzen hier ganz gut ernährt aussehen! 😅
Im Reiseführer steht, dass Touristen einen kostenlosen Trans-Jakarta-Doppeldeckerbus nehmen können, der eine kleine Rundfahrt durch Jakarta unternimmt. Als wir die Haltestelle dafür finden, kömnen wir erst den nächsten Bus nehmen, weil der gerade abfahrende schon zu voll ist. Heute ist Sonntag und alle Indonesier sind auf die Idee gekommen, lustige Ausflüge zu unternehmen. Wir warten eine halbe Stunde an der Haltestelle und im Bus nochmal eine viertel Stunde. Dann fährt der Bus los. Es gibt sogar einen Mann, der etwas zu den Gebäuden erzählt, allerdings auf Indonesisch. Ja, der Bus soll zwar für Touristen sein, aber es gab ja keine Angabe dazu, dass es sich nur um einheimische Touristen handelt!😅
So sitzen wir ziemlich verloren in dem Bus, in dem wir nicht mal richtig Platz für unsere langen europäischen Beine haben, weil die Indonesier alle sehr klein sind. Nach nur 20 Minuten (!!)ist die Rundfahrt an der Altstadt beendet. Alle sollen aussteigen. Aha!
Nun, ok, jetzt gehen wir noch in die vom Reiseführer empfohlene China-Town. Wir gehen zu Fuß, ist ja nur 1 Kilometer. Aber da haben wir automatisch wieder mal den allerschönsten Weg ausgewählt!🙈
Dreck, dreckig, am dreckigsten. Armut über Armut! Wir gehen an einem Laden vorbei, in dem Tiere (wie ein Flughund und so was wie ein Marder), die wohl gegessen werden sollen, in Käfigen vor sich hin vegetieren. Es ist alles so fürchterlich, dass ich kurz vorm Heulen bin. Das China-Viertel stellte sich als einziges Schmutzloch heraus. Wer hat eigentlich den Teil des Reiseführers über Jakarta geschrieben??? Selbst Micha, der viel aushält, ist an seine Grenzen gekommen. Wir laufen im Eilmarsch zurück zur Kota, in der eine andere Welt herrscht, lassen wieder mal Interviews über uns ergehen und kehren schnurstracks in unser Apartment zurück. Warum sind wir nicht im Apartment geblieben und haben den schönen Pool und das Fitnessstudio genutzt???
Dafür gehen wir in der Mall noch lecker Pizza und Eis essen, ein kleiner Trost für diesen Horrortrip!Lue lisää
Kleine Planänderung: Yogyakarta
30. syysk.–3. lokak. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 33 °C
Außer unserem Abstecher nach Jakarta war Java auf unserer Indonesienreise gar nicht geplant, aber da sich der Tanjung Nationalpark auf Kalimantan als so überteuert herausstellt, buchen wir kurzfristig unsere Flüge um und fliegen nach Yogyakarta, was mich sehr freut, denn eigentlich wollte ich schon gern die beiden hiesigen UNESCO Weltkulturerbestätten besuchen. (Micha war vor fast 40 Jahren schon mal hier, so dass sein Interessen diese nochmal zu sehen, sich in Grenzen hielt). Also kurzer Hand fliegen wir hierher, nehmen uns ein sehr niedliches Guesthouse ( Rumah Sawa) mit Pool mit einem sehr hübsch angelegten Garten, aus dem es in jeder Ecke nach einer anderen Blüte betörend duftet. Da wir abends ankommen, gehen wir nur noch schnell in einem kleinen Restaurant in der Nähe essen und unterhalten uns mit einem weiteren Gast in der Unterkunft, einem sehr netten Italiener, der schon sehr viel auf seinen spannenden Reisen erlebt hat. Für die nächsten zwei Tage buchen wir Eintrittstickets für die Tempelanlagen Prambanan und Borobur und mieten uns einen Roller.
Die Nacht schlafen wir sehr schlecht, weil die Klimaanlage bei nächtlichen 30 Grad nicht richtig kühlt und weil eine Ameisenstraße über uns drüber klettert. (Micha dachte, er träumt das nur😅)
Der nette Besitzer der Unterkunft gibt uns als Entschuldigung ein kostenloses Upgrade auf ein größeres und besser ausgestattetes Zimmer. Dann bringt er uns Tee, Kaffee und Saft von Mangos aus seinem Garten. So gestärkt fahren wir mit dem Roller zunächst zum Kraton und anschließend zum Prambanan. Die Rollerfahrt ist eine ziemliche Herausforderung hier, zwar ist der Verkehr nicht so schlimm wie in Jakarta, aber auch Yogyakarta ist eine große Stadt und Ampeln oder sonstige Verkehrsregeln werden auch hier völlig überbewertet. Bevor wir
zum Kraton, dem Sultanspalast gelangen, werden wir hier in eines der tausenden Batikläden gelotst. Interessant und aufwendig ist die Batiktechnik schon, denn zunächst wird mit einem Pinsel Wachs auf den Stoff nach einem vorgezeichneten Muster aufgetragen, dann Natur-Farben und dann wird der Stoff mit heißem Wasser abgewaschen, so dass der Wachs abgespült wird. Übrig bleibt das Muster bzw. Bild, auf dem kein Wachs war. Fast lasse ich mich dazu verleiten, eines der schönen Bilder zu kaufen, entscheide mich aber doch dagegen und wir gehen zum Kraton, dem Sultanspalast. Naja, so ein richtiger Palast ist das nicht, eher so ein weitläufiges Gebiet mit vielen Pavillons. Lohnt sich nicht!
Dann gehen wir noch zum Taman Sari, dem fast 300 Jahre altem Wasserschloss, das ursprünglich ein Lustgarten war. Leider wurde hier nicht viel restauriert außer dem ehemaligen sehr schönen Badeplatz.
Da wir noch Zeit haben, um zum Prambanan zu gehen (man bekommt Tickets für eine bestimmte Zeit), gehen wir in ein gerade neu eröffnetes Restaurant, wo sich der Besitzer und Koch sehr viel Mühe geben. Aber trotzdem schmeckt auch hier das Essen alles gleich. Es gibt eigentlich immer nur Reis, alternativ Nudeln mit Hühnchen und Möhren und Erbsen. Boah, ist das eintönig! Ich verstehe nicht, warum die hier in Indonesien nicht ihre riesige Auswahl an Gemüse-und Obstsorten in ihren Speisen verwenden.
Dann fahren wir zum Prambanan, eine der größten hinduistischen Tempelanlagen in Südostasien, die aus dem 9 Jahrhundert stammt. Der Haupttempel wurde gut restauriert (die Anlage wurde durch häufige Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen), während die umliegenden kleineren Tempel momentan immer peu à peu restauriert werden.
Die ganze weitläufige Anlage ist aber wirklich sehr sehenswert und erinnert ein bisschen an Angkor Wat. Da es schon später Nachmittag ist, wird das Licht nun auch schöner und wir sind auch nur noch mit wenigen Touristen da und schauen uns den Candi Sewu Komplex an, der der Legende nach der "tausendste" unvollendete Tempel sein soll. (Gefällt mir das alles hier sehr gut!! Ich freue mich, dass wir umgebucht haben)
Dann geht es zurück nach Yogyakarta und wir essen in einem italienischen Restaurant, wo es besser schmeckt als in manch Restaurant in Italien.
Ein wunderschöner Tag war das!!😍Lue lisää
Brombo...Borobudur oder wie heißt das??
2. lokakuuta 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 31 °C
Trotz unseres hübschen Zimmers, bequemer Betten, funktionierender Klimaanlage und fehlender Ameisenstraße schlafen wir beide schlecht. Nun das ist schon alles hier sehr körperlich herausfordernd - Erholungsurlaub ist was anderes!
Wir haben uns gestern noch Obst und Joghurt gekauft, denn Reis oder Nudeln auch noch zum Frühstück muss nicht sein. Dann drehen wir (wie zu Hause) unsere morgendlichen Pool-Runden und fahren zum weiteren UNESCO Weltkulturerbe, dem Brombudo oder Borobudur oder wie auch immer der Tempel heißt (ich kann mir den Namen einfach nicht merken). Hierfür hat Micha Tickets gekauft, mit denen wir auf dem Tempel herumlaufen können. Weil dieser nämlich durch die ständigen tausenden Besucher stark in Mitleidenschaft gezogen ist, dürfen nun nur (!) noch insgesamt 1200 Leute täglich darauf. Man bekommt hübsche Schuhe (oh, die gefallen mir gut-habe ich auch gleich behalten), die in der Tempelanlage angezogen werden müssen und geht mit einer etwa 20 Mann großen Gruppe und einem Guide zum Tempel. Borobudur ist die größte buddhistische Anlage der Welt. Was für ein Tempel! Beeindruckend!! Die Lage ist auch so hübsch, ringsherum mit Blick auf die Hügel, Vulkane und Reisfelder. Und einfach unvorstellbar, wie die Menschen vor über tausend Jahren dieses herausragende Bauwerk zustande bringen konnten. Im Uhrzeigersinn läuft man den Tempel hinauf und kommt damit der Erleuchtung, der zentralen Stupa immer näher. Die unteren Ebenen, die rechteckig verlaufen, stehen sinnbildlich für die irdische Lebenssicht mit ihren Bedürfnissen und Wünschen, was auf den ganzen Reliefs dargestellt ist. Die oberen Ebenen verlaufen rund, ohne Anfang und Ende und ohne Reliefs, aber mit vielen Stupas, die diamantförmige Öffnungen haben, was eine gewisse Instabilität und Beeinflussbarkeit durch die irdische Welt kennzeichnen soll. Die Stupas, die höher liegen, zeichnen sich durch rechteckige Öffnungen aus, die mehr Stabilität auf dem Weg zur Erleuchtung darstellen und die oberste Stupa hat keine Öffnungen mehr und kennzeichnet die vollkommene Erleuchtung.
Wir haben 15 Minuten Zeit, auf den oberen Ebenen herumzulaufen und Micha, so deutsch und regelkonform wie er ist, drängt dazu, exakt nach 15 Minuten zum Guide zurückzukehren. Dann müssen wir mit der ganzen Gruppe wieder runtergehen. Schade! Wären wir einfach mal noch ein bisschen da geblieben. Wäre gar nicht aufgefallen! Der Guide erklärt uns, wie wir jetzt zum Ausgang zurück gehen müssen und eigentlich will ich denselben Weg gehen, den wir gekommen sind, aber Micha meint, dass wir doch so gehen sollen, wie der Guide erklärt hat. Das gestaltet sich jedoch sehr schwierig, denn man gelangt zu Verkaufsständen (war ja klar!!), zwar am Museum vorbei, das momentan aber leider geschlossen ist und plötzlich sind wir auf dem weitläufigen Gelände völlig verloren und finden nicht mehr heraus. (Warum hören wir immer auf meinen Mann!!!) Endlich, nachdem wir mehrmals fragen und natürlich immer wieder an den Verkaufsständen vorbei müssen, finden wir einen Shuttlebus, der uns zum Eingang/ Ausgang zurückbringt.
Dann geht es mit unserem Moped in die Stadt zurück und noch auf die Malioboro, einer Einkaufsstraße mit vielen Geschäften, allen voran Batikgeschäften und Süßigkeitenläden. 18.30 Uhr wird allabendlich die Straße für den Verkehr gesperrt und dann öffnen kleine Essensstände. Eigentlich will Micha da essen, aber ich weigere mich, denn ich bin froh, dass es bisher, in den über 3 Wochen Indonesien unserem Magen noch so gut geht. Ich möchte zu einem Restaurant, das im Reiseführer empfohlen wird. Als wir dort mit dem Moped ankommen, müssen wir feststellen, dass es das Restaurant nicht mehr gibt. Sicherlich Corona geschuldet, wie so vieles in der Zeit aufgegeben wurde. Mittlerweile ist es 20 Uhr, wir haben bis auf unser Joghurt-Frühstück und einem Eis wieder mal nichts gegessen (ich glaube, wir haben schon 5 Kilo abgenommen, seit wir in Indonesien sind), nun fällt die Wahl auf ein klitzekleines japanisches Restaurant, das zwar wirklich nur eine beschränkte Auswahl hat, was sich dann allerdings als überraschend lecker herausstellt. Nach dem Essen geht es zurück ins Guesthouse, wir packen Koffer, nutzen den schönen Pool und gehen schlafen. 5.30 Uhr wird nämlich die Nacht schon wieder zu Ende sein.Lue lisää
Palangkaraya
3.–6. lokak. 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C
Den gestrigen Tag verbringen wir mit dem Flug von Yogyakarta über Jakarta nach Palangkaraya auf Kalimantan. Aber am Flughafen in Jakarta treffen wir zunächst unsere Freunde Daniel und Nate. Das wird eine Überraschung, weil sie nichts von unserer Planänderung wissen, sondern uns schon seit mehreren Tagen auf Kalimantan wähnen. In der Lounge treffen wir die beiden. Unsere Nate ist im 5. Monat schwanger und hat schon ein kleines Bäuchlein dran.
Zusammen fliegen wir nach Palangkaraya, wo wir drei Nächte bleiben. Im Bukit Raya Guesthouse sind wir untergebracht. Der Adoptivsohn der Besitzer (Rizal) kümmert sich rührend um uns. Eigentlich wollen wir hier in den Sebangau Nationalpark, aber er redet uns das aus, weil er meint, dass es viel zu teuer wäre und die Chance, Orang Utans zu sehen, sehr gering ist. Ja, ich bin mir da aber nicht so sicher, denn im Reiseführer steht, dass es toll sein soll. Naja, wir lassen uns für heute für eine Tour zu den Auswilderungsinseln im Tangkili Park überreden. Morgens gemütlich 10 Uhr geht es los. Wir fahren mit Rizal los, kommen zu einem Bootsanleger und sind dort mit einer Familie aus Jakarta die einzigen, die eine Bootstour unternehmen wollen. Der Fluss und der Dschungel sehen wunderschön aus und eine tolle Atmosphäre liegt darüber. Wir sind nur wenige hundert Meter unterwegs, da kommen wir zur ersten Plattform, auf der Obst und Gemüse ausgelegt ist und wo schon zwei Orang Utans sitzen. Und wenige Minuten später erscheinen noch mehr, sogar zwei ältere Männchen mit ihren ausgeprägten Wangenwülsten (je älter sie sind, umso ausgeprägter sind diese). Und dann bewegen sich die Äste und noch mehr Orang Utans, u.a. eine Mama mit Jungtier nähert sich. Die Orang Utans hier sind an Menschen gewöhnt, oftmals wurden sie aus der Gefangenschaft befreit, da Dayak-Völker im Landesinneren sie manchmal als Haustiere halten. Mittlerweile ist das zwar verboten, aber bei einheimischen Dayak-Völkern doch nicht so unüblich. Manches Mal werden auch Jungtiere gerettet, die ihre Mutter verloren haben. Auf diesem riesigen Gebiet hier sollen die Orang Utans nun daran gewöhnt werden, wieder allein, ohne menschliche Hilfe, zu leben, selbst Futter zu finden und typische soziale Verhaltensweisen zu erlernen. Das gestaltet sich aber oft nicht einfach, da die intelligenten Tiere natürlich die bequemere Weise bevorzugen, Futter zu suchen, das immer an denselben Stellen liegt. Aber die nächste Generation lernt dann wieder das "wilde Leben" und irgendwann ist dieses Auswilderungsprogramm nicht mehr notwendig.
Wir sind auf jeden Fall sehr erfreut, dass wir so viele Tiere sehen können, denn dadurch das diese Gebiet hier so groß ist, ist es auch nicht sicher, dass man welche sieht. Aber wir haben wahnsinnig viel Glück und nach stundenlangen Beobachtungen fahren wir weiter und treffen auf noch mehr Tiere. Ist das schön!!!
Nach etwa drei Stunden fahren wir zurück und besuchen noch ein Dayak-Gebetsstelle. Hier wird gerade eine Zeremonie vorbereitet. Neben einem riesigen Felsen stehen ganz kleine Häuschen, in denen Opfergaben abgelegt werden. Schade, eigentlich wollen wir noch ein Dayak-Dorf besichtigen, aber irgendwie ist das heute nicht möglich. Das wäre sicher sehr interessant geworden, denn oft stehen vor den Wohnhäusern kleine Häuschen, in denen die Knochen der verstorbenen Familienangehörigen liegen. Wenn die Angehörigen sterben, werden sie zunächst beerdigt, nach einigen Jahren, das hängt von der stattfindenden Dorfzeremonie ab, die aller paar Jahre stattfindet, werden die Angehörigen wieder ausgebuddelt und entweder die Knochen (kommt auf den Zustand der Verwesung an) in die Häuschen gelegt und wenn aber noch etwas Fleisch und Haut dran ist, werden die Knochen mit einem Messer abgeschabt. Schon ganz schön makaber😅!
Den Ausflug beenden wir in einem hippen Café, dessen Besitzer der Freund von Rizal ist. Hier sitzen viele junge Leute und alles ist sehr ökologisch ausgerichtet. Es gibt kein Plastik, viele Getränke werden aus selbstangebauten Früchten hergestellt und es gibt selbstgebackene Brownies, die wahnsinnig lecker schmecken. Wir werden auch noch eingeladen, selbsgebrannten Arak (Reisschnaps) zu trinken, der auch unerwartet gut schmeckt. Dann geht es in die Unterkunft zurück und wir lassen uns am Abend per Grab Taxi in ein Restaurant in der Nähe bringen.Lue lisää



































































































































































































































































MatkaajaEins schöne Reise 🥰🥰
MatkaajaViel Spaß euch beiden 🙋♂️ Bin schon sehr gespannt auf eure Tour. Und wie lange ihr unterwegs seid 😉