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Ruanda und Uganda - Die Perle Afrikas

Auf der Suche nach den Berggorillas もっと詳しく
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    🇺🇬 Kampala, Uganda

    Kampala - Ugandas Hauptstadt

    今日, ウガンダ ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir machen uns auf zu unserer letzten Etappe nach Kampala, Ugandas Hauptstadt. Die Stadt will erobert werden. Für die letzten 10km benötigen wir unglaubliche 3,5 Stunden. Die Stadt zieht alle Register, um uns das unnachahmliche Chaos afrikanischer Straßen zu vermitteln. Die Luft ist staubig und stinkt nach Abgasen. Wir bewegen uns in Zentimeterschritten vorwärts. Rechts und links überholen Bodo Bodos und Mini-Van Taxis auf unsichtbaren Wegen. LKW reiht sich an LKW. Man klebt Stoßstange an Stoßstange. Läden und Stände reihen sich aneinander. Es gibt alles vom Sofa, über Solarpannels, Wassertanks und Wasserkanister, Hosen, Schuhe. Autoreifen, Fleisch und Obst. Zwischen die Autos quetschen sich Verkäufer wie eine Karawane, die den Staugeplagten Getränke, aber auch Gürtel und Schuhe verkaufen wollen. Auf wundersame Weise bahnen sich Krankenwagen ihren Weg durch das Chaos. Irgendwie gibt es Platz für sie. Motorräder beladen mit allem, was man sich vorstellen kann, von lebenden Hühnern bis zu ganzen Matratzen oder - leeren - Särgen, schlängeln sich durch den Verkehr. Manche sind durch die Beladung breiter als ein LKW. Ein Motorradlaster mit Getränken ist viel zu schwer beladen. Er kommt den berg nicht hinauf und rollt langsam rückwärts wieder hinunter in die kommenden Autos hinein. Autos und Lastwagen teilen sich die Straße mit Fußgängern, Fahrrädern und Kühen, während sich Marktstände bis an den Straßenrand drängen. Der Wahnsinn der afrikanischen Duseligkeit – ein charmantes Durcheinander, das uns die letzten Wochen zwar schon immer begleitet hat, hier in Kampala aber extreme Ausmaße annimmt.
    Kampala ist die pulsierende Hauptstadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde und heute das kulturelle, wirtschaftliche und politische Herz Ugandas bildet.
    Doch auch sie hat eine dunkle Seite in der Geschichte des Landes. Die Märtyrer von Uganda sind eine Gruppe von 22 katholischen und 23 anglikanischen Christen. Sie wurden zwischen 1885 und 1887 im Königreich Buganda (heutiges Uganda) auf Befehl von König Mwanga II. hingerichtet, weil sie sich weigerten, ihren christlichen Glauben aufzugeben. Papst Paul VI. sprach die katholischen Märtyrer 1964 heilig. Sie starben durch Enthauptung oder wurden auf grausame Weise lebendig verbrannt, vor allem in Namugongo und Munyonyo. Heute ist der Märyrerschrein in Namugongo ein bedeutender Pilgerort in Uganda.

    Ich liebe diese Straßenszenen und könnte mich darin verlieren, immer weiter zu fotografieren. Ihr mögt es mir nachsehen.
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  • Adrift River Club

    昨日, ウガンダ ⋅ ⛅ 28 °C

    Der Adrift River Club liegt außerhalb Jinjas direkt am Nil. Unser Zeltbungalow liegt oberhalb der Nilwasserfälle. Der Blick ist atemberaubend. Auf unsererTerrasse steht eine Außenbadewanne. Baden oberhalb des Nils mit Blick auf die Wasserfälle. Was gibt es schöneres? Weniger schön sind die exorbitant riesigen Spinnen, die überall in größter Menge an den Bäumen hängen. Es gibt sie in riesig gelb und in bunt, einige eher schwarz. Ich und Spinnen. Das ist heute schon eine harte Übung. Nachdem wir die wunderschöne Anlage durchstreift und viele Spinnen fotografiert haben, ich muss mich ja meinem Feind stellen, entdecke ich einen Traumblick auf den Fluss. Unerreichbar hinter einem Zaun. Aber es gibt einen Weg.
    Also nichts wie raus aus dem Hotel, der Piste folgen und schließlich auf eine kleinen Pfad abbiegen. Perfekt. Den habe ich gesehen und so stehen wir nach kurzer Zeit vor den drei Wasserfällen des Nils. Die Aussicht - gigantisch. Das Rauschen, die Gischt, die Wasserfälle und dann auch wieder die Ruhe des Wassers. Es erinnert mich sehr an den Sambesi. Wir klettern über einige Felsen ans Ufer hinunter und plötzlich sind wir überhaupt nicht mehr allein. Hier scheint das gesamte Dorf zu baden und zu schwimmen. Wir entdecken immer schönere Aussichtspunkte über diese traumhafte Landschaft und plötzlich sitzt sie vor mir. Eine knallblaue Echse. Ich kenne sie in rot, aber blau. Wie genial ist das denn. Während ich sie beobachte und fotografiere, entdecke ich eine grüne und eine hellblaue. Sie sind überall und wärmen sich auf den warmen Felsen. Wir können uns nicht sattsehen und bleiben, bis die Sonne langsam untergeht.

    Zurück im Zimmer lasse ich die Badewanne auf der Terrasse ein und genieße ein Nachtbad oberhalb des Nils. Die Grillen zirpen, das Wasser rauscht und plötzlich klettern Rotschwanzaffen über mir in den Bäumen. Mit solchen Erlebnissen habe ich heute nicht gerechnet.
    Wir beenden den Tag mit einem herrlichen Abendessen, aber ohne Nile on the Nile. Es muss ein Cocktail her. Und zwar einer mit Uganda Waragi (Gin). Insekten lieben Wasser und so umschwirren uns bei Essen tausende Flugobjekte. Das Tischtuch ist nach kürzester aceites schwarz gepunktet von größeren und kleineren Flugobjekten.
    Nun liege ich im Bett und lausche dem Rauschen des Wasserfalls. Die Grillen zirpen und jeder versucht den anderen an Lautstärke zu übertreffen. Doch da haben sie die Rechnung ohne ein besonderes Tier gemacht. Ich weiß nicht, was es ist. Ich vermute auch eine Grille. Sie klingt, als ob Glöckchen aneinander klingen. Wie ein asiatisches Windspiel. Durch diese wunderschönen Geräusche übertönen sie sowohl Nil als auch Grillen, obwohl sie überhaupt nicht laut sind. Irgendwann muss ich dann wohl eingeschlafen sein. Als ich mitten in der Nacht nochmals aufwache, ist die Geräuschkulisse eine völlig andere. Natürlich rauscht der Nil noch, aber die Grillen sind still und zirpt ein Tier, das immer nur einen einzelnen Ton von sich gibt. Am Morgen turnen nochmals die Rotschwanzaffen über unser Zelt. Was für ein wundervoller Ort,
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  • Die Quelle des Nils

    昨日, ウガンダ ⋅ 🌙 23 °C

    Unsere Routinen sind perfektioniert. Nach dem Frühstück wird das Mittagessen ausgewählt und nach dem Mittagessen gleich das Abendessen bestellt. Vergisst meine eine der Bestellungen, dauert es gut und gerne zwei Stunden, bis das Essen auf dem Tisch steht. Ziehen wir weiter an einen neuen Ort, erreicht uns irgendwann eine WhatsApp mit der Essensauswahl für das Mittagessen. Wir wählen aus und wenn wir ankommen, steht das Essen auch pünktlich auf dem Tisch. Zu Beginn der Reise war es doch etwas befremdlich, wenn ich gerade satt und zufrieden schon das nächste Essen auswählen musste und doch so überhaupt keinen Hunger hatte. Doch das System hat sich bewährt und wir haben uns längst daran gewöhnt. Auch das Frühstück muss nach dem Abendessen bestellt werden, sonst dauert es, bis Früchte kleingeschnitten und der Tee aufgesetzt ist.
    Bisher dachte ich, dass ich schon in einigen großen ugandischen Städten gewesen bin. Alles war geruhsam. Der Verkehr gering. Nachdem wir Sipi verlassen haben, wird plötzlich alles anders. Die Straßen sind voll. LKW reiht sich an LKW. Dazwischen dutzende Mini-Van Taxis, in denen problemlos 20 Personen plus Gepäck Platz finden. Die bisher frische Luft stinkt nach Abgasen. Der rote Staub, den ich nie als Dreck empfunden habe, verwandelt sich in Grauen. Die dreckige lauft macht mir das Atmen schwer. Ich trinke plötzlich viel und huste ständig. Kommen wir durch Ortschaften vermischen sich die kleinen Holzbuden mit größeren bunten Geschäften. Schränke und Sofas gibt es überall im Angebot. Laute Musik schallt uns entgegen und plötzlich ist das so saubere Uganda zugemüllt. Wir können die kleinen Marktstände nicht mehr sehen, weil dutzende Autos davor parken, Menschen steigen ein und aus, Gepäck wird verladen. Woher kommen plötzlich all die vielen Autos, die wir in den letzten Wochen auf vielen 1000 Kilometern nie gesehen haben? Überholen ist schwierig. Als wir dann doch einmal auf der Gegenfahrbahn unterwegs sind, vergisst der LKW Fahrer aus dem Congo, dass man hier links fährt. Er kommt zu uns auf die Gegenfahrbahn rüber. Wir weichen an den Rand, doch dort steht ein Motorrad. Im letzten Moment reißt der Fahrer des Motorrads das Lenkrad zur Seite. Wir streifen das Motorrad nicht. Der Congo LKW zieht wieder nach links. Das war verdammt knapp.
    Da das Benzin im Norden von sehr schlechter Qualität ist, müssen wir jetzt dringend wieder tanken. Während die Tanks volllaufen, beobachte ich eine ältere Frau. Sie läuft zum Wasser, das eigentlich dazu verwendet wird, um die Scheiben zu putzen. Sie benützt es nun als Waschwasser und wäscht ihr Gesicht und die Hände.

    Die Route führt durch üppige Landschaften, vorbei an Bananenplantagen, Tee- und Zuckerrohrfeldern. Je näher wir Jinja kommen, desto deutlicher spüren wir den Einfluss des mächtigen Nils, der hier seinen Ursprung hat. Der Reis wächst, überall werden die Felder bestellt. Selbst die kleinsten Kinder holen hier mit 5l Kanistern Wasser. Kleine Jungs schleppen Feuerholz. Hier gibt es kaum ein Spielen. Schließlich erreichen wir Jinja, eine Stadt am Ufer des Viktoriasees. Wir fahren ans Ufer und treffen unseren Bootsführer.
    Von einem kleinen Steg im Victoria-Lake fahren wir hinaus zu dem Punkt, an dem der Nil seinen 6.650 Kilometer langen Weg zum Mittelmeer beginnt. Zunächst gleiten wir auf dem See dahin. Er hat ziemliche Wellen und unser kleines Boot schaukelt kräftig. Die Vogelwelt ist wunderschön. Wie aufgereiht sitzen sie am Ufer und scheinen sich uns nochmals zeigen zu wollen. Schließlich erreichen wir die Quelle des Nils. Das Wasser sprudelt von unten an die Oberfläche und dreht sich in Strudeln. Die Strömung und ist plötzlich sehr stark. Das kleine Boot kämpft. Wir erreichen eine kleine Insel, von der man die Hauptquelle sehen kann. Hier beginnt der längste Fluss der Welt. Was für ein Moment. Für uns schließt sich heute ein Kreis. Wir stehen jetzt am Anfang des Nils, haben ihn aber schon quer durch Ägypten begleitet, bis er ins Mittelmeer mündet. Ein toller Moment. Außerdem haben wir bereits den Albert Nil kennengelernt und erobern nun den Victoria Nil. Ein Fluss und so viele Namen. Während wir den añil hinunterfahren stellen wir fest, dass es keinerlei Wellen hat. Ganz glatt gleitet das Wasser mit uns dahin. Auf dem Rückweg gegen den Strom kämpft das Boot. Es dreht sich in en Strudeln. Die Landschaft ist ein Traum. Leider wird dieses wunderschöne Erlebnis ein klein wenig getrübt. Es gibt zwei Gerüche, die ich absolut nicht ertragen kann. Nummer eins, wenn man kein Deo verwendet und entsprechend riecht. Nummer zwei, wenn ich in ständige, Abgasqualm sitze. Egal ob von Autos oder Booten. Beides vereint sich hier zu einer ungeheuerliche. Mischung, die ich kaum ertragen kann. Ich bekomme Kopfweh und suche ständig einen Platz mit frischer Luft. Schade, denn mitten auf dem See/Nil ist die Luft eigentlich perfekt sauber. Dennoch ist es eine tolle Fahrt und das Erlebnis, am Beginn des Nils gestanden zu haben, ist grandios. Wieder mal ein Highlight dieser Welt erobert.

    Der Blick auf das Ufer mit seinen Gärten, Palmen und bunten Booten ist wunderschön. Zahlreiche Vogelarten – darunter Eisvögel, Reiher und Kormorane – begleiten unsere Fahrt. Wie begegnen nochmals Ottern. Doch sie sind hier sehr scheu und tauchen schnell in die Fluten des Flusses ab. Auf der Rückfahrt erkennen wir sehr genau die Grenze zwischen Nil und Viktoriasee. Der Nil spiegelglatt, der See mit deutlichen Wellen.
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  • Kinder Ugandas

    8月20日, ウガンダ ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir leben in Deutschland. Im Schulranzen befinden sich zwei Schulbücher. Er ist erschreckend schwer und da der Schulweg mit 300m ohnehin schon lang ist, nimmt man kurzerhand das Auto, fährt in die Schule und trägt den schweren Schulranzen ins Klassenzimmer. Vor der Schule entsteht Verkehrschaos. Die Parkplätze für die Lehrer sind längst belegt. Wozu brauchen sie auch einen Platz? Es wird in zweiter Reihe geparkt, Autos stehen in der Feuergasse und auf dem Gehweg, einige mit laufendem Motor, weil gerade der Ranzen 10m zum Schulhaus getragen werden muss, andere, weil man noch im Auto wartet. Es ist ein bisschen kühl, da bleibt man bei aufgedrehter Heizung lieber sitzen. Man könnte sich in den letzten beiden Minuten, bevor der Unterricht beginnt, erkälten. Es gibt aber auch Kinder, die ihren Schulranzen plus Sportbeutel alleine tragend, in die Schule kommen, den Gehweg nicht benützen können, weil dort Autos parken und nicht wissen, wie sie die Straße überqueren sollen, weil sie vor lauter Autos nicht sehen, ob ein Auto kommt. Und dann regnet es auch noch. Nun werden die Kinder mit einem 100m weiten Schulweg auch noch gefahren. Schließlich wiegt der Regenschirm schwer und man könnte nass werden. Das Verkehrschaos wird noch größer. Sind gar ein Gewitter oder noch schlimmer ein Sturm angekündigt, steht das Telefon morgens nicht mehr still. Es erreichen die Schule viele kreative Vorschläge, wie man mit dieser Gefahrenlage umzugehen hat. Wirklich wichtige Anrufe gehen unter. Das ist absolut nicht übertrieben. Das ist täglicher Wahnsinn.
    Nach der Schule müssen ein paar wenige Hausaufgaben erledigt werden. Zu viel darf es nicht sein. Die knapp 5 Stunden Schule waren schon anstrengend genug. Schließlich muss man dort ordentlich auf dem Stuhl sitzen und darf nicht die Füße auf den Stuhl oder den Tisch legen wie zu Hause. Danach beginnt der Freizeitstress. Flöte, Klavier, Fußball und Karate, Kunstschule und Tennis. Dazwischen trifft man sich auf eine halbe Stunde mit Freunden. Mehr Zeit bleibt leider nicht. Am Abend fällt ein, dass man noch nicht lesen geübt hat. Das ist zu viel verlangt. Der Tag war lange genug. So wichtig ist das auch nicht. Sollte es tatsächlich einen Tag geben, an dem es keine Termine gibt, sitzt man in seinem Spielzeugzimmer und weiß vor lauter Spielzeug nicht, was man damit spielen soll. Kreative Ideen braucht es nicht mehr. Alles vorgegeben.

    Wir reisen durch Uganda. Im Rucksack oder auf dem Kopf der Kinder befinden sich die Schulbücher. Viele Kinder tragen Kannen, mit ihrem Mittagessen. Wird Essen in der Schule angeboten, muss in gewissen Anständen von jedem Kind Feuerholz mitgebracht werden. Dabei handelt es sich nicht um kleine Ästchen, sondern um einen halben Baum. Getragen wird alles auf dem Kopf. Das Gepäck ist erschreckend schwer und da der Schulweg mit 15km oder mehr sehr lang ist, läuft man bereits um 6:00 Uhr bei Dunkelheit entlang der asphaltieren Landstraße los. Übersteigt der Schulweg die Laufzeit erheblich und sind die Eltern in der Lage zu zahlen, bleibt das Kind im Internat und kommt nur am Wochenende nach Hause. Wohnt man am Wasser, wird ins Kanu gestiegen und über den See gerudert, um die Schule zu erreichen. Die Wege sind weit und teilweise sehr gefährlich. Private Autos gibt es auf dem Land in Uganda kaum. Unterwegs sind einige wenige Public Busses, Safarifahrzeuge und LKWs in unterschiedlicher Größe. Und natürlich viele Motorräder, die gerne auch mal 5 Personen transportieren. Ihr wird die Masse in umgekehrter Weise optimiert. Viele Personen, wenig Fahrzeug. Die Kinder tragen ihre Schuluniform. Ist es kalt, wird über das Hemd zu Rock und kurzer Hose noch ein Pullover gezogen. Eine Heizung kennt man ohnehin nicht. So bilden sich ab morgens 6:00 Uhr kilometerlange Kinderzüge entlang der Straßen. Anhand der Uniform erkennt man, wer auf dieselbe Schule geht. Immer wieder gibt es entgegenkommende Kindergruppen, weil sie auf eine andere Schule in anderer Richtung unterwegs sind. Gehwege gibt es keine. Man läuft auf dem Seitenstreifen, weicht bei Verkehr auf angrenzendes Land aus. Viele haben noch das kleine Geschwisterchen an der Hand und geben es an einer anderen Schule/Kindergarten ab. Die kleinsten Kinder sind vielleicht 4 Jahre alt und legen diese Wege täglich zurück. Sehr oft allein. Wenn sie uns sehen, blicken wir in zunächst ernste Gesichter. Winken wir, huscht ein strahlendes Lächeln darüber, es wird zurück gewunken und mit einer echten Begeisterung und Inbrunst muzungu (Weißer) gerufen. Es entsteht wegen der 100en Kinder auf dem Schulweg kein Verkehrschaos. Sie wissen, wie sie im Dunkeln entlang der Straße ihren Weg zu finden haben. Es gehen nicht alle Kinder zu Schule, da sich viele Eltern die fehlende Arbeitskraft nicht leisten können. Ist die Schule aus bzw. ist Wochenende, wird mit angepackt. Kinder holen Wasser von der Wasserstelle und tragen den 20kg schwerem Kanister auf dem Kopf entlang der Straße weite Strecken nach Hause. Sie ziehen mit der Maxhete los, um Feuerholz zu besorgen. Große, schwere Äste, mit Kleinzeug fängt man hier nichts an und transportieren es kiloweise auf dem Kopf nach Hause. Oft sehen sie nicht einmal mehr unter dem Holz hervor. Wenn die Bananen geerntet werden, tragen auch Kinder ganze Stauden auf dem Kopf vom Feld nach Hause. Kinder transportieren ständig 20-40 kg auf ihren Köpfen. Das doppelte bis dreifache des eigenen Körpergewichts. Ich würde die Bananenstaude nicht einmal für einen kurzen Moment anheben können. Wie viel Kraft in Kindern steckt. Noch extremer empfinde ich es, wenn sie in den Steinbrüchen arbeiten und Steine kleinschlagen. Auch auf dem Feld haben sie nicht die Aufgabe Unkräutchen zu zupfen, sondern wie die Erwachsenen den schweren Boden zu hacken. Dabei haben sie immer ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn wir winken. Die Kleinen sind sich selbst überlassen und spielen in der Nähe der arbeitenden Eltern mit Holzstückchen oder was sie so finden. Spielzeug kennt hier niemand. Wollen die Mädchen Puppen spielen, binden sie sich entweder das kleine Geschwisterchen um, das sie ohnehin oft tragen oder holen sich eine große, runde Frucht aus dem Wald, die sie in ihr Tragetuch legen. Als Spielzeugauto dient eine Plastikflasche, in die man einen Stock steckt und damit herumfährt. Ich habe nur zwei echte Spielzeuge gesehen: das Dorf besitzt einen Fußball. Und ich habe vor einiger Zeit hier ein Foto von einem Jungen eingestellt, der auf einem coolen Scooter unterwegs war. Nach getaner Arbeit werden bei schwachem Lichtschein nach die Hausaufgaben erledigt. Und dann geht es ins Bett, auf die am Boden liegenden Matten, auf denen die gesamte Familie in einem kleinen Raum schläft, bevor am nächsten Morgen wieder der stundenlange Schulweg ansteht.
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  • Sipi Falls

    8月20日, ウガンダ ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach dem Frühstück wandern wir zu den Sipi Falls, einem der landschaftlichen Höhepunkte Ugandas. Die Sipi-Wasserfälle bestehen aus drei aufeinanderfolgenden Kaskaden, die sich eindrucksvoll vom Hang des Mount Elgon in die Tiefe stürzen. Ein Schauspiel aus Kraft und Schönheit. Während unserer Wanderung folgen wir schmalen Pfaden entlang von Feldern, Hügeln und Dörfern. Auf rotbraunen Pfaden durchqueren wir Bananenfelder und laufen entlang von Kaffeesträuchern. Kinder spielen auf den Wegen und die Frauen pflanzen Bohnen. Immer wieder öffnen sich weite Ausblicke über die Karamoja-Ebene und die sattgrünen Täler. Unser erster Wasserfall ist 85m hoch und hüllt uns in dichten Sprühnebel. Um uns herum versinkt alles im Matsch. Die Ausblicke auf die moosbewachsenen Felsen sind toll. Wir wandern entlang des Sipi Flusses, beobachten Kinder beim Wasser holen, Wäsche waschen und der Körperpflege. Der Fluss schlängelt sich durch wunderschöne Landschaft und führt uns zu einem kleinen Wasserfall. Der scheint noch einmal üben zu wollen, bevor es sich die nächsten 65m in die Tiefe stürzt. Aus einer Höhle heraus blicken wir von seitlich hinten auf den Wasserfall. Von unten ist er ebenfalls toll zu sehen. Hier treffen wir auf Ugandas einflussreichste Influencer.
    Wir kraxeln über Wurzeln und Felsen nach oben und unten. Dabei haben wir Zeit mal wieder auf die kleineren Tierchen zu achten und entdecken eine wunderschöne Raupe und ein Chamäleon. Wow, was für eine Farbexlosion. Wenn es nur nicht so schrecklich schielen würde. Aber manchmal schaut es auch in unsere Richtung und nicht 360 Grad verdreht. Wir erreichen wieder die Bananenfelder und die Sonne beginnt zu stechen. Und so gelangen wir zum dritten und höchsten Wasserfall mit etwas über 100m. Er ist der Mächtigste von allen. Ein Ort, den dem die Natur mit voller Kraft wirkt.
    Entlang der Straße spazieren wir zurück zur Lodge. Von dort ist der Blick ebenfalls sehr eindrucksvoll.
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  • Kaffee

    8月19日, ウガンダ ⋅ ⛅ 27 °C

    Wir verlassen den ausgedörrten Nordosten und fahren in südliche Richtung. Uns begleiten Viehhirten und schöne Berglandschaften. Mit der Zeit meine ich, dass ich grünes Gras sehe. Es scheint wieder etwas feuchter zu werden. Und dann trifft es uns wie eine Farbexplosion. Wir erreichen wieder die Berge. Es wachsen Bananen, Kaffee und Reis. Alles leuchtet wieder in intensivem Grün. Der Farbunterschied zu den zarten, fahlen Farben des trockenen Nordens ist extrem. Hier wurde die Farbsättigung auf die höchste Stufe gedreht. Auf unserer fahrt in den Norden sind die Farben langsam verschwunden. Jetzt auf dem Rückweg sind sie auf einen Schlag wieder da. Daran müssen sich die Augen erst wieder gewöhnen. Aich die Kinder verändern sich. Hier werden wir wieder nach money gefragt. laut, manchmal fast fordernd. Im Norden murmelte eine leise Stimme. I´m hungry. Do you have something to eat?
    Die fruchtbaren Hänge des Mount Elgon sind berühmt für ihren hochwertigen Arabica-Kaffee, der in kleinen Kooperativen biologisch angebaut wird. Bei einer interaktiven Kaffee-Tour erleben wir den gesamten Prozess, vom Pflücken der Kirschen über das Schälen, Rösten und Mahlen bis hin zum Aufbrühen einer duftenden Tasse frischen ugandischen Kaffees. Der Kaffee wird mit anderen Pflanzen gemeinsam angebaut. So spenden große Bäume Schatten und das fallende Laub dient als Dünger. Bananen werden früher geerntet und geben auch Schatten. Die Bohnen gehen ebenfalls eine Symbiose mit dem Kaffee ein. Sie wachsen niedrig und können zwischendurch geerntet werden.
    Die roten Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt und die Bohnen von der Schale getrennt. Beide trocknen in der Sonne. Aus den Schalen stellt man Kaffeetee her. Die Bohnen werden später geröstet und dann gemahlen und aufgebrüht. Alles wird verwendet. Während wir den Kaffee rösten, entdecken wir ein kleines Chamäleon in den Ästen eines Baumes. Wir sind begeistert, denn diese Tierart haben wir bisher erst einmal gesehen. Der Kaffee ist geröstet. Er muss nun gemahlen werden. Im Stampfer stampfen wir so lange, bis wir schönes Kaffeepulver erhalten. Und dann... er schmeckt richtig gut, obwohl wir keine Kaffeetrinker sind. Unser Nachmittag ist kurzweilig und es hat großen Spaß gemacht, Kaffee selbst herzustellen. Auf schmalen Pfaden spazieren wir zwischen Bananenstauden und Kaffeepflanzen zurück zur Straße. Immer wieder treffen wir auf Kühe, die Bananenschalen und Blätter fressen. Auch ein Schwein grunzt um unsere Beine.
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  • Bei den Karamojong

    8月18日, ウガンダ ⋅ ☁️ 31 °C

    Wir treffen unseren "Guide" aus dem indigenen Volk der Karamojong, der uns als Übersetzer ins Dorf begleitet, uns die Kultur zeigt und es uns ermöglicht im Dorf zu übernachten. Das Volk ist eines der ursprünglichsten und traditionsreichsten Völker Ugandas. Es sind Viehhirten und Krieger, deren Kultur eng mit dem Leben ihrer Rinderherden verbunden ist. Wir erfahren mehr über ihre Traditionen, Rituale und Handwerkskunst, von kunstvollen Perlenverzierungen über den Bau ihrer Hütten bis hin zu ihren spirituellen Gesängen, die den Lebensrhythmus ihrer Gemeinschaft widerspiegeln. Die Menschen leben in einer festen Dorfgemeinschaft. Im Dorf leben etwa 800 Personen.
    Nachdem wir im Dorf angekommen sind, betreten wir unsere Manyatta. Adschoka - so werden wir von allen freundlich begrüßt. Das ist der Hof oder Kraal der Familie, bei der wir wohnen. Wir werden in einer Rundhütte aus Lehm mit Strohdach und gestampftem Boden, der mit Kuhdung gegen Insekten bestrichen worden ist, übernachten. Uns erwarten zwei Matratzen mit Leintüchern und die typischen Decken, die auch die Massai tragen. Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, spazieren wir durchs Dorf. Eine Manyatta gehört einer Großfamilie. Jede Einzelfamilie hat ein Rundhaus. Alle zusammen sind von einem geflochtenen Zaun umgeben. In den Rundhäusern wird gewohnt, in den riesigen Körben mit Strohdach lagern Lebensmittel. Mit Dornen umrandete Bereiche sind nachts für die Ziegen bestimmt. Die Kühe befinden sich vor der Manyatta in einem eingezäunten Bereich. Mit betritt die Manyatta durch eine niedrige Türöffnung, die aus Baumstämmen gebildet wird. Nachts wird sie mit einem großen Dornenast, wie einem Korken verschlossen. Die Innenhöfe sind sauber gefegt, es gibt eine Kochstelle und einen Bereich fürs Waschen. Die Männer sitzen auf kleinen Holzschemeln im Schatten zusammen und trinken Bier. Dabei unterteilen sie sich in die Alten und die Jungen. Die Gruppen dürfen nicht vermischt werden. Die vermögenden Männer tragen einen Elfenbeinring am Finger. Die Größe des Rings zeigt den Reichtum an. Reichtum definiert sich am Besitz des Viehs. Reichtum wird sozusagen an den ersten Sohn vererbt. Wer arm ist, kann nicht reich werden. Heute ist es aufgrund des Jagdverbots von Elefanten schwierig einen neuen Elfenbeinring zu bekommen. Die Männer haben bis zu 4 Frauen. Der Mann muss den Brautpreis bezahlen. Wer also viele Töchter hat, wird reich. Allerdings braucht es schon einen Sohn, sonst hat man keinen Erben für den erworbenen Reichtum.
    Kommt ein Kind auf die Welt, wird es sofort nach der Geburt mit der Tradition des Biertrinkens vertraut gemacht. Und auch sonst werden die Kinder so früh wie möglich an die Aufgaben es Lebensherangeführt. Jungen ab 3 Jahren müssen die Ziegen in die Wildnis ausführen und hüten. Die älteren Jungs sind mit den Kühen unterwegs. Die Mädchen holen das Wasser und tragen dabei über 10kg auf ihren Köpfen. Die Feldarbeit, das Feuerholz holen etc. sind alles Aufgaben der Frauen. Die Männer kümmern sich um die Kühe und die Finanzen. Am Nachmittag, wenn die Arbeit vollbracht ist, treffen sich alle zum Tanz. Je nach Spaß kann mehrere Stunden getanzt werden. Die Kinder sitzen dabei und sehen zu. Mucksmäuschen still sind sie. Die Kleidung ist äußerst ungewöhnlich. Alle tragen gestreifte Polo Shirts und bunte Röcke, die Männer einen bunten Hut auf dem Kopf. Perlenschmuck wird von allen getragen. Nach dem Tanz werden Sitzbänke in eine Manyatta getragen. In der Mitte steht ein großer Tonkrug mit Bier und davor liegt ein Schaffell. Hier treffen sich nun alle Männer und tauschen sich über den Tag aus. Viele Männer tragen neben einem Stock immer ihren kleinen Holzschemel mit sich. Dabei sind die alten und jungen Männer wieder für sich. Man kniet sich auf das Schaffell und trinkt Bier. Auch wir sind dabei. Das Bier hat einen Nachgeschmack von Schokolade. Wir werden von allen sehr herzlich begrüßt und mehrfach gesegnet. Dabei erhalten wir auch neue Namen. Da der Mond sehr hell scheint, heiße ich nun Nachao, was so viel bedeutet, wie helles Licht, das von oben kommt. Moritz heißt Nateolo, der zu uns als Gast kommt. Während das Bier getrunken wir, stimmen die Männer einen Gesang an. Die Frauen und Kinder sin in einer anderen Manyatta. Auch sie singen. Die Gesänge verbinden sich. Der Tag war lange und so gehen wir irgendwann ins Bett. In unserem Haus ist es angenehm warm und ich bin überrascht, wie warm die Decke während dieser Nacht hält. Wir schlafen ausgezeichnet bis uns der Hahn am nächsten Morgen weckt. Es wird gerade langsam hell. Die Kühe werden gemolken. Das heißt, das Kalb darf trinken und die Kuh anregen Milch zu geben. Dann wird es angeknotet, die Kuh gemolken und zum Schluss darf das Kalb trinken. Da der Regen ausgeblieben ist, finden auch die Kühe kaum etwas zu fressen. Sie haben wenig Milch. Es bleibt auch hier nur wenig für die Menschen.
    Überall entdecken wir nasse Flecke im Sand. Man geht aufs Klo, wo man eben steht. Das große Geschäft wird vor dem Dorf verrichtet. Überall treffen wir auf Menschen, die Zähne putzen, also den uns bereits bekannten Ast verwenden, um die Zähne zu putzen. Die Männer sitzen wieder auf ihrem Holzschemel. Die Mädchen gehen Wasser holen, die Jungen verlassen mit den Ziegen und Kühen das Dorf. Einige Kinder gehen zur Schule. Sie tragen keine Schuluniform. Dafür reicht das Geld nicht. Die Frauen kümmern sich um alles andere.
    Wir erhalten einen tiefen Einblick in eine Lebensweise, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Unter funkelndem Sternenhimmel lauschen wir den Geschichten der Krieger, der Musik und den Rhythmen, die zum Tanz einladen. Wir spüren die tiefe Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur. Wir sind froh, eines der letzten Naturvölker Afrikas besucht zu haben. Die Zeit bei den Karamojong hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei uns. Authentischer kann ein Besuch nicht sein. Wir sind einfach überall dabei. Alacharra- vielen dank für eure Gastfreundschaft.
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  • Mount Moroto

    8月17日, ウガンダ ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir verlassen die weite Savanne des Kidepo Valley Nationalparks und fahren in südlicher Richtung nach Moroto, dem kulturellen Zentrum der faszinierenden Karamoja-Region. Somit fahren wir zunächst parallel zur Grenze des SüdSudan und folgen dann im äußersten Osten Ugandas der Grenze Kenias. Auf sandiger Piste fahren wir immer wieder durch kleine Dörfer. Das Leben ist hier absolut ursprünglich. Die Kinder sind barfuß und oftmals unbekleidet. Wasserkanister werden auf den Köpfen zu den Brunnen getragen, Felder mit Ochsen gepflügt und vor den Rundhütten wird gekocht. Das selben spielt sich auf der Straße ab.
    Unsere Route führt durch das Matheniko-Bokora Game Reserve, eine abgelegene Wildnis aus Dornbusch, Akazien und grasbewachsenen Ebenen.
    Auch heute wieder viele Kilometer Schotterpiste: Staubschwaden, wenig Gegenverkehr, viel Landschaft. Die Navigation funktioniert erstaunlich gut, wohl auch deshalb, weil ungefähr einmal pro Stunde (wenn überhaupt) eine Straßenkreuzung die entspannte Gleichmäßigkeit des Fahrens unterbricht.
    Apropos Straßen: Ugandas Verkehrsnetz ist ein kleines Abenteuer für sich. Rund 160.000 Kilometer umfasst das ganze Netz, davon nur etwa 6.000 Kilometer asphaltiert – der Rest sind Schotter-, Sand- oder Erdstraßen. Klingt wild, fährt sich aber erstaunlich souverän: breit, übersichtlich, und je nach Abschnitt wie ein leichtes Wellness-Programm für die Stoßdämpfer.

    Während der Fahrt verändert sich die Landschaft allmählich – das Terrain wird bergiger. Vor uns tauchen unglaubliche Fels- und Bergformationen auf. Sie wirken wie in die Landschaft geworfen. Mal hier eine und mal da. Keine zusammenhängenden Gebirge. Dazwischen reihen sich Akazienlandschaften und immer wieder kleine Dörfer.
    Wir merken deutlich, dass es immer trockener, wirklich extrem trocken wird. Der Staub dringt durch jede Ritze. Alles ist rotbraun gezuckert. Der staubtrockene Mund wird auch mit all dem Wasser nicht feucht. Das Gras ist verdorrt, die Akazien blätterlos. Hier in dieser Gegend ist es normalerweise grün und die Felder sind bestellt. Doch es hat zu lange nicht geregnet. Eigentlich wäre hier jetzt Regenzeit. Es herrscht eine Hungersnot und die Regierung schickt Hilfslieferungen mit Lebensmitteln aus anderen Landesteilen. Viele Menschen sind bereits verhungert.
    Die eigentlich sehr angenehm zu fahrenden Sandpisten, sind steinig und grob geworden. Es rappelt und die Knochen werden gleichmäßig durchgeschüttelt. Es gibt jedoch schlimmere Strecken. Ich bin positiv überrascht. Schließlich taucht die majestätische Silhouette des Mount Moroto (3.083 m) am Horizont auf. Dieses Gebiet ist die Heimat des Karamojong-Volkes, einer halbnomadischen Hirtenkultur, deren Lebensweise noch heute stark von Tradition und Naturverbundenheit geprägt.
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  • Ein neuer Tag beginnt

    8月16日, ウガンダ ⋅ ☀️ 23 °C

    Ich liege im Bett und lausche den Geräuschen der Nacht, bevor wir in einen neuen Safaritag starten. Gestern Abend hat es in der Ferne wieder geregnet. Die Luft ist feucht und schwer, Nebel senkt sich über Kidepo Valley. Wir überblicken das Tal und seine markanten Bergketten. Ein Nebelband umgibt sie wie ein Schal. Die Sonne taucht die Landschaft in ein fahles, magisches Licht.

    Kidepo Valley offenbart uns sein gesamtes Antilopen-Repertoire, schlammbedeckte Wasserbüffel und Warzenschweine. Hier gibt es die größte Anzahl an Büffeln und die zeigt sich uns heute in ihrer gesamten Masse. Wie eine dunkle Linie ziehen sie sich durch die Landschaft. Tausende Büffel. Gleichmäßig und lautlos gleiten diese massiven Tiere durch das hohe Gras. Manche ziehen geruhsam an uns vorüber, andere Gruppen erschrecken, brechen aus der Perlenschnur aus und sammeln sich in einer Gruppe, beobachten uns und rennen schließlich davon. Plötzlich sind wir vollkommen umrundet von Büffeln, Siemens sehr genau beobachten und schließlich ebenfalls das Weite suchen. Wir durchqueren das agradándoos und die Büffel nehmen kein Ende.

    Wir wollen zum Crocodile Pond. Die Pads sind hier kaum zu sehen. Allenfalls zwei schmale rote Streifen im tiefen Gras. Hinweisschilder gibt es in Ugandas Parks ohnehin keine. Eingetrichterte müsste jetzt eine Abzweigung kommen. Sie ist jedoch nicht zu sehen. Oder doch? Diese schwachen Linien vielleicht. Wir versuchen es, folgen ihnen und ja, das konnte die Pad sein. Man kann ihr folgen. Das Gras wird noch höher und überragt das Auto. Wir queren Flussbetten, die kaum noch zu queren sind. Die Wagenspuren sind tief in den Boden hineingedrückt und überwachsen. Und dann ist definitiv Schluss. Hier gibt es kein Durchkommen mehr. Wir müssen wenden. Und dann passiert es. Die Hinterräder stecken in den tiefen Wagenrinnen fest. Es gibt kein vor und kein zurück mehr. Und das im meterhohen Gras, weit weg im tiefsten Buschland. Wir versuchen das Auto aufzuschaukeln. Die Räder rutschen über das Gras und drehen durch. Wir lassen sie drehen. Es raucht, qualmt, dreht und so fräst sich der Wagen ganz langsam aus der tiefen Rinne, bis die Räder wieder Gripp haben und wir mit einem Ruck ausfahren können. Glück gehabt. Doch wir geben noch nicht auf. Einen Ort kann man immer von zwei Seiten erreichen. Die anderen Pads sehen zunächst deutlich besser aus. Doch dann wird es wieder sehr schmal und bewachsen. Dieses Mal ist das Ende unübersehbar. Wir stehen vor dem Meter tief eingegrabenen Flussbett des Naurus Flusses. Auf der anderen Seite geht die Piste weiter. Aber das Wasser hat den Übergang weggespült. Hier waren schon lange keine Fahrzeuge mehr. Wir besehen uns den Fluss, von Büffeln beobachtet und drehen um. Der Pond ist nicht erreichbar.

    Also fahren wir in den östlichen Teil des Naurus Tals. Viele Hartbeast leben hier. Die scheuen Zebras verschneiden viel zu schnell. Tolle Felsformationen tun sich vor uns auf, in deren Schatten sich Tiere verstecken.
    Wir erreichen ein großes Wasserloch und beobachten die trinkenden Zebras. Zu unserer großen Freude entdecken wir auch nochmals die Selma Antilopen. Schakale kreuzen unseren Weg und ein Geier thront auf einem ausgetrockneten Büffelkadaver. Offenbar ist das Nahrungsangebot.so groß, dass hier nicht mehr aufgefressen wird.

    Wir entfliehen der großen Mittagshitze und machen eine Pause. Im frühen Nachmittag fahren wir nochmals los. Eine große Herde Elefanten macht sich über einige Büsche her. Der Himmel ist mittlerweile tiefgrau und die Wolken sind voller Regen. Eigentlich hatte ich später damit gerechnet. Doch unterhalb von Sekunden öffnet der Himmel seine Schleusen. Ein Regen, wie der vor zwei Tagen geht nieder, der innerhalb von wenigen Sekunden alles unter Wasser setzt. Bäche rauschen entlang der Pisten. Der gepresste Staub wird weicher Brei. An Weiterfahren ist erst einmal nicht zu denken. Als die Sicht langsam klarer wird fahren wir los. Wir müssen durch das Flussbett und hoffen, dass es nicht vollgelaufen ist. Es passt. Wir sind noch zeitig genug. Doch das Wasser strömt von allen Seiten herbei. So endet dieser Tag unverhofft zeitig.
    Als ich das Auto gut regenverpackt verlassen habe, bricht der Stegen nochmals richtig los. So nass war ich selten. Als ich die Schuhe umdrehe, fließt ein ganzes Schwimmbad heraus, wie soll das je wieder trocknen. Als ich gerade halbwegs trocken angezogen bin, ist der Strom weg. So sitze ich im dunklen Zelt. Nach einiger Zeit lässt der Regen kurz nach und ich eile mit dem Laptop in die Lobby. Später ist der Strom wieder da, die Sonne versucht sich auch nochmals kurz, aber wenig erfolgreich. In der Dunkelheit zucken die grandiosesten Blitze über den Himmel. Was für ein Naturspektakel.
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  • Ein Tag in der Savanne

    8月15日, ウガンダ ⋅ ⛅ 29 °C

    Die Natur hat ihr Drehbuch geschrieben und den Drehort ausgewählt. Die Protagonisten stehen bereit. Jeder scheint genau zu wissen, wann sein Einsatz kommt. Die Savanne liegt im Sonnenlicht. Es ist heiß und das goldgelbe, hohe Gras wiegt sich leise raschelnd im Wind. Der eine oder andere Vogelruf erklingt. Umgeben ist dieses weite Tal von hohen Bergen. Der Blick geht in die Ferne ungetrübt, klar, kilometerweit. Es scheint kein Ende zu geben. Akazien erheben sich zwischen hohem Gras, ein Wasserloch unterbricht den Graswuchs. Der Regisseur scheint wie ein Dirigent den Taktstock zu heben. Das Naturschauspiel beginnt.
    Um uns herum grasen hunderte Büffel, dazwischen finden sich Herden von Zebras, deren weiße Steifen das Sonnenlicht reflektieren und Fressfeinde irritieren. Sie drücken sich aneinander, ruhen den Kopf auf dem Hinterteil anderer Tiere aus und sind teilweise extrem schreckhaft. Dazwischen grasen Antilopen und Waterbaks. Das Wildbeast steht auf einem Termitenhügel, um einen besseren Überblick über das weite Grasmeer zu haben. Die Elanantilopen sind noch vorsichtiger. Sie trauen sich nicht wirklich auf die Bühne des Geschehens und verstecken sich gerne im Hintergrund. Doch auch sie wollen gesehen werden im großen Schauspiel der Natur. Es gibt auch die kleinen Protagonisten, Das Dikdik ist die kleinste Antilopenart und wiegt gerade einmal knapp 5kg. Ein herzliches, zartes Wesen. Schnell ist sie und verschwindet in Gebüsch. Die Herden ziehen einzeln, schön geordnet an uns vorüber. Einzig die Pumbas können sich nicht an den Ablauf halten. Immer wieder rennen sie durch die Szenerie, obwohl sie doch gerade überhaupt nicht ihren Auftritt haben. Hoch erhoben der Schwanz, gleich einer Antenne in den Himmel gereckt, jagen sie aufgeregt durchs Bild. Sie sind zu dumm, um Abläufe zu verstehen. Nun folgt der Auftritt der Giraffen. Würdevoll, anmutig, sich wiegend wie das hohe Gras im Wind, schreiten sie durch die Savanne. Ein vorwurfsvoller, leicht arroganter Blick von oben auf die aufgescheuchten Pumbas. Sie neigen den langen Hals und knabbern die frischen Blätter der Akazien. Immer wieder blicken sie auf, sehen einander an und schreiten weiter durch das weite Land. Währenddessen suhlen sich die Büffel am Wasserloch und wälzen sich um Schlamm. Aus schwarzen Tieren, werden graue. Schöner werden sie dadurch nicht. Ihre Gesichter aber noch markanter. Ihre Vogelbegleiter sind stets an ihrer Seite und picken Ungeziefer aus dem Fell. Eine Win Win Situation für beide. Einer wird ungezieferfrei und der andere satt. Plötzlich ertönt der laute Ruf eines Elefanten durch die vogelzwitschernde Stille der Savanne. Die Waterbaks und Büffel verlassen wie auf Kommando das Wasserloch und wenig später betritt der erste graue Riese die Bühne. Ihm folgen viele weitere nach. Größere und kleinere, Mütter und Babies. Alle zieht es zum Wasserloch und als erstes wird kräftig der Durst gelöscht. Trotz der Regenschauer in der Umgebung, des pechschwarzen Himmels über der Sonne leuchtenden Savanne, ist es noch heiß. Die Elefanten nehmen ein Bad, planschen schwimmen, duschen, drehen sich im Wasser. Was für ein Spektakel. Man meint ihr Lachen unter dem Rüssel sehen zu können. Nach dieser Abkühlung erfolgt die Staubdusche. Sonnenschutz ist auch bei Elefanten sehr wichtig. So leise und schnell wie sie gekommen sind, erschwindeln sie im Grün des Dickichts. So langsam hatte hier jeder seinen Auftritt, sei es in einer Haupt- und Nebenrolle. Die Pumbas merken jedoch gar nicht, dass sich der Auftritt dem Ende zu neigt. Immer wieder rennen sie durch das Landschaftsbild. Einige Zebras finden sich noch ein, bevor die Sonne langsam zum Ende des Tages aufruft. Die abgekühlte Gewitterluft legt sich über das Tal, die Sonne leuchtet über das Land und lässt alles in goldgelbem Licht erstrahlen. Der graue Gewitterhimmel hebt sich in starkem Kontrast vom Grün ab. Was für ein Schauspiel. Schöner geht es kaum. Die Sonne versinkt hinter den Bergen, die Tiere schweigen, die Silhouetten der Akazien verschwimmen in der Ferne und der leuchtende Sternenhimmel legt sich über die Savanne.
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  • Kidepo Valley Nationalpark

    8月15日, ウガンダ ⋅ ☁️ 31 °C

    Der Kidepo Valley Nationalpark gilt als Ugandas spektakulärstes, zugleich aber auch abgelegenstes Naturschutzgebiet. Eingebettet in eine trockene Savannenlandschaft am äußersten Nordrand des Landes kurz vor der Grenze zum Südsudan, bietet der Park eine Kulisse aus dramatischen Bergen, einsamen Flussbetten und endlosen Ebenen – ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Die Landschaft wird von zwei Flusstälern geprägt – dem Kidepo und dem Narus Valley – die in der Regenzeit Wasser führen und in der Trockenzeit als Lebensadern für die Tierwelt dienen.
    Am frühen Morgen brechen wir zur ersten Pirschfahrt auf, wenn die Sonne über den Bergen aufgeht und die Tiere aktiv sind. Wir wollen zu den Hot Springs im äußersten Norden direkt an der Grenze zum Süd Sudan. Um dorthin zu kommen benötigt man eine spezielle Genehmigung und ein Rancher muss die Fahrt begleiten. Die Landschaft ist trocken, der Staub dringt durch jede Ritze und setzt sich in jeder Pire fest. Das beige Gras wird kürzer, die vielen Flussläufe, die wir durchqueren sind ausgetrocknet. Während der Regenzeit ist dieses Gebiet nicht befahrbar. Nach einiger Zeit entdecken wir die ersten Strauße. Sie leben nur hier oben im Norden. Plötzlich hören wir ein lautes freches, kackerndes Lachen. Eine große Gruppe Hyänen streitet sich um ihre Beute. Leider sind sie etwas in Gras versteckt. Dennoch ist es toll, sie zu beobachten. Immer wieder gibt es heftigen Streit. Für kurze Momente sieht man das skelettierte Tier. Wir erreichen ein wunderschönes Flussbett. Hier bauen die Termiten ihre Hügel als hohe Türme in den blauen Himmel. Palmen und Akazien säumen das Ufer. Im Sand entdecken wir die Spuren vieler Tiere. Einige Passagen sind sehr zerfurcht und auch nass. Immer wieder kämpft sich das Auto mühsam schlingernd durch das unwegsame Gelände. Und dann liegt er vor uns - der Süd Sudan. Wir stehen direkt an der Grenze. Einen Übergang gibt es nicht. Selbst wenn wir wollten, könnten wir nicht einreisen. Kurz darauf erreichen wir die Hot Springs. Das Wasser kommt hier mit bis zu 50 Grad aus dem Boden. Wir strecken Füße und Hände hinein und waschen den Staub aus dem Gesicht. Jetzt riechen wir dafür ein wenig nach faulen Eiern. Die Nitrate kristallisieren im Wasser aus. Interessante Algen bilden sich und zaubern tolle Farben ins Nass. Libellen sitzen auf den dünnen Halmen der Gräser. Nachdem wir gewaschen sind, wollen auch noch die Zähne geputzt werden. Hier wächst ein Baum, mit dessen Ästen Zähne geputzt werden. Und ich muss sagen, sie fühlen sich danach extrem glatt und sauber an. Hier zeigt sich uns ein völlig anderes Uganda. Weit entfernt von jeglicher Zivilisation. Auf dem Rückweg sehen wir, dass die Hyänen ihr Mal beendet haben. Die Geier machen sich laut keifend über die Reste her.
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  • Kidepo Savannah Lodge

    8月14日, ウガンダ ⋅ ☁️ 27 °C

    Diese Unterkunft hat alles übertroffen, was wir bisher an herrlicher Lage hatten. Die Safarizelte sind identisch mit denen der Bush Lodge. Die Lage auf dem Berg überblickt die gesamte Savanne. Das Hauptgebäude mit seinem Restaurant, Bar und Terrasse ist sehr gemütlich und der Blick von oben spektakulär. Das Essen ist sehr gut und liebevoll angerichtet. Um uns herum flitzen Klippschliefer, zwitschern Vögel und unzählige Lizzards huschen über die Felsen.もっと詳しく

  • Der entlegene Nordosten

    8月14日, ウガンダ ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach dem Frühstück beginnt eine der beeindruckendsten Etappen unserer Reise. Wir verlassen den Murchison Falls Nationalpark und machen uns auf den Weg in den entlegenen Nordosten Ugandas – in den Kidepo Valley Nationalpark, einen der abgelegensten Orte Ugandas. Auch heute wieder viele Kilometer Schotterpiste: Staubschwaden, wenig Gegenverkehr, viel Landschaft. Die Navigation funktioniert erstaunlich gut, wohl auch deshalb, weil ungefähr einmal pro Stunde (wenn überhaupt) eine Straßenkreuzung die entspannte Gleichmäßigkeit des Fahrens unterbricht.
    Apropos Straßen: Ugandas Verkehrsnetz ist ein kleines Abenteuer für sich. Rund 160.000 Kilometer umfasst das ganze Netz, davon nur etwa 7’000 Kilometer asphaltiert – der Rest sind Schotter-, Sand- oder Erdstraßen. Klingt wild, fährt sich aber erstaunlich souverän: breit, übersichtlich, und je nach Abschnitt wie ein leichtes Wellness-Programm für die Stoßdämpfer.

    Die Fahrt führt durch wechselnde Landschaften, von weiten Savannen über kleine Dörfer bis hin zu sanft ansteigenden Hochebenen. Je weiter wir nach Norden fahren, desto ursprünglicher wird das Land. Hier begegnen wir dem authentischen und unverfälschten Afrika, rau und wild, weit entfernt von den touristischen Routen. Die Häuser sind rund und mit Gras gedeckt. Jede der Häusergruppen gehört einer Familie. Alle leben hier miteinander. Wasser wird aus Brunnen gepumpt, vor den Häusern wird gekocht, Obst und Gemüse am Straßenrand verkauft. Ich liebe es, das Alltagsleben zu beobachten.
    Der Kidepo Valley Nationalpark gilt als einer der schönsten und gleichzeitig unberührtesten Parks Ostafrikas. Andere Autos trifft man hier kaum. Selbst die Motorräder sind verschwunden. Man läuft und zwar hauptsächlich barfuß.
    Das Auto passt sich farblich mehr und mehr der Landschaft an. Auf dem Kühlschrank tanzt im Rhythmus der Schotterpiste der rote Staub und malt seine Muster. Die Luft ist trocken. Wir kreuzen Uganda von West nach Ost entlang der Grenze zu Süd Sudan.

    Wir erreichen die letzte Stadt und essen zu Mittag. Heute mag es mir nicht recht schmecken. Der Magen rebelliert und ich bin froh, dass die Toilette in Reichweite liegt. Doch vor mir liegen noch einige Stunden Fahrt, die gemeistert werden müssen. Zum Glück gibt es die Reiseapotheke. Gut durchgeschüttelt erreichen wir schließlich den Eingang zum Kidepo Nationalpark. Ich bin froh es geschafft zu haben. Die Lodge ist wunderschön. Sie liegt inmitten spektakulärer Landschaft. Mit seinen endlosen Grasebenen, Felsformationen und dem dramatischen Bergpanorama der Karamoja-Region begeistert uns die Natur schon jetzt. Wir beziehen unser Zelt und ich verkrieche mich sofort ins Bett. Fast bin ich eingeschlafen, als mich ein Donner zurückholt. Und was für einer. Hier in der trockensten Gegend Ugandas holt uns wieder der Regen ein. Der Himmel öffnet seine Schleusen und das Wasser rauscht hernieder. Fast klingt es so, als hätten wir aus versehen die Murchison Falls in den Koffer gepackt, die jetzt erneut losrauschen, nachdem wir sie wie den Geist aus der Flasche aus dem Koffer gelassen haben.
    Es schüttet lange. Doch davon weiß ich nichts. Ich wache erst wieder auf, als es nur noch 5 Minuten bis zum Abendessen sind.
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  • Murchison Falls Nationalpark II

    8月13日, ウガンダ ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach einer kühlen, wohltuenden Nacht war die Tagwache früh, das Morgenritual eingeübt wie ein Schweizer Uhrwerk: packen, Auto laden, Motor läuft – los. Fenster runter, Staub rein. Ein erwachender Tag im Busch ist immer besonders. Das Licht, das erst vorsichtig, dann entschlossen über die Pfanne kriecht, die erste Bewegung im Gras, der erste Vogel, der glaubt, er sei Luciano Pavarotti. Die Stille, die sich nicht leer anfühlt, sondern wie ein tiefes Einatmen.
    Die Temperaturen sind angenehm kühl, und die Tiere besonders aktiv. Elefantenherden kreuzen unseren Weg. Durch die Ebenen zu härten mit hunderten Gazellen und Antilopen. Giraffen kreuzen die Piste. Es ist eine große Giraffenschule. Auch einige kleine Tiere sind dabei. Sind Giraffen farblich besonders dunkel, sind sie alt. Mit ihren fünf Hörnern können sie einen Löwen töten, wenn sie ihn richtig am Kopf treffen. Das Mittelhorn auf der Stirn zeigt, dass es ein Männchen ist.
    Wir begegnen nochmals den Patas-Affen. Die Gruppe spielt am Morgen vergnügt zwischen Büschen und Termitenhügeln. Einige Jungtiere üben sich im Kampf.
    Wir erreichen die Ufer des Nils und treffen auf unzählige Antilopenherden. Schließlich kommen um die Mittagszeit die Elefanten ans Wasser. Es ist eine Gruppe mit 12 Männern. Sie trinken, begrüßen sich liebevoll, indem sie ihre Rüssel umeinander schlingen, duschen und kratzen ihren Hintern an einem riesigen Erdhaufen. Ein Anblick für die Götter, wenn das riesige Tiere den Hintern und den Rücken reibt. Elefanten trinken etwa 150l am Tag und pinkeln, wenn sie denn müssen, zwischen 5 und 7 Liter wieder raus. Die Länge der Stoßzähne verrät, ob sie Rechts- oder Linkshänder sind. Die pyramidenförmig gewölbte Stirn besitzt nur das das Männchen. Wenn das Männchen kackt, bleibt es stehen, verrichtet seinen Haufen an einer Stelle und bepinkelt ihn gleichzeitig. Das Weibchen läuft hingegen weiter, verteilt seine riesigen Bälle und pinkelt eine Spur dazwischen. Unsere Gruppe erledigt ihr Geschäft ebenfalls und scheißt in das Schlammloch, in dem es gerade badet. Nicht sehr reinlich. Doch was für ein Anblick. Eine Elefantenherde, im Hintergrund der Nil mit den blühenden Wasserlilien.
    Zwischen den Akazien tauchen plötzlich Griffen auf. Sind das viele. Wenn sie von den Akazien fressen, Dauer dies nur wenige Minuten, danach vergiftet die Akazie ihre Blätter. Sie schmecken bitter und die Giraffe mag sie nicht mehr. Dadurch schützt sich die Akazie von Kahlfraß. Die Giraffen müssen weiterziehen. Es dauert etwa 6 Wochen, bis die Akazie wieder schmeckt. Dadurch kommt Bewegung in die Savanne. Die Tiere müssen umherziehen. Zieht die Giraffe weiter, folgen Antilopen und somit auch die Fressfeinde wie Löwen und Leoparden. Was für ein genialer Kreislauf.
    Nach einem kräftigen Regenschauer freuen sich die Büffel auf ein Schlammbad. Sie sind jetzt nicht mehr schwarz sondern grau und komplett eingesaut. Was für ein Anblick. In den Hörnern klebt der Matsch und aus den Augen können sie kaum noch gucken. Naja, sie sehen ohnehin schlecht.
    Immer wieder begeistert mich die wunderschöne Akazien- und Savannenlandschaft. Das beige Gras steht bald einen Meter hoch und überragt die Büsche. Wie soll ich da nur einen Löwen finden? Ein paar Kilometer weiter leuchtet das Gras grün und will gefressen werden. Am Nilufer hingegen wogen Schilf und Papyrus im Wind und Wasserlilien blühen überall. Ständig ändert sich das Landschaftsbild.
    Zum Abend zaubert uns die Sonne einen unglaublich feuerroten Himmel. Die reinste Farbexplosion. Hoffentlich gilt hier nicht Abendrot schlecht Wetter droht.
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  • Murchison Falls Nationalpark

    8月12日, ウガンダ ⋅ ☀️ 32 °C

    Am Nachmittag brechen wir zu einer Pirschfahrt auf. Unsere Fahrt beginnt im Wald, der sich sehr schnell lichtet. Das Landschaftsbild verändert sich vollständig und wir fahren durch palmenbewachsenes Gebiet. Schließlich verschwinden die Palmen und Graslandschaften und Akazien dominieren die Szenerie. Wir haben die Savanne erreicht. Allerdings keine ausgedörrte, goldene, sondern eine leuchtend Grüne. Die Ebenen sind von Gazellen bevölkert. Heartbeast, Uganda-Kobs, und das keine Obiri grasen friedlich nebeneinander. Eine riesige Elefantenfamilie steht in einer Staubsenke und kühlt sich mit Staubschwaden. Wir entdecken Patas Affen und natürlich jeden Menge Pumbas und Baboons. Plötzlich stehen sie da. Giraffen. Recken ihren langen Hals in die Blätterkronen. Bis zum Horizont sieht man sie mit ihrem schaukelnden Gang durch hohe Gras und zwischen den Akazien entlanglaufen. Es sind nubische Giraffen. Sie tragen sozusagen weiße Socken. Wird eine Giraffe alt, hat sie dunkles Fell. Die Socken bleiben aber immer weiß. Die Akazien unter dem blauen Himmel zwischen den leichten Hügeln und entlang der rotbraunen Pisten sind der absolute Afrikatraum. Was für eine Landschaft. und dann taucht auch noch der lange Hals einer Giraffe vor der Akazie auf.
    Ich liebe es, wenn mir der warme Fahrtwind ins Gesicht bläst, die Offroadpiste gemütlich vor sich hinruckelt, die Akazien an mir vorüberziehen und ich vom Staub der rotbraunen Erde eingezuckert werde. Heute Abend wird das schöne Rotbraun vermischt mit Seife im Abfluss der Dusche verschwinden. Morgen hole ich mir dann Neues.
    Nicht so begeistert bin ich, als mich plötzlich etwas schmerzhaft in den Hals beißt. Ich packe zu und entferne das Tier. Jetzt gehöre ich also zum Club der Tse-Tse Fliege gebissenen. Solch eine schmerzhafte Angelegenheit brauche ich bitte nicht nochmals. Als ich mir abends meinen Hals besehe, hat er ein kleines Loch. Dort hat sie mir ein Stück Fleisch herausgebissen. Vielen Dank.

    Wir erreichen den Nil, der sich wie ein silbernes Band durch die Landschaft zieht. An seinen Ufern wachsen Palmen, Flusspferde grunzen im Wasser. Die Ausblicke sind grandios. Eine Elefantenherde kommt vom Trinken zurück in die Savanne und zieht mit zwei Metern Abstand an unserem Auto vorbei. Dabei wird der eine oder andere Baum zu Kleinholz verarbeitet. Das Baby eilt, um mit den großen Schritten der Eltern mithalten zu können. Doch die Eltern passen auf, das Kleine ist immer irgendwo in der Mitte. Diese Elefantengruppe zu beobachten ist eines der Highlights des Tages.
    Eine weite Ebene tut sich unter uns auf. Bis zum Horizont verteilen sich Gazellen und Giraffen. Die langen Hälse kann man von überall gut erkennen. Der schaukelnde Gang durch das meterhohe Gras gleicht einem Schiff im Ozean. Schließlich neigt sich der Tag dem Ende zu. Bei goldener Abendsonne durchstreifen wir die weiten Savannen und versuchen einen Löwen zu finden. Er muss irgendwo im Gras liegen. Ich kann ihn aber beim besten Willen nicht erkennen. Da es dunkel wird, müssen wir den Park für heute verlassen.
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  • Murchison Falls

    8月12日, ウガンダ ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach dem Frühstück fahren wir zum legendären Murchison Falls Nationalpark, Ugandas größtem und wohl spektakulärstem Wildschutzgebiet.
    Der Park wird vom Victoria-Nil durchzogen, der sich hier durch eine enge Felsenschlucht zwingt und als Murchison Falls – die „mächtigsten Wasserfälle der Welt“ – in die Tiefe stürzt. Das tosende Wasser auf nur sieben Meter Breite fällt über 42 Meter in die Tiefe, ein Schauspiel, das man einmal im Leben gesehen haben sollte. In einer Sekunde stürzen 300.000 Liter Wasser in die Tiefe. Es gibt keinen Wasserfall auf der Welt, der mit größerer Kraft in die Tiefe stürzt als dieser.
    Nach unserer Ankunft wandern wir zum Top of the Falls. Von dort erleben wir den kraftvollen Wasserstrom aus nächster Nähe. Das Rauschen, die Gischt und der Blick auf den darunterliegenden Flusslauf und den Dschungel sind schlicht atemberaubend. Ein Moment, der die pure Energie Afrikas spürbar macht. Wir wandern zu verschiedenen Aussichtspunkten. Da es 1962 eine große Flut gab, hat sich der Wasserfall zweigeteilt. Der zweite Fall ist ebenfalls sehr kraftvoll, aber breiter als der enge Murchison Fall. Landschaftlich ist dieser Doppelwasserfall ein Traum. Heute ist es richtig heiß und daher freuen wir uns sehr, als uns Murchison einnebelt und in seine kühlende Gischt hüllt. Die Sonne zaubert uns mit Hilfe der Nebelgischt einen wunderschönen Regenbogen über die Falls. Schöner kann es kaum sein. Was für ein tosendes Naturschauspiel.

    Ab aufs Boot! Auf den Nil! Von der Brücke unterhalb der Murchison Falls fahren wir stromaufwärts. Vorbei an Nilpferden, die im Wasser dösen, und Wasserböcken, die am Ufer grasen. Elefanten ziehen gemächlich durchs Flussbett, während Krokodile regungslos am Ufer liegen und die Sonne genießen. Überall begleitet uns eine unglaubliche Vogelvielfalt – von bunten Eisvögeln bis zu majestätischen Seeadlern. Baboons pflücken Insekten aus den Lehmwänden. Umrahmt wird das Tierspektakel von wunderschöner Natur. Sumpflandschaft, Sandbänke und dichter Dschungel entlang der Ufer wechseln sich ab. Auf totem Gehölz sitzt der Schlangenhalsvogel und Kormorane trocknen ihre Flügel. Der Himmel wird immer schwarzer und ich befürchte, wieder eine Bootsfahrt in strömendem Regen erleben zu dürfen. Wir haben riesigen Glück. Die Leute auf den uns entgegenkommenden Booten sind klatschnass und frieren. Am Parkplatz erfahren wir, dass es auch heftig geschüttet hat. Wir waren in dem trockenen Fenster dazwischen. Nach einigen Nilschleifen ist es soweit. Wir sehen die tosenden Fälle von unten. Die Gischt steigt auf und die Wassermassen stürzen in die Tiefe. Ein toller Anblick mit ausreichend Abstand, um nicht einmal feucht zu werden. Es ist schön. Wenn man aber schon einmal unter den Iguazu Fällen hindurch gefahren ist, ist doch alles ziemlich übersichtlich, auch wenn er der Wasserfall mit der größten Kraft der Welt ist.
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  • Murchison River Lodge

    8月12日, ウガンダ ⋅ ⛅ 31 °C

    Die Lodge liegt im Dschungel direkt oberhalb des Nils. Es gibt schöne Cottages und auch stabile Zelte. Wir blicken von unserem Cottage in den Busch. Schade, wie gerne hätte ich solch ein Zelt mit Nilblick gehabt. Während des Essens überblicken wir den Fluss. Wir sitzen jetzt fast am Anfang des Nils. Über 6000km später kennen wir den längsten Fluss der Welt schon, wenn er entlang von Abu Simbel und den Tempeln und Pyramiden bis ins Mittelmeer fließt. Was liegt alles dazwischen? Im Moment befinden wir uns am Albert Nil. Den Beginn des Nils erleben wir am Ende unserer Reise am Lake Victoria. Dort heißt er dann Victoria Nil. Fehlen uns also nur noch der Weiße und der Blaue Nil im Südsudan und Äthiopien.
    Die Cottages sind hübsch gestaltet. Bei näherem Hinsehen gibt es hier aber absolut keine Steckdose. Also nichts mit Haare föhnen nach der Dusche. Im Safe gibt es zwei USB Anschlüsse für das Handy. Wie lade ich die Akkus meiner Kameras? Unter Dusche beginnt der Kampf gegen sehr heißes und kaltes Wasser. Wie kann ich mischen? Auch das klappt hier nicht. Also heißt es abwechseln. Das heiße bis es zu heiß wird und das kalte bis es zu kalt wird. Immer hin und her.
    Heute gibt es am Nil ein Nile Bier. Wenn nicht hier wann dann? Es schmeckt wie ein Bier eben schmeckt. Dann folgt die allabendliche Routine. Begleitservice zum Zimmer ordern und zurücklaufen. Drei Meter neben unserem Weg grast friedlich das Flusspferd. Genau deswegen werden wir begleitet. Schön, wie es geräuschvoll das Gras schnurpst. Hoffentlich grunzt es heute Nacht noch. Das wäre perfekt.
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  • Ziwa Rhino and Wildlife Ranch

    8月11日, ウガンダ ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Wildlife Ranch erwartet uns mit sehr schönen Zimmern. Umgeben sind wir von der Natur. Warzenschweine laufen umher, Bushbaks und Zebras kreuzen unseren Weg. Ein toller bunter Gecko wohnt direkt bei unserem kleinen Bungalow. Das gesamte Areal ist sehr schön angelegt. Doch dann werden wir nicht wie vereinbart zum Abendessen abgeholt. Wir entschließen uns loszulaufen. Da war das nicht dürfen, ist sehr schnell Begleitung zur Stelle. Im Restaurant weiß man nichts von unserer Essensbestellung. Wir müssen also nochmals ordern. Hm... das klappt nicht wirklich gut und abgesehen von der Suppe schmeckt es auch nicht wirklich gut. Der Nachtisch - eine Orangencreme - sorgt beinahe für einen chemischen Zuckerschock. Als Entschädigung kommen zwei Nashörner vorbei. Das eine geht zunächst etwas trinken, während sich das andere schon mal schlafen legt. Den Erdhügel benützt es dabei als Kopfkissen für sein Horn. Wie gemütlich.もっと詳しく

  • Ziwa Rhino Sanctuary

    8月11日, ウガンダ ⋅ ⛅ 29 °C

    Die Fahrt führt uns durch abwechslungsreiche Landschaften, von fruchtbarem Hügelland bis hin zu offener Savanne. Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt nördlich von Kampala und ist ein einzigartiges Schutzgebiet und der einzige Ort in Uganda, an dem man die majestätischen weißen Nashörner in freier Wildbahn beobachten kann. Es ist ein wahres Erfolgskapitel im ugandischen Artenschutz. Nachdem das letzte Nashorn im Jahr 1982 der Wilderei zum Opfer fiel, wurden hier ab 2005 wieder Breitmaulnashörner angesiedelt. Dank intensiver Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand seither stetig erholen. Im Sanctuary leben derzeit zweiundfünfzig südliche weiße Nashörner. Einige Tiere wurden bereits in andere Nationalparks in Uganda ausgewildert. Gemeinsam mit erfahrenen Rangern unternehmen wir eine Nashornpirsch zu Fuß. Aus eigner Erfahrung wissen wir bereits, wie schnell Nashörner sein können, vor allen Dingen, wenn sie schlechte Laune haben, weil sie gestört werden. Vielleicht gerade deswegen freuen wir uns besonders, nochmals diese außergewöhnliche Gelegenheit zu haben, diesen mächtigen Tieren in freier Wildbahn aus nächster Nähe zu begegnen.

    Pffffffff! Wir stehen direkt vor ihnen. Mehrere Nashörner liegen schläfrig unter einem Baum. Ihr Schnaufen ist beeindruckend laut. Kein Wagen schützt uns vor den Nashörnern. Es ist heiß und sie amten kräftig. Das große Männchen schläft. Die jüngeren Tiere fressen. Zunächst sehen wir eine Gruppe mit drei Tieren. Träge bewegen sie sich vorwärts. Die Familie mit vier Tieren hat es sich unter einem schattigen Baum bequem gemacht. das Jungtier schläft. Das Männchen wackelt mit den Ohren weil die Fliegen kitzeln. Wenig später begegnen wir einer Mutter mit ihrem kleinen Kind. Doch leider haben es die beiden sehr eilig. Sie sind auf dem Weg zu einer weit entfernten Wasserstelle. Leider können wir ihnen nicht folgen. Als wir uns schließlich auf den Rückweg machen, kommt uns die Dreiergruppe entgegen. Wie aufgefädelt laufen sie den Pfad entlang. Wie majestätisch. Sie kommen direkt auf uns zu. Wir weichen etwas zurück und mit 2-3 Metern Abstand laufen sie an uns vorbei. Was für eine stille Kraft und Würde diese Tiere ausstrahlen. Wir klein wir ihnen gegenüber erscheinen. Ein beeindruckender Moment.
    Auch bewaffnete Ranger mit Kalaschnikows sind in der Nähe. Sie beschützen aber nicht uns vor den Nashörnern. Sie beschützen die Nashörner vor Wilderern. Die haben alle Nashörner in Uganda bis in die 80er Jahre komplett ausgerottet. Leider muss man sie auch heute immer noch beschützen.
    Zum Glück gibt es Menschen, die sich das zur Lebensaufgabe gemacht haben. Wir haben 14 Nashörner sehen dürfen.
    Als wir am Abend im Restaurant sitzen, kommen zwei weitere Nashörner vorbei. Am Morgen erwarten uns vier Nashörner zum Frühstück. Sie liegen träge auf dem Erdhügel und benützen ihn als Kissen für das Horn. Als wir abfahren, treffen wir auf ein weiteres Nashorn, das von seinen vielen Putzervögeln ordentlich sauber gemacht wird.
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  • Lake Albert

    8月10日, ウガンダ ⋅ ⛅ 27 °C

    Lake Albert ist einer der großen Seen des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der erste Europäer, der Lake Albert 1864 entdeckte, war der Brite Sir Samuel Bake. Er benannte den See nach Königin Victorias Ehemann Albert. Obwohl der Victoria Nil in den Albert See hineinfließt, fließt er als Albert Nil wieder heraus. Lake Albert bezieht sein Wasser vom Lake Edward und dem Ituri Regenwald durch den Semliki Fluss.
    Die Strecke führt uns durch wunderschöne Landschaften – vorbei an Teeplantagen, Dörfern und sanft geschwungenen Hügeln, bevor sich die weite Wasserfläche des Lake Albert öffnet. Der See bildet die natürliche Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo und ist bekannt für seine dramatischen Ausblicke. Das glitzernde Blau des Wassers bleibt uns heute leider verborgen. Er erscheint silbergrau und verschmilzt mit dem ebenfalls grauwirkenden Himmel. Eingerahmt wird er von den fernschimmernden Bergen des Rift Valley.
    Die extrem steile, felsige Piste führt uns zum See hinunter. Wir stoppen in einem Fischerdorf am Ufer des Sees. Die Häuser sind aus Lehm gebaut, teilweise rund und mit Schilf gedeckt. Schweine, Hühner, Enten und Ziegen gackern und watscheln zwischen den Häusern umher. Dann entdecken wir die Rinder mit den enorm langen Hörnern. Sie sind länger als Kopf und Hals zusammen. Sanftmütige Tiere sind das. Der mächtige Kopfschmuck wird nicht zum Kampf eigesetzt. Wir beobachten, wie die Fischer ihre Boote für den nächsten Fang vorbereiten, Netze flicken und ihre Einbäume mit geübten Handgriffen ins Wasser gleiten lassen. Sehr schnell sind wir von Unmengen Kindern umringt. Alle winken und lachen. Die kleinen Fische werden in der Sonne getrocknet, die größeren werden geräuchert. Dafür gibt es im Boden ein großes Feuer, das mit Blechen überdeckt ist. Darunter liegen die Fische und werden zwei Wochen lang geräuchert. Da sich der Tag dem Abende nähert, beginnen viele Familien zu kochen. Ein kleiner Lehmofen reicht hierfür völlig aus. Äste werden unten hineingeschoben und der Topf oben drauf kocht. Wasser gibt es hier am See genug, allerdings ist es Bilharziose verseucht. Das führt immer wieder zu Problemen. Die Kinder haben ihre Freude im kühlen Nass. Natürlich darf auch der Fußballplatz nicht fehlen, auf dem groß und klein gemeinsam kicken. Es ist schön, das einfache, aber faszinierende Leben der Menschen, deren Alltag vom Rhythmus des Wassers bestimmt wird, zu beobachten. Das Leben ist geprägt von harter Arbeit, aber auch der Dorfgemeinschaft und der tiefen Verbundenheit mit dem See. Hier kennt jeder jeden. Trotz des harten Lebens geht es doch auch sehr gemütlich zu. Man sitzt zusammen unter den Bäumen und tut einen Großteil des Tages einfach nichts. Aber halt. Gefischt wird nachts. Irgendwie müssen sich die Männer auch erholen, denn tags wird nicht geschlafen.
    Es ist ein absolut authentisches Erlebnis durch das Dorf zu laufen und die Menschen zu erleben. Schön überall begrüßt zu werden und natürlich will man wissen, woher wir kommen. Ich könnte nach ewig weiter durch das Dorf laufen, aber es ist Abend und wir müssen die steile Felspiste auch wieder hinauf. Das Auto kämpft sich. It 4x4 und Untersetzung langsam nach oben. Immer wieder rutscht es am Fels ab und wir umkurven tiefe Auswaschungen und Brüche.
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  • Kikonko Lodge

    8月10日, ウガンダ ⋅ ☁️ 27 °C

    Kikonko Lodge liegt oberhalb des ostafrikanischen Grabenbruchs und man blickt hinunter auf Lake Albert. Im See verläuft die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Die Lodge ist sehr schön designt. Während des Essens blickt man über den Dschungel auf den See. Die Außenanlagen mit dem Poll sind sehr schön angelegt. Wir entdecken interessante Pflanzen und natürlich begeistert uns mal wieder die Vogelwelt.もっと詳しく

  • Zu Gast bei den Schimpansen

    8月9日, ウガンダ ⋅ ☁️ 28 °C

    Kibale ist berühmt für seine große Population an freilebenden Schimpansen. Als wir am frühen Morgen in den Wald einfahren, sehen wir viele Baboons. Do h plötzlich ist einer anders und wir realisieren, dass eben ein Schimpanse die Straße kreuzt. Wir sind aus dem Häuschen. Doch er ist viel zu schnell im Häuschen und entschwindet innerhalb eines Moments aus unserem Blickfeld im Wald. Dennoch, einfach so einen Schimpansen zu sehen ist unglaublich. Am Nachmittag folgen wir begleitet von erfahrenen Rangern den Spuren der Tiere durch den dichten Regenwald. Wir sind noch nicht lange unterwegs,als wir die ersten beiden Schimpansen entdecken. Sie sitzen auf dem Boden und lassen sich gegenseitig. Was für ein Moment. Ich sehe in ihre Gesichter. Die dunklen Augen, die Hände…. Sie sind uns so ähnlich. Anders als die Gorillas bleiben sie nicht an einem Ort. Wir folgen ihnen quer durch den Dschungel. Schimpansen sind schnell, sehr schnell und so müssen wir eilen. Die Gruppe wird immer größer und wir sind nach und nach von 40 Tieren umgeben. Einige klettern auf Bäume, andere fressen am Boden. Immer wieder müssen wir zurückweichen, weil einer direkt auf uns zukommt und wir im Weg stehen. Und dann bricht das Spektakel los. Affentheater sind harmlos. Sie jagen sich will rufend, schreiend, kreischend durch den Wald. Auf dem Boden, in den Bäumen, hinauf und hinunter, wild querwaldein. Das Geschrei ist ohrenbetäubend. Immer neue Tiere kommen hier zu. Äste krachen auf den Boden. Natürlich wird auch gepinkelt und Moritz bekommt eine echte Schimpansendusche ab. Ob er jetzt sauber ist? Weiter folgen wir ihnen immer tiefer in den Wald. Die Gruppe wird wieder ruhiger und klettert zum Fressen auf die Bäume. Wir beobachten sie lange und plötzlich entdecke ich, dass ein Tier ihr Baby am Bauch hat. Wir wunderschön. Leider sitzt sie sehr weit oben in den Bäumen. Und plötzlich geht es wieder los. Die Schimpansen rufen einander zu. Es gibt sanfte, zarte Töne und wilde laute. Dann beginnt die nächste Jagd. Wieder kreischen die Schimpansen, jagen durch die Bäume hinauf und Hinunter, Äste fallen krachend zu Boden. Ich weiß überhaupt nicht wohin ich schauen soll. Es ist so viel los. Hier wurde zwar keine Kokosnuss geklaut, aber die Affen rasen durch den Wald. Viel zu schnell ist unsere Stunde vorbei. Wir müssen gehen. Doch als die Affen genau in diesem Moment nochmals mit lautem Geschrei durch den Wald toben, lassen uns die Ranger und wir dürfen noch ein wenig länger bleiben und dieses Schauspiel beobachten. Die Tiere tollen wieder durch die Bäume, kommunizieren lautstark miteinander. Es ist eine Tierbegegnung voller Energie und Ausdruckskraft. Sie sind intelligent, wenn sie Gelüste auf Ssüßes haben, stecken sie einen Stock in das Bienennest, dass die Bienen nicht rausfliegen können. Mit einem zweiten Stock holen sie sich die Waben.
    Mit solch einem ernegiegeladenen Erlebnis habe ich nicht gerechnet. Die Tiere, ihre Schnelligkeit, das Toben durch den Wald und vor allen Dingen die Geräuschkulisse. Der Blick in ihre Augen und der nicht nur wilde, sondern auch liebevolle Umgang miteinander. Ein unvergesslicher Moment, der tief berührt.
    Voller Eindrücke sitze ich im Auto. Eigentlich weiß ich nicht wo mir gerade der Kopf steht. Und da passiert es. Nochmals kreuz ein Schimpanse direkt vor uns die Straße. Ich kann es kaum fassen. Wollen sie, dass wir bleiben, oder sich nochmals verabschieden?
    Dieses Erlebnis ist eigentlich nicht zu beschreiben. Es ist unvergesslich.
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  • Bigodi Wetland Sanctuary

    8月9日, ウガンダ ⋅ ☁️ 29 °C

    Das Bigodi Wetland Sanctuary ist ein Schutzgebiet am Rande des Kibale Forests. Die etwa 1–2-stündige Wanderung führt uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Sümpfen, Grasland und Dörfern. Ein wunderschönes Beispiel für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur. Wir spazieren im herrlichsten Morgenlicht durch die Sümpfe und lauschen dem abgesägt der Vögel. Wir sehen sie leider nicht. Aber es sind so viele unterschiedliche Stimmen, dass es sehr viele verschiedene Arten sein müssen. Um uns herum wachsen dichter Papyrus, Palmen und hohe Dschungelbäume. Die Invasoren Eucalyptusbäume werden gezielt dort gepflanzt, wo der Sumpfe trocken gelegt werden soll. Sie trinken so viel, dass jedes Erdreich irgendwann austrocknet. Nach einer Weile entdecken wir die schwarz-weißen Kolobos Affen und treffen auch auf ihre Verwandten, die Roten Kolobosaffen. Kolobosaffen werden von Schimpansen gefressen. Daher leben sie in unterschiedlichen Gebieten. Sie haben keine Daumen und können deshalb nicht so schnell klettern wie Schimpansen. Sie ernähren sich von jungen Blättern. Fressen sie alte, funktioniert ihre Verdauung nicht und sie werden betrunken. Sie unterschätzen dann ihre Kärfte, legen sich mit Schimpansen und sterben. Auch Vervet Affen und Rotschwanzaffen tummeln sich in den Bäumen. Nach einiger Zeit verlassen wir die Sümpfe und erreichen die Dörfer. Da Sonntag ist, spielen die Kinder überall. Wir kommen an einer Korbweberei vorbei und sehen zu wie Körbe, Schalen, Untersetzer und kleine Gefäße aus Papyrus, Bast und Palmfasern hergestellt werden. Gefärbt wird mit Beeren. So ergeben sich aus einer Beere die Farben rot, pink und lila. Je nachdem wie lange und stark man sie kocht.
    Außer Bananen wird hier auch Kaffee angepflanzt. Der Anbau erfolgt in Handarbeit. Ebenso die Verarbeitung der Bohnen bis. Hin zum gemahlenen Kaffee. Wir dürfen zusehen, wie der Kaffee verarbeitet wird. Zunächst werden die reifen Bohnen in einem Stampfer von der Schale befreit. In einem Korb werden Schale und Kerne durch in die Luft werden voneinander getrennt. Die Bohnen werden über dem Holzfeuer geröstet. Wenn sie wie Popcorn nach oben springen und ploppen ist eine milde Röstung erreicht. Die heißen Bohnen kommen wieder in den Stampfer und werden gemahlen. Der feine saubere Kaffee entsteht, nachdem er noch durchgesiebt wurde. Jetzt muss er nur noch aufgebraust werden. Und er schmeckt!
    Da hier hauptsächlich Bananen angebaut werden und man deshalb auch von der Bananenrepublik spricht, muss die Bananen ja auch zu etwas verarbeitet werden. Bananaman stellt Bananenaft, -Bier und Gin her. Destilliert wird in einem alten Blechfass und die Kühlung erfolgt über den Seerosenteich. Um Bananensaft zu erhalten, werden die Bananen mit den Bananenblättern zusammen vermanscht. Die Blätter regen die Bananen an, viel Flüssigkeit abzugeben. So entsteht viel Saft, der entweder sofort oder nach drei Tagen Vergährung als Bier getrunken werden. Nachdem gebrannt wurde, kann man ihn auf als 40% igen Bananengin trinken. Schmeckt!
    Die Landschaft ist herrlich grün. Alles wächst und gedeiht. Vögel und Agamen fliegen und kriechen durch die Bananenwelt. Hühner gackern umher und Schweine graben sich mit ihren Nasen durch das Erdreich. Ich komme mir vor wie im Paradies.
    Wir kommen an einer Hütte vorbei, in der gerade Gottesdienst gehalten wird. Im Gegensatz zu deutschen Kirchen passt hier keine Maus mehr in die Hütte. Und das kann ich verstehen. Bei dieser Musik würde ich auch jeden Sonntag in die Kirche gehen. Wie wunderschön und was für eine Stimmung. Es ist schön, die vielen Kinder auf der Straße zu sehen, sie zu begrüßen und in ihre lachenden Gesichter zu sehen. Ein Junge hat einen richtig coolen Scooter. Ich bin begeistert, als ich ihn entdecke. Er scheint auch mächtig stolz auf sein Gefährt zu sein.

    Turismo
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  • Es ist ein Wort der Wahrheit angebracht

    8月9日, ウガンダ ⋅ ☁️ 27 °C

    In Afrika lebt man nach dem Motto “We share”, während wir Europäer eher nach dem Motto “We keep” leben. Wie stark die jeweilige Ausprägung ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Wenn jedoch das eine oder andere Lebensmotto zu 100% in Perfektion gelebt wird, ist das bestimmt nicht gesund.
    Wir sind jetzt erst wenige Tage in Afrika unterwegs und ich kann mich nicht erinnern, dass mir das “we share” auf anderen Reisen so krass aufgefallen ist. Prinzipiell halte ich es für richtig, dass möglichst viele Menschen von dem riesigen Kuchen des Toursimus profitieren sollten. Die Einnahmen des Tourismus sind enorm und viele sollen einen Nutzen davon haben. Ich komme mir mittlerweile aber wie eine Melkkuh vor. Ich habe das Gefühl, den ganzen Tag nur Trinkgelder zu verteilen, die ich eigentlich überhaupt nicht verteilen müsste, weil ich schon gezahlt habe. Wenn die Dollarzeichen in den Augen der Menschen aufblitzen und ich mein Trinkgeld verteile, schaue ich in missmutige, enttäuschte, manchmal fast wütende Gesichter. Nie kann ich es Recht machen. Immer ist es zu wenig. Dabei müsste ich doch überhaupt nichts bezahlen.
    Die Geschichten sind immer dieselben. Ich bin alleinerziehend und habe sechs Kinder. Na, das hätte man besser regeln können. Das Geld für die Schule ist hoch und ich muss es für vier Kinder bezahlen. Ich hatte einen Freund in Deutschland, der jeden Monat 100€ geschickt hat. Doch während Corona ist er verstorben. Ich schaue in eine bestimmte Richtung, ohne etwas wahrzunehmen und man will ein Trinkgeld.
    In welcher Währung soll ich rechnen? Nehme ich die Obst- und Gemüsewährung kann ich dafür 15kg Obst und Gemüse kaufen. Je Tag ein Kilo reicht das für 2 Wochen. Und das nur vom Trinkgeld und zwar nur von meinem. Nehme ich die Währung Schulgeld, zahle ich mit meinem Trinkgeld 10% eines Monats. Ich finde, das ist reichlich. Trotzdem ist es immer zu wenig. Doch was wäre denn genug? Ich bin ja nicht die einzige, die dauernd nur zahlt.

    Die Situation ist heute besonders und es geht nicht anders als einen Holzgorilla zu kaufen. Zum Glück habe ich mich gestern noch verweigert, sonst hätten wir jetzt schon zwei. Ich verbuche diese 10€ als Entwicklungshilfe. Denn dafür 10€ zu zahlen ist schlicht wucher. Offenbar wird das aber absolut nicht so gesehen. Und dann kommt das Trinkgeld. Ein Begleitguide, um die Abfahrt zum Dorf zu finden, einen Guide, der im Dorf übersetzt und zwei Guides aus dem Dorf, die uns führen. Und natürlich nicht zu vergessen - das gesamte Dorf. Und plötzlich bin ich 30€ Trinkgeld los und blicke in unzufriedene Gesichter. 40kg Obst und Gemüse. Und das nur von mir. Wer bekommt in Europa für eine Stunde zusätzlich noch 30€ Trinkgeld?

    Natürlich geistert dieses Thema nicht nur durch meinen Kopf. Alle, die hier unterwegs sind, sind ständig damit konfrontiert. Und somit ist es auch Thema der Unterhaltung. Es, sorry, kotzt hier alle dermaßen an. Wir werden als Melkkühe angesehen, die die Euros und Dollars nur so ausspucken. Dass es irgendwann einmal genug ist, auf diese Idee kommt man hier nicht. Und dass bei den ganzen jammervollen Lebensgeschichten mittlerweile überhaupt keine Empathie mehr aufkommt, verwundert wohl auch nicht. Natürlich sehen wir alle, dass die Menschen arm sind und es an vielem fehlt. Aber wir sind nicht dafür da, einen ganzen Kontinent zu versorgen.
    Ich bin erst wenige Tiere hier und komme mir ausgenommen vor. Doch die vielen Overlander mit denen ich spreche formulieren aufgrund der langen Reisezeit noch viel krasser. eindringlist wurde mir mitgegeben, dass ich etwas gebe, was mehr als genug ist und die unzufriedenen Gesichter zu ignorieren habe. Denn genug geben kann ich nie. Ich habe heute versucht, diesen Rat zu beherzigen, doch ich bin mir wieder geizig und knauserig vor. Jedes Mal habe ich ein schlechtes Gewissen.
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  • Isunga Lodge

    8月8日, ウガンダ ⋅ ☁️ 26 °C

    Die Isunga Lodge erwartet uns mit schönen kleinen Häuschen oder auch Cottages am Hang mit traumhaftem Ausblick über den Kibale NP. Wir überblicken den gesamten Dschungel. Unser Cottage besteht aus drei kleinen Zimmern. Das gemütliche Sofa wird ausgiebig getestet, denn am Nachmittag schüttet es mal wieder in Strömen. Die Koffer Verschwinden im separaten Ankleidezimmer. Ein sehr schöner Ort, an dem wir uns sofort wohlfühlen. Doch bevor der Himmel seine Schleusen öffnet, erkunden wir noch ein wenig die Gegend. Die Lodge ist wunderschön angelegt. Überall blüht es und schöne Schmetterlinge sind unterwegs. Wir entdecken bunt leuchtende Vögel. Und wie so oft…. Es rauscht und wackelt in den Bäumen und wir entdecken begeistert die schwarz-weißen Kolobos Affen. Wie genial. Wir beobachten uns gegenseitig. Das tolle ist, wenn mein Kameraauslöser klickt, was ja eigentlich äußerst hinderlich in der Tierfptografie ist, schaut er zu mir herunter und blickt mir direkt in die Kamera. Leider beendet der Regen unsere kleine Lodgesafari. Vielleicht können wir sie morgen fortsetzen.
    Da hier so viel blüht, fühlen sich hier viele Vögel wohl. Ich kann wunderschön die Sunbirds und andere kleine Piepmätze beobachten.
    Abends im Zimmer kreisen plötzlich zwei riesige Flugobjekte laut brummend durchs Zimmer. Ich denke, dass es Hornissen sind…. Töten ist zu gefährlich. Also eile ich nochmals zur Rezeption und bitte um Hilfe. Dort stellt sich heraus, dass es keine Hornissen sind, sondern harmlose Flugobjekte. Trotzdem will ich sie nicht im Zimmer haben. Man erklärt uns, dass sie ins Licht wollen und wir sie beim Zimmerbetreten mitgebracht haben. Ich bin mir ganz sicher, dass dies nicht so war. Denn wir haben viele Tiere im Zimmer. Ameisen, Käfer, Spinnen, einen schönen Gecko und noch andere unhübsche Gäste. Die Brummer sind weg. Ich sitze auf dem Sofa und bon mit den Pinguinen beschäftigt, als es schon wieder brummt. Wie ein kleiner Helikopter steuert das erste Vieh schon wieder durch den Raum. Nummer 2 lässt nicht lange auf sich warten. Irgendwo gibt es hier ein großes Loch. Wie auch immer und trotz Moskitonetz mit denen schlafe ich nicht heute Nacht. Da es nichts bringt, sie rauszubefördern muss Plan B her. Sorry. Aber das ist mein Reich.
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