• Manfred Holzbauer
  • Gabriele Holzbauer
Apr – May 2025

Mit dem Camper nach Frankreich

Loiretal, Bretagne, Atlantikküste, Provence
Frankreich wir kommen! 😀
Read more
  • Trip start
    April 30, 2025

    Los geht‘s

    April 30 in Germany ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute geht es endlich los. Die Hoffnung dass wir den Camper schon am Vormittag bekommen, hat sich leider nicht erfüllt. Aber wir sind beim Auto einräumen, als der Anruf kommt. Einweisung und Fahrzeugübernahme um 13 Uhr in Obergrafendorf.

    Das schaffen wir locker nach einem schnellen Mittagessen.

    Doch die Übernahme plus das Verstauen unseres Gepäcks für die nächsten 4 Wochen dauert etwas länger als geplant. Es ist fast 16 Uhr als wir vom Parkplatz vorsichtig auf die Straße rollen. An die 7 Meter Länge müssen wir uns erst noch gewöhnen. Auch die 2,3 Meter Breite und 3 Meter Höhe machen den Camper ziemlich schwerfällig.

    Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde kommen wir auch nicht mehr soweit wie ursprünglich geplant. Gegen 18 Uhr biegen wir auf einen netten Campingplatz direkt am Westufer des Chiemsees ein. Nachdem mich die Platzwartin zurechtgewiesen hat, weil ich nicht in der für den Check In vorgesehenen Parkbucht halte, bekommen wir einen ruhigen Stellplatz zugewiesen. Hier werden wir von einem zutraulichen Entenpärchen begrüßt, das den restlichen Abend nicht mehr von unserer Seite weicht. 😂🫶🏻

    Morgen wollen wir die französische Grenze erreichen.
    Read more

  • Bienvenue en France

    May 1 in France ⋅ ☀️ 27 °C

    Beim Frühstück gibt es zum letzten Mal für die nächsten Wochen echte Semmeln, die ich um 8 vom Campingplatz Kiosk hole.
    Danach nutzen wir die deutschen Autobahnen um so rasch als möglich die französische Grenze zu passieren. Die schaffen wir gegen 14 Uhr, Anreise somit erfolgreich erledigt.

    Unser erstes Ziel hier ist Colmar, das „kleine Venedig im Elsass“. Dass der örtliche Campingplatz aufgrund des Feiertages und des langen Wochenendes mit überwiegend deutschen Gästen ausgebucht ist, macht uns einen kleinen Strich durch die Rechnung.

    Wir steuern den nahegelegenen Platz in Egisheim an, doch auch dieser ist voll. Nicht so schlimm: Am Gemeindeparkplatz finden wir einen ruhigen und ebenen Stellplatz mit Stromanschluss. 😅

    Wir packen kurzerhand die Fahrräder aus und radeln am schön ausgebauten Radweg ins 8 km entfernte Colmar. Dabei überqueren wir 2 Weinberge.

    Im idyllischen Colmar bestaunen wir die langsam fließenden an Venedig erinnernden Kanäle, und die etwas schneller fließenden deutschen Touristenströme. 😆 Ein Lokal das auch zwischen den (französischen) Essenszeiten etwas serviert, finden wir mit etwas Glück. Der Hunger war schon sehr groß, haben wir doch während der Fahrt nur einen kleinen Snack zu uns genommen.

    Danach geht es hurtig zurück zu unserem Camper, wo wir den Abend mit der Planung des nächsten Tages bei einem Schlummertrunk ausklingen lassen.

    Geduscht wird im Camper. 😅
    Read more

  • Ab nach Burgund

    May 2 in France ⋅ ⛅ 26 °C

    Die Nacht war trotz der zentralen Lage erstaunlich ruhig. Es ist wieder ein warmer und sonniger Morgen und wir frühstücken im Freien.

    Danach geht es erstmal zum Supermarkt, wo wir einen Glasreiniger für den Insektenfriedhof auf der Windschutzscheibe kaufen, und die Vorräte für die Snacks on Tour auffüllen.

    Wir verlassen das belebte Elsass und fahren nach Burgund. Erst verschwinden die Weinberge, stattdessen durchfahren wir riesige Wälder, danach säumen bewirtschaftete Äcker auf sanften Hügeln unserem Weg. Immer wieder lockert gelb leuchtender Raps die grüne Landschaft auf.

    Die Fachwerkhäuser des Elsass sind von Dörfern mit sandgelben Steinbauten abgelöst, in denen oftmals die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

    Die Straßen werden immer enger als wir uns dem ersten Ziel nähern. Der im 12. Jahrhundert erbauten Abbaye de Fontenay, ein abseits gelegenes Kloster, das sich in einem super Zustand präsentiert. Der Mann am Einlass spricht sowohl deutsch als auch englisch.

    Nach der interessanten Tour fahren wir auf idyllischen Nebenstraßen in den Wallfahrtsort Vezelay, wo wir auch einen supernetten Stellplatz mit schönem Ausblick auf die örtlichen Weinberge die kommende Nacht finden. Ja, auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten für Weinverkostungen.

    Erstmals verwenden wir die Auffahrtkeile, da der Platz nicht ganz eben ist. 😀

    Danach machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang in die Altstadt um die Kathedrale zu besichtigen und Eis zu essen.

    Zum Abschluss des Tages machen wir es uns mit einem Api unter der Markise bequem.
    Read more

  • Sonne und Hügel

    May 3 in France ⋅ ☀️ 24 °C

    In der Nacht kommt ein starker Sturm auf, der uns beim Aufstehen auch einige Regentropfen beschert. Doch beim Frühstück ist alles vorbei und wir können unseren Kaffee und das Baguette schon wieder in der Sonne zu uns nehmen.

    Wir starten wieder Richtung Westen, die Nebenstraßen führen uns durch die hügelige Landschaft die in einem satten grün leuchtet. Doch die erblühende Natur kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier im Sommer sehr trocken wird. Unzählige riesige Wassertürme in den kleinen Ortschaften legen Zeugnis darüber ab, dass es klug ist, sich auf die Trockenheit vorzubereiten.

    Bald überqueren wir zum ersten Mal die Loire, der Fluss der uns in den nächsten Tagen begleiten wird.

    Den ersten Halt machen wir in Sancerre, ein gepflegter Ort auf einem großen Weinberg, mit etlichen Weingütern. Wir machen einen kleinen Spaziergang, probieren die örtliche Windbäckerei und genießen die phänomenale Aussicht ins Umland. Auch die sich durch die flache Ebene schlängelnde Loire können wir erspähen. Uns fällt auf dass die Weinstöcke hier auf nur 20-30 cm Höhe gehalten werden, nicht sehr Rücken schonend.

    Weiter gehts nach Bourges, der ersten größeren Stadt unserer Reise, die Stadteinfahrt überrascht uns mit ein paar Engstellen, doch wir finden bald einen Camperparkplatz und gehen 20 Minuten zu Fuß in die recht ruhige aber schöne Altstadt. Highlight ist sicher die alles überragende Kathedrale, die eine beeindruckende Größe hat. Nach dem französischen Mittagessen geht es weiter. Eigentlich wollten wir noch das Schloss Meillant besichtigen, doch hat dieses leider die Pforten geschlossen, da der Besitzer kürzlich verstorben ist.

    Also parken wir uns am heutigen Campingplatz am Kanal du Perry ein und werfen den Griller an. 😄
    Read more

  • Tag der Chateaus

    May 4 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir frühstücken noch bei Sonnenschein, doch als wir wegfahren hängen die Wolken bereits tief. Wir steuern das nahegelegene Chateau et Jardins Ainay-le-Viell an. Wir finden ein sehr prunkvolles Schlösschen mit einem gepflegten großen Garten vor. Die Madame am Schalter erklärt uns, dass man um das Schloss auch von innen zu sehen, eine französische Führung buchen muss, was wir dann auch tun 😆. Zum Glück gibt es einen QR Code der uns auch deutsche Erklärungen liefert. Wir erfahren unter anderem dass auch Marie Antoinette oft hier verweilt hat, wir sind also nicht die ersten Österreicher.

    Flugs geht es weiter zum Chateau de Sarzay, das sich in völlig anderem Bild präsentiert. Erst stehen wir vor verschlossenem schmiedeeisernem Gittertor, doch ein Schild verrät uns, dass bis 14 Uhr geschlossen ist. Also halten wir unsere Mittagspause vor dem Tor in der uns Gabi frischen Spargel vom gestrigen Bauernmarkt mit Baguettes und Knoblauch zaubert. Lecker!!! Währen der Pause fährt kein einziges Auto an uns vorbei. 😄

    Dann geht um 14 Uhr das Tor auf und der betagte Burgherr lässt uns ein. Wir verständigen uns mit Händen und Füßen, soweit wir verstehen dürfen wir überall hin, wo es nicht eingestürzt ist, auch bis in den 4. Stock und auf den Dachboden, was wir natürlich ausnutzen. Der Burgherr selbst schafft maximal 5 Stufen, weshalb er in einem ebenerdigen Nebengebäude wohnt, und die Burg recht staubig, um nicht zu sagen schmutzig ist.

    Wir fahren weiter in eine der ersten Hemdenfabriken Europas in Argenton sur Creuse. Erbaut zur Zeit der industriellen Revolution wurde hier bis in den 1990ern produziert. Gabi lässt sich von den ausgestellten Nähmaschinen begeistern.

    In Crozant parken wir uns auf dem sehr kleinen mitten in der Natur gelegenen Campingplatz ein und besuchen zum Abschluss des Tages unser für heute letztes auf einem Felsen gelegenes Chateau, das bereits ziemlich verfallen aber trotzdem interessant beschildert ist.
    Read more

  • Naturel Regional de la Brenne

    May 5 in France ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute ist es wohl endgültig vorbei mit der Hitze der letzten Tage. Als wir aufwachen zeigt der Außenthermometer knackige 8 Grad. Wir heizen erstmal ein und frühstücken drinnen. 😅

    Heute durchqueren wir den Naturel Regional de la Brenne, ein riesiger Naturpark durch den sich der Fluss Creuse windet, und in dem es unzählige Seen und Teiche befinden. Die Sage sagt, diese Teiche sind Fußspuren von Riesen, doch wir glauben eher den Historikern, die meinen dass Mönche diese im ersten Jahrtausend für die Fischzucht angelegt haben. 😀

    Wir steuern die Abtei de Fontgombault an und platzen direkt in die tägliche Konventsmesse. Wir nehmen ein Weilchen an der Messe teil, lauschen dem wunderbaren Gesang der Mönche, und warten dass danach die Handwerkerstube öffnet.

    Die Besuche von drei sehr gepflegten Loire Schlössern runden unseren Tag ab, wir erfahren viel von der geschichtlichen Entwicklung, ursprünglich meist als Festung erbaut wurden die Schlösser ab dem Mittelalter nur noch zum Wohnen und zur Prahlerei genutzt. 🤦🏻‍♂️

    Die letzte Station ist der Ort Montresor (mein Schatz) eines der angeblich schönsten Orte Frankreichs. Der Spaziergang gefällt auch uns, die Superlative können wir aber nicht bestätigen.

    Am nahegelegenen sehr großen 4-Stern Campingplatz sind wir die einzigen Gäste für diese Nacht.
    Read more

  • Zwischen Loire und Loir

    May 6 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem wir in der Nacht ein paar Regentropfen lauschen konnten, überrascht uns am Morgen die Sonne bei wolkenfreiem Himmel. Trotzdem ist es noch frisch.

    Wir starten mit dem Chateau Chenonceaux, wo wir uns fragen, woher plötzlich die vielen Menschen kommen. Reisebusse entladen, Chinesen, Japaner, Italiener und Spanier. Die Deutschen sind selbst angereist.

    Das Schloss selbst liegt direkt am, bzw. über dem Fluss Cher und ist wirklich sehr schön. Man merkt dass hier überwiegend Damen die Besitzerinnen waren.

    Danach machen wir einen Abstecher in den Norden nach Troo. Ein Dörfchen das im Tal des Loir liegt, ein kleiner Nebenfluss der Loire. Dort gibt es interessante Höhlen die früher zu Wohnungen ausgebaut wurden, und zum Teil bis heute genutzt wurden.

    Danach wieder südlich zu einem der unserer Meinung nach schönsten Loire Schlösser. Dem Chateau Usse, das als Vorbild des Dornröschenschlosses diente. Das Märchen wird auch anschaulich in einigen der Türmchen dargestellt was wir uns nicht entgehen lassen.

    Wir fahren den Campingplatz in Chinon an, wo wir noch einen Spaziergang durch die Altstadt mit vielen kleinen Geschäften unternehmen. Auch die Festung am örtlichen Felsen besuchen wir mit einem Historic-Pad. Dieses zeigt uns an bestimmten Stellen virtuell, wenn man das Pad schwenkt, wie es hier im Mittelalter ausgesehen hat. Spannend!!
    Read more

  • Burgen und Höhlen

    May 7 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir starten mit einer Abtei, der Abbaye Royale de Fontevraud, eines der größten Klöster Frankreichs. Am Eingang werden wir von der deutschen Rezeptionistin in unserer Muttersprache begrüßt. Hier ist unter anderem der Königssohn Richard Löwenherz beerdigt. Wir schlendern durch die beeindruckenden Gebäude bevor wir weiterfahren.

    Als nächstes besuchen wir eine komplett andere Burg. Das Chateau de Breze wurde ursprünglich als unterirdische Festung erbaut. Erst nach und nach entstand der oberirdische Teil der Anlage. Wir starten gleich mit dem unterirdischen aus dem Tuffstein gehauenen Teil und verirren uns in den kilometerlangen Gängen 😂. Die oberirdische Anlage beeindruckt uns weniger, auch wenn die Schwester des bekannten Kardinals Richelieu hier gewerkt hat.

    Anstelle einer weiteren Burg suchen wir uns heute schon früher einen Campingplatz mit Waschmaschine, den wir in der Nähe von Anger finden. Nachdem Gabi die Wäsche eingeworfen hat, radeln wir am See den super Radweg entlang in die nahe Stadt. Dass die Kathedrale eingerüstet und Baustelle ist, hält Gabi nicht davon ab, eine Kerze anzuzünden. 😀
    Read more

  • Tor zur Bretagne

    May 8 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute besuchen wir drei Städte im Festungsgürtel, in dem die Bretonischen Fürsten ihre Festung zur Verteidigung gegen die heranrückenden Normannen und Franzosen errichteten.

    Wir starten in Chateaubriant. Als ein Zug von Uniformierten mit geschwenkten Fahnen unseren Weg kreuzt, fällt uns ein, dass heute Feiertag ist. Tag des Sieges! Drum haben auch die Geschäfte in der Innenstadt durch die wir spazieren, fast alle geschlossen. Nach der Runde durch die Festung fahren wir weiter nach Vitre.

    Uns fällt auf dass die Ortstafeln nun zweisprachig sind, neben dem Französischen werden die Namen auch in Bretonisch angeführt. Die Baustile der Chateaus und auch der Häuser hier sind komplett anders als die letzten Tage. Waren die Loire Schlösser alle in leuchtend weißem Tuffstein errichtet, wirkten leicht und verspielt, präsentieren sich die Chateaus hier vielmehr wie Festungen, wuchtig, und aus dünkleren Felsen errichtet.

    Nach der Stadttour durch die wunderschöne verwinkelte Altstadt und der Runde durchs Chateau, in dem auch hier eine Siegestagsveranstaltung abgehalten wird, kehren wir noch in ein Bistro ein.

    Danach geht es weiter in die dritte Stadt: Fougeres. Erst parken wir uns am heutigen Campingplatz ein, danach spazieren wir ins Zentrum. Die Festung im selben Stil wie die beiden vorherigen Schwestern, aber nochmal größer und wuchtiger mit einem phänomenalen Rundumblick.

    Morgen geht es weiter zum Atlantik.
    Read more

  • Galettes et Crepes

    May 9 in France ⋅ ⛅ 16 °C

    Als erstes peilen wir Saint Michele an. Die auf einem Felsen in der Flussmündung des Couesnon erbaute Abtei samt drum herum entstandene Stadt ist eines der Touristenhighlights und liegt eigentlich im südlichen Zipfel der Normandie. Geparkt wird rund drei Kilometer außerhalb, wir haben die Wahl uns rund 20 Minuten für den gratis Shuttlebus anzustellen, oder rund 35 Minuten über die durch den Sand führende Brücke zur Insel zu laufen. Wir laufen! Im Touristenstrom lassen wir uns erst bis zum Stadttor treiben und danach durch die wunderschöne aber enge Altstadt bis vor die Tore der Abtei.
    Es gibt nun 2 Menschenschlangen mit hunderten Menschen, links die für Reisegruppen und rechts die für Leute die bereits ein etwas günstigeres Vorverkaufsticket haben. Nur ganz rechts beim Ticketschalter steht niemand. Hier überholen wir alle und dank Gabis Ausweis ist der Eintritt für uns beide gratis.

    Die Abtei ist unvorstellbar riesig, verwinkelt und sehr beeindruckend. Zurück zum Parkplatz gehts dann doch mit dem Shuttle, und wir cruisen gemächlich westwärts an der Atlantikküste entlang wieder über die bretonische Grenze.

    Als wir am Straßenrand nette Holzhütten sehen in denen die Gäste mittagessen, machen wir auch Mittagspause. Hier essen alle die örtliche Spezialität: Muscheln! Wir entscheiden und jedoch für etwas anderes typisch bretonisches. Galettes, das sind Pfannkuchen mit Buchweizenmehl, gefüllt mit Schinken und Käse, sowie Crepes mit Nutella! Sehr lecker.

    Danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Ponte du Grouin, ein Kap das weit ins Meer ragt.

    Unser letzter Halt ist am recht vollen Campingplatz am Rand der Hafenstadt Saint Malo deren Altstadt wir noch bei einem weiteren ausgedehnten Spaziergang erkunden.
    Read more

  • An der Smaragdküste

    May 10 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir fahren rund 20 km ins Landesinnere nach Dinan. In den Dörfern die wir passieren stehen für die Gegend typische Steinhäuser. Die Heidelandschaft ist aufgelockert mit gelben Farbtupfen des blühenden Ginsters. 😍 Dinan hat durch einen langen schmalen Fjord, Zugang zum Meer, ein Umstand, der die Stadt bereits im 14. Jahrhundert als Handelszentrum erblühen ließ.

    Wir parken etwas außerhalb und spazieren in die recht große und wunderschöne Altstadt hinein. Fachwerkhäuser und Steinbauten präsentieren sich abwechselnd in hervorragendem Zustand. Die Stadt scheint erst zu erwachen, die zahlreichen kleinen Läden sperren gerade erst auf, und wir genießen, dass wir ungestört flanieren können. Auch dem Hafen statten wir über die rund ein Kilometer steil hinabführende Straße einen Besuch ab.

    Danach geht es zurück zur Küste, zum Fort La Latte, bei dem wir uns fragen wie es zu dem Namen kam. 😅

    Wir wandern vom entfernten Parkplatz an der
    Küste entlang und genießen den Ausblick und die frühlingshafte Pflanzenwelt.
    Das Fort selbst ist beeindruckend, kein Wunder dass es niemals erobert wurde. Die Aussicht aufs smaragdgrüne Meer ist wunderschön.

    UND: Heute ist endlich wieder Kurze-Hosen-Wetter. 😊

    Bei Plouezek finden wir unseren heutigen Campingplatz. Ruhig, modern und mit Blick aufs Meer, den Strand besuchen wir noch bei einem Spaziergang! Herrlich!
    Read more

  • Im Herzen der Bretagne

    May 11 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir starten nach einer regnerischen Nacht und dem besten Frühstück bisher. Die frisch gelieferten Baguettes und Croissants sind genial.

    Am Weg entlang der Nordküste blinzelt ab und zu die Sonne durch den bewölkten Himmel. Wir machen immer wieder kurz halt, um einen Blick auf die schönen Strände und Felsformationen zu ergattern. Am Hafen von Port Blanc erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise, und am Strand von Trestel gönnen wir unseren Füßen ein Bad im angenehm warmen 🤣🤣 Atlantik. Da Ebbe ist müssen wir ein ganzes Stück Richtung Wasserlinie gehen.

    Bald verlassen wir die Küste und fahren südlich, dem Herzen der Bretagne entgegen. Unterwegs crashen wir den großen Sonntagsmarkt in Plestin, wir kaufen Honig, Wein, frischen Spargel, Knoblauch und Erdbeeren, sowie (Unmengen an) Seifen. Zum Abschluss gönnen wir uns eine leckere bretonische Bratwurst.

    Es geht weiter nach Süden und wir machen Halt bei der „La Valle de Saints“. Hier sind auf 38 Hektar mehrere hundert bis zu fünf Meter hohe Skulpturen von Heiligen ausgestellt. Wir besuchen erst die Kapelle und bestaunen dann die aus dem Granit geformten Statuen. Dass uns immer wieder kurze Regenschauer erwischen, trübt unsere gute Laune nicht.

    Den heutigen Campingplatz finden wir in Huelgoat, mitten im Wald an einem Flüsschen gelegen, und zum allerersten Mal mit funktionierendem WLAN am Stellplatz.

    Heute probieren wir das Restaurant am Platz.
    Read more

  • Steinbauten und Steine

    May 12 in France ⋅ ⛅ 15 °C

    Nachdem wir neuerlich mit ofenwarmen Croissants und Baguettes beglückt wurden, steuern wir das nahe Huelgoat an. Wir spazieren ein bißchen in den mythischen Wald zwischen großen angeblich verwunschenen Steinen hinein. In diesem Wald, so wird erzählt, haben sich Tristan und Isolde auf dem Weg zu Isoldes Bräutigam unsterblich verliebt. Wir tun es ihnen gleich und spielen hinter den Steinen turtelnd Verstecken. 😊

    Weiter gehts zum Montagne Saint Michel, eine der höchsten Erhebungen der Halbinsel. Wir wundern uns, dass trotz der nur 381 Metern Höhe rund um die steinerne Kapelle aus dem 17. Jahrhundert alles karg und nicht grün ist. Aber wir können eine tolle 360 Grad Sicht genießen.

    Heute wollen wir uns einige Menhire sowie Dolmen und eine Allee Cuverte ansehen. Alles Steine die laut Historikern bereits 2000 bis 3000 v. Chr von den Kelten errichtet wurden. In der Bretagne treten sie vermehrt auf, bzw sind erhalten und man findet sie de facto überall. Wir starten mit der Allee Cuverte, einer plattenförmig angeordneten Steinsammlung, die evtl eine Grabstätte war.

    Danach gehts weiter zu einem Freilichtmuseum aus alten Steinbauten, super interessant. Die Wächterin lässt uns ein und will nur eine kleine Spende.

    Wir machen noch Halt bei der großen steinernen Kirche samt Krypta in Saint Thegonnec, bevor wir wieder zurück an die Nordküste fahren. Bei Plouescat finden wir einen Campingplatz direkt auf den Dünen mit Blick aufs Meer. Supercool!

    Wir schwingen uns noch aufs Rad und fahren an der Küste entlang um den Menhir Cam-Louis zu finden. Einen großen Hinkelstein bei dem wir uns nicht sicher sind ob er tatsächlich von den Kelten, oder nicht doch von Obelix stammt. Auch an etlichen anderen Steinanhäufungen kommen wir vorbei.

    Gabi interessieren weniger die Steine, als die Artischocken auf den Äckern.
    Read more

  • Nichts Neues im Westen

    May 13 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Nachdem es in der Nacht wieder geregnet hat, wecken uns das sanfte Rauschen der Brandung und ein wolkenfreier Himmel! Herrlich.

    Wir fahren Richtung Westen und machen kurz Halt in Saint Renan. Nach einem kurzen Spaziergang durch Altstadt und Besuch der Kirche, fahren wir weiter. Das war die erste Stadt die uns nicht sonderlich gefallen hat.

    Danach halten wir am Pointe de Corsen, dem westlichsten Punkt der Bretagne und auch des französischen Festlandes. Ab jetzt geht es südwärts.

    Mittagspause machen wir in einem Bistro in Le Faou, einen hübschen kleinen Städtchen mit hübschen Häusern. Doch beginnt es zu schütten, und so eilen wir schnellen Schrittes zum Camper zurück.

    Nachdem kurz darauf wieder die Sonne strahlt, machen wir noch einen kurzen Stop bei der Kapelle Sainte Marie du Menez Hom. Wir staunen nicht schlecht über die geschnitzten und reich verzierten Altarwände.

    Zuletzt geht es zu unserer heutigen Nachtunterkunft, diesmal wieder im Landesinneren. In Quimper gibt es in einem Schlosspark ein paar 5-Sterne Stellplätze von denen wir einen bekommen. Mit dem Armband das uns angelegt wird, haben wir auch freien Eintritt in den Streichelzoo und der Schwimmhalle im eingezäunten Schlossgelände. 😊

    Danach geht es noch in die große und sehr schöne Altstadt.
    Read more

  • Küste der Legenden

    May 14 in France ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute ist es mal so richtig warm, wir starten gleich in Shorts und kurzen Ärmeln und peilen direkt die Südküste an.

    In Concarneau, der französischen Hafenstadt in der noch immer starke Sardinenfischerei betrieben wird, besuchen wir die Altstadt deren komplett erhaltene Festungsmauer die komplette Insel umschließt. Im Fischereimuseum samt Museumsschiff erfahren wir viel Neues. Danach flanieren wir noch die Fußgängerzone entlang und kaufen dies und das. 😀

    Auch beim nächsten Halt in Pont Aven finden wir eine entzückende Altstadt vor. Die Promenade des kleinen Flusses lässt uns gemütlich entlangschlendern, in früheren Zeiten gab es hier mehr Mühlen als Häuser. Wir besuchen eine angeblich weltberühmte Bisquiterie und kaufen Kekse, Geschirrtüchern und, man glaubt es kaum, Seifen!

    In einer hübschen Creperie probieren wir Galettes Saucisse, also Palatschinken mit einer Bratwurst innen drin! 😆 lecker!!

    In Carnac finden wir unseren heutigen Stellplatz. Gabi nutzt das schöne Wetter und schaltet eine Waschmaschine ein. Danach fahren wir noch eine 15 km Runde mit dem Fahrrad, erst den Strand entlang, wo tatsächlich bereits die ersten im Meer schwimmen. Danach eine rund 5 km lange Wiese entlang auf der tausende von bis zu 4 Meter hohen Hinkelsteinen stehen. Warum die Kelten diese hier in dieser Menge vor rund 5000 Jahren aufgestellt haben, weiß niemand, und werden wir wohl auch nie erfahren. Echt beeindruckend!
    Read more

  • Nochmal zur Loire

    May 15 in France ⋅ ☀️ 22 °C

    Das sommerliche Wetter ist gekommen um zu bleiben. 😊 In Kerhinet, im Parc naturel regional de Briere, der schon ans Mündungsdelta der Loire grenzt, machen wir eine Pause. Es gibt hier eine Besonderheit: Die Häuser sind fast allesamt, egal ob alt oder neu, mit Schilf bedeckt, und sehen sehr schmuck aus. Wir besuchen ein Museumsdorf, wo wir alles über den Torfabbau in der Region erfahren. Auch ein kurzes Fotoshooting bei den benachbarten Dolmen (Keltensteine wieder) und der Windmühle machen wir.

    Danach gehts nach Nantes, der ehemaligen Hauptstadt der Bretagne. In einem Randbezirk gibt es einen Campingplatz, in den wir uns für heute einquartieren. Von hier gehts mit der Straßenbahn recht flott ins Zentrum.

    Im Chateau besuchen wir das Stadtmuseum, das im kompletten Schloss untergebracht ist. Danach bummeln wir durch die Fußgängerzonen und besuchen noch das Les Machines de I‘lle. Eine Ausstellung von sich bewegenden mechanischen Tieren, die der Phantasie von Jule Vernes entsprungen sein könnten. Auch sonst ist der Schriftsteller hier allgegenwärtig, war er doch ein Sohn dieser Stadt.

    Bevor wir zum Campingplatz zurückfahren, schlägt Gabi vor, noch einen Happen zu essen, was wir in einer Wok-Bude auch tun. Nachdem sich die Proteine am Teller aber bewegen und uns zu winken scheinen, lassen wir es stehen. 🤣
    Read more

  • Ab in den Süden

    May 16 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute machen wir einen Sprung in den Süden, wir halten in La Rochelle, einem der wichtigsten Häfen Frankreichs, und auch dem größten Yachthafen des Landes. Wir besteigen einen der historischen Stadttürme und genießen die Aussicht. Die Beschilderungen für Touristen weisen nun neben Französisch und Englisch immer öfter Spanisch als dritte Sprache aus, und auch beim Baustil der Häuser an der langen Strandpromenade fällt uns auf, dass dieser mehr und mehr spanisch aussieht. Das Stadtzentrum war den Besuch jedenfalls wert.

    Wir fahren die Atlantikküste weiter südlich Richtung Bordeaux und finden einen Campingplatz in der Nähe des Ufers. Vor einem Spaziergang genießen wir die Sonne, und entspannen uns am Nachmittag.

    Die Bestellung des morgigen Frühstückgebäcks verläuft etwas schwierig. Die Verkäuferin am Kiosk versteht unser Französisch nicht, und kann keine anderen Sprachen. 😅 Mal sehen was wir bekommen.
    Read more

  • Adieu Atlantik

    May 17 in France ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Madame am Kiosk begrüßt mich mit einem „Boschuur Maufred“ und drückt mir strahlend zwei Croissants und ein warmes Baguette in die Hand. Meine Bestellung war die einzige an diesem Morgen. 😊

    Dann fahren wir los, weiter nach Süden , Richtung Bordeaux, das wir aber rechts liegen lassen. Wir widmen uns lieber den kleineren Städten.

    Trotzdem merken wir, dass wir dem Weingebiet näher und näher kommen. Die Acker und Wiesenflächen machen den Weinbergen Platz. Auch hier sind die Weinstöcke nur einen halben Meter hoch und viel enger gepflanzt als bei uns.

    In Saint Emilion, östlich von Bordeaux sind wir endgültig in der Weinmetropole angekommen und wir machen eine Besichtigungspause. Weingut reiht sich an Weingut und Weinkeller mit Degustationsstuben laden zur Besichtigung und Verkostung. Die Stadt, von einem Mönch gegründet ist ein Unesco Weltkulturerbe.

    Die Altstadt, ganz anders als die bisher besuchten ist wunderschön, aber doch recht voll mit Touristen aus aller Welt. Zum Mittagessen trinken wir einen trockenen Weißen. 😊

    Weiter gehts zum Chateau de Monbazillac, das wir besichtigen, und das von einem Zusammenschluss der örtlichen Winzer als Weingut betrieben wird. Zum Abschluss der Besichtigung gibt es noch eine kleine Weinverkostung.

    Zum Glück ist der heutige Campingplatz in Bergerac nur ein paar Kilometer entfernt, wo wir uns direkt am Ufer der Dordogne einparken.

    Wir machen noch einen Spaziergang in die Altstadt von Bergerac, welches seit der Verfilmung des Romanhelden Cyrano mit Gerard Depardieu allseits bekannt ist.
    Die Statue im Zentrum erkennen wir anhand der großen Nase sofort. 😀
    Read more

  • Höhlen und andere Behausungen

    May 18 in France ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir starten mit dem nahen Kloster von Cadouin, das deshalb besonders ist, weil hierher Jahrhunderte lang viele Gläubige gepilgert sind um einen Blick auf das hier aufbewahrte Leichentuch Christi zu werfen. 1935 kamen allerdings Zweifel an der Echtheit des Tuches auf, und der Pilgerstrom versiegte. Das Kloster ist trotzdem einen Besuch wert.

    Den nächsten Halt machen wir bei der zauberhaften Tropfsteinhöhle in Proumeyssac die bereits seit 1908 der Öffentlichkeit zugänglich ist, nachdem sie bis dahin schon seit dem Mittelalter als Höllenschlund galt. Als ein Brunnenbauer erstmals 1907 von oben abstieg, fand er Knochen von Opfern von Wegelagerern aus den früheren Jahrhunderten.

    Danach ein kurzer Stopp auf einem Bauernhof mit restaurierten Steinbauten, die uns an die Trullis aus Süditalien erinnern.

    Hier in der Gegend siedeln Menschen und deren Vorfahren wie Neandertaler, Frühmenschen und Cro Magnon bereits seit mehr als 50.000 Jahren, was durch einige bedeutende Funde belegt wird. Eine dieser Fundstätten besuchen wir. In den Höhlen die wir durchwandern finden wir Höhlenmalereien und nachgestellte Szenen. Super interessant und informativ.

    Zuletzt noch ein kurzer Besuch im Renaissance Schlösschen Chateau de Loss, bevor wir müde vom heutigen Programm in unseren Campingplatz in La Chapelle de Aubarell einbiegen. Die Madame, die grad die Bar aufräumt scheint verwundert, dass sich heute jemand hierher verirrt hat. 😅
    Read more

  • Nochmals an die Dordogne

    May 19 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir werden durch Regentropfen geweckt, über Nacht hat das Wetter gedreht.
    Bis wir wegfahren, können wir aber ein Sonnenfenster sehen.

    Wir wollen heute noch ein Chateau besichtigen, wobei wir aber die Qual der Wahl haben. Im Tal der Dordogne reiht sich Schlösschen an Schlösschen, alle 5 bis 10 Kilometer sind an beiden Flussufern jede Menge zur Besichtigung geöffnet. Die Chateau-Dichte erscheint uns noch höher als im Tal der Loire, und es gibt rund zwanzig innerhalb von 30 Kilometern.

    Unsere Wahl fällt schließlich auf Les Milandes, dem Märchenschloss der Josephine Baker. Ursprünglich vom alten Adel erbaut, wurde es Mitte des 20. Jahrhunderts von Josephine Baker erworben und für rund 30 Jahre von ihr und ihren Adoptivkindern bewohnt. Es sind jede Menge ihrer ehemaligen Besitztümer ausgestellt, und der Audio-Guide erzählt uns die spannende Geschichte dieser interessanten Frau und Ausnahmekünstlerin.

    Danach machen wir noch Halt in dem kleinen schmucken Dörfchen La Roque Gageac. Es wurde vor etwas mehr als 50 Jahren von einem Felsbrocken aus der Steilwand in das es gebaut ist, verschüttet. Danach, wieder aufgebaut, ist es heute Touristenattraktion. Kein Wunder, es ist wirklich ein Blickfang. An der Vegetation hier merken wir, wie weit südlich wir schon sind. Es wachsen Bananenstauden, Bambus unf auch ein paar Palmen haben wir entdeckt.

    Leider beginnt es wieder zu regnen, und so entscheiden wir dem Regen südwärts davonzufahren und Carcasonne anzusteuern.

    Unterwegs kommen wir in ein heftiges Hagelgewitter, am Straßenrand ist alles weiß. Scheint es erst als wären wir dem Regen tatsächlich davon gefahren, holt er uns am Campingplatz wieder ein. 🤣

    Also grillen wir drin, die Stadt sehen wir uns morgen an. 😊
    Read more

  • Mittelalter pur

    May 20 in France ⋅ 🌧 19 °C

    Wir lassen uns vom leichten Nieselregen nicht abhalten und spazieren schon vor 9 Uhr in die von dicken Festungsmauern umgebene Altstadt. Wir finden ein kleines, unscheinbares Tor, quasi den Hintereingang, und treten ein in eine andere Welt. Es sind noch kaum Menschen in den engen Gassen, die kleinen Geschäfte sind noch geschlossen, und wir erkunden die mittelalterliche Stadt Carcasonne, deren Stadtkern innerhalb des doppelten Festungsringes schon vor 1100 Jahren diese Form hatte. Wahrscheinlich war es damals aber nicht so sauber und wohlriechend, und es gab nicht so viele Läden die Seifen anbieten.

    Die Basilika hat schon die Pforten geöffnet, und nach der täglichen Kerze, statten wir dem Chateau, der Festung innerhalb der Festung, einen ausgedehnten Besuch ab, bei dem wir mehr über die Geschichte erfahren, und die tolle Aussicht genießen.

    Zum Glück haben danach die Shops mit den Seifen bereits geöffnet. 😆

    Mittags starten wir ostwärts und erreichen nach nichtmal 2 Stunden Fahrt die Mittelmeerküste. Hier scheint die Sonne, und ein paar Mutige sind schon im Meer baden.

    Falls das Wetter morgen schön ist, bleiben wir vielleicht einen Tag hier. Der Campingplatz ist super und spielt alle Stücke. Die vielen leeren Plätze lassen vermuten wie viel hier im Hochsommer los ist, aber im Moment ist alles entspannt.
    Read more

  • Ein Tag am Mittelmeer

    May 21 in France ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Sonne scheint, also spaziere ich zur Rezeption und verlängere für einen Tag.

    Wir nutzen die Pause für eine schöne Radtour. Es gibt einen See, nur durch einen Dünengürtel vom Meer getrennt, den wollen wir umrunden. Erst geht der wunderschöne Radweg zwischen dem See und dem Meer entlang. Rechts von uns die Dünen sind mit Gras und Kamille bewachsen. Immer wieder sehen wir auch stachelige Aloe Vera. Nach rund 20 Kilometer erreichen wir Sete, ein Städtchen mit unerwartet viel Verkehr durch den wir uns kämpfen. Belohnt werden wir mit Ausblicken auf die Hafenanlagen und Kanäle voller kleiner Schiffe, Aussichten die wir von daheim nicht kennen.

    Nach der Stadt ist der Radweg wieder Idyllisch und führt uns am anderen Seeufer durch Sümpfe, Weinberge und die örtlichen Fischereibetriebe entlang, wieder zurück zu unserem Campingplatz, den wir nach 60 Kilometern erreichen,

    Ich werfe den Griller an, Gabi die Waschmaschine, und wir lassen den Tag bei einem Besuch am Meer und am Pool ausklingen.
    Read more

  • Ein langer Tag

    May 22 in France ⋅ 🌬 14 °C

    Wir fahren weiter Richtung Osten durch die Camague. Das Rhone Delta ist schon allgegenwärtig. Teiche, Seen, und kleine Wasserpfützen und Sumpf säumen unsere Straße. Immer wieder können wir Schwärme von rosa-weißen Flamingos im knietiefen Wasser sehen. Auch Reisfelder erkennen wir immer wieder, die Halmspitzen lugen aus dem Wasser. Sobald es größere Rasenflächen gibt, sind diese von Pferden besetzt.

    Als es trockener wird, wissen wir, wir haben die Provence erreicht. Olivenhaine und Weinreben sind nun unsere Begleiter. Wir halten uns nördlich, und die Umgebung wird bergig und felsiger. Wir machen Pause in Les Baux, das nächste, ich weiß nicht das wievielte Dörfchen das sich laut Reiseführer zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählen darf. Diesmal müssen wir dem Reiseführer rechtgeben. In den Felsen gebaut, enge steile Gassen, Shops mit Seifen und anderem Krimskrams, nette kleine Restaurants von denen wir eines besuchen. Das Dörfchen ist wirklich ein Hingucker. In der Steinkirche zünden wir zwei Kerzen an. Ich für meinen Onkel.

    Bald danach tauchen die Lavendelfelder auf, für die, diese Region bekannt ist. Wir besuchen ein Lavendelmuseum, und lernen, dass wir nicht soviel über Lavendel wissen wie wir dachten.

    Danach noch ein letzter Stopp mit einer kleinen Wanderung beim Colorado Provencal, ein Ockerbruch, in dem noch immer das ockerfarbene Gestein für die Farbproduktion abgebaut wird. Unglaublich welche Farben die Natur erzeugt.

    Nun beginnt eine kleine Odyssee. Der angepeilte kleine Campingplatz ist voll, der nächste geschlossen. Das Navi schickt uns mehrmals über abenteuerliche einspurige Bergstraßen, sodass bei einigen waghalsigen Ausweichmanövern mit entgegenkommenden Fahrzeugen, 50% von uns Nervenflecken bekommen. 😆

    Zuletzt finden wir gegen 19:30 Uhr einen kleinen Gratisstellplatz an einem ruhigen Ortsrand, den wir uns mit einem französischen Camper teilen. 🤩 Auch für den einzigen vorhandenen Stromanschluss finden wir dank Adapter und Verteiler eine gemeinsame Lösung.
    Read more

  • In den Bergen

    May 23 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir fahren weiter nach Osten, und haben die Wahl ob wir an der Küste die Cote Azur entlangfahren, oder im Norden am Rand der französischen Alpen. Wir entscheiden uns für die Berge.

    Am Weg durchs Alpenvorland kommen wir an einigen Olivenölmühlen vorbei, von denen wir eine besuchen und eine Verkostung sämtlicher Sorten vornehmen. Auch sonst gibt es einiges zu probieren. Dafür verlassen wir den Abhof Laden mit einem vollen Sackerl, und die Bäuerin mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht. 😊

    Die heutigen Bergstraßen sind gut ausgebaut und meist breit genug, trotzdem gibt es atemberaubende Aussichten in enge Schluchten, auf türkisfarbene Bergseen und auf romantische Bergdörfer an den Hängen. Einmal gibt es Sicht bis auf die schneebedeckten Gipfel bei Grenoble. Immer wieder machen wir kurze Stops.

    Bei Monaco machen wir dann doch noch einen Schlenker nach Süden und können den einen oder anderen Blick an die Küste erhaschen. Aufgrund des Formel 1 Grand Prix, dieses Wochenende, peilen wir aber einen Campingplatz im Landesinneren an, wir befürchten, dass rund um Monaco alles mit tausenden Fans voll ist.

    Bei Sostel finden wir einen idyllischen und ruhigen Platz im Wald. Wir hören nur die Vögel und Kuhglocken. 😍
    Read more

  • Au revoir France, ciao Italia

    May 24–25 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Schon bald nachdem wir den schön ruhigen Campingplatz verlassen haben, passieren wir die Grenze nach Italien. Immer wieder blitzt rechts die Mittelmeerküste durch.

    Wir wollen heute einen großen Schritt heimwärts machen, und überlegen ob wir morgen noch einen Tag am Gardasee oder an der Adria verbringen. Ein Blick auf die Wettervorhersage lässt uns die Entscheidung für die Adria fällen.

    Blöderweise werden wir wegen einer Autobahnsperre bei Savona abgeleitet und stehen rund zwei Stunden im Zentrum von Savona im Stau. Bei den zweispurigen Straßen in denen Motorroller in vierter und fünfter Spur überholen und den permanenten Hupkonzerten kommen Erinnerungen an den letztjährigen Urlaub auf. Wie schön gesittet und ruhig war es auf den französischen Straßen.

    Danach geht es mehr oder weniger problemlos bei der Durchquerung Italiens weiter, und wir kommen am frühen Abend bei unserem Campingplatz in Bibione an. Wir gehen gleich essen und staunen nicht schlecht über die Partystimmung im ganzen Ort. Der Campingplatz direkt am Strand wird von drei Seiten mit lauter Musik beschallt, sodass die Autoscheiben vibrieren. Zum Glück ist gegen 23 Uhr Schluss, und die Nacht verläuft angenehm ruhig.

    Nach dem Frühstück mit frischen Panninis anstelle Baguettes, machen wir eine ausgedehnte Radtour durch die Weingärten im Hinterland, entlang an unzähligen Kanälen.
    Zurück geht es dann durch die Lagune und am Strand entlang.

    Den Nachmittag lassen wir bei einem Strandbesuch und einem Spaziergang ausklingen.
    Read more