Von Itea zur Peloponnes
3–6 дек. 2025, Греция ⋅ ☁️ 14 °C
An einer Tankstelle bekommen wir den Hinweis, dass es im nächsten Ort eine Werkstatt geben soll, die schweißen kann. Wir fahren die rund 20km ganz langsam und vorsichtig, fragen dort bei zwei Werkstätten nach... die dritte soll helfen können. Zumindest spricht er schonmal englisch, Aluminium kann er jedoch nicht schweißen. Er will aber einen Freund anrufen und fragen. Wir sollen später wiederkommen. Bei der späteren Begutachtung winkt auch der Freund ab. Er könne uns alternativ jedoch neue Stahlträger bauen. Ob das für uns in Ordnung sei? Und ob!
Nach Feierabend macht er uns diese noch fertig, am nächsten Abend will er sie einbauen. Wir sind super happy über die Hilfsbereitschaft und verbringen so zwangsweise zwei Tage an der kleinen Marina in Itea. Das Wetter hält sich besser als vorhergesagt und so erkunden wir das kleine Örtchen, gehen derweil einkaufen und Essen. Das hätte zum Warten nicht besser sein können. Die Werkstatt ist nur 1km vom Parkplatz entfernt und die verbliebenen angebrochenen Träger halten Gott sei Dank noch, bis die drei neuen verschraubt werden. Danke an die beiden!
Wir können nun beruhigt weiterfahren, nutzen die Gelegenheit aber nochmal für einen kurzen Abstecher zum Museum von Delphi, da Itea direkt unterhalb liegt. Im Anschluss übernachten wir an einer anderen Bucht, bevor es am nächsten Tag über die Rio-Andirrio-Brücke durch Patras und auf die Peloponnes Halbinsel geht. An der Westküste ganz im Norden soll es einen Campingplatz geben, der noch auf hat. Hier am Ionion Strand Camping treffen wir zum ersten Mal auf allerhand Camper, die meisten davon im Rentenalter und aus Deutschland. Für uns ein prima Platz, um bei Regen und Gewitter zu Verweilen und dank Trockner doch noch unsere Wäsche waschen zu können.Читать далее
Olympia
6–8 дек. 2025, Греция ⋅ ☁️ 15 °C
Auf der Peloponnes Halbinsel gibt es viele bekannte und bedeutende Orte, aber allzulange wollen wir hier nicht bleiben. Wir entscheiden uns auf jeden Fall zur alten Stadt Olympia zu fahren. So bekannt das einstige Heiligtum heute aufgrund der Olympischen Spiele ist, erst 1829 wurde die antike Stätte von Franzosen entdeckt. Denn die Überreste waren unter einer bis zu fünf Meter hohen Sandschicht versteckt. Wie viele andere wurde auch diese Stätte im 6. Jhd. n. Chr. maßgeblich durch Erdbeben zerstört, nachdem um 426 n. Chr. bereits die Schließung und Zerstörung heidnischer Anlagen angeordnet wurde.
Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. gab es in dem Tal des Alpheios erste Besiedlungen, aber zur Kultstätte wurde der Ort erst ab 1100 v. Chr., ein erster Steintempel zu Ehren Zeus entstand im 6. Jh. v. Chr.. Olympia war vorallem aber auch ein Schauplatz, an dem Kriegsherren für eine erfolgreiche Schlacht baten oder im Anschluss an eine solche Zeus und den anderen Göttern dankten. Alle vier Jahre fand ein großes Fest zu Ehren Zeus statt, zu dem neben Opferungen auch die Olympischen Spiele zählten, die erstmals 776. v. Chr. stattfanden. An diesen durften damals allerdings nur Griechen teilnehmen.
Der berühmte Fackellauf stammt nicht aus dieser Zeit, sondern war eine Marketing-Strategie des Deutschen Carl Diem, der die Olympischen Spiele organisierte, die 1936 in Berlin stattfanden. Wieder was dazugelernt...
Das heutige Gelände der Ausgrabungsstätte gleicht einem schönen Park mit all dem Grün und den tollen Bäumen und strahlt etwas sehr friedliches aus. Das Stadion ist im Vergleich zu Delphi unspektakulär, da es keinerlei Ränge gibt. Dennoch beeindruckt die Größe.
Für uns war es ein schöner Sonntags- und Adventsspaziergang und auch das Museum hat sich wieder gelohnt. Im neuen Olympia Dorfkern kommen wir an dem ein oder anderen Souvenir nicht vorbei, dabei führen wir hier wirklich nette Gespräche mit mehreren Ladenbesitzern. In einem Geschäft hat die Frau des Besitzers gerade Namenstag und wir dürfen Selbstgebackenes kosten, in einem anderen verkauft eine ursprünglich aus Polen kommende Frau neben Souvenirs selbstgemalte Ölbilder, richtig toll.Читать далее
Olivenhaine, Küste & Wasserfälle
8–11 дек. 2025, Греция ⋅ ☀️ 14 °C
Wir sind jetzt genau 4 Monate und rund 15.000km unterwegs. Halbzeit sozusagen. In unserer kleinen Wohnung haben wir uns so richtig eingelebt und fühlen uns wie zu Hause, sobald wir hinten einsteigen. Jede Fahrt ist jedoch immer wieder aufregend, da man nie weiß, was einen erwartet. Die Zeit verfliegt nicht, sondern man fühlt sich fern der Zeit. Das fühlt sich gut und irgendwie natürlich an...
Von Olympia aus zieht es uns als nächstes etwas weiter südlich zur Küste. Das Navi führt uns mitten durch einen Olivenhain... autsch. Ein paar Kratzer mehr am Fahrzeug. Dafür werden wir hier mit einem schönen sonnigen Platz am Ende einer Sackgasse an einer kleinen Bucht belohnt. Da bleiben wir doch direkt mal zwei Nächte. Nachdem Rob hier einmal mehr seiner Lieblingsbeschäftigung fröhnen kann, möchte ich als nächstes aber endlich mal wieder in die Berge, und zwar zu den Neda Wasserfällen. Ich habe einen Tipp für einen geeigneten Parkplatz für uns gefunden. Zurück wollen wir jedoch nicht wieder durch die Olivenfelder. Einheimische helfen uns, den richtigen Weg zu finden... Am Hotel links und dann links am Eifelturm vorbei. Hat er wirklich Eifelturm gesagt? Tatsache, es gibt eine kleine Variante als Wahrzeichen der Stadt Filiatra.
Wir fahren in die Berge, der Weg führt uns irgendwann durch ein kleines Bergdorf. Hier wird die Straße immer enger und an einer Stelle denken wir, dass wir hier nicht durch passen. Zurück ist allerdings auch keine Option. Rob schafft es aber unseren Dusty durch die engste Stelle durchzumanövrieren. Puh... geschafft. Anstatt zu dem rausgesuchten Parkplatz zu fahren, folgen wir spontan dem Schild zu den Wasserfällen. Die Straße geht in einer ziemlich schmalen und steilen Serpentine immer weiter hinunter. Die Stimmung ist ziemlich angespannt. Die Bremsen am Limit. Hoffentlich kommen wir überall durch und können überhaupt wieder irgendwo drehen? Zumindest gab es keine Hinweisschilder, dass der Weg für große Fahrzeuge nicht geeignet ist, aber darauf konnten wir uns bisher in keinem der Länder wirklich verlassen. Auf halbem Weg nach unten gibt es Gott sei Dank eine Parkmöglichkeit für uns. Diese nutzen wir natürlich und gehen die restliche Straße zu Fuß hinunter. Unten angekommen führt eine Brücke über den Fluss Neda, bevor ein schmaler abwechslungsreicher Wanderpfad zu den Wasserfällen führt. Wir haben nur mit einem Wasserfall gerechnet, der zweite beeindruckt mit seiner Höhe von über 20m umso mehr! Was für ein tolles Naturspektakel. Genau mein Geschmack. Aber Rob gefällt es Gott sei Dank auch. Da wir erst spät wieder auf halbem Weg zurück an unserem Parkplatz sind, entscheiden wir uns, die Serpentine erst am nächsten Tag wieder hochzufahren...Читать далее
Die letzten Tage in Griechenland
11–15 дек. 2025, Греция ⋅ ☀️ 17 °C
Der Rückweg durch Bergdörfer auf der anderen Seite klappt problemlos. Wir fahren die Peloponnes Halbinsel wieder hoch und zurück über die Rio-Andirrio-Brücke. Unser Ziel ist Igoumenitsa, dort haben wir eine Fähre nach Italien gebucht. Der Weg führt uns am Ambrakischen Golf vorbei und schließlich durch den Aktio-Preveza-Tunnel unter ihn hindurch. Weiter an der Küste entlang genießen wir hier noch einmal tolle Ausblicke, bevor wir die letzten zwei Tage in der Bucht von Plataria verbringen. Wie es der Zufall will, ist zur selben Zeit ein anderer Steyr 680 Fahrer in Igoumenitsa angekommen. Olli und Rob schreiben sich und wir verabreden uns prompt für den nächsten Tag. Als Olli und Simone bei uns in Plataria ankommen, hören wir zum ersten Mal unseren Steyr Sound von einem anderen Fahrzeug, wie lustig. Es folgt ein netter Abend in dem einzig noch offenen Restaurant. Am nächsten Morgen tauschen wir kurz die Fahrzeuge, damit die beiden einmal hören können, ob unser Fahrerhaus weniger dröhnt. Wir haben an einigen Stellen ausgiebiger gedämmt, ursprünglich wegen unserer Hündin, da ja geplant war, dass sie mitfährt.
Ein wirklich einmaliges Treffen und für uns nach 4 Monaten in unserem Oldie total interessant.
Unsere Wege trennen sich und wir fahren gegen Mittag das kurze Stück rüber nach Igoumenitsa. Hier heißt es auf die Fähre warten, die leider erst nachts um 1 Uhr ablegt. So verbringen wir die letzten Stunden in Griechenland mit einem Restaurantbesuch, Spaziergang am Wasser und warten, warten, warten, bis wir spät nachts nach gefühlten 200 LKWs endlich mit ein paar anderen Campern und Autos auf die große Europalink Fähre dürfen. Auf geht's nach Brindisi in Italien.Читать далее

ПутешественникJa, das klingt wirklich lustig in dem Vorspulmodus 😆 Und in echt sind wir ja das Gegenteil von schnell 🐌

ПутешественникWürde man den Vorspulmodus ausblenden, dann wäre auch der Terrassen- Bruch erklärt . Gute Heimreise und gutes wieder Einleben in den normalen Alltag

ПутешественникHeimreise dauert noch ein Weilchen. meinst du mit Terrassen-Bruch? 🤔

ПутешественникDu musstest doch die Terrassenbeine schweissen lassen. Im Schnellmodus haut es den Aufbau auf dem Dach gehörig hin und her. Bleibt ihr noch in Italien?

ПутешественникAch so, die Dachträger. Ja, das stimmt wohl 🙈 Über die Feiertage sind wir in Italien, danach geht es noch weiter... 😉
Bella Italia
15–18 дек. 2025, Италия ⋅ ⛅ 14 °C
Wir kommen morgens im Hafen von Brindisi an und fahren erst einmal ein Stück die Küste hoch. Genau dort wo wir Pause machen, ist zufällig eine Ausgrabungsstätte, der Archäologische Park von Egnazia, der allerdings zu hat. Direkt neben uns an der Küste sehen wir in den Stein gehauene alte Fischbecken aus der Römerzeit, die einst zur Salzgewinnung und Fischzucht dienten.
Unser Ziel für die erste Nacht ist ein Weingut in Montegrosso. Hier stehen wir ruhig und sicher. Der Besitzer hat uns ein Abendessen angeboten, da sagen wir natürlich nicht nein. Es gibt allerlei Hausgemachtes, das Pierluigi uns voller Leidenschaft per Übersetzer erläutert und serviert. Wir fühlen uns total verwöhnt. Ein toller und auch richtig leckerer Abend.
Am nächsten Morgen heißt es Wasser auftanken und noch Wein, Olivenöl und Honig vom Hof mitnehmen.
Ganz in der Nähe liegt das Castel del Monte. Ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert mit acht oktogonalen Türmen, das wir uns am nächsten Tag bei Sonnenschein anschauen.
Von hier geht es dann weiter Richtung Westen in die Region Basilikata zu einem Hof in Pignola. Hier dürfen wir zwischen den Birnenbäumen parken und werden mit einem kleinen Willkommenskörbchen mit Walnüssen und Äpfeln empfangen... wie nett. Da sind wir nun, in Bella Italia 😊
P.S.: Während wir in Griechenland bei Sonne noch einmal draußen frühstücken konnten, wollen wir hier wegen der Kälte gar nicht erst aufstehen 😆Читать далее
Pompeji
18–20 дек. 2025, Италия ⋅ ☁️ 16 °C
Bevor wir uns über die Feiertage in die Toskana zurückziehen, wollen wir uns noch Pompeji anschauen. Eine der wohl bekanntesten Ausgrabungsstätten. Die Stadt wurde im 7. Jhd. v. Chr. gegründet und bereits im Jahr 62 n. Chr. teilweise durch Erdbeben zerstört. Der Wiederaufbau war noch nicht abgeschlossen, als der Vesuv 79 n. Chr. ausbrach und Pompeji unter einer 6 Meter hohen Schicht aus Asche und Bimsstein begrub. Obwohl bereits 1592 zufällig Wände der Stadt entdeckt wurden, begannen erst 1748 erste Ausgrabungen, die bis heute andauern. Heute sind 2/3 der Stadt ausgegraben, wobei die Instandhaltung solche Unsummen verschlingt, das es wohl nie vollständig freigelegt werden wird.
Nach allen bisherigen Ausgrabungsstätten ist Pompeji nochmal ganz besonders. Nicht nur, weil das Areal so groß ist, sondern weil es Spaß macht, durch die ganzen alten Gassen zu laufen und hinter jedem offenen Tor eines Hauses andere interessante Details zu entdecken. Man bekommt eine viel konkretere Vorstellung vom Leben zu der Zeit vor dem Ausbruch.
An dem Tag findet im großen Theater sogar ein kleines Konzert statt, zu dem zahlreiche Schulklassen gekommen sind. Wir haben einmal mehr Glück mit dem Wetter und sind am Ende des Tages platt vom ganzen Laufen. Trotzdem haben wir wahrscheinlich nicht alles gesehen, aber genug, um einen Eindruck zu bekommen.
Dabei stets den Vesuv im Blick.... beeindruckend und beängstigend zugleich.Читать далее
Weihnachten in der Toskana
22 дек.–3 янв. 2026, Италия ⋅ 🌧 13 °C
Über Weihnachten werden wir sesshaft. Es geht an Rom vorbei in die Toskana. In der Nähe von Grosseto haben wir über die Feiertage eine Ferienwohnung gemietet, in der wir uns mit meiner Schwester und meinem Neffen treffen. Glücklicherweise ist der Sohn der Hofbesitzer Pilot und kommt zur selben Zeit mit einem Flug in Rom an, wie die beiden auch. Er bietet uns an, sie mitzunehmen, wie praktisch.
Auf dem Hof können wir unseren Dusty stehen lassen und so machen wir mit dem Leihwagen Ausflüge nach Vetulonia, Alberese, Grosseto, Siena, Massa Maritima und auch Rom.
Dusty bekommt derweil einen Hausputz, es wird Wäsche gewaschen, gekocht und immer wieder versucht, den Pelletofen oder Kamin anzubekommen. Denn ohne ist es arg kühl in der Sommerresidenz. Die ersten zwei und den vorletzten Tag schüttet es, ansonsten ist uns die Sonne wohlgesonnen. Die mittelalterlichen Städte wirken teilweise düster, aber interessant und Rom... an Überfüllung kaum zu überbieten. Menschenmassen am Colloseum, in den Straßen, am Trevi-Brunnen... einfach überall ist es voll. Teilweise schaffen wir es Ausweich-Straßen zu nehmen. Zumindest haben wir beim Spaziergang vom Colloseum zum Petersdom einen Eindruck gewonnen, das muss reichen.
Alles wieder einräumen ins Fahrzeug, Mietwagen abgeben und zurück geht es am 3. Januar auf die Autobahn Richtung Genua. Wie schnell man sich doch umgewöhnt.Читать далее

ПутешественникUmgewöhnt wieder zu fahren, oder meinst du den Komfort des „normalen“ Wohnens genießen zu können?
Nächster Halt -> Marokko
3–10 янв., Марокко ⋅ 🌬 6 °C
Bevor es nach Genua geht, machen wir noch 2 Tage Halt in Marina di Massa. Hier ist das Wetter besser als in Genua und wir können kostenlos auf einem Parkplatz stehen, den etliche Wohnmobile auf der Durchreise nutzen. Viele Italiener sind selbst mit dem Wohnmobil unterwegs.
In Genua angekommen geht es schnurstracks in den Fährhafen. Kurz vor uns fährt ein etwas jüngerer Steyr LKW, dessen Fahrer Peter wir später kennenlernen. Dagegen wirkt unser Dusty richtig klein. So wie der VW T1 Bully im Vergleich zum T4 😆
Die GNV Majestic Fähre ist im Vergleich zu den letzten richtig groß und modern. Wir haben kurzfristig auf die Fähre fünf Tage früher umgebucht und haben anstelle einer Doppelkabine nun eine Dreibett-Suite mit Blick ganz vorne raus bekommen... wow!
Aber die Überraschung wehrt nicht lange... Kurz vor der Abfahrt sollen sich alle in den Theaterraum begeben. Im Abgassystem hat es ein Feuer gegeben 😯 Gott sei Dank bekommt die Crew das schnell unter Kontrolle. Wie es weitergeht, erfahren wir erst am nächsten Morgen. Wir übernachten also im Hafen stehend. Am nächsten Tag heißt es gegen 14 Uhr dann auf das Ersatzschiff Atlas umsiedeln. Eine ältere und höhere Fähre, die insgesamt 10 Stunden länger braucht für die Strecke. Die erste Nacht auf See wird die unruhigste, es schaukelt ohne Ende, an Schlaf ist nicht zu denken. Auch zum Frühstück am nächsten Morgen haben wir noch ordentlich Seegang. Vielen ist gar nicht erst nach Essen. Drei Nächte und etliche Stunden später kommen wir dann im Hafen von Tanger Med an. Puh, was sind wir froh endlich vom Schiff zu können. Es ist früh morgens und noch dunkel. So fahren wir vom Hafengelände nur ein Stückchen bis zu einem Parkplatz in Ksar es-Seghir und holen etwas Schlaf nach. Der Himmel ist wolkig, die Umgebung grün und hügelig, aber direkt etwas wärmer. Von der Küste aus kann man das spanische Festland sehen. Wir organisieren erst einmal Bargeld, SIM-Karte und Sprit, bevor es weiter Richtung Süden geht. Vorbei an Feldern mit Kamelen und Störchen, Gewächshäusern und alten Dörfern, bis zur Stadt Kenitra. Hier teilen wir uns den städtischen Stellplatz hauptsächlich mit Franzosen. Wir nutzen die Zeit für eine kleine Erkundung zu Fuß, bei der wir einigen Straßenhunden begegnen, sogar einer Hundemama mit zwölf Welpen!
Für den Einkauf im Supermarkt versuche ich ein paar Worte französisch aus der Schulzeit zu reaktivieren 😅Читать далее
Atlantikküste und die Lagune
10–13 янв., Марокко ⋅ ☀️ 17 °C
Unseren eigentlichen Plan erst nach Fes zu fahren, verwerfen wir schnell, da auch hier in den Bergen Schnee liegt. So fahren wir weiter die Atlantikküste hinunter vorbei an Rabat und durch Casablanca. Ein Stück hinter der Stadt soll man auf einem ehemaligen Campingplatz noch parken können. Einheimische öffnen uns das Tor zu dem auf den ersten Blick ziemlichen Lost Place. Ein Spaziergang zum Wasser zeigt, dass die Küste hier mittlerweile einiges von der Anlage und dem anliegenden Dorf verschlungen hat. Trotzdem wohnen inmitten der teilweise Ruinen noch Familien. Wir sind ganz erschrocken als uns jemand aus einem der Häuser winkt. Und als ich Salam Aleikum rufe, kommt prompt eine Frau mit ihrer Tochter aus dem Haus und begrüßt uns ganz herzlich. Direkt gegenüber stehen vereinzelt nur noch halbe Gebäude, am Strand darunter liegen Betonteile. Auch weiter aufwärts steht eine verlassene Villa mit einem riesigen Grundstück und ist abgesperrt, da die Zufahrt größtenteils weggebrochen ist. Ein bizarrer Anblick. Auf der anderen Seite blicken wir Richtung Casablanca. An dem Strandstück gehen auch viele Einheimische spazieren oder sogar noch schwimmen.
Am nächsten Tag fahren wir bis nach Oualidia, das bekannt ist für seine geschützte Lagune, die uns auf dem Weg von der Straße sofort ins Auge springt. So machen wir spontan Halt auf dem Camping Laguna Park etwas oberhalb. Auf dem Weg hinunter zum Wasser sieht es so richtig nach Urlaubsort aus mit Ferienwohnungen und ein paar Restaurants. Die Lagune ist größtenteils trocken, der Strand weiter unten wild und breit, das Meer aufgewühlt und die Sonne scheint.
Bei unserer Ankunft hatte uns ein Einheimischer Tajine zum Abendessen angeboten. So freuen wir uns schon darauf, als wir vom langen Spaziergang wieder oben ankommen. Wie beim Lieferservice bringt er uns pünktlich um sieben die Gemüsetajine mit seinem Roller bis vors Fahrzeug. Das lassen wir uns natürlich schmecken. Am nächsten Tag wollen wir die Küste weiter erkunden. Auf dem Weg fällt uns zwischen den ganzen weißen Wohnmobilen auf einem weiteren Stellplatz im unteren Teil ein orangener alter VW Bus auf. Als Rob das brasilianische Kennzeichen sieht, spricht er das Pärchen vor dem Fahrzeug direkt an. Es folgt ein interessantes und langes Gespräch zu viert. Carol und Joao sind seit neun Jahren auf Reisen und ziemlich aktiv und bekannt auf Social Media, wie wir später feststellen.
Erst hier fällt uns auf, dass es im Vergleich zu Italien abends eine ein dreiviertel Stunde länger hell ist, bis 18.50 Uhr. Wow... morgens geht die Sonne dafür erst gegen 8.40 Uhr auf. Durch die Fahrt mit der Fähre waren wir eh ein bisschen durcheinander, so dass wir das gar nicht direkt bemerkt haben 😆Читать далее
Die Hafenstadt Essaouira
13–15 янв., Марокко ⋅ ☀️ 16 °C
Die nächste große Stadt an der Küste ist Safi, hier hat es letzten Monat heftige Überschwemmungen mit Toten gegeben. Auch wenn die Küstenstraße wieder befahrbar sein soll, wir entscheiden uns zunächst über die Autobahn und dann Landstraße weiter Richtung Süden zu fahren. Dabei wird es hügelig und wir kommen durch einige Ortschaften wie Talmest und Birkouate an der N1, in denen man das tägliche Leben beobachten kann. Hier spielt sich viel mehr draußen und eben vorallem an der Straße ab. Den Tag über regnet es heftig und es dauert ein Weilchen, eh wir einen passenden Campingplatz in Ounagha finden. Auch wenn wir ein Stück weg von der Küste stehen, so können wir am nächsten Tag mit zwei anderen Campern, Andrea und Jürgen, die wir hier zufällig wiedertreffen, mit dem Taxi in die Hafenstadt Essaouira. An der Lagune hatten wir direkt neben ihnen gestanden. Die Medina (Altstadt) von Essaouira ist von Befestigungsmauern aus dem 18. Jahrhundert umgeben. Wir schauen uns zunächst den Hafen an und bekommen hier von einem älteren ehemaligen Fischer prompt eine Führung, in der er viele Details über den Fischfang preisgibt. Danach geht es in die Altstadt und ihre unzähligen Gassen, die teilweise immer enger werden. Wir fühlen uns irgendwann wie in einem Labyrinth. In einem Hof liegt am Ende ganz unscheinbar ein kleines modernes Café Restaurant, das uns anspricht. Hier 'versteckt' sich im Innenhof ein über 250 Jahre alter Ombu Baum, auch Elefantenbaum genannt, der der älteste Marokkos sein soll. Eine tolle Atmosphäre mit einem außergewöhnlich leckerem Mittagsmenü. Zum Ende hin wird die Altstadt immer voller und so gönnen wir uns noch eine kleine Pause am Meer, bevor es mit dem Taxi wieder zurückgeht.Читать далее
Auf in die Königsstadt Marrakesch
15–18 янв., Марокко ⋅ ⛅ 16 °C
Auf dem Weg nach Marrakesch sehen wir viele Felder mit Arganbäumen und kleinen Arganölfabriken. Arganöl wird aus den Samen des Arganbaumes noch ganz traditionell mit Steinmühlen meist durch Berberfrauen hergestellt. In Essaouira gab es schon viele Verkaufsläden. Früher wuchs diese uralte Baumart in ganz Nordafrika, heutzutage aber nur noch im Südwesten Marokkos – in einem schmalen Halbwüstenstreifen zwischen der Atlantikküste und dem Atlasgebirge. Auch sehen wir viele Bauern, die ihre Felder mit Pferden pflügen, vor einigen Tagen haben wir auch Esel und auch mal einen Ochsen auf den Feldern gesehen. Aus heutiger Sicht viel nachhaltiger, da die Böden nicht so verdichtet werden wie mit Traktoren. Und zudem auch schön anzusehen.
Richtung Marrakesch wird die Landschaft karger. Die Vororte wirken modern, mit Bürgersteigen und kleinen Neubaugebieten. In Marrakesch parken wir außerhalb auf einem Stellplatz. Bei dem Verkehr und wenigen Parkplätzen fahren wir besser mit dem Taxi in die Altstadt, die morgens noch angenehm leer ist. Alle Gebäude, ob alt oder neu, auch Mauern und selbst der Bahnhof sind in den traditionellen Ocker- und Rottönen gehalten, was das Stadtbild schön und ruhig aussehen lässt. Daher wird Marrakesch auch die "Rote Stadt" genannt.
Rob will mir unbedingt den Bazar zeigen, da er ja schonmal hier war. Etliche kleine Stände mit Keramik, Metall, Stoffen, Leder, Nüssen und Gewürzen, die sich wiederholen. Nur in den versteckten kleinen Seitengassen kann man noch in ein paar Lädchen sehen, wie Leder gegerbt und Taschen hergestellt werden. Rob ist hier ganz überrascht über meine Verhandelkünste und scheinbar auch der ein oder andere Verkäufer.
In einer Kräuterapotheke kaufen wir Sandelholz und ich lasse mir einen Faden als Armband flechten. Der Mitarbeiter will uns zeigen, wo die Fäden gefärbt werden und führt uns in Windeseile durch die Gassen, zu einem Bereich, in dem eine Familie seit Generationen mit natürlichen Farben färbt. Überall an der Decke hängen die bunten Fäden zum Trocknen. Wir haben total die Orientierung verloren, kommen dadurch aber in eine schöne Gasse, die auch Rob noch nicht kennt. Wir landen zufällig wieder in einem tollen Restaurant, dem Mandala Society, dass auf Kooperative und lokale Produkte setzt. Auch hier sind wir total begeistert, denn es gibt leckere vegane und vegetarische Köstlichkeiten.
So toll die goldverzierten historischen Pferdekutschen auch aussehen, die zu hauf am Straßenrand stehen, kaum jemand fährt damit und die Pferde tun einem wirklich arg leid, die den ganzen Tag in ihrem Geschirr angespannt stehen und sich kaum bewegen können. Auch die, die durch den lauten und vollen Verkehr laufen müssen. Auf dem großen berühmten Vorplatz der Altstadt, Djmaa el-Fna, der gerade neu gepflastert wird, gibt es noch den ein oder anderen Berber, der seine Affen an der Kette für Fotos präsentiert und auch einen Schlangenbeschwörer sehen wir. Aber auch das passt nicht mehr ganz in die Zeit.
Ein weiterer Tag im Stadtgetümmel, der auf dem Rückweg mit Regen endet. Jetzt brauchen wir erstmal einen Tag Pause, bevor es weitergeht.Читать далее
Agadir und die Krokodile
18–20 янв., Марокко ⋅ 🌬 16 °C
In Marrakesch schüttet es die ganze Nacht. Wir haben uns entschieden, doch noch weiter in den Süden bis nach Agadir anstatt Richtung Osten zu fahren, da die Wetterlage auf den hohen Pässen im Atlas Gebirge schlecht ist. So müssen wir anstatt bis über 2.000 Meter 'nur' bis auf über 1300 Meter durch die Berge, die im Süden die Grenze zur Sahara bilden. Auf dem Weg lässt der Regen irgendwann nach, dafür ist es auf der Höhe nur um die 3° und windig, als wir einen Stopp machen. Die rote karge Landschaft ist beeindruckend und als die Sonne rauskommt, zeigt sich hinter uns ein toller Regenbogen.
Der Stellplatz, den wir rausgesucht haben, ist 30km südlich von Agadir. Auch hier hat es bis mittags noch geregnet, so dass einige Flächen unter Wasser stehen. Wir kommen zeitgleich mit einem Schweizer Paar an und haben Glück, die letzten beiden Stellmöglichkeiten zu bekommen. Um mal wieder waschen zu können, bleiben wir zwei Nächte. Hier ist es bei 17° und Wind schön sonnig und tatsächlich nochmal ein paar Minuten früher und länger hell. Am nächsten Tag haben wir Zeit, so entscheiden wir uns in den Krokodilpark von Agadir zu fahren, den es seit fast 10 Jahren gibt. Hauptziel des Parks ist der Schutz und Erhalt des Nilkrokodils, da diese Art seit den 1970er Jahren in freier Wildbahn in Marokko als ausgestorben gilt. Der Park dient als wissenschaftliches Zentrum und auch Aufzuchtstation. So sehen wir neben den über 300 Krokodilen auch noch ganz kleine Baby-Krokodile. Zukünftig sollen die Krokodile auch wieder ausgewildert werden. Mit all den außergewöhnlichen Bäumen und Pflanzen ist der Park richtig schön angelegt. Die meisten Krokodile liegen faul in der Sonne, nur vereinzelt schwimmt das ein oder andere im Wasser.Читать далее
Hollywood of Africa
20–23 янв., Марокко ⋅ ⛅ 13 °C
Auf dem Weg nach Quarzazate fahren wir von Agadir aus lange parallel zum Hohen Atlas Gebirge mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel. Unser Tagesziel ist das rund 190km entfernte Taliouine, das auf 1200m liegt. Hier haben wir vom Platz aus eine tolle Bergkulisse. Die Kleinstadt Taliouini wird auch Safran-Hauptstadt genannt. Safran ist hier die wichtigste Einnahmequelle für rund 400 lokale Familien, aber nein, wir haben keinen gekauft. Dafür gibt's abends in dem kleinen Restaurant des Platzes Kürbissuppe und Gemüse-Taijine.
Unser nächstes Ziel ist Aït-Ben-Haddou, ein historisches Lehm-Dorf (Ksar) aus dem 18. Jahrhundert, das als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist und als Kulisse für viele Filme wie z.B. Gladiator und Game of Thrones diente. Das Dorf liegt am Rande des Hohen Atlas an einer alten Karawanenroute. Die alten Lehmhäuser, verziert mit traditionellen Formen und Mustern sehen wirklich besonders aus. In den Gassen gibt es überall Verkaufsstände. Wir trinken auf einer der Dachterassen Tee und schauen uns eines der alten Häuser von innen an. Der Hausälteste gibt uns hier eine Führung, wenn auch nur auf französisch. Ganz fasziniert von dem Ort und der Umgebung fahren wir weiter nach Quarzazate. Hier befinden sich die Atlas Filmstudios, die flächenmäßig als die größten der Welt gelten. Viele Original-Kulissen bekannter Hollywood-Produktionen sind erhalten geblieben. Auch hier wurden Szenen für Gladiator und Game of Thrones gedreht, für die Mumie, der Medicus, Alexander und etliche weitere. Einheimische bauen hier nicht nur mit an den Kulissen, sondern spielen als Nebendarsteller und auch Stuntman mit. Eine kleine Hofkulisse, die wir uns anschauen, hat 4 Monate Bauzeit benötigt für 400.000€, um gerade mal 5 Minuten im Film vorzukommen. Hinter den Filmstudios ist in der Ferne vor den Gipfeln des Hohen Atlas ein weiteres Filmset zu sehen, zu dem wir mit unserem LKW über eine Piste hinfahren müssen. Rob beeindrucken die Filmkulissen sehr, mich ein wenig mehr die Landschaft drumherum. Interessant ist es aber auf jeden Fall. Die Berggipfel dienten auch schon als Himalaya Ersatz in einem Film über den Dalai Lama. So schließt sich ein wenig der Kreis, wo unser eigentliches Ziel ja der Himalaya war.Читать далее

Путешественник
Grüezi zäme schön das ihr so vieli schöni Sache chönnt erläbe. Wieterhin alles Gueti. Lg us em kalte Russikon.
Das Tor zur Sahara
23–25 янв., Марокко ⋅ ☀️ 21 °C
Es geht weiter bis nach Zagora. Die Gebirgsregion zwischen Ouarzazate und Zagora ist der sogenannte Anti-Atlas. Dieser südlichste Teil des Atlasgebirges ist für seine schroffe, felsige Landschaft bekannt. Unsere Strecke führt von Ouarzazate über den Tizi n'Tinififft Pass hinab in das grüne, von Palmen gesäumte Drâa-Tal. Zagora ist eine Oasenstadt, die auch als "Tor zur Sahara" bezeichnet wird. Umso näher wir der Stadt kommen, umso mehr Plastik glänzt in der Sonne in der Weite verstreut. Nicht so, wie man sich eine Oasenstadt vorstellt. Rob will hier in einer unter Reisenden bekannten Werkstatt die Einspritzpumpe reinigen lassen. Allerdings sind wir nicht die einzigen Kunden. Ein Kommen und Gehen und Warten beschreibt es wohl am besten. Wir verbringen eine Nacht in der Stadt und treffen beim Warten vor der Werkstatt noch Reisende aus der Schweiz. Die Nacht war bereits windig und auch tagsüber weht es ordentlich, so dass einem Sand in die Augen weht. Wir setzen unsere Reise fort Richtung Nordost und haben aufgrund der Sandverwehungen teilweise kaum noch Sicht. In der Sandwolke sehen wir links eine Kamelherde und später ein einzelnes Kamel, bevor es nach ein paar Kilometern plötzlich wieder aufklart. Die Nacht verbringen wir in Zouk Tarasine, bevor wir uns die wahrscheinlich ältesten Felsgravuren Marokkos anschauen. In Aït Ouazik sind Zeichnungen von Nashörnern, Elefanten, Antilopen und Straußen zu sehen, aus einer Zeit, als die Sahara noch bewohnbar war. Sie werden auf ein Alter von 8.000 Jahren geschätzt. Der Weg dorthin führt über eine Piste, teilweise durch ein Flussbett, bevor es durch den kleinen Ort selbst geht und uns ein Junge den Weg weist. Der ortsansässige Guide leitet uns in dem riesen Areal zu den einzelnen Steinen. Es sind viel mehr, als wir gedacht haben. Als wir unsere Reise fortsetzen, treffen wir direkt mehrere Kamele, die gemütlich am Straßenrand fressen. Wie schön.Читать далее
Der runde Berg & die Dünen
25–27 янв., Марокко ⋅ ☀️ 22 °C
Unser nächstes Ziel ist der Jebel Mudawwar, was übersetzt soviel wie "runder Berg" heißt. Auch bekannt als portugiesisches Gefängnis. Hierbei handelt es sich um eine hufeisenförmige geologische Felsformation. Diese natürliche Erosion wurde im 11. Jahrhundert von der Almoraviden-Dynastie zu einer befestigten Garnison und Karawanserei mit hohen Mauern ausgebaut, um die nahegelegene mittelalterliche Handels- und Karawanenstadt Sijilmasa sowie die wichtigen Goldhandelsrouten aus dem Süden zu schützen. Die Gegend ist zudem reich an Fossilien wie Trilobiten und Ammoniten. Kaum vorstellbar, dass das Gebiet vor Millionen von Jahren ein Meeresboden war. Wir übernachten seitlich von der Öffnung des ungewöhnlichen Berges in totaler Stille. Das hatten wir länger nicht. Diese Ruhe nutzen wir am nächsten Morgen erst einmal zum Haareschneiden. Auch das muss mal wieder sein. Als wir später ins Innere der Felsformation laufen, werden hier gerade noch die Reste eines Filmsets abgebaut. Ein japanischer Kriegsfilm soll hier gedreht worden sein. Wir klettern bis nach oben auf die Felsen und entdecken jede Menge versteinerte Fossilien in und auf den Steinen. An unzähligen Ständen werden diese hier in der Gegend verkauft.
Von hier aus geht es weiter nach Merzouga. Ein kleines, im Südosten gelegenes Wüstendorf, das als Zugangstor zu den beeindruckenden Erg Chebbi-Dünen gilt. Nun sind wir in der marokkanischen Sahara. Im Dorf angekommen kaufen wir ein paar Lebensmittel ein und werden prompt von einem Guide angesprochen, der uns einen guten Tipp gibt, wo wir die Nacht ruhig stehen können. Die Sanddünen sind hier teilweise bis zu 150 Meter hoch und sehen von Weitem wie rotgelb leuchtende Berge aus. Zunächst fahren wir noch zu dem nahegelegenen See, Dayet Sri, der sich nur im Winter nach starken Regenfällen bildet. Hier sollen sich Flamingos eingefunden haben, die wir von Weitem erspähen können.
Abends parken wir dann am Rande der Dünen, hören noch die letzten Quads fahren, bis es auch hier ganz still wird. Während der Sand bei Sonnenuntergang richtig rot glüht, wirkt er morgens fast weiß. Davor die graue karge Landschaft als Kontrast.
Auf dem Rückweg von einem kleinen Spaziergang in den Dünen sehen wir eine ganze Herde Kamele hinter unserem Fahrzeug vorbeilaufen. Einmal mehr eine nette Überraschung. Ganz gemütlich trotten sie in die Dünen hinein. Eines frisst in meiner Nähe in aller Seelenruhe noch etwas Gras. Später kommt sogar noch eine zweite Herde, bevor es für uns über die Piste zurück auf die Landstraße geht. Hier fahren wir noch an einem Streckenposten einer Rallye vorbei und machen Halt, damit zwei Rennwagen passieren können. Langweilig wird es unterwegs irgendwie nie. Spontan legen wir einen letzten Stopp ein, denn hier hat man einen tollen Blick auf das Ende des Ziz Valley. Diese inmitten der Wüste gelegene Oase wird vom Fluss Wadi Ziz durchflossen. Mit einer Fläche von 77.000 km² beherbergt die Region Tafilalet die größte Oase der Welt.Читать далее
Über den Hohen Atlas nach Fès
27–30 янв., Марокко ⋅ ☁️ 17 °C
Wir machen Halt auf einem Camping in Errachidia, wo wir einmal mehr ganz alleine stehen. Am nächsten Tag geht es von hier durch den Hohen Atlas Richtung Fès im Norden. Die Wettervorhersage ist gut, lediglich Wolken sind angesagt. Die Pässe sollen frei sein. Es geht vorbei an dem großen See Izourar, bis wir zu einem kleinen Tunnel kommen, der mit nur 3,5m Höhe angegeben ist. Ups... Erstmal rechts ran und die Lage checken. Rob will schon umdrehen, aber einen anderen Weg gibt es nicht. Ich schlage vor, die Dachbox abzubauen. Aber wir warten erstmal, ob hier auch LKW durchfahren und ja, tatsächlich. Sicherheitshalber geht Rob zu dem Militärposten, der vor dem Tunnel stationiert ist. Entwarnung! Er meint der Tunnel sei 4m hoch. Wir trauen ihm und es passt Gott sei Dank.
Lange Zeit fahren wir durch das Hochplateau, bis es rauf auf den ersten Pass geht. Ein dunkles Wolkenband vor uns. Mit Regen haben wir Glück, auch der Schnee auf dem Tizi n'Talrhemt Pass bei knapp 1.900 Metern ist geräumt, aber mit jedem Höhenmeter wird es zunehmend nebeliger, so dass wir kaum noch Sicht haben. Was für ein Kontrast zu den letzten Tagen. Auch ich bin hochkonzentriert und einmal mehr froh, dass ich nicht fahren muss. Waghalsige Überholmanöver sowie Fußgänger im dichten Nebel kosten Nerven und so sind wir heilfroh, als wir nach der zweiten Passüberquerung des Col du Zad mit fast 2.200 Metern für einen Zwischenstopp in dem Höhenkurort Azrou ankommen. Am nächsten Tag geht es durch Ifrane. Hier fühlen wir uns auf einmal heimisch, denn alle Häuser sind ganz untypisch für Marokko mit Satteldächern gebaut. Daher wird der Ort auch als "Schweiz Marokkos" bezeichnet.
In Fès angekommen geht es zunächst in die Altstadt. Die Gassen erinnern an Essaouira und Marrakesch. Kaum weicht man ab von den Tourigassen, sind die Gerüche teilweise kaum auszuhalten. Ganz anders ist es Gott sei Dank in dem Restaurant, dass wir entdecken. In Fès befinden sich einige der ältesten und größten Gerbereien der Welt, in denen Leder noch heute nach mittelalterlichen Methoden verarbeitet wird. Das wollen wir uns hauptsächlich anschauen. Die größte und bekannteste Anlage ist die Chouara-Gerberei, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Sie ist berühmt für ihre markanten, bunten Farbbecken. Wir werden auf eine Dachterasse direkt nebenan eingeladen. Hier hat man den besten Blick auf die ganzen Steinbecken. Wir erfahren, dass die Tierhäute (Kuh, Kamel, Schaf, Ziege) 20 Tage in einer Mischung aus Wasser, Kalk und Taubenmist eingeweicht werden, um sie weich zu machen und Haarreste zu entfernen. Anschließend werden sie gewaschen und dann weitere 20 Tage in die jeweiligen Farbbecken gelegt, wo sie jeden Tag von Hand gewendet werden, bevor sie 30 Tage lang zum Trocknen an den Häusern aufgehängt werden. Gefärbt wird nur mit natürlichen Farben wie Safran, Kohle, Indigo, Mohn, Henna oder Zedernholz. Insgesamt arbeiten 420 Mitarbeiter in dem Komplex, der auch Verkaufsläden beinhaltet. Wirklich interessant, den Hinterhof mit den ganzen Becken und dem Leder einmal live zu sehen.Читать далее

ПутешественникWir sind 3,80m hoch. Auf dem Schild stand 3,50m. Hat aber gepasst Gott sei Dank 😅
Marokko und die Hunde
30 янв.–2 февр., Марокко ⋅ 🌧 16 °C
Wir fahren von Fès weiter Richtung Norden und sind einmal mehr von der tollen Landschaft beeindruckt. Umso weiter wir fahren, umso schlechter wird jedoch das Wetter. Es regnet, die Flüsse sind übervoll und wir kommen an immer mehr Absperrungen aufgrund unterspülter Straßen oder kleiner Erdrutsche vorbei. Dort wo wir einen Stopp geplant hatten, ist es voll und so machen wir am Straßenrand Halt für die Nacht. Hier scheint es sicher zu sein. Kaum halten wir an, kommen direkt drei Hunde zu uns gelaufen. Ich habe noch einen Rest Trockenfutter dabei, den ich aufteile. Die drei stürzen sich darauf und prompt kommt noch ein vierter Hund dazu. Die Hunde sind in Marokko sehr scheu und zurückhaltend. Sie werden hier größtenteils gar nicht versorgt, wühlen im Müll oder bekommen mal Brot zugeworfen. Immerhin ist gegenüber so etwas wie ein Café und weiter neben uns zwei Straßenverkaufsstände. Aber die Hunde trauen sich bei dem starken Regen nichtmal unter das Dach der Veranda von dem Café-Gebäude. Offensichtlich sind sie dort nicht willkommen. Der Blonde ist auffällig abgemagert und krank. Das lässt mir keine Ruhe. Abends koche ich neben unserem Abendessen noch eine Portion für die Hunde mit. Am nächsten Morgen steht nur der kranke Hund vor unserem Fahrzeug und schaut mich an, als ich das Fenster öffne. So bekommt nur er die Mahlzeit, die ruckzuck verputzt ist. Ich möchte ihn am liebsten mitnehmen zu einem Tierarzt. Rob hat allerdings Bedenken, da wir keine Box mit haben und wir nicht wissen, was er vielleicht Ansteckendes hat. Nach einer Diskussion entscheiden wir, einen Tierschutz zu kontaktieren. Ich wollte auf dem Rückweg sowieso gerne einen Verein in Tanger besuchen und schreibe sie an. Leider ist der Weg für sie jedoch zu weit. Wir verwerfen wegen des Wetters und weil wir dringend Vorräte brauchen unseren Plan nach Chefchaouen zu fahren und fahren stattdessen bis nach Tétouan. Hier versuchen wir eine Hundebox und Medikamente für den Hund zu bekommen, leider ohne Erfolg. Die Apotheken haben Samstagnachmittag leider alle schon zu. So kontaktiere ich einen weiteren Tierschutzverein, der seinen Standort näher dran hat, bisher jedoch leider ohne Rückmeldung. Das schlechte Wetter macht grad wahrscheinlich große Probleme.
Am nächsten Tag fahren wir zu der Tier Sanctuary in Tanger. Hier kümmert sich eine Französin mit ehrenamtlichen Helfern um rund 500 Tiere, davon die meisten Hunde, einige alte Arbeitsesel, Katzen und ein paar Ziegen und Affen. Das Grundstück können wir mit unserem Laster nicht erreichen und so laufen wir ein Stück zu Fuß dorthin. An der kleinen Sanctuary in und um ein altes Landhaus empfängt uns der Helfer Anass. Er fragt, ob wir aufgrund der Matsche wirklich reinwollen zu den Hunden, die alle schon aufgeregt bellen und zum Zaun gerannt kommen. Natürlich wollen wir und so quetschen wir uns durch das riesen Rudel hindurch, werden angesprungen, angestupst und abgeschnuppert und sehen schnell total dreckig aus. Aber egal. Jeder Hund möchte uns begrüßen und schauen wer da kommt... und Rob möchte einmal mehr jedem einzelnen Hallo sagen. Ich bin etwas zurückhaltender und beobachte die Szene. Anass leitet uns in die obere Etage der Villa, hier sind noch ein paar weitere Hunde. Wir nehmen uns Zeit und stellen ein paar Fragen. Während uns die jungen auch hier wild begrüßen, bleiben die beiden älteren liegen. Ein weiterer nähert sich ganz sanft und zurückhaltend erst an mich heran und später an Rob. Es ist der blonde Pacmo, der uns beide mit seiner lieben Art direkt ziemlich beeindruckt. Spontan gehen wir mit ihm spazieren und entscheiden relativ schnell, dass wir ihn adoptieren möchten. Das war so nicht geplant, ich wollte hier hauptsächlich Geld spenden und mir die Situation anschauen, nachdem wir so unendlich viele Straßenhunde gesehen haben in Marokko, die mehr im Schatten der Menschen leben und tagtäglich ums Überleben kämpfen, ganz still und leise. Die Nacht verbringen wir auf dem Tahadart Camping in Briyech, wo wir Marion und Claus wiedertreffen, mit denen wir gemeinsam auf der Fähre nach Marokko waren.
Am nächsten Tag begleiten wir Pacmo zusammen mit der deutschen Helferin Uli zum Tierarzt. Er muss nochmal geimpft werden, da der Arzt die Unterlagen vom letzten Mal nicht finden kann und benötigt eine Tollwut-Titer-Bestimmung, um nach Europa reisen zu können. Daher müssen wir uns nun vier Monate gedulden, bis er nach Deutschland darf. Am liebsten hätten wir ihn direkt mitgenommen.
Dies ist bereits unser letzter Tag in Marokko, da wir die für den nächsten Tag geplante Fähre spontan vorziehen und so noch in der Nacht rüber nach Spanien fahren. Da die Wettervorhersage erneut Starkregen und Sturm für Marokko und Südspanien vorhergesagt hat, sind wir froh, in einem sturmfreien Abschnitt rüber zu können. Was für ein Abenteuer Marokko doch war...Читать далее

ПутешественникWie toll, dass ihr dann bald einen neuen Hund habt!! Ich freue mich für Euch!!
Leonardo und die Westernstadt
2–8 февр., Испания ⋅ 🌧 9 °C
In Spanien angekommen, wird uns nochmal bewusst, was für ein Glück wir hatten, schon Montagnacht nach Spanien überzusetzen. Die Fährverbindungen zwischen Tanger Med und Algeciras waren von Dienstag bis Donnerstag nämlich massiv beeinträchtigt und teilweise unterbrochen, da das Sturmtief Leonardo in der Straße von Gibraltar für Orkanböen von bis zu 50 Knoten (ca. 93 km/h), Starkregen und Wellenhöhen über drei Metern gesorgt hat. Nach der Ankunft haben wir nur 20 Kilometer nördlich von Algeciras an einer ruhigen Tankstelle übernachtet und sind morgens etwas unentschlossen erstmal weiter Richtung Norden. Die Wetterwarnungen galten auch für ganz Andalusien. Kurz vor Sevilla sind wir Richtung Osten abgebogen und bis nach Loja gefahren. Rob brauchte aufgrund von Ischias-Beschwerden eine Pause vom Fahren und die Warnungen vor Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen haben uns veranlasst, auf dem Parkplatz des Hotels Rural Llano Piña ganze drei Tage zu verweilen. Hier standen wir immerhin sicher, konnten duschen gehen, im Restaurant des Hotels essen und Wasser tanken. Währenddessen herrscht im Norden Marokkos ein noch größeres Chaos mit Überschwemmungen als in Spanien. Straßen, die wir zuvor noch passiert haben, sind überschwemmt, etliche Menschen evakuiert und auch die beiden Tierschutzvereine sind massiv betroffen. Shelter sind vom Regen zerstört, Gehege komplett geflutet, so dass die eigenen Tiere in Sicherheit gebracht werden müssen und man sich nicht noch um weitere Hunde kümmern kann. So bleibt das Schicksal des kleinen Blonden weiter ungewiss. Ich denke die ganze Zeit daran und schaue mir immer wieder Meldungen aus Marokko an. Hoffen wir, dass alle irgendwie einigermaßen gut durch diese Zeit kommen. Unserem Pacmo geht es soweit zumindest gut.
Drei Tage nur im Fahrzeug haben uns dann aber auch gereicht. Wir schauen anhand der interaktiven Straßenkarte des Landes, wo Überflutungen und Sperrungen sind und fahren von Loja die A92 weiter Richtung Almeria, vorbei am Nationalpark Sierra Nevada bis zur spanischen Wüste Tabernas. Hier machen wir Halt an einer weiteren Filmkulisse namens Western Leone. Es ist ordentlich windig, aber zumindest scheint hier endlich die Sonne. Die Anlage wurde Ende der 1960er Jahre als Kulisse für den Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ gebaut und für viele weitere Italo-Western genutzt. Rob fühlt sich sofort in seine Kindheit zurückversetzt. Ich mag die Westernatmosphäre mit den tollen Gebäuden aus Holz und die sagenhafte Landschaft. Mit ein paar anderen Wohnmobilen können wir direkt davor übernachten. Am nächsten Morgen läuft in der Westernstadt Filmmusik und es stehen Pferde an den Futtertrögen. Samstags scheint hier doch noch ein wenig mehr geboten, als nur ein Freigetränk im Saloon. Ich habe schon länger den Wunsch im Kopf, mich mal auf ein Pferd zu trauen. Also frage ich nach, ob man als Anfänger geführt eine kleine Runde reiten könne. Lange Zeit hatte ich Angst vor Pferden. Rob interessiert das erst nicht, er lässt sich dann aber überreden, als er hört, dass es geht. Wir haben zwar nur ein paar Minuten auf dem Pferd gesessen und uns gegenseitig rumgeführt, aber für uns war das schon spannend genug. Und dann noch bei der Kulisse. Wir erkunden an dem Tag noch einen Filmspot von Indianer Jones irgendwo im Nirgendwo und übernachten bei ordentlich Windböen nur ein Stückchen weiter mit tollem Ausblick in die Landschaft.Читать далее
Fort Bravo, Playa de Mónsul & die Geode
8–11 февр., Испания ⋅ 🌬 17 °C
Wir bleiben zunächst in der einzig „echten“ Wüste auf dem europäischen Festland. Die außergewöhnliche Landschaft der Wüste Tabernas mit all den zerklüfteten Hügeln und tiefen Erosionsrinnen (Canyons) ähnelt dem amerikanischen Westen, weshalb sie wohl als Drehort für so viele Klassiker diente. So ist Fort Bravo, auch Texas Hollywood genannt, eine weitere Kulisse, die wir uns anschauen. Die Anlage ist größer und wird noch aktiv mit Shows betrieben, auch wenn diese natürlich nur auf spanisch stattfinden. Hier gibt es einen offiziellen Campingplatz auf der Rückseite, so dass wir die Zeit auf dem Gelände und in der Umgebung ausnutzen.
Am nächsten Tag wollen wir zum Playa de Mónsul. Der Strand ist Teil des Naturparks Cabo de Gata-Níjar, dem größten geschützten Küstengebiet Andalusiens. Die Region ist durch ihre vulkanischen Ursprünge geprägt, was man an den dunklen Felsformationen und Lava-Strukturen am Strand erkennt. Der Wind weht auch hier ordentlich. Die Landschaft ist direkt grüner und wirkt lebendiger. Und natürlich wurden auch hier Filmszenen für Indiana Jones gedreht. Übernachten darf man in dem Naturpark allerdings nicht, so fahren wir abends zum Camping Cabo de Gata. Für Mittwoch haben wir eine Führung zur Geoda de Pulpí gebucht. Sie ist die größte "begehbare" Geode der Welt und ein beeindruckendes Naturwunder. 1999 wurde sie im Bergwerk "Mina Rica" in Almería entdeckt, in der zuvor bis in die 1960er Jahre Eisen, Blei und Silber abgebaut wurde. Sie besteht aus riesigen, transparenten Selinit-Kristallen, die vor etwa 165.000 Jahren in einem mit mineralreichem Wasser gefüllten Hohlraum zu wachsen begannen, bis vor 60.000 Jahren. Wir sind 500 Meter über mehrere Ebenen durch die historischen Stollen tief in den Berg hinein gestiegen, bevor es über eine Wendeltreppe nochmal 60 Meter tief unter die Erdoberfläche zur vierten Ebene ging, in der sich die Geode befindet. Hier durfte jeder nacheinander ein Stück in die kleine Öffnung an der Seite des Hohlraums klettern, um einen Einblick in die Geode mit ihren bis zu 2 Meter langen Kristallen zu erhaschen. Beeindruckend. Für Rob war die ganze Mine berufsbedingt natürlich äußerst interessant, obwohl es meine Idee war 😉Читать далее
Purias & Valencia
11–17 февр., Испания ⋅ ☁️ 21 °C
Von der Geode geht es ein Stück landeinwärts zu dem Stellplatz Rancho Purias. Er wird von einem älteren niederländischem Paar betrieben, die dort direkt an den Stellplätzen ein Pferd und zwei Esel halten. Drumherum sind Hügel und ein kleines Wandergebiet. Zum ersten Mal können wir direkt vom Platz aus eine kleine Rundwanderung zu Fuß machen, die uns an Mandelbäumen in voller Blüte und an wildem Thymian und Rosmarin vorbeiführt. Wir befinden uns wohl mitten im spanischen Frühling, alles blüht und ist herrlich grün, nur der Wind pustet weiterhin ordentlich, so dass man die 20° kaum spürt. Der Weg führt uns alte Ziegenpfade entlang bis auf die Hügel hinauf. Ganz am Ende können wir sogar unseren Stellplatz von oben sehen, bevor es wieder hinunter geht. Auch hier bleiben wir zwei Tage und können windgeschützt zumindest mal wieder draußen essen. Herrlich. Am Abreisetag regnet es dagegen ordentlich. Wir fahren 250km bis kurz vor Valencia und machen Halt an einer Tankstelle. Für heute sind noch heftigere Sturmböen mit 80 bis 90kmh angesagt. Kaum stehen wir, dröhnen auch schon unsere Handys mit einer offiziellen Warnung der Provinz Valencia. Unser Häuschen wackelt und schaukelt den ganzen Abend und die Nacht. Gegen Morgen ist es zunächst windstill. Ich möchte gerne nach Valencia rein, dafür recherchiere ich Stellplätze in der Nähe. Obwohl alle voll zu sein scheinen, schreibe ich einen an und wir bekommen prompt einen Platz für den nächsten Tag. Unser Stadtbesuch muss jedoch warten. Durch den heftigen Wind bei der Wanderung hab ich mir eine Erkältung eingefangen und so geht es angeschlagen erst die darauffolgenden beiden Tage mit der Metro in die Altstadt von Valencia. Die Straßen sind von tollen Altbauten gesäumt und so breit, dass es nirgends Gedränge gibt. Ganz anders und viel entspannter als in Rom. In den Seitengassen gibt es viel Grafitti und allerhand alternative und besondere Lädchen. Genauso finden wir etliche vegetarische oder vegane Restaurants, so dass wir uns kaum entscheiden können. Wir besuchen die Kathedrale von Valencia, um den angeblich wahren heiligen Gral einmal in echt zu sehen, sind aber enttäuscht, da er so weit weg und hinter Glas ist, dass man nicht viel erkennt. Bis in die Dunkelheit schlendern wir am zweiten Tag durch die Gassen, bevor es mit der Metro zurück geht.
Valencia ist eine wirklich schöne und lebendige Stadt mit einer tollen Atmosphäre.Читать далее
Fayón & der Ebro
17–21 февр., Испания ⋅ 🌬 18 °C
Wir fahren von Valencia aus zunächst die Küste entlang. Unser Ziel ist ein Parkplatz in der Nähe der Ebro Mündung. Dieser ist jedoch so dermaßen voll mit Wohnmobilen, dass wir wieder kehrt machen. Da haben wir erstmal genug von, daher geht es direkt weitere 100km landeinwärts durch eine hügelige Landschaft und einige spanische Dörfer. Wir folgen dem Lauf des Ebro und wollen nun zu einem Camp in der Nähe des Stausees. Es ist das Welscamp Mataraña in Fayón, dass von zwei Deutschen, Helmut und Andrea, geführt wird. Also eigentlich ein Angelcamp. Dort angekommen sprechen uns direkt einige deutsche Dauercamper an. Auch eine 82-jährige Deutsche, die ihrer Tochter hierhin gefolgt ist und hier jetzt ganz alleine wohnt. Rob überlegt, sich am nächsten Tag ein Angelboot zu leihen, aber leider kommt auch hier erneut starker Wind auf, so dass es keinen Sinn macht. Ich bin noch nicht wieder fit und Rob hat sich mittlerweile auch angesteckt. So kurieren wir uns hier ein wenig aus und bleiben ein paar Tage. Zumindest machen wir einen Spaziergang am Ribarroja-Stausee entlang bis zu einem aus dem Wasser ragenden Kirchturm des eigentlichen alten Dorfes Fayón. Der Ort wurde durch den Bau des Stausees überflutet. Das erinnert uns ein wenig an die überfluteten Orte bei Rumkale in der Türkei. Allerdings ist Fayón vorallem auch für die Schlacht am Ebro im Jahre 1938, der blutigsten Auseinandersetzung des Spanischen Bürgerkriegs, bekannt. Seine strategische Lage am Zusammenfluss von Ebro und Matarraña spielte dabei eine Rolle. Wären die Nazis nicht gewesen, wäre dieser Aufschrei der unterdrückten Landbevölkerung vielleicht anders ausgegangen, aber die Nazi-Deutschen boten damals Unterstützung an und setzten erstmals ihre Luftwaffe ein, als großen Test für den Zweiten Weltkrieg. So endete der Bürgerkrieg hier am Ebro mit vielen Toten. Was für ein tragisches Stück Geschichte an einem so idyllischen Ort. Wir hören vom Platzbesitzer, dass die Einheimischen des heutigen Fayón jedes Jahr ein groß inszeniertes Fest zu Ehren der Toten feiern, in dem sie die Schlacht nachspielen. Heute kommen vorallem Deutsche regelmäßig zum Angeln hierhin. Wie die Zeit alles verändert.Читать далее
Die Mauern von Finestras
21–23 февр. ⋅ ☀️ 18 °C
Rob hat Bilder von den Fels-Mauern von Finestras gesehen und möchte unbedingt dorthin. Dafür geht es einige Kilometer über eine Offroadpiste. Unser Navi zeigt mal wieder einen völlig anderen Weg an als den, den wir zuvor über Googlemaps recherchiert haben. In einem kleinen Dorf geht plötzlich ein schmaler eingemauerter Weg ab. Immerhin passen wir hier durch. Der Weg wird immer unwegsamer, hat immer größere Rillen, führt durch einen kleinen Fluss und Hügel hinauf. Ich bin wie immer in solchen Situationen angespannt, Rob dafür in seinem Element. "Endlich mal wieder eine richtige Offroad-Piste". Zumindest hat er genug Erfahrung und Ruhe und unser Dusty arbeitet sich Stück für Stück vor. Da es schon nachmittags ist, wir waren vorher wie gehabt noch einkaufen und tanken, schaffen wir bei knapp 5kmh gerade mal 2 1/2 Kilometer. Wir sind auf einer kleinen Lichtung angekommen und entscheiden hier zu übernachten. Auf der einen Seite der Blick Richtung Sonne und Tälern, auf der anderen Seite sehen wir die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen. Richtig toll.
Am nächsten Morgen soll es weiter nach Finestras gehen, noch 15km. Die Offroadpiste endet schlagartig, ein Stück fahren wir normale Straße. Bei der nächsten Abbiegung steht dann plötzlich ein Verbotsschild. Nur Fahrzeuge bis 3,5t... und nun? Rob sucht nach Möglichkeiten, zu dem anderen Weg zu kommen. Nach einem Umweg geht es dann auf die richtige Offroadpiste, die etwas gemächlicher aber nicht weniger abenteuerlich ist. Es geht an einem Bach entlang, über eine schmale Brücke, bei der ich lieber vorlaufe, vorbei an Wanderern, an steilen Hängen entlang und ab und zu liegen einige Felsbrocken auf dem Weg. Am Ziel sind wir dann überwältigt von dem Ausblick.
Die Murallas de Finestres, oft auch als "Chinesische Mauer von Aragon" bezeichnet, ist eine wirklich
beeindruckende natürliche Felsformation in der spanischen Provinz Huesca. Die "Mauern" bestehen aus zwei parallelen Reihen vertikaler Kalksteinfelsen, die durch tektonische Kräfte aufgerichtet wurden und heute wie eine künstliche Festungsanlage wirken. Sie befinden sich am Rande des Canelles-Stausees, der an dem Tag richtig türkis leuchtet. Zwischen den Felszähnen der Mauer befinden sich die Ruinen einer mittelalterlichen Burg und die Einsiedelei San Vicente. Schon verrückt, wo der Mensch überall gebaut hat.
Direkt neben unserem Parkplatz liegt das verlassene Dorf Finestras, das in den 1960er Jahren nach dem Bau des Stausees aufgegeben wurde. Die Ruinen der Steinhäuser, das türkisfarbene Wasser und die außergwöhnliche Felsformation machen diesen Ort richtig mystisch und besonders. Wir steigen hoch bis zur kleinen Kapelle Sant Marcos, die auf einem Hügel gegenüber der Felsen steht und krakseln ein Stück die Mauer entlang. So haben wir an dem Tag tolle unterschiedliche Blickwinkel.
Am nächsten Morgen wachen wir bei dichtem Nebel auf. Eigentlich wollten wir zumindest nochmal zur kleinen Kapelle. Also frühstücken wir erstmal in aller Ruhe. Gegen halb elf lichtet sich der Nebel allmählich... nur auf einem Teil des Sees ist er noch zu sehen. Was für ein Anblick. Wir sind ganz allein und genießen diese besondere Atmosphäre, bevor ich Rob überrede, doch auch noch bis zur Einsiedelei innerhalb der Mauern zu wandern.Читать далее
Bardenas Reales, Spaniens Halbwüste
23–26 февр., Испания ⋅ ☀️ 20 °C
Von Finestras geht es an dem Tag die Offroadpiste zurück und insgesamt knappe 70km nordwestlich durch eine Schlucht und mehrere Tunnel bis nach El Grado zu einem kostenlosen städtischen Stellplatz, der eigentlich mehr ein großer Picknickplatz mit Infotafeln über alle heimischen Tiere ist. Für den Tag genau das richtige. Hier können wir unsere Wassertanks endlich mal wieder ganz auffüllen und Abwasser ablassen. Dank gutem Internet ist auch ein Videocall mit Robs Sohn möglich, unsere Enkelin hat an dem Tag nämlich Geburtstag 😊
Von hier geht es am nächsten Tag an Huescas vorbei bis nach Arguedas. Nachdem wir in El Grado fast alleine standen, erwischen wir hier so eben noch einen freien Platz auf dem Stellplatz direkt vor einer tollen Felsformation mit Höhlenwohnungen, die bis in die 1960er Jahre noch bewohnt waren. Arguedas liegt im Süden der Region Navarra im Ebro-Tal in der Nähe des Nationalparks Bardenas Reales. Eine Halbwüste, in die wir am nächsten Tag fahren wollen. Hier erinnert eine Welt aus ockerfarbenem Lehm, Sandstein und Kalk sowie skurrilen Gesteinsformationen und von Trockenheit aufgeplatztem Boden an Landschaften im Südwesten der USA, uns aber vorallem auch an Kappadokien in der Türkei. Auch hier haben über Millionen von Jahren Wind, Wasser und Sonne eine Landschaft aus Tafelbergen, skurrilen Steinformationen und Schluchten mit trockenen Flussbetten geschaffen. Die berühmteste Felsformation und das Wahrzeichen des Parks ist Cabezo de Castildetierra, ein durch Erosion isolierter spitz zulaufender Berg mit einer härteren Gesteinsschicht ganz oben. Seit dem Jahr 2000 gilt die Wüste als Unesco-Biosphärenreservat.
Allerdings liegt hier auch eine militärische Schutzzone, die nicht betreten werden darf. Das bekommen wir bei einem Stopp direkt zu spüren, als das Militär total unerwartet gerade eine Schießübung durchführt und ich richtig zusammen zucke. Die Bardenas Reales ist unser letzter Stopp in Spanien. Von hier geht es nochmal weitere 100km nördlich bis zu einem LKW Parkplatz bei Olave, bevor wir dann ganz im Norden nach Frankreich rüberfahren.Читать далее
Frankreich und die Papageientaucher
26 февр.–2 мар., Франция ⋅ ⛅ 16 °C
Erst als wir Straßenschilder auf französisch sehen, merken wir, dass wir schon in Frankreich sind. Nachdem die Häuser im Norden Spaniens ein wenig an die Schweiz erinnert haben, fühlt sich Frankreich insgesamt gleich ganz anders an mit all den alten Häusern. Wir fahren parallel zur Küste durch viele Dörfer und unendlich viele Kreisverkehre, bis wir in Saint-Julien-en-Born ankommen. Hier gibt es einen Stellplatz zwischen einem kleinen Waldstück und den Häusern an den Dünen. Der Urlaubsort wirkt wie ausgestorben, nur einige wenige Häuser sind bewohnt, Restaurants sind zu. Die Dünen sind extrem hoch, daher können wir sie schon vom Parkplatz aus sehen. Das Wetter ist gut und lädt uns direkt zu einem Strandspaziergang ein, der nach der ganzen Fahrerei richtig gut tut. Barfußlaufen am Strand ist sowieso das Beste, auch wenn das Wasser eiskalt ist.
Rob entdeckt direkt am Anfang schon zwei tote Papageientaucher. Ein paar hundert Meter weiter ist einiges an Plastikmüll durch den Sturm der letzten Tage angespült worden. Einfach zu viel, um mal eben was einzusammeln. Und dazwischen immer mehr Papageientaucher, insgesamt dreizehn auf einem Stück von vielleicht 100 Metern. Wie traurig. Wir wollten immer schonmal welche sehen, aber nicht so. Sehr wahrscheinlich haben sie Plastik gefressen, sind dadurch gestorben und wegen des Wetters mit all dem Plastik herangespült worden.
Wir nutzen hier die Zeit für ein Telefonat mit Karin vom griechischen Tierschutz, denn wir haben uns für einen zweiten Hund entschieden, den wir bei unserem Besuch in Epanomi kurz nach seiner schweren OP kennenlernen durften. Es ist Athos, der Schäferhund, dem ein Ohr amputiert werden musste. Rob hatte damals gesagt, wenn er das überlebt, dann würde er ihn gerne adoptieren, zumal er schon länger davon spricht, auch mal einem älteren Hund eine Chance geben zu wollen. Und Athos ist bereits sieben. So sprechen wir ab, dass er Mitte April zu uns kommt.
Bis dahin haben wir noch ein paar Wochen. Hier in Frankreich wollen wir erstmal ganz hoch in den Norden und das nach Möglichkeit ohne Autobahn. Zum einem fährt man durch schönere Landschaften und Dörfer, zum anderen ist die Maut für unseren LKW ziemlich teuer. Am nächsten Tag umfahren wir auch Bordeaux großräumig. Auf Großstadt haben wir so gar keine Lust, zumindest nicht mit dem LKW und durch Bordeaux dürften wir auch gar nicht erst. So geht es an etlichen Weinfeldern vorbei bis nach Libourne und von hier einen Tag später bei einem ständigen Wechsel von Sonne und Regen bis nach Chantonnay, wo wir kostenlos auf einem kleinen Parkplatz neben einem Einkaufscenter übernachten. Bei McDonalds können wir endlich mal wieder unsere Fotos sichern. Wir bleiben direkt zwei Nächte, denn in dem kleinen Ort gibt es außerdem einen Waschsalon. Nachmittags erkunden wir den Ort ein wenig und entdecken eine alte Wäscherei direkt an einem Bachlauf, die dort 1888 errichtet wurde. Wir folgen dem Lauf des Baches für einen schönen Frühlingsspaziergang.Читать далее
Der Zauberwald Brocéliande
2–5 мар., Франция ⋅ ⛅ 16 °C
Wir kommen endlich in der Bretagne an, die mit ihren alten Steinhäusern gleich viel mehr Atmosphäre ausstrahlt. Hier haben wir vor 16 Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht, der uns nachhaltig beeindruckt hat. Denn in der Bretagne gibt es zahlreiche jahrtausende alte Megalithanlagen mit meist riesigen in Reihen oder Kreisen aufgestellten Steinen (Menhire), Dolmen oder Hügelgräbern, die als Kult- oder Totenstätten gedient haben sollen. Über die Jahre sind solche Anlagen ein wenig zu Robs Hobby geworden, bei dem ich gerne mitgehe. So ist unser erstes Ziel ein ursprünglich 420 Menhire großes Gebiet im Wald bei Monteneuf, das ca. 6.500 v. Chr. entstanden sein soll. 42 von den bis über 4 Meter hohen prähistorischen Steinen wurden von Forschern an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt. Allein sie beeindrucken schon inmitten der Heide- und Moorlandschaft. Die Menhire sind dabei nicht zufällig aufgestellt worden, sondern folgen bestimmten Mustern und Ausrichtungen, die mit astronomischen Ereignissen wie Sonnenwenden und Mondzyklen in Verbindung stehen sollen.
Unser nächstes Ziel ist der angrenzende Wald Brocéliande, der als mystischster Ort der Bretagne gilt, da er eng mit der Artus-Sage und der keltischen Mythologie verbunden ist. In den Legenden wird Brocéliande oft als verzauberter Wald beschrieben, der Schauplatz vieler Geschichten rund um König Artus, die Ritter der Tafelrunde und den Zauberer Merlin ist.
Wir machen für einen Tag und eine Nacht Halt in dem beschaulichen Ort Tréhorenteuc und besichtigen zunächst die alte kleine Gralskirche aus dem 16. Jahrhundert, die in ihrem Inneren die keltische Mythologie und die Artus-Sage mit christlicher Symbolik verbindet. Deutsche Kriegsgefangene halfen in den 1940er und 50er Jahren bei der Gestaltung. Von hier geht es dann für eine Rundwanderung in den Wald. Vorbei an einem Wasserfall, dem goldenen Baum "L'Abre d'Or" und dem See "Feenspiegel" geht es die Felsen hinauf. Oben hat man einen tollen Ausblick über den Wald. Auf dem Weg nach unten ist der Weg auf einmal durch ein Flatterband abgesperrt. Vielleicht ist irgendwo ein Baum umgestürzt? Wir überlegen kurz und entscheiden durch die Absperrung zu gehen. Unten geht es über den Bachlauf durch das sogenannte Tal ohne Wiederkehr. Wir können problemlos weiterlaufen und wollen bis zum Grab des Riesen und dem Haus der Vivienne, zwei "Steinkisten" aus prähistorischen großen Steinen. Zuvor hatten wir von Weitem bereits ungewöhnliches Hundegejaule gehört. Kaum sind wir am letzten Punkt angekommen, laufen zwei Jagdhunde auf uns zu. Von Besitzern weit und breit keine Spur. Rob fordert die beiden auf mitzukommen und so folgen sie ihm. In ihrem Fell ist ein großes "B" für Bretagne rasiert, auf dem Halsband eine Nummer und der Hinweis "Bretagne Rallye". Auf der Suche nach Besitzern laufen wir auf ein Auto mit einem älteren Paar und drei jungen Mädchen zu. Auf die Frage, ob das ihre Hunde sind antwortet der Mann "Ja, aber wir suchen insgesamt 15 Hunde". Was? 15? Ach du Schreck, damit haben wir jetzt nicht gerechnet. Es ist Dienstag und die Hunde irren und jagen wahrscheinlich seit dem Wochenende im Wald umher. Diese beiden lieben wirken ziemlich mager und k.o. und scheinen keinerlei Bezug zu dem Pärchen zu haben, so dass einer der beiden gleich wieder abhaut. Rob folgt ihm und versucht ihn nochmal heranzurufen, leider ohne Erfolg. Der Franzose telefoniert zwischendurch wohl mit anderen Jägern und bläst immer wieder in sein ohrenbetäubendes Horn. Aber kein Hund in Sicht. Wir verabschieden uns und gehen weiter, aber ein paar hundert Meter später kommen uns direkt zwei weitere Hunde entgegen, die wir einfangen und zu dem Auto bringen. Dabei kommt noch ein weiterer angerannt. Insgesamt sind so also fünf Hunde aufgetaucht. Immerhin. Mir war die Situation mit den Jagdhunden gar nicht soo genau bewusst, auch wenn ich schon einiges über spanische Podencos gelesen hatte. Zurück im Fahrzeug denke ich noch viel an die Hunde. Erst später lesen wir in einer Broschüre, dass der abgesperrte Weg bis Ende März wegen der Jagd gesperrt ist. Eigentlich hätten wir also gar nicht da lang gedurft, aber vor Ort gab es keinen Hinweis. Zumindest haben wir so geholfen, dass ein paar der Hunde gesichert werden konnten. Was ein aufregender Tag, der bei schönem Mondlicht auf dem Parkplatz hinter dem kleinen Rathaus des Dorfes endet. In den nächsten beiden Tagen fahren wir noch zum "Grab des Merlin" und zum See Témeric, an dem symbolisch für das Schwert Excalibur ein Schwert in einem Fels steckt. So schließt sich für uns hier der Kreis der Artus Sage. Dabei übernachten wir in Paimpont, einem kleinen Ort, der als Tor zum Zauberwald von Brocéliande gilt.Читать далее






















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Путешественник
😍
ПутешественникWas für ein Abenteuer.
Путешественник
😍