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Transafrika & Orient

Wir reisen von Deutschland entlang der Westroute Afrikas nach Südafrika und im Osten von Afrika in Richtung Norden. Danach geht es weiter auf der arabischen Halbinsel. もっと詳しく
  • Nizwa entdecken

    2月20日, オマーン ⋅ ☀️ 17 °C

    Nizwa liegt in den Bergen des Omans, eine kleine Stadt voller Geschichte und Ruhe. Wir kommen am Donnerstagnachmittag an. Die Sonne brennt noch heiß vom Himmel, die Straßen wirken leer. Wir fahren in die Innenstadt, parken und schlendern durch die kleinen Gassen der Altstadt. Alles wirkt verschlafen, kaum ein Mensch ist unterwegs – Ramadan hat begonnen und die meisten Läden sind geschlossen.

    Wir fahren in einen kleinen Park. Marie spielt auf dem Spielplatz und wir trinken Kaffee um uns etwas abzukühlen. Überall laufen Katzen umher, eine besonders zutrauliche nennen wir Fidi. Marie ist begeistert, doch plötzlich entdeckt Regina eine kleine Schlange hinter der Katze. Sie ist nur rund fünfzig Zentimeter lang, doch die Überraschung sitzt tief. Die Schlange flieht zwischen Dornenbüschen, und wir können kurz durchatmen. Danach streicheln wir noch Fidi und genießen die ruhige Nachmittagssonne.

    Zurück in der Innenstadt treffen ein Päcrchen das ebenfalls mit einem Sprinter reist. Wir essen eine Kleinigkeit, spazieren durch die Altstadt, treffen Jerome und Leslie und übernachten schließlich ruhig auf einem großen Parkplatz vor der Altstadt.

    Am Freitagmorgen stehen wir früh auf. Heute ist Viehmarkt. Bereits kurz nach sieben tauchen wir dort auf. Es ist eher ein Touristenmarkt, einige Kühe, Schafe und Ziegen stehen herum, doch Marie begeistert vor allem der Kleinviehmarkt: Perlhühner, Enten, Kaninchen, Häschen, alles zum Streicheln und Staunen. Sie könnte stundenlang dort bleiben.

    Später besuchen wir mit Jerome und Leslie das Fort von Nizwa. Der Eintritt lohnt sich. Wir klettern durch Gänge, steigen Treppen, erkunden Falltüren und die alten Ölschächte, von denen die Verteidiger heißes Dattelöl auf Angreifer gossen. Dicke Mauern, versteckte Schießscharten, Truhen voller “Schätze” – für Marie wie eine Entdeckungsreise. Am Ende spazieren wir durch den Garten, füttern Ziegen und bestaunen einen Oryx. Eine kleine Schaukel zwischen Palmen rundet den Besuch ab.

    Nachmittags fahren wir auf eine Campingplatz und treffen dort Marion und Carsten wieder. Die Freude ist groß, Marie strahlt, wir unterhalten uns lange. Am Abend sitzen wir zusammen, grillen, tauschen Geschichten aus, und lernen sogar noch Ursel kennen, die mit dem Fahrrad bereits elftausend Kilometer unterwegs ist. Eine lebendige, schöne Gemeinschaft, die den Alltag auf Reisen so besonders macht.

    Am nächsten Morgen frühstücken wir entspannt, planschen kurz im frisch befüllten Pool und verabschieden uns langsam. Vor uns liegt die Weiterfahrt Richtung Snake Canyon. Der Abschied fällt schwer, aber wir wissen, dass wir diese Begegnungen nie vergessen werden.
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  • Maskat

    2月17日, オマーン ⋅ ☀️ 25 °C

    Maskat, die Hauptstadt des Oman, schmiegt sich zwischen karge Berge und das Meer. Die Stadt wirkt ruhig und weitläufig, weniger hektisch als andere Hauptstädte, fast gelassen. Als wir mittags ankommen, empfängt uns sofort die Hitze. Über 30 Grad, flimmernde Luft, und schnell ist klar, dass Sightseeing jetzt keine gute Idee ist. Wir verschieben alles auf den Abend und flüchten erstmal in eine klimatisierte Shopping Mall. Nach kurzer Parkplatzsuche finden wir schließlich doch einen Platz draußen. Drinnen bummeln wir durch die kühlen Gänge, schauen bei Decathlon vorbei, essen etwas und besorgen Kleinigkeiten, die man unterwegs eben immer wieder braucht.

    Am späten Nachmittag fahren wir in die Innenstadt zum Souk. Enge Gassen, kleine Läden, gedämpftes Stimmengewirr. Marie bekommt ein paar Spielzeuge geschenkt, wir trinken Tee und lassen uns treiben. Über allem liegt der Duft von Weihrauch. Für viele angenehm, für Regina inzwischen eher eine Herausforderung, doch er gehört zu Oman wie das Meer und die Berge.

    An der Promenade merken wir, wie schön Maskat eigentlich ist. Familien flanieren, Kinder spielen, das Leben beginnt erst jetzt, wenn die Hitze nachlässt. Wir sehen den Palast, halten bei einer Springbrunnenshow, sitzen einfach da, während Marie Roller fährt und der Abend langsam weich wird. Hier ruht man tagsüber und lebt nachts, und plötzlich sind überall Menschen.

    Unser Stellplatz liegt am Strand. Ein lebendiger Ort, Einheimische kommen mit ihren Geländewagen, sitzen zusammen, essen, lachen. Die Flut steigt in der Nacht überraschend hoch. Jens beobachtet lange das Wasser, bis es kurz vor unserem Auto stoppt und sich schließlich wieder zurückzieht. Erst dann kehrt Ruhe ein.

    Am Morgen weckt uns Kratzen auf dem Dach. Flügelschläge, eine Feder. Kein Traum, sondern ein großer orange blauer Papagei, der zu seinem Besitzer zurückfliegt. Marie ist begeistert. Von einem Papagei geweckt zu werden, passiert schließlich nicht jeden Tag.

    Wir nutzen den frühen Start, trinken Tee und Kaffee und joggen entlang der Promenade, Marie fährt mit dem Fahrrad neben uns her. Später führt uns der Weg noch einmal in eine Mall mit riesigem Hypermarkt. Dort drehen Regina und Marie sogar eine Runde mit einer kleinen Eisenbahn durch die Einkaufspassage. Ein Moment nur für Marie, mitten im Reisealltag.

    Dann lassen wir Maskat hinter uns. Die Stadt verschwindet im Rückspiegel, und vor uns warten schon die Berge.
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  • Wadi Shab

    2月16日, オマーン ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir kommen erst im Dunkeln an. Eigentlich wollen wir zum anderen Wadi hinunterfahren, doch der Weg wird zu steil und zu eng. Reisende mit einem kleineren Auto raten uns ab, also drehen wir um und rollen zum Strand. Marie schläft sofort ein, während Jens noch einmal zu einem anderen Sprinter rüber geht um Hallo zu sagen. So lernen wir Herbert und Monika kennen, die für ihre große Reise extra ihren Sprinter ausgebaut haben und mit einigen Problemen kämpfen. Der Austausch über Pannen und Dieselsorgen tut gut und am Ende stehen wir alle ein wenig zuversichtlicher da.

    Am nächsten Morgen fahren wir gemeinsam zum Wadi Shab. Ein Boot bringt uns in einer Minute über den Fluss, dann laufen wir durch das Flussbett zwischen Palmen und Felsen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die ersten Pools. Wir ziehen uns um, springen ins Wasser und klettern über glitschige Steine weiter. Marie schwimmt fast die ganze Zeit allein und hat sichtlich Spaß.

    Am Ende wartet die schmale Öffnung zur Wasserhöhle. Wir tauchen hindurch und schwimmen in den dunklen Raum hinein, in dem man nirgends stehen kann. Marie schafft auch diese Passage allein. Jens klettert kurz an einem Seil hoch, um ein Foto zu machen, dann wird uns das Wasser zu kühl und wir schwimmen zurück. Herbert und Monika sind nicht ganz bis hierher gegangen, wir treffen sie später wieder. Auf halber Strecke begegnen uns noch Jérôme und Leslie, die später gestartet sind. Marie läuft die ganzen 6 km alleine bis zum Parkplatz.

    Wir verabschieden uns auf dem Parkplatz, sie fahren in den Süden, wir Richtung Maskat. In einem Canyon finden wir einen Platz mit einem glasklaren Wasserloch wie einem privaten Pool. Auch Jerome und Leslie kommen überraschenderweise hier an. Aufgrund von Motorproblemen änderten sie ihre Strecke. Abends sitzen wir zusammen am Feuer und grillen.

    Am nächsten Morgen treffen wir noch einen Österreicher, der schon bis nach Indien gefahren ist, dann wollen wir aufbrechen und sitzen prompt fest, da wir zu faul waren den Luftdruck der Reifen rechtzeitig zu reduzieren. Ein vorbeikommender Defender zieht uns rasch heraus und wir können weiterfahren. Die Straße führt in einer weiten Schleife durch die Berge, vorbei an einem Wasserfall, in dessen Becken wir noch einmal springen. Schließlich erreichen wir wieder die Hauptstraße und rollen zurück in Richtung Maskat. Ein Tag voller Wasser, Begegnungen und diesem Gefühl von Freiheit, das diese Reise trägt.
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  • Wadi Hawer

    2月14日, オマーン ⋅ ☀️ 19 °C

    Ein Wadi ist im Oman ein trockenes Flussbett, das sich tief durch die Landschaft zieht und in dem sich nach Regen oder durch Quellen glasklare Wasserbecken bilden. Diese grünen, kühlen Oasen wirken wie kleine Wunder inmitten der kargen Berge und genau so einen Ort wollen wir im Wadi Hawa entdecken.

    Die Zufahrt dorthin führt durch eine enge Felsschlucht. Autos stecken fest, es gibt nur eine Spur und kein Ausweichen. Als wir mittendrin stehen, bleibt uns nichts anderes übrig, als mühsam zurückzusetzen. Spontan entscheiden wir uns mit Jerome und Leslie für einen anderen Platz im Flussbett. Dort stehen wir wunderschön mit weitem Blick auf die Stadt. Am Abend machen wir ein Lagerfeuer, im Dutch Oven schmort das Essen, Hähnchen liegt auf dem Grill, und wir sitzen lange zusammen, bis die Dunkelheit kommt.

    Am nächsten Morgen erreichen wir problemlos das Wadi. Neben einem klaren Wasserloch stehen Peter und Marion. Wir baden, waschen Wäsche und geniessen den Vormittag. Eine Schweizer Familie kommt dazu, und zwischen Lino und Marie entsteht sofort eine tiefe Freundschaft. Sie spielen am Wasser, hören gemeinsam Geschichten und verschwinden immer wieder lachend im Camper. Wir bleiben noch eine Nacht.

    Schon am Tag zuvor sind wir in die Schlucht hineingeklettert. Über Felsen, durch knietiefes Wasser und an einer Stelle mit Steigeisen und Ketten arbeiten wir uns hinein. Dann versperrt ein Pool den Weg und wir schwimmen durch eine schmale Felsspalte weiter. Das Wasser ist kühl, die Steine glitschig, aber Marie meistert alles tapfer. Hinter der nächsten Biegung wartet ein Wasserfall mit einem tiefen Becken. Jens springt vom Felsen, Regina klettert mit Marie hinunter, später springt auch sie ins Wasser. Wir schwimmen, lachen und staunen über diesen traumhaften Ort, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

    Zurück am Stellplatz vergeht die Zeit mit Spielen der Kinder, Gesprächen und kleinen Begegnungen. Ein dänisches Paar erzählt von seinem Leben unterwegs, und Jens repariert mit leuchtenden Augen noch das Schnarchgerät eines Reisenden.

    Der Abschied von Lino fällt schwer. Die beiden stehen sich am Morgen gegenüber, erst am Fenster, dann in den Armen, und Marie weint, als wir losfahren müssen. Langsam verlassen wir das Flussbett und nehmen das Gefühl mit, für ein paar Tage an einem ganz besonderen Ort zuhause gewesen zu sein.
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  • Wahiba Sands - ab in die Wüste

    2月12日, オマーン ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Wahiba Sands breiten sich vor uns aus wie ein endloses Meer aus Gold, und wir lassen uns von Jérôme und Leslie dazu hinreißen, die bekannte Wüstenstrecke zu fahren, die etwa 120 Kilometer quer durch den Sand führt, vom Osten bis nach Al Hamra im Westen. Einmal durch den Oman nur durch Dünen. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob unser fast 3,8 Tonnen schwerer Sprinter das wirklich kann, doch der Gedanke, es nicht zu versuchen, gefällt uns noch weniger.

    Der Start macht es spannend. Wir finden den Einstieg in den Track nicht, rollen durch ein kleines Beduinendorf und bleiben direkt im Tiefsand stecken. Das fühlt sich kurz nach einem schlechten Omen an. Mit abgesenktem Reifendruck auf 1,5 Bar und einem kleinen Umweg kommen wir dann doch auf die richtige Spur, und plötzlich fährt sich alles viel leichter. Der Sand ist fester als gedacht, die Dünen lassen sich mit genug Schwung erstaunlich gut nehmen, und auf den flacheren Passagen kommen wir richtig voran. Immer wieder sehen wir Kamele, zähe Wüstenpflanzen und vereinzelt Zelte. Mitten in dieser Weite steht auf einmal eine große Moschee, völlig unerwartet und doch irgendwie passend zu den kleinen Siedlungen ringsum.

    Am Nachmittag fahren wir etwa fünfzig Kilometer hinein und suchen uns zum Sonnenuntergang einen Schlafplatz direkt neben dem Track. Unten im Tal steht eine tschechische Familie, Marie findet sofort ein anderes Kind zum Spielen, und wir sitzen später zusammen, essen etwas und schauen in diesen unglaublichen Sternenhimmel, der hier heller leuchtet als irgendwo sonst. Mit der Dämmerung kommen kleine Käfer aus dem Sand, und die Wüste wird still und kühl. Wir schlafen tief und ruhig.

    Am nächsten Morgen geht es weiter durch weichere und steilere Passagen. Einmal müssen wir die Spur wechseln und den Sprinter neu ansetzen, doch er zieht kraftvoll bis auf den Kamm. Von oben sehen wir die Dünen in allen Richtungen bis zum Horizont. Wir schaffen die komplette Durchquerung ohne stecken zu bleiben und sind unglaublich stolz auf Rocky.

    Am Ende finden wir ein paar Bäume für die Mittagspause und fahren danach noch einmal zum Spielen in die Dünen. Für eine besonders steile brauchen wir drei Anläufe, dann stehen wir oben im flirrenden Licht der Mittagssonne, die Hitze drückt und wir flüchten schnell wieder in die kühle Fahrerkabine. Wir lachen, probieren noch ein bisschen herum und genießen einfach diesen Moment.

    Als wir schließlich aus der Wüste herausrollen, bleibt dieses tiefe Gefühl von Freude und Erleichterung. Wir haben uns getraut, wir haben es geschafft, und genau deshalb wird uns diese Fahrt durch die Wahiba Sands für immer in Erinnerung bleiben.
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  • Zwischen Sand und Meer

    2月9日, オマーン ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir fahren durch die scheinbar endlose Weite Omans von südlich Shabitāt bis nach Duqm. Die Straße zieht sich durch flirrende Hitze, der Horizont beginnt zu tanzen und immer wieder liegt eine Fata Morgana vor uns. Meist ist da nichts außer Sand und Licht, nur ab und zu eine Ölförderpumpe oder ein einzelnes Kamel. Stundenlang dieses gleichmäßige Brummen des Motors, während draußen die Sonne alles in helle Farben taucht und wir dankbar in der kühlen Luft des Busses sitzen.

    Unser Stellplatz in Duqm liegt hoch oben auf einer Klippe über dem Meer. Der Wind rauscht ununterbrochen, unten schlagen die Wellen gegen die Küste und Marie läuft direkt zum Spielplatz. Am Abend kommt tatsächlich der Manager vorbei und fragt, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist und ob wir noch etwas brauchen. So etwas haben wir noch nie auf einem öffentlichen Platz erlebt. Wir sitzen lange draußen, essen zusammen und genießen diesen besonderen Ort. Am nächsten Morgen waschen wir endlich das Auto, plaudern mit Peter und Marion und Marie findet sofort eine neue Spielfreundin aus der Schweiz. Ein Niederländer hält bei uns und erzählt von seiner Arbeit im Hafen, wo er die schweren Ölbarkassen hinaus aufs Meer schleppt und wochenweise zwischen Oman und seiner Heimat pendelt. Wieder so eine dieser Begegnungen, die diese Reise ausmachen.

    Am Nachmittag erreichen wir die Sugar Dunes. Der Sand ist so hell und fein, dass er im Abendlicht fast weiß leuchtet. Jérôme und Leslie fahren mit ihrem Wagen hinein in die Dünen, wir bleiben am Meer stehen und laufen ihnen entgegen. Oben setzen wir uns mit unseren Stühlen und Getränken (kein Alkohol) auf eine Düne und schauen gemeinsam in den Sonnenuntergang und lassen den Tag ausklingen.
    Am nächsten Morgen stecken Leslie und Jérôme mit ihrem Land Cruiser gleich zweimal fest. Sie nehmen unsere Sandboards, womit es dann schließlich klappt. Auch andere 4x4 Autos haben sich hier eingegraben und mussten in den Dünen übernachten. Wir sind umso mehr froh, dass wir am Rand geparkt haben.

    Später fahren wir zusammen am Strand entlang nach Norden, halten an einer kleinen Höhle direkt am Meer und biegen dann wieder in die Wüste ab. Überall nur Sand und Spuren, die im Nichts verschwinden. Zum Glück haben wir den Track bekommen und folgen ihm bis zu einer Lagune auf der Halbinsel. Das Wasser leuchtet türkis, es stehen einige Fahrzeuge von Einheimischen mit Zelten und wir verbringen einen ruhigen Abend mit Jérôme und Leslie, machen Popcorn und gehen früh schlafen, weil es nach Sonnenuntergang schnell kühl wird.

    Am Morgen hat die Ebbe das Wasser weit zurückgezogen und legt die Steine frei. Baden geht erst einmal nicht. Also fahren wir ein Stück weiter, finden noch einmal klares, türkisblaues Meer und springen hinein, bevor wir den langen Weg zurück durch die Wüste antreten. Wieder begleitet uns diese Weite aus Sand und Licht und das leise Gefühl, dass die Straße uns immer weiter nach Norden trägt.
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  • Mit Delfinen im Wasser

    2月6日〜8日, オマーン ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach einem kurzen Zwischenstopp in Salalah stehen wir wieder zwischen vertrauten Fahrzeugen. Antje mit ihrem großen Truck ist da und auch Marion und Karsten. Wir bleiben einen Tag und noch den nächsten Morgen. Marie versteht sich auf Anhieb mit allen, besonders mit Karsten. Er war früher Schwimmlehrer und geht mit ihr ins Meer, spielt mit ihr im Wasser und beide lachen ununterbrochen. Wir sitzen lange zusammen, erzählen und genießen das Wiedersehen, doch dann ruft uns die Straße wieder.

    Am Nachmittag erreichen wir einen schönen Strand. Jérôme und Leslie sind schon vorgefahren und wir verbringen gemeinsam einen warmen Abend am Meer. Am nächsten Tag fahren wir weiter und entdecken plötzlich Delfine, ganz nah am Ufer. Wir wissen, dass man hier mit ihnen ins Wasser kann. Also ziehen wir uns schnell um und gehen mit Marie hinein. Die Sicht ist durch die Algen etwas trüb, doch immer wieder tauchen die Finnen neben uns auf. Regina zieht Marie auf der Schwimmnudel hinter sich her und von oben sieht sie die Tiere auftauchen. Die Delfine schwimmen in kleinen Gruppen, manchmal zehn oder fünfzehn, sogar mit ihren Babys. Sie ziehen unter uns hindurch, drehen neugierig ihre Runden und kommen immer wieder zurück. Fast eine Stunde bleiben wir im Wasser, gehen kurz an Land und wieder hinein, jedes Mal sind sie noch da.

    Nach und nach sind auch Peter und Marion im Wasser, die seit Jahren in ihrem Truck leben, und Franz aus der Schweiz. Wir unterhalten uns später am Strand und filmen immer wieder mit der GoPro, weil dieser Moment so besonders ist. Als die Wellen höher werden und das Meer rauer, verschwinden die Delfine und wir verbringen einen langen, gemütlichen Abend. Eine französische Familie mit zwei Kindern stößt zu uns. Leslie ist glücklich, wieder Französisch zu sprechen, und Marie spielt sofort mit den beiden Kids.

    Eigentlich wollen wir am nächsten Tag weiterfahren, doch am Morgen ist das Meer spiegelglatt und schon beim Aufwachen sehen wir wieder Delfine. Nach einem schnellen Frühstück sind wir zurück im Wasser. Sie kommen noch näher als am Tag zuvor, bleiben lange bei uns und umkreisen uns neugierig. Wir gehen immer wieder hinein, frühstücken, gehen wieder hinein und können den ganzen Vormittag mit ihnen schwimmen.

    Dann streikt plötzlich die GoPro. Die Speicherkarte zeigt einen Fehler und auf einmal sind alle Aufnahmen verschwunden. Die Enttäuschung ist groß. Als Peter anbietet, seine Aufnahmen zu teilen, fällt die Anspannung von uns ab. Regina war lange direkt neben ihm im Wasser, es sind fast die gleichen Bilder. Die Freude ist riesig.

    Gegen Mittag brechen wir auf und fahren weiter zu einem Wadi nördlich vom Delfinstrand. Das klare Süßwasser liegt ruhig zwischen den Felsen. Regina und Leslie machen gemeinsam Sport und springen anschließend ins Wasser. Am Abend sitzen wir am Lagerfeuer, es ist still und friedlich. In der Nacht hört man nichts außer dem leisen Wind. Am nächsten Morgen geht unsere Reise weiter.
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  • Magische Nächte am Strand

    2月2日, オマーン ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute lassen wir alles ganz entspannt angehen. Wir gehen mit Marie auf den Spielplatz. Sie tobt sich aus und ist glücklich. Gegen Mittag, als es heiß wird, packen wir langsam zusammen und wollen gerade los, als wir plötzlich Antje mit ihrem Truck und ihrem Sohn entdecken. Erst sehen sie uns nicht, wir fahren hinterher, dann halten sie an und wir quatschen kurz. Sie bleiben eine Nacht hier, wir ziehen weiter – sehen uns später nochmal in Salalah.

    Unser Ziel ist Afou Beach. Der Weg führt durch ein Flussbett, wird steil und ruppig. Ein schmaler Pfad mit tiefer Verschränkung, das Auto kippt unangenehm riskant. Wir entscheiden uns für die sichere Variante, parken unten und laufen über den Hügel zum Strand wo unsere Freunde Leslie und Jerome schon warten. Und der Anblick lohnt sich: türkisfarbenes Wasser, eingerahmt von Felswänden, fast menschenleer. Die Wellen sind kräftig, aber wir schaffen es auch mit Marie ins Wasser. Mit ihrer Schwimmnudel reitet sie die Wellen hoch und runter, völlig furchtlos. Das Meer erfrischt, ist aber angenehm warm.

    Später fahren wir weiter zum Fasaia Beach südlich von Salalah. Erst hinauf ins Gebirge, dann über eine gut fahrbare Schotterpiste hinunter. Schon von oben sehen wir den Strand unter uns liegen. Unten angekommen ist es ein Traum. Breiter, flacher Sandstrand, ruhige Wellen. Perfekt für Marie. Wir machen es uns mit Lesley und Jerome gemütlich, baden, kochen zusammen, essen am Strand.

    Am Abend, als wir am Lagerfeuer sitzen ist es überraschend kühl, Pulli und lange Hose tun gut. Dann passiert etwas Magisches. Die Brandung beginnt zu leuchten. Biolumineszenz. Winzige Leuchtalgen, sogenannte Dinoflagellaten, bringen das Wasser bei jeder Bewegung zum Glitzern. Kurz darauf geht ein riesiger, roter Mond über dem Meer auf, einfach schön!

    Wir bleiben noch einen Tag. Spielen am Strand, waschen Wäsche, reden mit netten deutschen Touristen. Am Abend leuchtet das Meer wieder. Dieses Mal gehen wir hinein. Es ist stockdunkel. Jeder Schritt, jede Bewegung lässt uns aufleuchten. Marie jubelt und spielt Elsa die Eiskönigin. Sie will gar nicht mehr raus. Für uns ist es ein einmaliges Erlebnis, still, magisch, unvergesslich.

    Am nächsten Tag heißt es weiterziehen. Aber dieser Ort, dieses leuchtende Meer wird in unserer Erinnerung bleiben.
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  • Wir haben unseren Rocky zurück

    2月1日, オマーン ⋅ ☀️ 26 °C

    Endlich kommt die Nachricht vom Agenten. Wir können das Auto abholen. Wir sollen nur noch warten, bis die Arbeiter mit dem Mittagessen fertig sind. Dann kommt eine Location. Wir bestellen ein Taxi, packen alles zusammen und fahren los. Unterwegs döst jemand kurz weg, die letzten Tage stecken noch in den Knochen.

    Im Industriegebiet werden wir an einem Punkt rausgelassen. Niemand da. Wir schreiben. Keine Antwort. Wir rufen an. Warten. Erst nach einer halben Stunde kommt der Bruder des Agenten. Er spricht Englisch und erklärt uns, dass uns der falsche Punkt geschickt wurde. Der richtige Ort ist nur einen Kilometer weiter.

    Dort steht der Container bereits offen auf einem Schotterplatz. Unser Sprinter steht drin. Unversehrt. Die Türen sind offen, niemand war im Auto. Die Erleichterung ist riesig. In der Mittagshitze warten wir noch einmal, bis es weitergeht. Dann lösen die Arbeiter die Verzurrungen. Am Dachfenstereinbaurahmen entfernt Jens noch Metallklammern, die beim Verladen oben an der Einfahrt geschliffen hatten. Langsam rollt der Sprinter auf den Holzrädern aus dem Container. Es passt alles. Nichts schleift. Ein guter Moment.

    Auf dem Schotter leiden die Holzräder sichtbar, aber sie haben ihren Zweck erfüllt. Am Auto selbst ist alles heil. Innen wie außen keine Schäden. Die Freude ist groß. Dann geht alles plötzlich sehr schnell. Hinten wird der Sprinter mit dem Gabelstapler angehoben und die richtigen Räder montiert. Vorne machen wir es vorsichtig mit Wagenhebern. Rad für Rad. Mit etwas Geduld klappt alles reibungslos. Schrauben fest, Luft rein, der Camper steht wieder auf eigenen Rädern.

    Wir laden die Dachbox ins Auto, fahren einkaufen und tanken Wasser. Erst danach geht es weiter Richtung Strand. Es ist schon dunkel, als wir ankommen. Jetzt beginnt der letzte Kraftakt. Alles wird ausgeräumt und neu verstaut. Der Dachlüfter kommt wieder drauf, die Dachträger werden montiert, die Solarpanels aufgebaut und die Markise angebracht. Zwischendurch essen wir noch gemeinsam etwas. Marie ist längst eingeschlafen.

    Kurz vor Mitternacht ist alles erledigt. Der Camper ist wieder komplett. In knapp vier Stunden ist alles montiert. Wir sind müde, aber zufrieden. Das Auto ist zurück. Und mit ihm das Gefühl, endlich wieder unterwegs zu sein.
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  • Ankunft in Oman

    1月28日〜2月1日, オマーン ⋅ ☀️ 25 °C

    Schon beim Check in in Dubai fällt uns eine Gruppe von etwa zehn bis fünfzehn Frauen auf, die gemeinsam ins Flugzeug einsteigt. Sie sind komplett schwarz gekleidet und voll verschleiert, auch das Gesicht ist bedeckt. Wahrscheinlich waren sie zusammen unterwegs. Sie setzen sich direkt hinter uns. Vorne im Flugzeug sitzen Frauen mit Kindern, Männer sehen wir keine. Erst später wird uns klar, dass die Männer weiter hinten sitzen und getrennt von den Frauen reisen. Das wirkt für uns ungewohnt.

    Bei der Passkontrolle im Oman sehen wir die Frauen wieder, diesmal mit ihren Männern. Auf einen Mann kommen mehrere Frauen mit Kindern. Für Omanis gibt es separate Schalter. Die Frauen ganz in Schwarz, die Männer in weißen Gewändern. Vor allem für Marie ist das erst einmal befremdlich. Wir müssen etwas warten, werden dann aber freundlich begrüßt und im Oman willkommen geheißen.

    Die Koffer kommen schnell und wir fahren mit dem Taxi zur Unterkunft, wo Jerome und Leslie bereits warten. Der Container mit unseren Autos ist schon am Vortag in Salalah angekommen. Die Versicherung ist organisiert, die Unterlagen sind beim Agenten. Wir kommen am 28. abends an, reden noch kurz und fallen dann müde ins Bett. Unsere kleine Studiowohnung mit Küche ist praktisch, auch wenn die Sauberkeit nicht perfekt ist.

    Am nächsten Morgen warten wir auf eine Antwort vom Agenten. Nichts passiert. Also gehen wir frühstücken und schauen uns die Moschee an. Die Frauen tragen lange Kleidung und ein Tuch, aus Respekt. Die Moschee ist groß, gepflegt und sehr sauber, draußen wächst sogar Gras. Eintritt zahlen wir keinen.

    Salalah wirkt weitläufig mit breiten Straßen und großen Häuserblöcken. Fast alle fahren Auto, zu Fuß ist kaum jemand unterwegs. Frauen sehen wir draußen kaum. Auch im kleinen Restaurant nahe unserer Unterkunft sitzen mittags nur Männer. Das Essen ist günstig und sehr gut, und Marie bekommt Mangosaft geschenkt.

    Die Tage vergehen mit Warten. Am Donnerstag passiert nichts, am Freitag ist Feiertag. Marie nimmt ihre letzte Malaria Prophylaxe in Form eines Cocktails. Regina und Jens müssen noch einen Monat ihre Tabletten weiternehmen. Wir fahren an den Strand, das Wasser ist ruhig und klar. Regina badet etwas bedeckter. Beim Spazierengehen treffen wir deutsche Overlander, die durch den Irak gefahren sind und begeistert erzählen. Das macht uns Mut.

    Das Essen im Oman ist gut, aber oft scharf. Wir sagen immer extra dazu, dass es nicht scharf sein soll. Marie fühlt sich im Restaurant inzwischen sehr wohl, geht alleine hinein und kommt wieder mit Mangosaft und Parfümgeruch zurück. Regina erklärt ihr ruhig, dass sie Grenzen setzen darf.

    Am Samstag warten wir weiter auf Nachrichten. Wir fahren noch einmal an den Strand und schauen gebannt den Fischern beim Einholen der Netze zu. Der Oman wirkt karg und wüstenhaft, gleichzeitig sind die Temperaturen angenehm, abends um die zwanzig Grad, tagsüber um die dreißig.

    Wir besuchen eine saubere Mall mit großem Supermarkt und guter Auswahl. Marie freut sich über Erdbeeren. In einem libanesischen Restaurant bekommen wir sogar den Nachtisch geschenkt. Die Menschen sind sehr freundlich und gastfreundlich.

    Am Samstagabend sitzen wir in der Lobby und warten weiter. Wir entscheiden uns für eine gemeinsame Wohnung mit Jerome und Leslie. Später kommt dann die Nachricht, dass die Fahrzeugübernahme es erst Sonntag erfolgen wird. Sonntag ist hier ein Arbeitstag. Am nächsten Morgen frühstücken wir, warten noch einmal und gehen mittags essen. Um halb zwei kommt endlich der Anruf. Jetzt geht es endlich los.
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  • Ein paar Tage in Dubai

    1月24日〜28日, アラブ首長国連邦 ⋅ ☁️ 22 °C

    Einen Direktflug von Mombasa nach Salalah gibt es nicht, also fliegen wir über Dubai und entscheiden, dort ein paar Tage zu bleiben. Unser Flug landet abends gegen 22 Uhr. Schon an der Passkontrolle fühlen wir uns willkommen. Männer in traditionellen Gewändern empfangen uns überaus freundlich, alles wirkt sehr sauber, ruhig und gut organisiert.

    Bis wir Gepäck und Kontrollen hinter uns haben, ist es so spät, dass keine Metro-Bahn mehr fährt. Ein freundlicher Polizist schickt uns zum Bus welcher uns in die Innenstadt bringt. Ohne es zu ahnen, machen wir damit fast eine kleine Stadtrundfahrt. Marie schläft unterwegs ein, muss am Ende aber noch ein Stück laufen. Erst gegen ein Uhr nachts kommen wir im Hotel an.

    Das Apartment ist riesig, größer als so manche Berliner Wohnung. Die Sauberkeit ist nicht perfekt, die Küche sehr spärlich ausgestattet, aber wir sind zu müde, um uns lange darüber zu ärgern. Kurz darauf schlafen wir ein.

    Am nächsten Morgen werden wir von der Sonne und von Marie geweckt. Dubai fühlt sich sofort wie ein Kulturschock an. Alles ist extrem sauber, ordentlich und klimatisiert. Wir wohnen nahe einer Mall und müssen sogar durch sie hindurch zur Metro laufen. Westliche Läden gibt es hier überall, Starbucks, bekannte Marken und vertraute Namen. Die Preise sind hoch, ein Kaffee kostet etwa fünf Euro, Essen in der Mall ist aber erschwinglich.

    Unsere Shoppingtour ist erfolgreich. Marie bekommt neue Schuhe, Jens Sandalen, Hosen und Shirts und Regina bekommt tatsächlich nagelneue Birkenstocks, die gleichen wie wir auf der Fähre von Sansibar verloren haben. Alle drei sind zufrieden.

    Am Nachmittag fahren wir in den Zabeel Park mit Blick auf den Dubai Frame. Es ist Sonntag, Familien picknicken, Kinder spielen, überall herrscht Leben. Der Spielplatz ist riesig und Marie sofort begeistert. Nach einem kurzen Regenschauer tobt sie ausgelassen weiter und ist am Ende dreckig, aber glücklich.

    Am nächsten Tag erkunden wir das alte Dubai rund um Al Fahidi. Alles ist restauriert und touristisch aufbereitet. Kleine Läden, Cafés und Gewürzstände prägen das Bild. Marie wird müde, also legen wir eine lange Pause am Kanal ein, bevor wir mit dem Wassertaxi zu den Souks fahren.

    Hier zeigt sich eine andere Seite der Stadt. Engere Gassen, kleine Werkstätten, mehr Verkehr und weniger Glanz. Im Gold Souk funkelt alles, Juwelier reiht sich an Juwelier. Beeindruckend, aber sehr touristisch. Wir schauen nur.

    In den folgenden Tagen erkunden wir weitere Teile Dubais. Die Stadt ist riesig und weitläufig. Die Metro ist sauber und immer voll. Uns fällt auf, dass viele Inder und Asiaten unterwegs sind, deutlich mehr als arabisch aussehende Menschen. Wir sehen verschleierte Frauen, Touristen in kurzen Hose und sehr westlich geprägte Lebensstile nebeneinander. Tradition und Moderne in sichtbarer Koexistenz.

    Besonders gefallen uns die Parks und Spielplätze. Für einen kleinen Eintritt ist alles gepflegt, sauber und ohne Müll. Auch die Marina begeistert uns. Zwischen Hochhäusern schlängelt sich der Kanal, wir laufen bis zum Strand, sehen das große Riesenrad und sind viel zu Fuß unterwegs.

    Natürlich besuchen wir auch die Dubai Mall. Sie ist unfassbar groß. In mehreren Stunden sehen wir nur einen Teil, verlaufen uns sogar und entdecken eine Eisbahn und einen riesigen Wasserfall. Draußen stehen wir schließlich vor dem See und dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.

    Es ist dunkel und obwohl Marie müde ist, warten wir auf die Fontänenshow. Musik setzt ein, Wasser schießt im Takt in die Höhe, der Burj Khalifa leuchtet in wechselnden Farben. Rund um den See haben sich viele Menschen versammelt. Es ist beeindruckend.

    Am Abend fahren wir mit der Metro zurück, kochen im Hotel Nudeln und gehen noch in den Pool auf dem Dach. Regina nutzt spontan die Sauna und das Dampfbad. Müde und zufrieden endet der Tag.

    Dubai hinterlässt bei uns viele Eindrücke. Es ist faszinierend, beeindruckend und gleichzeitig ein wenig unrealistisch. Alles ist groß, sauber und teuer. Günstiger wird es in Malls oder im Supermarkt, sogar Carrefour gibt es hier.

    Dubai ist eine Stadt der Extreme, in der Gegensätze nebeneinander existieren und genau das macht diesen Aufenthalt so intensiv.
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  • Afrika ist toll

    1月24日, ケニア ⋅ ⛅ 25 °C

    Afrika liegt hinter uns und gleichzeitig bleibt es für immer ein Teil von uns.
    Wir waren 16 Monate auf diesem Kontinent unterwegs, fuhren rund 55.000 Kilometer und durchqueren 27 Länder. Jeder einzelne Tag ist intensiv, lehrreich und voller Begegnungen.

    Afrika zeigt sich uns unglaublich spannend und extrem unterschiedlich. Nordafrika, Westafrika, Ostafrika und das südliche Afrika fühlen sich wie unterschiedliche Welten an. Die Menschen begegnen uns offen, neugierig, herzlich und manchmal auch sehr nah und fast distanzlos. Aber immer mit scheinbar echtem Interesse.

    Die Natur ist überwältigend vielfältig. Wir stehen in Wüstenlandschaften und zwischen Felsen, bestaunen Wasserfälle, durchqueren Regenwälder. Es gibt unzählige Naturwunder, aber auch beeindruckende Sehenswürdigkeiten: Städte, Ruinen, historische Gebäude. Jedes Land erzählt seine eigene Geschichte.

    Wir erleben extreme Gegensätze. Von sehr arm bis sehr reich, von kaum entwickelten bis hin zu sehr gut entwickelten Ländern wie Südafrika. Länder wie Malawi zeigen uns, wie wenig Infrastruktur es geben kann und gleichzeitig, wie wenig Geld es braucht, um Lebensfreude auszustrahlen. Wir merken immer wieder: Geld macht nicht glücklich. Viele Menschen besitzen fast nichts und begrüßen uns dennoch mit einem breitem Lächeln, mit Offenheit, mit Wärme, oft ganz ohne Erwartung, ohne nach Geld zu fragen. Wir treffen unglaublich liebe Menschen.

    Natürlich gibt es auch Situationen, in denen wir uns weniger willkommen oder über den Tisch gezogen fühlen. Nicht selten sind wir von fehlender Motivation, mangelndem Qualitätsanspruch und egoistischen Verhalten genervt. Insgesamt erleben wir Afrika aber als außergewöhnlich offen, freundlich und gastfreundlich. Oft viel gastfreundlicher, als wir es aus Europa kennen.

    Ein weiteres großes Geschenk ist die Tierwelt. Wir sehen Tiere, die wir sonst nur aus Zoos kannten. In geschützten Gebieten können sie sich artgerecht bewegen und verhalten. Wir entdecken auf unseren Safaris die Big Five, Büffel, Elefanten, Leoparden, Löwen, Nashörner. Uns begegnen Schlangen und und sogar Gorillas, die frei in ihrer natürlichen Umgebung leben. Das ist etwas ganz Besonderes.

    Danke, Afrika. Danke für all das, was du uns gezeigt hast. Für all die Erfahrungen, die wir machen durften, und für das, was wir mitnehmen dürfen. Wir wollen deine Offenheit, deine Gastfreundschaft und ein offenes Denken mit nach Hause tragen.

    Besonders bei Marie merken wir, wie sehr Afrika sie prägt. Sie wird immer offener, fühlt sich wohl, geht auf Menschen zu. Sie fängt an englisch zu lernen. Sie wächst mit jeder neuen Begegnung. Das erfüllt uns mit großer Freude.

    Vielen Dank, Afrika.
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  • Containerverladung unseres Sprinters

    1月15日, ケニア ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute verladen wir unseren Mercedes Sprinter in einem 40 Fuß High Cube Container mit Ziel Oman. Gestern bereiteten wir das Fahrzeug vor und entfernten alle Dachaufbauten. Am Morgen fahren wir gemeinsam mit unseren Freunden Jerome und Leslie zu dem Lagerhaus, in dem die Container beladen werden.
    Zuerst fährt der Landcruiser unserer Freunde problemlos in den Container. Dann sind wir an der Reihe. Da unser Sprinter zu hoch ist, montieren wir spezielle Holzräder, die Jens extra anfertigen ließ. Die Hafenarbeiter bauen Holzschienen, damit das Fahrzeug gerade in den Container rollen kann.
    Der Wechsel der Vorderräder klappt schnell, an der Hinterachse sitzen jedoch die Radbolzen extrem fest. Mit zusätzlichem Werkzeug der Hafenarbeiter bekommen wir sie schließlich gelöst. Beim Absenken kippt der Wagen plötzlich zur Seite und landet auf den Holzrädern. Jerome kann sich im letzten Moment in Sicherheit bringen, wird aber von der zufallenden Hecktür an Kopf und Schulter gestreift. Zum Glück bleibt es bei Kratzern.
    Mit einem großen Gabelstapler richten die Hafenarbeiter den Sprinter wieder aus. Jens fährt ihn anschließend vorsichtig in den Container, während Regina von oben die Höhe kontrolliert. Es ist Millimeterarbeit, doch am Ende passt alles. Dachfensterrahmen und Rückfahrkamera haben nur wenige Millimeter Luft.
    Nachdem die Batterie abgeklemmt ist, klettert Jens durch den Innenraum nach draußen. Auch die Hafenarbeiter müssen das Fahrzeug auf diesem Weg verlassen. Dann ist es geschafft. Der Sprinter steht sicher im Container und wird verplombt. Die Erleichterung ist riesig. Dann wird der Container mit einem Kran hochgehoben und auf anderen Container abgestellt.

    Auf dem Weg nach Diani Beach merken wir, dass Jens seine Brieftasche im Fahrzeug vergessen hat. Da der Container bereits verladen ist, bleibt sie dort. Wir hoffen darauf oft mit dem Handy bezahlen zu können und leihen uns etwas Bargeld bei Jerome und Leslie.

    In Diani erwartet uns gleich die nächste Überraschung. Unser Hotel ist überbucht und kann uns nicht aufnehmen. Für eine Nacht ziehen wir in das Hotel unserer Freunde ein. Am nächsten Tag finden wir eine einfache Unterkunft namens Coconut Village direkt am Strand. Nebenan liegt eine schöne Luxus-Anlage mit Pool, die wir mit einem Day Pass nutzen können. So genießen wir Strand und Sonne, während wir die aufregenden Tage langsam hinter uns lassen.
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  • Strandurlaub in Diani Beach

    1月15日〜24日, ケニア ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir verbringen zehn Tage in Diani Beach, südlich von Mombasa, direkt am Indischen Ozean. Schon nach den ersten Schritten im Sand ist klar: Es fühlt sich an wie Sansibar. Eigentlich sieht es auch genauso aus. Feiner, heller Sand, flaches türkisfarbenes Wasser, ein vorgelagertes Riff und dieses besondere Licht, das alles weich wirken lässt. Einfach wunderschön.

    Hier weht fast täglich ein guter Wind zum Kitesurfen. Genau deshalb sind wir hier.

    Der Start ist allerdings holprig. Nach der Verladung unseres Campers sind wir müde und kommen in unserem gebuchten Hotel an nur um zu hören, dass es überbucht ist. Wir buchen schließlich ein Zimmer in dem Hotel unserer Freunde Leslie und Jerome. Da es aber etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt ist, entscheiden wir uns für eine andere Unterkunft, die wir vorher schon von r der Verladung unseres Campers besichtigt hatten. Sie ist etwas in die Jahre gekommen, aber liegt direkt am Strand. Für rund 30 Euro pro Nacht bekommen wir ein großes Zimmer mit kleiner Küche. Die afrikanische Reinheit gleicht auch hier nicht unserem europäischen Standards, aber für diesen Preis und diese Lage ist es absolut in Ordnung.

    Wir laufen am Strand entlang und betrachten den richtig guten Kitespot. Gleich nebenan liegt der Beach Club Le Café. Eigentlich wollen wir nur einen Kaffee, doch mit einem Mindestumsatz von ca. 13 Euro pro Person dürfen wir Pool, Sonnenliegen und die ganze Luxus-Ferienanlage nutzen. Wir verbringen dort einige Tage und genießen den Kaffee, das Mittagesse, den Meerblick und den großen Pool.

    Nachts plagen uns einige Mücken, sonst passt alles. Regina gewöhnt sich langsam an die afrikanische Sauberkeit. Die große Spinne vor dem Balkon bleibt für Regina eine tägliche Herausforderung. Wegen der neugierigen und diebischen Affen sind überall Netze gespannt. Einmal kommt tatsächlich einer auf unseren Balkon, turnt über die Wäscheleine und verschwindet wieder. Glück gehabt, nichts erbeutet.

    Im Beach Club lernen wir Astrid und Jürgen kennen, zwei unglaublich liebe Deutsche Afrikaliebhaber. Die Gespräche sind intensiv, herzlich und lang. Marie fasst sofort Vertrauen, Astrid passt auf sie auf, während Jens kiten geht. Zufällig stellen wir fest: Ihre Tochter arbeitet in einer Kite-Schule auf Sansibar und Regina dort sogar schon mit ihr gesprochen. Die Welt ist so klein.

    Zwischendurch fahren wir mit dem Tuk-Tuk in die Stadt, treffen Jerome und Leslie, gehen essen, sitzen im Café. Diani ist stellenweise erstaunlich westlich.

    Dann treffen wir Idris, einen jungen Niederländer der eine ähnliche Reiseroute hinter sich hat. Er hat unser Auto schon zweimal in der Elfenbeinküste gesehen aber wir haben uns nie getroffen. Jetzt begegnen wir uns doch noch an unseren letzten Tagen unserer Afrika-Reise. Ein besonderer Moment.

    Gemeinsam machen wir eine Schnorcheltour zum Riff. Ohne GoPro, aber mit großen Augen. Muräne, bunte Fische, ein Glasbodenboot für Marie. Seesterne, Seeigel, alles darf angefasst werden. Pure Freude.

    Nachmittags kommt fast immer der Wind. Wir wechseln uns mit dem Kiten ab, Marie spielt im Sand und im Pool. Alles fühlt sich leicht an.

    Am letzten Tag lernt Marie Luca, den vierjährigen Niederländer kennen. Sie spielen den ganzen Tag zusammen und kommunizieren ganz selbstverständlich auf englisch. Am Abend heißt es Abschied nehmen – am nächsten Tag verlassen wir nach 16 Monaten den afrikanischen Kontinent und fliegen wir weiter auf die arabische Halbinsel.
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  • Die letzte Grenze Afrikas

    1月13日, ケニア ⋅ ☀️ 29 °C

    Es geht für uns zum letzten Mal in Afrika über eine Grenze. Bevor wir losfahren, essen wir noch zu Mittag. Kurz vor vier Uhr nachmittags rollen wir an die Grenze nach Kenia. Grenze Nummer siebenundzwanzig und unsere letzte auf diesem Kontinent.

    Die tansanische Seite geht schnell. Ein letzter Stempel, dann stehen wir auf der kenianischen Seite. Dort stockt es. Schließlich die Erklärung, Systemausfall! Nichts geht mehr. Wir warten in der Hitze, ohne zu wissen, wie lange.

    Regina geht mit Marie schon einmal vor zum Auto. Marie bekommt ein Eis. Der Nachmittag wird zum Abend. Die Geduld schwindet.

    Wir haben nun die siebenundzwanzigste Grenze in Afrika erreicht – und es ist unsere letzte. Also machen wir das, was uns auf dieser Reise immer wieder geholfen hat. Regina fängt an zu kochen. Kartoffeln, Blumenkohl und Hackfleisch. Mitten an der Grenze. Und tatsächlich: Das Essen wird fertig.

    Gerade als wir uns setzen wollen, kommt der Customs Officer. „Nur noch fünf Minuten“, sagt er. Wir stehen wieder auf. Aus fünf Minuten wird eine halbe Stunde. Am Ende ist es halb acht. Fast vier Stunden sind vergangen. Es ist stockdunkel.

    Die Grenze ist rund um die Uhr geöffnet. Trotzdem bleiben wir hier. Nachts auf unbekannten afrikanischen Straßen zu fahren, fühlt sich falsch an. Unbeleuchtet, schmal, voller Speedbumper. Also stellen wir uns in eine ruhige Ecke, essen endlich und schlafen an der Grenze. Zum letzten Mal im Camper in Afrika.

    Wir schlafen erstaunlich gut. Erst um sechs Uhr morgens weckt uns eine Putzkolonne. Gegen halb sieben stehen wir auf und fahren los. Jetzt sind wir wirklich in Kenia.

    Schon nach wenigen Kilometern wissen wir, dass es gut war, diese Straße nachts nicht zu befahren. Unser Ziel ist Diani Beach. Hier wollen wir ankommen, bevor unser Auto verschifft wird.

    Wir schauen uns Unterkünfte an und merken schnell: Entweder sehr günstig und heruntergekommen – oder wunderschön und sehr teuer. Am Nachmittag fahren wir zu Mario, dem Agenten für die Verschiffung. Er ist ein Schweizer, der seit vielen Jahren in Kenia lebt. Wir übernachten in seinem Guesthouse.

    Nach einem Kaffee legt Jens direkt los. Dachboxen, Dachträger, Ventilator, Solarplatten – alles wird abgebaut. Es dauert länger als gedacht, improvisieren ist nötig, aber am Ende klappt alles. Am Nachmittag kommen Jerome und Leslie dazu. Am frühen Abend ist es geschafft. Wir sitzen zusammen, erzählen, trinken etwas.

    Am nächsten Morgen geht es zum Container in den unser Camper aufs Schiff verladen werden soll. Wir sind schon sehr gespannt ob das passen wird.
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  • Abreisetag Sansibar und Autoprobleme

    1月7日, タンザニア ⋅ ☁️ 30 °C

    Der Wecker klingelt um 3:55 Uhr. Draußen ist es stockdunkel, drinnen sind wir müde. Die Nacht ist kurz und heiß, der Schlaf unruhig. Wir kochen Tee und Kaffee, Marie schläft noch ein wenig weiter. Regina weckt Peter, dessen Wecker falsch eingestellt ist. Um 4:45 Uhr packen wir das Auto ein letztes Mal und fahren los Richtung Flughafen.
    Die Straßen sind zunächst leer, füllen sich dann langsam. Männer gehen zum Morgengebet in die Moschee, später tauchen Motorräder, Fahrräder und Fußgänger auf, oft ohne Licht. Konzentration ist alles. Um 5:45 Uhr erreichen wir den Flughafen und verabschieden uns herzlich von Maria, Peter und Sebastian, die nach Frankfurt fliegen. Für uns geht es weiter zum Fährterminal.
    Dort beginnt das Chaos. Parkplätze sind blockiert, Menschenmassen drängen durcheinander, Gepäck liegt überall. Ein Träger hilft uns, doch vor dem Terminal stauen sich die Menschen. Drei Fähren legen gleichzeitig ab. Hitze, Gedränge und lautes Rufen. Marie kommt auf Reginas Arm, es ist zu eng und zu wuselig. Kurz verlieren wir uns sogar aus den Augen. Gepäck hier, Tickets dort. Alles fühlt sich hektisch und unübersichtlich an.
    Nach viel Warten und Drängen gelangen wir hinein und stehen erneut in einer überfüllten Halle. Mehrmals landen wir in der falschen Schlange. Die Hitze und die Gerüche setzen uns zu, Regina wird übel. Schließlich bestätigt man uns, dass wir richtig sind.
    Die Brücke zur Fähre wackelt im Wind, das Schiff schaukelt stark. Alle halten sich fest. Mit Hilfe schaffen wir es an Bord und ergattern im klimatisierten Innenraum drei nebeneinanderliegende Sitze. Regina nimmt sofort eine Tablette gegen Übelkeit und schließt die Augen. Marie dagegen liebt das Auf und Ab.
    Um 7:15 Uhr legt die Fähre ab. Als Katamaran liegt sie ruhiger im Wasser und das Schaukeln wird erträglicher. Kurz vor 9:00 Uhr erreichen wir Daressalam. Beim Aussteigen gibt es wieder Gedränge und Hitze und Chaos, doch diesmal bleiben wir zusammen. Träger helfen uns mit dem Gepäck, Marie bleibt ruhig und gelassen. Sie macht das großartig.

    Ein Taxi bringt uns zum Sprinter. Wir laden aus, verstauen neu und trinken kurz etwas. Dann leuchtet die Batteriewarnlampe auf. Die Diagnose ist schnell klar. Die Lichtmaschine lädt nicht. Eigentlich stand unser Sprinter bei dem Hotel ganz gut, aber nicht nur die Lichtmaschine hat nun einen Schaden, sondern auch ein Reifen hatte zwischendurch einen Platten. Der Manager des Hotels organisierte einen Reifenservice zur Reparatur. Wie sich herausstellte, war das Ventil defekt. Wir gehen anhand von Kratzspuren davon aus, dass Hunde oder Katzen am Ventil rumgebissen haben, denn beim Abstellen des Sprinters war noch alles in Ordnung. Jetzt kommt noch das Lichtmaschinenproblem mit unerklärlicher Ursache hinzu.

    In einer Werkstatt finden wir zwar einen erfahrenen Mercedes Mechaniker, doch ein Ersatzteil ist schwer zu bekommen.
    Während Jens sich um das Auswuchten der Hinterräder und um das Problem mit der Lichtmaschine kümmert, ziehen Regina und Marie sich in einen klimatisierten Raum zurück. Zwei Stühle werden zusammengeschoben, Marie schläft sofort ein, fast zwei Stunden lang. Regina döst mit und hofft, dass sich eine Lösung findet. Ein neues Ersatzteil ist nicht verfügbar und ein gebrauchtes ist zu teuer, wir lehnen ab und fahren zurück zum Hostel.
    Unterwegs kommen wir an einem kleinen European Spareparts Shop vorbei. Jens versucht sein Glück und tatsächlich erscheint zehn Minuten später Jerry, der Chef, persönlich. Er kommt in einem schnittigen BMW an, trägt Mercedes Benz Outfit und bietet an, die Lichtmaschine in seiner Werkstatt instand setzen zu lassen. Ein echter Glücksfall. Jerry betreibt mehrere Werkstätten, ist Content Creator und lädt uns während der Reparatur in sein Stammlokal ein. Durch ihn bekommen wir ein viel positiveres Bild von Tansania.

    Am nächsten Morgen ist der Sprinter wieder fahrbereit. Nach dem Frühstück in einem türkischen Café bringt uns ein Tuktuk zur Werkstatt. Wir machen eine ausgiebige Testfahrt durch sehenswerte Stadtteile von Daressalam. Als wir zurückkommen, erwartet uns Jerry bereits mit seinem Kameramann und bittet Jens, unsere Reise und den Sprinter für seine Follower vorzustellen. Natürlich machen wir das gern.
    Wir bezahlen 150 US Dollar für die Reparatur, erledigen noch die nötigen Einkäufe und verlassen erst am Nachmittag die Stadt. Müde, aber glücklich sind wir endlich wieder unterwegs.
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  • Schöne Tage auf Sansibar

    1月5日, タンザニア ⋅ ⛅ 30 °C

    Die übrigen Tage verbringen wir ganz entspannt zusammen und lassen einfach die Zeit laufen. Wir genießen das warme Wetter, den Pool und die Leichtigkeit des Insellebens. Zwischendurch sitzen wir in kleinen Cafés, probieren neue Restaurants aus und sind immer wieder überrascht, wie vielfältig Sansibar ist.

    Wir entdecken sogar eine Bäckerei mit richtig gutem Sauerteigbrot – ein kleines Stück Europa mitten in Afrika. Es schmeckt herrlich und wird sofort zu unserem neuen Lieblingsfrühstück. Überhaupt ist hier alles wunderbar gemischt: moderne Cafés und schicke Restaurants nach europäischem Standard stehen direkt neben kleinen lokalen Buden, aus denen es nach Gewürzen und frisch Gebratenem duftet. Sansibar ist bunt, lebendig und genau das macht es so besonders.

    Zwischendurch machen Regina, Jens, Peter und Sebastian noch einen ganz besonderen Ausflug: Wir gehen gemeinsam schnorcheln – und zwar mit einem traditionellen Segelboot. Schon die Fahrt hinaus zum Riff ist ein Erlebnis. Der Wind füllt die Segel, das Holzboot gleitet leise über das Wasser und wir fühlen uns wie auf einer kleinen Zeitreise.

    Am Riff springen wir ins warme, glasklare Meer und schnorcheln eine ganze Weile. Unter uns liegen bunte Korallen, große Muscheln und sogar Seesterne. Fische gibt es nicht besonders viele, aber das, was wir sehen, ist wunderschön – und vor allem unglaublich ruhig. Wir treiben nebeneinander, zeigen uns gegenseitig unsere Entdeckungen und genießen einfach diesen Moment. Es ist einer dieser Tage, die man nicht vergisst.

    An einigen Tagen gehen wir kitesurfen. Der Wind ist perfekt, das Wasser warm und türkis, und wir können gar nicht genug davon bekommen. Am letzten Tag vor der Abreise stehen Regina und ich sogar extra um sechs Uhr morgens auf. Noch vor dem Frühstück gehen wir aufs Wasser, genießen die ruhige Stimmung und jede einzelne Minute beim Kiten. Danach spülen wir unsere Kitesachen ab, hängen alles zum Trocknen auf und packen langsam zusammen – ein bisschen wehmütig, aber auch dankbar.

    Den letzten Abend verbringen wir ganz bewusst zusammen. Wir gehen Cocktails trinken, sitzen lange beisammen, lachen, reden und schauen zurück auf all die Erlebnisse dieser Reise. Es fühlt sich rund an. Morgen geht es früh los – aber jetzt genießen wir diesen Moment noch in vollen Zügen.
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  • Silvester

    2025年12月31日, タンザニア ⋅ ⛅ 30 °C

    Es ist der letzte Tag des Jahres 2025. Den Tag beginnen wir mit einem leckeren gemeinsamen Frühstück. Anschließend kühlen wir uns im Pool ab. Nach einer kurzen Ruhezeit fahren wir zusammen zum Strand und baden ausgiebig. Am Nachmittag trinken wir leckere Cocktails und genießen den letzten Sonnenuntergang des Jahres. Abends grillen wir gemeinsam in der Unterkunft. Alles dauert ein bisschen länger, aber genau das macht es schön. Wir genießen das Zusammensein und das Essen.

    Gegen 23:30 Uhr fahren wir noch einmal los zum Strand. Um Mitternacht erhellen mehrere Feuerwerke den Himmel – im Norden, im Süden, überall entlang der Küste. Es ist warm, wir stehen im Sand unter Palmen. Regina zündet die Wunderkerzen an, die sie von einer guten Freundin bekommen hat. Wir stoßen an, lachen, freuen uns und sind für das vergangene Jahr dankbar.

    So rutschen wir ganz ruhig und warm ins Jahr 2026, unter Palmen auf Sansibar. Besonders schön ist, dass Reginas Familie dabei ist und wir Weihnachten und Silvester gemeinsam erleben dürfen. Ein Jahreswechsel, den wir so schnell nicht vergessen werden.
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  • Besuch in Stone Town

    2025年12月30日〜1月5日, タンザニア ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir fahren nach Stone Town, der Hauptstadt von Sansibar. Schon beim Ankommen spüren wir diese besondere Atmosphäre. Die Altstadt ist ein einziges Labyrinth aus schmalen, verwinkelten Gassen, alten Häusern mit kunstvollen Holztüren und kleinen Läden, die sich dicht an dicht aneinanderreihen. Wir schlendern ohne festen Plan los und lassen uns einfach treiben.

    Es ist sehr heiß. Eigentlich soll es heute bewölkt sein, vielleicht sogar regnen, davon merken wir allerdings nichts. Die Sonne brennt, und wir müssen immer wieder Pausen einlegen, viel trinken und uns zwischendurch in Cafés oder Restaurants zurückziehen. Zum Glück spenden die engen Gassen immer wieder Schatten, was das Erkunden angenehmer macht. Ein Eis hier, ein kaltes Getränk dort – so genießen wir Stone Town Schritt für Schritt.

    Die Altstadt fasziniert uns. Alles wirkt lebendig, laut und gleichzeitig historisch. Die Gassen schlängeln sich durch das Innere der Insel, immer wieder öffnen sich kleine Plätze, Märkte oder Innenhöfe. Wir besuchen den lokalen Markt, kaufen ein paar Gewürze und beobachten das bunte Treiben. Später gehen wir noch zur Küste, schauen auf alte Boote und das Meer und lassen den Blick schweifen.

    Ganz nebenbei stehen wir plötzlich vor dem Geburtshaus von Freddie Mercury, das heute ein Museum ist. Wir gehen nicht hinein, finden es aber trotzdem interessant, diesen Ort gesehen zu haben.

    Am späten Nachmittag fahren wir mit einem Tuk-Tuk zurück zu unserem Parkplatz. Danach geht es mit dem Auto wieder in unsere Unterkunft, über eine Stunde Fahrt nach einem langen, erfüllten Tag. Wir haben den ganzen Tag in Stone Town verbracht und sehr genossen. Die Altstadt ist absolut sehenswert, voller Geschichte, Leben und Atmosphäre.
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  • Entspannte Feiertage

    2025年12月25日〜27日, タンザニア ⋅ ⛅ 30 °C

    Am ersten Tag nach Weihnachten lassen wir es bewusst ruhig angehen. Peter hat leider eine Magenverstimmung und so bleiben wir in der Anlage, genießen den Pool, die grüne Umgebung und genau diese entspannte Atmosphäre, die Sansibar so besonders macht. Kein Programm, kein Muss – einfach nur ankommen, ausruhen und den Tag fließen lassen.

    Den Restaurantbesuch, den wir ursprünglich für den ersten Weihnachtstag geplant hatten, verschieben wir auf den zweiten. Und das stellt sich als genau die richtige Entscheidung heraus. Am zweiten Weihnachtstag machen wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zu einem Restaurant direkt am Strand: dem Sansibarista. Schon beim Ankommen sind wir begeistert denn wir bekommen einen oberen Bereich ganz für uns allein und haben einen freien Blick auf das Meer.

    Wir starten mit Cocktails, lehnen uns zurück und beobachten, wie das Licht langsam weicher wird. Die Dämmerung setzt ein, der Himmel färbt sich, und mit dem Sonnenuntergang bestellen wir unser Essen. Das Essen ist hervorragend, unglaublich lecker und mit viel Liebe zubereitet. Wir genießen jeden Bissen, das Zusammensein, die Gespräche und diesen besonderen Abend.

    Marie wird irgendwann müde. Wir stellen zwei Sessel zusammen, und dort schläft sie ganz entspannt ein. Später gesellen sich noch andere gutgelaunt Gäste ins Obergeschoss. Als es dunkel ist, machen wir uns langsam auf den Rückweg, setzen uns später noch zusammen und lassen den Tag ruhig ausklingen.

    Am nächsten Tag steht eine Insel-Erkundungstour an. Dieses Mal geht es in den Süden Sansibars. Den Norden kennen wir bereits, dort waren wir schon beim berühmten Restaurant The Rock, das auf einem Felsen im Meer steht – ein spannender Anblick. Jetzt möchten wir eine andere Seite der Insel sehen.

    Im Süden besuchen wir den Mtembe Beach. Der schönste Strand auf Sansibar. Zwischen zwei Felsen liegt dort ein natürlicher Strand, der nur bei Ebbe zugänglich ist. Bei Flut verschwindet er komplett. Wir schauen uns diesen besonderen Ort an und merken einmal mehr, wie vielseitig Sansibar ist. Auf der Fahrt dorthin geht es durch dichte, sattgrüne Natur. Direkt am Strand steht ein riesiger, beeindruckender Baum, und der Strand selbst ist wunderschön.

    Marie geht ein wenig baden, aber wir sind vorsichtig. Im Wasser gibt es Seeigel, denen wir natürlich aus dem Weg gehen wollen. Danach fahren wir weiter Richtung Westen, um den Sonnenuntergang zu erleben. In einem Resort kehren wir noch einmal ein, essen zu Abend und genießen den Blick auf die untergehende Sonne, bevor wir schließlich zurückfahren.
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  • Weihnachten unter Sansibar-Palmen

    2025年12月24日, タンザニア ⋅ 🌙 28 °C

    Wir feiern Weihnachten auf Sansibar und schon am Heiligabendmorgen fühlt sich alles ganz besonders ruhig und leicht an. Der Tag beginnt ohne Eile. Nach dem Frühstück dekorieren wir zuerst unseren Weihnachtsbaum, der hier natürlich keiner ist, Es handelt sich um eine junge Papaya-Pflanze die diese Rolle übernehmen darf. Aus Alufolie basteln wir Christbaumschmuck, und aus Maries Malbuch schneiden wir angemalte Tiere und Formen aus. Eine Lichterkette legen wir über die Papaya-Pflanze, und plötzlich steht er da – unser ganz besondere Weihnachtsbaum. Wir freuen uns jetzt schon auf den Abend.

    Danach decken wir den Frühstückstisch besonders schön. Es gibt Eier, lokale Leckereien und eine Auswahl an frischen Früchten. Viele davon wachsen direkt hier in der Ferienanlage: Bananen, Papayas, Mangos und natürlich Kokosnüsse. Morgens pflücken wir die Früchte einfach vom Baum im Garten, frischer geht es kaum. Wir sitzen zusammen, genießen das Frühstück und lassen den Tag ganz bewusst langsam starten.

    Später springen wir in den Pool, lachen, planschen ein bisschen. Wir fahren zum Meer welches schön in der Sonne glitzert, der Sand ist warm, und alles fühlt sich friedlich an. Wir genießen einfach den Moment.

    Am Nachmittag gehen wir gemeinsam Eis in Paje essen. Danach fahren wir zurück und beginnen das BBQ für den Abend vorzubereiten. Es gibt Steak, Hähnchen und sogar Fisch, dazu einen leckeren Nudelsalat. Alles schmeckt wunderbar.

    Nach dem Essen folgt die Bescherung. Sebastian geht mit Marie ein wenig umher und hält Ausschau nach dem Christkind. Ob es wohl auch den weiten Weg nach Sansibar findet? Währenddessen bereiten Jens und Regina die Geschenke vor und legen sie heimlich unter die geschmückte Papaya-Pflanze.

    Als Marie zurückkommt, erzählt sie ganz aufgeregt, sie habe eine Sternschnuppe gesehen – das könnte doch das Christkind gewesen sein. Kurz darauf hören wir ein Geräusch, fast wie ein kleines Klingeln. Marie rennt los und ruft schon von weitem: „Da sind Geschenke! Da sind Geschenke!“ Ihre Freude ist riesig. Sie reißt begeistert die ersten Päckchen auf und freut sich über jede Kleinigkeit. Genau das macht es so besonders. Auch wir beschenken uns gegenseitig und erleben gemeinsam eine schöne und herzliche Bescherung.

    Wir sitzen am Abend noch lange zusammen, trinken etwas, erzählen viel und lassen den Abend ganz entspannt ausklingen.
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  • Sansibar, zwischen Gewürzen, Wind & Ruhe

    2025年12月18日, タンザニア ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir erkunden Zanzibar mit dem Mietwagen, ganz entspannt und ohne festen Plan. Einer unserer Ausflüge steht jedoch fest. Maria möchte gerne eine Gewürztour machen. Also fahren wir zu einer Gewürzfarm im grünen Herzen der Insel.

    Ein junger Guide empfängt uns herzlich. Die Tour soll anderthalb Stunden dauern. Marie schläft, Jens bleibt bei ihr im Auto, das passt. Doch aus anderthalb werden fast drei Stunden, so spannend ist dieser Rundgang.
    Wir sehen Kurkuma, Aloe Vera, Ingwer, Kardamom, Orangen, Limonen, Passionsfrüchte, später Nelken und schließlich Pfeffer, der als Kletterpflanze an Bäumen wächst. Je nach Reife entsteht daraus grüner, roter oder schwarzer Pfeffer. Wir entdecken außerdem Zimt, Papaya, Bananen, Kaffee (Arabica und Robusta), Jackfrucht und Zitronengras.

    Am Ende gibt es eine Verköstigung, frisch geöffnete Jackfrucht, ein Obstteller mit all den Früchten aus dem Garten und dazu Masala-Tee und Zitronengras-Tee. Eine Tour, die uns deutlich mehr begeistert, als wir erwartet hätten.

    Zurück an der Küste passt der Wind perfekt. Jens und Regina gehen Kitesurfen, Basti übt den Kiteschirm zu fliegen. Dazwischen genießen wir einfach die Insel, probieren Restaurants und Cafés aus und entdecken sogar eine kleine Bäckerei mit richtig gutem Sauerteigbrot.

    Wir frühstücken meist in unserer Unterkunft, ganz in Ruhe. Währenddessen sorgt Abdula leise für Ordnung in den Zimmern. Abends gehen wir manchmal essen, manchmal kochen wir selbst. Die Anlage bietet viel Schatten, ein angenehmer Wind weht fast immer. Bei 35 Grad halten wir uns tagsüber im Schatten oder unter Palmen am Strand, bzw. im Wasser auf.
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  • Hakuna Matata

    2025年12月17日, タンザニア ⋅ ☁️ 31 °C

    Frei nach dem Motto Hakuna Matata (dt. mach dir keine Sorgen), beginnt sich unser Blick auf unsere Unterkunft zu verändern. Was anfangs improvisiert wirkte, wird Schritt für Schritt zu einem Platz, an dem man ankommen kann. Nicht, weil alles perfekt ist – sondern weil sich Menschen sichtbar Mühe geben und wir es versuchen entspannt zu sehen. Die Angestellten kümmern sich täglich um die Anlage. Sie reinigen die Zimmer, waschen die Handtücher, bereiten die Betten her und kehren morgens die Wege. Oft bringen sie uns frisches Obst aus dem Garten – Papayas, Bananen, manchmal einfach kommentarlos vor die Tür gelegt. Abends schauen sie noch einmal vorbei, fragen, ob alles passt. Diese stille Aufmerksamkeit macht viel aus.
    Mit jedem Tag fühlt sich die Anlage mehr wie unsere eigene kleine Oase an. Wir sind allein hier, keine anderen Gäste, kein Hoteltrubel. Der Pool wird schnell zum Mittelpunkt unseres Tages – eine willkommene Abkühlung bei der Hitze, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dass es eine Waschmaschine gibt, ist unterwegs ein echter Luxus und erleichtert den Alltag enorm. Was bleibt, ist die Ruhe. Platz. Zeit. Genau das, was wir gesucht haben. Wir können uns selbst versorgen, uns zurückziehen oder einfach treiben lassen. Wenn wir Abwechslung wollen, steigen wir ins Auto und sind in wenigen Minuten am Strand oder in einem der Restaurants direkt am Meer. Und wenn wir genug davon haben, kehren wir zurück – in unsere stille Anlage abseits des Trubels.

    Ganz problemlos ist das Leben hier nicht. Stromausfälle gehören auf Sansibar zum Alltag. Fällt der Strom, fehlt auch das Wasser, die Ventilatoren stehen still, der Kühlschrank arbeitet nicht mehr. Manchmal dauert es nur Minuten, manchmal Stunden. Abends wird es dann dunkel und heiß, wir sitzen draußen mit Stirnlampen und warten. Doch fast immer weht ein Wind, der die Hitze erträglicher macht. Irgendwann kommt der Strom zurück. Immer. Wir arrangieren uns. Füllen Wasser ab, planen um, lassen los. Und merken: Genau das gehört dazu. Sansibar zwingt einen nicht zur Perfektion, sondern zur Gelassenheit.
    Am Ende ist es diese Mischung, die den Ort für uns besonders macht. Einfach, ehrlich, ruhig. Kein Luxus, aber Herzlichkeit. Kein perfekter Start, aber ein gutes Ankommen. Hakuna Matata – nicht als Floskel, sondern als Haltung. Und genau deshalb bleiben wir.
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  • Ankommen mit Hindernissen

    2025年12月15日, タンザニア ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir haben eine kleine Anlage im Osten der Insel bei Bwejuu über Airbnb gemietet. Gegen Mittag kommen wir an. Ein schmaler Feldweg führt von der Straße weg, dann stehen wir plötzlich vor einer hohen Mauer. Kein Schild, kein Empfang. Wir klopfen. Nichts passiert. Wir warten, klopfen erneut. Schließlich öffnet ein junger, dunkelhäutiger Mann die Tür. Er wirkt sichtlich verwundert, als er uns sieht.

    Wir erklären, dass wir angekommen sind und fragen nach der Gastgeberin. Er schüttelt den Kopf. Sein Englisch ist spärlich, er schaut unsicher auf sein Handy und sagt schließlich zögernd, today. Man merkt sofort, dass er nicht informiert war. Nach kurzem Zögern lässt er uns hinein.

    Drinnen wirkt alles erst einmal ganz okay. Viel Grün, eine kleine, ruhige Anlage. Die Zimmer sehen ordentlich aus, vermutlich vor einiger Zeit renoviert. Wir sagen, dass wir drei Unterkünfte brauchen. Er schaut irritiert. Drei? Eigentlich nicht. Wir zeigen die Buchung. Schließlich führt er uns zu einem dritten Häuschen. Es ist kleiner und etwas einfacher als die anderen. Am Ende haben wir drei Bungalows.

    In der Mitte liegt ein großer Pool, der in der Anzeige sehr schön aussah. Nun ist das Wasser grün. Auch die Küche ist keine richtige Küche: ein offener Barbereich mit Sofas, Sesseln und einem Tisch. In der Mitte ein großer Bartresen mit einem Gaskocher, der nur auf einem Brenner funktioniert. Es steht schmutziges Geschirr herum und der Kühlschrank ist verschimmelt. Das Wasser tropft nur aus den Wasserhähnen. Strom? Fehlanzeige!

    Wir sind müde, enttäuscht und völlig erledigt von der Anreise. Reginas Familie hat kaum geschlafen, wir selbst nur kurz. Trotzdem schreiben wir sofort der Vermieterin über Airbnb und eröffnen einen Fall. Wir überlegen ernsthaft, die Unterkunft zu wechseln.

    Kurzerhand fahren wir los. Erst einmal Mittagessen – in einem schönen Hotel direkt am Strand. Gutes Essen, Meerblick, kurz durchatmen. Nebenbei suchen wir Alternativen und fahren mehrere Unterkünfte ab. Manche liegen ungünstig, andere sind zu klein, heruntergekommen oder viel zu teuer. So kurzfristig etwas geeignetes zu finden, erscheint fast unmöglich.

    Am Abend kehren wir zurück. Jetzt sind drei junge Männer da, sichtbar bemüht. Der Strom läuft nun wieder. Sie kippen Chemie in den Pool, reinigen ihn und füllen frisches Wasser nach. Der Kühlschrank und das Geschirr werden gereinigt, der Barbereich aufgeräumt. Eine Küche befindet sich in einem Nebengebäude im Bau und soll übermorgen fertig gestellt werden.

    Die Nacht ist okay. Nach einem kurzen Stromausfall helfen die Ventilatoren wieder gegen die Hitze.

    Am nächsten Morgen steht der Frühstückstisch bereit. Heißwasser für den Kaffee ist schon da. Die Bemühung ist deutlich spürbar. Offenbar hat die Kommunikation zwischen Gastgeberin und ihren Mitarbeitern vorher nicht funktioniert. Der Pool ist nun blau, aber noch milchig.

    Wir klären ein weiteres Problem. Sebastian hat im Gewusel am Vortag versehentlich eine andere Unterkunft online über Airbnb gebucht und bezahlt. Wieder Telefonate, Nachrichten, Bangen und Warten. Am Ende des Tages bekommen wir den gesamten Betrag zurück. Puh!

    Wir finden weiterhin keine passende Alternative. Uns ist wichtig, unter uns zu sein, einen Pool zu haben, Platz für uns alle und die Möglichkeit, uns selbst zu verpflegen. Hotels wären schön, aber unbezahlbar und nicht so privat. Diese Anlage haben wir früh gebucht, zu einem guten Preis, und sie gehört ganz uns allein.

    Also entscheiden wir uns zu bleiben. Airbnb sagt, wir können jederzeit noch wechseln. Aber fürs Erste geben wir der Unterkunft eine Chance. Wir kommen langsam zur Ruhe, erholen uns von der Anreise und diesem langen ersten Tag auf Sansibar – und hoffen, dass es von hier an leichter wird.
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  • Auf nach Sansibar

    2025年12月15日, タンザニア ⋅ ☁️ 29 °C

    Es ist fünf Uhr morgens, als der Wecker klingelt. Im Hinterhof eines Hotels steht unser Sprinter noch ruhig auf seinem Abstellplatz. Wir öffnen die Türen, trinken einen Tee und machen uns fertig. Alles ist gepackt, denn viertel vor sechs kommt das Taxi. Heute geht es nach Sansibar.

    Am Hafen werden wir sofort von vielen Männern umringt, die unser Gepäck tragen wollen. Einige laufen sogar neben dem Auto her. Wir bleiben freundlich, aber bestimmt und tragen alles selbst. Ein Mitarbeiter der Fährgesellschaft hilft uns beim Ausdrucken der bereits online gebuchten Tickets, dann dürfen wir weiter. Es ist wuselig, unübersichtlich, alles drängt sich durch einen Scanner. Wir achten darauf, das Gepäck und Marie beisammen zuhalten, warten kurz und schon heißt es Boarding.

    Wieder Gedränge, dann sind wir an Bord. Wir finden eine ganze Reihe für uns, was ein kleines Glück ist. Kurz nach sieben legt die Fähre ab. Jens kontrolliert noch einmal, ob unser Gepäck wirklich verladen ist. Bei all dem Gewusel sind wir unsicher, aber alles ist dabei. Im Gepäckraum sind auch hunderte piepsende Kücken geladen. Die gefallen besonders Marie.

    Nach anderthalb Stunden erreichen wir Sansibar. Auch hier drängen sich alle gleichzeitig hinaus, warten auf ihr Gepäck, laufen erneut durch Scanner, die ununterbrochen piepen. Zwei Gepäckträger helfen uns tragen was uns sehr freut.

    Draußen wartet bereits ein Mann und übergibt uns einen Mietwagen. Das Auto ist etwas verbraucht, aber groß genug für eine große Familie inklusive Gepäck. Wir fahren weiter zum Flughafen, denn dort kommt Reginas Familie an. Die Eltern und ihr Bruder sind schon da und haben bereits gefrühstückt. Als Marie sie sieht, läuft sie aufgeregt los und umarmt alle. Ein wunderschöner Moment.

    Dann der kleine Schreck: Das Auto springt nicht an. Zum Glück entdeckt Jens ein loses Batteriekabel. Gleich um die Ecke, im Hinterhof der Mietwagenfirma, wird es schnell repariert. Willkommen in Afrika!

    Es beginnt zu regnen, als wir endlich losfahren. Alle sitzen im Van, lachen, reden durcheinander. Die Wiedersehensfreude ist groß und wir freuen uns sehr, gemeinsam auf Sansibar angekommen zu sein.
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