Die Römer in Jerash
3 апреля, Иордания ⋅ ☀️ 22 °C
Wir fahren von Amman nach Jerash und besuchen dort die berühmte römische Stadt, die oft als eine der besterhaltenen antiken Städte außerhalb Italiens gilt. Dank unseres Jordan Pass kommen wir problemlos hinein. Vor dem Eingang treffen wir noch Jerome und Leslie, die bereits dort unterwegs waren und bald weiterfahren wollen. Wir dagegen nehmen uns Zeit und schlendern durch die weitläufige Anlage.
Jerash war einst eine große und wohlhabende Stadt im Römischen Reich. Breite Säulenstraßen, Tempel, Plätze und Theater zeigen noch heute, wie bedeutend dieser Ort gewesen sein muss. Besonders beeindruckend ist das große Theater. Es ist erstaunlich gut erhalten, und an einer bestimmten Stelle auf der Bühne merkt man sofort, wie perfekt die Akustik funktioniert. Selbst leise Stimmen tragen mühelos bis in die obersten Reihen – faszinierend, was die Römer schon vor so vielen Jahrhunderten bauen konnten.
Wir laufen durch die alten Straßen, vorbei am ehemaligen Markt und den Überresten des täglichen Lebens. Von Einheimischen erfahren wir sogar, dass bestimmte Steine unterschiedlich klingen, wenn man sie anschlägt – früher nutzte man das wohl auch als eine Art Alarmsignal. Während wir uns vorstellen, wie hier einst Menschen lebten, handelten und feierten, wirkt die antike Stadt plötzlich sehr lebendig.
Marie ist heute allerdings nicht besonders gut drauf und möchte irgendwann nicht mehr laufen. Wir machen eine Pause, essen etwas und ruhen uns aus, bevor wir langsam zurück zum Auto gehen. Noch einmal schauen wir über die Ruinen, dann verlassen wir Jerash und fahren weiter Richtung Süden.Читать далее
Federreparatur in Amman
1 апреля, Иордания ⋅ ☁️ 18 °C
Vom Toten Meer fahren wir bei regnerischem Wetter nach Amman, denn wir haben einiges zu erledigen. Neben Einkäufen steht erneut die Suche nach Ersatzteilen auf dem Programm. Inzwischen scherzen wir schon, dass das zu unseren neuen Lieblingsbeschäftigungen gehört.
Der Anlass ist diesmal ernst. An der hinteren linken Blattfeder unseres Sprinters fehlt eine Federlage. Damit erklärt sich endlich, warum sich das Fahrzeug seit Uganda hinten links weicher angefühlt hat. Vermutlich war die Feder schon länger angebrochen und ist nun vollständig herausgebrochen.
In Amman finden wir schnell eine Werkstatt mit Mercedes Erfahrung, die uns an einen spezialisierten Federbetrieb weitervermittelt. Dort geht dann alles erstaunlich schnell. Während mehrere Fahrzeuge gleichzeitig repariert werden, bauen die Mechaniker unser Federpaket aus, ersetzen die defekte Lage und stellen anschließend die Vorspannung mit einer alten Spezialmaschine neu ein. Zusätzlich wird auf der rechten Seite der lockere Zentrierbolzen nachgezogen.
Nach nur etwa vierzig Minuten ist alles erledigt. Beim Bezahlen erleben wir eine große Überraschung. Der Werkstattchef erklärt uns per Übersetzer, dass wir Gäste in seinem Land seien und er deshalb nichts berechnen möchte. Stattdessen bekommen wir Tee, Kaffee und Marie sogar noch eine Tüte mit Süßigkeiten geschenkt.
Wir fahren beeindruckt und sehr dankbar weiter. Diese Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft erleben wir nicht alle Tage.Читать далее

ПутешественникOh wow, solche Erlebnisse sind einzigartig und bleiben ewig in Erinnerung 👍.
Schweben im Totes Meer
31 марта, Иордания ⋅ ☀️ 21 °C
Wir verlassen Petra und fahren weiter nach Norden. Die Landschaft wird weiter und ruhiger. Auf etwa 1600 Metern finden wir einen schönen Platz mit einem einfachen Shelter. Es ist deutlich kühler hier oben. Am Abend ziehen wir uns warm an und auch am Morgen ist es frisch. Doch sobald die Sonne aufgeht, wird alles angenehm warm und das Licht ist einfach wunderschön.
Am nächsten Morgen fahren wir zur Kreuzritterburg Karak Castle. Die mächtige Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und war ein wichtiger Stützpunkt auf den Handelswegen zwischen Damaskus und Ägypten. Besonders bekannt wurde sie durch den Kreuzritter Reynald von Chatillon, bevor sie später von Sultan Saladin erobert wurde. Heute ist sie erstaunlich gut erhalten. Wir laufen durch dunkle Gänge, steigen Treppen hinauf und entdecken immer neue Räume. Für Marie ist es ein großes Abenteuer. Sie erkundet alles mit viel Neugier und hat richtig Spaß dabei.
Danach geht es weiter zum Toten Meer. Wir finden einen Zugang, an dem man ins Wasser kann. Der Weg dorthin führt über einen steinigen Pfad hinunter zum Ufer. Dort sehen wir zuerst die helle Salzkruste, die sich über den Boden zieht. Man merkt schnell, dass sich das Tote Meer verändert. Der Wasserspiegel sinkt jedes Jahr um etwa einen Meter, weil viel Wasser entnommen wird und verdunstet.
Im Wasser fühlt sich alles ganz anders an. Durch den extrem hohen Salzgehalt von etwa 30 Prozent kann man nicht untergehen. Man treibt einfach an der Oberfläche und muss ein wenig die Balance halten. Es ist ein sehr besonderes Gefühl. Wichtig ist, das Gesicht nicht ins Wasser zu bringen, denn das Salz brennt stark in den Augen.
Marie probiert es vorsichtig aus und findet es zuerst lustig. Doch dann bekommt sie etwas Wasser in die Augen und es brennt sofort. Der Spaß ist schnell vorbei. Wir haben etwas Süßwasser dabei, aber es hilft nur begrenzt. Danach bleibt sie lieber draußen.
Wir gehen noch einmal hinein und lassen uns treiben. Als wir wieder herauskommen, fühlt sich die Haut ganz weich an, aber auch leicht klebrig vom Salz. Deshalb duschen wir uns direkt am Auto ab.
Am Abend stehen wir etwas oberhalb mit Blick über das Tote Meer bis nach Israel. In der Ferne liegt Jerusalem und etwas südlicher Bethlehem. Genau dort sehen wir später einen hellen Stern am Himmel. Für Marie singen wir das Lied "Stern über Bethlehem". Dieser Moment bleibt uns besonders in Erinnerung.
Später klopft es an der Tür. Ein Soldat bittet um ein Ladekabel und 12V Adapter für sein Handy. Wir helfen ihm gerne. Am nächsten Morgen ist das Militärfahrzeug verschwunden und unser Kabel leider auch. Ärgerlich!
Wir frühstücken noch in Ruhe mit Blick über das Meer. Regina macht ein wenig Sport in der Morgensonne. Dann fahren wir weiter in den nächsten Abschnitt unserer Reise.Читать далее
Petra - Ein kulturelles Erbe
29–31 мар., Иордания ⋅ 🌬 15 °C
Um nach Petra zu gelangen, fahren wir stetig bergauf. Die Straße windet sich höher und höher, bis wir schließlich über 1.000 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Petra liegt bewusst versteckt in den Bergen. Vor mehr als 2.000 Jahren errichteten die Nabatäer hier ihre Stadt, geschützt zwischen Felsen und ideal gelegen an wichtigen Handelsrouten für Weihrauch, Gewürze und Seide. Mit ausgeklügelten Wasserleitungen schufen sie mitten in der Wüste eine blühende Metropole.
Am Nachmittag parken wir unser Auto und erkunden nur kurz die Umgebung. Rein wollen wir erst am nächsten Tag. Leslie und Jerome sowie die französische Familie sind bereits unterwegs in Petra. Abends treffen wir uns alle wieder, sitzen noch zusammen und unterhalten uns, bevor es schnell kühl wird und jeder sich in seinen Camper zurückzieht.
Am nächsten Morgen starten wir entspannt. Der Weg führt durch den Siq, eine schmale Felsschlucht mit hohen Wänden, bis sich plötzlich der Blick öffnet und die Treasury erscheint. Die Schatzkammer ist beeindruckend, direkt in den Felsen gemeißelt. Es ist fast Menschenleer, aufgrund der aktuellen Situation. Das ist wahrscheinlich einmalig. Trotz dicker Jacken friert Regina bei etwa 12 Grad ständig, denn die Sonne zeigt sich nicht.
Wir erkunden weiter Petra, laufen zu den Königsgräbern, schauen in Höhlen und klettern über Felsen. Für Marie ist alles ein riesiger Abenteuerspielplatz. Später treffen wir die französische Familie bei Tarek, einem Beduinen der ein kleines Lokal betreibt. Bei Tee und späterem Mittagessen erzählt er von seinem Leben und von Jordanien. Als Regen einsetzt, sitzen wir alle gemeinsam im Trockenen, trinken Tee und unterhalten uns.
Der Rückweg wird für Marie schließlich anstrengend. Ein Reiter bietet Hilfe an, und so reiten Regina und Marie gemeinsam zurück, während Jens läuft. Kurz vor dem Auto beginnt es wieder zu regnen, und wir machen es uns am Abend im Camper gemütlich.
Am nächsten Morgen starten wir unsere zweite Petra-Tour über den Hintereingang. Nach etwas Wartezeit bringt uns ein Shuttle nach Little Petra und ein 4x4 weiter zum Startpunkt der Wanderung. Der Weg zum Kloster ist anstrengend, doch Regina malt unterwegs kleine Pfeile und Nachrichten auf Steine, damit Marie motiviert bleibt. Die Idee funktioniert perfekt.
Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir die Monastery. Sie ist noch größer als die Schatzkammer, wirkt gewaltig und ist fast menschenleer. Nur eine weitere deutsche Familie ist dort. Ein besonderer Moment, denn normalerweise ist Petra hier voller Besucher.
Bei Sonnenschein steigen wir später die vielen Stufen hinunter, sammeln bunte Steine, besuchen weitere Ruinen und treffen unterwegs sogar bekannte Gesichter wieder. Noch einmal sitzen wir bei Tarek, trinken Kaffee mit der deutschen Familie, während Marie mit den Kindern spielt.
Am Ende läuft Marie den gesamten Rückweg allein durch ganz Petra und wieder durch den Siq bis zum Ausgang. Müde, aber glücklich erreichen wir das Auto. Petra beeindruckt uns nicht nur durch seine Bauwerke, sondern vor allem durch seine Atmosphäre, die Begegnungen und das Gefühl, an einem ganz besonderen Ort gewesen zu sein.Читать далее

ПутешественникEine super beeindruckende Reise macht ihr da 👍. Ich glaube ich hätte aber in der Region momentan Angst, dass es ganz eskaliert 🤔.

ПутешественникPetra fanden wir auch sehr beeindruckend! Drücke euch die Daumen für eine halbwegs sichere Weiterfahrt.

ПутешественникWir waren im Juni in Petra. Es war vor allen Dingen am ersten Tag sehr heiß. Aber wir waren fast alleine. Als ich abends den Siq zurückgelaufen bin, war ich die einzige. Das war traumhaft schön.
Wadi Rum
27 марта, Иордания ⋅ ☀️ 12 °C
In Akaba werden wir morgens vom Regen geweckt. Es schüttet in Strömen. Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, doch die Vorhersage verspricht ab morgen wieder Sonne. Also beschließen wir spontan, schon heute Richtung Wadi Rum aufzubrechen und erst am nächsten Tag in die Wüste hineinzufahren.
Vor der Abfahrt füllen wir noch schnell Gas an einer etwas dubios wirkenden Gastankstelle auf. Ganz geheuer ist uns das nicht, aber es funktioniert. Dann geht es los, und unterwegs staunen wir nicht schlecht. Überall stehen riesige Pfützen, Wasser läuft aus den Bergen, und die sonst trockene Landschaft wirkt plötzlich völlig verändert.
Am Rand von Wadi Rum suchen wir zunächst einen Schlafplatz nahe der Berge. Eine Stunde später kommten Jerome und Leslie vorbei und zeigt uns, dass sich direkt neben uns ein kleiner Fluss gebildet hat. Das Wasser kommt plötzlich aus den Bergen herunter, also packen wir schnell zusammen und suchen weiter. Der nächste Spot überzeugt auch nicht, deshalb fahren wir schließlich zu einem Camp, in dem bereits die französische Familie steht. Dort können wir uns unterstellen, Tee trinken und verbringen gemeinsam einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen frühstücken wir hier noch zusammen.
Danach fährt jeder für sich ins Wadi Rum hinein, denn das Gebiet ist riesig. Wir lassen die Luft auf etwa 1,5 Bar ab und fahren los. Gewaltige Felsen, roter Sand und Dünen wechseln sich ab, eine beeindruckende Landschaft. Gleich am ersten Tag besuchen wir zusammen das Lawrence House, eine bekannte Ruine mitten in der Wüste. Rocky meistert die Fahrten über Sand und Dünen erstaunlich gut und schnell entscheiden wir, eine Nacht hier draußen zu bleiben.
Unterwegs treffen wir die französische Familie immer wieder, machen gemeinsam Kaffeepause und entdecken sogar einen festgefahrenen Pick-up. Helfen können wir leider nicht selbst, finden aber ein anderes Fahrzeug, das unterstützt. Am Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz zwischen den Felsen. Marie klettert begeistert herum, und die Nacht ist unglaublich still und friedlich.
Am nächsten Morgen macht Regina etwas Frühsport, wir trinken Kaffee und fahren langsam wieder hinaus. Einmal bleiben wir in einer schrägen Düne kurz stecken, kommen aber mit etwas Luft ablassen und vorsichtigem Manövrieren wieder frei. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir schließlich den Ausgang.
Wadi Rum begeistert uns sehr, eine riesige, ruhige Landschaft mit unendlich viel Platz zum Entdecken, Klettern und Staunen. Ein Ort, an dem man problemlos noch länger bleiben könnte.Читать далее
Jordanien beginnt: Ankunft in Aqaba
24–27 мар., Иордания ⋅ ☀️ 23 °C
Wir kommen mittags an der Grenze nach Jordanien an. Die saudische Seite geht überraschend schnell. Wir bleiben im Auto sitzen, werden ausgestempelt und können direkt weiterfahren – unkompliziert und völlig problemlos. Nach den letzten Grenzerfahrungen fühlt sich das fast ungewohnt einfach an.
Auf der jordanischen Seite läuft es deutlich gründlicher ab. Das Auto wird inspiziert und wir müssen aussteigen. Direkt sorgt unsere Machete für Aufmerksamkeit. Es entsteht eine längere Diskussion darüber, ob sie als Werkzeug oder als Waffe gilt. Nach einigem Hin und Her bekommen wir sie schließlich als Werkzeug durch. Immer wieder werden wir außerdem nach Kameras und Drohnen gefragt, was wir verneinen. Danach fahren wir durch den Scanner, müssen warten und merken schnell, hier dauert alles etwas länger. Gerade ist Mittagspause, also warten Regina und Marie draußen, während wir Schritt für Schritt von Schalter zu Schalter geschickt werden.
Wir denken schon, wir seien fertig, fahren zum Ausgang – und müssen dann doch wieder zurücksetzen. Also nochmal zur Customs, eine Versicherung abschließen, wieder abstempeln lassen und erneut warten. Insgesamt verbringen wir gut zwei Stunden an der jordanischen Grenze. Positiv überrascht sind wir, dass wir für Marie kein Visum bezahlen müssen. Unser Jordan Pass wird gar nicht kontrolliert. Der Jordan Pass kann vorher online beantragt werden und beinhaltet das Visum sowie viele Sehenswürdigkeiten, darunter auch Petra, allerdings nur für Erwachsene. Zahlen müssen wir am Ende rund 125 Euro für die Fahrzeugversicherung zahlen.
Endlich sind wir durch und offiziell in Jordanien. Eine SIM-Karte holen wir an der Grenze nicht, also fahren wir erstmal ohne Internet in Richtung Akaba. Südlich der Stadt finden wir einen Strand und machen dort Pause. Die Sonne scheint, aber das Wasser ist uns zum Schwimmen noch zu kalt. Eigentlich ist der Platz als Camping ausgewiesen, wirkt aber etwas seltsam, trotzdem bleiben wir dort über Nacht.
Schon die ersten Eindrücke zeigen, wie anders Jordanien im Vergleich zu Saudi-Arabien ist. Es wirkt deutlich touristischer, mit Hotels, kleinen Einkaufszentren und Freizeitanlagen. Auch die Menschen sind moderner gekleidet – viele tragen Jeans und Pullover statt traditioneller Gewänder. Alles fühlt sich offener und internationaler an.
Die Nacht wird allerdings unruhig. Immer wieder hören wir Flugzeuge und entfernte Geräusche aus Richtung der israelischen Grenze. Am Himmel sehen wir Leuchtkörper aufsteigen, was ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Zusätzlich setzen sich nachts noch Leute in unsere Nähe, rauchen Shisha und unterhalten sich laut bis etwa zwei Uhr morgens. Schlaf gibt es nur wenig.
Am nächsten Morgen treffen wir zufällig Jerome und Leslie, die uns entdeckt haben und schnorcheln gehen wollen. Das passt perfekt, denn auch wir wollen ins Wasser. Gemeinsam schwimmen wir zu einem versunkenen Panzer hinaus. Ein ziemlich surrealer Anblick. Das Kanonenrohr ist noch gut zu erkennen, Fische schwimmen überall um uns herum. Marie schaut immer wieder neugierig durch die Schnorchelbrille und ist völlig begeistert. Das Rote Meer bei Akaba zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Wir bleiben noch in der Gegend, gehen später ein zweites Mal schnorcheln und übernachten anschließend gemeinsam mit Jerome und Leslie an einem ruhigeren Platz weiter im Süden. Eine SIM-Karte haben wir immer noch nicht, deshalb fahren wir am nächsten Tag nach Akaba, um uns endlich Internet zu besorgen. Doch weil wir vorher nochmal schnorcheln gehen, kommen wir zu spät. Die Geschäfte haben bereits geschlossen. Man schickt uns noch zu einem anderen Laden, doch auch der ist bei unserer Ankunft bereits geschlossen. Wir entscheiden uns spontan, direkt in Aqaba zu übernachten.
Wir stehen zwischen Hotels, nur etwa zwei Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Auch hier hört man nachts immer wieder entfernte Geräusche und Einschläge, was ein Unwohlsein hinterlässt. Jens nutzt den Abend noch, um auf dem Asphaltplatz die Reifen zu tauschen, weil vorne rechts ein seltsames Geräusch aufgetreten ist.
Am nächsten Morgen gehen wir direkt früh los und kaufen endlich eine SIM-Karte. Danach schauen wir uns Akaba etwas an. Die Stadt wirkt freundlich, touristisch und lebendig, mit vielen Geschäften. Anschließend fahren wir wieder zurück zu Leslie und Jerome ans Meer. Wir gehen erneut schnorcheln, Regina geht joggen, während Marie mit dem Fahrrad neben ihr herfährt, und wir genießen einfach den Moment.
Jordanien gefällt uns schon jetzt richtig gut – offen, herzlich und mit einer beeindruckend schönen Unterwasserwelt am Roten Meer.Читать далее

ПутешественникWas für herrliche Temperaturen. Bei uns waren es damals weit über 40 Grad.

ПутешественникOh, das ist etwas zu warm. Aber etwas wärmer könnte es schon sein.

ПутешественникWo habt ihr denn Drohne und Foto versteckt,damit sie es nicht finden?
Schnorcheln am letzten Tag in Saudi
23 марта, Саудовская Аравия ⋅ ☁️ 18 °C
Bevor wir die Grenze übertreten, fahren wir noch einmal zu einem Schnorchelspot am Roten Meer in Saudi-Arabien. Der Platz soll besonders schön sein, doch leider liegt überall Müll herum, was die Freude etwas trübt. Am Nachmittag kommen wir an, genießen trotzdem die Ruhe und einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Während es langsam dunkel wird, hören wir immer wieder entfernte Geräusche von Raketen, Drohnen und Detonationen auf der anderen Seite des Meeres. Israel ist nicht weit entfernt, und ein leicht mulmiges Gefühl bleibt. Später geht Jens noch einmal hinaus und ruft mich. Am Himmel schwebt ein intensiv blau leuchtendes Licht, das sich langsam verändert und nach einigen Minuten plötzlich verschwindet. Wahrscheinlich handelt es sich um ein atmosphärisches Leuchten durch Raketenabgase in großer Höhe, die vom Sonnenlicht angestrahlt werden und dadurch kurz geheimnisvoll aufleuchten.
Am Abend werden wir schließlich vom Grenzschutz weggeschickt. Übernachten an der Küste ist hier nicht erlaubt. Also fahren wir ins Gebirge, finden zunächst keinen Empfang und schließen uns schließlich vier ungarischen Fahrzeugen an, die am Straßenrand stehen. Ein kurzes Gespräch, dann fallen wir alle müde ins Bett.
Am nächsten Morgen sind sie schon weitergezogen. Wir fahren noch einmal zurück zum Schnorchelspot, doch wieder gibt es Diskussionen mit dem Grenzschutz. Erst sollen wir gehen, dann dürfen wir plötzlich doch bleiben. Die Regeln wirken wechselhaft und etwas rätselhaft.
Nach dem Frühstück springt Jens ins Wasser und kommt begeistert zurück. Also gehen wir alle hinein. Jens und ich schnorcheln gemeinsam, während Marie auf ihrer Schwimmnudel zwischen uns durchs Wasser gezogen wird. Das Korallenriff ist wunderschön, die Fische bunt und lebendig, auch wenn Fischerleinen zwischen den Korallen hängen.
Kaum sind wir wieder an Land, holt der Grenzschutz alle Badegäste aus dem Wasser. Offenbar ist Schwimmen nun doch nicht erlaubt. Wir hatten also Glück.
Wir packen zusammen, verabschieden uns innerlich und fahren Richtung Grenze. Saudi-Arabien überrascht uns. Auf den Straßen fahren viele aggressiv und rücksichtslos, doch außerhalb der Autos erleben wir große Freundlichkeit und Gastfreundschaft, besonders gegenüber Familien mit Kindern. Das Land zeigt sich vielseitig: kühle Bergregionen mit grünen Landschaften ebenso wie heiße Küsten und Wüsten.
Mit vielen Eindrücken sagen wir schließlich: Tschüss Saudi-Arabien. Ein spannendes, unerwartet vielfältiges Land – wäre da nicht die spürbare Unruhe im Nahen Osten.Читать далее

Путешественник„Unruhe im Nahen Osten“ ist ja wirklich sehr diplomatisch ausgedrückt..🥲 Ich sehe, dass ihr an der Grenze zum Irak umgedreht seid. Alles Gute!🍀

ПутешественникJa richtig, aktuell kommen wir nicht mehr durch den Irak. Wir müssen uns eine andere Möglichkeit überlegen.

ПутешественникOh ja, die Regeln. Mal darf man und dann wieder nicht. Ständig habe ich etwas falsch gemacht. Es war vieles nicht durchschaubar. Schön, dass es euch gefallen hat. Ich bin sehr froh, dass wir das Land gerade noch so in Friedenszeiten besichtigen konnten.
Marie trifft Nila wieder
22–23 мар., Саудовская Аравия ⋅ ☁️ 22 °C
Wir fahren gemeinsam mit Jerome und Leslie an die Küste des Roten Meeres. Dort treffen wir wieder Nila und ihre Familie, das französische Ehepaar aus Katar. Marie ist außer sich vor Freude und auch Nila strahlt übers ganze Gesicht. Seit zwei Tagen fragt sie wohl ununterbrochen, wann sie Marie endlich wiedersehen darf.
Kaum sind wir angekommen, rennen Marie und Mila zusammen los, spielen, lachen und verschwinden sofort in ihrer eigenen Welt. Alles andere ist plötzlich unwichtig. Wir verbringen einen wunderschönen Abend miteinander, grillen zusammen am Meer, erzählen viel und tauschen unsere Reisepläne aus. Für Nila und ihre Familie geht es bald zurück nach Katar, wo sie entscheiden wollen, ob sie weiter nach Frankreich reisen oder erst dort bleiben.
Die Nacht ist ruhig. Nur gelegentlich hören wir in der Ferne Schüsse oder Raketen, doch ansonsten schlafen wir friedlich.
Am nächsten Morgen sucht Marie als Erstes nach Mila. Kaum sind beide wach, spielen sie wieder zusammen, sammeln Muscheln und laufen am Strand entlang. Es ist einfach schön zu sehen, wie unbeschwert sie miteinander sind.
Gegen Mittag brechen William, Cyril und Mila Richtung Badiisa auf. Der Wind ist zunächst noch stark, lässt aber langsam nach. Regina macht etwas Sport, Lissy schließt sich an, und später gehen wir noch einmal zum Schwimmstrand schnorcheln. Das Wasser überrascht uns positiv und der Ausflug lohnt sich sehr.Читать далее
Wadi Al Disah - Highlight in Saudi
21–22 мар., Саудовская Аравия ⋅ 🌬 18 °C
Heute fahren wir zum Wadi Al Disah. Auf iOverlander lesen wir vorher, dass man mit einem Camper eigentlich nicht in das Flussbett hineinfahren kann, weil die Fahrzeuge zu groß seien. Jérôme und Leslie fahren mit ihrem Landcruiser hinein. Wir warten am Abzweig und wollen abklären, ob es wirklich Probleme gibt. Nach einiger Zeit kommt die Nachricht von den beiden, dass niemand sie aufgehalten oder kontrolliert hat. Also entscheiden wir uns ebenfalls hinzufahren.
Zuerst geht es über eine normale Straße ins Tal, doch die Schlucht wird schnell enger und schließlich endet die Straße. Einige Jeep Safari Guides stehen dort und bieten Touren an. Niemand hält uns auf, sie schauen nur. Wir fahren langsam weiter. Ein großes Wasserloch können wir umfahren und kurz darauf sind wir mitten im Wadi.
Plötzlich verändert sich die Landschaft. Wasser fließt durch das Tal, hohe Gräser wachsen an den Seiten und Palmen stehen zwischen den Felsen wie eine kleine Oase im Canyon. Wir fahren langsam durch das Flussbett und genießen jeden Meter. Immer wieder begegnen uns Jeeps und die Menschen staunen, dass wir mit unserem Sprinter hier unterwegs sind. Gräser streifen über das Fahrzeug und manchmal fühlt es sich an wie eine natürliche Waschanlage. Der Untergrund wird sandiger, deshalb lassen wir etwas Luft aus den Reifen. Rocky meistert alles problemlos.
Das Licht ist wunderschön, das Wetter. Am Ende des Wadis treffen wir überraschend wieder auf Jérôme und Leslie, denn im Canyon gibt es keinen Empfang. Gemeinsam verbringen wir einen entspannten Abend. Wir versuchen noch mit Marie auf dem Fahrrad joggen zu gehen, doch der sandige Untergrund macht es schwierig und wir drehen bald wieder um. Am Abend kommen sogar Kamele vorbei und Regina kann sie vorsichtig streicheln. Wir verbringen eine ruhige Nacht unterm tollen Sternenhimmel.
Nach dem Frühstück fahren wir wieder ins Wadi. Aus der anderen Richtung wirkt alles noch einmal anders und genauso beeindruckend. Unterwegs machen wir eine kurze Pause, treffen wieder auf Kamele.
Mit unseren Reisefreunden fahren wir zu einem Nachbar-Wadi um Mittag zu essen. Wir fahren uns dabei im Sand fest. Also essen wir genau dort, buddeln nach dem Essen und holen die Sandbleche heraus. Mit etwas Geduld kommt Rocky wieder frei und wir können weiterfahren.
Ein Tag voller Abenteuer und definitiv eines der schönsten Erlebnisse in Saudi Arabien.Читать далее
Hochwasser versperrt unseren Weg
19 марта, Саудовская Аравия ⋅ 🌬 18 °C
Wir verbringen eine ruhige Zeit zwischen den beeindruckenden Felsen. Marie klettert noch begeistert auf den Steinen herum, bevor es dunkel wird. In der Nacht zieht ein heftiges Unwetter auf. Der Sturm wird immer stärker, das Auto wackelt im Wind und Gewitter mit Donner und grellen Blitzen zieht über uns hinweg. Heftige Windböen lassen uns immer wieder aufwachen.
Am Morgen ist alles vorbei. Die Luft ist kalt und frisch. Wir ziehen lange Hosen an und holen sogar die dicken Winterjacken hervor, so stark hat es abgekühlt. Der Wind lässt nach und später kommt die Sonne heraus. Marie klettert wieder voller Energie auf den Felsen, während wir in Ruhe frühstücken.
Später gehen wir gemeinsam zur Kante des Wadis, wo ein kleiner Bach fließt. Wir stehen auf den Felsen und schauen hinunter. Jens fragt, ob dort vorne eine Welle sei. Regina meint zuerst, es sei nur eine Stromschnelle, doch Sekunden später bewegt sich die vermeintliche Welle. Innerhalb kürzester Zeit schwillt der Bach zu einem reißenden, braunen Fluss an und tritt über die Ufer.
Uns wird klar, dass die Straße den Fluss kreuzt. Von weiter oben erkennen wir, wie gewaltig das Wasser geworden ist. Ein Pickup und einem Lkw ist die Durchfahrt unmöglich. Auch andere Autos warten dort und die Insassen beobachten das Wasser. Also fahren wir zurück zu unserem Stellplatz und machen das Beste daraus.
Wir stellen uns etwas windgeschützter hin. Draußen ist es weiterhin stürmisch, deshalb verbringen wir viel Zeit im Auto. Mit Marie backen wir einen Regenbogenkuchen, den sie sich lange gewünscht hat, und laden Jerome und Leslie zum Kuchenessen ein. Trotz allem wird es ein schöner Nachmittag.
Am Abend gehen wir noch einmal zur Straße, doch der Pegel ist weiterhin zu hoch. Einige Locals sprechen mit uns und wollen uns sogar zum Fastenbrechen einladen, denn es ist Zuckerfest. Viele kommen selbst nicht nach Hause wegen des Wassers. Später in der Nacht bringt uns jemand sogar ein ganzes Paket kleiner Wasserflaschen vorbei und fragt was wir noch brauchen, eine unglaublich nette Geste.
Die Nacht verläuft diesmal ruhig. Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück erneut zur Straße und endlich ist die Durchfahrt möglich. Noch immer liegt Wasser auf der Fahrbahn und alles ist matschig, doch wir kommen durch. Insgesamt müssen wir den Fluss fünfmal queren, teilweise ist die Straße beschädigt, aber wir schaffen jede Passage.Читать далее
Schönstes Korallenriff in Yanbu
17 марта, Саудовская Аравия ⋅ ☁️ 28 °C
Bei Yanbu in Saudi Arabien soll man sehr schön schnorcheln können. Als wir am Nachmittag ankommen, ist es allerdings extrem windig. Hier treffen wir zuerst ein französisches Ehepaar und sagen Hallo. Die Verständigung ist etwas holprig, denn der Mann spricht kein Englisch und die Frau nur wenige Wörter. Regina versucht sich mit ein bisschen Französisch und etwas Englisch und irgendwie klappt es trotzdem.
Der Mann möchte nicht alleine schnorcheln und kommt mit uns ins Wasser. Gemeinsam schwimmen wir etwa zweihundert bis dreihundert Meter hinaus Richtung Riffkante. Das Riff ist sehr flach und die Wellen werden immer höher. Der Wind nimmt zu, wir schaffen es kaum über die brechenden Wellen und außerdem ist das Korallenriff hier vorne nicht besonders beeindruckend. Schließlich drehen wir um. Der Sturm wird stärker und die Sicht bleibt schlecht.
Eigentlich überlegen wir weiterzufahren, entscheiden uns dann aber zu bleiben. Stattdessen gehen wir mit Marie noch auf den Spielplatz, wo sie den Nachmittag sehr genießt.
Während wir wegen des starken Windes im Camper sitzen, fährt ein Wohnmobil mit niederländischem Kennzeichen auf den Platz. Wir winken erst aus dem Fenster, gehen dann hinaus und sagen Hallo. Es ist eine Familie mit zwei kleinen Kindern, ein Junge fast vier Jahre alt und ein neun Monate altes Baby. Marie versteht sich sofort mit dem Jungen und die beiden spielen direkt zusammen. Wir unterhalten uns lange und merken schnell, dass die Chemie stimmt. Sie reisen ebenfalls viel und erzählen von ihren Plänen, noch durch Kasachstan, Kirgisistan und weitere Stanländer bis nach China zu fahren. Das finden wir sehr spannend.
In der Nacht rüttelt der Sturm kräftig am Auto. Am nächsten Morgen ist es dagegen plötzlich ruhig. Mit Kaffee setzen wir uns nach draußen, während die Kinder spielen und Marie begeistert neues Spielzeug entdeckt.
Diesmal wollen wir erneut schnorcheln gehen. Marie bleibt lieber bei den neuen Freunden, also gehen wir zusammen mit der Mutter der Kinder und dem französischen Mann ins Wasser. Jetzt scheint die Sonne, das Meer ist ruhig und wir erreichen problemlos die Riffkante.
Dort eröffnet sich ein traumhaft schönes Riff. Es fällt etwa sechs bis sieben Meter steil ab, hinter uns liegt tiefblaues Wasser, vor uns leuchten Korallen in allen Farben und unzählige Fische schwimmen um uns herum. Wir treiben entlang der Kante und sind begeistert. Es ist das schönste Riff, das wir bisher gesehen haben. Selbst das Great Barrier Reef war beeindruckend, doch hier wirkt alles intensiver durch die steile Kante und das tiefe Blau dahinter.
Nach etwa dreiviertel Stunde schwimmen wir glücklich zurück. Marie hat uns kein bisschen vermisst und spielt noch immer. Wir frühstücken gemeinsam, die Kinder fahren zusammen Fahrrad über den großen Parkplatz und wir genießen die entspannte Stimmung.
Am Nachmittag verabschieden wir uns schließlich voneinander, denn für uns geht die Reise weiter.Читать далее
Al Ula & Hegra
17–18 мар., Саудовская Аравия ⋅ ☀️ 29 °C
Wir fahren Richtung Al Ula und kommen gut voran. Nach rund vier Stunden erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang unser Ziel.
Dort treffen wir auf eine französische Familie mit ihrer Tochter Nila. Zwischen ihr und Marie entsteht sofort eine Freundschaft. Trotz Sprachbarriere verstehen sich die beiden erstaunlich gut. Marie spricht einfach drauflos auf Englisch, fragt zwischendurch nach einzelnen Wörtern und rennt dann wieder lachend zurück zum Spielen. Bis abends um neun Uhr toben sie zusammen, bevor beide völlig erschöpft ins Bett fallen. Auch wir genießen einen schönen gemeinsamen Abend.
Am nächsten Morgen fragt Marie direkt nach dem Aufwachen, ob Nila schon wach ist. Nach einem kurzen Wiedersehen müssen wir jedoch weiter, denn um zehn Uhr startet unsere Bustour nach Hegra. Ein Bus holt uns ab und bringt uns in das UNESCO Weltkulturerbe, die antike nabatäische Stadt aus dem ersten Jahrhundert vor Christus bis ins erste Jahrhundert nach Christus.
Mit uns fahren Familien aus verschiedenen Ländern, auffallend viele Kinder sind dabei. Insgesamt zählen wir elf, alles Jungs bis auf Marie. Die erste Station führt zu einer großen Versammlungshalle mit alten Inschriften. Danach besuchen wir mehrere Gräber, die direkt in den Sandstein geschlagen wurden. Für einen Abschnitt lädt ein Guide kurzerhand alle Kinder in ein Golfcart ein und verwandelt es in ein fröhliches Kindertaxi. Die Begeisterung ist riesig.
Bei Grab Nummer 26 erklärt der Guide die Bauweise und die Bedeutung der Fassaden. Währenddessen spielt Marie draußen mit einem schüchternen russischen Jungen, mit dem sie sich schnell anfreundet. Später sehen wir das größte Grab der Anlage, ein gewaltiger Felsenbau, der nie fertiggestellt wurde. Mit der römischen Übernahme im Jahr 106 nach Christus endete die Blütezeit der Nabatäer und die Arbeiten wurden offenbar aufgegeben.
Am Abend fahren wir zurück. Im Bus verabschiedet sich Marie von ihrem neuen Freund und erklärt uns anschließend sehr ernst, sie sei zum ersten Mal verliebt gewesen. Wir müssen schmunzeln.
Zurück in Al Ula treffen wir zufällig das französisches Paar wieder, das wir bereits zuvor kennengelernt hatten. Danach fahren wir weiter zum Elefantenfelsen, der wegen der Ramadanzeiten schon geschlossen ist, doch Fotos gelingen trotzdem. Wir schlendern noch durch die Altstadt und verzichten auf einen Besuch der spiegelnden Maraya Concert Hall, da ca. 26 Euro Eintritt pro Person verlangt werden. Das ist uns für ein paar Fotos dann doch zu teuer. Stattdessen fahren wir zum Rainbow Arch, machen eine kurze Pause und essen etwas. Am Abend sind wir mit Jérôme und Leslie verabredet.Читать далее
Jens Geburtstag - Perfekter Strandtag
15 марта, Саудовская Аравия ⋅ ☀️ 28 °C
Jens hat einen ganz einfachen Wunsch zu seinem Geburtstag. Er möchte den Tag an einem ruhigen Strand verbringen, am liebsten mit etwas Kitesurfen. Deshalb fahren wir von Jeddah aus nach Norden zu einer abgelegenen Lagune. Am offenen Meer ist Kitesurfen hier nicht erlaubt, und selbst beim Schwimmen werden wir immer wieder von Grenzbeamten angesprochen. Unsere Hoffnung ist groß, dass wir an der weit entfernten Lagune endlich unsere Ruhe finden.
Als wir dort ankommen, sind wir sofort begeistert. Vor uns liegt ein weiter, fast menschenleerer Strand. Das Wasser ist unglaublich flach und leuchtet in der Sonne in einem intensiven Türkis. Die Landschaft wirkt ruhig und weit, fast unwirklich schön. Genau so ein Ort, wie man ihn sich für einen Geburtstag wünscht.
Mit Wind rechnen wir eigentlich nicht mehr. Die Vorhersage hat sich in den letzten Tagen nicht verbessert. Also stellen wir uns auf einen entspannten Strandtag ein. Wir sitzen unter unserer Markise und genießen die Ruhe.
Schon um halb acht morgens wird Jens von Marie geweckt.
„Papa, Papa, Papa, du hast heute Geburtstag!“
Eigentlich würde Jens gern noch ein wenig weiterschlafen. Aber über Maries Aufregung freut er sich natürlich sehr. Marie krabbelt sofort aus dem Bett und beginnt, unseren Sprinter mit einem Happy Birthday Schriftzug und kleinen Dekorationen zu schmücken. Währenddessen bereitet Regina ein kleines Geburtstagsfrühstück vor. Es gibt leckere Kuchenstücke mit Kerzen, die Jens natürlich auspustet.
Wir sitzen gemütlich vor dem Fahrzeug im Schatten und starten ganz entspannt in diesen besonderen Tag.
Am Nachmittag passiert dann doch noch etwas Überraschendes. Nach dem Kuchen setzt plötzlich eine leichte Windbrise ein. Jens nutzt sofort seine Chance und geht tatsächlich noch zum Kitesurfen aufs Wasser. Besser kann ein Geburtstagsgeschenk kaum sein.
Später geht auch Regina ins angenehm warme Wasser. Zum ersten Mal nimmt sie Marie zwischen ihre Beine mit auf das Kiteboard. Die Lagune ist perfekt dafür geeignet. Das Wasser ist sehr flach und ruhig, sodass wir uns keine großen Sorgen machen müssen. Marie genießt es sichtlich und möchte immer weiter mit Mama über das Wasser gleiten. Für uns ist es ein ganz besonderer Moment.
Nach dem Kitesurfen bereiten wir am einsamen Strand ein schönes Barbecue vor. Zum Glück lässt der Wind am Abend wieder nach. Die Luft wird ruhig und angenehm, genau richtig für einen entspannten Ausklang dieses besonderen Tages.
Nach dem Essen lassen wir den Grill noch einmal weiterglühen und bereiten darauf sogar Popcorn zu. Mit einer großen Schüssel setzen wir uns zusammen zu einem kleinen Kinoabend unter freiem Himmel und schauen Ice Age 4. Marie ist begeistert, und wir genießen gemeinsam die besondere Stimmung dieses einfachen, aber perfekten Geburtstagsabends am Meer.
Danach sitzen wir noch eine ganze Weile draußen und schauen in den klaren Sternenhimmel über uns. Es ist still, warm und friedlich.
Genau so hat Jens sich seinen Geburtstag gewünscht. Und genau so fühlt sich dieser Tag auch an. Ein richtig schöner Geburtstag. 🎂🌊⭐Читать далее

ПутешественникHerzlichen Glückwunsch noch nachträglich zum Geburtstag 🎂. Da habt ihr ja wirklich das perfekte Plätzchen für einen perfekten Tag gefunden 👌

ПутешественникAuch von uns viele Glückwünsche nachträglich. LG Peter und Marion

Путешественник
Nachträglich alles Gute zum Geburtstag 🎉 und weiterhin viel Spaß auf euren Reisen. Liebe Grüße an alle 👋 Marion & Peter
Abha
12 марта, Саудовская Аравия ⋅ ☀️ 31 °C
Abha liegt im Südwesten von Saudi-Arabien, hoch oben in den Bergen auf fast 3000 Metern. Wir erkunden die Stadt zunächst vom Auto aus und fahren durch die bergige Landschaft. Nebel zieht durch die Höhenlagen, der Wind weht kräftig, doch immer wieder bricht die Sonne durch die Wolken. Tagsüber ist es angenehm warm, aber sobald sich die Wolken schließen, wird es überraschend kühl.
Die Stadt wirkt grün und lebendig. Sogar eine Bergbahn gibt es hier, die derzeit allerdings stillsteht. An einem Aussichtspunkt halten wir und blicken über eine beeindruckende Schlucht. Eigentlich wollen wir noch die Altstadt besuchen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Die Straßenführung bringt uns an unsere Grenzen. Viele Abbiegespuren sind durch Absperrungen getrennt, Linksabbiegen ist oft unmöglich und selbst U-Turns, die Google Maps vorschlägt, existieren nicht. Immer wieder fahren wir kilometerweit in die falsche Richtung, nur um später wieder zurückzumüssen.
Das sorgt für zunehmend schlechte Laune, besonders bei Regina, die es gar nicht mag, sich zu verfahren. Auch andere Navigationssysteme helfen nicht weiter. Am Ende haben wir schneller als gedacht genug von Abha, obwohl die Stadt eigentlich sehr schön ist. Selbst aus der Stadt herauszufinden wird zur kleinen Geduldsprobe. Schließlich geben wir auf und fahren weiter.
Die Straße führt immer höher in die Berge hinein. Der Nebel wird dichter, zeitweise sehen wir kaum zehn Meter weit. Kurz darauf beginnt die spektakuläre Abfahrt Richtung Rijal Almaa. Innerhalb von nur zwanzig Kilometern verlieren wir rund 1500 Höhenmeter. Die Straße schlängelt sich in engen Serpentinen steil an der Felswand entlang.
Eine Höhenbegrenzung von drei Metern sorgt kurz für Unsicherheit, denn unser Fahrzeug ist 3,30 Meter hoch. Die Begrenzung wirkt allerdings deutlich höher. Ein Einheimischer hält neben uns an, beruhigt uns und erklärt, dass die Beschränkung nur für große LKW gilt. Also wagen wir die Weiterfahrt. Im ersten Gang, mit Untersetzung und Motorbremse, tasten wir uns langsam bergab. Es dauert lange, Autos überholen uns, doch Sicherheit geht vor. Unterwegs beobachten wir zahlreiche Paviane am Straßenrand, die offenbar an Passanten gewöhnt sind.
Unten angekommen erreichen wir das Dorf Rijal Almaa mit seinem beeindruckenden Museum, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die traditionellen Steinhäuser wirken wie aus einer anderen Zeit. Wir schauen uns alles von außen an und fahren anschließend weiter, denn der Sonnenuntergang und damit das Fastenbrechen im Ramadan stehen kurz bevor.
Wir holen uns etwas zu essen und bleiben schließlich an einem Park mit Spielplatz stehen. Marie spielt sofort mit den Kindern vor Ort, auch wenn niemand die Sprache des anderen versteht. Besonders bleibt uns ein Moment im Gedächtnis: Ein Junge wirft seinen leeren Becher achtlos ins Gras. Regina erklärt mit Gesten, dass Müll in den Mülleimer gehört. Marie hebt den Becher auf und wirft ihn weg. Nach und nach machen es die anderen Kinder nach. Die Eltern beobachten uns neugierig. Ein kleiner Moment, der zeigt, dass Vorleben manchmal mehr bewirkt als Worte.
Die Nacht verläuft ruhig und angenehm. Am nächsten Morgen spielt Marie noch einmal auf dem Spielplatz, bevor unsere Reise weitergeht.Читать далее
Brennholz ist verboten
11 марта, Саудовская Аравия ⋅ 🌙 13 °C
Nach einer langen Fahrt von Hima durch die Wüste erreichen wir am späten Nachmittag die Stadt Abha. Unterwegs verändert sich die Landschaft langsam von trockener Wüste zu einer deutlich grüneren Bergregion.
Am Stadtrand finden wir einen einfachen Picknickplatz, wie es sie in vielen Städten in Saudi Arabien gibt. Diese Plätze sind offenbar dafür gedacht, dass sich Menschen am Abend zum Sonnenuntergang treffen, zusammen sitzen und ihre Freizeit genießen. Tagsüber ist es meist zu heiß. An diesem Abend bleibt der Platz jedoch ruhig. Der Platz ist nicht besonders gepflegt, aber es gibt einen kleinen Spielplatz, über den sich Marie sehr freut. Wir verbringen einen ruhigen Abend und gehen schließlich schlafen.
Mitten in der Nacht werden wir jedoch durch lautes Hupen und klopfen geweckt. Ein Geländewagen des Militärs steht neben unserem Camper und Jens wird aufgefordert auszusteigen. Draußen stehen mehrere Männer um das Fahrzeug.
Der Grund ist schnell klar. An unserer Hecktür transportieren wir in einem offenen Kanister etwas Brennholz, das Jens am Nachmittag vom Straßenrand eingesammelt hat. Die Männer machen jedoch deutlich, dass das Sammeln und Besitzen von lokalem Brennholz hier verboten ist und sogar als Straftat gilt.
Das Gespräch ist schwierig, denn keiner der Männer spricht Englisch. Vieles läuft über Gesten und schließlich über den Google Übersetzer. Mehrmals erscheint auf Jens Handy der Hinweis, dass es sich um eine Straftat handelt, gleichzeitig aber auch, dass er dafür vermutlich nicht ins Gefängnis muss.
Jens ist etwas sauer über die nächtliche Störung und wirft das Holz schließlich vor die Füße der Männer und sagt ihnen, sie sollen es einfach mitnehmen. Doch auch die dürfen es nicht besitzen. Das Holz muss offenbar offiziell von der zuständigen Umweltbehörde erfasst werden. Kurz darauf kommt ein weiterer Geländewagen und ein Mitarbeiter schaut sich das Holz genau an und vermisst es und Foto dokumentiert alles.
Währenddessen wollen die Männer wissen, wo wir herkommen, wohin wir reisen und wer noch im Fahrzeug ist. Als sie erfahren, dass Regina und Marie im Camper schlafen, werden sie deutlich freundlicher und fragen sogar, ob alles in Ordnung ist.
Im Laufe der Unterhaltung wird klar, dass es ihnen tatsächlich um Umweltschutz geht. In Saudi Arabien gibt es nur wenige Bäume und deren Abholzung soll verhindert werden. Jens spricht jedoch auch an, dass wir überall Müll in der Natur sehen. Die Männer bestätigen über den Übersetzer, dass auch das verboten ist.
Die Situation wirkt trotzdem etwas absurd. In einer Zeit, in der die Region politisch angespannt ist und Raketen aus dem Iran abgefangen werden, beschäftigt sich mitten in der Nacht eine ganze Gruppe von Staatsschützern mit ein paar Stücken Holz an unserem Camper. Besonders merkwürdig ist auch ein Moment, in dem Jens sich mit dem Gesicht zu einem Geländewagen stellen muss, die Arme vor dem Körper verschränkt und den Kopf gesenkt. Kurz fühlt es sich wie eine Art Buße an. Später erklärt man ihm über den Übersetzer, dass es lediglich ein Foto zur Dokumentation der Straftat war.
Nach ungefähr zwei Stunden ist alles erledigt. Jens unterschreibt mehrere Seiten Dokumente und bestätigt alles zusätzlich mit zahlreichen Daumenabdrücken. Was genau er unterschrieben hat, wissen wir nicht. Zum Schluss entschuldigen wir uns sogar gegenseitig. Jens dafür, dass er die Regel mit dem Brennholz missachtet hat und die Soldaten dafür, dass sie uns mitten in der Nacht gestört zu haben.
Der Mitarbeiter der Umweltbehörde lädt das Holz schließlich in sein Fahrzeug und nimmt es zur Entsorgung mit. Die Männer können sich nach 2 Stunden nun einer neuen Aufgabe in dieser Nacht widmen und wir können endlich unsere Nachtruhe fortsetzen.Читать далее

ПутешественникDas fühlt sich etwas an wie unsere Erfahrungen in Medinah. Da hat es uns auch zweimal mit den Wachleuten erwischt und wir sind abgehauen. Vor allen Dingen beim zweiten Mal war nicht klar, was wir falsch gemacht haben. Das sind die extreme in SA: einerseits komische Regeln und Gesetze, die wir oft nicht verstehen und andererseits außergewöhnliche Gastfreundschaft. Zum Glück ist alles soweit gut gegangen. Wieder eine Erfahrung mehr.

ПутешественникAn den falschen Orten gewesen und nicht gewusst was man darf, weil es ja nirgends steht. Du kannst ja den Pinguin lesen.

ПутешественникHab ich schon gemacht☺️kann mich aber nicht mehr so erinnern. Muss ich nachlesen 😊

Путешественник🤣 Es waren so viele Kleinigkeiten, die man immer wieder irgendwie nicht durfte. Aber alles harmlos und ohne Militärpolizei.
Felszeichnungen bei Hima
9 марта, Саудовская Аравия ⋅ ⛅ 31 °C
Heute geht es nach Hima zu den berühmten Felszeichnungen. Schon die Anfahrt führt durch eine weite, raue Landschaft, und je näher wir kommen, desto mehr fühlt es sich an, als würden wir in eine andere Zeit reisen. Die dunklen Felsen stehen verstreut in der Ebene, ruhig und beeindruckend zugleich.
Bevor wir die Felszeichnungen erreichen, wartet jedoch erst einmal ein kleines Abenteuer auf uns. Der sandige Untergrund wird immer weicher und irgendwann merken wir, dass der Camper sich zunehmend eingräbt. Also heißt es erst einmal anhalten, Luft aus den Reifen lassen und neu überlegen. Mit weniger Reifendruck wagen wir es erneut und fahren vorsichtig weiter durch den Sand. Langsam arbeiten wir uns Meter für Meter vorwärts. Der Wagen schaukelt sich durch die Spuren, aber diesmal klappt es.
Da es hier keinerlei Pisten gibt, navigieren wir nur mit Karte und GPS in die richtige Richtung. Quer durch die weite Landschaft erreichen wir schließlich eine erste Felszeichnung, ein in den Stein geritztes Kamel. Es ist bereits Nachmittag und der Hunger meldet sich, also beschließen wir, uns direkt hier zwischen den Felsen einen Schlafplatz zu suchen. Marie spielt noch im Sand, Jens bastelt ein wenig am Auto und Regina kocht währenddessen das Abendessen. Die Ruhe hier draußen ist beeindruckend, und wir verbringen eine vollkommen stille Nacht unter freiem Himmel. Am nächsten Morgen geht es dann weiter zu den anderen Felszeichnungen.
Überall auf den Felsen entdecken wir Zeichnungen von Tieren, Menschen, Jagdszenen und Symbolen, die vor tausenden von Jahren in den Stein geritzt wurden. Manche Linien sind erstaunlich klar erhalten und wir laufen langsam von Fels zu Fels, immer auf der Suche nach neuen Details.
Unterwegs entdecken wir schließlich einen großen natürlichen Felsbogen. Jens ist sich zunächst nicht sicher, ob wir mit dem Sprinter überhaupt darunter hindurchpassen. Regina geht voraus, schaut sich alles genau an und gibt schließlich Entwarnung. Also wagen wir es. Direkt dahinter wartet jedoch eine weiche Sanddüne. Mit etwas Schwung fährt Jens hinauf und tatsächlich klappt es. Oben zwischen den Felsen angekommen, parken wir den Sprinter und machen erst einmal Fotos. Wir erkunden den Bogen zu Fuß und entdecken auch hier wieder Figuren und Gravuren im Stein.
Anschließend fahren wir weiter und schauen uns noch weitere Felszeichnungen an. Manche Bereiche sind eingezäunt und geschützt, andere liegen frei zugänglich in der Landschaft. Immer wieder halten wir an, steigen aus und entdecken neue Motive, bevor wir schließlich weiterfahren und unsere Reise fortsetzen.Читать далее
National Center of Wildlife
8–9 мар., Саудовская Аравия ⋅ ⛅ 31 °C
Glücklicherweise bekommen wir von dem Konflikt im Nahen Osten hier nichts mit. Von der US Basis und der US Botschaft in Riad haben wir uns ferngehalten und haben nun Riad hinter uns gelassen. Eigentlich wollten wir nur nach Westen fahren, nach Jeddah und anschließend weiter nach Norden. Doch von anderen Reisenden haben wir immer wieder gehört, wie schön der Südwesten von Saudi-Arabien sein soll. Und da wir nun mal hier sind, entscheiden wir uns spontan für den Umweg.
Vor uns liegen fast tausend Kilometer durch die Wüste. Zwei lange Fahrtage. Wir fahren zu zwei beeindruckenden Granitfelsen mitten in der Wüste. Im dunkeln suchen wir uns den Weg dorthin, werden aber mit absoluter Ruhe und einer beeindruckenden Kulisse belohnt. Am Morgen klettern Marie und Jens auf den Felsen herum, währendRegina den Kaffee für die Fahrt vorbereitet.
Wir schrubben weiter die Kilometer und erreichen am frühen Abend das National Center for Wildlife. Wir werden freundlich empfangen. Da unser Ansprechpartner nur spricht Arabisch vermittelt sein Kollege am auf Englisch am Telefon. Wir erhalten kostenlos eine Permit und dürfen bei den roten Dünen übernachten. Sogar den Weg dorthin zeigt man uns persönlich.
Marie ist begeistert, denn der weiche rote Sand ist für sie ein riesiger Sandkasten. Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen, genießen die Landschaft und werden am frühen Nachmittag zu einer Dünentour abgeholt. Unser Fahrer spricht natürlich nur Arabisch, doch irgendwie klappt die Verständigung trotzdem.
Mit dem Geländewagen fahren wir durch abwechslungsreiche Landschaften aus Sand, Steinen und roten Dünen, die wir sogar hinauffahren. Unterwegs entdecken wir sieben Gazellen, allerdings keine Oryx, die hier eigentlich leben sollen. Die Tiere sind sehr scheu und verschwinden sofort wieder in der Weite.
An einer Klippe halten wir und blicken über endlose Ebenen. Immer wieder macht unser Fahrer Fotos von uns in den Dünen und zeigt genau, wie wir stehen sollen. Wir nehmen es gelassen und genießen die Erfahrung.
Auf dem Rückweg begegnen wir einem Fahrzeug der Umweltschutzbehörde, um das herum Müll liegt. Unser Fahrer ärgert sich darüber und beginnt sofort aufzuräumen. Wir helfen mit. Insgesamt fällt uns auf, wie viel Müll in der Natur liegt, was sehr schade ist angesichts der sonst gut organisierten Strukturen im Land.
Nach etwa zwei Stunden endet die Tour wieder am Camper. Es war eine eindrucksvolle Fahrt durch eine überraschend vielfältige Wüstenlandschaft. Wir packen zusammen und machen uns bereit für den nächsten Abschnitt unserer Reise.Читать далее

ПутешественникIhr seid am Golf von Akaba gewesen - nicht weit weg von Dahab? Da habe ich mal einen Tauchurlaub gemacht.

ПутешественникJa, Ägypten ist in Sichtweite. Das Rote Meer ist sehr schön zum Tauchen.
Edge of the world
6 марта, Саудовская Аравия ⋅ ⛅ 23 °C
Die letzten Kilometer zum Edge of the World führen über eine heftige Rüttelpiste. Plötzlich klackert es vorne rechts unter Reginas Füßen. Am Ziel angekommen bestätigt sich der Verdacht. Das Domlager, die Verbindung zwischen Karosserie und Stoßdämpfer, ist komplett verschlissen, der Gummi hat sich aufgerieben, Metall schlägt auf Metall. Jens improvisiert eine provisorische Reparatur, damit wir weiterfahren können.
Am Abend genießen wir die Ruhe in der Wüste, Regina macht noch etwas Sport, und wir schlafen erstaunlich gut. Am nächsten Morgen laufen wir die letzten zwei Kilometer zum Edge of the World. Die steile Felskante fällt spektakulär in die endlose Ebene ab. Wir machen Fotos, genießen die Aussicht und sind beeindruckt von der Weite.
Anschließend entdecken wir noch die versteckte Hidden Cave. Der Eingang ist kaum sichtbar, ein kleines Loch im Boden, durch das wir über eine Leiter hinabsteigen. Unten erwartet uns eine größere Höhle mit kleinen Geckos, die zwischen den Felsen verschwinden. Ein unerwartetes Abenteuer.
Zurück Richtung Riad legen wir eine Spielplatzpause für Marie ein. Viele Parks hier sind auf Picknick ausgelegt. Zum Sonnenuntergang füllen sie sich plötzlich mit Familien, die gemeinsam das Fasten brechen. Die Stimmung ist schön, doch es wird uns schnell zu voll. Wir fahren weiter zum Parkplatz beim Nationalmuseum andem wir übernachten.
Am nächsten Morgen wecken uns schon um sechs Uhr Laubbläser. Nach dem Frühstück fahren wir in eine Automeile voller Ersatzteilläden, ein kleines Paradies für Jens. Tatsächlich findet er passende Teile, sogar neue Domlager. Zurück am Parkplatz baut er alles ein, während Regina mit Marie durch den Park spaziert.
Der neue Luftmassenmesser funktioniert allerdings nicht, also muss Jens den alten wieder einsetzen und das Ersatzteil zurückgeben. Ein kleiner Rückschlag, aber immerhin ist das Domlager repariert. Am Ende verlassen wir Riad langsam wieder und setzen unsere Reise fort, ein bisschen müde, aber auch erleichtert, dass das Fahrwerk von Sprinter wieder fit ist.Читать далее

ПутешественникSchön so genau zu wissen, wo ihr überall wart. Als wäre ich selbst wieder dort. Verrückt, dass vor ein paar Wochen die Welt noch eine andere war.

Marvin van der GrintenSo sah es bei mir während Corona auch am Edge of the World aus. Gute Weiterreise!
Riad
4 марта, Саудовская Аравия ⋅ 🌬 18 °C
Nach der langen und anstrengenden Grenzerfahrung schlafen wir am nächsten Morgen erst einmal aus. Unser Übernachtungsplatz liegt ruhig mitten in der Wüste. Es ist windig, überraschend frisch und sogar bedeckt. Ganz anders, als wir uns die Wüste Saudi-Arabiena vorgestellt haben. So bleiben wir länger als geplant im Camper liegen und schlafen tatsächlich bis nach acht. Alles geht heute etwas langsamer.
Erst gegen halb elf sind wir wieder auf der Straße und fahren Richtung Riad. Fünf Stunden liegen vor uns, eine eintönige Strecke, die scheinbar endlos geradeaus durch die Wüste führt. Der Wind kommt stark von der Seite, immer wieder weht Sand auf die Straße. An manchen Stellen sehen wir sogar Bagger, die die Fahrbahn von Dünen freischaufeln. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit beginnt es tatsächlich leicht zu regnen, draußen zeigt das Thermometer nur 20 Grad. Für Saudi-Arabien wirkt das fast unwirklich.
Unterwegs tanken wir noch einmal Diesel für umgerechnet 41 Cent pro Liter und füllen auch unseren Wassertank auf. Wasserstellen finden wir hier erstaunlich gut, oft an Moscheen. Die Menschen helfen freundlich oder zeigen uns, wo wir Wasser bekommen. Unser 100-Liter-Tank reicht etwa fünf Tage, damit kommen wir gut zurecht.
Am späten Nachmittag erreichen wir die Umgebung von Riad und suchen uns einen neuen Übernachtungsplatz. Der erste Spot existiert leider nicht mehr, doch wir finden schnell eine Alternative. Jens wirft wie so oft einen Blick in den Motorraum, denn der Tempomat hält die Geschwindigkeit nicht mehr zuverlässig. Ein weiteres Rätsel, das wir in Riad klären wollen. Wir fahren durch die Hauptstadt um einen entsprechenden Eindruck von ihr zu gewinnen. Der Verkehr ist chaotisch und der vorherrschende Fahrstiel äußerst rücksichtslos. Das Stadtbild ist sehr gemischt und geprägt von moderner Architektur und dem Zeugnis vergangener Epochen. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage wollen wir nicht in der Stadt verweilen. Wir treffen uns noch kurz auf einen Kaffee mit unseren Freunden Jerome und Leslie bevor wir weiter in die Wüste zum nächsten Highlight dem "Edge of the World" fahren.Читать далее

Путешественник20 Grad sind nicht schlecht. Wir hatten vor allen Dingen morgens und abends meist nur 7 Grad. Regen nicht. Aber es ist gerade Regenzeit. Eine warme Jacke war immer griffbereit.
Saudi Arabien lässt uns schmoren
3 марта, Саудовская Аравия ⋅ 🌬 21 °C
Wir sind erleichtert, als wir nach gut 4 std. Fahrt von Abu Dhabi die Grenze zu Saudi Arabien erreichen. Es ist kurz vor 17 Uhr. Zunächst fahren wir den anderen Autos hinterher, doch schnell merken wir, dass die Abläufe hier nicht für Overlander mit eigenem Fahrzeug gemacht sind. Alles ist auf Pendler zwischen Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelegt. Weil wir unser Zollpapier (CDP) abstempeln müssen, schickt uns die freundliche Beamtin wieder zurück zu Customs.
Also fahren wir mit Warnblinkanlage entgegen der Fahrtrichtung zurück, suchen die richtige Abzweigung und landen schließlich im Bereich für Busse. Jens geht allein hinein, denn für die Zollabfertigung braucht man nur den Reisepass des Fahrers und die Fahrzeugpapiere. Während andere schnell wieder herauskommen, bleibt er verschwunden. Erst nach über einer Stunde kehrt er zurück. Niemand fühlte sich zuständig, er wurde mehrfach weitergeschickt und musste sogar in ein anderes Gebäude wechseln, bis endlich der richtige Stempel gesetzt war. Erste Hürde geschafft.
Auf der saudischen Seite läuft es zunächst überraschend gut. Unser Visa on Arrival ist innerhalb von fünfzehn Minuten erledigt. pro Person 100 US-Dollar müssen wir zahlen. Das ist echt heftig! Danach folgt die Fahrzeugabfertigung. Wegen unseres deutschen Kennzeichens dauert alles länger, und zusätzlich ist Sonnenuntergang im Ramadan. Viele machen gerade Pause zum Fastenbrechen, sodass sich die Wartezeiten deutlich verlängern. Jens muss nochmal zum Manager ins Gebäude. Anschließend wird der Sprinter kontrolliert, gefragt wird nur nach Schweinefleisch und Alkohol. Nichts davon haben wir. Anschließend müssen Regina und Marie in einen Warteraum für Frauen, während Jens mit dem Auto durch den Scanner fährt. Wir glauben schon, es danach geschafft zu haben, doch am Ausgangscheck beginnt ein absurdes Hin und Her. Mehrfach werden wir wieder zurückgeschickt, weil angeblich noch etwas fehlt. Erst ist es die Versicherung. Jedes Mal müssen ganze Autoschlangen rückwärtsfahren.
Nach einer kurzen Suche finden wir das Versicherungsbüro, schließen eine Haftpflichtversicherung ab und stellen uns erneut am Ausgangscheck an. Nun heißt es wieder zurück zum Scanner. Unser Motorraum wird kontrolliert, der Warmwasserboiler sorgt kurz für Verwirrung, dann heißt es: alles okay.
Wir fahren wieder in die Ausgangschlange. Immer wieder müssen wir etwas zurücksetzen, weil auch andere Autos zurückgeschickt werden. Wir machen noch Scherze darüber und freuen uns schon, dass wir es geschafft haben. Als wir wieder an der Reihe sind, macht Jens einen Scherz „ every good Things are three“ (dt. Alle guten Dinge sind drei) Regina muss lachen. Aber dann vergeht ihr schnell das Lachen, denn wir werden noch einmal zum Scanner geschickt. Nach nun über vier Stunden Grenzprozess verliert Regina die Geduld und schimpft die Männer an. Sie ist hungrig. Die Grenzbeamten versuchen Sie zu beruhigen. Sie hatten vergessen das elektronische „OK“ zu geben. Beim vierten Anlauf fahren wir an der Warteschlange des Ausgangschecks vorbei und fordern den Grenzbeamten auf endlich die Schranke zu öffnen. Und nun öffnet sich tatsächlich die Schranke. Der Beamte lacht, wünscht uns gute Fahrt und schenkt uns zum Abschied sogar eine Packung Kekse.
Erleichtert verlassen wir die Grenze, tanken noch Diesel für etwa 0,40 € pro Liter und fahren anschließend eine halbe Stunde in die Wüste hinein. Dort finden wir einen ruhigen Übernachtungsplatz und sind einfach nur froh, es endlich geschafft zu haben.Читать далее
Abu Dhabi
3 марта, Объединенные Арабские Эмираты ⋅ ⛅ 32 °C
Heute treffen wir eine Entscheidung, die sich nicht ganz leicht anfühlt. Trotz der Angriffe entlang der Küste beschließen wir, nach Abu Dhabi zu fahren. Die alternative Route tief durch die Wüste entlang der omanischen Grenze wäre deutlich länger gewesen. Außerdem sind Leslie und Jerome diese Strecke erst einen Tag vor uns gefahren und berichten von einer ruhigen Fahrt. Das eigentliche Ziel der Angriffe liegt ohnehin weiter entfernt bei einer US-Basis. Also machen wir uns mit einem leicht mulmigen Gefühl auf den Weg.
Die Fahrt von Dubai dauert nur etwa eine Stunde und verläuft völlig problemlos. Der Verkehr fließt ruhig. Wir fahren direkt zur großen Moschee, von der wir hier auch nichts mehr von den Angriffen hören.
Die Organisation rund um die Moschee ist allerdings zunächst ziemlich verwirrend. Wir landen erst auf dem falschen Parkplatz, werden wieder weggeschickt und drehen mehrere Runden, ohne genau zu wissen, wohin. Schließlich finden wir den Besucherparkplatz. Es ist der letzte Parkplatz auf dem Gelände. Wir laufen von dort zur Moschee, werden aber wieder zurückgeschickt, denn der Eingang ist in einer Glaskuppel neben dem Besucherparkplatz. Aber leider ohne Hinweisschilder. Von dort geht’s unterirdisch weiter. Der Weg führt zunächst durch eine Fressmeile bis zu Bildschirmen, an denen man sich registrieren muss. Mit den QR-Codes geht es wieder zurück durch lange Gänge, vorbei an Souvenirläden und schließlich über mehrere Rolltreppen durch unterirdische Wege. Wir kommen ans Licht direkt vor der Moschee.
Dort angekommen lohnt sich alles sofort. Die Scheich-Zayid-Moschee ist beeindruckend schön. Strahlend weißer Marmor, feine Blumenmuster und eine unglaubliche Sauberkeit prägen das Bild. Immer wieder sehen wir Mitarbeiter, die Böden reinigen und alles in perfektem Zustand halten. Über Absperrungen wird man durch die Anlage geführt, was zwar sehr organisiert, aber auch recht touristisch wirkt. Damit hätten wir in diesen Tagen nicht gerechnet.
Wir sehen zuerst den Frauengebetsaal und anschließend den großen Männergebetsaal mit riesigen Kronleuchtern, die den Raum fast unwirklich erscheinen lassen. Insgesamt bleiben wir etwa anderthalb bis zwei Stunden, bevor wir weiterfahren.
Auf dem Weg aus der Stadt halten wir noch bei Mercedes Trucks, weil wir dringend ein kleines Ersatzteil für die Ansteuerung der Turbolader für unseren Sprinter brauchen. Nachdem wir in Dubai nur unwichtige Teile bekommen haben, kommt Jens hier nach längerer Zeit strahlend wieder heraus. Tatsächlich hat er das Teil bekommen, sogar mit fünfzig Prozent Rabatt. Die Freude und Erleichterung ist groß.
Danach fahren wir weiter Richtung Grenze Saudi Arabien. Die Straße führt an der US-Basis vorbei, was uns kurz noch einmal ein mulmiges Gefühl gibt. Doch die Anlage liegt weit entfernt von der Autobahn, alles wirkt ruhig, und wir fahren entspannt weiter.
Die Strecke zieht sich durch die weite Wüste, bis kurz vor der Grenze plötzlich ein Sandsturm aufkommt. Starker Wind wirbelt Sand über die Straße und färbt die Landschaft gelblich ein. Damit hätten wir nicht gerechnet, aber auch das gehört wohl zur Wüste dazu. Und so fahren wir weiter Richtung Grenze.Читать далее

ПутешественникSuper, dass alles so reibungslos geklappt hat und ihr dabei trotzdem noch die Moschee in Ruhe anschauen konntet!
Dubai anders erleben
27 февр.–3 мар., Объединенные Арабские Эмираты ⋅ ☀️ 23 °C
Diesmal fahren wir mit dem Auto nach Dubai. Kein glamouröser Start, sondern eine lange Liste voller Autoersatzteile, die Jens unbedingt finden möchte. Doch es ist Ramadan und viele Geschäfte haben tagsüber geschlossen oder genau die Teile nicht, die wir brauchen. Nachrichten bleiben unbeantwortet, Wege führen ins Leere. Am Ende landen wir bei Mercedes und bestellen dort die nötigsten Ersatzteile. Jetzt heißt es warten.
Wir schlafen auf einem Parkplatz neben einem schöne Strand Park. Dort spielt Marie glücklich auf den Spielplätzen. Hier ist am Abend viel los. Mit Sonnenuntergang erwacht draußen das Leben. Es ist Ramadan, d.h. Menschen essen, reden und lachen bis tief in die Nacht. Warme Luft liegt über allem, doch Schlaf finden wir kaum. Die Leute sitzen auf dem Parkplatz neben ihren Autos und unterhalten sich lautstark. Unser Rhythmus passt nicht zu dem der Stadt im Ramadan.
Am nächsten Tag treffen wir zufällig wieder Marion und Carsten, die wir zuvor im Oman verabschiedet hatten. Gemeinsam gehen wir schwimmen und genießen den Nachmittag, bis plötzlich ein tiefes Dröhnen den Himmel erfüllt. Wie Düsenjets, doch wir sehen nichts. Dann folgen dumpfe Explosionen. Nachrichten erscheinen auf unseren Handys. Angriffe, Raketen, militärische Spannungen in der Region. Die Flugbahnen verlaufen über unseren Köpfen.
Aus einem mulmigen Gefühl wird etwas Angst. Wir überlegen, ob wir wegfahren sollen, suchen auf Karten nach sicheren Orten, diskutieren leise, damit Maria nichts merkt. Am Ende bleiben wir doch auf dem Beachpark-Parkplatz.
In der Nacht schrillen plötzlich alle Handys gleichzeitig mit einer Warnmeldung. Menschen stehen draußen, Autos fahren hektisch davon. Marie fragt immer wieder, was ein Raketenanschlag ist. Wir versuchen ruhig zu bleiben, obwohl wir selbst keine Antworten haben.
Am Morgen weckt uns ein gewaltiger Knall. Das Auto wackelt, irgendwo detoniert etwas. Regina wird es flau im Magen. So nah hat sich Krieg für uns noch nie angefühlt. Beim Frühstück sprechen wir darüber, wie Menschen in echten Kriegsgebieten das täglich erleben müssen. Wir sehen unweit von uns starken Rauch aufsteigen. Irgendwie brennt es durch die Detonation. Das reicht uns schon, um alles anders zu sehen. Wir tragen uns erstmal in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes ein. Immer wieder hören wir Jets oder Raketen über uns fliegen, manchmal auch eine Detonation.
Tagsüber wird es ruhiger. Wir waschen Wäsche, gehen joggen, spielen mit Maria im Park. Dann wir kaufen vorsorglich Wasser und Lebensmittel. Vorsorglich Tanken wir den Wagen randvoll und lassen ebenfalls unseren beiden Reservekanister befüllen.
Als wir später Ersatzteile bei Mercedes abholen, fehlen viele. Lieferungen können wegen der Angriffe nicht ankommen. Wir wollen lieber weiterfahren, als zu warten. Wir lassen noch neue Reifen montieren, da es diese hier gibt, und verabschieden uns von unseren Freunden. Auf der Weiterfahrt kommen wir an dem qualmenden Haus vorbei. Dabei stellen wir fest, dass das Lagerhaus brennt, wo wir eine Tag zuvor nach neuen Reifen gefragt haben. Es ist ein komisches Gefühl.
Im Süden von Dubai treffen wir uns in der Marina mit Oskar den Sohn von Jens Cousine. Er wollte eigentlich Urlaub mit seinen Freunden machen, von denen die Meisten erst gar nicht hier ankamen. Wir flanieren an der Promenade insgeheim etwas essen. Aber hier scheint alles normal zu sein. Touristen sitzen in Cafés, Bars, Kinder spielen auf den Spielplätzen, Touristen flanieren unbeschwert die Promenade entlang. Es scheint, als wäre alles normal hier.
Dubai zeigt sich uns diesmal anders. Nicht nur glänzend und laut, sondern auch unsicher. Zwischen Spielplatzmomenten, Angst in der Nacht und Dankbarkeit merken wir, wie zerbrechlich Sicherheit sein kann.Читать далее

ПутешественникBoah, so plötzlich mitten in einem Krisengebiet zu sitzen macht richtig Angst. Ich drücke Euch die Daumen dass ihr unbeschadet aus der Region wieder raus kommt!
Schnorcheln in den VAE
25–26 февр., Объединенные Арабские Эмираты ⋅ ☀️ 28 °C
Wir wollen nochmal in die Vereinigten Emirate fahren, weil man dort gute Autoersatzteile bekommt. Unsere Visa sind auch noch gültig. Jens hat schon eine lange Beschaffungsliste erstellt in voller Hoffnung, dass wir in Dubai alles bekommen.
Auf dem Weg fahren wir durch eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft. Erst helle Sandwüste, dann verändert sich die Umgebung in eine karge Steinwüste mit ganz unterschiedlichen Gesteinsarten und Farben. Beige, rot, grau, grün und fast schwarz wechseln sich ab. Während wir so durch diese Landschaft fahren, schaut Marie aus dem Fenster und sagt plötzlich: „Ich finde schön, dass die Welt so verschiedene Farben hat.“ Ein Satz, der uns allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Schließlich erreichen wir Suhar und bis wir unsern Einkauf erledigt haben, ist es schon Nachmittag. Wir schlafen hier an einem Spielplatz neben einem Park. Am nächsten Morgen joggen wir eine Runde und Marie fährt mit dem Fahrrad ihre Runden,.
Danach geht es weiter in die Emirate. Der Grenzübertritt ist ein bisschen mühsam, weil keiner so richtig etwas mit unserem Zollpapier für den Camper anfangen kann. Als wir endlich fertig mit der Einreise in die Vereinigten Emirate sind, fahren wir weiter vorbei an unzähligen Treibstofftanks nördlich zu einem schönen Platz am Strand. Dort gibt es eine kleine vorgelagerte Insel, perfekt zum Schnorcheln. Wir parken das Auto direkt am Strand, gehen aufs SUP und paddeln rüber. Das Wasser ist nicht kalt, aber da wir länger im Wasser sein werden, ziehen wir unsere Neoprenanzüge an. Wir schnorcheln einmal um die kleine Insel und die Felsen herum. Marie sitzt die meiste Zeit auf dem Paddelbord und lässt sich hinterher ziehen. Überall sind Fische, wir sehen Schildkröten und bunte Korallen. Die Fischschwärme sind unglaublich und das ist der einzige Spot in den Emiraten, wo man so so schön schnorcheln kann. Wir verbringen einen ruhigen Nacht auf dem Strand. Am Morgen gehen wir noch einmal Schnorcheln. Es hat sich wirklich gelohnt, es ist ein toller Ort. Später packen wir langsam unsere Sachen zusammen und fahren weiter, voller Eindrücke und mit einem Lächeln im Gesicht.Читать далее

ПутешественникSo war das im Oman auch beim Schnorcheln. Bunte Fische, viele Schildkröten und Haie und ein riesiger Sardinenschwarm. Einfach wunderschön!
Wadi Gul & Jabel Shams Balconywalk
22 февраля, Оман ⋅ ☀️ 26 °C
Auf dem Weg nach Jabal Shams gibt es eine beeindruckende Schlucht, das Wadi Gul.
Unterwegs dorthin tanken wir und kaufen noch schnell ein paar Dinge ein. Große Supermärkte gibt es hier nicht, aber das Nötigste finden wir. Im Laden treffen wir auch wieder die deutsche Urlauberfamilie und verabreden uns für später.
Am Wadi Gul beginnt bald die Schotterpiste. Große Felsbrocken liegen im Flussbett und der Weg wird steinig. Wir fahren immer tiefer in die Schlucht hinein, bis sie sich um uns schließt. An einer Stelle ist sie nur etwa zwanzig Meter breit, während die Felsen steil nach oben ragen. Hier finden wir einen schönen Platz zum Übernachten.
Später kommen auch die Dachzelt Urlauber. Die Kinder klettern begeistert über die Felsen und spielen mit Steinen. Wir kochen zusammen und genießen den Abend in der besonderen Atmosphäre der Schlucht. Zwischendurch helfen Jens und Michael noch einem italienischen Fahrer, der sich mit seinem Mietwagen festgefahren hat. Mit Sandblechen und Schaufeln ist das Auto schnell wieder frei. Den Abend verbringen wir gemeinsam gemütlich am Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen fahren wir bis zum Ende der Schlucht und gehen noch ein Stück zu Fuß weiter. Doch bald wird das Gelände schwieriger und es ist schon sehr warm, also drehen wir um und fahren hinauf zum Jabal Shams. Die Straße windet sich in vielen Kurven nach oben, bis wir schließlich an der gewaltigen Klippe stehen und tief ins Tal hinunterblicken.
Hier machen wir gemeinsam mit Anna, Mischa, Janosch und Lotta den Balconywalk entlang der Felswand. Marie läuft den Weg erstaunlich gut mit. Unterwegs sehen wir sogar ein Autowrack tief unten an der Felswand liegen.
Später fahren wir zusammen weiter zum Wadi Damm. Dort finden wir im Flussbett einen schönen Platz, kochen wieder gemeinsam und die Kinder spielen zwischen den Steinen. Am nächsten Morgen laufen wir noch den Fluss hinauf und springen in eines der Wasserbecken. Das Wasser ist eiskalt und kostet etwas Überwindung.
Danach heißt es Abschied nehmen von der Familie aus Remscheid. Sie fahren zurück Richtung Maskat, wir weiter nach Norden. Es waren schöne gemeinsame Tage und ganz besonders Marie hat sich sehr über Kids gefreut.Читать далее

ПутешественникWahnsinns Bilder, im Echt ist es ja immer noch viel krasser....♡♡♡
Im Herz des Snake Canyon
22 февраля, Оман ⋅ ☀️ 19 °C
Der Snake Canyon im Oman zieht uns sofort in seinen Bann. Eine enge, kurvenreiche Straße führt uns hoch in die Berge. Es ist heiß, die Sonne brennt, doch je höher wir kommen, desto angenehmer wird es. Schließlich erreichen wir fast 2000 Meter. Wind streicht über die Haut, die Aussicht ist atemberaubend. Kaum haben wir den Gipfel erreicht, endet der Asphalt und die Schotterpiste beginnt.
Wir lassen an der ersten Kurve etwas Luft aus den Reifen. Die Piste wird steil, lose Steine rutschen unter den Rädern. Es erinnert ein wenig an den Sani Pass in Lesotho. Vorsichtig kurbeln wir uns den Berg hinab, enge Kurven, schmale Stellen, teilweise müssen wir anhalten, um entgegenkommende Autos vorbeizulassen. Jeder Meter fordert Aufmerksamkeit, jeder Blick nach unten lässt uns die Tiefe spüren.
Unterwegs liegt Viladside wie ein kleines Wunder in den Bergen. Wie schaffen die Menschen hier ihre Häuser? Die Straße ist eng, die Hänge steil, doch es gibt Wasser und Leben. Das Dorf wirkt ruhig und angenehm, kaum Hitze, nur diese klare, frische Bergluft.
Schließlich erreichen wir den Fuß des Snake Canyon. Ein terrassenförmiger Platz lädt zum Verweilen ein. Schon andere Overlander haben hier Feuerstellen eingerichtet. Wir gesellen uns zu der deutschen Urlauberfamilie die wir bereits in Nizza auf dem Campingplatz kennen gelernt hatten. Marie will sofort zum mit ihnen Spielen. Regina kocht mit Anna und die beiden bereiten gemeinsam das Abendessen. Später sitzen wir alle ums Feuer, Leslie und Jerome stoßen auch noch dazu. Stockbrotteig wird gerollt, über dem Feuer gebacken, und wir genießen das Knistern und die Gespräche über das Reisen, Abenteuer und das Leben unterwegs.
Am nächsten Morgen starten wir etwas später. Leslie und Jerome sind schon weitergezogen, wir laufen zu mit Anna, Micha und Ihren beiden Kids in den Canyon hinein. Die Felsen, die Schatten und das glitzernde Wasser lassen den Ort magisch wirken. Micha wagt sich weiter in den Canyon, klettert, springt ins Wasser – ein echtes Abenteuer. Anna bleibt mit den Kindern zurück, kleine Nickerchen im Schatten. Wir genießen die Ruhe, drehen um und verabschieden uns schließlich von der Familie.
Der Rückweg nach oben fordert den Sprinter. Eine steile Stelle mit losem Geröll verlangt zwei Anläufe, doch schließlich meistert er alles. Langsam kurbeln wir uns hoch, genießen jeden Blick auf die schroffen Berge, die Schluchten, die Weite. Und während wir weiterfahren, bleibt die Erinnerung an diesen magischen Ort, den Snake Canyon, tief im Herzen.Читать далее






























































































































































































































































































































































































































































































































