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  • Day199

    Moderne Sklaverei

    March 20, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Geisterstadt ist heute eine Art großer Abenteuerspielplatz, zumindest für mich. Das Leben dort sah aber vermutlich anders aus.
    Freizeiteinrichtungen wie Theater oder Schwimmbad wurden in Humberstone erst 1934 errichtet, womit sie viele andere Anlagen ausstach. Der Besuch war den normalen Arbeitern wahrscheinlich aber nicht möglich.
    In den Minen wurde nach Arbeitern und Angestellten unterschieden. Die Stellung in der Hierarchie bestimmte, wie gewohnt wurde. Ein Arbeiter, der nicht irgendwo in den Feldern in einem einfachen Zelt wohnte, hatte ein 13,5m² Zimmer mit Gemeinschaftsbad. Ingenieure und Ärzte hatten ~100m² Häuser. Daneben erfolgte die Bezahlung eine Zeitlang in einer mineneigenen Währung. Die galt natürlich nur auf dem Gelände der Miene und band die Leute an den Ort.
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    MaDe

    Weitläufige, luftige Wohnung?

    4/2/17Reply
    Bastian Waldorf

    Großer Garten im minimal Stil. Das Konzept nennt sich die große Freiheit und kontrastiert wunderbar mit der neu gewonnen Form der Leibeigenschaft

    4/2/17Reply
     
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  • Day199

    Humberstone

    March 20, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 24 °C

    Endlich wieder eine Geisterstadt! Ich habe ja schon so ein kleines Faible für Orte, die im Englischen so schön als 'Lost Places' bezeichnet werden.
    Wie erwähnt wurde Iquique durch Salpeter groß. Dieses wurde etwa 50km weiter im Landesinneren gewonnen. Dort kommt es in einer 2-3m dicken Schicht natürlich im Boden vor.
    Humberstone war einer dieser Orte, die etwa um 1870 gegründet wurden und in der Regel um 1960 aufgegeben wurden. Ein Ort bestand in der Regel aus dem Industriegebiet, in dem die Salpeter Produktion stattfand, der Verwaltung und dem öffentlichen Gebiet, bestehend aus Wohneinheiten und Freizeiteinrichtungen.
    Durch das sehr trockene Klima sind die Häuser auch noch sehr gut erhalten. Es ist möglich in fast jedes Haus zu gehen und man kann quasi alles machen, da es keine Zäune gibt. So findet man auch noch alte, verstaubte Werkstätten oder halbe Kraftwerke.
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  • Day199

    Flüssige Spezialitäten

    March 20, 2017 in Chile ⋅ ☁️ 17 °C

    Neben den Speisen gibt es auch noch einige erwähnenswerte Getränke. Dazu gehört Mote con Huesillo. Hier habe ich mich bei der Einordnung schwer getan, da es hier als Nachtisch gilt und aufgrund der Süße da mit Sicherheit auch richtig liegt. Es ist ein nicht alkoholischer Zuckerschock. Rezept gibt es beim Bild.
    Dann gibt es noch Terremoto. Dem Spanischkenner fällt auf, dass ich gerade nur Erdbeben auf Spanisch geschrieben habe. Das ist der Name für einen der beliebtesten Cocktails. Zu dem Namen kommt er wegen seiner Wirkung. Er ist recht süß und der viele Alkohol wird so kaum bemerkt. Steht man dann nach dem Genuss auf, geht das Erdbeben los - zumindest fühlt es sich so an.
    Man bestellt prinzipiell nur einen Terremoto, nicht weil man Anstand hat oder die Portionen gigantisch wären, sondern weil danach nur noch Replicas bestellt werden. Das heißt nichts anderes als Nachbeben.
    Daneben gibt es natürlich noch andere. Name und Rezepte bei den Bildern.
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    Bastian Waldorf

    Mote con huesillo

    3/10/17Reply
    Bastian Waldorf

    Zutaten (viele Gläser): 0.5 kg Weizengraupen (Mote), 0.3 kg getrocknete Pfirsiche (Huesillos), 0.2 kg Vollrohrzucker, 2 Zimtstangen

    3/10/17Reply
    Bastian Waldorf

    Piscola

    3/10/17Reply
    5 more comments
     
  • Day199

    Pisco Sour

    March 20, 2017 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun bin ich schon eine ganze Weile hier und bin natürlich immer auf der Suche nach Besonderheiten, vor allem beim Essen.
    Was Getränke angeht muss man sich als Deutscher nicht groß umstellen. Es gibt Wasser, die bekannten Softdrinks und einige viel zu süße Softdrinks und Säfte. Auf alkoholischer Ebene sind Weine beliebt, die dank des Anbaus im eigenen Land vergleichsweise günstig sind und selten mehr Kosten als das Bier. Letzteres wird, wie früher mal erwähnt, hauptsächlich im Seengebiet gebraut, näufig nach deutscher Tradition.
    Das Nationalgetränk aber ist Pisco. Dabei handelt es sich um destillierten Wein und so schmeckt er auch. Man kann ihn pur trinken oder als Pisco Sour, dann enthält er noch Limettensaft und Zuckersirup.
    Pisco ist ebenfalls das Nationalgetränk in Peru, wird dort aber anders produziert. Es herrscht ein Streit um den Ursprung und den besseren Geschmack zwischen den Ländern.
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    MaDe

    Da ist er endlich! Köstlich!

    4/2/17Reply
     
  • Day198

    Wie man Kriegsheld wird

    March 19, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 24 °C

    In Chile gibt es einige Namen, die man immer wieder sieht. Dazu gehören Bernardo O’Higgins, der erste Präsident Chiles, oder Gabriela Mistral, Literaturnobelpreisträgerin. Auch Arturo Prat ist allgegenwärtig.
    Ich bin in Iquique, eine Küstenstadt die durch Salpeter groß geworden ist. Hier schließt sich der Kreis. Bis zum Salpeterkrieg war Iquique nämlich noch peruanisch. Arturo Prat war im Krieg Kommandant einer hölzernen Fregatte mit der Aufgabe, den Hafen von Iquique zu blockieren.
    Um ein Held zu werden braucht es einen übermächtigen Gegner, in Form eines Stahlpanzerschiffes auf der Seite Perus, geleitet von Miguel Grau. Jetzt könnte man denken, um Held zu werden vollbrachte er das Wunder zu gewinnen. Weit gefehlt. Arturo Prats Schiff wurde gerammt und versenkt. Er ist bei dem Versuch gestorben, das rammende Schiff zu entern.
    Beide Kapitäne gelten als Ritter der See, da Miguel Grau später den Degen von Arturo Prat an dessen Witwe geschickt hat, mit einem Brief über die Tapferkeit die Prat gezeigt hat.
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  • Day197

    Pukara de Quitor

    March 18, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 13 °C

    Zum Abschluss ging es dann noch, ganz ohne Tour und zu Fuß, in die Umgebung von San Pedro. Dabei besuchte ich eine alte Festung der Likan Antai. Das waren die Bewohner der Hochebene, bis die spanischen Konquistadoren vorbeischauten. Überstand die Festung die ersten Angriffe noch, so sah es bei den folgenden Angriffen nicht mehr so gut aus.
    Heute stehen noch einige Mauern und man hat noch immer einen klasse Ausblick.
    Danach schaute ich mir noch ein Fußballspiel der Dorfklasse und das lokale Meteoriten Museum an. Beides auf seine Weise sehr interessant.
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  • Day197

    Das unglaublichste Bad

    March 18, 2017 in Chile ⋅ 🌧 18 °C

    Das nennt sich Urlaub… Um 4:10 geht mein Wecker. Ich bin nicht der einzige im Zimmer der wach ist. Um 4:30 wird man für die Tour zu den Geysiren eingesammelt.
    Warum so früh? Weil das drittgrößte Geysirfeld der Welt mittags leider nicht so spektakulär aussieht, wie morgens um 7 Uhr vor Sonnenaufgang bei -5°. Ja, man muss schon leicht verrückt sein…
    Leider war von den großen Dampffontänen im Nebel/den Wolken nicht viel zu sehen und da die durchschnittliche Höhe der Geysire noch nicht mal 50cm betrug, machten selbige nicht viel her.
    Das Beste allerdings sollte noch kommen, eine warme Quelle. So nahm ich auf ~4.200m bei -5° Umgebungstemperatur ein Bad in einem dampfenden Becken. Als dann noch die Sonne über den schneebedeckten Bergen der Umgebung aufging, wollte ich gar nicht mehr weg.
    Musste ich aber leider, da ich sonst auf dem Rückweg verpasst hätte, Lamafleisch zu probieren. Kleine Empfehlung am Rande, schmeckt echt klasse.
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  • Day196

    Höhenluft

    March 17, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 17 °C

    Nächstes Ziel Salar de Tara. Eigentlich. Am Vorabend hat es nämlich heftig geregnet, die Straßen waren noch da, nur leider über 4.500m mit Schnee bedeckt. Das scheint man nicht zu kennen und passiert hier auch nur selten. So wurde das Frühstück dieses Mal vorgezogen, mitten auf der gesperrten Bundesstraße.
    Es mag am Höhenrausch liegen, aber der Pass auf 4.800m sah unbeschreiblich schön aus. Als ob das nicht genug wäre, haben wir dann auch noch eine kleine Schneeballschlacht begonnen. Alle gegen den Guide, der arme... :-D
    Es ging vorbei an Gesteinsformationen in einem gigantischen alten Krater, über unbefestigte Straßen zu einem See der auf ungefähr 4.500m Höhe liegt.
    Sehr nett war die Begegnung mit einer Vulkanologin, die aufgrund ihrer Forschung sogar dem Guide noch was beibringen konnte.
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  • Day195

    Rote Lava und Salzseen

    March 16, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Es ging bereits um 7:00 Uhr los, die längste der Touren stand an. Dabei sollten verschiedene Orte angefahren werden.
    Zunächst hielten wir, noch ohne gefrühstückt zu haben, in einem kleinen Ort, wo uns die Kapelle gezeigt wurde und in einem lokalen Laden (huch, warum hat der denn schon um 8:00 auf…) ein Lama und einige typische Produkte. In Kauflaune war um diese Zeit seltsamerweise niemand.
    Am nächsten Salzsee gab es dann ein paar wenige Flamingos zu sehen, bevor es das versprochene Frühstück gab - ja, wir waren hungrig. So gestärkt, ging es dann zum Höhepunkt, also rein von den Höhenmetern. Auf über 4.000m gab es dann Seen mit Vulkanen im Hintergrund zu sehen. In meinem Fall Seen mit Wolken, was sich aber im Laufe des Tages besserte.
    Zum Abschluss gab es dann noch einen Salzsee, der von rotem Gestein begrenzt war. Ein absolut geniales Bild.
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  • Day194

    Donner im Mondtal

    March 15, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 15 °C

    Für den ersten Tag ging es auf eine Tour ins Mondtal und das Tote Tal. Beide waren unglaublich schön und interessant. Die Bilder können nicht wirklich beschreiben, wie es aussieht. Am meisten hat mich der scheinbare Schnee verwundert. Das gesamte Tal wirkte weiß gepudert, was Salz ist, welches durch den Regen an die Oberfläche gezogen wird.
    Daneben gab es auch noch größere Dünen und einige nette Gesteinsformationen zu sehen. Genial war aber, dass an diesem Ort, an dem im Jahr 20-50mm Regen fallen, der ein oder andere Schauer runterkam. Das untermalt mit einigen Blitzen und Donner.
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    Das sieht großartig schon allein auf den Bildern aus! Gruß Jenni

    3/21/17Reply

    Hammer.. lass es Dir gut gehen. Beste Grüße Bernd

    3/22/17Reply

    Bisschen wenig grün ;-b

    3/23/17Reply
     

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